157. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 103 Giehener Anzeiger Erschetnf täglich mit Ausnahme deS SonntagÄ. General-Anzeiger für Gberheffen Die ^chiehener ZamNlenblätter- werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblatt für be» Kreis Kletzen" zweimal wücheiulich. Der „kjesstfche Landwirt' erfchemt monaUrch einmal. Freitag 3. Mai 1907 Rotationsdruck und Verlag der Br ühfachen UnwersllätS • Buch» und Steint* ruderet Ä. Lange. Dietzen. Redaktton. Exvedttton and Druckereii Schul- ftrage ?. LrpediNon and Verlag > fc schlage- könne man sich ein Bild machen, roenn er dainege, daß die Lvstheimer Brücke rund eine Million Mark erforderte. Das bedeute jährlich rund 36 000 Mk. Zinsen. Wolle man von der Erhebung eines Brückengeldes absehen, so hätten die beteiligten Gemeinden je 4500 Mk., der Kreis und die Provinz je 9000 Mark und der Staat 13 5(X) Mk. beizutragen, Abg. Dr. Schmitt schlägt im Hinolick auf die abgegebenen Erklärungen deS Finanzministers vor, die jetzt gestellten Anträge zurückzuziehen und folgenden Antrag anzu- nchmcn: „Die Negierung zu ersuchen, im Sinne der heutigen Ausführungen deS Finanzministers anderlvellige Grundsätze beim Brücken-Neubau und zur Unterhaltung und Verzinsung der bereits gebauten und künftig zu erbauenden Brücken, unter Beseitigung des System- der Brückengelderhebung aufzustellen und auf gesetzlichem Wege zur Durchführung zu bringen und dc> mll die vorliegenden Anträge für er.eoigt zu erklären." Abg. Bähr erklärt sich gegen diesen Antrag und sp.icht für Annabme des Ausschußantrages. Durch das neue System würden die Kosten für die Brückeiibauten auf das platte Land abgewälzt werden. Abg. Wolf bedauert diesen letzteren Standpunkt, '.md tritt für den Antrag Schmitt ein. Wenn es sich um eine oberhessische Angelegenheit gehandelt hätte, so würde Abg. Bähr gewiß anders gesprochen haben. Nachdem sich Abg. Schönberg er gegen, Abg. Dr. Heide n r e i ch und Berichterstatter Abg. H i r s ch e 1 sich aber für den Antrag Schmitt ausgesprochen haben, wird der Antrag mit allen gegen die eine Stimme des Abg. Bähr angenommen. Sodann gelangt der tintraa Joutz und Genoffen, die Regierung zu ersuchen, für die Budgetberatung eine summarische Uebersicht der im Grundbuch als Groß- herzogliche Haus- und Staatsdomänen eingetragenen und im NutzNießungsrecht des Staates stehenden Grundstücke vorzulegen, zur Beratung. Der Ausschuß beantragt dirch den Berichterstatter Abg. Damm den Antrag abzulehnen. Abg. Jo utz begründet ausführlich seinen Antrag und betont, daß man bet dem bisherigen System keinen lleberblick über das Erträgnis und die finanzielle Lage des Domanial- eigentum- gehtcht habe. Es sei notwendig, in einem geordneten Staatswesen auch das Vermögen genau zu inventarisieren, und man müsse Gelegenhell Haden, sich selber davon zu überzeugen, wo etwas gespart werden könne. Die baulichen Anlagen für das Friedberger Rentamt, sowie die Butzbacher, sowie die Eberstädter Obersörsterwohnung hätten entfchiedm zu hohe Ausgaben erfordert. Redner wendet sich gegen die Begründung des Ausschußantrags und empfiehlt die Annahme feines Antrages. Abg. Damm toeijl darauf hin, welch ungeheuere Mühen und Kosten die Durchführung des Antrages Joutz verursachen würden. ES müßten 201,836 Kameralparzellen und 18,055 forstliche Parzellen ausgenommen werden, woran 10 Taxatoren 14 Jahre lang zu arbeiten hätten. Tvs Verzeichnis würde allein 1172 Sellen umfassen u nd die Gesamtkosten würden sich auf rund 400 000 Mk. berufen. Abg. Bähr führt aus, es scheine, daß sich die Regierung wohl nur nicht in die Karten blicken lassen wolle, oder sie Halle sich nicht für fähig, eine derartige Aufstellung zu machen. Abg. Joutz bemcrtt noch, die Regierung scheine kein gutes Gewissen zu haben. Präsident Haas erteiU dem Vorredner für diese Bemerkung einen Ordnungsruf. Der Ausschußantrag auf Ablehnung des Antrages des Abg. Joutz wird darauf mit geringer Stimmenmehrhell angenommen. Inzwischen ist ein dringlicher Antrag des Finanzausschusses zu dem Antrag Weber eingegangen, welcher lautet: .Die Regierung möge Mittel zur Beschaffung von Saatgut für die Landwirte des BogelSbergcs und des OdemvaldeS nach Maßgabe des bestehenden Bedürfnisses als unverzinsliches Darlehen auf 2 Jahre gewähren/ Stach kurzer Debatte, an der sich die Abgg. Wolf, Behr, Reinhart unb ©e einiger beteiligten, wird bieser Ausschußantrag fast e i n ft 1 m m t g angenommen. Eine umstänbliche Debatte eiUfyann sich dann noch über die Regierungsvorlage, betr. die Veräußerung der fogenauuteu M a r k w i e j e in den Gemarkungen Dauernheim uud Offen- heim in Verbindung mit den Vorstellungen der Landwirte von 'j)lclbad) wegen Verkauf der Markwiese a. d. Wetter. Ter Aus» ichuß beantragt Genehmigung des VerkaWr zum Durchschnittspreis von 3400 Pik. pro h, d. L im Ganzen 233 178 Mk. Rach weiterer teilweise persönlicher Debatte zwischen dem Finanzminister und ben Abgg. Bähr und Breidenbach, und nachbem Berichterstatter H i r s ch e l konstatiert hat, daß Adg. Breidenbach beni Ausschuß von seinem heutigen Verlangen kein Wort mügeteiU habe, wird der Ausschußantrag auf Genehmigung der Regierungsvorlage angenommen, eben jo ein Unteranhag Breidenbach, der Regierung in Erwägung zu geben, den Zinsfuß für den NesikauffchiUing auf 4 Proz. zu ermäßigen. Damit fchtießt die Sitzung nach lit2 Uhr. Nächste Sitzung morgen früh 9 Uhr. Deutscher Reichstag. 