kr. Zwertes Matt Jahrgang Freitag 4. Oktober IW Erscheint tügttch mit Ausnahme deS Sonntags. Die „(Mehener FamiliendlStter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Krctsblott für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Der„hesstfche Landwirt" erscheint monatlich einmal. General-Anzeiger für Gberheffen ll I RolattonSdruck und Vertag der BrühNche» UntoersitätS - Buch- und Sreindruckerei. R. Lange, Ließen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuld straße 7. Expedition und Vertag i bL Redaktion: LEI 12. TeU-Adr.: rln-etgerGteßen. Deutsches Nesctz. B e r l i n , 3. Okt. Das deutsche Kaiserpaar trifft i 20. d. M. auf der Rückreise Von London an Vord r uaiserj^cht in Vl: ssingcn ein, wo ein holländisches schwade: zur Begrüßung anwesend sein wird. Bon isjingen begibt sich das Kaiserpaar nach den: Haag, wird ut einen Tag verweilen und noch am selben Abend : Rückreise nach Berlin antreten. Wie bereits gemeldet, ndelt es sich um einen einfachen Höflichkeitsbesuch. — Der Minister des Innern hat die ,Verwaltungshörden ersucht, bei den ihrer Aufsicht unterstellten Kom- iimwehördcn darauf hinzuwirken, daß bei der Verdung kommunaler Lieferungen und A r - ite n nach Möglichkeit die H an d w e r ks v e r ei n i- ngen (Jnnun-en, Genossenschaften) zugelassen und eücksichtigt werden. Begründet ist diese Anordnung mit v Rücksicht auf die große Bedeutung, die der Erhalt ng eines leistungsfähigen Handwerkerstandes vom Staate igelegt werden muß. — Dem Vernehmen der „Berl. Pol. Nachr." zufolge l in dec Novelle über die Gewerbeordnung, : den: Bundesrate zur Beratung vorliegt, auch die Gleich-* .lung der Arbeitsverhältnisse der Vetriebsbeamten, Werk- nsier und Techniker mit den Handlungsgehilfen ange- ebt werden. — Wie die „Voss. Ztg." hört, werden in nächster Zeit n dem zustä!'.digen Ministerium neueBestimmungen .assen, die das Prostitutionswesen betreffen. Sie zwecken die einschlägigen Bestimmungen des Reichs- ,e^es und des preußischen Gesetzes über übertragbare antheiten den in Betracht kommenden Verwaltungs- Hörden praktisch nutzbar zu machen. — Ten Berliner Morgenblättern zufolge war am Oktober Termin angejetzt vor dem Amtsgericht Berlin the jür die Privatklagc des früheren Kolo- alb e amten Wistuba gegen die Redakteure der deutsch. Ztg." Eichler und Petrenz. Der Termin wurde sgehoben, weil von dem Privatkläger ein Krankheitsattest :gelaufen war, seine persönliche Anwesenheit aber als twendig erscheint. Dortmund, 3. Okt. Der Oberkirchenrat hat ti Einspruch gegen die Wahl des Pfarrers Götz für die sige Reynoloi-Gemeinde zurückgewiesen. Osnabrück, 3. Okt. Aus Anlaß des 80. Geburts- 3ty des Staatsministers Frhrn. v. H ammerstein- ixten sandten der Kaiser, der Reichskanzler sowie ver- iebene Fürstlichkeiten herzliche Glückwunschtelegramme, r Kaiser dankte Frhrn. v. Hammerstein für die ihm .eisleten ausgezeichneten Dienste. In Loxten sand ein ckelzug statt. Leipzig, 3. Okt. Die sächsische evangelisch- z i a l e Bereinigung richtete eine Eingabe an den Reichs- 3 und den sächsischen Landtag, worin um die Auf- b u n g des Fortbildur:gsschulunterrichts an o n n t a g e n gebeten wird. München, 3. Okt. Anfang November, also vor der glandreije, wird der Kaiser beim Fürsten von Fürsten- B in Donaueschingen zur Fuchsjagd erwartet.________ Enthüllung eines Denkmals für Bennigsen. Hannover, 3. Okt. Nie Enthüllung des D e n k- als für Rudolf v. Bennigsen fand heute mittag ter zahlreicher Beteiligung von hervorragenden Ver- tern der nativnalliberalen Partei aus allen Teilen utschlands statt. An der Feier nahmen auch die Ver- -ter des Oberpräsidenten und des Regierungspräsidenten, oie d:e Mitglieder der Familie Bennigsen teil. Reichs- i.'lec Fürst Bülow hatte ein Telegramm gesandt, worin Bennigsen als einen großen Deutschen und als Vorbild o Mahnung für die heutige Zeit bezeichnete. Bei der thüllnugSfeier hielt Wirkl. Geh. Rat Dr. ^uerf^m^:^aI:U*' he die Festrede, worin er ein Lebensbild Bennigsens gab. rrolottialpost. Berlin, 3. Okt. Der den Staatssekretär Bernburg f seiner Reise biircy Dcutsch-Ostafritä begleitende Kom- rzwnrat x,: 11) hat in der Gegend von Äilossa ungefähr ) 000 Hektar Land belegt, aus dem vorzugsweise Baum- lle, dann aber auch Sisal und Kautschuk gebaut werden l. Bei dem gesamten Unternehmen sollen keine Aus- lder Beschädigung finden, sondern nur Deutsche ange- .lt werden. Herr Otto geht der Deutsch-Ostasritanischen ilung zufolge mit oem Plan um, 10(J—150 Ackerbauer- d Spinnere^arbeiierfanlilien herauszubringen, um sie an- iedeln. Marokko. Paris, 3. Okt. Wie aus Madrid hierher telegraphiert ,d, verösieutlicht der „Jrnparcial" eine Unterredung mir dem laschen Geichäjlöträger in 5Rarokko, Herrn Laveria, der lächst mitteilie, daß er sich mit seinem ganzen Gesandlschafts- sonal auf einem spanischen Kriegsschiff einschiffen und nach .bat fahren werde, um dem Sultan Abdul Asis die schenke des Königs Alfons, unter denen sich auch t kostbare Schimmel befinden, zu überbringen. Laveria gelt sich ein i ganzen Monat in Rabat aufzuhalten. Seme sfion sci vollständig unabhängig von der Reg- u l t s , er werde dem Sultan die verschiedenen Forderungen