Pr. Grjchetn, ea glich außer Sonntag#. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamilirn. blätter viermal in der Woche beigelegt und nveimal wöchentlich das Kreisbiart für den Kreis Kletzen Fernsprech-An- schlußl. d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition 51 vdresie für Depeschenr tlnaeinet Gtetzc». »«nahm« 999 Anzeigen für öie Tagesnuminer bis oormttlags 10 Uhr. KWl D KL' Erstes Blatt 157. Jahrgang JK A jährlich Mk. 2.20; durch '^bhole- u. Zweigstellen * monatlich 65 Pf.; durch xt ner Donnerstag 28. November 1907 4jpK Bezu gSyretSr 'S monatlich 75 Pf^ viertel- die Post Alk. 2.— viertel- jährt. auSscht. Beftellg. \ W ZeilenorerS: lokal IbPs^ v auÄwärlS 20 Mennig, -Verantwortlich für den politischen Teil: 6* Anderson; f. Feuilleton und »Vermischtes* P Wittko; iüi »Stadt u. Land" und ^Denchts- «Ei«nz»rvS «nd Verlag der vrühi'schen Univ.-Such- Md Steinönidertl R. Lang«. Redaktion, Expedition und Druckerei - Schuiftrsße 7. lin“''l()e®teträli)ftiVe& 1- l’l ör : < / II fl i 3 ni toi ' 8 M »i 5’: I tz I Btt 1 71 fl ttl >«ß 90 i 3171 59* 61* 53* 15 4 72* 15 11 M 1 Ile deutige Dummer «mfaßt 10 Seiten. Zwei wichtige Gesetze. , S1*1 Rerchstage sind nunmehr die beiden wichtigsten Gesetze der Session eingebracht worden, von deren Er- edigung sur die künftige Gestaltung unserer innerpolitischen lZerl>ältutsse viel abhängt. Sowohl das Bärsengesetz wie das reue R e i ch s v ereinsgesetz sind Folgeerscheinungen der onscrvatw-lweralen Paarung, und sie tragen naturgemäß >ie Vorzüge und Schattenseiten einer sich aus sehr ent- zegengesetzte Parteien stützenden Regierunaspolitik. Beide ^nttvucse sua-en langjährigen Wünschen der Linken ent- ;egenzukomlnen, ohne auf der anderen Seite aber die siechte gar zu sehr vor den Kops zu stoßen. Unter diesen Imständen ist es selbstverständlich, daß es nicht möglich oar, borde Seiten zufrieden zu stellen, und die Staatsraison »erlangt es, daß von beiden Seiten Konzessionen gemacht werden. Die Linke kann mft der B ö r s e n n o v e l l e ziemlich zu- rieden sein, weil das verhaßte Börsenregister fällt und iuch sonst verschiedene Bestimmungen eingeführt werden, )ie geeignet sind, den Handel an der Börse wieder zu »eleben; im Lager der Rechten scheint man allerdings oerliger zufrieden zu sein, wenngleich die Regierung den wünschen dieser Seite dadurch nachzukommen suchte, daß ie das Verbot des Terminhandels für Getreide aufrecht rhalten hat. Es mag ja aus taktischen Erwägungen begreiflich sein, oenn das führende Organ des Bundes der Landwirte legen den Entwurf überaus scharf Front macht, in der Hoffnung, auf diese Weise vielleicht für die Landwirtschaft wch mehr herauszuschlagen; im Interesse des- Blocks ist iber ein solches Verhalten nicht. Dies gilt auch auf »er anderen Seite von Blättern der Linken, wenn diese en Entwurf eines Reichsvereinsgesetzes mehr gehässig als bjektiv kritisieren. Es ist unleugbar, daß das neue Gesetz mit einer Reihe orsintflutlicher Bestimmungen aufränmh vor allem die inzelstaatliche Buntscheckigkeit der sich oft widersprechen- en Verordnungen beseitigt. Wenn der vorliegende Entwurf nicht allen Wünschen ntspricht, so hat das mancherlei Gründe, einmal waren ie Einzelstaaten durch die Neuordnung der Materie ge- ötigt, auf ihre bisherigen Rechte auf diesem Gebiete u verzichten, was auch ohne weiteres geschehen ist. Wenn ich trotzdem wider Erwarten in Bezug auf die Anmeldung ckfentlick-er Versammlungen in den Bestimmungen ein Ldüud befindet, wonach hierüber die Landesbehörden zu utjcheiden haben, so geschieht dies mit Rücksicht auf einige üddeulsche Staaten, wo matt eine 2lnmeldepflicht nid^t kennt mb die man daher unter dem neuen Reichsgesetz nicht chlcchter stellen wollte; was sich also äußerlich als ein Fehler darstellt, ist in Wirklichkeit ein Vorzug, deren ■2. auch sonst noch eine Reihe anderer in dem Ent- ourfe gibt. , Vor allen Dingen ist den Frauen uneingeschränkte Teilnahme an ö-sentlichen Versammlungen gestattet, eben* 3 sind auch die'Befugnisse der Polizei nach verschiedenen Achtungen hin ganz bedeutend eingeschränkt, vor allen Dingen ist eine Auslösung von Versammlungen nicht mehr n das Belieben der überwachenden Beamten gestellt, son- ern kann nur erfolgen, wenn auf irgend eine Weise ,egen das Vereinsgesetz verstoßen oder zu verbrecherischen Daten aufgefordert wird. Mit alledem wird man sich zufrieden geben können, agegen bildet nach wie vor die Sprachenfrage einen heiklen Zuntr, und es wird hierbei vor allen Dingen darauf an- ommen, wie sich die Freisinnigen hierzu stellen. Augen- lictlich überwiegt wenigstens in der Presse die ablehnende wltung, aber es ist doch vielleicht anzunehmen, daß ei einigen Zugeständnissen in dieser Hinficht es zu einer 'inigung kommen wird. Daß die Linke aufrichtig gewillt ft, am Block so lange wie irgend möglich sestzuhalten, ewies die Haltung der freisinnigen Redner gelegentlich er sozialistischen Interpellation über die Lebensmittel- merung, bei der man unter selbstverständlicher Wahrung es bisherigen wirtschaftlichen Standpunktes gemeinsam mit er Rechten vorging. j3arlamentarefd?es. Berlin, 2(. 9cov. Dem Reichstag ist heute die Novelle am V i e Hs euche n g esc tz nebst Begründung zugegangcn. — -ie Petitionskommission hielt heute chre erste Sitzung i dem neuen Tagungsabschnitt ab. Es wurden lediglich Bitt- hristen rein persönlicher Art verhandeli, davon eine militärische Nresfend einen Schadenersatz zur Berücksichtigung überwiesen, ie andern zum Teil durch Uebergang zur Tagesordnung er- öigt, zum Teil für die Beratung ün Plenum für ungeeignet er- äit. — Ter Entwurf über die deutsch-britischen H aw- elsbeziehungen wird dem Reichstage am Ende der Woche rgehen, er verlängert das bestehende Provisorium. — Die vmmission zur Vorberatung des Gesetzentwurfs betr. den Ab- hluß eines Unfallversickerungs Vertrages zwi- henDeutschland und den Niederlanden erledigte heute m Vertrag in erster Lesung und nahm ihn in der Fassung n: Regürungsoorlage an. Von den Vertretern der Regierung urde die Erklärung abgegeben, daß die Berussgenossenschaften igewiesen seien, den deutschen Arbeitern, die in Holland ar- ’iten (in Betracht' kommen hauptsächlich die deutschen Schiffs- Reiter, die in den Rheüchäsen die holländischen Schiffe ent- ben; das weiteste Entgegenlvmmen zu betveyen. Daraufhin 'gen die Abgg. Erzberger (Ztr.) und Dove (freis. Vgg.) ihre edenken zurück und der Vertrag wurde gegen die Stimme Abg. Stadthagen angenommen. — Die kommissarischen Be- itungcn über die B e I o l d u n g s a u fb e s s e r u n g der eichsbeamten werden, wie die N.