44. Sitzung vom 2. Utau Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Frhr. Hehl zu Herrnsheim unter Hinweis auf die Angriffe, die der Abg. Heine am 14. März und 22. Aprll gegen ihn gerichtet habe: Unter den vielen Taufenden von Arbeitern, die ich beschäftige, find nur 39, mll denen ein „Skrtrag" geschloffen tft Diese 39 sind aber Vertrauensmänner. Sie befinden sich in Stellen, wo Fabrik- geheimnisse zu wahren sind. Hauptsächlich gegenüber Machenschaften einer ausländischen Konkurrenz war es nötig, mit den Leuten Verträge zu schließen. Als deren Ergänzung kommt aber in Betracht, daß den Vertragsleuten höhere Pensionen, ebenso ihren Witwen, zugesichert sind. In diesem Zusammenhang find die Verträge abgeschlossen und in diesem Sinne sind sie zu beurteilen. Alsdann wird ein Antrag auf Einste 1 lung eines Strafverfahrens gegen Stolle (Soz. )debattelos angenommen. Bei der Beratung der dritten Ergänzung des Reichshaushallsetats für 1907, 15 Millionen für Erweiterung des Kaiser Wilhelm-Kanals als erste Rate, beantragt Abg. L e 0 n h a r t (frs. Vp.) die Verweisung der Vorlage an die Budgetkommission. Tie Kanalerwellerung liege im strategischen Interesse. Die Rücksicht auf die Handels,chiffe hätte nicht zur Vorlage geführt, deren gründliche Erwägung dringend notwendig sei. Abg. Frhr. v. Richthofen (kons.) schließt sich dem Anträge auf Kommissionsüberweisung an. Abg. Frohrne (Soz.) meint, Oie Sozialdemokratie hätte für Die deutschen S-eeinteresftn stets mehr getan als die liberalen. (Wtderipruch.) Die Stellungnahme zur Vorlage behalte seine Partei sich vor, bis die Notwendigkeit oes Baues un ^neere,ie oer iHXUfcßifujen uuo aiuy Del Verkehrsverhältnisse geprüft hätte. Abg. Kirsch (Zentr.) trat dafür ein, daß bei dem Erweiterungsbau nicht einseitig norddeutsche Firmen berücksichtigt werden, sondern auch süddeutsche. Den Kancll- arbellern müsse volle Koalitionsfreiheit gewährt werden. Abg. Gö rck (nl.) meint, die Vorlage bringe dem Reiche eine schwere finanzielle Belastung. Ohne Pcü,ung vermöge auch feine Partei die Vorlage nicht anzunehmen. Adg. Spelhmann (frs. Vp.) regt an, Die Vorlage wegen Der erheblichen finanziellen Tragweite einer besonderen Kommission zu überweisen. Abg. Burckhardt (imr^ch. Berg.) ist für Verweisung an die Budgetkommission. Abg. Gräfe (Res.-Park.) wünscht, daß nur deutsches Material unb beutsche Arbeiter beim Erweiterungsbau verwendet werden. Staatssekretär Graf Posadowsky führt aus: Die Notwendigkeit der Erweiterung sei allgemein anerkannt. Tas ursprüngliche Projekt des Kanals von vornherein breiter anzunehmen, sei einerseits an finanziellen Fragen gescheitert, andererseits harten die Schiffe damals nicht Die heutige Breite. Selbstverständlich würden deutsche Arbeiter unb Unternehmer berücksichtigt, da es sich um ein großes nationales Werk handelt. Hierauf wirb die Vorlage an die Budgetkommission überwiesen. Ter Vertrag zwischen dem deutschen Reiche und der Schweiz über die Beglaubigung öffentlicher Urkunden wird in erster und zweiter Beratung bebaktelos genehmigt. In ber festgesetzten Beratung bes Po ste tats tritt Abg. Bruhn (Neformp.) ber Resolution Hompesch auf früheren Schluß bes Schallerbienstes an ben Vorabenden von Sonn- und Feiertagen bei. Die Gehälter der Briefträger, besonders Der Landb rief träger, müßten ausgebefsert werden. Abg. Ortet (nL) bemerkt, die Ostmarkenzulagen seien nicht politischer Natur. Er könne diese Zulagen lediglich verstehen als Ausgleichsgeld für die dortigen besonoerS schwierigen Lebensverhältnisse. Abg. Fritzen (Zentr.) führt aus, die Ostmarken-Zu- lagen seien keineswegs bloß wirtschaftlicher Natur. Tatsächlich handle es sich um eine politische Maßnahme, um ein Glied in der preußischen Polenpolllik. Dem Amendement Pachnicke, die Zulagen für unwiderruflich zu erklären, würden seine Freunde natürlich zustimmen, aber dennoch das ganze ablehnen. Abg. Dr. Neumann-Hofer (frs. Dg.) tritt für unwiderrufliche Ostmarkenzulagen ein, ferner für größere Ausdehnung des Fernsprechwesens auf dem platten Lande. Redner erhebt Dann namentlich noch starke Bedenken gegen den Erlaß des preußischen Ministers des Innern, in dem den Beamten verboten wird, sich an einzelne Abgeordnete zu wenden. Noch unangenehmer [ei übrigens dem Minister, wenn die Beamten sich an die Presse wendeten. Andere Ansichten hierüber habe erfreulicherweise der bayerische Minister b. Frauendorfser in der bayerischen Kmnmer geäußert. Den Beamten einschließlich der llnterbeamten dürfen keine anderen Schranken auferlegt werden als die gesetzlichen. Endlich geht Redner noch auf Fragen ber Beamten- organisationen ein, wobei er die „gehobenen Stellen" verurteilt. Abg. Hug (Zentr.) verbreitet sich ebenfalls Über Beamtenwünsche. Staatssekretär Krätke wandte sich gegen eine weitere Resolution Ablaß, betr. Einführung eines Ausnahmetarises für Bücher, Schriftstücke usw. in erhabener Blindenschrift. Man möge es den Eiruelstaaten überlassen, Blindenanstalten Vergünstigungen rn anderer Art zuzugestehen. Damll schließt die Debatte. Ueber die Resolutionen wird morgen abgestimmt werden, unb zwar über die Ostmarken- Ziesolution in namentlicher Abstimmung. Bei einem Besoldungstitel für die Unterbeamten hofft Abg. 2in£ (Hosp. d. Rp.), daß die Verwaltung dem Wunsche der Kommission in Bezug auf Gehaltsverbesserungen stattgeben weroe. Ganz ungenügend seien die Wohnungsgelbzuschüsse für Unterbeamte. Abg. Eickhoff (frs. Bp.) fragt nach den Gründen, aus denen die Verwaltung die Diesjährige Resolution des Reichstages auf Vereinigung der Postdirektoren und Oberpostinspektoren zu einer einheitlichen Besoldungsllasse nicht auSfüyren wollen. Abg. Hamecker (Ztr.) wendet sich gegen die Stellung des Staalssekretärs zu den Bsamtenvereinen. Nach weiterer Debatte, in der die Redner namentlich für bessere Avancementsverhältnisse der Unterbeamten eintreten, werden die dauernden Ausgaben bewilligt, ebenso die einmaligen Ausgaben, die Einnahmen des ordentlichen Etats, sowie der Reft des Etats. Debattelos werden ferner genehmigt die Etats der Reichsdruckerei, des Rechnungshofes, des allgemeinen Pensionsfonds und des Reichs- invalidenfonds. Beim Etat des Reichseisenbahnamtes bedauert Abg. Wetzel (nl.) das Scheitern der Betriebsmittel- gememjchaft. Ter Vorschlag Bayerns auf das Eingeben einer Güterwagengemeinschaft scheint auf ein totes Gleis gelangt zu fein. Redner wünscht eine Vereinheitlichung oes deutschen Reichseisenbahnwesens, namentlich auch mit ,Rücksicht auf einen etwaigen Krieg. Abg. v. R i ch t h 0 f e n (kons.) tritt dem Vorredner entgegen. Präsident des Reichseisenbahnamtes Schulz erwidert auf einige Wünsche des Vorredners betreffend Vrehoerkehr. Hierauf wird um 7i/2 Uhr ein Vertagungsantrag gegen Sozialdemokraten und Freisinnige abgelehnt. Abg. Müller-Meiningen weift einen heftigen Angriff zurück, den der Abg. b. Ersfa im Abgeordnetenyause gegen ihn gerichtet habe. Abg. Picyler (Ztr.) wendet sich gegen die Wetzelscheu Ausführungen. Abg. Eichhorn (Soz.) richtet Angriffe gegen den preußischen g-iskalismus. Abg. B i n d e w a l d (Rfp.) erklärt, die Hessen feien mit der