Wr. 181 Wrschetni täglich außer Sonntag-, Dem Gießener Anzeiger vcvben un Wechsel mit >em Kefsischen Landwirt Gießener Familien, blätter viermal in der Loche beigelegt und uveima! wöchentlich daß Krelsblatt für den Kreis Kietzen. Fernsprech-An- j chluß s. d. Redaßtion 112 Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gtetzeu. »nnahwe von Anzeigen iür die Lagesnummec bi- vormittags 10 Uhr. Erstes Blatt LT7. Jahrgang Montag 5. August 1907 /WÄ M A Bezugspreis: monatlich 75 viertel- GlchenerAnzeiger Verantwortlich Seneral-AuMger für Gbechessei! ZU Rotatisnrdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Such- und Ztelndruckerei. R. Lange. Ue-aition, Lrpedrttsn und Druckerei: Schulstraß« 7. Attzeig-ni-^^H^Deck. möglichen. Hoffentlich wird nun endlich mit dem Eintreffen des Gouverneurs eine Aera friedlicher und gedeihlicher Entwicklung einsetzen. Kießener Studenten-Krinnerungen Nachdruck verboten. Äte'S» vonV Jahren uw- gchmderli diesen Genüssen hingeben bürste. Nicht mehr weckt ilm wenn er noch morgens int besten Schlummer liegt, der Dcrhasuc Tow dcS ,ArmenslmderglöäckMs", daS ihn iwhl. odiw schlecht präpariert ins Gymnasium pust. Nein, frei, tret i)ö btI '“beiten wir glücklichen „Mpulesel" als wir im Linden. Hof unseren Abschiedskommers vom Pennvl hrelten Mich hielt meüe ". «irwühltL Studium der Philologie in der alten Mu en. siadt Gießen, in der ich 13 schölte Jahre dev Knabcnzeit Vern bracht halte und feierlichst warft ich in «M« allen L>aal« des Ättn es^ÄSÄSfA i“ Bestrafung eines Studenten, der mit den salbungsvollen Worten . Audivimuß quid em und dann fortfuhr, „daß man zwa^, in ÄikuttiviL Mndern^ Lund«ÄluL L e[JL ucbilbcter Jüngling seinen „Moloffei MI lteme Ztinoer uno alieÄchwach«! Mürlerchen loslassen Wime, das zu erfahren, das hu l ou m ö gelech-l, o Ferdinande Kundert; darum haben wer,dich bi^ über d°eu Litten Meilenstein .aus dem Weichbild NN crer Stadt verbannt," Bald darum .las ,»mn d^en atademl>cheit Utas in klassisches Axutsch übersezt i® Kiahdcradatsch und er „O >alte Burschenherrlichkeit, Wohin bist du geschwunden? — , Du kehrst nicht icieber, goldne Zeit, So froh und ungebunden!" So sang einst ein „bemoostes Laupt", das, wie es scheint, gesenkten Btiaes in das Philisterland zog, um entiveder „die fund'ge Seele sauszuschelten",, oder „ihr versallenes HauK zu flicken". Ja, unbeschreiblich^ ist der Zauber der Studiemahre, zumal vergoldet im lichten Scheine der Erinnerung an eme stoh genossene Jugend. EL nm vor, allem b-ie Freiheit, die der dem dumpfen Kerter oer ^ckMlstuben und env* engendem Zwange enthobene Pennäler! mit durstigen atmet. Nicht braucht er sich mehr.heimlich zu verbeten, wenn er seine Pieise schmjauchen will, nicht braucht er mehr m versteckte Stncipen zu schleichen, wenn er semen „Rundge ang beim Neckte HTieipeu ^„itzMrige^rimanert Ein andermal fehlte der luegen einer Schlägeriei vorgeladenc Interpret und als der Professor entrüstet nach dem Grunde seiner! Pflichtversäumnis fragte, gab ein sodalis die Antwort: „Ei, er hat einem andern den Körper verletzt!" ' Außer unserem strengen Seminardirektor wirkte aber noch ein anderer Professor mit, ein großer Lateiner, aber em putziges Männlein, „Quietsch" genannt, dem die Ungunst des Schicksals versagte, über die Schranke eines außerordentlichen Professors hinanszu kommen und der im ungeordneten JunggeseUen-i leben schließlich im Suff verkam Diesem mußten tmr ait einem bA immtenWochenhage unsere lateiNifchen ^hlnbungen ao*. liefern; er hatte dazu vor seiner ^tubentür eigens einen alten Zigarrenkasten zum Hineinlegen befestigt. aft ihren