Denkarten b billig *ch’ üoi^ürecltre. ^ÄäW( ^a|tiarbch*^ j werdHH^ - inittf. Renr »}„., i.Ä& Haus V W «Kr.lNL !ttauit 5iäD.b K ^SHälövkrdeZ— lllerundabnehucharv» ju vertauien. tun® J'nuw. Krendcr L ‘lL®>öäitÄ 'en. io:oie ein (i)w tu nertauleiL ^WaUiorittasit 31 flut erijaüen, iu veü ovoctmkrLtt.L8.ill, toüiü i 1) law. W/ ibrit, 9101)6 swen iu verM. ttoajen unm. der Än°eiaer erbm le-taiH iLD, Aie^aHerihtirg, r. m. 6g- üm>t KigcWCTk, billigster A'aschmenbetr, ui'end. grosser, edler Ta lolide. modernste Bier Verkauf obre Zwisti» irspir. d. Hindi c/nuus Umsatz, kl. Nm Deale u. billigste ft«»- 6t 3 Jahren Sich. Ltai'J, leeslunüberUolLQw'- endste Gsrjniiffl. tos ii ohne Vab-cdlkhM L Ttjjittdev.teauin. Sti w oda utaiis'jns grd»« öorskMi ssW flnaibe dt» sas»^ Rciai1'61, । "IBS gywn-iA u für 0- u. Äffihla'V- not. |S, W ittUe^«Lvieli°".'"5 WgäSS [t sich npr. triefen u* -sKL P«»K SÄS-' Mittwoch 27. März 1907 1S7. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 73 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Rotationsdruck und Verlag der vr übliche» UnwersuälS • Buch- und btemdruckeret. ÖL Lange, Dietzen. Redaktion, ExpedtNon und Druckerei: Sckml- strotze 7. Srpröttion und Verlag i e=#N 6L Redaktwn:«-^ 112. DeL-Adr^ AnzetgerDletzen. Erscheint täglich mit Ausnahme des VtnmtagS. Tie „Siebener Zamillenblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das 'urtlsblatt für den Kreis Lietzen" zweimal wöchentlich. Der „Ölfische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Die ÄuSlävderfrage an deutschen Universitäten zunächst nicht für beunruhigend gehalten. ES bleibt abzu- warten, welche Maßregeln Frankreich an Cit und Stelle mit überwiegender Mehrheit an. In Warschau übersielen acht Personen die Kasse der Segelschiffe gestiegen. - - da am 25. und 26. Dampfer mit Arbeitswilligen sowohl Fie Sttuauon in Aria olüo wird, dem Vernehmen nach, in Berliner Negierungskreisen politische Lagerschar». Oberbürgermeister Tr. Adickes a!8 Ministerkandidat. Gestern wurde un§ von angeblich gut unterrichteter Seite aus Frankfurt gemeldet, daß der Oberbürgermeister Dr. Franz Adickes für einen preußischen Mminerposten auSersehen^ sei, und daß seine Berufung in eingeweihten Kreisen als sicher gelte. Dazu schreibt heute die .Deutsche Tagesztg.': Einqeweiht im eigentlichen Smne des LiorteL kömien diese Kreise iiid)t sein. Taß Tr. Adickes an maßgebender Stelle sich ernte gewißen Beliebtheü erfreut, und daß er zu den Munster- kandidaicn gebärt, mag richtig sem. Unrichtig i|l aber jedenialls, daß lerne baldige Berufung sicher sei, — schon deswegen, weil m nächster Reit ein Al i n i st e r s e j s e 1 außer dem des perrn o. L i u d't nicht frei wird. Als Nachfolger d e S ft u 1 tu s- Ministers ist aber eine andere Persönlichkeit in Aussicht genommen. ... . zu>rz vor Schluß der Redaktion erhielten wir folgende Nachricht: Frankfurt a. TI., 27. März. Oberbürgermeister Adickes ist aus Berlin z u r ü ck g e k e h r t. Tie Berhaudlungen wegen Uebernahme eines Ai i u i st e r - P o r l e s e u i 11 e s in Berlin scheinen zu feinem Resultat geführt zu haben, da beflimmi verlautet, der Oberbürgermeister werde vorerst aus seinem Posten i n F r a n k s u r t d 1 e i b e n. Politische Szenenwechsel. R. Berlin, 26. März. aus Englanb rnie aus Irland emyeiiu||eii sind. ( verzeichnen sind? Von der .Voss. Ztg.' wird die Frage bejaht: die außerordentliche Schwäche der deutschen Börsen sei nicht zuletzt durch die Wirkungen des Börsengesetzes zu erklären. Ganz anderer Meinung