-Z. hort, demnächst ihren nsang nehmen. Ihnen wird der vom Reiä-sschatzamt aufge- cllte Besoloungsplan zugrunde liegen, und es i|t anzunehmen, rß die beteiligten Ressorts auf dieser Grundlage zu einer Kligeu Ueberemjtimmung gelangen. Sollte eine Einigung nicht Hielt werden, so steht die weitere Entfcheidung beim Reichskanzler. — Das Herrenhaus hat sich heute nach einvicrtel- stündiger S,tzung, nach Erledigung geschüftlickM Mitteilungen, au' unbestimmte Zeit vertagt. Trier, 27. Nov. Tas Zentrum beabsichtigt laut „Lan- deszeitung", den Landgerichlsrat Schreiner, Trier, an Stelle des verstorbenen Dasbach für die Landtagsersatzwahl in Trier aufzustellen. L a b i a u, 27. Nov. Bei der heutigen Landtagsersatzwahl im zweiten Wahlkreise des Regicrungsbezirts Königsberg L Pr., Labiau-Wehlau, wurden im ganzen 316 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf den Landesrat a. D. B u r ch a r d (Kvns.) 194, auf v. Massow -Parnehmen 122 Stimmen. Burchard ist sonnt gewählt. M ü n ch e n, 27. Nov. Ter bayerische Berkehrsmirrister teilte im Finanzausschuß der bayerischen Abgeordnetenkammer mit, daß der Postscheck verkehr vermutlich am 1. Januar 1909 im ganzen deutschen Reich zur Einführung gelangen wird. Karlsruhe, 27.,Nov. Die badisck)e zweite Kammer wählte zum ersten Präsidenten den Abgeordneten Fehrenbach (Ztr.) mit 30 gegen 26 Stimmen, die auf den nationalkiberalen Abgeordneten Gönner entfielen. Die Sozialdemokraten gaben weiße Zettel ab. Mit dieser Wahl hat das Zentrum zum er st en Mal in Baden den er ft en Präs identen sitz in d e r K a m m e r eingenommen. Teutjche Bereinigung. Als weitere Folge der national-katholischen Sonderbewegung bei den letzten Reichstagswahlen hat sich jetzt der „Rheinisch-Westfälischen Ztg." zufolge eine „D e u t s ch e V e r e i n i g u n g" gebildet mit Bonn als Vorort. An der Spitze steht der Oberpräsident von Schor- lemer. Der Vereinigung gehört der katholische Adel des Rheinlandes und Westfalens an, ferner evangelische und katholische Berufsstände aller Art, Universitäts-Professoren und Geistliche. Der Zweck ist, den Zusammenschluß der deutschen Katholiken mit gleichgesinnten Staatsbürger anderer christlicher Konfessionen zu bewirken zur Förderung vaterländischer Interessen, zum Ausgleich konfessioneller Gegensätze und zur Bekämpfung der Sozialdemokratie. Dies Ziel hofft man zu erreichen durch eine neu zu gründende Zeitschrift, durch Zeitungsberichte, Vorträge, sowie Einwirkung auf die politischen Parteien und die Abgeordneten. * Bevorstehender Wechsel im Präsidium, der Reichsbank. Zu dem Gerücht von einem bevorstehenden Wechsel im Präsidium der Reichsbank erfährt der Lok.-Anz. von einer dem Reichsbank-Präsidenten Dr. Koch nahestehenden Seite, dieser trage sich bereits feit längerer Zeit mit dem Gedanken, von seinem verantwortungsvollen Posten zurückzutreten. Er fühle sich nicht mehr körperlich kräftig genug, um die Last seines Amtes wie bisher tragen zu können. Einen bestimmten Termin für feinen Rücktritt habe er bisher nicht in Aussicht genommen. Was die Frage seines Nachfolgers betreffe, so könne diese noch als durchaus offen bezeichnet werden. Wenn in Börsenkreifen wieder der Name des Geheimen §lommerzienrates v. Mendelssohn-Bartholdy in diesem Zusammenhänge genannt werde, so könne daraus verwiesen werden, daß Herr v. Mendelssohn noch vorgestern im Herrenhaufe aus direkte Befragung die Aöficht, das Reichsbank-Präsidium zu übernehmen, entschieden bestritten habe. In den Kreisen der Reichsbank-Verwaltung denke man in erster Reihe an den Vizepräsidenten Dr. v. Glasenapp als Nachfolger von Dr. Kvch. * Zentrum und Regierung in Bayern. Im bayrischen Landtage kam es gestern $u einer Auseinandersetzung zwischen dem Abgeordneten Schädler und dem Kriegsminister. Auf Beanstandung aus dem Hause beim Justizetat erklärte der Kriegsminister, baß bei der geringen Bevölkerungszunahuie, bei der Bayern pro Bataillon noch um 6 Mann hinter der Etatsstärke der anderen Bundesstaaten zurückbleibe, an einer Reduktion der Strafanstaltswachen festgehalten werden müsse. Der Abgeordnete Schädler sprach daraus dem Kriegsminister gegenüber von Sägelrafseln, worauf dieser erwiderte, er habe lediglich auf die Befugnis der obersten Bundesbehörde hingewiesen. Die Folge dieses Zusammenstoßes war, daß das Zentrum düe Regieruugssorderung von 29 000 Mark für Personal-Vermehrung beim Zellen-Gesängnis Nürnberg ablehnte. * Der Senat der Universität Tübingen hat sich der Beschwerde jer Fakultät über den Eingriff des Dtottenburger Bischofs in die Lehrfreiheit abgeschlossen. Es liege ein formell und sachlich unzulässiger Eingriff in die Uuiversitätsverwaltuug und Lehrfreiheit vor, gegen den Verwahrung einzulegen umsomehr Anlaß gegeben sei, als der bedauerliche Vorfall im Zusammenhang mit der neuerlich stark heroortretenden Tendenz der römischen Kirche stehe, der Freiheit der Lehrer Fesseln anzulegen. Heer uufc Floere. — Der neue kommandierende General des 19. Armeekorps. Der Kaiser Hal mit einer Kabinettsordre vom 27. November den General der Infanterie Grafen Vitzthum v. Eckstaedt, Kommandeur des 19. (2. königl. sächsischen) Armeekorps, von dieser Stellung enthoben und auf Grund des Vorschlages des Königs von Sachsen den General der Artillerie v. Kirch doch, bisher Generalleutnant unb Kommandeur der 32. Division, zum kommandierenden General des 19. (2. königl. sächsischen) Armeekorps ernannt. General Franz v. Kirchbach ist im Jahre 1849 m Auerbach im Vogt> d geboren, trat 1866 als Portepeesahnrich in die sächsische <■ aiee ein und wurde nach der Schlacht von König- grätz Leutnant und machte 1870 den deutsch-französischen Feldzug als Adjutant tm sächsischen Fußartillerieregiment mit. Im Jahre 1896 erfolgte seine Ernennung zum Kommandeur des 32. JeldartlUerle-Reginlents tn Riesa. Im Jahre 1899 wurde er Generalmajor und im Jahre 1902 Generalleutnant und Kommandeur der 40. Artillerie-Brigade. AMslarZS. Paris, 27. Nov. Der turzüch erkrankte englische Kabinetts chef Sir Campbell Banuerman ist heute aus London kommend hier eingetroffen und wird einige Tage hier verweilen. Sodann wird er sich nach Biarritz be-i geben. Die Rückkehr nach England erfolgt Mitte Januar. Paris, 27. ^Itov. Die 2. Abteilung der französischen Truppen in Marokko hatte ein zehn- ftündiges Gefecht, das anfänglich einen schlechten Verlaus nahm. Die kleine Truppe war auf 1600 Marokkaner gestoßen und mußte sich auf das rechte User des Kisz zu- rückziehen. Nach mehrstündigem Kampf trat der Feind einen geordneten Rückzug nach Aghbal an. Um 4 Uhr ;iachmittags war die Ebene endlich gesäubert. Die Franzosen hatten acht Verletzte, darunter vier schwer. Die Franzosen sich inzwischen nach Udschda zurückgekehrt. Nach den letzten Meldungen haben sich den Benisnasfen noch eine Reihe anderer Stämme angeschlossen, die sich bisher neutral verhalten hatten. In den neuesten Telegrammen wird die Lage als kritisch bezeichnet. Die Zahl der am Sonntag gefallenen Benisnasfen, die auf 200 angegeben wurde, wird jetzt auf 150 gefchützt. London, 27. Nov. Wie die Morning Post aus Shanghai meldet, macht die Erhebung der chinesischen Bevölkerung in der Provinz Tschakiang noch weitere Fortschritte. Die Aufständigen haben von einigen Städten Besitz ergriffen und somit ihren Einfluß wesentlich erhöht. Kaiserliche Truppen, die entsandt wurden, um den Aufstand zu unterdrücken, erlitten eine schwere Niederlage und flüchteten vor den Rebellen. Weitere Einzelheiten über die Bewegung fehlen noch. Unter den Europäern in Shanghai ist eine gewisse Unruhe bemerkbar. Taebris, 27. Nov. In Urmia sind ernste Unruhen ausgebrochen. Man