Weg zu den einsamen Gefangenen oft gefunden haben. Tvch -dieses „Schwert des DamokleS" verkümmerte uns den Genuss der Freiheit nicht. Ja, in gewissem Sinne galt sogar jefct ffc uns, ähnllch wie bei den römischen Ssiiturnalien, das Prinzip, der verkehrten Welt; bedienten einst im alten Rom an diesem Volksfeste die Herren die Skbaven, so machten uns retzt bei unseren Antrittsbesuchen dlie Professoren, hei denen ^mr Kollegien belegten, förmlich den Hof, jja sie begleiteten unS mit Kratzfüßen bis an die Haustür. Zwar eine Einschränkung unserer per,E lichen Freiheit mußten wir Philologen wenigstens uns in der Eflirichtting des philologischen Eiintrrs gefallen lassen. Dai wurden wir nicht viel besser gehalten als in der schule. die Interpretation eines griechischen oder latemischen Reihe nach um, und dazu mußten wir und bei dem tauben Untversitätsbibliothekar Sch. einen ganzen Stapel schwerer Folianten holen. Damit -beladen konnte es einem gehen, wie dem unbeholfenen Privatdozenten B., der auch unter beiden ckrmen mit Büchern und einem Regenschirm bepackt, höflich ^n Gruß erwidern wollte und dabei alles, Bücher, schirm und schließlia) seinen Zylinder fallen ließ, ja es hätte nicht viel gese./.t, da wäre er selbst die Aulatreppe hinuntergekollert. Als ich ;e.iiunal bbi einem Professor die Anfrage stellte, ob man nicht zum wrt eUws solchen Apparats einen StaaMarren zur BerfügunS stellen könne, sah mich der ehrwürdige Herrbefremdet an, als ob ich einen schlechten Witz machen ivvlle. Also täglich, morgens uni 9 Uhr, mußten wir zu dem zwangsweise befohlenen Seminar antreten und unweigerlich, wenn einen die Reche traf, die Prä- lvaration in lateinischer Sprache übernehinen. Da gab s bei dem gestrengen Semiwrrleiter L. keine Entschuldigung. Eine solche ' wagte einmal ein sodalis hinnamsmus, - so wurden wir, tote i imit Hohn, tituliert, -1 er wollte sich w?gen einer Gesangs- - probe im Cäeilienverein entschuldigen, aber da kam ^ böse an. schroff fuhr ihli der unerbittliche Professor an. ,,Ja, dänn miissen - Sie sich beizeiten entscheiden, ob Sie Musi-ant oderMlologu , werden wollen." Ter gestrenge SenliMrdirektor ahnte wohl mcht, daß der musikalische Schüler dazu auserieheli war, dereinst dip : X Ä Meren Mischen MwrriMsl«!-M äu werden. Die heutige Wummer umfaßt 14 Seiten. politische Wochenschau. Vor dem Selterstor hatte sich am vorigen Mittwoch ine vielhundertküpfige Menge angesammelt, um das Groß- ,erzog8paar bei seinem Einzuge zu begrüßen. Auch Stubenten waren natürlich barunter und trieben mancherlei iurzweil unb harmlosen Spott. „Mir kommt bas alles so urchtbar albern uot1 hörte ich ba plötzlich hinter mir auf usfisch sagen. „Mag fein'1, erwiberte eine zweite Stimme, ,,öber du wirst hier dennoch keinerlei Unordnung sehen, wie )ci uns in Rußland bei solcher Gelegenheit. Diese Deutschen olgen in allem dem natürlichen Zuge ihres Herzens unb -egrußen auch ihren Lanbesherrn in natürlicher unb herzlicher !Leise; nicht auf irgend einen Polizeibefehl hin, wie bei uns... Warum ist es bei unL in Rußland nicht jo?" — fügte der Hüffe nach einer Pause hinzu. In diesem Augenblick drangen oon der Frankfurter Straße her brausende Ruse zu uns unb jalb darauf fuhr bas Großherzogspaar in offenem Wagen angsam vorbei. Es waren keinerlei Absperrungen vvr- tenommen worben. Die Menge machte von selbst Platz, ries Hurra unb schwenkte bie Tücher. Das Fürstenpaar dankte reundlich lächelnd... „Warum ist es bei uns nicht jo?" vicberholle sinnend der Russe. — Der zweite schwieg. In riesen Judiläumstagen wirb jener Russe wohl noch sehr läufig Gelegenheit gehabt