M i Butter. Zweites Blatt Freitag, 6. März 1908 158, Jahrgang Nr. 56 Erschein! »ügNE tnti Ausnahme M VmmtagS, General-Mzeiger für Oberheffen (Beifall.) Abg. Graf v. Kanitz (kons.): tpoiUtSdic Lagesdedtt«. Die neue Kongo-Vorlage Die »Siegener ZamllienblStter- werden dem „Hngeiger* Biennal wöchentlich bergelegt, daS „Mtetsblatl ffli den Kreis Siegen" zweimal w-chenUich. Der „hessisch« Landwirt" erscheutt monatlich einmal. tRafafisnStmie? anb Tiertofl bet Vrüblichen Unwccfnät» - unb ^Utirb rüder ei. tft Bang«. Siegen. Es gibt kaum noch einen Bedarfsartikels der noch nicht shndi- ziert ist, der noch nicht der Preispolitik der Syndikate unterworfen ist. Nur wenige landwirtschaftliche Produkte sind noch frei. 347 Syndikate gibt es schon, die das tägliche Leben verteuern. Darum stimmen wir der Resolution deS Zentrums zu, auch dem Antrag Wagner, der Maßnahmen gegen diejenigen Kartelle verlangt, die die Beanstandungen des Kartellamts nicht beachten. Tie V e r. hältnisse in Amerika mahnen zur Vorsicht. Die dortige Kartellwirtschaft hat schon 3u einem Riesenkampfe geführt, dessen Ende noch nicht abzusehen ist. Sogar die Eisenbahnen sind dort vertrustet, waS Gott sei Dank bei uns nicht möglich ist. Und mit Jubel wurde es begrüßt, als Präsident Roosevelt das Messer an die Korruption der Trustwirtschaft setzte. Wir sind leider aus nischen Schiffswerften sind sogar nach Holland gegangen, weil sie das deutsche Material dort billiger erhalten, als bei uns. (Hört! hört!) Dem Ausland ist das natürlich sehr angenehm. Es ist Pflicht des Staates, hier einzugreifen. Das ist kein Stück Staats. sozialisnrus, das ist ureigenste staatliche Pflicht. Der Staat muß ein Aufsichtsrecht über die Kartelle haben. Er muß einen Kommissar zu allen Beratungen seiiden können. Jndi. rekte Eingriffe in das Kartellwesen sind nicht angebracht. Aber auch auf indirektem Wege kommt man zum Ziel, durch Rückvergü, tung von Zöllen, Heranziehung einer ausländischen Konkurrenz, Verbilligung des Imports ausländischer Waren, staatlichen Ankauf von ausländischen Waren und vor allem durch eine entsprechende Wasserstraßen, und Eisenbahutarifpolitik. Der neue englische Flolten-Verein. Unter dem Namen „Imperial maritime League“ hat sich in England ein neuer Flotten-Verein gebildet, der die Stelle der aufgelösten „Navy League“ einnehmen wird. Das Programm der „Imperial maritime League“ besteht aus folgenden fünf Punkten: 1. Herrschaft über das Meer als politisches Programm. 2. Schaffung einer strategischen Direktion in der Admiralität. 3. Aufrechterhaltung des „two power Standard“. (Die englische Schlachtflotte muß stets den vereinigten beiden mächtigsten fremden Flotten überlegen sein.) 4. Ausführung der von der Navy League begonnenen Arbeiten. 5. Vermehrung der Zahl der englischen Matrosen an Bord englischer Schiffe. Redaktion. Ervebttion orflichtung zur Anmeldung, Aufsicht des Kartellamts über die Geschäftsführung usw. Die Konsumenten müsten gegen die Kartelldiktatur in Schutz genommen werden. Sogar das „Berliner Tageblatt", daö doch gewiß nicht im Verdachte der Kartellgegner, schuft stehe, habe kürzlich festgestellt, daß Panzerstahlplatten nach England billiger abgegeben wurden als im Jnlande. Unsere rhei. Deutscher Reichstag. 116. Sitzung, Donnerstag, 6. März. Am Tische des Bundesrats: v. Bethmann.Hollweg, Wermuth, Caspar. Präsident Graf Stolberg eröffnet bis Sitzung um 1 Uhr 15 Minuten. Gtat deö ReichSamts des Innern. (Dritter Tag.), Abg. Bruhn (Reformp.): Auch wir schließen uns der allgemeinen Anerkennung für den Grafen Pojadowsky an, wenn wir auch mit ihm nicht immer einer Meinung waren. Wir hoffen, daß da2 Gesetz gegen den unlau. teren Wettbetverb bald kommen wird, insbesondere gegen Warenhausunwesen und Ausverkaufsschwindel. Schutz müssen wir ver. langen gegen den Terrorismus der sozialdemokratischen Gewerkschaften, die die Unzufriedenheit fort, während schüren, und für die auch die Tarifverträge nur Kampfmittel sind. Welchen Mißbrauch die Arbeiter mit ihrer Macht tteiben, zeigte der Kampf im Berliner Baugewerbe. Man provozierte einen Prinzipienkampf um den Achtstundentag. Mit Gewalt hielt man fremde Arbeiter fern. Dagegen muß das Gesetz Schutz bieten. Den mächtigen Arbeiterorganisationen müssen machtvolle Arbeitgeberverbände gegenübergestellt werden. Die terroristischen Auswüchse werden erst verschwinden, wenn die Arbeitgeber sich organisieren. Dann werden die Herren Arbeiter bald einsehen, daß sre nicht tun können, was sie wollen. Es ist die Pflicht aller bürgerlichen Parteien, dafür zu sorgen, daß den Ar. beitswilligen ausreichender Schutz gewährt wird. Ein Re i ch ö. Handwerksamt ist notwendig, schon deshalb, weil die Hand. Werker glauben, daß man im preußischen Ministerium des Innern nicht das richtige Verständnis für Handwerkerfragen hat. Eine schwere Belastung des Handwerks bedeutet die Bestimmung, daß ungeheure Summen bei den Berufsgenossenschaften als Reserve, fonds angesammelt werden müsten. Die Abgrenzung von Fa. b r i I und Handwerk muß gesetzlich geregelt werden. Einer Ausdehnung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe können wir im Interesse der kleinstädtischen BevLkerung nicht zustimmen. Die Beiträge zu der Arbeiterversicherung müsten nach dem Einkommen der Unternehmer, nicht nach der Zahl der Arbeiter verteilt werden. Tie Fürsorge für die Arbeiter ist allmählich zu einem Wettrennen ausgeartet. Die Parteien sollten sich doch nicht gegenseitig an Wohlwollen für die Arbeiter überbieten. Jede Partei will möglichst sozial erscheinen, aber an die kleinenArbeitgeber denkt man nicht. Auch wir wollen dem Arbeiter das zukommen lasten, was ihm gebührt. Wir wollen aber nicht, daß sich alles nur um ihn dreht. Wir verlangen, daß man auch auf den Handwerker, stand Rücksicht nimmt. Hoffentlich wird der Staatssekretär seine Politik in diesem Sinne führen. (Beifall.) wurde gestern nachmittag in der belgischen Kammer em- gebracht. Sie entspricht den bereits mi(geteilten Angaben bezüglich Abschaffung der Krondomäne und der Einverleibung der Immobilien und der Finanzen in den belgischen Sta-t Der Annexionsvertrag sieht eine Rente von jährlich 120 000 Francs für den Prinzen Albert und eine solche von 75 000 Frcs. für die Prinzessin Clementine vor. Ferner übernimmt der belgische Staat alle Verpflichtungen bezüglich der verschiedenen Gesellschaften erteilten Konzessionen. Ferner ist ein Spezialfonds von 45 Millionen vorgesehen zur Ausführung von gemeinnützigen Arbeiten in Belgien, speziell in Laken, Tcrvueren und Ostende. Eine Summe von rund 50 Millionen, zahlbar in 15 Jahresraten, wird