Erstes Blatt Redaktion. Expedition und vruSeret- Schulst^« 7. 157. Jahrgang “xä Geiieral-Mzelger jur m« ^ttmA"lö'uh" Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- Md Steindruckerei. 8. Lange. str. 279 »rlch««"' "g"ch außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem heffischen Landwirt die Sievener Familien. blStter viermal in der Woche bergeleqt und ,,vermal wöchentlich das Kreisblati für den Kreis Hießen. Fernwrech-An- K'.d. Redaktion 112 u Expedition 61 Mittwoch 27. November 1907 vezu gSpret-r V monatlich 7b^U viertel- yu ▲ X. jährlich Mk. 2.20. durch Abhole- u. Zweigstellen äM v monatlich 66 Pi.; durch M O K& W die Post M. 2.— viertel- M M E fährt. auSfchl. Bestellg. M, ßetleramriß: lokal 16Pf^ ' .-z auSwärtt 20 Pfennig, Berantwv rt lich ** jüt den oolitlfchen teil: Anderton: f. Feuille- II ton und „VermifchteS^ gl P ©ittfo; für .Stadt i I 5 u. Land- und.Berichts- ----------"^"'ijiiijiji. i ■i—n iiiiw-Ti iniiiir.i'ir 'm- -Twi—BagacaMa Die Heutige Yummer umfaßt 12 Seiten. Ier preußische Landtag. Berlin, 26. November. Stimmungsbild aus dem Herrenhause. Während die zweite preußische Kammer die Präsidial- vahlen blS zum Freitag verschoben hat, nahm das Herren- )aus diese Wahlen gleich heute vor. Anstelle des erkrankten Präsidenten Fürsten zu. Inn- und Knyphausen eröffnete der Vizepräsident Frhr. v. Manteuffel die Sitzung mit dem äaiserhoch. Dann schritt daS HauS zur Vornahme der Wahlen. Der Wahlhandlung schickte Frhr. v. Manteuffel die yhtteilung voraus, Fürst zu Inn- und Knyphausen sei so ueit wieder hergestellt, daß er die Präsidialgejchäfte führen ’önne, falls das Haus ihn wieder wählen sollte. Tas ließen ich die Herren nicht zweimal sagen, und auf Vorschlag des ^rhrn. v. Lucius wählte das Haus das bisherige Präsidium in abgekürzten Verfahren durch Zuruf wieder. Nach knapp iiertelslündiger Sitzungsdauer vertagte sich das Haus auf Nittwoch. • Stimmungsbild ans dem Abgeordnetenhause. Gleich zu Beginn der neuen Session der preußischen Volksvertretung ein „großer Tag"! Dicht gefüllt die Tri- lünen des Renaissancepalasts an der Albrechtstraße, der )ie zweite Kammer der Monarchie beherbergt. Dicht ge- üllt auch die parlamentarische Arena; kaum ein Dutzend Volksvertreter glänzten durch Abwesenheit. Und auf der ötinisterbank ein ganzes Fähnlein preußischer Stactts- uinister, an ihrer Spitze der Ministerpräsident Fürst Bülow. Nan wußte, er würde gleich heute, gleich am ersten Tage er Session, das Standard-work der Regierungspolitik in Preußen, die neue Polenvorlage, mit einer großen )!ede einbringcn. Und man brauchte nicht lange zu warten: kaum hatte der Präsident v. Kröcher die Sitzung mit dem ibnchen Kaiserhoch eröffnet, da erteilte er auch schon dem '.Ministerpräsidenten das Wort. Fürst Bülow war augen- cheinlich nicht so gut disponiert wie sonst; der Meister in >er geschickten Gliederung parlamentarischen Redestosfes viederholte sich mehrfach, er hing gelegentlich mehr als ,onft an den Notizblättern, die vor ihm auf dem Tische Zeigen, und seine Diktion war mitunter schwer verständlich, vnid) die Rede selbst war nüchterner und matter als sonst; eine Geschäftsrede beinahe im Stile des Grafen Posadowsky. Ter Leiter der preußischen Politik begann mit einer sum- niarischen Darstellung der Geschichte, der Tendenzen und der Erfolge der Ansiedelungspolitik, die er energisch gegen utn Borwurf der Unzweckmäßigkeit in Schutz nahm. Nachdrücklich betonte er die Notwendigkeit dieser im Geiste Bismarcks geführten Politik, nicht ohne sich mehrfach auf prägnante Aeußerungen des großen Kanzlers zu berufen. Das freilich sei nicht wegzuleugnen: Noch viel mehr Hütte die Ansiedelungspolitik erreichen können und erreichen müssen, wenn sich ihr nicht Hindernisse entgegengestellt hätten, die nicht vorauszusehen waren, die zu beseitigen die Pflicht bc5 Staates und die Ausgabe der gegenwärtigen Polenvorlage sei. Diese Hindernisse beständen in der nationalen Lauheit des deutschen Grundbesitzes, der die polnische Na- tionalbegeisterung und Opferwilligkeit gegenüberstehe. Aus diesen beiden Faktoren ergebe sich die Unmöglichkeit für die Ansiedlungskommission, einmal den Uebergang deutschen Besitzes in polnische Hand zu verhindern, zum anderen polnischen Grundbesitz an sich zu bringen. Auf Grund statistischer Taten wies der Kanzler nach, daß ohne eine umfassende. staatliche Aktion der Rückgang des deutschen Grundbesitzes unaufhaltsam sei, ja daß der deutsche Grundbesitz in mathematisch bestimmbarer Frist völlig verschwinden werde. Die Mittel, dem vorzubeugen, sieht die Regierung in der Auffüllung des Ansiedelungsfonds um 400 Millionen Mark und in dem staatlichen Enteignungs- ^echt für ostdeutschen Grundbesitz. Ohne das Enteignungs- recht, sagte Fürst Bülow, können wir auch durch die höchste Geldbewilligung nichts Rechtes ausrichten; ohne große Geldmittel aber nützt uns daS Enteignungsrecht nichts. Daß das Haus die erforderlichen Geldmittel hergeben werde, erklärte der Ministerpräsident für seine feste Ueberzeugung: Einmal verzinse sich diese Kapitalanlage nachweislich besser lls manche andere fiskalische Aufwendung, und dann würden auch die schon in die Ansiedelungspolitik gesteckten Millionen verschwendet sein, wenn man auf halbem Wege stehen Meiden wollte. Daß die Regierung mit dem Enteignungs- echt beim Hause auf Widerstand stoßen werde, habe sie 'rwartet — die .Linke, die Polen und ein Teil des Zentrums bezeugten es übrigens dem Fürsten Bülow durch ebhafte Oppositionskundgebungen bei der Erwähnung des ünteignungsrechts. Dieser Widerstand, so betonte Fürst Vülow, sei unberechtigt. Nicht um eine Angriffs-, sondern -tm eine Abwehrmaßregel handle es sich bei dem Ent- -ignungsrecht, zu dem die Regierung erst gegriffen habe, als kein anderes Mittel ihr mehr tauglich schien. Rechtlich zulässig sei die Enteignung des für die deutsche Besiedelung itöligen Grundbesitzes schon jetzt, trotzdem habe die Regierung das Haus noch besonders um Anerkennung dieses Staats- eechtes ersuchen wollen. Auch jetzt noch wolle der Staat jo milde als möglich verfahren; daher'die Bestimmung, baß die Anfiedelungstommisfwn nur ein beschränktes Enteignungsrecht erhalten und in jedem Falle an das Gutachten eines aus unabhängigen Männern gebildeten Ausschusses gebunden sein soll. Schon das zeige, daß die Regierung gegen die Polen keine „Ausrottungspolitik" plane. „Die scharfe Waffe des Enteignungsrechts