Montag, 4. März 15)07 157, Jahrgang Nr. 22 Erscheint llgsich mit Ausnahme de» Sonntag». Er Die ^Tlehener KamlNevblStler" werden dem „Dnzelget- liermol wöchentlich beigelegt, da» „UreUblatt für bat Kreis -trhen" |iocimal »Scheintuh. Der Weislich« tanbroUt** erschemt monaUlch einmal. Giehener Anzeiger Eeneral-Anzeiger für Gberheffen DaZ Zentrum Nagt jetzt über amtlidte Wahlbeeinflusfungen. Daß ich nicht lache! Wer hat denn bei Wahlprüfungen auch die tollsten Beeinflussungen oer Behörden gutgeheißen I Tas Zentrum, das stets für die Gültigkeit solcher konservativen Wahlen gestimmt hat. Ich sage nur das eine Wort .Malkewitz"! (slichttg!) Das Zentrum will durch Zitate aus allerhand obskuren Blättern partout nachweisen, daß man einen Kulturkampf Hal inszenieren wollen. Gegen solch eine Methode hat sich gerade das Zentrum früher stets erklärt Und auch aus jenen Wählern hat Herr Gröber nichts beweisen können. Ich bin sogar stets für den ersten Teil Ihres (zum Zentr.) Loleranzantrags eingetreten; daraus hat man ma Rotnflon»dnipO|i» t-wnsstellung, erklärt sich zwar bereit, jede Vorlage «achlich zu erledigen, verlangt aber vom Fürsten Bülow, daß er seinen Frieden mit ihm schließt unter der ihm aufoktroyierten Bedingung d?r Zurücknahme des Vorwurfs von der antinationalen Arroganz. Um den Fürsten zu einer solchen Abbitte zu zwingen, bemüht sich das Zentrum, in die nationalen Blockparteien Spaliungen hineinzutragen. Einen ersten Mißerfolg bedeutete cs für den Fürsten Bülow, als der Führer der 2euncl)en Licichspartei ein späteres Zusammengeben mit der Zentrumspartei p)iti)e£ in Aussicht stellte. Aus .Erklärungen des Fürsten Hatz- Parlamentarische Verhandlungen. Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet. Deutscher Reichstag. 8. Sitzung vom 2. März. 11 Uhr. Am BundeSrotStisch: Dernburg, Graf Posa« wsky u. a. Tie erste Lesung deS Etats und deS ErganzungS- e t a t S wird fortgesetzt. Dbg. Cchädler (Ztr.)'r ‘ Man mutz dem Reichskanzler eigentlich für Me Auflösung dankbar sein, denn wir haben jetzt etwas, was im alten Reichstage gefehlt hat.cinen Oberhofmeister, einen Oberscharfmacher und einen Oberzeremonienmcistcr. (Heiterkeit.) Der Abg. Winckler hat gestern quasi eine neue ZuchthauSvorlage verlangt. ES scheint mit fast, das ist die Kehrseite der Medaille mit dem Programm deS Reichskanzlers. Werden die Herren um Payer und Schrader auch damit einverstanden sein? Unser Kollege Dr. Seniler klagt« über die Rechthaberei beß Zentrums, über die wenig urbanen Formen usw., und als ihm bann zugernfen wurde .Beweise-, ba kam er Tiit dem alten guten Spruch der Pisthagoräer „»srir itpa“, wozu deutsch hier heißt: .Ich hab'- gesagt!- (Grotze Heiterkeit.) Herr Dr. Semler steht nun groß unter nn4: aMc V?a, „Ib hab'« gesagt!- Ich habe die Rede de« Herrn Dr. Semler be- wundert, denn sie war geradezu einzigartig. (Heiterkeit.) Der Abg. Dr. Semler hat sich mit aller Entschiedenheit dagegen vcr- wahrt, daß er und seine Freunde etwa» vom Kulturkampf wissen wollen. Er meinte: im Manifest der Fraktion stehe davon kein Wort, und wenn sie eß gewollt, hätte sie wohl flammend« Worte gefunden. Daran zweifelt bei unS lein Mensch: um Worte waren sie fa nie verlegen. (Heiterkeit.) DaS ist richtig: Sie haben nicht gesagt: Nun wollen wir einmal Kulturkampf treiben. Aber sie haben eS getan. Hat nicht die .National-Zeitunq*,^bie doch ba» vornehmste nationalliberale Blatt sein will, in bet nämlichen Stunde, al» die Auflösung erfolgte, al» erstes Signal die infame BcstechungSgeschichte mit den 500 000 Mk. gebracht? WaS .'S-?rr Dt. Semler über unfern Antrag über di« Verminderung bet Schutztruppe sagte, war vollständia unrichtig. ES muß immer wieder und wieder betont werden: Wir haben nicht verlangt, batz bi« Schutztruppe am 1. April mir 26 000 Mann (Große Heiterkeit) betragen soll, sondern wir haben lediglich Vorbereitungen für die Heimreise her Truppen gewünscht. Eö wäre endlich an bet Zeit, daß mit diesem Märchen Eidlich ^aufgeräumt und e» einem Museum für parlamentarische Altertümer Der Vorredner hat gar kein Recht, die beiden Bischöfe an^n- greifen. DaS Zentrum hat stet» die offensichtlichsten Wahlbcem- flussungen der Geistlichkeit gebilligt und auch nichts dagegen gehabt, daß die Kanzel durch Wahlbeeinflussung entweiht wurde. (Sehr richtig!) Ta» Zentrum hat auch kein Recht, sich hier als Hüter unb Freund des allgemeinen Wahlrecht» aufzuspiejen. Wie verhält e» sich denn in den Landtagen? In Württemberg hat Herr Gröber auf die heftigste Art argen die Wahlrcfotm gekämpft. Und auch in Preußen hat daS Zentrum stets gegen die freisinnigen Wahlreformanträge gestimmt, d. h. «S hat zwar immer allerhand schöne Wort gehabt, aber immer nicht für .opportun befunden, dafür einzutrcten. Herr Gchädler hat den Geist deS verstorbenen, auch von unS verehrten Kollegen ReichenSperger zitiert. Ich glaube: Herr ReichenSperger würde sich geniert haben, biet solche Witze zu machen, wie Herr Schädler. (Seht gut!) Fürst Hatz" feld hat gestern hier dcn Zensor aller Parteien abgegeben. Nur bei den Konservativen, da versagte merkwürdigenveise sein Gc« dächtniS. Er hat wohl überhaupt nur deshalb allen Parteien den Text gelesen, um ihn dann desto nachdrücklicher seinem Parteifreunde Gamp lesen zu können. (Sehe gut!) Die Herren vom Zentrum bemühen sich um die Wette, ihren Antrag vom 18. De- zember als ganz harmlos hinzustellen. Vergebliche Muhe. WaS den Unwillen deS Volkes hervorrief, war die Nebenregrerung der Herren Roeren, Erzberger ufw., war daS Enipfinden, das Zentrum bei seinen Abstimmungen immer Vorteile sur uch selber herauszuschlagen sucht. DaS Wort .Kuhhandel- ist doch nicht erst seit heute und gestern. Beim Zolltarif hat daS Zentrum durch seine Gerstenzoll-Anträge etwas einzuhandeln gesucht. Vielem von dem, was Fürst Hatzfeld sagte, kann man Mich von unserer Seite durchaus zustimmen; da ist die Möglichkeit be» ZusammenarbeitenS durchaus gegeben. Wenn Herr Winkler aber versucht hat, unS eine Gardinenpredigt zu halten, so mochte ich mir doch einen andern auSsuchen, mit dem ich zusammengche. Wahlbündnisse nehme ich niemand übel. Allerdings, eS sollte da aber auch Grenzen geben. Denn Freisinnige einen Herrn von