HVvard Krieg •f. Bergen (Norwegen), 4. Sept. Der Komponist Edvard Grieg ist heute gestorben. Bergen, 4. Sept. Grieg wohnte in den letzten Tagen im Hotel „Norge" in Bergen. Er wollte gestern abend nach Christiana reisen, fühlte sich aber schlecht und wurde ins Krankenhaus gebracht. Frau Grieg war die ganze Nacht bei ihm. .Er entschlief ganz still und ruhig. Der berühmte norwegische Tondichter Edvard Grieg (geb. 15. Juni 1843) hatte noch im April d. I. in München und Berlin Konzerte gegeben unter dem begeisterten Beifall aller Musikfreunde. Seine poesievolle Musik erklärte sich aus seiner nordischen Heimat. Sie kann gerade in ihren Besonderheiten als die Stimmungsmalerei einer eigentümlichen Natur gelten: dies ewige, dijsonanzenreiche Wechselspiel der nordischen Gebirgswelt mit ihren Nächten voll Himmelsglut und starren Eisfeldern, mit ihren inneren Fjorden im stillen, sonnigen Frieden und mit dem rasenden Wogenspiel der Küste. Der „Brautzug im Borüberziehen" malt ein Bild des lieber mutes der Bauern, wenn sie durch Felsentäler und über Bergweiden zur Kirche ziehen. Grieg führt uns das vor Augen durch Anschwellen und Ver- hallen, durch Jauchzen und Paukendröhnen — schwächer und schwächer wird das Klingen, bis der letzte Ton hinter Bergwänden verhallt ist. Feierstimmung und Morgenlicht liegt in dem ersten Strick der Peer Gynt-Suite „Morgenstimmung". Da summt es wie von fernen Glocken, da klingen auch Herdenglöckchen darein und fern verhallende Jodler: Sonntagsmorgen auf dem Hellen Fjord! — „Ases Tod" scheint neben der Schilderung des Todes der Menschenfrau Ase noch ein symbolisches Naturbild zu geben: wie hoch oben im Norden, zur Herbstzeit, die Natur abstirbt und die Sonne für lange Monate verschwindet, um die Welt da oben ganz im rötlichen Dunkel zurückzulassen . . . Wie ist in der „Halle des Bergkönigs" das leise Herannahen der Gnomenschar aus der Tiefe und wie ihr emsiges Hämmern und Schaffen geschildert! — In „Perr Gynts Heimkehr" werden wir an die Sturmszenen des „Fliegenden Holländers" erinnert. Wir erleben den wilden Sturm an der Küste, wir empfinden die dunkle Nacht, durch welche die weiße Schaumkronen der See gespenstisch leuchten! Am Heimatstrand blinkt das Leuchtfeuer und die Hoffnung sinkt und steigt mit dem Schiff auf und nieder. Mit einem Male naht eine gewisse Ruhe — der Fjord nimmt den Seefahrer auf. Matt sinkt die Melodie hin, matt wie der Erschöpfte am heimischen User. — Das sich hier anschließende Lied der „Solveig" enthält die Zuversicht: „Er kehrt mir zurück — und zeigt ihr stilles Schaffen auf der Sennhütte und die Erwartung von Peers Heimkehr. Eines der letzterschienenen Werke ist das umfangreiche Op. 72, die „Norwegischen B a u e r n t ä n z e". Mit der Urbarmachung dieser undisziplinierten „Hallings" und „Gangar", in denen soviel heidnische Wildheit und taktliche Absonderlichkeit steckt, hat Grieg ein Neuland für das Klavier erschlossen; eine Welt für sich, in welcher der bei „akademischer" Musik Altgewordene vergeblich nach dem gewohnten milden Harmonienklang suchen wird. — Grieg war von zwerghafter Kleinheit. Auf seiner Groom-Gestalt saß ein Kopf, der von Entschlossenheit, Hoheit und Güte sprach. Halblang fiel das volle, weiße und strähnige Haar nach hinten über. Der kurze Schnurrbart deckte den sestgeschlossenen Mund. Die runden Kinderaugen konnten scharf und durchbohrend blicken. Er war ein Republikaner uü- Erstes Blast Verzweifelten Widerstand gefaßt machen müssen. a bis- den nur dem 157. Jahrgang Schwere Zeiten ziehen damit über Marokko herein und schwere wirtschaftliche Verluste stehen den in Marokko interessierten Staaten, darunter auch Deutschland, in nicht unbeträchtlichem Umfange bevor. Die gesamte Fremdenkolonie hat Fez verlassen, darunter sogar auch die in der Umgebung des Sultans befindlichen deutschen Offiziere, und selbst Tanger ist durch Raisuli bedroht, der selbstverständlich mit dem Prütententen gemeinsame Sache macht. In Paris herrscht über diese Entwicklung der Dinge die größte Verwirrung, aber man hat sich nun einmal diese Suppe eingebrockt und wird sie auch ausessen müssen; freilich mag Herr Cl6menceau sich in seiner Haut nicht sehr wohl fühlen, denn man wird von ihm Rechenschaft fordern und es wäre nicht unmöglich, daß er über Marokko strauchelt, wenn man jenseits der Vogesen sieht, daß das Blut von Franzosen nutzlos vergossen worden ist. Telegraphist wird uns noch folgendes gemeldet: Tanger, 4. Sept. Gestern trafen die französischen Offiziere und Unteroffiziere hier ein, die Mit Hermann Levy in München, dem geborenen Gießener und kgl. bayr. Generalmusikdirektor, war er ebenso befreundet wie mit Lenbach, dem Maler. Er war in einer deutschen Schule erzogen worden, hatte in Leipzig studiert. Dann ging er nach Kopenhagen und lernte Gade kennen. Da kam ihm der Gedanke, daß er sich nur auf nationaler Grundlage weiterentwickeln