Erstes Blatt Dienstag s. November 1907 Hit yjcuiiuui UU uiur,H3ivu|n.i i vvmv*. ivuv. "-----U - * " ** | " 1 /, ., ,.v ±c ri < r' an Arbei. Ztr ästen wurde außerdem noch geklagt in der Werk- Hunderte von Srrera)holzern enthaltende b . 157. Jahrgang stehen, wie der Burenkrieg, HandelSrivaUtät und Mißtrauen gegen unser Flottenprogramm. Jedenfalls glaube ich, daß es eine gesunde Grundlage für die F-reund- s ch a s t zwischen den Leiden Böllern gibt. Jcl) denke dabei an unsere Blutsverwandtschaft und au die Gemeinsamkeit von Ideen, in denen wir tausend Jahre fast immer zu- sammengewandelt sind. Ich verstehe, warum das letzte halbe Jahrhundert eine Aenderung gebracht hat. Deutschland hat sich zu einer großen Nation ausgewachsen; das deutsche Volk forderte seine Anerkennung als große Nation von England, das Jahrhunderte lang in der ersten Reihe des internationalen Lebens gestanden hat. Einige Deutsche empfanden die Tatsache, dag diese Anerkennung nicht mit ihren Erwartungen Schritt gehalten hat, was aber vor- übergegangen ist. Die letzte Phase, die jetzt auch vorübergeht, war das englische Mißtrauen gegen unsere Pläne bezüglich des Baues einer starken Flotte. 9hm glaube ich, daß Deutschland eine große Flotte haben muß. Aber im Vergleich zu England wird's immer so sein. — Die Exzellenz nahm hier lächelnd von einigen Streichhölzern aui dem Schreibtisch eines weg und legte es neben die aller Kräfte gearbeitet, aber die Aufträge laufen in weniger großem Umfange ein, so daß die nächsten Monate eine Abschwächung bringen müssen. In der Roheisenherstellung sind die Erzeugnisse bis. Ende dieses Jahres und noch länger verkauft und besonders in Oberschlesien macht sich ein Mangel an Arbeitskräften bemerkbar, lieber Mangel zeugmaschinensabrikation, in Dampfkessel- und Damps- majchinensabriken, sowie im allgemeinen Maschinenbau und in den Stahl- und Schmelzwerten. Auch in den übrigen Betrieben der Metallbearbeitung ist vorläufig immer noch ziemlich flott zu tun, wenn auch die Aufträge an Umfang abnehmen. Eine schon jetzt bemerlbare Verschlechterung muß hauptsächlich in der Kupfer- und Messingbranche fest- gestellt werden, und dies dürfte in der Hauptsache auf den Umstand zurückzusühren sein, daß die Kupferpreise an Stabilität verloren haben. In der elektrischen Industrie ist der Geschäftsgang gleichfalls noch befriedigend und infolge des Herannahens des Winters ist sogar noch eine Verbesserung zu erwarten. Nicht mehr einheitlich, aber immer noch günstig lauten auch die Berichte aus der weitverzweigten Textilindustrie. Ebenso war die Geschästslage im Transportwesen befriedigend, sowohl das Speditionsgewerbe wie auch die Eisenbahn berichtete über volle Beschäftigung oder vermehrte Einnahmen. politische Tagesscharr. ' Deutschland und England. Wie dem „Stanoarv " aus Pewr-.ou.rg gemeldet wird, hatte Staatssekretär v. Schoen mit einem Korrespondenten des „Standard" eine Unterredung, in der er äußerte, er sehe dem bevorstehenden Besuche des Kaisers in England mit dem größten Interesse entgegen und es werde ihm viel Vergnügen bereiten, die Bekanntschaft des Ministers Edward Grey zu macl)en. Der Staatssekretär fuhr fort: Es ist überflüssig, zu sagen, daß ich große Bewunderung für England und sein Volk hege. Ich bin sehr befriedigt darüber, daß sowohl in England wie in Deutschland der Wunsch nach wärmeren Beziehungen immer stärker wird, und daß dies Gefühl immer mehr von den einflußreichen Krisen in Deutschland geteilt wird. Ich habe Grund, zu glauben, daß dasselbe Gefühl auch in England herrscht. Mißtrauen, Argwohn und Kälte sind auf beiden Seiten gezeigt worden. Es ist nutzlos, dies zu leugnen oder auf Erklärungen eines solchen Phänomens zu be- g»pretA, monatlld)75sJ31., ptertel* < lährlich 'M. 2.30 durch A Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 ist, durch die Post 'DiL 3.— viertel- lährl au«id)L Bestellg. SetlenpretÄ: lokal!5Bf* auswärts 20 Vienntq. Berontrvo rillet) tür den potthldien Teil: Ö- ilnöerton, V Feuilleton mit .Vermachtes" P Wuiko iüt ,Siadl u. Land* und .De,ichls- 7, faal" i&. Heb. iüt den Anzelqenkell H Beck. lst. leicht zu verpetzen, daß die immer großer werdende Rivalität des reut fchenHandels schwer von England willkommen geheißen werden kann. Nichtsdestoweniger ist es erfreulich gewesen, sestzustellen, daß die Eifersucht in den Handelskreisen nicht vorherrschend ist, was das tätige Interesse zeig., das die Statn Lonoon zur Herstellung freundicha,tlicherer Beziehungen bekundet. Sie werden jetzt natürlich nicht erwarten, daß ich ein Programm daclege, das ich- nicht habe, oder hohe politische Angelegenheiten besprecl-e, aber ich bin froh, daß ich Gelegenheit gehabt habe, den Lesern des „Standards' zu sagen, luic es mich freut, daß ich in dem Augenblick, wo ich so verantwortliche Pflichten übernehme, nach allen Seiten Beweise für herzliche Beziehungen zwischen allen Alüchten und das völlige Fehlen irgend einer Nervosität oder auch nur eines Grundes zum Unbehagen irgendwo sehe. Kaiser Wilhelm und Loubet. Bei Besprechung uer geptanrenHujammenkunfL Kaiser Wilhelms mit dem früheren Präsiden- tenLoubet, erörtert das „Journal o'alsace lorraui" auch die Frage, wem das Verdienst zukomme, jenen Plan einer Unterredung der beiden Staatshäupter angeregt zu haben. Die Initiative soll dem Fürsten von Monako zuzuschreiben sein. Der frühere Präsident Loubet hat übrigens einem Redakteur oes Temps, der ihn bezüglich der geplanten Zusammenkunft zwischen