Oldenburg wählen, so ist das eine Sünde wider dcn heiligen Geist des L'bcralismus. Noch schlimmer ist es freilich, wenn die Sozial- demokraten Blumenthal und Quidde durchfallen lassen, um Zen- trumsleute zu wählen. Sie (zu den Soz.) hören ja, tote anc Zentrumsabgeordneten sich jetzt ihrer Verdienste um den Zolltarif und alle die anderen Tinge rühmen, die Sie für Sunden halten. Und wenn Sie etwa die Stellung zur Kolonialpoliti! meinen so haben Sie ja jetzt gehört, wie die Herren vom Zentrum jetzt ihre Loyalität beteuern, und daß sie jeden Mann und jeden Groschen bewilligen (Seht gut), und daß die ganze Auflösung eigentlich nut ein Mißverständnis gewesen sei. (Heiterkeit.) von einem .Block haben wir in unseren Wahlkreisen nichts bemerkt. Im Gegenteil, die Konservativen haben unß fräfiig bekämpft, Herr Gamp kam selber dreimal zu diesem Behuf in meinen KreiS. Geld ist unter uns von der Regierung auch nicht verteilt worden. Tie Sozialdemokraten haben bei ihrem Zusammengehen mit dem Zentrum schon gemerkt: .Qui mange du pape, en meurt!- Und das werden sie bei weiteren Wahlen noch mehr zu spüren bekommen. wäre auch hrtrrefiant, zu erfahren, wer wohl der .Nordd. Allg. Ztg.- die Abonnementsgebühren für dis vielen Freiexemplare ersetzt, die in der Wahlzeit versandt wurden, und wieviele Beamte auS Etatsmitteln mit der Abfassung von Wahlbroschüren beschäftigt wurden, auch jener Broschüren mit der Unterschrift .Ein Katholik"? Tarin kommt auch daS Wort .unsere allerheiligste Religion-, ein Ausdruck, den ich noch nie von einem Katholiken gehört habe, vor. Niemals hat ein Beamter soviel in Politik gemacht, wie der jetzig« stellvcrttetend« Kolonialdirektor, ^n bet zwölftausend Mark-Affäre hat der Reichskanzler feierlichst ver- sichert, daß niemals wieder solche Wege eingeschlagen werden sollten. Wer hat sie jetzt doch wieder eingeschlagen? Früher sagte der Reichskanzler: Cie kennen mich ja noch gar nicht! Jetzt kennen wir ibn gründlich. Ein Kopf mit zwei Gesichtern, ein Januskopf l (Heiterkeit.), Ein Paktieren mit den Sozialdemokraten haben am allenvenigsten Grund die Nationalliberalen unS vorzuwerfen. Wenn ihr heitzeS Liebesiverben um die Sozialdemokratie etwa» mehr Aussicht auf Erfolg gehabt hätte, ban würben sie sicher sehr gern ein Gcneralabkominen mit ihr geschlossen haben. (Sehr richtig! im Zentrum.) In seinem Sil- vesterpunschbriefe (Heiterkeit) hat der Reichskanzler noch den Kampf gegen Zentrum, Welfen, Polen und Sozialdemokratie proklamiert, und jetzt tut er so, als ob der Kampf der Sozial- demokratie allein gegolten und als ob er einen großen S,cg er- fcd}len habe. Da» Eingreifen der beiden Erzbifckiöfe in den Wahl- kämpf bedauere ich mit Rücksicht auf den Mißbrauch, der mit ihren Kundgebungen getrieben worden ist. (Sehr richtig im Zen- trum.) Tie Auslassungen eines dritten Bischofs, die sich gegen die Blockpolitik richten, sind natürlich von der gegnerischen Seile wohl- weislich verschwiegen worden. Der Block hat sich also diesmal an den erzbischöflichen tzirtrnslab fleflammcrt, um sich über Wasser zu halten. (Heiterkeit. Zuruf Nnkß: Dummheit!) Man sagt, daL freie Bürgertum habe den Sieg errungen. Wer war denn bei unS? Heloten etn«? Wir weifen also diese Ueberhebung znruck. Unser« Wähler sind «ben so gut tote Ihre. Und wenn von einem VolkSge-nchl geredet wurde, nun, wir Haden eine Million mehr Stimmen bekommen, al» Sie. (Im Haus« ist «S aber mittler- weil« immer leerer geworden. Die Mn le der Rechten finb von ihren Inhabern gänzlich verlassen, von den letzten 5 National- liberalen ergreifen 2 einen fluchtartigen Rückzug, die anderen 8 haben sich offenbar resigniert in ihr Schicksal ergeben.) Nachdem Redner über 2% Stunden gesprochen, betont et Plötzlich: Wir stehen nach wi« vor auf unfenn alten Clanbpunkt: Wenn Sie gegen uni ankümpfen, beißen Sie auf Grauttl (Beifall bei einigen ZekUruniSabgeorbneten.) Abg. Vokhekn (frelT. legen. (Gutl im Zentr.) Tie Zitate, die der Dbg. Gröber in crbrückender Fülle bet- gebracht hat, wollte man nicht al? beweiskräftig anerkennen, und gerade von der Seite, die gleickssallS als Beweise mit Vorliebe Qi täte verwendet, aus den .Sozialistisdien Monatsheften- u. a. Tic Zil-i- dieser Herten sind natürlich sehr beweisltäflig, übet die vnfeigen geht namentlich der Reichskanzler stets flüchtigen Ballettschrittes hinweg. Ter Reichskanzler beschwert sich darüber, daß man ihm Bruch bet Verfassung votwirft. Nun, ihm werden solche Vorwürfe n'cht gemacht. Wohl aber gehen derartige Anregungen von seinen Freunden au5. Man verlangt ba Aenberung des Rcichstagswahlrechts. Tie .Hamburger Nachrichten- haben offen basu aufgefotdert, ebenso manche Nationalliberalen. Tie Nalio- nalliberalen sind ja überhaupt Gegner unseres Wahlrechts. Tre .National-Zeitung- hat schon im Iahte 1895 geklagt, .daS allgemeine Dablrechi, sich selbst überlassen, verwildere mehr und mehr-. Unb auch M'qnel war auf diesem Gebiete ein seht unsicherer Kan. io,üst. (Zuruf: Auf allen Gebieten! Heiterkeit.) DaS gehört nicht hierher. Herr Ballin, sattsam bekannt, schreibt ja schon, ge- rabe jetzt sei eS Zeit, die Lage ausziinuhcn und eine VerfassungS- korrckiur oorzunehmen. Wittern Cie etwas, meine Herren von der L'nken? Tas gilt dem allgemeinen Wahlrecht; der Block t|t in dieser Frage nicht hasentein. Der Reichskanzler hat davon besprochen, daß er in Zukunft noch ein ganz anderes Lied bei den Wahlen fingen werde, als bisher. Das heißt, et will noch meh. in die Wahlen cingreifen; ich denke, was wir bisher erlebt haben, ist gerade genug. (Seht richtig!) Auch diesmal ist wieder mit allem Druck auf die Beamten «ingewirkt, daß ne für die Regierung bei den Wahlen eintreten. Auch die .Münchener Allgemeine Zeitung", früher eine seht angesehene gcitung, letz» ein Scherlblatt, hat in diesem Sim-e die Beamten zu beeinflussen gefügt. Wir protestieren aber entschieden dagegen, daß von unseren Beamten verlangt wird, fid) zu Handlangern und Spe-buben der Regierung herzugeben. (Beifall im 8ir.' Lärm rechts.) T s^'ichskanzlet hat ja sogar für die Wahlen Geld gesammelt. Wir haben freilich nichts bekommen, die freiniungen Parteien m m -nicht. Ob die Polen wohl etwas erhielten? (Heiter,citj Lö