4 V Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten < a K v v Wenn das geschehen TU. 2. st? »2 r auch aut das Ausland ausdehnen, an erster Stelle aut Deutschland durch Vermittlung eines Bankinstituts, aud) die Einrichtung eines selbständigen Sparkassenannes iür Bosnien und die Herzegowina, im Anschluß an die Weintet in Wien und Budapest ist nur noch eine Frage kurzer Zeit. unter Leitung des Majore Rücker Kaiser Wilhelm und befehligt von vom Infanterie-Regiment 88 und Regiment 118, am 3. März auf zusammengezogen worden. Die nossenschastsart anzuschließen oder an ihr festzuhasten, was bei einer großen über 1700 Mitglieder zählender: Kc tüchtiger fachmännischer Leitung unbedenklich und vortei! kann bei einer kleinen Kasse, wie wir jetzt in Ober; gesehen haben, geradezu zu einer Katastrophe sichren. £)<’. luir jetzt deir Bericht selbst reden; äs ?2 O s dj 5^0 5 = 2.® sich Prälat v. Flöring für Aufrechterhaltung der bestehenden geseMchen Bestimmungen aus. Ihre Beseitigung würde in der Bevölkerung gewiß vielfach unliebsam empfunden werden. Es kämen doch auch Imponderabilien mit in Betracht, die Berücksichtigung verdienten. Redner bringt in diesem Sinne einen neuen Antrag ein. O.-L.-Präs. Lippold hält es süv besser, dem Ausschnß- antrag zuzustimmen. Nachdem auch Minister-Braun sich in diesem Sinne geäußert und erklärt hat, die Anregungen des Prälaten D. Flöring bei anderer Gelegenheit in Erwägung zu nehmen, zieht dieser seinen Antrag zurück. Das Haus nimmt den Ausschußantrag an. Das Haus erledigt dann eine Reihe von Vorstellungen nach den Beschlüssen der Zweiten Kammer und lehnt u. a. die Anträge Ulrich über die Schulreform, die nationale Einheitsschule und die Abänderung des Art. 86 des Vollsschulge- setzes al). Die Vorstellung des Gemeindevvrstandes Seligenstadt, betr. die Konfessionsschule daselbst, beantragt der Ausschuß für erledigt zu erklären und somit dem Beschluß der Zweiten Kammer beizutreten. 2.= « S 3 rt3 ’sss ih r, ch , - c “ *33.« •* Tageskalender für Mittwoch den 1. April: Stadttheater: „Panne." Anfang 7 Uhr. Kolosseum: Programmwechsel. Gastivirtsgewerde- u. Kochkunst-Ausstellung (Den ganzen Tag geöffnet.) % ? 7 »= :: 3.«§S *• Kleink'inderschulen. AuS dem Mutterhaus für' Kinderpflege zu Nonnenweiher bei Lahr (Baden) sind zur Zeit im Kreise Gießen Schwestern für Kleinkinderschulen stationiert in Allendorf a. Lumda, Burkhardsfelden, Gießen, Großen-Linden, Grünberg, Heuchelheim, Klein-Linden, Lang- Göns, Leihgestern und Londorf. ** Der Turmbau der Stadtkirche. Veranlaß durch den kürzlich erfolgten Absturz eines schweren Steines wurden am Sonntag, während alle Glocken in Tätigkeit waren, genaue Messungen mit dem Senkblei vorgenommen, um den Einfluß des Läutens auf die Sicherheit des TurmeS zu prüfen. Es wurde dabei die Entdeckung gemacht, daß die senkrechte Axe des Turmes um 11 mm sich von dem Mittel- punkte der Erde entfernt hat. Heute nachm. um 5 Uhr sollen die mteressanten Arbeiten beginnen, durch die man diese Abweichung der Turmaxe zu beseitigen beabsichtigt. •• Hebungen des Beurlaubten stande§. Gestern wurden die beiden Kompagnien des Beurlaubtenstandes der Infanterie des 18. Armeekorps wieder aufgelöst. Sie waren, m sr.E j! “y 56"1 MZ? Graf S t 0 l l ber g -- R 0 ßl a bespricht die Begründung der evangelischen Schule daselbst und führt aus, dciß sie nur Dank des Gustav-Adolf-Vereins ins Leben trat. Nachdem sich die 0 entwickelt hatte, daß sie über 50 Schüler zählte, Aus StaM und LanH. E 1 c u, 1. April 1908. Das 49. Geschäftsjahr unserer GewerbeLanL. Unseren Lesern in der ^Stabt ist der Geschäftsbericht der Gewerbebank Gießen für das Jahr 1907 dieser Tage als befoitberc Beilage zugegangeu. Wenn wir nachstehend die wichtigsten Angaben des Berichts wiedergeben, so geschieht dies, um den hiesigen Lesern noch einmal die segensreiche Tätigkeit dieses gemeinnützigen Instituts vor Augen zu führen, sowie weiter, weil wir gerade in Hinblick auf unliebsame Vorkommnisse in unserer Provinz auf die für Genossenschaften vorbildliche Tätigkeit der hiesigen Genosftnschaststässe aufmerksam machen wollen. Daß es sich dabei um eine Genossenschaft mit u n beschränkter Haftpflicht handelt, sei ausdrücklich hervorgehoben, ohne deshalb die kleinen Genossen- chasten in der Provinz ermuntern zu wollen, sich dieser Ge- Graf Erbach-Erbach schließt sich den Ausführungen des Vorredners an und meint, daß durch die Kvnfeffiousschule die sittlich-veligiöse Grundlage des Volkes besser gemährt werde, do. in Hessen so viele einklassige Schulen beständen, hätte man auch die eine in Seligenstadt noch mehr bestehen lassen iönuen, was nach den Bestimmungen des Art. 8 deS Voll's schiUg esetzes sehr wohl möglich gewesen wäre. Minister Brann betont dagegen, daß die Regierung durchaus korrrtt gehandelt habe und rechtfertigt ihren in richtiger Auslegung des Schulgesetzes erfolgten Entschluß. Hessen habe seit 84 Jahren die Simultanschule und sie haoe viel zur Förderung des rttigicheu Friedens in den Gemeinden beigetragen. Art. 8 des Gesetzes komme sirr diese Frage überhaupt nicht in Betracht. -Man wr."de unstrer Sannst mschiste d.:ö Zeugnis nicht versagen Können, daß durch sie das friedliche Ernvemehmen' unter den Konfessionen noch nie gestört worden sei. O.-L.-Präsident Lippold führt aus, die Regierung habe nur von ihrem Rocht der Aufhebung der Kvnsefswnsschule Gebrauch gemacht und durchaus im Sinne des Gesetzes gehandelt. Redner bittet dem Aussa-ußantrag zuzustimmen. Prälat D. Flöring etiiarl, er werde für den Ausschnß- antrag stimmen uno zwar besonders deshalb, weil sich auch die cüang. Gemeinde mit dem jetzigen Zustaird durchaus zusrieden erklärt hat. Redner schildert bann die zahlreichen Schwierigkeiten und den mangelhaften Zustand der früheren Schule. Nachdem Rejerent Jujtizrat Dr. Kleinschmidt in seinem Schlußwort den Ausschu.