dem König als Zeichen der Anerkennung zur Verfügung gestellt. Dieser Betrag wird ausschließlich zur Ausführung von Bauten, schäft für ben Staat wohl leimen. Die jetzt mächtig aufftcigenbe nationale Arbeiterbewegung berbient die Unterstützung aller Vatcrlandsfreunde. Als Stresemann das äußerte, da riet ihm fiebebour zu: Sonntagnaclmnitagsrede 1 Ich wünschte, daß unsere Arbeiter solche Sonntagsreden immer häufiger zu hören bekämen, als Ihre verhetzenden Reden. (Lachen der Soz > Heißen wir aber die nationale Arbeiterbewegung gut, dann müssen wir auch gewisse Folgeerscheinungen hinuehmen, die mit jeder Gewerkschaftsbewegung verbunden sind, müssen ihr zugestehen, daß sie Vertretung von Arbeiterinteressen ist und müssen es auch in den Kauf nehmen, wenn die Worte nicht so fein gewählt sind. Hoffentlich kommt sie bald aus den Lümmeljahren heraus. (Heiterkeit und Gelächter der Soz.) Ein Teil der Arbeitgeber hat in dieser Bewegung anfangs eine Schutztrupps für Uuternehmerinteressen unb eine Kampftruppe gegen sozialdemokratische Gewerkschaften erblickt und es sind bann Worte von Unternehmern gefallen, die chri st lichen Arbeiter seien ja eigentlich schlimmer als die sozialdemokratischen. Das können wir nicht gutheißen. In den sogenannten gelben Gewerkschaften können wir leine Zulunfts- Eeime erblicken. Der Redner erhebt die Forderung direkter Stenern, indem er sich gegen Herrn von Rheinbaben wendet. Wenn dieser von Schrittmachern der Sozialdemokratie gesprochen hat, nun, so befinden wir uns in guter Gesellschaft, bann ist auch der bayerische F i n a n z m i n i st e r von Pfaff ein wlcher Schrittmacher. Das preußische Legitimationspapier können wir nicht als einen Eingriff in die ReichSgesetz- gebung ansehen.Das „Berliner Tageblatt" schrieb im Anschluß an eine Gerichtsverhandlung: unsereAgrarier lieben es bekanntlich, im Parlament von Leutenot zu sprechen. Wenn man ihnen dann von liberaler Seite entgegenhält, daß einen großen Teil der Schuld die unwürdige Entlohnung und schlechte Behandlung der Leute trage usw. — Wir verwahren unS dagegen, daß das „Berliner Tageblatt" den Liberalismus ge- pachtet hat. Es gibt kein Blatt, das ihn mehr in Mißkredit gebracht hat. Erfreulicherweise wird eS auch von den eigenen Parteigenosten abgeschüttelt. (Hört, hört! und Heiterkeit der Soz.) Ich nenne bloß Heckscher. Die „BreSlauer Zeitung" hat genau so über das „Berliner Tageblatt" geurteilt und wenn Sie ins Land hinausgehen, finden Sie diese Auffassung bestätigt. Ich glaube, politisch ein gut liberaler Mann zu sein, kann es damit aber wohl bereinigen, für erhöhten Zollschutz einzutreten. Wenn das „Berliner Tageblatt" daS nicht eiusehen kann, so bedaure ich es. dem Wege zu ähnlichen Zuständen. (Hört! hört!) Wie lange wird cs noch dauern, und die Syndikate wachsen der Regierung über den Kopf. (Sehr richtig!) Noch heute erscheint es ja so, als ob die Regierung gar nicht wagt, gegen bi. Trustmagnaten einzuschreiten. (Lebhaftes Hört! hört!) Das Kohlensyndikat hat im Jahre 1906 an Umlagen 3 900 000 Mk. er. hoben. Zu welchem Zweck? Wahrscheinlich zur Gewährung von Exportprämien. (Hört! hört!) Die ganze (Enquete hatte gar fei. nen Zweck. Die Vertreter des Syndikats verschanzten sich stets hinter der Behauptung, es handle sich um Geschäftsgeheimnistc, wenn sie über den Preis der nach dem Auslande gelieferten Kohle Auskunft geben sollten. Aber die Regierung wagt ja nicht, einzu. schreiten. Jetzt hält noch das Kohlensyndikat an seinen hoben Prei. fen fest, ja es hat sogar wegen der nachlastenden Konjunktur eine Einschränkung der Produktion verfügt. (Hört! hört!) Und erst kürzlich hat es 200 000 Tonnen Gaskohle zu bedeutend ermäßigten Preisen nach Belgien gegeben. (Lebhaftes Hört! hört!) Auf den Stteit zwischen Dueck unb Stresemann gehe ich nicht ein. Von all den rheinisch-westfälischen Zechen zahlt keine unter 11 Prozent Dividende, die meisten aber 15, 30 und mehr Prozent. (Hört, hört!) Der Redner spricht über die Relation von Bergarbeiterlöhnen und Kohlenpreisen. (Lachen der Soz., Zuruf: Brotpreise.) Auf seine Lohnberechnung ruft Hue : Woher stammen die Zahlen? Gras Kanitz: Von H i l b ck! (Aha! unb Gelachter.) Durch diese ungesunde Entwicklung der Bergarbeiterlöhne werden nicht nur die Kohlenverbraucher geschädigt, sondern auch alle Erwerbszweige, die nicht so hohe Löhne zahlen können, vor allem die Landwirtschaft. Wir Landwirte sind nicht in der Lage, Kartelle zu bilden. Wir müsten es uns gefallen lasten, daß die Arbeiter, die wir michsam großgezogen haben, uns den Rücken kehren. Im Jahre 1906 find allein aus Ostpreußen 42 000 Leute nach dem Bergrevier ausgewandert. (Hort, hört!) Ich bin fein prinzipieller Gegner der Syndikate, die wirtschaftliche Berechtigung der Kartelle aber hört auf, wenn die Preise über das notwendige Maß hinaus gesteigert, die Produktion eingeschränkt und Produkte billig nach dem Auslande abgeschoben werden. Tann muß der Gesetzgeber einschreiten. Es ist schwer, die richtige Grenze zu finden. Aber her Staat hat Machtmittel, vor allen Dingen in den Eisenbahntarifen. Es kommt nur darauf an, daß davon auch wirklich Gebrauch gemacht wird. (Sehr wahr! rechts.) Ein weiteres wesentliches Machtmittel ist die öffentliche Abschreibung des staatlichen Bedarfes an Kohlen, unter Beteiligung des Auslandes. Wir wünschen eine gesunde Entwicklung der Produktion. Dazu können Kartelle sehr gut fein. Aber wir müssen einer Hypertrophie entgegenwirken, sonst kommen wir zu haltlosen Zuständen. (Lebhafter Beifall.) hessische Zweite Kammer. Darmstadt, 5. März. Am Ministertisch: Staatsminister Ewald, Finanzminister (5Fnaui§, Minister des Innern Braun, Geh. Staatsrat Krug von Nidda. Präsident Haas eröffnet die Sitzung unv 9^2 Uhr. Tas? Haus setzt die Generaldebatte zum Staatshaushaltsetat fort. Mg. Tr. Schmitt führt aus: Kem Herrn Minister sei tag nur einem Gesetzentwürfe zustimmen werde, ui dem eine auf ärztlicher Grundlage aufgebaute einheitliche Organisation mit besonderen Abteilungen für die Angestellten vorgesehen wird. Dem eventuellen Bedürfnis, die Wahrnehmung der für Juteressen einzelner Berufe gesonderte Z^r- tretungsbefugnisse zu schaffen, könne ohne ^chwrengielt durch Bildung entsprechender Unterabteilungen genügt werden. Abg. v. Dirksen (Rp.): Es ist mir von sozialdemokratischer Seite vorgeworfen worden, ich hätte anläßlich der Arbeitslosende mon st rationen in Berlin in einer Versammlung erklärt, man hätte auf die „Bande" schießen sollen. So gemütsroh und so unvorsichtig bin ich nicht. Ich habe nicht von ben Arbeitslosen gesprochen, sondern von den Wahldemonstrauten. Diese