tzaven und verlangte eine unzweideutige Erklärung der Re- gierung. Schließlich ersuchte er um Auskunft, ob dem Landtage bald eine Wahlrechtsreform Zugehen werde; die Verhältniswahl habe sich in Württemberg bewährt. Abg. Neinhart erklärte gleichfalls die Zustimmung zu den Negierungsvorschlägcn, teilt allerdings die Bedenken wegen der Höhe des Immobilien- stempels. Staatsminister Ewald erklärte bezüglich der Schiff- f a h r t s a b g a b e n . das; die Stellung der hessischen Negierung iu dieser Frage sich nicht geändert habe. Welche Stellung die Negierung eventuell zur wirtschaftlichen Seite der Frage einnehmen werde, könne noch nicht gesagt werden. Man müßte dazu erst wissen, was an Stelle des Artikels Ö4 der Reichsverfassung etwa gesetzt werden solle. Weiter erklärte der Staatsminister bezüglich der Reform des LarrdtagLwahlrechts, daß er mit der Mehrheit der e r st e n Kammer wiederholt verhandelt habe. Er müsse jedoch zu seinem Bedauern sagen, daß er mit seinen Vorschlägen fein besonderes Entgegenkommen gefunden habe. Man scheine in der ersten Karniner nicht geneigt, den Beschlüssen der zweiten Kammer zu folgen, sodaß eine Aenderung der Vorlage nötig erschienen sei. Der leitende Minister hofft, im Laufe des Frühjahrs, vielleicht schon in den nächsten Wochen, dem Lause einen Vorschlag zugehen lassen zu können, auf Grund dessen sich eine Verständigung ermöglichen lassen werde. Auch wir wollen das Beste hoffen, haben iicües nach den Erfahrungen all der Jahre, die die Wahlrechtsreform nicht vom alten Flecke kommen ließen, nicht sehr viel Zutrauen aus Erfüllung der Wünsche des Volkes. Recht ausfallend war die Klage des B a u e r n b ü n d l e r s Wolf über die p o l i t. Betätigung von Beamten. Er beschwerte sich über die von einzelnen Beamten getriebene Wahlagitation und forderte von der Negierung nichts weniger, als den Beamten die Teilnahme am öffentlichen politischen Leben zu ulttersagen! Dieser Wunsch mußte um so überraschender wirken, als dadurch in manchen Wahlkreisen der Bauernbund seine eifrigsten Agitatoren verlöre. Wolfs Fraktionsgenosse Korell wies auf die andauernde Notlage des Bauernstandes hin. Aba. Orb (Soz.) legte dagegen Verwahrung ein, daß man Sozialdemokraten nicht als Bürgermeister unb Beigeordnete bestätige. — In der Spezialdebatte war u.a . die Losholzfrage nicht ohne Bedeutung. Es handelt sich dabei u. a. um altes Ortsbürgerrecht in Oberhessen, für das anno 30 des vorigen Jahrhunderts Bauern mit Dreschflegeln und Sensen gegen die Standesherren zu Felde zogen. Mehr und mehr wurden allmählich die Losholzpreise derartig in die Höhe geschraubt, daß von der Eigenart des Losholzes — billiger Preis — nichts mehr zu merken ist. Es ist natürlich, daß die Losholzberechtigten nun auf eine Vergünstigung (die „Wohltat" des Losholzes) verzichten, welche fast aufgehört Lat eine solche zu sein, zumal, wie der Bauernbündler Brauer darlegte, das Losholz qualitativ zurückgehen soll. Dann saß die Kammer zu Gericht über den Leiter des Darmstädter H o f t h e a - ters) Generaldirektor Werner. Der Darmstädter Abg. Dr. Osann kritisierte die durch den „Fall K a s ch o w s k a" in ihrer ganzen Mangelhaftigkeit entblößten Zustältde an der Hess. Hofbuhne. Das Laus war einig in der Verurteilung dieser Mißstände; aus der Mitte kam sogar der Zuruf: „Das ist ja skandalös!" Starken Eindruck machte es auch, als der nationalliberale Abg. Reinhart erklärte, daß er auf das Tiefste empört gewesen sei über die Behandlung, die man gegenüber einer Künstlerin vom Range der Frau Kaschowska beliebt habe. Ein Lof- -theater müsse nicht nur in Kunschingen ein Musterinstitut sein, sondern auch in seiner geschäftlichen Leitung. Natürlich steht dem Staatsministerium fein Einfluß direkter Art auf die Leitung der Lofbühne zu. Man druff indessen wohl erwarten, daß der Etaatsminister Veranlassung nimmt, S. K. H. den Großherzog, dem die ganze Sache offenbar unbekannt ist, genügend aufzuklären. .Erwähnung verdient endlich noch die von allen Parteien des Hauses dem Präsidenten L a a s entgegengebrachte Ovation aus Anlaß von dessen 10jährigem Präsidentenjubiläum. In seiner Dünkesrede betonte der Jubilar mit Recht die Schwere des Prüsidentenamtes, das fordert, die richtige Grenze einzuhalten zwisck>en der für eine gedeihliche Fortführung der Geschäfte notwendigen Energie und der billigen, wohlwollenden Rücksichtnahme auf die Eigenart der Redner andererseits. Das Urteil ist einhellig, daß Präsident Haas in der Landhabung der Prä- lwialgcschüste ein Muster von Unparteilichkeit darstellt. ' Die Entscheidung des Bundesrats in der braunschweigischen Frage hat im braunschweigischen Lande eine gewisse Aufregung l^rvorgerufen. Die welfische „Deutsche Volksztg." nennt den Beschluß das Todesurteil des deutsck^en Fürstentums und meint, diö deutschen Fürsten hätten einstimmig das Legitimitätsprinzip zstm alten Eisen geworfen. Die „Braunschw. N. Nachr." aber, b/nen man Beziehungen zum Ministerium nachsagt, verzeichnen das Gerücht, die drei braunschweigisch en Reichs- tagSabgeordneten beabsichtigten, ihre M an d a t e n ie de r- zu legen. In diesem Falle würden, so meint das Blatt, ohne Zweifel bei der heutigen Lage im Herzogtum drei Sozialdemokraten als braunschweigische Vertreter ihren Einzug in Berlin halten. Man wird ferner abwarten müssen, welche Schritte der Herzog von Cumberland nun unternehmen wird. Der Regent- schastsrat berief den braunschw. Landtag zum 12. März ein. Die vor Beginn der Reichstagsverhandlungen vollzogene Einigung der drei linksliberalen Gruppen zu einem Fraktionsverband sand in der liberalen Wählerschaft freudige Zustimmung. Am Samstag hiaoen sich auch im preuß. Abgeordnetenhaule die Freis. Volts Partei und die Freis. Vereinigung auf Grundlage der Vereinbarung, die die Fraktionen der liberalen Linken im Reichstage getroffen haben, zu gemeinsamer parlamentarischer Arbeit vereinigt. Die erste gemeinschaftliche Fraktionssitzuug hat bereits statt- gesunden. Zwischen dem Linksliberalismus und der national- liberalen Partei dürsten sich m/it der Zeit wohl auch herzlichere Beziehungen anbahnen lassen, worauf die Worte des Abg. Dr. Friedberg bei der Feier des 40 jährigen Jubiläums