ist der reichsparteiliche Abg. Dr. Arendt, der heute in einem agrarischen Blatt dem Reichskanzler den wohlwollenden Rat erteilt, die .Scheuklappen abzunehmen' und Teutschland von der Alplast unserer verfehlten Reichsbank- und Geldpolitik zu befreien. Dr. Arendt ist entschieden gegen die Wiederzulassiing des Tcrminhandels in Jndustriepapieren, beim diese Maßregel müsse, und solle ja auch, die Spekulation vermehren, mithin müsse sie aiich die Schwunkungen verschärfen und die Kapitalsanlage vergrößern. Tas ist z,var ein Trugschluß, denn die Erfahrung widerlegt — aber Dr. Arendt gilt bet der Rechten und beim Zentrum als eine Autorität in Börsensachen. TI an kann mit ziemlicher Gewißheit vermuten, daß diese Parteien bas Borsengesetz eher noch verschärfen, als abschwächen werden. Rach einer so beschaffenen Reform sollte die Börse kein bremiendeS Verlangen äußern. Es wäre ein Irrtum, wollte man annehmen, bau während bet Parlamente-scheu Ferien die Parlamentarier bie Politik r..hen lassen. Es Icyeini, wenn nicht alle Zeichen trügen, em „Szenenwechsel" möglichst geräuschlos vor sich gehen zu Ionen. Unb zwar banbelt es sich um nichts Geringeres, als um die Be- m ü h u n g antiL|ei)uicr konservativer Politiker, eine Aus- söhuuiig zwischen dem Zentrum und de rR eg re- rung hcrberzufuhrcu. Daß die Konservativen den Bulow,eben Gedanken der Paarung mit dem Liberalismus für emc.i unglücklichen, auf dcm Gebiet der inneren Politik undurchführbaren hairen, das haben sie mit aller tnciv herzigäil ost genug erklärt. Ta nun aber unbedingt eine neue i'Jicljujeü geschaffen werden muß vor der Beseitigung des „sJcct> behests" einer wnscrvaiiv-liberalen Mehrheit un Reichstag, |o kann eben nur das Zentrum in Bettacht kommen. Tas Zen- truui uni feinen religiösen Grundan|chauungen ist der Urctyten ein viel sympathischerer Bundesgenosse, als es die liberalen Parteien sind, die in den Augen der Konservativen immer in dem Verdacht allzu freier religiöser lieber zeug ungen, wenn nicht gar des Unglauben^, stehen. Genug, die Rechte will je eher, de,w lieber von deu Linken wieder los und zieht entschieden vor, ebenso wie im preugstchen Landtag auch im Reichstag mit dem Zentrum zusammenzugehen. Das Hindernis ist nur der Dmstikt zwilchen Zentrum und Regierung. Keiner wist hier das erste Wort zur Verträglichkeit fagen. Das Gros des Zenttums suhlt sich noch immer durch die Behandlung seitens der Regierung schioer gekränit und ist dafür, mit Ruhe abzuwarten, datz bet Ümjervinw-liberale „Block" bei stärterer Belastung in Stücke gehe; die sjxegxcrunQ glaubt ihrerseits mit ebensoviel Ruhe abwarten zu können, ob sich nicht ohne das Zentrum die Reichsmaschine in Gang halten läßt. Der dritte nun, der nicht abwarten möchte, ist die Rechte. Es sind Verbuche gemacht worden, und sie werden wählend der parlamentarischen Ferien erneuert, um das Zentrum zu bewegen, den Schmollwinkel zu verlassen. Tas eine jedoch »st sestzustestai, daß die Regierung hierbei gänzlich unoeieiligt ist. kam dieser Tage un weimarischen Landtage zur Sprache. Der antisemitische OberiandeSgerichtSrat Freih. von Richt- Hofen, der Vertreter von Jena-Land, fchnitt die Frage ber Zulassung von AuSlänbetn an den Hochschulen an, indem et besonders auf die russischen Studenten an ber Um. uerfität gena hmwwS In btn greifen ber Elubincnben. - d^E.nwrbung bei Tr. Diaudjämp selbst habe biefe Frage ziemliche Erregung r rurmcht unb die P'°- ^ Usten sich inteinat.onole UnUn.nnigfeUcn kaum ergeben, 'cfiorenid)oft mit betroffen. Silan foO. di ^nsorbernngen d-m -mopä-rhab ber «Diaueen ftelje b.e europä.sche an b.e Ausländer m beji.g aut >e ?