dem deutschen Kaiser und Loubet im Jahre 1904 zu. interviewen versuchte, erklärt er, Loubet, könne über die Ereignisse während seiner Präsidentschajr nichts mitteilen. Das Befinden des Königs von Bayern. Beim Beginii oer gestrigen t. Das Mufikprogramm beftand and Nachklang, 4**jt Mißktang. Kam ich da am Sonnabend abend bis in5 Innerste ergriffen aus der Anti go n e-Aufführung. Am liebsten hätte ich mit niemanden gesprochen, niemanden gesehen. Aber bis zum Bayernkönig können wirs nicht bringen, und seinen Hut muß man nun einmal in die Garderobe hängen. So ziemlich ba_> erste, waL an mein Ohr schlägt, sind die Worte: nur Beethoven diese Chöre komponiert!" ^>ch brach los, natürlich unvernünftig, denn was geht es mich an, ob fich andere Leute den schönsten, erhabensten Genuß durch kritische Erwägungen stören lassen wollen? Aber die Worte prallten auf eine besonders empjindliche Stelle: ich wollte nur Rachklang, nicht Mißklang, nachdem ich zwei Stunden hindurch mich bem Irdischen fast entrückt gefühlt hatte. Jetzt bin ich längst wieder ruhig. Aber die Frage bohrt in mir: ist denn das wirklich richtig, was lene Stimme sagte. Nun, ich mag mich wenden, wie ich will: immer komint mir die Antwort: nein. Beethoven und Sophokles, das kommt mir vor wie Feuer unb Wasser. Es wäre, als wollte man rhn mit Goeihe zusammenslellen ober Mozart mit Schiller. Sophokles stt doch nicht Aischylos. Wenn Beethoven diese Chöre komponiert baue, gewiß sie wären titanenhaft erklungen. Aber wo wäre das Wa geblieben, das sie so unvergleichlich macht? Herausge- treten aus seinen Ufern wäre der Strom, weggeriff en hatte er, was ihm im Wege stand. Unb wir, wir hatten die innere Ruhe nicht mehr besessen, Antigones und Creons Schichal 'v mit- iiterlcbcn, wie es der Tichier, verhalten und doch uns bis m Grundtiefen erschütternd, an uns voruberfuhrt. J Nagen und -Anklagen Danaes, Lykurgvs' und^atms^^ schick nur mit leijem Frnger an gerührt wu vieles tiefer das wirklich so unfchphokleifch? Gewiß, n bcr gefaßt sein, unb der Wunsch, daß der aiuf lst Anti- Nänie, des Schicksals- und des Parzenlied m-r rege gen)or» gonechöre geschenkt haben mochte, lft auch . zergliedern worden, als ich das Erlebnis vom^ Samstag begann. Aber nun überlegt doch emen . 9 ■ er zergliebern? ist das richtige Wort. Wollt rhr de-m rmmer^ dabr ihrs denn tontlitf) 9cta’1- “ ” Klappcninstcumentes", (her Unveibeiserliche wurde sagen b„ Worte, die da & *$$** "L Ä.Ä - — 9ir. 260 fr1 0)rtni lrtgktch »uüei Sonntag*. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamilien- hlgtter viermal in bei Woche betgelegt und ifveimal wöchentlich bad Kreisbiati für den Kreis Kletzen ^eristprech-An- fchlußs b. Redatuon 112 General-Anzeiger für OberheffeWD w Notat'snrdruck und Dtrlag der vrühl'schen Untv..yuch. und §teindN!ckrr«t. ll. Langt. Redaktion. Expedition und Druckerei - Schulstroh, §ie vcniige Yummer umfaßt 10 Seiten. Fie KeröstKoi-junKlur im diulschen Zöirlfchasisleöen. Die Beurteilung beS deutschen Wirtschaftslebens zu Beginn des Herbstes ist sehr verschiedenartig. Während da und dort schon jetzt von einem Nachlassen der günstigen Geschäftskonjunktur berichtet wird, von oermmöerten Aufträgen, geringerem Nutzen und von einem Ueberfluß an Arbeitskräften, wird von anderen Seiten berichtet, daß zwar für die nächste Zeit noch mit einer flotten Tätigkeit gerechnet werden kann, daß aber dafür in einigen Nlonaten eine un- günstigere Zeit kommen muß. Vereinzelt wird auch berichtet, daß die günstige Geschäftsperiode noch immer anhält und daß auch in absehbarer Zeit keine wesentliche Veränderung zum Schlechteren eintreten wird. Ferner machen sich jetzt mancherlei Saisoneinflüsse bemertbar. Ungünstig sind diese Einflüsse für den Baumarkt, günstig wirken sie für alle die Industriezweige, deren Hauptabsatz in der Weihnachtszeit ist. Verschiedentlich wird angenommen, daß die leichte Verschlechterung, die auf dem Arbeitsmarkt eingetreten, der Anfang der rückläufigen Konjunktur ist. ES ist aber doch sehr fraglich, ob mit diesen pessimistischen Prophezeiungen das Richtige getroffen wird. Aehnliche Anzeichen einer beginnenden Ab- flauung auf dem Arbeitsmarkt konnten während der letzten Fahre verschiedene Riale beobachtet werden, ohne daß es deshalb zu einem allgemeinen Siückgang in unserem Gesamtorganismus gekommen ist. Tie Nachlveise über die Arbeitslosigkeit in den deutschen Fach verbänden, die vom Kaiserlichen statistischen Amt regelmäßig veröffentlicht tuerden, haben bisher eine Verschlechterung im allgemeinen auch nicht nachweifen können. Wie im zweiten Quartal dieses Jahres betrug auch im dritten Quartal die Höhe der Arbeitslosigkeit nur 1,4 Prozent der in die Statistik einbezogenen Arbeiter. Von größtem Interesse für die fernere Gestaltung des Arbeitsmark'tes ist die Lage in dem großen Gebiete der Eisenindustrie. In diesem Industriezweig, der mit seinen Ausläufern für Deutschland eine so große Bedeutung hat, war seit langer Zeit die angestrengteste Tätigkeit zu beobachten. Seit langer Zeit betrug der Prozentsatz der Arbeitslosen in der Eisenindustrie und in der Metall- industrie niemals mehr als 1 Prozent, teilweise war dieser Turchschniltssatz noch wesentlich niedriger. Infolge dieser Hochkonjunktur mußte schließlich auch einmal ein Zeitpunkt Krumen, in dem die Nachfrage etwas nach läßt. Dieser Zeitabschnitt scheint jetzt gekommen zu sein. Zwar wird augenblicklich in fast allen Zweigen noch mit Anspannung Weiterhin wurde