Nr. 28« zweites Blatt 158. Jahrgang Freitag 4. Dezember 1908 G^chettrt «fM» mti Httfna^mt bet Sonn tagt. General-Anzeiger für Gderhesftn the „Gießener $amlllenblötter* werben dem eiln^eiqer* dermal wöchentlich bergelegt, bat „Kreisblatt für Otn Krell Hiehen" zweimal wöchentlich. Die „LanDwirtschastllchrv Seit- hagtn" erschemen cnvnatiid? zweimal. Redaktion. Grorbttion und Druckerei: Schul» strage 7. (Srpebuton und Vertag. 6L Redaktion:112. Lel.-Adr^AnzeigerGießen. ▲ Rolanonsdruet int» Verlag der vrüblich« Uui»er|uäi6 • Buch- und Sieindruckeret. ÖL Lange. Gießen. e——■CT’i—ro aw— Sttmmungsbilö aus drm Reichstage. Berlin, 3. Dezember. Schluß der verfaffungSpolitiichea Aussprache. In cricvuiiajcr oaaiuaju.u luyue dec Rciei-stag beute die verfajiung^volitische Aussprache zu Ende, und nach der Haltung der Parteien und der gestrigen Erklärung des Staatssekretärs v. Beth mann-Holl weg ist zu erwarten, daß ein positives Ergebnis sowohl hiniichtlich der Revision der Geschäitsordnung ioie der Fejilegniig von Ber- antnwrtlichkeitcn in der Neichsversassung l-erauskoinmen wird. Welche Entschließung hernach die oerbünbeten Regie, rungen trcssen werden, darüber besteht natürlich völlige Ungewißheit; aber man darf voraussctzen, daß sie sich auch an der Beratung in der Kommission von vorllherein betci- ligen werden. Im Mittelpunkt der heutigen Berhand- lungen stand eine Rede Naumanns, die aus das Haus einen großen Eindruck machte. Es ging ein Zug vvn Resignation durch sie, und nicht mit völligem Unrecht sprach Singer von einer Grabrede aus das eiiiftige Joeal Rau^ ntuiuid, das er in seinem Buche über Demokratie und Kaiser- tum hvsiuungSsreudig vertreten hatte. Im Grunde hatten alle Redner den Wert der Kanzlerverantivvrtlichkeit uttd Kuuzleranklage nur darin gesehen, daß die Bestimmungen hierüber In der Versassung stehen würden; eine Wasse, die an dec Wand hängen soll, damit man weiß, daß sie an der Wand hängt; von der nieinanb wunstyl und niemanb glaubt, daß sie je zur Anwendung kommennvirü. Weit wichtiger ist es im Grunde, daß die Arbeit des Reichstages erfolgreicher und gewichtiger wird, gegenüber dem anderen Fatlvr dec Gejetzgebung, dem Biuidesrat, und bamil bte ganze Siellung des Reichstages. Nauruann sprach das aus und cs rour eine Wahrheit, die von allen längst empfunden und nur nicht assen gesagt mar, daß schon die ganze Arbcitvmcchvbe des LleichStagcs seine Tätigkeit im Grunde unfruchtbar macht und er vor lauter Fleiß und Arbeit die großen politischen E^sichtSpunkte aus dem Auge verliert Ten Anteil der Volts- Vertretung an dem Geschick der Nation zu erhöhen, das ist ja auch eigentlich der Grunügedanle der jetzigen Altion. Bon den Parteien nxtteit die Konservativen und die kleineren Gruppen der wirtschaftlichen Bereinigung und der Resvrmpartei noch nicht zum Wort gekommen. Die beiden (enteren verstärken die Mehrheit des Hauses, die in Verfassung und Geschäftsordnung die Fvlgeruiigen aus den erkanliten Mißständen ziehen wollen; die Mgg. Graes und Bindewald gaben in der Hauptsache grundsätzliche Erklärungen ab, ohne sich auf Einzelheiten näher einzulassen. Die Konservativen lehnten, wie zu erwarten war, durch den Mund ihres Fraktionssprechers Dietrich die Mitarbeit ab, da nach ihrer Meinung die Verantwortlichkeit, deren sie von ihrem monarchischen Standpunkte aus zu bedürfen glauben, in aenügendem Umfange bereits besteht Der Elsässer Ricklin erinnerte an die noch unbefriedigten Bersassungswünsche seiner engeren Landsleute, und dann brachten uur Schlußreden, der Abag. v. Payer, v. Dziembowski, Heine und Dr. Spahn neben einer parteipolitischen Auseinandersetzung, in der Haup.sacl)e eine Wiederholung der Gründe, mit denen die Hauptredner der Parteien die Anträge vertreten hatten. Bemerkenswert war dabei eigentlich nur die scharfe Verwahrung des Zentcums- führers auf eine Andeutung einer Zukünftigen Regierungsmehrheit von Zentrum und Sozialdemoiralie, die Dr. von Payer bei seinen Ausführungen über das parlamentarische Negierungssystem gemacht hatte. parlamentarisches* Jur preußischen Abgeordneten Hause wird am 10. Dezember wieder eine Plenarsitzung statlsuiden, in der vermutlich nur Interpellationen (Arbeilslosigteit unv.) zur Verhandlung anstchen werden. Der 1L Dezember soll für Beratungen der Fraktionen frei bleiben, die zur zweiten Komiuisiionsveratung her Lchrerbesoldungsvvrlage Stellung nehmen müssen. Am 12. Dezember schließt sich wieder eine Plenarsitzung an. Am 14., 15. und 16. Dezember wird das LehrerbcsvlOungsgcsetz in der giocitcn Kvnrmessionslcsnng beraten und zu Ende geführt werden. Berühmte Euartette. Als vor einem Jahrhundert Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert jene herrliche, für alle Zeilen unvergüng- liehe Folge von Kammermusikwerken schrieben, gehörten letztere ihrem Namen entsprechend und unter ihnen in erster Linie Wiederum das S t r e i d^q u a r t e 11 jur echten und rechten Hausmusik. Wo man die Tonkunst liebte, da wurde aud) das Geigen- und Cellospiei gepflegt, und man kam zunächst gar nicht auf den Gedanken, jene Werke im Konzertsaale hören zu wollen. H a u s l i ck schreibt u. a. in seiner Geschichte des Konzert- wesens in Wien, der wichtigen bcutfdjen Kunststätte damaliger Zett: „Man sand ein Siieidfquartett mit Sidfcrlfc.t in befreundeten Familien und konnte cs leicht im eigenen Hause her- stellen, — nidjiS drängte noch diese j?unftgattuiig in die Defjentlidp leit, weder ein Bedürfnis der Hörer, noch weniger der Spieler. Die Virtuosen ließen sich öifcnUid) zum Quartettspicl nicht herab, die Dilettanten wagten sich damit an die Oessentlich- reit nicht hinauf: das Publikum endlid), an ein bunteres, effektvolleres Kvnzerigenre gewöhnt, empsand lange Zeit nad) öffentlichen Kammermusiken keinerlei Sehnsucht." — Als aber das Klavier mehr und mehr zum Modeinstrument wurde, verdrängte es auch allmählich die bisher im Kreise der Familie so beliebten intimeren Hausinstrumente: Violine und Cello und mit ihnen die Kammermusik. Es war nun nichts naturlid-er, als daß sich die Virtuosen der verivaisten Kunstgattung annahmen und ihr im Konzertsaale eine bleibende Stätte zu bereiten suchten. Die erste Kammermusikvereinigung, welche in dieser Weise wirkte, mar das sogenannte „R a s u m o w s k y Q u a r t e 11", das aus den Herren Schuppanzigh, Sina, Weiß und Linke bestund. Wie sehr Beethoven durch das Quartettspiel gerade dieser Herren inspiriert wurde, ist allgemein bekannt. Während der mehrjährigen Abwesenheit des hervorragenden Schuppanzigh trat ms Pnm- geioer an dessen Stelle Joses Böhm, einer der vorzüglichsten Virtuosen jener Zeit, zugi-nch der unvergeßlia-e Lehrer von em st, Hellmesberger, Grün und Joachim. Am zwcüen Geigenpulte fungierte an Sinas Stelle Karl Holz. — Wahrend