icke ;n a^e ♦♦♦♦♦♦♦♦ >en Bahnhofstr. 27 I Hau»ierer d-Trauben to“ .per W 28 Psg. Zananen ?is. ronen sg. Zitronen ig. !sg. »6-7 Uhr. »ÄS srung. ! Restr. Anton «och zr , mn geltend 311m* it entliehener ®egen|lanbt Erledigung bringen. . Oktober 1908. ^stellte Nachlaßverwalter: ■it ,Raja‘ Ch. Marke Deposee > ^^GrS^ront te Fvror y en jjilliäß' s»ch' *!5Z iteabaus jrs*e< 89‘ Nr. 23« Erstes Blatt 158. Jahrgang Mittwoch 7. Oktober 1908 Der Gießener Anzeiger m jfe. -wdf* A Bezugspreis: erichetni täglich, außer RSi ” monathd)75^i.,mcrte(- SonnlagS. - Beilagen: A T A aa ' LÄ AA iäljrlid) If. 2.2°; burd) viermal wöchentlich A jflA A WH M /TX 'Jlbljole- u. 3roetgfte(IeB ktetzenerZamiltendlätter; M WW j>|T M 88 W M M MM M gp monatlich««.; durch Bs^UjlCnvllvi 4llwluvl wlrtichafUtche Settfragen ^$|F 6g M M 'Nr lö 'V '@S V xr auswärts 20 Mennig. Fernlprech-Anschlüsse: R M @0F Al# Berantworilich für die Redaktion 112. V V^ * * vr ** Wr den politischen Tel!, zee General-Anzeiger für Gberheffen MZ tüt die Tagesnummer Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'fchen Univ.-Vuch und Zteindruckeret R. Lange. Redattion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Anzeigen'leck^ 'H'Eck. bis vormittags 10 Uhr. , ...........■im—--- Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Die neuen Umwälzungen aus dem Bolton. Die Annexion Bosniens und der Herzegowina durch Oesterreich-Ungarn ist nunmehr eilte vollendete Tatsache geworden. Kaiser Franz Josef hat gestern eine Proklamation an das bosnisch-herzegowinische Volk gerichtet, worin die Angliederung dieser Länder an Oesterreich-Ungarn mitgeteilt wird. Auch der Pforte ist gestern die offizielle Mitteilung gemacht worden, daß Oesterreich-Ungarn seine Eouveränttätsrechte auf Bosnien und Herzegowina aus- Lehne. Der Gesetzentwurf über Bosnien und die Herze- goloina wird die Bestimmung enthalten, daß die Souveräni- lätsrechte des Kaisers und die pragnatische Sanktion auf Bosnien und die Herzegowina erstreckt werden, sowie die weitere Bestimmung, daß im übrigen das Verwaltungs- gesetz von 1880 weiter zu gelten hat. Bosnien uni) die Herzegowina erhalten die Bezeichnung „Gemeinsames Verwaltungsgebiet". Die ungarische Presse ist einmütig der Ansicht, daß Bosnien auf Grund der historischen Entwicklung und auf Grund unanfechtbarer Rechte an die Länder der ungarischen Krone angeglicdert werden müsse. Die Schlvierigkeit der Klarstellung der staatsrechtlichen Form der Angliederung hat zur Folge, daß zunächst in den Delegationen ein Provisorium geschaffen, die definitive Regelung aber beiden Legislativen Vorbehalten wird. Die ungarische Presse nimmt jedoch gegen die direkte Einverleibung Bosniens Stellung, weil sie eine Stärkung des slawischen Elements für bedenklich erachtet. Die Form der Angliederung werde wahrscheinlich ein getrenntes Verwaltungsgebiet mit einer hochgestellten repräsentativen Persönlichkeit, einer Art Vizefö'uig, an der Spitze sein. Dieses besondere Ver- waltungsgcbiet soll sofort die Autonomie auf breitester Basis erteilt erhalten. Angeblich soll das Wiener Kabinett Ler Zustimmung aller Großmächte mit Ausnahme Englands sicher sein. In Belgrad hat die Annexion Bosniens und der Herzegowina gro^e Erregung h^rvorgerufen. In allen Städten wurden VollSversaunnlungdil abgehaltcn, wobei Schmüh- rufe gegen Oesterreich und Bulgarien laut wurden. Man ließ die Revolution in Bosnien hochleben und verlangte den Abmarsch der Truppen an die bosnische Grenze. Tie Stellung des Kabinetts ist erschüttert und es dürste noch vor dem Zusammentritt der Skuptschina zurücktreten. Nach «n Wien eingetroffenen Privatnachrichten fanden in Serajevo große Demonstrationen der herzegowinischen Bevölkerung statt. In Wien sucht man die Sache zu leugnen und zu vertuschen. Auch Rußland, England und Frankreich scheinen »cm der Annexion Bosniens und der Herzegowina sehr Irrenig entzückt zu sein. Namentlich russische Blätter bringen lehr gehässige Artikel gegen Oesterreich-Ungarn und natürlich and) gegen Deutschland, das doch an den jetziger: Vorgängen auf dem Balkan auch nicht den geringsten Anteil )iat. Deutschland hat bis zur Stunde nock) nicht einmal Stellung zu diesen Vorgängen genommen. Der Temps kennt bereits die dem Vorschläge Frankreichs zugedachte Antwort Rußlands. Sie soll, jo heißt es, im wesentlichen lauten: Bon Oesterreichs Absichten bezüglich Bosniens und der Herzegowina wurden wir wohl so un- -gesähr unterrichtet, aber wir ahnten nicht, daß der Zeit- rpunkt dec Verwirklichung so nahe sei. Tie Konferenz oder der Kongreß erscheint uns absolut notwendig. Englands Antwort werde ähnlich gefaßt sein. _ Bon Italien sei feine Störung zu erwarten, lieber Deutschlands Stellungnahme fehlt jeder Anhaltspunkt. WSW _ lUcinci Feuitteton. — D i c Polizei als Gesch in acks Hüterin. Der preußische Kultusminister hat die Polizei in einem besonderen Erlaß zur Erhaltung eines schönen Ortsbildes zu Hilfe gerufen, rmd zwar aus folgender Ursache: In Staaten und ländlichen Ortschaften werden neuerdings zur Eindeckung der Dächer von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden vielfach Zementplatten verwendet. Aus diefen werden durch verschiedene Farben allerlei Figuren, Jahreszahlen und Buchstaben im großen Maßstab gebildet. Der- 1 artige Tücher gewähren nach der Ansicht des Ministers durch ihre bunten und unruhigen Flächen einen geradezu häßlichen Anblick. Besonders auf dem Vlatten Lande scheinen diese Dach- nndeckungen immer gebräuchlicher zu werden. Die oberen Vcr- valtungsbchörden werden nun ersucht, den Ortspolizeibehörden entsprechende Anordnungen zugehen zu lassen. Tas Gesetz gegen die Verunstaltung von Ortschaften vom vorigen Jahre bietet tinc Handhabe, um derartigen Bauausführungen entgegenzutreten, ivcnn sie die Straßen der Ortschaft oder das Ortsbild gröblich verunstalten. Tie Polizei soll die Frage der Tacheinveckung schon bei der Erteilung der Bauerlaubnis prüfen. Es soll so vermieden werden, daß ein Verbot zur Benutzung von_ Zementvlatten erst nach der Beschaffung des Materials erlassen wird. Dian kann diesem Erlaß nur mit Vergnügen zustimmen. — Von M i ch c l a n g c l o s Arbeitsweise. Man hat sich die Arbeitsweise Michelangelos bisher als eine dämonische Wut des Schaffens vorgestellt, als eine aus dem Unbewußten geborene leidensckiaftlichc Vision. Tas beste Bild solchen Produzierens bot sich in den Beschreibungen seiner Arbeit mit Meißel und Hammer, die von der außer'ordcntliclxm Schnelligkeit und der wilden Gewalt,beim Heraushauen der Figur aus dem Stein erzählte. Aber wie bei jedem großen Genie so ist auch bei Michelangelo der innere Schöpserdraug von einer höchsten geistigen Üeberlegung geleitet, und die eingehende Betrachtung erkennt in der Konzeption und Produktion seiner Werke eine kluge Berechnung und Ordnung. Dies erläutert 'Adolf Gottschewski in einem ciugehenden Aufsatz, den das nächst: .Heft der von Dr. Georg ' Äiermann heraus gegebenen inhaltsreichen Monatshefte für Kunst- Wissenschaft veröffentlichen wird. Die Riefenunternehmungen des Meisters erforderten umfassende Kalkulationen über W.gebauten, Transporte und über die Verwendung eines ganzen Arbeiter- hecreS. Aber auch bei der einzelnen Statue schuf der Meister Richt etwa, wie man bisher aunahm, nach einem kleinen flüch- • jigen Modell und überließ durchLus nicht alles der genialen Ein- Eine halbamtliche englische Note an die Blatter besagt, die englische Regierung könne das Recht einer anderen Macht, einen internationalen Vertrag ohne Zustimmung der Signatarmächte zu brechen, nicht anerkennen. Tie Regierung werde ihre Zustimmung für jede Ucberschreituttg des Berliner Vertrages ablehnen und die veränderte Tatsache erst anerkennen, wenn die übrigen Mächte und besonderes die Türkei, die in diesem Falle am meisten interessiert ist, ihre Zustiminung gegeben haben. Man denkt also ernstlich daran, die Orientfrage einer neuen Konferenz vorzulegen. In Wiener diplomatischen Kreisen soll man diesen Plan jedoch für wenig praktisch halten. Zu einem solchen Kongreß fehle ein eigentliches Substrat. Die bulgarische Unabhängig- keitserkläruug und die Ankündigung dec Souberiinität über die okkupierten Provinzen seien Vorgänge, gegen die ein Kongreß durch Beschlüsse kaum etwas ausrichten könne. Ueberdies wäre zu fürchten, daß wenigstens eine Signatarmacht, nämlich Oesterreich-Ungarn, wenn sie durch die Richtung des Kongresses sich getroffen fühlte, sich zurückzichen könnte, so daß ein Beschluß gar nicht zustande kommen könnte. Es würde daher dec Kongreß höchstens Anlaß geben, Schwierigkeiten zu schaffen und Gegenjätze zwischen den