Nr. 157 Erstes Blatt 158. Jahrgang Dienstag 7. Juli 1808 Anzeiger jpw^smhb a. Vezu g-pretS: SS '»m!® /5T A A fk A AAA A AA AA A A A A A AA SSÄ sss&ssb 1141 Atz Alt Ar >1 TI zAt o Ar *ä blatt für 6en Kreis Sie6«n Ui K W B U< ÖWVfc> K^< ■ g W « KW U< g g | gL< W d.ePostL». 2.-viertel- (TienstagunbRrettan); TfcA M W H ® öST H Hj &3 A H W Tm HI 8 W F$ tährl. anHchl. Bestellg. ä.ääXz tV||VltV4 VIIIIVtWIW R"L"Ä»'W"ttr vJI ©y 4^ Beeantwvrtl.ch S= General-Anzeiger für Oberheffen VZW Lanaymr von Anzeigen " ’ » " • u. Land- und „Genchls- Ll Du Rotationsdruck und Verlag der Vrühflschen Univ.'Vuch- und Zteindruckerei. «.Lange. Redattion. Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. lür den M oormttlQQS iv uqu . y. -oecu Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Apolitische Tagesschau. Sine französische Provokation Deutschlands? Der Berichterstatter der „Rh.-Westf. Zlg." in Casablanca sendet seinem Blatt folgendes Telegramm: „Die Truppen des Sultans Abdul Asisvor Mazagan, welche versuchten, Azemur zurückzuerobern, sind gänzlich von dem hasidischen Kaid geschlagen worden. Französische Truppen, die am 30. Juni vor Azemur unter Anwesenheit französ. Kriegsschiffe erschienen, stellten dem hasidischen Kaid frei, Azemur zu räumen oder Abdul Asis anzuerkennen, andernfalls sie die Stadt bombardieren würden. Der Kaid hatte von Mulay Hasid Ordre, den Franzosen keinesfalls Widerstand zu leisten, und räumte deshalb die Stadt. Hierauf rückten die Franzosen in Azemur ein, wo General d'Amade eine Besatzung von 2000 Mann zurückließ. Gr sandte Polizeitruppen von Mazagan nach Azemur, die er dauernd dorthin legte. — Deutsche Postboten, die von Mazagan nach Casablanca unterwegs waren, wurden von Franzosen angehalten, die Briefe geöffnet und nachgesehen. Geschieht dieser Eingriff, Neutralitätsbruch und Polizeimißbrauch im Einver- stänonis mit Deutschland und dem der Signatarmächte? Der Handel von Mazagan nach Marrakesch ist wie seinerzeit der von Casablanca durch das unverantwortliche Vorgehen Frankreichs völlig brachgelegt. Das ganze Hinterland ist in Aufregung. Die Folgen dieses Vorgehens sind unabsehbar. Gegenteilige Nachrichten der Fraiizosen sind unwahr." Die „Rh.-Westf. Ztg." knüpft an dieses Telegramm die Bemerkung: „Ferner haben die Franzosen offen für ?lbdul Asis Partei ergriffen, sich den deutschen Posrbotcn g.gcnüber unerhörte Uebergriffe herausgenommen und dem deutschen Handel von neuem einen Schlag versetzt, von dem er sich schwer erholen wird. Was wird das deutsche Auswärtige Amt nun beschließen? .... Die deutsche Negierung wird nicht umhin können, das neueste Vorgehen Frankreichs zum Gegenstand einer sofortigen Anfrage in Paris zu machen, wobei das Verlangen gestellt weroen müßte, daß die französischen Truppen binnen 24 Stunden zurückgezogen werden, ferner muß Frankreich aufgefordert werden, sich wegen der Uebergriffe gegen deutsche Beamte und deutsches Eigentum zu entschuldigen und sich zu erklären, auf welche Weise der angerichtete Schaden gutgemacht'werden soll." Man wird vorerst gut tun, diese Nachrichten mit einer gewissen Vorsicht aufzunehmen. Tas genannte Blatt ist le farmt genug als extrem nationalistisch, als höchst kriegerisch gesinnt und glei chbereit, mit feinen heftigen Tinten- spritzern all den „Erbfeinden" Deutschlands ringsumher den Garaus zu machen. Bevor nicht ein besonneneres Blatt diese Nachrichten bestätigt hat, braucht man noch nicht aus dem Häuschen zu geraten. Mir wollen doch dem Auslande gegenüber lieber würdige Ruhe bewahren und erst wägen, dann wagen. M. T. B. meldet aus Paris, 6. Juli: Jaurös wird morgen in der Kammer den Antrag stellen, den Minister des Aeußern über die Ereignisse von Azemur zu befragen. Im Falle, daß Pichon sich weigern würde, zu antworten, würde Jaurös eine Interpellation stellen, und deren sofortige Besprechung beantragen. In den Mandelgängen der Kammer wird jedoch versichert, daß die Regierung die Beantwortung der Jauresschen Fragen «nnehmen wird, um der Kammer von den Instruktionen Kenntnis zu geben, die General d'Amade aus diesem Anlaß whielt. Deutsches ReZch. — Ter Kaiser trat am 6. ds. abends spät an Bord der /^ohenzolleru" von Travemünde aus die N o r d l a n d r e i s e an. Stic Fahrt soll zunächst nach Odde gehen. Es begleiten ihn anher i»ehreren Generalen und dein Generaloberarzt Dr. v. Jlberg Prinz Albert zu Schleswig-Holstein, Prinz Otto zu Sayn-Wittgenstem, Gesandter v. Treutler, Geheimrat Dr. Güßseldt und Professor Caltzmann. — Ministerialdirektor a. D. A l t h o s s ist an einem Ansalle seines alten Leidens neuerdings nicht unerheblich erkrankt. Bedenklich war insbesondere das Eintreten von Darmblutungen mit nachfolgenden Schwächezuständen. Der Patient hat sich nach Schierke am Harz begeben. — Die sozialdemokratische Parteileitung beruft den diesjährigen Parteitag auf den 13. September und folgende Tage nach Nürnberg ein. — In Mannheim ist der Führer der badifchen Jung- liberalen, der Erste Staatsanwalt Rich. Jung Haus, gestorben. — In Mülhausen i. E. wurden bei der Nachwahl zum Gemeinderat fünf bürgerliche Unabhängigkeitskandidaten mit 6800 Stimmen gewählt. Tie Sozialdemokraten unter- lagen mit 5500 Stimmen und erhielten keinen einzigen Sitz im neuen Gememderat. — Der deutsche Städtetag wurde in M ü n ch e n am 6. d. M. vom Oberbürgermeister Kirschner-Berlin eröffnet. Oberbürgermeister Dr. v. Borschl-München begrüßte den Städtetag namens der Stadt München. Das erste Referat erstattete Stadlral Wöll-Frankfurt a. M. über den Kreditbedarf im Haushalt der Städte. Der Redner erklärte die Anleiheaufnahme zur Finanzierung gewerblicher Betriebe durch die Städte für unbedenklich und sogar innerhalb gewisser Grenzen auch für ertragslofe Unternehmungen für vorteilhaft. Er empfiehlt für alle Zwecke die Ansammlung von Fonds, welche durch Mehrerträgnisse aus schwankenden Einnahmequellen zu dotieren sind. Sodann sprachen über Formen und Wege zur Besriedigung des Kreditbedarfes der Städte Stadtrat Mitzlaff-Tanzig und Ober- >iirgermeister Kutzer-Fürth. Rußland. In nichtöffentlicher Sitzung der Reichsduma wurden die vom Marineministerium geforderten 4 200 000 Rubel für äußer- gewöhnliche dringende Ausgaben für die S ch w a r z m e e r f l o t t e und für die Häfen im Schwarzen Meer bewilligt. Nach amtlicher Feststellung wurden vom 28. Mai bis zum 24. Ium in Russisch-Polen 12 Beamte ermordet, 13 verwundet und 39 Privatpersonen getötet, sowie 