Mittwoch 5. Juni 1907 Nr. 129 Zweites Blatt Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Aby. Basserrnann. Debatte. Uhr Festkommers. 157. Jahrgang Rotationsdruck und Vertag der Br Ührchen UnwerftlätS - Buch- and Siemdruckeret. R. Sangt. Gießen. Die „Stehnrer ZanrMendlStter- werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Krcts Eiehev" zweimal wöchentlich. Der „hessische Canbroirt4' erscheint monatlrch einmal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ft raße ?. Expedition und Vertag > HS 6L Redaktion: es® 112. IeL-8Ibt_ Stn»«igerGteßru. 2lus Stadt und Land. Abdruck unserer durch Korrespondenzzcichcu kenntlich gemachte» Lrginalartikct ist nur unter genauer Quellenangabe (Gieß. Auz.) gestattet. Gießen, den 5. Juni. •• Ihren 94. Ge burtstag begeht heute Frau Eva Krämer hier. Die alte Dame, aus Alsheim gebürtig, ist noch recht rüstig und ihre Angehörigen hoffen, ihren hundertsten Geburtstag unter gleich günstigen Umstanden begehen zu können. •• Eine Stipendien-Stiftung der Gießener Kaufmannschaft. Auf Veranlassung der Handelskamnrer in Gießen fand unter der Kaufmann,chaft unserer Stadt eine Geldsammlung zur Errichtung eines Stipendiums aus Anlaß des UniversitätS-JubilaumS statt. Es wurde die erhebliche Summe von 20 000 Mk. zusammengebracht. In welcher Weise die Stiftung Verwendung finden soll, werden der Ausschuß und die Handelskammer noch bestimmen. ** Ccffentlidje Lesehalle. Im Di a i wurden 2278 Bände ausgelieheu. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1263, Zeitschri len 377, Jugendschrlsten 168, Versdichtnngen 57, Literaturgeschichte 15, Lander- und Völkerkunde 61, Kulturgeschichte 24, Geschichte und Biographien 105, Kunstgeschichte 5, Aatnrwissenscha't iuiö Technologie 111, Heer- und Seewesen 9, Haus- und Landwirlschaü 6, Gcsundheitslchre 15, Religion und Philosophie 31, Staatswissenschast 15, Sprachwissenschaft 8, Fremdsprachliches 8 Bände. Nach auswärts kamen 73 Bande. *#Sic neuesten Autler-Unfälle. Am Montag abend kollidierte das Automobil eines Fabrikanten aus Darmstadt zwischen Rödelheim und Eschborn mit einem Chausseestein. Es wurde ztir Seite geschleudert, der Besitzer stürzte heraus und erlitt einen Armbruch. Die übrigen Jn- saffcn kamen mit Hautabschürfungen davon. — Auf der TaunuS-Renn ft recke hat sich wieder ein Automobil-Unfall zugetragen. Der Wagen 38 C der Auio- mobilfabrik in Gaggenau verunglückte an einer scharfen Kurve, indem der Wagen auf dem schlüpfrigen Wege ausrutschte und gegen eine UebergangSbrücke geschleudert wurde. Der Chauffeur kam mit dem Schrecken davon, der Wagen wurde stark demoliert. ** Ter Flottenverein für Hessen hat in seiner AuZschußsitzung beschlossen, seine diesjährige £ . Sammlung in Grebenhain ober Lauterbach galten. General Keim aus Berlin wird einen Vortrag i?üLcn. Die Versammlung findet voraussichtlich am 1. Sept, statt. ** Die Ob st aussichten sind für dies Jahr leider nicht besonders günstig. Vor allem war der wochenlang dauernde Stillitand im Wachstum von schädlicher Wirkung, und nun hat sich eine ganz enorme Raupen- plage eingestellt. Ter Apselbütenstecher hat viel Schaden verursacht und jetzt sind Frosmachr spann er, Apfelwickler, Blatt- und Blutläuse in Menge an ihrem schädlichen Werk. Am schlechtesten steht es mit den Aepfeln; gerade die besten Sorten sind am meisten von Ungeziefer befallen. Etwas besser scheint es mit den Birnen und Kirschen zu werden. Dagegen scheint es nach dem Fruchtansatz eine ziemlich gute Zwetschenernle zu geben, sodaß es den Oberhejfen im Herbst an dem so beliebten ,^Quetsche- hongk" nicht fehlen dürfte, vorausgesetzt, daß die Witterungsverhältnisse nicht noch die Hoffnungen vereiteln. •* Zwangsweiser Sommerurlaub für Hand- lungsgehülien wird wieder einmal von verschiedenen Seiten ge'orderi. Eine solche Forderung kehrt gewöhnlich wieder, wenn irgend ein pflichtvergessener Angestellter eine Unterschlagung begangen hat, deren Entdeckung ec durch übereifrige Arbeit und Vermeiduiw jeden Urlaubs zu verhindern suchte. So wahr es in einzelnen Fällen sein mag, schreibt uns der Verband Deutscher Handlungsgehülfen zu Leipzig, daß eine zeitweilige Entfernung von seinem Posten einen solchen Menschen eher dem Strafrichter überliefern wurde, so sehr müssen sich doch die ehrlichen, pstichlbewußten handlungsgehülfen dafür bedanken, daß aus solchen Gründen Lominerurlaub gewährt werde. Der Urlaub soll nicht etwa nur eine bessere Kontrolle ermöglichen, er soll vor allem dem würdigen und arbeitsamen 'JJhtaibeiter eine Erholung jein, ihm frische Kraft verleihen, den Lebensmut heben und seine Gesundheit kräftigen. Glücklicherweise^wird aus diesem Grunde schon vielfach den Hand- lungsgehülsen Sommerurlaub erteilt, und die Prinzipale, die bisher sich zu solchem Entgegenkommen noch nicht bereit zeigten, dürste der Hinweis auf die guten Erfahrungen, die in dieser Beziehung alle anderen Firmen machten, gewiß zur Einführung eines Sommerurlaubs veranlassen. i. Klein-Linden, 4. Juni. Tas am 14. Juli hier stattfindeude Krtegersest dürfte sich einer regen Beteiligung erfreuen. Es liegen zahlreiche Meldungen auswärtiger Vereine zum Feste vor. Mit dem 25jährigen Stiftungsfest des Krieger- oerem§ ist die Ueberreichung der Kaiserschleife verbunden. Grünberg, 4. Juni. Am 2. b. M. hielt der Orrs- gewerbeverern Grün berg seine Gcnecaloerscunm- tung ab. Die Jahresrechnung wies in Einnahme und Ausgabe 345 Mk. 25 Wg. ans, bis der Handwerker schul« 16A. meisten die poltt. uno wirr >cyai tu tuen Zoecue des diauf- mannsstandes zur Verwirklichung gebracht habe. Redner trank auf Deutschland und England. Philipps antwortete mit herzlichem Dank. Alles, was die Engländer auf ihrer Reise gesehen hätten, habe ihnen gezeigt, daß sie keinen Feind in diesem Lande hätten. Kein Engländer, der etwas kennen gelernt habe von Jean Paul, Schiller, Goethe ober Lessing, könne an einen Streit denken mit dem Lande, dessen Fuhlen von diesen großen Namen verkörpert werde. Haaley wies auf den Fortschritt Frankfurts auf kommunalem Gebiet hin und erklärte, die englischen Journalisten würden bemüht sein, die Freundschaft zwischen