könnte. Das norwegische Volkslied gab ihm die Wege. Die gesamte Kunstwelt hat durch den Heimgang dieses Komponisten einen schweren Verlust erlitten. erzielen lassen wird. Ein Wiener Blatt will erfahren haben, daß der herige Sultan Mulay Aziz beabsichtige, sich unter Schutz der Mächte zu stellen, aber militärische Hilfe von Frankreich und Spanien annehmen wird. Woher Iie in Marokko. Aus dem kleinen militärischen Spaziergang nach Marokko, den man sich so überaus leicht und vor allem recht lewinnbringend gedacht hatte, scheint ein sehr ernstes Abenteuer entstehen zu wollen, das weitere sehr große Opfer fordert und kaum so ertragreich werden dürfte, wie man verschiedentlich an der Seine gehofft hatte. Die Lage ist überaus kompliziert geworden und es läßt sich heute absolut nicht übersehen, welchen Ausgang der neueste marokkanische Zwischenfall nehmen wird. Im Lande herrscht offene Revolution, der ganze Süden hat sich bereits dem neuen Sultan angeschlossen und auch in wichtigen Hafenstädten, wie in Uazagan und sogar in Tanger, ist die Stimmung gegen ben rechtmäßigen Herrscher umgeschlagen. Der letztere führt nur noch ein Scheinregiment, seine Befehle beachtet niemand, und die Truppenzahl, über die er noch verfügt, ist herzlich gering. Diese Wendung kann für die Algecirasakte leicht bedenklich werden, denn es liegt auf der Hand, daß die Ausführung der darin enthaltenen Bestimmungen teilweise irrelevant wird, so daß leicht erneute Meinungsverschiedenheiten entstehen könnten. Vorläufig darf man aber erwarten, daß sich leicht unter den Vertragsmächten angesichts der allenthalben herrschenden Stimmung eine Verständigung Blatte diese Kenntnis kommt, weiß man nicht, aber man darf annehmen, daß Frankreich und Spanien sich hüten würden, ein derartiges Mandat ohne Zustimmung der übrigen Mächte anzunehmen. Die letztere würde aber zweifelhaft sein, weil sie dem Algecirasvertrage widerspräche und leicht weitere Verwickelungen herbeiführen könnte. Daß die Situation durchaus nicht leicht zu nehmen tft, zeigen die Vorgänge vor Casablanca. Französischerseits hatte man geglaubt, sehr schnell mit den Eingeborenen fertig werden zu können, aber bei den mehrfachen Gefechten haben die Franzosen auch nicht einen einzigen greifbaren Erfolg erzielt, als höchstens ein paar Tote und Verwundete auf Seiten des Feindes, während die französischen Truppen selbst schon mehrfach zurückgeschlagen worden waren und nur durch das Eingreifen von Reserven vor einer gänzlichen Mederlage bewahrt geblieben sind. Man hat beträchtliche Verstärkungen bereits nachsenden müssen, sogar eine ganze Kolonialbrigade ist in Bereitschaft gestellt worden, aber wer weiß, ob alle diese Truppen genügen werden, denn der Anhang der Aufrührer wächst in unheimlichen Dimensionen. Nunmehr ist auch noch die einzige Hoffnung, welche die Franzosen auf eine baldige Beilegung der Wirren gesetzt hatten, zu Nichte geworden: es hieß, der Prätentent Mulay Hafid wünsche durchaus mit den ftemden Mächten aus gutem Fuße zu leben, man wolle nur den schwachen Mulay Aziz beseitigen. Jetzt aber hat er eine Proklamation erlassen, in der er seinen Getreuen verspricht, die Franzosen ins Meer zu werfen. Er predigt also den fanatischsten Fremdenhaß, anscheinend weil er hofft, aus diese Weise noch mehr Anhänger zu gewinnen M. 208 Erscheint täglich außer SonnlagS. Donnerstag 5. September 1907 Ä BezngSpretSr W monatlich75Pf.,viertel- . ▲ I ▲ A. A jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen r M \ Et M SÄ * monatlich 65 Pf.; durch K WWW ILJf ■ dtePostMt.S.—vkrtel- ga pß SS ■ jährt. ausfchb Bestellg. Sä tgL <§|y ZeilenpretS:lokalIbPf., auswärts 20 Pfennig« Verantwortlich für den politischen teil: Casablanca, 4. Sept. Ein neues ernstes Gefecht hat gestern stattgesü,ndcn. Tie Marokkaner griffen in großer Stärke eine französische Knndschastertruppe an, wobei sich ein ernstes Gefecht entwickelte. Einzelheiten fehlen noch, doch sind auf französischer Seite 8 getötet und 17 verwundet worden; unter den Getöteten befindet sich der Kommandeur Prevost und der Leutnant Benizza. Tie Verluste aus selten der Marokkaner werden als sehr bedeutend bezeichnet. Paris, 4. Sept. Nach einer Meldung des „Temps" aus Tanger dauerte der gestrige Kamps voch 7 Uhr 30 Min. srüh bis 2 Uhr nachmittags. Ein Feldwebel der afrikanischen Schützen wurde tödlich verwundet. Tie Marokkaner griffen unter dem Gesang von Koransuren an, aber die eingeborenen Freiwilligen hielten ihrem Ansturm, ohne zu wanken und zu weichen, stand. Tas französische Lager wäre beinahe erobert worden; der Feind kam bis aus eine kurze Entfernung heran, ehe er zurückwich. Ter Horizont war schwarz von Reiterscharen. Einer Meldung der „LibertL" zufolge wurde die Aufklärungsabteilung von Casablanca von 6000 Marokkanern angegriffen. Major Prevost, wurde erst nach Beendigung des Kampfes bei der Rückkehr ins Lager