f< in den Tod!" am die Borträge des Finanzministers und des (S kabinetts und empfing zur Meldung den Hauptmann von € o n 2 tu 6 Ci Ät Di Öl daß die Revolutionäre versuchen werden, sich an der Polizei für den Fang durch Massenattentate zu rächen. (t Di L b bi K Ul U 31 er gestellt, daß der Zadn- obrer hat bei der Äh. Unruhen ereigneten sich auch in KermanShah und Schiras. Tie persischen Behörden stehen den Unruhen hilflos neu vorgesehen. Köln, 5. Nov. In einer Volksversammlung erklärte der Abgeordnete Dr. Wiemer mit Bezug aus die kommenden NeichStagsverhandlungen, daß die fretsinni ge Volkspartei einer Vorlage, die der Vervollkommnung unserer Marine diene, ihre Unterstützung nicht versagen werde. Tie Partei wäre wohl für eine Reform der Branntweinsteuer, lehne aber eine Taba k st euer entschieden ab. Meiningen, 4. Nov. Der Kaiser sandte dem „Meininger Tageblatt" zufolge an den Herzog von Meiningen anläßlich von dessen 60jährigem militärischen Jubiläum folgendes Telegramm:! „Eurer Hoheit spreche ich am heutigen Tage, an dem Sie Ihres vor 60 Jahren erfolgten Eintritts in die preußische Armee gedenken werden, meinen herzlichsten, aufrichtigsten Glückwunsch aus. Ich verbinde hiermit meinen besten Tank für das warme Interesse, welches Eure Hoheit auch im besonderen den zu Ihnen als Ihrem erhabenen Chef in «engerer Beziehung stehenden Truppenteilen allezeit ent-i gegengebracht haben, (gez.) Wilhelm I. R.." dem Eisenbahn, ^ihl schwer de laden er lung des Krieger- und Militär-Vereins wurde Graf Wilhelm zu Solms-Laubach als Ehrenmitglied des Verems ausgenommen und den Kameraden Wilhelm Högel und Rudolf Ritter die Ehren schleife für 25jährige treue Mitgliedschaft verliehen. — Mittwoch den 6. ds. Mts. findet zu Ehren des Gymnasialdirektors Tr. Baur eine Abschieds feier im Hotel Solmser Hof statt. — Die Einführung des neuen Direktors, Oberlehrer Dr. Müller aus Darmstadt erfolgt nächsten Freitag, 8. November. und Lioduege waren verheiratet und hinterlassen Witwen und Kinder. Schwerverletzte: Emil Otto Kinder, Kaufmann aus Düs. stldorf, An ton Wöschbach, Lehrer aus Hannebach, 20 Ausland. Nom, 4. Nov. „Ojservatore Romano" teilt mit, daß die in mehreren Blättern verbreiteten Gerüchte betr. den Gesundheitszustand des Pap st es vollständig grundlos seien. Ter Papst erfreue sich einer guten Gesundheit. Genf, 4. Nov. Ter sozialdemokratische Abgeordnete Jaurös ist von der schweizerischen Sicherheitsbehörde in Kenntnis gesetzt worden, daß er unverzüglich aus der Schweiz ausgewiesen werden würde, falls er sich erlauben sollte, in der Schweiz antimilitärisch ePro- p a g a n d a zu treiben. Paris, 4. 9kov. (Havas.) Das Gelbbuch über Marokko wird dem Parlamente am Mittwoch oder Donnerstag zugehen, da das Auswärtige Amt noch die Antwort mehrerer auswärtiger Negierungen erwartet, die diese betreffen. Tie Kammerdebatte über Marokko bleibt auf Freitag angesetzt. Ter Minister des Aeußern würde indessen, falls die Kammer zum Zwecke eines eingehenderen Studiums des (Yelbbuches die Verlegung verlangen sollte, mit der Festsetzung eines neuen Tatums für die -Verhandlung einverstanden sein. London, 4. Nov. Nach einer Meldung der „Times"' aus Teheran haben sich die allgemeinen Unruhen in Persien vermehrt. Turkomanen plünderten die Stadt Astrabad und massakrierten viele Einwohner. Blutige Polizei vermutet, daß in den beschossenen Häusern, in denen die Revolutionäre Zuflucht suchten, sich das Zen- tralbureauderrevolutionärenSozialde m o - kratie Warschaus befunden habe. Es sind dort eine Unmenge verbrannter Papiere und 37 Browning-Pistolen gefunden worden. Bei einer der verhafteten Frauen entdeckte man unter dem Mieder eine kleine aber sehr starke und merkwürdig konstruierte Bombe. Es wird befürchtet, I rubbrtneb nicht benutzt wurde. Der Zu Personaliender Verunglückten,-. sahn von Brank angenchrs der großen An Güterwagen gesagt: „Heute gehen wir i. Aus Statt und €an&. Gießen, 5. Nov. 1907. * Ter Finanzausschuß der 2. Ka mmer wird rittwoch und Donnerstag zur Erledigung einer Anzahl kleinerer Vorlagen, Anträge und Vorstellungen zusammen — Ruppertsburg, 4. Nov. Tie von hier gemeldete Eronnuug der Nebenbahn nach H u n g e n ist verfrüht Die innert Einrichtung^ des Stationsgebäudes, sowie die An- «Dr. Osann beauftragt. ~ I teuer. Seine Tochter wurde nach seinen Angaben von Ban- ** Z u r R e v i s i o n des Verwaltungsgesetzes ^"en in eine geschlossene Equipage und nach einem ent- | ist der 2. Kammer von der Regierung eine 2u Setten um- ferntcn Londoner Stadtviertel entführt, in der Hoffnung,! fassende Mitteilung zugegangen, in der bie Regierung ihre ihre angeblich sehr reichen Eltern würden ein groges Löß> I I Stellungnahme zu der Frage des Ausscheidens d e r geld zahlen. Inzwischen aber ersuhren die Räuber, daß j «größeren Städte aus Den Kreis verbänden in oer Reichtum der Familie nicht so bedeutend sei und beauj. I ! Verbindung mit einer anderweiten Verteilung der durch jichtigten die Entiuhrte infolgedessen nicht so streng. Bar- das Kunststraßengesetz den KvmmunalverbÜiiden auserlegten bara Lapuhin benutzte dann die erste Gelegenheit, ihrem «Lasten vorlegt. Die Regierung spricht sich gegen ihr Aus- Gefängnis zu^ entschlüpfen. Ter jungen Tame ist kein Leid scheiden aus und erklärt: Ein ausschlagendes Gewicht bei geschehen. Obwohl sie anfangs in ein Zimmer einge- Erörterung der vorliegenden Frage liegt in der Bedeutung schlossen wurde, wurde sie doch zuvorkommend behandelt «der Kreisverbände als wirtschaftliche Selbstverwaltungsver- und hatte sogar weibliche Bedienung und gute Verbände und in der Notwendigkeit, sie derart zu organisieren, pslegung. «daß sie der Erfüllung der ihnen zukommenden Aufgaben S teno g r a p hen-Ko n ferenz. Die „Post" meldet: «finanziell gewachsen sind. Die Zusammenfassung der .Staatssekretär des Innern, Herr von Bcthniami-Holüoeg, «Städte mit dem sie zunächst umgebenden Landbezirk ent-lI?