Montag 1. Juni 190b Nr. 127 Erstes Blatt 158. Jahrgang /h -M- / O 8ejug»t>»ei*« gonnlagS- - Beilagen: js™7A v ” monatlrch75Pf.,mertel- dermal wöchentlich M AA AA A A ^A A A. Ehrlich Mk. 2.20; durch NehenerZamUienblatter; W Ms ■> WW jlWk Iw- J▼»HVlSMS T( t*ie Redaktion 112, ÖJF «fffeter Verantwortlich E General-Anzeiger für Oberheffen ZW§ äniiatymc von Anzeigen v » 6 f 7 u.Land" und „Gerichts- £ „‘‘immagTioui)” Hotationsönid und Verlag »er vriihsschen Unlv.-Vllch- und Skinöruderei. K. Lauge. NedaMou, Lrpedttion UN» Druckerei: Schulstratze r. An»ig-ni°?l°? H.^BeL und naiver Poesien, der versäume nicht, das Konzert zu besuchen. Heroorgehoben seien vor allem die zwei weltlichen Kantaten von dem ehrwürdigen und doch so humorvollen und vergnügten Johann Sebastian Bach. Kürzlich ist neue Bach-Monographie erschienen von Albert Schweitzer, der wir folgendes entnehmen: »Die Jugendkantate wurde am 23. November 1716 zur Geburtstags -- Feier des Herzogs Christian von Sachsen - Weißenfels komponiert und aufgeführt. Hohe und niedere Gottheiten bringen dem Geburtstagskinde ihre Htlloigungen dar: Endymion fühlt sich von Diana, seiner Geliebten, vernachlässigt und macht ihr darob Vor- würse. Sie entschuldigt sich damit, daß sie heute der Jagd folgen muß, um dem teueren Helden Christian mit Glückwunschkuß zu dienen, was Eindymion ganz in Ordnung fuidet. Versöhnt und verbündet preisen sie den hohen Herrn. Damit dies in der richtigen inusikalischen Abwechselung geschehe, treten noch der Pan jener Gegend und Pales, die Göttin der Herden, hinzu, was zu einer Kantate mit Rezitatioen, 8 Arien und 2 Chören vollauf Stoff gibt. Tie Musik ist ungemein stimmungsvoll und von bezaubernter Frische. — Interessant ist es, daß eine yanze Reihe von Nummern dieser Kantate später zur Grundlage für Kirchenkantaten dienten und daß z. B. die bekannte kirchliche Sopranarie „Mein gläubiges Herz" auf die Arie der Pales zurückkehrt". — Die Kaffeekantate: Schweigt stille, plaudert nicht, ist ein höchst vergnügtes lustiges Stückchen nach Picander. Vater Schlendrian will seiner Tochter Lieschen den Kaffee abgewöhnen. Alle Drohungen fruchten nichts, erst als ihr ein Mann versprochen wird, willigt sie in den Verzicht — aber im geheimen schwört sie, nur den zum Manne au nehmen, der ihr im Eheoertrage verspricht, ihr den Kaffee zu lassen. Hierzu hat Bach eine Musik geschrieben, die man eher dem bekannten Offenbach zumuten würde, als dem würdigen ThomaSkantor. Das Stückchen wirkt wie eine Operette. — Theure Theaterplätze. Bei der großen Gala-Vorstellung in Covent-Garden (London) die zu Ehren des Präsidenten F a l l i ö r e s veranstaltet wurde, schwankten die Preise der Logen zwischen 15 und 40 Guineen (225—860 Mk.), während Orchestersitze mit 150 Mk. bezahlt wurden. Obwohl dies schon recht stattliche Preise sind, erreichen sie doch nicht die Höhe, zu der man beim Besuch des Präsidenten Loubet im Jahre 1903 gelangte, wo für Logen 1290 und für Orchestersihe 250 Mk. gezahlt wurden. Damals kostetete die Dekoration des Hauses auch die Kleinigkeit von 80 000 Mk. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Die 'Akademie der Wissenschaften zu Wien erkannte einen Preis von 2 000 Kronen für die beste Arbeit über Schiller im Urteil der deutschen Nachwelt dem Direktor des Real-Pro- gymnasiums in Lichtenberg bei Berlin Dr. Albert Ludwig zu. — Zu Brüssel tagt z. Z. der internationale Polarkongreß. Der amerikanische Delegierte Bridgman teilte Näheres über die Polarexpedition mit, welche der Forscher P e a r y im Juli auf die Kosten der Unionsregierung unternehmen wird. Außerdem soll auf Veranlaffung der amerikanischen Regierung eine Südpolarexpedition unternommen werden, deren Projekt gleichfalls Peary ausgearbeitet hat. Her verband der AunMeundr in den Landern am Rhein, Mim. Protektor bekanntlich S. K. H. Gwßherzog Ernst.Ludwig V, hat, wie uns aus Darmstadt berichtet wird, dort am rn Samstag und Sonntag eine Tagung abgehalten, die sehr erreich aus allen Derlen Hessens und !>er angrenzenden Ender irchl war Nachdem die Vorstandsmitglieder schon am Freitag tab vom Großherzog zur Hoftafel eingeladen waren, fand cn Samstag vormittag eine geichastlicke Beratung inttmer Na- :r und darauf ein Frühstück beim Oberst a. l. s. F^hrn. von teel statt. Am Abend folgte un Restaurant der Lande^aus- i:l lung ein geselliges Beisammensein, au welchem , auch der 'uchHerzog erschien, der sich dis nach 11 Uhr 1 l:ic auswärtigen Kunstlommü)wusMitgliedern und den Kimstlern Erhielt. Wir bemerkten unter den Erichlencnen die beruhm- tii Altmeister Ludwig Thoma, WtlhelmTbn er, ^erU 'mitt und Steinhausen ferner die Vorzeichen ber cchiedcnen auswärtigen KunstkommM tonen, Ge^Reg.-Rat Safin, Prof. v. Hauck und Oberst v. Bieber-Stuttgart , -cock-Straubura u a. Die Hauptversammlungdes Verbands am Sonntag9mittag im Gartensaal des ^sowohl ii-c hieß zuerst der Minister des Innern Dr. Braun sowohl ^n-ens der Staatsregierung wie namens des Vorstan^s. de Wchen Landesausstellung die Mitglreden Mi, ^men. Tae Tw- 'inz des Verbandes finde unter einem besonderen Zeichen. M«. K ?•“““£ Es.'s h Zeit nicht dadurch ausgleichen konnten datz unser'-«im- in erhöhtem Maße vom Segen des S^nen eMll uno ir Befreiung werde durch die Kunst, n dK uü sich spiegelt WI dem das Verlangen geschrieben ist, E I Verband ein Girier ' Heerufe^ ber d)IC ^Lände"^m^RheinE durchzog, um VM htortta -jU axeÄÄrÄ Hiwi« aufgetufen hin, Jm unb Staat «emetafam■ “ntes™B”TÄtffä Wirklichung der Kunst ^w ^b l^ Beifall vr-us, daß nach der in der Zwuten jhuhu (fet Parteien des Hauses ersolgten. F > Künstbetätigung. ?mnun ab in Hessen ganj einig guigcnm>^rer Kurngw 9 9 em'e U Die heutige Nummer umfatzt 12 Seiten. besuch der schwedischen Königspaares ht Berlin. In später Nachmittagsstunde erfolgte gestern pro- li»lnnmäßig der feierliche Einzug des schwedischen Königs- niaares in die Reichshauptstadt. Auf dem Lehrter Bahn- Hofe sand ein großer glänzender Empfang statt, der ein buntes, fesselndes Bild bot. Auf dem Bahnsteige hatte eine fsiMpagnie des Augustaregimcnts mit der Fahne und der !! igimentsmusik Aufstellung genommen, nach und nach fand sich eine glänzende militärische Versammlung ein, das kaiserliche Hauptquartier, die Generalität, denen sich sämtliche anwesende Prinzen und Prinzessinnen zugesellten. Gegen ,v,i Uhr traf das Kaiserpaar aus dem Bahnhofe ein und verweilte bis zur Ankunft des Zuges im Gespräch mit den anwesenden hohen Herrschaften. Als der Sonderzug in die idle einlief, präsentierte die Ehrenkompagnie und die Musik ipielte die schwedische Nationalhymne, schnell entstiegen ict König und die Königin ihrem Salonwagen, die Be- rißung mit dem Kaiserpaar war eine überaus herzliche. ic!