getötet. London, 4. Sept. „Daily Telegraph" meldet aus Casablanca: Briese aus Fez bestätigen die Nachricht, daß die Brüder Tazzi, der Minister des Aus- wartigen Abdelkrim Ben Slim an und Ganam, der zweite Vertreter des Sultans in tanger ermordet worden sind. Ter Mord ist begangen durch Anhänger des Kaid von Mechnar, Triß Den Aich, dem Ein- sührer der Gesandten am Hofe des Sultans. Tie Brüder Tazzi übten eine saft unbeschränkte Herrschast über den Sultan aus. Es wird ihnen die Schuld an dem Ruin des Reiches zugeschrieben. Sie waren nur auf Vergrößerung des eigenen Vermögens bedacht, das auf Millionen geschätzt wird. Fez, 4. Sept. Der Sultan AbdulAziz hatte die Ule- mas zu einer Versammlung einberufen, um die, angesichts der Proklamation Muley -Hafids zum Sultan geschaffene Lage zu beraten. Es wurde beschlossen, den neuen Sultan für einen Rebellen zu erklären, außerdem wurde die Frage erhoben, in Frankreich eine neue Anleihe vorzunehmen, die durch die Zolleinnahmen der Hafenstädte garantiert werden soll. politische Lagesscharr. Cenosie Calwer. Zwischen dem „Genossen- Calwer und den Braunschweiger sozialdemokratischen Parteigenossen soll nun endgültig das Tischtuch zerschnitten werden. Möglicherweise „fliegt" Calwer gänzlich aiis der Partei heraus. Der vorigen Sonntag abgehaltene Parteitag der braunschweigischen „Genossen" hielt Scherbengericht über Caliver ab, wobei ihm vorgeworscn wurde, er habe sich in der Frage des Massenstreiks in völligen Gegensatz gu der Partei gesetzt. Auch die Behaiiptiing und Beweisführung Calwers, daß der deutsche Arbeiter trotz des Gctreidezolles billigeres Brot esse, als der englische Arbeiter bei der englischen Freihandelspolitik, ist Calwer arg verübelt worden. Und so schreiben denn nach der „Post" die braun* schwciglschen sozialdemokratischen Organe: Das Maß ist übergelaufen — es muß eine endgültige Scheidung zwischen Calwer und uns erfolgen. Calwer hatte bekanntlich vor kurzem nach, gelviesen, daß die Lage der Arbeiter in Deutschland sich gebessert habe, und war deshalb vom „Vorw." scharf angegriffen worden. Niinmehr schreibt der genannte Genosse in der „Wirtschaft!. Korrespondenz- dem „Vorwärts" U. a< folgendes ins Stanimbuch: „Für den „Vorwärts" freilich ist die ganze Frage gar fein Problem, er hat die Lösung der Frage stets fertig m der Tasche. Ob die Lage dec Arbeiter sich gebessert oder verschlechtert, das fami die Arbeiter und ihre gewerkschaftliche Tätigkeit nicht im mindesten interessieren. Stellen wir uns nur unverzagt auf den Standpunkt des Elendssozialismus. Dieser Standpunkt ist der bequemste und verleitet auch nicht dazu, die Wwklichkeit so erkennen zu wollen und so zu erkennen, wie sie nun einmal m.'' Deutsches besetz. Kassel, 4. Sept. Die Kaiserin unternahm heute eine einstündige Spazierfahrt von Schloß Wilhclmshöhe aus zur Rasenallee. Die Heilung der Wunde macht gute. Fortschritte, so daß die Kaiserin voraussichtlich am 18. September mit dem Kaiser zusammen nach Potsdam abreisen kann. B e r l i n, 4. Sept. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Uebersicht über die Ergebnisse des R e i ch s h a u s h a l t e s für Rechnung des Jahres 1906. Darnach hat sich für dieses Rechnungsjahr ein Mehrer t r a g gegenüber dem .Voranschlag in Höhe von 27 229 000 Mark ergeben. — Wie der „Lok.-Anz." hört, bestimmt die neue, dem Bundesrat vorliegende Gewerbenovelle u. a., daß von den Gewerbs-Unternehmern zur Sicherung gegen Vertragsbruch auch den Betriebsbeamten, Werkmeistern und Technikern gegenüber Löhne nicht in größeren Beträgen eingehalten werden dürfen als dies den Handlungsgehilfen gegenüber statthaft ist. Bei diesen dürfen nach § 119 a der Gewerbeordnung die Lohneinbehaltungen bei den Lohnzahlungen ein Viertel des fälligen Lohnes und im Gesamtbeträge die Höhe eines durchschnittlichen Wochenlohnes nicht übersteigen. — Dem „Berl. Lok.-Anz." zufolge hatten ant 4. Sept die aus Casablanca hier eingetroffen en Deutschen Ficke, Mannesmann und Opitz eine Unterredung mit dem Staatssekretär des Ausw. Amtes v. Tschirschky, dem sie über die Entschädigungsansprüche unserer in Casablanca ansässigen Landsleute anläßlich der französischen Militäraktion Vortrag hielten. München, 4. Sept. Da das Gericht die Eröffnung des Offizialverfahrens gegen den Major v. D o n a t wegen IäV/IvIivIIvI 4IIWW Hiehen. Feriyprech-An- Rw WW General-Anzeiger für Sberhejsen -WZ- liotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unio.-Vuch- und Zteindruckerei. n. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrab« 7. Anzeigern»»il: H. Beck« bis vormittags 10 Uhr. ................................... ........... und seinen Bruder definitiv entthronen zu können. Da- i , . „ „ . . - . durch hat die Situation noch weiter an Schärfe gewonnen bestimmt sind, das, gemäß dem Vertrage von Algeciras und die Franzosen werden sich auf einen langwierigen vorgesehene Poüzertorps zu befehligen. — Von 'einet Berufung des Professors I. M. Olbrich als Direktor der Kunstgewerbeschule nach Düsseldorf, die bie „Rh.