™_ goliborität gegenüber. Frankreich werde nicht ben Vorwurs bbch stellen wie bei bell deutsch > eh 1 . . [a6 njoUen, burch Quertreibereien bieje mühseim SSÄWÄ Ä «— •"* sehen- ber beutschen Unwersita.en, ag b,* "- -me-Weise i“nbbeinmalla3e"«nC»5«* & JUnb« äl ».tauf eine energisch, Gärung ab unb vertu, em Ber. lanö einmal Zeiten gege , , - im ze'-hmS der Forderungen, welche Frankreich erhebt. Danach ... Ä-ÜÄÄ" - ■ämä ä es? 'lande herai.S, so könne sie die Universität auS e.gcncc ftrap Tri.Ppcn unter General Liautey haben in- selbst ^s^stigen. Verhalt- zwischen die marokkanische Stadl Udschda besetzt und sollen • sHsr «« geregelt seien. 6 » ^iebe fern unter den Eingeborenen Erregung. Eingeborene auS Easa- WMMDZMM-WW- Lieinob jii bewahren, ba, ihnen von ber Bergaiigenheu jft’n ürieg-schisse hat unter ber überliefert wurde. , weißen Beoölkeiung in Tanger große Genugtuung hervor. Ter Beirat für Arbeiterfiatistir gerufen. Von den in der Umgegend von Tanger lagernden _ . i < rn^sstr Sultanstriippen desertieren übrigens viele, weil ihnen seit trat am 22. Marz zu feinet 17. Sitz.mg unter Vorsitz ucll tcjn Sold auSqezahll worden ist. deS Präsidenten des ftaifersichen Staiistlschen An»tS ^r. von I J---jP------------- i der Borght zusamnien. In den Beirat sind gewählt woiden vom Bundesrat: Geh. DbcrregierungSiat Reumann (Berlin), Regierungsrat Dyck (Tlünchen), Geheimer Rat Dr. Fischer (Berlin), Staatsrat von Schicker (Berlin), Oberregieruligsrat Dr. Blttniann (ftailsiiihe), TIinilterialrat Dr. Usinger (Darmsiadt), StaalSrat Paulsen (Berlin); vom Reichstag: die Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheiiu, Tr. Hitze, Dr. Pachmcke, Pauli (Potsdam), Dr. Pieper, Schack, Schuudl In agrarischen Streifen wird der Befürchtung (e'nTen Schauer le u u’bo in H a'n"’b iiVge“?eaf'nbrtricb8.1 jübischcn ®eiiiembeoerroaliung unb schleuberlen iPät« verein aus Jahre, ontrak unb bei hohem Lohn.m Binnen. Bombe, burch-welche ber »as,lerer unb -me andere P son "Q“be gesuchten Arbeiter bieLentenot in be-Lanbwirt. getütet unb mehrere Personen °-r"unbe. wurbem Auch tr-hnH nprirhärtt werden wird die in diesem Jahre der Mann, der die Bombe geworfen hatte, wurde verwundet. h.°e n einennie b«geme|enen Umfang anzimehme« Seine Berhastung tonnte t.^it“ drohe E- ist jeboch zu bezweiseln, bau lanbmitt- ejplobiette bort ans ber G zydow,kaltrast eine zwe te jchästl Arbeiter sich zum Schisssbienst melben Bombe, bnrch welche eine Person getötet unb einige Eben ' Allenfalls bütflcn au, ben in ber Nähe ber Hüfte anbete oerletzt warben. Der Tater würbe verhaftet. Man gelegenen Lanbbistrikten Bewerber in Betracht kommen. Die vermutet bau b.eje, Attentat auf ben , m , well sie hu- in ben Öffentlichen Blältern auf b.e Berbienst. Berlin, 26. Marz. T,e Vorlage zur Verbreiterung aeleqenhei hinweifen. An 9lcfletlanten wirb es nicht fehlen, bes Kaiser Wilhetm.Kanal, hat am Aliitwoch bu ene anbe e Rrage ober ist, ob sie sämtlich in ber Lage fein Genehmigung be, Kaisers gefunben. Sie wirb noch werben, ben Jahreskontrakt bnrchzuholien. Ter binnen- m biefet Woche b-m Bunbesrate zugehen, unb man Ht, länbiidie Arbeiter dürfte sich nicht leicht an bie Hafenarbeu sie bort in zwei Wochen nach ber öuerpauje ju erleb ge , lanDl,1ti)e 2irDC 1 ' 1 J ) v jo daß der Reichstag unmittelbar nach den Etatberatungen gemöbnen , Entladung unb sich >»ll bem Gesetzcnlwurf beschästigen kann. D,e ®efamt. Befrachuing workenb" Schiffe sit auf 252 Tampfer und bSkostenderVorlage stellen sich aus 220 Miktionen Mark, i. Sie dürfte aber bald geringer werben, bl« durch Ante h-n aufzudringen sind. i, Med 1 — Der Semlnardrrettor Kari Hover m wcetz Berlin). Auf der Tagesordnung standen neben geschäftlichen Mitteilungen die Beslellling der Ausschüsse für die laufenden Erhebungen und Tlitteilungen über deren Stand. In den Ausschuß für die Erhebung über die Arbeitszeit irn Fle if cher ge werbe wurden als Berichterstatter des i Beirats Tiiuisterialrat Tr. Usinger und als Tiitglieöec Tr. Pachnicke, Dr. Pieper und Schmidt gewählt. J>i den Atis- fchuß für die Erhebung über die Arbeitszeit im Fuhrwerks- g e w e r b e wurden als Berichterstatter deS Beirats Geheinrer Rat Tr. Fischer und als Tiitglieder die Herren Tr. Hitze, Pauli, Tr. Pachnicke und Schmidt bestellt. Ter AuSschilß für die Erhebung über die Arbeitszeit im Binnenschiffahrtsgewerbe besieht nunmehr aus Geh. Ober-Regierungsrat Steumann als Berichterstatter deS Bei- rats und Frhr. Hcyl zu Herrnsheim, Dr. Pieper und Schack. In den Ausschuß für die Erhebung über die Arbeitszeit in Wafch- und Pl ättan statten wurden Ober- Regierungsrat Dr. Biumann als Berichterstatter des Beirats unb Frhr. Heyl zu Herrnsheim, Pauli und Schack berufen. Aus den Thtkilungcn, welche über den Stand dec lau- senden Erhebungen durch die Referenten der Tlbteilung für Arbcitersiatisttk des ftaiferlichen Statistischen Amts gemacht wurden, ergab sich, daß die Arbeiten so weit fortgeschritten sind, daß sämtliche Ausschüsse alsbald zusarnmentreten tönnen, um die Vorschläge für die nächste Sitzung deS Beirats fest- zuslellen. Arbeiter für die Wasserkante. Die Baueruunruhen in Rumänien. Die Wallachei i|t m Hellem Aufruhr, der bereits in Bauernkrieg ausartet. In den Bezirken Alexandria und Blasca tam es wiederholt zu förmlichen Schlachten zwifchen Bauern und Gendarmen. ES gab viele Tote unb Verwundete. Der Schaden beläuft sich auf TW- lionen. In RmibuScan iDiirbcn sämtliche Häuser der Juden zerstört. Das Thlüär ging zum Angriff über unb drängte bie Bauern zurück, wobei 30 Plünderer erschossen wurden. Bei einem Zusammenstoß zwischen Militär und Bauern in Buceu wurde der Truppen ko mm an b ant erschossen. Tie ganze Umgebung von Buceu ist nieder- gebrannt. StarL bedroht »st bie Umgebung von Gurca und Crajora. Im Petroleumgebiet ist es ruhiger, da dort um- fassende mckltärifche Maßnahmen getroffen worden sind. Die Gruben der deutschen Petroleumgesellfchaften werben von deutschen Beamten, bie auf ihren Posten auSharren, bewacht. 4000 Bauern ber Bezirke Teleorman unb Vlaskar marschieren auf Bukarest zu. Der König empfing ben General Graicianu, der bie feste Zusicherung gab, baß der !könig liehe Palast und die Stabt nicht gefäh rbet i feien. Bukarest trifft feine Vorbereitungen zum Empfange ber aufstänbischen Bauern. General Tcll, der das Kommando über bie in ber Molbau bislozierten Truppen hat, richtete an diese eine Proklamation, wonach bei Unterdrückung bes Ausstanbes bie Infanterie nach ber gesetzlich oor- gejchriebenen Aufforberung nur scharfe Schüsse abgeoen unb bie Kavallerie ohne Gnabe in die Haufen der Aufständischen einreiten unb bei dem geringsten Wiber- slanbe vom Säbel Gebrauch machen iverbe. __ Neues aus Rußland. In der Duma stellte nach einer längeren Rede deS Minifierpräsibenten Stolypin ber Präsibent ben Antrag zur Abstimmung zur Prüfung bes Antrages betrcffenb Ab- schasfnng ber Kriegs- unb Felbgerichte eine Konimission von 16 Thtgliebern zu wählen. Die Duma nahm tiefen Antrag scheidet auS dem elsaß-lothringischen Schuldienst auS, um die Leitung der „Röln. VolkSztg." zu übernehmen, deren langjähriger Chefredakter Dr. Karl CardaunS in den Ruhestand tritt. Hannover, 27. März. Wie der „Hann. (Sour.