(f) Vorstellung des Gefolges und des Ehrendienstes schritt sei Kaiser mit dem Könige, der die Uniform seines preußi- hen Dragonerregiments trug, die Front der Ehrenkom- laznie ab, die darauf im Parademarsch defilierte. Darauf folgte der Einzug. An die Spitze setzte sich eine Ehren- !okörte, die höchsten Herrschaften folgten in offenem a la aitmont bespannten Galawagen mit Spitzenreitern und illhren, unterwegs vom Publikum sowie den spalierbilden- fcen Kriegervereinen mit Hochrusen begrüßt, durch die Regesallee und das Brandenburger Tor zum Pariser Platz, no die offizielle Begrüßung durch die städtischen Behörden [toi sich ging. Der Pariser Platz war nicht mit besonderen Dekorationen versehen, nur zwischen den Pfeilern des Brandenburger Tores hingen große Flaggen in den schwedischen Mitbcn, während der Eingang zu der Mittelpromenade der linden von zwei großen Fahnenmasten flankiert war, deren toftamente Blumenkörbe trugen. Zu beiden Seiten des Uotzes waren niedrige Podien aufgeschlagen, die für die .^gehörigen des Magistrats reserviert waren. Vor diesen inlimen 200 Schulmädchen in weißen Kleidern und Kränzen ton gelben und blauen Blumen tm Haar Aufstellung und kochten so ein buntes Bild in die Versammlung. Gegen d Uhr ertönten Hochrufe vom Tiergarten her, und bald tiNkaus hielt auch der festliche Zug aus dem Platze. Ober- iitrgermeister Kirschner trat an den Galawagen heran, rorin König Gustav neben Kaiser Wilhelm Platz genommen Rillen und hielt eine Begrüßungsansprache, in der er u. a. jagte: die Bürgerschaft sei eingedenk der engen verwandt- -iöstlichen Bande, die'die erlauchte Gemahlin und den König selbst mit dem Fürstenhause Hohenzollern verbinden. :k erinnere sich der Vielsachen weltgeschichtlichen Bezieh- •ii gen, die im Lause der vergangenen Jahrhunderte zwischen :.Tn deutschen und dem starnmerverwandten schwedischen en, Wachsen und Gedeihen. Seien Sie nochmals in Hessen willkommen! Nach diesen mit großem Beifall aufgenommenen Worten begrüßte Beigeordneter Jager namens der Stadt die Versammlung. Dann hielt Prof. H ö l z e l-Stuttgart einen instruktiven Bortrag über die Verwertung künstlerischer Mittel bei bildlichen Kunstwerken, die sich bestimmten Mumforderungen anzugliedern haben. Ter Redner knüpfte seine Betrachtungen besonders an die neu errichteten Psullmger fallen, die von seinen Schülern mit Turn- und K'onzerthalle und reichem Wandschmuck ausgestattet wurden. „ c r < Der Schriftführer Wilh. Schaler erstattete daraus den Jahresoericht, aus dem hervorgeht, daß dem Verband zwei neue Patrone, die Städte Mainz und Düsseldorf, beigetreten sind. Nach dem Kassenbericht betrug die Einnahme an Mitgliedsbeiträgen 39 000 Mk., an Patronatsbeirrägen 5000 Mk. Verausgabt wurden El-rengelKlter an Künstler 6300 Mk., für Verlosungsgegenstände 7300 Mk., für Verlag der Zeitschrift Rheinlande 20 000 Mk. Einnahme und Ausgave für 1907 balanzieren mit 63115 Mk. Die Mttgliederzahl beträgt über 2600. Nach Entlastung des Vorstandes wurde als Ort der nächstjährigen Tagung Straßburg i. Elf. gewählt. Die Versammlung stimmte bann noch der Wahl einer schweizerischen Kunstkommisfion zu, deren Vorsitzender Oberst Ollrich-Zürich ist. Zum Schlich wurde noch übet das Preisausschreiben Tür das Vereinsblatt Mitteilung gemacht. Es ist eine Lithographie von Heinrich Otto-Düsseldorf „Gasthaus zur Post im Mondschein", gewählt worden. Dem festlichen Tell folgte ein gemein,ames Festmahl int städtischen Saalbau, woran 250 Damen und Herren teilnahmen. Ter Trinkspruch auf den Großherzog wurde von dem Vorsitzenden des Verbandes, Geh. Justizrat Dr. v. Raden-Frankfurt ausgebracht. Geh. Kabinelstat Röm Held toaftete auf die Damen. F. H. « — Gießener Konzertverein. Das für Mittwoch bevorstehende zweite Chorkonzert, das letzte der Saison, verspricht ein be anderer Genuß zu werden. Stehen doch auf dem Programm selten gehörte Chöre aller Meister weltlichen Inhalts. Es sind oollstümliche Sachen tm besten Sinne des Wortes, die für ein Stündchen zurückversetzen mögen in die schönen geruhigen Zeiten unserer Altvordern, als noch nicht Dampf und Elektrizität zu immer rasenderer Hetze antrieben. Diese alten Meisterlieder verdienen es, der Vergangenheit auch bei uns entrifien zu werden, und es ist ein reizvoller Gedcmke, daß der Abend ganz un Banne des 16., 17. und 18. Jahrhunderts stehen wird. Wer sich un Geiste in die Zellen zurückversetzen mag, m die Tage der Schäferlieder zur Verfügung gestellt werden kann. Dte geplante Reise soll in der Hauptsache Erholungszwecken dienen. Sie wird aber vornuSsichtlich unter anderem einen netten Besuch auf Schloß Windsor einschließen, zu dem, wie verlautet, König Eduard persönlich seinen kaiserlichen Neffen einladen will. ** Besitzwechsel. Die Dampfmolkerei Gießen Jak. Persyn ist von der Zentralmolkerei Gebrüder Grieb in Dorf-Gill—Kirtorf, die seither Bahnhofstraße 43 hier eine Verkaufsstelle unterhalten hat, käuflich erworben worden. Der Besitz geht am 1. Juli d. I. über. ” Autounfälle. Mit dem Sommer ziehen auch die Automobilunfälle wieder.an. Gestern überfuhr in Marburg ein Automobil einen Milchwagen und hier am Schiffcn- bergerweg wurde ein wertvoller Hund überfahren und sofort getötet. ** Unfug. In der Nacht vom Samstag wurden in der Plockstraße eine Anzahl Firmenschilder abgerissen und in die Südanlage geworfen. Ausländische