Wahldemonstration war eine Mache der Sozialdemokratie, die bei Wiederholungen leicht zu Blutvergießen siihren konnte. Ich habe nun erklärt, baß dieses Blut auf die Häupter der Sozial- bemofratie falle. Es waren rüde, unreife Bengel, die von dem Gegenstand ihrer Demonstration gar keine Ahnung hatten. Solchen Demonstrationen muß man energisch entgegentreten. Hoffentlich geschieht das auch bei den geplanten Umzügen am 18 März. Von den Arbeitslosen haben viele im Sommer gestreikt unb so ihre Stellen verloren. Sie sind also selbst schulb daran. Es wäre daher ganz verfehlt, eine staatliche Arbeitslosenversicherung einzuführen. Eine solche Forderung ist geradezu frivol. (Unruhe der Soz.) Von einer Verelendung der Massen ist keine Rede. Ebenso lächerlich ist die Behauptung, daß das Leben der Landarbeiter eine unerträgliche Qual sei. (Gelächter der Soz.) Ich möchte nur wünschen, daß die Arbeiter in den sozialdemokratischen Betrieben so gut behandelt werden wie auf dem Lande. (Sehr richtig! rechts.) DaS Auf- kommen der christlichen Gewerkschaften haben wir freudig begrüßt. Leider lassen sie sich aber jetzt doch hin und wieder Terrorismus zu schulden kommen. DaS Haus vertagt sich. Abg. GicsbertS (Ztr.) persönlich: Die christlichen Gewerkschaften verurteilen prinzipiell jedes unmoralische Machtmittel. Der Präsident teilt mit, daß er die Beamteninterpellationen auf die Tagesordnung am nächsten Dienstag setzen werde. Freitag 1 Uhr: Weiterberatung. Frhr. v. Herlling (Ztr.) wünscht den Sitzungsbeginn schon um 11 Uhr. Abg. Baffermann (nL) widerspricht. Es tagen Kommissionen. Wir haben schon bittere Bemerkungen in der' Presse darüber gelesen, daß wir neben dem freien Sonn- unb Montag den Freitag zum Reisetag machen wollten. Es darf nicht die Praxis einreißen, daß die Herren um 11 Uhr sich in die Anwesenheitslisten eintragen und um 11 Uhr 30 Min. die Züge benutzen (Heiterkeit). DaS haben wir nicht beabsichtigt, als wir alle 14 Tage die freien Tage einsührten. Wir wollen die Kommissionsarbeiten fördern. v. Nornmnn (kons.) stimmt zu. Die Blockmehrheit stimmt für 1 Uhr. Schluß 6 Uhr 10 Min. __ Missionen 2c. im Kongogebiet verwandt werden. Ter König erhält ein Gebiet von 40 Hektar mit der Provinz Maymnbe zur Vornahme von Anpflanzungsversuchen von Kaffee und Kakao. » Die Arbeitskammern und die technischen Angestellten. Tie technischen PriLatangestellten, die in dem über '0000 Mitglieder umfassenden „Sozialen Ausschuß von Vereinen technischer Privatangestellten" ihre Vertretung sehen, mben in einer Delegiertenversammlung am Sonntag den 23- Februar zu dem Gesetzentwurf betr. Arbeitskammern vtellung genonrmen. R-ach einem von $>errn Karl Sohlich löont Bund der tcchn isch-industriellen Beamten) erstatteten neferat und nach einer lebhaften Debatte wurde von den Vertretern der Angestelltenorganisationen einstimmig eine Resolution angenommen, in der es zunächst zwar begrüßt ^rd, daß der Entwurf vor Zustellung an den Reichstag iien weitesten Schichten der Bevölkerung zugängig gemacht ^nli'de, zugleich aber mit aller Entschiedenheit erklärt wird, t^lß die Gesetzesvorlage nach keiner Richtung den Erwar- lungen entspricht, die die technischen Angestellten auf eine Kesetzlich geordnete Interessenvertretung der Arbeitnehmer gesetzt haben. Die vorgesehene fachliche Gliederung sowie «re Anlehnung an die Berufsgenossenschaften machten den Entwurf auch für die technischen Angestellten völlig unannehmbar. Dazu komme das völlig verfehlte Wahloerfahren, «as ein wirkliches Jrrteresse der Arbeitnehmer an diesen Kammern von vornherein ausschließe. Die vorgesehene Ver- wetung der technischen Privatangestellten sei nach diesem Entwurf völlig problematisch. Äa der Soziale Ausschuß sich nur von einheitlichen Arbeitskammern eine fruchtbare 'V™ min™Mmftrirt™ tahafext verbrechen könne, so erwarte er, daß der Reichs-1 Gründung von Schulen, Ausrüstung von wiffenschastlichen rgs 4 Ubrin rslimg desRechnr Ter Vorstmid, randplat1. gora- und Vare er Teppiche, i erstaunlich C5/, Wa! ng. aus bcr.Mi« auf drei iMy jme dieser Vs-- teniW-'*3, Mndel und u> * -Ss fielt* ""t1" IWiW'jÄ M Sei* * ldüE < I*' )nzert 8s* ZA Mit 3M “Pinedo h',' §?a! 60 pf„ ** ^Leillaich, J^bTOli j, jt'j donges.i - Stützen- deppen ek n [1050 Tauben str. 6. Hestern vom Hause lautes Bravo zugerufen worden, als derselbe Sie Grundsätze darlegte, nach denen unser Hessenland regiert werden müsse. Drob dieses Sympathiebeweises aber sei er der Meinung, datz es in Hessen noch sehr an der notwendigen Fühlung »wischen Regierung und Volksvertretung fehle. Tas Wort des Ministers „Mit dem Volk, Alles für das Volk" habe doch durch den bisherigen Verlauf der Debatte über die Vereins- und Versammlungsfreiheit eine etwas sonderbare Illustration erfahren. In dieser wichtigen Frage nehme die Regierung einen völlig isolierten Standpunkt ein. Tas hessische Volk hätte von der Regierung doch erwarten dürfen, baß sie unter allen Umständen die hessische Verfassung aufrecht 511 erhalten bestrebt sein würde. Schon bei der früheren Besprechung seiner Interpellation habe sich das Haus geschlossen gegen jede Beschränkung des Vereinsund Versammlungsreclsts ausgesprochen, aber der Vertreter Hessens im Bundesrat habe daselbst feine entsprechende Erklärung abgegeben, weil er keine Instruktion dazu hatte. Es sei aber dazu auch jetzt llwch nicht zu spät, und rwch wirksamer würde eine solche Erklärung fein, wenn sie im Plenum des Reichstags abgegeben würde. Wenn das jetzige Reichsgefetz zur Annahme komme, so würden wir zweifellos unser freiheitliches Versammlungsrechl verlieren und mit einem reaktionären vertauschen. Redner bespricht bann die Haltung der Regierung zur Wahlrechtsfrage. Tie Feinde des direkten Wahlrechts hätten ihre Freude gehabt an der neuen Vorlage der Regierung, und dieselbe habe bei derselben fidj-cc nicht nach dem Grundiatz gehandelt: Mit dem Volk Alles für das Volk! Man müsse dar Regierung and) den Vorwurf machen, daß sie bei der Beratung der beiden Gesetzgebungsausschüsse mit verschränkten Armen dabei gesessen und nichts zu einer Verständigung getan habe. An dem vollen Budgetrecht der Zweiten Kämmer dürfe nidjt das Geringste preisgegeoen werden, dagegen werde er gern zu jedem anderen Entgegenkommen bereit jein und auch dem vorgefchlagenen Art. 75 der Verfassung zustimmen. Zu beklagen sei, baß die Regierung ihr Versprechen noch nickst erfüllt und die neue Gemeindeumlagenreform eingebracht habe. Dieselbe fei schon deshalb sehr wichtig, da sie auch mit dem Wahlrecht zusammenhänge. Dem Ministerium sei von allen Seiten das volle Vertrauen ausgesprochen