‘Sen HIV Stoffe für Marktplatz Zur M{ einp'd TrilliE,, i=ieuÄÄ** ®1 A ▲ jährlich Mk. L20; durch tie6fner^amlllenblätter; fl HK-A * XQlb Abhole- u. Zweigstellen MMeyener Alizeiger tül bie iHebafuon 112, WW verantwortlich ;SS“ General-Anzeiger für Oberheffen MW & oonnmags'iöuh" Botattonsbrud und Verlag der vrllhl'fchen Untv.-Vuch. und Zteindruckeret. R. tauge. Redattion, Expedition und vruderel: Zchnlstratze 7. 8°^igeme?l?H?ÄT Herr Pfarrer KoreD und die Nationalliberalen. Von Herrn Pfarrer Korell werden wir um Veröffentlichung des nachstehenden Schreibens gebeten: „Sehr geehrte Redaktion! Gestatten Sie mir eine kurze Antwort auf den Sah Ihres Leitartikels in Nr. 208: ......Der liberale Teil des Blocks — und zu ihm rechnen sich trotz Korell auch die Nationalliberaleu . . . ." Zugleich bitte ich Sie im Interesse der politischen Arbeit beider liberaler Richtungen in Oberhessen um Abdruck in Ihrem Blatte. Seit Begründung des Nationalvereins für das liberale Tentschland gehöre ich ihm an und arbeite einträchtig und in großer Freude mit seinen nationallibcralen Mitgliedern zusammen. Sein und mein Streben geht auf Einigung des Liberalismus. Ferner: es sind jetzt gerade drei Jahre her, da wurde ich als getneinsamer Kandidat zum Landtag von Freisinnigen und Nationalliberalen aufgestellt, gewiß doch auch, weil man ein Zusammenarbeiten für möglich hielt. Ich zog meine Kandidatur zurück, weil die Nationalliberalen von der Vereinbarung zurücktraten, mit dem Erfolg, daß ihre Sonderkandidatur 2 gegen ungefähr 40 sozialdemokratische Wahlmänner erhielt. Endlich: erst vor einigen Monaten habe ich in Gießen gesprochen und für den größten Teil meiner Ausführungen auch die Zustimmung des Nationalliberalen Herrn Professor Biermann gefunden. Das wäre doch nicht möglich gewesen, wenn der Satz im „Gießener Anzeiger" richtig ist. Nein, die Sache liegt so, daß ich die im Nationallibc- calismus heute so start sich geltend machenden nicht mehr liberalen Personen und Tendenzen bekämpfe, im Interesse der Einigung des Liberalismus. Diese Kräfte sind es, welche z. B. für die bevorstehende Landtagswahl ein Zusammengehen der Freisinnigen und Nationalliberaleu unmöglich gemacht und dafür eine Verständigung mit dem Zentrum herbeiHeführt haben. In der Bekämpfung dieser nationalliberalen Richtung — nicht des Nationalliberalismus — habe ich übrigens wiederholt Sukkurs aus Gießen gehabt. Ich erinnere nur an den bekannten Ausspruch des Nationalliberalen Herrn Professor Biermer über die Gründung einer freikonser- vativeu Gruppe und an so manche Auslassung Ihres Blattes selbst. Ich würde sehr lebhaft bedauern, wenn das in Zukunft nicht mehr der Fall wäre; meinerseits verbleibe ich bei der Anschauung: alles, aber auch alles, was. liberal und demokratisch ist, gehört zusammen. >. .Ergebenst Ihr A. Korell."- * Die maßlosen Angriffe, die in letzter Zeit gerade von lintsliberaler Seite gegen die Nationalliberalen ohne Ausnahme erhoben worden sind, haben in nationalliberalen Kreisen begreiflicherweise verstimmt. Man hatte es dort mit den Einigunasbestrebungen ehrlich gemeint. Im Interesse des Blockfriedens ist es freudig zu begrüßen, daß sich Herr Pfarrer Korell jetzt so rückhaltlos für die Zusammengehörigkeit aller Liberalen ausgesprochen hat. Deutsches Ueich. Der Kaiser in Straßburg. Gestern vormittag um 10 Uhr befiel rigte der Kaiser mit den Prinzen und dem Gefolge Zwei Darmstädter Briefe. Unser Darmstädter Redakteur schreibt .uns vom 6. d. M.: Tas Kinderfest mit G l o ck e n b l u m e n a b e n d im Platanenhein der Landesausstellung, das gestern bei einigermaßen günstigem Wetter veranstaltet wurde, hatte eine so starke Beteiligung von Jung uitd Alt, daß zur Beruhigung der Hunderte, die nicht mehr in den Besitz von Eintrittskarten gelangten, eine Wiederholung des Festes angekündigt werden mußte. Neben dem Gmoßherzog und der Großherzogin mit dem Erbgroßherzog wohnten auch Prinzessin Viktoria von Battenberg mit Kindern, die Kronprinzessin von Griechenland mit Kindern und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen mit Kindern dem Feste 6* Den Mittelpunkt bildete ein großer Kinderfestzug, der unter Be- tciiigung des kleinen Ervgroßherzogs und mehr als 600 weißgetleideten Mädchen und Knaben den unter einem prächtigen Baldachin versammelten fürstlichen Herrschaften eine Huldigung darbrachte. Der Großherzog hatte schon vorher dem aus Damen und Herren der ersten Kreise gebildeten Komitee scherzhaft die Aeußerung getan, daß er ’ür das brave Verhalten seines Söhnchens beim Festzuge feine Garantie übernehmen könne. Und das war gut. Denn ils der Festzug vor dem Baldachin anlangte Und der in einem Glockenblnmenwagen, der von vier Geisböcken gelogen und von Pagen und Herolden umgeben war, thronende Nockendlumenprinz Albrecht Brann, ein Söhnchen des Nimsters Braun) den Erbgroßherzog mit einem hübschen Gedicht begrüßt hatte und ihn einlud, in dem Viergespann tzlatz zu nehmen, da weigerte sich der kleine Herr so i n e r g i s ch und bestimmt, dies ohne seine Gouvernante ;i* tun. daß unter allgemeiner Heiterkeit von der genauen Durchführung dieser Programmnummer abgesehen werden mußte. Der Festzug bewegte sich bann unter dem fortgesetzten Jubel der von den hohen Herrschaften ihre mit Flockenblumen geschmückten Stübchen schwenkenden Kinder um das Ausstettungsgebäude herum in den Platanenhain. 5n dem reservierten Teil wurden darauf die Festzugteil- ccbmcr mit Kaffee, Milch und Kuchen bewirtet, unb bann tegannen in Gegenwart ber fürstlichen Herrschaften Kinder- joiele der verschiedensten Art, Wettlaufen, Kuchenwettessen, Keigenspiel, .Wurstschnappen, Tauziehen uff., bei deren An-, das Münster. Hierauf begab sich der Kaiser mit den Herren seiner Begleitung nach der Orangerie und machte dort einen Spaziergang. Bei dem Besuche des Münsters wurde der Kaiser von dem Bischof und dem Weihbischof Zorn von Bulach empfangen. Im Ministerium hörte der Kaiser den Vortrag des Münsterbau- meisters .Knaulh über bie vorzunehmenden baulichen Arbeiten. Nachmittags um 5 Uhr machte der Kaiser mit den Prinzen und den Herren der Umgebung eine Automobilfahrt mit anschließendem Spaziergang am Rheinusor nördlich Straßburgs durch den Rhcin- wald und die Hafenanlageu. Um 7y2 Uhr folgte der Kaiser einer Einladung des Statthalters Grafen Wedel zur Tafel. Zu der Llbendtafcl, die beim kaiserlichen Statthalter stattsand, war auch Professor Hergesell geladen. Ter Kaiser unterhielt sich nach dem Essen mit dem Gelehrten längere Zeit über dessen wissenschaftliche Expedition an Bord des deutschen Kriegsschiffes Viktoria Luise. 