Dx. 302 Zweites Blatt Dienstag 24. Dezember 190. Gr1ch««m tLglich mtt Ausnahme des Sonntag«. 157. Jahrgan Rotationsdruck und Verlag der BrLHNchm - Buch- und bretnüruckerell R. Lange, Sieben. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- ftrafee 7. Expedition und Verlag: Redaktion; ^^112. Tel.-Adr^AnzetgerDieben» General-Anzeiger für Gberheffen Matt Jahrgang ^rensrc D>« „ekSfnet SemilienWätter« werden dem JÄZÄÄm y/»VljvB»V<> ivochenUtch. Der „hessische Canböirt4* erscheint y _ _ monaüich einmal. ^et-nawten. E. A. Gießen, 24. Dezember. Weihnachtsglocken, Weihnachtslieder, Tannenduft und ; Lichterglanz! Wie eigenartig, wie süß-geheimnisvoll wirkt | euer Zauber immer wieder von neuem auf uns, die wir irns doch schon längst den Traumen der Kindheit entwachsen glaubten! Es ist, als wenn an diesem seeligen zeste alles, was gut und edel und schön ist im Menschen ! heraus wollte aus den verborgensten Tiefen seines Herzens, im im Geben und Schenken und Freudemachen erst vollstes Genüge zu finden. Seltsames, einzigartiges Fest, wie es noch leine andere Kulturwelt gefeiert hat, wie wandelst fru doch die Menschen um, sie, die sonst das ganze Jahr hindurch nur im Nehmen, Erwerben und Erraffen, im Mehren ihrer irdischen Güter den Sinn ihres Lebens finden, hier unter dem strahlenden Lichterbaume vergessen sie allen ihren Egoismus, hier fühlen sie's, daß auch im > Geben und in der Selbsientäußerung Seeligkeit ist. Und i-agen dem Menschen nicht die glänzenden, verklärten Augen ■ [einer Lieben, daß diese Seligkeit etwas viel schöneres und vollkommeneres ist als alle Alltagsfreude des egoisti- . scheu Nehmens. Wir leben heute in einem sozialen Zeitalter, und es ist wohl anzunehmen, daß der jozialpolit. Gedanke der Nächstenliebe im Menschen zum erstenmal aus solcher Weihnachts- jiimmung heraus geboren ward. Dem modernen Menschen, leer wieder angesangen hat, nach einem tieferen Sinn des Lebens zu suchen, gibt die Symbolik des Weihnachls- sestes mehr als einen Fingerzeig, wo er den Sinn des Lebens finden kann. Und selbst jener Weise, der von der Nächstenliebe ab riet und die Fernfteuliebe predigte, er wollte un Grunde genommen das gleiche Ziel, den Sinn des Lebens finden, einen vernünftigen Menjchensinn. Aber der Nc.g, den er gewiesen hat, der ist wohl gut für Geister [•einer Art, für höhere Menschen, wie er sie nennt Aber i»a ist die große Masse; lebt nicht auch in ihr ein Funke jener Sehnsucht nach dem höheren Menschentum und * [ einem Glücke? Und damit der höhere Mensch geboren Derbe, muh da nicht auch die übrige Menschheit aus eine I immer höhere Stufe der Vollkommenheit gebracht werden? 3 Einsam, für sich allein ist der Mensch nichts, da versinkt I tr ins Barbarentum zurück; nur im verständigen Zu- । [ämmenavdeiten und Zusammenleben mit anderen kann er I' [ein Höchstes und Bestes leisten. Muß es denn ewig so J i Werben, daß wir Menschen Raubtieren gleichen, um uns ” $ im Leben durchzusetzen? Doch gewiß nicht. Im Mitfühlen und Mittragen und, wo es nötig ist, im Mithelfen zeigt J [ich doch ein sicherer und besserer Weg durchs Leben als ii im Kampfe aller gegen alle. In aller großen Kultur- 3 entwicklung kann wohl der Einzelne Führer fein, aber die ui Kultur selbst ist nicht sein Werk, hier müssen die vielen mit* j [chaffen und Stein auf Stein zusammentragen, damit der stolze Bau, den wir Kultur nennen, fertig werde. Was uns heutigen Menschen in ganz besonderem Maße fehlt, ist die Einkehr in uns selbst. Wir gönnen uns zu x wenig Zeit, darüber nachzudenken, wie wir unser Leben _ am besten einrichten sollen; wir suchen sie zu selten, jene y stillste Stunde, in der wir unser Leben aus größerer Per- k spektioe betrachten können. Zu solcher Einkehr in uns ® selbst aber fordern uns gerade die Festtage auf, und ge- - eignetet hierzu ist wohl keines als das Weihnachtssest. i Es weckt die Erinnerung an unsere Kindheit und die hirnmel- £ stürmende Jugend; wir erkennen, wie wenig wir alle x schließlich von dem erreicht haben, was wir uns einstmals vorgenommen hatten. Wir erkennen dann unsere ) Irrtümer und suchen nach neuen Wegen, wo wir Irrtümer Z «vermeiden können. Und die Hand der Liebe, die uns gerade „ cm Weihnachtsfeste so sanft und freundlich umfängt, sie führt £ uns zu den Unsrigen zurück und zurück zu unseren Mit- 5 Menschen, die unsere Mitkämpfer sein sollen im Kamps iß ums Dasein. Keine Feinde, sondern Freunde. Wem das - Weihnachtsfest diese Erkenntnis offenbart, der braucht nicht mehr ängstlich und vergeblich nach dem Sinne des Lebens zu forschen, denn er hat ihn bereits erkannt und er wird bann nicht vergeblich an den alten wundersamen Weihnachtsspruch erinnern werden, der da schließt mit den Worten: „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!" politische Lagesßcha«. Zur Krisis im Flottenverem. In München verlautete dieser Tage, daß das Haupt- hräfidium des Berliner Gesamtvorstandes des Deutschen Flottenvereins seine Demission geben wolle. Zu dieser Meldung erfährt das „B. T." won autorisierter Seite, daß im Hauptpräsidium des Deutschen Flottenvereins an eine Demission des Gesamtvorstandes nicht gedacht werde, und diese oder auch nur ähnliche Gerüchte eines jeden Hintergrundes entbehren. Inzwischen haben die in Bamberg versammelten Vertreter des Kreis-Verbandes Oberfranken des Deutschen Flotten- Vereins beschlossen, unter Billigung der Stellungnahme des bayerischen Landesverbandes die Mitglieder dringend zu bitten, Austrittserklärungen vorerst zu unterlassen. —- Die ,Meter Neuesten Nachr." stellen gegenüber verschiedenen Dementis fest, daß der Großherzog vonBaden seine Stellungnahme zur Krisis int Flottenverein in einer Form zum Ausdruck gebracht hat, die nicht den geringsten Zweifel läßt, daß der badische Landesverband jede Gemeinschaft mit Herrn Keim ablehnt Denselben Standpunkt nehme auch der Groß- Herzog von Keifen uack d§r Brinzregent vos Braun