worden. Dasselbe werde aber erheblich herabgesetzt durch die absolute Bedeutungslosigkeit und Erfolglosigkeit, dem Verhalten der preußisch-hcisiscistn Eiscnbahn-Ge- mernschast gegenüber. Tie letztere haue selbst ihre festen Zusagen bezüglich der Mainzer Vertehrsverhältnisfe nicht gehalten und dadurch überall die tiefste Erbitterung hervorgerufen. Zu -den vom Abjg. Dir. Osann besprochenen verschiedenen „Fallen" müsse er mit Bedauern feststellen, daß dieselben auch von einer Stelle mit verschuldet wurden, die verfassungsmäßig keine Verantwortung zu tragen hat, die aber tatsächlich doch öie größte Verantwortung trägt, die cs in einem Staate geben rann. Den hessischen Ministern müsse er zurufen: Es ist ein Unglück für die Fürsten, wenn sie nickst die Wahrheit hören, die reine ungeschminkte Wahrheit, die nicht durch höfische Rücksichten verduntelt wird. Wenn unsere Minister diese absolute Wahrheit an der geeigneten Stelle zum Ausdrull bringen würden, so wären die verschiedenen Vorfälle, die überall das bedenklichste Kopfschütteln hervorgerusen haben, nicht vorgekommen. (Lebh. Beifalk.) (Abg. Adelung ruft: Welche Fälle!) Ich wtll aus die Einzelheiten hier nicht naher eingehen, auch Herr Adelung ist nicht mehr so jung, das; er nicht wissen sollte, Ms hier gemeint ist. (Heiterkeit.) Tr. Osann hat mit 'Jieajl aus das Aufsehen hingewiesen, welches die Tat,ache erregte, daß der Bürgermeister Tr. Dullo in ganz besonderer Weise ausgezeichnet wurde, und zwar zu einer Zeit, in der man schon wußte, wie dort die Sachen lagen. Tas versteht man draußen im Lande einfach nicht. (Zustimmung. Rufe: Sehr richtig!) Tann eine andere Sache: In der Kämmer waren gelegentlich der Besprechung der Mainzer Zugumleitungen einmütig die schärfsten Vorwürfe gegen die Eisenbahnverwaltung erhoben worden. Tas ganze Haus hatte laut protestiert gegen diese Behandlung Hessens unozwei oder drei Tage darauf erhielt der preußische Eisenoahnminister einen der höchsten hessischen Orden. Auch das wird man draußen nicht verstehen. LZustmtzmung.) Gegerr die Verteihung des Ordens will ich gar nichts entwenden, aber der Zeitpunkt der Verleihung mußte aufsallen. lind werter muß ich sagen: In nnferm Lande erhärt der höhere Staatsbeamte nach tadelloser 20 jähriger Dienstzeit das Ritterkreuz 1. Klasse. Wenn em Mitglied der Zweiten Kammer auch einmal zur Dekorierung vor geschlagen wird, so wird erst eine gründliche Untersuchung über seine Würdigkeit angesteln und bann erhält der Betreffende in ber Regel das Verbienpkreuz 2. Klasse, (^rehr richtig!) Dagegen aber wurde man im vorigen Jahr plötzlich mit der Rach richt überrascht, daß ein Zirkusoirettar eurer benachbarten Stadt (Direktor Schumann in Frankfurt) das Ritterkreuz 1. Klasse erhalten habe. Es muß ein er Heven des Vergnügen sein, zu sehen, wie der Mann mit der Peitsche in der Hand und dem Orden angetan, im Zirkus seine Kiowns und Pserde arbeiten läßt. Was hat sich der Mann für ein Verdienst um das Großherzog tum Hessen erworben? (Zustimmung.) Die Minister kann man für em solches Vorkommnis gewiß nicht verantioortlich machen, sie haben wahrscheinlich auch erst aus der Zeitung daoon erfahren, aber man muß doch an die Regierung oas dringende Ersuchen stellen, alles zu tun, was ihr möglich ist, um derartige Sachen zukünftig zu vermeiden. Redner kommt dann zum Ernt zurück und betont, daß die Verhanolungen der Zweiten Kammer nickst mehr aut ber Höhe ber Zeit stanoen und eine Abänderung der Geschüstsöronung ormgenb notwendig sei. Für zweijährige Budgetperioden könne er sich nicht erklären, so lange sie nicch auch im Reichstag erngesührt ,eten. Dagegen sei eine Revision der Be- svldungsorbnung notwendig. Zu beklagen sei, daß oet 2insienung oder Beförderung von Beaniten die K'atholiten vielfach übergangen würden, was Redner mit statistisckstn Angaben naher darzuiegen sich bemüht. Bezüglich der Verwaitungsgesc^evisivn meint Redner, er betrachte dieselbe durchaus nicht als gefcoeirert, sondern fei der Ansicht, daß sich die Landgemeinde- und die Sradieoranuiig sehr wohl noch m diesem Landtag erledigen lasse. Mit Bezug au, die anderweitige Regelung des Kreisolciillvefens wolle er bouj feststellen, daß es in .so en en immer noch Kreisblätter gebe, welche den politischen Gegner in ungehöriger Weise herunter,etzen. Die Regierung sollte solchen Blattern ernfaci) die awiitchen Inserate entzielstn. Hinsichtlich der Weinsrage wünscht Redner, daß die Regierung mit größter Energie alle Magregetn treuen möge, durch weiche die yicu traut leiten beujmbcrt unu die Reblausheide vernichtet werden, damit die rheinhe„i,chen Weinbauern in Zu- kunst von neuen, unbereü;enuaren Schaden vewahrt werden Wenn die gestrigen Ausspruche des Ministers Braun m Erfüllung gehen sollen, dann sei vor allen Singen erforderlich, daß die drei ge- fetzgebenden Faktoren Hessens gemeinsam zusa.nmenaroeiten üiw nickst die drei Pferde des Staalswagens, Regierung und beide Ständekammern, uack) verschiedenen Richtungen auseiuanderlaufm, sonst muß dir Wagen stellen bieuien und das nioLen imr nicht, wir wollen vorwärts schreiten! (Beifall.) Abg. Kohler oemertt, er jei erstaunt, daß man über seinen Artikel im „Bayerischen Vaterland" in betreff der „Geschtudirten' so viel Aufsehen gemacht habe. Redner versucht seine darin enthaltenen Aussührungcn zu rechtfertigen und memi, er habe dabei defoirderS au, frühere Verhältnisse Bezug genommen. Er bedauere aber den Ausdrull „akademische Maulaffen ' und nehme ihn zurück Nach einer kurzen Pause kommt zunächst der Antrag Haas und 41 Genossen, inbetresf des Vereins- und Versammlungörecht zur Beratung. Abg. Reinhart erstattet darüber kurz mündlichen Bericht, worauf der Anttag ohne weitere Debatte unter lebhaftem Beifall angenommen wird. Bei Fortsetzung der Etatsberatung führt Abg. B e st - Osthofen aus, auch er habe den Tank der Beamren für ine Gehaltsaus- befserung sehr vermißt. Es werde überhaupt zu viel mit Beamten gearbeitet. Em gr0s,ere Bereinfachung und ^parsamk ^.i druia^uo notwendig, auch das Institut der Landwirtschafiskamnnr sei zu kostspielig und kompliziert. Redner bespciast dann kurz das Reidis- weingesetz und die Lage der hessischen Winzer und warnt vor ber Verpflanzung der amerikanischen Rebe nach den rbein1) »■ scheu Weinbergen. ’ 1 Abg. ~r. Frenay betont, er müsse auch für sein licrfon dw Vor.vurse IstohwrS zuruaweifen und dagegen peate liieren daß sich Köhler als der einzig fleißige Abgeordnete hinstelle und die übrigen Ausschnßmitglleder nichts schafften. Dem Abg. Adelung stimme er bei, daß die Eisenbahnnebeichetriebe nicht unter die Ge- werbeaufficht