preuhisch-hessischenEisenba hu gemein- scha ft zufrieden, bedauert aber, daß es nicht gelungen gd, eine BetrieLsmittelgemeinschaft zu erreichen. Abg. Köhler (diz.) meint dagegen, die Heffen hatten in Nsevbahndingen jetzt überhaupt nichts mehr zu sagen. Morgen Abstimmung über die Resolutionen zum Post- etat, Etat des Reichsmilitärgerichts, Kolonialetat. Drcußtlches Abgeordnetenhaus. Berlin, 2. Mai. Zur ersten Beratung steht das L e h r e r v e n s i o n s g e s e tz, das die den sonstigen Beamten bewilligten Pensionen auch den Volksschullehrern bewilligt. ' Kultusminister Dr. v. Studt erklärt, das Gesetz ziehe die Kouseauenzen der Pensums- und Reliktengesetze für die Staatsbeamten auch für die Volksschullehrer. Er glaube, das Haus Verde, da die Sache so einfach liege, ohne Kommissionsberatung tu die zweite Lesung eintreten. Ein Antrag aus Kommissionsberatung wird abgelehnt. Das Beamtenpensionsgesetz wird ohne Erörterung hi dritter Beratung angenommen, ebenso das Lichterbesoldungsgesetz. . Es folgt die Interpellation des Abg. Grafen v. Kamtz über die Höhe der Kohlenpreise. Abg. Graf Kanitz führt aus, schon früher habe es hohe Kohlenpreise gegeben, meist aber nur für kürzere Zeit. Die jetzige Höhe der Preise aber dauere schon lange an, und die Konjunktur halte noch an. Durch diese Preise werde die Industrie vielfach geschädigt, es sei zum Teil schon Kohlenmanßel emge- treten. Keine Industrie besinde sich in einer so günstigen Lage wie die Kohlenindustrie. Nach der Erhöhung der Preise durch das westsälische Kohlensyndikat hatten auch die anderen Gruben ihre Preise erhöht. Im Vorjahre sei ein Mehraufwand von 161 Millwnen für Kohlen und Koks notwendig geworden, den Verbrauch der Zechen selbst allerdings einbegriffen. Allzulange könne diese Preissteigerung der Aohle nicht fortgesetzt werden, ohne daß eine Gefährdung unseres ganzen wirtschaftlichen Lebens eintrete. Ebenso schädlich wirke die Verteuerung der Eisen- preise, da in Deutschland jährlich 166 Kilo Eisen auf den Kopf der Bevölkerung verbraucht werden. Sie sei eine Folge der Verteuerung der Kohle. Ebenso hänge damit die Teuerung beim Brennholz zusammen. Seit 1899 habe das Kohlenshndikat die Ausfuhr mehr als verdoppelt. Die Enquete zur Feststellung der Kohlenpreise habe nichts ausrichten können, da em Einbliä in die „Geschäftsgeheimnisse" des Kohlensynditäts verweigert wurde. Ohne den ausgedehnten Kohlenexport würden wir keine Kohlennot haben. Auch der Wagenmangel würde abnehmen. Redner bittet deshalb die Regierung, beim Bundesrat für Einführung eines Kohlenausfuhrzolles einzutreten. Reklamationen des Auslandes würden ebensowenig zu besorgen sein, wie bei ^nglanb, als es den Kohlenausfuhrzoll erhoben habe. Die Frage der Ausnahmetarife für Kohle sei schon vor Jahren erwogen vorden. Damals aber — vor ungefähr 7 Jahren — seien allgemeine Depressionen auf dem Jndultriemarkte gewesen; jetzt sei das ganz anders. Er möchte den Minister bitten, die Frage der Abschaffung dieser Tarife in Erwägung zu ziehen. Handelsminister Delbrück erwidert, die Kohle habe noch nicht den Preis von 1900 wieder erreicht, obwohl die Herltellungs- preise inzwischen gestiegen seien. Die Kurve der Arbeitslöhne gehe nach oben, btc Kurve der Ueberschüsse nach unten; gleichwohl gebe er zu, daß d.ie Preise eine unheimliche Höhe erreicht haben, und es werde Sache der Regierung sein, zu prüfen, u)b sich hier Wandel schaffen lasse. Einen Kohlenausfuhrzoll ikönne er nicht empfehlen, er könnte uns unter Umständen sehr fckKdlich sein. Die Einnahmen für das Reich würden auch nicht besonders groß sein. Ob wir in der Lage seien, die Ausschreitungen der Syndikate zu verhindern, das werde er heute nicht untersuchen. Jedenfalls sei die Regierung auch ohne Syndikatsgesetz in dieser Richtung bemüht geweseü. Daß der Fiskus als 'Produzent auf die Kohlenpreise einwirken könne, glaube er nicht. Minister Breitenbach erklärt sich bereit, in eine Prüfung der Frage einzutreten, ob die AusnaHmetarife für Kohlen und Ko^ nach dem Auslande beizubehaUen seien. Auf Antrag des Abg. Erffa (L) findet die Besprechung der iJn^rpellation statt. Abg. Hirsch-Essen (nt) hall angesichtsl der hohen Löhne für die Bergarbeiter die Kvhlenpreise nicht zu hoch. Tie Schwankungen der englischen Kvhle seien bedeutend stärker gewesen, Ms diejenigen der Ruhrkohle. Gerade die Stetigkeit der Kvhlen- ipreise sei ein besonderes Verdienst des Kvhlensyndikats. Wenn Las Kohlensyndikat dem regellosen Angebot, das die Preise unheilvoll ruiniert habe, ein Ende gemacht habe, so sei das mit eines seiner besten Verdienst. Die Löhne der Bergarbeiter feien von ungefähr 1000 Mk. auf 1600 Mk. vom Jahre 1893 zum Jahre 1906 gestiegen. Daß die höheren UnEoftcn und Löhne wieder eingebracht werden müßten, sei doch selbstverständlich. Durch die Aushebung der Auslandstarife würden die Eisenbahnen lediglich geschädigt werden, auf die heimische Preis- Lildung würde diese Maßregel ganz ohne Einfluß sein. Mg. Herold (C.) erklärt, Graf Kanitz wünsche einen Ausfuhrzoll auf Kohle. Er halte das für gewagt, die Ausfuhr würde dadurch wohl sehr beschränll werden, nicht ratsam wäre es, wenn gerade Deutschland wieder den Anfang mache, Ausfuhrzölle zu erheben. Es könnten dann auch andere Länder wieder Ausfuhrzölle auf Rohmaterialien erheben, die TLUtsch- lanb bei seiner hochentwickelten Industrie notwendig brauche. 3e größer die Syndikate, desto größer ihr Einfluß. Deshalb müßten wir auch dafür sorgen, daß der Staat ein Aufsichtsrecht lyber diese Syndikate habe. Ganz einwandfrei sei das Kohlensyndikat nicht, einzugestehen aber sei es, daß es auf die Gleichmäßigkeit der Preise in den letzten Jahren günstig ein» gewirkt habe. Abg. Wagner (ft) erklärt, seine Partei werde die Interpellation des Grafen Kanitz unterstützen. Dem Minister sei er dankbar für die zugesagten Erwägungen. Der Kohlenausfuhrzoll bilde ein sehr schwieriges Problem. Die oberschlesischen und niederschlesischen Syndikate würden gegen jeden Kohlenausfuhrzoll den energischsten Widerstand entgegensetzen. Ein solcher .Zoll würde eine erhebliche Einschränkung der Produllion zur "Folge haben. Abg. Münsterberg (fif. Vg.) verkennt nicht, daß das Syndikat auf die Steigerung der Kvhlenpreise einen bedeutenden Einfluß gehabt habe. Diese Steigerung sei aber nur quantitativ', denn unter der Lage der Konjunktur müßten die Preise in die Höhe gehen. Auf die Interpellation hätten die beiden Minister sehr sachgemäße und vernünftige Antwort gegeben. Er meine vernünftig in dem Sinne, daß die Minister nicht vergessen hätten, daß auch der Verkehr seine ganz besonderen Anforderungen stelle. Daß ein Ausfuhrzoll Besserung schaffen solle, könne er durchaus' nicht ein)eben. Ihn würde das Inland tragen müssen. Er stehe jeder Form von Ausfuhrzöllen grundsätzlich ablehnend gegenüber. Der Eisenbahnminister habe durchaus das richtige getroffen. Abg. Dr. Hahn (s5b.)