man )iaj ein und ein halbes Jahrzehnt hindurch in den Zwnzertsälen der damaligen Muiikzentralc Wien auf dem Gebiete der Kammermusik in angedeuteter Weise betätig.e, lebte das Sireie-- quartett in den üurigen nunststidten Ekmmerlidfc Lage, bis sich endlich in den 30er Jahren die „Gebrüder Muller" aus Braunschweig zu einem neuen Virtuosen- und zwar zu einem .Fieisequartett" zusammenschlossen. Durch ihr wunderbares Juianrrnen spiel verbreitete sich ihr 3bü io uuch, daß sie sich und der Kammermusik in wenraen Jahren Auch die vci stärkte Budgelkvmmisfion wird bis kur; vor Weih nachten tagen. Sie will unbedingt die Steuer- und Beamten- besvldungsvvrlagen iwdj vor dem Feste fertigstcllen. — In der fvrtgejetzien Ucncra (Debatte der verstärkten Vudgetkonnnission uiv Abgeordnetenl-aufes über Die Swuergesetzc spmch sich der Oder- laiiDsvistmetster gegen die Verpachtung von siska l- lischen Jagden aus. Die Gciverbekommissiondes Reichstages hat fid> nach erregter Debatte mit großer Mehrheil dasur ausgespivchen, daß die Beratungen über die GeivcrbeNovelle im Plenum mög- hutft noch vor den Ferien beendet werden. Der Kommisstonsvor- sitzeilde Dr. Mugdan soll dies dem Präsidenten imitcilcn. Bei der nun folgenden Weiterberatung der F-rage des Fortbil- dungsunierrid-ls wurde dr frei;innige Antrag angenommen, wonach dee Schulpflicht auch für Arbeitslose ucft-cljvn bleibt , Dem R e i d) 5 t a ff e ist ein Antrag der wirtschastlidten Dei> einigung aus Einberufung einer Konserenz zugegangen, die unter- suchen soll, wie eine größere Sidjerbcit der Beamten und Arbeiter im Bergbau herdeigesührl rocxxvu kann, sowie, iveidjc Mittel geeignet sind, dem sozialen Frieden zwischen Arbeitgebern und Arbeiknel/m^rn zii fördern. Die We i n ko m in r > s io n des Reichstages hak nach eingehender Beratung die ^Kimmung der RcgiiwiingSvvrtage gi-- strichen, tuoiuid) verboten fern soll, bei der Benennung des ge- zuckerten Weines die Weinoergslage anzugcbcn, wenn occ Wein nicht als gezuckert bezeichnet ist Somit ist die Angabe ber LR in- berasläge bei gezuckertem Wein gestattet. Ferner luuibt euii Brstnniuung angenommen, daß der VerLiuftr verpslichiet sei, aU| Bei langen vor dec llcoevgaae Miizuieiwii, ob der Weiii gezudrri wird. Ueber die Mißhandlung Deutsckier in Prag be* absidstigle der >mtiv>ialliberale Reid-stÄ^S.i.g o.oueie Prrnz isä-o- Rnd)-Carolath zu inierpellirren. Er nuhui Aostaud von diesem Plane, iuutjv.ni von nrehreren Paiicieii errläri iwit>c:t n>ur, daß [rc die iige in Pra^ bei der am Sa.uSiag biginueichen ersten Le-sung deS Emts zur Sprache bringen würden. Heer und Flotte. — Rach dem neuen .ji i i i. u i e i a i werden vvm 1. Oktober IVuU ab Das Jnsanterierrgiimiu Ar. lu von touitau nach ■öiljuj, Die Jrigerbalailtoire Ar. 4 und lu von Biilch uatj Raum bürg und Gosnrr, eui Bataillon ixs Infanterieregiments Äc. U6 von Raumburg nach Gera, ein Bataillon des Iufaniericrrgrurems 'Jtr. 16ü vvn Goslar nach Quedlinburg verlegt )agSvirpacht«»g in fiskalischen Lsrfien. In den LUicii Wuä>.,i hat sich eine bleä/e udu Bi-ittern der Tagespreise mit der Frage d.r Verpachtung sorstsiskal.stlier Jagden als einer sthr ergiebigen neuen Einnahmequelle cingrlzeiw beschäftigt. Während die mutmaßliche Einnahme sich anfangs in dem noch bescheidenen Rahmen weniger Millionen beoegte, hat neuerdings ein Blatt den zu erwartenden Pachu:r.rag au| Mari 30 060 0UU steigern zu können geglaubt Demgegenüber dürste cs von J.i.eresse sein, die Jagdpadst einnahmen einiger beul|d)cr Bundesstaaten, die, nad) der Berliner Correspondenz, die Jagden ihkes Staatssorstbefitzes ganz ober leiliveisc durch Verpach.ung nutzen, ^ur Vergleichung l)cranzn- ziehen, um aus dieser Grundlage der Wahrsel)einlichkeit mehr entfpirdÄNde Fvlgcrungen j..r Preußen ziehen zu könneit Rach der neuesten Statistik waren in ElsachLuhrulgen von dem rund lül ÜOj Hektar uinsassenden S aatsjvrft.nsitz rund 78 UUU Hektar mit einem durcch'chni111chen Jagopachiergcbnis von 1,10 M. pro Heltar ösfenllich verpachtet Enifprechende Angaben iur das Grvßherzogtum Vaden besagen,^ daß der im Jahre 1903 vorhandene Staalsforstbesitz von 94 486 Hr-kior ffenäiujö meistbietend verpad)tet und daß dabei ein Jagdpachtaufkommen .von 53 217 Mark, alio ‘pro Hektar 0,56 M., zu verzeichnen gewesen war. Seit 1904 hat Laden begonnen, Die aus her Pacht kommenden Jagden wieder in eigene Siegte zu übernehmen, wird aber noch) Jahre gebrauu-en, um Die Wunden zu heilen, die die Jagdverpa.n.uug feinem W-st. stand geschlagen hat. Don dem StaoiSsorstbesitz Bayerns mit rund 937 000 Hclmr waren nach bei Verhandlungen im anhaitischen Landtag im Jahre 1906 gemachten Angaben die Jagden aus rund 400 000 Hektar verpachtet. Tas Paastergebnis ocrrug in der Pfalz 0,82 M. pro Hektar, östlich; des Siheuts 0,22 M. pro Hektar. Rach der neuesten Statistik hui dch.Jagoberpaastung hier eine Einnahme von 115 03< Mark oder bei 400 000 Hektar pro Hektar 0,29 Mk. ergeben. Dec preußische Swaissorstbejitz umfaßte im Jahr. 190/ eine Flääie von rund 2 900 000 Hektar. Zieht man in Betracht, daß fdjon das reiche Baden nur ein Jagdpn-!»an^- nrincn von 0,.i>6 M. pro Hektar erzielen konn.e, so ourriv un WJiuiid auf das ftirte Uebenviegen der Staatssorst.n in den ärmeren ostlidZen Landesteilen fei ost auf ein durtpichnittlic-cs ^agdpachtauflomm-.n von 0,25 M. p.o Hektar kaum gerechnet w.wdcn können und die ange* kündigten 30 Mütionen auf noch nicht eine Million juianiinen* jchrutnpsen. Wie hoch sich das IagdpachtuuiEonimen nach Ablauf Der ersten Paa-iperiode stellen könnte, wenn, wie in Baden, voll- ständig ausgcscliojsene Jagden in bic Hand des Fiskus zurück- gelangen würden, möge vorurteilsloser Beurteilung überlassen bleiben. 21 n» ts-ta&t itiiO (and. Gietzen, 4. Dezember 1908. •* Empfangen wurde von Sr. Kgl. Hoh. dem D r o ß h e r z o g am Riittwoch u. a. Bürgermeister Dr. Kayser aus Bad Rauheim. ” OrdenSauSzeichnungen. Se. König!. Hoh. der Aroßherzog hoben verliehen: das Nillerkreuz 1. Klasse des Beidicnstordeiis Philipps des Großinüngen bem Hariplniann und Bütleiikchef Fieiherr von dein BuSsche-Lohe; baS Rilleikrenz 2. Klaffe desselben OcbenS dein Leulitant v. Reben; das Llllgenieine Ehrenzeichen mit ber Jnschost ,Für Ber- oienüc" Dem Wachtmeister Heise und bem Bizewachlinelsler Böller; sämtlich un Großh. ArtillerlekorpS, I. Grotzh. Hess, Felb-ArtiUerie-Regunent 9ir. 26. Litte an die Hausbesitzer! Das Aiitderschutzgesctz üerbicld die ^)eschäfttgnng bar Amber, (oöay die ^eUui gsträgennncn die Hilfe ihrer limbar bei der «Zustellung entbehren müssen. Dadurch wird diesen grauen die pünktliche Zustellung der Zeitungen sehr erschwert und sie vereinigen sich nnl uns in der Litte an die Hausbesitzer, au Ihr eil Gebüuiichleitcs Vrieflüften für die verschiedenen Zloekwerke anbringen zu lasten. Das wurde nicht nur den Z.itungslrägeriimen die Zustellung erleichtern, sondern es würde auch den poflbeamten, Ausläufern ufw. zugute kommen. Jn einer großen Aeihe anderer Städte sind derartige Briefkasten fchon lange Z it angebracht unb haben sich nach jeder Richtung bewährt, da dadurch auch eine Schonung der Hauser und der Treppenaufgänge herbeigcsührt wurde. Wir zweifeln daher nicht, daß auch hier diese praktische tin< richtung Eingang finden wird. Oie LNieler haben ebenfalls ein großes jnkicffe an der Anbringung der Briefkästen und dürften gewiß gerne einen Teil der Höften übernehmen. Verlag des Eietzener Anzeigers. ♦* Großherzogs Geburtstag in Berlin. Der Verein ehemaliger Kaineraden der Grvßh. 