Deutschland und England zu festigen und es so leicht machen, den Frieden zu bewahren, wenn Mißverständnisse eintreten. Sein Hoch galt der Stadt Frankfurt und ihren Bürgern. E. de N e u f v i l l e, der Vize-Präfi deut des englischdeutschen Freundschaftskomitees wies auf die Erfolge dieses Komi.aes hin und wünschte, daß cs auch weiterhin gute Früchte zeitigen werde. Er bat die Gaste, mit ihrer Feder dem Geift der intcrriationalen Freundschaft auch in ihrem Heimatlande zum Erstarken zu helfen, und trank auf die beiderseitigen Verständigungsbestreoungen. i Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen polttifd?c Tagesschau. Ealwer ober die Getreidepreissteigeraog. In der sozialdemokratischen .Chcrnn. Volksstimme* veröffentlicht ,©enoffe- Calwer einen sehr beachtenswerten Beitrag zur Beurteilung der jetzigen Getreide-Hauffe. Er berechnet nämlich an der Hand des über die letztjährige Ernte sowie über den auswärtigen Handel in Getreide und Mehl vorliegenden statistischen Materials, daß der deutsche Markt von Getreide keinesfalls in dem Maße entblößt sein kann, wie dies in Handelskreisen zurzeit vielfach angenommen wird. AuS seinen Berechnungen zieht er den Schluß: »So liegen die Dinge, wenn man fick nicht an die unkontrollierbaren Stimmungsberichte an den Getreideplätzen, sondern an die statistischen Ziffern hält, die doch immerhin in ihrer Unvollkommen- heit eine besfere Grundlage der Beurteilung abgeben, als die von rein geschäftlichen Interessen diktierten, von Tag zu Tag schwankenden Auffassungeii der Marktlage. Gewiß ist die Preissteigerung in Getreide nicht von ungefähr getommen, aber die maßlose Uebertreibung hat in den tatsächlichen Verhältnissen keine Be- grünbung, sondern ist dadurch herbeigeführt, daß die an der Hausse beteiligten Kreise durch die Beeinflussung der öffentlichen Meinung die Käufer kopflos zu machen wußten, so daß alles, Müller, Häiidler und Bäcker, mit einem Male sich bis zur neuen Ernte versorgen wollte, da es ja hieß, daß der deutsche Markt schon fast gänzlich von Vorräten entblößt wäre. Die Ziffern der Statistik mögen angreifbar sein, aber noch angreifbarer ist die Begründung der maßlosen Preishausse in Getreide, wie sie in den letzten Wochen namentlich an den deutschen Märkten inszeniert worden ist/ Ration all iberaler Parteitag. Auf dem letzten nat-lib. Parteitag wurde bekanntlich beschlossen, den nächsten Parteitag schon im Frühjahr in Kassel abzubalteu. Die Reichstagswahlen und ihre Folgen haben es aber der Parteileitung geraten erscheinen lassen, ihn in den Herbst zu verschieben. Er soll nun im Oktober in Wiesbaden, wo Bartling der lokale Führer ist, stattfinden. Vorläufig ist folgendes Programm festgesetzt: Freitag, 4. Oktober, nachmittags 6 Uhr, Sitzung des Zen- tralvorstaudes. Abends von haib 9 Uhr ab zwangloses Zusammensein der bereits emgetrosfenen Vertreter mit den Wiesbadener Parteifreunden. Samstag, 5. Oktober, 11 Uhr vormittags: Beginn des ersten Verhandlungstages. Eröffnung durch den Zentralvorstand. Bureauwahl. Begrüßungsansprachen. Des Rei ches Po litik. Referent und der hervorragendsten Namen aus den Kreisen der Kunst, Wissenschaft und deS Handels Ihres Landes befinden sich unter den regelmäßigen Besuchern unseres Bades, imb die Beziehungen zwischen den Engländern und Homburgern sind seit jeher freundliche und vertraute gewesen. . . . Und wenn die Reise, welche Sie, meine Herren, unternommen haben. Ihnen die Ueberzeugung verschafft, daß uns Deutschen kein Gefühl ferner liegt als das der Feindschaft gegen England — gegen daS England, mit welchem DeutsiUand so oft Schulter an Schulter, aber niemals als Feind gekämpft hat —, dann werden Sie, gleich einem der größten Journalisten aller Zeiten, Ihrem Landsmanne Thomas Carlyle, Bewunderer unseres Landes und seines Volkes werden, wie er, welcher ein Freund und Bewunderer Deutschlands war, well er es so gründlich kannte und so gut verstand. Wilson, der Präsident des englischen Komitees dankte, indem er den Taunus mit dem schott. Hochland verglich. In England wäre man noch nicht so weit gekommen, solche Schätze aus der Erde zu heben. Deutschland aber rufe jetzt: „Bare, Vare, redde legiones!" Nach einem kurzen orientierten Bortrage fand hierauf eine Besichtigung des Saalburg-Museums und des Kastells statt. H o m b u r g v. d. Höhe, 4. Juni. Um 41/3 Uhr trafen die engl. Journalisten mit ihren Frankfurter Begleitern am Landgrafendenkmal im hiesigen Kurparke ein und gingen nach Besichtigung der Quellen zur Kurrerrasse, wo der Tee serviert wurde. Bürgermeister Feigen hielt hier im Namen der Stadt eine kurze Begrüßungsansprache. Nachdem man auf der Terrasse des Homburger Kurhauses den von der Stadt dargebotenen Tee eingenommen hatte, wurde auf Automobilen die Weiterfahrt nach Schloß FriedrichShof angetreten. Der Weg dorthin führte die englischen Gäste über einen großen Teil der für das Mitte Juni stattfindende Kaiserpreisrennen bestimmten Strecke. Unter Führung des Kammerherrn v. Flotow, der die Herren am Eingang des Schlosses begrüßte, erfolgte die Besichtigung des Schlosses und im Anschluß daran ein Rund gang durch den Park. Sodann erfolgte über Cronberg die Rückfahrt nach Frankfurt. — Sonntag, 6. Oktober, 11 Uhr. Beginn des zweiten Verhandlungstages. Die Pens io ns Versicherung der Privatbeamten. Referent Abg. Stresemann. Debatte. — Nachmittags halb 4 Uhr: Zwei öffentliche Versammlungen, in denen je ein Reichstagsabgeordneter über Fragen der Reichspolitik und der preußischen Landespolitik sprechen werden. Abends 6 Uhr: Festessen. — Montag, 7. Oktober: Rheinfahrt ab Biebrich nach Rüdesheim mit Besuch des Niederwald-Denkmals und Auvslug nach dem Jagdhaus. Are englischen Journalisten in IranLsurl und Kornburg. Frankfurt a. M., 4. Juni. Die cngrtfchen Journaliiten, die heute früh von München hier eintrafen, waren auf das angenehmste überrascht, als beim Verlassen des Bahnhofes die von der Kapelle der 81 er gespielte englische Nationalhymne ertönte. Entblößten Hauptes hörten sie (b-.ie Weise an und besttegen dann die in englischen und deutschen Farben geschmückten Trambahn- wagen, die