werden wir nur zur Abwehr, nicht zum Angriff führen!" Und wenn mit Hilfe des Enteignungsgesetzes das Uebergewicht des Deutschtums in der Ostmark gefächert, wenn infolgedessen das Polen- tum feinen fruchtlosen antideutschen und staatsfeindlichen Aspirationen Valet gegeben hat, dann, so erklärte der Kanzler, werden wir gern auf die Maßregeln verzichten, die wir für jetzt dem vordringenden Polonismus gegenüber pflichtmäßig ergreifen müssen. Mit einem Appell an das Haus, der Regierung seinen Beistand bei diesem nationalen Werke erster Ordnung zu gewähren, schloß der Ministerpräsident. Lebhafter Beifall bei den Nationalliberalen und auf der Rechten folgte der Rede. Aber fast wurde er übertönt durch das starke Zischen der Opposition im Zentrum, bei den Polen und der Linken. Gleich nach der Rede des Fürsten Bülow vertagte sich das Haus auf Freitag, wo nach der Präsidentenwahl die erste Lesung der Polenvorlage beginnen soll. * Ootttssche Tag§s?chälle durch Kroaten verübt worden. — Zwischen dem Verbände der Seidenstoff- Grossisten Deutschlands und der Vereinigung der B l u s e n - u n d K o st ü m e f a b r i k a n t e n ist ein Kartell geschlossen worden, wonach die Blusenfabrikanten sich verpslichten, ihren Bedarf, unter ausdrücklicher Anerkennung der Konoitionen des Seidenjtoffverbandes, nur bei Mitgliedern dieses VerÜairdes zu decken, dagegen werden die Grossisten den Nichtmitgl^edern der Blusenvereinigung keine Ware liefern. Dresden, 26. Nov. Die von Berlin aus verbreitete Nachricht, daß der bisherige kommandierende General des 19. (2. sächsischen) Armeekorps Graf Vitztum von Eckst ä d t aus denselben Gründen lpie General v. Bissing zur Disposition gestellt worden sei", bewahrheitet sich nicht. Nach Auskunft an einwandsfreier Stelle ist General Vitztum v. Eckstädt lediglich wegen seiner Gesundheits-Verhältnisse, denen zufolge er sich nicht mehr kriegstüchtig fühlte, auf sein Ansuchen pensioniert worden. Sein Nachfolger wird wahrscheinlich Generalleutnant v. Kirchbach werden. Die kaiserliche Bestätigung steht noch aus. AuslanS. Wien, 26. Nov. Abrahamo witsch stellte sich heute im Abgeordnetenhause als Minister dem Reichsrat vor. Dies gab Anlaß zu furchtbaren Tumultszenen, die eine ganze Stunde dauerten. Die Alldeutschen, Sozialdemokraten, Deutschradikalen und Ruthenen riefen zuerst „Pfui, Abzug!" und lasen dann aus dem Protokoll alle gegen Abrahamowitsch 1897 gerichteten Injurien, wie „alter Verbrecher", „schamloser Galgendieb", „Pferdedieb", „Hängen soll man dich", vor. Auch das Bild Abrahamowitsch als Schutzmann wurde gezeigt. Hunderte von Ansichtspostkarten mit dem Einzüge der Polizei in das Parlament im November 1897 wurden verteilt. Abrahamowitsch saß mit steinernem Gesicht mitten im Tumult und lächelte, wenn ihm seine Parteigenossen gratulierten. Die Morgenblätter melden aus Wien: Der neue Obmann des Polenklubs, Clembinski, teilte gestern dem Klub mit, er habe gegen die im preußischen Abgeordnetenhaus eingebrachte polenfeindliche Vorlage Vorstellungen an geeigneter Stelle erhoben, die aber leider erfolglos geblieben seien. Paris, 26. Nov. Nach einem Telegramm aus Libreville befreite ein deutscher Schütztruppen-Leut- n a n t aus den Händen der empörten Eingeborenen am oberen Evindo-Bezirk die Herren Renault und Fo l q u e t, Vertreter einer französischen Gesellschaft. Beide waren gebunden und sollten den Martertod erleiden. Sie wurden auf deutsches Gebiet gebracht und damr heimgesanbt. Sonderbarerweise wird diese freundnachbarliche Tat aber als unberechtigter fremder Eingriff bezeichnet. Madrid, 26. Nov. In Portugal dauert die Gärung fort. .Der .Befehlshaber der Stadtgarde von Lijfabon, General Abalaquias, hat seine Entlassung eingereicht unter der Angabe, er fei mit dem jetzigen Regime, das seines Erachtens gefährlich sei, nicht einverstanden. Der König weigerte sich, die Entlassung anzunehmen. Ferner dankten der Richter Vaitza und Rektor der Universität Coimbra, früherer Justizminister J'oad Alarcon ab. 21 gesetzlich konstituierte Klubs in Oporto wurden geschlossen. Das Vereinsrecht wurde aufgehoben, die Theaterzensur wieder eingeführt. Der Chefredakteur des hiesigen Blattes „Liberal" bega^ sich nach Lissabon, um die Lage zu studieren. Er telegraphierte aus dem Grenzorte Bodajoz, der Diktator habe die Presse durchaus mundtot gemacht, das Versammlungsrecht ausgehoben und eine Theaterzensur eingesetzt. Franco vertraue zu viel aus die Harmlosigkeit des Volkes oder er habe es darauf abgesehen, dieses aufzureizen und in einen Hinterhalt zu locken, wie es Trepow in Petersburg seinerzeit tat. Im Hinblick auf die mögliche Abdankung des Königs bereitet er im Stillen seine Reise nach Brasilien vor, mit dem Hintergedanken, daß Dom Carlos dort vielleicht die Monarchie wieder Herstellen könne. Die Morgenblätter melden aus Tanger: Im Vize- konsulat in Rabat befinden sich über 20deutsche Deserteure, welche mangels der erforderlichen Papiere kein deutscher Kapitän ausnehmen will. Bis jetzt sind in Rabat zusammen 35 aus Casablanoa flüchtige Fremdenlegionäre; angekommen. Ausjcich^uugen zu Kroßhcrzogs Keburlstag. ui. Den Charakter als „Oekonomierat^T dem seitherigen Oberverwalter der Gräflich Görtzischen Güter Max. Hoffmann zu Schlitz, dem Gutspächter Karl Lucke zu Patershausen, dem Gutsbesitzer Jak. Sch m i tt I. zu Guntersblum. Den Charakter als „Rechnungsrat": dem Revisionsgeo- meter bei der Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe des Ministeriums des Innern Beruh. En gross zu Darmstadt, dem Ministerialregistrator bei dem Ministerium des Innern Wilh. Kinkel. Den Charakter als „Musikdirektor": dem 1. Musiklehrer am Lehrerseminar zu Alzey, Hans R ö t g e r. Den Charakter als „Förster": Dem Kommunalforsrwart Koyx. Bähr zu Aulendiebach, dem Kommunalforstwart Vol- pert Biermann zu Holzheim, dem Kommunalsorstwart Philipp Sieg II zu Münster (Kr. Gießern), dem Kommunal- sorsttvart Christian Stroh zu Gelnhaar. Das Komturkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Präsidenten des Landgerichts! der Provinz Rheinhessen Dr. Phil. Hangen zu Mainz. Das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: den Oberland es gerichtsräten Hch. Becker und Emil La ist in Darmstadt, dem Landgerichtsdirektor bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Th. Kolb in Darmstadt. Das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps! des Großmütigen: dem Landgerichtsrat chei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Dr. Franz Vogel in Mainz, den Oberamtsrichtern bei dem Amtsgericht Seligenstadt Rud. Keiber und bei dem Amtsgericht Schotten Rich. N i s p e l, dem Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Friedberg Karl W a r t h o r st. Das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps! des Großmütigen: den Aktuaren bei dem Amtsgericht Michelstadt Franz Gombert, bei dem Amtsgericht Ortenberg Karl Heutzeurödsr, bei dem Amtsgericht Darmstadt II Leonh. Schmitt. Das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps deZ Großmütigen: dem Oberausseher am Landeszuchthaus Ma- rienschloß Adam Phil. Koburger. Das Allgememe Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste": dem Wmtsgerichtsdiener am Amtsgericht Bad-Nauheim Jul. Gri t t n e r, den Ortsgerichtsmännern Johs. Stürz zu Michelau, Konr. Weber zu Burgbracht, Konr. R eu tz e l LL zu Calbach, Jhs. Happel zu Illnhausen, <$g. Kasp. Frey. zu Lorbach, Konr. Grün zu Flensungen, Matth. Lich zu Londorf, Johs. Stock zu Blitzenrod, Hch. Schneider III. zu Heblos, Hch. Schwarz zu Wallenrod, Wilh. Pauly Bettenhausen, Johs. Klug II. zu Gedern, Johs. Stühler IIL zu Hain buch, Johs. Pfaff zu Ober-Gleen, Wilh. Wehrwein zu Burg- Gemünden. Den Charakter als „Geheimer Regierungsrat": bem | Ministerialsekretär bei dem Ministerium der Justiz Regierungsrat Dr. Wllhelm Linß. Den Charakter als „Geheimer Justizrat": den Oberamts- richtern bei dem Amtsgericht Schlitz Franz Wahl, bei dem Amtsgericht Alzey Karl S ch u m b l e r, bei dem Amtsgericht Worms Dr. Franz Metzler, bei dem Amtsgericht Darmstadt II Dr. Herrn. Lahr, dem Rechtsanwalt und Notar Justizrat Dr. Karl Schüler in Darmstadt, den Rechtsanwälten Justizrat Friedr. Purgold in Darmstadt, Justizrat Dr. Alex. Struve in Mainz und dem Rechtsanwalt und Notar Justizrat Ernst Schmeel in Darmstadt. Den Charakter als „Regierungsrat": dem Ministerialsekretär bei dem Ministerium der Justiz Wilh. Schwarz Den Charakter als „Justzrat": den Rechtsanwälten JaL Becker in Bensheim und Adolf Lindt in Darmstadt, den Rechtsanwälten und diotaren Herm. Jäger in Bensheim und Heb. Reh in Alsfeld und dem Rechtsanwalt Dr. Theod. Jourdan in Mainz. Den Charakter als ,Kanzleirat": dem Kanzlei-Inspektor am Ministerium der Justiz Otto Wettlauf f er und dem Registrator am Oberlandesgericht Jak. Mart. Pfeifer. Versammlung am Donnerstag, 28. Nov., tiachm. 4 Uhr, list folgende Tagesordnung aufgestellt: 1. Auslosung von Schuldverschreibungen. 2. Baugesuch des Konrad Rüb'samen für den Wismarer Weg. 3. Desgl. dec Gebr. Kahl für den Wetzlarer Weg. 4. Desgl. des Peter Kronenberg für die Süd-Anlage. 5. Einrichtung der israelitischen Leichenhalle. 8. Wirtschaftsgebäude auf dem Friedhof am Rodberg. 7. Entwässerung des Fabrikgrundstücks von Karl Bänninger jr. am Schiffenberger Weg. 8. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. 9. Einziehung von Vertragsstrafen. 10. Genehmigung I von Rechnungen. 11. Wasserrohrverlegung nach dem Grundstück ,An den Bahnhöfen 20". 12. Die Löhne der städtischen Laglöhner (Handwerker). 13. Aenderung dec Gemarkungsgrenze mit Oppenrod. 14. Schutzstreifen bei den Gebäuden der Irrenanstalt. 15. Vergebung dec Holzhauerlöhne. 16. Holz-! ubgabe an das Landwirtschaftliche Institut. 17. Festsetzung bec ortsüblichen Tagelöhne im land- und forstwirtschaftlichen I Betriebe. 18. Genehmigung dec Rechnung für 1906 und des Voranschlags für 1908 der Plockschen Stiftung. Uns Stabt rrno Lamo« Gießen, 27. Rovembec 1907. Vom Großherzoglichen Hofe. S.K.H. dec Großherzog wird am kommenden Samstag, 30. November, mit seiner Gemahlin und deren Schwester, Prinzessin Dorothea zu Solms-Lich, einec Einladung des Offizierkorps des Dragoner- Regiments Nr. 23 zu einer Ballfestlichkeit in den Räumen des Osstzierkasinos Folge leisten. r **Die hessische Wahlrechtsreform. D er Ge- se tzgebungsausschuß der zweiten Kammer war heute vormittag unter Vorsitz des Abg. v. Brentano zu einer weiteren Beratung über die W ahlr e ch t s v o rl a ge zusammengetreten. Der Ausschuß beschloß nach eingehenden Erörterungen, noch einmal mit dem Gesetzgebungsausschuß der ersten Kammer wogen der Wahlrechtsvorlage in Verbindung zu treten. Es handelt sich um die in der Vorlage vorgeschlagenen Verfassungsänderungen. Wenn die erste Kammer gewillt sein sollte, die Abänderung des Art. 75 der Verfassung fallen zu lassen, so würde guter Information nach die Mehrheit des Ausschusses der zweiten Kammer nicht abgeneigt sein, einer gesetzlichen Festlegung des bisherigen langjährigen Gewohnheitsrechts der ersten Karn- mer betreffs der Rekommunikation zuzustimmen und über die sonstigen Differenzpunkte weiter zu verhandeln. Von £er Rückäußerung des Ausschusses der ersten Kammer dürfte es demnach abhängen, ob die Ausschüsse beider Ständekammern noch einmal zu einer gemeinschaftlichen Beratung ilber die Wahlrechtsvorlage zusammenkommen weiHen. ** Für die Sitzung der Stadtverordneten- 1 gesange des Vereins Harmonie, sowie gemeinschaftliche r sänge belebten die Festesstimmung. — Heute mittag ein führerloses Gespann, einen Pflug hinter s nachschleppend, durch die Straßen unserer Stadt -j beiden Pferde waren einem 3/4 Stunden vor: hier am Wald rande pflügenden Knechte durchgegangen, und zwar info! eines Schreckens, den ein im Walde durch den Sturm nied sausender Baum verursachte. In der Stadt wurde h Gespann nahe seinem Heim aufgefangen; glücklicherwe hielten sich infolge des Unwetters keine Kinder auf Straße auf, so daß außer den Trümmern des Pfwg kein weiterer Schaden zu beklagen ist. x N i d d a, 26. Nov. Auch hier wurde der Geburt- tag S. K. H. des Großherzogs gefeiert. Von bi Schulfeiern hervorzuheben die Feier der höheren Bürae schule, zu der die Eltern und Angehörigen der Schm geladen waren. Es wechselten patriotische Gesänge ui Deklamationen miteinander ab. Auf die Festrede des Leb amtsassessors Dr. Vetter über den Landgrafen Err Ludwig als kunstsinnigen Fürsten folgte ein Hoch auf b Großherzog und die Nationalhymne. Die Bürgerschaft h ging den Tag durch einen Kommers im Gambrinus - dem Beamte und Bürger zahlreich tcilnahmen. Die gefhei HE Oberamtsrichter Römheld, der auch ein beifällig Qu genommenes Geburtstagsgedicht versaßt hat. Den mui kalischen Teil hatte das Orchester und der Gesangverei des Lehrers Endres übernommen. Tie Stimmung iOf ed)t patriotisch. — Die seit gestern eingetretene nas > Witterung kommt den Landwirten sehr gelegen. Einnu war der Boden sehr ausgetrocknet; sodann kann nur bt Regen der Mäuseplage ein Ende machen. Die Müller )Qht mit Sorge dem Frost entgegen, denn für den Fall des Froste hätten viele Müller wegen Wassermangel nicht mehr mahle können. — Die Erweiterungsarbeiten an unsere^ Bahn Hofe haben begonnen. 