5^efsischen (25.) Division ’u Berlin feierte den Geburtstag des Grvßherzogs, seines Prvtettvrs, in den Festsäleu der Reuen Philyaniivnie und beging gleichzeitig die Feier des 10. S t i f t u n g s - f e sl e s. Die zahlreiche F-estversammlung ergab den Beweis, wie gern man der Einlaoung zum „Hessensesf gefolgt mar unb in wie hohem Ansehen der Verein in der Hauptstabt steht. Unter den Erschienenen d-sanden sich der größte Teil Oer nach Berlin und den umliege.ioen Garnisonen zurzeit tünunaabierten Offiziere, Ossiziere des Beurlanbtenstanoes der Hess. Dvision, hohe Reichs- unb Militärbeamle, die Vorsitzenden des Berliner Kriegervereinsmejens ufw. — Rach Absolvierung eines Musikpronramms wurde das Fest-« Programm burd) einen Prolog, gesichtet von bem Vereins- kameraben Polizeihauptmann v. E a r n a p und vorgetragen Die Musikalität We.t etouetitn, zug.em- auei aucy anbcivn Virtuosen zu ähnlichen Unternel-mungcn Anlaß gaben. Sv entstand das Rcisequartett der Brüder Morali aus München, das Jansaquartett in Wien (mit Lcidhacker uni> Dem alten Holz unb Linke), sowie das H e 11 rn e s ü e r g e r q u a r t € 11, in lucidum der Bestand fortivährend wechselte, bis die bekannten irüiifller Brodsky, Bachrich unb D. Popper in dasselbe cutt raten. Sv vorzüglid) aber auch alle diese Quartette waren, so erreichte doch keines von ihnen den Rus des alten Müller- quartettcS, beiien Etangtw'.lcr Ramc auch dein Quartett der jüngerenGebrüder Müllev (den 4 Söhnen Karl Müllers- die Wege ebnete. Da erfdyien 1868 ein neues Gestern am musikalischen Himmel: das „Florentiner Quartett" Der Herren Vecler, Masi, E h i o st r i unD Hilpert. Der Eindruck des Zusammenspieles derselben war so gewaltig, daß das Publikum damals vvn weit her zusammenströmte, wo sich das Beckerquartetl hören ließ. Tie MunftJerul>te über ihr Spiel gipfeln in folgenden Sätzen: „Wie für ihre Tonoildung das erste Prinzip Schönheit ist, sv für ihren Vvrtrllg Klarheit. Beel ho- vens letzte Quartette sind uns nicma.s so durchsichtig und verständlich entgegengetreten wie in der Becierscheu Ausführung. Tas vcrwirrenDe Gesiecht dieser Polyphvnie, das unbequeme Dunkel dieser ost lavyrinihiid-en Periodisierung und Rhythmik, hier er- ideinen sie wie von mildem Svnncn^cht burchienchiel." Jean Becker wußte sein Quartett auch bann auf gleicher Höhe zu erhalten, als er nur noch mit seiner Familie reifte, dessen bcruhm- icstes Milglieb, Prof. Hugo Becker^ nunmehr eine Hauptstütze des Marteau-Quartett es i|t Erst seit den Reisen des Florcniiner Quartettes gelangte ui den größeren Stäbien die Quartettmufik zur vollen Blüte. Es seien von den verdienstvollsten Kaimnerinusik-Bereinigungen ber letzten Jahrzehnte nur noch das Joachim-, das Heamann- und des Si o । e - Q u a r • t e 11 genannt. Die Virtuosen-^..^mölcs unserer modernen Seit st. hen ui Bezug auf Zulaimnenspiel und technische Le.stungs- lähigkeit aus einer Höhe der Vollendung, daß es uns Mvcr wäre, einem ober dem anderen den Vorzug zu gcoen. Weil üoer diese alle jedoch ragt augcnolidlid) in kunst!.cr.f^er Veziehung das wunderbare Streichquartett: to o j j m a n n , S u k, Herold und W i ha n hervor, uns unprünglüh unter Mitwirkung von R e d b a 1 unb Berger als „Böhmisches Streichquartett" ins Leven tun. Wo aua, immer die Böhmen" eriUA'.iic» mögen, da )£i)iagcii |ie den Juharer Durch ine Genialität ihrer Aujsasiung und das herzhaft Miireißende ihrer Ausführung m Bann, ullcs strömi bei ihrem Spiel ivarmulütig unv traft voll dahin, ohne ic tue Grenzlinie mafibaliicher Schönheit zu üuerschreüen. Sie yaben das Euftvare Erve der „Florentiner" aiigetreien: oernuge chccs aaiu eüiiiaen Zusammciuvirkens auch das tunjtwliiu Stimmgeweve jur jeven ^urer [v vcriuuiDiia) zu machen, daß auch der bviu ^eaumrermujikstil F-crnstchenbc Stunden reimte» Genujfes Durchlebt und als ncugenwrbcncr Z-veund dieser Kunstgattung gern dem Rufe folgt, wenn es wieder heißt: ^Die Böhme n kommen." Tr. — Eine ,/Ceylon über beutfd>e Sprache". In Rußland erscheint eine Zeitschrift zum Selbstunterricht in fremden Spraclien. Herausgeber ist ein Herr Gurjanow in Moskau. In der Vorrede wind angekündigt. Die Zeitschrift wolle „eine Brücke vauen zwiseifen Licht und Finsternis, zwisd-en Unwissenheit und Wisscnsd-qjt". Proben der darin verzapften lichtvollen Wisien- idjßft gmi Herr A. Petww in Wolinar in einer an die „Rig. Rundsd-iu" gcrichtclen Zujcl-rift, indem er aus der „Lektion über deutsche Sprache" einige >^ä.tze heroorhebt, von denen der Vcr- fasfer des Lehrbnd-es wünscht, daß sie aus bem Deutschen ins Russische übertragen werden. Sie lauten: „Der Arm ist rein, oie Aerme sind rein. — Mr suchen Würmer, ihr lehrt, sie achten Lehrer. — Ein unb ein macht zwei. — Ich werde em Fräulein uegegnen. — Ihr wcrOct dieses Uhr bezahlen. — Mein A)unD hing dort. — Ich erschrak dich. — Das Tier galt zehn Rubel. — Mas isst ec lieber, als der Käse? — Rarowa quellt vvn Peipus. — Mr mussten hier sonst, aber etzi wir sollen gehen fort; künftig wir denken zurückLummen. — Schämtest du vich deinen Fehler? — Wo ist die Säfwalbe fortgeslogcn hin'? — Er hat ihr ein Rubel gehegt. — Er hat meine Weste ousiges-ctzt. — Beweist die Hilfe gen Holländer. — VecmiUest des Sd-reibeu versahen d.e Leute die Meinung der anderer. — Starkes >sd)nce- gvltouer find idjpn an. — Des stacken nördlid>en Waides nx-gert ulieb das Scl/ifs um das User. Ihrer Meter nach ist daS Saziff schon angclbnunen. — Dieser gütige Deutsche wird von der Wespe gi)ü>d)ciL — Auf einer Wüste reissend, bctragtcte uh die arme 'Diatur. — Sein kindliche Betragen icbccmann ucleibigt. — Diese Mtwe ging ins Kloster weg. — Die 9iose l>ai die Dorne. — Deine Ikennuiifjcn ist wenig." — Wahrlich, deine Kenniiiissen .st wenig, du jii)uni|t dich nicht deinen Feh.cr, und jeder gütige Deutsch:, Der das lieft; jnh.l ,ich von Der Mspe gestochen! — Ä leine E h r o i! , k au n f ch a s t. „Tie -l c u i e l § f i r d) e" von Adolf Paul ist von ber Polizei- beyvide ui v a in b u r g unterjagt worben. Jn