schweig ein. Sollte die kommende Tagung des Flottenvereins Herrn Keim und den Fürsten Salm veranlassen, den Gedanken an ihren Rücktritt aufzugeben, so werden diese Fürstlichkeiten unverzüglich die Konsequenzen ihrer Stellungnahme ziehen und jede Beziehung zum Flottenverein ab lehnen. Daß Prinz Heinrich von Preußen diesem Beispiel folgt, ist selbstverständlich. Auch der Kreisverband Rhein Pfalz des Deutschen Flottenvereins bedauert die Wahl Keims zum geschäftsführenden Vorsitzenden und sieht eine Möglichkeit zur Beseitigung der bedauerlichen Krisis nur im Rücktritt Keims. ♦ Strafsachen gegen jugendliche Personen. Die württemb. Justizverwaltung hat, wie der „Staatsanzeiger" meldet, zur Erleichterung der Strafsachen gegen jugendliche Pers onen die Einrichtung getroffen, daß bei dem Amtsgericht Stuttgart die schöfsen- gerichtlichen Strafsachen gegen jugendliche Personen unter 18 Jahren in die Hände desjenigen Richters gelegt sind, dem die Behandlung der Fürsorgeerziehungssachen und die sonstigen in bte elterliche Erziehung eingreifenden Verrichtungen des Vormundschastsgerichts ftänbig übertragen sind. Hiermit ist für das Strafverfahren gegen Jugendliche zugleich eine äußere Absonderung Oer Hauptverhandlung von Verhandlungen gegen Erwachsene eingesührt Wegen der Ausdehnung dieser Einrichtung auf die übrigen Amtsgerichte des Landes sind Erhebungen im Gange. Die Krankheit der Zarin. Der Verbreitung der Nachrichten über die lange Dauer der Krankheit der Zarin hat man, so wird dem „Berl. SagcbL" ans Petersburg geichrieben, absichtlich nichts in ben Weg gelegt Es war bekannt daß die Kaiserin vor längerer Zeit zur vegetarischen Lebensweise übergegangen und dadurch ihre Konstitution untergraben haben soll. Dies sollte als Erllärung dafür dienen, daß die so auffällig lange außerstande ist, ihre gegenwärtige Erkrankung zu überwinden. Ans guter Quelle verlautet jedoch, daß das eigentliche Leiden der Kaiserin kein bloßer Jnsluenza- anfall ist, sondern daß ihr Z u st a n d a l s ch r o n i s ch e nervöse Depression bezeichnet werden kann. Sie hat begreiflicherweise während der Revolutionsjahre eine schwere, sie körperlich und seelisch angreisende Zeit durchgemacht, deren Erregungen noch dadurch gesteigert worden sein sollen, daß sie in politischen Dingen mit dem Zaren nicht immer eines Sinnes gewesen. Jetzt sei die Widerstandskraft ihres Nervettsystems soweit gemindert, daß die Aerzte eine planmäßige Behandlung durch dterven- spezialisten für notwendig erklären; als unerläßliche Bedingung einer völligen Wiederherstellung fordern sie, daß die Zarin für längere Zeit Rußland verlasse und sich in völlig veränderter Umgebung bewege. Dessen weigert sich die Zarin, die sich von ihren Kindern nicht trennen will. Namentlich, heißt es, fürchtet sie einen Anschlag auf das Leben ihres Sohnes, des dreijährigen Thronfolgers. Seit der Strandung des „Standart" und der Entdeckung der jüngsten,Verschwörung in Petersburg sei ihre Furcht vor Attentaten der Revolutionäre noch wesentlich gestiegen. Von Personen aus den Kreisen des Hofes wird versichert, daß möglicherweise eine Weir-Mitchell-Kur notwendig werde, wolle man die Zarin nicht völliger nervöser Erschöpfung anheimsallen sehen. 9 Auö Rußland. Die gestrigen Verhandlungen tm Prozeß gegenden General Stössel waren größtenteils durch die Vernehmung des Generals Smirnow ausgefüllt. Seine Aussagen lauten 'belastend für den General Stössel, der wiederholt in unzulässiger Weise in die Befugnisse des Festungskommandanten eingegriffen habe. Durch diese ständigen Einmischungen Stössels sei die Verteidigung der Festung außerordentlich erschwert worden. Der „Berl. Lokalanz." meldet aus Petersburg: Die dieser Tage verhafteten Revolutionäre beabsichtigten, den Reichsrat, der im Adelssaale tagt, in die Luft zu sprengen. Der Plan sollte von einer Persönlichkeit ausgeführt werden, die eine Journalistenkärte besaß. Hieraus erklärt sich die letzte Massenverhaftung von Journalisten undSchriftstellern. Die Untersuchung ergab, daß jene Karte gefälscht war. Alle verhafteten Journalisten jmb in Freiheit gesetzt worden. Zur Lage in Persien. Neber die Lage in Nordpersien liegen jetzt äußerst beunruhigende Nachrichten vor. In Täbris herrscht geradezu völlige Anarchie. Diese verbreitet sich auf andere Städte weiter. Die Erregung der Bevölkerung führt zu Plünderungen und allen Pöbelausschreitungen. Die Läden der Ausländer sind ausgeraubt. Der Schah hat über die Verhältnisse keinerlei Macht, da zu wenig Truppen vorhatlden find. In den Grenzorten ist Raub und Plünderung an der Tagesordnung. Längs der Grenze sind die russischen Kosakenposten verstärkt worden. — Im Parlament Teheran ist durch seinen Präsidenten verkündigt worden, daß mit dem Schah folgendes vereinbart worden ist: Ter Schah willigt in die Verbannung Saad ed Taulehs und der Ränke spinnenden Priester und in die Bestrafung der Personen, die die Unruhen hervorgerusen haben. Er erteilt Ala ed Daul eh und seinem Bruder die Erlaubnis zur Rückkehr. Er stelll für die Parlamentsgebäude eine Schutzwache von 300 Infante risten, unterstellt alle Truppen, einschließlich der Kosatenbrigade, die bisher ein Wrabhängiges Kommando bildete^ dem Kriegsministerium und beläßt den russischen Offizieren nur die Instruktion, nicht wie bisher das Kommando dieser Brigade. Die Läden der Stadt werden wieder geöffnet. — In diplomatischen Kreisen wird die Ansicht vertreten, der mißglückte Staatsstreich bedeute eineschwereNiederlage derRegierungs- bart ei und besonders der russischen Ratgeber des Schahs. In allen Schichten der Bevölkerung nimmt die Abneigung gegen die Russen in bedenklichem Maße zu. Privattelegramme aus Teheran bestätigen, daß ein Komplott gegen den Schah geplant ist und daß der Haupt- anftifter desselben der Oheim des Schahs Prinz Zill el Sultan sei. DcutscHeA Reich, Brüssel, 23. Dez. An amtlicher Stelle wird