aiieirs rortragen und u. a. auch die Anerkennung der span. Re auf Santa Erux de Mar-Pequena tierlangeit. Laveria ]L, luic er zum Schlüsse sagt, gleichzeitig mit Regnäult in bat einzulrefsLN. Doch hat der französische Vertreter insofern en Vorsprung, als er vom Sultan zur Aiidienz bereits eingeladen iuoßi<3cn Laoeria sich erst um eine solche Einladung bewerben Zwischen dem General Drude und dem Befehlshaber spanischen Kontingents in Easablanca ist es zu cm offenen Konflikt gekommen. Die Spanier erheben sprach darauf, den Polizeiüienst auch außerhalb der Stadt versahen, doeg kampieren dort die französifctMl Truppen, und .en: hat General Drude die Absicht, die französische.Gewalt auf die ganze Umgebung der Stadt auszudehnen. Hiergegen verwahren sich aber die Spanier, und da ihr Kommandeur mit seinen Vorstellungen nicht durchdringen konnte, so entsandte er einen seiner Offiziere m't einer Vefchwerde nach Madrid. Tanger, 3. Okt. Aus Rabat wird berichtet, daß große Vorkehrungen zum Empfange des sranzöfischm Gesandteli getroffen werden. Tie Abreise des Gesandten sindet wahrscheinlich ani Sonntag statt. Die Finanzlage des Sultans verschlechtert sich täglich. Abdul Asis wird gezwungen sein, eine bedeutende Anleihe aufzunehmen, um seinen Verpflichtungen nachkommen zu können, umsoniehr, als mehrere Gläu^ biger dringend die Rückgabe ihres Borschusses verlangen. Die Früchte des ?rutimilrLarismus in Frankreich. Paris, 3. Okt. Fn Rennes wurden am Sonntag abend ein Major und ein Leutnant auf dem Heiurwege vom Bahnhof vonzweibctrunkencn Soldaten insultiert. Eine Anzahl Zivilisten nahm Partei für die Soldaten und verhalf diesen zirr Flucht, so daß bisher nur ein-r von ihnen anssrndigi gemacht werden konnte. — In Caön weigerte sich ein Land- wehrlentnant nam?ns Raoul Biville, Professor der Rechte an der Universität von Caön, aus Befehl deö Hauptnranns die Fahne des Regiments zu tragen. Die Ärckunst deS eintrcffend-el: Fahnenträ-erS bereitete der peinlichen Szene ein Emde. Ein? Untersuchung ist eingeleitet. Aus DlaM uud Land. Gießen, 4. Ott. 1907. ** Die Kanalg sbühren-Ordnung ist in der gestrigen Stadtverordneten-Gersamr.Aung im wesentlichen nach dem von den vereinigten Kommissionen gutgeheißenen Vorschlag des Ob'^bürgermeisters angenommen worden, der die Erhebung einer dauernden Gebühr von den Besitzern der angeschlojsenen Grundstücke vorsieht. Während der Vorschlag diese Gebühr in einer Höhe erhoben haben wollte, die etwa drei Viertel der gesamten Kanalbaukosten ergeben hätte, sieht die nunmehr angenommene Gebührenordnung die Erhebung von zwei Dritteln vor. Der Rest ist auf die allgemeinen Stenern auszuschlagen. Die den Hansbesitzern zur Last sattende Summe beträgt 162 000 Mark, also 35 000 Mark wejüger als früher von den Mietern bezw. Grundstücksbenuhern erhoben vaerden sollte. Der Vorschlag der Bürgermeisterei sah die E ,Hebung von 177 000 Mark von den Hausbesitzern vor. Es sollten von jedem Quadratmeter an die Kanalisation cLNge,ch-losse- ner Grundfläche 2i/g Pfg. und außerdem 2 vom Tausend Brandversicherungskapital erhoben werden. Durch den gestrigen Beschluß wi'r.de der Einheitssatz für den Quadratmeter Grrmdfläche aus 1% Pfg. ermäßigt. Die Ermäßigung gerade dieses Satzes ist insofern zu begrüßen, als babitrd) die großen Gärten entlastet werben, deren Erhaltung aus gesunbhe-itlichen Gründen im Interesse der Allgemeinheit liegt. Die durch Steuern auszubringenbe Summe beträgt etwas über 73 000 Mark, wahrend der Vorschlag der Bürgermeisterei 58 000 Mk. vorsah. Es entspricht dies einem Steuerzuschlag von 9i/2 Prozent (nach dem Ergebnis der Veranlagung für das laufende Steuerjahr). Die neue Gebührenordnung schafft klare Verhältnisse und wird wohl auf allen Seiten mit Befriedigung ausgenommen werden. Sie ermöglicht die Verteilung der Gebühr auf die einzelnen Mieter nach Maßgabe ihrer Wohnungsmiete, gegen die wohl kein einsichtiger Mieter etwas haben wird. An der Bestätigung dieser Gebührenordnung ist wohl kaum zu zweifeln. ** Der neue igeordnete. In der gestrigen nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten wurde Ge- richtsassessor Karl Ke l 0e r ans Mainz zum besoldeten Beigeordneten gewählt. Keller ist am 5. Mai 1879 in Mainz als Sohn des jetzt verstorbenen Direktors der höheren Mädchenschule geboren. Nach dem Bosuch des Mainzer Gymnasiums studierte er hier Rechtswissenschaft und war dünn am hiesigen Anttsgericht, am Landgericht und Kreisamt tätig, verbrachte also seine ganze Vorbercitungszeit hier. Im Herbst 1905 machte ec sein Staatsexamen, um dann von Januar bis Ende Juli 1906 auf dec Bürgermeisterei Gießen zu arbeiten. Während dieser Zeit erwarb er sich den Rus eines kenntnisreichen Juristen, der sich zugleich für den kommunalen Verwaltungsdienst recht gut eignet. Hierauf trat Herr SfeHer wieder in den Staatsdienst zurück; zurzeit versieht er die Geschäfte eines Slaatsanivatts am Landgericht in Mainz. Außer seiner hier wohnenden Mutter besitzt er hier keine Verrvanüte. Sein Amtsantritt ist noch nicht bestimmt, da der Zeitpurrkt des Weggan.ges von Beig. Eurschmann noch nicht feststeht. Möge dem neuen Beigeordneten eine recht ersprießliche