_ erklärt, leider sei es dem Minister nicht gelungen, auf die Geschästsgebahrung des Syndikats einzuwirken. Tie Einschränkung der Förderungsziffer entspreche nicht den Interessen der Allgemeinheit. Hier hätte eine Aufsichtsmaßnahme von Staatswegen eingreifen müssen. Sehr bedauerlich sei die Ueberschätzung des Exports und die Unterschätzung des inländischen Marktes. Unser wirtschaftliches Leben hänge vom inländischen Martt ab. Die Industrie werde von der Landwirtschaft alimentiert. Der Staat müsse seinen Besitz an Bergwerken vermeinen, damit er nicht von ein paar Industrie» familien und Barnen abhängig werde. Das Haus vertagt sich. ________________ poHtiictyc Tagesschau. KriegSschiffs-Besuch aus England? Die Ankündigung des angeblich bevorstehenden Besuchs eines englischen Geschwaders in den deutschen Ostseehäfen kommt überraschend. Trisft sie zu, dann roirb ab» Luwarteu sein, ob die Segelorder nicht auch auf russische Hafen sich erstreckt. Dort ist England einen Schiffsbefuch chuldig, da der vor einer Reihe von Ddonaken zug-edachte tm letzten Augenblick unterbleiben mußte in Rücksicht auf die dur^ch die russischen Revolutionsgreuel erregte öffentliche Meinung in England. Ueberdies ist erst kürzlich die Bemannung russischer Kriegsschiffe der gefeierte Gast des Jnselreiches gewesen. Flaggschiff des nach der Oft)ec be- timmten Geschwaders soll das Kriegsscyifs-Ungeheuer, der „Dreadnought", fein, mit dem man wahrscheinlich den Deutschen höchlichst zu imponieren gedenkt. Nun, in friedlicher Mission sind die britischen Schiffe willkommen, zumal ihr Erscheinen auf die Stellung Deutschlands zur Ab- rüftungsfrage in keiner Weife einzuwirken vermag. Sollte gar noch König Alfons zur Kieler Woche als Gast des Kaisers sich einfinden, so könnte mit solchem Vor- iiel zur Haager Konferenz jedermann zufrieden sein. Deutsches Reich. Berlin, 2. Mai. lieber den Au,enthalt des Barons Aehrenthal machte eine Persönlichkeit aus dessen nächster Umgebung nähere Mitteilungen. Baron Aehrenthal ist von einer Ausnahme vom Kaiser und den Vertretern der beut» chen Regierung sehr besriedigt und von der herzlichen Be- zrüßung der Presse angenehm berührt. Die Reise Aehren- thals bezwecke keineswegs besondere Abmachungen, die übrigens zwischen Oesterreich und Deutschland unnötig seien. In den Besprechungen mit Kaiser Ml- helm und den deutschen Staatsmännern wurden alle chwebenden Fragen der auswärtigen Politik berührt und es ergab sich eine vollständige Ue herein ft im» mung der Anschauungen. Von einer Kriegsgefahr war keine Rede. Vielmehr wurde die politische Lage in den erwähnten Konferenzen mit der größten Ruhe und Gelassenheit beurteilt. — Die für das Rechnungsjahr 1907 festge stellten und nach Abzug der Anteile an den Ueberschüssen des Jahres 1905 zu zahlenden Matrikularbeiträge der Einzel- taaten belaufen sich auf 265 035 742 Mk. oder 22,71 MUl. Mark weniger, als im Etat für 1906 an gesetzt waren. Davon entfallen ans Preußen 164193 986 Mk., aus Bayern 27 122 928 Mk., auf Württemberg 9 793 241 Mk., auf Baden 8852 621 Mk., auf Hessen 5523704 Mk. usw. Köln, 2. Mai. Infolge des Vorgehens Niederrhein. Landwirte, die Fleisch von selb st geschlachtetem Vieh direkt an die Konsumenten verkaufen, sind die Schweinefleischpreise in einzelnen Städten am Niederrhein rapide heruntergegangen. Inzwischen setzen die Landwirte ihre Bemühungen fort, direkt mit den Konsumenten zu verkehren. Sie errichten bereits Verkaufsstellen in einzelnen Städten an der Ruhr und am Mittelrhein. Karlsruhe, 2. Mai. In Baden soll der Titel „Rechtspr a kt ikant" ab geschafft werden. Die Juristen werden nach der ersten Staatsprüfung den Titel Referendar erhalten. Dagegen soll den bisherigen „Referendären", die die zweite Staatsprüfung abgelegt haben, der Titel Assessor verliehen werden. München, 2. Mai. Am 1. Mai war laut Ausschreibung der sozialdem. Verwaltung tie Münchener Ortskrankenkasse und deren sämtliche Bureaus geschlossen. Nunmehr ist vom Gemeindevorsteher Scholl (Demokrat) und Justizrat Pailler an den Magistrat die Frage gerichtet worden, wie es möglich sei, daß die Geschäfts- sührung dieser amtlichen Stelle zum Nachteil sämtlicher Interessenten zu einer Parteidemonstration miß- braucht werden tonnte. Ausland. London, 2. Mai. Unterhaus. Lea (liberal) stellt an die Regierung die Anfrage, ob sie an dem verfassungsmäßigen Gebrauche fejthalte, daß bei allen Zusammenkünften des Königs mit fremden Souveränen oder Ministern, bei denen es sich um Staatsangelegenheiten handle, ein dem Parlament verantwortlicher Minister zugegen sein solle, oder ob über die Zusammenkünfte des Königs mit den fremden Souveränen oder Ministern mit Bezug auf Staatsangelegenheiten während der M i tt el m e er r eise irgendwelche Aufzeichnungen gemacht worden seien. Der Schatzsekretär des Auswärtigen, Sir Edward Grey, verliest eine schriftliche Erllärnng, in der es heißt, die Gepflogenheit, daß der König bei seiner Abwesenheit von der Hauptstadt stets von einem Minister begleitet werde, sei niemals streng durchgeführt worden. Der Besuch des Königs in Cartagena sei ein zeremonieller Gegenbesuch auf den Besuch des Königs von Spanien in England gewesen, der Besuch beim König von Italien in Gaeta dagegen rein privat gewesen. Bei allen Verhandlungen über Staatsangelegenheiten werde an dem verfassungsmäßigen Brauch und an der Verantwortlichkeit der Minister festgehalten. — In der heutigen Gemeinderatssitzung verlas der Lordmajor ein Schreiben bes Oberbürgermeisters Kirschner- Berlin, durch welches die st ä d t i s ch e Körperschaft herzlich cingeladen wird, Berlin zu besuchen. Man beschloß, die Einladung