die Gäste zu kurzer Rast in ihre Hotels brachten. Um 91/2UH1: erfolgte eine Fahrt durch die Stadt, wobei mehrere öffentliche Gebäude in Augenschein genommen wurden. Besonders lange verweiltendre Gäste imGoethe- h aus. Hieran schloß sich das von der Stadt gebotene Frühstück im Römer. An dem Lunch nahmen außer den Engländern teil der englische Generalkonsul und die beiden Vize- Konsuln, die Spitzen der städtischen Behörden, der Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung ustv. Oberbürgermeister Dr. A d i ck e s hielt eine herzliche Begrüßungsansprache, in der er Bezug,nahm auf die althistorische Bedeutung Frankfurts. Er bat die englischen Gäste, in England bekannt zu machen, daß die Deutschen mit den Engländern in Frieden leben und mit ihnen gemeinsam an der Spitze der europäischen Zivilisation stehen wollen. Er hoffe, daß der Besuch der Engländer in Deutschland zu diesem Ziele bettrajgen möge. In seiner Erwiderung schilderte zunächst Frederie C. Byles vom „Yorrsb. Obs." den schönen Empfang in Frankfurt: Man habe auf oer deutschen Fahrt viel gesehen, Stätten des Handels, der Polttik, der Literatur. Das hervorragendste aber war der Besuch im Goethehaus, der Geburtsstätte des deutschen Dichters, dessen Leben zuerst ein Engländer mit liebevoller Hingabe erzählt habe. In den Werken der Literatur habe sich der deutsche Geist am unmittelbarsten und am tiefsten ausgesprochen. Wenn wir nach England zurück- gekehrt sind, werden wir niemals das Wort „Deutschland" hören, ohne mit herzlichen Gefühlen an Sie zu denken. Nach weiteren Toasten wurde die Tafel aufgehoben und gegen 2 Uhr erfolgte die Fahrt nach der Saal bürg in 20 Automobilen. Saalburg, 4. Juni. Die englischen Journalisten mit ihren Frankfurter Begleitern trafen in Automobilen, die vom Frankfurter Automobilklub zur Verfügung gestellt waren, am Nachmittag auf der Saalburg ein und wurden vor dem Römerkastell vom Geh. Baurat Professor Jacobi, dem Magistrat und den Stadtverordneten der Stadt empfangen. Im Horreum, dem jetzigen Saalburg-Museum, hielt Sladtvcrordnetenvorsteher Dr. Rüdiger-Homburg eine Begrüßungsansprache an die englischen Gaste in englischer Sprache, in der er u. a. folgendes ausführte: Die Tochter eines Königs von Großbritannien herrschte einstmals in Homburg als Landgräfin; ihr Name ist in Homburgs bedeutendster Quelle, dem „Elisabethenbrunnen", verewigt. Einer anderen englischen Prinzessin, der Kaiserin Friedrich unsterblichen Angedenkens, bereit Walten in den Gemütern der Taunusbewohner ewig lebendig bleiben wird, haben wir ein Denkmal in unseren Promenaden errichtet, als erstes in Deutschland. Ihr König, S. M. Eduard VH., beehrte uns mit seinen Besuchen viele Jahre lang. Der Trauer der stolzesten Adelstttel Frankfurt a. M., 4. Juni. Heute abend besichtigten die englischen Journalisten unter Führung der Herren des Frankfurter Komitees den Pal men gart en. Im Anschluß daran fand im großen Saal des Palmengartens ein von der Stadt Frankfurt zu Ehren der englischen Gäste veranstaltetes Festessen ftatt, dem u. a. der großbritannische Generalkonsul Oppenheimer, Regierungspräjtdent 0. Pleister, Polizeipräsident Scherenberg, Eisenbahndirettionspräsident Thome Intendant Emil Claar und andere Vertreter der staatlichen und surter Gesellschaft beiwohnten. Oberbürgermeister Dr. Adickes wies darauf hin, daß die Reise der englischen Journalisten nunmehr ihrem Ende nahe sei. In der jetzigen Zett gebe es feine Kabi.nct.ts- kriege mehr, sondern nur solche, die durch die Volisleiden- schaften entfejselt werden. Die öffentliche Meinung besitze darum heute eine Gewalt, wie noch niemals. Redner verglich den Mann der Preise mit dem Sämann, der den Samen Neid und Haß säen könne, aber auch einen Samen, der heilsame Früchte trage, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Presse gleich einem sorgsamen Arzte unserer nervösen Zeit nur mit heilsamen, beruhigenden Mitteln diene. Redner schloß mit einem Hoch auf König Eduard und Kaiser Wilhelm. Im Namen des hiesigen Journalisten- und Sryrist- stelleroereins richtete dessen Vorsitzender, der Direktor der „Franks. Ztg.", Theodor Curti, eine Ansprache an die englischen Kollegen, in der er u. a. folgendes sagte: Unser Beisammensein ist eine Friedens-Manifestation beider Nationen. Was wäre denn natürliche: ? So manche Ihrer größten Institutionen sind der altdeutschen Volkssreihell entsprossen, die in den Sturmen der Jahrhunderte auf Ihrer Insel eine Freistätte fand, geschirmt von den Felsen und Wellen, — und was der englische Staat Ian echt germanischen Substanzen bewahrt hat, das wünschen wir, nach dem Siatc eines unserer Geschichtsschreiber, auf dem Boden der Urheimat wieder fruchtbar zu machen. Alt ist der Stolz des Briten, der ftüh schon ein mächtiges Reich gegründet hat: jung ist der Stolz des Deutschen, dem in neuester Zeit, auf den Trümmern ehemaliger Herrlichkeit, ein Gleiches gelang. Auch das ist fein Unterschied. Und wenn selbst die Erinnerungen an Schlachtfelder, an Siege und Niederlagen, andere Völker zuletzt nicht abhalten tonnten, einander die Hand zu reichen, um wie vieles leichter sollte da nicht die Verständigung, um wie vieles stärker muß da nicht das Band der Eintracht fein zwischen England und Deutschland, deren beider Geschichte durch solche trennende Erinnerungen an Fehde und Krieg nicht belastet wird: Uns aber, den Dkännern der Presse, kommt es nun vor allem zu, daß wir, was so uns gemeinsam ist, schützen und behaupten. In Wissenschaft und Kunst sind die Menschen längst eine einzige Familie; aber auch unsere Maschinen und Geräte, unsere Kleider selbst und Speisen sind Erzeugnisse des allgemeinen Ersindnngsgeistes und Gewerbefleißes, Objefte des internationalen Verkehrs: das schon sagt uns, daß auch im Gebiete der Wirtschaft alles einer Harmonisierung bet Interessen zustrebt. Ter letzte, höchste Zweck ix» geschichtlichen Lebens ist Einigung, nicht Zwietracht. . . Schaffen roir Hand in Hand eine große, friedfertige, öffentliche Meinung! Zerstören wir die Idole, wie einer Ihrer Großen, Francis Bacon, die trügerischen Vorstellungsweisen genannt hat, zerstören roir die neuen idola fori und idola theatri, die trüben Vorurteile des Tages, welche durch die Suggestion unechter Stimmungen, falscher Formeln und giftiger Phrasen des Hasses erzeugt werden, und setzen wir an ihre Stelle die sonnenhellen Ideale des zivilisator. Fottschritts und der humanitären Kultur! 