fallen. Es fei nicht angängig, die eine Behörde der anderen zii unterstellen. Redner bespricht dann die Frage der Gewerbeaufsicht und der Wohnungsinspektion und meint, daß die Wohnungsfürsorge vielfach noch viel verkannt werde. Sie bilde aber gewissermaßen eine sehr wichtige Erziehungsftage und er müsse namentlich den Frauen den Vorwurf machen, daß sie oft selber an dem ungesunden Zustand ihrer Wohnung schuld tragen. Allerdings hätten sie auch zumeist nicht gelernt, einen, Haushalt zu führen. Zu diesem Zweck empfiehll Redner eine Einschränkung der Fabrikarbeit der Frauen. Finanzminister G n a u t h: In den bisherigen Verhandlungen waren alle Redner darin einig, daß etwaige erhebliche Mehr- rorberungen, besonders einer Erhöhung ber Beamtengehälter, nicht ohne Steuererhöhung durchgeführt werben könnte. Er erinnere bem gegenüber baran, baß für diese Ausgaben im gegenwärtigen Etat ruub 18 Millionen angesetzt sind, denen nur 14,3 Millionen an direkten Steuereinnahmen gegenüber standen. Wollte man auch nur eine Erhöhung biefer Bezüge um 10 Prozent eintreten lassen, so würde bas eine Erhöhung ber biretten Steuern um 121/2 % bebingen. Wenn die gegenwärtigen Kämmermitglieder nach den Wahlen im nächsten Jahre als Sieger wiederkehrten, unter der Tebisc „Steuererhöhimg", so würde man ja die Wünsche der Beamten wohl erfüllen können. (Heiterkeit.) Er wolle jedoch daran erinnern, daß die vorjährigen Beivilligungen erfolgt feien unter der Voraussetzung, daß keine Steuererhöhung erforderlich werde. Tie Frage der Reichsfinanzresorm laste wie ein Alp auf den Bundesstaaten und dem ganzen wirtschaftlichen Leben. Erst wenn dieselbe glücklich erledigt sei, werde sich ein freieres Weiterarbeiten ermöglichen lassen. Was der neue Reichsschatzsekretär zur Regelung der Finanzreform in Vorschlag bringen werde, wisse man noch nicht, aber man müsse ihm Hochachtung dafür entgegenbringen, baß er den Mut hat, an die Lösung dieser schwierigsten Aufgabe der Gegenwart heranzntreten. Von dem Lob dieses Mannes sei hier im Hause ein kleiner Abglanz auch auf ihn, den Redner, gefallen. Er werbe trotz dieses Lobes niajt übermütig werben. Dasjelbe werbe aber boch bazu beitragen, ihm bas Verbleiben in seinem schweren und unbankbaren Amte zu erleichtern. Er habe ja ais Finanzminister biesmak roieber ver- schiebentlich „Nein" sagen müssen, boch verfichere er, baß bas nickst aus Bösartigkeit geschah, jonbent weil es sein mußte. Er freue sich, baß wir endlich gelernt haben, die Finanzfragen mit den gleichen Augen anzusehen und oie gleichen Folgerungen daraus zu ziehen und er hoffe, daß auch Die ^pezialberatungen in diesem Geiste geführt werden. Tann werde es dem Haufe leicht werden, die Regierungsforderungen nach den Anträgen des AusfchusfLs anzunehmen. Avg. Erk bringt verschiedene Einzelwünfche in Eisenbahn- aiigelegenheuen vor. Abg. K 0 r e 11 macht längere Auslührungkn und bespricht auch den Fall Ulrich-Brauer. Die Aeuperung Ulrichs auf bem parlainenlarljchen Abend sei eine Beleidlgimg des ganzen Bauern- Handes gewesen, und wenn Abg. Brauer nicht gebildeter märe als Herr Ulrich, jo hätte er diejem ivohl sofort eine handgreifliche Antwort erteilt. (Heiterkeit. Abg. Ulrich rüst: Die wäre ich auch nicht schuldig geblieben!) Ter Minister habe gestern mit großem Pathos feine Rede gejchlossen, sich aber doch um verjchiedene Fragen herumgemuliden. Äbg. Ai 0 l t h a n vermißt noch immer eine bestimmte Erklärung der Regierung über die Schiffahrts-Abgaben. Erfreulich fei die Erklärung, daß die Rheinjchlffahrts-Abgaben nur mit einer Bersassungsänderung durchführbar |eien. Weiter fei anzuerkennen, daß sich Regierung und Kammermehrheit jetzt bereit zeigten, für die Beiierung der Lage des Pttttelflandes eiuzutreten. Auch eine reichsgejetzliche Regetuiig der Wemkomrolle fei dringend erwiderlich. Tie Sitzung wild Darauf nach 1 Uhr abgebrochen. Forlfetzung der Beratung morgen früh 9 Uhr. §Ztzung der Stadtverordneten« (Sießen, o. Atärz. Aiimefenb: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneleu Keller, Georgi unD Heyligenflaedt, die ©taotoerorbneien: Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Faber, Gabriel, Dr. Gutfleljch, Habcnicht, Tr. Haberkorn, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Helm, Huhn, Iann, Jughardi, Krumm, Lobet, Loos, Orbig, Petri, Plank, Schaßftaedt, Simon, Troß, Wallemets, Tr.'Lvimmenauer und Winii. Die Werlzuwachssteuec. Der Vorsitzende teilt mu, daß das Ortsstatut über die Werlzuioachssteuei vom Ministerium des Innern unter Zustimmung des Finanznimifieriums genehmigt ivorben fei. Einige vom 'Dhnifterunn geivinischle Zusätze, die in der Hauptsache die s,UuV nähme einiger im Landesgejetz enthaltenen Beitimmungen in das Ortsstatut betreffen, finden die Zustimmung der Vcrfammlung. EbciifaUs auf das Verlangen des Ptmifterlums wird m die Einleitung des Statuts emgeiügt, daß es „nad) Anhöiuiig des Kreis- ausjchufies" beichlofjen worden fei, und als Termin für das Inkrafttreten der 8. wtärz bestimmt. Für die Heimarbeitsausstellung in Frankfurt ivar vom sozialpolllischen Ausschuß ein Zuschuß von 200 Atk. beantragt morden. Von den übrigen hessischen Stabten hat Offenbach 2UU0 und Darmstadt 300 Atk. bewilligt. Tie Angelegenheit hat die Versammlung schott einmal beschädigt und mar öaniQls an den Finanzausschuß vermiesen morden. Tiejer empiiehli Ablehnung nut Rücksicht daraui, daß hier Heimarbeit nur m sehr geringem Umfang betrieben wird. Siadtv. K r u m m meint, es fei auch hier großes Interesse iür die Heimarbeusverhättnisje vorhanden. Wenn auch der Umfang Der in Der Stadt betriebenen Heimarbeit nicht groß fei, so sei sie doch im Kreise sehr verbreitet und die Ausstellung werde dazu beitragen, die Keniitnis über diese michtige Frage zu erroeitent. Er beantrage BemiUigung der 200 2)tt. Siadtv. Wallenfels tritt für den Antrag des Finanz- ausschusjes^ein. Von zmei Ausnahmen abgesthen hätten die anderen hejftjchen Städte keinen Zufchuß geleistet, trotzdem z. B. m Worms die Hennarbeit sehr verbreitet sei. llebugeiis glaube er nicht, daß mit Der Ausstellung etwas für Die Verbesserung Der Hetmarbetter- Berhältnisse erzielt werde. Gegen ettva 10 Stimmen wirb bem Antrag bes Finanzausschusses ziigesttmml. Sonstiges. Stabtv. Habeilicht regt eme Verbesserung bes stark begangenen Fußpfades im Rolhoyl an, der Die nächste Verbindung Oer isuömiguraße nut den Kliniken bilder. Der Vorsitzende gibt eine zuwgende Antwort. Hiermit i|i die Tagesordnung ber öst'entlichen Sitzung erlebigt. Die Erüslich Erbach-Lrbachjche Irrung. sc. F r a n k f u r t a. M., 5. Mürz. Wie bekannt, ist bet Spruch