Tätigreit zu 9ttrtz und Frommen der Stadt bes-chieden sein. — Außer Herrn Keller kam hauptsächlich Rechtsanwalt Kaufmann für die Beigeordnetenstelle in Betracht. ** Vo m Großh. Hof. S. K. K. der GroLh-erzog werden der am Montag, 7. Oktober/11 Uhr vormittags, in Karlsruhe stattfindenden Beisetzung 'des Groß Herzogs von Baden beiwohnen und am Montag früh in Begleitung des Generaladjutanten v. Wachter, sowie des Hosmarjchalls Freiberru v. Ungern-Sternberg in Karlsruhe eintressen. Die Rückkehr nach Jagdschloß ^lfsgorten erfolgt nach Beendigung der Trauer feierlich keiten am Montag abend. Prinz Heinrich von Preußen, der zurzeit zu Besuch in Wolfsgarten weilt, wird am Montag mit dem Gcoßherzog zu den Beisetzungsfeieckchkeiten nach Karlsruhe sahren. In Begleitung werden sein: der Ho-srnarschall Frhr. von Seckendorfs und der persönliche Adjutant Mrvetten- kapitän von Egidy. ** In Audienz empfangerr wurde vor: S. K'. H. den: Groß Herzog am Mittwoch u. a. Baurat B^ck e r von Gießen uub Pfarrer Schmalz von Beuern bei G'wßeu. ** Ordensverleihungen. S. K. H. der G r"o ß- herzog haben dem Generaln:ajor v. Lindenau, Kommandeur der 76. Jnsanteriebrigabe, seither Kommandeur des Jnfanteric-Negrments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, das Komturkreuz 2. Kl. des Verbrenstordens Philipps des Großnmtigen verliehen. — Der König von Preußen hcrt nachsolgenbe Orden verliehen: Dem.General der Infanterie v. Eichhorn, kcmrmanoierenoem General des 18. Armeekorps, imö Grotzkreuz des Roten Ablewrdens mit Eichenlaub, dem Generalleutnant von Strantz, Komurnnheur der G. ss. (25.) DÄtzision, bei: Stern zum Roten Adlerorden 2. Kl. mit Eichenlaub', dem GLneratmaj'or v. Dietleill, Kommandeur der 50. terie-Brigade (2. Großh. Hess.), und dem okn er al major Kettler, Kommandanten von Mainz, bei: Roten. Adler- oroen 2. Kl. r.üt Eicheiilaub, döm OderWeutnant o. G-e l- b er::-Crispendorf, Kommandeur des 2. Großh. Hess. Füo- artillecie-Regts. Nr. 61 den Königlichen Kronei-wrden 3. Kl., dem Oberleutnant v. Schröter in: Leibgarbe-'Injen^rke- Negt. (1. Großl> .Hess.) sJtr. 115, dem -Oberleutnant Po l y im Jnsanterie-Regiinent Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 bei: Königlichen Kronenorden 4. Klasse. ** Die Oberlehrer au der höherei: und er- iv e i t e r te n Mädchenschule erhalten laut Beschluß der gestrigen Stadtvervronetensitzung einen Wohnniigs- ge 1 dzuschuß in derftckben .Höhe wie ihre Kollegen an den (Staatenttatten (8 Proz. des Gehalts). ** Die Ziehungslisten der preußischen Klassenlotterie werden von der nächsten Ziehnng an wieder ungekürzt veröffentlicht. ** Ein Seminar für Städtebau. Auf Antrag der Professoren Genzmer und Brix hat cher Kultusminister die versuchsweise Einrichtung eines S-eminars sü r S t äd t e bau an der Technischen Hochschirle in Berlin zu Beginn d:S Wintersemesters 1907/08 genehmigt. Der von den genam:ten Professors: zu erteilende Unterricht wird bestehen: 1. in einem drei Wocheustunüen unlfasjen- ben Sommer- uno Winterkursus für cic Bearbeitung von Stadt- und Ortsbebauungsplärlen aus praktischer Grundlage, 2. in einem ebenfalls in jedem Semester cwzuhaltLn-f den Vortragszyklus über ausgewählte Kapitel des angewandten Staotebans. Prof. Feiix Genzmer, früher Baurat in Wiesbaden, ist seit 1903 Geheimrat Pros. Jacobsthals, Nachfolger an der Berliner Technischen Hochschule. Sein Lehrgeotet umfaßt „Künstlerischeii Städtebau und Verwandtes" uno „Färbcge Dekorationen". Er ist auch Architekt der Königlichen Theater. Der Stadibanrat a. d. Brix, früher Direktor oer Allgemeinen Stäotcreinigungs-Gesell- fchajt, übernahm im Juni 1904 die an der Berliner Tecl)- nischeu Hochschule ncugcschaffene Professur für „Sckldtijchen Tiefbau, einschließlich Stratzenbahnen, Bebaum:gspi.cu:e vom Standpunkte des Ingenieurs und Bc- und Erttioasserung der Städte." ** Aus de m Bureau des Stadttheaters. Die heutige Vorstellung von „N o r d i s ch e Heerfahrt ist in den 5^auptrollen mit den Herren Bakof, Weingärtner, Goll, Roden und den Damen Achterberg und Ormont besetzt. Ibsens tvuchtigem Werke ist die sorgfältigste Vorbereitung zuteil geworben unb b:2 gestrige Generalprobe mit Kostüme:: und Tetorationcn gab die Zuversicht, dast eine durchaus abgerundete Ausführung zu erwarten steht. ** D i e K a r t o f f e l e r n t e ist in vollem Gang, das Wetter war bisher für das Einernten recht günstig. Auf den Feldern sieht man täglich ganze Scharen von fleißigen Arbeitern unb die Säcke bilden lange Reihen auf den Aeckern. Der Schaden, den die Feldmäuse angerichtet haben, ist in Bezug auf die Kartoffelernte nicht jo groß, als man anfangs glaubte, obwohl die Büsche oft voll--: ständig losgewühlt und viele Knollen ausgenagt sind. .Von den zahlreichen Sorten sind die verbreitetsten und besten: Ruhm von Hayer, Up the tide, Professor Wottmann, Industrie und vor allem die beliebte Magnnm bvnum. Die. Eri:te fällt so reichlich aus, daß die Keller der Landwirte; nicht ausreichen. Sie suchen deshalb möglichst rasch ab-, zusetzcn oder machen Lager in leeren Ställen und Schuppen: Bei den jetzigen hohen Brot- und Fleischprcisen ist ess weingstens für den kleinen Mann ein Trost, daß