65am besonders eingehend erkundigte sich der Kaiser nach den Luftschisfalirten des Grasen Zeppelin. Professor Hergesells begeisterte Schilderung der großen Schweizerfahrt erregte das höchste Interesse des Rkonarchen. Der Kaiser sprach sich auch mit großer Wärme über die nationale Spende des deutschen Volkes aus. Die allgemeine Kriegslage für die diesjährig fftn K'aiscrmanöver lautet: Eine blaue Armee rückt aus dem nördlichen Baden gegen ein: rote Armee vor, die an der Mosel unterhalb Trier aufmarschiert. Straßburg ist blaue, Metz rote Festung. Hierzu wird bemerkt, daß den genannten Festungen für bie bevorstehenden Feldmanöver nickst die Bedeutung beigemessen wird, die sie in irgend einem Ernstfälle haben würden, daß z. B. Belagerungsübungen nickst vorgesehen sind. Tie blaue Partei steht -urz^jt bei Straßburg, bie rote bei Metz. Der Kronprinz wird sich den Berliner Abendblättern zufolge nach beendeter Tätigkeit im Ministerium des Innern weiter in der Zivilverwaltung orientieren. Als nächste Zentralbehörde ist das Finanzministerium in Aussicht genommen. Nach vierteljähriger Tätigkeit dort wird der Kronprinz im Reichsmarineamt arbeiten. > Reichsgerichtsrat Eduard Müller ist im 54. Lebensjahre in Leipzig gestorben. Ter Verstorbene stammte aus Herrischried in Baden. Er war früher Landgerichtsrat in Mosbach, dann Oberlandesgerichtsrat in Karlsruhe. Seit 1900 gehörte er dem 2. Zivilsenat des Reichsgerichts an. Der Erzabl Placidus von Beuren ist schwer erkrankt." er wurde bereits mit den Sterbesakramenten versehen. Konferenz deutscher Arbeitgeberverbände. Die „Neuesten Nachrichten" melden aus München: Hier fand unter dem Vorsitz des Kommerzienrates Menck-Altona eine Konferenz des Viwcins deutscher Arbeitgeberverbände statt. Dieselbe beschloß, als Gegengewicht gegen die sozialistischen Arbeitsnachweise die Ausdehnung der von den Unternehmern geleiteten Arbeitsnachweise über ganz Deutschland. M i n i ft e r b e g e g n u n g in Berchtesgaden. Nachdem der österreichisch-ungarische Minister dcS Aeußern Frhr. v. Sichren» thal am J. ds. eine Begegnung mit dem italienischen Minister der Aus.rärtigen Angelegenheiten Tittoni in Salzburg gehabt, hat er am Samstag dem ihm bereits von Petersburg her nahe bekannten und befreundeten Staatssekretär v. Schön einen Besuch in Berchtesgaden abgestattet. Wie in Salzburg, find auch in Berchtesgaden die aktuellen »fragen der internationalen Politik besprochen worden und es ist hierbei die erfreulichste Harmonie in der Auffassung der Kabinette der Dreibundsmächte bestätigt worden. Ausland. Der Kaiser Franz Joses, der sieh eines ausgezeichneten Befindens erfreut, ist heute früh nach Budapest gereift. Der dritte internationale Kongreß der Handels- und G5 e iv e r b e t a m m e r u wurde vorgestern durch dessen Protektor, den Erzherzog Karl Franz Josef, in Anwesenheit von Vertretern der Handelskammern, sowie industrieller und konunerzieller Korporationen ans ganz Europa und Amerika in Prag eröffnet. Die Vertreter der r e i ch s d e u t s ch e n Handelskanunern und der Wiener Handels- und Gewerbekanuuer auf dem internationalen Handelskammertag haben beschlossen, dem von der Stadt Prag gegebenen Bankett fern zu bleiben, weil die Stadt Prag in'taktloser Weise den Besuch der Delegierten des Pariser Munizipalrats zu chauvinistischen Zwecken benutzt habe. Aus Stadt und Land. Gießen, 7. Sept. 1908. Tie überseeische Auswanderung im Jahre 1907 aus unserem Staate. 31 696 Deutsche haben im letzten Jahre beit Staub des Vaterlanbes von beit Füßen geschüttelt, um sich jenseits bes „großen Teiches" eine neue Heimat zu gründen, eine Ziffer, bie sich feit 1906 etwas gehoben hat, erfreulicherweise aber lange nicht bie Höbe ber Auswanderungsziffer vor 20 Jahren erreicht, wo alljährlich 100 000 Deutsche bie Heimat verließen. Unter ben einzelnen brutschen Bundes- staaten hatte entsprechenb seiner hohen Bevölt'erungszahl Preußen bie höchste Emigration mit reichlich 18000 unb bie nichtig ft e absolut wie relativ bas Fürstentum Schaumburg-Lippe mit einem einzigen Aus- wanberer im letzten Jahre. Im Verhältnisse zur Zahl seiner Einwohner hatte — abgesehen von ben Hansastaaten Hamburg unb Bremen, bie bei ber Vergleichung nicht in Betracht kommen — bas Großherzogtum Oldenburg mit 84 Emigranten auf je 100 000 Bewohner die höchste Zahl aufzuweisen, während im ganzen Deutschen Reiche biese Ziffer 51 war. Das Torabo ber Heimatmüben sind» immer noch bie Vereinigten Staaten von Nordamerika, die von den 31696 deutschen Auswanderern im Jahre 1907 30 431 auf» suchten. Auch von ben 374 Auswanberern, bie im letzten Jahre unserem Lande den Rücken kehrten, zogen 357 nach Nordamerika, während 17 in dem übrigen Amerika sich eine neue Heimat zu gründen suchten. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl des Landes betrug bie Auswanderer- ziffer bei uns 39 auf je 100 000 Seelen, während wie schon erwähnt in ganz Deutschland 51 Auswanderer auf obige Ziffer tarnen. Von ben 374 Auswanbererit aus unserem Staate nahmen 69 ihren Reiseweg über Hamburg, 253 über Bremen, 4 über Havre unb 48 über Antwerpen. Angefügt sei noch, baß vor 20 Jahren, also 1887, bie relative Zahl ber Auswanderer — auf 100 000 Einwohner berechnet — bei uns 241 betrug. « * ' In Audienz empfangen wurden von Sr. Kgl. Hoh. dein Grobherzog aut Samstag u. a. der Direktor Dr. Nitsert von der Taubstummenanstalt in Friedberg. * • Ordensverleihung. Seine Kgl. Hoh. b& Großherzog haben dem Medizinalrat Dr. Em. Ang. Merck zu Darmstadt das Ehrenlreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. * * Nn hestand8 versetzung. Se. Königs. Hoh. der Großherzog haben den Aufseher am Arbeitshause zu Dieburg Joh. Adam Lehr auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste in ben Ruhestand versetzt und ihm das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „ffrir langjährige treue Dienste* am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. * * Post-Personalien. Verseht: Telegraphensekretär Wunderlich von Leipzig nach Gießen, die Telegraphen- assistenten Scholz von Bad-Nauheim nach Berlin und Zinser von Berlin nach Bad-Nanheim. Angenommen ist als Post- eleve Student Ohly in Bad-Nauheim, als Postagent Landblick sich Groß unb Klein stundenlang köstlich amüsierte. Bei Beginn der Dunkelheit wurde dann ber Platanenhain mit Tausettbcn von Glockenblumen-Lampions erleuchtet, währenb bie beiden kombinierten Artilleriekapellen ihre luftigen Weisen ertönen ließen. Ter Aufenthalt im Freien wurde leider durch bie inzwischen eingetretene kühle Witterung erheblich beeinträchtigt. ♦ Von anderer Seite wirb uns aus Darm- v o m 6. b. M. geschrieben: Das Hoftheater eröffnete heute bie neue Saison mit einer wohlgelungenen strich losen Aufführung ber „Meifterfinger von Nürnberg". Von neuen Mit- gliedern stellten sich Otto Höhnel als Pogncr und Leo bc Leeuwe als Tavid vor. Beide verfügen über hübsches Stimmaterial. Von ben alten Kräften bewährten sich wieber Weber als stilgerechter Sachs unb Speemann als stimmgewaltiger Stolzing, sowie Frl. Salben als Poesievolles Evchen. Trapal hielt sich als Beckmesser von llebertreibung nicht ganz frei. In der „L e a r"-Aufführung am Mittwoch werben sich verschiedene neue Schauspielmitglieder ein» führen. Tie Titelrolle spielt Johannes Heinz, bisher am Stabttheater in Nürnberg. Die Olbrichgebächtnisausstellung soll am 15. September eröffnet werben. Die Firma Glückert ist mit ber Herrichtung ber Räume im Ernst-Ludwigs-Haus beschäftigt. Das Material ist jetzt schon sehr reichhaltig. Zur Ausstellung werben benutzt vor allem Prof. Olbrichs Atelier, ferner ber Hauptsaal und bie beiden Nebenräume. Mit dem Arrangement ist der Assistent Krug betraut. — Aus Frankfurt a. M. wird uns unter dem 6. b. M. geschrieben: Die erste Premiere im Schauspielhaus, Felix Saltens wirksame drei Einakter „Vom an* ren Ufer", hat am Samstag recht lebhaften Anklang gefunden. Tie gute Mache unb bie geschickte Stoffwahl verfehlten nicht ihren Einbruck, zumal bie Darstellung, in ber sich besonbers bie Herren Lengbach, Bolz unb Bauer hervortaten, unter ber Reegie bes Jntenbanten Klaar recht gut war. — Menzels Arineewerk. Dem Kaiser überreichten kürzlich die Herren Ludwig und Karl Stollwerck in Gemeinschaft mit dem Kommerzienrat Bärenstein ein Menzel-Album, die Armee Friedrichs des Großen darstellend. Dlehr als 15 Jahre hindurch bat Menzel, von dem Wunsche getrieben, ein echtes Lebensbild der äußeren Erscheinung der friederizianischen Slrmee so hinznstellen, daß es für alle Zeiten erhalten bleibt, in den Zeughällsern und Monlierungskaminern die Uniformen und Alisrüslungsstücke studiert mW sie bis aut die kleinsten Einzelheiten gezeichnet, und zwar auf eigne Faust, ohne Verleger-Sluftrag und ohne Aussicht, die ungeheure Llrbeil jemals gelohnt zu sehen. Tanir ist fein grobes „Armee-Werk" aber auch vielleicht das bedeutendste Kostümwerk geworden, welches eS gibt. Menzel laßt die Mannschaften und Ossiziere aller Grade, sowie die übrigen zur Armee des großen Königs gehörigen Ehargen SReunc passieren und stellt jeden in voller Lebendigkeit in einer fiir ihn charakteristischen Situation und Stellung mit überzerlgender Wahrheit dar. Tie Uniform ist mit Säbel, Troddeln, Cchnalleir, Zanmzetig bis aus bas kleinst: Tewil auf das sorgsälligfte bargeitellt. Menzel hat dies in ben Jdhren 1842—1857 direkt auf Stein gezeichnet und 30 Abzüge davon gemacht. Bei seinen damaligen beschränkten Mitteln standen ihm indessen nut wenige Steine zur Verfügung, so daß er genötigt war, nachdenr die Auflage von 30 Abzügen gedruckt war, bie Steine sofort abzuschleifen, um sie wieder für neue Zeichnungen benutzen zu können. Die wenigen Exemplare, bie zudem schwarz gedruckt waren, sind in alle Winde zerstreut unb heute sinb selbst einzelne Blätter davon außerordentlich gesucht und hoch bezahlt. Ein Exemplar dieser Schlvarzdrucke hat Menzel farbig ausgemalt und diefes vollftändige Exem^ar mit 453 Blatt hat vor einigen Jahren, als die Gefahr bestand, daß es nach Amerika verkauft werden sollte, die Firma Gebrüder Stollwerk, einem Wunsche des Kaisers folgend, daß es den Deutschen erl/alten bleibe, erworben. Sie vermerket es jetzt zum Teil zur Herstellung von schmucken unb interessanten Ansichtspostkarten. — lieber den Humo r in der Schule spricht Pro^. Eugen Grunwald in den „Preuß. Jahrb.', und. zivar verlangt er einen „heiteren Grundton, aus den die ganze Stunde gestimmt sein, der d a u e r u d e n B e m ü 15 v e r k a s s u n g d e s L e h r e r s, die in freudiger Teilnahme der Klasse ihren „Reflex" finden soll. In den pädagogischen Lehrbüchern sucht man bislang ein Kapitel über den Humor in der Schule vergebens; aber das laßt steh aus einer ganzen Reihe von ihnen beweisen, daß hervorragende Pädagogen, zumal oer Neuzeit, solche Würze des Unterrichts für zulässig, nein, für unentbehrlich halten." Zum Beweise führt er zahlreiche Stellen aus den Werken Wieses, Mi'mchs, Jägers und anderer Schulschriftsteller an. „Ein Witz", sagt Grünwald, „ber das Vergehen des Schülers, die Strafe des Lehrers begleitet, kann ganz deplaciert sein und geradezu brutal wirken; der Humor, aus weisem Verstehen und Müleiden geboren, darf sie begleiten: er löst bie momentane Spannung und stellt das für einen Augenblick gestörte Verhältnis zwischen Rächer und Schächer wieder her Tte roirt Georg Häuser XIV. in Steinberg. Freiwillig ouSge- schieden: Poilgehilfe Adolf Stauffer in Laubach und Postagent .Schäfer in Steinberg. •• Der zweite Bezirkstag de? Hassia-BezirkL