'Wer aber wäre hierzu berufener als die englische Presse, die älteste unter den Schwestern, das Vorbild der Presse des Kontinents. Und daß die deutsche Presse treulich mittun will an diesem Werke, davon dürfen Sie überzeugt sein. Fast möchte es jroar scheinen, als seien über den vielen und lauten Stimmen des Wlllkommens, die Ihnen aus allen deutschen Gauen entgegenhallen, unsere Stimmen, die Stimmen der deutschen Journalisten, verloren gegangen. Und doch haben ja wir, Ihre Berufsgenoffen, Sie nach Teutichland herübergerufen. Aber dieser Voll- und Gleichllang der Sympathien, der Ihre Fahrt begleitet, beweist gerade, daß unser Instrument eine starke Resonanz hat. Ihnen Gegenüber, in der hohen Achtung vor Ihrem Lande und Ihrem Volke, sind die deutsche Presse, das offizielle Deutschland _unb das deutsche Volk synonyme Begriffe und von ganz einerlei Stimmung und Gesinnung. Unsere Kollegen, die englischen Journalisten, leben hoch: Handelslamrnerpra)u)2nt Geyetmrat Andre betonte, daß die Frankfurter, von beneit ein großer Teil in England seine taufmänntsche Bildung erfuhr, dieses Zand liebten und bewunderten umjo mehr, als England das Land sei, das am erricht in Porzellan-Malen, derzelktinen, in nv- !nslvollen,in.Malem lanöarbeüen in allen nie echlerTiesbrant- tzöberitr. 24, f. jungen k & Stfmeibev. auf 1. WW! beigutJinMe 1 Zinszahrer iboie unter OSfcl et Änzriaer erbet. 19°' g,bcn6l.j jenbß9111 ellis^ HtWin ireliUs» ------- 1 för reisend9 MM & sowie AnstMn in empfehle ich nist st. ie (Hi M tets voM tse W w ie W ebwesternhsus, g, HW 77^gbaan 1 Einhorn Ane^ S» ■hs idtiSS A.«trchvlpi.A. u itinöern aej K AuMWellc demmStrM 1 «'ST ■ gtbarinengaffe 17 mml noch Kunden an npnehlr sich auch bn Näheres Ludwig, und Schlosigafse hi (W suche einen Fahr- galten, und neuer zu billigem Prelle r zu leihen. »achsen-Wm. ertragen Gietzen, - pari. d er Revision wegen Unzulässigkeit, inbeuf . 93.80 | Elektriz. Lahmeyer 83.80 4 o' Italien. Rente . 3fi> Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen III . 9310 28.60 Körse, o. Jnni. Anfangaknrse. . 167L0 84.50 64 50 96.70 93.90 83.70 93.00 Elektriz. Schlickert . Eschweiler Bergwerk . 121.90 . 107.90 . 223.25 25.60 144.20 134JQ Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . . Uesterr. Staatsoahu . . . Pnnce-Henn-Eisen bahn . Darmstädter Bank Deutsche Bank . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . 225.30 . 25.70 . 117.70 99.00 99 40 93.50 103.20 ,67w5 68.10 91.- 92.85 93.80 139.00 do. Konsols do. Hessen Oberhessen 4% Uesterr. Goldrente. . 4^ % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 8K7< 3% 3H7< 3-6 3*7- 8M7< 6051,20 Mark. Die Gesamteinnahme betrug 186 886,92 Mark, die Gesamtausgabe 170 854,20 Mark. An Krankengeld kam auf den Kopf 14,11 Mark (1905: 13,94 Mk.), für ärztliche Behandlung 4,62 Mk. (5,05 Mk.), für Heilmittel 2,43 Mk. (2,60 Mk.), für Sterbegeld 0,79 Mk. (0,83 Mk.) usw. Beitrag wurde pro Kopf gezahlt 25,15 Mark (24,09 Mk.). Das Vermögen der Kasse beträgt 151 304,89 Mark (146 847,86 MarP. er den Wert des Streitgegenstandes auf 1000 Mk. festsetzte. Der erkennende Senat führt aus, daß das Landgericht damals deni Wert der Worte „Kölner Konsumgeschäft" auf 500 Mk. festgesetzt habe. Nach einem "Gutachten des Sachverständigen N. betrage nun zwar der Wert der Worte „Kölner Konsumgeschäft mindestens 3000 Mk. Allein dieses Gutachten könne nicht a ls durchschlagend Harpener Bergwerk Laurahntte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . l'drkenlose . 3°/o Alexikauer . 4>s7o Chinesen . . Aktien: Bochum Guss . . . Buderus E. W . . Tendenz: fest. Berliner Cauada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz ; fest. 4/$7o russ.Staatsanl. 19Uu 446 u,0 japan. Staatsanleihe 4 /6 Conv. Türken von 19U3 Türkenlose..... 4-6 Griech. Monopol-Aul. 4-6 äussere Argentinier Die Marktpreise für Vieh und Frucht uud die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 4. Ium 1907. erachtet werden, da es sich über den Wert der beiden Worte aussprcche, während jetzt nur noch das Wort „Kölner" in Betracht komme. Tie ganze Sachlage forrdjc aber dagegen, daß dieses Wort von so großer Bedeutung sein sollte, daß ein Streit- und Beschwerdcgegcnsrand von über 2500 Mk. angenommen werden könnte. Ein gerichtliches Nachspiel zum Äolonial-Skanval. VIL rrsriverfttcits-riachrichten. . — Der ordentliche Professor der Physik, Direktor des physikal. Instituts und des physikal. Seminars der Universität Heidelberg, Geheimrat Quincke, wurde auf fein Ansuchen wegen leidender Gesundheit in den R n h e st a n d versetzt. — Der ordentliche Professor der Physik an der Universität Kiel, Geh. Rc- gierungsrat Lenard, wurde unter Verleihung des Titels als Geheimer Rat zweiter Klasse zum ordentlichen Professor der Physik und Direktor des physikal. Instituts der Universität Heidelberg ernannt. . 2'24.40 . 74.80 . 140.60 GerichtssaaL. Wiesbade n, 4. Juni. Tie Strafkammer verhandelte gegen den Lehrer Jakob Jung von Ruppertshain, der beschuldigt wurde, sich in mindestens 12 Fällen an schulpflichtigen Mädchen in unsittlicher Weise vergangen zu haben. Das Gericht erkannte auf Freisprechung, weil cs den beiden Mädchen, den Haupt- zcuginncn, keinen Glauben schenkte. Beuthen (LTerschles.), 4. Juni. Nach zweitägigen Verhandlungen gegen 11 Mitglieder des Rodziner Sokolvereins, der in seinen Sitzungen als Ziel die Wicderaufrichtung Polens betrieb und aufreizende Vorträge aus der polnischen Geschichte und Literatur hielt, wurden verurteilt der Hauptführer Plewniak zu einem Jahr und drei Monaten Gcjsäng- 'nis, einer zu sechs Monaten, fünf zu vier Monaten, zwei zu zwei Monaten und zwei zu einem Monat Gefängnis. Wegen Uebcrtretung der §§ 129 und 130 des preußischen Vereinsgesetzcs wurde der Verein aufgelöst. W e l m a r, 5. Inin. Tie