-Westf. Ztg." zuerst «ritteilte, ist nach der Tarm,t. Ztg. an zuständiger Stelle in Darmstadt nichts bekannt. — Daß Kaiser W i l h e l m eine starke Abneigung gegen Böcklin, den großen Schweizer Maler, hegt, ist bekannt. Von einer neuen Aeußerung weiß eine meist zuverlässige Korrespondenz heute zu melden. Danach hätte der Kaiser den beschlossenen Ankauf eines neuen Böcklin für die Nationalgalerie zu Berlin durch seinen Einspruch verhindert. , Berlin, 4. Sept. Das Wetter erlaubte heute abend emen kurzen Aufstieg des Parsevalschen M o t o r b a l l 0 n s , der durchaus zufriedenstellend verlief. Der Ballon fuhr bis an den Teaeler See und zurück bei einer Windgeschwindigkeit von etwa 5 Mir. in der Sekunde. Er kam schnell gegen den Wind und landete, wie man beabsichtigt hatte, an seinem AufftiegSort. — Wilhelm Diegelmann, der nun doch Frankfurt verlassen hat und mit dem 1. September in den Verbarrd des Deutschen Theaters zu Berlin getreten ist, wird als Antrittsrollen den Just in „Minna von Barnhelm" und den Kurfürsten in Kleists „Prinz von Homburg" spielen. — Gar sündhaft Vieh und Menschenkind. Die „Geisl. Ztg." macht Mitteilung von folgendem amtlichen Erlaß: „Das Bezirksamt Neu-Ulm macht bekannt, daß bis auf weiteres die Erlaubnis zur Abhaltung öffentlicher Tanzmusiken nicht mehr erteilt wird, da im Bezirk die Maul- und Klauenseuche herrscht und die Gefahr besteht, daß die .Seuche bei TanzgelegenLeiteit weiter verschleppt wird."- NusLarsH. J-Kcr und Flotte. I Berlin, 4. ^>ept. Das „Militür-Wochenbl." meldet: Ge- ® x!» Präsident des Ingenieur-Komitees und Genera.maior Kopka von Lossow, Kommandeur der 10. Jw- wurden in Genehmigung ihrer Abschiedsgesuche zur Trsposr11vn gestellt. , Ein Achtzigjähriger. Wie wir bereits mit- terlten, beging gestern der Universitäts-Sekretär Geh. Kanzierrat Schäffer seinen achtzigsten Geburtstag. Aus Kulas; dieser seltenen Feier des noch von früh bis spät nn Dienste befindlichen Beamten begab sich der stellver- tretende Rektor Geh. Justizrat Professor Dr. Schmidt mit fast sämtlichen zurzeit hier noch anwesenden Dozenten und Beamten der Universität gestern mittag in die Wohnung des ^ubrlars, um ihm die Glückwünsche der Landesuniver- s .r-S1 u6lförinöen; Der Prorektor überreichte ihm mit -erzlichen Worten eine künstlerisch ausgestattete Glück- wun sch ad resse und ein prachtvolles Blumenarranae- Sichtlich gerührt dankte der Jubilar für diese herzliche Kundgebung. Bon den meisten in den Ferien weilenden Dozenten sowie von vielen anderen Freunden und Bekannten waren Glückwunschschreiben ilnd Telegramme eingeaanaen. Dem verehrten Jubilar wünschen wir, daß er noch manche Jahre in geistiger und körperlicher Frische in seinem Beruf tätig fein kann. r. Schotten, 5. Sept. Heute feiert Herr Jakob Bauer hier seinen 100. Geburtstag. Der Greis ist noch rüstig, raucht sein Pfeifchen und geht an Sonntagen in sein gewohntes Stammlokal. »-»,unJhPw&S! H Belastungszeugen aufgetreten und beschworen, die Tat gesehen zu haben. Aus einer Reihe anderer 0t?r9 ?0CXc hervor, daß dies nicht möglich war, ^r Angeklagte freigesprochen wurde. Dagegen wurde Perhandlung, dem Antrag des Staatsanwaltes folgend, der Belastungszeuge F. mit seiner Frau vorgerufen und eindringlich aufgefordert, ihre eidlichen Aussagen zu ergänzen, was sie noch vor Schluß der Verhandlung Kütten machen können. Sie blieben aber starrköpfig, weshalb der Ebe- mann festgenommen, die Frau über mit Rücksicht auf ihr vier Wochen altes Kind, das sie noch zu stillen hat, vorerst freigelassen - Von emcm jungen Menschen anaefallen wurde Nähe dec Böll,keiner Höhe im Mnnn Mühlenbesitzer Klinger^ ein nahezu 70 Jahre alter bec von einer Beerdigung nach seiner Heimat Ober- Kainsbach gehen wollte. Der tteberfallene wehrte sich und rief wt®11Wn°no!f ^cu.tcf5e^eieUtcn und der Räuber das Weite ,n 0 7 man den Burschen erkannt hat s-WW-MSM x Großen-Llnden, 4. Sept. Die Mitglieder des hiesigen Krieg erve re ins sammelten gelegentlich der Sedanfeier f ü r H e r b st e i n 11.55 Mk. Der Betrag wurde direkt nach Herbstein abgesandt, mit der Weisung, ilm an bte vom Brandungliick betroffenen Veteranen zu verteilen Kn ütteb. Alle an Ort und Stelle angewandten Mittel Äfilfc6 baS K"'d i» die Klinik nach ließen -er- nnh?1 feiler war in der Scheuer entstanden bramite_ mit den gesamten Stroh- und Futtervorraten nieder. Die herbeieilende Feuerwehr hatte große Mühe ein Es haben sich mehrere Zeugen gemeldet, bie einen jungen Mann ^5„achtet haben, der die Laschen an der Schiene entfernte Ter Tater ist vielleicht ein entlassener Bahn arb eiter, der oie Tat aus 8i a ch e begangen haben mag. .Der Materialschaden wird auf anderthalb Millionen Mk geschätzt. Die Wagen sind derart demoliert, daß