19 verwundet und gegen 17 000 Rubel geraubt. In Lodz bemettte am 5. Juli eine Pulizeipotrouille einen jungen, eleganten Herrn, der auf dem Trottoir ging und etwas notierte. Viacfaem man ihn eine Stunde beobackstete, befahlen die Polizeibeamten dem jungen Manne, er solle die Hände hoch- falten. Ms er, wahrscfainlich weil er den Befehl nicht verstand, ungehorsam blieb, schossen die Schutzleute mit ihren Mauserpistolen den Unschuldigen nieder. Laut der bei der Leiche gefundeneil Legitimation war der Erschossene der Photograph Edmund Mali aus Berlin. So Entsetzliches also geht heute in Rußland zu. Niemand ist dort seines Lebens sicher, und das polizeiliche Willkürregiment scheut sich vor keiner brutalen Freveltat, nimmt auf Völkerrecht und Völkerfricdc nicht die geringste Rücksicht. In Petrosawodsk ist der Präsident des Petersburger OvergerichtsHofes, Krascheninnikow, im Hose eines Hotels durch einen Do lchstich in die Brust verwundet worden. Er war zu einer Gerichtsverhandlung politischer Prozesse eingetrosfen. Der Täter ist nickst ermittelt. Aus SiaOt und Land. liegen, 7. Juli 1908. Oberhessische Ziegen auf der Wanderausstellung in Stuttgart. Auf der in der Zeit vom 25.—30. Juni in Stuttgart abgehaltenen Wanderausstellung beteiligte sich der Landwirt- schaftStammer-AuSschuß für Oberhessen nut 3 Kollektionen Saanenziegen, die von den Kreisziegenzuchtvereinen Alsfeld, Lauterbach und Friedberg gestellt wurden. Die Konkurrenz war durch die stacke Beschickung der alten und renommierten Zuchten auS Starkenburg und Rheinhessen begreiflicherweise sehr schwer, um so ehrenvoller sind deshalb die dort erhaltenen Auszeichnungen. Auf die oberhess. Aussteller entfielen folgende Preise: Der Kreisziegenzuchtvereln Alsfeld erhielt den 2 a. Sammlungsprels, einen 3. Preis für einen der Stadt Alsfeld gehörigen älteren Bock, einen Id. Preis und eine Anerkennung auf ältere Ziegen, einen Ehrenpreis tind eine Anerkennung auf jüngere Ziegen; der Kreisziegen-- zuchtverem Lauterbach erhielt den 1 b. Sammlungspreis, zwei Anerkennungen auf ältere Böcke, eine Anerkennung auf ältere Ziegen, und einen 1 b. Preis und eine Anerkennung für jüngere Ziegen; der Kreisziegenzuchtverein Friedberg erhielt einen 2 c. Preis auf eine äl'cre Zicgc und einen 2b. Preis auf eine jüngere Ziege. Insgesamt entfielen auf die Provinz Oberhessen auf 22 ausgestellte Ziegen 14 Auszeichnungen und Prämien im Betrage von 550 Mark. Dieser Erfolg wird zweifellos dazu beitragen, das Renommee der Oberh. Ziegenzilchtvereine zu heben und das züchterische Interesse weiterhin zu fordern. * * * Tageskalender für Dienstag, 7. Juli: Siadt- t&eatcc. 4. Operetten-Gastipiel: Die Geisha. Anfang 8 Uhr. • * Vom Großh erzog l. Hof. In Jagdschloß Wolfsgarten sind nach der „Darmsl. Ztg." am HHonlag vormittag 10 Uhr die beiden jüngsten Söhne des Prinzen Friedrich Karl von Hessen zu mehrwöchigem Aufenthalt eingetroffen. — In Audienz empfangen wurde von S. K. H. dem Großherzog am Samstag u. a. Amtsrichter Plitt von Herbstein. "Vorbereitungen zur Landtagswahl. Der LandeSausschuß der freisinnigen Partei veröffentlicht folgenden Aufruf: „Die Wahlen für den hessischen Landtag stehen für den kommenden Herbst bevor. Großes steht dabei auf dem Spiele! Das hessische Volk soll entscheiden, ivic es sich zur künftigen Gestaltung seiner Rechte, seines Anteils an der Regierung des Landes stellen will. Ta heifft es für alle freiheitlich Gesinnten, für alle wahrhaften Vaterlandsfreunde, mit allen Kräften mitzuwirken, um eme freiheitlichere Zusammensetzung der Zweiten Kammer herbeizu» führen und damit eine Schmälerung der verfassungsmäßigen Rechte des hessischen Volkes bei der unabweisbar notwendig gewordenen Einführung des direkten Wahlrechts zu verhindern. Es gilt vor allem für unsere freisinnigen Organisationen und unfere Freunde im Lande, eifrig auf dem Posten zu sein. Um namentlich in den Landbezirken wirkungsvoll in die Wahlbewegung emgreifen zu können, ist beabsichtigt, von der Parteileitung in Darmstadt aus jede notwendige Hilfe zu leisten. Dazu bedürfen wir aber nicht nur geeigneter Kräfte, sondern vor allem auch einer gut gefüllten Kriegskasse. Diese muß in den nächsten Monaten geschaffen werden. Darum ergeht an alle Freunde im Lande die Bitte: Heist uns! Sendet uns Geld für die allgemeine Wahlkasse. * Am Sonntag tagte der Ausschuß in Frankfurt, um weitere Vorbereitungen zur Landtagswahl zn tragen. ** Gewerbsmäßiger Handel mit ländlichen Grundstücken. Nach einer hessischen Ministerialbekanntmachung ist jeder, der den Handel mit ländlichen Grundstücken gewerbsmäßig betreibt, zur ordnungsmäßigen Führung eines Geschäftsbuches verpflichtet. Dies hat auch dann zu geschehen, wenn die Grundstücke zwar im Namen des seitherigen Eigentümers, aber auf Rechnung des Händlers verkauft werden oder wenn der Kauf oder Verkauf auf den Namen eines Dritten, aber auf Rechnung des Händlers abgeschlossen wird. Diese Bekanntmachung trat am 30. Juni d. I. in Kraft. * • Silberne Hochzeit feierten gestern Stadtrechner Georg Wilhelm Doepfer und Frau, Marie, geb. Krauße. * * Oeffentliche Lesehalle. Im Juni wurden 1938 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 978, Zeitschriften 294, Jugendschriften 215, Vers- dichtungeu 63, Literaturgeschichte 10, Länder- und Völkerkunde 59, Kulturgeschichte 13, Geschichte und Biographien 102, Kunstgeschichte 14, Naturwissenschaft und Technologie 114, Heer- und Seewesen 12, Haus- und Landwirtschaft 5, Gesundheilslehre 12, Religion und Philosophie 21, Staatswiffenschast 11, Sprachwissenschaft 6, Fremdsprachliches 9 Bände. Nach auswärts kamen 59 Bände. ** 2 4. deutscher landw. Genossenschaftstag. Der diesjährige in den Tagen vom 8. bis 11. Juli in Mainz unter dem Ehrenpräsidium S. K. H. des Großherzogs stati- sindende Deutsche landw. Genossenschaftstag, der zugleich mit der Feier des 25jährigen Vestchcns des Reichsvcrbandes der deutschen landw. Genossenschaften verbunden ist, wird sich eines außerordentlich starken Besuches erfreuen. Sckon gegenwärtig sind mehr als 1200 Anmeldungen aus allen Teilen des Deutschen Reiches erfolgt. In stattlicher Anzahl werden die Vertreter der Reichs-, Staats- und Pro- vmzialbehörden, sowie der großen landw. Körperschaften anwesend sein. Nicht minder groß ist die Anzahl der ge meldeten Vertreter genossenschaftlicher Körperschaften aus dem Ausland, aus Oesterreich-Ungarn, Italien, Schweiz, Holland, Serbien, Luxemburg. ** Vogelsberger