haben, seine Frage zu wiederholen, -ine Frage, bie zwei verschiedene Welten wiederspiegelt. Run ist das Fest vorüber, der Jubel verstummt unb bie Straßen unb Häuser der Stadt werben in wenigen Tagen vieber ihr gewöhnliches Aussehen zeigen, aber in bem Herzen eines jeden Gießeners wirb die Erinnerung an bie Dritte Jahrhunbertseier der Ludovieiana fortklingen. Schön .inb harmonisch sind diese Festtage verlaufen unb ber vernein sinn der Gießener Bevölkerung hat sich in seltener Vollkommenheit bewährt. Ein solches freubiged Zusammen- virken aller ’ Bevölkerungsschichten, wie es bei tiefem Feste jiitage getreten ist, kann geradezu vorbildlich genannt werden. Mit inniger Liebe hatte Vornehm unb Gering, Arm unb -ieich an ber Ausschmückung ber Stabt mitgeschaffen unb eß Mar wohl kein Haus hier in Gießen, das nicht aus vollster Seele Anteil genommen hätte, an dieser Unioerfitätßfcicr. Mögen sich in 'kleinen Tagesfragen beim Deutschen noch so iioge Meinungsverschiedenheiten geigen, in großen Fragen, Deren Bedeutung über den Tag hin ausreicht, ist er einmütig. Zittere unb schwere Schicksale haben ben Deutschen in ihre Schule genommen unb ihm gezeigt, baß nur durch festes Zusammenhalten und harmonisches Zusarnnienwirkeu etwas Schönes und. Großes geschaffen werben kann. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit hat unsere Uni» oersität und Stabt bieses Atal ein schönes Fest feiern lassen, möge dieses Gefühl ber Zusammengehörigkeit in unserer Be- vülferimg nun auch immerbar fortbcstehen und sich vor allem auch in großen nationalen Angelegenheiten zeigen. Wir durchleben augenblicklich wieder eine sehr ernste Zeit unb es läßt sich noch gar nicht voraussehen, ob uns nicht schon die nächsten Tage neue politische Schwierigkeiten bringen werben. Die letzten blutigen Vorgänge in Casablanca, die Ermorbung von Europäern unb das freche Verhalten Raisiilis haben bie marokkanische Frage wieder aktuell werden lassen. Die Hoffnung, baß das internationale Abkommen von Algeciras alle marokkanischen Schwierigkeiten aus ber Wett schaffen werbe, scheint sich nicht verwirklichen^^^ollen^^esE^^mellnehr^a^ Frankfurter Börse, 5. Aug., 1.15 Uhr. 92.70 91.60 Prince-Henri-Eisenbahu . Berliner Börse, 5. Aug. Anfangskurse Q h7/7 — In den vom Historischen Verein für das Gro sch erzog tu Ul 206.75 112.25 140.20 129.90 82.50 91.15 82.60 91.10 97.60 Deutsche Bank . Deutsch-Asiat Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . Gotthard bahn . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staats bahn . Harpcner Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . 173.00 . 127.00 . 122.80 . 67.25 136.70 . 191.75 32J0 . 116.50 . 141.40 . 150.50 126.60 . 222.70 . 143.50 . 167.40 . 136.50 . 204.00 . 95.10 31*75 watschelnd wie eine Ente, zusammen nach Wieseck Säern um 3/ r Groscherzogtum do. Konsols 66.40 67.25 91.90 90.15 94.60 143- 48.80 84.00 62.50 95.70 . Ueber die Erfahrungen, welche man mit den'von Boden- «nr'Wohnungsreformen zu eifrig angepriesenen Erbbaurecht gemacht hatte, liegen noch ferne zuverlässigen Angaben vor. Es erscheint w'rd ^^biselhast, ob damit das gewünschte Ziel erreicht werden Allzu optlmistrschen Erwartungen werde man sich aber nicht hingeben dürfen. Mit der Bodenreform habe die preußische Regierung einen Versuch großen Stils gemacht. Sie habe für ^veitert^Grunderwerbam^hein-Weferkanal 16 MillionenMk einen gravitätisch ausschreitend wft einen Storch, den anderen watschelnd wie eine Ente, v r------- Aus Stadt und Land» Gießen, 5. Ang. 1907. Kzahr eine fortschreitende Entwickelung gezeigt. Sie habe in der Haupt? achei die