die Meldung eines Berliner Blattes, wonach die Frage von Neutral-Moresnet zwischen Deutschland und Belgien erledigt worden sei, entschieden dementiert. Die Unterhandlungen, die zur Beilegung dieser strittigen Frage schon seit Jahreri schweben, haben in den letzten Monaten' nicht den geriTigfteii Fortschritt gemacht. — Der „Berl. Lokalanz." ntelbet aus Danzig: Eine Schutzvereinigung west preußischer Betrieb S- nnd Arbeitgeberverbände, die vornehmlich gegen die durch Streiks kontraktbrüchig gewordenen Arbeitnehmer gerichtet ist, wurde unter dem Vorsitze deS reklors der Danziger Waggonfabrik Schrey gegründet Zweibrücken, 23. Dez. Die Stadtverordneten von Saarbrücken und M a l st a t t - B u r b a ch, die der Bereinigung der drei Saarstädte im Prinzip zustimmen, haben einstimmig beschlössest, die Stadt St. Johann zu gemeinsamen Verhandlungen über die Vereinigung der drei Städte einzuladen. F'.ozch Karöeu. Doch immer finhen die Verhandlungen hinter rwrschloffenev Türen statt. Ein starkes Polizeiaufgebot hält ben Eingang -uw Gerichts! aal unter Bewachung. Selten findet sich einmal ein Neugieriger in der Haupthalle vor dem Verhandlungsiaal ein. öofort stürzen ein paar Schutzleute auf ihn los, um Um nach seiner Legillmatwn zu fragen. Besitzt er eine solche nicht, Jo muß er wieder von bannen, obwohl nicht die geringste Gefahr vorhanden ist, daß ein Gedränge entsteht, oder daß Zeugen bv» lästigt werden. Harben erscheint eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung., Er sieht matt unb abgespannt aus und schleppt sich mit einem schweren Handkoffer voll Allen. Graf Moltke sieht frischer aus als sonst. Ten ganzen Vormittag verhandelt man. über Beiwe.santräge und streitet sich darum, welche Zeugen noch zu ücmebirant sind. Dazwischen wurde kurz Rechtsanwalt Jllich vernommen, der Vertreter her Frau v. Elbe in ihrem Ehe-, scheidungsprvzeß. Oberstaatsanwalt Dr. Jsenbiel stellte gegen Mittag den Antrag, bte Oeffentlichkeit wieder zuzulassen. Das Geriäst lehnte tedoch abermals den Antrag ab und vernahm zunächst bre Sachverständigen, KtimmalLommissar v. TreSkow und Dr. Kopp über Gerüchte inbezug auf homofexuLlle Neigungen von Mitgliedern der Hofgesellschaft. Um V2I Uhr ericheutt Mrst Philipp Eulenburg, gs. stützt von seinen beiden Söhnen, an Gerichtsstelle. Auch Frau v. Elbe wurde wieder vernommen. Am NackMittag rouroen die Sachverständigen, Kriminal- Üommiifar v. Trestow, Dr. Kvpp und Tietze vernommen. Sie gaben an, nichts über homosexuelle Steigungen des Grasen Moltke und des Fürsten Eulenburg zu wissen. — Kurz nach 3 Uhr wurde die Oeffentlichkeit wieder hergestellt. Zunächst wurde die Ktanken- säpvester, Frau Lange vernommen. Sie hat die Frau v. Elbe vom Herbst 1899 bis zum Herbst 1900 gepflegt. Bors. : War sie leidlich gesund, als Sie sie verließen? — Zeugin: Sie war noch leidend.^— Bors. : War Jte geistig ganz normal? — Zeugin: Sie war nervös. — Bo r s. : Hat sie schlecht über ihren Gatten geredet? — Zeugin: Nein, sie hat garnichtS über ihn geredet. Sie sagte einmal: „der Graf Moltke sei eifersüchtig auf seinen Sohn". — Justizrat Dr. Sello: Der Grat glaubte wohl, daß der Stiefsohn ihm zu viel von Liebe seiner Frau entzog? — Zeugin: Das weiß ich nicht. — Oberstaals- arnvjalt Tr. I s e n b r e l : Hat Frau v. Eide ihrem Gatten Vorwürfe gemacht, daß et sie geschlagen habe? oder daß er sich sonst gegen sie vergangen habe? — Zeugin: Nein. Frau v. Elbe : Ich möchte gern erttlassen werden. — Bors.: Ich möchte bitten, zu bleibeir, wir wollen morgen Feine Sitzung abhalten unb Heute wegen Erschöpfung des Angeklagten nur bis 4 Uhr verhandeln. Es wird nochmals die Gesellschafterin Fräulein Rosen- bauer vernommen. Sie war bei Frau v. Elbe vom 1. Juni 1900 bis Mai 1901 in Stellung. Sie gibt an:.Frau v. Elbe habe mit ihr häufig über ihre Ehe unb ihren Ehescheidungsprvzeß gesprochen, einmal habe sic gesagt „einen von uns geht es an den Kragen". Frau v. Elbe habe sich beEiagt, daß ihr Mann sie vernachlässige, daß er immet zu spät zu Tisch Lomnie chw. Später hat allerdings die Gräfin sie um Verzeihung gebeten und erklärt, sie habe gelogen, als sie Schlechtes vom Grafen Moltke sprach. Die Zeugin gai weiter an, die jetzige Frau v. Elbe habe ihr erklärt, sie habe genügend Material gegen Graf v. Moltke, sie brauch«, nur noch einen tüchtigen Journalisten in Wien oder Überhaupt in Oesterreich, sie wolle durch Veröffentlichung des Materials ihren Mann blosstellcn. Sie sei mit ihrem Mann unzufrieden gewesen, er sei weiter gegangen, wenn sie an einem Schaufenster stehen blieb und immer sei er zu spät zum Essen gekommen. Oberstaatsanwalt Dr. Jsenbiel: Das geht mit oft ebenso. Ich komme auch öfters zum Essen zu spät, das geht zweifellos i’ebem vielbeschäftigten Menschen so. (Der Vorsitzende unterbricht ben Oberstaatsanwalt.) Oderstaalsanwlt Jsenbiel (erregt): ich lasse es mir absolut nicht gefallen, daß ich unterbrochen werde, wenn ich Fragen stelle; wenn ich das Wort habe, bitte ich, es, mir zu lassen, bis ich fertig bin. Frau v. Elbe: Soll ich daS schreckliche Wort' Vvm „SlofU stellen" wirklich gebraucht haben? — Zeugin: Jawohl. Nach dem was ich bei Jwau v. Elbe gelitten habe, körperlich und seelisch, Ivar ich der festen Ueberzeugung, daß Gras Moltke an der unglückseligen Ehe nicht schuw war. Ich habe bei Frau von Elbe unendlich gelitten. Sie war sehr gereizt, sehr launisch und nicht wahrheitsliebend. Sie hat Unwahrheiten über rnuch verbreitet und mich immer angegriffen. Ich konnte es thr nio recht machen. Sie war sehr schroff zu mir. Als ich wegaing, war ich so krank, daß ich einen Arzt aufsucheu mußte. Fran von Hei)den, die Mutter der Frau v. Elbe, war auch viel ßmlb daran, sie suchte noch uMr Zwistigkeiten »wilchm wir Md Fronj 0. aU fjänk — —/ -> C ’ b 9.! Mainz, 23. Dez. Heute wurde in der Stadtverordnetenversammlung! die Eingemeindung mit Kastel mit 22 gegen 18 Stimmen beschlossen. (Frkf. Atg.) — Vetzberg, 23. Dez. Jnsolge Schartach-Epi- demie ist die hiesige Volksschule schon längere Zeit ge- schlossen. Leider hat die Kinderkrankheit auch schon zwei Opser gefordert. Auf Anordnung des Kreisarztes Dr. Braun- Gießener Wetterdienst. 