von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berusung gegen das sreisprechendc Urteil int Prozeß Schon- re i cd, wegen G o e t h e - H a n d s ch r i ft e n d i e b st ah l s, das voin Standgericht als Berufungsinstanz gegen das nur eine Woche Hast lautende Urteil des Schöffengerichts beim Amtsgericht gefallt worden war, ist von der Staalsamvallschast zurückgezogen worden, sodaß das freisvrechende Urteil Rechtskraft erlangt har. Zittau, 5. Juni. Ter G e f ä n g n i s » A n f s e h e r K nt t ner wurde von der Strafkammer ruegen sittUcher Verfehlungen an 5 weiblichen Strafgefangenen zu 3 I a h r e n Zuchthaus verurteilt. Gießener Strafkammer. Gießen, 4. Juni. Lotterievergeheu. Einem hiesigen Agenten gingen durch den Lotteriekollekteur T. aus Bremen Lose der Hamburger Stadtlottcrie und Braunschweiger Landeslottcrie zu. Der bereits 24 mal wegen Lotterie- vergchens bestrafte Kollekteur wurde deshalb unter Anklage gestellt, aber cs kam am Schöffengericht zum Freispruch, da angenommen wurde, der früher in Bremen wohnhafte Agent habe die Lose noch vor seinem Zuzug in Bremen gekauft und diese seien ihm hierher nachgesandt worden. Das Schöffengericht erblickte hierin keine strafbare Handlung, da durch die gesetzliche Bestimmung nur verhindert werden soll, daß in Hessen wohnende Personen Lose fremder Lotterien spielen, nicht aber, daß bereits außerhalb dcs Großhcrzogtums gekaufte Lose den nach Hessen zugezogencn Personen nachgesandt werden. In der Berufungs- iustanz wurde auf Grund der eigenen Angaben dcs Angeklagten sestgestcllt, daß der Verkauf der Lose erst zu der Zeit stattfand, als der Käufer schon in Gießen wohnte. Das von der Staatsanwaltschaft angefochtene Urteil mürbe deshalb aufgehoben und auf eine Geldstrafe von 200 Mark erkannt. Schwindeleien. Der vielfach bestrafte Fuhrmann Gg. Will). Fr. aus Elsofs machte bei einem Wirt zu Langsdorf eine Zeche und schwindelte ihm vor, er habe zu Ruppertsburg einen Unfall, gehabt, bei dem ein Fenster in Trümmer ging. Er l>abe dafür 4 Mark zu entrichten; seinem Tienstherrn wolle er nichts davon sagen. Ter Wirt glaubte diese Angaben und behändigte ihm bas Geld, mit dem er, ohne sich wieder sehen zu lassen, verschwand. Bei einem hiesigen Wirt gab er sich als Sohn eines Langsdorfer Fruchthändlers aus und spiegelte vor, er habe sein Portemonnaie vergessen, der Wirt möge ihm bis zum andern Tag 3 Mark leihen. Nachdem er bai Geld erhalten hatte, verschwand er, ohne die Zeche zu bezahlen. Nach seinen Angaben leidet er an epileptischen Anfällen, sodaß er manchmal nicht weiß, was er tut. Es konnte zwar in dieser Richtung nichts festgestellt werden, doch nahm das Gericht an, daß er ein geistig minderwertiger Mensch ist, weshalb es von der verwirkten Zuchthausstrafe absah, und auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis erkannte. Bei der vorjährigenKaffcuvisitation des Kousnmvereins zu Nieder-Gemüuden stellten sich Unregelmäßigkeiten heraus, die zu einer Untersuchung gegen den Rechner Friedrich M. führten. Es ergab sich ein endgültiger Fehlbetrag von 2760 M ark. Um die veruntreuten Beträge zu verschleiern, trug er eine Reihe von Einnahmen nicht ein, dagegen buchte er mehrere Ausgabeposten doppelt. Er war im vollen Umfange geständig und versuchte seine Handlungsweise damit zu beschönigen, daß er sich auf große Geldverlegenheit berief. Auch der Umstand, daß Aufsichtsrat und Kontrolleur nur dem Namen nach da waren, ließ es zu, daß die Veruntreuungen eine solche Höhe erreichten. Es wurde ihm vorgehalten, daß er über seine Verhältnisse hinaus gelebt und wenig gearbeitet habe, doch dürften seine mißlichen Vermögensverhältnisse auf andere Umstände zurückzuführen sein. Seine Verwandten ersetzten alsbald den Fehlbetrag, sodaß dem Verein ein Schaden nicht entsteht Er wurde wegen Unterschlagung zu einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten verurteilt. Der verliebte Schneider. Im letzten Winter besuchte der Schneider Adam B. hier mit einem verheirateten Bekannten eine Tanzmusik, seine kranke Frau zu Hause zurücklassend. Trotzdem sich beide für ledig ausgaben und sich falsche Namen beilegten, ließ sie das schönere Geschlecht fast völlig unbeachtet. Ter kleine Schneider hatte es auf ein großes, schlankes 17jährigcs Mädchen abgesehen, das aber trotz der größten Zuvorkommenheit ihn gänzlich unbeachtet ließ, ja sie gönnte ihm nicht einmal das Vergnügen eines einzigen Tanzes. Ob nun der Schneider auf Rache sann, oder ob er gedachte, das Mädchen dadurch in seine: Nähe zu bekommen: er nahm ihr Hut und Jackett, das an der Wand hing, und versteckte die Sachen vor dem Hause. Wenn das Vdädchen auch das Fehlen ihrer machen bemerkt hatte, so machte es sich doch wenig daraus: ihr schmucker Vaterlandsverteidiger begleitete sie auch ohne Hut und Jackett nach Hause, den verliebten Schneider im Stiche lassend. Dieser vergaß aber nicht, die versteckten Sachen mit nach Hause zu nehmen; es geschah dies zwar nicht heimlich, zwei seiner Bekannten hatten davon Kenntnis. Durch einen Zufall erfuhr das Mädchen den Namen dcs Schneiders, daß sich ihre Sachen bei ihm besinden. _ Auf ihre Anzeige erfolgte Anklage wegen Tieb- stahls. Tas Schöffengericht hielt aber Unterschlagung als vorliegend und erkannte aus 4 Wochen Gefängnis. Der Angeklagte verfolgte Berufung und bestritt, die Sachen weggenommen zu haben; er will sie auf dem Heimweg gefunden und mitgenommen haben. Daß mpn Gefundenes aut der Polizei abliefert, will er nicht wissen. Nach der Beweisaufnahme erschien es zweifelhaft, ob der Angeklagte die Absicht hatte, sich die Sackien anzueignen. Ter Staatsanwalt war der Ansicht, daß der Angeklagte und sein Gerwsse an jenem Abend die Eheringe — wenn sie solche besaßen — abgelegt hkben, um sich zu amüsieren; das Mitnehmen der Gegenstände ist wohl nur erfolgt, um das Mädchen in die Nähe zu. bekommen. Er beantragte Freisprechung mangels Beweises, welchem Antrag das Gericht staltgab. Der Frestpruch crsolgie trotz Hohen Verdachts, immerhin sei aber die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß der Angeklagte sich die Sachen nicht habe aneignen wollen. 129.70 . . 