Mächten herauszubilden. Inwiefern diese Ansichten richtig sind, mag hier unerörtert bleiben, auf alle Falle ist uirgends große Neigung zu einem Kriege zu verspüren; am wenigsten in Konstantinopel. Dem türkischen Blatte „Tanin" zusolge hat die Pforte von den übrigen Balkanstaaten deren Ansichten über die Unabhängigkeitserklärung Bulgariens erbeten. Dem Redakteur der Zeitung erwiderte der Großwesir aus die Frage, ob die Unabhäugigteitserklärung Bulgariens Krieg bedeute, die Pforte warte die Entscheidung ab, die von den Großmächten getroffen würde. Tie größte Kriegsgefahr, soweit die Türkei in Frage kommt, ist das gegenwärtige Kabinett. Verständige türkische Kreise sagen, daß die Verfassung nicht aufs Spiel gefetzt werden dürfe wegen der Ungeschicklichkeit der Regierung. Kiamil gilt als Kriegsfreund; je früher er gehe, um so eher werde sich eine ruhige Auffassung der Lage einstellen. Auf türkischer Seite sind übrigens bisher keine Mobilisierungsmaßregelu angeordnet worden. In den Kreisen der bulgarischen Politiker verlautet, für den Kriegsfall hätte Fürst Ferdinand eine Anleihe in Oe st erreich gesichert. Dieselben Kreise sind überzeugt, daß die Unabhängigkeit noch vor dem Besuch. Ferdinands in Budapest planmäßig vorverlitet war. Inzwischen hat die bulgariiche Regierung die amtliche Anzeige der Proklamierung des Königreiches allen diplomati-chen Vertretern der fremden Staaten übermittelt. Aus Sscadt und Land. Gießen, 7. Oktober 1908. ** Für die Sitzung dec Stadtverordneten- Versamnilung am Donnerstag, 8. Off., nachm. 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung aufgeslellt rvorden: 1. Mitteilungen. 2. Antrag Winn und Genossen wegen Aufstellung eines umfassenden Bebauungsplanes. 3. Straßen- bahn. 4. Schlachtha'usum bau und Kühlanlage. 5. Erweitern ng der städtischen Kaserne. 5. Verlauf des Spritzenhauses in der Löwengasse. 7. Anfauf von Grundstücken zur Verbreiterung dec Weidengasfe. 8. Uebcrgang der Grundstücke Asterwcg 9 und 13 auf die Stadt. 9. Heber- lassizng städtischer Räume an Vereine. 10. Bachschau der Wieseck, 11. Fuhrverfehr in der Dammstraße. 12. Stiftung Der Konrad Balthaser Lang Erben. 13. Bildung der Wahl- fonrmission für die Wahlmännerwahl zur Landtagswahl. ** Arbeiter mangel auf dem Lande. Auf Anregung des Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau ist im April v. I. unter Beteiligung insbes. auch der Großh. Hess. Regierung der Mitteldeutsche Arbeitsnachweis-Verband gegründet worden. Hauptziel des Verbandes ist die Schaffung eines Ausgleiches zwischen dem Arbeiterüberfluß in den Städten und dem Arbeitermangel in den kleineren Gemeinden und auf dem platten Lande; also die Versorgung der kleineren Stadt- und Landgemeinden mit Arbeitern aller Art, insbesondere auch mit laudw. Arbeitern (Tagelöhner, Knechte, Mägde). Die gesteckten Ziele sucht der Verband in der Weise zu erreichen, daß an möglichst vielen Orten kleine Arbeitsnachweise ins Leben gerufen werden, sei es in Anknüpfung an gut geleitete Her- bergen und Verpflegungsstationen, sei es einsach in der Art, daß sich der Bürgermeister bereit erklärt, auf Ersuchen eines Arbeitgebers oder eines Arbeitnehmers, der stellenlos ist, bei den übrigen Arbeitsnachweisen telephonische oder auch schriftliche Anfrage zu stellen. Es wird also der größte Wert nicht auf Bureauarbeit, Ausfüllen von Tabellen usw., sondern einfach auf recht häufigen Gebrauch des Telephons gelegt; und die ganze Vermittlungstätigkeit kann für gering bemittelte Arbeitgeber wie Arbeitnehmer kostenfrei geschehen. Neben diesen mehr für den lokalen Arbeiter bedarf und zur Versorgung der Wandernden dienenden Ortsarbeitsnachweise haben bann die bereits seit längerer Zeit organisierten paritätischen Arbeitsvermittelungsstellen der größeren Städte die Aufgabe, allo von den kleinen Arbeits- nachweisen ihres Bezirks dort eingehenden Meldungen in Listen zusammenzustellen und diese an die Städtische Arbeitsvermittelungsstelle zu Frankfurt a. M. einzuschicken, die auf Grund dieser Einzelmeldungen Sammel-Vakanzenlisten und Zusammenstellungen der freien Arbeitskräfte herausgibt, die einen gewissen Ueberblick über den Arbeitsmarkt in ganz Mitteldeutschland gewähren. Ortsarbeitsnachweise sind zurzeit an etwa 100 Orten eingerichtet, Bezirksarbeitsnachweise bestehen oder es steht ihre Gründung unmittelbar bevor in Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Worms, Bensheim, Kassel, Eschwege, Marburg, Hersseld, Friedberg, Gießen, Hanau, Nüoesheim, Oberlahnstein, Bingen, Herborn, Weilburg, Limburg, Wetzlar, Usingen, Kreuznach und Offenbach. Durch diese Organisation glaubt der Verband Arbeitgebern, die Arbeiter suchen, und den Arbeitnehmern entgegenzukommen. Ganz besonders wird er mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln dahin wirken, daß die Leutenot der Landwirtschaft auf dem flachen Lande beseitigt und daß vor dem leichtsinnigen Abwandern nach den Städten gewarnt wird, das nur zur Vermehrung des Arbeiterüberflusses in den Großstädten führt. Zu jeder Auskunft steht die Geschäftsstelle des Verbandes, Frankfurt a. M., Saalhos, zur Verfügung und werden auch die Kreis- und Landräte sowie die Bürgermeisterämter gern bereit sein. »• 4 7 Einjährige sind am 1. Oktober bei unserem Regiment zur Ableistung ihrer Dienstpflicht eingetreten. ” Aus bem Surc.au des StabttHeaters. Da am 14. Oktober Nüa Säcchetto hier in ihren berühmten ^Tanzpoesicn" auftritt, durfte folgende Besprechung aus den „Münchener Neuesten Nachrichten" vom 21. August d. I. von Interesse sein. „Der Prachtsaal des Künstlerhauses war von vornehmem Publikum —an der Spitze die Kronprinzessin von Rumänien — gefüllt. Was die Künstlerin gestern wieder bot, das waren reine ästhetische Genüsse. Menuette voll vornehmer Anmut, ungarische Tänze mit gut stilisierter Zigeuner- lcideuschaft, spanische Tänze in einem wirklich großartigen altkastllianischen Kostüm nnb mit meisterlichem Kastagnettenspiel, endlich die berühmten Frühlingsstimmen von Johann Strauß, wo un§ die Erinnerung an Schwind oder Thumann unwitlfürlich kommt, wo uns immer aufs neue das Malerisch« der Tanzkunst unserer Sacchetto fesselt und entzückt: ,Du bist der Lenz". — „Man hat den Eindruck von etwas bezaubernd Malerischem, Bildhaftem bei ihrem Tanze und anzuschauen ist sie immer zum Entzücken. Rita Sacchetto gewährt dem Auge die wundervollstett Reize und wer zu ihr geht, genießt dankbar, was sie und wie sie es gibt." •* Für auswärtige Theaterbesucher hat, zu- nächst versuchsweise, die Omnibus-Gesellschaft die angenehme Einrichtung getroffen, daß an den Mittwoch-Abenden nach Schluß der Vorstellung ein Omnibus vom Theater zum Bahnhof fährt. •• Die sächsische Schweiz ober bas Elbscmbstein- gebirge, bas bie Elbe an der Grenze von Böhmen und Sachsen in einem wildromantischen Tale durchbricht, tritt und diese Woche in entzückenden Ansichten im Kaiserpanoramo vor Augen. In Dresden beginnend, sehen wir bie weltbekannten schönen Punkte, wie bie Bastei, den Aamselgriinb, den Königstein mit Stabt unb Festung, ben Lilienstein, Schanbau, ben Kuhstall, ben großen Winterberg, baS Prebisch- tor, bie jüilbe Klamme, bie Ebmundsklamme und vieles andere. Wer jemals die sächsische Schweiz gesehen hat, der wirb erstaunt sein über bie naturgetreuen Aufnahmen unb mit großer Fceube noch einmal im Geiste die schöne Gegenb durchwanbern; wer sie aber noch nicht kennt, wirb sich ebenfalls an bem Besuch bie)er Serie sehr erfreuen. ** Kolosseum. Ab heute findet vollständiger Pro- grammwechsel statt; Harry Bienenstein mit seinem brillanten Ensemble bringt für die nächsten. Tage zwei neue Burlesken gebung, sondern er hat große Modelle gefertigt, nach denen dann der Marmor von den Steinmetzen in großen Zügen bereits zugehauen Würbe. Gottschewski hat ein solches Modell für einen der an den Medicäer-Gräbern geplanten Flußgötter entdeckt, und er weist nun des Näheren nach, daß Michelangelo solch große Modelle auch für «bie anderen Gestalten eigenhändig gefertigt hat. Wir besitzen nämlich Siotizen Michelangelos für ein Jahr seiner Tätigkeit an den Medici-Gräbern, die fast täglich seine Arbeiten und Ausgaben verzeichnen; aus ihnen geht hervor, daß diese Figuren-Modelle aus Tonerde und Scheerwolle gemacht wurden. Cellini hat ersählt, daß Michelangelo, „als er erkannte, daß er mit den kleinen Modellen nicht von ferne seinen großen Ideen nahe kam, sich später stets mit größter Bescheidenheit barmt machte, große Modelle KU fertigen von genau denselben Maßen, wie das Werk aus dem Marrnor herauskommen sollte; unb solches haben wir mit unseren eigenen Augen in der Sakristei von S. Lorenzo