anzunehmen und setzte vorläufig den 13. Juni für die Fahrt fest. An der Fahrt werden sieben Aldermen, 40 Räte und Sheriffs und zwei höhere Beamte der Körperschaft teilnehmen. — Die Verhandlungen, die hier zwischen dem Gouverneur v. Linde quift und dem britischen Kolonialamt über die deutsch-südwe st afrikan. Grenze und über die Verpflegungsentschädigung für die während des Krieges auf das Käpgebiet übergetretenen Eingeborenen geführt werden, nehmen nur langsamen Fortgang, da auf beiden Seiten keine große Uteigung z u Konzessionen vorhanden ist. M a b r i b, 2. Mai. Nach einer Meldung aus Vigo beabsichtigen einige Engländer den Ankauf einer Insel in der Mündung des Arosaflusses, die sie dem Könige Eduard schenken wollen. Sie wollen angeblich auf der Insel ein Luitschloß erbauen, wo der König die Sommermonate zu verbringen gedenkt. Czernowitz, 2. Mai. Es besteht die Gefahr ernster Pogroms auch in der Bukowina. Die Bauern, genannt Huzulen, sind alle mit Revolvern bewaffnet. Für den Ostersonnabend soll ein Ueberfall auf die jüdische Bevölkerung geplant sein. Die Landesregierung ordnete in größter Angst strengste Maßregeln an. Militär geht heute in die gefährdeten Bezirke. Aus S.aot iino Luuo. Gießen, 3. Mai 1907. *• Die Verstaatlichung der Kreisstraßen erstrebt ein Antrag, den Abg. Bähr in Verbindung mit einer Anzahl anderer Abgeordneter bei der Zweiten Kammer ein- gereicht hat. ** G e s ch w o r e n e n l i st e. Behufs Bildung der Spruch- liste für die am 10. Juni von». 9 7, Uhr beginnende Sitzungs- veriode des Schwurgerichts für das 2. Ouartal 1907 wurden nachstehende Hauvlgeschworeue aus der Jahreslifte für 1907 gezogen: Kauuncum Johs. Karl Ludwig Erk m Nidda; Metzger Karl Schild- wächler in Homberg a. Ohm; Landwirt Eduard Lutz in Elpenrod; Lammerdireklor Jak. Korell in Büdingen; Metzgermeister Ern'l Ludw. Sack in Gießen; Bürgermeister Friedr. Bornmann jn Traus-Horloff; Kaufmann Hemr. Kirchner in Rendel; Landwirt Hch. Schick in Diebach a. H.: Metzgermeister Fnedr. Schreiner ut Gießen; Landwirt Phil. Kafp. Klein in Södel; Forstverwalter Joh. Friedr. Sommerlad in Ziegenberg; Rentner Gg. Windifch in Friedberg; Landwirt Heinr. Stcffan VI. in Gettenau; Rentner Öeinr. Sehrt in Grünberg; Landwirt Will). Lorenz Bickert in Bruchenbrücken; Landwirt Karl Wagner in Allendorf a. d. Lumda; Landwirt Johs. Seybold IV. in Nieder-Eschbach; Landwirt Hemr. Wilh. Herrn. Philippi in Obbornhofen; Landwirt Phil. Reichert IV. in Altwiedermus; Pachter Karl Hesse in Otterbach; Landwirt Konr. Kuhl IV. in Dorf-Güll; Fabrikant Jak. Scheid in Gießen; 9eleSe m frrpiaLi Q9en ■ „Äu $er®y Sl rosem Vorgehen zu bewegen. Augsburg, 2. Mai. Wegen Erpressung hat die Strafkammer einen Ausgeher zu 4 Jahren und desien Ehefrau zu 3 Jahren Gefängnis und beide zu 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Ein Stabsoffizier, der mit der Frau verkehrt Halle und vom Manne dabei überrascht worden war, wurde von dem Paar in 5 Jahren durch 300 Erpressungsbrieie um 22 000 SDlf. erleichtert. Auch nach einer Verabschiedung wurde dem Offizier feine Ruhe gelassen, biS er endlich die Sache zur Anzeige brachte. Unterschlagung von Geldern von Einjährigen, gangen aus dem Kreuzer .Medusa*. zu 4 Jahren Mittelarrest und Degradation. Halle a. S., 2. Mai. Ter 19jährige Tischler Wippert, der eine eigene Mutter ermordete und beraubte, wurde zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Leipzig, 2. Mat. Das Reichsgericht verwarf die R e - vision der Schriftstellerin Dr. Anita Auaspurg, die am 23. November 1906 von der Strafkammer des Landgerichts Hamburg wegen Beleidigung der Hamburger Polizeibehörde zu Mk. 200 Geldstrafe, eventuell 20 Tageu Hast und zur Tragung der Kosten verurteilt worden ,var. Frl. Tr. Augspurg hatte sich damals bei Strafienunruhen Streikender bemüht, die Polizei zu weniger rigo- Grigrnal-Draytmeldrittgen. R.B. Darmstadt, 3. Mai. Das Ober-LandeS- gericht verkündete heute das Urteil im Prozeß Grüne- wald-Metz. Die Revision des Rechtsanwalts und Notars Metz in Nidda gegen das ihn zu einer Geldstrafe von 700 Mk. verurteilende Erkenntnis des Schöffengerichts, das auch von der Strafkammer bestätigt worden war, wurde zurückgewiesen. Das Urteil ist hiermit rechtskräftig. Gerictzt-faal. Kiel, 2. Mai. Das Kriegsgericht der 18. Division verurteilte den Z a h l m e i st e r - A p p l i k a n t e n der Reserve, Köhler, wegen kameradschaft Hassia, Bezirk Lauterbach.Schlitz. AuS Anlaß der Anwesenheit des Kaiser? in der Stadt sind besondere Bc^ i. r inmungen wegen Anlegen sämtlicher Orden und Ehren- Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesse» am SamStag, den 4. Mai: Meist trüb. Regeniälle. Temperatur wie heute. Starke wesilche Winde. Fainrtten-Nachrichten. Verlobte: Fräulein Klara Fleischhack in Magdeburg mit Herrn Artur Viehwcg in Marburg. — Fräulein Katharine Becker mit Herrn August Ma'uß, beide in Eudori. — Fräulein Anna Hamel in Brauerschwend nut Herrn Konrad Elfländer tn Eulersdorf. Gestorben: Herr Mathias Telnert in Marburg. — Frau Ehristme Lbjartel, geb. Peter in Marburg. — Herr August Krömmel- bem m Alsreld. — Herr Ludwig Leim in Als'eld. — Herr Heinrich Usiiiger in Friedberg. — Herr Georg Schmalz in Friedberg. — Frau Atar'ia Heuser Wiv., geb. Kahler in Chausseehaus bei Eölbe. zeichen erlaßen werden. [] Gladenbach, 2. Mai. Gegen den Kassenrendanten V. ist Untersuchung eingeleitet, weil Unter, schlagung vorliegen soll. V. wurde verhaftet. [] Marburg, 2. Mai. Seit heute ist über da? Gebiet der Stadt bis zum Umkreis von 4 Kilometer die Hunde- sperre verhängt, weil sich bei einem gestern getöteten Hunde Tollwut herauSgestellt hat. Die Sperre dauert 3 Monate. — Vom 1. Mai ab kostet das Pfund Ochsenfleisch hier 80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch 75 Pfg. und Schweinefleisch 60 Pfg. Ter Brotpreis ist um 2 Pfg. gestiegen. Arbeiterbewegung. fc. Offenbachs. M., 2. Mai. Ter VerbaudderMetall- industriellen für Fraiikiurt a. M. und Umgegend hat gestern in einer in Frankfurt abgehalieneii Sitzung beschlossen, am 2 5. Ai a i, falls bis dahin der Ausstand der hiesigen Aiaschinenfabrikarbeiter nicht beendet ist, m alleii Betrieben des Bezirkes 60 Prozent der Arbeiter auszusperren. Von der Aussperrung sollen nur organisierte Arbeiter