Montag 4. März 1907 157. Jahrgang Erstes Blatt 'Waren osb 1 unver- is. rf itstr. euheltm Kü tonb echt und borur.i doll Größe. Je komplizierter eine Natur E«gelegt ist, desto bewundernswerter wird sie von der Künstlerin irgestellt. Daher ist ibre Lanye -FuLrmaun S) es-* zmn.Ausdruck gelangen. )k irtb b eingetrofien und fehle solche in großer wähl zu N Preisen. ir! Miller, Msiraße 12. tzlje ^ymaun. Gar mandjei: schpn hat in seiner Jugend als talentlos und Lumm gegolten, der üu reisen Älter alle ilj.n früher Borgezogenen weit hinter sich ließ und mit seinen Leistungen die Welt in Bewunderung versehte. So ist es beim auch manchem Bühnen- Lünstler ergangen, der aus seinem ersten Engagement als talentlos entlassen, spater sich zu einem Stern erster Größe am Bühnen- himmel entwickelte. Ein Beispiel dafür ist die Bühnenlausvahn von Else Lehmann, ihr erstes Engagement am Bremer Stadttheater wahrte nur eine Saison; als eine vermeintlich talentlos kehrte sie ins Elrernhaus zurück, und nur einem Zufall war es xu verdanken, daß sie wieder zur Bühne gelangte, dann freilich kchon nad) kurzer Zeit tun zwei erste Bühnen, das Berliner Theater und das Wallnertbeater in Berlin. Als Künstlerin aber wurde sie doch erst entdeckt, als sie in der von dec Freien Luhne veranstalteten Ausführung von Gerhart Hauptmanns Erst- lingswerk „Lor Sonnenaufgang" die Rolle der Helene spielre. Damals schon fand der Kritiker Fontane in der jungen Dame alle Reime ihrer großen Kunst, da es ihr gelungen, war, die nach Charakter und Erziehung wunderbar gemiiüjte Gestalt der Helene liüenswahr und beglreiflick, darzustellen. Fontane sprach in jciner Rriuk die Ansicht au», ^daß die großen Wirkungen auf der Bühne immer nur von erst „Werdenden" ausgehen. Else Leh^ ■naidi aber ist bis jetzt eine Werdende geolieven, denn sie ist in [ebec neuen Stolle auch eine 'Neue, naiv tritt sie an jede neue Aufgabe heran. Lautere Natur ist alles, was sie bietet, jchlichr Nr. 53 Erscheint ««glich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Lietzener Zamllteu- blättet viermal In der Woche beigelegt und zweimal wöchentlich da? Krtlsblalt für den Kreis Lietzen. Fernlprech-An- schlußl.d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition 51 Adr-N- für Tev-ich-n: Nolatlonrdnick und Verlag 6er vrühl'ichen Univ.,Such, und SlelndruSerei. B. tätige. Reöaftion, LrpedMon und vruckercl: 5chulstr«8e 7. Anzeiger Gieße». ______ _______ _________ ihta al-W-fiil umniiM llmaschinen „neiobterM»»1 im Ban O i, ^eradLalieGetieMito Berlin, 2. März. Der Etat des Reichstages für 1907/08 enthält feine Repräs en tat 10ns gelber für den Präsidenten Grafen Stolberg, der ausdrücklich gebeten hat, von der Einstellung eines solchen Postens in den Etat wenigstens für diese Session abzusehen. — Die national liberale Fraktion deS Reichs- tages hat eine Reihe weiterer Initiativanträge emgebracht. Sie verlangt u. A. Beschränkung der Arbeitszeit für jugendliche Arbeiter in Fabriken auf zehn Stunden und Verbot der Heimarbeit für diese Arbeiter, Vereinfachung des Re ichs verstch e rungöge se tzes und Erlaubnis für Lehrlingsausbildung nur an Personen zu geben, die den Meistertitel erworben haben. — Tie Budgetkommission des Reichstages ist zum 5. März einberufen worden, um die Beratung deS Reichs- Haushaltsetats zu beginnen. ______________________ GietzenerAMger General-Anzeiger für Gberhessen Bezugspreis: moimthcb 75 Pt., viertel» jährlich Pik. 2.20. durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pt.; durch die Post Aik.2.— viertel» jährt. auSlchl Beuellg» Annahme von Anzeige« für die TageSnuniiiier bis vornutiaad 1U Uhr. Zeilenprei-. lokal 16^ aueioäilfl 2u Piermig. Lerantwor.irch Är den pohl und allgem. Teil: P. Witiko: iür ,Sladt und stand' und -tocncbteiüal*. Ernst Heß, iür den An- zeigenleil: Hans Beck bn gunslen der Kolonialpolilik auch ferner pflegen und bat die : Kaufmannschaft, ihn in seinen Bestrebungen zu unterstützen. Der Flotteuvercin, der Briefdiebstahl und die Wahlen. Berlin, 3. März. Die Morgenblätter veröffentlichen eine längere Erklärung der Präsidialgeschästsstelle des deutschen Flottenvereins und seiner Zweigstellen, in der es heißt: Seit mehreren Jahren seien zivei Brüder Oskar und Erich Janke als Registratur- und HülfSbeamte angestellt gewesen. Erich sei Ende 1906 ausgetreten, Oskar geblieben. Als der Briefdiebstahl entdeckt war, zeigte sich Oskar Janke derart betroffen, daß ihm die Tat aus den Kopf zugejagt wurde; er entfeinte sich alsbald vom Bureau und erschien nicht wieder. Tie Ermittelungen ergaben, daß von den unter Oskars Verwahrung stehenden Briefen mehrere entwendet worden sind. Andere Perfonen foumicn als Täter nicht in Betracht. Die Erllärung führt weitere Verdachts>uoinente auf und fährt fort: Als in dem Strawersahieu O. Jauke's Vernehmung erfolgen sollte, stetste eS sich heraus, daß er inzwischen im k a i h o l i f ch e u Sank Joseph-Institut z u M a 11 e b r ü g g e bei G e n t unlergebrachl war. Semen während seuier Stellung statt- gehabten G l a u b e n 0 io e d) i e t verheimlichte er, auch aiü Befragen. Em am Tage nach der Entdellung des Diebstahls in Icmke'S Gegenwart flatigehabies Gespräch wurde dein ,Bayr. Kur.", lociui auch entstellt, hüuerbracht. DieS kann mir direkt oder indirekt gegen ihn geschehen sein. Tas Blatt habe, sagt die Erklärung, daher uachiveislich nod) nach dem Diebstähle mit Janke Duette ober inDirche Beziehungen unterhalten. Der Präsident des deulfchen FlotlenvereinS, Fürst zti Salm, erläßt eine Erklärung, in der es heißt: Weder die Vereinsleitung, noch, soweit er unterrichtet sei, einer der Verbände habe nach der Auflösung des Reichstages Wahlagitation getrieben. Was von Mitgliedern des Vereins, die dafür wirkten, daß eine möglichst große Zahl nationaler Kandidaten gewählt werde, während der Wahlzeit gesagt unb geschrieben wurde, sei nicht im Namen oder Austrag des Vereins geschehen, sondern sie seien, wie es ihr Recht und ihre Pflicht als Bürger sei, für ihre Ueberzeugung eingetreten. Ter Verem als solcher habe durch das Rundschreiben des Präsidenten vom 19. Dezember v. Js. zu den Wahlen Stellung genommen und den Verbänden die Broschüren angeboten, die von nationaler Seite zur Verfüguug gestellt warten waren. Unwahr sei es, daß der Verein konfessionelle Hetze getrieben und gegen die Satzung oder den Charakter als nicht politischer Verein verstoßen habe. Bom politischen Schulstreik. Berlin, 2. März. In der gestrigen Sitzung der BudgetkomMission des Abgeordnetenhauses erklärte der Kultusminister v. Studt betreffend den polnischen Schulstreik, derselbe sei in