gesehen." Der ^Neister ließ nun, wie aus den Rechnungsvermerien klar hervorgeht, von Tischlerit zunächst das Gerippe lder Figur aus Hotz ausbauen und legte selbst mit Hand an, um den Gliedern jebon im Holz die von ihm beabsichtigte Bewegung zu geben. Diese große.t Gestelle, zu denen beträchtliche .Holzmengen verwendet waren, wurden dann mit Werg bekleidet" und dieses mit Biitdfaden ober auch mit Draht umschnürt. Aus dem so gewonnenen Kern wird dann die eigentlick-e Modcllier- masse aufgetragen, die aus Ton besteht und mit Kleister, Leim und Scheerwvlle vcrinischt ist. Sechs Wagenladungen solcher Tonerde wurden verwendet, dazu lwch drei Doppelzentner weißer Erde, die als oberste Schicht diente, um dem Ganzen eine Aehnlichkcit mit idem Marntor zu geben. Diese von Michelangelo selbst sorg- fdiit ausgeführten Modelle dienten bann als Vorlage für die Steinmetzen, die die Behauung des Marmors unternahmen. Der WZ elfter behielt sich nur t>ie letzte Vollendung vor. — „Freiheit, die ich meine", scheint es bei den Londoner Uhrnrachcrn zu heißen. Das „British Horological J,r- stitute" fürchtet nämlich die zwangsweise Einsiihruny einer Normalzeit für alle Londoner Uhren. Der Sekretär dieser Vereinigung ljat an die städtischen Behörden ein Schreiben gerichtet, in dem er behauptet, die Einführung der Normalzeit stände im Gegensatz zu allen englischen Freiheitsideen und würde obendrein die Uhrmacherei empfindlich schädigen! — M lc i ii e Ehto u i i anS ST u n ft und Wissenschaft. In Bernried ain Starnberger See wurde bas Denkmal des verstorbenen Rtilitärschriststellers Hauptmami Siatl Tanera in Gegenwart einer Abordnung des 1. bayerischen Iägetöataillons sowie zahlreicher alter Kameraden unb Feldzugjoldalen enthüllt. „Wer ist Papa?" und „Güte anständige Frau", welche an Situationskomik und Humor den beiden bisher gegebenen in nichts nach stehen uni) den vorzüglichen rheinischen Ko- nriker in Fülle Gelegenheit bieten, seinen urwüchsigen Humor zu entfalten. Außerdem wartet die reizende Voriragskünst- lerin Mary Walter, sowie der Berwandlungskomiker Erich Eharton mit neuen Couplets auf. Morgen Donnerstag ist Familienabend mit Geschenkc-Berteilung. •* Stenographie. Der Gabelsberger Stenographen- Verein (E. 93.), gegr. 1861, hat seit Beginn des laufenden Vereinsjahres die Einrichtung getroffen, daß in jeder zweiten MonatSversannnlnng ein Vortrag über stenographische oder allgemein interessierende Themata zur Belehrung und Fortbildung seiner Mitglieder gehalten wird. Ter diesinalige Vortrag behandelt das Thema ,5) t c Systeme Gabels- berger und Stolze-Schrcy", das gerade jetzt, wo die gesamte stenographische Welt mit Spannung auf den Aus» gang der demnächst stattfindenden Regierungskonferenz zur Schaffung einer deutschen Einheitsstenographie wartet, allgemein interessieren dürfte. Der Vortrag findet öffentlich, am 8. ds. Mts., abends 9 Uhr, im oberen Saale des Cafe Ebel statt. (Siehe auch Anzeigenteil.) ♦♦ Von der Süd -Anlage. Durch die Erbauung unseres Stadttheaters und des Gebäudes der Mitteldeutschen Bank, durch die es möglich lvurde, die Joyannesstraße in ihren: letzten Teil bis auf die Iohanneslirchc durchzulegen, hat die Süd-Anlage eine erhebliche Vergrößerung erfahren. Der Schoorgraben konnte auf der ganzen Strecke von dem Neuemvegertor bis zur Goethestraße überwölbt werden, so daß die in die Anlage einbezogenen Gelänoe- flächen, zusanunen zirka 3500 Quadratmeter, mit dieser zu einem einheitlichen Ganzen verschmolzen werden konnten. Stadtgärtner Balser hat es verstanden, nachdem er den Teil der Anlage beim Stadttheater zu einem Glanzpunkt umgeschaffen, auch den anderen neuen Anlageteil zwischen Plock- und Goethestraße gärtnerisch wirtfam zu gestalten. Unsere Süd-Anlage gleicht nunmehr, nachdem sie vergrößert ist, einem vornehmen Park, dessen günstiger Eindruck durch die Häuserreihe der vollkommen ausgevauten Iohannes- straße gehoben wird. *• Diebstahl. Heute vormittag wurde in der Frankfurter Straße ein Fahrrad, Marke Superior mit der Fabr.- Nr. 64878, gestohlen. Der Eigentümer hatte das Rad kurze Zeit unbewacht stehen laffen, um in einem Hause etwas zu besorgen, und dies hat sich ein Dieb zu nutze gemacht und ist mit dem Rad davongefahren. 4- Klein-Linden, 6. Oft Einen Menschenauflauf rief die Verhaftung eines Betrunkenen hervor, der im Verdacht steht, hier Diebstähle begangen zu haben. Ein Gendarm verbrachte ihn nach Gießen ins Gefängnis. — Die Felddiebstähle mehren sich. So ließ gestern ein Arbeiter zwei Säcke Kartoffeln auf dem Acker stehen. In aller Frühe wollte er sie heute holen, aber der Acker war leer. ? Watzenborn, 7. Oft Der Turnverein Watze n- born hatte am vergangenen Sonntag sein Abturnen, das zahlreich besucht mar und, vom schönsten Wetter begünstigt, einen sehr guten Verlauf nahm. Am Vormittag fand Wettturnen der Zöglinge statt. Preise erhielten: 1. Karl Happel, 2. Ludwig Happel, 3. Karl Schmandt, 4. Heinrich Burger, 5. Ernst Häuser. Am Nachmittag entwickelte sich bei einer- gut besetzten Tanzmusik ein fröhliches Beisammensein bis in die späte Nacht. x Staufenberg, 6. Oft. Bei dem am 4. Oktober abgehaltenen A bturne n unseres Turnvereins erhielten folgende Preise: I. Riege (Oberstufe): 1. Preis Ludwig Zecher mit 96 Punkten; 2. Ludwig Eckhardt, 84; 3. Friedrich Haidt, 81; 4. Ludwig Braun 1 und Heinrich Zecher mit je 79; 5. Louis Deibel, 75; 6. Wilhelm Reuter, 70; 7. Karl Müller, 63' :1; 8. Heinrich Benzler, 58. — I. Riege (Unterstufe): 1. Preis Wilhelm Kraft mit 137 Punkten; 2. Ludwig Braun, 131'/,; 3. Heinrich Heibertshausen, 130; 4. Heinrich Rühl, 113; 5. Karl Grölz, 108; 6. Will). Grölz, 107'/a; 7. Johannes Kraft, 91. — II. Riege: 1. Preis Philipp Grölz mit 102 Punkten; 2. Heinrich Reeb, 977„; 3. Herrn. Rühl und Karl Zecher mit je 89’X; 4. Louis Bier, 817,; 5. Heinrich Schwalb, 81; 6. Heinrich Eckhardt, 80. — III. Riege: 1. Preis Ludwig Grölz mit 109Punkten; 2. Wilhelm Deibel, 1027,; 3 Louis Becker, 1017s; 4. W. Mayer, 81. Ettingshausen, 6. Oft Der Rentenbezieher Franz Starck nahm gestern von seinen Verwandten Abschied mit der Angabe, verziehen zu wollen. In seinen: Sonntagsanzug verübte er dann im nahen Walde Selbstmord durch Erhängen. Heute früh fanden ihn Arbeiter. Den bereits 73 Jahre alten Mann kann nur Schwermut oder plötzliche Geistestunnachtung 51t dem Schritt getrieben haben; seine Frau war vor einiger Zeit gestorben, und er» wohnte ganz allein. ? Butzbach, 6. Oft. Gegenwärtig befindet sich in der hiesigen Zellenstrafanstalt der Standesherr Graf Friedrich zu Leiniuge n-Westerburg auf Schloß Ilbenstadt, zur Verbüßung einer h a l b j ä h r i g c n G e f ä n g u i s- stra fc. Vor mehr als 10 Jahren wurde nämlich der Graf von der Strafkammer zu Gießen auf Aitkrag seiner geschie- denen Gemahlin wegen Ehebruch zu dieser Strafe verurteilt, floh aber sofort nach Wien. Jetzt hat er sich, vom Heimweh getrieben, freiwillig dem Gerichte zur Verbüßung der Strafe gestellt, um nachher wieder auf sein Stammschloß zu Ilbenstadt zurückkehren zu können. □ Butzbach, 6. Oft Lebhaften Widerspruch findet der neue Fahrplan für die Bahnlinie Butz- bach-Ltch, enthält er doch nur 2 mal 4 Züge, während bisher je 5 Züge von hier nach Lich und zurück verkehrten. Schon jetzt ruft der neue Fahrplan den Protest der Bevölkerung unserer Stadt und der in Betracht kommenden Orte hervor. Auch der kaufmännische Verein hat sich mit dem neuen Fahrplan befaßt und wendet sich in einer Eingabe an die Firma Lenz & Co. und an die Handelskammer gegen den neuen Fahrplan. Auch seitens der Ortschaften werden Eingaben gemacht. Die Baufirma Lenz & Co. will jedenfalls sparen, da die Bahnstrecke mcht rentiert x Rockenberg, 6. Oft Der Gemeinderat hat das hiesige Hofgut nebst den Gebäulichkeiten für 425000 Mark an gekauft. Es umfaßt etwa 5000 Normalmorgen, der Morgen kostet 860 Mark. Unter den Nicht-Landwirten werben Stimmen laut, die statt dieses Gutskaufes die Errichtung einer Wasserleitung für dringender halten. * Friedberg, 6. Oft Die Stadt beabsichtigt, au der Hagstraße auf dem Vordergelände des Volksbadgrundstücks ein Gebäude zu errichten, dessen Erdgeschoß für Zwecke einer öffeutlichenLese halle und Volksbiblio- thek und dessen beide oberen Geschosse für die Gewerbe- schule bienen sollen. Eine im Gebäude vorgesehene überbaute Toreinfahrt wird von der Hagstraße aus den Zugang zum Volksbad dienen. Das Projekt ist dem Erbauer des Volksbades, Architekt Hans Meyer-Gießen, in Auftrag gegeben. Die durch, die Provinzpresse laufenden beunruhigenden Nachrichten, daß durch die Entdeckung eines unterirdischen Ganges auf dem Volksbadgruudstück die