Wirkung, einer Ueberfüllung der Wohnungen vor- zubengen. Dadurch werde der Bedarf an Wohnungen größer.,, r • - ? - -- ---------- 2kuch die Hausbesitzer wünschen, daß mangelhafte Wohnungen ßans en, Christina Höhler von Bretzenheim, Alfred Peter veychwinden Tie Bau ge no sse n s ch a ft sb e w e g un g wird Weil von Vilbel, Bodo Schneider von Darmstadt, El. Mar 5^bführt, ist nicht zum Stillstand gekommen. Es sind qarete Schwab von Klein-Krotzenbura Johannes Mildes,' mehrfach Neugrundungen zu verzeichnen gewesen, neuerdings audb nr.n m 1 ynes im Königreich Sachsen. Kaiser von Gau-ttlgesheim, Georg Schmitt von Wald» Zur Unterstützung^der Baugenossenschaften bezw. zur Förderung Michelbach, Helene Berz von Mainz. des Wohnungswesens der gering besoldeten Beamten und Ar- ' 1 — ■ ■ ■___ ____ - Leiter sind vom Reiche und einzelnen Staaten ivieder große Sum-1 •. - . men bewilligt worden. Tsas Reich hat im Jahre 1907 etwa 4 Millionen, Preußen hat 15 Millionen für diesen Zweck der- • r. ; n , r r mit a r s. m wendet. Im Ganzen hat das Reich bisher 29 Millionen, Preußen L i Tr I V f 7?, !l n b Revolver. Em 104 Millionen für diese Zwecke aufgewendet. Den Herren brnmntlW5 Duell wurde kürzlich in einem Dorfe in der nungsrefortnern und Sozialpolitikern erscheine diese enorme Geld- Umgebung von Marseille zwischen dem 22 jährigen Italiener Verschwendung aber immer noch nicht ausreichend. Durch die Viviani und bem gleichaltrigen Spanier Logue, ausaefockten smÄ dem Wege gehen wollen. Es habe sich aber herausgestellt, daß llkiieten sie in -Differenzen. Anstatt stch zu verprügeln den Beamten mit der Darbietung von Genossenschaftswohnungen beschlossen die beiden, sich auf Revolver und Dolch zu duellieren' kein Gefallen getan worden ist- .Die Beamten sind'dadurch Das Duell fand sofort im Beisein einiger Freunde statt Die den, "daß "daS^Wohne" ni^Mietskasernen^ der"Ba"ugcnosftnschasten “gy “ufeinnnbcc. IoS- bis sie nicht auf die Tauer zur Unerträglichkeit wird. Vorstöße gegen benl !ne ü Lunten. Die ^eFunbanten', die sich wohlweislich Haus- und Grundbesitz hätten sich mehrfach geltend gemacht Eine starke und zielbewußte Vertretung in den Parlamenren und in den Ltadtverordnetenkollegien zu schaffen, müsse in Zukunft immer die Losung sein und bleiben. Der im Hausbesitz angelegte riesige Teil des Volksvermögens habe das Recht auf Schutz vor Schädigungen. Und wenn ihm dieser Schutz von den regierenden Gewalten nicht zuteil wird, müsse er sich selber schützen. In einer vermehrten Einflußnahme der Hausbesitzer aus die einzelnen Abgeordneten im Reichstage, den Landtagen und den städtischen Körperschaften liegt die Hauptaufgabe der Vereinstatigkett für die nächste Zeit. ** Betreffs der Abhaltung von Scharfschießübungen hat die Landwirtschaftskammer für das Groß- Herzogtum Hessen das Großh. Ministerium, sowie die einschlägigen Alilitärbehördeu dringlichst ersucht, die Abbestellung!3-^°/o Ueicbsaiü"!""''^ der für die Zeit vom 12. bis 20. August vom 88. Infanterie- Regiment in der Gegend von Effenheim, Wackernheim, Ober- und Rieder-Ingelheim, Groß-Winternheim und Schwabenheim Heds°en ' - geplanten Scharfschießübungen herbeizuführen. Die Abhaltung Oberhessen . dieser Uebungen, die eine längere Absperrung des betreffenden 4% Oesterr. Goldrente, . Geländes notwendig machen würde, verursacht eine f^r 14‘^% Oesterr. Silberrente v «vuuvt, eine enr , ’’ T. ~ , ~~ w ' empfindliche Störung der Feldarbeit und damit eine große ]tXn Rente ' ' Benachteiligung der betreffenden Landwirte. In diesem Jahre 3^ Portugiesen Serie i würde die Störung und Schädigung ganz besonders herb Portugiesen „ m empfunden werden müssen, da die Erntearbeiten infolge ber 4\°/o niss-Staatsanl. 