die Kartoffel, dieses unentbehrliche Volksnahrungsmittel, vesht billig ist. Das Malter oder der Doppelzentner Speisen kartofsel kostet je nach der Sorte 3.50 Mk., 3.80 Mk. biZ 4 Mk. Am höchster: im Preise stehen Wohl die sehr begehrten Magnum bonuin und Professor Wvltmanu. Bei weiterem^ guten Wetter dürfte die Kartoffelernte in acht Tagen beendet sein. ** Gieße nerVolkSbad. Jin Septbr. iviubcii 9702 Bäder verabreicht gegen 10 5GU im August 1907 und 8802 nn Seplbr. IS96 oder im Durchschnitt pro Tag 323 Bäder gegen 341 im August 1907 und 293 im September 1906. Der Besuch hat sich im eiuzeünn ivie folgt verteilt: Schwlmurbad: 3776 Männer, darunter 868 zu 10 Psg^ „ 1639 Frauen, „ 356 „ 10 , Wailnenbäder 1. Klasse 2ö9 Männer, 121 Frauen, „ 2. , 643 , 582 Brausebäder 1. Klasse 804 Männer, 129 Frauen, „ 2. „ 1386 , 225 Dampf- u. Heißlustbäder, sowie Diassage zus. 114 Männer, 24 Frauen. Die Personenwage ivurde von 260 Personen benutzt und das Bad von 6 Personen besichtigt. ? Reiskirchen, 3. Okt. Die Schüler Ludw. L a u n s - bach und Friedr. Schön von hier haben am 11. Februar 1907 einen sechsjährigen Knaben vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als Anerkennung hierfür ist ihnen von S. K. Hoheit dem Großheczog je eine Geldprämie verliehen worden. sd. D a r m st a b t, 3. Okt. Ein Z n s a m in enstoß mit der Straßen b-a h n erfolgte hen-te abend durch das F«hr- tvert des Bäckermeisters Simmermacher in ber Heidelberger Streche. Das Pferd wivrde ßcjdjimft und mußte getötet werden. Dec Fuhrmann wurde verletzt. R. B. D a r m st a d t, 3. Olt. DieStad^tverordue- t e n - V e r s a m m l u u g genehmigte heule vcrscyiebene Beträge für Verbesserung der WohlfahrtseiuriäMngen ut den stüdtifchcn Schulen. Zum Besten des Spracbheil- utlterrichts für stotternde Schüler der Votrsjchuleil wurde ein Betrag Von 400 Mark dewittigt und dtc Summe für den Betrieb der zahnärztlichen Poliklinik jür die Kinder der Volks- und Micttlschnlen von 3280 auf oluü Mark erhöht. Durch die Anstellung eütc^ weheren Mststenzzahnarzteb wird es ermöglicht, daß, dc-e Ktnocr 3) 4) WTÄy1* Ql«-»! L'ures Vermögen bar/'- Avanti ve ö Ech . 72 wfr ™Ä «Sfr7.? b- Zffrfrfr" Frau Sojelli, nach welchem diese erklä 70-72 W., 3. Qual. 63-64* 3)1?,.LÄ fr fro wfrfrU“' frfr frfr^ aIIeS daran setzen, um ihr Kind zu d 2 bT’sü“1 : k/6 ®9” yebenbfleroi^t54-6^1“ 1 -fr Carabinieri hierzu nicht ausreichte 46 5o SchlL- wmche )te Nicht zurückschrecken, Anarchisten an zu Ä. Qual. 00-00 Psg. • Lchw'cineV n„nl ’ÄmJ8 Ö^O Pjg., I vcr fr fr ihr Kind vor dem sächsischen Hofe zu rette Air ein- fiSÄ0« W-NWL »?. SS --- |S£^ g“ —imä Grrgiual-Drcrhtmet-nngen« , . e ' 5* Qkt. Wegen Uebergriffen der staa ulauf,ichtsbehörd e hat der Berliner Mac strat eine feingübe an den ^rltusmürtfter gerichtet. $u^£jöArJ' ~ Der Zaylmeister Goe? LkrchlSche 21ad?riidrittle _ Cvangelische Gcmeinvc. Sonntag den 6. C f t o b c r, 19. Countag nach Trinitc tiotustnenft*' m ,3» der Ltadttirchc. Bo i mittag c> 9 /, 11 bv: Oberlehrer S d) m o (L Dienstag, den 8. Oktober, nachmittags 4 Uhr, im Matti >aale, Klichstiaße 9: Versammlung des F r a u e u » Nt i s s i» Vereines. Tie Mitglieder werden dazu herzlich cingeladen weitere -Teilnehmerinnen jederzeit willkommen geheimen. Tie lannnlnngen slnden von da an alle 14 Tage zur gleichen ^eit • , $5]%ccg!Lln' beu 101 Oktober, abcitds 8 Uhr, im Ach *aa ey, e 1 ft u n b e. Pfarrer S ch iv ade. E-etr. Konsirmandenstunde siche unten. In der Jotzanucdlirche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrassistent Becker. Beichte und heil. Abendmahl für die Lut as- und I ohani gemcilide. Anmeldungen vorher bei demPiarrer der ^obo, gemeinde erbeten. ' Bormittags 11V* Uhr: Kinderkirche für die Lukasgememd, , , _ —, . , Pfarrer Ausfeld. Montag den 7. Oktober, abends 8 Uhr, int Johannessc S t b e 1 |t unö c. Pfarrer Aus f etd. ~ ?s m 11 a r e c 11 Anmeldungen können bei ch n ld I e ne r n in fempfang genommen werden. -vie feierliche Eröffnung des Konfirm andk n n l rrr i ch ts findet oonntag, den 13. Oktober statt, und am ES,;»:!;;"1'“*""* "* MchMnsligen Sonntag, den 13. Oktober.- Feier des (5tt bfksstes. Taoe, roirb die alljährliche Kollekte sürinn^ 2)tisfion erhoben werden. 1 inne Katholische Gemeinde. Samstag den 5. Oktober 1907: zur hcil^Beich?^. & U6$ Unb abcnbä um 8 Uhr: Gelegenh Oberkr iegsgericht. mittags^von 6 bis ^7 U^’mußkdne^&bfr'' b‘ i$" na& von der 6. Komp. 11 6.™ eg imc nt^n^'T 18 Mann ordnmrg des Kompagniechefs nachererK^en Soumtwa beim KataillonsexerzierL Är Ä« ^. ■ ®3, sing Mß her -bei dem Nachexe^iercm Bei de« die Wtellung unter dem Befehl des Feldwebels Heinrich Steinmetz und ./ Sergeanten Karl Ochsen Hirt stand, und als das Exerzitium zu Ende war, fiel ein Mann bewußtlos und unter krarnpf- aritgen Erscheinungen zusammen. Auf der Stube engefommen, tnurbe noqp em Mamr bewußtlos. Beide lagen 4 Tage im Fünf weitere Teilnehmer hatten ebenfalls unter den .toa>totrLungen des Exerz-ierens zu leiden, von denen auch noch einer ins Lazarett gebracht werden mußte. Feldwebel Steinmetz und (Sergeant Ochsenhirt wurden daraufhin in Untersuchunas- hast genommen und wegen M i ß h a n d l u n g U n t e rg e b e n e r i^.E^Eftrengmig unter Anklage gestellt. Im Laufe der mrteiiuchung brachte einer der als Zeugen vernommenen Sol- y?.ten ^r, der^ Feldwebel habe im Jahre 1904 einen Rekruten Lmmnaa)ST J” mC d^bne geschlagen, daß Blut aus dem ' mjS rr ??rTatl trug dem Feldwebel eine weitere Mchh."rrdlung em, und ein Zeitungsartikel, der Vorgesetzten kam, veranlaßte eine dritte Anklage Feldwebel wegen vorschriftswidriger Behandlung eines sunb^ ??m^un9 einer Dienftgewalt. Nach dem Krtnel hatte der Feldwebel, und es wurde das auch als wabr 5.