ßatltrag eingehend zur Annahme empfohlen, wird derselbe mit allen gegen 5 Stimmen angenommen. Das Haus stimmt alsdann bei einer Reihe toeiterer Anträge und Vorstellungen den Vorschlägen seines Ausschusses zu, die meist auf Beitritt zu den Beschlüssen der Zweiten it'antiner tauten. Die Vorstellung der Bürgern:eisterei Pfeddersheim auf Errichtung eines Steuerlommissariats daselbst, beschließ der Ausschuß abzulehnen. Bei Besprechung der Anträge Haas und Genossen, betr. die staatliche Uebernahme dep Nebenbahn Reinheim — Reichelshei in uito des Antrags des Baues der Bahnlinie Fürth—Reichelsheim beantragt der Ausschuß, dem zustimmenden Beschluß der Zweiten Kämmer nicht beizutreten. Graf Erbach-Erbach tritt lebhaft für die beiden Anträge ein und betont, daß die Linie Fürth—Reichelsheim für den Odenwald von größter wirtschaftlicher Bedeutung )ei. Er werde auch für die Bahnlinie Bensheim—Lindenfels eintreten. Finanzminister Guauth bittet dagegen, dem Ausschußantrag zuzustimmen. Der preußische Eisenbahnminister habe sich ebenfalls gegen beide Anträge ausgesprochen. Die Kammer nimmt daraus den Ausschußantrag an und erklärt sich ebenfalls gegen den Antrag Wolf auf Erbauung einer Nebenbahn von Undenheim nach Armsheim. Nachdem die Kammer alsdann dem Voranschlag über die Ausgabebedürfnisse der Zweiten Kammer für das Rechnungsjahr 1908 zugestimmt, ist die Tagesordnung erledigt und der Präsident vertagt das Haus auf unbeftimmte Zeit. i?-'. 22 4\ Stimmungsbilö aus -em Reichstage. Berlin, 81. Marz. Die Holztäfelung der Ja- und der Neinrür des Sitzungssaales zeigt in kunstvoller Schnitzerei eine Darstellung der Homerschen Szene, in der der geblendete Polyphem feine Hammelherbe au§ der Höhle entläßt. Seit einiger Zeit hat dieses Symbol Bedeutung gewonnen. Der Präsident muß jetzt täglich die Hammel springen lassen. Auch heute ergab sich diese Notwendigkeit wie gestern sogar itvcimal bei Etatsresolutionen, da das Bureau am Tische des Präsidiums, das in der Abschätzung der Mehrheilsverhältnisse gewiß eine lange Erfahrung hat, auch beim besten Willen sich nicht entscheiden konnte, ob die Mehrheit stand oder sitzen geblieben war. Es hängt das mit der ganzen politischen Konstellation zttsammen; die Blockmehrheit ist nur gering und einige Außenseiter neigen die Wage auf die Sette des Antiblocks; und insofern ist der jetzt zur Gewohnheit geivordene Hammelsprung ein bedrohliches Vorspiel zu den Plenarentscheidungen über Vereins- und Börsentomproinisje. Heute hat der Block bei einer anderen Gelegenheit die Probe bestanden und er hat das Wunder gewirkt, im Reichstage eme Mehrheit für die Ostmarkenzulage zu schaffen. Tie dlacbgiebigfcit lag auch diesmal auf beiden Seiten. Nach verschiedenen Versuchen auf andere Weise den Postbeamten m Posen und Westpreuhen das zu gewähren, was ihre Kollegen aus den preußischen Verwaltungen bereits seit einer Reihe von Jahren erhalten, haben sich die beiden konservativen Parteien zu dent Slandputikt der bürgerlicheit Stufen bequemt, die Zulagen zur Sicherung der Beamten mit deut Schutz- schild der Uiiwioerruslichteil zu versehen und die liiiksliberale Fraktionsgemeinschaft reichte ihnen auf diesem Boden die Hand. Und da seit einiger Zeil es im Reichstag Sitte geworden ist, seinem Grimm und Aerger in poetischer Form Luft zu mache», verftel auch Herr Ledebour in das Dichten, zum Glück aber nicht mit eigenen, sondern mit Heineschen Versen. In namentlicher Abstimmung wird der Reichstag morgen die C|"tmart'en= zulage votieren; aber aus dem Schweigen des Staatssekretärs Kractke sprach der Vater der Hindernisse, v. Rheinbaben, ein deutliches Rein. Zu Beginn der Sitzung hatte der Reichstag ein Notgeseh über die Beschäftigung von Hilfsmitgliedern im Patentamt ui erster und -weiter Lesung erledigt, in Erwartung der heute auch vom Staatssekretär v. Bethmann-Hollweg angefünbigten Revision des Patentgesetzes. Der weitaus größte Teil der Sitzung mürbe durch die Verhandlung zweier Fragen ausgefüllt, die miteinander große Berührungspunkte haben und -zu denen die Parteien auch fast dnrch- ivey dieselben Redner vorschickten: dem Postscheckverkehr und der Münznovelle. Da die Regierung durch die Einführung Der Zins- lofigkeit den Stein des Anstoßes hinweggeräumt hat, zeigte sich bei der großen Mehrheit des Reichstages eine freundliche Stimmung für das vor 8 Jahren abgelehnte Gesetz, uno nur ein Teil der Konservativen äußerte durch den Mund des Dr. Rösicke auch Henle noch die alten Bedenken, die in der Besorgnis einer Beeinträchtigung des Genossenschaftswesens begründet sind. Mit ihnen erklärten sich aber auch die Freunde eines Postscheckverkehrs gegen Postsparkassen "ach österreichischem Muster. Tie Biidgetkommissioii wird sicher einen Weg sinden, um hiergegen einen gesetzlichen Riegel vorzu- ‘djieben. Tas 25-Psennigstücl, das durch die Münznovelle zur Einführung gelangen -soll, hat auf keiner Seile grundsätzliche Gegner und auch die vermehrte Ausprägung voti Silbermünzen, die als nveites Gericht von der Schatzverivältung serviert ivird, wurde als Maßregel der Zweckmäßigkeit ohne erheblichen Widerspruch ent- gcgengenommeii. Auch hier ivird es Sache der Kommission sein, den Bedenken eines Teiles des Reichstages entgegenzukommen und dasür^ Sorge zu tragen, daß sich aus einer zu starken Vermehrung des Silberumlaufs nicht eine Schädigung der Goldwährung ergibt. Die bereits 1906 eingetretene Geldknappheit und Geldteue- rung verschärfte sich im Berichtsjahre noch wesentlich und brachte Zinssätze, wie nie zuvor. Nachdem die Neichsbank mit einem Diskontsatz von 7 Proz. und Lombardsatz von 8 Proz. in das Jahr 1907 eingetreten war, folgte am 22. Januar eine Ermäßigung auf 6 Proz. bezw. 7 Proz. und am 23. April eine weitere Ermäßigung auf 5Vs bezw. 61/2 Proz. Diese Sätze blieben in Geltung bis zum 29. Oktober, an welchem Tage sie wieder auf 6V2 bezw. 71/2 Proz. erhöht wurden. Unmittelbar darauf am 8. November wurden diese Sätze nochmals um 1 Proz. auf 7Vs bezw. 8Vs Proz. erhöht und blieben auch auf dieser bisher nodj nicht erreichten Höhe für den Nest des Jahres bestehen. Wie es schon bisher immer unser Bestreben war, unseren mit uns arbeitenden Mitgliedern ihre Verbindung mit uns für sie möglichst vorteilhaft zu gestalten, so