Dießen wurde gestern nachmittag 3* t Uhr im Lenz ichen Felsenkeller, wobei 37 Vereine vertreten waren, vom 2. Vorsitzenden, Bürgermeister u. LandtagSabgcordnetcn Leun aus Großcn-Llnden mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser eröffnet. Eiu Antrag des NriegervcrcinS Leihgestern, den zweiten Bezirkstag alljährlich abwechselnd in den verschiedenen Sorten abzuhalten, wird abgclehnt. Das nächstjährige Bezirksfest findet int nächsten Jahre in Treis a. d. Lda. statt. '.Als erster Vorsitzender wird Lehrer Taab zu Lollar, als zweiter der seitherige (Leun), als Rechner Volkmann zu Heuchelheim, als Schriftführer KrciSamtö - Bureauvorftcher Cchiffnie hier und Lehrer Klein zu Klein-Linden gewählt. Bet der Berichterstattung über die Mitgliederversammlung deS Hassia-Verbandes zu Lrtenberg wird allgemein bedauert, daß jetzt der grobe Bezirk Wieben nicht mehr im Präsidium vertreten ist. Dabei entivickelte sich eine längere Debatte über das Vorgehen des Präsidiums, die durch eine dem Präsidium zu übermittelnde Resolution beendigt tvurde. Mit einem Hoch auf den Landesherrn wurde die Versammlung geschloffen. "Der VerbandStag deS Mitteldeutschen Steno- zraphenbundeS Stolzc-Schrcy fand am Samstag und Sonntag hier bei ungewöhnlich zahlreicher Beteiligung statt und nahm einen sehr guten Verlauf. Im Mittelpunkt dec Tagung stand das allgemeine Wettschreiben, an dem 232 Damen und Herren teilnahmen und ein Festoortrag des BundcSvorsitzendcn Bäck l er-Berlin über die stenographischen Einigung-- bestrcbungen. (Näh. Bericht folgt.) " Oesleutliche Lesehalle. Im August wurde» 1 9 2 4 Bände auSgelichen. Tnoon fommcit ans: Erzählende Literatur 988, Zeitschriften 268, Jngendschrülcn 202, VerS- dichlnngcn 48, Literaturgeschichte 6, Länder- und Völkerkunde 61, Kulturgeschichte 18, Wcjd);d)ie mtb Biographien 100, Kunstgeschichte 18, Naturwissenschast und Technoloaie 92, Heer- nnd Seeivescit 14, HauS- und Laubivirtschalt 17, Gesiinbheitülehre 11, Religion nnd Philosophie 26, Staalünnsscnschasl 16, Cprachiviffcn- schall 18, Fremdsprachliches 41 Bände. Nach auswärts kanten 64 Bände. " 9)1 n ti (- undKlaueuscnche ist ferner auSgebrochcn im Kreise Zabcrn 1 am 3. September. iS.) Kesselbach, 6. 2ept. Wenn auch der Himmel schon wochenlang ein trübes Gesicht machte, so hatte er doch am heutigen Sonntag Einsehen und schickte seine sonnigen Strahlen hernieder, als es galt, unsere neucroaute Schule und Wasserleitung ihrer Bestimmung zu übergeben. Eine große Menschenmenge hatte sich in unserem Orte ein- gefunden. Um halb zwei Uhr tvuroe an der alten Schule Aufstellung genommen, wo die Kinder einen schönen Ehoral „Harre meine Secl^, sangen, worauf Lehrer Ziegler in ergreifenden Worten Abschied von der allen Schule nahm, tvoreus schon so manche gute Lehre mitgenommen worden sei. Darauf sangen die Schüler „Unfern Ausgang segne Gott". Dann bewegte sich der Zug unter Borantritt einer Musikkapelle nach dem neuen Schulgebäude. Hier sang der Gesangverein das Lied „Jehova, Dich rühmen wir", worauf !der Geistliche, Kirchenrat Weber, das Wort ergriff. An- knüpfcnd an das Wort des Psalmisten „Wie schön und lieblich sind Deine Wohnungen", betonte er, daß nicht der äußere und innere Schmuck allein die Schule schön und lieblich mache, sondern die guten Lehren, die die Kinder der Gemeinde von hier mit auf den Lebensweg bekommen, mache die Schule zu einer herrlichen und liebliujcn Wohnung. Mit dem Wunsche, daß diese Schule eine Stätte der Gottesfurcht, der Liebe und des Segens der Gemeinde Kesselbach werden möge, übergab er sie seiner Bestimmung. Dann nahm der Vertreter der Großh. Baubcl)vrde, Baumeister Kalbfleisch, das Wort >ind stattete den Meistern nnd Gesellen, die an diesem Werke gearbeitet haben, herzlichen Dank ab. Insbesondere aber gelte sein Tank den Vertretern der Gemeinde Kesselbach, die die Mittel zu dieser Schule bewilligt hätten und dadurch zwar cm großes Opfer gebracht, aber sich und der Gemeinde ein dancrndes Denkmal gemeinnütziger Opferwilligkeit gefetzt hätten. Er übergab den Lüge ist flciviö ein veilrmieiiSmöibei sicher Hang und nach Sträncn tu bekämpfen, aber doch auch, tvoram einsichtige Pädagogen, bc- lonbcvv solche, die auch Väter tunren, ost hmge.viesen haben, beim Schüler olt nur eine Waffe dem Stärkeren (Lehrer) gegenüber, eine 16ivnffe .m Stande derPtottvehr, von beten Unwürdig- (eit er cm dninpicS Gciulsi, von deren seit'steniehrende n»d beleidigendem Wesen er aber nicht immer das volle Bewnßtsein hat. Darum wirb der human denkende Lehrer nicht gleich von einem ucvjrueifeltcn rrasuS, einem iyOo; dpoJptjt und angehenden Zuchthäusler sprechen. Man gehe der Sache — wen» nicht etwa eine fliinbcn- oder gar tagelange Untersuchuna in Aussicht steht - - auf den Grund und suche den Lügner zu überführen: Tic Beschämung ist bei einem Jungen, bei dem noch nicht Hopsen und 'Malz verloren ist, eine empfindliche Strafe. Es tut mir nicht leid um das Opfer, das ich m solchen Fallen zu briugeu pflege: Ziisicheruug der Sira'- .■. t Jim je merkt zuerst gar nidjt, das; ich ihn in Wahrheit überrumple, er ist vor allem froh, baßjihin der Buckel nicht jucki. Und dann: nicht alles an die grobe Glocke hängen und nicht Nachträgen! Nicht mit jeder Kleinigkeit, jedem m end um vor die Konferenz, nicht noch dcnr Abiturtenten eine lückenlose Liste seiner Kinderk»a>>kheitcn vorhalten — ivcshalb ich mich für die nn inancheii Anstalten emgeführteu, mit mehr als doppelter Buchführnng basierenden Koiiduilen-Altenstncke durchaus nicht erwärmen kann. Bringen wir endlich bei einem atmen oeraitgstigteii Schelm entsagungsvoll auch die bedingte Begnadigung in Anioendung, bringen wir »hm tapfer neues Zutrauen entgegen und helfen wir ihm und und mit Humor über den peuriicheu Handel hinweg." — Tolstoi. In Petersburg wie in den nteistcn Orten Rußlands ist die öffentliche Feier des Jubiläums TolstorS amtlich verboten worden!?! Ter Erlaß des Heiligsten Synvds betreffend Tolstoi bildet das Hauptthema der gesamten russischen Presse. Die „Rowoje