den Diözesen Ermland und Breslau bei gelegt und in Weslpreußen in rascher Abnahme begriffen. EZ handle sich um eine Kraftprobe der natioualpolnischen Agitation. Die Staatsregicrung faßt den Streik als eine Verletzung der Schulordnung und der Gesetze auf. DerVer- such einer friedlichen Verständigung mißglückte. Die Staats- regieruug machte von ihren Machtmitteln in angemessener und verständiger Weise Gebrauch. Leider blieben eigentlich Die Schuldigen hinter den Kulissen und die Verführten mußten leiden. Die StaatSregieruug sah von Radikalmitteln wie der Befeitigung deS Religionsunterrichts und der ■p uni) 01329 1. Ais heutige Kummer umfaßt 10 Seiten, Aieußisches Abgeordnetenhaus. Berlin, 2. März. Die zweite Beratung bet Handels- unb Gewerbeetats wird fortgel-tzt bei dem Tuet .Ti-positionsfonds für gewerbliche Unter- Abg. Hoheisel (Ztr.) tritt für bie Aufnahme deS Stell- glonsunterrichte in den Plan der Fortbilvungs- I d) u l e n ein. . , „ In Tuet .Förderung der Rechtsbelehrung der Arbeiterk reife" sind 40 000 Mk. gefordert. Abg o 91 r n i m (Kons.) hebt hervor, daß dieser Posten e r - Hühl werden müsse, um der Lozialdelnokratie besser enlgegen- Ireien zu tüuuen, die eS sich augelegen sein lasse, die Heinen teilte in ihrem Interesse durch Erteilung von Auskunft m Rechtsfragen zu beeinflußen. . Hanoelvmmister Delbrück erwidert, von der Regienmg könnten nur solche AiiSkunflSsteUen unterstützt werdeii, die keiner ^arieiricylung bienten. Der Minister gibt ferner Auskunft über die in den Etat emgeslelllen Fonds. Abg. Kindler ('reis. Bp.) dankt dem Minister für die Bereitstellung von 15 0.0 'Dit. zur Errichtung von Handetshoch- j d) u l * * u r j e n an der Universität Königsberg. Beim Tuet „ßöiöcrung der Fortentwicklung des kleingewerb- lichen G e n o j s e n s ch a U S w e s e n S" tritt Abg. Tr. E r ü g e r - fragen (freis. Bp.) für eine stärkere Unterstützung des Genossen- jchauswelens ein. „ c v Der Titel wird bewilligt. Damit ist der Etat der paiidelv- und bjemerbe-Verwallung erledigt. Es folgt die Beratung der r e u ß > s ch e l» G e n o s s e n s ch a f t s k a s j e". Abg. Hammer (Koni.) richtet scharfe Angriffe gegen den Abg Eisiger. Tie Preußenkaffe solle Attllioncn verpulvert haben? Ja, für die Schultze-Delitzsd)en Geuosjeuschafieu seien die 'Millionen veraiivgaat worden. Abg. Tr. F a ß b e n d e r führt au8, daß die preußische Zentral- c,enosi?ujcha!.Skas!e die Vermittelung brlven solle, zwischen dem iDhnei lüiibe unb dem großen Geldmärkte. Deshalb wird eS sid) ■unädjl’l fragen, ob das eigene Kapital dieier Kasse nid)l zu erhöhen -i, und eine zweite Frage sei die Gleid)slelluiig der Preußischen ZelUral-Genofferrjdiastskasje nut der Seehandtting. Nedner gehl weiter aus die Besserstellung der 'Beamten Der Preußischen Zeniral- Genosseiijchaslskasie cm; notivcndig sei auch der Erlaß eines Sd)cck- Qc^y cd. Finanzminister Freiherr von Rheinbaben erklärt, daß die Prcup^iikasfe einen Umsatz von 12 'Milliarden gehabt habe. Gegen- iibcv einem ReichsbaniDiskont von 7 Proz. iverbe man nn Durch- schnitt an 4 Proz. feithaltcn können zum Nutzen der Laudwirtscha t. Eie Frage der Erhöhung des Kapitals oer Preußenbank sei im engeren unb weiteren Ausschuß sehr ernst erwogen worden. Eine schieDliche, siiedliche Teilung zwisdieii Landsd)auen unb Genossen- schaftcn jci nötig. Mit einem bestimmten Plan könne er noch nicht üinrctcu. Wir werden jebenlalls versudien, einen Weg zu sinden, ani Dein die Preußeiikasse den landwirischasllichen und anderen tzcnossenschaiicn Helsen könne. Abg. Tr. E r ü g e r - fragen (kreis. 93p.) erklärt, daß Vammer " -hanpiungcu auigestellt habe, ohne sie zu beweisen. In den Grimd- • gen bei Preußenkasse sehe er eine Konzentration der Genoßen- "'aiiSkasscn. T>e 5ionzeiuration des Kredttvertchrs ersd)eiue ihm । 'on deshalb bebenfhd), iveil babuid) der Einfluß des Staates -eslärkt, die Bewegungsfreiheit gehemmt werde. Bei einer Erhöhung es GimidlapiialS ivürde die Preußische Zcnlral-Genoßenjchaus-- a|‘je nicht wißen, was sie mit dem Gelds machen solle. Oledner .ragt, ivie es mit dem Berhällnis des Bundes der Land- wirte zur Prcußenkafie stehe. Weiler kritisiert Redner das Bcr- bäUnis der Kasse zur Mildizentrale. Piasident der Preußiichcn Zentral-Genossenschastskaße Hey- l i g e n st a d t erwiderl, Dqb der Zeniial-Genoßenschaiiskasje aus ihrer fralumg in diesem sialle fein Vorwurf gemacht werdeu körnte. Tie Erkundigungen, die er emgezogeu hatte, konnten sid) nur darauf 6eid)iänfcn, ob eine Gefahr für die Kasse vorliege. Ten kleinen Kaufleuten könne die Zeniral-GenoßenschaUSkasse nur helfen, wenn sie sich zu den ertorteilidieit Organisationen zusainineiigeschtoßen hätten. Alle Herren, Die die Sache kennen, würden besiängeu, daß die Zcnlralkasje nur in die Tätigkeit unb Selbständigkeit der einzelnen Geiioß'cnsd)aslcn emgegrisien habe. Auf die Tidkonipolitik der Reichsbank hat die Geiwssenschaslskasie keinerlei Einfluß geübt. Tie Transaktioucn, die die Kasse mit Hülfe der Reichs baut in biescm Jahre gemacht habe, unier)d)eiben sich in nichts von den Geschälten, die die Zciural-Genosjeuscha|tskasje auch sonst mit der Reld)sbank maditc. fricrmti vertagt sich das Haus. Deutsches Reich Berlin, 3. März. Heute abend waren beim Kaiser zum Lee geladen Professor Bürgest und Gemahlin, Kultusminister Dr. v. S r u d t und Professor Dr. Harnack. — Der Kaiser empfing gestern vormittag den Nordpol- f a h r e r A m u n d s e n und verlieh ihm den Kroneirorden erster Klasse. Er wohnte am Nachmittag einem Bortrage Amuildsens int Architektenhause bei, wobei alucb Kultusminister Dr. Studt zugegen war. Nach dem Bortrage teilte Professor Hellmann mit, daß die geographische Gesellschaft Amundsen die goldene Nachtigall -Medaille verliehen habe. — Am Abend fand beim K a i s e r p a ar e das Botjchaf- t e r - D i n e r statt, an welchem die vier beglaubigten Botschafter, der Reichskanzler Fürst Bülow und Staatssekretär v. Tschirschky mit Gemahlinnen sowie pudere Würdenträger teilnahmen. 