94 ^Voraussichtliche Witterung für Hesjeu am Mittwoch den -4. Dezember: Aielil heuer und trocken. Nachts Frost. Auch am Tage elivas kalter. Oestliche Winde. Wetzlar dürfen nunmehr auch die hiesigen Konfirmanden nW mehr den Konftrmandenunterricht in Rodheim besuchen. ™ -a- Rodheim a. d. Bieber, 23. Dez. GeneralsekreLL- Schroder von der Handwerkerkammer Wiesbaden hielt gestern nachmittag im Gewerbeverein einen Vortrag über taa .Bürgerliche Gesetzbuch*, der sich eines regen Besuches auck von auswärts zu erfreuen hatte. Ausgehend von beni trag in seinen drei Stufen (Rinber unter 7 Jahren, Mindert jährige und Volljährige) verbreitete er sich msonderhelt üb/ Verträge mit Vereinen. Nachdem der Referent auch die Ver. Währung und die Selbsthülfe eingehend erörtert, äußerte / sich in ausführlicher Weise über das Güterrecht. Alle wesenden folgten mit großer Spannung dem Vortrag, aurnoi durch mannigfaltige Beispiele an5 dem Leben Klarheit schaffen wurde. Zum Schluffe fand, soweit eS die Zeit ** laubte, eine Diskussion statt, in der noch verschiedene Fraq/ aus der Versammlung laut wurden. Markte. — Kartoffel markt-Bericht vtait 23. Dezember 1907. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Mt. 1.90-2.1.9, Magnum bonum 2.3o—2.50, weiße ruiide 1.95—2.15, Gelbsieischige, weiße, 2.25 bls 2.50- M a r b u r g : rote Sorte Mk. 0.00, Magnum bonum 0.00, weiße runde Mk. 0.00. Frankfurt a. M.: Rote ?^yb Dlk. 1.80—2.10, Magnum bonum 2.25-2.50, weiße runde 1.90 M 2.10, Gelbfleischige, rote, 2.25—2.50, weiße 3.25. Wiesbaden- Magnum bonum 2.75, weiße runde 2.65. At a n n h e i m: Aiaanum 2.70—2.75, Gelbflr-ischige, blaue 3.25—3.75, iole 3.65 . nn a 9 e 11: Magnum bonum 2.80—2.80. Köln: Role »«?er Mk. 0.00-0.00, andere rote Sorten 0.00, Magnum bonum 2.80-2 90, weiße runde 2.20-2.30,Gelbfleischige, blaue Wf.2.20-2.30, X^ t2,75o7Ä "'Eibe 3.70 bis 0.00. Frankenthal: Rote ^rlen 2 00, Magnum bonum 2.35, weiße runde 2.00, Äelbfleischiqe, 'WfUß roei6e 3-00. Dortmund: Atagnum bonum 0.00, Gelbfleischige, rote Mk. 0.00, weiße 0.00. Saarlouis: *™.e Porten 2.40, Ataglium bonum 0,00, weiße runde 2.46 k-lUonJler: - a9Ilum bonum 2.60-2.75, Gelbfleischige rote 3.00 bls 3.10, wenze 3.75—4.00. (Alles per 50 Kilogr ) H__________ lipps des Großmütigen verliehen. ** Ministerialsekretäre. S. K. H. der Groß- herzog haben den Ministerialsekretär bei dem Ministerium des Innern und Vorstand der Registratur dieses Ministeriums Rud. Müller zum Kreisamtmann beim Kreisamt Heppenheim, den Kreisamtmann beim Kreisamt Heppenheim Regierungsrat Karl Ham mann unter Belassung des Charakters als Regierungsrat zum Ministerialsekretär beim Ministerium des Innern und zum Vorstand der Registratur dieses Ministeriums ernannt. ** Die Eichendorff-Feier, die kürzlich von hiesigen Gesangvereinen und Künstlern von hier und außer-j halb veranstaltet wurde, ergab einen Reinertrag von! ^00,40 Mark, der für Weihnachtsgeschenke für bedürftige Schulkinder verwendet wurde. —Klei n e Ch i;o n i k ausKunst u n d W iss en stch^ss Uni 23. Dezember ist der Direktor des Observatoriums zu Meudon P. Jul. CS,ar Janffe». gestorben. I.. geboren 18-4 zu Pans, war ein berühmter Astrophysiker. Das Obser- vatormm mit dem Montblanc ist von ihm eingerichtet worden. — In Wien ist der Historienmaler Professor Andreas Grell oe< t o r b e n. — Oskar Blumenthals neues Lustspiel „3wischen f,“11 b 91 em" gelangte tm Berliner Neuen Schauspielhause zur Umfuhr-ung und die Aufführung stand gleichfalls zwischen Ja und -iem. ~as kritische Urteil darf sich mit Nein bescheiden. Wie immer, ruft Blumenthal die beliebten Klischeetyven, aber sie ge» bord)en ihm nicht mehr. Ein junger Gesandtschaftsallachö liebt eine wenig hochgeborene Malenn und ist bereit, feinen Beruf autzugeben um sie zu heiraten; sie bietet ihm ihre Liebe ohne ^rauung. A>ie Auflösung dieses Rebus lautet bei Blumenthal: Reichstagsmandat mit Ebe. Die nötigen Wandlungen und Ent* fcheidimgen geheii m geistreich sein sollenden Gesprächen vor sich. Tie Handlung lahmt. — Hofkapellmeisler Dr. Franz Bayer vom Kaycler Hoftheater wurde in Anerkennung feiner Verdienste für -- ^"arbeit des Kaisers herausgegebene Dolksliederbuch mr Alannerchöre zum Kül. Professor der Alusik ernannt. - Du Nachricht, bau Professor Jos. Olbrich die Leitung der Düffel- d o r f e r Kimstgewerbe-Akademie übernehmen werde, wird iett von ihm selbst als unzutreffend bezeichnet. ©r8ghiab£>raiytm€l0ititg€iie d^om, 24. Dez. Blättermeldungen zufolge beabsich ttgt der österreichische Generalstab die Umwandlung des Handelshasens von Spalato an der dalmatinischen Küste in einen Kriegs Hasen. Rom, 24. Dez. Gestern fand hier die Versteige- rung der schriftlichen Hinterlassenschasl Crrsprs statt, die insgesamt 37 000 Lire brachte. Unter anderem wurde für eine Reihe von Schriftstücken, die auf dre Unabhangrgkert Italiens Bezug haben, 18000 Lire er* Ter Minister des Aeußern erwarb sämtlicl)e Doku* mente über den afrikanischen Feldzug. fr r n H 0 ' Aus den Trümmern des durch Mädcken''»Emgesturzten Gasthauses wurden ein dreijährige? J‘Qöct) e n und eiu vieriahriger Knabe b e r v o r a e r o oen. T°-Kmd.°! mS?‘i,£8'r b?T Uebcn davon gekommen war« stche^Pfleg°"7,ch erh'otten.""^ f,e f,d> un,er ä* -Lei) er an, 24. Dez. Die Krise ist vorläufig eend et. Angesichts der für den Schah hoffnungslose ^age hat nun auch der hiesige Vertreter Rußlands zmn Nachgeben geraten. Ter Schah erklärte sich daher mit der Berufung eines liberalen Ministeriums einverstanden und versprach, in der nächsten Zeit nochmals im Parlament den Eid auf die Verfassung zu s-h/*' Uni> $lPar m Gegenwart des. diplomatische» fierid^tsjaaL Berlin, 24. Tez. Der kaiserliche Tisziplinarhof für k, Schutzgebiete erkannte heute gegen den Gouverneur z. D Dol demar Horn wegen Disziplinarvergehen in Togo auf Stro? Versetzung, 300 Mark Ge ldftrafe und Traguna Z' Koffen Die erste Jnitanz der kaiserlichen TisziplinarkaM»^ für die Schutzgebiete hatte auf Dienstentlassung unter Belaisu^ von zwei Dritteln der Pemion erkannt. 