Berlin Hai Die KomöDie leine Beanstandung durch die Zpnsur er'ahren. — Tas Disijerige Gältn e r theater in d)l ü n d) e n wirb bis Frühjahr 1919 ais Lpernhäus umgebaut, um als ziveue Sper Münchens Die cpietoper zu pflegen. — Generatdiicttor Werner des Groß h. Honheaicrs in Ta cm stabt beabfidjtigi von feinem Amts zurück- iuueteiu von ^rtru M anrer, Gattin des Bcreinskameraden Oberpostassistent Maurer, eingelcitet. Hierauf hielt Generalmajor a. D. Keim, der Ehrenvorsitzende, eine packende Karserrede. Nachdem das Hoch auf den Kaiser verklungen und nach Absingen von „Heil dir im Siegerkranz" ergriff der Hess. Gesandte Freiherr v. Gag er n das Wort, um feiner Freude darüber Ausdruck au geben, das; die Mitglieder des Vereins auch in der Reichshauptstadt die sprichwörtlich gewordene Hessentreue hochhielten, und daß sich der Verein in seiner Treue zu Kaiser und Reich, zu unserem angestammten Fürstenhaus und zu dem schönen Hessenland, seines Protektors würdig erweise. Als im Verlauf seiner Rede der Redner bekannt gab, daß zu dem 10. Stiftungsfeste der Großherzog dem Verein eine Fahne verliehen habe, erfolgte ein Sturm der Begeisterung und nicht endennwllender Jubel folgte dem Hoch auf den Gr-ßhcrzog. Nach Absingung Der hessischen Nationalhymne folgte die Vereinsfcscrcbe durch den Vercinsvorsitzenden, Kreisveterinärarzt a. D. Dr. Schaefer. Redner berichtete über die Geschichte des Vereins und dessen Entwicklung in den 10 Jahren. Weiter erwähnte Redner noch die Wohlfahrtseinrichtungen, die im Lause der Fahre im Verein entstartdeit sind, wie die ins Leben gerufene Unterstützungskasse, den Arbeitsnachweis usw. Dr. Schaefer schloß seine Rede, indem er der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Mitgliederzahl, die von 21 Gründern aus nahezu 100 gestiegen ist, bei der demuächstigcn Fahnenweihe diese Zahl noch bedeutend übersteigen und daß der Verein weiter wachsen, blühen und gedeihen möge. Reicher Beifall lohnte die Rede des 1. Vorsitzenden. Nachdem noch im Namen des Kriegcrverbandes Berlin Fabrikbesitzer Bader die Glückwünsche für den Verein dargebracht und dabei besonders betont hatte, eine wie hochgeachtete Stellung der hessische Kriegerverein im Berliner Liriegervereinswesen einnahm, erfolgte der Einzug der noch im Verein befindlichen 9 Gründer des Vereins unter Geleit von mit den Hess. Farben geschmückten Ehrenjnngfrauen. Ten „Vereinsveteranen" wurde eine „Ehrende Auszeichnung" zuteil, welche sehr schöne Dekoratton durch Herrn Generalmajor Keim cuf die Brust geheftet wurde. Erwähnt sei noch, das; die einzelnen Pausen durch Cellovorträge des Kapetlmcisteraspi- ranten Krause und Liederoorträge von Fräulein Gertrud Schmidt-Annaberg ausgesültt wurden. Nach Schluß des ofsiziellen Festprogramms folgte die durch Gesangs-, Musik- und Humor tstische Bor träge oerschönerte Kafseepause, während welcher der 2. Schriftführer Kuhn in humorvoller Weise den Damenflor feierte. Ein Ball vereinte dann die Festteilnehmer bis zum frühen 9Jiorgcn. •• V. H.-C., Zweigverein Gießen. Die Dezember- tour am nächsten Sonntag geht in die nächst«? Umgebung Gießens und ist, gegenüber dem Tourenplan in dem Jahres- Programm etwas gekürzt morden, damit nicht Schluß der Wanderung in die Dunkelheit fällt. Die Wanderung gehl über den Hangelstein nach Lollar und von da nach lein Glei berg, von wo nach einer größeren Erfrischungspause der Rückweg nach Gießen angelreten wird. — Auf die heute abend slatlfindende Moncllsvecsammlung sei auch an dieser Stelle aufmerksam gemacht. ** Verlan gerung der Geschäftszeit vor Weihnachten. Lt. polizeiamtlicher Bekanntmachung dürfen vom 9.—12., 14.—19. und 21.—24. Dez., sowie 31. Dez. du Läden und offenen Verkaufsstellen bis 10 Uhr abends offen bleiben. Auch finden die Vorschriften über die Mitlagspausen der Gehilfen u. s. w. an diesen Tagen keine Anwendimg. Weiter sei darauf hingewiesen, daß die Laden an den nächsten drei Sonntagen bis 7 Uhr abends offen bleiben dürfen. — Neu-Ulrich st ein, 3. Dez. Die Arbeiter» folonie hatte während des September einen außerordentlich hohen Bestand von Arbeits- bezw. Stellenlosen aufzuweisen. Am Anfang des Monats waren schon 106 Insassen m der Kolonie, während im Laufe des Monats noch 51 zugmgeu. Die Zahl der Abgänge betrug dagegen nur 27, so daß am Ende des Monats 129 in der Anstatt verblieben. Hiervon waren 32 aus Hessen-Nassau, 18 aus der preußischen Rhein- provmz, 11 aus dem Königreich Sachsen usw. Dem Beruf nach waren 63 Arbeiter, 10 Anstreicher, 7 Schlosser usw. Im übrigen befanden sich sellfannrweise auch je ein Apotheker, Geometer, Lehrer und Maltose. Von den 27 Entlassenen gingen 5 auf eigenen Wunsch, 16 wurden als arbeitsscheu, 2 wegen schlechten Betragens, einer wegen Arbeitsunfähigkeit und 3 wegen Krankheit entlassen. k. Schlitz, 3. Dez. Auf recht schlaue Art — nach ihrer Meinung — versuchten ein Sch weine h än dle r und dessen Aufkäufer aus dem Schlitzerland hiesige Landwirte übers Ohr zu hauen. Nachdem man von außerhalb in einem Wagen zwei Schweine zugeführt und auf der Stadtwage gewogen hatte, wurde der Wagen iarriert und dies Gewicht für die aus der Stadt zu wiegenden Tiere feflgelegt. Einem der Verkäufer kam nun bei dem Abwiegen sein Schwein bedeutend zu leicht vor, zumal er schon vierzehn Tage vorher das Gegenstück selbst geschlachtet und dies schon schwerer gewesen war. Auf sein Verlangen wurde der Wagen noch einmal gewogen und siehe da, er wog 21 Kilo weniger wie vorher. Selbstverständlich ivurde vom ltädlischen Wiegemeister alles aufgebolen, um dem vermeintlichen Irrtum auf die Spur zu lonunen. Man fand neben dem Gehöft eines weiteren Verküuferg zwei schwere Steine, die genau daS fehlende Gewicht galten und dort aus dem Wagen geworfen worden waren. Jeder Verkäufer hätte also, wenn die Sache klappte, einen Verlust von ca. 20 Mk. zu beklagen gehabt, denn wenn der Wagen ohne Die Steine verwogen wurde, gingen jedem 21 Kilo an feinem Schwein verloren, der Wagen war ja doch mit den Steinen tariert. Die Sache ist der Polizei übergeben. cb. Krofdorf, 3. Tez. Dem Werkführer Karl Gerl ach wurde aus Anlaß seiner 4Ujäbngen Tätigkeit bei der Firma Ludwig Georgi vom König von Preußen das Allgemeine Ehrenzeichen nut der Inichrift „Verdienst um den Staat" verliehen. Erne ebensolche Ehrung wurde auch dem Werkführer Adam Pfeiffer zu Gleiberg bei derselben Firma zu teil. Im Beisein sämtlicher Arbeiter wurde den Iribilaren daS Abzeichen vom Bürgermeister Braun gestern feierlich überreicht. — Mit den Hau ssch l ach tu n gen sind die hiesigen Metzger eben tüchtig bei der Arbeit» Trotz der hohen Schwemepreise kaufen sich doch manche Leute ihr Schwein. Alle, die Kostgänger haben oder bei Kindiaufen und Hochzeiten k. Schlachtungen vornehmen, müssen die Tiere von dem Fleifchvefchamn vorerst untc nicken lassen Manche Leute schlachten durchiveg zwei Strick, io bau sie für das ganze Jahr Vorrat an Fleisch, Wurst und Speck un Hause haben und wohl in keinem Hause fehlt die HauS- schlachtung. -r. Kinzenbach. 