60 Arbeiter, meist aus bc; Spessart, sind am südlichen Ende beschäftigt. Der G ländeerwerb seitens der Bahn dürfte in kurzem perfe geworden sein. Lluch für die vermehrte Wasserlieserun an die Bahn seitens der städtischen Wasserleitung wird i kurzem gesorgt fein. — Heute vereinigten die überraschte Landwirte Niddas das Publikum mit einem Milchaus ! ä) lag 18 Psg. statt 16 Pfg. seither pro Liter. Ma spricht, „Futtermangel" sei die Ursache. + Eichenrod, 25. Nov. Eine eigenartige Bei g e o c d n e te n w a h l vollzog sich hier vor einigen Tage, '-öon 37 Stimmberechtigten machte niemand von seine, Stimmrecht Gebrauch. Zum Schlüsse wählte ein Mitgbc dec Wahlkommission Herrn Konrad Bläser, dec somit „ein ftimmig" für den verstorbenen Beigeordneten Greb gewäh ist. Bläser soll sich jedoch weigern, die Wahl anzunehmei 21. Blitzen rod, 25. Nov. Heute früh wurde bt Arbeiter I. Rockel am hiesigen Bahnhofe erfroren auf gefunden. Rocket, der anscheinend dem Alkohol stark z-. gesprochen hatte, kam an der Böschung dec Zufiihrstraßc not bem Bahnhofe zu Fall, rollte sie hmab und blieb in bei nuten vorbeiführenden Wässerchen, in das beim Ausfinde der Leiche die Füße hingen, besimmngslos liegen, so daß d. -rod eintcat. Rockel i|t 32 Fahre alt und hinterläßt en Familie mit 6 Kindern. Tmf 4 Millionen Mitgliedern. Haüptgegen stände der Beratung waren das Verhältnis der Krankenkassen zu den Aerzten, der Entwurf eines Reichsapothekeiigesetzes, die Ausbildung der Kassenbeamten, Paragr. 52 des Krankenversicherungsgesetzes, die Abänderung des Paragr. 32, Msatz 2 des Krankcnversicherungs- geietye^ (Ermäßigung des dem Reservefonds zu überweiseiwen Betrags von 10 auf 5 %) und die Einbeziehung der Heimarbeiter m die Krankenversicherung. Tie nächste Jahresversammlung soll in Braunichweig stattfinden. Geschäftsführer Fourier verbrei- tete ^>ich im Anschluß daran in längeren Ausführungen über die «reie Arztwahl, in der er für die Krankenkassen und für bie wirtlich erkrankten Kassenmitglieder keinen Vorteil, sondern nur Nachteil erblicken kann. -n- Rödgen, 26. Nov. Im kommenden Frühjahre wird jedenfalls auf unserer Station eine Gütervexla bestelle eingerichtet. Damit wäre einem dringenden Bedürfnis abgeholfeu und ein Wunsch erfüllt, den die Gemeinden Rödgen und Trohe schon längst hegten. Zunächst wird nur Stückgut abgefertigt werben. Seither kam für dessen Beförderung die Station Großen-Buseck in Betracht. Das Docthinverbri'ngen war immerhin umständlich und wurde doch meistens der Bahn aufgebürden, indem man — wenn der Gegenstand nicht allzu umfangreich war — für 5 Pfennige die 4. Wagenklasse bis Großen-Buseck benutzte und dann die Sendung dort ausgab Hoffentlich folgt auch die Post bald diesem Beispiel' und errichtet hier eine Agentur. Dann würde sich auch dieser Verkehr glatter abwickeln. — In den letzten Wochen hat sich hier ein neuer Turnverein gebildet. r , krankenkasse Greßen hielt.gestern abend Anter dem Vorntz oes Herrn Gg. Dahmer im Felsenkeller ihre u n g in der 31 Kassemnitglieder- und 4 Arbettgeber-Vertreter vertreten lvaren. In die Prüfnngs- wmmrsswn sur dre Rechnung des Jahres 1907 wurden die rrJSSJ Schmidt und Sch los ferme ister Wiegandt lletztever als Arbeitgeber), sowie als Ersatzmann Franz gewühlt. r$CL ber Erganzungswahl des Vorstandes wurden als Vertreter der Arbettgeber die Herren Haas und Nauheimer und als Ver- ttetw der Arbeitnehmer die Herren Krüger, Krug, Strohwig und GeschaftSsuhrer Fourier berichtete sodann über। dre 15. Generalversammlung der freien Vereinigung von Kran-1 &e^cn> die am 30. Ium d I in r- Bereinigung zählt 43 Krankenkassen ^9 QQQ Mrtgliedern. Es wurden vorzugsweise kassen- technlsche Fragen behandelt, u. a. wurde besprochen der Wert emhecklicher Geschäfts so rmulare für 5irankenkassen, die Leistungen der staaklrchm BctriebSkrankeukafse mtb die Rechts-msprüche der Krankenkcqsen nach Laragr^ 25 des Gewerbc-UnfallocrsrchMinas- getei^ In dem Geschäftsbericht des geschäftsfnbrenden Aus'- schusfes wurde darüber Klage geführt, daß die Regierung alle Einträge, und Erngaben des Verbandes unbeantwortet lasse. Es W VtrMt werden, durch gleichzeitige Eingaben an die Land- -In ^ud-rrst emc Antwott der Regierung zu erhalten. Trc nächste Jahresversammlung soll ini Worms ftattfmbcn. Herr ^rr.aH?lC>tS deutscher OrtSkranicn- v nt Mannheim, bei der die Ortskranken-1 h^TfTPt^n Herren Haas, Fourier und Gg. Schmidt vertreten war. htx Verband zahlt zur Zeit 235 Verbände und O L a u b a ch, 25. Nov. Die Reihe der Festlichkeiten für Großherzogs Geburtstag eröffnete in seinem mit Herbstlaub geschmückten großen Saale bei dichter Besetzung das Gymnasium Fridericianum nachmittags i/26 Uhr durch leinen Festa L t u s. Das 15 Nummern enthaltende Programm setzte sich aus die Hessentreue rühmenden Gedichten und mehrstimmigen Chören zusammen. Die Festrede hielt Oberlehrer Keller. Er entwarf ein Bild, wie von Ludwig dem Getreuen, dem Gründer der Gießener Universität wie die verschiedenen hessischen Landesfürsten sich bestrebten, Kunst und Wissenschaft zu fördern, und wie dies in hohem Maße von unserem jetzigen Großherzog gelte, der als Kunstmacen in deutschen Landen bekannt sei und als Erhalter kunstgeschichtlicher Denkmäler und alter wichtiger Bauten sich verdient mache. — Am Wend fand eine allgemeine Fe st Versammlung im Schützenhof statt ^ne Begrüßungsansprache hielt Graf Karl aus Arnsburg, die Festrede 5^ofapotheker R o ß b a ch, die allgemeinen Beifall fand. Vorträge des hiesigen Mufikvereins, Chor- ** Staatliche Pensionsversicherung der Prrvatangestellten. Im Hause des Kaufmännischen Vereins sprachen Herr HugoSchwarzund Frau B r ö l l aus Frankfurt a. M. gestern abend vor einem, zu einem ,»großen Teil aus Damen bestehenden Publikum über die ge- wlante P-ensionsversicherung der Prwatangestellten. Herr Schwarz zeichnete zunächst in-kurzen, klaren Zügen die wirtschaftlichen Umwälzungen der letzten Jahrzehnte und legte bar, wie die Aenderung der Produktionsweise auch Einfluß auf das Verhältnis