1 — Gin Ka iserwort, das die jetzige Stellung des Kaisers zu den beiden Architekten Messel und Stadtbaurat Hoffen a n n im Gegensatz zu früher beleuchtet, kursiert in Kreisen, die es wissen müssen. Man erinnert sich, das; der Kaiser früher den Bauten Messels keine allzu grasten Sympathien entgegenbrachte und dast er an dem Hoffmannschen Plane des MärchenbrunnenL. mancherlei auszusetzen hatte. Als nun jüngst die Rede auf diele Vorkommnisse kam, wehrte der Kaiser lächelnd ab und sagte: „T e m p i p a s s a t i!" — Die Gerüchte von einem nahe bevorstehenden Rücktritt des Kultusministers Dr. Studt entbehren, wie die „Post" authentisch Mitteilen kann, jeder tatsächlichen Unterlage. Nach der Ansicht unterrichteter Kreise ist die Stellung des Kultusministers zurzeit fester als je. Sollte, so sagt das genannte freikons. Blatt weiter, Herr v. Studt, was in Anbetracht seines AlterS nicht unwahrscheinlich ist, nach einiger Zeit seinen Posten verlassen, so geschieht dies jedenfalls nicht wegen Konflikts im Staatsministerium. Ws sein Nachfolger soll dann, wie man in Kreisen, die dem Kultusministerium nahe stehen, annimmt, in erster Linie der jetzige Handclsministcr Dr. Delbrück in Betracht kommen. — Wie die „Tägl. R." hört, zeigt sich die preust. Regierung Handelsminister Delbrück als Nachfolger des Kultusministers v. Studt nicht in Betracht. Ins Auge gefaßt ist weder er iroch Universitätsprofessor Harnack, sondern ein,höherer Verwaltungsbeamter, der in den Streitfragen, die auf dem Gebiete des Kultusministeriums liegen, ein unbeschriebenes Blakt i|t. Der Handelsminister ist vielleicht auch zu einem anderen Amte bestimmt, aber nicht für ein anderes Ministerium, smrdern für ein S t a a t s s e k r e t a r i a t des Reiches, wenn dieses einmal frei werden sollte. . — Wie die „Tögl. R." hört, zeigt sich die preutz. Regierung jetzt geneigt, den Wünschen des Abgeordnetenhauses nach einer allgemeinen Erhöhung der Beamtengelder ent- gegenzukommen. Die Ausarbeitung einer entsprechenden Vorlage joli demnächst in Angriff genommen werden. Da die Arbeiten hierfür aber längere Zeit erfordern, wird der Gesetzentwurf dem Abgeordnetenhause in dieser Session nicht mehr zugehen können; man rechnet aber mit Bestimmtheit darauf, daß er dem Landtage bei seiner nächsten Session vorliegen wird. — Betreffs der Kinder - und Frauenarbeit in der T a b a k i n d u st r i e hat der Bundesrat beschlossen, daß die §§ 135 bis 139 b der Gewerbeordnung (Verbot bezw. Beschränkung der Beschäftigung von Kindertt, jugendlichen und weiblichen Arbeitern) auf Werkstätten Anwendung finden, in denen zur Herstellung von Zigarren, Zigaretten, Rauch -, Kau-, oder Schnupftabak erforderliche Verrichtungen vorgenommen oder fertige Tabakwaren sortiert werden. Dies gilt für Werkstätten mit Motorbctrieb, auch wenn in ihnen in der Regel weniger als zehn Arbeiter beschäftigt werden. Ausgenommen bieiben solche Werkstätten, in denen ausschließlich zur Familie des Arbeitgebers gehörige Personen beschäftigt werden. — Gegen die für den Handelsvertrag mit den Bereinigten Staaten angeblich in Aussicht genommenen Konzessionen auf dem Gebiete der F l c i s ch e i n f u h r richtet, wie die ,»Allg. Fleisck>erztg." mitteilt, der Deutsche Fleischerverband eine .Eingabe an das Reichsamt des Innern. — Gestern lief die Frist zur Einreichung von Wrfflprotesten ab. Gegen 7 7 Wahlen wurde Einspruch erhoben. Barmen, 3. März. Hier haben der Wahlverein der Fortschrittspartei, der nationalliberale Berein und der Verein der nationalliberalen Jugend gestern die Gründung einer allgemeinen liberalen Volksvereinigung beschlossen. Köln, 4. März. Die rheinische Zentrumspresse behauptet nach Mitteilungen .aus absolut zuverlässiger Quelle, daß die Reichsregierung die Gründung einer Wochenschrift betreibe, die die national-katholische Bewegung durch Freimachung der katholischen Wähler vom Zentrum fortführen soll. Hervorragende Katholiken, darunter mehrere Prälaten, sollen an der Spitze des Unternehmens stehen. Ausland. London, 3. März. König Eduard, welcher morgen die Reise nach Biarritz antritt, wird dort vier Wochen Aufenthalt nehmen. Am 5. oder 6. April trifft der König in Marseille mit der Königin Alexandra zusammen, worauf das Königspaar gememschaitttcu sich zu einer Kreuzfahrt -aus dem Mitteimeer einschistt. Obgleich das Programm für die dreiwöchentliche Kreuzfahrt noch geheim gehalten wird, vertäutet doch, das Königspaar werde Neapel besuchen. Nach Beendigung der Kreuzfahrt, welche in Venedig oder Genua abgebrochen wird, reist das Königspaar nach England zurück. Paris, 3. März. Der Deputierte und frühere Bauten- minister B a u d i n, wurde gestern abend, als er sich in Begleitung einer Dame befand, von einem Herrn auf offener Straße geohr- feigt. Zniolgedeiseu wird zwischen Vaudm und seinem VLngreuer ein T u e l l staltsindcn Die neue Nebenbahn Lich°-Grünberg. In der von uns bereits mitgeteilten Regierungsvorlage über die Herstellung mehrerer Nebenbahnen loirö über die Nebenbahn von Lich nach Grünberg folgendes ausgeführt: Tas Projekt einer Nebenbahn von Lich nach Grünberg hat bereits vor 12 Jahren den Landtag beschäftigt, wurde aber damals nicht weiter verfolgt. dLachdem jedoch die Linie Butzbach—Lich gebaut ist und betrieben wird, regte sich der Wunscy nach einer Fortsetzung dieser Bahn bis Grünvecg wieder lebha,t. Nach längeren Verhandlungen hat sich die Butzdach-Licher Eisen- bahn-Akticngeselischast zur Stellung eines Konzessionsgesuches für die genannte Linie entschlossen. Die Bahn soll vom N e b e n b a h n h o s Lich ausgehend und dem Wettertal über Nieder-Bessingen, Ober-B essin- gen folgend bei Münster in das Tat des Eschersbaches einbiegen und über Ettingshausen, Harbach, Queck- born nach Grünberg fuhren, um daselbst mit den Gleisen der Staatsbahn verbunden zu werden. Die gesamte Länge der Bahn beträgt 18,7 Kilometer. Das beabsichtigte Bahliunternehmen wird dem Gesetz vom 29. Mai 1384, die Nebeuoahnen betr., unterstehen. Die Bahn, die eingleisig ausgebaut werden und iwrniiaie Spurweite erhalten soll, wird dem P e r s o n e n - u n d dem Güterverkehr dienen und mittelst Dampskrast betrieben werden. In dem zu erschließenden Gebiet liegen außer zahlreichen landivirtschastl. Betriebe viele Basaltsteiniverkc, Toii- und Sandgruben, sowie Braunkohlen- und 'E i s e n st e i n l a g e r, welch' letztere bisher mangels einer guten Verbindung mit den Staatsbahnen entweder gar nicht in Angriff genommen wurden oder deren Betrieb wegen Unrentabilität wieder eingestellt werden mußte. Die bei Grünverg, Ettingshausen und Munster liegenden großen fiskalischen Waldungen werden nach Erbauung der Bahn ihre Hölzer leichter und befser durch billige Verfrachtung verwerten können, auch ist dir Piöglichleit eines leichteren Austausches von Vieh und landwirtschaituchen Produkten gegeben. Män erwartet, büß die neue Bahnverbindung nicht nur den inreressierten Gemeinden wrientliche Vorteile bringen, sondern auch die B e t r i e b s e r g e b n i s s e der 'Nebenbahn Butzbach — Lich, die bisher ungünstig waren, Derbificrn wird Die Gemeinden haben ihr Interesse ,.u der neuen Bahnverbindung durch kosten- und lastenfreie