2. Dez. Von der Ansicht ausgehend, daß für jeden gewerblichen und landwirtschastlichen Betrieb eine geordnete einfache Buchführung unentbehrlich ist, beabsichtigt man auch in unserem Orte einen Buchführungs- furfu§ für Handwerker und Landwirte :c. nach deni System Traber in die Wege zu leiten. Die Zahl der bis jetzt angemeldeten Teilnehmer ist bereits so groß, daß mit dem Unterricht in Kürze begonnen werden kann. Provinzial-Ansschutz ocr Provinz Cberhcnen. L. Gießen, den 2. Dez. Bei her im Jahre 1905 tiorgenontmenen Bachschau an der Ohm wurde feftgeftellt, daß das Wehr der Biesenrot h schon Mühle stark verfallen war und als ordnungsmäßige Stau- üorriebtung nicht mehr angesehen werden konnte. Zwecks Ncu- estftellung der Wehrhöhc beraumte dcsl)alb das Großh. Kreisamt Alsfeld Termin zur Festlegung des hochstzulässigen Maßes der Wasserspannung an und es wurde bann, da ein Aichpsahl mcht vorhanden war, und auch aus früherer Zeit eine Stauhöhe nicht ermittelt werden konnte, die vorhandene Wasierspiegelhöhc als hochstzulässige Wasserspannung festgesetzt und durch eine an der Ohmbrücke angebrachte Marke bezeichnet. Müller Viesinroth war auf gütlichem Wege nicht zur ordnungsmäßigen Wiederherstellung des Wehres zu bewegen, weshalb das Kreisamt schließlich ihm aufgab, bis zu einer bestimmten Zeit einen, den Vorschriften entsprechenden Aichpsahl zu besorgen, andernfalls das '•Rouge aus feine Kosten veranlaßt werden würde. Nach längeren Verhandlungen richtete nunmehr der Anwalt des Biefenroth eine Eingabe an den Kreisauchchuß des Kreises Alsfeld, in der er beantragte, dieser möge sich für zuständig erklären und in der Sache entscl-ei- den. Ta das Zßreisamt sich weigerte, die Eingabe dem Kreisaus- jchuß vorzulegen, wandte «ich der Anwalt an den Provinzial-Aus- ichuß mit dem Antrag, dieser wolle entweder^selbst in der Sache erkennen ober den Kreisausjchuß anweisen, die Sache zu verhandeln. Nachdem der Provinzial-Ausschuß bereits am 1. August in der Sache verhanbelt, die Entscheidung aber ausgesetzt hatte, wurde heute die Verhandlung fortgesetzt. Der Vertreter des Großh. Kreisamts Alsfeld beantragte, der Provinzial-Ausschüß möge über die Zustänbigkeitsfrage vorab entscheiden, während der Anwalt des Müllers Viesenroth Antrag auf Einnahme eines Augenscheins stellte. Der Provinzial-Ausschuß^ beschloß, zunächst zu seiner Information Einsicht an Ort und Stelle zu nehmen. Wilhelm Valentin zu Gießen will im Hause An der Hardt 12 Schank wirt schäft betreiben. Stadtverordnetenversammlung und Polizeiamt sprachen sich mangels Bedürfnisses gegen das Gesuch aus und der Kreisausschuß des leises Gieren lehnte dreses aau; ans die,em Grunde ao. Oer Pcvvinzial-Aus- schuß verhandelte heute über den gegen das Kreisausschuß-Urteil eingelegten Rekurs, und erkannte auf Abweisung. Das Großh. Kreisamt Bübingen hatte einen Polizerbefehl gegen den Georg Ä'reuber zu Nidda erlassen, in dem ihm die Beseitigung eines entgegen den Bestimmungen der Allg. Vau- orbnung nach der Straßenieite angebrachten Küchenausgusses auf- gegeben würbe. Kreuber kam biefem Verlangen nicht nach und erhob schließlich Widerspruch bei dem Provinzial-Ausichuß. Dieser mürbe als verspätet eingelegt und sachlich unbegrünbet kostenfällig znrückgewiefen. GcrichrsHaaL. ko. Frankfurt a. M., 3. Tez. Tw hiesige Strafkammer oerurteille den Kellner Georg Michael Pieufser wegen gewerbsmäßigen Glücksspiels zu einem Jahr Ge'ängins vermischtes. * Außergewöhnliche Ereignisse. Ein lächerliches Dementi hat sich am Samstag die serbische Regierung geleistet. Sie dementierte bie GerüMe über dw Ermordung des Königs Peter in der nachstehenden, unübertrefflich komischen Form: „Tie Gerüchte über ein angebliches Attentat gegen König Peter entbehren jeder Grunblage. Diese bürsten darauf zuruckznfnhren sein, daß heute nacht über Belgrad ein starkes, von Blitzen und heftigem Donnergetöse begleitetes Gewitter niederging, diese in ocr gegenwärtigen Jahreszeit ungewöhnliche Naturerscheinung aber in Semlin zu dem Gerücht von ernsten Vorgängen in Belgvad Anlaß gab." Dieses Dementi ist die denkoar köstlichste Persiflage der Zustände in Belgrad. ES ist doch ungemein bezeichnend, baß die Semliner einen Königsnwrd in Belgrad für ein viej ge- wölmlick-eres Ereignis zu halten scheinen als ein Wintergewitter! Arrnst und WsffcnSctyafL he. Preisausschreibe n. Tie Veremigten deutschen Milch» mdei’abrifeu Güstrow erlassen cm Preisausschreiben über die örage: .Welchen Wert bat Milchzucker *üc die Ernährung der Säuglinge?" Es find drei Preise von 2000, luOv) und 500 Alk. ausgesetzt. Preisrichter sind die Prozessoren Dr. PH. Escherich (Wien), Tr. E. Feer (Heidelberg», Dr. Al. Pfaundler (München), Tr. Arthur Schloßmann (Düsseldorf) und Tr. Zuntz (Berlin). Die Arbeiten sind in dentscher Sprache ab- zniasicn und bis zum 1. September 19u9 ohne Aenmmg des Autors unter Benutzung emes Ühoitos an Pro'esjor Dr. Schloßmann, Tüsseldorf, Breitestraße 8, einzureichen. Tie für Die Versuche er- forderlichen 'Dlengen chemisch reuten Akilchzuckers werden von der Verkaufsnelle für Milchzucker in Giistrow den Herren Preisbewerbern nnentgeltlid) jur Verfügung gestellt. DanöcL ■ Znm Silberprei 3-t)l n ct g a n g. Ter anhaltende Rückgang, den der ©Überpreis in der letzter Zeit genommen hat, ist unter anderem auch auf starke Verkäme seitens indischer und chinesischer Banken zurückzusi'hren, im Zusammenhang mit den in den beiden Ländern herrschenden ungünstigen commerztellen Verhältnissen. — Aus der Elektrizitätsindustrie. In der ordentlichen Generalversammlung der Berliner Eclttrizitätswerke wurden an den Vorsitzetlden Geheimrat Ralhenau eine ganze Anzahl Anfragen g-.ft.UL Dem einen Aktionär waren die Gewinne nicht l-och genug, ein anderer wünschte eine mehr Aufklärung bietende Fassung der Gcscuustsbericlste, ein dritter tadelte den Erwerb der eriettrizichslicseruntgSgescllichast. Von allgemeinem Interesse ist, was über die Ausiiusten der Gesellschaft gesagt wurde. Der 8 Uhr- Ladenschluß ist von tiefem einschmi.oenpen Entsluß auf bie Strom- augabe, spcz^ll auch in Berlin. Nach Aufzeichnungen an 16 Tagen d.s 'Jtooembec hat bie Einführung bcs.elben für genannten Zeitraum einen Ausfall von 10J <30 erzeugten Kilowattstunden ergeben. Da v-orzugsweise Lichtstrom in Frage kommt, so dürfte sich der Einnahme-Ausfall (üo Pfg. pro ^ilotoaustu.Le) auf ca. 4lO OOu beziis.rn. Die Elektrizitrllsstcuer bars naa> den Motiven dvS Enuvurs.s auf die zfchnsumenten abgewälzt werben. Bei oer einmütigen Opposition auf säst allen Schichten der Bevöl- kerung, tuito das Gesetz hoffentlich niun zur Verabschiedung fern» men. Die Steuer würbe, wenn man bie Zalllen des vergangenen ^eschöflsjahrcs zugrunde legt, die B. E. Ä. mit ca. 1 18< 000 Mark bclufb.n. O-ine sündigende Wirkung üot die Lichtsteuer auch auf die Rekramebeteuchtung, besonuecs auf Schilder, die mit einer großen Zahl kleiner Lampen ausgestattet siitd. — 4pwoz. Württembergs sch eStaatSanleihe. Die gestrige Subskription ivurde, wie wir erfahren, wegen sehr berbeutender Ueb.rzeichnung, sofort nach Evöfsnung wieder geschlossen. Märtte. x Kirchhain, 3. Tez. Der Auftrieb zum heute hier abgehaltenen Rindvieh m ar 11 betrug kaum 2üü Stück. Ter Handel ging bei fest en Preisen flott. — Dem ch w eine m a r k t waren 37u—. ö<< Iciket und Läufer znge ahren. Erstere kostete:! Ju-4.) Alk., größere Ware oO—60 Alk. und Läufer 90—120 Mk. bas Paar. Auch hier wurde viel verkauft. Kirchliche Us°/0 Beicbsanleihe . . 