9 Berlin, 24. Dez. Die Verhaftungen russischer R» Dolutionäre in Berlin, die in letzter Zeit so viel Aussü»»' erregte und im Zusammenhang mit dem Waffenfunbein der Pank st raße und der Beschlagnahme der Bombenkosi^- bei dem Anarchisten Mirski stand, fand gestern ihr gerichlluL^ Nachfprel. Die Verhandlung fand vor der 7. Strafkammer ^^gerichts I statt. Aus der Unter)udynng wurde der Stubern der Medizin Nikolai Trofimow vorgeführt, der sich wegen Gebeuu! bündelei zu verantworten hatte. Mit ihr war der Schriftsteller ^terltzvw aus Charlottenburg wegen Vergehens gegen das Ver. etnsgesetz angeklagt. Trofimow wurde zu sechs Wochen Ge sangnis und 10 Mk. Geldstrafe verurteilt, die durch bir Unteriuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. r l a nge n , 21. Tez. Tas Landgericht Fürth hat heute gegen 16 hiesige Korpsstudenten wegen Austraguna wu jl) a r f e ii Waffen (Säbeln und Schlägern) verhandelt. etubeiiten erhielten je drei Monate Festung, je drei vier Atonate, einer einen Monat, vier Wochen und drei Tage (Kartell- träger), zwei Korpsdiener je 23 Tage Festung unb der Wirt etaü auf Rathsberg, wo die Arenfuren ausgetragen wurden, 1 Mona! 1 4 -tage Gefängnis. Gegen letzteren hatte der Staatsanwalt ein vzahr beantragt. " Paris, 23. Dcz. Heute begann vor dem Sch Würger ick t der Seine der Prozeß gegen den Professor Heros wegen seines b" Mit angeklagt suw der Verwalter des Blattes „Gnerre sociale", sowie zwei Mitarbeiter dieses Blattes. Profesfor Heros wird der Beleidigung von Mitgliedern der Armee beschuldigt. Seine Mitangeklagten baba id) wegen Aufreizung der Soldaten zu verantworten. Die Mehrzahl der jetzigen Minister und zahlreiche politische Persönlichkeiten I ind als Zcugen geladen. Oberstaatsanwalt Fse nb iel : Also Frau v. Elbe hat nur i - AuS dem Mrlitär-Wochenblart. Deför. st« «Äisak" p -L"r« ?-%•:= ,*>«***»«• anwtalt Jsenbiel: Hat Frau von Elbe nie erzählt, daß ihr Mann! oeiW' ^izewach.meuter. Boeder (I Berlin), KrauS (Frei- sie geschlagen habe oder hat sie schwarze Flecken am Körper ge- I bürg), des Jnf.-Leib-Regts. Großherzogin (3. Großh. Heff.' seigt? — Zeugin: Nein. — Oberstaatsanwalt Isenbiet: Hat Nr. 117, — Haller fFrankfurt a. M.), deS Inf.-Rcats. Frau v. Elbe Ihnen nicht erzählt, warum sie den Ehescheidungs- Prinz Karl (4 ©ronh 'Hess) Nr 11 A e: ^r. Prozeß^ durchaus gewinnen wollte? - Zeugin: Sie wollte ihre s 1 - gesellschMtliche Stellung nicht verlieren. >— Justizrat Sello :! Osnabrück), des o. Großh. Heff. Jnf.-Regts. Nr. 168, — Weshalb gingen Sie von der Gräfin fort? — Zeugin: Ich PserdmengeS (Rheydt), v. Reden (Hanau), des Leib- faimnelte einmal mit einem Tien er Ehampigrwns im Park und da Trag.-Regis. (2. Großh. Heff.) Nr. 24, — Ha ß lach er- behauptete die Gräfin gleich, ich hätte ein Liebesverhältnis /Bonn 1 Ros sie kRbevdt) SHnrfinn /Kr-enrnnckl mit dem Diener. Als ich mich darüber bei dem .Haushofmeister t^nn), sollte W. öcting (»reuznach), Deich- beklagte, sagte dieser: „Sie wissen ja, die Gräfin beiv^gt fid) I ’J1 a.n n ^^onkfurt a. M.), des Großh. Artillertekorp», 1. Gr. immer in Extremen^'. — Oberstaatsanw. Jsenbiel: Tie Gräfin Heff. Felb-Art.-Regt. Nr. 25, — Schönberger (Gleiwitz), litt damals wohl noch unter den Wirkungen der Trionalvergiftung. Loeffel (Köln), Bremer (Siegen), des 2. Großh Heff toar. — Oberstaatsanwalt Jsenbiel: Es siebt also fest, daß die! Knoch (Tanztg), des Großh. Heff. Tram-Bats. Nr. 18, — Abreise mit den Hardenschen Artikeln nicht zusammenhängt, Emmerich (Worms), Vizefeldwebel, zum Leutnant der Land- daß der Fürst also nicht vor den Artikeln floh, sondern daß er wehr-Jnfanterie 1. Aufgebots, — MannS (Gießen), Unter- ^^7^w^dockhin^egangen^^ ^Itrr Sohn war schon Apotheker des Beurlaubtenstandes, zum Oberapotheker be- Zeuge Dr. Korn war früher Hausarzt bei Frau v. Elbe Ordert. und zwar seit den 80 er Jahren. — Bors.: Was wissen Sie von I ** Kun st verein. Die Gemäldeausstellung am Brand dem körperlichen und geistigen Zustande Per Frau v. Elbe und bleibt am ersten Feiertag geschloffen: an den folgenden Tagen von,ihrer Wahrheitsliebe? — Zeuge: Tre damalige Frau von ist sie oeüsinet Kruse lebte in sehr glli^licher Ehe. Sie war leicht erregbar, •• tn s » a ♦«v K , aber immer in normalen Grenzen. Sie war heiter unb fiö^ k> p i r hVn » a 1 e n ” 0 n lich, später, während ifjTer Ehe mit Graf Moltke, sah ich fi: m 1 ? 5tt nfa% bcc duhnenbearbettimg von bem Leip- einmal und da kam sie mir sehr gereift vor. Sie schob bas 6f-°V e 1 e 11 Vaklf* gegenwärtig auf den auf den raschen Uebergang vom ruhigen Landleben mm Iinc ei- ^^obe^en Buhnen gegeben wirb. Tiefer -Bearbeitung liegt stadtleben. '§7 n^Ka^^Bg “ör unb nn aM’7ß Werkes zu Grunde; Schlaflosigkeit. Damals kam aüch die Trionaloeraiftuna vor ÖI0U5 aber von Siegen ganz gestrichen unb die Tr. 5lvm gibt weiter an bie Gräfin habe f*it 1898 Trioual Kunigunde als elbhalles Wesen gedacht, wie denn das ganze Werk flenoZnt unb t^ttch 1 V- Es Mltm sichN^ klL dranm.,sch-z M-rch-n -rsch-mt - von d°n Fei°rt°g;.B°r- venirritationen ein, die Gräfin gab unmögliche Befchlc, fic Eonntc r ntfU.nßfn '^"wod^-Borftellung im Abonnement leinen. Widerspriich vertragen unb brach oft in Weinkräntpfe aus. 1 m1Tld)-c -lbenbvoifteUungen beginnen um 7 Uhr. Er riet ihr, sich in eine Nervenheilanstalt zu begeben, was Unsere Regrmentsmusrk konzertiert am sie jedoch zurückwies. Im August 1899 traten Fieberanfälle em p- Feiertag int Neuen eaalbaiL Tagegen fällt das Kon- nnd es zeigte sich bei der Patientin eine große Empfindlid)- zert am 3. Feiertag aus. m - Kausche, Appetitlosigkeit ujw., Ter Zeuge hüll erst r* Kolosseum Tas Gastspiel des Kolvfseums nm Neurasthenie für vorliegend, wahrend Prof. Trübing in Greiss- < r^. . /V 1J , ,, ? - «owffeums am toalb fchließlich bie richtige Tiagnose auf Tricniialvergiftung stellte I ^biertag findet Nicht in Dillenburg, sondern in Wetz- Zeuge hat nieinfals die Erfahrung gemacht, daß die damalige lar, Schützengarten, statt. Lrauv. Kruse irgendwie unSrphr gewesen sei. ^Silberne Hochzeit feiern am 2. Weihnachts- - ÄTsÖl’'“?’ L°k°m°twführcr Jakob Nou und Foou g°b. W-imar Uur, daß sie sehr viel spricht. IIn ^ieuen. Oberstaatsanwalt: Haben Sie die Tarne fiir hysterisch ge- ** Die Fachausstellung des Gast w i r tev er- Beuge; Erst zur Zeit der Ehe des Grasen Moltke. eins, die im nächsten Jahr hier stattfindet, wird unter allste 3Ü^n v°'- Solms-Hohen- üh ihr einen Wunsch versagen mußte, sehr heftig unb drohte, ! olmv-Lrch stehen. Ten Ehrenvorsitz hat Oberbürger- sich einen anderen Arzt zn nehmen. ' ' meister Mecum übernommen, während der Rektor der rnE)hcr^aa^a1 : dwfcssor Strübing l)ält die Tarne für Landesuniversität Prof. Tr. Leist, Provinziatdirektor Ge- An^7r 63w *n t Oberst von Müller unb Landge- der Ehe mit dem Grafeii Moltke fchloß ich auch auf Hysterie — ^'^chlsprasident Kullmann dem Ehrenausschuß angehören. Oberstaatsanwalt: Der Zustcnw von 1898 unb 1899 war Trional- ** Uneheliche Geburten und Uns ittlichkeit. Vergiftung, aber an und snr sich war die Tarne hysterisch veran- Professor Tr. Biermer teilt uns mit, daß in dem aestriaen iffi. S.»lSäto„? £»2,7S hört. Während der sed-sjährigen Kruseschen Ehe hat Tr Korn Schreibfehlers entstandene Ungenauigkeit richtig zu stellen kein emzigeS Anzeichen von Hysterie bemerkt. — Justizrat'-Klein-1 ist- Anstatt „die Pfalz ist fast ganz protest^lisch" wollte holz: Tie Gräfin war also in dieser Zeit vollkommen gesund? er sd)reiben „ist vorwiegend protestantisch". 77 3cuffc Vc. Kvrn. Jawohl. Ich habe auch nicht gehört, baß *♦ Treue Arbeiter frine fiiiMrhr ine Umgebung etwas Abnormes bemerkt hat. — Oberstaatsan- K Arvert er. Oine hübsche WerhnachtS- walt: Ich muß Hann Professor Frey-Wien laden, ber angegeben freu$c wurde drei rn der Zigarrenfabrik von Georg ^ein« hat, daß die Dame lZochgrabig nervös fei ohne Selbstbeherrschung, "ch Schirmer beschäftigten Leuten aus Anlaß ihres unterworfen fei. — Laub- 25 jährigen Arbeitsjubiläums zuteil. Dem Werkmeister Job. TrionalvergiftnngV-- Harden: Ich wußle^ d^on?aber Pwf'esior ® ^seck, ^"n Taglöhner Karl M a n d - Schnxninger hielt jede Selbstbeherrschung für vorhanden Pe r Krofdorf und der ^aglohnerrn Marie Oswald Oberstamsanwalt: Sie (zum Zeugen) haben doch in einem Gut- aus Wieseck wurde nämlich das vom Deutschen Tabak- achten Migegeben, daß Frau v. Kruse zu Neurasthenie accordis seit verein gestiftete Diplom für 25 jährige treue Dienstleistuna SSwr äs •ss? sä« - ä «4— - -r'»-'*” Sachverständiger Tr. Hoffmann: Die Frage kann nicht ^ldgeichenk überreicht. mit ia ober nenr beantwortet werben. Neurasthenie ist nicht ** Verhaftung. Der Lehrer Sitzt er von Wett- dasselbe wie Hysterie Aber eine geioisse Nervosität muß wohl saasen, der sich vor einiger Zeit "boit dort entfernt hatte t’OtiÄrfötge?a|^in”t6 !’at ^7" Isfeld selbst der Gerichtsbehörde gestellt unb Diagnosen sind auch ber Mode unterworfen. Eine Zeit lang ^urbe hierher in Untersuchungshaft gebracht. Es handelt wurde immer auf Neurasthenie accordis erkannt, wenn bie Herz- sich um Verfehlungen gegen § 176 Abs. 3; der Beschuldigte organe angegriffen waren. Jetzt würden wir bie Herznenrosc soll teilweise geständig sein. genauer defrmeren. Ob im vorliegenden Fall Hysterie vorlag, ** Einen seltenen 9R e i h n n rM a a a i + ist nickst ohne werteres anzunehmen. — Bors.: Es ist beschlossen V t 1” ^^ynachtvgaft brachte worden, den Professor Schweninger mit Gattin zu laben. Da man. ^ute auf die Redaktion, nämlich einen lebenden er krank ist, muß er kommissarisch vernommen werden. — Maikäfer, der von einem Freund unseres Blattes in Justizrat Bernstein: Wir werden die Fragen entwerfen und der Kaiser-Allee gefangen worden ist. — Die milde Witte- S reitrgt übngens auch sonst alltthanb Merkwürbrg. richt hat beschlossen, daß Professor Schweninger unb Frau am 2IuT bcin Marktplatz waren z. B. heute vormittag nächsten Samstag in ^Nünchen kommissarisch Dernonuncn werden Weidenkätzchen zu verkaufen. sollen. — Gerichtsasscffor Lange ivirb bie Vernehmung vornehmen. **EineMahnung sei angesichts der beborstehenbcn Feier- Jhr werden ^leastsanwatt v. Pannwttz unb eventuell Justizrat tage an alle gerichtet, die es angeht, bie dahin geht, der schädigenben Tr. Sello beiwohnen. — Pwfeffor Frey-Wien soll Freitag ver- Wirkungen der Gebäcke zu gedenken und aller ber Speisen, die bei nvmmen werden. den Vogelsberger „Gevattertagen", bie mit dem vierten Advents- Tarauf wurde btc Vcrhanblung auf Freitag, den 27. De- sonntage begannen und bis über Neujahr dauern, verzehrt tverden. Kemver, vonnittags 10 Uhr, vertagt. Am Samstag finbet keine diesen Familienfesten hängen die Bewohner in einigen SMng ftatt. Teilen des höheren Vogelsberges mit Zähigkeit? Sämtliche --------- Paten der KiNber einer Familie versammeln sich auf Einladung «yidVt UttO lUltO« I t., und beginnen den „Festtag" mit einem gemeinsamen Gießen, 24. De:i. 1907 I « -ei’ ^^eisenfolge ist zumeist Suppe, Sauerkraut, Schweine- ♦♦ h hi a-m 5. h t » u, < llT.a^len- r^kst beginnt entweder am Mittag und A. enz emp , angen wurden von S. K. H. bauert bei Branntwein, Bier, Kaffee, Küchen bis zum Abend, DeiZl otzherzog il a. Baurat Zimmer von Gießen oder es nimmt abends feinen Anfang unb dauert bis Mitter- uno Kreisvetennärrat Zinßer von Friedberg. nacht. Manchmal ist ein Pate gezwungen, an einem Tage "Der neue Staatshaushalt geht noch Ende solcher Schmause mitzumachen. Ta es Sitte ist, daß ein dieser Woche den Ständekammern zu. Der Finanzausschuß viele Paten erhält, so hat mitunter eine Per- L- ;■ “T" ” - '■ ***** Äi s ÄÄÄÄ SÄ-5 Beratung beginnen. barmherzig überanstrengt. ** Von der Staatsanwaltschaft. S. K. H. " Der K an i n ch e n z u cht v erein Gießen hält seine ^r.