Wremfa" sagt: Tic Ehrung gilt nicht der theologischen Tätigkeit TolstorS, sondern der PersöMichkeit deS großen ManneS und feinen gewaltigen künstlerischen Schöpfungen. Alle Russen, auch die eifrigsten Orthodoxen, können mrt ganzer Seele den Festtag der russischen Literatur feiern. Der oHobristische „GoloS Pravdv" schreibt: Ein Verzicht auf die Feier Tolstois wäre nationaler Selbstmord. Der „Rietsch" meint: Der Svnodal- crlaß wird einen tiefschmerzlichen Widerhall bei allen finden, dcneii der Ruhm und die Würde Rußlands teuer »st. Der „Storno" schreibt: Ter Synod verletzte das russische Na- nonalgesühl. Tic Folge des Erlasses tverden zahlreiche Austritte aus der Kirche sein. - „Ruß" sagt eine neue Spaltung innerhalb der russischen Kirche voraus. — „Sow- remneunoje Sloivo" schreibt. Dec Synod sagte sich von der russischen Kultur los und trennte sich dadurch vom Baler- lande. — Tic cLtremrechte „Rtlßkoie Snamja glletn billt^t Schlüssel an Bürgermeister S t c t n, der ibn in kurzen Worten an Krcisschulinspektor Llrinschmidt weitergab. In markigen, derrlicbcn Worten sprach er seine Freude über diesen schönen Bau aus unb gratulierte der Gemeinde namens der Kreisschultommtisio!: recht herzlich zu diesem prachtvollen Schulhaus. Tann ub.rgab er den i^Iüfjel dem Vertreter Großh. Kreisamts. Regierungsrat Selker, welcher ebenfalls in markigen Worten namens Großh. Kreis amts der Gemeinde herzliche Glückwünsche darbrachte, betonend, daß sich dieses Schulgebäude ebenbürtig an die Reihe der vielen schönen Schulbauten im Kreise Gießen stellen könne. Tann öffnete er die Türe der Schule zur allgemeinen Besichtigung Kur c Zeit darauf ging es zur Eröffnung der Wasserleitung, die unter einigen Erläuterungen des Bauführers und entfvrechenden Worten des Vertreters des Großh. Kreisamts ihrer Bestimmung übergeben wurde. So mögen denn beide Reueinrichtnngen zum Wohle und Segen unserer r meindc dienen -und möge diese hierin den schönsten Lohn ihrer großen Opfer, die sie gebracht, finden. — Renzendorf, 6. Sepk. Tie 14jährige Lina K ö hler von hier hat am 5. April d. IS. einen Knaben vom Tode deS Ertrinkens gerettet. Die mit Mut und Entschloffenheit auSgeführte RettungStat veranlaßte das Großh. Ministerium zur AuSsprechung einer öffentlichen Belobigung. Q Laubach, 5. Sept. Wie bei vielen sonstigen Jagd- veepachtiingen so wurde auch bei der hiesigen der doppelte PrelS erzielt. Statt seither 1300 Mk. wurden für die nächsten scch2 Jahre 26o0 Mk. geboten. Pächter ist seither Fabrikant Könen sOdenkirchen) nunmehr dieser vereint mit Rentner AlberS (Hamburg). Die FundamentatiSgrabungen zu dem Alumnat Sbau tverden durch das fortivährende Regenwetter beeinträchtigt und letzteres vernichtet die Hoffnung auf Errichtung deS Mauerwerkes noch in diesem Herbst. Der Ban ivird nordöstlich von dem oberen Schloßgarten 10 Meter von dem Gombachweg errichtet, 220 Cuabratinder groß und dem Vernehmen nach dreistöckig. R. D. Darmstadt, G. Sept Anläßlich des vom Montag bis Donnerstag hier staUfnidenden Deutschen Aootheker- t a g e s kam der im vorigen Jahre begründete „Verein zur Wahrung der wirtschaftlichen Interessen deutsche rApo- t befer ju seiner zweiten .Hanvtvcrsammlung zusammen. Der Vorsitzende des Vereins, Apotheker Kühtzc-Urf begrüßte die erschienenen Mitglieder und gab einen kurzen Rückblick auf das vcrfloffenc erste Veremsiadr. Tic Begründung des Vereins sei angefichis der unhaltbaren tvirtidxn'iiidKn Zustände dringend notwendig gewesen und habe die Errichtung einer Organisation^- zentrale und eines besonderen Vereinsorgans Folge gehabt. Wie stark sich gleich im ersten Jahr die Arbeitslast gestaltet habe, zeige die Tatsache, daß der Vorstand 28 000 Ein- und AuSgänge zu bearbeiten batte. Redner beklagt dann daS mangelnde Ent- gegcnkonuncn der Fabrikanten und ter 'chemischen Fabriken dem Verband gegenüber, und konslanert, daß sich über 2000 Mitglieder angeschloss.'n ljaben. Apotheker W o l s referierte darauf über die Frage: „Welckren Ruhen bringt die Zugehörigkeit zum W. V. T. A. ?" Der Redner legte dar, daß der Zusammenschluß notwendig wurde nanientlich gegenüber den immer hoher gehenden Ansorderungcn der Krankenkassen. Einer genauen Prüfung bedürfe die Frage der Spezialitäten, trobei eine gründliche Ausklärung des Publikums erforderlich fei. Sehr wesentlich sei auch, auf genossenschaftlichem Wege auf eine möglichste Entlastung der £>npo- tl ekcnscl uld der Arochekeii hinzuarbeiten. Apoiheker Felot^ Medebach sprach dann über die Acndccuna des $ 23 der deutsch, n Arznei taxe und beantragte, daß an den ^tachmiltagen der Sonn- und Feiertage eine Schuvgebuhr ertobeu werden darf. Tie Versammlung nahm einen dahingehenden Antrag mit großer Mehr- leit an. lieber die Stellungnahme um >tun nscher 1 auch daß der Geselentwurs völlig un'ulänglich fci und ui vielen Punkten d.i Verbesserui tvuri im allgemeinen zuznstimmen, jedoch die von der rheinischen Äpothekerkainmer gewünschten Abänderungcii zur Annahme zu ciiLVfcbkn ililnr besonderer Betonung, daß dos Sclbstoispenfaliono- recht der Heillundigen nicht geftatiet sein solle. Tie Versammlung stimmte dem Antrag cüu dir Stellungnahme ii Reform des Kran ken kaffen-Versicher crftattetc ^bpotl-cker H o l tz - Lieberiivvlkwiv Bericht und die Ver. fammlung nalM dar^ruf cinä Resolution an, uack der im wcsentlickwn erung der Art. 6 unb 26a gefordert wird, daß den Mit ■ fchranknng auserlegt wird. Auch soll kein ^iwang mehr darauf ausgeübi werden, daß .chrankcnkassenmitglieder Heilmitiel be ziehen müssen, die nicht in einer Apotheke -als > Drogerie :c. । Herden Erlaß und nennt Tolstoi den Abgott der Anarchisten, der die Verachtung aller echt russischen Leute verdiene. — lieber den Gesundheitszustand Tolstois sind aus Jaßnaja Poljana wenig günstige Rachrichten eingetroffen. Tie Venenentzündung bat nachgelassen Die Temperatur ist normal, Tolstoi leidet aber an Appetitlosigkeit und klagt über Magenschinerzen und Gedächtnisschwäche. — Napoleon unb b i c Musi f. Während seines Aus- enthalleS in Paris sagte Reicharbt, bei