der Gründung der nationalliberalen Partei hinzuweisen scheinen. Fürst Bülows Glückwunschschreiben, das die Worte enthält, die dcationalliberalen könnten ihrer ehrenvollen Vergangenheit jeM in lichter gewordener Gegenwart gedenken, war ein bedeutsames Zeichen der Zeit. Die Beilegung des französisch en Kirchen Krieges wurde durch den Vatikan abermals vereitelt. In der Beschlagnahme der Papiere des Nuntius Acontagnini scheint sich die Republik eine starke Waffe gegen Rom gesaxaffen zu haben. Die wichtigsten beschlagnahmten Dokumente betreffen die Tätigkeit, die Montaguini auch nach dem Abbruch der Beziehungen zwischen Frankreich und dem Vatikan entwickelt haben soll, und zwar hauptsächlich, um die Reise des ztönigs von Spanien nach Paris zu verhindern. Der Vatikan stellt dagegen alles in Abrede. Ein; römische Depesche Der „Köln. Volksztg." sagt folgendes: Die neuesten Enthüllungen aus Den beschlagnahmten Papieren Mon- tagninis sinD völlig wahrheitswidrig. Der Briefwechsel des hl. Stuhles mit einigen Mächten über deren Beziehungen mit Frankreich sind teils vollständig frei erfunden, teils tendenziös entstellt." Gleichzeitig mit Der Meldung von dem Friedensschluß in D e u t s ch -S ü d w e st a s r i k a kamen aus Britisch- Südafrika die Nachrichten von den Wahlen zum Transvaal- Parlament. Botha, der ehemalige Burengeneral im Feldzug gegen die Briten, hat die Kabinettsbildung übernommen; damit scheint eine friedliche Entwicklung der Zukunft Transvaals gewährleistet. Eduard Solomou, der Präsident der Nationalistenpartei, ist als Minister der öffentlichen Arbeiten neu in das Kabinett eingetreten. Smuts wirs Kownialselretär und Bergwerksminister, Advokat de Villiers Justizminister. In Rußland gelang es den oppositionellen Parteien, die Mehrheit der Duma zu gewinnen; doch dürfte der Charakter der zweiten Duma im ganzen nicht so radikal-revolutionär sein wie beteilige der ersten. Nach nunmehriger Festsetzung wird die Eröffnung der Duma morgen stattfinden. Die unaufhörlicheii Meldungen von tödlich verlaufenen Attentaten, wie gegen b/it Gouverneur Von Krasnojarsk, ferner gegen Gendarmeric- chc;s und Gendarmen, gegen den ehemaligen estlandischen Ritter- schaitshauptmann und Mitglied des 'Reichsrates Baroii Budberg, Besitzer des Gutes Wannemois, die tödlichen Raubüberjälle auj Kassierer usw., das Attentatsversuch gegen den Großfürsten Nikolas Nikolajewitsch in Zarskoje Sselo, alle diese grcuelvollen Ereignisse zeigen, daß die Unsicherheit im Lande noch unverändert ist. In zahlreichen Provinzen wütet die Hungersnot. In, Petersburg erregte ferner der Selbstmord des Sohnes des früheren Ministers des Aenßern Giers Aussehen. Auf offener Straße erschoß sich der junge Offizier vor den Augen seiner Cousine. Zer Etat im Reichstag. R. Berlin, 2. März. „Es geht mit gedampfter Trommel Klang" — so erklärte heute der bayer. Zentrumsmann Dr. Schädler — „aber nicht beim Zentrum. Denn diese Partei hat leine Ver- anlasiimg, das Forte ihres politischen Alarschlicdes herabzu- stiinmen . . / Und der behäbige Bainbergcr Domherr be<= mühte sich redlich, dlirch derbe Spötteleien über die National- liberalen und über den .Konzertmeister des neuen Alehrheits- O'chestecs", den Fürsten Bülow, von der ungetrübten Stimmung im Zentrum Zeugnis abzulegen. Trotz alledem war ein gewisser „elegischer Unterton", mie jüngst beim Abg. Gröber, in der Rede miverkennbar. 9)ian kann nicht darüber Hinwegtäuschen, daß das Zeiitrum sich als Opposilions- pnrtci, mindestens einstweilen, unbehaglich fühlt. Es saß oequcuicc in der Sonne der Regierungsgunst. Tie Rückblicke in die politische mit) parlamentarische Geschichte früherer Jahrzehnte, die immer wiederholten Versuche, die Gefahr des Kulturkampfs und der Wahlrechtsäuderung als drohend hin- zustcllen, waren nicht geeignet, die Saalflucht zu verhindern, zumal am sechsten Tage der Debatte, iuo kaum mehr als rednerische Nachlese geboten werden konnte. Tas dröhnende Pathos Dr. Schädlec's weckte förmlich ein Echo in beni halblceren Sitzungssaal. Soweit Konservative anwesend ivaren, rvandten sie ihr Interesse dem ältesten Mitgliede ihrer Fraktion und zugleich des ganzen Reichstags zu, Herrn v. Winterfel dt-Alenkin, der heute das 84. Lebensjahr vollendete. Ein prachtvoller Bliimenstrauß zierte den Platz des Jubilars. Wenn übrigens Dr. Schädler gehofft halte, Fürst Bülow werde sich die „Strafpredigt" anhören, so erlebte er eine Enttäuschung. Stunde aus Stunde verrann, der Platz des Kanzlers blieb leer. Unverdrossen aber sprach der Redner weiter. In den Wandclgängen eniitaub mittlerweile das Gerücht, das Zentrinn wolle Obstruktion treiben in dem Sinne, daß es so lange imb so gründliche Rednei vorschicken werde, bis Fürst Bülow der Partei erneut Antwort stehe, roomit nebenher die Etatsdebatte verschleppt werden könne. Da zunächst noch 9(bg. Frhr. v. Hertling, einer der „nationalen" Katholiken, auf der Rednerliste steht, ist aber wohl auzunehnien, daß der Kanzler auch desicu Rede wird abwarten wollen, die ihm Material zu einer umfassenden Entgegnung auf die Zentrumskritik bieten dürfte. Dr. Schädler konnte sich eine besondere Ironisierung des Kolonialdirektors Ternburg nicht versagen. Er sprach u. a. mit deutlicher konfessioneller Anspielung von dessen „orientalischer Phantasie". (Lärm links). Das veranlaßte den nächsten Redner, Abg. Gothein (Fr. Ber.), an die besseren Gepflogenheiten der alten Zentrumsführer, wie Reichensperger, zu erinnern. Dein Abg. Gröber hielt Gothein vor, daß in Württemberg gerade das Zentruin gegen die Verbesserung des Wahlrechts angekampfl habe. Und ein Volksvertreter wie der Volksparteiler Haußmann sei von dec Sozialdemokratie befehdet worden. Wer so im Glashause sitze, solle doch nicht mit Sternen werfen. Die kons.