verlangt die Absetzung des Gouverneurs Jmatyuli, der die Msicht haben soll, gewisse Agitatoren auszuweisen. Der Gouverneur verließ die Stadt. Einem Gerüchte zufolge sollen die Türken sich des Distriktes Seudj-Bulag bemächtigt haben. Ans ShaOt uuo L^sns. Gießen, 28. Nov. 1907. ** Die Gro ßher zo glichen Herrschaften fuhren am Dienstag vormittag mit dem Fürsten und der Prinzessin Dorothea zu SolrnZ-Lich im Auto nach Frankfurt und nahmen dort im Englisch en Hof das Mittagessen. Die Lichfchen Herrschaften reiften nachmittags nach Lich weiter, während der Großherzog und die Großherzogin gegen 5 Uhr im Neuen Palais wieder eintrafen. Arn Mittwoch nachmittag begaben sich die Großherzoglichen Herrschaften mit Gefolge im Auto nach Offenbach, nahmen das Abendessen beim Kreisrat v. tzombergk und besuchten sodann das Konzert des Turnvereins Offnen b a ch. Die Rückkehr nach Darmstadt erfolgte nach Schluß des Konzerts im Auto. Der Großherzog und die Großherzogin werden heute abend bei dem Staatsminister Ewald speisen: ** Der GesetzgeVungsausschuß der zweiten Kammer tritt am Freitag, 29. Nov., nachmittags 3 Uhr, wieder zur Beratung der noch unerledigten Vorlagen, besonders des Bachgeftetzes und des Antrags Köhler, den Schlipp eschen Erlaß betr., zusammen. Referent des Ausschusses für den Antrag Köhler ist Abg. Leun. Der Ausscyutzpräsident hat für die Beratungen drei Tage, Freitag, Samstag und ^Nontag, in Aussicht genommen. ** Der Generalkonsul der Republik Panama, Julio Ar jo na in Hamburg, der sich im Besitz des Reichsexequaturs befindet, ist zur Ausübung konsularischer Ver< Achtungen im Großherzogtum zugelassen worden. ** Verwaltungsgerichtshof. S. K. H. der Groß Herzog haben den Vortragenden Rat im Ministerium des Innern, Oberregierungsrat Dr. Ernst Weber für die Dauer des dermalen von ihm bekleideten Amtes zum Mitglied des Verwaltungsgerichtshofes ernannt. ** Vom Großh. Hostheater. S. K. H. der Großherzog haben die Hofmusiker Herrn. Harnisch, Rud. Müller, Phil. S t u r m s e l s, Alb. Diedrich, Otto Bartke, Paul Uhlmann, Hch. Eymann, Louis Gothe, Leop. Schütter, Ulrich Rohde und Friedrich Brück mann zu Kammermusikern und den Vorstand der Frauen-Garderobe des Hoftheaters Marg. Heß zur Hos- theater-Garderobe-Verwaiterin ernannt, ,owie dein Hvf- theaterdiener Heinrich Zinn kann die Medaille für langjährige treue Dienste verliehen. ** Des Großherzogs Dank. Der Gesangverein Liederkranz sandte gelegentlich des Geburtstages Sr. S. K. des Großherzogs lolg^naes Telegramm ab: „DerGesang- berein Liederkranz Gießen gestattet sich, seinem geliebten Landesfürsten zu seinem Geburtstage die innigsten Glückwünsche ehrfurchtsvoll darzubringen." Daraus lief am Abend des 25. folgende Drahtantwort ein: „Gesangverein Liederkranz, Gießen. Herzlichen Dank für freundliches Gedenken. Ernst Ludwig." ” Ordensverleihung. Dem Weichensteller Jakob Werther in Gießen mürbe von Sr. M. dem König von Preußen das allgemeine Ehrenzeichen für 40 Dienstjahre verliehen. e l ein könne. Es finden denn auch seit einigen Tagen Aus- trittsert'Larnngcn in Menge statt, wobei den Leuten aller- drngs bedeutet wind, das; die Kündigung nur ein Viertelch hr vor dem am 30. Juni stattsindenden Schluß des Ge- chäftsjahres stattsinden tonne, ein Umstand, der natürlich nicht dazu beiträgt, die Erbitterung der Mitglieder -u vermindern. ö ** Ein Landes - Schulmuseum soll, wie schon jvritgeteilt wurde, in Hessen infolge einer Verfügung des Ministeriums des Innern, Mteilung für Schulangelegen- cheiten, gegründet werden. Es soll alles das in sich vereinigen, was in Hessen vor dem Jahre 1830 an Schulbüchern, Lehrmitteln und sonstigen für die Schulgeschichte bedeutsamen Gegenständen in Gebrauch war. Durch die einzelnen Kreis-Schulkommissionen des Landes wurden die mstergebrachl.^ Erstere enthält acht größere and kleinere Zimmer, 5Uiche, Speisekammer u. a. Außer einem schönen Hausgärtchen »nid einem anderen großen Gemüsegarten gehören zum Stellengehalt noch etwa 8 Wtorgen Wiesenland, ivoraus, da der Anschlags- preis gering ilt, jäh.ilich noch ein ansehnlicher Nemgeivinn erzielt wird. Ter Lehrer hat freilich sonntäglich zweimal Organistendienst zu versehen und erhält dafür 200 Mk. im Jahr. Trog dieser doch z. -r. günstigen Berhällnisse mußte die dortige Stelle im Jahre ^.O zioeunal vergeblich ausgeschrieben lveroen. Aehnlich liegen die Verhältnisse bei noch vielen anderen Gemeinden des Vogelsberges. Durch eine Lchulstalistik, wie der Schriftführer des Hess. Landeslehrervereins in Nr. 16 des „Schulboten" sie schildert, würde geivil; mancher Lehrer aus solche Schnlstellen auinterksam gemacht. Ihr rtusschreiben zur definitiven Besetzung rst hänfig umsonst geschehen müssen. Hoffen »vir, daß dieses Werk,: ivozu die, Anregung gegeben ist, nun auch, und zwar recht bald,' ** Vom heiligen Bureaukratius, der von Zelt 'Zu Zeit in deutschen Landen zu spuken Pflegt, ist von hier ein neues ergötzliches Stücklein zu vermelden, das eine treffliche Illustration zu dem Kapitel „Ersparnis von Schreib- und Bureauarbeit" bildet. Eine hiesige Firma lieferte für eine staatliche Behörde eine Anzahl Arbeiten und stellte darüber vorschriftsmäßig Rechnung aus. Die -betr. Behörde erkannte in der üblichen Form die Richtigkeit der Lieferung an und loies den Betrag an. Sie beging dabei das schreckliche Versehen, zwar die Ziffern des Rechnungsbetrags in Buchstaben auszuschreiben, nicht aber die Bezeichnung „Mark". Ahnungslosen Herzens glaubte wohl der betr. Beamte, daß die sonst in Deutschland übliche und auch in manchen Gesetzen enthaltene Abkürzung „M." genüge. Er hatte aber die Rechnung ohne die Großh. Bezirkskasse I in Gießen gemacht. Trotzdem die Firma in der bereits vorgeschriebenen Quittung die Bezeichnung „Mark" wiederum ausgeschrieben hatte, scheint mau üuf der Bezirkskasse im Zweifel zu sein, was die Abkürzung M. bedeutet, man bestand auf seinem bureaukrati- jchen Schein und gab der Firma die Rechnung zurück, damit ffie dafür Sorge trage, daß die Rechnung „ordnungsgemäß" serngereicht wird. So geschehen am 22. November 1907. ** Verhaftet. Wegen Verdachts, die fünf E iub r u ch s - -drebstähle hiesiger Stadt in der Nacht vom 11 auf 12 lf MLts., begangen zu habens sind gestern in Frankfurt a. M.'die Arbeiter Jakob Gels Heimer aus Frankfurt a. M. und Julius Bo he aus Emmcndülgen festgenommen worden. Wegen des im Diar 1905 in einem Geschüftshause am Selterswcg verübten Embruchsdiebstahls und des in gleicher Nacht versuchten Einbruchs im Bankgeschäft von Heichelheim sind nuuniehr die Wer ermittelt und zur Haft gebracht. Es sind die Arbeiter Klern und Christian Loh mis Frankenbach, beide vorbestrafte Diebe. Are Yolwendigkeit der Zuyr-psicge in Schute und Kans. L uicht festgenommen werden dürfe. Der Graf begab sich darauf nach Frankfurt a. M., um bei seinem Anwalt die notwendigen Schritte zur Aufhebung der Entmündigung emzuleiten. Die Polizei erfuhr von seiner Ankunft und verhaftete ihn. Vermutlich wird er wieder in die Irrenanstalt gebracht werden. cn 29. Jahressest Oberhessischen Vereins für innere Mission. 