srühere KapeUinciftcr Friedrichs bcS Großen, m einem Vergleich ziviichen diesem und Napoleon, Friedrich der Große habe die Musik bis in-S 21 Her hinein liebevoll gepflegt, ivährend der er-ste Konsul gegen die Musik eine ganz besondeie Abneigung zu haben schien. Tao hier gefällte Urteil stimmt mit der allgemein herZchenben Ansicht überein. Tau c3 aber nicht den Tanachen emspricht, snchk jeyt Eamille Bellaigue zu beiveisen. Napoleons Zeilgrnoisen haben verschiedene Urteile über sein musikalisches Verständnis gelallt, (konstant behauptete, Viapolcoii liebe die Alusik leidenschaftlich, ivahrend Ar- uaiilt, der geiviffermaßen Napoleons Holpoct war, nn Gegenteil anführte, Napoleon empsäiide Musik al4 ,n «angenehmes Geranf ch'. Sie kihelte »vohl sein Ohr, sagte er, ohne >edoch zu feiner Seele zu sprechen. Die Unterlnchungen BellaigneS scheinen tedoch zn zeigen, daß daS Musikoerftändnis Napoleons im selben Grade angeivachsen ist wie seine Macht, sodaß er zuletzt tatsächlich em g a ii j guter M nfikkenner geworden war. -7 Kleine Chronik auv Kunst und Wissen- schaft. Ter Musik- und Äunsllnliler an der Lctvzigcr „Abendzeitung" Tr. Karl Weichardt übernimmt am 1. Oktober die Feuilletonredaktiott der „Frankfurter Zc> tung". — Ter Romanschriftsteller Tlieodor D uimchen hat sich in Berlin erschossen. Durch Intrigen, die von Amerika auS gegen ibn gesponnen worden seien, soll er sein Vermögen verloren haben, waS ihn in den Tod trieb. — AuS Stuttgart schreibt man: Unter Vorbehalt sei daS Gerücht erwähnt, Hoftheaterintendant Baron zu P u t l i tz fei 5um künftigen Leiter der t Schauspiele in Berlin vorgemerft. Herr v. Hülsen werde wegen KränNichkeit in einigen Monaten von feinem Posten zurücktreten. Baron Putlitz wird für die Nachfolge HülscnS deshalb besonders geeignet erachtet, weil er mit den Berliner Verhältnissen auS der srüheren Zeit seines dortigen Äufentl-alls gut ver- ige Erfahrung in der Theater- Verwaltung besitzt. Für die hiesige Bühne turnen zum Ersatz für Putlitz ein hiesiger kunstbegeisterter und kunstverständiger Hofdeatnter und der gegenwärtige Mannheimer Intendant Tr. Hagemann in Betracht. Mit letzterem sollen schon Unterhandlungen im Gange sein. $on Mannheim aus ' Wird das indxs in Abrede gestellt, c?ileHt sind — Cs '.'kgt darauf eine Eraänzun>S7rabl deS V.r wnde- und tu Brickluß'assung über die 12 und 23 txr Sapurge« M^ryen rormi tag werde« die B.'rütnngen foNgeie^. 5. Marburg, 6. Sept. TaS Hotel -nm Ritter (Inhaber Brüne) ging für 290 OuO Mk. in den Besitz brf ReslaurateurS Paul John auS Wiesbaden über. 8. Biedenkopf, 6. Sept. Tie kürzlich in dem nahen Buchenau baktcriotogifch festgestellte TnphnS-Epidemie ist als erloschen zu betrachten. Tie sämtlich nur leicht S:, krankten sind wieder hergestellt. . - - - ■ ■■■..—LJi. H GcricHtssaal. S e n t t n, 5. Sept. Ter «rühere P ost i ll o n Mrezek, de» einer Zru 17 OUO Slart o:i< einem Postwagen em wendete, n?utät bmte zu zweiIahren Sefäng n i S verurteilt, wovon bre Monate durch die Unledud)ung4bdh für verbüßk erklärt wurde» Riehrere HetferShelfer ert)reiten em bis sechs Monaie Gr'änzniS. 2Cird>c und Sdjulc. Tie Cemeioschaftebeweznag in Kurhefie« uab die Seiftliche« xMa rburg,6. Sept. Unter der Leitung des Pastors Krawietitzki in Bandsburg Vestpreußen, der seinen Sohn- itz in Marburg nehmen wird, soll vom 1. November ab hier unter dem Warnen „Hebron" ein Diakonissen- Mutterhaus für entschiedenes Christentum eingerichtet werden. ES soll, wie daS „xorrespondcnzbtatt" des Tiakonisseiihauscs zu BandSburg schreibt, aufcer dem Vandsbnrger TiakonissenhauS, daS über 200 Schwestern zähle, ein neuer Ausgangspunkt für die Gemeinschaft-- Bewegung in Heffen geschaffen werden und dazu sei Mar- bürg, wo schon 13 Schwestern an den Mädchen und Ämtern des VersorgungShaufeS arbeiteten, der gegebene CrL Mit dem 1. November soll auch ein eigenes Berichtsblatt, „Tie Hebronblätter" gegründet werden. Tie Hebrow-Schwestem ollen in erster Linie für Seelengcw Innung und Seelen pflege erzogen werden und dürfen deshalb nur bekehrte Mädchen aufgenommen werden TaS vorn Pfarrverein herausgegebene „PaftoralDlatt für Kurheffen' fchreibt dazu u. a.: „Wie rücksichtslos die im Versorgung >- bau- stationierten Bandsburaer Schwestern in der Erfüllung ihrer ersten Aufgabe, Seelengewinnerinnen und Pflegerinnen zu sein, oorgeden, davon wissen die verschiedenen Gemeinden in Oberhessen zu reden. Tie Schwestern futb Missionarinnen, welche die Aufgabe haben, die tielt und hauptsächlich Heffen, zu misfionieren. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden sie diese Tätigkeit, unter welcher auch btt Gemeinschastsleiter zu leiden gehabt haben, jetzt in verstärktem Maße sortsepen. Pastor Krawietitzki, ein Mann ansangs der 40 er, steht hier in Hessen nicht als landeskirck- licher Geistlicher an der Spitze des neuen Tiakonissenhausee, sondern als freikirchlicher Scann. Darüber kann wohl lern Zweifel fein, daß sich in Marburg ein Mittelpunkt gebildet hat, um welchen sich die tirchenfeindlicken Clemente (am- mein werden unb von wo aus eine ziel bewußte Agitation gegen die Kirche unter dem Schild: „Wir wollen das Weich Gottes bauen", getrieben werden wird. TaS Blatt forben am Schlüsse seiner Betrachtungen auf, sich endlich auszu- machen, um, getreu ihrer Dienstverpflichtung, die Ninbe zu schützen und die Agitation abzitwehren. Es handle su- unt einen geistlichen Kampf, um verschiedene Auffassungen göttlicher Wahrheiten, und der müsse geistlich geführt werden. Dazu bedürfe es einer Organisation, der Neuschaffung von Einrichtungen zum Schutz der ftirdjc wider die Angnfst zu neuen Richtungen. Vermißtes. Umgestaltungen in Der Westminsier-Aatei der Grabstätte berühmter Engländer in Lau bei. Vor vier Jahren hatte der Dcchant der Westminster . btd tiat turd jtfi'’cncc Restauration l'tc alt n Krypta in Angriff nehme« lassen, die iiu Osten des großen Kwsters Uegt unb aus der . i Eduard deS Bekenners stammen soll. Sein Plan ging da!nn. daö jevt nur wenig bekannte, herrlich.' Gewölbe mit seinen prächtigen Pscilcrii uiid Bogen in alter Schönheit wieder erstehen u lassen unb damit den großen M ud-, dir ‘Jlblct 'irrche selbst kein Ebrao mehr linden könnten, eme würdigr Begräbnisstätte zu sckrasscn Tie Arbeiten in der alten normen- it Krypta finb nun vollendet Die < kiuulbe, bic völ wahrlvst warcn und nur alte- Gcr imoel enthalten bauen, sind t einer Arr von Museum iimgcslaltet norden und Kunsts -.r- nigsachcr Art, lote fic von Zeit zu Zeit in der Wt mgebung gefunden iverden, Haven hier Auist.llunß . !