Höhenklub. In der Stärke von rund 20 Mann unternahm am Sonntag der V. H. C., Zweigverein Gießen, seine Julitour nach dem Hohcrods- kopf. Bis Lauterbach wurde die Bahn benutzt, um von hier die Wanderung anzutreten. Nachdem das freundliche, industriereiche Städtchen passiert und die eigenartige, hochmoderne Turnhalle oes dortigen Turnvereins, sowie der etwas weiter gelegene Bilstein, ein interessanter Basaltsteinbruch, besichtigt worden war, ging es über Blitzenrod auf prächtigem Waldweg an dem schön gelegenen Schlosse Eisenbach vorbei und durch dessen reizende Parkanlagen bis Nixfeld, von wo aus die Bahn bis Ilbeshausen benutzt wurde. Hier erfolgte, nach kurzer Besichtigung der nahe gelegenen Teufelsmühle, wohl dem schönsten Fachwerkbau Oberhessens, der Weitermarsch über Hochwaldhausen, wo kurz gerastet wurde, durch das idyllische Schwarzbach- tal zum Hoherodskopf. Hier hatte sich nun aus Anlaß des am selben Tage stattgefundenen Hoherodskopffestes eine stattliche Anzahl von Teilnehmern aus nah und fern ein- gcfunden und bei den Klängen einer fleißigen Musikkapelle entwickelte sich bald ein fröhliches Treiben. Unsere Wanderer hatteil il a. auch das Vergnügen, ihre wackeren Frankfurter Klubgenossen auf der Höhe begrüßen zu können, mit denen sie dann auch nach einigem Aufenthalt den M- ftieg nach Schotten gemeinsam unternahmen. Dorlselbst anbelangt, begann dann bald in der „Traube" ein feuchtfröhliches Tagen, an dem sich auch mit noch einigen Schottener Freunden der zufällig anwesende 1. Vorsitzende des Hauptvereins, Oberjvrsttat Diefenbach, beteiligte, der bekanntlich einem ehrenvollen Rufe nach Darmstadt Folge leisten mußte. Der 2. Vorsitzende des Frauksiirter Zweigvereins, Architekt Faber, gedachte mit Worten des Dantes und lebhaftem Bedauern über sein Scheiden der großen Verdienste des Herrn Diefenbach um den V. H. C. und gab dem Scheidenden die besten Wünsche und ein begeistert aufgenommenes „Frisch auf" mit auf den Weg. Tiefbewegt und herzlich dankend erwiderte Lberforstrat Diesenbach, sein Glas dem ihm lieb gewordenen Vogelsberg und seinem Höhenklub weihend. — Der letzte Zug erft brachte die beiden Vereine nach Nidda, woselbst rasch noch ein Abjchiedsschöpp chen getrunken wurde und dann trennte man sich mit kräftigen „Frisch aus"-Rufen. ** Der Stenographen- Verein „Stolze- Schrey" beteiligte sich vergangenen Sonntag an dem Bezirk s w e 11 s ch r e i b e n in H e r b o r n. Trotz scharfer Konkurrenz gelang es dem Verein, recht beachtenswerte Erfolge zu erzielen. Es erhielten folgende Mitglieder Preise: Im Schön- und Korrektschreiben Stud. Phil. Kraft 1. Preis, Lischka 1. Preis (außer Konkurrenz). Im Schnellschreiben Abteilung 90 Silben Hoerster 3. Preis, 180 Silben Reitz 2. Preis, 210 Silben Lischka 1. Preis, 240 Silben Stud. Phil. Kraft 3. Preis. Die Preise bestehen in Diplomen und Wertgegenständen. Außerdem wurde dem Gießener Verein für die beste Durchschnitts-Vereinsleistung der Wanderpreis des Bundes zuerkannt. Letzterer, ein silberner Pokal, ist in der Kunsthandlung von Hirz ausgestellt. ** Vom deutschen Turnfest. Die deutschen Turner aus Nordamerika, die das deutsche Turnfest in Fra:ü- furt besuchen, sind heute mittag mit dem Lloyddampfer „Main" in Bremerhaven" eingetragen und wurden dort vom Stadtdirektor Hagemann begrüßt. Dann fuhren die Turner nach Bremen, wo sie ztvischen 5 und 6 Uhr eintrafen und am Bahnhof von Turnern empfangen wurden. "Hessische Sänger in Wien. Der Mainzer Männer-Gesangverein in Stärke von 200 Mann ist gestern Abend auf dem Wiener Westbahnhofe angekommen, wo er von dem Vorstande des Wiener Dtanner-Wesang- vereinS, des Schubertbundes, de§ Wiener Sängerbundes und des Eisenbahn - Gesangvereins herzlich begrüßt wurde. Im Namen der Stadt lud der Vizebürgermelster die Mainzer Sänger für Mittwoch Abend ins Rathaus. X Klein-Linden, 6. Juli. Am Sonntag fand das 18. Stiftungsfest des Gesangvereins Arion unter recht zahlreicher Beteiligung der hiesigen Einwohnerschaft statt. Am Festzug beteiligten sich die drei Klein-Lindener Gesangvereine Eintracht, Harmonie und Arion, der Kriegerverein, Turn- und Radfahroerein. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache des Vorsitzenden Germer folgten die gesanglichen Vorträge der Gesangvereine. Die gut geschulten Darbietungen wurden alle recht beifällig ausgenommen. r. Londorf, 6. Juli. In einigen Tagen wird Pfarrer Reu sch von hier nach Niederohmen übersiedeln, um dorten eine ihm übertragene Stelle anzutreten. Nur ungern sieht man den allseits beliebten Geistlichen von hier scheiden und die besten Wünsche begleiten ihn nach seinem neuen Wirkungskreise. — Seit 1. Juli hält der nachmittags 3 Uhr 15 Mm. hier von Gießen ankommende Zug nicht mehr wie seither eine Viertelstunde, sondern nur 1 Minute, fährt also 3 Uhr 16 Min. schon von hier ab. = Lumda, 6. Juli. Tas Großh. Ministerium der Finanzen hat der Firma BuderusscheEisenwerkezu Wetzlar die jederzeit widerrufliche Erlaubnis erteilt, von der hiesigen Station ein Anschlußgleis anzulegen und von der Staatsbahnverwaltung mit Lokomotiven betreiben zu lassen. §Ruppertenrod,6. Juli. Ein von einem Pferde gezogenes Automobil gewährt immer einen drolligen Anblick. So mußte gestern ein Pferd einem dreirädrigen Auto aus der Panne helfen, in die es unmittelbar vor unferm £rt geraten war. Tas Gefährt kam die Grünberger Straße her, sein Insasse wollte mit ihm nach Erfurt. Ta platzte vor unferm Orte an dem Vehikel das Ben^inrohr, und die :Kcifc war fertig. Eine Reparatur war hier nicht zu be« werkstel'ligen. Ein Pferd mußte seinen Konkurrenten bergauf schleppen, der Station Mücke zu. Da es auch bergab den Dienst versagte, durften Schülerjungen zu ihrer Freude den Wagen schieben helfen. x Göbelnrod, im Juli. Unser Torf stand am Beginn des Monats in dem Zeichen des Jeslschmuckes; es galt nämlich der Einweihung des Halte st ellcpunkteS Göbelnrod. Es sind schon 38 Fahre, seitdem die Oberhcsfische Bahn eröffnet und Dem Betrieb übergeben worden ist und unsere Gemeinde hat feit dieser Zeil schon viele Eingaben gemacht wegen eines Haltepunktes, aber immer ohne Erfolg 'Nachdem sich nun Land- und Reichstagsabg. Köhler an den ^isenbahnrninister gewandt hatte mit der Bitte, den Wün sehen der Gemeinde Göbelnrod stattzugeben, wurde alsdann mit der Gemeinde in Verhandlung getreten, wobei sich di. Gemeinde bereit erklärte, zur Erbauung des Haltepunktes 8000 Mk. zu bezahlen, womit die