in ber Schiebsgerichtsklage ber Agnaten bes Gräflichen Hauses Erbach-Erbach, nämlich der Grafen Arthur, Kourab, Eberharb unb Alexanber, sämtlich Grasen zu Erbach-Erbach — bic ersteren brei vertreten durch Staatsanwalt und Kammerdirektor a. D. Schön in Berlin, Graf Alexander vertreten durch seinen Pfleger, den regierenden Grafen zu Erbach-Fürstenau — gegen den regierenden Grafen Georg Albrecht zu Erbach-Erbach, erbliches Mitglied der Ersten Kammer des Großherzogtums Hessen und erblicher Reichsrat der Krone Bayern, wegen ilcichtbeobachtung der Erbach-Erbachfchcn Familiengesetze zu Ungunsten .des Letzteren ausgefallen. Tas Schiedsgericht, das am 2. Tezember 1907 im „Eng^ lifchen Hof" zu Frankfurt a. M. tagte, an dem Fürst Clstistian Ernst zu Stolberg'Wernigerode, Prinz Hermann zu Schönburg- Waldenburg und Graf Wilhelin zu SolinS-Laubach als Schiedsrichter teilgenommen haben, hat für Recht erkannt' Der Erbgraf EraSmus zu Erbackf-Erbach ist wegen Umgehung der Vorschrift des § 19 Absatz 1 des Hausgesetzes für das Gräf- ^ast Haus Erbach-Erbach und von Wartenberg-Roth vom 3 Oktober 1870 als vom Genüsse des Erbach-Erbachsck>en Haus- und ^tammvermögens ausgeschlossen anzusehen. Ta ber reaieteude (Stal zu ErbaA-Etbach Dies nicht anerkennt, fonbern fortfährt seinen Sohn Erasmus als Erbgrafen zu, behandeln^ so hat er sich einer NichÄeoÄichtnng der Hausgesetze für bas Gräfliche Hans Erbach fchulbig gemacht. Die Kosten bes Rechtsstreits hat ber regicrenbe Graf zu Erbach-Erbach zu tragen. In ber B e g r ü n b u 11 g wirb gesagt: Objektiver Tatbestand ist bet, baß Erbgraf Erasmus zu Erbach-Erbach ohne Konsens in Lonbon mit Dora Fischer, bet Tochter einer Waschfrau in Erbach, eine Ehe — eine notorische Mißheirat — cingcgangeti, bic durch Urteil des Landgerichts Franksnrt a. M. wegen Geistesgestörtheit des Erbgrafen bei Eingehung der Ehe für nichtig erklärt wurde. Der Erbgraf wußte damals nicht, was er tat. Nach § 19 Abs. 1 des Erbach-Erbachschen Hausgesetzes hätte der Erbgraf die Einwilligung zu ber Ehe beim Chef des Hauses — seinem Vater — einholen müssen. Da er bics nicht getan, ist er wegen Nichtbcobachtung ber Hausgesctze, wegen Ungehorsams, als vom Genüsse bes Erbach-Erbachschen Haus- unb Stammvcrmögcns auszuschließen. Jnbezug auf Nichteinholung bes Konsenses kann nicht behauptet werben, baß dem Erbgrafen infolge seiner Geisteskrankheit ein Entschulbigungs- grunb zur Seite ftünbe, bezw. baß man behaupten könnte, er hätte auch hier nicht gewußt, was er tun sollte. Aber biefer Ungehorsam gegen bie Hausgesetze mußte ihm trotzalle- bem bewußt sein und hierfür sprechen auch verschiedene Momente. (Diese Momente werden int Urteil nicht angegeben.) Gerade in der Jetztzeit sei es geboten, baß bie Mitglieder des Hohen Abels bie Hansgesetze unb Familientradition scharf beobachten. Deshalb 'war wie geschehen zu erkennen. Das Urteil setzt söch mit bett Anschauungen ber heutigen Zeit, auch in rechtlicher Hinsicht in mannigfachen Wiberfprucb. Es sei hier auf folgendes hingewiesen. Wenn der Erbgraf wirklich bei Eingehung der Ehe irrsinnig war, so ist die Ehe, wie das Landgericht Frankfurt a. M. erkannt, hat, nichtig. Dann kann dem Erb- grafett aber kein Vorwurf gemacht werben, baß er bie Einwilligung zur Ehe nicht eingeholt hat, infolgebessen kann er nicht vom Genüsse bes Erbach-Erbachschen Haus- unb Stamm- vermögens ausgeschlossen werden. Nimmt man an, daß der Erbgraf mit Bewußtsein versäumt hat, bie Einwilligung zur Ehe einzuholen (wie das Urteil sagt) unb damit bewußtermaßcu auf sein ganzes Vermögen verzichtet hat, so hat er auch bei Eingehung ber Ehe, bie demgegenüber ein Minus ist, das nötige Bewußtsein gehabt, unb bic Ehe hätte auch nicht für nichtig erklärt werben können. Gegen ben Schiebsgerichts- spruch hat kürzlich ber regicrenbe Graf Georg Albrecht zu Erbach-Erbach Berufung beim Oberlanbesgericht Darmstabt eingelegt. ~ Es ist zu hoffen, baß biefer bnrch unb durch unmoderne Streit beim Oberlanbesgericht wenigstens einen bem nio« beinen Empfinben mehr gerecht werdenben Abschluß finben möge. Das wäre ein versöhnendes Moment in dieser unerquicklichen Affäre. T eSewmscfo® des Giessener Anzeigers, mitge und Industi Frankfurter Kör 3j-£°/0 Reichsanleihe . . 92.401 0% do. . . 82.85 3^°/0 Konsols .... 92.50 3% do 82.80 Hessen 91.50 3>5°/o Obeinesseu . . . 92.00 4So Oesterr. Goldrente. 9925 4*/6 ?6 Oesterr. Silberrente 99.75 4 S6 Ungar Goldrente . . 94 30 4% Italien. Rente . . . —.— 326 Portugiesen Serie I . 60.70 3% Portugiesen „ III 61.00 4>6°/0 rass.Staatsaul. 1905 93 90 4^°;0 japau. Staatsanleihe 87.50 4 26 Couv. Türken von 1903 94.90 Türkenlose 151.20 126 Griech. SIonopol-Anl. . 49.70 1% äussere Argentinier . 85.70 ou/0 Slexikaner .... 65.60 4>» °/0 Chinesen .... 96.40 Aktien: Bochum Guss 198.50 Buderus E. W 111.50 Teuden;; fest. Berliner Börse, Canada E. B —.— Darmstädter Bank . . . 123.80 Deutsche Bank .... 238.20 Dortmunder-Union C. . . 56.40 Dresdner Bank . . . 137.30 Tendenz: fest. Kursberichte teilt von der Bank für Handel ie, Giessen. *e, 6. März, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . 116.80 Elektriz. Schlickert . . . 103.50 Eschweiler Bergwerk . . 204 50 Gelsenkirchen Bergwerk 183.00 Hamburg-Amerik. PaketL 113.00 Harpener Bergwerk. . . 194.80 Laurahütte ..... 209.70 Nordd. Lloyd .... 101.50 Obeischles. Eisen-Industrie 95.00 Berliner Handelsges. . . 158.50 Darmstädter Bank . . . 124.20 Deutsche Bank .... 238.50 Deutsch-Asiat Bank . . 137.50 Diskonto-Komuiandit . . 174.80 Dresdner Bank .... 137.50 Kreditaktieu 203.20 Baltimore- und Ohio- Eiseulahu 80.10 Gotthardbahu — Lombard. Eisenbahn . . 25 90 Oesterr. Staats Dahn . . . 144.00 Pnnce-Hcuri-Eiseubahu . 117.00 6. Mälz. Anlangskurse. Harpener Bergwerk. . . 194.50 .Laurahütte 209.70 1.umbarden E. B. ... 25.60 2\ordd. Lloyd 100 20 l ürkenlose . . . . . . 