1905 «bnorm ungünstigen Witterung noch stark im Rückstand sind I Tü'rke^™il%3 und die wenigen Tage besserer Witterung mehr ivie sonst voll Tiirkcnlose . . auZgenützt werden müssen. Die Landwirtschaftskamnier hatGrieeh. Monopol-Aiil.. gleichzeitig, da die Abhaltung solcher Uebungen während ber 40% äussere Argentinier . Erntearbeiten oder anderer dringlicher Feldarbeiten gtoße ^VcMneVen ' ' Unzutraglichkeiten Hervorrufen wird und wiederholt zu scharfen ’ Ak,. ‘ ' Beschwerden und Vorstellungen Veranlassung gegeben tjat, Bochum Gass . . das Ersuchen an die betreffenden Behörden gerichtet, solche Buderus E. W ... Uebungen künftig überhaupt nicht mehr im freien, landwirt- Tendenz: etwas fester, schastlich benutzten Gelände abzuhalten, sondern hierfür be- r fonberä ltändig- Schießplätze zu schaffen “udter^Bank .' X Darmstadt, 3. Aug. Der am 3. August 1872 Deutsche Bank . . mer verstorbene Buchhändler Georg Wilhelm Küchler von Dortmunder-Union C. Darmstadt hat zu Gunsten der armen Waisen der Großh. Dn*dner Bank . . Landeswaisenkaffe sein gesamtes Vermögen vermacht mit der« Tendenz: ^2- Bestimmung, daß alljährlich an seinem Todestage die Zinsen und Erträgnisse des Stiftungsfonds in Beträgen von je 100 Gulden (171 Mk.) unter sämtliche in die Landes- Waisenanstalt aufgenommenen Waisen des Großherzogtums verlost werden. Die Beträge, die durch diese Verlosung den Waisen zufallen, sollen bis zu deren Entlassung aus der Landes-Waisenanstalt verzinslich angelegt und nach den über Verwaltung von Mündelvermögen bestehenden gesetz- ichcu Grundsätzen verwaltet werden. Nach Entlassung der Waisen aus der Landes-Waisenanstalt soll das Kapital nebst den bis dahin aufgelaufenen Zinsen nach dem Ermessen des Vormundes oder Vormundschastsgerichts zum Besten des Mündels verwendet werden. Wie in früheren Jahren, so fand auch heute die Verlosung statt. Die Gewinnlose entfielen auf nachstehende zur Teilnahme an der Verlosung berechtigten Waisen: Jakob Weinmann üon ^ein^ Türkheim, Hch. Nikolaus Schmitt von Bieber, An na Sophie Namens der Hinterbliebenen Gestern verschied nach langem Leiden unser lieber Vater, Grossvater, Bruder und Schwager Im Namen der trauernden Familie Mainz und Giessen, den 3. August 1907, Asiolf Hess jun- Elisabeth Bücking, geb. Hess Wilhelm Bücking, Landgerichts-Direktor. Breidenbach geb. zimmer und Kinder Gestein abend 6/4 Uhr starb mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater, Bruder und Schwiegersohn iessen, Bahnhofstrasse 54, den 5. August 1907, im Alter von 50 Jahren Die Beerdigung erfolgt von der Kapelle des neuen Friedhofs: Mittwoch, den 7. August, nachmittags 4 Uhr. R ", W pW 'N SSr NU- K HÄ E % Ä -- ■-< - -- UPI 2b B8 M 6 Bekanntmachung Bs/s Gietzen (Marktplatz 17), den 4. August 1907. (05564 Gietzen (Asterweg 20), den 4. August 1907. (05577 Danksagung 5070 Heuchelheim, den 3. August 1907. Die Beerdigung findet Dienstag den 6. August, nachm. 5 Uhr, von dem Portale des neuen Friedhofes, aus statt. Die Beerdigung findet Dienstag den 6. August, norm. 10 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs, aus statt. Der in Nr. 177 des Gieh. Anz. vom 31. Juli 1907 3. Blatt veröffentlichte Strafkammerberichi über die Privatklage des Kaufmanns S. E. hier, gegen den Referendar W. H. nicht mir zu einer öffentlichen Erklärung deshalb Anlatz, weil daraus nicht hervorgeht, ob die Behauptungen des Referendars H. an sich zutreffend waren oder nicht. Ich gebe bekannt, datz m dem Urteil Grotzh. Schöffengerichts Gietzen vom 4. 