betroffen werden. N o r d h a u s e n, 2. Mai. Wegen Beteiligung an der Maifeier wurden von mehreren hiesigen Tabakfabriken insgesamt 500 Arbeiter ausgesperrt. Berlin, 2. Mai. Zur Krise im Baugewerbe wird gemeldet, daß heute auf Öen bei weitem meisten Bauten die Arbeit ruht, da die Ataurer und Bauarbeiter, die gestern feierten, nach dem Beschluß der Arbeitgeber bis zum nächsten Montag ausgesperrt sind. Hamm i. W., 2. Mai. Heule kam es vor der hiesigen Spruch- kammer des Berggewerbegerichts, die von der Belegschaft und der Verwaltung der Zeche „Maximillian" als Einigungsamt angeruieu worden isl, zu folgendem Emigungsvorschlag: Tie Verwaltung der Zeche „Maxinnlliau" erhöht den Schichtlo hu um 50 P'g. vom 1. April ab, nimmt keine Ataßregelung vor und zahlt für die im März verfahrenen Schichten 1000 Mk. Prämie nach. Tie Zeche macht feinen Gebrach von ihrem Rechte, wegen Kontraflbruches den Arbeitern 6 Schichten einzubehalten, unter der Bedingung, daß sämtliche Arbeiter die Arbeit wieder aufnehmeu. — Ein bemerkenswerter Tarifvertrag wurde von der Twektion des Straßburger Gaswerks jüngst mit ihren Arbeitern abgeschlossen. Er brachte den letzteren nicht nur erhebliche Lohnerhöhung, sondern enthielt auch die Vereinbarung, daß die Arbeiter während der Arbeitszeit auf jeden Alkobolgenuß verzichten, dafür aber vorn Werke unentgeltlich Tee und Atalzfaffee verabfolgt erhalten. Paris, 2. Aiai. Die ausständigen Bäcker haben beschloffen, heute noch die Arbeit wieder a u f z u n e h m e n. "'Kleine Tages chronil JnRogasen (Posen) lauerte der Arbeiter Kulczak nach vorhergegangenem Wortwechsel dem Arbeiter Gust auf und tötete ihn durch zwei Revolverschüffe. Der Mörder wurde von einigen Personen, die dem Ueberiallenen zu Hilfe eilten, dermaßeii zugerlchiet, daß er gleichfalls tödlich verletzt öamieöerliegt. — Aus einem Wagen der 4. Klaffe des K ö l n • Berliner Zuges Nr. 205 stürzte s i ch in der Nacht ein Reisender unö verletzte sich schwer. Er hatte am Tage zuvor seine Kinder zu Berivandten nach einem Vorort von Köln gebracht, da eine Operation seiner Frau bevorstand. Offenbar hat er die Tat in einem Falle von Schwermut begangen. — In der Whipple- 05 r u b c in Wesl-Virginien (Nordamerika) erfolgte eine Explosion schlagender Wetter, wobei über 100 Arbeiter verschüttet wurden. TLirche und Schule. __ Der 2 3. deutsche Protestantentag findet vom 22.-24. Mai in Wiesbaden statt. Bon den zur Verhandlung kommenden Gegenständen seien erwähnt: Tie kirchenpolitische Lage in Deutschland und die nächsten Aufgaben des kirchlichen Liberalismus; das Jnteresie der Familie am Religionsunterricht in der Schule (2. Berichterstatter ist hierbei Schulrat H. Scherer zu Büdingen); Gemeinderechte und Kirchenregiment, Forderiingen zur Reform der Kirchen- Verfassungen; Protestantisches Christentum und christliche Gewerkschaften; Volkskirche und Bekenntniskirche. Märkte. (e. F raukfurt a. M., 3. Aiai. tcrig.-Telegr.de? „Gieß. An;.") V i e h m a r f t. Zum Verkaufe standen 00 Kälber, 00 Schale u. Hämmel, 270 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual. 54-00 Pf., Lebendgewicht 42.50-00 Pf., 2. Qual. 53—00 Pf., Lebendgewicht 41.50-00 Psg., 3. Qual. 00—00 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—90 Pf. Geschäft: Aiarkt gut, fern Ueberstand. Berlin, 3. Mai. In der Mühlenstettße lärmte gestern^ abend ein schwer betrunkener Mann, dem ein Schutzmann gebot, sich ruhig zu verhalten. Der Betrunkene fetzte sein Lärmen fort Ter Beamte wollte den Mann sistieren, konnte ihn aber nicht fortschaffen, da dieser sich auf die (Erbe isetzte. Der Schutzmann legte dem Manne einen Hand- knebel an, den er derartb anzog, daß er brach. Der Beamte stellte wiederholt das Verlangen, daß der Mnnn ihm olgen solle. Als dies der auf der Erde Sitzende, nicht tat,* zog der Schutzmann b.ank und schlug den Wehrlosen viermal mit der scharfen Schneide über den Kopf! Aus den Wunden strömte das Blut und der Schwerverletzte sank hintenüber. Der Schutzmann sucht« ilotzlich das Weite. Hannover, 3. Mai. Wie amtlich bestätigt wird, sind die chwarzen Pocken in dem Hannover benachbarten Stöcker und Meaenheide ausgcbrochen, und zwar sind zwei Mädchen im Alter von 9 und 10 Jahren daran erkrankt Sämtliche Bewohner der Kolonie, zumeist Bahnarbciter, sind geimpft worden. Tie Kinder sind vom Schulbesuch ausgeschlossen und für die gesamte Umgebung sind Impftermine für die nächste Zeit an* gesetzt. Paris, 3. Mai. „Petit Parisien" veröffentlicht ein Inter». View seines Londoner Korrespondenten mit dem englischen Staatsmann Sir Charles 2 i l ke über die deutsch-franz ösis chen Beziehungen. Dieser erklärte, er könne sich darüber nicht aussprechen. Tie Stelle der Rede des deutschen Reichskanzlers^ welche ihn besonders interessiert habe, sei die Anspielung auf Groß-Britannien. Tie bloße Idee, daß England die Absicht habe, Deutschland anzugreijen, müße ein Lächeln Hervorrufen. In ganz England gebe es keinen Men-> schen von gesundem Verstände, der einen solchen Plan unter-, stützen würde. An einen Angriff Englands durchs Deutschland glaube er ebensowenig. Rom, 3. Mai. Maßgebenden Ortes erklärt man den Kommentar des „Giornale d'Jtalia" zur Rede des Fürsten von Bülow, insofern dieser einen Mangel herzlicher Beziehungen zwischen Italien und* seinem Verbündeten andeutete, für ganz ungerecht f e r l i g t. Auch in der Avrüstungssrage fühle sich die ital. Regierung mit dem Kanzler einig. Die „Tribüne" sagt, der Reichskanzler habe sehr deutlich und klar gesprochen, sodaß Mißverständnisse fortan unmöglich sein sollten. Er hat die Grundlosigkeit der Behauptung daß die Freundschaft Italiens zu England dem Dreibünde, schaden könnte, bewiesen. Tas volle Einvernehmen der Drei- bundstaaren enthebt Italien jeder Sorge in Hinsicht 5er' Abrüstungsfrage. Das starke Band, welches Italien und Deutschland umschlingt, wird durch eine theoretische Erörterung dieses platonischen Problemes nicht gelockert werden. Mailand, 3. Mai. Persevevanza veröffentlicht einen längeren Artikel, welcher sich mit der B ü l o w - R e d e beschäftigt. Die Erklärung Bülows sei zur rechten Zeit erfolgt, um die überhitzten Gemüter durch einen falten Wasserstrahl zu beruhigen. Die Rede lasse keine Mißdeutung und keinen Verdacht