Arbeiter. Zu dem Artikel aus Elpenrod über die nach dem Selgenhof gekommenen Sachsengänger wird uns mitgeteilt: Die Leute sind, nachdem sie auf dem Selgenhof bei Ulrichstein angekommen waren, gespeist worden. Weiter haben sie noch Wegzehrung mit« bekommen. Außerdem war noch für freie Reise nach Köln gesorgt. Dort sind die Leute, wie uns die Landwirtschafts« kammer in Bonn mitteilte, wohlbehalten angckommen. Die milden Gaben in Ntippertenrod waren somit recht überflüssig. ~ ** Wteder in der Heimat. Der Geh. Oberbaurat Schm ick aus dem hessischen Finanzministerium ist von seiner im Auftrage des Deutschen Reichs unternommenen Reise nach Südwest - und Ostafrika zurückgekehrl. Er hatte die Aufgabe, diese Kolonien auf ihre wasserwirtschaftliche Ausnutzung zu prüfen. Geh. Oberbaurat Schmict ist von dem günstigen Resultat seiner Reise überrascht. Jedenfalls werden Stauleitungsanlagen in den Karasberaen und in Ostafrika am Rosidji westlich von Rogoro und bei Tanga und Saßdani angelegt werden. Sch. war vier Monate unterwegs; seine Reise ist ohne Unfall verlausen. — Heuchelheim, 31. Mai. Der Kriegerverein Heuchelheim darf sich rühmen, die älteste Kriegerfahne in Hessen besessen zu haben. Das altehrwürdige Banner stammte aus dem Jahre 1722 und trägt den Namenszug des da« maligen Landesherrn „Ernst Ludwig". Heute Nachmittag wurde nun im Vereinslokal „Zum Treppchen^ die Weihe einer neuen Fahne vorgenommen. Sie wurde von der Lichec Fahnenfabrik angefertigt und trägt auf der einen Seite das Landes-Wappen mit der Jahreszahl 1908 und dem Namen des Vereins. Inmitten der andern Seite sehen wir in künstlerischer Ausführung das Bild der Gerntania mit der Widmung: „In Treue fest, im Sturme treu", umschrieben. Die Feier wurde im einfachsten Rahmen und bei Konzert und Tanz abgehalten. Das neue Banner wird am zweiten Psingsttag, bei Gelegenheit des Kriegerfahnenweihfestcs im benachbarten Kinzenbach, ztun erstenmal dem Verein oocan- getragen. X Friedberg, 31. Mai. In diesen Tagen sand hier eine Komitesitzung statt zwecks der Verwirklichung eines schon Jahre lang geplanten Unternehmens, nämlich dec Errichtung eines Alumnats in Verbindung mit deut Gymnasium Fridericianum in Laubach. Schon bei Gründung dieser Anstalt (1875) hatte ein Gönner zu diesem Zweck eine Stiftung von 10000 Mk. vermacht; durch weitere Zuwendungen ist diese Summe auf 30 000 Mk. angewachsen. Man glaubt mit der Erbauung nicht länger zögern ztt sollet' und die Einrichtung zunächst für 12 Zöglinge zu treffen. ? Hungen, 1. Juni. Die provisorische Einweihung der hiesigen kat.holischen Kirche wurde gestern früh 9 Uhr durch Dekan Bayer aus Gießen vollzogen. Sehr zahlreich waren die Katholiken von hier und der Umgegend zu dieser Feier erschienen. Nach der Weihe wurde die hl. Messe gelesen. Als eine Stätte der Wahrheit, der Heiligkeit, der Kraft und des Trostes bezeichnete Dekan Bayer das neue Gotteshaus, welche Worte er auch seiner zu Herzen gehenden Predigt zu Grunde gelegt hatte und eingehend erläuterte. Um 11 Uhr war die Feier beendigt. Die katholische Gemeinde besitzt nun ein Gotteshaus, das in seiner schlichten Einfachheit doch recht wirkungsvoll zur Geltung kommt. yl. Ulfa, 30. Mai. Am Himmelfahrttage wurde bei der Haubenmühle ein Wald fest abgehalten. Trotz des zweifelhaften Wetters und der mancherlei Veranstaltungen ähnlicher Art in der Gegend hatte sich das Fest doch eines großen Zuspruches zu erfreuen. Au§ Nidda und seiner Umgebung, selbst aus dem oberen Niddatale hatten sich viele Fremde eingefunden. Bald reichten die Sitzplätze nicht wehr hin, um die Gäste alle aufzunehmen. Bei Musik und Tanz entwickelte sich bald ein fröhliches Treiben, das er|t am späten Abend sein Ende fand. Dank dem Himmel, der an diesem Tage einmal ein Einsehen hatte, konnte daS Fest einen ungestörten Verlauf nehmen und der Wirt, befriedigt von dem Geschäfte, nach Hause ziehen. ... 1 fc. Gedern, 1. Juni. Heute um 1 Uhr wird das su den berühmten General Eduard v. Fransecky, der im Kriege gegen Dänemark ruhmreich in den bei Schleswig und Leverse focht, entscheidenden Anteil als Kommandeur der 7. Division an den Schlachten o Münchengrätz und Königgrätz und 1870/71 als komma bierenber General des 2. Korps bei Gravelotte hatte, Yl errichtete Denkmal eingeweiht. Gedern ist der ' burtsort des Generals (16. November 1807). Er war Sohn des preuß. Hauptmanns Ernst v. F. unb der^harto v. Preuscheu, Tochter eines hessischen Rats in 3"riCi).1L Der Mutter Bruder wohnte als Gräflich, .StolbergM s Die definitiven Ernennungen " konnten wegen der •, S. K. H. des Groicherzogs erst etwas später erfolgen. Aus St aktenmäßigen Tatsachen ergibt sich, das; die Versetzungen der Fh. lehrer Werner und Kraft keinerlei Zusammenhang haben <5" vielmehr die dem Oberlehrer Kraft übert rn\. Stelle zu Gießen erst volle biet Wochen nach Dh?c lehr er Werners Versetzung frei wurde, mittelbar buvriS den völlig unerwarteten Jimb ganz plötzlichen Tod des der Taubstummenanstalt zu Friedberg. ertotS *" Darmstädter Bank. Die zunehmende Ausdehnung dieser Bank am hiesigen Platze hat Veranlassung gegeben die seitherige Form einer „Depositenkasse" nicht mehr bciitt. behalten und der Abteilung eine erweiterte Bedeutung Äll gewähren, indem der Aufsichtsrat die Aenderung der Firma in Bank für Handel und Industrie, Niederlassung Gießen genehmigt hat. Die Direktion bleibt unverändert in den Händen der Herren Gustav Müller und Konrad Dietz. ** Wissenschaftlicher Fortbildungskurs für Volksschullehrer. Der diesjährige Kursus nimmt am nächsten Mittwoch seinen Anfang, worauf Interessenten hin« gewiesen seien. Ausland. Besuch der deutschen GeistlicheninLondon. Die deutschen Geistlichen besuchten gestern nach ihrer Audienz beim König die Frankobritische Ausstellung in Shephords Bush. Nachmittags waren sie beim Bischof von London im Fulham Palast zu Gaste. General Caceras wurde als Präsident der Republik Sandomingo wiedergewählt. Besuch Falliöres in Reval. Dem Vernehmen nach wird Präsident Falliöres am 27. und 28. Juli