151.40 familie Herzlichen Dank Allen, iocldjc und bei bem Hin- fcheiden unserer lieben Muttdr unb Großmutter ihre Teilnahme bewiesen haben. Kennel, Darmstadt D-Va Haftvftrcpt. Wer einen Unfall bvl, an feiner Gesundheit oder Ieinem Eigentum einen Schaden erleidet, der jucht sicher nach lemaud, den er für Den Schaden y an bar machen tarm. Kömmt er nicht selbit Darauf, io treiben iyn Freunde unö iderannte. Fast täglich licp man darum in den Zeitungen von Haftpstrcht'Prvzeyen, unö die Rcchl- jprechung zeigt, day die Bermlichtung zotr Haftung lehr weit und feyr fchart gefaßt wird. Für ben Geichaötgtbn ist dies sehr gut, aber es ist bitter jur öen, oer den Schaden tragen soll. Ganz ahnungslos tarnt man durch einen einzelnen HafwflichtsalUum fein ganzes Vermögen, um lelue ganze wtrtfchaitllche ZuLunit toutmen. Und gebt es nicht um das Vermögen, 10 hat man doch minbejtend die Unannehmltchteiten unö evtl, öie Kosten eines Prozeßes. «Gegen diese Gefahren gibt cs nur einen mtrifnuicn Sckiup: Die Hastf uichtveriicherung. Die Gc- leuichasten ueyuien vertragsgemäß die geictzliche Entichadlgungspsticht auf itch, fuhren den Prozeß unö besagten evtl. Die Stinten. Die Victoria bietet m ihrer neuen Haftpflicho-Vorjörge-Verncherung einen beionöers mnfaiienden VerficherungsjchuP, sowohl hmiichtlich öer Bc- rufshaftpüicht als auch der ummngreichLu Privathastviilchl, der icber« mann eunach als wtensch, Fauittieiivvrjtand, Lienitherr, Ätieter, -vundebejitzer, Diaöfaorer ufro. unterließt. Lvayrend Der zcynianrigen Verncherungsbauer bleibt Die Prämie hi der Regel unucranöeri, lelbit wenn eine Vergrößentlig oder Veränderung des RäilkvS ein- tritt. Die Verilcherullg des Ehegatten ist ohne weiteres mit eilige- Idjloifen. Die Gefeufmaft verpflichtet sich zu ben inanmgfadjiien Eiinnerungen, um öie Versicherten vor Schaden zu bewahren. Die Prämie kann in Wochenraten von einer Mark an entrichtet werden, öie betragt für bie Privathaftpülcht aafc t)agr berechnet ca. luivit Bser. turnt es verantworten, stch des Schußes öieicr umiaiienöcn Berstcherung zu begeben, blos weil er aus ,aifcher Sparsaimcit Die winzige Ausgabe scheut'? c6h N»n diu ich mit meinem Latein nm Ende! Mein Katarrh hat sich in Pcrmiilunz erklärt und alle Mittel wollen nicht helfen. Gcjchivißt hab ich Tee hab id) getrunken, «onbvns geluticht, daß nur ganz cletiö tin Magen wurde - - und öer Seatarro tu immer noch Da. — So? >dabcn Sie'S Denn LLÄXj aber auch mit <>al)s cchtenSoöenerMineral-Pauillcnoeiiuchf? ^ge ZDiicn, Die raumen mit 10 einem Mntnrrb auf. Daß c-’ eine x.uit i)t, unöjie fchaden nicht etwa Dem Ata gen — sie -lyuualiHeren die überschüssige Säure. 4ver Zays echte 'E^ouer nimmt, iuhlt sich wohl! Zu haben für S-» "Big- Die schachtel m icDer Apotheke, Drogerie u. AkineralwäiicrhDlg. Bian weise aber jeDwebe Nachahmung ganz entschieden zurück» das Mecklb. Hyp. n. Wbk. Scr. I verl. ä. 125 98.60 89, 5 do. do. Preußische GonfoL 3lA 4 Preuß. 98.50 v. Lire do. 500 M. 4'/, Bukarest v. 1881 cono. v. 19l>2 unk. b. 1912 4lA 4050 r 96 50 2043 r Kopenhag. v. 19i)l mit. 1911 Rh do. unk. M. gar. 3 101. Südd. 4 v. 1888 l. G. do. do. do. M. 99 10 Kr. 4 Lire do. Kommunal Scr Iii.il mil.1909 do. t. G. Nassauische Lanocsd. Lu. E. G. 11. K. u. L. 2*/,o do, do. 29.65 9960 ö. fl. LI. N. P. do. DO. Slandesherrliche Anleihen. (conv.) r. 102 do. 92. 41 /, Eisend. Rentenbank do. do. 94. sDu 4 M. 1884 3 97.80 do. Spez. 88.80 Dividende Lose lSu7 98. M. Bank 91 i!»/. Rufs. 112.50 v. 1898 M. v. 1902 stenersr. do. v. 1891 2it. H 94.40 alt. K. 1. B. 98. . . M. 600 Beremsdaul . h v. 1881 u. 1884 adgest. 89.70 Dresdner Bankverein 95. ?lA V i Unverzinsliche Lose Lstr. conv. ums. v. 1903 do. HiittelD)d)f. Kredilv. . M. 300/1200 123. M. unk. b. 1910 22.60 II. 99.20 Pes. bo. v. 1905 . 3 92 85.70 1897 Ultimo v. 1888 u. 1903 Lstr. 92. u. 1898 v. 1898 Fr. Industrie-Aktien BcremSdanl Do. Lstr, 6 65.50 . Pes- do. cons. innere 37, adgest. 80°/, do. Eisenbahn-Prioritäten Lnländische lünbb. ad 1903 88*90 IIIE unk. b. 1905 8 i 132. do, unk. d. 1913 ttaschau-Odrb. v. 1889 do. 115.75 1 6 do. do. do. do. amori. ad 1907 amort. ad 1910 500 1000 Lissabon v. 1886 . Moskau Ser. 30-33 ^angskurae. rgwerk. . 1001 .loljl W, 47.10 49 80 99.30 92.10 4 Fulda 4 Gießen v. 1895 v. 1898 lüudd. ad lüudb. ad tündd. ad 1889 1891 mttgeteilt von der Bank-Aktien. . . M. 1ÜU0/30UU do. do. Bochumer (Äug Buderus Eisen 4 37» 4 o bo. Gold-Rente . do. einhettl. Rente do. Staats-Rente bo. do. S. G. 37, 37, 37, 37, v. 1888 convcrt. v. 1897 v. 1902 v. 1905 v. 91 v. 97 lünbb. lünbb. lünbb. abflcjr. 1901 1902 1908 ab ab ab 500 200 1904 1904 1906 Reichsbank Frauksurter v. 1886 . v. 1895 . 2)t. 1000 M. 1000 M. 1000 90.— 99.30 99.30 98.30 99.— 4 38 37, 37» 3l/, 37, 37, 4 37, 1898 1899 1901 1883 78 30 78.- 40 43 46 47 44 Gottyardbahn. . Jtal. Mittelmeer . .'luatol. Eisend. . prince Henri . . Prag-Lux St. Akt. 4 5 ^A do. do. bo. do. 102.— 134.8) . 1912 ,2O9.b »7, 3 3*', 5 4 4 9 4 4 4 4 4 37, 1 4 4 4 4 4 4 4 5 4 2*A 27. M. ö.fl. 99.35 97.65 97.60 94.90 84.85 94.30 94.10 117.- 127.- 149.— 149.60 329 — 31.80 47, 4 4 4 4 öfl.G Kr. M. Fr- ö.fl, M, Prag-Dux v. 1896 stf. Raab-Ocd -Ebens. , do. do. do. lünbb. ab 1907 lünbb. ab 1908 Fr. M. 101.90 101.25 do. do. do. do. do. do. Henninger . Do. Pt. Alt. Stcinpn . . 'Mainzer '21 tt. Rettenmeyer Stern(Oderr.) Lstr. •JJi. Lstr. M. 81.40 73.50 M. lUÜU Tlt. 100 120.- 217.50 Ungar. StreDitbaiii . . Unionvanl (Wien) . . 97.50 9i.- 152.55 19 .- 139.- 104.— 272.50 15.8.40 37, 3 37, 37, 37, ö.fl. M. °. fl. 102.45 4l/5 69.90 47. 112.60 4 Rbl. Lire 2)i. 4. 37 400 400 400 78.30 78.30 7830 79.15 v. 1888 conv. v. 1895 . . v. 1898 . . richte Bank für Haiti 4 5 5 4 4 37, 6 47, 144.— 109.— J 23.o0 mit. b. 1914 Kommunal . . 140. 147. 133. v. 1875—80 abgest. v. 1900 .... v. 1903 .... v. 1896 .... 90.30 80.20 80.20 99 50 101.30 96 40 103.10 Ser. 14 Ser. 16 u. 17 unk. 1910 Ser. 18 Ser. 20 Ser. 12, 13 Ser. 15 Ser. 19 Kommunal Ser.l unt, 1910 100- 92.15 92.20 b. Ausländische. L Europäische. bo. S. do. S. do. S. do. S. do. S. 37, 4 106.50 92.50 37.- t 87, 37, 57, 7 9 87, b 10 77- 7 ielsges. Bank . ik . . . Bank nuandit k . . 99.7, 100.10 91.25 91.50 80.80 82.40 99.63 92 30 92.80 9z.2U 97.— 101.— 3 4 »7, 4 Fr. W. Pes. Lstr. M. 97.70 80.70 80.50 74.75 78 — 101.60 23.50 39.25 Fr- Fr. v. 19j7 v. 1893 v. 1896 v. 1897 v. 1903 v. 1905 47: 37, 37, 4 4 4 4 4 37- 37, .W . 124z. . 23sx , Ito . IW . Ito . 2033 o. fl. 2ÜU b. fl. 260 M. 12UU Dir. 2üu 600/1200 12 ö 6 9 97.20 97.40 97.70 9.7.50 97.90 93.80 92.— 92.— 97.50 97.50 96.50 96 75 97.- 90.- 90.25 101.80 97.30 100 — 100.90 95.40 nbahu . ibahu . . üseabahu ö. fl. 200 ö. fl. 200 0. |L 200 600/1200 i. )l, 350 309/1200 9S- 5 95.60 90.— 97 50 97.70 97.50 98.50 91.20 91.20 91.93 92.30 Rnmän. do. do. bo. bo. 99.50 99.70 91.70 99.60 99.70 91.90 93.10 93.70 93.50 446.— 398.— 44.90 37, 3 4 4 139.90 136.- 143.30 144.— 120.- S 25 S. 27 S. 23 S. 26 S. 17 S. 24 v. 1886 U. 88 . . . v. 1894 ...._« v. 1905 unk. d. 1915 99.20 95.— Staatsb. v. 83 „ I—VIII Em. „ IX Em. „ v. 1885 „ (ErgänzgL.-'N.) „ v. 1895 stf. i. G. yerlintr yürft. BlteseubachBergiv. „ Lotz. Akt. 97.20 97.40 97.60 90.60 91.50 99.80 92.— 92.20 82.75 92.50 82.65 100.— 91.95 102.— 100.60 7).6u —.— 4 —.— I 4 —.— 4 90.50 4 —3°/. bo. 97.20 37, dv. 89.60 37, bo. 37, 4 37, 4 4 4 4 4 alt. K. Dtbl 100 . . ö. fl. 150 ch. . ö.fl. 150 . . . . st. j bei dem M- ihre 131.