- Einvernehmen mit dem Kultusmiiriiier, Herrn Dr. spricht den gegebenen Verhältnis,en und hat ßch für Stadt lur die -'er an n a l tu n g e t n er a m t l i ch e uSteno- etlüiqen. Tw Behändlung der Herrn Reichskanzlers gesunden hat. 'Die Vertreter der^bündel wichtig traßcn- iiaatllchcn Regierungen werden zu dieser Konserenz zusammen Wesens, fprtcht namentlich vom s^nanziellen ^andpunkt aus treten, sobald die von den verschiedenen Stenograp^nverba irden gegen das Ausscheiden der Städte. bereits gewählten 23 Sachverständigen das neue Einheitssystem ** Reiner Bienenhonig. Anschließend an den ausgearbeitet und dem Reichsamt des Innern eingereicht haben - gestrigen Artikel „reiner Bienenhonig" belres,end, sei mit- werden. ... I« geteilt, daß es außer der Niederlage des oberhessischen • ? a V f ^^ino, westlich von Kratowa,. Binenzüchlerverems selbstverständlich auch noch anvere Ge- bulgaruche Soldaten auf türkischem Boden mit schäfte gibt, bic garantiert reinen Bienenhonig wurde,.' gitö'tet und’V.eVvttwundet" ‘Pf' 3roci äjulaaini ■ " -p H/ngen 4 Not, Ter Erweiterungsbau N0(f^on?n, daL Le^lfenÄ^ f-TaiVen ‘ unseres Bahnhofs ist jetzt mit großen Kostenauswen- Te ileu des Landes versanmielt, um das Absttmmunas-ResultLt I Düngen beendigt; dieser Tage konnte die etlva 50 Meter in der Strelkfrage zu vernehmen. Es waren 68 134 Zettel em- ' lange Personenunterjührung mit den vier ^Lujgängen er- ^gangen 7 6 9 2 5 erklärten sich für, 8773 gegen den > öffnet werden. Tie Erweiterung der gesamten Bahnhofs- ^reit. ädrigen Zettel waren ungültig. anlage war durch den starken Personen- und Güterverkehr, * Fortschritt der Zeit. Folgende Notiz ist in den Die Bahn Hungen-Laubach-Mücke und besonders die etner Homburger Zeitung zu lesen: Eine moderne Köchin ' Strecke Friedberg-Hungen brachten, bringend nötig gewor- welche heute ihren Geburtstag feierte, wurde früh 6 Uhr C§- lvaren, sind es jetzt in der Friedrich-Promenade durch eine Morgenmusik über- zwei Jahre und erforderten mit Geländeerwerbskosten etwa kleine ragcschrouik. r/2 MÜlion. , Um »/r3 Uhr nachts wurde in Samarkand ein ziemlich! OLaubach, 4. Nov. In der gestrigen General-Versamm- r r d st o ß verspürt. Dte Emwohncr, von Furcht er ' ' ’ ' ’ - • 1 deinen, Ltcien auf dte Straßen, doch hatte der Erdstoß keine emftcn Folgen. ?Dn$5EL^ ^esmienlskapeNe und Vorttägen der Gesmtgvcreine, dte fcmttltch thr' beyrs botett und statt des einen gewählten Liedes zwet und mehr vortrugeu. An diesem Teil des Festes öetktliattn sich außer dem Jubelbevetit die „Heiterkeit", der Baucrfche 6^langvmtit, der Maschinenbauer-Gesangverein und dte „vartnonte . Dtc vorgetragenen Ehöre legten Zeugnis da- bhCT^llimi:r^|ait9 j? ließen zahlreiche gute Pflege Don ^r,n nritwirletlden Vereinen ?!^91t7fOdKKne ^ünJLto?i: wohlverdient. s2(n S. K. H. den Groß- ^bqmnbf11- "km Abends eilt Huldtgungstolearnmm f, K Montag nachmittag land ein Verren-Ausslug wahrend trofien werden, und man glaubt, daß diese Hungersnot furcht- Än I l l 'Cl” tol,rb als im Schreckensjahr 1896. Die Regierung bringung verschiedener "Zeichen längs des Gleises'U Billinaen $at «S?1 * * *® r ?Or88 gegründet. wachen vielmehr die Ewssnung der Bahnlinie erst auf einen kr a n kung e n a n T y p h u s mehren sich in Kö ln späteren Termin, 1. oder 15. ^zember, möglich. f Vorort Poll wurde eine ganze Marbura 5 fllnn , üamilte, aus dem Waisenhaus allem 20 Kinder als typhuZ- -ul a r ü u r g, o. Ju)D. l^l) ^>cyreuwr David Krantz, krank oder -verdächtig m das Hospital cinaclicfcrt Von hm 5er vor lecyv Zähren )euie erste §rau tötete, hat in der ver- Behörden sind die umfassendsten Vorbeugungsmaßregeln getrosten gangenen Nacht ferner zweiten Frau das gleiche Los I worden, um einer Wetterverbreitung der Krankheit Einhalt bereitet und hing sich dann auf. zu tun. A v - - " " , Der deutsche K a i s e r wird der Eröffnung ber Jnternatio- Dcrmiicbtea ü rn Automobil-Ausstellung in Berlin am 5. Dezember d. Js. persönlich beiwohnen. ' Ein Eisenbahnunfall bei Trebbin. Alls der . Tas Automobil der Prinzessin Luise von Bel- Berlin-DreSdener Bahn hat sich gestern in der 91001- s!rrC 1lln)ur^e n^e^a9na^mt- ^tte die monatlichen s ‘ÄÄaRttmwstt': net, bet gluckllcherwetfe ohne ernste folgen blieb. Sech § den Verkäufer zurück. Die Prinzessin reiste in Begleitung des Waggons des Güterzuges 9?r. 210 entgleisten, ^^^manns Matachich mit der Eisenbahn nach Paris. Ter Wlaterialschaden ist bedeutend. Ein Bremser erlitt leichte ein Leutnant des 6. Kolonial-Jnfanterie- äesÄ'öä&Ä1'« (jefpent fo bay die aus Dicsdcn einlrcffenden Schnellzüge rcm war er nach Madagaskar gegangen. Inzwischen wurden die inst grogercr 23cr|patung auf dem Anhalter Bahnhofe an- Unterschlagungen entdeckt. langten. y . .Ein Zyklon ist Wer das St. Lazaro-Tal in Kalisonnen * SLi fssunfälle Dee « r . Niedergegangen. Zahlreiche Wohnhäuser wurden zerstört, 30 Per- st)l issnnsatte. Ler Hamburger Bugsierdampfer! Ionen kamen ums Leben. .Jafar' stieb am Abend, als er in Halmstadt (Schweden) , 3n Reims wurden 12 Eisenbahn