mit dem Kaiser von Rußland in Reval Zusammentreffen. Rußland und England. Entgegen anders lautenden Meldungen wird informierterseits mit Bestimmtheit versichert, daß eine Verständigung zwischen Rußland und England über die Aktion in Mazedonien bereits erfolgt sei und demnächst eine entsprechende Kundgebung veröffentlicht werdet! wird. Die österreichischen Slawen in St. Petersburg. Infolge eines Berichtes des Hofministers über den politischen Charakter des Besuches der slawischen Delegierten aus Oesterreich lehnte der Zar den von Stolypin empfohlenen Empfang einer Deputation ab. Die Delegierten verließen gestern Petersburg und kehrten nach Prag zurück. ** Lehrerpersonalien. Üebertragen wurde dem Lehrer Karl Ganz zu Heegheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bobenhausen I; dem Lehrer Bernh. Menke zu Lorsch eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wies-Oppenheim. Erledigt sind: Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstellc an der Gemeindeschule zu Bretzenheim; eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Friesenheim. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. ** Nochmals die Werner-Anfrage. Mit welcher Sorglosigkeit bic Anfrage des Abg. Bähr über die Versetzung des Oberlehrers Dr. Werner vorbereitet wurde, kann man aus folgender offiziöser Mitteilung des Regierungsorgans ersehen. Dte „Darmst. Ztg." schreibt nämlich: Herr Abg. Bähr hat am 26. d. M. wegen der Versetzung des Oberlehrers Werner von Gießen nach Worms bei der Zweiten Kammer eine Anfrage eingebracht, die dem Ministerium gestern in üblicher Weise unter dem Ansügen zuging, daß der Gegenstand aus die Tagesordumtg einer der nächsten Sitzungen gesetzt werden solle. Tie Anfrage enthält folgende Stelle: „Hier kommt noch dte weitere Tatsache hinzu, daß Oberlehrer Dr. Krall, ein Neffe des Herrn Geh. Oberschulrats Nodnagel, von Worms nach Gießen,^ seiner Heimatstadt, versetzt worden ist, also mit Werner in der Stellung getauscht hat. Mau spricht davon, daß diese Veränderung den Wünschen des Herrn Kraft, der für eine Wirksamkeit in seiner Heimat eine Vorliebe hegte, sehr entsprochen habe. Ich gehe zunächst gar nicht so weit, Herrn Geh. Oberschulrat Nodnagel daraus einen Vorwurs zu machen, seinen Neffen begünstigt zu haben; ich möchte diesen Umstand nur in dem Zusammenhänge, Wünschen von Oberlehrern nach Möglichkeit gerecht zu werden, erwähnen." Damit wird gegen den Großh. Hess. Oberschulrat N o d tt a g e I ein überaus schwerer Vorwurf erhoben. Da wegen der Kürze der Zeit die Anfrage möglicherweise nicht noch vor Pfiitgsten in der Kammer behandelt werden kamt, so muß im Interesse des angegriffenen Beamten jetzt schon das folgende bemerkt werden: Das Allerhöchste Dekret, durch das Oberlehrer Werner von Gießen nach Worms versetzt ivorden ist, datiert vom 1. April 1908. Als Nachfolger Werners wttrde durch Dekret vorn 7. April 1908 der Lehrarnts- referendar Sandmann ernannt. Am 14. April 1908 verstarb plötzlich infolge eines Schlaganfalles der Direktor der Taubstummenanstalt zu Friedberg, Wodäge. Am 16. April lief die Anzeige des Todes bei der Schulabteilung ein. Tie erledigte Direktorstelle rourbe durch Dekret vom 22. April 1908 dem Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Gießen, Dr. Ritzert, der früher lang im Taub- stummenunlerricht tutig war, kommissarisch übertragen. Mit Ver- tvalluttg der Stelle Rttzerls in Gießen wurde durch Dekret vom 23. April 1908 der Oberlehrer Dr. Kraft zu Worms beauftragt. Ans Stadt nnd Land. Gießen, 1. Juni 1908. ** Vom Großh. Hofe. S. K. H. der Großherzog, der den Nachmittag des Himmelfahrttages mit der Großherzogin und dem Ervgroßherzog auf Jagdschloß Wolfsgarten verbracht hatte, empfing n. d. „Darmst. Ztg." am 29. v. Mts., mittags, den Armeemspekteur General der Infanterie von Bock und Polach und den kommandie-- renden General von Eichhorn im Neuen Palais. An der darauffolgenden Frühstückstafel nahmen außer den beiden Generalen teil der Chef des Stabes des 18. Armeekorps, Oberstleutnant Ilse, der Major im Generalstab von Heuduck und der Adjutant Rittmeister von Hagen. Abends 8 Uhr fand im weißen Saal des Residenzschlosses eine Tafel zu 62 Gedecken statt, zu der die Mitglieder des erweiterten Vorstandes vom Verband der Kunstfreunde in den Ländert: am Rhein geladen waren. Nach beendeter Tafel begab sich S. K. H. der Großherzog mit seinen Gästen aus den Schloßwall, wo die Festlichkeit gegen 12 Uhr ihren Abschluß fand. An der Tafel hatten teilgenommen: S. K. H. der Großherzog, Minister d. I. Dr. Braun, Geh. Justizrat v. Reden, Geh. Hofrat Bracht, Geh. Reg.-Rat Dr. Boehm, Professor R. von Haug, Ge- heimerat Römheld, Professor Dr. Diez, Maler' G. Stoskopf, Professor Hoelscher, K. E. Osthaus, Professor Dr. Kautzsch, Professor Dr. B. Müller, Professor Dr. Thoma, Oberstallmeister Frhr. Niedesel, Exz., Professor W. Trübner, Direktor Dr. Roediger, Geh. Hofrat Prof. Dr. Thode, Professor A. Hoelzel, Kammerherr Dr. Frhr. v. Schenk, Konsul A. Siebert, Professor Scharvogel, Dr. I. A. Beringer, Direktor Dr. Ostermann, Altbürgermeister Back, Oberst z. D. v. Bieber, Bildhauer I. Kowarzik, Gustav Klingelhöfer, Maler Rud. Löw, Professor Dr. Ehrenberg, Direktor Dr. Back, Professor Dr. Liesegang, Bildhauer R. Caner, Professor D'. Steinhaufen, Oberst Ulrich, Professor F. Brütt, Oberst Frhr. v. Heyl, Maler M. Buri, Regierungsrat Kam- lah, Kammerherr v. Hessert, Bildhauer A. Marzolff, Direktor Zobel, Oberkammerherr, Schriftsteller W. Schäfer, Professor Kleukens, Maler K. Küstner, Kammerherr Frhr. v. Leonhardt, Professor Riegel, Maler Hegenbart, Kabinetts- Sekretär Dr. Wehner, Maler Kempin, Ord.-Osfizier Lt. von Bissing, Hofmarschall, Professor Hartmann, Oberjägermeister Frhr. van der Hoop, Oberreg.