sie nicht mehr verwendet werden können. • Auf dem Batznhofe Landes Hut i.' Schles. entgleiste am 4- September ein Güterzug durch Ueberspringen der Lokomotive über eine Weiche. Sechs Wagen sprangen aus dem Gleise und ,md stark beschädigt. Drei Wagen wurden total zertrümmert Ter Materialschaden ist bedeutend. In der Nähe von Gy ul av ar (Ungarn) versuchten Bauern Eisenbahn-Attentat. Sie entfernten aus der Eisen Konstruktion einer Brücke zahlreiche Nägel. Jedoch wurde die Tat noch rechtzeitig entdeckt und es gelang der Gendarmerie, sechs Schuldige zu verhaften. Dei Kralovac (Kroatien) entgleiste ein Personen- ä u g. Em Bahn- und ein Postbeamter wurden schwer, mehrere Per,onen leichter verletzt. ________ Kandel. Beleidigung des Dr. Peters mangels eines öffentlichen Interesses ab gelehnt hat, hat nun Dr. Peters Privatklage und Strafantrag wegen Beleidigung gegen Major v. Donat eingeleitet. , Bremen, 4. Sept. Der P r o t e st d c r No r d deutsch e n S e e k a b e l w e r k e gegen die Errichtung der Metall- ^erke an der Unterweser wurde in zweiter Instanz abgewiesen und die Konzession unter verschärften Bedingungen und Verlegung der Zinkhütte 300 Meter nördlicher erteilt. ' Tabora, 4. Sept. Staatssekretär Dernburg trat den Rückmarsch nach Muansa an, wo er voraussichtlich 'am 18. September eintresfen wird. Sein nächstes Reiseziel ist Tanga. , o 1 c ”' 5- Sept. Von besonderer Seite verlautet, daß da^ Rei,e-Programm König Eduards für den Herbst bereits fertig gestellt sei, ohne daß eine Be- 6bgnung mit dem Zaren darin vorgesehen Ware. Es mußte, falls eine Begegnung wirklich vorgesehen em sollte was immerhin möglich sei, erst Raum für sw geschaffen werden. In Petersburger informierten Kreisen glaubt man, wie von dort gemeldet wird, überhaupt nicht an dm Wahrscheinlichkeit einer Zusammenkunft der beiden Monarchen in diesem Jahre. c_ Dublin, 4. Sept. H o m e r u l e. Unter dem Vorsitze Des Lordmayors fand heute eine Knndgebung für Hom erule statt. Ter Jrensührer Redmond sagte in emer Rede, keine Reformen würden Irland befriedigen, ehe nicht irische Gesetze und eigene irische Verwaltung habe Ter größere Teil des irischen Volkes wäre gegeuwür- up i n tCi, V' 111W n & c r r fa f t gänzlich abge- PiL 9? bMtrCa?Ov Nevmoud empfahl schließlich dringend eme energische Agitation in Irland. Ein neuer Pogrom in Rußland. Die „Voss. Ztg. melde, aus Tiflis: Kosaken veranstalteten in Elisa- beS°^Cinen 9r Dln- Vier Armenier lvurden getötet zahlreiche wurden verwundet. ' Der „Jntransigeant" behauptet, er- p5rU ^aBen' £a6 ei,te Zusammenkunft Kaiser Wilhelms und des Präsidenten Falliöres vwischen den Diplomaten beider Länder beschlossene V/T' Zie Zusammenkunft lverde voraussichtlich im Mai nächsten Jahres auf neutralem Boden statt- sinden und einen improvisierten Charakter tragen. ' Pekin g, 4. Sept. Pers onaln achrich ten Ein Heute abend veröffentlichtes k a i se r l i ch e s D e kr e t gibt ^Ernennung von Yuauschikai zum Präsidenten oes efQn?r unt) die Ernennung von Luachuan M Zollkontrolleur. Außerdem sind Yuanschitai und ^I^^uls^itiing zu Staatsräten ernannt worden. Betrügerische Mariipulatiouen. ^^^lersburg, 4. Sept. Betrügerische Mani- fi(? seinerzeit der Getreidelieferant 1 schulden tommen lassen, sind jetzt bei der Werpslegung der von einer Hungersnot heimgesuchten Bevölkerung des Gouvernements Kasan sestgestellt worden, dortigen Gutsbesitzer Kasem Beck wurde von dem Ka- sanschen Landschaftsrat eine Getreidelieferung für eine Ätil- übertragen. 300 000 Rubel wurden ihm soforr Vorschuß ausbezahlt. Gleich Lidwal lieferte Kasem ^bu^9 .und dazu schlechtes Getreide. Schließlich Ersuchte er das Getreide, anstatt es an die Landschaft Elegischen Bank zu verpfänden. pie,e Manipulation wurde schließlich ruchbar unü der ge- [a^e ^andfchastsrat wird nunmehr gerichtlich zur Ver- Kntwortung gezogen werden. ° an ö ü e r. Die Truppen hatten gestern g oßtenteils Ruhetag und heute beginnen die Brigade- ;^J‘oöeQr; Dienstag hatte die 42. Infanterie-Brigade (80 er, 81 er und 166 er) Besichtigung. Die 81 er und 166 er Ratten auf der Anhöhe „Steinen" Aufstellung genommen, die 80 er entwickelten sich im Glauberger Wald. Heute ^egann die 21. Artillerie-Brigade ihr Scharfschießen im ^eemental, oen Kanonendonner hörte man in der gesamten ^eUeran. Tie große Feldbäckerei bei Ranstadt beginnt ihre ^atigkett, ebeiiso die dortige Schlächterei. Bei Friedas Automobilfabrik ein großes Proviantlager haA nr ^0- ^nfanterie-Brigade ist auf dem Marsch nach Oberhessen, sie liegt bei Frankfurt und Offenbach im quartier, bte 61 er Artillerie liegt in Bürgel und Offenbach. Morgen trifft auch das Pionierbataillon aus 5vastel in Oberhessen ein. Bei den bisherigen Besichtigungen der Reguneiiter und Brigaden Ivurde das Gewicht auf das Gefecht, die Entwicklung zum Gefecht, das Heraufchleichen an den Fernd und die Feuerausbildung des