6. 07. festgestellt wurde: 1. Datz H. nicht einen einzigen Fall chikanöser Prozetzführung meinerseits anzugeben vermochte, es wurde im Gegenteil durch meine seitherigen Vertreter, Herrn Justizrat Kraft und Herrn Justizrat Metz, eidlich bezeugt, datz sich meine Dispositionen im Rahmen äutzerster Loyalität bewegt hätten. 2. Wurde durch Aussage des Herrn Amtsgerichtsrat Funk bewiesen, datz es sich bei den bereiten Rechtsstreitigkeilen nicht um Versäumnissachen, sondern um wirkliche Prozesse handelte, die m Folge rechtlicher Meinungs-Verschiedenheiten entstanden waren. 3. Wurde von zwei Zeugen und zwar meinen beiden Kommis Wolff und Grumm, unter Eid erklärt, datz ich in der Erfüllung meiner Verbindlichkeiten, meinen Lieferanten gegenüber, äutzerst gewissenhaft und koulanl vorgegangen sei. . 4. Wurde durch Vorlage em es Briefes der Auskunftei Schimmelpfeng bewiesen, datz die angebliche schlechte Auskunft bereits ividerrufen und auf einem Irrtum des hiesigen Gewährsmanns btlu{)C^jenn nun auch das Gericht mit Rücksicht auf das gegebene Recht, d. h. die Nechtsbestimmung des § 193 St. G. B., auf die sich der Angeklagte ausdrücklich berief, denselben straffrei erklärte, so kann doch jeder rechtlich denkende Mensch, an der Hand der gegebenen Feststellungen, sich ein Urteil über die Berechtigung Hills zu derartigen Beleidigungen bilden,- ich will nur noch hervorheben, datz die Beleidigungen Hills zur Verteidigung eines Mannes erfolgten, der mich ganz unberechtigter Weise gröblich beleidigt hatte, der deshalb auch durch rechtskräftiges Urteil beitraft worden ist. [d063 S. Eisoiier. Die für den Grohherzog und die Grotzherzogin eingerichteten Räume im alten Schloff sind vom 4. bis 18. d. Mts., nachm. von 3—6 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Gietzen, den 3. August 1907. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gietzen. Mecum. Todes-Anzeige. Heute nacht verschied nach kurzem Leiden mein lieber Mann, unser Schwiegervater und Grotzvater Hm 6torij KciiH LcKmm Schneidermeister was tiefbetrübt anzeigen Die trauernden Hinterbliebenen. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Psarrers Gluck bet oem Hinscheidcn unseres lieben Vaters, Grogvalers und Urgrotzvarers sagen innigsten Dank Familie Jakob Benner Ludwig Benner Heinrich Bepler. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Gatten, unseren guten Vater und Grotzvater Sem W. BmWrtt, Lscytzer NN Alter von 73 Jahren in ein besseres Jenseits zu sich öu rufen. cym ^amen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Marie Burkhardt nebst Kindern. ai 5064 Die Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Heinrich Loh und Frau Anna geb. Junker. Erisiäroog. Fliegenfänger 3 Stück 25 Pfennig "HSW empfehlen a5/8 Gebrüder Berdux Bahnhosstraffe. it und Locomobile ,— an schon te Beding Holzschneid. Buttern, Wasserpumpen etc, etc Dreschen Futterschneid, Schroten etc. etc. Sehr grosse Anzahl i. Betrieb! Glänzde. Zeugnisse a.d.Praxis! Pläne u. Kostenanschläge gratis früher Wilhelm Reiber’sches Geschäft Telefon 275 mit elektrischem Betrieb d’7t Lieferant des neuen Sprechzimmers für die Auia, sowie der Dekorationen für das Stadttheater Feinste Beterenten. Fmehttre!» Uetera„8. «nrönUe. Komplette Wohnungs-Einrichtungen sowie Einzel-Möbel von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung* — Extra-Anfertigungen nach eigenen Entwürfen. — Spezial-Haus für Dekorationen - Gardinen - Teppiche - Möbelstoffe - Linoleum Mark 5 000 000.— mOndelsichere n Offenbacher Stadt-Anleihe — Jede Tilgung bis 1. 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