Errichtung gesichert war. Die Gemeinde ließ es sich nicht nehmen, den Tag der Eröfj- mtng des Haltepunktes festlich zu begehen. Der Ortsvor stano machte des Morgens einen Ausflug mit der Bahn nach Gießen und des Mittags wieder zurück. Hier fand eine öffentliche Feier statt. Von der Dahnbehöroe waren anwesend Bahnmeister Stein und Stationsvorsteher Törr- höfer sowie mehrere Unterbeamte. Herr Törrhöfer hielt eine Ansprache, worin er die Opfer freudigkeil der Gem.in.e betonte. Sie habe keine Kosten gescheut, um die .Halteitelle zu bekommen und heute das Stationsgebäude so schön geschmückt. Er brachte ein Hoch aus die Gemeinde aus. Bürg.r meister Damm dankte in herzlicher We.se d.m Bah..m.ister für die schöne Ausführung des Stationsgebäudes und der >?altepunktanlage sowie für die Ratschläge und Unterstützung, die Herr Stein der Gemeinde zuteil w.roen ließ. Er brachte ein Hoch aus auf Bahnmeister Stein und Stationsvorpeher Dörrhöfer. Bei fröhlicher Unterhaltung und Gesang, wobei noch verschiedene Toaste ausgebracht wurden, blieb man noch längere Stunden zusammen, bis die Nacht zum Auf bruch mahnte. -m. Friedberg, 6. Juli. Die Vorfeier zur Fahnenweihe des Artillerie- und Pionier-Vereins am Samstag abend ist trotz der kritischen Wetterausiichten gut verlaufen. Als der Festzug die Seaviefc erreichte, nnirbc er mit Böllerschüssen empfangen. Die RsgimctüSkapelle der 61, »reiche den Butzbacher Kriegcrverein an der Bahn in Einpfang genommen ljatte, mar lästerte mit ihm nach der Burg, wo man dann in Gemeinschal t mit dem Artillerie- und Pionicr-Vcrcin zu einer Huldigung nach dem Kriegerdenkmal zog. Medizinatrat Dr. Vogt- Butzbach gebaute der Kämpfer von 70—71, besonders derer, die auf dem Felde der Ehre gestorben waren. Bei der Ankunft auf dem Festplatz entwickelte sich bald ein fröhliches Treioen. Die Gesangsabteilung des Turnvereins sang einige Lieder, »velche von den Fcsttcilnehmern mit Beifall anfgenommen »vurden. Ter erste Vorsitzende des Vereins, Jean Füller, begrüßte die Festgäste in kerniger Weise. .Er schloß mit einem Hoch auf Zlaifer und (üroßherzog. Auf dein F-estplatz herrsclste bald eine seuchisröhliä-e Stimmung, bis ein wölkenbrucl-artiger Regen die Feier vorzeitig beendete. Sonntag morgen wurde von Mitgliedern d.s Artillerie- und Pionier-Vereins eine Kanonade eröffnet, die auch den besten Schläfer aus den Federn trieb. Ter Hüninel hatte ein Einsehen, und als die ersten Böller krachten, schien die Sonne über Berg und Tal,. Inzwischen tarnen die fremden Vereine an, die mit Musik abgeholt und in ihre Quartiere gebracht wurden. Um ' >2 Uhr nahm der Zug Ausstellung am Mainzer Tor, und um 2 Uhr letzte sich der Zug durch die Kaiserstraße, die Burg, die Vorstadt zum Garten berührend, nach der Festnstesc in Bewegung. Tic Stadt mar herrlich geschmückt. An dem Zug nahmen 54 Vereine sowie 3 Musikkorps teil. Tie Festrede hielt Professor Theolog. Schöll. Lauter Beifall lohnte den Redner für seine zu Herren gehenden Worte Frl. Trapp sprach einen schönen Prolog. Hierauf erfreute der 'Gesangverein Liederkranz unter Leitung seines Musikdirektors Kern einige schöne Lieder. Tann mürbe die Fahne entfaltet. Frl. K r a u ch überreichte eine von den Festjungsrauen gestiftete Fahnenschleife. Für den Bezirk des .Vassia-Verbandes brachte der Vorsitzende Ehr. Schäfer die Grüße des Verbandes, Herr Hergert- Vilbel begrüßte den jungen fest gebenden Verein. Von verschiedenen fremden Vereinen wurden Fahnennägel überreidjt, inSoesondere von Aschaffenburg, Frank- lurt, Gießen und Mainz. .Am Abend stellte der Turnverein Pt-ramiden. Eine ungeheure Menge mogle hin und her. Heute nm 4 Uhr zog tkermalv ein Zug durch die Stadt und am Abend wird das Fest burd) ein Feuerwerk bcenbigt. m. Friedberg, 5. Juli. Der Lan desv er ba n b Hess. Fleischbeschauer hielt heute int Hotel Trapp seine 3. I a l>- r c s v ersa m m lnng ab. Tie Stadt war vertreten durch Bürgermeister Stahl, von der Kreisbchörde waren z^rcisveterinärarzt Dr. Zinßer und der Beterinärarzt Tr. Gebb-Klein-Linden und Dr. Humpi für Reichelsheim i. d. W. anwesend- Der Verbands-Vor- litzende, Hallemeisler Hermann-Offenbach, eröffnete die Lcr- wmmlung mit Tankesworten an die Erschienenen. Fleischbeschauer Maurer Friedberg hieß die Erschienenen willkommen. Bürgermeister ^stahl und Kreisveterinärarzt Dr. Zinßer bedankten sich für die Einladung und wünschten der Tagung guten Verlauf, ^^rbandsvoriitzender Hermann Offenbach betonte die 'Itotiuvn biglett, den Lebensabend der Berufsgenossen zu sichern. ‘2üich die Gebühr, nsragc müsse angeschnitten iverden. Aus eine Anfrage an die Regieruiig wurde uns mitgcteilt, daß nur von den Kreis- ämtcrn die Gebül)ren festgesetzt werden konnten. Man müsse immer wieder dafür eintreten, bei der Gebührenfestsetzung nut- n'irken zu können. Heppenheim, Bensheim, Großgerau haben ihre Gebühren erhöht bekommen. Auch die Hastpflichtfrage muß cr- iriert werden. Im Kreis OppcnI-eim tourte ein Kollege durch Milzbr.tnd infiziert, was feinen Tod zur Folge hatte. Hier ist eine Lücke im Gesetzbuch. Eine jede Waschfrau ist versichert, aber die Fleischbesck-auer, die jeden Augenblick Leden und Gesundheit einbüßen können, sind nicht versickert. Jedoch ist der Entivurf so weit durchbemten, daß die Hoffnung bereduigt ist, das; die Sache zum guten Ziele führen wird. Man solle solid.rrifch Vorgehen. Ter Landesverband habe deshalb beschlossen, sich dem Reichsverband anzuschließen, »vaS von den Versammelten einstimmig genehmigt ivirb. Fleischbesckiauer Maurer-Früdberg: Wenn inan 15—20 Iah« sein '?