einzelnen Mannes gelegt, während Paradeaufstellung und Parade- mar,ch nicht wie früher die erste Stelle einnahmen; vielfach fielen sie sogar aus, so auch bei der 49. Brigade. Den beiden Divisionen werden Telegraphenabteilungen zugeteilt. Wahrend der Korpsmanöver werden besonders bei Büdingen Feldtelegraphenleitungen gelegt. Massen- und Notquartiere sind am 16., 17 und 18. Sept, für bie Orte um Nidda, Ranstadt, Stockheim, Büdingen, Selters, Bleichenbach, Ortenberg, Borsdorf und Fauerbach amtlich angemeldet. Hier wird sich also das Korpsmanöver abwickeln. ü b l i ch e Feste, sen der Mitglieder der Pferdemarrtkommisfion, der Preisrichter usw. sand nach dem Sa)luß des Pferoemarktes gestern nachmittag unter Teilnahme zahlreicher Gäste im Hotel Prinz Karl statt. Im ^bI?^^^^^Mahles, das allgemein sehr befriedigte, c\^ dachte der Vor.itzende der städtischen Pferdemarlt-Kom- mission, Brauereibesitzer Bich ler, in einer herzlichen An- SttiÄn L-s verstorbenen Vorgängers in diesem Amt, ^.tadtv. Hean K t r ch , in oer er der hervorragenden Ver- ^rchs um die Wiederbelebung und Organisation ^dachte. Zu Ehren des Verstorbenen erhoben sich die Anwe,enden von den Sitzen. Spr ^?^u kb are. Die mehrfach vorbestrafte und der Arbeit abholde Christine Bambey aus Gettenau hatte vor acht Tagen hier bei einer Frau ein Asyl gefunden unter der Angabe, sie wolle sich in Gießen eine Stelle suchen. Gestern morgen, als die Logisgeberin zur Arbeit gegangen war, packte auch die Bambey ihren Bündel und verfchwand, nachdem sie sich aus dem Kleiderbestand der Quartiergeberin einen Rock, Taille, Strümpfe usw., sowie ein Paar Gold-Ohrringe ungeeignet hatte. Auch etwas Bargeld yatte sie sich aus dem Portemonnaie der Frau zu verschaffen gewußt. Auf die alsbald erstattete Anzeige hin wurde nach der Diebin recherchiert und sie wurde verhaftet. Einen Teil der gestohlenen Sachen fand man noch Bei ihr vor und konnte der Geschädigten zurück- gegeben werden. ® eich sh a nk au sweiI. Der neueste Ausweis ist vor- . 'ür bie Börse, bann aber auch für bie gesamte Ge- 1 • orc eine recht unangenehme Ueberraschnng gewesen, da die Anforderungen in den letzten Wochen des August bedeutend größer waren, a.s in ber gleichen Zeit des Vorjahres- Tie Folge davon war, daß bie Bank wieder mit 19,46 Mill- Mk. ui die Notensteuer kam, während sie in der gleichen Zeit des Vorjahres noch über eine steuerfreie Notenreserve von 42,49 Mi'l- und vor zwei Jahren über eine solche von 129,11 Mill- Mk. Wech, eleinreichungen sind auf 59,78 Mill, ge- 164° 5?T dcr Blitz m die gefüllte Scheune des 2nnbiviri§Ö ticnbei b s votlltaudig uiederbramue. — Ter 'Arbeiter Rov e rb in i h t' ° Nieder j c() elderh litte wurde in, "0(l ‘ n" ttnücnischen Arbeiter durch einen Rcvo vcrichug u„d verlünr^' -A-Arrmme sclnoer oeUept uud !eu,er B « o sm n i! Pc r nn p t " Tas Eisenbahnunglück vci Rehfelde. * Die Entgleisung des Zuges Nr. 6 Evbtkul>nen-N?i-si» ■ urfolge Bahnfrevels entstanden. An einer 15 Meter lanae Schiene |mb an dem einen Stoß die Laschen und 's ä m t l i n n e r e n, S ch r a u b e n g e l ö st vorgefundcn tvoeden ^ie letzungen sind sämtlich leichterer Natur, so daß die Berle'pt.ni i, in ihre Wohnungen begeben konnten. An der Stelle wo h Zug entgleiste, sind auf einer Strecke von 15 Meter 'sämtlich Schienenschrauben aus dem Bahnkörper herausgeschraubt wordci Auch die Laschen, welche die Schienen zusaniinenhalten fm auf einer Seite abgeschraubt. Tie Folge davon war, daß di ttnie Schiene, die nicht mehr befestigt loar, um einen halbe F'uh nach innen geschoben wurde. Als ber Zug an diese Stelle gerieten die linken Räder der Lokomotive und der einzelne- Wagen außerhalb der Schiene und liefen auf den Schwellcu die noch die schweren Eindrücke zeigen. Tie Folge davon war baß der Zug entgleisen mußte. Daß kein größeres Unglück a Ichehen ist, ist nur darauf zurückzuführen, daß bei der Em gleisung die Wagen stehen blieben und auf die linke Seite fielen Kurz nach der Entgleisung entstaub im Speisewagen, der nn gefahr der fünfte Wagen war, ein Brand, ber dadurch hervor gerufen wurde, daß die Beleuchtung des Wagens die Holzteili in Brand setzte. Durch das Feuer wurde der Wagen vottstandi« vernichtet, ebenso verbrannte der folgende Wagen vollständig Dei Wagen vor dem Speisewagerc ist nur zum Teil verbrannt Ganzen sind 9 Wagen entgleist. Die Zahl ber Verwundeten beläuft sich auf acht, getote 1P1l r .niemand. Der Lokomotivführer, zwei Postoeamii und 5 Passagiere erlitten Verletzungen. Ter Bankdirektor Kraschutschki von der Ostbank in Königsberg i Pr. wird aber noch vermißt. Kraschutschki wollt, sich zum Bankiertag nach Hamburg begeben und hatte mit eininen Herren m Berlin ein Rendezvous verabredet. Er ist aber b'ishei noch nicht nl Berlin eingetroffen und war trotz aller Nach^ sorjchungen nicht zu fiuden. ; • ^oltwageu ist übel mitgespielt worden. Es ist sicherlich