— 152.50 131.— 248 - 217.25 104.20 209.90 114.75 146 25 130 — 95.80 173.8J 206.10 167.40 199.50 390.25 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 3 47, 9u.5u I wiener Bankverein. . —Wllrttbg. Bankanstalt . 143.70 25.6’ > 4 47, 17, 4 4 4 4 37, 1881/88,92, 93 G. v. 1903 t. G. v. 1891 v. 1894 . . v. 1898 . . DO Bk. S. 1b lünbb. ab. 1908 97.10 97.10 97.10 97.30 97.50 90.00 90 00 90.03 91.00 95.40 88.20 97.30 93.50 97.30 97.30 97.30 97.30 97.40 93.00 93 25 90.— 90.60 97.— 97.— 90.— 9j.2O VI.50 Rente Rente bo. silente Rente 98.t>01 Dislonto-Ge,elljchast M. 600/1200 89.701 Dresdner Bant . . M. 600/1200 Llr. 100 I ö. fl. luO Llr. 100 Llr. 100 Llr. 50 h.fl.lOo Llr. 100 Llr. 50 Fr. 80 Fr. 100 Llr. 1U0 ö. fl. 50u Llr. 4u !. Rbl. 100 i. G. i. G. 1. G. i. G. '. S. 102 90 >6 — 96.- !u2.40 mit. d. 1909 . unk. b. 1912 . unk. b. 1914 . uni. b. 1915 . unk. b. 1912 . unk. d. 1914 . u. S. 18 . . mit. 0. 1912 . 37. 33/. 37, 37, 4 4 37, 37, 37, 4 Easjcler LandeS-Ereditaiiil. mit. . . IHverse Obligationen, Buberus r. 103....... Ltsch. Luxemo. r. 100 . fl.7 Llr. 20 Llr. 10 . Fr. 15 Lire 150 Lire 45 Lire 10 . Ml. 7 0. st. 100 ö.fl. 100 . 1. fl. 7 ö. fi. 10 Fr. 40u Fr. 400 0.11. 100 Lire 30 4 37, 37, 31/, 37, —■— I Oest.-Uug. Bank 98.401 ruest.-LaiiDerbank 90.10 rDest.-Kredit-Änstalt v. 1887/89 .... v. 189u lünbb. ao 1901 v. 1903 unk. d. 1914 . Staats-Anleihen a. Deutsche. Deutsche RcichS-Anlcihe . . . . Concordia Bergb. 315 — £t. Luxemb. Bgw. \ 146.25 Elektr.Lichtu.Krast 106 50 a. M. Lu. N 11. Q abgest. v. 1907 . . . . „ K abgest. . . (Straßenbahn- 0. 1899 . v. 1901 Abt. I. . . . v. 1901 Abt. II. 11. III. 1899 unk. b. 1912 . . . Augsburger . . . Braunschweig . . FiniilauDische . . Freiburger . . . Genua .... Mailander . . . Mailander . . . iUieuuuger . . . Oestr. u. 1864 . . X)ejir. Kredit v. 1858 Papeuh. Grast. . . 9tilD0llS-StiflUUg . Lurkische .... do. .... Ungar. Staats . . Benctiaucr . . . )ar«lstadt Lr/i —I 4 72.65 37, Zürich v. 1889 Stadt Bucnos-Aires v. 1892 1. P. Ser.I—V mit. 1909 Kom. Ödl. S. 5—6 . 11. 7—8 . 4 8 37- 37, 37, 37, 37, 37, 37, Ptandbriefe. (vr. Pommr.- abgest. 80"/o Provinzial- nnd Commnnal Obligationen. bo. bo. bo. bo. . 25? . m« bo bo. 258.— 209.- 140. - 112.70 101.35 124.- 5 do. ^/, do. sttnssischc Slidost 97 stcuersr. . bo. 98 unk. 1909 stsr. gar. bo. do. Do. bo. do. do. Do. 2000 t b. 1913 10001 6 37, 8 37, ö7, 37, 37, 1903 lünbb. ab 1908 1879 1900 lünbb. ab 1906 1891/92 (abgest) . . 1898 1902 lünbb. ab 1908 1905 37, GottharDbalm .... :;*/, Jura-Sunplon v. 1894 Schweiz. Central v. 1880 MoSkau-Kasan unk. 1915 do. do. H-sMe do. bo. bo. bo. v. 1901 tiinbb. ab 19“6 . . abgest........ v. 1887 v. 1891 abgest v. 1896 v. 1898 v. 1902 Ser. II lünbb. ab 1907 1. 1901 lünbb. ab 1907 . . . bo. bo. bo. amort. bo. bo. amort. amort. bo. bo. . Ser. 6 unk. b. 1911 . Ser. 7 unk. b. 1813 . Ser. 3 lünbb. ab 1905 . Ser. 4 kundb. ab i9o6 S. 53 u. 54 lünbb. ab 1906 bis mcl. Ser. u2 . . —•— Brest. DlSkoutobaut Mk. 600/12UÜ 90.651 Commerz, u. BiSkonto-Banl . . —•— I LarmftaDier Baut . . M. 1000 — — (Bank |. Handel u. Fndustric) 90 70 Deutsche Bt. S.I-X M. 600/1200 — •— Effekt.- u. Biechsclb. Llr. 100 3 3 do. Set. 3 abgest _. bo. Set. 2 u. 3 lünbb. ab 1905 M. Kr. „ Bleiu.Silb.Br. „ GtieSh. Elektr. „ Albert . . . Dt. All. Telegraph Elektr. Böse Botz. „ Allgem. Berlin „ Lahmeycr . . „ Schuclert . . „ Siem. rr. Halske „ Untern. Punch Farbwerke Höchst. KmistscidcFst.a.M. Mosch. Kicher . . „ Gntzuer . . „ Fab.LSchleich. Hamd.-Am.-PcUst. Notdd. Lloyd . . Steaua Rom.Petr. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. bo. 88.55 87 70 94.05 80.95 2710 Jtal.stl.gar. E.B.Scr. A-E. t.G. 4 Jtal. Mutelmrcr steuerst, t. G. 24/t0 LlvorucS. Lu. C. D. 11. D/2 4 Sato. Scc. ftfr. gar. I n. II 4 Sictlianischc stcuersr. 1. G. v. 4 bo. „ t. G. v. 27,gSüditai.(Mertb.)St.A-ü. . . 4 Loscanische Central . . . . 5 Westsiciliau v. 1879 . . . do. 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P v. 1898 lünbb. ab 1908 Jnvest-Aul. ... . . ilieimnger Pram. Psaubbr. Oestcrr. 0. 1860 . . . Oldenburger sttussische v. 1864 . . . Rnjilsche v. 1866 . . . , Sinylwelßenb.-Raab-Graz , bo. do. ex. A. 8 do. Anrcchtichcinc do. do. bo. bo. Hambnraer St.-Anl. amrt. 1900 u. 1909 . - do do. v. 1887,91,93,99 do. bo. 0.1886,97,1902 . 197.30 . 111.50 116 — 60. 0 61 25 9.60 89 00 371 do. 1905 31/, Mev v. 1903 unk. b. 1912 .... 4 München v. 1900/01 unk. b. 1910/11 31/ do. u. 1903 lünbbb. ab 1908 . 31/’ Nauheim v. 1902 uni. b. 1912 . . 31/. 'Neustadt a. d. H. v. 1889 .... oi1 do. d. 1903 lünbb. ab 1903 4 ' 'Nürnberg v. 1899-1901 1 1902 unk. b. 1913 . . do. do. bo. bo. Nubols . . —•—1 Würzburger BolkSbank 9850 87.25 78.10 98.55 —.— 3'/, Ulm v. 1905 4 W'.csbabcn v. 1900 lünbb. ab 1905 84.50 4 78 20 37, 77.50 37, 75.80 37, 37, 70.80 31/, 97.90 37, 97.20 4 —.— $7 , 37, .G. M. G. 100 Tlt. G. M. G. 500 Fr G. 500 G. 500 * G. 500 1000,2000 M. :t Hyp.-Bk. Ser. 2 .... do. Ser. 6 . e ■ • bo. Ser. 7 lünbb. ab 1906 do. Scr. 8 unk. b. 1911 . do. Scr. 9 . e e e e do. abgest. • • e e e bo. lünbb. ab 1905 . . bo. lünbb. ab 1907 . . Ser. 10 • e 4 dv. bo. DO. 4 DO. bo. bo. 4 bo. bo. bo. 37, do. bo. bo. 37, do. do. bo. 4 bo. v. : 37 2 bo. 3 bo. v. 47, Offenbach v. 4 bo. b. : 37, bo. v. : 37, bo. v. 37, dc. v. 37, bo. v. 37, Offenburg v. 4 Piorzhenu v. 4 bo. v. 37, bo. v. do est. do. v. 1891 i. G Süd (Loind.) sts. 1. G. 400 95.40 bo. bo. „ i. G. -, — do. bo. „ G. 500 Fr. 63.75 bo bo. E. v. 71 u G. 500 • —.— Lieferrmgs-BergeLrmg. Die Lieferung von Lahnkies für die in den DetriebSsahren BOB und 1909 zu legenden Kabel soll öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen find während der Dienststunden in dem Amtszimmer des unterzeichneten Werkes einzusehen. Angebote und bis zum 15. März d. Is., nachmittags 3 Uhr verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an genannter Stelle ein- zuretchen. Gießen, den 4. März 1908. BJ/S Städtisches Elektrizitätswerk Gießen. 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April 1908 bei dem Gerichte anzumelden. E§ wird zur Befchlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubiger- ausschuffes und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Montag, den 6. April 1908, vormittags 10 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 18, Termin anberaumt. B7, Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 25. März 1908 Anzeige zu machen. Gießen, am 5. März 1908. Großhcrzogliches Amtsgericht Gießen. Wanino sehr am im Ton, kaum gespielt ist billig abzuaeben. Schristl. 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