* hört, soll der Plan der Einführung von Schiffahrtsabzaben auf natürlichen Wasserstraßen in Preußen infolge des Widerstandes der beteiligten Auslandsinächte und des Widerspruchs des Auswärtigen Amtes endgültig aufgegeben worden sein. (Eine Bestätigung dieser Nachricht bleibt abzluvarten) Braunschweig, 26. März. In der heutigen geheimen Sitzung des Landtags fand eine lebhafte Besprechung über die Person des neuen Regenten statt. Da Einmütigkeit nicht zu erzielen war, wurde durch Stimnizettel die Ansicht der Landesversammlung festgestellt. Das Ergebnis wird geheim gehalten. Darauf wurde der Landtag bis auf weiteres vertagt. Mann Helm, 26. März. Ter Journalisten- und Schrift st elteroerein nahm Stellung zu dem gegen den soz. Redakteur Oskar Geck schwebenden Zeugniszwangs- verfahren und nahm folgende Resolution an: »Die heutige Mitgliederversammlung des Mannheimer Journalisten- und Schrifisieller-Bereins erklärt, daß die Weigerung des Redakteurs Geck, über den ihm m Ausübung semes Bernies bekannt gewordenen N a m e n des Verfassers eines Zeitungsartikels Al» gaben zu machen, beu Geboten der journalistischen St an des ehre entspricht. Cie legt deshalb gegen die über Redakteur Geck verfügten Zwangs- maßregeln als mit dem öffentlichen Nechlsbewußisem im Widerspruch stehend entschieden Berw ahrli ng cm und erhebt au s neue die Forderung an die gesetzgebenden Faktoren, den Redat- .euren und dem übrigen Personal der periodischen Presse die Be- ttrgmS zur Berweigernng des Zeugnisses über Bersasser und Em- xender von Preßanikein emzuräumen." 2Lusland. Kopenhagen, 26. Marz. Es lieht jetzt fest, daß Kaiser Wilhelm in bcr ersten Halste des Juli den König von Dänemark in Kopenhagen besuchen wird. Wahrscheinlich wird die Kaiserin den Kaiser begleiten und damit zum eritenmal am dänischen Hofe weilen. Zu derselben Zeit erwartet man in Kopenhagen den Besuch des Königs von, Siam. »London, 26. März. Aus besondere Einladung des Königs sind 120 Offiziere und M an nschaf t e n von dem zurzeit in PortSnrouth liegenden r u s s bs ch e n Geschwader heute nach London gekommen, wo sie aufs h e r z l i ch st e empfangen unb im Grand Hotel bewirtet wurden. Paris, 26. Marz. Der wegen Spionage verhaftete Georg Pa in wurde vom Untersuchungsrichter einem Verhör unterzogen. Er gibt zu, daß er sich der Spionage für Deutschland schuldig gemacht habe. Er versicherte, die von ihm ausgelieferten Schriststücte hätten ausschlieglich Rußland be- trösten. Madrid, 26. Aäärz. König Alfonso soll schwer lungenleidend sein und man beschäftigt sich mit der Even- tualität einer Regentschaft. Ter König soll in der letzten Zeit schwere Krisen durchgemacht haben uno Blut speien. Prag, 26. März. In der heutigen Sitzung des Landtags weißte der Abg. Callina eine mit dem Bildnis des deutschen Kaisers geschmückte M e n ü k a r t c von einem Fesimahle vor und wies unter dem stürmischen Widerspruch der Deutschen daraus hin, daß dieses Fest im deutsä-en Kasino abgehalten worden fei und daß man daraus die Tendenz der von den Deutschen gewünschten Zweiteilung erkennen könne. Ter Abg. Baä>- mann betonte, daß es sich bei dem in Rede stehenden Festmahle um eine Feier des Vereins deutscher Reichsangehöriger