1. Tag (Schluß). r . Gießen, den 26. Nov. u tt^Cr'itCr}FC $aa Mit einer öffentlichen Versa mm- ” 9 . bcr Turnhalle, wo zmuichst Pfarrer B e ch t o l s h e i - mer-Mamz einen äußerst interessanten Vortrag über die . 27. Nov. In Neubamberg schlug em 30jähriger Schneider int Verlauf eines Wortwechsels emen greisen Vater durch emeu Beil hieb auf den Kopf nieder. Der Getroffene wurde schwer verletzt Der Täter ist verhaftet. $ _ Bingen, 26. 9Lov. In der heutigen Sitzung unserer Stadtverordnetenversammlung wurde das seitherige Mitglied des Kollegiums, Lederhändler Johann Baptist Schneider III. als dritter Beigeordneter einstiminig gewählt. Das Kollegium war vollzählig außer dem Gewählten. < 27\^?ü* Die Sezierung der Leichen der beiden plötzlich gestorbenen Söhne des Eisenbahnschaffners Zretthauer ergab, daß die jungen Leute einer Vergiftung durch Kohlenoxydgas erlegen sind. cty Gr zeichnete ihr Bild auf x geschichtlichen Hintergrund ihrer Zeit und stellte fic \ lhre Frömmigkeit gesunde evangelische Züge trug, als' S® für untere deutschen Frauen hin. Der zweite Vvrtr^'- war Pfarrer Gastpar aus Unterriexingen, der ii6er 9 ~ ttx anttnv\leQe, ein edler Frauenberuf" und die Frauen zur Ergreifung dieses Berufs nach MöcUiÄ' aussorderte. Unser Kirchengesangverein, der schon im gottesdienst mitgewirkt hatte, trug durch seine vorzüw!^ Darbietungen auch zur Verschönerung des Abends bei. J 3)1 2. Tag. ' lstM a rbu r g 27. Nov. Dir Marburger Freie Stu- oentenschast hat auf Veranlassung der akademischen Behörden em akademisches Arbeitsamt eingerichtet. Zweck desselben i)t, für Studierende Stellungen und Arbeitsqe- legenherten zu verschaffen. Ijg. Kirchhain, 27. Nov. Drei dem hiesigen Turn- verern angehörcnde Mitglieder, die zufällig den drei Movlnzen ves Großherzogtums Hessen entjtanimcn, sandten auv treuer Anhanglichleit an ihr angestammtes .Herrscherhaus zur Geburtstagsfeier S. K. H. des Großherzoqs pt 1T TrrnMl 11 rf in h « f .-f, t ______... ■ - < ° ö △ Wertershain, 27. Nov. Die seit dem Monat Mm d. I. eingerichtete Landpost von hier über Bernsfeld und Atzenhain nach Mücke soll sicherem Kernehmen nach wieder ausgehoben und statt chrer eine zweimal tägliche Landpostfahrt von hier über Bernsfeld nach Meder-Ohmen erngerichtet werden. Mit dieser Einrichtung wird dein reisenden Publikum sowie auch den Einwohnern von hier und Bernsfeld sehr entgegengekommen. fß Nidda, 26. Nov. Der landwirtschaftliche B ezirksverein des Kreises Büdingen tagte hier und verhandelte über sein Fortbestehen, das bekanntlich durch das Institut der Landwirtschaftskammer in Frage gestellt ist. Da voraussichtlich nächstens die Auflösung des landwirtschaftlichen Provinzialvereins er- folgt, so beschloß die Versammlung schon jetzt, den Bezirks- oerem unter dem bisherigen Vorstand und Ausschuß neu konstituieren. Es erfolgte alsbald der Beitritt von 110 Mitgliedern. <• A Schlitz, 27. Nov. Heute morgen 11 Uhr sand K^sdermahlung der Gräfin Margarete von ^d)oItlp,16en" D1. mit dem Korvettenkapitän Magnus v. ^evetzow rn der Stadtkirche zu Schlitz, statt. ®ie Trauung erfolgte durch Dekan Schmidt, In der Feier WE- zahlreiche hohe Gäste erschien. Das junge Paar begrbt sich noch heute auf die Hochzeitsreise. k. » dem Vogelsberg, 26. Nov. Dank der immer besseren Verkehrswege nimmt der F r e m d e n b - s » ch in unserer Oegfiib von Aahr SU Jahr zu. Jeder, der unsere herrlichen Berge t6cV;acf,tt8e.n1.ai"albu"9m und die lieblichen Täler mit ihren fasrigen Wieien gesehen hat, kehrt voll des Lobes in seine Hcima zurück. Aus gar mancheni Munde sind bann die Worte zu hören: J^on s^a Wlc uns den Vogelsberg nicht gedacht." Bel Besetzung der Beamten-, insbesondere der L e h r e r st e l l e n aber schemen das gesunde Klima und die zahlreichen Natuneiu' anzlehenden ^.lnstlck auszuüben. Sehr ost finden sich um solche Stellen gar keme Bewerber. Warum? Weil inuner noch viele Orte ziemlich west von der Eisenbahn entfernt liegen und weck darum die wenigen bestehenden höheren Lehranstalten nicht niff^ht» HTiCl^ent -lU\ ?ohl mögen auch iioch aridere Verhütt- ' Ursache sein, der Hauptgrund ist aber doch wohl der, daß s?/»Orte zu wenig bekannt find. Gegenwärtig ist z. B. die Schul- na»Xi rs Hause n im Streife Schotterr erledigt. Der Csroct Stunden ivestlich von Schotten. Infolge seiner Obst" t,ager feilst hier vorzügliches soweit L"eta»mt d» treibende Bevölkerung bringt, o ? UU/ vc schule und ihreiir Lehrer reges o..uerpss- entgegen. Lehrerwohnung und Schulsaal sind in verschiedenen Häusern 'Inventare der hessischen Gemeindeschulen auf ihren Beistand an solchen Gegenständen hin untersucht. Bis jetzt list durch die Bemühungen der Schulbehörden die Abteilung >„Schul- und Lehrbücher" zusammengebracht worden. Sie ^befindet sich in Verwaltung des als Forscher der hessischen .Schulgeschichte bekannten Pfarrers Fr. Diehl in Darmstadt. Das Landes-Schulmuseum wird in Darmstadt errichtet und jedem zugänglich gemacht werden. r ** Eine Sitzung des Pro vinzial-Aus schus- ses findet am Mittwoch, 4. Dezember d. I., nachm. 3h» Uhr mit folgeirder Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Friedrich Sch mehl zu Alsfeld um Erlaubnis zum Be- ttieb einer Schankwirtschaft. 2. Gesuch des Johs. Wieß- ner zu Rüddiugshaufen um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. 3. Gesuch der Firma Herz Aaron tzu Friedberg um Erlaubnis zur Lagerung von Knochen, Häuten und Fellen auf dem Grundstück Flur II Nr. 16F/10 der Gemarkung Friedberg. _ Gießen, den 27. Nov würde nicht ^ehr so i°i/ 7/^^.bes zwctten ^.ages begann schon heute morgen u nir hnü hinfpä quorf ? Uhr, wo die Vertreter der u n g i^r a u e n verci n e O b? .vya« v«. ^“veuiuicj i,tgecpii rjr, mm a™, uno zwar recht vaivZ ' 0 n s sich IN der Sakristei der Johanneskirche versaiiiNil zustande komnit. ÄlögenLehrcr und Gemeinden dabei ihr Eiitgegeii- ?! b ?ie Begründung eines Verbandes der kommen zeigen. trauenöereme zu beraten. Nach einem diesbezüglichen ^Ln Offenbach n. M., 24. Nov. Den Mckglicdcvn des so- ,^dmrrers Gußmann-Mrchb-rg wurde ein besserer Z, zraldemokratischeu Ko n s u m v e r e i n s ist n d Frkf ^ta a n i.6etr^ Beweine beschlossen. eine unangeneh me U eb er raschitn g bereitet wordeni eine M°rgen°nd°cht sta'tk w" L7°Mrr^ Au ,CIm Rückvergütung an bte Mitglieder für dieses im Anschluß an II. Petr. 3, 13, tresslrche Worte d-k's^iu^ ^al,r nicht gewahrt werden kann. Die Nebenzweige des Zur Arbeit in der inneren Mission sprach Daraus erb^ Verein-, und zwar vie Bürstenfabrikation, das Schuhwaren- üirchenrat D. Schlosser den ausführlichen Iabres b- lager inrt Neparaturwerkstätte und das Manufakturwaren-1das letzte Vereinsjahr. Er wies ' darauf hin tn ?s 9e)a)äft haben hemmenv auf den Ertrag des Vereins ae- L^'^ungeir des Vereins, die er in Bezug auf Bekämpfuna h lüirrt. Das Manufakturlvarengeschäst hat Nachteile gebracht, A^uutsucht und lder Krankennot auf dem Lande schon seit v,. ! weil den Leitern des Vereins genügende Branchenkennttris m r genommen habe, weite Ausbreitung Ui- fehlt. Die Bürstensabrikation wurde bereits aßige^^o^en Aerzten und Behörden gefunden hebe. Konstlmverein wird immer ärger, und die Aufsichtsbehörde B. r t sch - Ruppertsburg eingelaufener Antrag macht Stimm .» vurste allen Anlaß haben, sich ebenso schnell wie energisch Wr kräftigen Eintritt des Vereins in die Bewegung zum ian mit dieser Angelegenheit zu befassen, damit gerettet wird I 9 holismus. Darauf berichtete der Verein was gerettet werden kann. Tagtäglich sind Revisoren aus ludwestdeutschen Konferenz für innere Missw- Hamvurg und Frankfurt a. M. an Der Arbeit, um Ordnung C d^Gckindnno R,,' Ä“. feiner Ko, rn den Wirrwarr der Geschäftsbücher zu bringen Es in .s's?? eines Bundes hessischer Junglingsoeret, auch nicht richtig, daß,' ,l>ie behauptet Ivnrde, für das Pastor Neim7-^'ZldLo??n^ELL'"?