^esen, im ^uni 1906 einen Musketier allein eine Stunde nuhr^ICr\n ?achdem er ihm befohlen hatte, den Tornister -^lllchsnzuge Mit einem Bügeleisen zu beschweren, S?r 9^ 1V°°’ ap1? 30- äuli verhandelte das Kriegsgericht Miübandtt.n^^ Gesten über die Anklagen. Von der ersten, ?rp!^hr^ILa £ Ueberanstrengung, wurden beide Angeklagte rCn' 1J n 1 t erwiesen sei, daß sie die Absicht gehabt vatten, eine Schädigung des Wohlbefindens der Untergebenen "bs ^he Anforderungen herbeizuführen. Auch eine fahrlässige Quälerei liege nicht vor. Einige der Leute hätten gesagt, sie seien überanstrengt worden, allein ' diese Maßstab"d?Mr S ^stenmal naasexerziert und deshalb feinen V s beim Nachexerzieren verlangt werden könne schuld an den ferEkungen sei lediglich die Gewitterschwül, sJ q? herrschte. Für den Schlag in die Zahnendes Rekruten erhielt der Feldwebel 8 Tage gelinden Ar- E' er^ff C^?C?U&t^r.irQ> bw Untersuchungshaft erklärt wurden, ibn her L-'Lns nm?U3ClCr11^ 6eltntA bcr Fcldwebel, während ai Tr Die Psarrgeschäste für die Lu k a s gemeinde besorgt vo Pscli-rasststent Becker (wohnhaft im Johannespwrrhause tz vnläge 8 bet Piaxrer Ansfeld). J 1 K - r firm a n denunterricht in allen vier memden soll m nachstkunftiger Woche seinen Anmng nehmen. ü n m c (b u h g e n dazu werden erbeten : I) snr die M n t t h ä u s gemeinde Montag, den 7. und Dien- Oktober, icbesmat in der Zett von 12 bis 1 unb' ... b dls 5 Uhr, tut Matthänspfarrhanse, 2) für die Mark u s - und M t l 11 ä r gemeinde Mittwoch, de und Donnerstag, Den 10. Oktober, 1-desmal IN der Zcit ... 1 und von 3 bis 6 Uhr im Markuspiarrhaule, b^n 1nUrf!5|fiCnlC"'se SD!,it‘n’°^ beu b- und Donners den 10. Cftobcr zu der gleichen Stunde tm Konfirmani fetal der Lukasgentetnde (Viebigi'tr. 56), fnr Die Jo Hann e s gemeinde Montag, den 7. und Tiens vtaviläute ’Cr iU ben S(c,4m Stunden im Johcnn r • Klciuc Tageschrouik. Ii8 Lie- sowie das Ehepaar^aß Becker und seine Frau, sodaß er nur durch Waabe eirXJei^as2n Wteu, habe wehren £ fcmcd Gebens wieder entlassen. v ^^ueymung tourcc Liebig I te in dor Kranrenkiffe ffi feÄ*P-ß-rs W nennenswerteL gebt Hit. "-grnv..imcn, da er Uns veruntreute Geld veraus- die Leiche des Schienen der Bahnlinie Drcsdtm-^^rt>l^en den ihm ^vom Rumpf getrennt/ Q" Worten. Der Kbps wurde Monaten wurde eui fern Meß ^in * c^01 ?c^crcn in Capstadt verübt. %’el oem Boten Sevecki 14 000 djft •1 beschlagnahmte bei gestellter Sohn gesandt hatte t lL?m Konsulate an-I flüchtet ist, rjurte am Z Oktober aUd ^stadt ge- j- kus und Jid) fritier ebent. verh^irat^ Ö ”tIlm öttiI“ns n*«r sehen« Berh-stung »Weift auge- fiwonifaa Sn M f unb des vom DombiLKL ÄsaL um beichnldigt, sowoM Fonds von stöhnen die dem Dorn-d-u- WOÜoü Lire un'stt ch?-^n «ts rravr® D^’o^ÄW«-'*01Ct£Be„nh Um Ei-rd vor dem sächsischen Hofe zn rette, 63.00-00.00 w, 2?dn. 65-66 XL fr L S ßtt Nach einem Telegramm ar ÄLK?’8- Se6e"b0ero- 00 ”«• Uebei^ fr^linie Wabash-Blui 'N a r°k? 'iotg.T" d Gieß!"AnJOA^°^ ° u- und S.troh.chonen den Tod gefunden jÄ. Ein HttfszugO ist M Gc^krhtr^cr?« 0 Marburg, 3. Olt. Der Zuhälter Pichel- fra^xe V“§ Sfrubing, seines Zeichens Metzgest der in P <2 dum 13. September aus einen Polizeibeamten emschlng, als dieser seine Begleiterin festnehmen wollte wurde heute vom Schöffengericht zu 9 Monaten Ge° dnvon^^ verurteilt. Tie „Tome" kam mit 6 Wochen Halle a. S., 4. Okt. Zu einem Bibelstreit kam es geftern vor dcm Kriegsgericht der 8. Division in der Sacbe Rr^36^ der^afrÄ^ ?1,au,"t Ö0.ntE vom hiesigen Jnf.-Negt. .er. dt), Der megtu G.i)or,2Msverwe'.ger'.tng unb Betzanen-; im Spn°Tlm angeklagt war. Ter Mann ist Adv ent ist vom ^age und weigerte sich, während einer Uebung an zwei tsn»aa - —»3 •*& »ä x'-M»' ä »&», seytit ^ebiHon gegen das Urteil des Schwurgerichts ettilegen. ^rlker Schulklassen in jebem Semester einmal rtnenkgelt- Irch deznglich^ ihrer Zahne untersucht werden. Ferner ^de auch ein Betrag von 300 Mark zwecks Bestellung rztes für die ONittel- und Stadt- bewrUrgt. — wer Abschluß der stä d tischen Spar- [c oureu Npberschuß von 146 000 Mvrk ergeben, hiervon wird die Halste^ als Mcklage und ein kleinerer frc!