anläßlich des Geburtsfestes des deutschen Kaisers gehandelt habe, bei welcher Gelegenheit der deutsche Kon, ul einen Trinkspruch auf Kaiser Franz Josef ausbrachte. Der Redner bemerkte, daß diese Feste durchaus keine antipatriotische Tendenz verfolgen. New York, 26. März. Ungewöhnliche Sensation erregt die Beschlagnahme eines 82 000 Dollars betragenden Fonds durch den Staatsanwalt. Angeblich soll mit dieser Summe tne Bestechung der Newyorker Staatssenatoren bezweckt worden sein, die 6000 Dollar pro Mann erhalten sollten behufs Ablehnung der sogen. Bingham-Bill, die die in Newyork eingerisseue Polizeikorruptwn systematisch ausroUen will. Zu dem beschlagnahmten Fonds mußte jeder Newyorker Polizist 20 Toll, beisteuern. Eine Folge dieses Zwischenfalles «mag die völlige Auflösung der jetzigen Polizeimacht sein. Kießener Ilü./jayrs-Ifervemalät. th. G i e ß e n, 27. März 1907. Unsere Stadt stand schon gestern unter dem Zeichen des Pferdemarktes. Schon am Vormittag kamen einige Transporte edelster Tiere meist schweren Arbeitsschlages mit der Bahn hier an, die in die Stallungen in der Nähe des Viehmarktplatzes mitergebracht wurden. Nach Tisch kamen besonders aus der Wetterau zahlreiche Pferdetransporte, sodaß die bereits angelangten Käufer vor dem Neustädter Tor und in den Stallungen unserer heimischen Pferdehändler Aug. Frensdorf und S. Michel bereits Umschau unter den Pferden, die heute zu Markt kamen, halten konnten. Es war gewissermaßen eine Vormusterung, wobei man nebenher auch nach den Preisen frug, ohne daß etwas festes oder bindendes abgemacht wuroe, denn dazu ist ja der Markt da, auf dem die Tiere erst noch um einen Preis konkurrieren. Am Abend sah man überall in den Wirtschaften die wohlgenährten und behäbigen Gestalten von Leuten, die mit Pferden zu tun haben, die Hotels und Logierwirtschaften waren in der verflossenen Nacht aut besetzt mit Gästen. Alle waren der frohen Erwartung, daß bas Wetter ihre guten Aussichten auf ein profitables Geschäft in Gießen nicht verderben würde. Diese Hofsnung auf gutes Wetter wurde nicht getäuscht, der Himmel machte ein freundliches Besicht. Mit Beginn des heutigen Marktes begann vor dem Neustädter Tor ein lebhaftes Treiben. Nicht nur Händler und Käufer waren da draußen versammelt, sondern alles, was „Gäulsverstand" in Gießen und Umgegend hat, war versammelt und die Schaulust der Menge wurde völlig befriedigt. Sind doch im ganzen 285 Pferde und 25 Fohlen ausgetrieben, und während die Prämiierungskommission am Vormittag ihres arbeitsreichen Amtes waltet, werden in dem großen Ring edle Tiere meist belgischen Schlages den Käufern und Liebhabern vorgeführt, wobei besonders von den bei dem Handel Unbeteiligten scharfe Kritik geführt wird. Wo gchandelt wird, da fehlen, wenn es sich um Vieh dreht, auch die Schmuser nicht, die ja, wie es kommt, zwar manchen Handel verderben, aber cuuch häufig zum Gelingen beitragen, was natürlich nicht ganz umsonst geschieht. Leider mußte wegen der Karwoche das bei dem Pferdemarkt angesagte Konzert ausfallen, trotz aller Mühe, die sich die Marktkommission gab, war die Erlaubnis nicht erteilt worden. Es ging aber auch ohne Musik. Der Handel ging trotz der recht hohen Preise, die für gute Pferde verlangt wurden, nicht schlecht. Unser Pferdemarkt hat sich gut eingeführt und wer im Frühjahr gutes Pserdematerial kaufen muß, rechnet damit, auf dem Gießener Markt gut anzukommen. Die Prämiierung ging recht flott vor sich, sodaß wir nachstehend schon das Resultat bringen können. . ^Reitpferde, unter