haben wir es auch diesmal unterlassen, den hohen Sätzen der Reichsbank bei der Ausgabe unserer Gelder zu folgen. Wir haben unsere Kunden zu Reichsbanksätzen bedient, so lange sich diese unter 6 Proz. hielten. Ueber diesen; Satz sind wir indessen in keinem Geschäftszweige hinansgegangen. Allerdings mußten wir uns in diesen anormalen Zeiten in der Gewährung neuer Kredite und Anknüpfung neuer Verbindungen die größte Zurückhaltung auferlegen. Unser gesamter Geschästs- innfatz beträgt 58.6 Millionen und weist im Vergleich zum Vorjahr eine Verminderung von 1.4 Millionen auf, hervorgerufen durch unsere oben erwähnte betätigte Zurückhaltung in der Geivährung neuer Kredite. Der erzielte Reingewinn mit 108 835.82 Mk. ergibt dagegen mit dem Vorjahr verglichen ein Mehr von ca. 24 000 Mi. Hierbei ist indessen zu berücksichtigen, daß in, der zweiten Hälfte des Jahres ein erhöhtes Geschästsguthaoen unserer Mitglieder mitarbeitete. Jedenfalls dürfen wir aber das erzielte Ergebnis als durchaus befriedigend bezeichnen, umsomehr als wir, wie bereits erwähnt, uns in der Ausleihung unserer Gelder mit unseren Zinssätzen zeitweise bedeutend unter Reichsbanksatz hielten. Von der gemäß des Beschlusses unserer Generalversammlung vom 14. Mai 1907 gebotenen Gelegenheit, das Stammanteil über die bisherige Höhe von 500 Mk. auf 1000 Mk. zu ergänzen, wurde vielfach Gebrauch gemacht und hat das Mitgliederguthaben hierdurch und durch den Beitritt neuer Mitglieder einen Zuwachs! von ca. 330 000 Mk. erfahren. Das eigene Vermögen unserer Bank stellt sich Ende 1907 ohne Berücksichtigung des diesjährigen Gewinnverteilungsvorschlags an Geschäftsguthaben 964 953.29 Mk., an Reserven 382 985.52 Mk., insgesamt auf 1347 938.81 Mk., dem an fremden Geldern (Spareinlagen, Kontokorrent-Guthaben, Banken-Konto) ca. 2 96d 061 Mk. gegenüberstehen. Das Verhältnis des eigenen Vermögens zum fremden Kapital beträgt somit 45 Proz., bedeutet also gegenüber der vorjährigen Verhältnisziffer von *29 Proz. eine erhebliche Besserung und hat die nach genossenschaftlichen Grundsätzen zu erstrebende Minimalziffer von 33'/z Proz. bereits bedeutend überschritten. Die bc: unserer Bank eingelegten Sparemlagen hielten sich mit 2.2 Millionen MK- auf ungefähr gleicher vorjähriger Höhe und sind uns überlassen mit 1 150 856 Mk. gegen vierteljährige, 63 973 Mk. gegen halbjährige und 995 854 Mk. gegen ganzjährige Kündigung. Auf unsere eigenen Effekten, die wir bereits in der vorigen Bilanz mit 4180 Mk. niedriger einsetzten, mußten wir diesmal wieder 15 702 Mk. infolge der weiteren beträchtlichen Kursrückgänge abschreiben. Der am 31. Dez. 1907 vorhandene Effektenbestand hat einen Nennwert von 139 600 MD mit einem Kurswert von 161228.80 Mk. Die Giroverbindlich-' feiten ans weiter begebenen Wechseln betrugen Ende 1907 317 895.97 Mk. Der am nächsten Montag ftattfinbenben Hauptversammlung macht der Auftichtsrat folgende Vorschläge zur Verteilung des Reingewinns: Es sollen überwiesen werden dem Hauptreservefonds 12 208.18 Mk., dem Reservefonds II 32 000 Mk., dem Effekten-Neservefonds 5306.30 Mk., abgeschrieben sollen werden 1776.77 Mk. auf das Mobilienkonto und 8115.35 Mk. auf das Schrankfachkonto. Ferner soll den Mitgliedern aus 724 785 Mk. eine Dividende von 6V2 Proz. ----- 47 111.03 Mk. gewährt werden, während 2318.19 Mk. auf neue Rechnung übertragen werden sollen. Auch bei diesem Gewinnverteilungsvorschlag waltet das unverkennbare Bestreben ob, in erster Linie auf größtmöglichste Sicherung der Genossen bedacht zu fein. Der erhöhte Reingewinn soll nämlich den Reserven zugeführt und zu Abschreibungen verwendet werden, anstatt die Dividende zu erhöhen. Eine solche Erhöhung würde dem einzelnen Genossen nicht viel ausmachen, während so die Sicherheit des Instituts eine weitere beträchtlich« Erhöhung erfährt. Wenn der Verteilungsvorschlag Annahme findet, erhöhen sich die Reserven einschließlich 100 000 Mk. Beamten- Pe:ffionsfonds auf 432 500 Mk. M ''S '3 V. Rr. 78 Erstes Blatt 138. Jahrgang Mittwoch 1. April 1908 ,, O Seäng3t>rei#: Sonntags. - Beilagen: X ▲ UZ ▼ monatlich75Ps.,viertel- viermal wöchentlich A jährlich Mk. 2.20; durch Ässsfll*!AtrAlwAI* II itzAmAr—ä ssswlvljvllvl h KvIUuBs Fernfprrch - Anschlüffe: H gS ‘ **■ auswärts 20 Pfennig. für die Redaktion 112, Verantwortlich E S-mral-Anzch« fiir ©bcrlfcficn WW L Rotationsdruck und Verlag der vrW'schen Univ.-Buch- und rteindruckerel. A. Lange, «edattion, Expeditisn und Druckerei- Schulkiratze 7. _ ‘ n u Anzeigenteil: H. Beck, hessische Erste Kammer. Die Sitzung bcc*S r ft e n Kammer wurde vvnk Präsidenten Gvaf Göry-Scholitz um 10r/, Uhr eröffnet. Am Regierungs- ttzch: Staatsministtr Ewald, Minister des Innern Braun, Mmisttrialrat Dr. B e ck e r. Das Haus erledigt zunächst durch Beitritt zu den Beschlüssen der Zweiten Kammer den Antrag Hauck über Remontierung -^^webestände zu Armeezweaen bei Mobilmachungen uno OK Vorstellung des Drtsvorstandes von Freiensteinau, betr. Errichtung eines Amtsgerichts daselbst; sowie die Anträge Dr. Frenay, betr. Errichtung einer Munitiousanstalt am Fort Hartenberg bei Gonsenheim und Ulrich u. Gen., betr. bie Vereins- und Versammlungsfreiheit. Ueber den Antrag Haas und Gen., betr. die Vereins- unb Versammlungsfreiheit, referiert Justizrat Dr. ?"EZnschmidt. legt dar, daß für das Vereinswesen m Hessen besondere gesetzliche Vorschriften nicht bestehen und bezüglich des Versammlungsrechts nur Art. 2 und 3 des Gesetzes trom 16. März 1848 bestimmen: „Das Recht der Versamnr- Lungen zur Beratung über allgemeine politische oder Privat- interessen täiin frei ausgeübt werden" und weiter „gegenwärtiges MsetzZteht unter den Garantien der Verfassungsurkunde". Der kkste Teil des Antrags Haas erscheine unveranLaßt. Man dürfe das ftste Vertrauen zur Regierung haben, daß sie in der Sache alles tun wird, was zur Wahrung der verfassungsmäßigen Rechte des Landes im Bundesrat geboten erscheint. Der zweite £eu des Antrags, der die Aufrechterhaltung des hessischen Reservatrechts im Ileichsgesetz derlangr, sei vollständig