arbeitcr, die in einen Kohlenlcichter in den Hafen schleppte, aeqen die ^n ^gerichuppen beschäftigt waren, verhaltet, nachdem eine und sank sofort. — Dec Postdampfer Erna SBoer J-!nt®hatte, daß sie sich große Diebstähle AM»»*»«»« Grund gestoßen tst, liegt nach einer Mitteilung der Woer- darunter mehrere Aufseher und Vorgesetzte. Ter Gesamtbetrag der mann-Lime seit dem 1. November im Hafen von Sierra futwendeten Güter wird auf mehr als 100 000 Franks veran- 2cone. Eine Untersnchuug durch Taucher ergab, bo« bie oL..,. . Wbigungen geringfügiger Natur sinch Ter tiapttäu hoff,, nach. m/h^r en^°^7d^idu7n m einigen ^.vgen die Reise nach Swakopmund fortsctzen zu ubersallen und niedergeschossem Eine Patrouille nahm tonnen. sofort dte Verfolgung auf, jedoch ohne Erfolg. eqrie, feme schlafende Frau Mit Petroleum übergoffen ^ytt’uS^inien einzuitellen. Ter Umfang wettercr Betriebsein- und dann das Bett an gezündet. Die Frau erlitt schwere ^Ä^^n wird von den Beschlüssen der auf den 14. November U.«.»».? DaZ ^!^?^?"^uglück bei Ober-Zissen. O^chungsreste nach Lstafrika zurnckgekehrt und in Berlin ein- t Tageblatt" meldet aus Ober-Zissen: Der Sta- getroffen. rZ-reitag aus Kempenich wurde t^erhaftet. Fürst von Monaeo wird am 12. November in Tu ahFn^gI^n 3lS- 11 einen Vortrag über die Erforschung der ^lien. Tie Fvau des gleichfalls verhafteten ^res,ee halten. g Gestern erschien cin^erl-01* !^unig geworden sein. . In München wurde eilt internationaler Hoch- und teilte an der Hand von^PatÜMN mtt^ lieirnt = r- von Brandt nannte und Krümmern noch ein Passaaie^r au^ Heirats-Schwindeleien betrieb. Er behauptet, amerikanischer finden soll. Die durck' r$e-^Ktu^rn be- Staatsbürger zu sein. ergab, daß eine ©ntgleifung oortiea? bi?6 Sh €T!a venes Erdbeben ist von der Hamburger Haupt-- anlaßt wurde, daß der Zug b i e e r U u b i e e f to i n b U» 3Üt ^oDemLrGT^tbCIl^,r^ n in öex Nacht vom 2. auf den iu-wrnorg-,3. November von den Instrumenten registriert worden Dis kommen. Auf Der Tagesordnung stehen u. a. die Vorstellungen in bet re ff der Kreisvermessungsämter und ... „ . . i der Geometer, der Antrag Brauer-Erck über die M ü h l e«-. - _ ■ - --r. Deutsches Kcid?. llmsausteuer, die ^Anträge Haas und xJolf inbetrefs I FrmgS, Monteur aus Uoln, 48 Jahre: Johann Berlin, 4. Wdu. Heute morgen sprach der Ü a i f c r ocr Nebenbahnen, die Vorstellungen Der Winzerge- nmnnChuaqu:c beim Reichskanzler vor, hörte später im königlichen Schloß nossenschaftcn Aolfshcim, Vendersheim und Gau-Biekelheim. ,hws -Acich aui Nieder'^N 39 Fahr?-' NiL-' die Vorträge des Finanzministers und be^ Ehefs des Zivil-1,'erner Vorstellungen der Kreisveterinärärzte re., der Kreis- laus Junker, Stembruchaufseher aus Burg Brohl, 50 Jahre kabinetts und empfing zur Meldung den Hauptmann von! straßenmeister, der Obersörster, betr. Bureaukosten und Elisabeth (Nmsweid, Lchrerm aus Kempenick. 22 Jahre: Thomas Livonius vom Großen WcneralHab, der znm Militärattachee Pferdchaltung, der Bürgermeisterei und Gemeinoe Pied» Earpenticr, Förster aus Wallendar, 30 Jahre und Hubert MieS bei bet Botschaft m öafbinaton ernannt worden ist Dersheim inbetreff der Errichtung eines Steuerkommissa- Demhandler aus Ahrweiler, 36 Jahre. LL -.„tpiAL nirfhet- Ter Kaiser betraute riatö' endlich noch Regierungsvorlagen, betr. die Straf. Die m t) c r i o) e Ent «uhrung. Barbara xet „^eichvanzeiger mel • ‘ ~ lanteite des Aufsia-tsper,oiials, die i>iachweisungen an Do- Lapuhtn, Die Heldin der seltsamen Londoner Entfüh- den ^taatsielretar des Uuswarttgen v. sck)vn mit e lnanialvermögen 1U01/02, die Landeskreditiasfe 1901/02 re. rungSgeschichte, die dieser Tage aus der Rückreise nach Vertretung des Reichskanzlers im Bereich des auswärtigen«Regierungsvorlage inbetreff der Fürsorgekassen Rußland mit ihrem Vater Berlin passierte, ist jetzt in Paters. Amts. ~ «für die Beamten der Landgemeinden ist zunächst durg eingetroffen^ Exzellenz, Lapuhin sieht in dem Ver^ — In der Ostmarkenvorlage, die zur Förde-Iaem Finanzausschuß der 2. Kammer zur Vorberatung schwinden seiner Tochtex nur eine Entführung zum Zweck rung deutscher Ansiedelungen der Staatsregie-I überwiesen worden; mit dem Referat darüber wurde ALg. einer Erpressung, glaubt aber an kein romantisches Aben- rung wiederum einen Fonds zur Versagung stellen soll, ist ° r A w fPUPr ** r '* ‘ * n‘ wie die ,/Voss. Ztg." hört, auch zum Ankauf von Domänen« und Forstgrundstücken ein besonderer Fonds von 50Millio« v>tschastlichen Darstellungen. Tie große Menge der Geräte steht ebenfalls außer Preisbewerb mit Ausnahme von Kartoffelerntemaschinen, Kartosfeltrockenapparien und Alilchflaschenspülmaschinen, für welche Hauptprumngen ausgeschrieben worden sind. Außerdem werden auch neu erfundene Geräte daraus geprüft, ob sie eine Beachtung und Anerkennung verdienen. jdanOei. — W i e lege i ch mein Kapital an? Auf diese wichtige Frage gibt allen Kapitalisten sachgemäßen Rat und Auskunft ein von Handelsschutdirektor Dr. jur. Caleb in Straßburg herausgegebenes Buch, das unter dem Titel: „Kapitalanlage und Bankverkehr" soeben bei Muth in Stuttgart erschienen ist. Alles, was bei der privaten Vermögensverwaltung, namentlich beim Kauf und Verlauf von Wertpapieren, bei Errichtung von Hypotheken und für den Verkehr mit dem Bankhaus zu wissen nötig ist, hat der Verfasser m übersichtlicher, klarer Form zusammengestellt. Er wendet sich voiwiegend an die kleineren und mittleren „Börsen", deshalb ist auch bei den