dem Reiter gezeigt Braune Stute: Heinrich Ludwig Dreut, Griedel, Anerkennung. «« .Px W^^nschlä^ paarweise zu prämiieren. Fuchs- Wallache: S. Michel-Gietzen 1. Preis; Rappen-Stuten: August Frensdorf-Gießen 2. Preis. Ula. Schwere Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren. Fuchs-Wallache: S. Michel-Gießen 1. Preis; Rot- schimmel: Simon Kaufmann-Niederweisel 2. Preis' ''Vohren» schimmel-Wallache: S. Michel-Gießen 3. Preis. III6. Leichte Arbeitsschlägc, paarweise zu prämiieren. Notschimmel-Stuten: August Frensdorf-Gießen 1. Preis; Braune: Simon Kaufmann-Niederweisel 2. Preis; 2 Pferde: M. Bing-Lich 3. Preis; Füchse: H. Hinkel-Reichelsheim Anerkennung. IVa. Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren. Fuchs-Stute: Simon Kaufmann-Niederweisel 1. Preis; Notschim- mel-Stute: August Fredsdorf-Gießen 2. Preis; schwarze Stute: Isidor Strauß, Ober-Mockstadt 3. Preis; Fuchs-Stute: August Frensdorf-Gießen 4. Preis. IVb. Leichte Arbeitsschlüge, einzeln zu prämiieren. 1 Pferd: M. Bing-Lich 1. Preis; braunes Pferd: Simon Kaufmann-Niederweisel 2. Preis; braune Stute: D. Isenberg Ww.- Fronhausen 3. Preis; Silberschimmel: August Frensdorf-Gießen -I Preis. Va. Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren. (Diese Pferde müssen mindestens 6 Monate im Besitz vo»i Landwirten sein, die dem Landespferdezuchtverein oder einem landwirtschaftlichen Bezirksverein des Großherzogtums angehören.) Oldenburger, braune Stute: Georg Bill I.-Niederweisel 1. Preis; Belgier, dunkelbraun: Jacob Klippel, Niederweisel 2. Preis; Oldenburger, dunkelbraun: Wilhelm Faber-Kirchgöns 2. Preis; Belgier, schwarze Stute: Ehr. Häuser IV. Ww.-Niederweisel 3. Preis; Oldenburger, dunkelbraune Stute: Konrad Volp-Niederweisel 3. Preis; Belgier, braun: Otto Schmidt-Laubach 3. Preis. Vl>. Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren. (Diese Pferde müssen mindestens 6 Monate im Besitz von Landwirten fein, die dem Landespferdezuchtverein oder einem landwirtschaftlichen Bezirtsverein des Großherzogtums angehören.) Goldfuchsstuten: H. K. Schneider-Ulfa 1. Preis; Fuchs-Wallach und Stute: Friedrich Lyncker-Schisfenberg 2. Preis; Braune Stuten: Konrad Reuter VI.-Niederiveisel 3. Preis; braune Stuten: Wenzel Hasser UI.-Niederweifel Anerkennung. Der Prämiierung wohnte Landes-Stallmeister v. W i l l i ch - Darmstadt bei. Die Bluttat Tatjana Leontiews vor Gericht. (UnoereüjrijjiL-c ajoruti uerboieu.) S. u. H. Thun, 26. März 1907. Die heutigen Verhandlungen in dem Morüprozeß gegen Tatjana Seontiuü, denen auch der Vater der Angeklagten, General L., beiwohnte, hatten zunächst noch die Vorgänge im Grand Hotel „Jungfrau" zum Gegenstände, die ihren Abschluß in der Ermordung des Rentiers Müller fanden. Es wurde dabei u. a. festgestellt, daß die Persönlichkeit des Begleiters der Angeklagten nicht hat festgestellt werden können. Die Hotelangestellten bekundeten, daß der Minister Durnowo tatsächlich wenige Tage vor der Ankunft des Paares im Grand Hotel gewohnt hatte, am 19. August v. I. früh jedoch weitergereist war. Der Begleiter der Angeklagten verließ am Tage vor der Mordtat das Hotel mit Rucksack und Bergstock, ist jedoch nach Paris gefahren. Der hinter ihm erlassene Steckbrief macht darauf aufmerksam, daß üer angebliche Stafford an der rechten Hand einen verkrüppelten, tjalb abgebrochenen Daumnagel hat. Müller sank nach den ersten drei Schüssen vom Stuhle, worauf die Angeklagte noch vier weitere Schüsse auf ihn abgab. In seinem etwa dreivicrtelstündigen