224.20 . . 155.00 . . 168.90 . . 141.00 . . 205.80 Vermischte». 'Ueberfall auf ein Automobil. Zwischen Honnef und Romanseck am Rhein versperrten zwei An- streichergchülfen einem Automobil den Weg und zwangen das Automobil zu halten. Tann sprang einer der Burschen auf den Führer zu und versetzte ihm mit einem Messer einen Stich in den Hals. Die Insassen des Fahrzeuges, zwei Damen stießen laute Hülferufe aus, worauf ein tn der Nähe beschäftigter Mann herbeieilte und einen der Täter festnahm, der andere floh, konnte aber später gleichfalls festgenommen loerben. * Brand eines Ozeandampfers. Aus New- York wird gemeldet, daß Brandstifter einen Brand auf dem Ozeandampfer „Oceanif" legten. 520 Mann kämpften während fünf Stunden gegen die Flammen. 20 Mann wurden durch die aufsteigenden Gase überwältigt und mußten ms Krankenhaus überführt werden. Ein großer Teil der Ladung ist vernichtet. Detektivs überwachen das Schiff, weil Streiker die Ansicht ausgesprochen haben, den Dampfer auf alle Fälle zu zerstören. Gelsenkirchen Bergwerk . 194.50 Hamburg-Amerik. PaketL 131 JO Harpener Bergwerk. . . 206.— Lanrahütte...... 225.30 Nordd. Lloyd.....117.70 0 bei schieß. Eisen-Industrie 107.00 Berliner Handelsges . . 151L0 Reichsgerichtsbrief. Nachdruck verboten. Leipzig, Juni 1907. Welchen Wert hat die Bezeichnung „Kölner Konsum gcschäft"? Ein intereftanter Rechtsstreit zwischen dem Verein selbständig er Kaufleute und Gewerbetreibenden zu Worms und dem Kolonialwaren- und Spezereihändler B. dort beschäftigte jüngst das Reichsgericht. B. hat sein Kvlonialwaren- geschäft im Handelsregister unter der Firma „Kölner Kkvnsum- gefchäft" I. B. eingetragen. Ter klagende Verein verlangte Löschung der Worte „Kölner Konsumgeschäft", sowie Vermeidung des Gebrauchs derselben in Mitteilungen, Annoncen, Zirkularen rc. auf Grund von § 18 des Handelsgesetzbuchs unk) § 1 des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs. Zur Rechtfertigung des Gebrauchs dieser Worte beruft sich der Beklagte darauf, daß er seine Waren von seinem Schwager beziehe, der in Wiesbaden ein größeres Geschäft habe und den größten Teil der Einkäufe in Köln decke. Tas Landgericht Worms verurteilte den Beklagten ober zur Entfernung des Wortes „Kölner" in der Aufschrift „Kölner Konsilmgeschäft", sowie auch in öffentlichen Bekanntmachungen oder Mitteilungen, die für einen größeren Kreis von Personen bestimmt sind. Gegen dieses Urteil hatte der Beklagte Be ru f u n g eingelegt. Tas Oberlandesgericht D.armstadt erkannte aber auf Zurückweisung dieser Berufung auf Grund des § 1 des Wettbewerbgesetzcs. Infolge der vom Beklagten gegen d?.s oberlandesgerichtliche Urteil eingelegten Rcviffen hatte ras Reichsgericht darüber zu entscheiden, ob Die Zorna,jung 5es Wortes „jtalner ' die Zirm- ftonsiumme (2500 ML) bedinge. Ter LL Zivilsenat kam aber zur Teieionische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse 5. Juni, 1.15 Uhr. Reichsanleihe Mark 95 Pfg. an Entnahmen und 1644 Mk. 80 Pfg. an Aus- Naben. An SEelle des verstorbenen 1. Vorsitzenden Hch. Kaiser wurde Herr A. Leonhard, zum 2. Vorsitzenden Spenglermeister I. Bon Eisf gewählt. Zu Vorstandsmitgliedern wurden die drei durch das Los ausscheidenden Herren H. Schmidt I.-Grünberg, H. Walthcr-Queckborn und Fr. Rrtter-Grünberg wieder uno Georg Daniel Haas-Arünberg jneugewähtt. Für den nächsten Sonntag plant der Orts- igewerbcverein Grünberg einen Besuch der gegenwärtig in Meßen befindlichen Tuberkulose-Ausstellung. k— Alsfeld, 4. Juni. Der Kreistag unseres Kreises hat dem Projekt der Nutzbarmachung der Wasserschätze Ober- hesseus durch den Bau und Betrieb eines Wasserwerks bett Inheiden und einer Elektrizitätszentra le bei Lißberg prinzipiell zugestimmt und ist der Vereinigung für Nutzbarmachung der Wasserschätze Oberhessens beigetreten. Die Kreistage Büdingen und Schotten haben einen ähnlichen Beschluß gefaßt. Frankfurt a. M., 4. Juni. Die Stadtverordnetcn- oersammlung genehmigte heute mit 42 gegen 9 Stimmen und 2 Stimmenthaltungen die Erbauung einer F e st - und Ausstellungshalle nach den Plänen von Professor n. Thier sch. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Wernborn feiert der Landwirt Heinr. Maibach demnächst mit seiner Fran die goldene Hochzeit. — Bei Feldkrücken war ein Fuhrmann nut Holzavladen beschäftigt. Ohne daß er cs merkte, war der vierjährige Sohn des Wirtes von Wiesenhof neben dem Wagen gelaufen, den cme vom Wagen geworfene Holzspalte so unglücklich lrai, daß er verletzt wurde und alsbald verstarb. — Tie Schweinepest ist in der rhemhess. Gemeinde H e ch t s h e i rn amtlich sestgestellt worden. — In Hartenrod hat sich em schwerer Unfall zugctragcn. In meinem Steinbruch war eine Patrone nicht losgegaugen und em '.Aufseher wollte sie herausbohren. Taber eulzündele siS sich und zerschmetterte dein Aufseher die linfe Hand, die ihm in der Klinik zu Gießen amputiert wurde. Berlin, 4. Juni. In der heutigen Verhandlung des Pöplau-Prozcsscs .wurde ein Schreiben des Reichskanzlers verlesen, in welschem er mitteilt, daß der Kaiser die erforderliche Genehmigung für seine Zeugen-Aussage nicht erteilt habe. Er seinerseits habe sich dahin entschieden, den Staats- /efretären Frcih. v. Stengel und Dernburg, oen ilnterstaatssetie- tären Twele und v. Mühlberg und den Geheimräten v. Holstein und v. Franzius die Genehmigung.zur Aussage nicht zu erteilen. Jedoch ermächtige er die Herren Oberstleutnant Quade, Geh. Legationsrat Schmidt und die Hofräte Schulz, Hentschel ;unb Krüger vor Gericht als Zeugen auszusagen. Der Angeklagte teilt mit, daß er den Kriegsininister v. Einem .durch einen Gerichtsvollzieher als Zeugen geladen habe. Der Gerichtshof beschließt, die Ladung sei nicht vorschriftsmäßig bewerkstelligt, da sie nicht durch Vermittelung der Militärbehörde erfolgte. Hosrat Hentschel sagt aus, er habe nie wahrgenommcn, daß Pöplau Indiskretionen beging. Kriminalkommissar Walter sagt aus, er habe den Angeliagten iccber überwackst, noch überwachen lassen. Der Gerichtshof beschließt, das Polizeipräsidium zu ersuchen, den Kriminalbeamten zu benennen, auf dessen Mitteilung