eine Menge Briefscha ften verloren gegangen. Da-- Verbrechen i)t zwtzcheu 11 und W Uhr nachts geschehen ' ^1\®trail§b(2rg zirkuliert das Gerücht, daß das Eisenbahn- ittteiltat v o n A n a r ch i st e n verübt worden sei, die ver- mutet haben, daß in dem Schnellzuge ein hoher russischer 77/ ^0 c r nach Berlin fahren würde. Ob das Gerücki auf Wahrheit beruht, konnte noch nicht ermittelt werden. Tat b,er verunglückte Zug Fahrgäste aus Petersbare brachte. Es ist aber nicht anzunehmcu, daß er von hohen Personen auf die es abgelehen sein mußte, benutzt war. Jedenfalls steht Jeu, daß mehrere Komplizen zusammen gearbeitet haben müssen. ~ie gnuse Art und Weise, wie die Schrauben herausgezogen worden waren, laßt darauf schließen, daß das Attentat von Leuten verübt worden ist, die mit den einzelnen Teilen des Elienbahnkorpers genau vertraut sind. Auf die Ergreifung d-r Tater sind von der Behörde 2000 M k. als Belohnung ausgesetzt. Ter Etzenbahnminister verständigte sofort bie Staatt anwattlchaft beim Landgericht 3, die einen Vertreter zur ersten .ftst^rsuchuug entsandte. Ebenso hat sich eine Kommission des Eifenbahnnimisteriums zur Untersuchung an Ort und Stelle be'- geben. ficfcevßeit der Fleischversorqung der Städte Vorschub I die deutschen Turner in P e rs e n und am Bahnhöfe Calliano. In emer anderen Mahalla angegriffen, die er ebenfalls zer- rd Nächster Biehmarkt am 8. und 9. Oktober, am Trient sanden bereits fünf Verhandlungen statt. Die Hauvtver-streute. Tie Franzosen hatten im Ganzen 8 Tote und 16 ntcl) Krämerin arkt. Handlung im Kreisgericht Novereit findet in den nächsten Tagen Verwundete. rbura. 4. Sept. Am Donnerstag, 12. September, statt. Die Verhandlungen in Trient endeten mit der Verurteilung ? r hf cv . o hlWrl1nrrf her HumanitS V. ^rumbriT mit. Ver> der sieben Anaeklaaten xu Arrest st r a s e n von 5 bis 12 Tagen. Farrs, o. vepr. ^aurSv verlangt IN oer »umamrs der sieben Angeklagten zu A r r e st st r a i e n von b bis 12 Tagen. mit Rücksicht auf die Ereignisse in Marokko die sofortige T-- Frau Job. Keller Wwe Atzbach, den 4. September 1907. 5604 reinigter Qualität: Kunden, -welche ihre Konto ganz oder nahe2t( Beglichen In erhalten haben, Waren und. Möbel. // Waren- und »el-Kredit-Bans hn» giessen iUig, kräftig, wohlschmeckend find in M 26.-M, 26.-M, 25.- M. L.- M. 24.- At. Square iiead 3. Hain'« Stand 11p Plockstrasse 14—16 Paris, 5- Sept. Ter K 0 l 0 n i a l m i n i st e r erhielt ein Telegramm des General-Gouverneurs von I ndo ch in a, wonach der Kaiser von An am zugunsten seines 8 jährigen Sohnes ab gedankt habe. Dieser Sohn wird unter Leitung einest Landschaftsrates die Negierung führen- Ter Kaiser wird wegen seiner bekannten Grausamkeit im Palast gefangen gehalten. und. andere Kinderwagen gebe schon mit 5 Mark Anzahlung an jedermann ab. Abzahlung von I Mark pro Woche an. 0 Et ne Anzahlung tt ft auf, um eine größere Ne ko Sidi Numen wurde er v 0 n l----— — w griffen, die er mit leichter Mühe in die Flucht schlug. Auf dem Rückmarsch wurde er in der Nähe des Lagers von Möbel, Betten, Polsterwaren eigener Fabrikation, Herren-, Damen- u. Kinder-Garderobe Manufaktur-, Mode- und Weisswaren Wäsche, Sportwagen sowie 25.50 M., 25.50 M-, 24.50 A!.. GerrchtsjarrL. Innsbruck, 3. Sept. Tie Skaalsauivaltschastcn von Trient und Rovereit beendeten die Untersuchung wegen der Uebersülle aut Einberufung der Kammern. ' Paris, 5- Sept. Nach der gestrigen Konferenz mit dem Minister des Aeußern, des Krieges und der Finanzen gab Elömenccau den Journalisten folgende Erklärung ab: Ein Telegramm aus Casablanca bestätigt die Nachricht über das neue Treffen zwischen den französischen Truppen und den Marokkanern- General Trude war mit 2300 Mann gegen das Lager bei Tittmetlil, acht Kilometer von Casablanca entfernt, vorgegangen. Er hatte Casablanca um 4'Uhr morgens verlassen und lehrte erst um 2 Uhr zurück, nachdem er den Marokkanern große Verluste zugefügt hatte- Bei der Rückkehr wurden die Truppen wie gewöhn!i-ch von, marokkanischen Neitcrmassen verfolgt und angegriffen, wobei die französischen Truppen acht Tote und 17 Verwundete hatten- Tie Marokkaner gingen mit größter Tapferkeit V;r- Ihre Zahl dürfte sich auf 6000 bc- tau.en. ES ist unrichtig, dass das 'französische Lager auch nur einen Augenblick gefährdet war- Aus die Frage, ob weitere Trnppen-V er stärkun gen nötig seien, antwortete Clämenceau, daß davon keine Rede sein könne- Trude verfügt insgesamt über 7000 Mann. Antwerpen, 5- Sept. Tie FeuerSbrunst in den Holzdepots dauerte die ganze Nacht an- Ter größte Teil der Lager ist vernichtet- Mehrere benachbarte Gebäude gingen in Flammen auf- Die Feuerwehr mußte sich darauf beschränken, die gefährdeten Nachbargebäude zu schützen- — Tas Gericht verurteilte einen Tockar beiter, der einen englischen Ersatzmann schwer mißhandelt hatte, zu einem Monat Gefängnis- Ter englische Kapitän