94.7o 0% ao. . . 85.1« J>40/0 Konsols .... 9».75 "6% do. .... 85.1t u>j°/e liessen.....93.00 3‘V’lt Oberbesseu . . . 92.00 4-- Uesterr boldreut«. 97 60 41/, y0 Uesterr. öilberrente 97 00 4 Uugiu: Uoldrente . . 91.60 4% Italien. Reute 3 3x> Purtugieseu Serie I 57 <>0 0% Purtugieseu „ III Ö8.2o 1/4 °/o russ.s-taatsaul. 190o 96 90 Va'i» japan. ötaaUauleibe 91.85 4 y0 Uouv. Türken vou 19üö 92.20 Türken ose......140 40 l?o Grieeb. Slonopol-AuL . 48 60 4% äussere Argentinier . 86.50 ju/0 Mexikaner . . . 63.30 i>av/e Chinesen . . . . 97ck>5 Aktien: Bochum Guss.....217 60 Elektnz. Lahmeyer . . 116 50 Elektriz. bcbuckert . . 118.50 Eschweiler Bergwerk . 187 40 Gelsenkirchen Bergwerk 186 70 Hamburg - Amerik. Paket*. 110 25 Uarpeucr Bergwerk. . 192.00 Laurab ütto.....192.00 .\urdd Lloyd . ... 88.20 Obeischlta Eisen-Industrie 97.00 Berliner dandelsges. . . 167.80 ‘ Darmstädter Bank . . . 127 80 Deutsche Bank ... 238.20 Deutsch-Asiat Bank . . 136 50 Diskuntu-Kominiuidit. . 178.00 Dresdner Bank . . . .147.00 Kredituktieu.....193.00 Baltnnure- und Ohio- hiseulahn.....107.40 Uottbardbahn.....—.— Lomuard. Eisenbahn . . 18. >0 uesterr. tilaaisutdin . . . 141 30 l' nnce-henri-Eisenbab n . 123.00 Buderus E. W.....112.— Tendenz ruhig. Berliner iiörse, 3. Dezember. Anfan^skurse. Canada E. B. . ... 175.30 Darmstadter Bank . . . — Deutsche Bank .... 238.00 Dortmunder-Union C. . . 5 .25 Dresdner Bank . . . 146 7v Tendenz schwach. iiarpener Bergwerk. . . 191.75 Laurandtte .....191.50 uinbardeu E. B. » . . 18 30 Xordd. Lloyd.....88.20 i ürkenlose......14u.00 Bestes Rohmaterial und sorgfältige Fabrikation bedingen die wertvollen Eigenschaften von Knorr’s Hafermehl als leichtverdaulichste, nahrhafte und Durchfall vorbeugende Kindemahrung._________________ |Nähre^nit „Knorr“7[ Bliihnide Kinder will jeder f) be i, aber leider nur Ist der kindliche Organismus so zart und für alte Ein..ässe empfänglich, baß Siiubct nur fetten von Unpäßlichtciten und LNantheiicn verfchunl bleiben. Da ist die grünte Kunst denn: Vorbeugen und, wenn doch einmal eine Erkältung ober cm Unwohlsein sich zeigt, ver- nünflig erngreifen. Borbeugen können Sie, wenn Sie Ihre Kinder nie ohne Favs achte Sodener Mineral-PastiUen in die Schute, aufs Ew ober auf Spaziergänge schicken. Wabr- 2TL nehmbare Beschwerden tämpsi man inll Erfolg nieder bei raiioneller Berwendung von Sodener AiineraDPastillen von „Fay '. 'Man tauft sie für 85 Pfennig die Schachtel in jeder Apotheke, Drogerie und Minerativasserhandtung und ocr- lange stets: »FavS ächte Sodener." ss**/u Jahraus-Jahrein von gleichmässiger Feinheit und Würzkraft hat sich das a lein echte hti A ü G b bewährt. Es übertrifft alle Nachahmungen. Ich empfehle deshalb nur Maggi’s Würze mit dem Kreuzstern. Carl Schwaab, Hoflielerant. (C4/,, Oeft.-Ung. EtSb. 1873/74 i.®. 41/, Mecklb. Hyp. u. Wbk. Ger. I Deel. & 125 do. Ser. 3 abgeft. . . Brunn-RS. 72 fif. 100 Staats-Anleihen do. Ser. 2 u 3 lünbd.ad 19M Dieininger Hhp.-Bk. Ser. do. vo. Preußische Lonsoir 1000/2000 M. 4 Preug. Bayt. E.-B -Äni mit. v. 1906 it^B. u. ttUg. Mil. Do Ungar.»y)aiiji|d)e 0®. L'anoe6luuut»i)lenu 4 Iboturibetg lL.-B.-Ani. do Lire Bremer St.-üni. v. 1888, 92, 99 Lürzburg v. 1899 unt. 4 Sicllianlsche ueucqt. u G. 1 4050 t t. G. 84.1/0 Kooenhag. o. I9ul mit. 1911 2043 r 7ti.5u 4 Lissabon v. I88o . 2000t Set. 30'33 unk. b. 1913 Diostau Sächsische Diente 102.10 1000 t 80.40 gar. B>rstd. Bdtr. 93.1o 82.40 80L0 BooenAt.S.bbu.o^ tnnob. v. 1888 i. G. 4 7, oo. bis uici. Set. u2 Rt. 95.40 u G. (S. JJ Etgnza 2040 4 Porig. E. B. v. öti (ouiru ■öuija; Lite ■JialieuUdje Diente 62 75 L ®. do. Nomuiunai Set lu.ll um. 1909 *7, Du. do. u‘y, Jla||am|aje Lauoeso. L'iL F. U. H. K. u. L. 25.50 AL h. P. und Communal Provinzial- (conv.) VUi^uuuüeu, S landesherrliche Anleihen, Leu. L.*B. st. Sch.-Betsch. (conv. 97L0 4 Dlheinptovinz 'Ansg. 20 u. 21 uni. b. 1902 . öfl.G. o. 1886 . 47, Soluiß-L'aubad) abge|t. 92.- d1/, ti)ra|L 4*/, /, Unverzinsliche Lose v. 1901 Set. 1 lunOo. ab 1306 M. 300/1200 190a mit. b. 191o . 80.50 v LL 4 Heidelberg 100.— uui. (S.'Änl. v. 1887 abgelt. do. yteui». »ooemteoitbaiit 100.50 1890 3*,, Karlsruhe o, i Ultimo V. 1838 Industrie-Aktien, d. 19uu lünbb. ab 190 47, Japaner Mainz v. 19uo uiiL o. 1310 . v. I./Ou 63.20 1906 Eisenbahn-Priori täten 91.4-, 1903 91 20 Hvmmunal Ser. 1 unf. 1910 bo, soid-Dteme . 00. eiuucitL Diente do. Studi»»Dleute äug. (L.-B. t. ü>. luuere v. 18bö . äußere (Lold-Anl, Prag. L uz o. Ib9u stf. Raab.Oed.»iLbeni. , v. 83 <5m. (Sm. 1885 ab 1901 ao 19o2 ao 1308 1904 1904 1906 lOO.lo 91..0 91.20 91.20 100.30 93.— 47, 4 4 4 4 105.- 284.— 16«.30 140.- 140.40 317.— 94.75 85.10 34.7a 85.10 101.- tüubb. lÜHÖD. tuubb. 48- 409. prio. v. lo3O üeuertr. com. v. 1903 Ueucrir. conv. uni|. o. 1903 4 o o 3 47, ö. Iboo couveri. v. Ia9i V 130- v. 1300 loaur. B. t. Hanb. u. Inb. M. lOuu Bayt. Hyp.. u. LDtchieiol. |. |l. uüu töeriuier .yauoeläg. . ±1.500/1006 Rbl Lite Dl. 190a i9u6 19u6 107.40 94.30 33.70 Fr- ö-r. v. 190a mit, 1881 conv. labö conv. , 189a . . , 1098 . . 28-30, 32 (tilgb.) 45 (tugb.) . u. 41 uni. o. 1310 uni. v. 1313 . . lünbb. ab 1908 . 4 4 4 4 37, 101250 y?.50 102.50 101.80 97.a5 U. 18o9 v. 1831 Schweiz. Hemrai v. 1880 . Dio»iuu*Uaiaii unt. 191a . Ru||ilchk Stiboii 37 iieuerft. v. 189a o. 1808 91 5U 91.50 90.50 99.8. 9-.1U 32.10 92.10 91.7u 29.30 188.50 JaO.- il 1834 . . v. 1831 Lil. H ö. fl. M. ö. fl. 97.20 85.50 84.- Jiutnbcrg. BetetnSbl. i_,C|l.»Uiig. Bant ^eii.'iiauoeruaut i^e|i.'Htcbii'2iu|ialt. 4>|alji|ujc Baut . . 4U 43 4u 41 44 . [1.7 Alt. 2u b. 19v( v. 1893 V. 1836 V. 189. U. 190a v. 1301 v. 1834 v. 190a v. 1302 lünbb. ab 1907 . v. 130a tuubb. ao 1308 . v. 189« u/iaoctoer abgrst. . . Meininger Plaut. Psaubbr. weiten, o. 1860 . . . 