hin Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg ul einem Schreiben vom 20. Juni 1906 behauptete, daß zwischen dem Angeklagten und dem Zeugen Schneider ein reger Verkehr bestanden und daß Schneider ersterem viel Attenmatertal geliefert habe. Im Verlaufe der weiteren Verhandlung werden hauptsächlich die Anstellungs- und Avancementsverhältnisse des Angeklagten erörtert. Als Zeugen äußern sich darüber Obcrstlcutiwnt v. Quade, Geh. Legätionsrat Schmidt-Dargitz, Geh. Hoftrat Krüger und Hoftat Schulz. Der Angeklagte behauptet, er sei durcy die Neuorganisation der Kolonialabteilung um mehr als 30 000 Mk. geschädigt worden. Als unerl-eblich wird vom Gerichtshof ein Antrag des Angeklagten abgelehnt, 1. eine Reihe von Urkunden vom Auswärtigen Amt cinzufordern, aus denen hervorgeye, daß das Auswärtige Amt eine Schädigung des Angeklagten fdurch die Neuorganisation, sowohl in wirtschaftlicher als in dienstlicher Beziehung anerkannt habe; 2. die Personalakten einer 'Reche anderer Beamte des Auswärtigen Amtes bezw. des Ko- .lonialamtes zu verlesen, zum Beweise, daß diese durch die Neuorganisation bevorzugt worden sei.u. Die Verhandlung wird hierauf^ auf morgen vertagt. Der 8. Geschäftsbericht der OrtskrarrLenLasse ließen für das Jahr 1906 ist soeben erschienen. Die Mitglieder unterscheiden sich in 7 Klassen, je nach dem durchschnittlichen Tagelohn, und zahlen 3 Prozent dieses Lohnes als wöchentlichen Beitrag. Dafür erhalten sie bis zu einem halben Jahre eine Krankenunterstützung von 55 Prozent des Tagelohnes und 50 bis 100 Marr Sterbegeld. Die Familienangehörigen genießen dieselbe Krankcnunterstützung, auf die Ehefrau kommt die Hälfte und aus Kinder unter 14 Jahren der vierte Teil des Sterbegeldes. Der allgemeine Teil des Geschäftsberichts gibt einen Uebcr- ihlid über die Versassungsangelegenheiten und den Verkehr der Kasse mit Behörden pp. im verstossenen Jahre. Daneben enthält er einen Auszug aus dem Protokoll über die Generalversammlung am 10. Juni 1906. Vor allem wurde hier der 'Vorstand beauftragt, bei der Stadt die Errichtung eines Krankenhauses anzutragen. Gründe und Einzclfälle dafür werden angeführt. Eine Antwort ist noch nicht cingelaufen. Der Hauptgesichtspuittl in dieser Frage scheint die UcberfüHung der Kliniken zu sein. Sonst wird im großen und ganzen das gute Verhältnis zur Bürgermeisterei lobend hervorgehoben. Auch das der LandcS-VcrsicherungS-Anstalt war ungeirübt Eine der wichtigsten Fragen im Gesclstfftsjahrc 1906 war bie am 1. Oktober erfolgte Kündigung der Kassenärzte. Sowohl das bctr. Schreiben der Acrztc wie alle späteren sind in dem Bericht wieder gegeben. Eine Kommission unterhandelte längere Zeit mit den Aerzten, bis cs zum Verrragsabschluß kam. Der Wortlaut dieses Vertrages liegt vor. Im wetteren wird darüber geklagt, daß durch die Betriebs- krankenkassen die Kraft zersplittere und ein ersprießlick)es Arbeiten verhindert würde, umsomehr, als die meisten Betriebskrankenkassen krine Familienunterstützung gewähren. Der allgemeine Teil schließt mit dem Bericht über Vorstand, Revisionen pp. . Aiis dem geschäftlichen Teile entnehmen mir nur das Wichtigste Es wurden 12 578 Personen an- und 13 011 abgemeldct Die Mttgliederzahl stieg von 4599 am 1. Januar 1905 auf 5446 E 31. Dezember 1905. Arn höchsten war sie am 1. November Durchschnitt betrug sie 5681 im Jahre 1905. Für 1906 sind dieselben Zahlen 5446, 5013, 6878 (am 1. Juni), 6068- 2llw hatte die Mttgliederzahl am Schlüsse des Jahres -um 433 abgenommen. Krankhettsfälle kamen vor 3012 (2890 im ^abre 1905) in 61089 (60 099) Krankheitstagen, Sterbeställe ui beiden Jahren 49. Insgesamt wurden 152 619,68 Mark an Beiträgen erhoben, darunter Restanten bis aus 1903. Auch aus 1906 blieben Mark 6187,20 Restanten, worüber in dem Bericht geklagt wird, ebenso darüber, baß noch in 81 Fällen Ersatzleistung von Arbeitgebern stattfinden mußte. Zm ganzen betrug die Ersatzleistung für ^ao'teoUnt£rit‘iöun$ und von Berufsgenosscnschaften usw. Mark 5508,13. An kleineren Einnahmen (Hausmietc, Strafen, Hebe- gebühren und dergl.) kamen ein 6593,68 Mark Verausgabt wurden an Arzthonorar 28 042,00 Mk. (im Jahre 1905 27 067,52 Mk.), davon entfielen aus Gießen 14052,39 Mark (gegen 12 653,13 Mk. im Vorjahre) und außerdem nod) -eine Summe für SpezialLrztc. Apothekcrrcchuungeu nahmen Dtark 14 748,85 (14o74,76 Mk.) in Anspruch. In 3012 llmerstütz- jnngsfällen wurden an 61089 Kranrhettstagen 85 621,59 Mk.! '(79182,91 Mk.) Krankenuntersfütznngsgeld gezahlt. Die HöheIVerwersung der verausgabten Wöchnerinnen-Hnterstützungen betrug 1958,87" Mark (gegen 1928,60 Mk. im Vorjahren An Sterbegeldern zahlte die Kasse 4784,42 Mark (4744,25 Mark). Krankenhäuser und Kliniken beanspruchten 6894,96 Mark an Verpflegungskosten. An Verwaltungskosten entfielen auf persönliche 17 534,34 Mk., auf sächliche 2456,64 Mark. Die Ersatzleistungen der Kasse betrugen 2373,42 Mark und kleinere Ausgaben beanspruchten Auf blumiger Wiese im fühlen Hag — überall kann man sich ordentlich erkälten. Wo man sich aber lohte man nie ohne Jays ächte Lodener Mineral- PaNllten fern, bte jebe entstehende Erkaltung wirk- SÄ' .die vorbeugend gegen Erkältungen schützen und arm wnst in der heitzen, staub- und durnreichen Zeit ganz ausgezetchnete Ttensre leisten, ^yays adjie Lodener, öie man für 85 Pfg. m Apotheken und einschlägigen Geschäften kauft, soll man immer zur Hand haben. Ihv56!* Höchste Schtachtvlehpreise m Frankfurt a. 2)1. 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Polizeidirektion uns die Gen eh« migung erteilt, daß vunde aus Sperrgebieten cingefübrt und ausgestellt werden dürfen, sobald die Besitzer eine kreiolierärKlliche Bescheinigung über den Gesundheitszustand ihrer Hunde beibrrngen. Geschäftsstelle: M. Lipprandt, Cassel, Bahnliofstr. 15, Fernsprecher^889. Der Vorstand des Vereins der Hnndefreunde Knochen, Lumpen, leeren Flaschen u. Gespnl. Die Bedingungen und der Ministecialerlaß vom 16. Juni 1893 liegen auf dem Verwaltungsbureau an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr offen. Offerten sind versiegelt und nut entsprechender Aufschrift versehen bis zum Samstag, den 22. Juni d. Js., vormittags 11 Uhr auf dem Verwaltungsbureau abzugeben. Zu der angegebenen Zeit werden die Offerten eröffnet. Der Zuschlag erfolgt innerhalb 8 Tagen. Gießen, den 1. Ium 1907. Großh. Direktion der Universitäts-Augenklinik. Voss ins. Gasmotoren Fabrik Deutz Zweigniederlassung Frankfurt a. M. Börsenplatz 7. 