^ Soba^ > abgelaufenc 3phr ein Ueberschnß von rund 4000 Mk. vor- Vortrag über das Verhältnis der inneren Missioi""r^r^üo^^ Händen sei,- im Gegenteil, es besteht eine ganz erheblich- -.ich en Wohlfahrtspflege Beide stammen aus llnterbilanz - mau spricht von !l7 000,Mark! Eine Brot- Duelle dem Bedürfnis der christlichen Liebe, und tz"b?n de^< fabrik in her ckmgegend hat allein für Lieferungen in ^uch heute noch unendlich viele innige Berührungspunkte 11 öen letzten Monaten noch etwa 10 000 Mk. zu bekommen- Staat braucht zur Durchführung vieler seiner Bestrebung -- ebenso hat ein hiesiges Kohlengeschäft noch große Forde- der inneren Mission. Der Gedanke der Verstaatliän'. SW.A. 8MW-L' LSMV O» Wi unutt yat wie innere Mission kann diese Bundesgenostemcka t oev Staates nur freudig begrüßen und soll ihr die Bruderkan l retajen zum Wohl unseres Volkes. ' ! , , dep. sich anschließenden Aussprache über ben SBortra i Ä'ÄrST' LZ Zentral-Ausschusses der Innere Mlsswri, Pastor Scheffer-Berlin, leine Zustimmung zu de, 1 Gehörten und gab noch einige Beispiele davon, wie Staat un 5 untere MiNwtr znsammenwirken, z. B. auf dem Gebiet ix i Kjol)nungäfrage, des Gefangmswesens, der Fürsorgeerziehum, der Kranunp,lege, der Seemannsmission u. a. in. Die jminl BuJ10? bie Persönlichkeiten zu stellen, dem Cta, i ISh ?lc ^^aufsichtigung zu. Ein wichtiger Fortschritt ist b v Zentralstelle für Volkswohlsahrt zu Berlin, L^L. 5 ^uhanger der verschiedensten Anschauungen und Jntereffc I vertreten sind. Kirchenrat D. Schlosser-Gießen unterstreicht d« I großen Wert der staatlichen Hilfe seitens der Kreisämter ai | meen Gebieten der inneren Mission. Professor D. Drews! sdngt den Zusammenhang und Unterschied der moderne Wohlfahrtspflege Mit dem alten Polizeistaat. Der Vorsitzend i D führt das noch näher aus. Superimendeir iü. Peter sen--Darmstadt hält die Zusammenarbeit der innere I staatlichen Wohlfahrtspflege für einen Gewm» r \ erstere Gegen 2 Uhr wurde die Verhandlung mit eine i kurzen Wort des Dankes vom Vorsitzenden geschlossen. I erwÜhüt wurdc, sprach dieser Tage onLif fl1 , u -,— -- — ..stattgefundenen Jahresversammlung des Verein k &5S" * ’"'«*« *nÄS KMML Ä 'S"1 ÄZ r •“ - “*■ ä^ammen und begrub drei Arbeiter unter sich. Sie ku. ^£r^°Xh’a9cnb€ betonte einleitend, daß es das Bie erlitten schwere Verletzungen. ' J ^erei1^ hessischer Zahnärzte sei, im Interesse d! -d. Frankfurt a. M., 27. Nov. Die Beförderunaw^n brencicii Volksmassen ausklärend übe des Oberstleutnants Prinzen Friedrich Karl v o n H a s - aus ^.d^npslege zu wirken. Dieses Thema säl-i c BWR» «L « NEL.VLKMVL8' lers ^rnandia Morgatte, der am Samstag den 16. No- Sw tritt am leichtesten zwischen engstehenden Zähne l ^nber in hiesigen Hotels zwei Juweleni-ändler Prellte hutiF^1 ^Snr^Iä^L^n der Kronen auf. Zuerst zeigt fitk und dann per Auto nach Wiesbaden ftthr, wo er verhaftet ^usamm^uw-i^^^^ aus der sich nach und nach bun fr. wurde, meldet die Kl. Presse, der Schwindler sei Spanier Schmelzes tiefe Löcher bilden. Sobald b- - Ermittelt wurde, daß er ich auch in mehreren StLdten voÄb^ treten Schmerzen auf, zunäch * M fo inLnnuttkMln I 5ÄÄ W^r ganze L SS en?ull9e” ,cr kurz vor seiner Verhaftung oon aiL. Wenn der erkrankte Zahn nicht" sofort ^bebandett ^wir > uach Paris adressieren. Seine Begleiterin, hie entsteht oft an der Wurzelspitze eine Geschwulst, bie^itei enthält' W. eIe9ant ^uftrat, war früher Dienstmädchen in 3-rnn^ aQn'en s^n1'cf>?enunö des Kieferknochens und dc, rerch. I SP1?3?11 . W Folge hat, das fogenanntc Zalmacschwül 1 Frankfurt a. M 2R $)?nh 95nr ... Crfvlgt auch letzt noch Feine SSiffe. n Fra n k f u r t a. M., 28. Nov. Vor einiger Zeit er- Anzutrcten'^obim^ir^?^ kcfne Hilfe, so tann Sölutocrgiftuni« regte bte Verhetratung des jungen ©tafen Stmuä "«!’9 der Kieferhöhlen, Absterben bei« zu Erbach-Erbach mit der Tochter einei Wäscherin Auf- stchstm Fall 'der Tod. Im giii ,, ehen. Die Ehe lourbe für unqültiq erklärt unb ß^-n ffrnl iM ^f^ur auf und es bleibt eine Zahn mus entmündigi und in einer Nervenheilanstalt^unterge- mählicl) ausgehöl« und bls^sNilölstbda6“ lvirrb 1,111- bracht. Von dort entkam er nach der Schweiz und reckte Ruine übrig bleibt - ei^^ : 'eftoeften? fnurh?61^ 6 ärztliche Sachverständige w Mnndb"bt eine Brutstätte für Krankheits-ecregen Si'i“ esigestellt lvurde, daß er Nicht gemeingefäh-rlich sei. In- der .Nundhohle eines gesunden Menschen mit gesundem Gcbi J '0£iF ?^ing eine Bestimnmng für Baychr, stch^°ler^ck^^?°S«r vor. Die Mundhöhle eines Meck' daß Graf Erasmus zwecks Verbringung in eine Irrenanstalt c E toir*) von diesen Brutstätten be fc nidjt festgenonimen werden dürw. mit Bakterien überschwemmt. S ift“ Sber“! Kitö bekannt, wie nachteilig ein schlechtes GVnin * mit ^ syv-, Speisen eine Reihe von K'rankheitswreaern 4 Z°bnEen des Bundes sich^ enfM^ben, n Meng-7' '. den Magen gelangen, so ist es Ffnr hr,r/ ' 1 JJcen,0in. ] Gesamtorganismus schädigenden Einsiuß haben^ niustb" Die' Ein Wanderung von tttankheitserregenden 110 Zahnkanten veranlaßten Verletzungen beV 9»,^ Jaru),t 5 schleimhaut oder durch die Wur^kanä^ V- in die den Zahn umgebenden^^Gewel^ den Körver in ebenüilis i iiw«-,c* , . von dort 1dlitir 418; Scharlach usw. treten mit den ersten^u^^^"-. B-'i Jns1ueiiz>' SKU"$»™ - ., -^^ebstahl. Gestern nachmittag wurden aus dem Kowdor emes Hauies in der Frankfurterstraße von einem Söettler ein Ueberzieher und ein Hut gestohlen Auf £ie eritattctc Anzeige hin begab sich ein Kriminalbeamter auf die Än ty* auf bci verberge in der Vmon des ruf). Arbeiters Johann Lenz aus Kalisch. Er war stark beladen mit Merhand gebetteltem Zeug, insbesondere En- Waren und emer wasche voll Kupfermünzen. Ten gestohlenen Ueberzieher hatte er über seine Kleider gezogen und den Hut aufgesetzt, so dav er einen ganz noblen Eindruck nmchte. Bei seiner Festnahme mar^tte er den Bettunkenen, entsprang aber dann unterwegs dem Beamten und seine Flucht wäre geglückt, wenn er sich nicht m emer .Sackgasse verlaufen hätte. Verein der Nationalliberalen Jugend. Die für heute angekündigte Hauptversammlung kann erst nächsten Donnerstag, 5. Dezember, stattsinden. ** Eine Ringkampf-Konkurrenz beginnt am >1« Dezember im Kolosseum. Es wird nach den Ankündig ungen der Direktion um einen Preis von 3000 Mk. gc: rungen. Im übrigen findet an dem gleichen Tage dec üblich Programmwechsel statt. tlfcf Kinder! mit kariösen Kolmen Schwellungen der Lymphdruwn 'ne Bereiche