-lib. Paarilng gewann aber auch ein seltsames AuS- ehcn, als Gothein die Wahlabenteuer in seinem vor- pommerschen Mandatsbczirk, wo ihn die Konservativen heftig anfeinden, zum besten gab. Wiederholte Ohorufe der Agrarier zeigten, daß unter den alten Gegnern von rechts und links Die Friedenspfeife noch lange nicht die Runde gemacht hat. Namens der Negierung sprach wiederum Graf Posa- dowsky. Er zerstreute die Wahlrechtssorgen, die neuerdings gestützt wurden auf Stellen in den Memoiren des Fürsten Hohenlohe. Am lebhaftesten war der Schluß der Sitzung, denn es geht in dieser interessanten und bewegten Zeit nun einmal nicht ohne hitzige persönliche Bemerkungen. Die Zentrumsmänner Gröber, Erz berg er und der „Fraktionspoet" Kohl aus Bayern kreuzten die Klingen mit den Abgg. Gothein und Wölzl (nl.), letzterer ein Mitglied des Münchener Magistrats. Erzbcrger gab bei dieser Gelegenheit seinem Groll gegen den Chef der Reichskanzlei, v. Loebell, nochmals scharfen Ausdruck. PoMrsche Lagesscharr. lieber das Alter unserer Reichstagsabgeordneten entnehmen wir den uns von Hermann Hillger in Berlin W. 9 freundlichst zur Verfügung gestellten Aushängebogen von Kürschners Deutscher Reichstag 1907, das am 7. Marz allgemein zur Ausgabe gelangt, folgendes: Im Reichstage ist insofern eine Verjüiigerung eingetreten, als die Zahl der 40- bis 50 jährigen zu Ungunsten der 50- bis 70 jährigen nicht unwesentlich gestiegen ist. Es waren alt: 1898 1903 1907 A. über 80 Jahre 2 1 2 B. 70—80 13 12 12 C. 60—70 71 75 66 D. 50—60 137 142 134 E. 40—50 126 119 137 F. 30-40 43 46 42 G. unter 30 „ 2 2 3 Nunmehr gehören dem Reichstag bereits 25 nach 1870 geborene Abgeordnete an. Nach Parteien verteilen sich die Abgeordneten auf die Altersklassen folgendermaßen: A. 1 Konservativer, 1 Zentrum; B. 3 Konservative, 1 Wirtschaftliche Vereinigung, 1 Natioualliberaler, 2 Freisinnige, 1 Freisinnige Volkspartei, 2 Zentrum, 2 Polen; C. 14 Konservative, 6 Neichspartci, 2 Wild-Konservative, 10 Nationalliberalc, 3 Freisinnige, 2 Freisinnige Vereinigung, 1 Volkspartei, 21 Zentrum, 7 Sozialdemokraten; D. 22 Konservative, 9 Reichs- Partei, 4 Wild-Konservative, 4 Wirtschaftliche Vereinigung, 2 Neformpartei, 22 Nationalliberale, 7 Freisinnige, 1 Frcis. Vereinigung, 2 Volkspartei, 2 Wild-Liberale, 37 Zentrum, 1 Elsässer Zentrum, 1 Welse, 4 Polen, 1 Unabhängiger Lothringer, 15 Sozialdemokraten; E. 15 Konservative, 7 Neichs- parlei, 3 Wild-Konservative, 8 Wirtschaftliche Vereinigung, 3 Rcfornipartei, 17 Nationalliberale, 13 Freisinnige, 5 Freis. Volkspartei, 4 Volkspartei, 2 Wild-Liberale, 1 Däne, 31 Zentrum, ' Elsässer Zentrum, 9 Polen, 1 Unabhängiger Lothringer, 15 Sozialdemokraten; F; 3 Konservative, 4 Wirt- schriftliche Vereinigung, 1 Reformpartei, 3 Nationalliberale, 2 Freisinnige, 5 Freis. Vereinigung, 11 Zentrum, 2 Elsässer Zentrum, 4 Polen, 1 Unabhängiger Lothringer, 6 Sozial- demokraten; G. 1 Wirtschaftliche Vereinigung, 1 National- liberaler, 1 Pole. Die 10 ältesten und 10 jüngsten Abgeordneten sind: v. Winlerfeldt-Meukin (geb. 1823), Graf Hompesch, Fürst Junbausen, Traeger, v. Strombcck, Dr. Lender, Boltz, Gluer, v. Staudy, Schi oder. — Dr. Slruwc, Tr. Mayer- Kausbeuren, Becker-Arnsberg, Dr. Potthoff, Seoering, Ecz- bergcr, Dr. Pfeiffer, Tr. v. Alleczkowski, Dr. Böhme, Tr.Strcse- maiui (geb. 1878). Zins und Land. Sprechstunden bet Redaktion 11-1 Uh-r oorin., ■ ,-7—i/28 Uhr abds. Gießen, den 4. März 1907. * Personalien. Sc. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den Vorstand der Nünisteriatregislratur des Ntlmste- riums dec Finanzen, Regierungsrat Wbolf Adrie, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt und den Steuerkom- inissär deS Steuerkommissariats Offenbach, Regierungsrat Chrlstlall Braun, zum ständigen HütsSacbeiter bei der Ableitung für Steuerwesen des Ministeriums der Finanzen und jum Vorstand der Registratur dieses Riinisterlums ernannt. Technische Hochschule. Se. Königl. Hoh. der Groß Herzog hoben den orvenll. Professor dec Malhematik an der Technischen Hochschule, Geh. Hofrat Tr. Siegmund Gundelfinger zu Tarmstadt, auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen, mit Eifer und Treue geleisteten sehr ersprießlichen Dienste, in den Ruhesiand versetzt. • • Eine Sitzung deS ProvinzialausschusseS findet Samstag, 9. d. Nits., vorniittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage des OctSarmenverbaudes Gießen gegen den Oltsarmenverband Queckborn ivegen Unterstützung des H. Schuiidt VIII. aus Queckborn. 2. Heranziehung der Gemeinden zu den Kosten des Ge- tändeerwerbs für die Otebenbahn Butzbach —Lich. • * D i e Gerichtsvollzieher - Aspiranten- Pcüfung bestanden hat Feldwebel Bonse in Gießen und die Prüfung als Gecichtsschrelber-Aspirant Hch. Richter in Butzbach. *'Gerichtsvollzieherwünsche. Die hessischen Gerichtsvollzieher haben an die 2. Kammer eine Eingabe gerichtet, in der sie unter ausführlicher Begründung bitten, dahin zu wirken, daß 1) den Gerichtsvollziehern ein 9!ettogebührencinkonnnen steigend von 2000 bis 4000 M. staatlich garantiert wird; 2) das pensionsfähige Dicnsteinkommen der Gerichtsvollzieher, welches zur Zeit ohne Unterschied dec Dienstjahre 2600 M. beträgt in Stufen nach Dienslaltersktassen auf 2000 M. bis 4000 M. festgesetzt wird; 3) den Gerichtsvollziehern bei Versetzungen Üiiizugskosten in gleicher Weise wie den anderen Staatsbeamten geivährt werden. • * Teuerungszulage für Ortskrankenkassenbeamte. Der Vorstand der Bezirksgruppe Hesien- 9!assau und Großherzogtum Hessen dec Octskcaiikenkassen- bcamten hat n. d. Hess. Bearntenztg. an die Vorstände der Ortskrankenkassen eine Eingabe wegen Gewährung einer Teuerungszulage gerichtet. Tarin wird u. a. erwähnt, daß ein Angestellter bei der Ortskrankenkasse Offenbach em Haus- haltungSbuch geführt habe, wonach er tm Jahr 1906 125 Alk. 64 Pfg. mehr aufwenden mußte als im Vorjahr. Die jährlichen Ausgaben betrugen bei einer Familie von 4 Kopsen 2764 Al. 35 Pfg. im Jahr 1906, wobei besondere größere Anschaffungen von Kleidern rc. noch nicht gemacht worden sind. Eine Vergleichung im einzelnen ergibt ziemlich gleiche Ausgaben für Fleischbezug; dies wird damit begründet, daß infolge des höheren Preises das Quantum reduziert und ein Ersatz in den Milchprodukten und Alehl- präparatcn gesucht wurde. • * Kriegsmarine-Ausstellung. Eine hochinteressante Veranstaltung, eine Kriegsmarine-Aus- ftellung wird augenblicklich vom hiesigen Marineoerein vorbereitet. Dec Ausstellungstecmin wird demnächst bekamst gegeben. Das Verständnis für unsere Flotte, von der sicherlich einst noch Deutschlands Zukunft abhängen wird, zu fördern