Geländestellung und durch Uebernahme des auf 490 000 Ml. bemessenen Obligationenkapitals betätigt, während das Aktienkapital im wesentlichen von der Firma Lenz u. Co. übernommen wird. Die Großh. Regierung glaubte daher, die Bewilligung eines Beitrags von 30 Prozent der auf rund 1442 000. Mk. veranschlagten wirklichen Baukosten einschließlich der Kosten der erstmaligen Beschaffung der Betriebsmittel, d. h. einen Beitrag von etwa 432 600 Alk. zu dem Unternehmen in Aussicht stellen zu sollen. Die Großh. Regierung ist zu dieser Bemessung der Staatsbeihilfe durch die Erwägungen gelangt, wie sie in der Begründung zu dem Gesetz vom 22. dLovember 1905, die Herstellung mehrerer Nebenbahnen betr., niedergelegt sind und worin darauf hingewiesen wird, daß bei Bemessung des Staatszuschusses nach scsten lilometrischen Sätzen bei Bahnen in ungünstig gestaltetem Gelände weder durch die beteiligten Gemeinden noch durch Privatunternehmer eine Finanzierung zu erzielen ist und es daher richtiger erscheint, einen prozentualen Betrag der wirklich e n B a u ko st e n als Zuschuß in Aussicht zu nehmen. Auch bei dem in Frage stehenden Projekt war eine Finanzierung nur möglich bei Gewährung eines Staatszuschusses in der angegebenen Höhe. Die Konzession soll bis zum 30. Sept. 1957 erteilt und die Dauer der Konzession der Stammlinie Butzbach—Lich bis zum gleichen Zcitpuntt verlängert werden Aus Stadt und Land. Gießen, 4. März. • • Stadttheater-Neubau. Rian schreibt uns: Nachdem nun auch die in getriebenen Kupfer hergestellte Mittclgruppe der Bekrönung der Hauptfront anfgestcllt iü, wird mit dem äußeren Verputz der Facade demnächst vor> gegangen werden. Im Innern des Hanfes sind die Stuckarbeiten so weit geföidert, daß man bis Ostern damit fertig sein wird, so daß dann mit den Schremerarbeiten begonnen werden kann. Mit der Herstellung des Zementfußbodens hat man bereits angefangcn und noch in diesem Monat soll der Lmoleumbclag m Angriff genommen werden. Der von der Firma H. Lehmann n. Co. A. G. in Berlin gelieferte feuersichere eiserne Vorhang schließt schon die Bühne von dem Ziischauerrarlm ab. Außer dem Hauptvorhang, den bekanntlich der Historienmaler Koberstein aus Berlin zn malen übernommen hat, wird die Bühne noch einen Wagner- Vorhang erhalten (Sloffvorhang 511111 Oeffnen nach der Seite imd nach oben) und auch mit emem den Schall dämpfenden Vorhangsabschluß versehen werden, so daß das Geräusch von Arbeiten, die auf der Bühne m den Zivischenpausen vorgenommen werben, im Zuschauerraum nicht hörbar sein ivird. Die Lieferung des letzterwähnten Vorhangs ist Professor Lütckemeyer in Cobnrg übertragen. Sämtliche Vorhangs- abschlnsse bewegen sich von oben nach unten; sie werden nicht etwa aufgerollt, sondern hängen bei offener Szene im oberen Teil des Bütmenhallses. Nach der ganzen Einrich- lung ist das Versagen eines Vorhaliges ausgeschlossen. * * Aus b e ni Bure a u u • e t u 0 r r 0 e a t er S. Als 14. TienStags-AbonnementSvorstelliing findet morgen eine letzte Wiederholung von ^Preciosa" statt. Die Auf- führung wirb unterstützt durch bic Kapelle bes hiesigen Infanterie-Regimentes unb bie Mitwirkung von Milgliebern hiesiger Gesangvereine. Auf Anfragen fei bemerkt, baß eine Aufführung von .Preciosa" für dieses Jahr als Volks- vorstellilng ausgeschlossen ist, da die noch ausstehenden zwei Volksvorstcllungen bereits feststehen. Besonders erivähnt sei, daß in der morgigen Preciosa-Vorstcllnng Fran Bayr- f)ammer die Titelrolle spielen ivird. ’* Gießener Konzertverein. Marteau-Konzert am 5. März. Zur Orientierung unserer Leser lassen wir nachstehende, uns zngchende Notiz folgen: Henri 2)1 arte an ist 1874 zu Reims geboren, studierte bei Leonard in Paris, und trat nach dessen Tode 1891 m das dortige Konservatorium ein, koiizcrtierte dann in London, Wien und anberwcirtS unter HanS Richter, 1892—94 machte er eine Tournee durch Amerika, 1894—99 eine solche durch Skandinavien, lebte dann eine Zeitlang in Paris unb jetzt wieber in Genf. Als Geiger hat sich fUlarteau im Sturm bie Welt erobert, Neuerburgs ist er auch als Komponist erfolgreich hervorgetreten. In einem Konzert, welches et in Berlin gab, würben bie Lieder mit Ltreichquartettbegleitung als der Glanzpunkt des Abends hervorgehoben, nicht nur wegen der eigenartigen Verschmelzung der Slngstimme mit den Streichinstrumenten, sondern weil es eben gediegene Kompositionen sind. "'Das zweite Wohltätigkeitskonzert der Gießener Hassiavereine zum besten hilfsbedürftiger Veteranen war wiederum sehr gut besucht. Der sJlene Saalbail war außerordentlich reichhaltig unb schön dekoriert, beim die „Union* hatte in bereitwilligster Weise bie Dekoration für ihre am Abend vorher abgehalteue Festlichkeit den Kneger- üercinen zur Verfügung gestellt. Tas reichhaltige Konzert- programm wurde abermals in bester Weise durchgeführt und sand den lebhaftesten Beifall. Znm Schluß nahm der Vorsitzende des Knegervercins Hauptmann b. L. Gabriel Ver- anlaffiing, seiner Genugtuung über den Erfolg des Unternehmens Ausdruck zu geben unb allen, die zum Gelingen beigetragen hatten, wärmsten Dank auszusprcchen. * * In Fräulein Minna Körner's Schule für höheres Klavierspiel fand am Samstag eineKonzert- Aufführung der vorgeschrittenen Schüler unter Zuziehung befreundeter Instrumentalisten statt. Das dadurch ab- wechselnngsreiche Programm enthielt Solos, Duos und Trios von Pergoleje, Haydn, Beethoven, Weber, Klengel unb Soendien. Sämtliche ^Darbietungen bestätigten unser wiederholt abgegebenes Urteil, daß Frl. Körner mit großrr Gewissenhaftigkeit, verbunden mit einer ausgezeichneten Methode, ihre Schüler zu fördern weiß. * * Warnung. Tie ausländischen 9trbeiter auf dem Bergwerk unb an sonstigen Baustellen pflegen in Kolonnen einen Koch anznslellen, bet auf der Arbeitsstelle bic Speisen znbereitet. Ter Koch entnimmt in der Regel bei hiesigen Geschäftsleuten die Waren auf Kredit und verspricht, an jedem Zahltage zu bezahlen. In letzter Zeit sind nun mehrfach die Herren .Köche", nachdem sie von ihren Landsleuten bas Geld einkassiert hatten, verschwnnben, ohne ihre Schnlbcn bei den Geschäftsleuten zu begleichen. Erst vor 14 Tagen ging einer durch, von dem ein Kaufmann 240 Mk. und ein Bäcker 74 Mk. zit bekommen hatte, und am verflossenen Samstag verschwand wieder einer, der bei einem Wirt 447 9)1 L Schulden hinterließ. Vor solchem Kreditgeben kann nur gewarnt werden, denn es ist fraglich, ob Betrug vorliegt, unb sonst kann man ben Gaunern nicht beifoinmcn. * ** Schlechte Zelten. In verflossener Nacht wurden nicht weniger als sieben Personen wegen Tru nkenh e!k und