-Rat Dr. Wagner, Professor A. Müller, Maler A. Beyer, Dr. Kienzle, Direktor Schneckendorf, Maler G. Altheim, Lt. v. Schroeder. — Die „Tafel- Karte lautete: Kraftbrühe nach Nizzaer Art; Salm nach Richelieu; Nehrücken, garniert; Feldhühnerpastete in Gelee; Kaiserpunsch; Masthuhnbraten, Salat; Spargel; Gefrorenes mit Früchten; Käsetörtchen. inöchte auch darauf Unweisen, daß dank dem tatkräftigen Interesse Eurer Majestät heute übers Jahr eine neue Verbindung für den wirtschaftlichen Verkehr zwischen Deutschland und Schweben fertiggestellt sein wird, welche, wie ich zuversichtlich hoffe, eine weitere Brücke zwischen den Herzen zweier stammverwandter Völker bilden möge. In diesem Sinne erhebe ich mein Glas und trinke auf das Wohl Semer Majestät des deutschen Kaisers, Königs von Preußen, Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin, der gesamten Kaiserlichen und Königlichen Familie und des Deutschen Reiches!" p0liiifd?c Sagesschau. Ermordung eines Deutschen in Rußland. Das „B. T." berichtet, daß bei einer Haussuchung in Jekaterinodac drei Personen, darunter der deutsche Reichsangehörige Truhn ermordet worden sind. Die Haussuchung fand bei dem Sekretär beS Vorsitzenden beS Kriegsgerichts Jekaterinodac Ugniwenko, seinem Bruder und seinem Schwager Truhn statt, welche alle beisammenwohnten. Alle Polizisten, welche die Haussuchung vornahmen, waren betrunken. Gegen 5 Uhr morgens wurden alle drei Hausbewohner verhaftet und unter militärischer Bedeckuug abgeführt. Auf dem Wege zum Polizeiamt gab die Bedeckung, wie es heißt, ohne Grund zwei Salven ab und schoß alle drei Gefangenen nieder. Die Zuschauer waren über den ganzen Hergang im höchsten Grade empört. Die Angabe der Polizei, daß die Arretierten fliehen wollten, wurde dadurch hinfällig, daß auch noch eine unbeteiligte Person erschossen wurde, und alle Getöteten Brustwunden hatten. Der ganze Vorfall ist ein schändlicher Gewaltakt, der auch in der Duma zur Sprache kommen wird. Wir sind neugierig, welche Genugtuung die deutsche Regierung fordern und erlangen wird. Der Internationale Verlegerkongreß in Madrid hat den Wunsch ausgesprochen, daß die Berliner Konferenz zur Revision der Berner Konvention das Uebersetzungs-- recht dem Produktionsrecht gleichstelle und die Autoren und Komponisten gegen die Reproduktion ihrer Werke auf mechanischem Wege schütze. Letzterem Wunsche wurde gegen die Stimmen der deutschen Vertreter zu- gestimmt, die eine Frist von 30 Jahren vorgeschlagen hatten. Der Kongreß nahm dann die Einladung des holländischen Vertreters van Stockttm an, den nächsten Kongreß im Jahre 1910 in Holland abzuhalten. Zu Ehren der deutschen Vertreter hatte der deutsche Klub heute abend eine Festlichkeit veranstaltet, der auch der deutsche Botschafter v. Radowitz mit dem Personal der Botschaft und der deutsche Konsul Dr. Schlieben beiwohnten. Der Kongreß der Verleger hielt vorgestern seine Schlußsitzung ab. Es wurde noch ein Bericht des nordamerikanischen Verlegers Bathum verlesen, der in diesem darlegt, welche Anstrengungen in den Vereinigten Staaten gemacht werden, um den Schutz der Urheberrechte zu sichern. Er teilte mit, daß z. Zt. fün Gesetzentwürfe zum Schutz litterarischer Erzeugnisse ein- gebracht seien. ________________ Deutsches Reich. Die Kronprinzessin ist gestern morgen im Marmorpalais eingetroffen. Reichsapanage. Die „Nordd. Allg. Ztg/ schreibt: „Wie wir der „Tägl. Rundschau" entnehmen, behauptet eine parlamentarische Korrespondenz, die Negierung habe im Frühjahre unverbindlich im Reichstage die Frage angeschnitten, wie dieser sich zu der Reichsapanage für den Kaiser stellen würde. Aus den Besprechungen soll bann die Regierung die Ueberzeugung gewonnen haben, daß es besser sei, zunächst den Plan zu vertagen. Die Angaben sind unwahr. Der Reichskanzler hat in keinerlei Form wegen der Reichsapanage verhandelt und niemals an eine solche auch nur gedacht. Das „Marine-Verordnungsblatt" veröffentlicht eine Verordnung, betreffend die Zuständigkeit der Reichsbehörden zur Ausführung der Reichsbeamtengesetze vom 24. April 1908. § 63 des Handelsgesetzbuches. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Bundesrat beschloß, dem Gesetzentwurf über die Anwendung des § 63 des Handelsgesetzbuches in der vom Reichstage angenommenen Fassung seine Zustimmung nicht zu erteilen. Zum Schutz der Landwirtschafts-Ausstellung gegen Seuchengefahr hat dec württembergische Minister des Innern vom 15. Ium bis 2. Juli jeden Handel mit Vieh im Stadtdirektionsbezirk Stuttgart verboten. Die Hauptversammlung des Verbandes ber deutschen Beamtenvereine in München nahm mit 485 gegen 477 Stimmen den Antrag des Vorstandes an, zur Erbauung eines Erholungsheimes in Bad Liebenstein ein Grundstück zu erwerben. Als Ort der nächstjährigen Tagung wurde Eisenach bestimmt. Damit wurde die Hauptversammlung geschlossen. Sonntag mittag wird der Vorstand des Verbandes unter der Führung des Unterstaatssekretärs Wermuth von dem Prinzregenten Luitpold in Audienz empfangen werden. ^om Hofe zu Bückeburg. Gestern vormittag ist die Fürstin Marie Anna von einem Prinzen entbunden worden. Die Fürstin steht im 44. Lebensjahre. Im Falle Schnitzer ist eine interessante Wendung eingetreten. Professor Schnitzer hat in einem scharfen Schreiben jebe ihm nahegelegte freiwillige Verzichtleistung auf den Münchener Lehrstuhl abgelehnt unter Berufung auf fein Recht als Staatsbeamter. Alle Offiziere des Beurlaubten st andes, die in Preußen zurzeit zu Dienstleistungen eingezogen sind, wurden auf besondere Anordnung des Ministeriums hin, am 30. Mai, von ihren Truppenteilen entlassen, um ihnen Gelegenheit zur Ausübung des Wahlrechts, am 3. Juni, zu geben. Die Hebungen einzelner Reserve- und Landwehrofsiziere erfahren hierdurch Abkürzungen bis zu drei Wochen. Staatsminister a. D. v. Podbielski soll feine : Kandidatur für den Bund dec Landwirte im Kreise Diepholz- Spfe plötzlich aus bisher unbekannten Gründen niedergelegt haben. Ein erneuter Aufenthalt des Kaifers an der . englischen Südküste ist attch für diesen Spätherbst in 1 Aussicht genommen. Beauftragte des Obechofmarschallamtes " ^aben sich bereits nach einem passenden Landsitz umgetan, da ! eS fraglich erscheint, ob Hrghcliff-Castle deut Monarchen wieder : -je uni> -7 ^Mtnkt bildet '■,'iisann von t « diesem i Mt Lieben rffltn, den "W Hrengeschenk, ■ ; jjßt&t. Liebem pkMdet und l ucüvierinnen au mit Bereiste i l'otii kplossalc- ■:m die LchmI IcC IE Julien die L di- G-me Müller .Ml'Ma Jin, 0 iurc -Mentaler, #8 Ni Lwikin,uni) । !