aussichts- ■ nn sei.nicpt zu erwarten, daß in das Reichsgesetz .in Paragraph ausgenommen werde, der ein Reservatrecht für begründet und dazu in einer Angelegenheit, bereit ein- Regelung für das ganze deutsche Reich schon seit langem ejlnxbt ivird. Ter Ausschuß beantragt deshalb, den Antrag vaas u. Gen. für erledigt zu erklären. Staatsministep Ewald vankt dem Referenten und betont, Regierung in diesem Ausschußantrag eine wertvolle oeitahgung dafür betraget, daß sie sich in dieser Frage bisher «uf dem rechten Wege befunden hat. Schon der Umstand, daß - Zehnter im Ausschuß des Reichstags mit den. i ®RnK1! des Zentrums abgelehnt wurde, sei ein Beweis ’At' r? stch die Angehörigen der anderen Bundesstaaten nmit zu (äonberbeStimmungen für Hessen entschlossen haben würden. Graf Erbach-Erbach erklärte sich ganz mit dem Aus- einverstanden. Man rühme immer das geeinte an L" Vaterland, man singe „TLUtschland Deutschland über ~ nun' das müsse man aber durch die Tat betocifen, mupten doch auch alle mitarbeiten an dem Aufbau des rationalen Gedankens und der einheitlichen Gesetzgebung. Redner S h , dolle Vertrauen zur Regierung, daß sie im Bundes- teüUc®, LUn >verde, daß wir ein möglichst günstiges Vereins- •c-)aUclt werden. Der Ausschußantrag wird darauf ein- “genommen. BocpLllung des hessischen Pfarrvereins, betr. die «snntagsfLrep und heu Wiptshausbesuch spricht \ Schule ’o entwickelt hatte, daß sie über 50 Schüler zählte, konnte die evangelische Gemeinde von der Stadt verlangen, daß die e die Kosten dafür übernahm. Wenn das geschehen mar:, so waren alle Schwierigkeiten beseitigt. Der Redner glaubt aber, daß die Regierung, indem sie die Aushebung der Schule verfügte, und die Einhettsschnle einführte, gesetzlich nicht ganz forrett gehandelt, resp. das Geses nicht ganz zutteffend ausgelegt habe. Tie Regierung hätte wohl bester getan, den Wünschen des Gemeindevarstandes uno der evang. Kirchengemeinde entgegen zu kommen. Er sei teilt Anhänger der Simultan schule und glaube auch nicht, daß durch sie der Friede besonders gewahrt werde. Er werde deshalb gegen bie Aushebung der Schule stimmen. Truppenteilen zu üben. — Mit dem 1. April beginnt alsdann ein besonderer Ausbildungskursus für Offiziere der Infanterie des Beurlaubten stand es. Hierbei übernimmt Oberstleutnant v. Lindequist vom Stabe des Kaiser Wilbelm- RegimentS 116 die Leitung. Jede der beiden Divisionen stellt eine Kompagnie als Uebungskompagnie, deren Chefs und außerdem noch zwei Hauptleute und ein Oberleutnant als Lehrer dienen. Als Uebungskompagnie wird von der 21. Division die 5. Kompagnie des Regiments Hesscn-Hom- bnrg 166 in Hanau gestellt, mährend von der 25. Division Großherzogs Leibtonipagnie Leibgarde-Regiments 115 dazu bestimmt ist. Diese Slompcignie rückte unter Hauptmann Freiherr Röder v. Diersburg, nachdem sie gestern durch den Regimentskommandeur, Oberst v. Hutier, im Beisein des Brigade- und Tioisionskommandeurs in ihrer Ausbildung besichtigt ist, am 1. April ins Barackenlager bei Griesheim. Gleichzeitig wird auch die oben genannte Kompagnie des Regiments 166 unter Hauptmann v. Meding dahin verlegt. Die vierwöchentliche Uebung ist, nach der „Darmst. Ztg.", dem Kommandeur der 49. (1. Großh. Hess.) Infanterie-Brigade, Generalmajor v. Francois, unterstellt. ** Das Kolossenm ivird Opernhaus! Wie wir hören, geht Herr Rappmann mit der Absicht um, aus seinem jetzigen Spezialitätentheatcr ein Opernhaus größeren Stiles zu schaffen. Die großen Erfolge, die der Theaterverein mit seinen Opernvorstellungen gehabt bat, haben ihn überzeugt, daß in Gießen neben dem nnc dem Schau- und Lustspiel und nebenher der Posse gewidmeten Stadttheater sehr wohl auch ein Gießener Opernhaus florieren könnte, in dem natürlich auch die Operette nicht fehlen wurde. Gerade auf dem Gebiete der Operette glaubt Herr Rappmann durch vorzügliche Beziehungen Hervorragendes bieten zu können. Er hat sich, roie man uns versichert, vorerst mit Franz Löh ar, dem so erfolgreichen Komponisten der „Lustigen Witwe", in Verbindung gesetzt, der ihm einen sehr befähigten jungen Wiener Musiker, D. Ruhrellot, als Kapellmeister empfohlen hat. Der letzte ,Romantiker" aber, der Brettl- künstler Danny Gürtler, ist als Regisseur in Aussicht genommen. Die Eröffnung des neuen Gießener Opernhauses wird indessen leider erst übers Jahr erfolgen können, da ja ein gründlicher, übrigens durch Professor Messel in Berlin, den hervorragenden, leider zurzeit erkrankten Architekten, bekanntlich einen gebürtigen Darmstädter, im Stile des bekannten großen Berliner Warenhauses Wertheim vorzunehmender Umbau des Kolosseums zu diesem Zwecke von Nöten ist. Das Gießener Opernhaus soll, wie wir jetzt schon verraten können, mit einem Gastspiel der kgl.württ. Hofopernsängecin Frau Bark-Berg er, die bekanntlich auch, wie Gürtler, aus Hessen stammt, als Brun- hilde in Wagners „Walküre" am 1. April 1909 eröffnet werden. Der Prolog für den Eröffnungsabend wird von Ernst Frhrn. v. Wolzogen verfaßt werden, dessen Gattill Elsa Laura v. W. am zweiten Vorstellungsabend als Elsa in Wagners „Lo hengrin" auftreten wird, in einer Rolle, mit der sie in Darmstadt gelegentlich des vorjährigen Pressefestes große Triumphe feierte. •• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurden dem Hauptlehrer Gg. Brand statt er zu Hechtsheim und dem Lehrer Wilh. Muth zu Leiselheim je eine Lehrerstelle an her Volksschule zu Mainz-Mombach; dem Schulamtsaspiranten Üudw. Egly aus Ueberau und dem Schulamtsaspiranten Üoh. Floch aus Schwabenheim a. S. je eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Naunheim, mit Wirkung vom Beginn des Schuljahres 1908/09 an; dem Lehrer Adolf Mer- gott zu Obbornhofen die fünfte Lehrerstelle an der Ge- Ntemdeschule zu Nidda. — Erteilt wurden dem israelitischen ReligionÄehrer Leopold Oppenheimer in Groß-Steinheim hie Rechte eines desinitiv angestellten Volksschullehrers. — Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Herchenhain. Mil der Stelle ist Organistendienst verbunden. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. *♦ Der dritte Gießener Wanderkursus zur Ausbildung von Volksschullehrern aus dem Kreise Gießen beginnt, wie, schon kurz mitgeteilt wurde, am 8. April im landwirt- Mästlichen Institut unter Leitung von Professor Dr. G i s e v i u s Das K. K. Ministerium in Wien will fünf österreichische Volks- schpllehrer dazu für die Monats April bis August nach Gießen senden, um die Gießener neyc Unterrichtsmethode und die wiMner Stoffauswahl auch in Oesterreich versuchsweise cin- Muhren. Auch aus anderen Kreisen Oberhessens werden einzelne Lehrer an dem. Kursus teilnehmen. " Der städtlsche Uhn, dessen Anschaffung vor einiger ßeü angeregt und inzwischen auch erfolgt ist, soll, wie wir hären, heute nachmittag 5V2 Uhr feierlich in seinen Dienst emgeführt werden. Es handelt sich zunächst aller- dings nur um einen Probesiug unter Kontrolle des auf der Theaterrampe versammelten Blicks der Stadtverordneten. Der Uhu soll nämlich vom Lorbeerkranz des Theater-Apollos Ws dreimal das Bürgermeistereigebäude umkreisen. Es wird rrsucht, jedes Ulken zu lassen, damit der seltene Vogel nicht kopfscheu wird und nuf Nimmerwiedersehen davonfliegt. Tas wäre für die Stadt em unersetzlicher Verlust. Die nächste Aufgabe des Uhils ist die Reinigung des Geländes jenseits der Lahn von Ungeziefer; er ist deshalb der Feldbereinigungs- kommisston unterstellt. Ueber die Gewohnheiten des Vogels haben wir folg, m Erfahrung gebracht: Er gehört zur nachdenklichen Art des JlbeShäuser Papageis, ist sehr anspruchslos und liebt recht harte Nahrung, am Tage ist er sehr schweigsam, weil er die Stimmbänder zum Kauen verwenden muß. Nur am Abend ertönt Rin langgezogenes U—hu—uul Seitdem er weiß, daß ihn die Menschen so nennen, gibt er sich Mühe, den Klang seines Naincns möglichit täuschend nachzuahmen. Er hat eS, wie jeder iveiß, in dieser Kunst der Toniiialerei schon erstaunlich weit gebracht. Tagsüber sitzt er stundenlang tiefsinnig auf einen» Fleck. Dann rinnt aus dem größeren der beiden Augen (dem Nachta»ige) eine jener berühmten Krokodils- trönen nach der anderen, ein Beweis der großen Gemütsttefe und Sensibilität des rätselhaften Vogels. Aenßerlich ist er unscheinbar, wie a»ich aridere Menschen; der wahre Kern liegt eben im Innern, «seine Unterbringung hat schon große Schwtecig- keiten gemacht. Alan hatte zuerst an einen Anbau an das Bürgermeistereigebäude gedacht, dies jedoch bald wieder auf- gegeben, weil es zu kostspielig geivorden wäre, das Bürger- meiftereigebäube auch unter Denkmalschutz gestellt werden soll. Man hatte deshalb den Uhu provisorisch in dem Türmchen tuf dein Theaterdach untergebracht. Dort hat er aber nicht gut getan, eS gab Störungen in der Mffülätion und der Ventilator wurde ganz irre in den Himmelsrichtungen. Für die Folge ist vorgesehen, daß der Uhu gegen entsprechendes Honorar in private Pflege und Wartung gegeben werden soll. Es wird Wert auf gediegenen Familienanschluß gelegt. Es werden deshalb geeignete Bewerber aufgefordert, bis 15. April an die Deputation für das Einguartierungswesen Offerten einzureichen. Verlangt ivird: vorgeschriebenes Körpermaß, garantiert nationale Gesinnung; Kavalleristen mit viehischen Kenntniffen werden bevorzugt. Ueberhaupt mögen sich nur solche Leute melden, die über die nötige Vogelliebe und den richtigen Tierverstand verfügen. ** D er Männerturnverein veranstaltete am Sonntag d. 22. März sein diesjähriges Zoglings-Anturnen, das einen sehr guten Verlauf nahm. Die Resultate waren: Oberstufe: 1. Preis Friedr. Peppler mit 132 Punkten; 2. Preis Willi Haun mit 1281/3; 3. Preis Karl Thot I. mit 125; 4. Preis Heinr. Dechert mit 109i/2; 4. Preis Hans Thot II. mit 1091/z; 5. Preis Herrn. Heß mit lO?1/^ 6. Preis Karl Sommerkorn mit 97; 7. Preis Heinr. Krarrshaar mit 371/2; 8. Preis Paul Langer mit 86; 9. Preis Otto Sier mit 76i/2; 10. Preis Günther Müller mit 76. Unterstufe: 1. Preis Ernst Hebstreit mit 131 Punkten; 2. Preis Friedr. Roder mit 129; 3. Preis Heinr. Engelbach mit 1221/2; 4. Preis August Ziegler mit 122; 5. Preis Rob. Günther mit 117i/2; ß. Preis Karl Petri mit 115x/2; 7. Preis Joh. Altensen mit lOS1^; 8. Preis Heinr. Hauser mit 107; 9. Preis Karl Hänscheid mit 103; 10. Preis Karl Oßwald mit 99i/2; 11. Preis Ludw. Hebstreit mit 99; 12. Preis Georg Emrich mit 96; 13. Preis Georg Keil mit 92 ; 14. Preis Karl Hofmann mit 85. Die Hebungen waren durchweg flott und zeugten von viel Fleiß und Interesse. Am Sonntag, 29. März, fand gelegentlich eines veranstalteten Familien- Abends die Preisverteilung statt, der einige wohlgelungene Vorträge und ein Tänzchen folgten. * * Michern sei er. Der Gemeindeabend der ev. Gemeinde, an dem das Andenken Wicherns gefeiert werden soll, ist auf den 10. Mai verlegt worden, während der akademische Vortrag, ben Professor D. Drews in der großen Aula halten wird, am Samstag, 2. Mai, ftattfindet. * * Aus dem Bureau des Stadttheaters. Alle interessierten Kreise werden darauf hingewiesen, daß am nächsten Samstag (4. April), nachmittags 1/2 4 Uhr, Hebbels „G yges und sein^Ring" als s ch ü l e r v 0 r ft e l l u n g bei Volkspreisen in Szene geht. * * Ser Gernbardtsche Zither- und 9)1 an = dolinenchor veranstaltet am Sonntag, 5. April, feinen letzten musikalischen Unterhaltungs-Abend in dieser Saison. Geboten werden Vorträge des ca. 20 Personen starren Zither-Orchesters, Mandolinen-, Zymbal- sowie ein- und mehrstimmige Gesangsvorträge der Gesangs-Abteilung des Vereins. Auch Nichtmitgliedern ist Gelegenheit geboten, den Abend zu besuchen. (S. Inserat.) ?