bfv Unterkiefers und^ des HalseS zu konstatieren inb. Nach alle dem erhellt, das; die ZahnkarieS eine Mank- •tit ist, die die Geinndheit int allgemeinen! schädigt und durch Sarursachuna von Schmerzen die Arbeitstätigkeit des Menschen >mnmt, ganz besonders auch durch Verdauungsstörungen die Er- uilrling des Körpers l>erabsetzt. Bei schlecht oder un-genügend onuilirten Individuen ist die Ansteckungsgefahr erheblich größer ils bei gut ernährten. Man kann den von Miller aufgestellten Sähen daher bei- iflichten: . „Eine zweckentsprechende prophylaktische Behandlung der Nundhöble von .Kindheit an gehört zu den w i ch t i g st e u Naßregeln der Hygiene, da der Gesundheitszustand der Nundhöyleg vornehmlich der Zähne, einen eingreifenden Einfluß ruf "den Menschlichen Organismus ausübt, und zwar: 1. durch ne allgemeinen Berdaumrgsbeschwerden, die bei unvollkommener Nastigation und Jnsalivatiou der Nahrung auftreten; 2. durch Krankheiten Parasitärer Natur, die von der Mundhöhle aus- ]Cfielt: 3. durch die Entstehung von Zahnkaries mit Periodontitis, Periostitis, Alveolarabszeß, Stomatitis, Pyämie usw.; 4. durch die Qualen der Zahn- und .Zahnfleischschinerzen, die bei Franf» haften Zu st and en des Gebisses sehr selten ausbleiben. () M a r b ur g , 26. Nov. Der aus fünf Einwohnern von Mardorf tnt Kreise Kirchhain bestehende G e s a m t v o r st a n d des >ortigen christlichen Arbeitervereins stand heute wegen Beleidigung des B ü r g e r m e i st e r s des genannten Ortes unb des Gemeindedieners vor der Strafkammer. Die Ange- llagten hatten eine Eingabe an das Landratsamt gerichtet, in )cr sie sich über allerhand unstatthafte und nach ihrer Ansicht .'igenmächtige Handlungen des Bürgermeisters beklagten und zum Schluß noch einige Wendlingen anfügten, die sowohl für den Bürgermeister, wie auch für den Gemeindediener Beleidigungen uithielten. In der Verhandlung, in der eine Menge Zeugen ;ur Vernehmung kamen, wurde festgestellt, daß der Schriftführer Ludwig Schick die Schlußsätze der Beschwerdeschrift, welche die Beleidigungen enthielten, den übrigen Vorstandsmitgliedern nicht nörgele)cn hatte. Aus diesem Grunde erzielten die letzteren auch Freisprechung, während S. zu 40 Mk. Geldstrafe verurteilt wurde. Brüssel, 27. Nov. Der A pell Hof beschäftigte sich heute mit der Aufschiebung der V e r st e i g e r u n g der I u w e l e n >er verstorbenen Königin Henriette von Belgien. Im Auftrage des Juwelenhändlers Kogk wies der Anwalt des Klägers xirauf hin, daß eine Vertagung der Versteigerung der Juwelen Dem Kläger, sowie den übrigen Gläubigern der Prinzessin sehr nachteilig wäre. Tie Prinzessin habe einen Teil dieser Schulden idjon vor sieben Jahren gemacht und aus diesem Grunde sei es nicht angängig,, ihr eine Vergünstigung zu gewähren. Der Anwalt der Prinzessin, Jaspar, gab verschiedene Erklärungen, ii. a. über die hohe Summe der Schulden der Prinzessin. Erwies darauf hin, daß die Gläubiger bereits vor längerer Zeit ihre Ansprüche hätten geltend machen können. Die Gläubiger lüollten aber allem Anscheine nach eine Erbschaft der Prinzessin obwarten. Uebrigens habe die Prinzessin ein großes Teil Dieser Juwelen überhaupt nicht besessen. Der Anwalt erklärte weiter, in welcher Lage die Prinzessin sich zurzeit befindet. Ferner legte er dar, in welch ärmlichen Verhältnissen die Prinzessin aus der Heilanstalt nach Frankreich flüchtete. Es sei unmöglich, denselben Maßstab anzulegen bei der Prinzessin, die 22 Jahre am österreichischen Hofe zugebracht habe, und einer ionstigen Privatperson. Der Anwalt führte ferner aus, daß Die Prinzessin zurzeit drei Zimmer bewohne und für ihre begangenen Fehler schon zur Genüge bestraft sei. Er lege dem ^Gerichtshof eine schriftliche Erklärung der Prinzessin vor, in velcher dieselbe ungefähr die gleichen Gründe aufführt, wie ihr Anwalt. Ter Appellhof vertagte sodann die Fortsetzung der Ver- l-andlungen auf nächsten Montag. Riga, 27. Nov. Das Kriegsgericht verurteilte vier jüdische Realschüler kürzlich wegen Ermordung des Schul- rnspektors Petrow und zwar zwei Brüder zum Tode, ihre Kameraden zu schwerer Zwangsarbeit. Auf eifriges Betreiben aes freisinnigen kurländischen Dumamitgliedes Nisselowitsch verwandte sich der Premierminister Stolypin und der Dumapräsident, lowie andere hochstehende Personen für die Verurteilten. Trotzdem betätigte Baron Möller-Sakomolski am 27. Nov. das Todesurteil. Universitäts-Nachrichten. — Unter Bezugnahme aus unsere Notiz, wonach dem Privatgelehrten Dr. Peter Muth in Osthofen (Nheinhessen) der Charakter als Professor verliehen worden ist, wird uns von hoch- geschätzter Seite ergänzend niitgeteilt, daß Prof. Muth in Gießen von 1683—1885 Mathematik studiert und 1890 den Doktortitel erworben hat. Er hat sich aus dem Gebiete der Mathematik durch eine Reibe von wertvollen Arbeiten betätigt. hc. Marburg. Zum Vorstand der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt A u g u st e n b e r g in Baden wurde vom 1. Januar 1908 ab der Abteilungsvorsteher an der landwirtschaftlichen Versuchsstatioit in Marburg, Dr. Felix M a ch, berufen. Kunft ttttb Wissenschaft. — Von der Darmstädter K ü nst l e r k o l o n i e. Dem .Dannst. Tagt. Anz." zufolge wird Professor Olbrich, dem zum Geburtstage des Grobherzogs die Goldene Staatsmedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen wurde, Darmstadt nicht verlassen. Der Künstler weilt gegenwärtig in Düsseldorf, weil die Errichtung eines von ihm entworfenen Warenhauses seine Anwesenheit dort erforderlich macht. Für die Leitung der dortigen Kunstgewerbe-Akademie, bei der Prof. Olbrich zur engeren Wahl stand, kommt er nicht mehr in Frage, denn die Nachfolgerschaft Professor Behrens ist einem anderen Künstler übertragen worden. vermisch-es. • Der Kronprinz in Ungnade. Was bisher in Deutschland der Kenntnis des Volkes verschlossen war, ist in Kalifornien kein Geheimnis mehr: Der deutsche Kronprinz ist bei seinem kaiserlichen Vater in Ungnade gefallen! Kürzlich schon zeugte es von naiver Auffassung eines amerikanischen Blattes, das den Kronprinzen (der ein Jahr lang den Verwaltungsdienst studieren will) spaßhaft bedauerte, weil er jetzt im Schweiße seines Angesichts wie ein armer Schreiber arbeiten müsse. Noch viel besser weiß es ein kalifornisches Blatt, das über das traurige Los des deutschen Kronprinzen in mehreren Artikeln mit folgenden Ueberschriften berichtet: »Prinz in Ungnade", „Kaiser bestraft seinen Sohn und Erben", »Friedrich Wilhelm vom Hof und aus dem Militärdienst entfernt", „Arbeitet auf einem Schemel von morgens bis abends in der inneren Verwaltung", „Verlautet, daß Bestrafung durch Skandal nm Hofe verursacht". Natürlich bringt das kalifornische Blatt auch Illustrationen, die der Sensation des Textes in keiner Weise nachstehen. Ein Bild zeigt, wie der Lieferzürnte Kaiser — der, in der Aufregung wahrscheinlich, zu große Stiefel angezogen hat — den beklagenswerten Sohn in offenbar Schmerzgefühl erregender Weise beim Ohr erfaßt und mit der anderen Hand heftig nach einem Häuschen weist, das durch die Aufschrift: „Royal Wood-Shed" (Holzschuppen) als Straflokal gekennzeichnet wird. Dian muß bedauern, daß man bisher über das Verhältnis des Kronprinzen zu seinem kaiserlichen Vater so mangelhaft informiert war. Ntan wird aber nun gut tun, durch ein ständiges Abonnenient auf das kalifornische Blatt seine fehlerhaften Kenntnisse über die Vorgänge am deutschen Kaiserhof zii erweitern suchen. O, Kalifornien, du goldig Landl November Weiter 1907 Zn dem Antrag ist zu bemerken, daß er nur von besetzt ist. . . 