■* haben he- Jltn' ihr Ers dl iMt Herr ILk Seneral-An Treysa a. 1ä ■Is Mrdc. Aw ■l^ andere « Wlatz imr lP aus Eslingti n Ranne bor Mbah der M x belange P» an der E Aushilssdi ö stellte sie sie Knuden iung kf'-nnen nach ( ’^etet Weise, UlMeltf. y.ln der sro I ^lassendes a I'Unwettern ijHrdsrankreich utn hat es u: t&ii verübt rau : Rlsonen bur sichert. In 9 X die Stadt ;i!tr mußte b ilin tvaram biße, namet Ankunst b ü * Anzahl iiilkn hmtbe ü ■ ‘ Suftmoibi IttubiMelsahrlsti I: teige haushalt Meta Kops und M tun Tales von T»‘ Es liegt ■ te i|t verhaltet ■ U nach ansiand ■a Mes Papier ■: land bie ■ M raar ber lr'!in und ber M Mt\. Tic i Mannes sechsein! werden soll. Kleine Tageschronik. Unsere billige Pfingslwoche u enormeMile Mk. Mk. Mk Wb- Mk. Weisse Kinder-Hüte in allen Preislagen und. hoch, modernen Formen. 12.50 S.00 12.00 300 12.oo Zu bem toi ■ clgenhvs geloKe Müller sche Badeanstalt. Wasserwär in e 15° B, Der dänische Dampfer „Nordpol" aus dem Wege nach Jacob», stadt, havarierte in den Schären. Der Unfall wirkte auf den Kapitän derart, daß er sich in der Kajüte erschoß. Das Schiff Flott gemacht. In Srodula bei Sosnowice (Polen> kam es zwischen Einwohnern und einer Schar Banditen, die eine Frau überfielen und ihr »mehrere hundert Nudel raubten, zu einem heftigen Revolver-Schießen, wobei cs auf beiden Seiten Verwundete gab. Eine zufällig vorbeireitcnde Kosakcn-Patrouille feuerte auf die Räuber eine Salve ab, wodurch zwei von ihnen getötet wurden. Weisse Damen-Blusen i= reicher Auswahl zu Weisse Damen-Untertaillen n Weisse u. farbige Damen-Vnterröcke « Weisse Damen-Gürtel « Weisse Kinder-Kleidchen zu Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Dienstag, den 2. Juni: Meist heiter. Sehr warm. Vielfach Gewitter. Veränderliche Wache. ____________ SpitiplGii der vereinigten zrankjurter Ztadttheater. Opernhaus. Dienstag den 2. Juni, abends 7 Uhr: „Don Juan." Schauspielhaus. Dienstag den 2. Juni, abends 7 Uhr: „Nathan der Weise/' ii schwerer Weise an ihr vergangen. * ein seltsames Verbrechen aus geringfügigem Anis; ist in der franz. Hauptstadt verübt worden. Es wird da- ib(r folgendes gemeldet: „Ich glaube soeben zwei per- germutter Frau Iapin wurden in ihrem Hause von bisher unbekannten Verbrechern erdrosselt; die Gattin Steinheils, welche geknebelt und gewürgt worden war, erlitt ziemlich ernste Verletzungen, doch ist ihr Zustand nicht besorgniserregend. Steinheil, der ein intimer Freund des ehemaligen Präsidenten Felix Faure war, hatte sich als Genre- und Porträtmaler einen Namen gemacht und war auch in der Pariser Gesellschaft sehr- bekannt. Wie die polizeilichen Feststellungen ergeben haben, batten die Mörder ihr Opfer zuerst gefesselt, ihnen sodann mit Chloroform getränkte Wattebolzen in den Mund gesteckt und sie schließlich mit einem dünnen Strick erdrosselt. Einem Berichterstatter zufolge erzählte Frau Steinbeil dem Polizeikommissar, sie glaube es lediglich nur dem Umstande zu verdanken, daß sie nicht ermordet wurde, daß die Mörder sie für ihre Tochter hielten, welche sich tags zuvor in Begleitung ihres Dienstmädchens in ihre Villa in Bellevue bei Paris begeben hatte. Einer der beiden Mörder habe gesagt: „Tue der Kleinen nichts, man soll sie schonen." Die Helfershelferin der Mörder, m welcher Frau Steinheil ein Modell ihres Mannes erkannt haben will, habe hinzugefügt, „ich habe auch schon gesagt, daß man sic nicht töten soll." Frau Steinheil zeigte auf einem von ihrem Manne gemalten Genrebild den Kops dieser Frauensperson. Sämtliche Schreibtische und Schränke wurden vollständig ausgeplündert. Einem Pariser Blatte zufolge halten es mehrere der Familie Steinheil näherstehende Persönlichkeiten für möglich, daß ein Racheakt vorliegt. * Tie unverantwortliche Tat eines Arztes erregt in Newyork Aergernis. Ein 30 iöfrvigcr Mann namens Frank Morritt, dessen Frau und Sohn an Lungenschwrildlucht starben und der der Armut verfiel und als Landstreicher,in einer Herberge der Heilsarmee Aufnahme fand, ließ sich freiwillig von Tr. Craft Eorroll mit Tuberkelbazillen durch Inokulation, Inhalation und Ingestion an st ecken. Tr. Carroll erklärt, da^..die unteren Teile der Lungen tuberkulös geworden find, und uaß er nunmehr Heilungsexperimente an dem Kranken vornehmen werde. Er behauptet, eine neue heilmcthode für Phthisis zu besitzen, wodurch er den Patienten in zwei Wochen gesund zu machen verspricht. Tie medizinische Fakultät in Ncwyork mißbilligt das Experiment am lebendigen Menichen. Es heißt, daß eine Strafverfolgung gegen Tr. Carroll eingelertet । qierungSrat in Gedenk Fransecky starb am '22. Mai 1890 i -Mesbaden. ? Wißmar, 1. Juni. Die Wahlbewegung zur preuß. Ma ildtagswahl ist diesmal stärker aks früher. Dies ■int sich auch in unserm Orte. Gestern war eine Wahl- t ammlung der freisinnigen Partei und heute abend 9 vhr hcet eine nationalliberale Versammlung bei Wirt Brück t in der der Kandidat der nationalliberalen Partei, ,CT vom Rath spricht. Kirchhain, 31. Mai. Gestern sand hier eine K^-kist ierschau statt, welche zeigte, daß die Viehzucht im [-(;|'e Kirchhain auf einer hohen Stufe steht. Mit der Vieh- ho war eine Prämiierung verbunden, zu welcher über _i o Mk. Geldpreise und eine Anzahl wertvoller Ehrenpreise . Verfügung standen, l. Preise erhielten: a) für Simmen- j ile-r Bullen die Stadt Schweinsberg, b) für Vogelsberger Mn die Gemeinde Großfeelheim, c) für Vogelsberger Mer: H. Müller-Großseelheim, 6) für Simmentaler Rinder: ^Bingel-Kirchhain, e) für Simmentaler Kühe: H.Prediger II- stchhain, f) für Vogelsberger Kühe: W. Ermler-Kirchhain, ,i Simmentaler Jungvieh: Wilhelm Müller-Großseelheim, „i Eber: K. Bopp in Kleinseelheim, für Sauen: I. Becker- jngenflein, und für Ziegen: Stadt Neustadt. h Frankfurt a. M., 30. Mai. Nach siebenjährigem i-siehen haben heute die .Frankfurter Neueste N ach- echten" ihr Erscheinen eingestellt. Herausgeber des datteS war Herr Erich Spandel, der Verleger des Nürn- :!iger General-Anzeigers. c. Treysa a. d. M.