^roß Herzog haben den Staatsanwalt bei dem Land-erste Weihnachtsbescherung am 28. Dezember im Hotel ,Ein- gericht der Provinz Oberhessen Fritz Ho os zum Staats- horn" ab. Der Verein zahlt jetzt 50 Mitglieder, ein Zeichen «“*- »-»ch»""- .-- ** Ordensverleihung. S. K. Hj. der Groß- -^tirmome wird am 2. Weihnachtstag im Saale zur ,Burg Herzog haben dem Geh. Staats rat im Sta'atsministerium Weihnachtsfeier bei Gesangs- und Musikvorträgen, sowie Gustav Krug von Nidda zum 23. Dezember d. I die Dhealeraiisführungen abhalten. des Verdienstordens Phi-, Friedberg, 23. Dez. Der heute früh 4.46 von hier nach Homburg abgegangene Personenzug sollte anscheinend bei Rodheim zur Entgleisung gebracht werden. Tort war eine schwere Wegeschranke quer über das Gleis gelegt, außerdem waren die Signallaternen zertrümmert worden. Tie Lokomotive warf das Hindernis zur Seite. Tem Zug passierte n. d. Frkf. Ztg. nichts. Anzeige wurde sofort erstattet. t Amtlicher Heil. t KekannlmachMg. $ Qetr.: Generalversammlung des Oberhess. O-stLauvereins. Sämtliche Mitglieder des Vereinsbezirks Gießen lade ich t hiermit M der in Friedberg int Saale der „Drei t Lchwerter"^ >t am Sonntag den 29. Dezember l. Js., V nachmittags 3 Uhr, beginnenden außerordentlichen Generalversammlung ? ergebe nst ein. i- Wie aus der nachstehenden Tagesordnung unter Ziffer 3 'A hervorgehr, wird, da ein Antrag auf Auflösung des Vereins ’ bereits gestellt worden ist, über diese Auflösung abgestimmt t werden. Da es sich also um die Existenz des alten, t bewährten, fa st 5000 Mitglieder zählenden tz Vereins handelt, ist unbedingt cm zahlreiches Erscheinen Ker Mitglieder erforderlich, insbesondere werden die Ver- lrauensmänner gebeten, zu erscheinen und ihrer Ansicht Lusdruck zu verleihen, nachdem sie mit den Mitgliedern ! ihres Ortes Rücksprache genommen haben. Tagesordnung: 1. Aenderung des § 32 der Satzungen, betr. Verfügung > über das Vereinsvermögen. 2. Die Beschlüsse der Landwirtschaftskammer und des Provinzialausschusses betr. Förderung des Obst- z baues. 3. Die Frage der Möglichkeit des Fortbestehens des Ver- e eins, event. Beschlußfassung über die Auflösung. Gießen, den 24. Dezember 1907. V Der Vorsitzende - >es Vereinsbezirks Gteßen des Obertzess. Obstbauvereins. L' _______Langermaun, Großh. Kreisamtmann.________ Lekamllmalhung. In der Zeit vom 13. bis 21. Dezember 1907 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Armband, 1 Peitsche, 1 Spazierstock, ein seidener Pompadour, 2 Portemonnaies mit Inhalt und 1 Ring; verloren: 1 Portemonnaie mit 40 Mark und 1 Studentenkarte Inhalt, 1 Zwanzigmarkstuck, 1 goldenes Medaillon mit Photographie, 1 brauner Fcdecboa und 1 Manuskript, handelird über antike Münzen Nordgriechenlands. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände be- k; lieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Die Abholung der gefundenen Gegenstände lann an j ede m Woche n tag von 11 bist 2 Uhr vor - 2 mittags und 4 bis 5 Uhr n a chmittag s bei unterzeichneter Behörde Zimmer Nr. 1 erfolgen. - Gießen, den 21. Dezember 1907. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. 7 _________________Reinhart.__________________ Warnung vor wertlosen Heilmitteln. * In hiesigen Zeitungen werden in leyterZeit gegen Menstruation?- Gärungen und Blutstockungen der fronen sogenannte „Wien- ® slruationstropken Regina" empfohlen. Die Tropfen bestehen angeblich aus einem destillierten Auszug o uS Zimmt, Baldrian, Nelken, Alkohol und Wasser. Ein besonderer ' Wert in der angepriesenen Weise ist ihnen nicht beizumesseli. Der Inhalt der für 3 Mark 50 Pfennig angeborenen Flasche bat einen wirtlichen Wert von höchstens 1 Mark. Vor dem An- f tauf dieses Mittels, das ebenso wie andere unter verschiedenen Be- £ Zeichnungen (Geisha, Femina, Glückauf, Mmiosa, Minerva, „Ohne Sorge" usw.) angeborene Dl e li st r u a t i o ii s p u l v e r itur aus s ?lusbeutimg leichtgläubiger Frauen berechnet ist, wird von dern 's Königlichen Polizei-Präsidium Berlin öffentlich gewarnt. M Wir schließen uns dieser Warnung am M Gießen, den 21. Dezeinber 1907. Großherzogttmes Pvitzeiamt Gießen. Reinhart. Bekanntmachung. Die von der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgeuossen- schakt gegründete Haftvfiichtvcrsicheruugsanstalt tritt, sobald die - Genehmigung des Bundesrats erteilt ist, aller Voraussicht r«ch mit dem L Januar 1908 in Wirksamkeit. Vom Vorstand der - Lerufsgenossenschaft sind bereits alle Vorbereitungen zur unver- Kglichen Benachrichtigung der Versicherungsnehmer und zur Ab- V fliehe der Satzungen und Versicherungsscheine an sic getroffen. Gießen, den 20. Dezember 1907. B24In Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Keller. Bekanntmachung. Wir bringen wiederholt zur allgetncinen Kemttnis, daß alle ; -«gen Gehalt oder Lohn in Gewerbebetrieben oder in der Land . wirtschaft beschäftigten Kinder der Krankenversicherungspflicht '■ tuuerliegen ttnd zwar auch dann, wenn die Beschäftigung nicht un- - mittelbar in dem Betrieb selbst auSgcübt wird. Die beteiligten l Arbeitgeber werden hiermit aufgefordert, die Anmeldung zur Orts- brankenkasse — soweit sie noch nicht erfolgt ist — umgehend zu be- - wirten. B24/12 Gießen, den 19. Dezember 1907. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 1 ________________________F. V.: Keller.________________________ Bekanntmachung. Die Pläne über die Errichtung von oberirdischen Tele- Sckaphenlinien I- 1. an der Landstraße von Rödgen nach Trohe 2. „ „ „ „ Reiskirchen nach Hattenrod 3. „ „ „ „ Burkhardsfelden nach Oppenrod „ 4. „ „ „ „ Winnerod nach Bersrod und 5. im Orte Lindenstruth Gegen bei dem Kaiserlichen Postamt in Gießen von heute ab ifc 4 Wochen aus. Darmstadt, 23. Dezember 1907. J Kaiserliche Ober-Postdirektion. 