verschiedenen Anlagemöglichkeiten besonders an' Sicherheit und Rentabilität Bedacht genommen. Da in Teutsch- land reichlich die Hälfte des gesamten Nationalvermögens in Wertpapieren angelegt ist, wird sich dieser zuverlässige und unparteiische Ratgeber in Geldsachen für die meisten Berufskreise, für Staatsund Privatbeamte, für Kapitalisten und Rentner, Vermögens- vermaliungen u. f. w. als nutzbringend erweisen. Diskoiiterhöhung .der Bank von England. Nach den Ereignissen der letzten Tage konnte man es fast mit Sicherheit voraussehen, daß die Bank von England bald zu einer weiteren Erhöhung ihres Diskontsatzes schreiten würde. Aber weder in den Bankkresien noch an den Börsen wurde angenommen, daß diese weitere Erhöhung schon so unmittelbar bevorstände und außer der Zeit, die Bank von England saßt ihre Entschließungen in der Regel am Donnerstag, stattsinden würde. Tie Hinaufjetzung ist auf 6% erfolgt. Es ist daraus zu schließen, daß die Baut m den beiden letzten Tagen der vergangenen Woche besonders stark in Anspruch genommen worden ist, brachte sie doch, wie Londoner Privat- depeschen melden, bereits am Samstag für manches Papier einen Satz von 5'/. Prozent und fogar 6 Prozent in Amvendung. Daß die Maßregel m der Hauptsache mit Berücksichtigung Amerikas gefaßt wurde, steht außer Zweifel. Amerika zieht fortgesetzt Gold an sich, die Bedürfnisse dort scheinen fast uneilchöpfllch zu sein und in erster Linie ist davon der englische Markt m Anspruch genommen. Zur amerikanischen Krise. Wie der F. Z. aus New- York unter dem Gestrigen telegraphiert wird, hielten 20 bekannte Newyorker Bankiers eine Versammlung in Morgans Privatwohnung ab, behufs Maßnahmen zur Besserung der sinanziellen Situation speziell der Lage von 2 Trust-Companys, die durch Runs stark bedrängt ivorden sind. Ter Newyorker Korrelpondent der Times vertritt die Meinung, daß die Frage einer Exlrcilagung des Kongresses behufs legislativer Erleichterungsniaßnahnien akut geworben fei. Es sollen biesbezügliche Schritte auch bereits von beii maßgebenben Persönllchkeitbn ins Auge gefaßt ivorben sein. Welche Maßnahmen vom Kongreß allerdings zu ermarten sind, darüber bestehen Zweifel, da wohl die Errichtung einer Zentralbank nicht ad hoe geschehen kann und auch bezügl. der Notenzirkulatioii kaum unmittelbare Gesetzesänderungen durchführbar erscheinen. Unter Umständen könnte eine Aufnahme einer großen United Stciaies- Anleihe erwogen werden, behufs Heranziehung der dem Verkehr entzogenen brachliegenden Mittel. Die Marktpreise für Viel- und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 4. November 1907.______ Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k f u r t a. 9)L Fleischpreise in (Sieben Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 80—85 Mt. ‘ Kg.Schlachtgew. 92—95 Pf. V, , 62—00 r '/, Kg. 82-88 Pfg. i/t 70—80 , 76-90 , Getreideprelse in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 10U jig. 24.75 OU.uO Alk. Roaaen 100 Ka. 21.i5-00.00 Mk. _____ Weitzbrot 2 Kg. 62 Pig. Schwarzbrot 2 Kg. 58 Pfg. Markte. , . Gießen 5 Nov. Marktbericht. Auf heutigem Wocbe^i- maft^foüete Butter pr. Psd. 1.20-1 30 Mk p^nereier 1 St. 9-10 Pfg., Käse pr. St. 6-8 Pf., Kasematte 3 Sü b 6 Pfg Erbsen p. Pfd. 18-24 Pfg., Luisen p. P d ^-^ 4fg ^auv^ pr. Pr. 0,80-1,00 Alt., Hübner pr. St. Mk-, Stück 0,80—1,80 Mk,. (Saufe vr. Pfd. 6o—70 Ewen p « bls 2,20 Mk., ^ch^usteifch pv. . Schweinefleisch Uiid Rilidsieisch pr. Pfund bO—8- HM-, Psd. vr. Pfund 70—84 Pfg., Haiumelsieisch pr. Pfd. 88 P!g., Kalbfleilch pr. Pld. 70-80 Plg., 6«'^ 61—84 Pfg. Welfcl)e per Pfund . Pcilri) per Liter 6.00-5.50 Mk., Zwi-b°U. pr. 6-00 Mk., Wech- 20 Psg., Nüsle 100 Stuck 40-00 Vs- '6"^, 1.50-2.00. - traut per Stuck 10-15 Mfl- J iel''r,cr Ptr. 10—25 3)lt. iöirnen Z.vetschen per Ztr. 0 00-0 Sölt. Aeptet per Z-r. per Ztr. 10-25 Mk. Miarktzett von 8— Uhr. Lkngcjanör. -------- (gut Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik flehen hm übernimmt die SfcbaHtan bem Verantwortung.) Zur Abwehr. Die Nummer 251 des Gießener Anzeiaers enthält 2 tiub 3. Seite des Hauptblattes einen Angriff gegen mich, der wohl um der Sache willen der Richtigstellung beharr meinem Vortrag über den „wachsenden Einfluß Babylons auf Ls ?henhaninnd ?Ite^.^c,tanienJ|" ain vergangenen Dienstag abend wll ich em Zitat angeführt haben, das für die an- weienden Pfarrer als aus Stades „Geschichte Israels" kenntlich gemacht gewesen sei. Durch den Beifall, den die Zuhörer 9Irfmmrt25lbCrle9sUn9 7 betreffenden Satzes zollten, sei^dir Achtung gegen den verftorbenen hochverdtenten Gießener Hoch, fchullehrer verletzt wor^n Dadurch soll ich verschuldet haben daß der Kampf „durch Gchaffigkeit" verbittert wurde 9 ift 3$»« noch den ganzen folgenden ^wesend Ter Herr Eiiisender hätte durch eine Anfrage bet mir sofort feststellen können, daß er durchaus ungerecht urteilt. Der Satz ist nicht von Stade Ich habe Stade überhaupt nicht citiert. Ter Satz lautete- Kanaan war die Brücke für den Weltverkehr zwisck)en Asien und u!tb boch gleichzeitig ein abgeschlossenes, dem Verkehr entzogenes Land. Xie „Beifallsäußerung" der An ^^onden war wohl vielmehr eine Heiterkeitsäußerung, weil'ich ei1ne Kr^ik des Satzes citiette, die ihn mit Lichtenberg- „Messer obnb Klinge, der der Griff fehlte", vergleicht; ich nenne auch Mt den Namen des Nachlebenden Verfassers der betreffenden Geschichte Israels nicht, wett es mir nicht in den Sinn kommt in meiner sachlichen Polemik eine Person