ünt treu und ehrlich verwaltet, und es kommt ein Tierarzt, der wegen Mangel an Praxis hier hereingesetzt wird, so ist dies ein Unrecht, »venu den § 2 Avsatz 4 angewandt wird, wo es heißt: Ter Fleischbeschauer kann jederzeit entlassen »verben, das heißt ohne »egliche Kündigung, sowie ohne jede Vergütung, trotz langjähriger treu geleisteter Dienste. — T ahmer - Offen dach: Bei der Eingeineindnng von Mombach in Mainz wurden die Fleischbesdrauer entlassen, ohne daß sic sich etwas zu Schulden kommen ließen. — Her in an n - Offenbach: Tie .'lusführnngs bestimmungen des iLfsisckvn Flcisch'veschaugesetzes find eine Ergänzung des Reick,Sileiimb efdaugefetzes. Mein Vorschlag geb. da hin, die Tisknffion zu belassen, sollten sich aber Wünsche heraus Hellen, so können wir sie nächstes Jahr zum Ausdrt! i bringen. — Dahmcr-Ossenbach referiert wegen Kilometergelder, welche der Fleischdesck)auer zu bransprud-cii bat Er ist berechtigt, ein Kilometer von seinem Wohnort eine Ganggebühr zu verlanyr, der für den ersten Kilometer 40 P'q., und sür jed:n neueren an- gefangenen Kilometer 20 Pfg. beträgt. Es ist bie§_ um so notwendiger, weil gerade in Hessen die niedrigsten Gebühren bezahlt werden. Es ist immer wieder daraus binzuwirken, daß eine Er- l»hung der Gebühren erfolgt — Hierauf spricht Tierarzt sumpf» ReichelSheim über Parasiten. Tie Versammlung beschließt hieraus einstimmig die Wiederwahl des seitherigen Vorstandes. Der erste Ler'oandsvorfitzenbe Hermann-Lsienbach wird als Delegierter des Reid>sverbands.ags in Eisenach gewählt, der Schriftführer Dahmer- Lffenbach als Ersatzmann im Verhinderungsfälle. Als näcklt- jahriger Versammlungsort wird Darmstadt bestimmt. Ter erste Vorsitzende sprid). der Firma Ernst Leitz-Wetzlar Tank,aus für die Ausstellung von bakteriologischer sowie mikroskopischer Instrumente. Tie Jnscrumente erregten die Be.vunterung sämtlicher Versammelten. Ter Vorsitzende schloß die Versammlung mit Der Bitte um St.m'ung des SolidaritätA-Gesühls. X Wettersel d, 6. Juli. Das gestern hier abgehaltene Bezirkskriegerfest deS Bezirks Laubach ivar am Vormittag von Gewitterregen bedroht; desto größer war die Freude, daß der Nachmittag herrliches Sommer- werter und damit einen lebhaften Zustrom Fremder brachte. Rach einem Festzuge durch das Torf, der von 9 Kncger- dereilten des Bezirks und von dem Verein Ober-Befsiugen (Bez. Lich) gebildet wurde, begrüßte Bürgermeister Kraus uud VeremSpräsidcnt Hofmann, letzterer teilweise in poeti- eher Form, die Festgäste. Bezirksvorsleher Ritter (Lau- buch) sprach, seines PflngslbefnchS aus dem Schlachtfelde be Rietz gedeukeud, über deutsche Wehrhaftigkeit und toastete aus den deutschen Schirmherrn, unfern Kaiser. Geh. Rcgleruugs- rat Schönseld redete über Hessentreue, über Ludwig IV. und schloß mit einem Hoch auf den Großherzog; die Festrede bildete den Schluß. Ter QrtSgeislliche Pfarrer ©er i ba verbreitete sich über echte Kameradschaftlichkeit. Bis zur ipälen Stunde vergnügte man sich bei Gesang und Tanz auf der un herrlichen Wettcrlale gelegenen Feslwlefe. A £ e t) n f) c i m, 6. Juli. Tas heute und gestern hier abgehaltene Bezirksfefi dcs Kriegervereinsdezins Grün berg, das sich nut der Fahnenweihe dcs hiesigen Kriegervercins verband, nahm einen durchaus gelungenen Verlauf. Zwar sah es in den gestrigen Morgenstunden nicht darnach aus, ein m der Raa-i nieüergegangcnes Gewitter schien einen trüben, regnerischen Tag bringen zu wollen; aber die Befürchtungen er ü.l c.t »ich nicht, die Sonne brach wieder durch und wars ihren Schein aus den reichen Fest- schmuck, in dem das Torf prangte. Ein Fcstgottesdienst erössnete stimmungsvoll d.n gestrigen H upt^stag. TerF.st- zug, der um 1 Uhr sich nach dem Fcstplatz zog, hatte eine stattliche Ausdehnung, schritten doch 24 Vereine in ihm. Auf dem reizend gelegenen Fcstplatze, von dem man eine wundervolle Aussicht bis zu dem fernen Münzenbcrg genoß, begrüßte der Präsident des hiesigen Vereins, Eckhardt, die Festgäste. Tie Festrede schrvang Bezirkspräsident Ranft; sie schloß mit Kuiserhoch. Hiernach hielt Tekan Wagner- Grünberg die Weiherede zur neuen Fahne. Gesänge und Volksbelustigungen brachten dem Keiegersest neben Ävnzcrt und Tanz die nötige Abwechslung c gestern stellte auch heute wieder das benachbarte 0 rünber j eine starke Zahl willkommener Festgäste, so daß das Fest auch heute einen recht befriedigenden Abschluß nahm. Darmstadt, 6. Juli. Der jungliberale Stadtv. Bangel hat bei der Bürgermeisterei folgenden Antrag eingereicht: Ter Unterzeichnete stellt hiermit folgenden Antrag: „Verehrliche Stad:verordneten-V^.rsammlung der Stadt Darmstadt wolle beschließen bezw., soweit sie nicht selbst zuständig ist, Großh. Bürgermeisterei ersuchen, daß zukünftig bei Uebernahme von Lieferungen oder Arbeiten für städtische Rechnung solche Lieferanten bezw. Unternehmer auszuschließen sind, von denen bekannt ist, daß sie das freie Koalitionsrecht ihrer Angestellten und Arbeiter nicht zulassen oder welche keine Gewähr für Innehaltung von mit ihren Angestellten und Arbeitern geschlossenen Tarifverträgen bieten." <ßcrid?t»iaal. Berlin, 6. Juli. In dem Betrugsprozeß gegen den österreichischen Reiehsgiaien Emanuel Arx zu Vas egg beantragte der Slaaisamvali gegen den G r a f e n 2 */2 Jahre, gegen Frau Lewandowski 3'/, Jahre Gefängnis und je 3 Jahre Ehrverlust. Frau Lewandowski fiel, als sie den Antrag des Slaairamvalis hörte, in laute Weiukrämpse. Die Ver- leidiger beantragten Freisprechung beziehungsweije Alilderung des Stramiaßes. D ü s s e l d o r s, den 6. Juli. Das Obergriegsgericht verurteilte den Oberleutnant Ringel zu 6 Monaten und 1 Woche Gefängnis und Tiensienllassung wegen umfangreicher Wechsel- f ä i s ch u n g c n und Falschmeldung. Bon erster Instanz war Bmgel freigesprochen worden. Universitäts-Nachrichten. hc Frankfurt a. M, 5. Juli. Der Oberarzt der inneren Abteilung am städtischen Krankenhause, Prof. Dr. med. Hugo Lüthje hat einen Rus an die Universität Kiel erhalten; er soll dort als Nachfolger dcs im Herbst ds. Js. vom Lehramtc zuiücktretenden Geh. Med.-Rats Proi. H. Quincke die ordentliche Professur der inneren Medizm und die Leitung der medizinischen Klinik überiiehmen. — Am 27., 28. und 29. September findet zu Jena der Zweite Deutsche Hochschullehrertag statt. Ans der Tagesordnung steht u. a.: Tie Stellung des akadenilfchen Lehrers zur Freiheit i n F o r s ch u n g und Lehre; Refereni Pros, v. Amira - München. — Tcr akademische Nachwuchs nut besonderer Rücksicht aui die technische n Hochschnlen; Referent Pros. Hohenegg-Wien, Korreferent Pros. Erdmann-Eharlottenburg. — Tie lllach wuchsfrag e unter dem Gesichtspunkte der Be- bürhiific der Naturwissenschaft l. Unterrichts: Referent Pros, v. Weltslrm-Wien. — Tie Habilitation S - Bedingungen mit besonderer Rücksicht aus die medizinischen Fakultäten; Referent Prof. Kraepelin (Riunchen). — Doktorpromonon eines Eifenbahn-Assi- st e n t c u. Tie Doktorwürde wurde von der rechts- und slaats- ivisfenschaftlichen Fakultät der Universitär Freiberg i. B. dem Eisenbahnafsiflenten Schneider aus Grund der von ihm em- gereichten, in seinen Alußestunden angesertigten wifsenschaillichen Arbeit über Eisenbahn und Landwirtschair im Großherzogtum Baden verliehen. Schneider, der nur über Bürgerschulbildunq vermgte, stehl un 31. Lebensjahre und ist bei der Güteroerwaltung in Karlsruhe beschäftigt. Sport. — Fußball. Am Sonntag nachmittag spielte der Gießener B a l l s p i e l - K l »i b 1904 gegen den Wetzlarer Fußball- Klub und konnte ersterer den Sieg mit 6:3 Toren sür sich ent- fcheiden. Trotzdem der Ballspiel-Klub nur mit 10 Manu spielte und Wetzlar vollzählig war, zeigte sich Gießen während des ganzen Spieles vollständig überlegen. — 9t a d i a h r e n. Bei dem am Sonntag vom Nordbezirk Gau 9 Frankfurt abgehaltcne 100 km Straßenrennen beteiligten sich wieder einige Mitglieder des hiesigen Rad-Klubs G c r m ania und zwar err angen E Muhl den 3. Preis in einer Fahrzeit von 3 Stund. 