und dadurch das Interesse des deutschen Volkes für das Seewesen zu heben, ist der Zweck der Ausstellung, die mit größter Sorgfalt und Sachkenntnis von Herrn Kapitän- (eutnant d. N. Mumm in WildeShausen zusammengestellt ist und in geschloffener Kette in fast allen größeren Städten Alittel- und Süddeutschlands veranstaltet wird. Die Ausstellung, deren Oberleitung sich in den Händen des Herrn Alumm befindet und die von Militär- und Zivitbehörden die weitgehendste Unterstützung erfährt, erweist sich als außerordentlich anziehend. Der Besuch ist überall sehr stark, dank auch dem verhältnismäßig sehr niedrigen Eintrittspreise, u. a. wurde die Ausstellung in Hildburghausen von 25 000 Personen besucht. Bei dec rasch wachsenden Volkstümlichkeit der Alarine und der Bedeutung der Ausstellung wird auch hier auf einen starken Besuch zu rechnen sein. Es sei noch bemerkt, daß der am Schluß der Wanderausstellung etwa sich ergebende Reingewinn dem deutschen Flottenverein zufließen wird. — Wieseck, 4. März. An Bewerbern für die bevorstehende Bürgermeisterwahl ist kein Alangel. Jetzt schon werden 5—6 Namen genannt und es ist nicht ausgeschlossen, daß bis zum Wahltag noch andere Kandidaten ausgestellt werden. Der von anderer Seite genannte Gerichtsvollzieher Seibel kann schon deshalb für tue Wahl nicht in Betracht koinmen, weil er fett Jahren den hiesigen Verhältniffen fremd geworden ist. Wie man hört, ist die Einberufung einer Bürgeroersannnlung behufs Stellungnahme zu der Wahl beabsichtigt. k Staufen berg, 4. März. Heute nacht gegen 1 Uhr brannte die Hosreite des Landwirts Heinrich Zecher IV. gänzlich nieder. Das Vieh konnte bis auf 2 Schafe gerettet werden. Anscheinend liegt Brandstiftung vor, jedoch ist der Täter noch nicht ermittelt. = Friedberg i. H., 1. März. Die Stadtverwaltung hat der hiesigen Gewerbe-Akadenire ein neuesAlasch inen- Laboratorium erbaut, das unter der Leitung des Dozenten Jmmerschltt dem Stand heutiger Technik und Wissenschaft entsprechend eingerichtet wurde. Dieses neue Laboratorium wird im Sommer-Semester in Benutzung genommen. d. 1907. 9l h r; öen giÖui ’ein 1 1 leueil°m- ' ^icrunnsrot Vcl bf^- §T".anM und ft? ? eni(lllnl- W V°h. der P^'^°S»'UNd Jad31*. unter S t.lmb 5ln,c 9c« ^ubelianö ver^t L^usschussez y 111,1 folgender lIaörmcnüerbanöe3 5nb ^uecfborn l* Qu5 ^utdborn. ^°!len des ise, ^"8bach-Lich. '^iPiranten.* 1 Ie *u Sieben und ■ Hch. 9lid)ui m C|uger, 6 9°iicr '"9, 1 ib la /.Wionat. (fleb. Ä9Je« vtaf l0K«r.a!J: )t Die hessischen ^mmer eine Em. Begründung den Lerchsvoll- !»d von 2000 bis das pensmssähige welches zur Zeit !• beträgt in Linien >is 4000 M. sest- n bei Versetzungen n anderen LlaatS- OrtSkranken« fyirtdgruppe Wn« Ortsfrantofofien« die Vorstände k tSeroätjiMxvo, tun . a. erwähnt, boj 2^rndach ein Hau?, t im Jahr 1906 le als im Voyahr. einer Familie von 306, ivobei desondere noch nicht gemacht leinen ergibt ziemlich dies wird damit ieiseS das Quantum obufiin und Mehl« ung. hoch' zsinarrne-Lus- nMarineoerein ) demnächsi bitonni otie, von dnWr« Mangen roiib, y )eutschen Volles M der Ausstellung, die ion *11«: i -usainmengellem I -i wick erbern sü o («**& ante Mr A^ach di- w’ ,hw° iu b,t ts Heinncho eteii!i ««XrS"'“" ungcöt/ °ei»"k^ÄD^! Techno ui Uöborflton Handel des 97.60 Elektriz. 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Tie Katastrophe fand um 6 Uhr morgens stall, io da ff durch .^rofl en, cnfirrHcbc- Ur.-' j-f pnlj!,'ni "-n-.de. ^hervorragend bewährt bei Miirz. Anfaneaknrse. Hnrpcner Bergwerk. Lanraliütte . . Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd . . . Tiirkenlose . V Darm Katarrh r Diarrh Brechdurehfall ^7« 39J H »I 220.25 237.— 3').— 129.80 146.20 im Betrage von Mk. 10.— an. Feste Preise. Umtausch gestattet Tendenz: ziemlich fest. Berliner Böb-m-, 4 Grossh. Hess. Hoflieferant Eiessesi Untertertia der Obcrrcalschulc eine Untertertia bcS Resormrealgymnaiin m s '. E. t-'ct'n . 186 80 . 136 80 . 242.70 . 82.70 155.60 4% 4XL 4 u 4%' 3?v 3% Te’efonäscSw Kursberichte Giessener Anzclcors, niitgeteik von der Bank für und Industrie, Giessen. "Frankfurter Bör*e. 4. März. 1.15 Uhr. Harmoniums —: Haupt-Vertretung von Bechstein Klavierspielapparate: Spezialität: Rudolph-Patent-Pianmos mit bis jetzt unerreicht guter Stimmhaltung Elektriz. Schlickert . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Berurwirk . Uambur*_r- Anierik. 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Ter Angeklagte halte im Jahre 1905 den Acchtsauivalt Müller w. Velbert auf" Pistolen gefordert, weil dieser ihn indirekt der Unwahrheit be- ■j.hiint bniie." -'.'u'ch'-r hak -ndei cn d>e c ■ c; m. Öestcrr. Gold reute. . 'n Oesterr. SilbeiTente Ungar Goldrente . . Italien. Bente . . Portugiesen Serie l . Portugiesen III russ.Staatsanl. 1905 ' „ japan. Staatsanleihe Conv. Türken von 19u3 Berliner Haudelsges DannstÄdter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat Bank 1 »iskuiito-Koininandit. Dresdner Bank Kredituktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisen Lahn . Gotthardbalin . . Lombard. Eisenbahn tiesterr. Staatsnaun . Für Konfirmanden und Kommunikanten M . • ’S - S-V-?,. M CharWa - 1 .ia^^ Perfteigerung DicnStag, den 5. d. M. nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung 1. Gemäß der § 1234-1240 des Biiraerl. Gesetzbuchs: 1 Nähmaschine, 1 Korb mit Sämereien , 1 Korb mit Waschschwämme, 2 Firmenschilder u. ! il S. 2. Im Auftrag der Konkursver- waltung des W. Schlitz dahier: 1 Schüttelavparat zur Mineral- wafferfabrikntion. Die Versteigerung findet bestimmt statt. , (1447 | Vorn, Gcrichtsvollzieher.__ Holzve rsteigeru n Montag, den 11. März I. Fs. werden aus den Distrikten JrrHausküvie, Tiesstruth, Lagebäum und Rotheberg der Forftwartet Li6C*@tämme:l@e IV. SL - 0,26 8m. 0 ®6e VL St.