£ y1 S^^^'-L-^urLn verwendet, während der Rcs^etrag von 6a 000 Mark in die Stadtkasse fließt. Ab- gelehnt wurde von der Versammlung ein Gesuch des Ver- our Erhaltung, des Deutschtums in Ungarn um Be- Eure» Beitrags für Ueberschlvemmte unter der .Motivierung, daß die Stadt bereits einen namhaften Beitrag für die Erhaltung^ des Deutschtums in Oesterreich- Ungarn zahle ebenso ein Gesuch de-r Vereins der Hunde- freunde um Stiftung eines Geld- oder Ehrenpreises für _ cher stattfindende „internationale Hunoeausstelluna". Auf einen Antrag des Komitees zur Erbauung einer O d e n- ^Modautal-Linden fels um Leistung erne^ Beitrags zu den Kosten der Vorarbeiten beschloß die Versammlung, den Betrag von 1500 Mark zur Berfüqunq der «3«rgernreiiterei zu stellen. Es handelt sich um dte - Kilometer lange Sirene durch das Modautal, deren ' itoltett als vollspurige Schbenüahn sich aus 3 IGO 000 Mk gellen wurden. Weiter nahm die SSerfanunlmtg noch den Wmtersahrplan für die elektrische Stranenbaün an, in welchem eine nicht unerhebliche Reduzierung des Wagenverkehrs in den Morgen- und Wendstunden fcstocsetzt wird, wodurch eine Betriebs ko stenerjvarnis von 100—1^0 Mark täglich erzielt werden soll. ,. Offenbach a. M., 3. Okt. Am 26. v. M. beschloß die Sta ü t ber o rd-n e t en v e r sam m l u n g, das sog Ort->burgerg-eld «ufzuheben, wodurch eine erhebliche Qwelterwtg des Wahlrechts eintreten würde. Diesen Be- Efr Landete das Eroßh. Kreisamt als Aufsichtsbehörde. Heuie fand eine dringliche Stadtverordueien- schung Mut, die sich mit dieser Angelegenheit zu befassen hatte Nach längerer Debatte wurde efröellig üeschlosin BesKusse festzuhalten. Ein zweit-'-' Antrag de- Stadtv. Ulruy (soz.-, die Bürgermeisterei zu veranlagen, unverzüglich Beschwerde gegen die er- frlgte Beanstandung des Beschul, fts vom 26. 6eüL beim he„. Ministerium zu. erheben, wurde mit allen gegen 5 Stimmen eben,alls angenommen. w-hP ö en to p f, 3. Okt. Bei dem vorgestrigen Gc- wrtter wurde rn Roth im hiesigen Kreise die Scheuer d^s ^ermei,wrs durch Blitzschla g eiugeüschcZ uti> der Svh« des Bürgermeisters gelähmt. «tt- w^ettfthafL. )K .. ---------- ? u r ast Heater zu Wien h.iite „Rosen" ein afr BezirlsTommando wurde v e r ha stet unter d. gffiKÄW JttSÄRÄA“ - AWESU; »s■$*=”?«ti'KL'L8S6S8SÄ iÄt -eW b Br-nzessm", eine Harm- und den schulplamnäßiMn Religionsunterricht. ' EmfreM, --------—-.... - „Ifrnt begangen, dos Näheren aus. Mn habe eine £uii> Kandel. 5? bcry cmem Jahre geschlossenen LM ÄÄS® *—**i: Wai Wttt3im 554.42 Mill, gegen 509.63 ~ ,4- OEt ®raf Ladislaus Szögheuh, da i bL Ä?Ä l?L-n. Wie schon mitgeteilt, ffoehn des ehemaligen österr. Botschafters in Berlim 3 ?frnreserve von '41.03^Mil? Ml^ch^H^sg«^icsencn ,ich mit der Dsthter des amerikanischen Milliardärs ti Es M-ll. getreten Diese JnanfrmiAÄMe b^w.VchL ^ius W a nderbilt verl ° bt. Ml werfrs?°auch"dw Bemerkens- Florenz, 4. Okt. Nach einer Meldung aus Fiestl des Reich 93 65^Bll bü ^nen stmpfmg Frau To soll i ein Anzahl Journalisten, dem Wetanb ist nstt'freifr fr ÄT^ K 7- fmik da,Lr aussprach, daß sie ihre S^ahlm Mill Mill, erreicht - ^gen 1396.03 “£ 8U R-ckst bestehend betrachteten. Frau Toselli erllL« H bl3 b€C Metachchatz hat mäßiger als in ^re 6anze Sorge konzentriere sich augenblicklich m swttfmden, wird es mm ab^.ingig Küt?o& Me Ä Abank „“fr“ Unterredung gleichfalls beiwohnte, erklärte, t nfrr PL «'»« weiteren Erhöhung des schon fo I®tae weder den König von Sachsen noch die Polini - ÄÄ B°uWswm^^nötigt ' skw Lfr'^m ^lst Wie das Echo de. Parfr meldet,^ ist “XaX , K%’(ÄÄein weiterer En g ag e IN en ts-Der L?^gL ^Vet-°tm, dast die Anstalt, da die REüsse in de? mfrrlfrn Der Impresario Castard, der das Ehepaar z» am ^0- Oktober zu einer Diskonter hob um- ernlud, bot Herrn Toselli iy2 Millio nehmen mu^fr & “Uf 6 9h”3'' Zuflucht a » c s für ein se chs m o n a t l i ch e s Ga sts p i e l. D Märkte. 1 ^lttoort Tosellis steht noch aus. Wie weiter bericht Krankfnrtn.M., 4.Okt. «Telegr. Oriq.-Bericht de« Die» ?w ®rafl” Montignoso nicht ganz mittete ^°r heutigen Biehmarktpreiie " stuui ^0 koll ihrer Hauswirtin, einer Frau Monte, ein Del 0»Ä o KVliet im Werte von 2 Milteo^n^ m Rinder, 0 ans $änemaifro98 Mlber «»’sÖÄfr fr Worten anvertrant haben: „Bewahren Sie diese Hal 00..Scha'°,°^O°st«reich 13 Ziegen, frS Ofr fr ^er größten Sorgfalt auf. Sie stellt m ei ~ i d.J-' «Nantes rasPTM nrt An Xrt-v «« cif!-___. - So nntog ben 6. Oktober 1907 20. Sonntag nach Pfingsten: ,.£ Nosenkranzfest. vormittags vott 6'/ Uhr an: Geiegenhett zur heil. Beichte. r 11111 7 U^v: Ate erste hell. Liesse, vor und in derselb a 1t, AuZtellung der heil. Kommunion. * um 8 Uhr: Di^ zrvelle heilige Messe. m um 9 ’i Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5 /, Uhr: Ehrrstenlehre; darauf Rosenkranz-Andm or mit Segen. -in den Werktagen i|t täglich des abends um 61/» Ubr Roik tranz-Andacht mit Segen. *' 9 °1e Vermrsehtes. .?Ä rKu. Wie bem „D. E." aus Amsterdam Meldet wttd, rg Toselli für eine Kwnzert-Lournie m femobu und Amerika vom Impresario de M enwgfert torbeiV Cie Tournee fängt rn Holland an. Toselli wird aus der W Srau begleitet sew -Ez UZL M. meldet: Der amcrrLmische Impresario U-Lr Lorenz einen Vertrag mit Toselli, in w^ckcri '(ich der Kun)cker verpflichtet, am 1 icmQ “LfrC r ,lä? Amerika an^ulreten. Nach dem j «ti» feiner ® ew Anfrb^frLn^efrcsi t fr-fr, fr frS^- berechnete «U des frerfren1,1 « fUXS^»AÄö Lfrfr fr fr fr? frto fronen fr frLfr $W«I4' Ä*SÄJ*£5‘Äb U «toet Schaffner verletzt wurden. 1 ' 3ufli«$rcr lotote Verein für Sozialpolitik. S. u. L>. Magdebura, 2. Olt. -Tic licutige Sitzung wurde von dem Berliner Universität^' vroö-ssvr Gierke etüssnet und geleitet. An erster Stelle sprach 2 v. Roii n (Freiburg i. AreiSg.). (Sc erörterte die Fragen, sv die Ortspoltzci dem Staate oder der Stadtgcrncinde zukorni.