* Vom Fr a nf f ur t er Turnfest. Der Turnfahrten- Ausschuß des Deutschen Turnsestes hat für jene Turner, die an den Aufenthalt in Frankfurt einen Ausflug in die nähere und weitere Umgebung auschließen wollen, eine Reihe halb-, ganz- und mehrtägiger Turnfahrten zusammengestellt, die nach fast allen schonen Punkten ring» um Frankfurt führen. Wir neunen: Taunus, Niederwald, Vogelsberg, Rhön, Odenwald, Spessart, Pfälzer, Hardt, Eifel, sowie den Rhein mit feinen idyllischen Nebentälern (Mosel, Lahn, Aar, Nahe, Neckar und lUlain). Wer länger auÄleiben will, dem wird Gelegenheit geboten, den Schwarzwald, die Vogesen, Straßburg und Metz, ja sogar Nancy und Paris einen Besuch abzuftatten. Die Radfahrer werden es , besonders freudig begrüßen, daß auch für sie halbtägige, ganz- und zweitägige Fahrten durch die landschaftlich schönsten Striche der Umgebung unter der Führung tundiger Turner vorgesehen sind. Am letzten Tag des Festes (Donnerstag, 23. Juli) finden abends für die Turner Garteilfeste in Homburg und Wiesbaden statt und zu gleicher Zeit ein Burgenfest in dem altertümlichen Klingenberg am Main. Alles Nähere hierüber teilt das demnächst erscheinende Turnfahrten-Büchlein mit. * * Ein dentscher Ab stine n t en t a g findet im Oktober d. I. in Frankfurt a. M. statt. Vorsitzender der Ver- anftaltimg ist Rechtsanwalt Meufer in Friedberg. *• Braud. Bei dem starken Gewitter, das gestern nachmittag über unsere Stadt zog, schlug der Blitz m em Back st ein Hänschen a n der Hardt und zündete. Die Feuerwehr war alarmiert worden, allein es blieb wenig zu tun übrig, das isoliert stehende Häuschen brannte vollständig nieder. Auch ein starker Baum an der Nodhcimerstraße wurde vom Sturm entwurzelt und quer über das Geleise der Bieber- lalbahn auf die Straße geworfen. ** Tas sprü ch wörtliche A p r i l io e t t c r begann dieses Mal schon am letzten Tag des Monats 'März. Alle Augenblicke machte J)er Himmel ein anderes Gesicht. Regen und Sonnenschein, Sturm und Hagel losten im lieblichen Wechsel einander ab. Dazu gab es in den Nachmiltagsstunden em heftiges ziemlich lang andanerndes Gewitter, das den seltsamen Witterungs- erscheinungen des letzten Märflages die Krone aufsetzte. **Jn der Fachausstellung für das Gastwirte- gewerbe wird sich heute nachmittag um 5 Uhr ein seltenes und überraschendes Schauspiel vollziehen. In einem extra zu diesem Zwecke errichteten Anbau, der von den Besuchern noch gar Nicht bemerkt worden ist, wird ein Riesen 0 chsc in feiner ganzen kolossalen Größe gebraten, uni) bie einzelnen Teile werden als Aufschnitt zum Preise von nur 10 Pfg. verkauft werden. Ein in der Kunst des Ochsenbratens und besonders in der des kalten Ausschneidens gewiegter Künstler des Metzgergewerbes ist zu diesem Zwecke extra aus Würzburg hier crfajicnen, wo solche Ochsenbratereien bekanntlich von Zeit zu Zeit ftatrfinden und wo er seine seltene Kunst gelernt hat. Ein besonders starker Besuch der Ausstellung steht also für heute nachmittag bevor. Morgen kommt, wie wir hören, die zweite, und zwar wie man uns versichert, die bessere Hälfte des Ochsen für die auswärtigen Besucher der Ausstellung zum Verkauf. x Heuchelheim, 31. März. Zur Unterbringung einer weiteren Schulklasse ist ein Neubau im Schulgarten der neuen Schule geplant. Das Gebäude soll 2 Schulsäle enthalten. — Annerod, 31. März. Die hiesige Gemeinde- j a g d wurde vor einigen Tagen im alten Schulsaale versteigert. Höchstbietender blieb Herr Denninghof aus Gießen. -n Rödgen, 81. März. In den letzten Wochen häufen sich in unserer Gemeinde wieder die Fälle von Diphtherie, sodaß die Schule geschloffen werden mußte. + Leihgestern, 31. März. Bei den Ausschachtungs- 1 arbeiten auf einem Acker wurden Steinwerkzeuge und ' G efäß stücke gefunden. Der Oberhessische Geschichtsverein - läßt weitere Nachgrabungen vornehmen. ' 0 Lau doch, 31. März. Am vorigen Sonntag kamen < 12 Stück Hochwild über den Ringelsberg auf den Sigi- latenberg bis an den Einschnitt, den die Eisenbahn etwa l 50 Schritte von der Stadt entfernt, macht. Erschreckt durch £ das Kindergeschrei suchten die Hirsche in Schnelle den Wald r wieder jt» gewinnen. — Am Sonntag abenfc, al« eine Familie beim Esten saß, begehrte ein fremder Herr im 1. Stock eines neu erbauten Hauses in der Kaiserstraße durch die Korridorschelle Eiiilaß und stürzte mit dem Rufe Feuer! in die Küche, einen Eimer mit Wasser zu holen, um in dem benachbarten Zimmer, das in hellen Flammen stand, zu loschen. Tie bestürzten Inwohner sowie die herbeigeeilten Nachbarn halfen tapfer mit, so daß nur einige Gegenstände im Zimmer verbrannten. Das Feuer soll durch ein glimmendes Streichholz in einem Papierkorb entstanden sein. § Vom oberen Vogelsberge, 31. März. Wie im vorigen, so haben auch in diesem Winter in einer großen Anzahl Gemarkungen die Wintersaaten — besonders die Spätsaat — durch den Frost ungemein gelitten, sodaß die Felder neu bestellt werden müssen. Der erlittene Schaden ist, soweit er sich bis jetzt übersehen läßt, auch diesmal sehr groß. R. B. Darmstadt, 31. März. Der Kaufmann I. Wunderte aus Lorsch, der unter dem Verdachte oorsätz- kicher Brandstiftung verhaftet war, ist wieder auf freien Fuß gesetzt worden und das Verfahren wurde eingestellt. — Im Gelände des neuen Personenbahnhofs in der ehemaligen „Tanne", wurde ein schon sehr altes menschliches Skelett gefunden. Es lag 11/3 m unter der Erde. () Marburg, 31. März. In der Nähe des Bahnhofes wurde die Leiche des feit einigen Wochen vermißten jugendlichen Bäckergehilsen P e r f ch k e aus Wetter aus der Lahn gelänbet. h. Frankfurt a. M., 1. April. Der demokratische Verein befaßte sich gestern mit der Frage der Landtagswahl. Es wurde mitgeteilt, daß Rudolf Oeser keine Kandidatur zum preußischen Landtag mehr aunehme. Den zweiten Punkt der Tagesordnung bildete eine Aussprache über das Vereins- und Versamm- lungsrecht, in der die schweren Bedenken gegen den Sprachen- Paragraphen betont wurden. Von einer Beschlußfassung wurd- abgesehen. <0erid?isiaaL RB. Darmstadt, 31. März. Ein interessanter Fall von unlauterem Wettbewerb kanr heute vor dem Schöffengericht zur Eledigrmg. Der Vorsitzende des Detalllisten» Vereins, Kaufmann Supp, und der Kaufmann Kleber halten im vorigen Jahre gegen die Firma L. Kahn, Konfektionsgeschäft' hier, eine Anzeige wegen unlauteren Wettbewerbs erstattet, weil sie große Annoncen in den Blätterir über Ausverkauf von 1000 Röcken, 600 Blusen rc. erlassen hatte. Tas Verfahren gegen die Firma wegen unlauteren Wettbewerbs wurde aber emgeftellt. Daraufhin erhob nun Kahn durch seinen Rechtsanwalt Dr. Fulda gegen die beiden Herren Privatklage wegen verleumderischer Be- leidigung mit der Begründlmg, sie hätten die Anzeige wider befferes Wissen erstattet. In der heutigen Verhandlung ivurde nun eine Anzahl Zeugen, barunter die Inhaber verschiedener Konfektionsgeschäfte, vernommen. Nach lebhaftem Ptaidoyer zwischen Dr. Fulda und dem Vertreter der beiden Beklagten, Rechlsattwalt Dr. Hoffnlann II, entschied das Gericht dahin, daß die Klage abzu- weisen, also Supp und Kleber sreizusprechen und dem Klager die Kosten des Verfahrens aiifzuerlegen seien. Tas Gericht erkannte ausdrücklich an, daß beide Beklagte in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt hätten, und daß ihr guter Glaube aiui) durch bie Beweisaufnahme erwiesen worden sei, sowie bie Absicht einer Beleidigung gefehlt habe. Frankfurt a. M., 31. 