4/ibeuourgci..... DiU||lschk v. 1864 . . . Dtu||t[che u. 1866 . . . Set. a um. o. 1903 Ser. o um. b. 1911 Ser. 7 mit. b. lalö 100.10 luO.25 u2 - luü.10 22 u. 2d ... lu, 12-16, 24.26, mitgeteilt von der u71$ioiii'±inioeuii . a'^vubeaei b. 18u3 zl/avuiltu)er o. löäd V7. b ä7, d 4 Badische Prämie« . . . a Souau-Dlcguiictuug . . a71y>oiyucr Ptatn. Piaubbr. I 100.60 93.40 7a.8u 89.20 89.20 1903 tünbb. ab 1908 1843 1300 tünbb. ao 1906 18a 1/92 tabgeit) . < 189o ä7, 4 00. ej. <1. Sch. unrecht,.i,eine . 3 /, d7. 1893.1901 . . . 19u2 mit. b. 1913 Fr. ±1. bo. bo. . . M. 600 M. 600,1200 ±1. 600 1200 ttr. 1400 0. fl. 20u o. [1. 260 Di. 12uu it. 2uu fl. fl. Str. M. Fr. Pei. Lstr. v. 188u . v. 189a . 4^ Bubetuu t. lüo o 4,l|üj. vu^euu. 1 86.— 9-.2U c4.7a 91.60 9o.9u 8u.4o 7o.- bo. bo. 97.86 47^/0 4o 4u v. 1301 tünbb ab D. 1880 . . . v. 189a v. 1898 lünbb. ab 19oo . . . . 4 c.pun. uuäi. Dieme v. 1882 abgeft. Lutt.-Egqpt. Aribm . . . . bo. bo. ti/oio./lm. u. 1889 .... „ Cou|. tic. B. Ser.' 1 11. II 89 „ Goto-Aut. (im. 111 o. Ib9u . „ Siaats-Dieute o. 1894 . all. St. Di bl. v. v. d /, 37, L Dtg. LL. u.g . . . ^outtion . . . . 2020/4040 95.10 9o.40 1 2.a0 91 31» 91.30 10t.10 135.- lau.üü .80.- Attt. abge|t. do. . . bo. . . d1/, 37, abge|i. Io «8 u. bö . äugen. t‘tu J o. Ic84 0. 1886 u. 88 . . . b. 18'04 v. I3oo unt. b. 1915 107.80 107.- .27.90 v. 1907 .... v. 18« a—80 abgc|l. v. laOÜ .... v. 1903 .... V. 189u .... do. do. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. SiaatSb. I—VIII IX v. v. o. v. v. v. v. v. do. do. bo. bo. bo. oo. bo. bo. bo. Staat! ober pro»uijiai-garant. He». LauoeS'Hyp. Bant Set. 12—13 . 124.50 147.70 147.19 77.80 78.30 74.- BetetnSbaui . DiSloino'iü-eieuichaft Ltesbnei Baut . . 2/teyoner Bauivereut iSilfiiUagn-Dtemeii'yt. 4 37, ±.amit)eim bo. do» co. bo. bo. bo. bo. bo. bo. . M. lOuO/dOOu . . 2/1. loOU . . 4.1t. 100 .20 -L 183.5t Lstr. ±>. Lstr. M. ö‘/g 3*;, v*/, 3*/, d7. n. 14—15 . Ser.I- V mit 1309 Kau! L/bl. S. 5—6 . u. 7—8 . 97.— 83.75 9.3 93.— 33.- 82.70 84.80 101..,U 33.79 388.25 19b.- 201.60 210.05 13/.— 110.3 88.3' v. 19ui tünbb. ab 19*>6 . . abgeft v. 1887 ..... v. If91 abgeft. . . . . . v. 1896 ...... v. 1898 v. 1902 Ser. II tünbb ab 1907 c. 1901 lünbb. ab 1907 . . . v. 1887/89 v. 1836 lünbb. ab 1901 . . . v. 190) mit. b. 1914 . . . . 8r. 1W. P-I. Lstr. M. 84.30 92.50 82.2u 82 2o 102.- 1902 190a 1898 v. 190u um. U. 1311 . . i. B. v. 1300 tuubb. ab 1905 v. 1881 u. 1884 abgeft V. 1860 b. 1898 lünbb. ao 1902 v. 190a tünbb. ao 1908 37, 37, 4 4 4 4 4 37, 37, •J7, 37, 32.— 94.— 94 — 33.50 ICO. 40 36.— 92.30 32.00 91 4 34.50 v. v. 0. v. bo. o. 1886,97,1902 1699 L*v06..... 37 4 4 37, 37, d7, 4 87, 8*/$ 4 8*/, 8 8 7, 87, Pfälzische Di) Allgemeine Deutsche Sleinbahnen abg. 607« Sudd. Gi|eubat)U'Ge|. zarmftaot . . b. 1907 . . . . „ h. auge|l. . , (Sita0eiioat)n, v. 18o9 . v. 1301 Av! 1. . . . v 1301 Av! 1L 11. HI. 1839 um. o. 1912 . . . 91.70 91 70 37, 4 37, 4 oo. . . Ungar. Staats Beuetianet ^rankfnrlti z»r«. nichan.Maich. *ap 3«eue üuoeu 4. y». oraucrei Btuotu^ „ a^cnmitger . „ oo. +'C. All. « SteUipH . „ Piamzet Akt. „ iHcueumcijer „ Ltern^oerr.) w -acrgcr . . ^eineiii]. uatlitabi e^em. oao «uiiut M ^letu.silo.ör N l->rtevh. izieitt. „ ’Aioert . . . zt. Atl. zelegrapH eleltr. Bo,e oorz. „ ’ÄUgcni. Bettln „ Lal/uieycr . . „ ö-,uaert . . „ Liem. u.HalSke „ Untern, juruj jatbiuetle ^ochu. rimiitietoeF|t.a.M. Masa,. siieijcr . . „ (yriyuer . . „ Fuo.LSchieich. Hamo.'Am.'Piltit. di ort b. LlOljU . . Steaua Diom.Petr. 174.30 144.10 104 70 lu5.— a-miuri , urje. Jlieienbaditicrgn. „ Botz. Alt. do-.umer Q/uj . cuberus tSijcii . cuiiioroia Betgb. 2t. Luxemb. Bgw. ^leitr.utchiu.zirait zia/iuctler Betgw. jogun a.iaiui|iaot „ Borz.Att. >5ei|eiilitu/. otgiu. yarpeuer „ ^a|per t£t|emv. . Hemmoor ^erneut yioerma Betgw. -H0|ch. ui(eiiiu. ^umbolo Masch. . cauragutte. . . ataneu Bergbau. AiUlheimer Betgw. u.orbd.Luotlto.nm. -^bct|chtes.'S..^iib. P^öno Betgw. . Ryein-Raii.» Diyetti. Stahlwerke Jiicbed Montau . schles. Berg- IO Jieapct iiaatu gar. Stodi/Oim o. 1830. . Bien Kommunal i. G. unk. b. 1914 . . . flommunai •Vtjp. Otolii/ S. 1 u. 2 . . ä1/, Rafici abgeft d*/, Hi||ingcn u. 1886, 1888 u. 1903 4 St oiu v. 190- ■)*/, Kreuznach v. 1888 u. 1898 . . Ö1/, Lahr v. 1883 4 37, d7, 3 37, 37, 37, 37, 37, 47, i 37, 4 7, 37, 4 37. su 8.22 9 67, 5 I2.UÖ 9 57, 57' 3 4 & bk 4 37, 8l/' 37. o 3 4 37, ö . . jlu. 100 . . ö. [i. luü . . jtlr. loo . . Dir. lOo . . Dir. uü . . I). (1.10u . . Alt. lOu . . Dir. ao « . Fr. 8u . . yr. 100 . . Dir. luO . . 0. st. UÜu . . Dir. 4u alt. S. Drbi. lüo alt. St. uioi loo . . 0. fL luü 16 u. 17 unk. 1910 18 20 12, 13 la...... 19 Ryaiati'Stosiow neuern, gar. . . bo. Ural»! neuer|t. gar. 4ü4/2ü20 10 e^T® 91 50 91.50 8o.4> 93 bU aogeii. 8ue/0 1 >2.äu "lO.- la6.dC 361 - 77 5 2/5.- 421.81 117.- ba.ijl -26 4< 116.6t 118.-1 204.11 bo. bo. bo. bo. bo. amort. 00. bo. amort. amort. 12.75 20.- 218.50 111.75 298.25 37, 3 100 8> 93.80 89.- 10U.Ü0 100.30 V.i.— 37, Grast. 4 t)Ut|ti. ;C00 M. . . 6. fl. b. ab d o a do. S. bo. S. bo. S. do. S. bo. S. do. S. 39.30 100.. u 92.5 92 50 9x.5u 94.— 37, 1 Rudolf .... „ 1 do. (Salzkgtb.) stf. 1. H. bo. bo. bo. bc. do. 91.10 99.80 92.- 91.20 100.— luO.- 9b 60 4 “7, ^7, d7, d7, do. DO. do tu .. rutsche. 31/, Deutsche Reichs»Anleihe . iDcft.'Uug.Staaßb. iJeft.Suob.tt'omu Seit. Jioroioeu A Du. B . iaab-Bdenb. . . SolmS-DlSbelheiin . . . . yieuburg'Ouoingen . . j/ieiib.ii. Bub.'Birstein v. 1887 220.5u 124.UÜ 10 .— 1>2.4 lUv.60 <52.20 1 la iu 133-75 195. 132.80 95.- 86.00 v. J*«’l b. 33 97.— 95.-0 89 30 ((iileru Lor/ Gold |t|r. Lußereutopäische. 98.— 98.— 98.80 9-.60 99.- u4.8u . 3.— 93.— 91.85 84.40 9;.9u o7, 'Jieuuabt a. b. i>. 0. 1889 .... v. 190a lünbb. ab 190 Salomqne.lLoni.ani. bo. chionanit 4 37, 37, d7, 37, 37, 4 4 37, M. Tlt. SW. ^uiaudiiche. Braunschweig. Lanbes-ts.'B. II E 99.- 90.50 99.50 92.— 92.- bo. Badische do. do. bo. Diumatu do. do. bo. bo. 1 k 7.90 leb.av 176.— 1.8.80 Irti.bü 191.60 1)6.— 11 .60 2u7.4O 2l5.— 115.25 163.— 116.27 173.25 169.— 96.60 172.16 230.— 162,75 197.— i 419.— 37, Zurich v. 1889 6 Stabt Buenos«/liteS v. 1892 i. P. Hyp.-ttreb.'oer. «. lu.19,21'27,31,34,35-39, 42 do do. Hessische do. do. do. Oo. . 0. |l. lUu . o.st. 100 . . I. fl. « . S. st. 10 . Fr. 40 . Fr. 4ou . 0. |i. LuV . Lite aü b. Ausländische. L «Lutvpaliche. 89.6u 101.- 89.10 89.5u 8/30 96.8u 8-.80 ÄugSbutget . . . . Brannichweig . . . 0imuaiioi|d)e . . . (jcctburger . . . . tf/eitUu ...... .j.auanocr . . . . j/.auanoer » , . , x.einuiger . . . . iac|tr. u. 1864 . . . taeica)|eib. Air. lüu ptioil. . . . . garantierte . . ser. II u. 1905 Berk. Hhb.'Ak. bo. Kn., yqo.-yi. bo. Anleihe v. 1901 uni. 1909 00. ooii Iö9^ u. 94 . . bo. v. 19u2 uni. b. 1910 . bo. v. 1dj6 bo. bo. Ei.'Änl. St.