> ist völlig erneuert und tief angelegt. Ten vielen Besuch-ern der chnoürbigen Abtei »st s." mit einer ihrer ulufien unb tu rben, ein prächtiges c al:- romannisä cr ArchilekNir, dessen schön ge/cichnete Bogc» unb r.-id) ornamentierte Lseilcr den würdigen Rahme» für bic botin untcrgebracht.n Knnstgegenüanbe bieten Cb freilich als Grab" Ute benutzt werben wird, ftcht »sch nicht fest TaS bürste wohl auch nicht ausschlaggebend sein. • Die Berner Strohwitwen iehernen die Vibn-qenbeU ihrer Ehemänner nicht allzu schwer »u rnufmben Am leichteM« scheinen bic Strohwitwen des Törschens Oberhosen ihr Schicksal zu nehmen, wenn man folgender Annonce, bic im Feuillc b’ltui m Bern erschien, Beachtung schenken will: „Hotel de- Vign.rens Oberhofen: Gesucht iverben für Sonntag den 30. August m.-frrm gute Tänzer, womöglich au- d:r Stabt Bern. Tie Oberhof« Strohwitwen." • Bigamie in der Hypnose. Aus Newyork tmrb berichtet: Ein» interessanter Prozeß wird demnächst cic amerikanischen Gerichte beschäftigen: Mrs. Madelon Locker aus Broollyn, die unter der Anklage der Bigamie vor Gericht sich ,u verantworten hat, beruft sich daraus, baft fic bei Mdschluß ihrer zweiten Ehe mit dem Pfarrer William Coburn aus Wakefield unter hDvnonfcher Einwirkung gestanden habe, bic ihren freien Willen und ihr ivedächtnis ausfchloß. Sie ist von ihrem ersten Gatten nicht getrennt heiratete aber int September 1907 den Geistlichen, der fu angeblich zur Eheschließung hypnotisierte, so daß sie völlig unter feinem Einfluß stand Erst eine Woche nach de: Heirat kehrte ihre Erinnerung zurück, und sic begriff dai Geschehnis. Ter Rev. William Coburn war Witwer ujü beschäftigte sich früher neben seinem geistlichen Amt mu dem Vertrieb von Patcntmedizinen, die »hm ein ansehnliches Vermögen eingetragen haben. Der Gouverneur Floyd vor New Hamvshire hegt zwar über die Behauptung der An- geklagten Zweifel, hat aber den vorgebrachten LrrtcidigungS- gründ als schwerwiegend genug erachtet, um eine wetten Untersuchung einzuletten. • Kellner, eine Portion Kamel! Tief« Ruf wrü binnen kurzem in den eleganten Restaurant- der Betnstr AouÜ» vards gchön werden. Eine Revolution der Speisekarte üt« be vor: da- Kamcl'teükti wird auf dem Pariser Markt eingr'-du Erne große Variier Nahrungemittclfirma ist mir zwei algerffcho Pächtern in Verbindung getreten, die ,hr einen größeren Iktn dieses Flenches liefern sollen. Eine besonder,: Lecker.-i swht tui den Pariser itzourmeto bevor, denn das nützliche Tier oct Sl» iciftc: nicht nur »m Leben treue Timftt, sondern es liefert ütc und der modernste Schmuck. Und sie fragen nicht allzusehr danach, wie fic erlangen, was sie wünschen, und wer es bezahlt. Ich will nicht sagen, daß die Amerikanerinnen unmoralisch sind, aber sie haben meistens keine Ahnung, was für Preise ihre Männer und Väter für ihren Luxus zahlen müssen. .Mehr Männer sind in Schande getrieben nwrben durch die lveiße, mit Juwelen geschmückte Hand einer Frau, als durch ihre eigene Leidensckwst für Pferde, gutes Essen und Vergnügungen. Amerikanisck>e .Hinbcr lernen nicht mehr, (Veld zu sparen, sondern nur cs auszugeben. Ihre Mütter verwöhnen und verzärteln sie und so entsteht ein Öolf von Tagedieben, deren einziger Gedanke ist, zu erlangen, was sie wünschen. Darum totrben die wenigen Wlänncr und Frauen, die zu sparen wissen, die Herrscher sein Über Die, Die nut auszugeben verstehen." ttlcinc Tageöchronik. Die französifche Regierung ernannte die Gründcr der C h a r l o 11 e u b u r g e r Laubenkolonie, Fran Fränkel und Herrn Bielefeld, zn Offizieren der Akademie. Tie AnSzcich nungen wurden den beiden Genannten am Sonntag anläßlich des IahrcsiesteS der Kolonie überreicht. AbbS Lemirs, Der nn vorigen ^cihre der Gründungsfeier der Eharlottenbnrger Kolonie beige- wohnt Halle, wurde damals der Role Adlerorden verliehen. Ter Gasarbeiter Adolf Blümei, der die Hansbcfitzerm Elisabclh Stolt ah berauben versuchte ist im Elisabelhenkrankenhans zn Berlin feinen fchweren Derlel;nngcn erlegen. An dem Anfkommcn der Frau Stoll wird gezweifelt. Ter K ö n i g v o n S a ch f e n hat den wegen Mißhandlung von Untergebenen zu einem Jahr Gefängnis und Degradation verurteilten Unteroffizier Berthold vom Dresdener Schnhen- regiment zu sechs Monaten Gefängnis begnadigt und die Degradation aufgehoben. Eine Feuersbrunst zerstörte das Schloß von Montsonry bei Livorno. Ein Kind des Grafen von Serthey ist in der Wiege um- gekommen. A us Eorsica ist an verschiedenen Stellen Feuer gelegt worden, daS in nächster Nähe der Stadt Basliä am stärksten wütete. Ter Feuerherd erstreckt sich ans eine Länge von 23 Km. Tie Löschversuche wurden durch den h e s t i g e n W i n d zwecklos gemacht. In der Kathedrale zu Eie r m o n t Fe r rand wurden in der Nacht kirchliche Geräte im Werte von 14 000 Francs gestohlen. Ein Korporal und drei Soldaten sind der Tal verdächtig. Durch einen WaldbranD ist Die Stadt Chtsholrn (Minnesota) in Brand geraten. Mensck>en find nicht umgehmmen, doch haben 4000 Einwohner die Stadt verlassen. . , Das lenkbare Luftschiff „R ä p n b l i q u e" unternahm am Samstag einen 'Ausstieg. Es verließ Ehalais-Meudou um 83/i Uhr früh, flog über Paris in Der Richtung nach Nordost gegen Den Wind und passierte Senlis und Eompiögne, wo cS um 12 Uhr i>5 Minuten au kam, Dann wendete cs und schien nach SenliS zu- cückzukehren. _ Auch Wilbur Wright unternahm am ^amstag rn Le Mans mehrere Ausstiege. Ein Flug ging über 24 Kilometer und Dauerte 19 Minuten 48 Sekunden. Die Zeit ist offiziell festgestellt. Damit ist Wright dem von Jarman aufgestelltetr 20 Minutett- Rekord sehr nahe gekommen. Delagrange gelang cs, am Sonntag auf dem sranzöf. Manöverselde von Jssh mit seinem Aeroplan einen Flug von Wie schön ists, wc>in man nach des TagcS haften sich eine? ergilickendeii SchlascS erfreuen kann. Ten Bewohnern des imitieren NeuenwegS wird indes schon seit langer Zett zwar nicht daS Recht ans deS Tages Arbeit, ivohl ober daS Recht ans nächtliche Niihe inld Schlaf arg verkümmert. Eine Anzahl junger Burschen machen! . - - • sich ein Vergnügen daraus, nach Verlassen ihrer Kneipe mif der Feier des neuen Siiltaus -Jitt'ci) Hvfid. Carl \owar Grösstes Spezial-Haus für Damen-Modewaren. - d°m^!