Obdachlosigkeit verhaftet. * * Für Militär an Wärter Wichtig ist eine Entscheidung des Oberlcurdesgerichts Celle, Wonach unterschiedliche Gr- haltsfestsetzungen für Zivil- und Militäranwärter nicht zulässig sind. Eine eingehende Begründung dieser Entscheidung perössent- licht die „Hessische Beamte n-Zt g.", in der wir auch einen wörtlichen Abdruck der neuesten Eingabe des Richtervereins zu dem für alle Staatsbeamten bedeutungsvollen Gesetzentwurf über die Gewährung von W 0 h n u n g s g e l d z u s cb ü s s e n, ferner die Fortsetzung eines für Vermessungstechniker recht interessanten Aufsatzes über die Anfertigung von ausführlichen Eisenbahn- Vorarbeiten und noch einiges andere Lesenswerte für Beamte finden. * * Der Zentralverein für Hebung der deutschen Fluß- und Kanalschiffahrt hält am 13. März in Berlin feine ordentliche Hauptversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen die Kanalprojekte im mittleren Stromgebiete des Rheines und zwar bic Kanalisierung der Mosel und der Saar und die Frage der Kanalisierung der Lahn. Für das erstere Thema haben Dr. Kreuzkam-Berlin und Handelskammer-Syndikus Dr. Tille-Saarbrücken den Bericht übernommen, während über die Frage der Kanalisierung der Lahn Handelskammer-Präsident Generaldirektor Kaiser- Wctzlar Vortrag halten wird. Zum Schlüsse wird Handels- kainmer-Syudikus Dr. Metterhausen-Kassel einen Vortrag „über die Wandlungen in der deutschen Binnenschiffahrt in ben letzten 30 Jahren" halten. t Reiskirchen, 2. März. Gestern abend fand im Saale des Herrn Guntrum zum Besten bes Krieger- und des Flotten Vereins eine Lichtbildervorstellung statt. Der geräumige Saal war bis zum letzten Platz gefüllt, sogar aus ben umliegenden Ortschaften waren Zuschauer herbeigckommen. Gezeigt würben ungefähr 150 Bilber, u. a. bie Kriegsschiffe Preußen und Korn, verschiedene Torpeboboote, Unterseeboote, die 1896 erbaute Iltis sowie bas zum Andenken an die Gefallenen derselben errichtete Denkmal, das Leben und Treiben auf den Schiffen unb eine Schiffstaufe, bie burch unseren Kaiser vollzogen würbe. Die zweite Serie enthielt Bilber aus unseren Kolonien. Wir können konstatieren, baß bie Besucher den Saal mit dem Bewußtsein verließen, einen genußreichen Abend verlebt zu haben. — Letzle Woche weilte bie Betnebsinspektion Gießen der preußisch-hess. Eiseubahngememschaft hier, um mit den Anliegen deS zur Erweiterung des hiesigen Bahnhofes nölig werdenden Geländes zu verhandeln. Ursprünglich war geplant, ben Güterbahnhof zum Teil auf bie östliche Seite der Straße Gießen-Grüuberg zu verlegen, ba aber mit oerschiebenen Anliegern auf dieser Seite eine Einigung nicht zu erzielen war, kommt jetzt der ganze Bahnhof auf die westliche Seite zu liegen. Vorgesehen sind außer dem Hauptgleis ein Kreuzungs- unb em Ladegleis, sowie eine Viehrampe unb ein größerer Güterschuppen. Man hofft die ganze Arbeit bis zum Herbste zu bewältigen. Für ben Umbau sind, 70000 Mark vorgesehen. □ Grünberg, 3. März. Schwerverletzt würbe, ein Arbeiter aus Lehnheun auf der Straße nach Lehnheim aufgefunben. Er war von einem anderen Arbeiter überfallen unb durch Messerstiche berartig zugerichtet worben, baß er ohnmächtig zu Boden sank. Der Unmensch nahm einen Stein unb bearbeitete ben Kopf seines Opfers. Leute eilten herbei, verjagten ben Unmenschen unb brachten ben Bewußtlosen nach Hause. Ter Täter wurde bereits namhaft gemacht. — Einen schweren Unfall erlitt der junge Landwirt Erb -Stangenrod dadurch, daß ihm fern Pferd einen Schlag gegen den Unterleib versetzte. Ter Verletzte ist dec einzige Sohn seiner Eltern. — Im nahen Merlau findet am 30. Jiini das Ohm-Liimda-Sängerbundessest statt. Gleichzeitig begeht der dortige Gesangverein sein 25- jähriges Stiftungsfest. △ Butzbach, 2. März. Wie mitgeteilt wirb, hat bas gestern gebrachte Programm für ben D e l e g i e r t e n t a g bes G a st w i r t e v e r b a n b s nur bie teilweise Genehmigung bes Vorstanbes bes hiesigen Wirievereins gefunben. Ein definitives Programm kann erst nach einer demnächst noch ftattfinbenoen Vorstandssitzung ausgegeben werben. — Auch hier ist beabsichi- ligt, wie an vielen anberen kleineren Plätzen einen liberalen Wahlverein ins Leben zu rufen, bein auch in kommunalenj Fragen Gelegenheit gegeben sein wird, für ben entschiedenen Liberalismus einjutreten. In allernächster Zeit wirb Dr. Strecker- Bad-Nauheim zum Zwecke einer Organisation hier einen Vortrag halten. + Friedberg, 3. März. Gegen den 1. Direktor der landwirtschaftlichen Hauptgenoffenschaften, Oekonomierat Sch lenke war, wie seinerzeit nutgeteilt wurde, eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen seiner Geschäftsführung erhoben worben. (Jetzt erfahren wir, daß dis "Anzeige als in jeder Beziehung unbegründet ziirückgewiese\n worben ist. Wir hatten s. Zt. unserer Verivimberimg über bie so spät erfolgte Anzeige Ausbruch gegeben, durch bie der Anschein erweckt wurde, als ob man lediglich eine Gegenwirkung in der bekannten Affaire Hirschel und deren Verschleppiing habe herbeiführen wollen. Wir freuen uns, nicht zuletzt auch im Interesse der laudw. Haupts genossenschaft, über diesen Aiisgang der Angelegenheit. D. Red.) = Friedberg, 3. März. Alit dem Projekt der Er-j bauung eines Volks-, Schwimm- und Brausebades beschäftigt sich gegenwärtig die öffentliche Meinung sehr leb-, hast, wobei die Notwendigkeit der Errichtung fast von deü gesamten Bevölkerung energisch vertreten wirb. Da bie Stadt für bie nächsten Jahre sehr große Ausgaben hat-—Kanalisation, Kläranlage, Vergrößerung des Wasserwerks u. a. m. —, so hofft man, die Bausumme durch Zeichnen von Aktien durch die Bürger aufjubringen. Die Gesamtk 0sten werden ca. 160000 M k. betragen,' 50 000 Mk. sind bereits gestiftet unb 30 000 Mk. will bie| Stabt zur Verfügung stellen, sodaß noch 80 000 Mk. durch Aktien von der Bürgerschaft aufjiibtingen sind. Die Stadt will jedes Jahr Aktien in Höhe von 3500 Mk. ankaufen, sodaß bas Bad in 25 Jahren im Vollbesitz der Stabt ist. In den nächsten Tagen beginnt zwecks Zeichnungen von Aktien eine Liste zu zirkulieren. Q Hungen, 3. März. Die Kreishaushaltungs- schule eröffnete hier einen achtwöchigen Kursus, an dem 24 Mädchen teilnehmen. — Zwei Nachbargemeinden, Utphs und Treis-Horloff, haben die Erbauung von Wasserleitungen im Anschluß an das staatliche Wasserwerk Lauter beschlossen. Die Rohrleitimg ist für TreiS-Horloff 3 Kilometer lang, der Hochbehälter faßt 100 Kubikmeter, für Utphe wirb ein 20 Nieter hoher Wasserturm erbaut. — In Ober* Bcsingen wurde m die Gastwirtschaft Horstend arg ein* gebrochen, Türen unb Fenster emgefchlagen