bloßstcllen zu wol en — daß Stade nicht gemeint sein konnte, hätte her Herr Einsender auch durch Nachschlag feststellen können. Ucbrigend selbst wenn er gemeint gewesen wäre — so wäre meines Erachtens der schuldige Text durch Nichtnennung des Namens völlig gewahrt gewesen! Noch einen zweiten Personen-Jrrturn habe ich zu korrigieren. Hch soll Professor Sellin in Wien als r ü ck st ä n d i g charakterisiert haben. Sellin habe ich nur einmal erwähnt, und habe gesagt, daß dieser verdiente Gelehrte uns inbezug auf die Intensität der altorientalischen Kultur zustimmt, daß er aber noch nicht ihre Einheitlichkeit anerkennt, und daß er deshalb zwei originelle Unterschiede zwischen ägyptischem, babylonischem, phönizischem Einsluß auf Kanaan sieht, die von uni crem Standpunkte aus unberechtigt sind. In dem von bem Herrn Einsender erwähnten Zusammenhänge konnte ich nicht entfernt an Sellin denken. Wenn ferner der Herr Einsender den Eindruck gehabt hat, als hätten Tebatteredner merken lassen, daß manche meiner Ausführungen sie in inneren Zwiespalt gebracht hätten, weil in frommen Kreisen dadurch Aergernis entstehen müßte, so hat er sich doch wohl auch in diesem Punkte geirrt. Der Einsender des ersten Berichtes, bem ich bie Kenntnis bes gegen mich gerichteten Zeitungsangriffes verbanke, schreibt mir: „Sie werben gcfviß selbst nicht diesen Eindruck aus der Diskussion empfangen haben. Gewiß ist unsereinern manches in Ihren Ausführungen neu gewesen und stimmt nicht mit dem Bilde, das der fromme Bioel- leser sich von diesen Verhältnissen machte. Das darf aber doch eine ehrlick>e, vom Geiste der Schrift geleitete Wissenschaft nicht zurückhalten. Ich habe von unseren glcichgesmnten Amtsbrübern nicht gehört, baß sie Aergernis genommen, weil sic der Wissen-- schäft unter der genannten Bedingung doch keine Fesseln an- legen wollen." Mein Herr Gegner hat offenbar ein unrichtiges Bild vorn Geiste der modernen positiven Theologie; bas beweist allein sckwn die ganz unmögliche Erwähnung Sellins in bem besprochenen Zusammenhang. Er kennt auch bie neuere Literatur nicht, sonst würben ihm bie beiden am Schluß von ihm erwähnten Sätze nicht gar so befremdend erschienen sein. Sobald er sich näher damit befassen würde, würde er für uns gewonnen sein. . Das Schwanken, die innere Ungelvißhcit scheint nämlich auf seiner Seite zu sein, sonst wäre cs ja nicht möglich, daß er von meinen Thesen sagen könnte: 1. sie scheinen (!) ruhigem, logischem Denken zu widersprechen; 2. ich würde es dankbar begrüßen, wenn sie sich als richtig erweisen würden. Ta ich einmal das Wort habe, so möchte ich noch einen Punkt zur Sprache bringen, der vielleicht wirklich unnötig Bitterkeit erregt hat. Ter Berichterstatter der Konferenz hatte an den Bericht über meinen Vortrag eine Kritik an die Tatsache geknüpft, daß von den Gießener Professoren niemand airwesend war. Mit dieser Kritik bin ich nicht einverstanden, auch der Vorstand der Konferenz nicht, wie ich bezeugen kann. Bei meinem Vortrag war nur der Vertreter des Alten Testaments into ressiert gewesen. Er hat in freundlichster Weise sein Ausbleiben durch eine Reise erklärt. Wenn der betreffenbe Herr erschienen wäre, so hatte cs gewiß eine interessante Debatte gegeben. Aber es würbe sich gezeigt haben, daß die Heranziehung des alten Orients zum Verständnis des alten Testaments mit „pos- tiv" oder „liberal" an sich nichts zu schaffen hat. Es handelt sich um Tatsachen, von denen man Kenntnis nehmen inuß. Nur die theoretische Anwendung wird verschieden sein, je nach der religiösen Stellung zur Grundlage der Offenbarung. Leipzig. Alfred Jeremias. Fasniören-Nachrichten. Geborene: Herrn Veterinärarzt Schneider in Schlitz ein Sohn. Verlobte: Herr Gr. Geometer 1. Kl. Otto Eich in Büdiiigen mit Fräulein Kätchen Günther in Lieblos. — Herr Karl Schlosser in Zell mit Fräulein Emma Fröhlich in Wahlen. — Herr Lomtz Langtitz in Wingershausen mit Fräulein Emnia Figge in Fraiitiurt a.Ac. Gestorbene: Frau Sophie Gierhardt geb. Niepoth in Schlitz. Herr Peter Häuser XIV. in Nieder-Weisel. — Herr Hermann Nickel in Hangen. — Herr Großh. Amtsrichter i. P. Theodor Helm in Beisheim. — Herr Lehrer i. P. August Muhl m Schotten. - Fräulein Emeln Meteorologische Beovachrunge» der Stati»n Gießen. November 1907 5 x> tri S 746,9 + 11,3 5,7 57 NE i 9" 748,2 4-3.5 5,2 88 ESE 2 7- 749,9 — 0,5 4,0 90 .XE 2 Höck te tem per*wr am 3.-4. Nov. ----- + Niedrigste ■ ■ 3—4. r ” * 11,3 • C. 1,3 ’ C. Sonnenschein Klarer , Gießener Wetterdienst. voraussichtliche Witternug für Hesjeu am Mittwoch den 6. Noveiiiber: Heuer und trocken. Nachts Frost. Schwache ost- lidie Wuide. _______ — VrigtnaL.Drahtmcldunge«. Berlin, 5. dwvember. Unter dem Verdacht des Raubmordes ist gestern der 47 Jahre alte Portier Lampe aus der Dalldorfer Straße verhaftet morden. Er wird beschuldigt, den 70 jährigen früheren Portier des Hauses Friedrich Wagner ermordet und beraubt zu haben. Neapel, 5. Nov. Bei der Aushebung der Marme- 1Ä1- erFül9te ein Treppen-ZusarnmenbrrtÄ. 200 Personen sind abgestürzt, 20 verletzt morden. London, 5. Nov. Das Ehepaar Toselli ist gestern über Calais und Dover nach England zurückgekehrt. In der Begleitung des Ehepaars befand sich noch eine Dame. ■ Nov. Amtlichen Nachrichten aus Marai kesch zufolge wird Muley Hafid die Stadt erst nach bem* Ramazan^st, d. h. nach dem 10. November verlassen. Gr beabsichtigt, mit einer starken Mahalla gegen Rabat vorzugehen. Paris, 5. 