Fundamentmaueru der in der Errichtung begriffenen Anstalt, besonders die des Kesselhauses, gefährdet seien, entsprechen nicht den Tatsachen. Die Bauleitung hat vor Beginn der Arbeiten die eigentliche Baustelle gründlich durch Bohrungen untersucht, so daß die Fundamentierung des Baues auf sicherer Grundlage vorgenommen wurde. An der Stelle, wo sich der Gang hinzieht, zirka 15 Meter vom Gebäude entfernt, werden Gartenanlagen ihren Platz finden. ? Aus der Welterau, 6. Oll. Ein drolliger Miß- griff, der sich unlängst in einem Orte der Wetterau ereignete, wurbe, da kein Schaden durch ihn entitand, viel belacht. Früh morgens — es war noch ganz düster — ging ein Landmann htnauS zu in Mähen, denn es sollte an bem Tage ein orbentlichcs Stück , ab "kommen. An ihrem gc- wohnten Platz hängt bie Sense, die er auf die Schulter nimmt uub frohgemut ins Wiesengelände zieht Draußen angekommen, soll es ans Mähen gehen, aber nach den erneu Streichen merkt der Mäher, daß etwas nicht richtig ist, und als er genauer hinsieht, gewabrt er zu seinem nicht geringen Aerger, daß er statt der Sense den — Honigrührei herausgetragen hatte, der neben ihr plaziert war. ):( Renzendorf, 5. Oft. Gegenwärtig wird auf unserer Station, nahe am Stationsgebäude, ein neuer Brunnen erbohrt, da das von dem seitherigen gelieferte Trinkwasser nicht mehr allen hygienischen Anforderungen entsprach. ! Lauterbach, 5. Oft Der nasse kühle Sommer war für die Sommerfrischen, Touristenwirtschaften, sowie für alle Etablisseliients, die auf Reisende »verkehr angewiesen sind, in wirtschaftlicher Hinsicht meist ungünstig. Besonders im August ist so manche schön geplante Wanderung frühzeitig abgebrochen ober gar nicht ausgeführt worben. Nun bieten bie schönen Oftobertage noch Gelegenheit, das Versäumte nachziiholen. Tagtäglich wird Misere Stadt zum Ausgangspunkte für wanderlustige Damen und Herren, bie, vielfach noch in Heller Sommerfoilette, in bie Berge ziehen. Welche Gegenb sollte auch für eine Spätherbsttonr geeigneter fein als ber Vogelsberg! Während andere Gebirgslandschaften mit ihren düstern Fichten- und Kiefernhainen jetzt schon eintönig, melancholisch dreinschauen, verleihen unsere Laubwälder mit ihrer herbstlichen Farbenpracht der Gegend neue Reize. Ja, der Herbst ist hier die schönste Jahreszeit Diesem Urteil wird jeder beipflichten, der Gelegenheit hatte, in Ruhe das wundersame Farbenspiel zu genießen, das sich vom flammenden Rot ber Berggipfel bis zum zarten Grün der Matten, auf benen die Herden weiden, bem trunkenen Auge darbietet. Wie herrlich wandert sichS am Ufer der Lauter entlang nach bem reizcnb gelegenen Schlosse Eisen- bad), durch das idyllische Schadges nach Stockhausen mit seinem wohlgepflegten, ber Familie von Riebesel gehörigen „Herrengarten-, unb über baS weltferne Rudlos zurück nad) Lauterbach. Wer jemals an schönen Herbsttagen diesen Weg gewandert (in 5 Stunden mit ein paar Nickeln in ber Tasche :sts geschehen), der wird begeistert bem Vogelsberg neue Freunde werben. W. Nidda, 6. Oft. Heute fand hier die Synode des Dekanats Nidda statt. In dem den Verhandlungen vorangehenden Gottesdienst predigte Pfarrer Wiegel-Bingen- heim über Matth. 5, 13—16. Er sprach über den Beruf, den ber Herr uns zumeist, und zeigte 1) worin er besteht und 2) wie er geleistet wirb. Die dem Gottesdienste folgenden Verhandlungen eröffnete Dekan Fisd)er-Eichelsdorf mit einer Begrüßung. Er wies auf den Ernst ber Zeit hin unb verband damit die Aufforderung, wachsam und regsam zu sein. Der Bericht über den kirchlichen unb religiös-sittlichen Zu- ftanb bes Dekanats zeigte keine großen Aenderungen. Es folgten nun Berichte: lieber die äußere Mission Pfarrer Wiegel-Bingenheim, über innere Mission Pfarrer Brill- Ober-Wibbersheim. Zwanzig Kinber sind im Dekanate durch den Erziehungsverein untergebracht. Der Erfolg ist beiden Kindern gut, bei Konfirmierten weniger gut. Daher solle man darauf sehen, daß verwahrloste Kinder frühzeitig in Fürsorge gegeben würben, lieber den Gustav-Adolf-Verein berichtete Dekan Fischer unb über ben Evang. Bunb Pfarrer Hermann-Nibba. Der Evang. Bunb zeige einen Fortschritt nach innen unb außen. Es folgte nun ein Referat über Gemein beabenbe von Pfarrer W e i ß-Wallernhausen. Als Ziel zeigte Referent religiös-sittliche und belehrende Einflüsse. In der Diskussion ergab sich im allgemeinen Zustimmung zu den Thesen des Referenten. Es folgten nun noch bie Wahlen des Dekans, Dekanatsstellvertreters und in den Dekanatsausschuß, bie bie Wiederwahl ber seitherigen Mitglieber ergaben. Mit Gebet würbe sodann bie Synobe burch ben Dekan geschlossen. O Laubach, 7. Oft. Am letzten Sonntag fanb bas Abschießen (letztes Sommerschießen) unter starker Beteiligung statt. Tie Ehrenschcibe, sowie bas hiermit oerbunbene Geschenk, ein silbernes Tintengeschirr, errang Dr. Otto Dietz. Am Abend folgte im Hotel „zum Schützenhof" ein Tanzvergnügen unb bie Verteilung der Preise, zu denen ein jeder Schützenbruder ein Geschenk stiftet. — Mit dem Bau des Alumnats wird augenblicklich begonnen. Die Fundament- unb Maurerarbeiten finb an bi M urermeifter Seitz hier unb Schmibt in Queckborn übertragen. Worms, 6. Oft. Die Stabtverorbneten beschlossen bie Errichtung einer Schulzahnklinik, ferner bie Erhebung einer Besitzwechselabgabe unb Wertzuwachs st euer. 4- Krofborf, 6.Oft. In tiefe Betrübnis wurden gestern abend zwei hiesige Slrbeiterfamilien versetzt, deren Familienhäupter in dem Valentinschen Steinbruch bei Gießen arbeiteten. Die beiden Männer sind zwischen 4 unb 5 Uhr von einer 7 Meter hohen Stelle burch abrntschenbes Gestein abgestürzt unb blutüberströmt und bewußtlos liegen geblieben. Die Unglücklichen, bie allein in bem Steinbruch beschäftigt waren, würben burch einen anberen, zufällig bort- hin fommenben Arbeiter hülfloS aufgefunben. An bem Auskommen bes einen, bet in bie Klinik getragen werben mußte, wirb gezweifelt. Den anbem, bet zwar ebenfalls $per verletzt ist, hofft man bald wieder Herstellen zu können. Tie Arbeiter heißen Karl Wagner und Heinrich Koch. — Auch m dem benachbarten Gleiberg verunglückte am Samstag der älteste Sohn des Burgwirts in seiner Arbeitsstelle in Gießen dadurch, daß ihm bei der Handhabung ber Stanz, maschine bic 2 letzten Finger der rechten Hanb gequetscht würben. [] Marburg, 5. Oft. Die sog. .Verschandel u n g Marburgs', bie in ber schon so oft erwähnten Broschüre eines früheren Marburger Studenten, des Referendars Emanuel Benda aus Lübeck, burd) dessen „Offenen Brief an Herrn Tobias Knopp" zum Ausdruck gebracht worben war, beschäftigte heute wieder einmal die Strafkammer. In dem Briefe war die Tätigkeit des Verschönerungsvereins und auch das neu errichtete Kurhaus auf dem Frauenberg arg kritisiert worben. Ter Erbauer bes letzteren, Architekt Dauber, strengte mit Erfolg gegen Benda eine Beleidigungsklage an unb als der Herausgeber der Zeitschrift „Die Kunst unserer. Heimat", Dr. Graincr in Jugenheim, bic Auslassungen nachdruckte, richtete fid) eine neue Klage gegen diesen, wie auch nochmals gegen Benda. Letzterer erzielte Freisprechung, ivährenb Dr. Grainer zu 20 Alk. Geldstrafe verurteilt wurde. Heute erfolgte auf ben Einspruch Danbers hin bie Verurteilung des Benda wegen Bcihülje zu 15 Mk. Geldstrafe. w. Frankfurt a. M., 6. Olt. 'Da das im Osthufcn- gebiet borge,ehrne Industrieycläube sich schon während d.s Baues als unzureichend crwtc|cn yai, genehmigte die heutige S t a d 1 v e r 0 r d n e t e n v e r 1 a m m l u n g die Hinzuziehung von 950000 D-naoratmeiern der Gemarkung Seckbach zum Osthc.sen. Dadurch erhöht sich bie Bausumme des Osthasens von 57 auf 70 Millionen Mark, doch haben ich für einen Teil des Geländes schon Käufer ge.unocu, während für einen anderen Teil Kauflustige vorgemerkt sind. h. Frankfurt a. M., 6. Oft. Der um 8 Uhr 5 Min. morgens im Ostbahnhof fällige Personenzug v 0 n G r i e s- h e 1 m stieß beim Einlaufen mit einer Rangier-Abteilung zusa tu m e n. Außer bem Zugführer Göhring, ber Kon- tufionen erlitt, würbe niemanb verletzt, ber Schaben ist nicht bedeutend. — In bem (Schäube ber Stadtkämmerei am Rote n Ham m, bas an einen Lanbwirt vermietet ist, entstand gestern abend nach 6 Uhr Feuer. Das Gebäude brannte bis auf die Umfassungsmauern nieder. Das Vieh tn den Stallungen konnte gerettet werden. 