-M-Bahn, 31. Mai. Die deutsch- stziale Partei in Hessen hatte auf heute hierher ein sog. Sa uetnf eft gelegt, das wie üblich, zur politischen Werberarbeit Kutzt wurde. Etwa 5000 Teilnehmer aus der Schwälmer, Mar- -irgev und anderen Gegenden waren erschienen- der Hauptan- .lamgsMukt bildete die Festrede des Reick)stagsabgevrdneten L i e- cmann von Sonnenberg, der stürmisch begrüßt wurde, '.ußer diesem sprachen noch andere Parteiführer, auch Köhler- .ciillsdorf. Liebermann von Sonnenberg wurde von 3 Schwcil- mriimen, den Töchtern des Bürgermeisters Ochs in Schönborn, tu Ehrengeschenk, alter schwälmer Brautfessel vom Jahre 1857, erreicht. Liebermann von Sonnenberg ist mit dieser Familie rig befreundet und ließ sich auch mit den drei Mädchen und anderen idilDälmerinnen auf seinem Ehrensessel photographieren. Köhler tüdbe mit Begeisterung empfangen, fein Hoch auf den Bauern- piib sand kolossales Echo. — Einen schönen Schmuck des Festes hinten die Schwälmer Trachten (Mädchen und Männer). Ter i.-i.ne Juxplatz wurde viel frequentiert. n diesen W> ec nen§, n«M^ düng nut ad). Könner zu cht; durch * 1000 Mk- E' länger zöM P Zöglinge zu »# 6,,5 ich das >atale > •er O! urde die k> ' . beendigt- , ekh^'?^S- kungSvolk z Blsahrtt^^ ln jeder beliebigen $d>rl|iari und Karton» f°r‘e* sowie mit Zirkeln aller studentischen v Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen tzrühl'sche Universitäts-Druckerei. Schulstraße 7 In Mannheim spielte sich ein Liebesdrama ab. Die 19 Jahre alte Tochter eines Krankenkaffenkontrolleurs unterhielt ein Liebcsverhälinis nut einem Acquisiteur, einem verheirateten Manne. Die Eltern des Mädchens brachten m Erfahrung, daß das Paar flüchten wollte. Sie trugen deshalb Vorsorge, daß das Mädchen nicht aus der Wohnung kam. In seiner Verzweiflung hierüber sprang dieses aus dem Fenster der im dritten Stockwerk belegencn Wohnung hinab. Mit gebrochenen Armen und Beinen wurde sie in hofsnungsloiem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Unter dem Verdacht des doppelten Kindesmordes wurden in Tham m (Württemberg) der Bauer Jung, seine Frau und Tochter verhaftet. Die Tochter hat in den letzten Jahren zweimal geboren und die Kinder getötet. Die Leichen- refte wurden im Garten vergraben vorgefunden. Der Arbeiter Conti in Nieder kor n (Mosel) nahm am Grabe seiner Frau eine D Y n a m i t k a p s e l inben Mund und brachte sie zur Explosion. Sem Kopf wurde in Stucke 9Ctl$er Bauführer Naumann, der sich seit dem Einsturz der Görlitzer Stadthalle in Haft befand, ist aus freien Fuß gesetzt worden. _ , In Hamburg ertränkte sich eine Frau Lobermann, welche mit ihrem Ehemann in Scheidungsklage lebte, mit ihren beiben Kindern. Vor der Urteilsverkündung int Entscheidungsprozeste erhängte sich dann ihr Gatte. ÄandcL. — Steuerprojekte ver Reichsregierung. Es tauchen wieder Gerüchte aus, daß die Reichsregierung bei ihren unvermeidlichen Steuerprojekten die Börse heranziehen und eine Erhöhung der Uinsatzsleuer foivie die Einiührung einer Dtoiden- densteuer beantragen wird. Es wrid jedoch in unterrichteten Kreisen bezweiselt, daß die Regierung sich mit solchen Projekten trägt. Eine Erhöhung der Effektenumsatzsteuer würde nach den gemachten Ersahrlmgen aller Wahrscheinlichkeit nach keine Erhöhung des Betrag sorndern eine Bernnnderung bringen und eine Twidendeu- fteuer würbe, das ist schon früher erläutert worden, nichts anderes sein, als eine ganz ungerechtfertigte Doppelbesteuerung.' min« ^rin3Jlü[b^; h>ec am 60() Nb übch^'. Samstag [b« abgetifftn ui fönen umgebracht zu haben; bitte, sehen Sie doch im zweiten Stockwerk nach." Mit diesen, an feinen Hausbesorger gerichteten Worten wollte am Samstag in Paris der 34- jährige Doktorand der Medizin, der türkische Staatsangehörige Reschid Mustapha, sein Wohnhaus verlassen. Der Hausbesorger rief einen Schutzmann, und Reschid begleitete beide höchst gleichmütig in die Wohnung seines Wohltäters, des türkischen Prinzen Mehemed Ali. Dieser lag fest eingeschlafen. In einem Nebenzimmer fand man in einer Blutlache den 24 jährigen Neffen des Prinzen Salah; über ihn geneigt dessen gleichfalls durch Dolchstiche schwer verletzte Mutter, Prinzessin Fatme. Beim Verhör behauptete Reschid, unter dem Einfluß eines Pariser Arztes Dr. H. gehandelt zu haben. Durch die Erhebungen wurde folgendes festgestellt: Reschid genoß seit einiger Zeit beim Prinzen Mehemed Ali Gastfreundschaft. Als dessen Schwester und Neffe unerwartet eintrafen, wurde Reschid gebeten, in ein Hotel zu übersiedeln, was dieser auch ohne Murren tat. Nachts aber erschien er in der Wohnung und brachte der Prinzessin und deren Sohn, während beide schliefen, die Verletzungen bei. Prinz Sala h, der noch lebt, dürfte sich kaum von seinen Verletzungen erholen. Der angebliche Doktor H. ist bisher unauffindbar. Wie verlautet, ist die Prinzessin Fatme mit der Sultansfamilie verwandt. Die Untersuchung sucht klarzustellen, ob Reschid etwa mit politisch tätigen Mitgliedern der türkischen Kolonie in Verbindung gestanden hat. — Noch ein zweites ^brechen ist in Paris verübt worden: Der Maler Steinbeil und dessen Schwie- IM .!*$1 2?’M Qllf "’olfetei 0Ü‘rafe 43 • $ crrootbin - Rom, 1. JiMl. „Tribuna" teilt mit, daß sich eine italienische | Gejelljchafl gebildet habe, mit bem Zweck, A n t i m 0 n - G r u b e n in 9)1 a r 01 ? 0 auszubeuten. 