aufkommen. Deutschland weigere sich, eine gefährliche Utopie zu beraten. Die übrigen Atächte seien zwar berielbeit Ansicht wie Deutschland, wollten aber, um England entgegen zu kommen, sich dem Beispiele Deutschlands nicht anschließen. Tas Blatt drückt schließlich die Hoffnung aus, daß die Deutschen jetzt überzeugt sein können, daß sie gegen Italien ungerecht gewesen wären. Amtlicher tzerU Kckaimtmalymg. Betr.: Eisenbahnbau Lich-Grünberg. Für die projektierte Nebenbahn Grünberg-Lich werden behufs Ausführung der speziellen Vorarbeiten zurzeit Absteckungen im Felde borgenommen. Die beteiligten Feldbesitzer werden hierdurch, aufgefordert, jede Behinderung dieser Arbeiten zu unterlassen und auf Schonung der Absteckungen bedacht zu sein. Tie Großh. Bürgermeistereien der Gemeinden Grünberg, Queckborn, Harbach, Ettingshausen, Münster, Ober- und Unter- Bessingen und Lich wollen solches ortsüblich bekannt geben, auch die Feldschützen mit e ntsprechendcr Weisung versehen. Gießen, den 27. April 1907. Grohperzoglicp^ Krctsamt Gießen. ____________I. 23.: Dr. Merck.______________________ Lekanntmachtmg. Bete.: Rauschbrand zu Dorf-Güll. Unter dem Schafbestand des Landwirts Georg Ernst Kuhl zu Dorf-Güll ist der Rauschbrand ausgebrochen. Sperrmaßregeln sind angeordnet. Gießen, den 30. April 1907. Großherzoglicpes Kreisamt Gießen. ____________________I. V.: Dr. Heß._____________________ Kekmmwmlymig. Betr.: Feldbereinigung in der Gemartung Muschenheim. Von 69 beteiligten Grundeigentümern, welche zusammen 305,4790 vektar Fläche besitzen, ist unterscyriftlich die Einleitung des Feldbereinigungsverfayrens und die Anlage von Wegen in den Cblibaumituden der Gemarkung Musmenheirn beantragt worden. Da an dem Unternehmen im ganzen 259 Grundeigentümer mit 460,3446 Hektar Fläche beteiligt sind, liegt die für das Zustandekommen des Unternehmens gesetzlich forderliche Meyr- beit von mehr wie ein Fünfteil der beteiligten Grundeigentümer, welche mehr als die Hälfte der beteiligten. Fläche besitzen, vor. Von Großherzoglichem Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtscyaft, Handel und Gewerbe ist das Umerndm.len für zulässig erachtet und die Einleitung des Verfahrens angeordnet worden. Der Antrag mit den Zustimmungserklärungen nebst Ergebnis und Zusammenstellung desselben liegt vom 7. bis einpyl. 14. a i 19 0 7 werktags auf der Großherzoglichen Bürgermeisterei Muschenheim während der Geschäftsstunden zur Einsichtnahme offen. Einwendungen gegen die Zulässigkeir uoer Rechtsoeitändigteit des Ergebnisses sind nach Artiiel 11 des Feld- bereinigungsgesetzes bei Meldung späterer Nichtberücksichtigung binnen 14 Tagen von der Veröffentlichung dieser Bekannmiacyung im Kreisblatt an gerechnet, mittels jchriftlicyer Beicywerve bei Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Laiwwirtschaft, Handel und Gewerbe in Darmstadt geltend zu machen. Friedberg, den 1. Mai 1907. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: Schnittspahn, Kreisamtmann. Verdingung. Das Durckarbciten von 15 Km Gleis der Strecke Herborn- Ehringshausen (Dill) soll verdungen werden. AngebotSmuller liegen hier zur Einsicht aus und können von hiesigem Bureau für 0,50 All. (Postanweisung) bezogen werden. Die Angebote werden am 13. Mai 1907 vormittags 11 Uhr Hier geöffnet. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. — Vollendmigsfrist rd. 3 Atonale. Wetzlar, den 29. April 1907. Königliche Eisenbahn-Betriebs-Jnspektion. D8/s Bekanntmachung. Für die Höhere und Erweiterte Mädchenschule dahier wird zum alsbaldigen Dienstantritt eine Handarbeitslehrerin zunächst für etwa 10 Stunden in der Woche gesucht. Tie Annahme erfolgt vorerst nur für das laufende Schusiahr (bis Ostern 1908). An Vergütung werden 1.50 Mk. für die Unterrichtsstunde gewährt. „ . „ ... _ .. _ . Bewerbungen nebst Lebenslauf und Prusungszeugms sind alsbald, spätestens bis 5. d. M. bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Gießen, den 1. Mai 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bz/5 Mmg mMMlmWusern für Wügkmsseher bei der MenstrÄnMt LWch. Unter Hinweis auf den Mmisteriaierlaß vom 16. Juni 1893 werden nachstehende Bauarbeiten bei Erbauung obiger Aufseherhäuser auf dem Wege öffentlichen Wettbewerbs ausgeschrieben : A. Maurerarbeiten: Los I. 248 cbm Bruchsteinmauerwerk, 96 qm Isolierung, 120 qm Backslemflachschichte, 176 qm Betondecke, 3200 kg Träger zu verlegen, 200 cbm Backsteinmauerwerk, 400 qm Fachwerksausmauerung, 460 Balkenfelder zu übertragen rc. Los II. Wie Los I. B. Steinhauerarbeit: 2,40 cbm Hausteine au§ Basaltlava, 28 cbm Hausteine aus rotem oder gelbem Sandstein. C. Zimmerarbeit: Los I. 64 cbm Tannenholz zu liefern, 3800 m Holz adzubinden, 600 qm Deckenschalung, 64 Stufen Slockwerkslreppen, 32 m Treppengeländer, 84 m Dachgesims :c. Los II Wie Los I. D. Trägerlieferung: 3200 kg Träger zu liefern. E. Dachdeckerarbeit: Los I. 668 qm Dachfläche mit Plattziegeln einzudecken, 72 m Gräte und Firsten :c. Los II. Wie Los L F. Spenglerarbeit: Los I. 34 m Hängekandel, 48 m Abfallrohre re. „ IL Wie Los I. Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsunterlagen liegen bei unterzeichneter Behörde Zimmer Nr. 5 zur Einsichtnahme offen und werden die Angebotsunterlagen gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Freitag den 17. Mai l. Fs., vormittags 11 Uhr, einzureichen, zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung berjelben in Anwesenheit etwa erschienener Bieter erfolgt. Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Friedberg, den 2. Mai 1907. Großherzogl. Hochbauamt. Haag. D6L Gaskoks. Infolge Stadtverordneten - Beschlusses vom 2. Mai d. J4. wurden die Preise unserer GaSkoks bis auf weiteres festgesetzt wie folgt; Für den Zentner ab Verkaufsstelle: Stück-KokS .............. 