1000 Zentner Heu unb Stroh würben ein Raub ber Flammen. Die Ent- stehungsursache bes Brandes ist unbekannt. ** Kleine Mitteilungen u s Hessen unb den Nachbarstaaten. Im Dl a i nz er Kr e ma t0 ri um fanden im 3. Quartal 1908 76 Einäscherungen statt, gegen 46 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 36 waren aus Wiesbaden, 8 aus Mainz. Unter den eingeäschericn Personen waren 56 männlichen und 20 weiblichen Geschlechts. DerReligon nach waren 57 evangelisch, 9 katholisch, 4 freichristlich, 4 israelitisch nub 2 Dissident. GeriehtsßaaL. RB. Darmstadt, 6. Okt. Vor dem Schwurgericht kam heute jenes Rot zücht s v e rbre chen zur Wurteilung, dessen sich in der Nacht zum 16. August Hierselbst in der „Sanne" sechs, meist verheiratete Rohlinge schuldig gemacht hatten. Angeklagt waren der 23jährige Roßwärter Wehrum aus Mbach, der 29jährige Spengler Ludwig Bansa aus Neubrandenburg, der 26 jährige Fuhrmann Friedrich ^Schmidt, der 31jährige Heizer Peter Trietsch von Ebcrstadt, der 29jährige Taglöhner Georg Bräunig von Sticrbach und der 27jährige Weißbinder Vbert Allmeritter von Frankfurt. Tie sechs Angeklagte^ hatten sich in der Nähe des Exerzierplatzes umhergetrieben und um Mitternacht daselbst auf einer Bank ein Liebesparchen ange- ttoffcn. Die beiden erstgenannten MgeNagten traten zu dem Paar heran und sichren den Liebhaber, einen Sergeanten aus Rastatt in Uniform, in barscher Weise an, wobei sie sich als Kriminalbeamte aufspielten. Der Sergeant machte sich barauf ans dem Staube, auch die anderen fanten hinzu und es lvurde dem Mädchen, einer Tienstmagd aus Frankfurt, die den letzten Zug nach Frankfurt verpaßt hatte, von allen Gewalt angetan, trotzdem sie heftig schrie unb sich wehrte. Dabei war denr Mädck)en auch das Portemonnaie mit ca. 5 Mark und eine silberne Taschenuhr abhanden gekommen, die sich später im Besitz von Wchrunt und Schmidt vorfanden, resp. von ihnen in Mainz verkauft: worden war. Die beiden waren deshalb auch der Unterschlagung angcklagt. Für die Verhandlung war die Oefsentlichkett ausgeschlossen worben; nur einige Vertreter der Presse wurden zu- gclassen. Die Zeugenvernehmung bestätigte die Tat. Die Ge- schn^reuen bejahten die Frage nach gemeinschaftlicher "Notzucht und Unterschlagung und billigten mir Allmeritter mildernde Um*- stände zu. Das Urteil lautete für Mehrum auf 5 Jahre 7 Mionate Zuchthaus, für Bansa auf 5 Jahre 6 Monate, für Schmidt auf 4 Jahre 67» ÄLvuate, für Bräunig und Trietsch auf je 4Vr Jahre Zuchthaus und für Allmeritter auf 2 Jahre Gefängnis, für bic erftji 5 Verurteilten auch auf je 5 Jahre Ehrverlust. F v a n t f u r t a. M., 6. Okt. Vor ber Strafkammer hatte sich heute der 25 Jahre alle Bankbeamte Gottlob Seliger von hier wegen Erpressung zu verantworten. Er hatte au drei alleinstehende Damen eingeschriebene Bvieie gerick)tet, in denen sie um Ueberfenbung von Geld, insgesamt 2400 Mark ersucht würben, andernfalls er mit Veröffentlichungen aus ihrem Leben drohte. Die Strafkammer hatte Zweifel an dem Geistes- zustand des Fellger unb kam zur Freisprechu u g. Leipzig, 5‘. Okt. Das Reichsgericht hob heute auf Revision des wegen Sittlichkeitsverb^chens in zwei Fällen und wegen Verleitung zum Meineid zu vier Jahren Zuchthaus verurteilten Rcntuevr Dr. Vikwr Riedel dieses Urteil auf, soweit eS wegen Sittlichkeitsverb reche ns ergangen ist; zugleich wurde die Gesamtstrafe und die Ncbcnstrafen aufgehoben. Im übrigen wurde oie Revision verworfen. Lüneburg, 6. Okr. Die Strafkammer verurteilte den praktischen Arzt Dr. G a r m s e n aus Ncul-aus a. d. Elbe wegen zahlreicher Sittlichkeitsv erbrechen an Schulknaben tzu drei Jahren Zuchthaus. München, 6. Okt. Jrn Beleidigungs-Prozeß des Reichs- und Landtags - Abgeordneten Dr. Schädler gegen den Münchener Rechtsarnvvlt Kohl kam heule ein Vergleich zu Stande. Dr. Schädler erklärte, daß ec die Ueberzeugung gewonnen habe, daß die Vorwürfe gegen Kohl wegen Beleidigung des Altar- Sakramentes nicht berechtigt seien. Rechksanwall Kohl nimmt den Vorwurf der Lüge gegen Dr. Schädler zurück, beide Parteien ersuchen das Gericht, diesen Veraleich zur Kenntnis des Reichstags- Präsidiums zu bringen. Jede Partei trägt ihre Kosten._________ Universitäts-Nachrichten. ho. Marburg, 6. Okt. Der Archivar Dr. phil. Otto Gr 0 tefend ist von hier an das Staatsarchiv in Stettin versetzt worben. Er tritt dort an Stelle des Archivars Dr. Hememann. — Der Prozessor der Ohrenheilkunde an der Universität München, Holrat Dr. Bezold, einer ber angesehensten Taub- stummen-Aerzle, ist im Aller von 46 Jahren g e ft 0 r b e n. Mußt. = — Margarethe, die melodienreichste Oper, bildet den Inhalt des soeben im Verlage Ullstein und (So., Berlin, erschienenen neuesten Heftes der Nolenbibliolhek „Plnsik für Alle". Der große Dteister Charles Gonnod hat sich in diesem Werk mit einer solchen Fülle ber wunderbarsten Eingebungen verewigt, daß eS nur mit Freude zu begrüßen ist, daß bie „Musik für Alle" sich jetzt des WsrM angenommen hgt. Vom Bahnbau Usingen—Weilmünster habe meine M Vaugeräte: | H Lokomotive, 40 HP. Fabrikat Egestorf, 1907 gebaut. | ZE ^ippwa^en, dazu passend, I 200 m schweres Gleis, B aus 100m/m hohen, 20kg schweren Schienen, alle 9m lang, mit Winkellaschen N wegen Platzmangel sofort billigst zu verkaufen. (ss®/J0 Offerten unter F. C. R. 539 an die Expedition des H Gießener Anzeigers. Schone ital. Zucht' n. Legehühner liefert seit 30 Jahren gut u. billig. Geflügelhof Recker. Weidenau Sieg 57. Preisliste mit Abbildung kosten!. Brockmann’s Futterkalk liefert zu Fabrikpreisen [5970 Georg Wallenfels nur Marktplatz No. 21 gegenüber der Eugel-Llpotheke. QOaOOOOOOGD Neue Fisch-Konserven Rollmöpse u.Bismarckher. per 4 Lt.-Dose 2.00 M. per 1 Lt.-Dose 70 Pfff. o974 Bratheringe 8 Liter-Dose 2.75 M. Russische Sardinen per Faß 1.60 M. I Steinhäuser Friedr.Teipel Markt 16 Neuheit: Kormaißemden mit farbiger Brust Lama-Echarps Damen-Kragen Ball-Sliawls in [5971 reichster Auswahl von den billigsten bis zu den feinsten Qualitäten vorrätig. W W Danksagun Die trauernd Hinterbliebenen. Oktober 1908 Grünber 5955 8858—IMS Gießen (Walltorstr. 67), den 7. Oktober 1908. Die Beerdigung findet Donnerstag V-4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 5976 Für die uns anlässlich dem Heimgänge unseres lieben Vaters, Bruders, Schwiegervaters, Grossvaters und Onkels Herrn Weissbindermeister Christoph Bock bewiesene aufrichtige Teilnahme sagen herzlichsten Dank. Heute verschied nach kurzem Leiden unser lieber Alterskollege Herr Christoph Steih und bitten um stilles Beileid. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 8. Oktober nachm. Vg4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt und wird um recht zahlreiche Beteiligung gebeten. 5959 Todes-Anzeige. Gestern morgen 5 Uhr verschied sanft und, unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater, Grotzvater, Bruder und Onkel Christoph Stcih im vollendeten 50. Lebensjahr. Um stille Teilnahme bitten Die trauernde» tötnber. Vr K Ä M I anzumelden. D'/! Der Borstand. Das Komitee. ladet freundlichst ein 4922J Zu dem am 17. Okt. 1908 im Gasthaus zur Traube in Echzell stattfindenden Simchas-Hrora-SSail Unal-tata leti-jriB formal-Meteeii öffentlich wenigstnehmeud versielgert. Die Bürgermelslereien der umllegenden ersucht, dies in ihren Gemeinden ortsüblich trummert. ^^olerastatisiik in Petersburg verzeichnet Hl neue Erkrankungen und 58 Todesfälle. Die Zahl der Kranken telrägl 1585. Zur Feier des 225jührigen Bestehens der Stadl P hrla- delvhia und des von Deutschen gegründeten, jetzt zu Philadelphia gehörigen Germantown, erfolgte unter großer Be- teilißung der Bevölkerung die G r u ndste r n l e g u n g für das Denkmal von Franz Daniel Pastorius, utlter dessen Führung bie erften Deutschen in Amerika eimuani>crten. Pastor Georg v. Bosse hielt eine Festrede, in der er auf die Bedeutung des Tages hurmies. Namens der Stadt nahm der Bürgernreister von Philadelphia, John Neyburn, das Denkmal entgegen, inixnt er den Deut)eben Errungenschaften und den deutschen Bürgertugenden die wärmste Anerkennung zollte. Gemeinden werden bekannt machen zu [B ’/» Ein Geheimnis von dem die ganze Welt spricht, ist die unerreichte Güte und Leisi-: uns der „Riffel' - Dampf-Waich maschine, tue überall gebraucht, empfohlen u. wo sie fehlt, schmerzlich vermiet wird. Bei J. B. Häuser Neustadt 56 u. Rodheimerstr. 