und Speisen, Getränke unb Zigarren gestohlen. erverleht wutbe Straße nach Lehn, iberen Arbeiter über- -"gerichtet worden, ^RichL W en tzMvereuiz • r-chl iJhP'Jttner !Nen gj l«nta ,tottk iFgJt > LI3A der M B-- birettgr i'^ning «text JtS*• v* i5u bericfh lt’8 '01öle eo11 'ni* ®Wn und eine > °9en wurde. Die 11 Kolonien. $jc \*A mit dem Abend verlebt w »mspestion Gießen "'er. uni mit den ?leltfttit Bahn. Win. Uchmnhlch die östliche Leite der er mit oerschiedenen mtW zu erzielen «e westliche Leite :m hanpttzlers cm 14 ^lehrampe und 1 bie ganze Arbeit den Umbau sind meS Opfers. Leute i und brachten den rbe bereits namhaß tt der jungt Land- \\ sein Pseed einrr, x MÄCtzte \\l btt en Merlan findet ängerbundcssest cjangverem sein 25« eteilt wird, N das [egiertentag des je ©ene^igung bei löen. Sa definitives lt iudj |latt|inbenöen '.ui bin ist beabsich- n einen liberalen auch in tommunalen n entschiedenen £ibt< wird Dr. Streckei. [ hier einen Bortraz n den 1. Direktsten, Cefonomieti wurde, eine Anzeige neu seiner SeM- ihren wir, daß bit na unbegrunbel «tun f. 3t."* le Snyigt Mta. routbt, «15 °b «' S ' schien wollen, sseberlanbw.^ L V*?“® und«"' ° rrl*"䣫 bie Stolt * 6beS -ffiaii“' Je &>*"““ °'Z 1 ’Sfsä “LÄ I 3o°° ” Stolt * flS* * gen !>"-! ' UlpD« W,1,l"?“ ‘ ett i#*' s 3 -iE Ui* «" (inet«-n« 01"' ii«"1, r(ni)i ns - 8o‘ „ unb ##* 01418 ©lefeen, den 4. März 1907 1486 Mögen, den 2. Mürz 1907. Lanrlagung. ß-ür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sänne für die zahlreiche» Bluueenspenden sagen innigen Dank Die trauernden Hinterbliebenen Familie Kuhl Danksagung. ßür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Sohnes und Bruders sagen wir imrigen Dank. Familie Konrad Hahn R t v£\ i - • -K I & I von Landgemeinden erhallen. __ tc. Weilburg, 3. März. In dem Flecken Löhnberg ist ein B i e r t r i e g auSgebcochen. Ueber 200 Biertrinker haben ihn in einer öffentlichen Versammlung den Bierbrauern und Wirten erklärt, weil diese den längst gehegten schwarzen Plan, den Bicrprciö zu erhöhen, zur Ausführung gebracht haben. Ter edle (Äerstensaft soll nur noch beim Wirt Knodt geschlürft werden, weil dort der Preis beim Alten bleibt. st Franken berg, 2. März. Gellern machte hierein hei seiner Tochter zu Besuch weilender Herr aus Wrtzen- h aus en seinem Leben durch Erschießen ein Ende. — In Oberorke ist eine umfangreiche Masernepidemie ausgebrochen. Ta von 40 Schulkindern nur noch 6 zur Schule kamen, mußte sie geschloffen werden. 3- B.: Auri ch mann. Vermischte». * Berlin, 2. Marz. In der vergangenen Nacht wurde die gesamte Familie des Oberzahlmeisters im 3. Garde-Infanterieregiment zu Fuß, Sagawe, mit Ausnahme des Vaters plötzlich von religiösem Wahnsinn befallen. Die 47jührige Ehefrau überfiel mit den beiden 24 und 20 Jahre alten Töchtern und den 23 und 16 Jahre alten Söhnen den im Bett liegenden Vater, der lungenleidend und seit niehreren Tagen dienstunfähig ist, und mißhandelten ihn unter fortwährendem Beten. Erst gegen 2 Uhr nachts gelang cs Sagawe, nachdem durch Hausbewohner, die das Stöhnen gehört hatten, durch einen Schlosser die Tür geöffnet war, aus der Wohnung zu entkommen. Die Familie verrammelte darauf die Tür und verweigerte jedem den Eintritt. Die Unglücklichen sind heute nach der Irrenanstalt Herzberge _ übersührt morden. Die Affäre hat ferner zu der Verhaftung der Gesundbeterin Gräfe geführt, die das ganze Unheil herbeigeführt hat. * Das neueste Eisenbahnunglück. „Daily Mail" meldet aus Ottawa: 100 Meilen westlich von hier stieß ein Personenzug mit einem Güt er zu g zusammen. Die Lokomotiven beider Züge wurden vollständig zertrümmert. Der Packwagen des Persouenzugcs entgleiste, während die Personenwagen in Brand gerieten. Zwei BetMEtt-,rchung. Anmeldungen zum Bezüge der Süottschcu Stiftnnaszinfea für 1907 (Ciccroel*)) nimmt das Siuvrnmc ArmcuauU m der jeit vom li bis 2b. ds. Mis. waljrcnü der Amrsstundeu entgegen. Gießen, den 1. März 1907. Die Armen-Deouialion der -Ltadt Gienen. Uuricuuia» n. UttLvcrsitcits-Ncrchrichten. Berlin, 2. Mär^. Der erste Inhaber der Roosevelt-Professur, der amerikanische Professor John W. B n r g e ß von der (iolumbm- llnivcrntät m Neivyörk, verabschiedete sich Heine mittag in feierlicher Weise von der Reichshtniplsladt und danni zugleich von der etätte seiner bisherigen, überaus er'olgreichen Lehrtätigkeit. Der Kiittus- minister Dr. v. Siudt richtete Tankcsworte an den Scheidendem dessen erfolgreiche Lehrtäligkeil und freigebige Stiftung der Bibliothek er rühmend hcrvorhob. Er überreichte Prof. Durgeß eine Prachtausgabe des Albelungenwerkes als Erinnerungszeichen der Uuter- richtSverwaltung. Der '1Unulter bctonic, daß der Professorenaustausch ein einigendes geistiges Baud um die beideu Bolter schlinge, das fester als alle Verträge sei. Paffagiere verbrannten bei lebendigem Leibe, außerdem wurden 10 Passagiere schwer verletzt. * New York, 3. März. Die Restaurationen links der Broadways waren heute morgen nach bent Theaterbesuch mit Gästen überfüllt, als um 12 Uhr 13 Mm. ein starker Stoß die Gebäude erschütterte. Begleitet war das scheinbare Erdbeben von dumpfem Dröhnen. 10 Sekunden währte es. Es brach eine Panik aus, wie sie Ncw- york wohls noch nie erlebt hat. Jedermann schien zu glauben, die Stadt werde von einer Katastrophe, wie in San Francisco, heimgcsucht werden. Das Bezahlen vcr- geffend, stürzte Alles ui wilder Hast aus den Restaurants. Auch die Hotelgäste flüchteten im Nachtkleid. Tic Gewalt des Stoßes hatte auch die Schlafenden in den Wohnungöviertcln geweckt, wo aus allen Häusern halb an- geklcidete Leute nach der Milte der Straße liefen. Durch kopflose Menschen alarmiert, jagte überall die Feuerwehr durch die Straßen. Die Polizei versuchte zur Beruhigung der Aufgeregten das Gerücht zu verbreiten, daß eine Explosion, nicht aber ein Erdbeben stattgesunden habe, und trieb erst nach eitler halben Stunde die angsterfüllten Massen auseinander. Endlich stellte sich heraus, daß zwei Meilen von Newyork bei Homestead im Staate New-Jersey eine Explosion von tausend für einen Tunnelbau bereit gelegten Pfund Dynamit stattgefunden hatte. * K l CI» e T a g C s ch r 0 u i l. In Hamburg erschoß ft ui ein Musketier, in dessen Schrank bei einer plötzlichen Revision anarchistische Schriften gesunden winden, unmittelbar daraus mit seinem Tienstgewebr. In seiner Tasche nntrbe cm Brie gesunden, in dem er dem Relrulcnoisizier und dem Rekrutengcireitcn iür gute Behandlung dankt. — In Düsseldorf wurde die Leiche der fett 14 Tagen verschwundenen lchähiigen Enuna Berusch in der Tüssel nut Verletzungen auigeiunden. Es liegt