Schmidt, der gleichfalls angegriffen^wor- den war, hat einen Prozeß auf Schadenersatz gegen die Stadtverwaltung angestrengt, um festzustellen, ob diese die Verantwortung trägt- ELttgesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion deut Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Bitte um Erweiterung des Deukmalschuhgesetzcs. Jedermann freut sich über den Erlaß des DenkmalschutzgesetzeS, kraft dessen alles Alte, der Erhaltung Würdige vor Veräußerung und Zerstörung bewahrt wird. Die alten Pensionäre und Em er it en find auch A l t ert ü m er, Ueberbleibsel einer vergangenen Epoche, welche den Einen als „gute, alte Zeit/' den Andern als rückständige Periode erscheint. Könnten nicht diese lebenden, zum Teil gebrechlichen und siechen Altertümer durch E x- Weiterung des Dentmalschutzgesetzes auf Personen vor baldigem Verfall bewahrt werden? Es könnte solches m der Form von Teuerungszulagen oder Erhöhung der Rn hege halte geschehen. Die aufgewendete Summe, welche bei dein ehrwürdigen Alter der lange Jahrzehnte im Dienst des Staates, der Kirche, der Schule eifrig tätig gewesenen, greifen Herren von Jahr zu Jahr abmmmt, ivürde ivohl ohne Steuer- crhöhung aufzubringen sein und den Lebensabend der infolge der Teuerung aller Lebensmittel schwer Bedrängten erleichtern und verschönen. W. u. H. Bei der jetzigen Jahreszeit kann der tägliche Genuß von Dr. Michaelis EicheuKatao nicht warm genug empfohlen werden. Aehnlich ivie die trtchentohe gerbende Eigenschaften hat, erhöht die Eichelgerbsäure des Dr. Michaelis Eichel-Kakao die Lsiderftands- fähigleit der Verdauungsorgane gegen Störungen. Dabet ist er ein schmanhaftes und nährkrastiges GelraNk für Jung und Alt. D5/g Klrd)lid>e Israelitische Religionsgemeiude. Hottcsotemt in der Synagoge (r-uvanlagc). Samstag, d eii 7. Septeniber 1007: Vorabend 6.4-5 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. S ch r i f t e r k l ä r u n g. Sabbatausgaiig 7.45 Uhr. Israelitische Religionsgescttschaft. Gottesdienst. Sabbatfeier am 7. September 1907: Freitag abend 0.30 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 7.45 Uhr. Montag den 9. und Dienstag den 10. September 1907: Neujahrsfe st. 1. Tag: Vorabend 6.45. Predigt. Vorniitlags 6.00. Predigt. Nachinittags 4.00. 2. Tag: Vorabend 7.35. Vormittags 6.00. Nachmittags 4.00 Wo cd engollcsdienst: morgens 5.15 Uhr, abends 6.30 Uhr. 1-20 Ztr., 21-100 Ztr., üb. 100 Ztr. ....... 25.50 M., 25-M.p. 100Ko. Oarskssgamcg Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der schweren Krankheit und bei dem Hinscheiden meines innigst- geliebten Mannes, des Gastwirts Job. sage ich hiermit meinen besten Dank. gewissen Uiis flclciftct wird. 9 Oktober atlch Kräliterlnarkt. t ()Marburg, 1- Sept. -... —.......... --- - - n^d hier der D c rb st-P ford ern ar kt, verbunden mit Bey- Ws an g, abgchalten. v j ' 10 tc. Franks u r t a. M., 4. Sept. H e n- und Strohmarkt. Alan notierte: Heu Mk. 3.00 bis Mk. 5.20, Stroh qm, 2.40 bis Mk. 2.90. Io. Frankfurt a. M., 29. Ang. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß- Anz.".) Amtliche 9loticruiigcn der heutigen Vieh m a r kt- nreise. Zum Verkaufe standen: 39 Ochsen, 00 aus Oesterreich 10 Bullen, 0 aus Oesterreich, 126 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 00aus Rumänien, 820 Kälber, 110 Schafe und Hammel, 4 Ziegen, 0 Kiegeulämmer, 0 Schaftämmer. Bezahlt wurde für Pfund Schlachtgeivicht: Ochsen: 1 Qualität 83—85 Alk., y Qualität 76—80 Alk-, 3. Qualität 70—72 Mk.; Bullen: 1' Qual. 73—75, 2. Qual. 70—72; Kühe 1. Qualität 75—77 Alk., 2 Qual. 72—74 Mk., 3. Qual. 64-66 Mk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5'Qual. 00—00 Alk. Kälber l.Qual. 76—84 Pfg., Lebendgewicht /g—54 Pfg., 2. Qualität 60-66 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg., Schlachtgeiv. 00-00Pfg.; Schafe: 1. Qual. 84—00 Pfg., 2. Qual. 78—80 Pfg. — Geschält: gilt, kein Ueberftand. HoraMoh! Waffen, Munition und Jagd- gerate. 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Tanzsaal erschossen. Paris, 5. Sept. General Trude meldet an den Kriegsminister, daß gestern bei C a s a b la n e a zwei Gefechte stattfauden. Der Getieral brach um 5 Uhr mit 2300 Mann Infanterie, Kavallerie und Artillerie vorn Lager ~ " ranosziernug auözuführen. Bei 6000 M a r 0 t t a n e r n a n g e - liibilHuinslosc 1. kirschc’s . . Squarehead Weizen 2b.— Al., 2. Strube’s erzielen Sie, wenn Sie fortan Ihren Bedarf. Auf Kredit oder gegen Bar bei der Firma J. Jttmann decken, denn Sie finden dort, neben grösster Auswahl, billigste Preise und koulanteste Bedienung 4. Pefktjscr Roggen 25.—M., ---------- - -l f -- Unser Getreide wurde mehrfach prannert, größere Flamen vom Hess. Landwirtschaftsrat auf unserer Saatbaustelle gekört,-dasselbe ist zum Samenwechsel sehr geeignet weil in hoher Gebirgslage gewachsen. 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