42 erhalten Sie solche ohne Kaui- ______zwang zur Probe. <5921 IkWer Mell-Lekm, Kreisgriippe Gießkii Freitag, den 9. Oktober 1908, abends 7 Uhr im Äaiserhof. General-Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Nechnungsablage für 1907 2, Neuwahl de§ Vorstands 3. Verschiedenes Ffm- uofl Sitte Hü. Simon, Walltorftr.43. (4831) Telephon 614. glieder nehmen B . entgegen. Frischer Lmben-Mst eingetroffen. (5950 Weinstube Seibel,Ludwigöplatz. Im Sandhvf, ... — „ Wirtschaft drang der dreißigjährige verwitwete Julius Rank nachts in das Zimmer der 15 jährigen Tochter ein und versuchte sie A vergewaltigen. Als er Widerstand falb, verletzte ci das Mädchen durch zahlreiche Stiche lebensgesährlich In dem Kirchdorf Unter ferrieben bei Nürnberg wurde ber Bauernsohn Grünthal beim Fensterrln von dem Knecht Lang aus Eifersucht erstochen. Ter Mörder wurde verhaftet Ter neue Termin für den M ol tke-Dar den-Pr o ze ß ist jetzt nach der Haftentlassung des Fürsten Eulenburg auf den 23. skovembcr festgesetzt worden. .. _m . Ucbcr Bremen |md m diesem Jahre 44142 Personen — ,Vßen 180 421 i. I. 1907 — ausgewandert, darunter 7662 Lcutscke, gegen 12 779 i. I. 1907. Der große Preis des Aeroklubs von ^-rankreich wurde von dem Ballon „Archimede" gewonnen, der im Departement Gard niederging. Der deutsche Ballon „Overstolz landete 12 Stunden früher in der Nähe von Rennes. Ein junger Aiann versuchte eine Bombe in die Wohnung des Unternehmers Lohenstein in Warschau zu bringen.^ Die Äombeexplodierte wahrend des Transportes auf der kreppe. Dem Tater wurde der Leiv aufgerissen, zwei Wohnungen und die Flurtveppe wurden zerstört und viele Fensterscheiben zer- Es naht die Zeit für Bandarbeit. ==± Unsere Spezial-Abteilung für Tapisserie enthält alle Neuheiten j Deckenstoffe, gezeichnete Läufer, Decken, Kissen, Wandschoner, Serviertisch- und Büffetdecken, Fenstermäntelj Smyrna- und Sudan-Arbeiten, Gobelinbilder, Klavierdecken, 'Herrenwesten zum Sticken, Monogramme, gezeichnet - und fertig gestickt» Alle Arbeiten sind vorrätig auf Leine, Filz, Nordisch? Aida; Bekanntmachung. Dienstag, 13. Oktober 190«, vormittags lu Uhr sollen int Bürgermeistereigebaudc die in den Waldungen der Stadt Gießen sich ergebenden Birkcn-Bescnrciier, zusammen etwa GO Wellen in verschiedenen Losen meistbietend versteigert werden. Gteßen, 7. Oktober 1908. . , IBVio Großherzogliche Bürgermetstcret Gießen. I. V. Keller. Hühneraugen und Hornhaut entfernt in kurzer Zeit Kadikai per Fläschchen 50 Pfg. Geimama-DB-ogerie Carl Seibel. 5792 Feinsten Sfedicinal- wohlschmeckend, lose und in Flaschen. Lebertran Emulsion empfiehlt [5751 Vektor sa-ÖroigeHe Adolf liieler, Marktstrasse 5. Marktstrasse 5. Grsginnk-Srahtmeldttirsen. R.B. Darmstadt, 7. Okt. Wegen Verbrechens im Amt wurde der Weichensteller Herzberger aus Rockenberg von der hiesigen Strafkammer zu 7 Monaten Gefängnis verurteilt. Herberger hatte aus dem Bestand der Station Ober-Rodm zwi.ch.udurch Fchrkarten verkaufe und dadurch nach und nach 50 Mk. unterschlagen, die er aber bis auf 7.50 Mk. ersehe, als es ihm wieder besser ging. Den Rest zu ersehen war ihm nicht möglich, da er plötzlich nach Bebra versetzt wurde. R.B. Darmstadt, 7. Ott. Die russische Untertanin Rosental-Rapp, die gegen die chemische Fabrik M e r d wegen ver.ragswio.i^er Verwendung eines Patentes geklagt hatte, wurde heute von der Zivilkammer mit ihrer Klage abgewieftn. (Der Gatte der Klägerin hatte der Firma vor einigen Jahren ein Patent zu einem kosmetischen Mittel verlauft, das sich aber als wertlos herausstellte und deshalb nicht verwendet worven war. Von der vertraglich festge- legren Gewinnbeteiligung konnte also im Ernste keine Rede sein, da das Mittel ubeujaupt nicht in den Handel gebracht worden Ivar. D. Red. ) Solingen, 7. Okt. In der gestrigen Stadtverord- ncteiisitzuug teilte der. Oberbürgermeister Tick mit, haß die rheinischen Städte g e m c i n s a in gegen d i e geplante B e st e u e r u n g von Gas und EI e k t r i z i t ä t vorgehen werden. Auch sei eine gemeinsame Aktion sämtlicher deutscher Städte geplant. Braunschweig, 7. Okt. Gestern abend bewegte sich anläßlich der Generalversammlung des Evang. Bundes ein stattlicher Fest',Ug zum Dcntmal des Reform mators vou Braunschweig Tr. Buggenhagen, wo Professor Dr. Scholz aus Berlin die Festrede hielt. London, 7. Olt. Im Gegcnsa: zu Wiener Meldungen, wonach T i t t o n i und Iswolski ,ich zustimmend über die Annexion Bosniens und der Herzegowina ausgefprochen hätten, erklärt „Daily Telegraph", daß beide Staatsmänner bei ihren Unterredungen mit Baron Aehrenthal Einspruch gegen die Verletzung des Berliner Vertrages erhoben und Oesterreich ersucht hätten, Mittel und Wege, ausfindig zu machen, um das Gleichgewicht der europäischen Politik aus dem Balkan wieder herzu stellen. Sie verlangten keine terricorialen Kompensationen. Tie Bedingungen, unter be*cu die vollendete Tatsache anerkannt werden könnte, wurden bei den Konferenzen gleichfalls erörtert. Namentlich bildeten die Artikel 25 und 29 des Berliner Vertrages Gegenstand der Diskussion. Oesterreich habe aus die Rechte des Artikels 25 verzichtet, heuer Artikel 29 sei noch keine Einigung erzielt worden. Da aber Italien und Rußland einen Druck auf Oesterreich ausüben, so sei es wahrscheinlich, daß das letztere nachgeben werde. Es bestätige sich, daß Rußland die Ab.chassung des Artikels des Pariser Vertrages verlangt, der den rujftschen Kriegsschiffen die Durchfahrt durch die Dardanellen verwehrt. Das Blatt sägt hinzu, der Eindruck der Verhandlungen sei der, daß England und Frantreich beiseite gelassen würden. London, 7. Ort. Der serbische Geschäftsträger teilte amtlich mit, daß die erste Reserve der serbi- s ch e n Armee mobil gemacht worden ist und daß diese Maßnahme daraus zurüazusühren sei, daß am 14. ds. eine Anzahl Soldaten, die ihrer Diensip,licht genügt haben, entlassen werden müssen. London, 7. Okt. „Daily graphic" schreibt, bevor die Konferenz wegen der Vorgänge auf der Balkanhalbinsel zusammenlrele, müsse England für die Aende - rangen des Berliner Vertrags, die seine Interessen berühren, Kompensationen verlangen. Auch müßten Garantien gegen jede weitere Aenderung des Bcr- liner Vertrags gegeben werden. , Wir übernehmen das sachgemäße Ausführen aller Arbeiten». Aufzeichnen, Anfängen, Fertigmachen aller Spezial-Arbeiten. Bestellungen erbitten wir uns schon jetzt. fa2/«! Hamb arger Engroslager A. Salomon $$ ©ie; Kleine Tageschronik. IÖffnung beantragt bat. Gcr.chtSvollzwher i. P. Philipp Reib' »uiini u*vv"***c i’tein in Darmftadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. - eE.N NMe von tzer^nn gelegenen ^^bursforderunqensind bis zum 24. Okt. bei dem Amtsgericht ' Darmstadt anzumelden. — Heber da- Vermögen des Kaufmanns Joseph W a g n e r in A l z e y am 1. Okt. das Konkursverfahren eröffnet. Nötarialsgehilie Niederauer in Alzey miirbc zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen und bis zum 24. Okt. bei dem Amtsgericht Alzey auzumelden. — Heber das Vermögen des Sattlermelsters Karl B e n d e r in G i e ß e n wurde am 3. Okt. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Fischer in Gießen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zmn 30. Okt. bei dem Amtsgericht Gießen Gießen, den 6. Oktober 1908. . Großherzogliche Bürgermeisterer Greßen. I. V. Kelter. iL t dem Schlvurger ijt echen zur '?6>urteilung, hierselbst in der „Sanne1' dig gemacht hatten. Ai> : Äehrum aus Wch sa aus NeubrcmdenLllrg, chmidt, der "31 jährig: der A iüjrige Sigltynt c der YljäW »«to- i. Sie M AMÜLtzM iahti umhergettirdeu um t ein LiedcLyarchen angt- .gellagM traten zu dm r, einen Sergeanten oii je an, wobei he sch al? •qcmit mchle |ch daM nten hinzu und es mck Frankfurt, die den W on allen Tchei mar beiu Mich« ! und eine silberne a im Äe|id von Vchrm Mm in ME.verlaust & ber. Unten W ^rlS^ SM®® SiL»»-» sSy'S gesamt A jhrem Leb'" seifet an . rei*pre/fitV beute am ^g(rll6Li Wn uvö rchens m ^„Lhaus ver- ’S^iUSei^3 «s» 3mii* ^ufteilre bc uB-nmer Ä nwj Mulchs ^Schutknaben 8“ ir-R|CihrTs°i!^L^ ch-ick'«» pbl» bildet ifhfle .-chjen^ )ienreA Lerl'N- eM 1,r,b fii'it J 1^ .......«<‘„«‘2 vcieii’ öaU/l h ie9 $i. n.9iäorauSfichtliche Witterung für Hessen am Donnerstag den 8. Oktober: Forldauerud heiter und trocken. Nachts falt. Etwas Reif und leichte Stachlsrösle; am Tage etwas wärmer als heute. Nördliche Winde. Ijan&cL - Konkurse in Heuen, lieber das Vermögen des Kaufmanns Franz Karl Krug 111. in Al a l n z, Inhaber der Firma Ailchael Aleiter sen., Diaschinei0abrik und 'Dletac.flicBevci, »vurde am 26. Sept, das Konkursverfahren eröffiwl. Rcchls- vnwalt Dr. Lotz m Mainz wende zumKoickursverwalter ernannt. Sionkursfordernngen sind bis zmn 26. Oll. bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — lieber den Stachlaß des am 29. Mai ocr- slorbenen ^nunobilienaqenten Abraham Guth m a n n inDarm ° 11 a d t wurde am 1. Okt. das Konkursverfahren eröjinet, da der Nachlaß überschuldet ist und der Stachlaßpsleger Ehariuer die Er Hessiscne ÜMefctaM Organ der freisinnigen und liberalen Vereine im Grossherzogtum Hessen hat sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens überraschend schnell eingeführt; ist ein geistiges Bindeglied zwischen den Gesinnungsgenossen im Lande; bringt nur Öriginalartikel aus berufener Feder über hessische Politik, Reichspolitik, wirtschaftspolitischen und Kulturfragen. ÜMOkMMmiilWW für Hessen, da weiteste Verbreitung. Inseraten - Aufträge durch sümtl. Annoncen Exped. Bezugspreis: vierteljülirlich 7L Pfg. Man abonnirt bei der Post oder bei dem Freisinnigen Verein, Giessen. Alle Vorstandsmit- Bekanntmachung. Dienstag, 13. Cffobct 1908, vormittags IO1/» Uhr werben im Bürgermelstereigebäude die in den Waldungen der Stadt Gleyen erforderlichen u , ... Kultur- und Wcabauarbeitcn Bürgcrvcrem Gießen Donnerstag, den 8. Oktober er., abends 9 Uhr im Saale der Restauration Sauer, Oswaldsgartenj Mitgliederversammlung v,/io) " Diskussions-Stbend. Tagesordnung: Städtische Angelegenheiten, insbesondere Ltrastenpstasterung und Viehmarkt. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. Probebliitter gratis. Jeder Freisinnige und wahrhaft Liberale sollte die „Hessische Liberale- Wochenschrift" lesen. Prima süsser 5919 Trattta-Xwt SchotVs Weinstube. Plakat-Hahrplan Neu etter vervollständigter Plakat- u Fahrplan, enthaltend die Fahrzeiten \ der aus d. Stationen Gießen. Frankfurt a.M., Kassel, Marburg, Friedberg, Lollar, Londorf, Fronbau- seu, Wetzlar, Koblenz, Köln, Fulda v Alsfeld, Grünberg, Gelnbaureu, X Nidda, Schotten, Hungen, Laubach ferner Lich, Storkbetm und Gedern ankommenden und abgehenden Eisen- ' bahnzüge, sowie die Fahrzeiten der Biebertalbabu, ist zum Preise von W 20 Pfennig "TT tn der Geschäftöttclle des Gießener Anzeigers vorrätig, kann auch durch k die Austräger bezogen werden. w Allgemeine hüiieteo-iiiKlBllBä vom 10.—12. Oktober 1908 in Mickn HSnmen der Liebigshöhe Samstag 3 Uhr Eröffnung der Ausstellung Samstag 8 Uhr Großes Kaninchen-Essen Sonntag Vormittag Früh-Konzert . . . Sonntag Nachmittag Konzert, Preisschießen Tageskarten.......... Montag 3 Uhr Verlosung ...... Eintritt 30 „ frei , 30 L , 50 , 40 , 30 £ Es ladet zum zahlreichen Besuch höflichst ein Die Ausstell,mgsleitung 08388) [4813 A. Dickere Gießen. Telcvbou 416. FlM und Seefische berg, Gießen. (08279 08202] Sternstrane 43. oll Heringe V r r 1: ii ii f r. M. 1.90 3.50 M. 2.40 3.80 Mainzer 5968 Sauerkrauts p.PidJBPfg. L. Steinhäuser RnMohlen, Anthracstkohlen, Union - Briketts, Fluß- und Seefische, Mastgeftüget, Delikatessen, anerk. nur allerfeinsteQualität zu biü. Preisen, tägliche Sendungen. 0. G. Kieiuheny, Babubosstr. 59. m Telefon 66. Prompter Versand n. auswärts. Goldfische und Schildkröten. Ein alter und drei junge reinrassige Boxerbunde zu verkauf. Coks, Brennholz, empfiehlt «5. 31. Schulhof Telephon 119. Prompter Versand nach auswärts WA tiiiii MenMhre Kal. 6, 7 und 9 mm, mit Sicher beitsverichluft, von 12.— Mk. an, sowie dazu gehörige Munition bester Qualttät. 5718 Kugel Schrot 6 mm, 100 Stück M. —.80 2.20 Automobil, leichter Vierzylinder, 4-sitzig, betriebssicherer, in gutem Zustand befindlicher Wagen ist auSPrivat- hand zu äußerst billigem Preise abzugeben, Näheres in der Hess. Automobil-Zentr., Peter Kronen- 7 , 100 9 , 100 Jtlarmstiidter Pf erde-Lotterie. Ziehung am 14. Oktober. 450 Gewinne L W. o. 15000 Mk. Hauptgewinne L W. v. 4000,20001, ferner 10 Pferde ob. Fohlen i. W. o. hv16/8 5800 Mk. sowie 438 Gewinne i. W. o. 3Z00 Mk. Lose ä 1 Mk. (Liste u. Porto 20 Pfg. Durch L. F. Ohnackcr, Darmstadt, und allen bc- kannten Verkaufsstellen. Stück 5 Pfg. Xj. Steinhäuser Neuen Baue 17 (“67] Selterkweg27 Zur bevorstehenden Saison empfehle ich mich im 08212 Garnieren von JlHilkn- uilk> KiüStt-Siite!! Sämtl. Zutaten in groß. Auswahl Frau Luise Horetzsect, geb. Klingelhöffer, Ebelstrahe 18, IV. J. Holzhandlung, Msihlgaffe 30. KotMestMauLKlckl Süßer Apfelwein _______eigener Kelterei. 15965 Feinste Sorte Speise- und Salat-Kartoffeln liefert hu den billigsten Tagespreisen iedes Quantum frei Haus H. Drechsler, (5631 Telephon 581. Steinstraße 48. V ertretung. Für Giessen und Umgebung ist die Vertretung eines allgemein beliebten Mineralbrnnnens auf eigene Rechnung an einen hv«/10 tatkräftigen Vertreter zu vergeben. Nur erste Firmen im Besitze von Pferd und Wagen erhalten den Vorzug. Angebote an Haasensteln & Vogler. A. - G., Köln, unter „Quelle“. öer’Jiabe der Schuyenitrage zu verkaufen. (5923 Birkcnstork & Schneider. Ein 5 UJionatc alter schottischer Schäferhund billig zu verkaufen. 083251 Lethgesterner Weg 16. Erblstuchie 3{jnt=jüjfc:, co. 600 Liter Inhalt, billig zu verkaufen. Lleblgstrabe 13. (5961 lilomfal, neueste Type, zweisitzig mit Verdeck, Wasserkühlung, Magnet und Akkumulawrenzündung, zwei En- linder-Motor, 8 PS., komplett nnt Scheinwerfer und Werkzeug, nur etwa 800 Kilom. zu Vorführungs- zivecken gefahren, ist sofort unter selten günstiger Gelegenheit und äußerst billigem Pretse zu verkaufen. (a5/io Offerten unter 5811 a. d. Gieß. Anzeiger erbeten.______________ 1 noch gut erhalt. Kindcrwaaen zu vcrk. Wvlkengasje 13. .08353 Eine gebrauchte, gut erhaltene Waschmaschine zu verkaufen. 08369)____________Goethestraße 46. Em noch gut erhaltenes (08365 schweres IVinter-Capes für ältere Dame billig zu ver- kausen.________Noonsiraße 31, 1. Gut erhaltener grauer Mrlitär- uicintcl zu verkaufen. 108383 Marktplatz 18, I. KäM Gesuche Kelter-Obst kauft jedes Quantum (5972 Georg Schäfer, Licherstratze 9. Zli ueirntieteil Beletage, Alieestraße 11, schöne 7-ZilMuer - Wohnung per sofort oder später. (4564 Näheres daselbst II. Stock. 6 Zimmer 5151] 6 Zimmerwobnuna, 2. Et. einschließl. Badezimmer, Gas ev. elektr. Licht, Balkon, mit allem Komfort der Neuzeit eingerichtet, mit all. Zubehör per 1. November 1908 ev. später zu vermieten. ______________Nord-Anlage 11. Liebigstrafte 08. 1. Stock 6 Zimmer mit Zubehör per sos. ob. später zu verm. (5874 Adolf Fischer, Alieestr.28 od. 30. | 5 Zimmer | 083631 Schöne 5-Z.-W. sof. z. verm. Carl Steinberger, Bahnhosstt. 23 Parterre (Wallthorslraße 73) Modernste 5-Zimmer-Wohnung in noch neuem Hause nächst der Ostanlage (Loggia, Badez., elektr. Licht, Vorgarten) per sofort oder späier zu vermieten. (4917 Näheres Walliorstr. 73, III. 4401) Sch. ü-Zimmer-Wodnung mit all. Znb. per sofort od. später zu verm. Näh. Bleichstr. 31, p. tzinc 5-Zmiükr-Wohiliüig wegzugshalber zu verm. (5307 Carl Stiickratb, Settersweg. 5-Zim. nebst Zubeh., H. St., ver sof. evtl. spät, zu verm. H. Lublinöky, Ecke Siem-u. Dammstr. 41. (08224 I 4 Zimmer | 5710] Fn meinem Nebenhause West-Anlage 27 ist eine schöne 4-Zimmerwohnung zu vermieten. _____Näheres im Hinterhaus. 4-Zimmer - Wohnung neu hergerichtet zu vermieten. (4504 Gg. Möhl, Bahnhosstr. 26. 5764] 4-Zimmerwohnung mit Gas neu hergerichtet, per sofort zu vermieten.______Kaiser-Allee 2. 5827] Schöne 4-Zimmerwohnung zu vermieten. Steinstraße 68. 5933] Schöne 4-Zimmer-Wohnung im 1. Stock, Ebelstraße 34, per sofort oder später zu vermieten. ____________Näheres parterre. MchMchc 4 ebener Erde und erster Stock, je 4 Zimmer mit Zubehör, sofort zu vermieten. 5690 Näh.bei Rechtsanwalt Peters, Bahnhofstraße 60. | 3 Zimmer | 59/5j Schone 3-Zunmcrwohnung wegzugsh. per L Zanunr an guh. Leute zu verm. Hammstratze 4. 08380] Kl. 3-Zimmerwohn. zu v. Frau Heim, Steinstratze 73. Schöne 3-Zimmer - Wohnung, Wilfonstraffe 4, I., per sofort ober später zu verm. Näh. Bureau Horst, Niegelpfad. Kirchenpiatz 21. | 3-Zirnmerwohnnna im I. Stock evtl, mit Werkstatt zu vermieten. 08315! Drei 3-Zitnmer-Wohnungen der Neuzeit entsprechend eingerichtet, per sofort zu vermieten. Große Mühlgasse 41, Eingang Westaistage. Will). Nöbrig. 5834] Eine Wohnung zu vermiet. ____________Löwcngassc 28. Äion|nriirii:£98ij»uu.4 3 Zimmer, Küche und Zubehör, zu vermieten. ;5796 ___________Selterswcg 73. 3 Zimmer Wohnung zu verm. 4834]______Marburgerstraße 42. | £ Zimmer | 0b370j 2-Zim.-Wohn. an ruh. Leute zu vermieten. Seuersweg 8. 0*377] Schöne 2°Zimmerwvhng. zu vermieten. Ebelstraße 9. 5969] Elegant eingerichtete Zweizimmerwohnung mit Mansarde, Küche u. Zub., Friedrichstraße 8 pari, gelegen, an ruhige 'Mieter sofort oder später zu vermieten. Näheres zu erfrag, bei Nathan Rosenthal, Wilhelmstrahe 1. 5798] Bessere 2 Zimmerw. sofort zu vermieten. Ebelstrabe 14. 08296] 2 Zimmer und Küche zu vermieten.______Riegelvfad 38. 5598] Freunbl. 2'Zimmerwobng. zu vermieten.Neustabt 23. Verschiedene Villai 08221 Wilhelmstrahe 7 per 1. April zu vermieten event. auch zu verkaufen. Näh. Wilhelmstr. 51. Eine 5-Zimmer-Wohnung unb mehrere 3 - Zimmer - Wohnungen, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, per sofort zu verm. (5877 Näheres bei Herrn Architekt Nabu ober Gastwirt Rabnescld, Schanzenstraße.