-1,81 8m. 31 Erle VI. Kl. = 4Z0 Fm„ 1 Kiefer V. Kl. = 0,35 Fm-, 17.Flchten III., IV. und V. Kl. = 9,12 Fm. Nutzreisig:, 31 Rm. . Knüppel Rm.: 25 Buche, 43 Hainbuche, 170 Eiche [Hiervon 18 Rm. 2m langh 1 Birke, 16 Erle, 18 Kiefer, 3 Fichte II. Kl. Knutzpelretsig Rm.: 112 Eiche. Glewöhnlich Reisig Rm.: 241 Buche, 10 Efche, 32 Eiche 1. Durchforstung, 31 Erle, 9 Fichte lBoHnenitangeni, 9 Lo'e Kiefern- schlagreisig. Stöcke Rm.: 23 Buche, 44 Eiche, 22 Nadecholz. Das in den Distrikten Tietstrulh und Langebaume zerstreut sitzende Holz wird mcht vorgezeigt und das blau unterstrichene nicht versteigert. Das Nutz- und Brennholz in 2. tesstruth tst nut eurem blauen x bezeichnet Beginn der Beriteigerung 10^0 vpnmtta^g am Eisenlaulew eg bei Nr. 1267. Weitere Austunst erteilt Grogh. Forstwart Schwül zu Eichelsdorf. Eichelsdorf, den 1. Marz 1907. . B4/, Groffh. Obersörsteret Erchelsdors. -Dt a n n. ju» Haarausfall! Haarfrassl Haarspalte! Kahlköpfigkeit! Ammer rind immer wieder greift man zu dem einfachsten, alten und. viel erprobten M Weudelste ucr.^äu^neris ^rennessel- Apirituö ? A u S d e m S ch l i tz e r L a n d, 3. März. Aus dem vereisten Meqe zum Schlitzer Bahnhof erlitt der Hansbursche dcS .Hotel «Weißes Roß", Krug, durch SluSglcitcn einen Beinbruch. — Dein Orte Niederstoll, daS seither mit dem Dorfe Uetcham'en gemeinsam verwaltet wurde, genehnngle man höheren Ortes Eigcnvcrwaltung. Zum Bürgermeister rourbc vor furfcm Herr 21. Ritz -1-w-ihlr. Set der, letzte Woche abgehaltenen Beigeordnctcnwahl wurde Herr ft. -nanz gewählt. * Schmiedcmstr. N. Fink erhielt nur zwei Stimmen weniger. Sehr zu bemerken ist, das; an einem so kleinen Orte der Beigeoidnetenposlcn so begehrt ist, daß zwei Wahlgänge stattfinden mußten. — Der Bohrturm in der Gemarkung Pfordt, wo man außer einer Salzquelle auch Salz lager fand, wird gegenwärtig abgebrochen und zu weiteren Versuchen in kurzer Entfernung von dem allen Platz wieder aufgcstellt. — Wie jedem alten Schützer bekannt sein dürste wird von unserem Kirchtiirmc an jedem Vlorgen durch die Stadtkapelle cm Choral geblasen. Viele Bewohner unserer Stadt waren erstaunt, am 1. März dies Konzert in auffallend bemerkbarer Weise zu hören, ftapellmeister NernHardt hatte es sich nicht nehmen lassen, den Tag, an dem er vor 50 Jahren den ersten Choral vom Turme blies, durch verstärkte Kapelle und besonders ausgesuchtes Programm feinen Ntitbürgern in das Gedächtnis zu rufen. '(Marburg, 2. März. Unter dem 20. Februar genehmigte der Vlinister der UnterrichtSangelegenheiten die von den städtischen Körperschaften beschlossene Angliederung eineS 9te f ocm rea l gym nasi um s rat J)ie hiesige —der- rc-alschiilc. Demgemäß wird Tsterii an der SS8/. hv11/ per Flasche Mk. 0.75 1.50 u. 3—, ächt mit „Wendelstemer Kircherl," u. „Brennesfel". Kräftigt den vaarbodeu, reinigt ■/). I A von Ichuvvcn, verhütet den Haarausfall, befördert bei täglichem Gebrauche ungemein das Wachstum der Haare. , ar<„;___,(m n-n /. sn) 1 xn IJ Terpentin# l Seife > ä isr y F unsfreihg 8 [1 Giessen: Marktplatz 18 zi.Ä4; 6 n D MM Ein Ma» in allen modernen Geweben, trotz grosser Preissteigerung zu feiüiigen Freisen IW t I Giessener Konzert “Verein. Äusser Abonnement! Extra-Ko nz t Zrt Abonnement! im grossen Saale des Gesellschaftsvereins, Dienstag den ö. März 1907, abends 8 Uhr Kompositions-Abend gegeben von HENRI MARTEÄU unter Mitwirkung von Fran Tiily Cahnbley-Ilinken (Sopran) und den Herren EL Schmidt- ... Umzugs-Ausverkauf in Jagd-©erät- ® sssihafteFa, Portefeuillewarena © August Kilbinger, Seltersweg 19. Reinecke (Violine), Adelt Pörsken (Viola , Ernst Cahnbley (Violoncello) ans Dortmund. Programm. 1. Zweites Streichquartett op. 9 (D-dnr). 2. Acht Lieder für Sopran mit Quartettbegleitung op. 10 1. An Agnes 5. Liebeslied 2. Träneutropfen 6. Sunnenlied 8. AJa die Liebe kam 7. Träume 4. In dem Garten meiner Seele 8. Herbst Fran Cabnbley-Hinken und dio Herren: Marteau, Schmidt-Reinecke, Pörsken und Calfnbley. 3. Streichtrio op. 12 No. 2 (f-moll) für Violine, Bratsche und Cello. Rintrithknrfpn' ^atz Mk. 3.—, n. Platz Mk. 2.5O, HL Platz Mk. 2—, unnummeriert Mk 1.50, LnUlHllöW Lolli Stndentenkarten ML 1.— sind in der Musikalien-Handlung Ernst Challier (Rudolphs Nacht.) und abends an der Kasse zu haben, Studentenkarten auch bei Herrn Hausverwalter Bitter. & B ’/. Großherzogliches Amtsgericht. B4/. Braun. 1449 9 Marktstraße 5. 1165 Nein. 1480 ;ä -i garantiert rein und wohlschmeckend lose und tn Flaschen empfiehlt Lose A 2 M. 11 Lose 20 iü Porto und Liste 30 Pfg. 5 Losa mit Porto und Liste 10 M. versendet Gen.-Deblt Feri Schäfers^».. Lose auch zu haben bei den königl. Lotterie-Ein- nehmern u. allen Lotterie- und Cigarren-Geschäften. Viktoria Drogerie A d öfi t 6Ssi e äer Preise für Mitglieder bei Vorausbestellung I. Platz Mk. 2.50, JJ. Platz Mk. 2. HI- Platz Mk. 1.5Q, unnnmmeriert Mk. 1.— Jagd Verpachtung. Montag, den 11. März l. Js., nachmittags 2 Uhr, soll die der Gemeinde Rüddingshausen zustehende Wald- und Feldjagd auf weitere sechs Jahre auf hiesiger Bürger- jMeisterei verpachtet werden. \ Rüdd ingshausen, den 1. März 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Rüddingshausen. Bekanntmachung. Im Handelsregister, Abt. A. deS hiesigen Gerichts wurde ^heute bei der Firma August P. Christophersen zu Gießen folgendes eingetragen: Der Kaufmann Christian Ferdinand Christophersen zu Gießen ist dem Geschäft alS persönlich haftender Gesellschafter beigetreten und wird letzteres unter der Firma Gebrüder Christophersen als offene Handelsgesellschaft mit Beginn 1. November 1906 und Sitz zu Gießen wertergeführt. Gesell. Master sind die Kaufleute August Peter Christophersen und >Christian Ferdinand Christophersen zu Gießen. Aktiva und Passiva der Firma August P. Christophersen sind auf die Gesellschaft nicht übcrgegangen. Die Prokura des Christian Ferdinand Christophersen ist erloschen. Gießen, den 2. März 1907. iiiM-wimin zur Wiederherstellung der gSI Stadtklrcho zu Michelstadt 10. || Ziehung 6. April 1907 @3128 ficidgemeoiiflö Abzug ■45<*OOh. 1. Hauptgewinn Iwooo Mk »CT '£• lluupiyeulBn i 5 Mk. 820 Gewinne üi©O©O Mk. 58800 (.cwinnu WLO OdAtzS Mk. niiiK B iik L 11 Lobe 10 Mk- £ibvo * MU. | Porto u Liste 30 Pf versendet das Gcneral-Ooblt Ml xttirmar Llrassdurg I.c. J. OlUHIIU, Lanyestr. 107 gra'sowie die Köni^l. Preuss. W Lotlerie-Emnenmeru.allei KäLoiUne- und Zlgarrenvesoiialtej Erlen-Stammholz. Samstag, heu S. l. Mts., vormittags 11 Uhr werden auf hiesiger Bürgermeisterei 135 Erlen-Stämme von 19 28 cm Durchmesser und 4—14 m lang, zusammen 46,44 Fstm. (im Distrikt Hühnerling lagernd) in Submission, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen vergeben. Angebote sind bis zu genanntem Termine an uns ver- ?chloffen, mit Aufschrift versehen emzureichcn. Allendorf a. d. Lumda, den 2. März 1907. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda. ArbeitsÄergehzmg. Douuerölaa, den 7. März d.F. vormirragö 11 Ubr öffentlich vergelten werden. Arbcitsbeschretbuna und Bedingungen «egen zur Einsicht der Jnteresiemen bet und offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zmn genannten Beitpmckt an uns emzureichen. — Zuichiagsfriit 14 Lage. Gtelzen, den L Marz 1907. Städtisches Hochbauamt __Gerbet. Ntttzholzverkmsf der Kgl. Oberförsterei Notzberg (Post unb Station Dreihausen). ■ Drcitaa, den 15. März, von uwrgcnS v Mr ab kommen tn der Mlnk'schen Gastwirtschaft zu Drechausen öffentlich meistbietend Aum Berkaus: 1. Aus dem Oberwald bei Roßbera Distrikt S, 10, 11, 12, 13, 21, 25, 36, 42, 44 (3—4 kin bis Station Drechausen, 4—8 km bis Station Londorf) Eiche: 675 Abschnitte mit 445 Fm., 22 Rm. Nutzscheit, 15 Nm. Nutz- knüppel; Miesche: 3 Abschnitte mit OL Fm.,- 1 Fichte: HO Abschnitte mit 17 Fm., 246 Stangen I.—UI. Kl. 2. Aus Schulbezirk Roßberg-Weft. Distrikt 1, 4, 5 bei Hach- ;ßorn (6—7 km bis Station Fronhausen, 5—6 km bis Station Ebsdorf) I Eime: 164 Abschnitte mit 109 Fm., 2 Nm. Nutzscheit,- 1 Buche: 10 Rm. Nutzscheit. 3. Aus Schutrbczirk Roßberg Oft, Distrikt 49, bei Erfurts- chausen (3*/e km bis Station Schweinöberg) Se: 157 Abschnitte mit 136 Fm., 20 Rm. 9kutzscheit,- c: 0,5 Nm. Nutzscheit: Erle: 6 Abschnitte nut 1,6 Fm., 3 Rm. Nutzscheit. . Die Elchenstämme bilden zum großen Teil schöne Schneide- chlöcke, bewnders im Distrikt 10, ferner Bauholz, Gruben-SchweUen uuü Wagnerbolz. u«/ _____Ausmaßlisten gegen Schreibgebllhr durch die Obersörsterei. l Nur «Geld „ Schon am 19. tu 20 fflärz entpültl" Ziehung der Strassburger Gelflioüerle. Geldgewinne | Mk. AMOVW j„30000 „1OOOO 3169 tielilfltiWinna Zum Friihjahti halten wir unsere Baumschule bestens empfohlen und bitten um baldgefällige Aoltiäge. — Preisverzeichnisse umsonst. —— MITIN ML Eine wertvolle Neaeraug auf dem Gebiete der MAÜTPFLEGE bilden die nach Vorschrift des IJerniatoiugeM berge» teUten Wn-Präparale: wird von der empfindlichsten Haut vorzüglich vertragen, gibt einen wundervollen Teint, nut einen ausserordentlich angenehmen Dult und eignet eich ausgezeichnet zur Reinigung der zarteiiKindcrhaut. Preis pro stuck 31k. 1,—. tWäiiätffc-ürsniie angenehm parfümiert, für kosmetische Zwecke hervorragend geeignet, macht die Haut gesch uieiuig u.elastisch, fettet nicht ab. 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Die Gemeinde Llünzenberg verkauft einen ca. 16 Zentner schweren fetten Faselochsen auf dem Submissionswege. Kaufliebhaber werden ersucht, ihre Angebote bis zum 8. März ds. Fs. auf das Kilogramm Lebendgewicht bet der unterzeichneten Bürgermeisterei elnzureichen. 1463 Münzenberg, den 2. Marz 1907. Großh. Bürgermeisterei. Metzler. Holzsuvmission. ' Nachverzctchnetes Holz aus den Waldungen der Gemeinde Staufenberg soll auf dem Submissionswege vergeben werden: l. L Fichtenstämme von 80—09 cm Durchm., 4,60 Fm. 2. 10 , , 25—29 „ „ , 9,55 , 3. 206 , N 12—25 , „ ,58,12 , Es können Angebote auf baS gesamte Holz, als auch getrennt gemacht werden. Das Holz lagert in den Dlstrtkten Birken, Tieseubach und Strackeloh. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Matilm 1907 gestattet. Sonstige Auskunft erteilt Forstwart Zecher dahier« Offerten sind verschloffen niit der Aufschrift Holzsubmission bis zum 7. März 1907, nachmittags 3 Uhr auf hiesiger Bürgermeisterei emzurelchen, wo alSdauu Eröffnung siatlsindet. Zum Eröffnnngstermtn sind sämtliche Submstienten emgeladen. Staufenberg, den 28. Februar 1907. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. Stephan. [1383 BW-, Nutz- M BrtNhofflicrsleMriiH der Fürstlich Solms - BraunfeLö'schen Oderförsterei Hungeu in den Distriklen Fuchsstrauch unb Kirchhofsboden (Langenwald) unö Scheldeloch bet Dorf-Gill. Gs sollen versteigert werden: Mittwoch, den 6. März 1907 von vormittags 10*/« Uhr an: 4 Cichen-Sianune u bis 15 m lang, 22 bis 30 cm Drchin. — 2,21 Fstm., 4 Buchen-Stänune 5 bis 8 w lang, 37 bis 40 cm Drchm. — 2ß4 Fstm., 11 Fichten-Stamme 8 biß 12 m lang, 13 bis 19 cm Drchm. — 240 Fstm., 314 Fichlen-Derbstangen 7 bis 12 m lang, 8 bis 11 cm Drchm. = 16,00 Fsmu, 58 Nm. Fichten, Baum» und Bohnenstangen, (157 Stück Fichten mit 11,21 Fstm. liegen Gemarkung Grüningen am Pfahlgraben (Holzheimer Grenze) daL Holz wird nicht vorgezeigt). 91 Rm. Buchen-Scheitholz, 36 Rm. Buchen-Stockholz, 10 Rm. Eichen-Stockholz, 89 Rm. Buchen-Prügek holz, 11 Rm. Eichen-Prügelholz, 1518 Stück Buchen-Weüen, 800 Stück Gichen-Weüen. Die Zusammenkunft ist beim Bahnwärterhaus Gemarkung Garbenteich. B1/» Hungen, den 28. Februar 1907. Fürstliche Oberförsterei.__________________ IQa/öer- Stimmen Reparieren Polieren In tadelloser Ausführung durch llr/i Wilb. Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Pianohandlg. u. Reparatur- werkstätte. Seltersweg 91. „TaufenMstler" der neueste, praktischste Vervieb sältigungs-Avparat! Pat. in allen Kultur ,taten, arbeitet denkbar einfach, sauber u. schnell. Brosp. grat, burd) Bureau für Verwertung vat. Neuheiten, Dassel. 11030 Prima Svezialmarke, garantiert franz. Berschnitt, arztlid) empfohlen, per Literfiasche 2 Atk., ist der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. Feriler gelten meine sranzösisdien Kognaks unter Originalverschtusi als die besten, welche der Markt bringt. E. Dort, Walltorstr. 45. [1416 Konkursverfahren. Tas Möntürsueifaijien uuer den 9iachlaß des verstorbenen Kaufmanns Wilhelm Schomber von Gießen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins und Vornahme der Schlußverteilung aufgehoben. Gießen, d. 28. Februar 1907» Großherzogliches Amtsgericht. Bj/s Dienstag, den 5. ds. Mts., vor- mittags 12Uhr sollen zwei, feit 22. bezw. 25. ü.'l)itS. herrenloSein- gefangene Hunde, ein braun- und weihgefleckter ^Zagdbund" und ein^rlegsbund" auf der Polizeiwache meistbietend versteigert werden. Der Polizeiwachtmetster 14/8^MaSper., Central-Drogerie ex® Emil kam n _____Schulstrasse en