47 Mm. E. L ö w e r in Ktasje III, Fahrer liberal) Jahre, den 1. Preis, Fahrzeit 5 Stunden. Dieppe, 6. Juli. In einem Automobilrennen fü kleine Wagen siegle Belage m 5 Stunden 45 Mm. 30 Sek. mit einer TurchfchniltSgeschwindigkeit von 80 km pro Stunde. ES haben fich verschiedene Unfälle zugelragen. Ter Leiter des WagenS Temesler fuhr in der Stobt En gegen einen Brückenpfeiler. Ter Wagen wurde vollständig zertrümmert, der Wagenleiter verletzt. Ferner wurden die Wagen Tousiault und Tauoies zer- irümmert. Bei Enverleu erfolgte ein Zusammenstoß zweier Wagen, bet denen ein Wagenlenker einen Beinbruch erlitt. «Prinz Eitel Friedrich, von dem em Gerücht meldete, er werde an birfen Rennen aut französischem Boden teilnehmen, ist nalürltch nicht dort gewesen.) Arbeitcrbewegttng. — Eine vom Bcrl.ner Arbeiter Verein .n B o g u t s ch ü tz (Oberschl.) einbernfenc Bergarbeiterversammlung beschloß, am 20. Juli auf der Ferdinanbgrubc in den Ausstand au treten, falls nicht eine Anzahl der wegen der letzten Landtagswall gemaf,regelten Arbeiter wieder eingestellt würde. Weiter rojirbe eine lOprozcntigc Lohnerhöhung, der Achtstundentag und bessere Bei;audlung der Arbeiter gefordert. Redner ivar der Abg. Kvrfanty. Tcr Berliner Verband erklärte sich gegen einen Streik. Eifcrartfcbcs. — „Tl ä r z", Halbmonaifchrtit itu dei>t»che Kultur. Herausgeber: Ludwig Thoma, Herntaim Hesse, Alden Langen, Kurl Arant. Erstes Jultheu 1908. Preis Alk. 1,20, im Älbomteiitenl: das Quartal (-> Heile Mk. 6.—. Vertag von Albert Laugen m München. In dem Leitartikel „Rattenkönig" nimmt die Redaktion Stellung zur Affäre -v a rd e u-E u l e u b u rg, Tpeobor Barth beipricht tit feinem Att'saq „Tie Politik der verpaßten Gclegettbeueu" das Vorgepen der heifuinigen Parteien bet den preußtfckien LandtagSwah'en. ‘21 bg. Dr. Hugo Elsaß stimmt jurtüifchen und pro;eßrccüilichen Auc- suhrungeu zum „?,all Eulenbitrg" bei. Kun Aram schubeit auf Grund persönlicher Erinnerungen die polnischen Zusiänbe tn „Persi en", Dr. Arthur Salz beschäftigt sich in einem illustrierten Artikel mit der londivirlschaKlich interefsameii und hacdst bebeu- lenden s cd w e b i j ch e n Saatzuchtanstalt in „StalÖV*. ©ermann Hesse schreibt über- „CasanuS van Helsterbach". Als Neiie- nntfl briugl der „Aiärz" m dieser Nummer zum crflcmnal eine „Rnndschau", die künftighin regehnäuig erfchemen soll und klirz zusaimiiensai'fcnbe Ueberblicle über sämtliche Gebiete der beutschen Kultur enthalten wird. In dieser 9iubrik eridieint diesmal je eine Uebersichl iiber Die Politik und über die Bildende Kunst der letzten Zen. Unter den zahlreichen kleineren Artikeln heben ivir einen Auisatz von Ludwig Thoma „Hochfommer" hervor, der die aus iö ä v 11 g c Politik und die augenblickliche gesvaimte Weltlage behandelt, unb er die „Tie preußischen Land- tagsmahlen" von Dr. Heinrich Hutter. vermischtes. ♦ Aus den Alpen und Italien. Tanhelt. AuS Ischl wird vom 6. Juli gemeldet: Während der gestrigen Vorstellung der Operette „Tie süßen G r i s e t t e n" von Reichardt, der K a i s e r F r a n z Jose^ beiwohnte, versagte die elektrische Beleuchtung. Dcs Publikums bemächtigte lief) anfangs große Unruhe, der Kaiser blieb aber ruhig sitzen und gab dadurch dem Publikum das Bcijpiel, sich ebenialls ruhig zu verhalten. Direktor Erich Müller eilte sofort zur Holloge, um den Pionarchen über dic finstere Siege hinunter zu geleiten. Der Monarch verblieb jedoch in seiner Loge und die Vorstellung wiirde bet Kerzeiibeleuchtung zu Ende geführt. Der L u i t s ch i f s e r F a r m a n legte am 6. b. M. im Aero- plan zu Paris 18 Kilometer iii 20 Minuten zurück und gcroami den 10 000 frcmcS-PreiS. In Stuttgart spielte sich cm Montag nachmittag eine aufregende Sznic auf b.*m Postamt III Will ImSplatz- ab. Die ca. 30 jährige Rosa Löirenbcrg laucne eine Stunde lang dem Dost- f c Ir c tär Zaiser auf. Als dieser am Postanwen'ungsschallc^ erschien, feuerte die Löwenbcrg fünf Revolverschuffc auf ihn ab, von denen einer Zaiscr durch die Wange qing, ivährcnb der zweite ibn im Rücken traf; dic drei anderen Lchusfe gingen fehl. Tie Rcvolverheldin wurde sofort fcftgciwmmcn, während Der fchiverver letzte Postfckretär ms ran len I,aus gebracht routbc Der Grund b.T Tat Oirritc 9.'ack,e und tiiicriudjt gewefcn fein. Aus Lille ivirb gemeldet, daß zwei Frauen durch eine verirrte Kugel aus einem Mllitärge.ochr in der Nahe der Festung St Sainghrna getötet worden sind. Eüi Automobil, worin sich außer dem Chauffeur noch 4 Personen befanden, ful-r in Paris infolge Brechens eine» Radreifens gegen einen Holzpf ah l und stürzte dann mehrere Meter tief hinab. Die 4 Jnstrffcn, sowie der Ehauff.tir wurden ,'änilltch schwer verletzt. Ter frülKrc braftliantschc FinanzMinister Dr. Branliao, der eine neue Anleihe von 50 Mill. Franks aufztmehmen beabsichtigte, ist den Dv'rfetzungen erlegen. Bei einem Duell zwischen dem Slubcnlcn an der Petersburger Universität Jussupow und dem Leutnant bet den toniDe* rcitcm, Grafen Manteu'el, wurde Jusjupow durch einen Schuß ui» Herz getötet. Tie Ursache des Tuells ist in FaniilienangelegeN' heilen zu suchen. In Ncw»ork find der bis jctz^ noch uiiDollfiänbigcn Statistik zufolge ivährcnb des R a l t v na l f e st c s 4t> Personen getötet unb 124 verletzt tvotoen. Im vcrgangencit Jahre betrug dic Zahl ber Toten bei biqer Gelegenheit 124. und automatische Heisswasserapparate | h»™ D. R P. und D. R. P. angemeldet Grösste und bedeutendste Specialfabrik für Gas- r-\ •• r Ji. #4 i rx Inölnlla + iAnc. Ä Verkauf nur durch die Installations- ■57,. Badeöfen. Unerreicht in Feinheit des Aromas, Ansgicbigkcit und Billigkeit ist Giessen, den 7. Juli 1908. D7/r IPX 05674 B7r SB Jätest i EEK3 DVt u. höher. Preis Bk. 10.-, 12- D7/z I | Nene KartofUn, 3 Hd. 23 Pfg. M H Rhein. Kauf naus, Bahnhofstr. 