________________ 4699] 3—4« Zimmer-Wohnung zu vermieten._______Marktplatz 18. 4730) 3- und 4-Zlmmer-Wohnung (Mansarde u. Parterre) zu verm. _______'Näheres Steinstrabe 31. 4696] 3—4-Zimmerwohnung sofort zu vermieten. I. Klingelhöffer, Asterweg 26. 5584] Kleine LogiS zu vermieten. Will). Löbcr, Walltorstraße. 4847) Mansarde beit, aus Zimmer, Kabinett u. Küche an ruh. Leute zu vermieten. Wetzfteinstraße 44. älmc Ushmmz mieten. Lllonatlich 16 Ü)lt (5845 C. Steinhäuser, Neuenbäue 17. 08283, Kl. Wohnung zu vermieten. Hamvistr. 9 K. Lindenstruth. 08282] 2 kleine Wohn, sofort zu vermieten. s)täfo. bei Gg. Nippel, SelterSweg 56. ____________ 08354] Ein kleines LogiS zu vermieten. Kaplansgasse 19, II. 5839] Gröhes leeres Zimmer zu verm. Trapp, Asteriveg 40, I. I Möbl. Zimmer 08356] Schön möbl. Zimmer an soliden Herrn ob. Dame zu verm. Lonvstr. 20, I, Ecke der Bleichstr. 5957J Gut möbl. Wohn- u. Schlafzimmer zu v. Süd-Anlage 20, I. 5963] Gut möbl. Zimmer zu ver- mieten. Frankfurter Str. 5, pt. 07696] Möbl. Zimmer zu verm- Seltersweg 81, Seitenbau. 08353] Möbl. Wohn- u. Schlaf-Z. zu vermieten. Grabenstrahe 4, II. 08366] Gut möbliert. Zimmer zu vermieten. Licher Straße 23, II. 2 Schlafstellen frei. 08378] Kirchstrahe 11 (Mans.) 5903] Sch. möbl. Zim. m. Älav.« pt. u. 2. Stock, z. v. Wilhelmstr. 3. 08077] Möbl. Zim. u. Schlafstube zu verm. Grabenstrahe 10, I. 5876) Gut möbl. Wohn- u. Schlas- Zimnier zu vermiet. Alieestr. 26,1. 08028) Gröhes möbl. Zimmer zu vermieten. Sonnenstraße 18, I. 55731 Schön möbliertes Wohn- u. Schlaf-Zimmer preiswert zu Vermietern_______Walltorstrahe 15. 5831] Möbliert. Zimmer zu Vermietern_________Neuenweg 50. 5838? Hübsch möbl. Zimmer. zu vermieten. Asterweg 9, pari. 08322] Möbl. Zim. m. Kabin. z. v. Wolkeugasse23,fastEckeBahnhosstr, Schön möbliertes Zimmer mit separatem Eingang. 5942) Plockttralre 14, L Gut pcr sofort möbliertes * zu vermieten Nord-Anlage 35, II. Läden etc. IHicfiuluihc Qxväöox mit ober ohne Wohn. zu vermieten. (5883 Näh, zu er fr. Nest. Stadt Mainz. Buchhalter s. febün möbl. Zimm, mit Pens. i. d. Nähe Stephan- u. Lubwigsrrahe. Schristl. Angebote unter 08371 an b. Gieh. Anz. erb. Zimmer mit guter Pension in ruhiger Lage. Offerten unter 08364 an bie Ge- schäftssrelle bes Gieh. Anz. erb. Älndeni • Nähe der Universität. Schriftl. Angebote unter 5941 an den Gieh. Anz. erb. MFMMMW Feueiversicheruiig Die Haupt-Ageutur einer alten Feuerversicherungö • Akt. - Gesellschaft nut schönem Verficherungs- bestand ist per jo fort zu besetzen. Schriftl. Angebote unter 08362 an den Gieh. Anz. erbeten. Zucker-Agent. Eine norddeutsche Zuckerraffinerie sucht für Gießen einen tüchtigen Agenten. Gefällige Anerbieten unter lt. 510 an Rudolf Motte, Hannover, erbeten._______(ssVio In ein Gcmischtwarcugeichäft n. Baumaterial, u. Kohlen, in der Stähe Gieheu, wird zum soiorttgen Eintritt ein zuverlässiger junger Mann mit guter Handschrift, für alle kaufmännischen Arbeiten, gesucht. Schriftl. Angebote mit Gehallö- ansprücheu, bei freier Station, be- förüert u. 5936 die Exped. d. Bl. Schnbmachcr-Gefclle gesucht. 08323] Mütter, Woltengasse 23. Tiilht.I^auateur Louis 5d<, Kaiser-Allee 48. Kolosseum Giessen a./L. Albert Rappmann Spezialitäten - Theater. Heute, Mittwoch deu 7. Oktober 1908 Zum ersten Male: Wer ist Papa? unb Die azaständige Frau mit BseswsrasteiEi in den Hauptrollen. j Erich Cftarton mit neuem Repertoir. Tonnerotag den s Oktober Familren-Abend mit Präirnt-Verteilnug. Im vorberen Restaurant Familien-Konzert be*5 Damen- Orchesters ^Fidelitao". Entree frei. A. Ilappmann, 08389 Direkt, u. Inh, der vereinigt. Kolosieunls in Gießen u. Frankfurt a. M. 5765] 08386] Hilfsarbeiter gesucht. F. Adam, Löberöhof 3. Der Vorstand D7/io MWWWj Itcrrdpcbcnci» Mädcyen tagsüber per oforl gesucht. Wilhelmstr. 51, II. 0-329 LllAig.SoseHrleidtt! aus Werl)tätte gesucht. Wohne icyt (* rosse Mühlgtisse 41, Eingang Westanlage. (08316 Wilhelm Röhrig, Dachdecker - Gefchäst. MeLettrgung evtl. Zaus. Nachweisb. rentabl. Fabrikatious- ob. Groffogefchäft zu kaufen gesucht. Anträge mit. K. M. 5 a. Haaicnstein & Vogler A.-G., Mannheim, erbeten.]hv^/u 10-12000 Mk. auf 1. Hyvot. von pünktlichem Zinszahler sofort ober später zu leihen gesucht. Schriftl. Angebote unter 08378 au den Gießener Anzeiger erb. 1 jung. KLSL graphie- u. Nundschrift kundig,sow. mit allen Stoiitorarbcit. vertraut, sucht passende Stell, i. ein. Bureau. Gehalt nach Uebereinkunit. 15926 Off, unt. 1 postlag. Friedberg. u. Damenverein. Donnerstag, den 8. Oktober, abends 9 Uhr, \ im oberen Saale des Caf^ Eber Monatsversammluttg verbunden mit einem öffentlichen Vortrag unseres 1. Vorsitzenden, über das Thema: „Die Lvitemc Cöabels« bcrgcr und Ltvlzc-Schrct)". Um zahlreiche Beteiligung bittet v'/io]Der Vorstand. jfrrtP gesucht. (08357 ZN sstutz Hosmannstraße 14, pt. Abzuholen gegen E^.,latt. d. Znserat.- Gebühr. Bleichstr. 5, III. (08378 ?um Bügeln wird stets augcuomuien. Ans Wunsch auch abgeholt. 08084] Ebelstralze 14, HL Erd-«. Kclsarbeiter gesucht. Meldungen von Montag den 12. b. Mts. ob auf der Baustelle Bahnhof 0)rünberg. [5958 H. Weimer, Tiefbaugeschäft. Verloren in der Ost-Anlage eine braune Pelz-Boa. Finder wird gebeten, solche Bleichstr. 10 vt. abzug. (08367 Buder - Club ^assia^ Heute Mittwoch abends 8V,Uür taeral-" im Bootshaus. Tages-Ord nnuug: 1. Berichterstattung,- 2. Kassenabrechnung,- 3. Voritandswahl; 4. Verschiedenes. ________W. Hest. Tüchtige Eine perlte Sciiiisidei'iii mit besten Empfehlungen empfiehlt sich außer dem Hause. 108040 'Näh. Schulstrahe 11, II. Elage. Bon pünktlichem ZinSzahler 6 bis «Ot)O Mark auf gutes Objekt 2. Hnpothek per sofort gesucht. Schr. Angeb. unt. 08222 an den Gieß. Anz. erb. Neues Stadttiieater Giessen. Direktion: Hermann Stelngoetter. Mittwoch, den 7. Oktober 1908 Anfang 7 Uhr. 1. Mittwoch-Abonnem.-Vorst. „Bie Zwiilinßsschwester.“ Lustspiel in 4 Akten von Ludw. Fulda. Anfang 7 Uhr. Ende geg. tt'/« Uhr. Freitag, den D. Oktober 1908, Anfang 8 Uhr. 2. Freitag-Älbonnem.-Vorstell.! „Ein Erfolg“ Lustspiel in 4 Akten von Paul Lindau. Anfang 811 br. Ende geg. 10-/. lU)^ Frijeufe nimmt noch Kund, au 07941) Kaiser-Allee 32, 2 Trepp privat -Wkikvah -KtmW erteilt Frau Schott, 08626 Ludwigstraße 6, II. , Fran^aise maitresse brevetee donno lecons Off, u. 08004 an d. Exped. d. BL terrlcht, Tag- und AbendkL, Grammatik, Lltteratur, Konversat., Handelskorr .Nachhilfest in Englisch,Franz. u. all Welt8pracbn durch Lehrer der betr. Nation. Mässige Preise Auf Wunsch Probest, gratis n ohEeVerbiudlicbkeit. Prosp frei VereißLBandlungs- Kommis von 1858 (Kaufmann. Verein) Bezirk Giessen Morgen Donnerstag, um 9 Uhr> Jereins-Avend int Hotel Schütz. Um zahlreiche Beteiligung bittet D*>l0] Der Vorstand. Theater-uBall- Tücher, Echarpes, Handschuh, Pompadours, Gürtel, Fächer, Ketten Broschen Haarschmuck in reicher Auswahl (a®/e A. Salomon & Cie. Ein braves, von 7 bis ordentliches Wtzorrjru .(Uhr, ober tagsüber gegen guten Lohn gesucht. Liebigstraße 68, I. ,5935 Einfaches, älteres Fräulein ob. Kinder gärtnerm als Stütze unb zu zwei Kinbern 3V, u. l*/3 Jahre) in kleinen Haushalt gesucht. Einige Kenntnisse im Kochen unb Nähen erwünscht. Solche, denen an länger. Bleiben gelegen, wollen Offerten senden an Frau Hch. Vogt, Dampj- ziegelei, Butzbach (Hessen). (5946 Braves Mädchen für Hansarb. unb bürgert. Küche gesucht. Ludwigstr. 6, 11. 108384 Tüchtiges Wedche,! ßelucht. 08379] Jrankmrter Str. 33, I. Gesucht zum sofortigen Antritt kill tüihtlgts Kttvrmäiiüjk!!. Frau Prof. Sveugcl, 5967]________Gartenstraße 17. 5966] Ein tüchtig. Mädchen für Küche unb Hausarbeit wirb in eine Wirtschaft nach Frankfurt a. M. gesucht für sofort gegen hohen Lohn. Persönliche Vorstellung er- wimscht. Röbelheimerlaubstt. 91. 08381] Besseres Dienstmädchen geg. guten Lohn zu 2 Leuten nach Butzbach gesucht. Adresse H. 1000 postlagernd Butzbach.____________ Gewandte Mädchen werben zum Anlernen im Sortieren, Bereisen usw. angenommen. Näh. Piarburger Str. 15. (5964) Braves, reinliches Lauimädchcn für 2 Stunben täglich gesucht. . 08361]Nvonstraße 14, I. Weißnäherinnen gesucht. Ludwigstr. 6, II. (08385 1 tachtMg oritiitt IfläMjeu wird für gleich gesucht. (5960 Vorzustellen bet Photograph Rcintlte, Frankfurter Str. 5. Lausmädchen gesucht. 5962] Schiffenberger Weg 16, pt. 08374) Braves Mädchen findet gute Jahresstelle tu Bad-Nauheim d. Fr. Hütrenberger, Settersw. 67. 08373] Mädchen für die Küche, sowie Alleinmädch. find. g. Stelle d. Fr. Hültenberger, Settersw. 67. 08368] Stuudcnmlidchen ges. Zu erfrag, morgens. Wllhettnstr. 6,111. Tüchtiges Mädchen per sofort für den ganzen Tag gesucht. West-Anlage 36, pt. (08355