-e, ferner mer^bic Polizei praktisch ausüben solle, ,y\ oder die Stadtgemeinde, drittens, welchen Einfluß bi - ft ädtiIchen Körperschaften auf die Polizei haben und ßl licßl'ch, ob der B ü r g c r IN e i st e r d i c P e r s ö n l ichke.it sei, der die P o l i z e i g e w alt zu k o m m e. Er erörterte ferner die Frage, wie sich das Maß des Einflusses der Polizei gestaltet, wenn sie von der Kommune ausgeübt wird. Ler Redner kam zudem Resultat, daß der Stadtgemeinde die Polizei zustehen müsse, obgleich dcr Standpunkt der preußischen Städteordnung ein entgegengesetzter sei. Durch diese Gegensätze können leicht Reibungen entstehen, die ungünstig aus die Entwicklung der Kommune einwirken. Praktisch udl' meist der Staat die Polizei aus, vielfach haben die Städte itllr das Recht, die Polizeiorganisation zu bezahlen. Nach der Praxis muß vorzugsweise dem Bürgermeister die Polizcigewalt zu stehen. Ter Einfluß der Stadt auf die Polizei ist dann groß. Im allgemeinen steht aber die Polizei mehr dem Staate zu, und cs kommt der Nutzen der Polizei auch ui erster Linie dem Staate zu. Jedenfalls ist es häufig ein Unrecht, daß die Stadt die Polizei nicht ausschließlich ausübt. Tie Stadt ist doch eine selbständige Persönlichkeit mit eigenen Interessen. Ter Staat sollte doch bedenken, daß jede Stadt ein Staat uu Staate ist, und da der Staat auch anderen Körperschaften im Staate weitgehende Rechte einräumt, so sollte er sie den Kom- tninten nicht versagen. Tie Befürchtung, daß eine Stadt Soirdcr- intcresfen verfolgen würde, ist nirgends vorhatiden. Einige besondere Zweige der Polizei mögen dem Staate bleiben, nicht nach den Mitteln, sondern nach ihren Zwecken soll die Polizei entiveder dem Staate oder der Kommune unterstehen. Das Wesen eines Rechtsstaates sei nicht nur ein formales, sondern ein praktisches. Privatdozent Tr. Sinzh- ekmer (München) spricht dioMeinung aus, daß die Ursachen der Notwendigkeit der Aenderung der Verwaltungöorganisativn dev Städte in den verschiedenen politischen Konstellationen zu finden /eien. Er stellt die Frage, ob es notwendig sei, daß die Verfassung der Städte geändert werde. Er bejaht diese Frage und tritt für das Reichstagswahlrecht bei den Kommunalwahlen ein. Er geht dann auf die Frage der Vertretung der Sozialdemokratie in den Stadtverordneten-Vcr- sammlungen ein, und erklärt cs für einen Irrtum, wenn man glaube, daß der Sozialismus seinem Ziele näher komme, wenn er die Kommunalverwaltungen einzelner Städte erobere. Tie Sozialdemokratie sei in einem Wandel begrisscn, viele alte Ansichten würden über Bord geworfen. Die Zahl der Sozialisten, die den Zukunstsstaat erringen wollen, habe sich sehr verringert, gegenüber denen, die sich mit einer Besserung der Verhältnisse begnügen. Es frage sich, ob es bedenklich sei, wenn die Sozialdemokratie in einer Stadtverwaltung dominiere, da ja der Staat seine Obcrhoheitsrechte geltend mache. Es ist kaum anzunehmen, daß sie ihre Macht dazu benutzen würde, neue Armcn- rcchtc zu formulieren und Institutionen zu schaffen,die der breiten Masse allein nützlich sein könnten. Der Redner vertritt die Ansicht, daß die Hebe mal) nie gewisser Betriebe durch die Städte, Straßenbahnen usw. oft nicht lediglich aus allgemeinem Interesse erfolge, sondern weil gewisse Kreise hoffen, durch den zu erzielenden Gewinn von weiteren Steuern verschont zu bleiben. Ter Redner forderte zum Schluß auf, sich mehr um die Arbeitcrschast zu kümmern und eine generel/e Organisationsänderung durchzuführen. — Reichstagsabg. Fr schbeck (Berlin) bezweifelt, daß die Sozialdemokratie jemals in größerem Umfange berufen sein werde, im Sinne der heutigen Kommunalverfassung wirtschaftlich tätig zu fein. Die sozialdemokratischen Abgeordneten trieben keine wirtschaftliche Politik, sondern nur P a r t e i p o l i t i k. Das kommunale Wahlrecht bedürfe der Besserung, aber nur in liberalem Sinne. Städtische Einrichtungen, wie Straßenbahnen usw., seien von allgemeinem Interesse. — Stadtrat Landsmann (Mannheim) erflärt eS für wünschenswert, bafr die staatliche Oberaufsicht über die Finanzen einer Stadt aufhöre. — Unrversi- tätsprosessor Adolf Wagner (Berlin) erklärte sich für einen Gegner eines allgemeinen Kommunalwahlrcchts, tote er auch kein Freund des allgemeinen Reichstagswahlreclits sei. Weirn man mit dem Hausbcsitzcrprivileg nicht ganz brechen wolle, so solle man den Hausbesitzern statt 50 Prozent der Stadtverordneten- plätze 10 Prozent gewähren und auch die Inhaber von Tlenst- wvhnungen als Hausbesitzer betrachten. Er lege den letzten Wahlen MM Reichstage nicht die Bedeutung eines Sieges bei, da trotz aller Wahlniederlagen die Sozialdemokratie weiter vorwärts schreite. Ueber dem Interesse der Stadt müsse das des Staates stehen. Es sei ziveämäßig, den Städten gewisse Polireirechte unter Oberaufsicht des Staates zu geben. Dieser müsse zur Aufrechterhaltung der Ruhe die nötige Machtbefugnis haben. — Darauf trat eine Pause ein. Arbeiterbewegung. Berlin, 3. Okt. Etwa 3000 Töpfergese llen waren heule