26 Z ESS k<. d7ä Joh.Vaillanf-Remscheid MAGGI ^KMWM Giessen (Sonnenstr. 5), G. Juli 1908. Die Beerdigung findet in der Stille statt. fi welche keine fertige Konfektion tragen, empfehlen wir unsere Lauterbach, Hessen, den 6. Juli 1908. Groffh. Hess. Eisenbahn-Betriebsinspektion. Lauterbach, Hessen, den 6. Juli 1908. Grohh. Hess. Eisenbahn-Betriebsinspektion. Die Gemeinde Ovenhausen hat eine Neparatur an der Lahnbrücke daselbst auszuführen. Kostenanschlag liegt auf meinem Bureau offen. Offerten erbitte ich bis 15. Juli. Krofdorf, den 7. Juli 1908. Der Bürgermeister: Brau n. geb. Löchel Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Schliffer Hütchen Huhn hängig hält, obgleich man dasselbe aus der DilanzhinaiiSzumani» pulieren verstanden hat. — Deutsch-Amerikanische Vetrole um- Gesellschaft. Diese Gesellschaft, die mit 9 Millionen Mark Aktienkapital arbeitet, erzielte 1907 nach Abschreibungen von 2 778 69 Mk. (im Vorjahre 2 390 587 Mk. Abschreibungen) einen Reingewinn von 2 234 872 Alk. gegen 1 692 974 Mk., über dessen Verteilung feine Angaben gemacht werden. Korsett ,Raja‘ I gesetzl. gesch. Marke Deposee — Unentbehrlich für starke Damen — g Gibt hochelegante Figur - Grade Front R Kein Druck auf den Magen ; ist denn das Gijcit : Wassersuppen, Reste» — Tante । befremdet e - Nesse: „Braten, an n Fleisch sieht." nit. t)t (Baden) verha'lel. Er ne Frau ermordet Für die uns erwiesene Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagt innigsten Dank Paris, 7. Juli. Rach einer Vlcittermeldung au§] Assumption (Paraguay) hatte die radikale Partei feit vier Wochen einen Streich gegen die am Ruder befindliche gemäßigte Partei vorbereitet. Unter den Toten befanden sich einige Priester. Die meisten starben an Stichwunden. Von dem großen Theater, aus welchem auf die Meuge geschossen worden war, blieben nach erfolgter Brandlegung nur die i^adten Mauern stehen, ebenso von dem Gebäude der P o l i z e i d i r e k t i o n. Privatmeldungen zufolge sind insgesamt 20 0 0 Personen getötet oder verwundet worden. Tie Straßenkämpfe in Assumption dauerten 52 Stunden. Fetzt herrscht hier vollkommene Ruhe. Tie Kammern find aufgelöst worden. Paris, 7. Juli. Gestern entstand in der Oper eine Panik, veranlaßt durch die Explosion einer Lampe. Ein Teil der Anwesenden verließ fluchtartig den Saal, jedoch wurde niemand verletzt. London, 7. Juli. Zwischen dem Kommandanten der Kanalflotte Lord Beresford und den Marinebehörden sind Differenzen ausgebrochen, die voraussichtlich mit dem Rücktritt des Lords Beresford endigen werden. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Bad-Rau he im, den 6. Juli 1908. Baubehörde für die Neubauten in Bad-Nauheim. Jost. Grohh. Obersörsterei Schiffenberg. T r a u tiueiiL Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hoffen am Mittwoch den 7. Juli: Teilweise heiter. Meist trocken. Mäßig warm. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Marie Spies geb. Friedrich. Kartoffeln feinste Speise- u. Salatkartoffeln empfiehlt zu den billigsten Tagespreisen 1004 I. Hantel, Neuen Baue 7. Telephon 612. Betanmrnachüng. Die Absuhrsrist für gesteigertes Holz innerhalb unterfertigter Cberföriterci ist bis zum 1. August l. I. verlängert. Später er svlgt sorstgerichtliche Anzeige. G ich en, den 4. Juli 1908. Infolge der groben Wein- Ernten S rd-Fraiikreichs in den letzten Jahren bin ich in der Lage, einen naturreinen Roiweiü die ganze Flasche zu 65 Pfg. bei sechs Flaschen zu 60 Pfg. ohne Glas, verkaufen zu können. Georg Wallenfels Marktplatz 21 Telephon 46 gegenüber d.Engel-Apotheke. 13953 Arveitsvergebung. Die nachstehenden beim Neubau der Badchäuser IX u. X Süd zu Bad-Nauheim vorkommmenden Rohbauarbeitcn werden hiermit auf Grund des Ministerial - Erlasses vom 16. Juni 1893 zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben. Zur Vergebung kommen: 1. Erdarbeitcn: Los I 6600 cbm, Los II 7100 cbm Erdaushub. 2. Maurerarbeiten: Los I 500 cbm Bruchsteinmauerwerk, 1750 cbm Backiteinmauerwerk u. s. w., Los II 750 cbm Bruchsteinmauerwerk, 1950 cbm Backstein- mauerwerk u. s. w. 3. Lteinhauerarbcitcu: Los I u. II je 30 cbm Werksteine aus Basalt. 4. Bctonarbeiten: Los I 1800 qm Betonfimboden, 350 cbm Stampfbeton, 500 qm Zemeuiverputz u. s. w., Los II 1800 qm Belonfuß- boden, 340 cbm Stampfbeton, 640 qm Zemeniverputz, Los III 1400 qm Eisenbeloudeckeii, 200 qm Monierwände, 200 qm Kreuzgewölbe in Zementrabitz u. s. w., Los IV 1250 qm Eqenbctondecken, 170 qm Monierwände, 280 qm Kreuzgewölbe in Zementrabitz u. s. w. 5. Zimmerarbeiten: Los I 100 cbm Tannenholz u. s. w., Los II 26u cbm Tannenholz, j Los 111 280 cbm Tannenholz u. s. w. 6. Eijenlicferung: Los I 18 800 kg Walzeifen, Los II 14 200 kg Walzeuen. 7. Grobschlosserarbciten: Los I u. II je 1400 kg Eisen- toniuuftion, 1900 kg verschiedenes Eisenzeug. 8. Dach- dcckerarbcitcn: Los I 2500 qm Ziegeldeckung mit Sieben» arbeiten, Los II 3000 qm Ziegeldcckung mit Siebenarbeiten. 9. Spengterarbeiten: Los I 3750 m Sängerinnen mit zugehörigen Abfallrohren, Los II 580 m Hängerinnen mit zugehörigen Abfallrohren u. s. w. 10. Btitzableiteranlage: Los I u. II je 5 Auffangflangen, 15 Auffangspitzen, 350 m Leitungsdraht, 5 Erdplatten u. s. w. 11. Anstreicher- arbeiten: Los I 200 m Gesimsanstrich. Angebotsunterlagen sind in unseren Amtsräumen (Zan- ‘ derstraße) emzusehen. Bedingungen und Arbeitsbeschreibungen werden zum Selbstkostenpreis abgegeben (nicht versandt). Der Zuschlag kann bei jedem der oben genannten Gewerken nach Losen getrennt ober für alle Lose gemeinsam erteilt werden. Die Angebote müffen verschlossen, porto- und bestellgeldfrei mit deutlicher Aufschrift der jeweiligen Arbeit und des Loses, bis spätestens 7. August, vormittags 11 Uhr bei uns eingereicht fein, worauf deren Eröffnung int Beisein etwa erschienener Bewerber ftattfinbet. Später einlaufende, aber mit dem Posteinlieferungsstempel 6. August versehene Angebote werden als gültig betrachtet. Versteigerung. Freitag den 10. Juli d. I., vormittags 11 Uhr, wird Neuen Bäue 11, Hinterhaus, eine modern eingerichtete AkzideDZ-Seizerei-EiDFiGlilung bestehend aus 2 sehr schönen Regalen, Stegregal, Stäitcn rc. und großer Auswahl in Schriften und Ornamenten, alles gut erhalten, gegen Barzahlung versteigert. Die Bersteigerung findet bestimmt statt. 