1,20 AU. Nuß-Koks, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung, sowohl für weite als für enge Dfen- fchächte geeignet, zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, gangbar st e S o r t e .........1,35 Mk. Größe Nr. 2, Heiner als durchschnittliche Korngröße des Anthraeit, namentlich für engere Ofenschächte geeignet.....1,35 Mk. In Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: Stückkoks.......1,15 Mk. Nußtoks Nr. 1.....1,30 , Nußkots Nr. 2.....1,30 , Bei Entnahme von mindestens 200 Zentnern: Stückkoks.......1,10 Mk. Nußtoks Nr. 1.....1,25 , Nußkoks Nr. 2.....1,25 „ Für Koksabnehmer, welche zwei und mehr Doppelwaggous beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. für den Zentner. Für Aufuhr au das Haus werden 10 Pfennig für de» Zentner berechnet. M3. Ausnahmsweise können kleinere Koksmengen ohne besondere Vergütung auch an die betr. Lagerplätze (Keller, Stall usw.) verbracht werden, sofern die Zufuhr durch das Gaswerk erfolgt. Im Gaswerk findet nur Verkauf von über 5 Zentner Koks statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der Klkmerkaus brr Gaskoks von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich -bei: Andreas Euler, Stemstraße 11, Joh. Fischer, Aliceswaße 19, I. Happel, Neustadt 56, Karl Hcusel, Walltoruraße 10, Gebr. Kahl, Frankfurtersiraße 151, Ed. Klinket, Bahnhofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Lichersrraße 2, H. Lchauiubcrgcr, Marburgerstraße 22, August Struck, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Grünbergerslraße 13. Daniel Wirth'S Nachf. (Th. Geilfus), Westanlage 5L Tiefe Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gaskoks samt Ansiihr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Zentnern. Tie Preise unserer Gaskoks für die Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Oktroirückvergütung von 4 Pfg. für den Zentner. Gießen, den 3. Mai 1907. B /» Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. Otto Bergen. . Louoerls mit Krim billigst Srühl'sche UniverfitStr-Druclerei. 3113 Gießen, dm 3. Mai 1907, 3105 Bahnhofstrasse 23, Ecke Löwengasse Kaufhaus S. Elsoffer GtMiuiMlMhKUtt Um alle eingeladen werden. 8114 Gemeinderatswahl in Lollar in Preis und Zahlung 3060 Gewinn 3104 kann mit* elfen- lumenkohl. vmat, wischbare Bodenw» wichst inan derWelt hvM/, 15000 10000 Chemisch? Fabrik Düsseldorf l|| AWi?neeMlbd>»fd fEin r Kleines' zu kaufen, zu verkaufen, zu mieten, zu vermieten, wer Personal, Bertreter, Beteiligung, Stellung ic. 03159 Das Kommando. Johs. Schupp, Schlosser Fr. Back, Former Chr. Ringleb, Weißbindermeister Hr. Gcitzler VI., Kaufmann Carl Gerlach, Landwirt. Mehrere Wähler. «ijParkeH.Linoleumugeshicheoenßödeni Mth Gebrauchsanweisung mühelos I I Hochglanz ohne ÖläHeerliefen. 1 i Feuchtes Aufwischen möglich.ohne I 1 Flechen iu hinterlassen, geruchlos. 1 Stände zukünftig vertreten zu wissen, empfehlen wirr Johs. Schupp, Schlosser J-r. Back, Former Carl Schiemangk, Fabrikant Ludwig Pfaff, Schuhmacher Ludwig Hofmann V., Landwirt. Mehrere Wähler nr. Oetker’s Pudding-Pulver Jedes Päckchen ä 10 Pfg. wiegt voll.50 Gramm. Billigere Fabrikate wiegen weniger. ________ __________ (ng8/» ME sämtliche Bedarfsartikel Apparate von den billigsten bis zu den feinsten Marken. [2429 Dunkelkammer Entwickeln, Copieren. Verdrössen!, Adolf Bieler, Geschäfts-Verlegung Mein Geschäft befindet sich jetzt bis zum Einzug in meinen Neubau i? Much su 6o6en^ Schwan L, Schüllenstr. W. Hochachtungsvoll Conrad Marx Wwe Ziehung am 1. ö. 8. Hai 1901. B Guter etd*£otterlo Masikwerke-Iadustrie L. Spiegel & Sohn Ludwigshafen a. 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Gewogen und zu leicht befunden kann man von und sich zu diesem Zwecke der Annonce bedienen will, wen« bet sich mit Vorteil en bu Rnnoncen^rpedition Brühl’* Üflk.-Drnekeni (Rudolf Rosse) —- Schulstraste 7 — Diese nimmt die einlaufenden Offerten in Empfang und stellt sie dem Inserenten un- erössnet und unter Wahrung strengster Diskretion zu. lieber zweckmäßige Abfassung und ausfällige Ausstattung der Annonce, Wahl der geeignetsten Zeitungen wird lostensrei Auskunft erteilt. Ersparnis an Kosten, Zeit und Ardeit. Telegramm! Telegramm! Verkaufe morgen Samstag auf dem Fischmarkt eine große Sendung 3100 Lebcndfnscher Kabliau in ganzen Fischen per Pfund 15 Pfg. Frau H. Klees aus Elberfeld, Lose» l.-H, 11 Lose 10.-, Porto tuLisie 20Pf.extra, empfiehlt Carl Heintze, Gotha and alle Loehandlungee, 2776 1851—1901. Wir erfüllen btermit die traurige Pflicht die Alters- genossen von dem Ableben unseres lieben Kollegen Herrn Friedrich Seidel geziemend in Kenmnis zu setzen. Die Beerdigung findet SamStag, den 4. Mai, nachm. 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 3094 Achtung! Achtung! Morgen Samstag, den 4. Mai verkaufe am * Teller in Giefren frische Gurken, Kopfsalat, WFlllul, Spargel, Zitronen usw. äußerst billig sowie ertra seine saftige Meszma Blut-Apielnnen 10 Stück von 35 Pfa. an und bäber. Vm 1‘irraii w bedruckt una durcii-earuckt illti 1 VI iil^vli Neueste Dessins! Billigste Preise! Ernst Bioedner, Seltersweg. 2334 Todes-Anzeige. Verwandten, Freuichen und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dafi unser innigstgeliebter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Hm Karl Herman» Weller nach langem, schwerem Leiden gestern morgen 4V, Uhr im 24. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Wteseck, den 3. Mai 1907. Die Beerdigung findet SamStag, den 4. Mat, nachmittags 3 Uhr statt. 3107 Zu haben bet: J. Dietz, eelterd- roefl60;Gebr. Michel,'19aUtorftr.39; Ph. J. Mobs, Seuenhcmdlg^ Maus- bürg 8; Ferd. Nennstiel, Plockstr. 7; Aug. Noll, Drogerie zum roten Kreuz, Bahnhoislr. bl; Carl Seibel, Ludwigsplatz 13; Gustav Walter, Drogerie, Mäusburg. Iss'/, Vertreter: J. ° ftbrs" wird lewi höchst seMm m die Erhöhung der willen., Der vre mit emer W billigungcn leim teuerungen für o fahrpreis oor ieb, S des «erkehrs Lasse bat die ssa M 8 v. b. und zunahmen um lo Nüchbarorlsverleyi ff 35 bis 40 v. Es wird Qbj: Unvermeidliche w Besiimmmgen ui stand einzMäger Diel man wieder wohl dort das können, statt ba' nahmen behiljl, etwas zuzudeckei Wie fompli; hervorgehen, das Seiten starken haben, in dem wichtigste an bt teilten, die Bes Aushebung d ton jegt an I. filafte 7 M , H , 4,5, m , 3 , IV. , 2 , Zur bequemt Ne M Fahr denen eine buii söv Ag. in 3.' K 1 Mk. in 3. Kl. gt hm 1. Mai Mörderungsbedin M weg, ebenso Der Gepäcks IMmngszonen bei Mnms lostet do: ouu- Ruometer 5( Stamm teilen öor bi ft.25 >, 3 ff d'g., bis 50 Kilomet f Reisende K leder Fahrkai ^Ke das Gen 2 Ä, dlefem: S,M>;8e|>ä4 2,® tote, "°ch dem nr 4.70 % dritti |4tS *« «A5ioi-' lanö ^ümchen a,°<™ieA Bayern Seiben mif •hIu' iteu6?n blnem S? 4lteine w