des Arbeiters zuni Arbeitgeber gewonnen habe und wie der Ged!anke der sozinleii Gesetz- Sitng immer festeren Boden gewonnen habe. Nachdem^ die Gesetzgebüng zuerst der gewerblichen Arbeiter angenommen habe, seien jetzt auch die geistigen Arbeiter, die Vertreter des Mittelstandes ausgetreten und wollten auch teil haben an den Segnungen der sozialen Gesetzgebung. Ueber das Ziel sei man sich einig, nur über den Weg herrsche bedauerlicherweise noch Meinungsverschiedenheit. Redner bekannte sich als Anhänger der Sondertassen und besprach dann tm einzelnen die bekannten Leitsätze des Haupt- < ausschusses der Privatbeamten. Herr Schwarz schloß mit ernem warmen Appell an die Privatbeamten und forderte sie auf, fest zufammenzuhalten, denn Einigkeit mache stark. Hierauf betrat Frau Bröll die Rednertribüne und legte iin knapper Ausführung dar, wie die Frauen fidi zu den Leitsätzen des Hauptausschusses stellten. Die Rednerin übte hreriöei sehr strenge Kritik und fand vieles zu bemängeln. .Es sei vor allem ein Fehler gewesen, daß man die Frauen zu den Beratungen nicht mit herangezogen habe. Die Frauen seien der Meinung, daß der vorgeschlagene Beitraa Don 10 Prozent zu hoch sei. Ferner wollten die Frauen ferne Erweiterung des Kreises der Versicherten auf alle Ladenangestellten und alle diejenigen weiblichen Per- sonen, die ohne Gehalt im Haushalre ihrer Angehörigen tätig seien. Auch die Verteilung der Beitragslasten, wie sie der Hauptcnisschuß fixiert habe, sei nicht gerecht, da die wirt- Maftliche Lage der männlichen und weiblichen Angestellten nicht gleich sei, , die weiblichen würden schlechter bezahlt. Man entrechte die Frauen und mache sie zu Bürgern zweiter *“9^ sn auch nicht gerecht, von den unverheirateten weiblichen Angestellten zu verlangen, daß sie Beiträge zu Gunsten der Verheirateten zahlen. Die Frauen forderten Daher eine Ausscheidung der Witwenversorgung und wünschten dafür eine Witwenversicherung. Die Rednerin schloß mit den Worten: Wir müssen dahin streben, daß man die Frau auch als vollen Menschen behandelt. — An die Vorträge schloß sich eine Diskussion an. 29. Jahresfeft des Oberhessischett Vereins für innere Mission. (Originalartikel des „Gieß. Anz.") 1. Tag. o, rv • < - « < ™ .. Gießen, 26. Nov. ^»m Gemeindefaal der Matthäus-Gemeinde hatten sich heut ^tc^e Freunde und Mitglieder des Vereins für inner Mission versammelt, um dem Vortrag des Pfarrers Gaftpa aus Unterriexingen über Aufgaben und Mittel d e r K r a r kenfliege au s dem Lande zu lauschen. Nachdem der Vor Ntzende, Prosei ior O. S t a m m - Gießen, die Anwesenden, de runter Vertteler heftftcher Kreisämter und Kreisgesundheitsämlci begrüße und dem Rechner des Vereins Entlastung erteilt wai s3»crw^-°r-trrn9cnbc nI?t Jcincn sehr interessanten und bc rn« Ausführungen beginnen. Er wies zunächst daran hm, daß die osientlichen Krankenkassen, Jnvalibitäts- und Altere n QltCnhgern bereit seien, einen jähr b£n kosten einer Kranlenpflegestatiou z hpitännt ^i^n^ittef zur Bekämpfung der Kraul auf slLsbie mrri^hllIg $?.n Krantenpflegerinnenstationei nn h?i,mrt^nbe' &bs den Diakonisseiimntterhäusern vielfac an den notigen Kräften fehlt, fömien geeignete Frauen aus de> Gemeinden gewonnen und für ihre eigene Gemeinde ausac fidbrt »erben Die Hilft del Öin^eÄ®®Äaeim’£ j ^hr gp begrüßen, belonders die des neu gegründeten BenildjC Ä11 S; will ^Schwestern als ' Xnt Rheinland hat man auch den Vec sn /'Krankenbesucherinnen gemacht, eilt Versuch der sein Berechtigung noch nicht völlig erwiesen hat. Als" besonder > wichtig zur Bekämpfung der Krankheitsnot empfahl Redner bi ■ Einführung der Krankenp legekästen „Ebarlottenvi eoe" die i; Württemberg sich sehr gut bewährt^^h-ben^Tieft Är°nk'enp leg' $i^nyefornni“ntCburjdil' Y1 _°st°ntlichen Gesundheitsbehördc ^,ie ^kforgntv, durch dre Ausleihung der Pflanzmittel an /L^nde Krankhetten zu verbreiten, hat sich du ch ftlrelang^ Gebrauch als unnötig erwiesen. Auch in Grabt, n I wto ?^bessen sind solche KraEnpslegeMen be ciNgefuhrt, d. B. tn der Gemeinde Wallenrod bei Remter , 6ad). Tw Charlottenvslegen" sind an, besten in die einer geprüften Krankenpflegerin zu neben hnrfi ! -"-vertrant werden u«' zu bekämpfen beitragen, d,e idranlheitsnvt aus dem San» Ser Korreferent, Pfarrer .Schwabe-Gießen, ergänzte bv Friedberg, 25. Nov. Zum ersten Beigeordnete wurde vom Stadtverordnetenkollegium dec seitherige uvei Beigeordnete Landtagsäbgeordne'ter D a m m (freis') g öum zweiten Beigeordneten Justizrat Windecke (natlib.). Der langjährige seitherige erste Beigeordnete H i ron ym u s trat mit Rücksicht auf fein hohes Alter' - 72 Jahre — zurück. ö'b. Darmstadt,- 26. Nov. Heute sand hier unter B. teilißung fast des gesamten Offizierskorps der Garnison Benetzung der sterblichen Ueberreste des verstorbenen £bci Leutnante und Regiments-Adjutanten Schmidt vom Art-Acq! Rr. b. eines geborenen Darmstädters, mit allen militärisch.r Ehren statt. Diviswns-Pfarrer Fickenscher hielt die Tramran Sprache. Erne L.mibiNierte Batterie gab drei Salven aus volvern ab. Hanau 26. Nov. Heute früh wurden die ältesten 17 und lo ^ahre zahlenden Söhne des Bahnsteigscharwer^ Aretthauer tot m ujrem Schlafzimmer aufgefunden die Familie gestern abend beim Nachtessen Bücklinge gerebr, und einer ber)eiben ungenießbar war, nimmt man an/ da von oen ältesten Söhnen verzehrten Bücklinge ebenfalls oei dorben waren, und der Tod durch Vergiftung verdorbene Speisen eingetreten ist. Die Sektion der Leichen findet Milt wochvormittag statt. . . c r herein der Detailliften hielt gestern abend feine Generalversammlung ab, die außerordentlich stark besucht war Aus dem von dem Vorsitzenden Kaufmann C. Röhr erstatteteii G e ) ch ü stsbericht en Me hm en wir: Die Zahl der ^ocitglieder hat sich im Laufe des Jahres wiederum erhöht. ~em. herein sind neu beigetreten 3 Mitglieder und es liegen zurzeit noch weitere 10 Anmeldungen vor. Die Kassenverhältnisse oes Vereins lind günstig. Bei der vorgenommenen Vorstands- wahl rvurden die Herren C. Röhr und F. Nassauer wiedergewählt, wahrend neugewählt wurden die Herren R. Buchacker und A. Drepfutz. ^ic Tätigkeit des Vereins war auch im verflossenen ^a^rc. rea)t rege; insbesondere hat er zu verschiedenen ivichtigen Vagesfragen, wie Aufhebung der Konkurrenzklaujel, Verschärfung des Ge>etzes über unlauteren Wettbewerb, Errichtung von Hant/ lungsgehilfenkammern, Gründung von Konsumvereinen usw. Stellung