auscheineno en, Lustmord vor. — In London feuerte ein junger Alaun, welcher auf einem Bahnhof verhaftet werden sollte, aus die Polizetagentcn Rcvolverfchüsse ab, wodurch ein Polizeiagcni getötet und ein Bahn- ainjehcr schwer verletzt wurde. Ter Atteutäter sprang durch cm Fenster des Bahnhoisgebäudes aiü bie Straße und verletzte noch eine Person durch einen weiteren Schuß. Alsdann verübte er Selbstmord, indem er sich eine kugel in den Kopf schoß. — Bnrch eine Explosion in der Kohlengrube m Holden unweit ectnnlon (Nordamerika) wurden 30 Bergarbeiter getötet ober schwer verletzt. Bis jetzt sind 4 Leichen sowie 8 Schwerverletzte zutage gefordert. — Die Ortschaft Washington (Areanjas- wurde durch einen Zyklon heimgesucht. Sticht em einziges Haus ist unversehrt geblieben, .lie 3«bl der umgekommenen Bewohner soll bebeutenb sein, bisher sind 2 Tote und mehrere Schiververletzte aus den Trümmern hervorgezogen worben. Tie Ortschcut zähl'e 2000 Einwohner. — An, Kaiibitzer Forste (Schlesien) stürzte beim Baumfällen em starker Baum unvermutet um und fiel aus eine Anzahl Personeti. Eilt Forsteleve wnrbe getötet, ein Arbeiter wurde verletzt. — In Tri e r siiid die Diebe, die kürzlich in bet Paulinuskirche die kostbare Monstranz gestohlen habeii, in der Person des Kellners Vierter und des Monteurs Mosteit festgeslellt worden. SlUÖSEbab der wasserbauliche Zustand der Bäche den berechtigten b) bnTbie Ä!tta?cn^uu? Bauwerke für die Ableitung unbfür die Eiuleilung des Waners — wie Graben, Kanäle, Wehre, Schleusen usw. — und die Anlage.l der an den Bachen liegen- den oi,enilichen Wanergenoheiiiaiaften den bestehenden Bor- id) ritte» ent „.'rechend unterijalten und benutzt werben ; ci bau schädliche Stone, weiche öffentliche Futeregen geiährden, den Bachen nicht zugeführt werden; und d) daß feine gesetzwidrigen Anlagen und Bauwerke an den nteyt läjirfbarcn Gewässern entstehen. "V'ie Teilnahme an den Bachfchauen und bie Geltendmachung Wünschen und Brnchtverden ist den Interessenten gestattet. Giegeu, den 2. Marz 1007. . , Großlierzogliche Bürgerinenterel Gießen. 'Alsheim 2. März, Der hiesige kaitzolische Kirchendiener wurde wegen mehrere Silttlichkeitsverbrechen, die er ün schulpflichtigen Mädchen in der katholischeti Kirche seit Jahren begangen haben soll, von der Gendarmerie verhaftet. (Fkf. Ztg.) b Mainz, 3. März. Die 14jährige Tochter des Fabrik- kirb eiter's ^ob Ehr. Lehnleitner in Weitenau wollte am Samstag nachmittag ihre jüngere Schwester ui Schrecken bey Lhcn unb hängte sich im Ueoerniute am oemterfreus auf. haa leichtsinnige Mädchen hatte sich die Schlinge so um den geleg baS -s sich nicht mcl)ü l°zm°ch«n konnte. D>° tiinaeie Schwester holte die Mutter herber, der -z gelang, ihre Toclster absuschneiden. Die Strangnlatwn war aber, cj.e der- artiac daß der T o d des Mädchens einige Stunden fpater ein» tra Die Unglückliche sollte Ostern aus der Schule kommen. Worms, 1. März. Mit dem Reu- bezw. Umbau k.3, Stadthauses soll in allernächster Zett begonnen werden. Die Pläne sind fertiggestellt. Danach wird der vandtbau in feiner jetzigen Gestalt erhalten bleiben; neben dem bestehenden Turm wird ein Parellelturm erstehen, an den sich der Neubau mit Ueberbrücfung des anstoßenden Gäßchens bis zur Gerbergasse anreihen wird. — Die B es chw e r de der Sozialdemokraten gegen die Aushebung der Orts krank en- k a s s e n w a h l ist vom Kreisamt z u_r ü ckg e wie s en joorben, sodaß eine Neuwahl stattsinden muß. letzte Wahl endete mit einem Sieg der Soziaidentokraten über die bürgerlichen Parteien. (stL *r-) Frankfurt a. M., 1. Marz. In seiner Wobnung In Rödelheim erschoß sich heute mittag der in der Fahr- karten-AuSgabe deö Hauptbahnhofs beschäftigte Statwus- assistent Breidenbach. In der von ihm verwalteten Kasse war ein Defizit von etwa 1200 Mark entdeckt worden, auch sein Fahrkarten-Borrat soll nicht gestimmt haben. Heute sollte de-halb bei Breidenbach eine Haussuchung vorgenommen werden. Als sich am Nachmittag der Vorstand der Verkehrs- inspektton mit einem Kassenkontrolleur und zwei Kriminalbeamten zu diesem Zweck in der Wohnung Breidenbachs einfanden, ergriff diejer einen Revolver und feuerte zwei Schüsse auf sich ab. Der Tod trat auf der Stelle em. (Fkf. Ztg.) + (£ rba (Kreis Wetzlar), 8. März. Aitch heiter wieder fetzte mit den ersten warme» Strahlen der Vorfrühlmgsjomie in unserer Gegend öie Landflucht em. AuS unserem Torie sind es allem wohl 100 junge Leiste unö Familienväter, bie regehnaing mi Friih- ahr der Heimat den Rücken kehren, um im Weslialischell m den Zndustriezcntre» als Alaurer, Steiiihauer und Handlanger ihr Brot zu verdienen. BiS weit aus dem angrenzenden Hinter- lande schließen sich Hunderte oon kräftigen Männern dem Zuge nach der Ferne an und nichts kann sie zum Bleiben an der Scholle bewegen. Zwar sucht die Kreisbehörde gerade m den Gc- meinben der entlegenen Bürgermeisterei Hohensolms die wirtschaft- lid)cn Verhältnisse burd) Wiesenmelioration unb Ztisamnienlegimg der Grutidstücke stetig zu verbesjem unb auch hier ist das Zit- saimnen egiingsverlahren im Gange, dazu will man das ganze Dors mit einer Quellwasserleitung versehen. Allein der Landstucht kau» wohl nur durch die Erbauung einer Eisenbahn von Wetzlar über Hohensolms nach Gladenbach gesteuert werben. Rur zu oit wurde schon der Wunsch unserer gänzlich von jeglichem Verkehr abgeschlossenen Gegend nad) einer Bahn erwähnt, mbem dadurch der Bevölkerung cm Absatzgebiet und ein Arbeitsfeld zugesuhrt winde. Viele Arbeiter mit ihren Familien blieben hterdurd) unser» Bekanntmachung. ^uttur-Fnspettüm Gießen am st^Mär,, ds. Js. cn der Gemarkung (yieheu und Wicfcck crrre Bachrchau vornlmmt. Tie Suiauaucntunit mibet vormittags 10 R&r an bei Ge« mqrkmms'Grenze Gießen-Mdgett Oberhalb der Strupp- oder ach schauen haben insbesondere den Zweck, darauf hin« Märkte. fc. Frankfurt a. M., 4. 'März. (Orig.-Telegr. des „Gießen Anz/) Anltlichc Notierungen der heutigen Frucht markt pren e. Wetzen All. 18.75—00.00, Kilrhcjsischer Btt. 18.7v—00.00, La Plata All. 20.25—21.00, Kansas Alk. 20.25—21.25, Roggen (hiesiger) mit; 17.50—17.75, Gerne (Wetterauer) Alk. 17.00—17.75, Franken- selber Alk. 18.50—19.25, Safer 18.75—19.50, AiaisAlk. 13.50-13.75, Weizetimchl 27.00—28.25, Al. 00-00, 2. Qualität 'Mk. 2o.-u bis Alk. 26.25, 3. Qualität Mk. 23.25—23.75, Roggcmnehl u Btt. 26.50—27.00,1. Qualität Alk. 25.50—26.00, Weizeittletc Aik. lO.Oü bis Alk. 10.50, Roggenkleie Alk. 11.00—11.25. Alaiskeune Alk. 11.00 bis Alk. 11.bO, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 18.50 19.25. Alles per 100 Kg. ab tzter. , _ . _ . ,,. a . to. Frankfurt a. M., 4.Marz. kTelegr. Orig.