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Vormittag? von 7 bis 9 Uhr Empfang der noch ankommenden Konkurrenten an der Bahn, von 9 bis 12 Uhr Wettkämpfe im Stemmen und Stein» ftotzen. Mittags */,! Uhr: Festessen mit Konzert. Nachmittags */,2 Uhr: Aufstellung des Festzuges am Walltor, Abmarsch präzis 2 Uhr nach dem Festplatz. m Pfg. Musseline, Percals, Linons, Durchschnittspreis m Pfg, Les Daymlers :: Kreton und Hiss Es ladet ergebenst ein Telefon No. 644. werden können, zu Grunde. Lich, am 1. Juni 1907. Großh. Amtsgericht. 04007 Albert Kapp mann. Marktstr. 17 p., I, II, III Telefon 20SS. hochfeinen Schellfisch, feinsten kopflosen Cabliau, ff. Lratfisch zu billigen Preisen. „NOXON“-Binder siegt überall! Pb. BtiSayfarth St Co., Frankfurt a. A. Tüchtige Vertreter gesucht, wo wir noch nicht vertreten sind. Bekanntmachung. In das GenossenfchaftSrcgliter wurde bezüglich des Landwirtschaftlichen Consum-Vereins Beuern I, eingetr. Gen. in. unbeschr. Haftpfl. zu Beuern eingetragen: An Stelle des ausgeschiedenen Bergmanns Konrad Damm wurde der Schreiner JustuL Belloff von Beuern in den Vorstand Posten weisse Batist Blusen mit 0 OK breiter Stickerei Mk. Gleiberg-Berem. General-Versammlung am Samstag, dem 15. Juni, nachmittags 4'/, Ubr, auf der Burg Gleiberg. Tages-Orduuug: Rechnungsabtage 1906/07. Geschäftsbericht 1006/07. Fesluellung des Voranschlags 1907/03. Neuwahl des Vorstandes. n Dauerkarte mit einer Beikarte Mk. 1.20, im Vorverkauf Mk. 1.—, jede weitere Beikarte lBi ■ 50 Pfg. (Beikarten sind nur gültig für Familienangehörige und Söhne unter 16 Jahren). Samstag, den 15. Juni: Einmaliger Eintritt 20 Pfg. Sonntag, ocn 16. Juni: Einmaliger Eintritt 30 Pfg. Tageskarte 50 Pfg. Montag, den 17. Juni: Einmaliger Eintritt 30 Pig. Tageskarte 50 Pfg. Mk. 1.7'9 Mk. 2.75 Kolosseum Oiessen (früher Cafe Leib, Walltorstrasse). Direktor und Inhaber: Albert Rappmann. Täglich grosse Vorstellung Meute Mittwoch, den o. Juni 1807 Wiederholung des glänzenden Programms Bekanntmachung. Die Lieferung von 210 Ztr. Nußkohlen 11, 70 Ztr. Eierbriketts und 20 Ztr. Braunkohlenpreßsteine für das Großh. Amtsgericht und Haftlokal dahier soll im Submissionswege vergeben werden. Angebote sind bis zum Eröffnungstermin: Donnerstag den 13. Juni 1907, vormittags ll1/, Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bei uns emzureichen. Zuschlagsfrist 1 Woche. Der Vergebung liegen die Bedingungen des Ministerialerlaffes vom 16. Juni 1893, die hier eingesehen Nach Ankunft Begrüßungsansprache, Fortsetzung der Wettkämpfe. Beginn des RingkamPfeS. Konzert auf der Terrasse, Tanz auf dem Festplatz. Abends 10 Uhr Verkündigung der Sieger im Klassenkampfe, Konzert und Tanz. Montag, den 17. Juni: Vormittags 10 Uhr: Frühkonzert ans dem Festplatz. Nachmittags 3 Uhr: Stemmen und Ringen nm die Meisterschaft von Hessen. Konzert, Tanz und Bolksbelustigung. Abends 8 Uhr: Verkündigung der Sieger. Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. B wurde eingetragen bezüglich der Firma Mitteldeutsche Creditbank, Filiale Gießen: „Die Prokura des Emil Hirsch und Louis ^oepert in Berlin ist erloschen. Emil Husch in Berlin ist zum stellvertretenden Vorstandsmitglied bestellt worden. Dem Kaufmann Karl Stoer in Frankfurt a. At. ist Gesamtprokura erteilt dergestalt, daß er zur Vertretung der Gesellschaft in Gemeinschaft mit einem Vorstandsmitglied berechtigt ist." Gießen, den 28. Mai 1907. B5/e* Großh. Amtsgericht. VIII. Hess. Athleten Verbandsfest zu Giessen am 15., 16. und 17. Juni auf dem Sportplatz und Textors Terrasse verbunden mit Grosser Sportausstellungf. Fest-Ordnung: dkS Lahn-Dünsbcrg-Bundcs in Wißmar, Kreis Wetzlar am Sonntag den 16. Juni dS. Js. Beginn 1 Uhr nachmittags. Zu zahlreichem Besuch ladet freundllchst ein D%Der Vorstand. Seidenbatist-Blusen, elegante Q (j£ Leinenblusen Mk. w*vd aparte Blusen K Mk. 3.50, 4.25, 4.70 djd vorz. QuaL, Wert m bis 2.00 Mk. jetzt Pfg. 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Donnerstag den 6. Juni Erstes Abonnements-Konzert ausgeführt von der Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter Mitwirkung des Cornet- und Piston-Virtuosen Herrn L. Kümmel vom Grossh. Hoftheater in Darmstadt. Direktion Grossh. Musikdirektor C. Krausse. Anfang präzis 8 Uhr. 370? Einzelkarten im Vorverkauf in der Challierschen Musikalienhandlung (W. Rudolph Nchf.) 75 Pfg., Abends an der Kasse 1.—Mk. Die Abonnements-Liste zirkuliert und liegt an der Kasse offen. -eti S billige Verkaufstage für Vorverkaufsteilen: K. Geffert, Gastwirt, Schloßgasse 7, M. Simon, Sonnenstraße 30, I. Dany, Friseur, Bahnhofstraße 64, H. Weideuhaus, Friseur, Bahnhosstr. 11, H. Kuhl, Friseur, Walltorstr. 8, A. Langsdorf, Friseur, Weserstraße 8. Es ladet ergebenst ein Per Vorstand des l. Giessener Stemm- nnd Ringklnb. Festgebender Verein. *5^ Z> * tf &»«■** A d« ?' «MS der leitung uno einige bemerkens ^Kegierungso Mn 66 fr- “ fetzen und au, ist dawn Ms Soim* und M üdgegrenzler li zu erfolgen yar- Lcr Ausschuß Ter BüM Vertretung gtidrricbtnen » EeWnsebi daß die Wahl' Wahlbezirk gle & ist also I Mutig deS Wah geben, bic Dahl ötrung hat sich. « während es hinfio Auch die fen legung der Wähl titel soll lauten: Lor der T Liste auf dem ( Meisters währe Woche anzuord dem Bemerken innerhalb dies« einschen und Einwendungen sich eine erhob Tritten, so hc Bescheids in K Tie Regier» hinter Artikel 61 Tie WaH Ter Wahlv MähllolalMen . $um ÄE veidrn Aeferente llebel, dir L sagten sie: ,> geordneten der nisses. Bei all »warum wird n wählen?" intelligenten heute möglich ist gewählt hat. Ti Reichstagswahl e, wr alle anderen rie Regier ungen mit der Ku ?en erklärt und m Borichlag üle Regierung ab! Ten zur D Mvorstelier, < der W^mmeni! Wttdn in dem ^bs'-immxu! 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