4185 Geißler, Gerichtsvollzieher. Heute starb unsere geliebte Mutter, Grossmutter und Schwiegermutter Frau Marine Huhn Wwe. > öften. Bahn, W nvcr eme 30 Meier ^verletzt worden. - c ioutiften von einem UCT ötub. med. Robert Den vom Blitze er- ' betäubtFlo- verbunden mit überaus in der Stobt unb in et hat. Auch Menschen ii Personenzug der t fuhr in Grama- nstellung aus ein mit 'dessen drei Wagen j offiziellen Angaben leichter verletzt sein, erBerletztenmil TchnellM Bor bet hen. MiWrH unb gegen einen aus ft jedoch wurde nie- Arbeits-Stuben zur Anfertigung von Blusen, Kleidern etc. geschälte. Kataloge kostenlos und portofrei. Korsett ,Liilian‘ Hochfeines Tüllkorsettl.d. heisse Jahreszeit Preis Mk. 5.—, 6.— und höher. Horsettenhaus Anna bischer Seltersweg 89. 3698 mit Brut vernichtet radikal Eade- machers Goldgeist. Patent?mtl. gesch. No. 75198. Geruch- u. farblos. Eeinigt d. Kopfhaut von Schuppen, befördert den Haarwuchs, verhütet Zuzug von Parasiten. Wichtig für jjctu'.iiiDdsy. klsscdv 69 Fig. lu Giessen bei ssa,/i C. Seibel. Drogerie. Die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung ie eines Güterschuppens aus Bahnhof Rixfeld und Ilbeshausen sollen zusammen, oder getrennt, vergeben werden. Zeichnungen und AngebolSmuster liegen im Gefchäflsgebaude der untexzeichneten Inspektion und bei der Bahnmeisterei Lauterbach zur Einsicht aus. Tie Angebotsmuner, ohne Zeichnung, können von der Inspektion für je 1,05 Aa. iPostan- sveisungf bezogen werden. „ t o Die Angebote werden am 27. Juli d. I., vormittags 11 Uhr im GeschüflSgebäudc der Inspektion geöffnet. Zuschlagsirist: 14 Tage. Vollendungsfrist: 1. November 1908. Eoihaaniogspulfer „Öiiib' wirksames Mittel gegen lästige Haare wie Damenbarte usw. Germania Drogerie, Carl Seibel. [2722 n, Äun fcQu§flebcr: eni: bQ§ ^l'leä .etcls lut )bc'l'ud)i leueu" dl,- An ei,,ein »ÄS"- «sä’- ?«Ää .''N "^raloi". v-r. ^b°ch". Als £ ;Juni ersleiuiial eine feinen soll unb kur ■®ebl€te der deutschen '$eint diesmal je eine ’S ‘‘ein heben wir einen _l)eii)or, ber die ans neiDamue Welilaqe preußischen Land- Statt Karten. fc-Elll! o?ct 5« .b,t W q In Originalflaschen S WG.rZß. und nachgefüllt bestens empfohlen I von C7/? | Ang. Noll, Drogerie zum roten Kreuz, Babnhofstr. 51. Firne# !k LuupNe. (Mcdizinischc Klinik, Klinikstraße) Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend 6—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. (D-' > Ausgabe von Ältesten für Ausnahme m Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansteckung. Adolfs in Pirina- irilid) aus einem Sana- : auf Sonntag, er wi e 1 cr sich in das Fabnk- te 5rau Adolfs lohne ranken Mam mit bren- Erpsosion etiolgte lflMc 400 Arbeiler bc- ebraniitevoWnbig, mü Lranbwunden bekni einer ZieM tz Aus einer bcider LcM es sich um den Äan.» beinoW«. "KL LLÄS 5 c h 5JI. im Acre' sgS '»SS* iS» Bet dem gK c& °inM LE W; irzte dann J (änniio silianl^s. v 50 ^üL er Peiel-' S'"»'£«j* 2eut'<,iM Sch"b^ ow &llt£lli(iena>|!lcles' , k m dul Vaillant’s wBaandd;8{BeT „Geyser“ Müller'fche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn 17 0 R. Orrgnial-Drahtinelörrirgen. Bonn, 7. Juli. Generalfcldinarschall v. Lo6 ist gestern abend 11 Uhr hier gestorben. Paris, 7. Juli. 9!ach Meldungen aus Port au Prince wurden dort 3000 Gebäude durch die F e u e r s b r u n st z e r st ö r t. nach Mass. aVe Die Anfertigung kann in jeder gewünschten Preislage innerhalb ganz kurzer Zeit unter Garantie für tadellose Passform und geschmackvolle u. saubere Ausführung erfolgen. Ihre Verlobung beehren sich hiermit ergebens! anzuzeigen 4167 Marie Leib Georg Bickel Giessen Karibib Dtsch-S.- W. Afrika. lliiitrooilj oe» 8. Jul! d. J, nachmittags 4 Uhr, versteigere ich Alarburger Straste einen ArbcitSschuppen. Zusammenkunft am Wieseckcr Weg. , 4184 Geis; ler, Gerichtsvollzieher. Freibank. Heute und morgen IB7/7 gcpöckcltes Qchicnsteisch 30 Pfg., »risches Rindfleisch Psd. 52 ‘43m., »rischeS Schweinefleisch, 42 Pfg. Eingesandt. Allabendlich erhebt sich Nähe der Frankfurter- und W i l h e l m st r a ß e seit einigen Wochen em ohrenbetäubendes, un- mstcrbrochenes Hundegebell aus verschiedenen Häusern, das läe halbe Nacht anhält und den Anwohnern den Schla, raubt, um dornens gegen 6 Uhr wieder zu beginnen. Hoffentlich genügen diese Zeilen, einer solchen Rücksichtslosigkeit em Ende zu bereiten, ohne daß die gequälten Nachbarn gezwungen werden, die Polizei ;um Einschreiten zu veranlassen. Handel. — Landwirtschaftliche Kreditbank Frank- ; lt rt a. M. Wir teilten jüngst mit, daß die 4prozentigen Pfand- ticieie diese? Instituts einen starken Rückgang an der Frankfurter »orss eriiihreii und die? mit neuem Kapitalbedarf in Zusammen- hang gebracht wurde. Ter Zusammenbruch des Bankhauses iHebr Klopfer, der sich übrigen? nicht so schlimm gestaltet hat, als .erst angenommen wurde, hat die schwierigen Verhältnisse am Unnchener Terrainmarkt wieder in den Vordergrund der Dis- l'.üsion gerückt, und es ist natürlich, daß man dabei auch an die i uiere Situation der Landwirtschaftlichen Kreditbank gemahnt , >liröe deren weiteres Schicksal man noch immer von der end- -tilhgen Gestaltung ihres früheren Münchener Engagements ab- ArbeitsvLrgevung. Die Maurer-, Pflaster- und Asphaltarbeiten für die Ncube- fcstigung des Asterweges zwischen der Walltor- und Schillerstrave 1 Dienstag, den 14. d. Mts., vormittags 11 Ubr öffentlich vergeben werden. ... Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen wahrend der Dieiiststunden bei uns zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der vasetbft erhaltlicki, find spätestens bis zum vorgenannten Zeupuult ücridiloiien und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns ein- Lureichen. Zuschlagssrist 3 B-ochen. (Sieben, den 4. Juli 1908. BTh Städtisches Tiesbauamt. Braubach. _____________■ Die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung einer Wasser- Fiation auf Bahnhof Burg u. Riedcr-Gcmündeu sollen getrennt, mach 1. Wasserturm ohne Behälter und 2. Lvasterleuung vergeben Zeichnungen und Angebotsmuster liegen im Geschäftsgebäude der unterzeichneten Jnspeltion und bei der Bahnmeisterei Burg- u. wieder - Gemünden zur Einsicht aus. Die Angebotsmuster, ohne T.cidjnung, können von der Inspektion für 1. zu 1,05 AU. und für zu 0,55 Mk. (Postanweisung) bezogen werden. ..... Die Angebote werden am 27. Juli d. I., vormittags HVa Uhr Lm Geschaflsgebäude der Inspektion geöffnet. Zuschlagsfrist: 14 Tage. Vollendungsfrist: 20. März 1909. wset <3 BT/; Grosser Soe^ä^er-Dienst der HamburgAmeriKa-Linie. 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