-Bertchl des v6)iei3. Anz."). Antti. Dlotiennigen der heutigeii Viestmarktpreis c. Zum Verkaufe standen: 380 Ochjcii, 24 atiS Oesteneich, 56 Bullen, 00 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 754 Kaste, Ferien, Ltierc unö Rinder, 0 aus Dänemark, 254 Kälber, 356 Schate und Hammel, 00 Schaie ems Oesterreich, 2 Ziegen, 1644 Schweine.^ Bezahlt tvtirde iür 100 Pfund Schlachigcivid)t Ld;seiil. Qualität 8v o7-.it., 2. Qual 73—76 Alk., 3. Qual. 66—68Mk.; Bullen 1. Qual. «2 bis 74 Mk., 2. Qual. 68-70 Alt.; Kühe 1. Qual. 73-7o JIE, 2.Qua . 69—71 Alk. 3. Qual. 62- 64 Alt, 4. Qual. 00-00 Alk., o. Qual. 00-00 Alk. Kälber: lOual. 100—104Pfg., Lebetidgewrcht 60-62 Pf., 2. Qual. 90—95 Pfg., Lcbeiidgewicbt 63—56 Psg^ 3. Qual. 00—00 Psg., Sd)lad)tgcwicht 69—72 Psg., Schafe: 1. Qual. 80—83, 2. Qual. 00—00 Psg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 59—60 Pfg., Lebdgcw. 47.00—00.00 Psg.. 2. Qu.58- OOP'g., Lebetid- gcw. 46.00—00 Pfg., 3. Qual. 52—54 Pfg. Lcbcndgew. 00 Pfg. Gcsdiäit: bei Hontvich gut, Aiarkt unbedeutend, bciKlemvieh gut, fein Ucbersiatid. . Bon alten und neuen Schiffsnnfällen. Hoek b an Holland, 3. März. Von den Geretteten des Dampfers „Berlin" sind der Lreizer Reyeroft, der Steward Barter unb ber Heizer Ponb geheitt nach England zurückgekehrt. Der Stoffer von Frau Mannheim, bie verunglückt ist, würbe mehrere Meilen auswärts auf dem Wasserweg nach Rotterbam angeschwemmt. Das Befinben ber geretteten Frauen ist gut. „ t Cuxhaven, 3. März. Heute mittag traf ber Hamburger Dampfer „Nerissa" hier ein, ber nachts bei Borkum einen englischen Dampfer in Grunb gebohrt hatte. Von ber Besatzung würben lxcht Mann gerettet Die übrigen sinb ertrunken. , , Lonbon, 3. März. Heute stießen auf ber Hohe von Dover- die beiden deutschen Dampfer „M a r s a l a" und „Helene" zusammen. Die „Helene" sank, wobei acht Mann der Besatzung ums Leben tarnen; der übrige Teil der Besatzung wurde in Dover gelandet. Madrid, 3. März. Der „Jmparcial" meldet aus Las Palmas, daß der französische Kreuzer „Forbin" von der Unfallstelle des gestrandeten sranzös. Kreuzers „Jean Bart" dort eingetroffen ist und die Nachricht mitgebracht hat, daß das Schiff vollkommen verloren ist. Nur die Geschützausrüst- und dürfte gerettet werden können. Der „Forbin" wird mit Lebensmitteln für die Schiffbrüchigen zu dem gestrandeten Kreuzer zurückkehren. MltteLrhcLnifchcr äUctS-Turnrag. B Marburg, 3. März. Nachdem gestern eine Sitzung des Kreisausschusses des Mittelrheinkreises Ooraitacijang.'n war, sand heute vvrnitttag um 11 Uhr in der Turnhalle des ^urtwerems der 69. Kreis turn tag des 9. Meises der beutiü)orderlld)e ziveile Jdlotc»uil»siali »ach Grimberg kviiilNt. Origirral-Drsthritteldnugen. Paris, 4. )l)farz. Aus Laiochellc ruiro berichtet: Der Konimandant Moll, der Oie Grenzabstcckungs-Konmnsfivn leitete, um die Grenze zwischen dem französischen Kongo unb Kamerun scstzulegen, erklärte in einem Interview, bie Beziehungen zu ben deutschen Offizieren seien die besten. Die französische Kommission sei einmal von Eingeborenen angegriffen toorbeii, wobei 13 Schützen fielen, während 6 verwundet wurden. 5)10111, 4. März. Giornctte d'Jtalia versichert, daß hm- sichtlich der P a p i e r e Ri o n t a g n i n 18 eine Intervention b.s ö stcrreichls chen Kaisers mit Unterstützung Kaiser Wilhelms evfolgle, um die Anslieferung der Papiere zu envirken. (?) New-York, 4. März. Ueber die Dynamit- Explosion in H oNi stead wirb noch berichtet, daß die Erschütterung in einem Umkreise von 80 Kilometer selbst auf den Kriegsschiffen verspürt wurde. 20 Personen sind bei her Explosion getötet worden, 25 andere verschüttet, die gleichfalls als verloren gelten. Tie Zahl der Verwundeten ist noch nicht festgestellt. __________________________ Dlmksagrmg. Allen denen, welche uns beim Heimgange unseres lieben, unvergeßlichen Vaters, Schwiegervaters und Grov-. vaters Heinrich Schön I. innige Teilnahme bewiesen, sowie Herrn Pfarrer Gombel für feine troirreiche Grabrede und für bie vielen Kranzspenden sagen wir unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Reiskirchen, den 4. März 1907. t!489 Glossen, Im März 1907. 1509 Marie Steinbach Willy Reusch Verlobte. Mlanz am 31. A. Aktiva. Mk. Kasienvorrat . . . 1820.68 Warenvorrat. . . 8422.89 .Ausstände.... 1909.39 Mobilien nach 10% Abschreibung . . 92.— Summa der Aktiva 724M6 Stand der Älitglicder Zugang in 19v6 . . Abgang in 1206 . . Stand Ende 1£C6 . . Dezember 1906. B. Passiva. Mk. Kapitalschuld . . . 600.— Geschäftsguthabender Mitglieder. . . 885.— Reservefonds . . . 2600.— Betriebsrücklage . . 1377.49 Reingewinn . . . 1882.67 Summa der Passiva 7246,16 betrug Ende 1905 84 12 ..... 4 ..... 92 Hausen, den 4. März 1907. 1506 MmWstl. tlachnMÄ e. 8. di. d. S. z« ^au^a. Müller, DirekLrr. Hörr, Stellvertreter. Hofmann, Rechner. ' Engels-Stiftung. Die Zinsen dec Engels-Stistung sollen am 24. März d. I. --------—------------------------------------------- Zum Anlegen und Unterhalten voa Grabstätten auf dem neuen Friedhof empfiehlt sich bei streng reeller Bedienung Wilhelm Moser i. Fa» Val. Moser Ww. jEandelegiirtnerel Wleseclierweg 10 NB. DaL Einsassen der Gräber mit Granilsteinen wird prompt besorgt. 1485 11483 chortanzug. .. t in reicher Auswahl bei Ernst Balser, Mäusburg. [1488 Wohnhaus köILl sehr rentabel, günstig zu verkaufen. Schriftliche Anfragen unt. 01241 an d. Giegeuer Anzeiger erberen. 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[ G e i ß l e r, Gerichtsvollzieher. Aufforderung. / In der Nachlaßfache des am 20. Februar ds. Fs. dahier verstorbenen Will). Kraft fordere ich hierdurch alle diejenigen, welche Horderungen oder sonnige Rechte an rubr. Nachlaß geltend machen auf, solche alsbald und bis längstens den 15. März ds. ÄS. bei mir anzumelden. [1481 Gießen, den 4. März 1907. Fi'iedr. Boeck, Klachlahpsleger, Dammstraße 24. Seife I la. Weiße Kernseife cheiöPsd. 27'/, Ps.,bei 10Psd.27Ps., 15021 la. gelbe Seife beiv Psd.26'/,.Ps., beilOPfd. 26Pf., la. weine Schmierseife Bei 5 Pfd. 19V, Pf., bei lOPid.IOPf., ,M schön. 10Psd.°Zinkeimern2 Mk. la. gelbe Schmierseife bei 5 Pfd. 18'/, Ps., bei 10Pch.l8 Pf., L schön. lOPsd.-Binkeimern l,90Alk. L Steinhäuser, plcncn Baue 17. Telephon 346. ÄtroMettS Ldst Hn der denkbar größten Auswahl billigsten Preisen bei [1349 Emil Elschbach. Pnnaniaseife ist ein vorzügliches Reinigungsmittel für wollene, baumwollene, leinene und seidene Stoffe jeder Art und Farbe. 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G., Oberursel bei Franksurt a. M« bei. &s*/i