genommen. Besonders erwähnenswert von der gestrigen Tagesordnung ist die Stellung des Vereins in Bezug auf die Verkürzung der Verkaufszeit an Sonntagen. VN oic)er Hinsicht wurde alkgemein die Ansicht vertreten, daß zurzeit für Gießen mit Rücksicht auf seine Lage zu den Nachbar- stadten und den dort zugelassenen Verkaufszeiten eine Verkürzung 5?er Borkausszeit an Sonntagen nur mit größerem schaden für die hiesige Geschäftswelt verbunden sei. Es ivurde mit Recht oaraus hingewiefen, daß die Gießener Geschäftsleute, die schon 'vwwso durch die vielen in den Nachbarstädten einmüudenden ^cebenbahnen in Oberhessen im Nachteil seien, bedeutenden Schaden durch jede und sei es auch nur die geringste Verkürzung der Verlaufszelt an Sonntagen erleiden würden. Man war der Mei- nung, dag an eine Verkürzung der Verkaufszeit nur dann gedacht werden könne, wenn solche einheitlich und auf reichs- I gesetzlichem Wege geschehe. In der Versammlung, in der nebenbei bemerkt, eine Anzahl größere Firmen vertreten waren, wurden me seitherigen Erfahrungen über die vollständige Sonntagsruhe ui anderen Städten mitgeteilt. Danach soll die vollständige I Sonntagsruhe nur mit größerem Schaden für- die Geschäftswelt I verbunden teilt, und die Erwartungen, den Mrlust durch Mehr- I eivnahMe an Wochentagen zu decken, sich nicht verwirklicht haben. r ,!u“rbc deshalb einstimmig beschlossen, bei allen zuständigen Behörden, insbesondere bei der Großh. Handelskammer, gegen lbde Abschrankung der Verkaufszeit vorstellig zu werden. ... r-„ *e eteranenkapelle, die aus ehemaligen Mili- tarmusiknn und Musikfrenirden besteht, wird nächsten Sonntag auf der Liebigs h ö h e ein. Konzert — V2 5 Uhr beginnend — beranftatten. Die Kapelle konzertierte schon dreimal für wohltätige Bwecke — für hilfsbedürftige Veteranen, Wohltätigkeits- bazar für Südwe,tafrika und für die Abgebrannten in Herb- ^tein — diesmal soll der Erlös für Noten, Pulte 2c. bestimmt fein, damit die Kapelle ,tnt Bedarfsfälle ihre eigenen Uten)Uten besitzt. Im Januar nächsten Jahres ist ein Konzert .^gunlten hiesiger ^tadtarmen vorgesehen. Bei der großen Beliebtheit, deren sich die Kapelle durch ihre vorzüglichen Leistungen erfreut und in Anbetracht des guten Zweckes dürfte em volles Haus am kommenden^ Sonntag wohl zu erwarten fein. Verein der nationalliberalen Jugend. Die Hauptversannnlung findet, wie aus dem 9lnnoneenteil ersichtlich ist, Donnerstag, 28. November, abends 9 Uhr, im „Kaiserhof" statt. Dem geschäftlichen Teil wird sich das dritte Referat über Arbeiterfürsorge anschließen. Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehr er stelle an dec Gememdeschule zu Schotten. Der c r ft e Schnee, der Sonntag nacht fiel, gab einem unserer Leser im Biebertal Veranlassung zu I folgender Mitteilung: Nachdem der Winter bereits am 6. November uns seine Visitenkarte geschickt und alle stehenden Gewässer mit einer festen Eisdecke über» 2^8/ erglänzten heute morgen Wiesen und Felder tm ersten Schneegewand. Noch spricht man von dem schönen Herbst, liest von dem unverhältnismäßig warmen Oktober- Wetter und schon hat der raue Gesell, dessen Begleiter Eis, Lchnee und schneidende Ost- und Nordwinde sind, Einkehr gehalten Nach einem seit vielen Jahren geführten Wetter- > lalender ^hatten wir 1880 am 20. Oktober, 1881 am 5. Okt. und 1887 am 15. Okt. den ersten Schnee. Den spätesten Schnee hatten wir im Winter 1888/89 am 3. Februar 1889. 9lod} seltener ist Frostwetter im Oktober zu verzeichnen Hierin macht nur das Jahr 1905 eine Ausnahme, wo am 21. Oktober morgens 8 Uhr schon 3 Grad unter Null zu verzeichnen waren. Zum großen Leidwesen der Kinderwelt hat die liebe Sonne den Schnee bald ausgesogen und so konnte der Winter auch heute seine Herrschaft noch nicht behaupten. Erzählt doch der Voltsmund: Wenn der Düns- berg zum dritten Male seine Schneekappe aufgesetzt hat dann erst ist der Winter da. Vermischt««. * Berlin, 26. Nov. Die Affäre des von der Polizei in dem Hause des sozialdemokratischer Stadtv. Kerfien aufgefundenen Schriftei - und Wasfenlagersderrussischen Sozialrevolutionäre zieht weitere Kreise. Nach den bet der Polizei eingegangenen Mitteilungen! oll in das dem Geheimlager beschlagnahmte weiße Papier aus der Papierhandlung des „Vorwärts" stammen. Infolgedessen wird der Geschäftsführer des „Vorwärts^ Neichstagsageordneter Richard Fischer polizeilich vernommen werden, ebenso der Vorwärtsspediteur Eugen Ernst. Warschawski lehnt jede Schuld ad. Seinen Angaben wird jedoch kein Glauben beigemessen, da bei der Dtirchsicht der am Fundorte beschlaz- nahmten Papiere ein an emcjt russischen Sozialdemokraten, dessen Ausweisung vor kurzem erfolgte, gerichteter Brief Warschawskis entdeckt wltrde, der ihn schwer belastet. — Heute brannten aus dem Dresdener Güterbahnhof verschiedene Kohlenschuppen ab. Viel Vieh kam in den Flaut men um. Die Flamnten erreichten eine solche Höhe, daß die Schienenschwellen dec Hochbahn in Brand gerieten. Ein Hochbahnzug, dessen Führer anscheinend die Gefahr nicht bemerkt hatte, fuhr ivährend des Brandes über die gefährdete Stelle; durch die Hitze zersprangen sämtliche Wagen- schcibcn. Personen sind, soweit bisher bekannt, nicht verletzt. Kleine Tagcschronik. Der Expreßzug, in dem der belgische König Leopold ernt 26. d. Mts. nach Paris fuhr, erlitt eine Entgleisung des Speisewagens. Die Passagiere, auch der König in seinen! Salonwagen, erlitten heftige Erschütterungen, aber keinerlei Kör- verschiebenen' sozialdemokratischen Blättern verurteilt, wobei das Gericht seststellle, daß die „Franksurter Zeitung" durchaus objektiv berichtet hätte und nichts vorgebracht worden sei, was ihre Integrität irgendwie erschüttern könnte. — Der Redakteur und Herausgeber der Wochenschrift »Für Wahrheit und Recht", M ü l l e r - Ezerni), wurde vom Schöffengericht wegen Beleidigung zu eine m M onat Gefängnis verttrteilt. rfflichen Ausführungen des Vorredners durch einige Mtb-i ltchkeit und Korruptton, für den der W ah r he is b ew eis ilungen über die Dekanatskrattkenpflege des Dekanats Gießen, durchaus mißlungen fei, zu eurer G eldstrafe von is bei 57 000 Evangelischen 13 Krankenschwestern hat. Ein, 500 Mark, Tragung der Kosten^und Publikation des Urteils in 'soliderer Fortschritt ist im Kreise Erbach zu konstatieren, wo tif Antrieb des Kreisrats Schliephake öffentliche Kranken- flegerinnenstationen eingerichtet worden sind. Im Kreise