-Aal. do. bo. do. bo. bo. bo. 00. do. bo. do. bo. bo. do. bo. DL,ein. bo. bo. bo. bo. S. st. üüü ö. st. -üu 0. fl. 2UU 6UU/12VU . s. st, 3UÜ DD. bo. bo. 00. Do. Südb. do. do. do. do. do. do. do. do. *)7 9.89 9 8 5 13 9 6 6 6 07, 2*/l0 Subitai. (Mettd.i SrA-H. 4 jtoacamiuje itcmrai . . a B.-e|i|niuau 0. Io79 31/, iSougarboabii .... u‘/, ^ura-Simpion 0. 1894 ou. Hhp.-Mt.-Bl. Dl. 6üu/12uu Dlhetn. StreOUDt. a?<. 6uü, lüuü/12uu Jlijciu. Hyp.-saul Di. uüü, 1-00 Scha||haui. samoet. . Di. luuü Suoo. Booeniredit-Baul . M. uüu 41/, ®t|. yenuti 4/g.u. <01111 r.ä 1 -au.84 Soims-Btauuiels v la8u . Wat| i.-riüteu. Ü[r. gar. ^020/4040 zx laoilaiut. 8a stft. gar. 4u8/2U4U Änatotilche t. G.....2U4ut oo. y« neuern, gar. Argem. 00. do. do. do. do. 238.20 lüu 30 122. tu 117.95 147. — 103.— 12a 60 2U0 — lu6 uO 96.— 116 70 119.80 do. v. 1904 „ 100.95 „ kl 60 Kt. 56.70 , 56.50 74.8 102 4u 191.50 102.90 7 l.5u 114.90 d1/, /t|cha||eubmg v. I080..... i Äugooutg 0. 1901 Ulli. b. 1908 . , 4 Baoeuhauieu hp.-»kreo.-r). M. Pfandbriefe. , <01. Pommt. abgeft. 80°,', a'/. Castetet Lanoes-Ctebiiann. mit. . . Diverse Obligationen, bo. Ser. 1 oratij-B0>e|/ u Stiu. ueuet|t. . £e|lcri. voialD. tDetuuail.) . . . DB. ir^B. »L Sch.-Bersch. (abgeft. Elisad.'A.- u Heuern. Pp. . . Portug untsij. 0. 19üa Ser. I . . üu. uui|tj. 0. 19u2 Ser.HI *. . 1. ti). v. 1;<Ü3 „ L Q). 0. 1891 „ v. 1894 . . Di. v. 1898 . . - 4 jurin. d7, do. ... Bagvad-Bat/N . . Ungarische i»)Olb«Ditiite 2025t Staats-Reute . . 00. t. P v. 1898 lünbb. ab 1908 Juveit'Ani..... -*1 /, Bukarest 4* 168 i stf. gar. . . W/1000 -*/t0 3tat.iil.gar.(S.2J.©er. A-E.i.^J. . . 4 Jtai. Dutielmeet fteucrir. 1. (S. . . ‘24/le ViDotncd. t*tL C. D. u. D/2 500 1 Satb. Ser. stst. gar. 1 u. II . . 41/, Dtu||. Sikatsant. 0. 19uu . laüiilüiio.«2lm. v. 1880 rrusländischc. Elisabeth iieuerir. 1. i»/. . St. octb. ’Jirbb. 188< sis. l. S. 47, 001 • 4 Cghpnsche unistzierte 93.7 5 8 / y° 102.- 93.95 Bank für handel und Industrie . Niederlassung Eieben. bo. 0. 19U2 . . , vtuiburg abgeft.. . . i:uDwl^,vha|en 0. 1896 8*I Schwebische 0 Ibbü abgeft. . . 8»/, do. v. 1890..... 3 bo 3'/, Schweiz. C>bg. (A.-G.) unk. b. 1911 4 Sero, amort. . 1695 (4Uo) . . . 4 37, 4 4 4 4 4 4 37. 8 do. B. 91 do. v. 97 Ungar, sireoiibani . . uniunoaul t*iteu) . . ibieuet Baulbereiu. . tVurttbg. vautauitalt . bo. Bet-iusbanl rver. Set. tote, «er. Set. S>')polfteren.Slt,..®t. J au| 8oo/. utu 2s u. Q abgeft. Wurtte.ubg. bo. bo. do. do. do. I E abgeft. . bo. IIIEmil. b. 1905 bo. bo. do. do. Landw. Sirebitbanl Piandbt. T-V . . bo canbiu. itrebitoaiii Vit. D-J . . , bo. du. L'iL N-P Landw. ftrcbubanl Pfdbr. Lit. Q-S . . Hamog.^yp^Bt. -.111 -a40tünob.u01905 do. do. to. v41-4uu unt. b,191u bo. do. S. 401-470 mit. b. 1913 37, ö*,, Mey v. 19üa mit. b. 191 4 München u. 19uU/Ül uni. bo. v. 18.-u mit. 1912 bo. 0. 1902 mit. v. 1912 oo. 98 um. Iaü9 si|t. gar. bo. 1901 uiico. o.l 915 |t|.g. Suoiuen |i|t. gar. 408/2O4Ü 3 Stuttgart v. 1895 lünbb. ab 1905 41/, bo. v. 1904 umilgb. b. 1912 3 Trier v. 1901 lünbb. ab 1906 . 37, bo. 0. 1899 47, Ulm v. 1905 1 Sßießbaben v. 1900 lünbb. ab 1905 Kursblatt des Giehetter Anzeigers vom 3. Dezember (OOS. oo. 0. 1897 neuerst. <7, Bosnien u. Hercegov. 0.1902 unk. 1913 4 Du OU. 5 Buigar. Tab. Äni. v. 1902 1. G. . !"/»• kriech. C.-B. v. 1890 Heuerst. p/t ou Diunopol'Äiil. 0. 1887 . . Du. v. luüa Diejit. amort. .miete Ser. I—IV . Pes. bo. cou|. äugen v. 1899 steuerst. Lstr. be. cous. innere Cl|euwctle Vollar t. 102 . . . tiieitt. irett ^ouiuutg r. 103 . . 4,. niiaul Aeiegtai..... (5tauten*UUec, gatuuU 0. ^tanksutt öranl). l. 10a .... DiCUe BoOetl t. 102 .... DO. 00. t. 101 Hi)p.-Bt. Lit. A Di. luvo 00. Lit. B Di. 1000 4 bo. bo. S. 19 mit. 0. iuu9 . 4 bo. bo. to. 22 unt. b. 191z . 4 bo bo. S 25 unt. d. 1914 . 4 bo. bo. S. 27 um. b. 1915 . 3'/. bo. bo. S. 23 unt. b. 1912 . 37. bo. bo. S. -6 uni. b. lall. d7, bo. bo. S. i7 u. S. 18 . . 37, DO. bo. S. 24 um. i). 1912 . Gelegenheit U Äeicht. Advents-Andach, di', Tet Aus'eid. > m e x. llöt- Anmeldung lun9 und Bibel- n>hannessaal: - Aus,eid. ^e'chie und heil, »goiiesdiensl statt. In ^onsttmaiiden- M von Piarrer 15 der Praxis der ranenvereuls fmb en. dSx ■beten. nen cm N« der Bank nfuidit. . 18.30 . 14130 . 123.00 an^sktirsa. /werk. . ilsgar ank , ictite Oank für //Ml , 191.75 . 191.50 . 1830 . 88.20 , 140.00 -ubahn . ,ualiu , . 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Anträge. 6905 Zu dieser Versammlung laden wir alle HandwerlS- meister GiegenS und Umgegend freundltchit em und sehet, in Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordiiung für daS gesamte Gewerbe einem zahlreichen Besuche entgegen. Der Vorstand: Konr. Henry, Schriftfübrer. Ph. Wittmann, 1. Vorsitzender. E Kaufhaus S. Elsoffer ® _ Spie.waren, Schaukelpferde _ S Puppenwagen, Schauk-in Lj Q Kinderatühie, Luxusai cikel g Glaswaren, Porzellan E3 Emaille u^d alle Haushalt- B q △rtiisei (» -- M M s Kaufhaus S. Elsoffer ga d yononinm Kirchenplatz 9. 6833 Szenen von der A^ittel- u.eeireise Ihrer Kaiser!. Majestäten und das interessante Sch!oß Achille'on. Jeden Tag von 2—10 Uhr geöffn. Kaulm. Verein. Samötag, den 5. Dezember, abends 8 Uhr, im Dercinsllauc«, Metzelsnppe __________mit Musik. (v4In V. c. Zwclgverein Gießen. Freitag, d. 4. Dez^ abends 9 Uhr: Vereins-Abend im Kaiserhoi. [v4^ Sonntag, den 6. Dezember: • Wiefeck—Hangcl- . • ftein - Lollar - Witzmar—LaunSbach —(Slcillerg —Gtegen. Abmarsch 10 Uhr am W a 111 o r. Marschzen 5*/» Stund. _______Gäste toilltonunen._______ Gesangverein Heiterkeit. Henle abend Singstunde im Vcrctnslokalc. Umständehalber linoet die Singstunde im Bereinslotale Halt. v*l 121___________Der Vorstand. Siiinstn i, 5/1'.üb. .Abis.iltjpüiilitlid) Abi. nub Äufn. Krimtzl. Lck.t-s 5fiajio|Jtii. Ehemaiigei* Sieigerziig d8r F. li. F. Tamstag,d.a.ds. MtS^ abends ^^ouriStagSseier bei Kamerad Betz.[09906 G. F. F. Montag, den 7. Dezember, abends 8'/, Uhr, Monutsversammlung bei Kamerad Peter Berg. „Mitteilungen" betreffend: Weihnachtsfeier. B^/nJ______Das Kommando. M Siadttiieatsr Giessen. Direktion: Hermann Steingoettcr. Freitag, den 4. Dezember 1908 abends b Ubr: Äusser Abonnement! Zweites und lehteS Gaftsptel deS Sctiherseer Bauerntheaters: „iec 'MükruMfWtt" Mündliches Bollsstück mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Benno Nauchenegger u. konrab Dreher. Munt von Emil Kaiser. Anfang 8 Uhr. Ende 10'/a Uhr. In jeder Vorstellung 2lustrctcn der Schuhplattlcr-Tauzer. Sonntag, d.v. Dezember 1908. nachmittags 3Vi Uhr. Kleine Preise! Kleine Preise! .Madame Sans iene‘ Lustspiel in 4 A.ten von Bl11orten Sardou. Anfang 3*/, Uhr. — Ende 5'/« Uhr. Abends 7*/i Ubr: Kleine Preise! Kleine Preise! Novität! Novität! „2x2= b“ Satprspiel in 4 Akten von Gustav Wied. Anfang 7*/a Uhr. Ende 9».'« Uhr. GGDGWGGKGS