'März. Ter Anarchist Emil Busch, der im Januar d. I. in einer Arbeiterversammlung den Reichskanzler beleidigt hatte, wurde beute von der hiesigen Stras- kammer wegen Beleidigung des Reichskanzlers und wegen Vergehens nach § 130 Str. G. B. zu einem 9 a l) r e Gefängnis verurteilt. Tie Verhandlung fand unter vollstäi'.digem Ausschluß der Oeffeiitlichkeit statt. Sogar die Begründung des Urteils erfolgte unter Ausschluß der Oeffentlichkeit, und den Zeugen wurde strengstes Stillschweigen auferlegt. Kiel, 31. 'März. Das Kriegsgericht verurteilte den Vermess u n g s b e a ,n t e n Pelknui wegen 'Mißhandlung von Rekruten in acht Fällen zu sechs Wochen Aiittelarrest. Rom, 31. Aiärz. Der K a s j a t i 0 n s h 0 f hat heute nachmittag bie N 1 chtigkeits - Beschwerbe Nasis für unzulässig erklärt. HandeL ttisd Verkehr, Volkswirtschaft. Buderuö'sche Eisenwerke, Wetzlar. — Wetzlar, 31. März. Tie heutige ordentliche Hauptversammlung, in dec 4438 Aktien vertreten waren, genehmigte den vorgelegten Rechnungsabschluß für bas Jahr 1907 und beschloß, den Reingewinn nach ben Vorschlägen der Verwaltung zu verteilen; hiernach gelangt eine Dividende von 8 °,0 wie im Vorjahre zur Auszahlung. Auch die weiteren Anträge der Verivaltung, betreffend Bewilligung von 2 350 000 Alk. für Neuanlagen und Ermächtigung zum Abschluß eines Beanilenversicheiuiigsvertrages fanden einstunmige An- nähme. Tie ausscheidenben Atttglieber b'es Aufsichtsrats, die sperren Earl F. Stiebet m Frankfurt a. M. und Albert Seyberth in Wiesbaden, wurden wiedergewählt. Aus den Alitteilungen der Ver- ivaltung geht hervor, daß in den ersten drei Alouaten des neuen Geschäftsjahres der Betrieb in allen Abteilungen im allgemeiner ohne Einschränkung aufrecht erhalten werden konnte. Wegen des unbefriedigenden Absatzes in Roheisen, der nach Ansicht der Verwaltung hauptsächlich als eine Folge der hohen Brennstoffpreise angesehen werben muß, ist sie aber gezwungen, am 1. April einen Hochofen auf ber Georgshütte aitszublaseii. Hierburch erfährt iiaturgemaß auch bie Erzforderung eine Einschränkung. Auch auf ben Abteilungen Carlshntte und Lollar soll, um das Anwachsen ber Bestäube zu vermmbern, bis auf weiteres w 0 ch entlich eine Feierschicht eingelegt werden. Arbeuerentlafsuiigen haben sich bis jetzt noch vermeiden lassen. Ta ähnliche Ataß' nahmen, wie die hier geschilderten, auch von anderen Wecken ergriffen sind, jo ist zu hoffen, daß durch /vermindertes Angebot die Alarktlage günstig beeinflußt wird. Eine merlttche Besserung kann aber erst eintreten, wenn die Preise für Kohle und Koks eine an- gemessene Ermäßigung ersahren haben. In dieser Beziehung wird die Tatsache ber allgemeinen Einschränkung der Roheisenerzeugung eine deutlichere Sprache tür das Kohlensyndikat reden, als sie die bisherigen Vorstellungen znnr Ausdruck bringen konnten. Tie Verwaltung hält trotz der vorliegenden Schwierigkeiten au3 den im Geschäftsbericht erwähnten Gründen an der Auffassung fest, daß das lausende Jahr keine zu großen Unterschiede gegen das Vorsahr in den Gewmnzahlen aufweifen wird. Märkte. Gieße», 31. März. Alarilvericht. Auf heutigem Wocben- markte kostete: Butter pr. PW. 1.10—1.20 Alk., Hühnereier 1 St. 6—7 Vfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käsematte 2 St. 6—6 Pfg-, Erbsen p. Pid. 18—24 Pfg., Linsen p. Psd. 25-40 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Alt., Hühner pr. St. 1,00—1,60 SDIL, Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Alk., Gänse pr. Pfd. 00—00, Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochsenfleisch pr. Psd. 76-84 Pfg., Kuh- und Rindfleiich pr. Pfund 74—76 Psg., Schweinefleisch pr. Psund 60—76 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd- 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—76 Psg., Hammelfleisch pr. PW 70—84 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00—7.00 Alk., Zwiebel» pr Ztr. 5,00—6,00 Alk., Alilch per Liter 20 Pfg., Weißkraut pei Stück 0—00 Psg., per Zentner Alk. 0.00—0.00. — Aepsel per Ztr. 10—25 Mk., Birnen per Ztr. 10—25 Alk. Russe 100 Stück 40—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Alk. Alarktzeu von 8—2 Uhr. — Kar löffel markt-Berichi vom 30. März 1908 Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mk. 2.00—2.10, Alagnuiv bonum 2.50—2.60, weiße runde 2.00—2.10, Gelbfleischige, weiße, 2.50, bis 0.00. Frankfurt a. Al.: Rote Sorte Alk. 2.20—O.Oty Magnum bonum 2.50—2.60, weiße runde 2.20 dis 2.25, Geldfleischigs rtl, ws$ ®'ä*u “ MmS ®5'i- 8»» [j l*« te "■ i*i fr6* $ diesmal j^. Ousman« \ Meooi Qul freien foi * _ J 3er khemaliam Menschliche der gebe. des Bahnjm'ij cmißtcn juL; aus btr uBiaiiuno Bai, ^-tische Sette .gswahl. Wm-iL. in btt LaM nteteHanht n heule oor br, deS Delaillisie. Riebet hE lonielhonigt^, s eijtatlei, m. lerfüuf non 1(0 fahren gtgm b:i aber einM nroalt Tr. jjufo ieumdenscher & ige wider bejfetti wurde nun ci euer Ronlefe lev ziviflhen 1: fiechlraiilvall $t Rlage (ib|c- und dein flli£ti ! Gerichl etta rung betit)- ind bnB ihr S«: , worden jti, |i> ;ardji|t irii Deqammlunj te er hiesigen 6t* und wegen K e (öesäng-i! löigem Au;|^ des Urieiti l» t Zeugen ffld eilte den Set- lißhandlüfi i Milielam^ i Hal heute R iajiS für --- onaien des i > n im ? nnte. , SteiinE ‘ i omni t* fl?