92.90 I Elektriz. Lahmeyer . 4% Öesterr. Goldrente Portugiesen III 80.00 225.50 . 137.95 sie stets sch>c nicht kleckst oder undicht Seh' Elektriz. Schuckert . Eschweiler Bergwerk 2710 142.60 Gelsenkirchen Bergwerk . 193.75 Hamburg - Ainerik. Paketf. 115.20 112.75 98.70 204.50 4% 1 4% j 3% : ’o Oesterr. Silberrente Ungar. Goldrcnte . , Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . 96.25 152.80 125.50 225.60 136.50 169.40 137.30 198.70 Cauada E. B. . . Darmstädter Bank Deutsche Bank . Dortmunder-Union C Dresdner Bank . Tendenz: fest. Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-KominandiL . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien..... Baltimore- und Ohio- Eisenbahn ..... Gotthard bahn..... Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. Staatsöahn . . . Pnnce-Henri-Eisenbahn . Harpener Bergwerk Laurahütte . . . Nordd. Lloyd . . 3 Bi0, 3^°, Höchste Temperatur Niedrigste h' o erreichen nie die echte • russ.Staatsanl. 1905 4xA°)0 Japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3°/o Mexikaner . . . . 4>h °/o Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W..... Tendenz: fest. Reichsanleihe do. Konsole . . do. . . Hessen . . . Oberhessen . | Lombarden E. B. | Nordd. Lloyd . Israelitische Religionsgemeiude. Hottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag b e n 30. November 1907: Vorabend 4.30 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Schrifterklärrmg. Sabbatausgang 5.20 Uhr. dem Vertreter der Handelskammer Kassel aus keineswegs stichhaltigen Gründen bekämpft wurde. Wenn auch bei der gegenwärtigen Finanzlage vorerst nicht auf eine demnächstige Ein- führiing dieser Züge gerechnet werden kann, so hat sich doch durch die Diskussion, an der auch der Vertreter von Wetzlar sich beteiligte, die Zweckmäßigkeit des Antrags ergeben. Der mit Ausnahme von Kassel einstimmig angenommene Antrag wird darum zu gelegener Zeit wiederum auf der Tagesordnung des Ve- zirks-Eisenbahnrats erscheinen. Israelitische NeligiottSgeseltschaft. Gottesdienst. S a b b a t f e i e r am 30. N o v e in b e r 1907: Freitag abend 4.05 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbat-Ausgang 5.20 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7.00 Uhr, abends 8.00 Uhr. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hosten am Freitag den 29. November: Teilweise heiter, trocken. Temperatur wie heute. Veränderliche Winde. Ä-jeteoroloßische Beobachtungen der Station Gießen. 82.95 93.20 83.00 91.40 92.40 96 60 97.70 92 20 103.10 60.80 60.75 92.95 88.50 93.20 143.20 47.20 84.50 60.00 93.50 Bfcerliner Ifcörse, 28. November. Anfangskurse. und Industrie. Giessen. Frankfurter ütörse, 28. November, 1.15 Uhr. Märkte. th. Gießen, 27. Nov. Der Auftrieb auf dem heutigen S ch w e i n e in a r k t betrug 450 Tiere unb zwar vorherrschend Springer schwererer Qualität. Ter Handel war trotz des kleinen Auftriebs schleppend, wenn auch die geforderten Preise billig und der Marktlage angemessen waren. Ferkel waren wenig gefragt, dagegen waren die wenigen schweren Einlegschweine, die der Markt hatte, schnell verkauft, so daß die vorhandene Nachfrage nach dieser Ware rmbefriedigt bleiben mußte. Gehandelt wurden: Ferkel 5—6 Wochen alt Mk. 28—33, 8—12 Wochen alte Tiere Mk. 42—50, Springer leichterer Ware Nck. 70—80, schwererer Ware bis Mk. 130 das Paar. — Fette Schweine werden in der Gegend mit Mk. 61 bis 62 für den Zentner Schlachtgewicht bezahlt und sind für den laufenden Bedarf genügend zu haben. Tie Schweinemetzger klagen über schlechten Absatz, wofür sie den Grund in dem starken Konsuln üou Geflügel und Wild suchen. Limburg a. d. L., 27. Nov. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen (nass.) 18,13 Mk., weißer Weizen 00,00 Mk., Korn 15,10 Mk., Gerste 11,70 Alk., Hafer 8.52 Alk., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 4,80 Mk. ic. Frankfurt a. 9)1., 28. Nov. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 30 Ochsen, 1 aus Oesterreich 3 Bullen, 0 aus Oesterreich, 104 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 00 aus Rumänien, 854 Kälber, 280 Schafe und Hammel, 5 Ziegen, 0 Ziegenlämmer, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für das Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1 Qualität 81—83 Mk., 2. Qualität 72—75 Mk., 3. Qualität 62—67 Mk.; Bullen: 1. Qual. 66—58, 2. Qual. 62—64; Kühe 1. Qualität 73—75 Mk., 2. Qual. 66—68 Mk., 3. Qual. 54—56 Mk., 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qu all 92—95 Pfg., Lebendgewicht 54—57 Pfg., 2. Qualität 82—90 Pfg., Lebendgewicht 48-52 Pfg., Schlachtgew. 60—65 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 80—00 Pfg., 2. Qual. 64—66 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gut, lieber- stand unbedeutend; bei Kleinvieh lebhaft, kein Ueberstand. Es gibt täuschende Nac1' u- Caw, wenn in Gebrauch r. Illus tr. Katalog; kostenfre1 n. n . . 193.70 . . 218.40 . . 27.10 . . 104.60 . . 142.70 SAFETV FÜLLFEDER i.in -'fO _•?(?' ges -idium hat die Caw’s ■ J'Pede'- so ervollkommnet, dass Postscheck noch früher eingeführt wird, da ja die notwendige^ Vorarbeiten schon lange abgeschlossen sind. Berlin, 28. Nov. Beim Train soll, dem Vernehmen der ^Deutsch. Tagesztg." nach, von: 1. Januar n. Js. ab die Nangbezeichnung N ittm eister in ^Hauptmann" uni- geändert werden. Merzig, 28. Nov. Gestern abend 11 Uhr erfolgte^ im Mettlacher Tunnel durch Gebirgsbruch ein Ge-i wölbeeinsturz, der die Tunnelsohle auf eine Strecke von 28 Metern verschüttete. Der Verkehr wird durch Umsteigcn (bezw. Landfuhren) und Umleitungen aufrecht erhalten. Es ist noch ungewiß, bis wann die Verkehrsstörung wieder beseitigt wird. Wien, 28. Nov. Die im preußifchen Abgeordnetenha use eingebrachte Polen-Vorlage hat auch unter den österreichischen Polen große Erregung hervorgerufen und man spricht von einer De m o n str at io n in der am 20. Dezember zusammentretenden gemeinsamen Delegation, die ein Protest sein soll gegen die Bündnis-Politik mit Deutschland. ^London, 28. Nov. Die „Times" meldet aus Teheran/ daß das persische Kabinett fein D e m i ss i o n s ge su ch eingereicht habe, welches aber abgelehnt worden sei. Man befürchtet den Ausbruch ernster Unrilhen seitens der Nationalisten^ Paris, 28. Nov. Der Generalgouverneur von Algerien^ hat den Kabinettschef informiert, daß im Laufe des gestrigen! Tages etwa 2 0 0 0 Marokkaner die Grenze bei Ntanasseb Kaiß überschritten haben. Sie ^äscherten auf französ.i Gebiet ein Haus ein, verwüsteten Gärten und vernichteten Getreidevorräte, worauf sie nach Agbal zurückkehrten. Von ftanzös. Seite wurden bereits die nötigen Maßregeln getroffen. Brüssel, 28. Nov. Hiesigen Blättern zufolge beabsichtigt^ die P r i n z e s s i n L u i s e ihren früher en Gatten, den Prinzen von Ko bürg, zu verklagen, um ihn zur viechenschafts- legung über die Vormundschaftsgelder zu veranlassen und die Tatsache festzustellen, daß der Prinz die von den Juwelieren^ geforderte Geldsumme schuldig sei., 144.60 I Harpener Bergwerk —.