Fried- -rg wird für Hochweisel die Gründung einer solchen Station 'absichligt. Die Einrichtungen solcher Stationen sind Aufgaben >5 Staates, der Gemeinden, der Kirchen, und der inneren Mission, ebe Gemeinde sollte eine Krankenschwester haben und die vsten teils aus den Kreis-, tells Gemcindekosten bestritten «erden. Die Mitwirkung der Aerzte erscheint als sclbstver- äüblich, da die Krankenschwestern ja nicht ihre Konkurrentinnen, albern ihre Gehilfinnen sein sollen. Perverletzung. In O h n e n h e i m, Kreis Markolsheim (Elsaß), wurde die 76jährige Witwe Nußbaum in ihrem brennenden Hause t o £ aufgefunden. Es handelt sich um einen Raubmord. Der mutmaßliche Täter, ein noch im Knabenalter stehender Aüerinecht, ist flüchtig. Die Vorträge sanden den einstimmigen Beifall der Ver- nnmlung. An der sehr lebhaften Diskussion beteiligten ch viele Herren. Geh. Regierungsrat Kreisrat Dr. Fey-Fried- erg berichtete über die Organisation und Errichtung von Kran- 'iipflegestationen im Kreise Friedberg, und stellt die Einrichtung er Charlottenpslege als Vorbild hin. Kreisrat Dr. Boeck- i ann-Büdingen macht auf die zu erstrebende Unterstützung ütens der Bezirkssparkassen und der Lanbesverftcherungsanstalt ufmerksam. Dekan Hainer-Hungen regt den Zusammenschluß erschiedener Gemeinden zur Anstellung einer L^rankenpflegerin il. Weiter beteiligte sich an der Aussprache noch Kirchenrat ».Schlosser -Gießen, Pfarrer Göbel -Büdingen, Oberpfarrer ft jiller - Lauterbach, Pfarrer Schwabe- Gießen, der Referent, krcisrat Feh u. a., die sämtlich die Gewinnung der nötigen kräfte zur Krankenpflege besprachen. Auf Anregung von Kirchen- at D. Schlosser wurde eine Kommission gebildet, die en Auftrag hat, die Einführung der Charlottenpflege in unserem fände vorzubereiten. In die Kommission wurden Geh. Regie- nngsrat Kreisrat Dr. Feh, Pfarrer Schwabe und Medizinalrat ,)r. Haberkorn gewählt mit dem Recht, noch andere geeignete Zeisiönlichkeiten zu kooptieren. Mit einem Worte des Dankes an die Referenten schloß der Zorsitzcnde die Verhandlung. Um 61/2 Uhr riefen die Glocken der Stadtkirche zum Fest- , 0 t t e s d i e n st, in dem Pfarrer Hunzinger - Schaafheim auf örund der Schlußverse der Bergpredigt den Zuhörern in treff- ichen Ausführungen darlegte, was Jesus über die Bestrebungen >er inneren Mission sagt. (Forts, folgt.) Gerichts?aai. w. Frankfurt a. M., 27. Nov. In der K l a g e s a ch e der Frankfurter Zeitung" gegen die hiesige „Volks- 11 m m e" wegen schwer beleidigender Angriffe in der Angelegen- ieit der Bayerischen Bodenkreduanstalt Würzburg verhandelte das ^csige Schöffengericht von gestern morgen 9 Uhr bis heute früh Uhr. Der verantwortliche Redakteur der „Volksstimme", Wil- -elm Zander, wurde wegen des Vorivurfes der Fälschung, Bestech- Amtlicher ‘geil'. Gießen, 26. November 1907. 8etr.: Statistik jugendlicher Krüppel. Die Grosch. Kreisschulkommission Giehen au die Schulvorstände des Kreises. Die Zählung der jugendlichen Krüppel soll nach An- irdnung der obersten Schulbehörde am 2. Dezember l. I. lorgenommen werden. Die erforderlichen Zählkarten werden Zhnen rechtzeitig zugehen. Wir ersuchen Sie, diese Karten nn genannten Tage auszufüllen und uns alsdann sofort inzusenden, da das Ergebnis der Statistik bis spätestens ). Dezember l. I. Großh. Ministerium des Innern, Abteilung ür Schulangelegettheiten, vorgelegt werden soll. Dr. B r e i d e r t. ;e Bekanntmachung. d ,xi l LMWr AibeitAliWeiS Sitjjtii Gartenftraßc 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: 1 a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Friseur, 1 Glaser, 1 Schreiner, 1 Flickfrau, 2 Dienstmädchen, 1 Lauftnädchen, 4 TabaLentrippermnen. , _ .. Lehrlinge: 1 Buchbinder gegen Vergütung, 1 Friseur, em Kaufmann, 1 Schmied, 1 Schreiner. d. bei auswärtigen Arbeitgebern: . 1 Schlosser, 2 Schmiede, 1 Schneider, 2 Schreiner, 1 Sattler und Tapezier, 1 Schuhmacher, 2 landwirtschaftliche Arbeiter, 1 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Schlosser. . suchen Arbeit: _ 'n 1 Wagner, 1 Weißbinder, 6 Arbeiter, 3 Installateure, 4 Hausburschen, 1 Fahrbursche, 3Ausläufer, 1 Schuhmacher, r^licksram 2 Putz, und Waschfrauen, 3 Kauffrauen, 2 Itausmadchen, zwei Schreiber. , Lehrlinge: 1 Kaufmann._______________________________ Bekanntmachung. In das Handelsregister, Abt. A, wurde eingetragen: ' L Die Firma Carl Franz zu Gießen. — 2. Bezüglich der Firma Daniel Christ, Holzmühle bei Lollar: Das Geschäft ist ohne Uebernahme der Passiva auf Heinrich Christ übergegangen, der dasselbe unter dec Firma Heinrich Christ, holzmühle bei Lollar weitersührt. Der Heinrich Christ Ehe- jrau Anna, geb. Christ, ist Prokura erteilt. — 3. Die Firma Heuer und Plitt zu Lollar ist erloschen. Gießen, den 21. November 1907. i ß27/n . Großherzogliches Amtsgericht. 'l « B»/h_______________ Doering.__ Grotzh. Landes-Jrrcnanstalt. Eine durch Besördcrung des Inhabers zum Oberarzt Mn 1. Dezenibcr 1907 frei werdende?tfsistc«zarztstelle der hiesigen Anstalt (anfangs 1800 M. neben freier Station) soll alsbald wieder besetzt werden, mit einem lungeren, unverheirateten Arzte. Die zur Zeit günstigen Aussichten ans seste Anstelliing dürften bekannt jein. Be.verbnngcn iverden, vor- erst brieflich, hierher erbeten. Heppenheim a. d. B„ 2b November 1907 Grosiherzoqlichc Direktion der Landes-Irrenanstalt. b,7/ Medizinalrat Dr. Bieberbach. Unter Bezugnahme auf unsere Bekannlmachung vom r 18. l. M., betr.: Prämiierung von Dienstboten machen wir zur Vermeidung von Mißverständnissen darauf aufmerksam, daß selbstverständlich nur solche^ Dienstboten prämiiert werden können, welche ihre Ersparnisse bei unserer Koste i angelegt haben, oder durch eine Bescheinigung dartun können, daß sie solche Ersparnisse durch Unterstützung der Eltern oder ' von sonstigen Angehörigen nicht machen tonnten. Liegen andere Gründe vor, so sind dieselben anzugeben; der Vorstand wird dann entscheiden, ob solche gleichfalls als hinreichend für eine Bewilligung erachtet werden können. Gießen, am 26. November 1907. Bezirkssparkaste Gießen. Strgttag mn Steinagtarlitikii. Zur Herstellung von Drainagen für die Feldbeveinig- ung Gießen, links der Lahn, sollen nachstehende Arbeiten auf dem Wege schriftlichen ^Angebots vergeben werden: 1) Anfahren von Röhren, veranschlagt zu 1140,— Mark, 2) Drainagearbeiten, „ „ 9728,60 „ 3) Ataurerarbeiten „ „ 132,— u Die Verdingungsunterlagen liegen bei der ilnter- zeichneten Behörde während der Dienststunden zur Einsicht offen. Die Angebote haben m Prozenten des Kostenanschlags zu erfolgen, sind verschlossen, postsrei und mit ent- prechendec Aufschrift versehen bis Mittwoch, den 4. Dezbr. d. Is., vormittags 10 Uhr, bei uns einzureichen, woselbst deren Eröffnung um die angegebene Zeit in Gegenwart etwa erschienener Bieler stattfindet. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 26. Ltovembec 1907. Großh. Kulturmspcktion Gießen. B27/n Wallek. ___________ Beka«Rtmachunst. Im nächsten Sonimer soll wieder eine Anzahl armer strophnlöser Kinder, deren Eltern im Bezirke wohnen, aus Kosten der Bezirtosparkaste behufs Gebrauchs einer Badekur im Elisabethhaus in Bab-9iauheim untergebracht werden. Llnmeldungen, ivelche durch die Pfarrämter oder Bürgermeistereien bis spätestens Ende Januar k. I., hierher einzureichen sind, müssen mit ärztlichem Attest und einer Bescheinigung belegt sein, ivoraus hervorgeht, daß die Kur not- ivendig ist und die Eltern nicht in der Lage sind, die Kosten selbst bestreiten zii können. Gießen, am 26. November 1907. Direktion der Bezirkssparkasse Gießen Doering. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Langsdorf für 1908 liegt vom 5. Dezember I. Is. ab acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf unserem Bureau offen. Langsdorf, den 26. November 1907. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. Schiel. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Geilshausen für das Rechnungsjahr 1908 liegt vom 30. d. Mts. ab acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Beteiligten offen. 7351 Geilshausen, den 27. November 1907. Großh. Bürgermeisterei Geilshausen. Wagner.________________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Watzenborn-Steinberg für das Rechnungsjahr 1908 liegt vom 29. d. Mts. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Interessenten offen. Watzenborn, den 26. November 1907. 7354 Großh. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. __Hirz.___________ LmdmtWtWr Mckemn W» Zu der am Freitag dem 28. November, nachm. 3 Uhr, auf dem „Lenz'schen Felsenkeller" stattfindenden Bexsammvmg 7349 werden die Mitglieder und wegen Wichtigkeit der Tagesordnung, betreffend „Staatsvertrag mit der Norddeutschen Hagelversicherungs - Gesellschaft" auch die Mitglieder des früheren Bezirksvereins dringend eingeladen. Zahlreiches Erscheinen sehr erwünscht. Der Vorstand. Evangelische Gemeinde. Donnerstag den 28. November, abends 8 Uhr, im Matthäussaal: Bibelstiinde. Lsfenb. Johs., Kap 17. Kirchen rat I). Schloss er. GrigivrcrL-'Dr'ahtmeLduttgen. Petersburg, 26. Nov. In einer bis 12i/2 Uhr dauernden Sitzung nahnr die D n in a die Adresse an den Zaren einftiminig an. Die äußerste Rechte, die Polen und die Arbeitergruppe enthielten sich der Abstimmung. In der Adresse wird dem Ergebenheitsgefühl und der Dankbarkeit gegen den Zaren für die Rußland gegebene Volksvertretung Ausdruck gegeben und versichert, die Duma werde alles aufbieteu, die Staatsordnung zu befestigen, die allgemeine Wohlsahrt zu heben und die Macht des unteilbaren Rußland zu erhalten. Paris, 26. Nov. Nach einem Telegramm des Kvm- mandanten der bei Udschda stehenden Truppen hatte am Montag eine Abteilung von 300 Mann einen Zusammenstoß mit 1500 Marokkanern. Die Franzosen mußten sich zunächst auf das jenseitige User des Kiff-Flusses zurückziehen, von wo aus sie ein lebhaftes Gewehrseuer auf den Feind eröffneten, das von IU/2 bis 2 Uhr andauerte. Schließlich zogen sich die Marottaiier zurück. Die Franzosen hatten 8 Verwundete. Für den Anfsichtsrat: Erb. 1. 2. 3. 4. 5. Verschiedenes. 7355 Tagesordnung: Ergänznngswahl des Vorstandes und Aufsichtsrates, Gehaltsregulierung des Direktors und Lagerhalters, Revisionsbericht, Bericht über den Verbandstag, Arfoeits- Eaaergie und Serenade wiedererlangt. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schrveren Verluste unseres lieben Gatten und Vaters, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrassistenten Becker sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Brigitta Belte Ww. Emma Belte Anna Belte Generalversammlung des landw. Konsumvereins Wieseck, eingetr. Genossen-, schäft mit unbeschränkter Haftpflicht, findet statt am Donnerstag dem 5. Dezember 1907, abends 9 Uhr, bei Gastwirt Adam Ziegler. Gießen (Wetzsteiustr. 44), 27. November 1907. 7358 Die Unterschrift des nachstehenden Brieses ist amtlich bcglaubiai: Rtünchen, beit 4. Juni 1907. Königliches Wolariat. München 111, Asenstätter, Königlicher Notar München, bcn 10. Mai 1907. Schleißheimer- ftraße 108, IV. Mein Mann hat das Bioson als Frühstück niit Milch zubereitet genommen mit etwas Kakaozusatz und fand dasselbe angenehm im Geschmack. Ich gab es thm gegen Krästeverfall und Blutarmut nach IV2 jährigem Magen- und Darmteiden. Während drei Jahren mußte ich früher jede Woche eine Flasche Haeutatogen lausen, um iijn lebensfähig zu erhalten. Seit Gebrauch _ Ihres Bioson aber arbeitet mein Mann wieder ausdauernd im Beruf als Ällaurer und nimmt an Energie und Freude es mit beit jüngsten Kollegen auf als 53 jähriger Mann. Er hat auch in 5 Wochen 3 Pfund zugenommen, wiewohl er sonst sehr mager und jahrzehntelang unverändert in Gestalt war. Habe Ihr Präparat vielempfohlen und werbe es halb auch für mich selbst probieren. Mit herzlichen! Dank schließend zeichnet hoch- achtungsvollst Frau Babette Kapfer. Bioson ist in Apotheken, Drogerien usw. das Paket zu drei Nlark erhältüch, welches für zirka 14 Tage ausreicht. bV8 Verein d. MmMlmck» Jugeuii. Donnerstag 28. November 1907, abends 9 Uhr findet im „KaiserHof" (1. Etage) die diesjährige statt, wozu wir unsere Mitglieder hiermit cinladen. Tages-Ordnung: 1. Berichterstattung. 2. Vorstandswahl. 3. Referat: Unsere Arbciterfüriorgc. v27/^ —Der Vorstand. saöst ©OBmerstiig, den 28. Novensber findet im „Kronprinz" (Sicher Str.) Swnd-Vsrsantag statt. Um zahlreiches Erscheinen bittet t T>”ln ' Der Vorstand. Pr. .SaMtlsleH Aaynen [hv25/n) Keule ä Pfd. 70 Psg., empfiehlt irifdjc toh=(':ifr9 wnntg. Siedeeicrp.Stck.8Pf.,f! Vogelsö. Landbutlee Pf, Reinecke Hannover. ow. frische b. 1.30 Ml. tzloßgasse? Julius Roienvauui, Telephon319. Kirchenplad 4. 09055] Frisch geschossene schwere Mason empfiehlt Frau Ebel, Nittergasfe 11. Praktiziere vom 1. Dezember in Giessen. Dr. med. 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