9iov. Ter „Petit Parisien" veröffentlicht das Resultat seines Referendums über bie Frage der Ab, schaffung der Todesstrafe. Von 1412347 eingegangenen Antworten sind 1083 655 Gegner der Abschaf- fung und nur 328 692 für die Abjchassuna der Todesstrafe. Paris, 5. Nov. Ferroul, der Führer der großen Winzerbemcgung, hat den Antrag cingcbracht befondere Beamte nut der sofortigen Untersuchung des Wein. baueS zu beantragen. Paris, 5. Nov. Der Korrespondent des Matin berichtet ailS Marrakesch, baß Mulay Hafib an bie Spitze bet Reformbemegung treten wolle. Ec plane ben Bau von braßen unb Eisenbahnen und denke sogar an die Einsührung emeS gewissen Parlamentarismus. Budapests. Nov. Ministerpräsident W e k e r l e reist in den nächsten Tagen nach Wien, um dem Kaiser Bericht über die Lage zu erstatten. Budapest, 5. Nov. Infolge deS in ganz Ungarn emgetretenen starken Fr ost Wetters herrscht unter den Landwirten ernste Besürchtng, daß bei Anhalten der kalten Witterung der Winterbau überhaupt nicht mehr vorge- nommen iverden kann. Graz, 5. Nov. In dem Weberkoger Tunnel am Semmering riß ein Zug ein für Repara tu rar beiten ausgestelltes Gerüst ein, wobei ein Arbeiter getötet, mehrere verwundet ivurden. Brest, 5. Nov. Die Tochter und der Sohn des Marschalls Baza,ne wollten sich auf einem Dampfer von Veracruz nach Europa begeben. Fräulein Bazaine wurde in ihrer Kabine von einem Steward überfallen unb erheblich verletzt. Dec Täter, der offenbar einen Raubmord beabsichtigte, ist verschwunben. Man nimmt an, daß er sich in bas Meer gestürzt hat. K o n st a n t i n o p e l, 5. 9tob. Nach hier eingelaufenen amtlichen Berichten steht im Bezirke Erzerum unb anderen Provinzen eine Aufstandsbewegung bevor. In. solgede,sen soll die Mobilmachung der Truppen vom Jahr,/ gang 1871/72 erfolgen. Bekanntmachung. Die am 21. und 28. v. MtS. ftaugeiunbcnc Bcipachtuug von Tvubvierielu unb sonstigen Grundstücken ist genebmigt. Die Pächter werden biermit aufgeiorbert, binnen 14 Tagen bei dem hiermit beauftragten RatSdiener Dörr im städtischen Hospital nachmittags zwischen 12 und 2 Uhr oder abends zwischen 7 und 8 Uhr Bürgschaft leisten zu lassen, andernfalls nach Ablauf dieser Frist bie betreffenden Grundstücke auf Kosten und Gefahr der ersten Pachteri anderweit verpachtet werden. Gießen, ben 4. November 1907. Großherzogilche Bürgermeisterei Gießen. ______________________Mecum. B*/u Bekanntmachung. Wir machen alle Hausbesitzer darauf aufmerksam, daß wir unfet* Tiesbanamt angewiesen haben, luäbrcnb der Zeit vom 1. Dezbr. 1907 dio 15. Februar 1908 keine DauocntlvasscrungSarrfchliiffe in den Stragen bcziv. Verbindungen der Grnndststckc mit den Strastcnlaualcu herzusiellen. Gießen, den 3. Stvoember 1907. Großherzogilche Bürgermeisterei Gießen. \ __Mecum.__B *lif Bekanntmachung. Die Zinsen der Friedrich Hcvcr von Roscufcio scheu Etiftuua mit 07,20 Mk. sind am 21. Dezember an solche cvangeliichc, würdige Stadtarme zu verteilen, die selbst und ihre (Eltern und Gron- cltcrn in Gicsten geboren sind unb dao Bürgerrecht besitze« oder besaßen. Meldungen nimmt daS Armenamt Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2, biö 20. dS. MtS. während der Gefchäflöstunden entgegen. ' Gießen, 2. November 1907. Gr. Bürgermeisterei Gießen. ______________________I. B.: Georgi.__________________ Bekanntmachung. AuS den Zinsen der Ttistung der Eliiabetbc Schmidt sind Gaben von je 17 Mk. an vier bedürftige, unbescholteue, ledige Ticnstmädchcu im Alter über 50 Fahren und 7 Gaben zu 17 Alk. und eine zu 18,90 Mk. an arme Witwen arrS Gießen zu verteilen. Dtclbungen sind unter Beifügung der erforderlichen Nachweise bis zum 20. November 1907 in unseren Geschäftsräumen, Neuen- baue 25 anzubringen. Gießen, 2 November 1907. Gr. Bürgermeisterei Gießen. _______________________I. B.: Georgi.____________________B*/u Bekanntmachung. Aus der Minna Keil-Bogt Stisruug find mi das Jahr 1907 drei Gaben von je 70 Mk. an drei in Gießen wobnbafte, würdige »ind bedürftige Handwerksmeister oder Witwen von Hand- werksmeiuern evangeluchcr Konfefston zu vergeben. Bewerbungeii und bis languens ^0. November 1907 beim städtischen Armen amt, Neuen üßaue 25, einzureichem Nur selbständige Handwerker oder Witwen von selb- stäubigcu Halidwcrtcrn tonnen beiückfichugt werden. Gießen, am 2. ^November 1907. d !< Tie Armen-Deputation der Stadt Gießen. _____I. B.: l^eorgt. BekanatmaMung. Aus der Plockiichcu Ltiituna ist alsbald eine lebenslängliche Pfründe in Höhe von 300 Mk. jährlich an eine würdige, arme weibliche Person, geborene Gießenerin, zu vergeben. Die Piründ' ncrin tritt als Pflegling m i)te Provtnzlal-Liechenamtalt hier mU den für Selbftzähler bestimmten Bergünfttaungen ein. Meldungen nimuit bis zum 30. November d. IS. das Städtische Armenamt, Neuen Baue 25, entgegen. Gießen, den 31. Oktober 1907. B‘/a Die Armen-Deputauon der Stadt Gießen. __I. B.: Georgi. Bekatrutmachuttg. Aus der Stiftung des Gcmcinberats Louis Labroisie unb der Echtcrnach-Srroi) Ttittung sind in her ersten Woche des Monats Januar 1^>8 etwa 110 Zentner Kohlen au arme Familien, einerlei welcher Kouicsfion, zu verteilen. Meldungen nimmt das nadtische Armenarnt, Neuen Baue 25, bis 20. d. Mts. entgegen. Gießern am 2. November 1907. Die Armen-Tevutation der Stadt Gießen. I. B.: Georgi. Bekanntmachung 11 emvfiebkt [6900 B»/u ► empfiehlt [6908 —•• ■* * ■ । tnX i j ■ m^ul. Reichhaltige Abendkarte. 6710 W«K rod Jocfefi | in prima Qualitäten. 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