— I Laurahütte . . Kandel. △ Santiago d e Chile, 27. Nov. Nachdem das chilenische Syndikat, dem ursprünglich der Ban der B a h n A r t c a- 2 a Paz für den Betrag von 2 152 000 Pfund Sterling übertragen worden war, sich dieser Aufgabe nicht gewachseit gezeigt hat, ist vor einigen Atonalen eine neue Submission erfolgt, bei welcher die englische Unternehmerfirma S. Pearson und Son in London offerierte, den Bau für 2 511 000 Pfund Sterling auszuführen, ivährend die von der d e il t s ch e n Bank im Verein mit der Unternehmerfirma Philipp Holzmann & Co. in Frankfurt am Main für eine zu bildende Baugesellschaft abgegebene Offerte mit 3100 000 Pfund Sterling Barzahlung lautete. Da die chilenische Regierung noch zwei Monate nach der Abgabe dieser Offerte eine Entsteidung nicht getroffen hatte, zog die Firma Pearson vor kurzem ihre Offerte zurück. Die chilenische Regierung hat nunmehr der deutschen Bank und der Firma Philipp Holzmann u. Co. den Bau der Bahn 9(rica-2a Paz zu dem von diesen Firmen verlangten Preise, der sich durch Weglassung einiger Zweiglinien auf 3 000 000 Pfund Sterling in Bar ermäßigte, übertragen. Die Kontraktzeichnung dürfte in den nächsten Tagen erfolgen. Ter Bau erfolgt für Rechnung der chilenischen Regierung. Die Mittel für den Bau sind bekanntlich zum größten Teil bereits durch eine im Jahre,1906 emittierte Anleihe aufgebracht. GrigittaL-DeahLttreLdungen. R.-B. Darrnstadt, 28. Nov. Die krlegsgerichtliche Verhandlung in Sachen der Ober-Mürler Meuteret, die im letzten Manöver so unliebsames Aufsehen erregte, findet am 3. Dezember, vormittags 10 Uhr, in Butzbach statt. Berlin, 28. Nov. Die Präsidenten des Reichstages und der beiden Häuser des Landtages wurden in den letzten Tagen vom Reichskanzler zu einer längeren Besprechung empfangen. — Der Abgeordnete Dr. Pfeiffer (Zentrum) hat mit Unterstützung seiner Fraktion im Reichstage einen schleunigen Antrag eingebracht, die Ge-nehmigung zu der von dem Abgeordneten Pfeiffer gegen sich selbst bei der Staatsanwaltschaft am königlich bayrischetr Landgericht in Bamberg am 11. Juli dieses Jahres beantragten Einleitung des Strafverfahrens wegen Begünstigung zu erteilen. Berlin, 28. Nov. Entgegen einer Ankündigung des bayr. Vcrkehrsministers im Landtage nimmt man in hiesigen maßgebenden Kreisen an, daß der Reichs po st scheckverkehr überhaupt nicht zustande kommen werde. Wie das „B. T." an zuständiger Stelle hört, wird der neue Entwurf zur Regelung des Postscheckverkehrs für das Reich aller Voraussicht nach im Laufe dieses Jahres dem Reichstage zugehen. Ganz unerfindlich ist, wie der Liscttvaytt-Zeteung. — Der ständige. Ausschuß des B e z i r ks E is e n - bahnrats hat in seiner Sitzung vom 26. ds. Mts. beschlossen: 1. Die allgemeine wirtschaftliche Lage der Steinbruchindustrie läßt eine E r m äßig u n g der Fracht für Stein- brucherzeugnisse als dringend erwünscht erscheinen. 2. Die Ermäßigung ist in der Weise zu gewähren, daß a) für Pflastersteine (Reihenpflastersteine, Pflastersteine und Kleinpflastersteine) allgemein der Ausnahmetarif 5 gilt, die Verwertdungsbescheinigung fortfällt und der Ausnahmetarif nur Anwendung zu finden hat von den Gcwinnungsstätten: b) für rohe Steine, Steinschlag, Schotter, Spiff, Grusl und andere Abfälle, ebenfalls unter Wegfall der Verwendungsbcscheinigung, ein Ausnahmetarif auf folgender Grundlage bewilligt wird: von 1—87 Kilometer 2 Pfg. und 6 Pfg. Abfertigungsgebühr über 87 Kilometer Satz des Ausnahmetarifs 5. 3. Diese Maßnahmen werden befürwortet in der Erwartung, daß damit ein einheitlicher Tarif für den ganzen Westen zustande kommt und die jetzigen biclcit Ausnahmetarife beseitigt werden. 4. Die zum Wasserbau verwendeten Satz- und Senksteine gehören zu den Abfällen des oben unter 2 b erwähnten Tarifs. 5. Die gleiche Behandlung der Kunstpflastersteine mit den natürlichen Pflastersteinen ist beizubehalten. — Der diesseitige Vertreter vom ständigen Ausschuß berichtet uns, daß dieser Beschluß der Genehmigung des Ministers nicht entbehren werde, nachdem er auch in heutiger Plenarversammlung einstimmig Annahme gefunden hat. Damit wäre das Chaos von Tarifen dieser Branche beseitigt. — Ein Antrag des Kommerzienrats F. C. B. Koch-Gießen betraf die Einlegung eines neuen Eil- zuges Kassel—Frankfurt a. M. im Anschluß an den Abends 9.06 in Kassel eintreffenden Eilzug Nr. 68 Bremen—Hannover. In der Begründung des Antrags wurde ausgcführt: Es muß als ein immer dringender werdendes Bedürfnis bezeichnet werden, daß unter Berücksichtigung der mit. den nachstehenden Zügen ein-» treffenden Fahrgäste, deren Reiseziel sie auf die Main-Weser- Bahn verweist, eine zeitgemäße Eilzugvcrbindung auf dieser Hauptlinie zur Verfügung gestellt wird. Es kommen in Betracht: Schnellzug 50 übernimmt in Eichenberg die Reisenden von: D-Zug 130 von Berlin—Halle, Ankunft 7.45, Eilzug 184 von Eisenach, Ankunft 7.33, Schnellzug 181 von Emden—Warburg, Ankunft 7.22, Eilzug 68 von^ Bremen, Ankunft 9.06. Die dem Lokalverkehr angemessenen Personenzüge 786 Kassel—Gießen und 772 Kassel—Frankfurt a. M. können im vorliegenden Falle nicht als ausreichende Beförderungsmittel angesehen werden. Es wird darum die größere Anzahl solcher Reisenden, deren Weiterfahrt einer entfernteren Station gilt, vorziehen, in Kassel zu übernachten, welcher Umstand einen vermehrten Zudrang zu den Frühzügen verursachen dürfte.. Die Bewilligung des beantragten Eilzuges würde alsdann einem zweifachen Zwecke dienen, sowohl dem Reisenden die Unbequemlichkeit des Uebernachtens — ein erhebliches Opfer an Zeit und Geld — ersparen, wie auch zu- Vefietomscfcie Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für HandeD wird, noch I o odc. Hände beschmutzt. Bezug di?. h :*'• * v ' :: häfte. gleich eine Betriebserleichterung bezüglich der Frühzüge mit sich , ~ . ... bringen. Die Frage des Gegenzuges wäre am zweckmäßigsten in | bayrische Verkehrsminister grade auf den 1. Januar 1909 als Erder Weise zu lösen, daß die Direktion bei Anordnung des Sommer- füllungstermin des wichtigen Verkehrs-Problems kommt. SoHtc. fahrplans darauf Bedacht nähme, die langen Schnellzugpausen j wider alles Erwarten der Widerstand gegen den Postscheck sich brechen lassen, so würde nichts im Wege stehen, daß der Reichs- 27. 2” 742,1 11,6 7,8 77 8 4 Bew. Himmel 27. 9“ 743,9 8,7 7,6 91 SW 2 KlarerHimmel 28. 7" 746,3 6,7 7,0 96 SE 2 Leichter Nebel Walltorstrasse 3S-38. Telephon 14 Mäusburg 14 LZssSWÄ Krofdorf, den 27. November 1907. 7360 ycijiuuicui oo. Trutze, yti b. Frau Herr, Sonnenslr.n -4. Zimmer Zu haben bei [7377 Gcbr. Adami, Mäusburg 14. 7369 Hur-LDsrschsftmisAzsl-riszkii Slpifipr &nnh wachsam u.ftuben- Zttuo rein, billig zu verk. 090661 Neue Baue 17. 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