7 I. V. D*/i2 Dingeldey. J' ( :c i i x t» Jr I 6 • t l i 6 ! Alice-Koch-Lchule. Mit deut 6. Januar beginnt ein neuer Kursus. An dem Mittagsüsch körnten noch Damen teilnehmen. Anmeldungen bei Frl. L. Mörser, Oberlehrerin V*/1, Gartenstr. Nr. 30. Marburger 16953] Bei Bestellung durch die Post wird Porto vergütet. Gotthilf Telephon 344. . Flasche 22 Pfg , V3 Lt. Flasche 15 Pfg. empfiehlt grosser Die Beerdigung findet am 2. Weihnachtsfeiertage, den 26. d. Mts-, nachmittags 3 Uhr statt 7806 Geduld ertragenen Leiden, Schwester Die trauernden Hinterbliebenen Familie Lehrer M3ü8fiel*« Wissmar, den 23. Dezember 1907. Todes-Anzeige. Heute morgen 8 Uhr entschlief sanft, nach langem, mit unsere innigstgeliebte Tochter und Ida, im Alter von 26 Jahren. M M B VI MW IWWMiiLlLW Ho?zversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, den 30. Dezember 1907, vormittags 91/? Ubr beginnend werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Drstrikt Fcruewald versteigert: 738 Fichtenderbstangen mit 64 Fstin. 35 „ reisstangen „ 0,48 „ 26,5 Rnt. Buchertscheitholz 20 „ Eichen „ 3 „ Ulmen-Rundscheitholz 1 „ Birken- „ 2 „ Aspen- „ 6 „ Erlen- „ 10 „ Nadel-Scheitholz 2) „ Buchen-Knüppelholz 170 „ Eichen-Knüppelholz 1 „ Birken- „ 21 „ Erlen- „ 31 „ Nadel- „ 3 „ Buchen-Stockholz 9,4 „ Eichen» „ 6 „ Erlen- „ 51,9 „ 9kadel- 980 Wellen Buchen-Reisig 2890 „ Eichen» „ 400 „ Erlen- " 1300 „ Nadel- „ Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Stembach an der Strangswiese. Gießen, den 23. Dezember 1967. Großh. Bürgermeisterei Gießen. ________________________J.V.: Keller.___________________B^/n Jmmobiliar-Bersteigerung. Donnerstag, den 2. Januar 1908, ilachm. 3V2 Uhr kommen auf dem Rathause zu Allendorf a. d. Lda. bie dortfelbst gelegenen Jnmtobillen der Konkursutasse Braun- w art h , Haus und Garten, zur Versteigerung. Besichtigung des Anwesens am Tage der Versteigerung von vormittags 10% Uhr ab. 1802 Vermöge seiner vorzüglichen Lüge eignet sich das Haus in welchem seit langen Jahren ein gemischtes Warengeschäft mit großem Umsatz, 35—40 000 Alt. pro Jahr, betrieben wurde, zur Gründung einer äußerst günstigen Existenz. L. ASthoff, Konkursverwalter. Alice-Schule. Der Unterricht in sämtlichen Klassen beginnt Montag den tz. Januar. VM/n Neuanmeldungen nimmt entgegen Frl. L. Moeser, Oberlehrerin Garteustr. Nr. 30. lshlislbeschcruiig der MiukinöcMmiMiW't. Nachdem am Sonntag, den 22. Dezember d. I. die Christbescherung unserer Anstalt durch die kirchliche Feier in der Johannes- kirche, und dar.iaäi durch hie Gabenaustetlung an die 253 Kinder m der Klelnkiuderschule srattgefunden hat, sprechen wir frohen SintteS unseren herzüchsten Dank aus Allett, die durch ihre reichlichen Gaben und Arbeiten mcuicherlet Art — fertige Kleidungsstücke, Stoffe, Konfekt, Aepfel und dergl. — es uns ermöglicht haben, unserer großen Kinderfchar und durch sie auch ihren Angehörigen eine große Weihnachtsfreude zu bereiten. Besonders datckbar teilen wir wie üblich mit, welche Gaben an Pargeld uns zur Cyriitbescherung gespendet wurden: durch Frau Professor DrervS 85 AU., Frau Rechtsanwalt Grtinewald 176 AU., Frau Johanna Haas 51Mk., Frau Rechnungsrat Kalbfleisch227^)0AU., Frau Professor Leist 90 Lik., Frau Ktrchenrat Blaumann 148 Pik., Frau Luise Ottens 37 Mk., Frau Lina Schwall 50 Alk., Frau Marte Schwan 141 Akk., dte Schwestern der Anstalt 142,50 Mk.- ferner erhielten wir als besondere Gaben von den Schülerinnen der Höheren und Erweiterten Aladchenschule, gesammelt und ihren Lehrerinnen übergeben, 133,46 Alk., sodann von dem Stanuutisch im „Prinz Karl" 30 Alk., und endlich übergab uns Herr Direktor Rapp- nimm aus dem Ertrage einer Wohltätigkeits-Vorstellung im „Kollo- seutn" 50 Alk. Für diese besonderen Gaben sprechen wir unseren besonderen herzlichen Dank aus. Alöge die unserer Anstalt und ihren Kindern in dieser Weihnachtszeit reichlich bewiesene Liebe und Wohltätigkeit Gebern und 2lehmern zum bleibenden Segen gereichen. Gießen, beit 24. Dezember 1907. Der Vorstand der Klemkinder-Bewahranstalt. Dr, Naumann, Kirchenrat. iü Emil Schmall Bier - Grosshandlung1 empfiehlt 7719 la aiünchener Bürgerbräu la Münchener Löwenbräu — in Flaschen, Syphons und Gebinden ■ Abfüllung mit Kohlensäure-Apparat Telefon 83 Hunderte der bekannten Herdplattenputzer Blitz-BBank find im täglichen Gebrauch und das Entzücken der Hausfrauen. Zu haben bei 16516 Ludwig Kröll, Haus- nud Kücheu Geräte, Plockstrasse 10. Feuerwerk empfiehlt Adolf Bieler 7815J Marktstr. 5. Ausschreibung Die Ausführung der Tischler-, Glaser- und Auschlagcarbcüeu für bas Dienügebäude der Königirchen (Ltwudabn - Be- triebotuipektion Marburg soll öffentlich vergeben werden. Die Verdtngungöunterlagcn sind, soweit der Vorrat reicht, gegen post- und bestellgeldfreie Bareinfcndung von 2 Mark von uns zu bezieheii, auch können daselbst die Zeichnungen eingesehen werden. [hv21/i2 Die Angebote sind versiegelt u. mit entsprechender Aufschrift versehen bis z. Eröffnungstermin, Mittwoch, d. 15. Fauuar 1908, vormittags XI Ubr, nach hier einzureupen. Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Marburg, den 19. Dezbr. 1907. Königliche Eisenbahn-Betricdsinfvcktion. ■ M MW WsM reizende Neuheiten, billigst bei Emeü Pastös* Machf. M arkt straffe 10. 7553 Bs tom - is mit eigener Kürschnerei und Reparatur - Werkstätte sucht zu hohen Preisen zu kaufen: ^asenfeiie, Marder-, Jltisse-, Fuchs-, Dachs-, weisse Wiesel- und Kaninlelle. A. Kretzschmar, Kürschner, Markt 22. I7585 Haaruhrketten! eigenen Haaren, zu Weihnachtsgeschenken geeignet, fertigt gut und billigst an. Ferner, leichte Zöpfe von 3,50 Mk. Spezialität in weißen und grauen Haaren. 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