vormittag versammelt, um die formelle Abstimmung über den Ausstand vorzunchnun, der tatsächlich heute früh schon in Kraft getreten ist. Einstimmig wurde beschlossen, in den Generalstreik zu treten. Ein Antrag, Lohnerhöhungen zu fordern, wurde abgelehnt. Es wurde betont, daß es sich bei dem KampfnurumdieAufrcchterhaltungdes bestehenden Tarifvertrags handle. London, 3. Olt. Ter Streik der Baumwoll-Arbeiter in Paisley in Schottland hat eine Ausdehnung erfahren. Nunmehr sind 14000ArbeiterundArbeiterin°- nen an dem Streik beteiligt. Ein Bildnis des Tirektors der größten Spinnereien wurde unter großem Geheul von der Volksmenge auf der Straße verbrannt. Es folgten Straßen- unruhcn, wobei die Behörden die Feuerwehr in Aktion brachten. Durch kräftige Wasserstrahlen wurden die Ruhestörer auseinander gejagt. § gemeinschaftlichen organisierten Waren-Einkauf. Zmf* Sassosi empfehlen: Farbige Sammet-Reste zu Mk. 1-, 1,35, 1,60 BScderno Besätze etc- Reiche Auswahl! Billige Preise! Seitersroeg 20 Mitglied der Handel s-Centrale Deutscher Kaufhäuser in Berlin und Chemnitz. Diese in ca. 250 Städten Deutschlands verbreitete Genossenschaft sichert ihren Mitgliedern höchste Leistungsfähigkeit durch Blusen-Seide in Farbcn Futter-Seide in bunt, schwarz und weiss. zu Mk. 1,50 ' Mk* 0,90 Frims Seite-Sammet 8Chwarz und farbiff * zu 2,60 Prima 3eiden-Samroet-]„L..,n7R ,,ft band mit Ltlas«e-i"°""' ' ' ' ' ' m«. “Ä 0,20,0,60,1,10 Bekanntmachung, den Wschcnmarktverkrhr vctreffeud. Mit Rücksicht aus den dermatigcn Umjang des Wocbcrirnarkt- verkehrs, für welchen der vorhandene Platz nicht ausreicht, wird diennit die Anordnung getroffen, daß alle Fuhrwerke mrt Gcgen- ständeu für den Wochcumarrtvcrkehr wahrend der Dtonate Oktober und November aus dem Oowaldsgarten aufzuuellen stnd. W’iio Gießen, den 2. Oktober 1907. Großherzogtlche Bürgermeisterei Gießen. Z. B.: E u r s ch m a n n. Bekanntmachung. Ans der Friedrich Bücking Stiftung sind um Weihnachten bs. Js. 1300 Mk. in Gaben von 150 9Jit". und 100 Mk. an bedürftige und würdige Bewohner Gießens, F-amilienhäuvtcr oder cinzel- stehende Personen, zu vergeben. Anmeldungen und bis spätestens 30. November 1907 beim städtischen Armenamt, Neuen Bäue 25 Zimmer 2 einzureichcn. Gießen, den 2. Oktober 1907. Großb. Bürgermeisterei Gießen. A. B.: Eurschmann. B4/io KWchalkch Gikßkil. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Bezirksange- hörigen, daß die bestellten Heimsparbüchsen vom 4. l. M. an bei unserer Kasse in Empfang genommen werden fötmen. Die Büchsen werden leihweise abgegeben und bleiben Eigentum der Sparkasse. Für ihre Rückgabe in gebrauchsfähigem Zustande hasten die Besitzer, zu welchem Zwecke die Einlagebücher mit Sperrvermerk bis zu 2.50 Mk. versehen werden. Die in den Büchsen gesammelten Beträge können in bereits bestehende Einlagcbüchcr eingetragen werden; neue Einleger muffen aber vor Abholung einer Büchse ein Buch über mindestens 2.50 Mk. anlegen lassen. Alle Büchsen gelangen verschlofsen zur Ausgabe, sie werden an dem dafür eingerichteten Schalter unserer Kasse durch einen Beamten in Gegenwart des Ueberbringers geöffnet, der Inhalt wird gezählt und im zugleich vorzulegenden Einlagebuch gewahrt. Weitere Auskunft wird bei unserer Kasse bereitwilligst erteilt. B7U Gießen, am 2. Oktober 1907. Der Vorstand der Bezirkssparkassc Gießen: Do ering. Statt besonderer Anzeige. 07443 £ Giessen im Oktober 1907 Margareta Brunner Valentin Lotz Verlobte« Vergebung. Für die Klinik für psychische und nervöse Krankheiten soll die Lieferung von 350 Zentnern Speisckartoffeln 5 Zentnern Tafeläpfcln auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an den Wochentagen, nachmittags von 4—6 Uhr auf dem Verwaltungsbnreau offen. Angebote unter Anschluß von Proben sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Cr- öffnungstermin: Mittwoch, den 23. Oktober 1907, mittags 12 Uhr cinzureichen. Der Zuschlag erfolgt bis zum 26. Oktober 1907. Gießen, den 3. Oktober 1907. Großherzogliche Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. I. V.: Danuemann. b4/10 1. FutterLiefermrg für die mbizmischr Pktttiuürklmk in Gietzca. Für die Zeit vom 1. November 1907 bis zum 31. Oktober 1908 soll die Lieferung von Heu, Stroh (Handdrusch), Hafer, Weizenkleie, Melasse, Oelkuchen und Hundekuchen für die medizinische Veterinär kl mit vergeben merben. 2. Berkans von Dünger. Ter in der Zeit vom 1. November 1907 bis zum 31. Oktober 1908 gewonnene Dünger soll nach bem Gewichte, so wie er sich in der Grube findet, an den Meistbietenden verkauft werden. Neflektanten werden ersucht, ihre Angebote an die Direktion bis zürn 15. Oktober d. IS. einzureichen. Die Bedingungen sind in der medizinischen Veterinär- klinik Frankfurter Straße 85 einzusehen. B2/10 Gießen, den 1. Oktober 1907. Großh. Direktiou der medizinischen Veterinartlinik. US ior|pei|cu zu lauem viu||a)intt eun appeturctzeude Henratcstc. > In Schlussel-Tuben besonders sparsam ini Lerbrauch. bs17/J Sslegenheitskauf für Pianinos. Mehrere erstklassige,hochelegantePianinosfastncu,mitgroßem, edlem Flügelwn, feinster Spielart, mit lOjährraer Garantie. 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