*S A W*'Ä & 3%e/e Reichsanleihe 3% do. 3H’/» Konsola Eschweiler Bergwerk 3% do. Portugiesen III 82.20 Prince-Henri-Eisenbahn . 203.25 Möbel-Fabrik Darmstadt 138.25 Tendenz: ungleichmässig. Danksagung Coffeinfreier Kaffee m die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme Für uns betroffenen schweren Verluste sagt innigen bei dem Dank E. Bickel Wwe Giessen, den 31. März 1908 2135 Freund u. Helfer Fabelhaft billig! UM 9 nm Lebensmittelbranche zu haben. Imlt der Schutzmarke: Hund u. Kafze»| BV, Alsbach, 31. März 1908. 2180 BSitz-Blank ist der beste [1611 ■ " 86.25 67.10 95,30 25 30 146.40 119.25 117.25 105.00 207.90 152.00 126.20 233.70 4% 4% 396 3% 103 80 60.90 61.50 9510 88.00 95.70 160.40 92.20 82.30 92.25 82.30 91.20 91.20 98 80 99.70 Ungar. Goldrente . . Italien. Bente . . . Portugiesen Serie I . April. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . Laurahütte . . . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . Türkenlose Z- Aus geschrieben: orqsältiger 113.00 195.75 212.50 9925 97.50 . 175.20 . 138.50 . 204.10 . 163.75 . 126.50 . 233,90 195.60 212.20 25.20 98 90 150.20 Binder Harpener Bergwerk. . . Laurahütte ..... Nordd. Lloyd . . . . Obeischles. Eisen-Industrie im vollendeten 70. Lebensjahre. Um stilles Beileid bittet im Namen der Hinterbliebenen: Wilhelm Roäoff Wilhelm lang VIII «“J Kl.-Linden-Giessen. Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Berliner Handelages. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . Gotthard bahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . 4>6°/o russ.Staatsanl. 1905 4>6°/a japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Anl.. 4% äussere Argentinier . 3% Mexikaner . . . 4>5% Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss Buderus E. W Fabrikant: Fritz Müller jun. k Göppingen ’?md^F’ritz lflilllcrH - ' un i i b er treff liehe Parkett- Stahlspäne. bis Mark 2.50 in allen schltigigen Gescbüllei Gelsenkirchen Bergwerk . 187.70 Hamburg-Amerik. PaketL Bettfedern - Remigrrrrg. Die Federn werben gewaschen, getrocknet unb desinfiziert. Konkurrenzlos am Platze, -ea Kjebcnnnnn kann beim Reinigungsvrozeß zugegen fein. Waschen des Drells (Barchent) aus Wnnfch. Freies Abholen u. Rücklieferung durch eigenes Fuhrwert Dampfwaschanstalt „Edelweiss“ Televbon 487 114251 Krosdorser Straße 12 Anfertigung eleganter Berrengarderobe nach Mass. 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Orkginat-Drahtmel-unHen. Luxemburg, 1. April. Der Zusta u d d es Gro ß- Herzogs soll nicht so hoffnungslos sein, wie die Einsetzung der Statthalterschaft glauben machen könnte Kn oem mt bte Rom-Pilger gerichteten Dankschreiben spricht das E^oßherzogspaar die Hoffnung aus, nach Luxemburg zuruckkehren zu können. 6 c . Rom, 1 April. Informierterseits will man wissen, daß Fürst Bulow ber seiner Anwesenheit in Rom auch vom Papste empfangen werden wird. -Wen, 1. April. Tie An worttnote Oester- rerchs auf die englischen Reformvorschläge für Mazedonien ist gestern nach London abgeganqen. Sie ist nicht in zustimmendem Sinne gehalten. o. 1. April. „Echo de Paris" berichtet, Präsident Fallteres werde noch vor seiner Stockholmer Reise Petersburg besuchen. Dte Reise sei jetzt amtlich beschlossen. Die Reise des Pra|identen nach England sei auf die letzte Woche des Monats Mai festgesetzt. Die Details dieser Rei e werden jedoch erst gelegentlich' des Besuches des Königs Eduard in Paris verabredet werden. Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen über die für städtische Gebäube im Rechnungsjahr 1907 <1. April 1907 bis 31. März 1908) ausgefiihrlen Arbeiten unb Lieferungen find bei Meldung der Nicht- berückucktigung bis spätestens den 1. Mai d. Js. in doppelter Aus- Bekanntmachung. . Alle noch rückständigen Rechnungen über die zur Unterhaltung "adnschen Straßen usw. ausgefübrren Arbeiten und Lieferungen 'n Rechnungsjahr 1907 sind bei Meldung der Richtberücksichtigung s wateilens den 1. Mai d. ZS. in doppelter Ausfertigung und nuensorinat unter Beifügung der Bestellscheine an uns einzureichen. . «ci dieser Gelegenheit machen wir darauf aufmerksam, Treuen und Laserungen für Rechnung des Tiefbauamts nur auf Slb<.-vr v"n uns ausgestellten Bestellscheine bezw. vorgetegten »Oucher zu bewirken, andernfalls die riiechnungen nicht aner- mnnt und kurzer Hand zurückgewiesen werden. dienen, den L April 1908. B1/« Städtisches Tiefbauamt. Braubach. EtE Frvnkstiri" Stet'bfitfre sw-sich reM -HntttMtzwig und dankenswerter ftnanzieller Beihilfe erfreuen. Zah^ reiche Körperschaften, u. a. die hiesige Akademie, haben dem Unternehmen, das einen sehr ausgedehnten Stab freiwilliger Mitarbeiter erforderte, ihre Hilfe geliehen. Soweit es irgendwie möglich ist, haben in den zahlreichen Fachausschüssen, die das Material für die einzelnen Branchen herbeb- Zu schaffen hatten, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, mit einem wissenschaftlichen Fachmanne als Leiter zusammen gearbeitet. Das Unternehmen verfolgt keine einseitige Tendenz, sondern will objektiv das Material für die wissenschaftliche Erkenntnis liefern. Die Ausstellung ist räumlich auf das sog. rhein-mainische Wirtschaftsgebiet beschränkt, d. h. auf ein Gebiet, das begrenzt wird von den Gebirgen: Rhön, Vogelsberg, Spessart, Odenwald und Taunus und in das man auch Rheinhessen einbezogen hat. Innerhalb dieses Gebietes ^st soweit wie nur möglich, Vollständigkeit der Branchen und innerhakb der Branchen erstrebt. Etwa 60 Fachausschüsse sind tätig gewesen. Außer den Produkten der Heimarbeit, sowie photographischen Abbildungen der Dörfer und der Arbeitsstätten sind auch eine Anzahl von Schauwerkstätten im Betriebe zu sehen. Im Laufe der Ausstellung sind auch Vorträge geplant. Tie Ergebnisse werden in einer dreibändigen Monographiensammlung feftgehalten werden. Die Ausstellung, die sehr übersichtlich angeordnet ist, findet allseitiges Interesse. allen Hatten bringt sicher Delieia-Rattenknchen. 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