9luch soll noch ein anderes Synbikat zur Ausbeutimg weiterer Gruben in Marokko gebildet werben. Rom, 1. Juni. 18000 Infanterie-Offiziere haben eine Adresse an den Kriegsininister unterzeichnet, worin sie Einspruch erheben gegen die Beschlüsse des Untersuchungs-Ausschusses über die Lage der Offiziere. ■ Sie fordern eine Erhöhung ihrer Bezüge. „Gior-, nale d'Jtalia bedauert dieses Vorgehen und spricht die Ansicht aus, daß dies ein Vergehen gegen die Disziplin darstelle. Lüttich, 1. Juni. Ein furchtbares Gewitter hat unberechenbaren Schaden angerichtet. In bem Stadtteil St. Marguerite drang das Wasser in die Keller und Erdgeschosse und erreichte nach wenigen Minuten eine Höhe von anderthalb Meter. In zahlreichen Geschäften wurd.n die Warenvorräte vernichtet oder arg beschädigt. Tas von der Höhe niedergehende Wasser hatte eine solche Gewalt, daß das Straßenpflastcr aufgerissen und Pferde und Wagen fortgeschwemmt wurden. Mehrere Personen konnten nut mit Mühe gerettet werden. Nancy, 1. Juni. Ein Wagen bet Drahtseilbahn mit sieben Insassen, bet von dem Luftkurort Saint-Antoine herabkam, stieß, da das Räderwerk schlecht funftionierte, auf den vorhergehenden Wagen auf. Zwei Personen wurden getötet, darunter eine Nonne; sieben wurden schwer verwundet. Madrid, 1. Juni. Die portugiesische Polizei verhaftete in Fernando einen gefährlichen A n a r ch i st e n namens Gort, der aus Barcelona stammt. Er wird beschuldigt, an zahlreichen anarchistischen Attentaten in Barcelona beteiligt gelvesen zu sein und gilt, obgleich er erst 19 Jahre alt ist, als einer der gefährlichsten Anarchistenführer in Catalonien. Er wurde bereits gestern an der Grenze den spanischen Behörden ausgeliefert. K 0 n ft a n t i n 0 0 e l, 1. Juni. Nach Depeschen Reut Paschas haben türkische Truppen nach heftigem Kampf die Insel Samos besetzt. Die Insurgenten sind in das Innere der Insel geflüchtet. Der Führer Susulis, bev sich über Meer nach Griechen- tanb flüchtete, wirb von einem türkischen Schiffe verfolgt. Teheran, 1. Juni. Tas Mini ft c ri u m hat feine1 Entlassung gege ben. Cs war der schwierigen Lage im Parlament nicht mehr gewachsen. Ter Minister des Aeußern weigerti sich dieser Tage eine Interpellation wegen der Lage an der russischen Grenze in öffentlicher Sitzung zu beantworten und der Finanzminister vertröstete die Interpellanten in den Finanz- Angelegenheiten mit schriftlicher Beantwortung. angtloiiimtn % wd) ffitgjeijrar- 7 £ freie Reise 18 die fianbroirfc :cn angekomM. I somit rch üte Der 04 Löte izminisleckm 1 eichs untemoraiiB I ita zmckgckta. ihre iDQjjeiiMiri berbautat I ise überrasch! > ben Karackizc: I iogoro und 6ti 12. iat vierM«^ erlausen. 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Hitze, namentlich während der Empfangs-Feierlichkeiten di der Ankunft des schwedischen Königspaares, so stark, daß tue große Anzahl Ohnmachtsfälle vorkamen. In mehr als Fällen wurde von Unfallstationen die erste Hilfe geleistet. ^Lustmorde. In Rockenhausen (Pfalz) wurde feit tat Himmelfahrtstage die bei. einem Maurermeister bedienstete 2i 1 äbrige Haushälterin Filbert vermißt. Nun ist ihre Leiche, ii der Kopf und Arme fehlten!, in dem Walde des Falken- Liiter Tales von Mannschaften der Feuerwehr aufgefunden U brben. Es liegt zweifellos Lustmord vor. Per mutmaßliche L.cr ist verhaftet. — In London betrat ein dem Aus- : ,jii nach anständiger Arbeiter eine Bedürfnisanstalt und ließ Mi großes Papierpaket dort liegen. Der Aufwärter öffnete (: und fand die verstümmelte Leiche eines kleinen Mädchens. Kind war der Hals von dem einen Ohr zum anderen durch- l.mitten und der Unterleib aufgeschlitzt. In der Kehle steckte ■b Knebel. Die Polizei soll ermittelt haben, daß die Leiche > b eines sechseinhalbjährigen Mädchens namens Marie Ellen feilte aus Eslington in Nord-England ist. Man hatte sie mit tntnt Manne dort gehen sehen. _ Die ärztliche ^u^rluchung tyab, daß der Mord erst wenige Stunden vor der AuMndung Ita Leiche begangen wurde. — In Berlin ist ein brutales bclnechen an der 15 jährigen Lina P« verübt worden. Sie Lir als Aushilfsdienstmädchen in Stellung. Um Freitag nach- tr.ttag stellte sie sich bei den Eltern ein und gab au, daß sw von hei fremden jungen Burschen unter Versprechungen und Bor- ine$elungen nach der Jungfernhaide gelockt und dort mit Chloro- iirm betäubt worden sei. Dann hätten die Unbekannten sich Giessener Konzertverein Zehntes (letztes) Konzert. — Zweiter Chorabend. Mittwoch, den 3. Juni 1908, abends 7% Uhr im Heuen Stadttheater (Eine öffentliche Hauptprobe findet nicht statt). Meisterwerke weltlicher Vokalmusik des 16. bis LL> Jahrhunderts Ausführende: Frau Anna Kaempfert (Sopran) Herr Antonio Kohmann (Tenor) Herr Hans Vaterhaus (Bass-Bariton) Der akademische Gesangverein. Leitung: Herr Prof. G. Trautnaana. aus Frankfurt a. M. PROGRAMM (». 3. '4. 5. 16. 7. Chöre a capella: a) Ach Lieb’, hier ist das Herze .... b) Mehr Lust und Freud’, die Lieb’ mir geit (Gagliarda) . c) Hans und Grete ...... Volksweisen für Sopran mit Klavierbegleitung; a) Die Linde im Tal ..... b) Schwäbisches Volkslied ..... c) Erinnerung ans Schätzle .... (Ende Chöre a capella: a) Fliesset dahin, ihr Tränen . . . . . b) Einstmals das Kind Cupido klein .... c) Amor im Nachen (5 stimmig) .... Meder für Tenor mit Klavierbegleitung: a) „Hoffnung1" ....... b) „Das Lösegeld“ ...... c) „Liebeszauber“ ...... „Schweigt stille, plaudert nicht", Cantate für Solostimmen, Sopran, Tenor, Bass und Chor (comp. c. 1731) Zwei Gesänge für Chor mit Begleitung des Pianoforte: a) Der Augenblick (Inbrunst. Zärtlichkeit, Verstand) b) Die Beredsamkeit (Freunde, Wasser machet stumm) Cantate zum Geburtstage des Herzogs Christian zu Sachsen-Weissenfels «Was mir behagt, ist nur die muntere Jagd" für Solostimmen und Chor ..... } Joh. L. Hasler. Joh. Eccard. des 18. Jahrhunderts). John Bennet Daniel Friederich G. Giacomo Gastoldi. L. Reichardt. J. F. Reichardt. J. Ab. P. Schulz. Joh. Seb. Bach. Jos. Haydn. Joh. Seb. Bach. 'piffAn • I- Platz Mk. 5. , H. Platz Mk. 4.— , 111. Platz Mk. 3.— IV. Platz Mk. 2.50, TjIULLILLSlxclL ICH. Studentenkarten Mk. 1.— sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nachf.) Telefon Nr. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. Gültigkeit haben blaue, rote und gelbe, ungültig sind rotweise Karten. Oeünung des Theaters 7 ühr. Schluss der Saison 1907/08. io Weissen Blousen Noch in allen Weiten vorrätig. Tadelloser Sitz garantiert Alexander Salcmoai & Co. 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