-in-nD! 1 > WÄtt für Kurhcsi^ die int Versorau Astern in der ErftüL ^Mnen und Weg,! *n dx verschiedet ?: .Schwestern haben, die Well n; ?• ^et Wahrscheiuiit. ^nter welcher auch; haben, jetzt in 6i,: Mawletltzki, ein Mer: len lltcht als landeslue neuen Tialonissenhauf-: I darüber kann wohl V I ein Mittelpunkt gebilk lndlicken Elemente (c- ae zielbewußte Agiles : «Wir wollen das Lu wird. Tas Blatt so^ aus, sich endlich auk verpslichtung, die Siie uwchren. Es handle r, , verschiedene Aufsassu-: ie geistlich geführt wei> on, der Neuschassung ir irche wider die Ange . Märkte. ic. Frankfurt a. M., 7. Sept. (Orig.-Telegr. des „Gieß Anz.E) Amtliche Noliernngeil der helitigen Frucht markt preise. Weizen Alk. 20.50—00.00, Knrhessischer Alk. 20.50—00.00, La Plata Mk. 23.75—24.50, Kansas Ml. 23.00-23.50, Roggeir (hiefifler) Mk. 18.00—18.50 Gerste (Welleranerf Mk. 20.50—21.00, Franken, selber Alk. 21.50-22.00, Hafer 16.50—16.75, MaiS Mk. 16.00-16.50. Weizenmehl Mk. 31.25—31.50, 00—00, 2. Qnalilät Aik. 30.25 bis 'AUf. 30.50, 3. Qualität Mk. 28.75-29.00, Roggcumelfi o Alk. 26.25—29.50, l.Qnalität Mk. 28.25-28.50, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.25, 9ioggenfleic Alk. 12.00—12.50, Maiskeinre Mk. 13.0t» bi? Mk. 13.25, Franken, Pfälzer, Ried Mk.00.00-00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. F raukfnrt a. M., 2. Sept. (Tctegr. Lrig.-Bericht des „Gieß. Auz.^.) Amtliche Dloticrimgcn der hertiigen '231 e h in arkt- v r c i f c. Zum Verkaufe standen: 280 Ochsen, 119 anS Oesterreich 77 Bullen, 0 aus Oesterreich, 908 Kühe, Fersen, Stiere und rfinider, 291 Kälber, 365 Schafe und pämmei, 1467 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Cchafiämmer. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgetvicht: Ochsen: 1. Qnalität 80—82 Alk., 2. Qnafität 73—75 Alk., 3. Qnalität 60—64 Mk.; Bnllcn: 1. Qital. 62—64, 2. Qnal. 58—60; Kühe 1. Qualität 74—76 3)1 L, 2. Qual. 65-67 Alk., 3. Qi,al. 54-56 SDIt, 4. Qual. 00-00 M., 5. Qual. 00—00 Akk. Bezahlt wurdeu fiir das Pfiind Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 92 bis 95 Psg., Lebeudgeivicht 55—56 Psg., 2. Qualität 80-92 Pfg., Lebendgewicht 48-53 Psg., Schlachlgeiv 68—70 Psg.: Schase: 1. Qnal. Schlachtgciv. 82 b,5 00 Psg., 2. Qnal. 74—76 Psg. Cchwenie: 1. Qnal. 70—00 Pf., Lebeiidgeivichl 55—00 Pf., 2. Qiial. 69—00 Pf., Lebendgewicht 54,50-0 Psg., 3. Qnal. 60—66 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Gefchäft bei Hornvieh fchleppend, Ucberfioiib nnbedeulend, (Bullen gilt, kein Ucberftaiib). Bei Kleinvieh gut, kein Uebernand. wöchent?. Ueberjicht derTodessälle L ö.StaM Sieben. 35. Woche. Vonr 23. bis 29. August 1908. Einwohnerzahl: angenommen zn 30 400 tinki. 1600 Mann Militär.) CterblichkeitSzisser: 18,81%e, nach ffibzng von 5 Ortsfremden' 10,26 s/oo. Kinder Straße die banalsten Orgien zn feiern. Fast in jeDcr Woche c:r. ober zweimal nachts zivifchen 1 nnd 3 Uhr wird die Campagne eröffnet. WaS durch die fchinulfigen Redensarten in lante,ter Tonart iiichl erreicht werden kann, daS wird dnrch wnsten Lärm, diirch große Waffervergendniig bei bem dort befindlichen slädtifchen Brnnneu, Laternen-AnSdrehen, Belästigrma der Paßanteu und ähnlichem Ihihifl reichlich ergänzt. Eine P.eldnng bei der Polizei bringt liänfig dein Anzeigende» mehr Unannehmlichkelte» als dem Angezeigten. Darnn» ergreife ich gern die Flncht znr Vrefie m der befcheidcuen Hoffnnng, die Aufmerkfamkeit nnserer nachtpolizeilicheu Cicherheitsorgaue nid Aiißstände gelenkt zu haben, deren baldige Behebung sowohl im Intereffe der Allgemeinheit, als anch znm Wohle der erst in gestriger Nacht wieder s ch 1 a f g e st o r t e u 91 c iieu i? e 1 c ■■ bi::-;e;:> :u •■.-.u-iü-cn u-aic. Spfclpian der vereinigten $rantjurter Stadttheater. (Dpcml)aus. Montag den 7. Cept., abcndS 7 Uhr: ,TaS Rheingold.^ Dienstag Der 8. Sept., abends 7 Uhr: .TerPostillon vonLonjniiieau-E Hierauf: .Anfforderung zrim Tanz.- (Ballet.) Schauspielhaus. Montag den 7. Cept., abends 7 Uhr: »Varia1 Hierauf: .Ter Schrittmacher.- TicnSlag den 8. Cept , abcndS 7 Uhr: ,Boin aiidereti lUcr.* Boianofichtüchc Witteruug für Hesscu am Dienstag den 8. September: Heiter und trocken. Temperatur ivic heute. Ocst- tiche Winde.___________________ Versteigerung. DienStag, den h. September, nachmittags 2, Uhr, versteigere id) 'Neustadt 55 daluer gegcu Barzahlung 5259 3 Pserde, 1 fikollivageii, 1 rxahr rad, ca. 1000 Liter Weißwein, Pianino, ca. 200 Meter Drell, Grabdenkmäler nnd 1 Tiamant-- ring, sowie Möbel aller Art. Born, Gerichtsvollzieher. Lästige haareilLlA TiiiH । MnnaiT—iffl »neu ent fernt sicher n. schmerzlos Prof. Dr. Grünewalds Pnlver T. 1-50 Mk. AlleinverkansPelikan Apotheke, 2699]MrcuAtilaU 2. Kolosseum Giessen (trüber (saft Sei» Telefon ul Walltorftr. 36-3S «•rate Montag. de» 7. 3e»tembet: Kleiderstoffe n für die 5chlll0 per Meter von Mk. 0.65 an in grossartiger Auswahl Anfertigung nach Mass in jeder gewünschten Ausführung. Gebr. Janhenser LAden etc. an ’S 140 190 Arbeiterdecke, schwer ver 3t 145 195 3d)laibccfc, Marte „Panzer^ 2 tud 5 S 140,170 gelbe Bfcrdcdeckc m. eleg. Borde Z Biebdcclcn von 80 Pfg. an. P. Dreyfns, Frankfurt a. A. Oberweg 56 jiarth Englische Danicn-Kostüme. Giessen. Plockstrasse 1, I Gut erhaltene 5150 zu vermieten. Menimbt 11. 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