Todeskampfe kam der Unglückliche nicht mehr zum vollen Bewußtsein. Als man ihn aushob, fragte er leise: „Qui est rette femme?" Das Hauptereignis der heutigen Sitzung bildete die Beweisaufnahme über eine angebliche Mißhandlung der Angeklagten int Untersuchungsgefängnis in Interlaken durch den Richter Laueuer. Obwohl der Untersuchungsrichter diese Beschuldigung mit Entrüstung und unter dem Hinweise darauf ablehnte, daß er verheirate! und Vater erwachsener Mädchen sei, wurde er doch durch d i e Aussagen seiner Untergebenen, der behaupteten Gewaltanwendung überführt, sodaß das Gericht sich veranlaßt sah, den Vorfall dem Bernischen Kassationsgericht zu überweisen. Der Präsident des Gerichtshofes hat ein Schreiben erhalten, in dem gedroht wird, daß an sämtlichen Richtern und Anklägern das T o d e s u r t e i l v o l l st r e ck t werden soll, wenn nicht der Freispruch der Leontiew erfolgen würde. Im Gcsängnis hat sie ein Gedicht verfaßt, das folgendermaßen lautet: Genossen — bricht die Nacht herein, Wenn still und scheu der Tag entflieht. Singt eure Seele mir im Dämmerschein Ein liebes Lied. . . . Genossen — wenn das Morgenrot Durch dunkle Nacht hervor sich stoßt, Singt eure Seele meiner Not Ein Lied voll Trost. Genossen — führt die letzte Nacht Zur Ruh' mich ein. Wird eure Seel' voll Glanz und Pracht Mir Schwester fein! Die Nachmittagsverhandlnng verlief ohne Zwischenfall. Der Vertreter der Zivilpartei beantragte, die Angeklagte des Mordes schuldig zu erklären. Tie Tat dürste trotz der Personenverwechslung nicht als bloße fahrlässige Tötung beurteilt werden. Das Urteil wird voraussichtlich am Mittwoch gesprochen. * Die Attentäterin, ein blasses zartes Geschöpf, macht nicht den Eindruck eines dämonischen Weibes, dem eine solche Bluttat zuzutrauen märe, sondern sie ist em hysterstches, unglückliches Wesen, an welchem die Ettern ein Verbrechen begingen, als sie es ins Mädchengymnasium nach Lausanne schickten, anstatt alles daran zu setzen, seine Gesundheit zu kräftigen. Dieselbe Tatjana Leontiew, die als Backfisch b^i einem Besuch in Berlin aus einer Theatervorstellung flüchtete, weil dabei geschossen wurde und sie das Schießen nicht vertragen kann, knallt ein paar Jahre später an der Loteltasel einen liebenswürdigen alten Herrn nieder, der ihr nichts zuleide getan und nur das Pech hatte, einem Minister etwas ähnlich zu sehen. Hysterie in der Politik! Diese russischen Studentinnen, die ihr Gehirn mit unverdautem Wissenstoff und unverstandenen polttischen Schlagwörtern voll stopfen, bilden mit ihren zügellos erotischen und sadistischen Trieben nachgerade eine schwere Gefahr für die geistige und srttllche Gesundheit iprer NattorL Aus sraör uns Land. Gießen, den 27. März. ** Großherzogliche Spende. Der Neubau b:r Aula der Landesuniversität in Gießen, der im Jun b. I. geiegentliü) des 300 jährigen Jubttaums der Hochschule feierlich eingervecht wird, wird eine kirn itter ische Spende des Großherzogs erhalten. Der Landesherr gedenkt sein lebensgroßes Bildnis in ganzer Figur zu stillen und hat n. d. N. H. V. mit der Ausführung den Darmstadter äJialer Adolf Beyer betraut. Das ais repräsentatives Gemälde gedachte Bild wird an der Hauptivand des Festsaales zwischen den ichon vorhandenen gleich- grouen Porträts des Landgrafen Georgs 11., des Stifters der ttniversttat, und ihres Wiederhersteilers Ludwig V. au,gehängt. - Aus dein Militär.Wochenblatt. Befördert zu Leutnants der Reserve: die Bizefeldwebel Stolpe (I Hamburg) des 5. Grosch. Hess. Jnf.-RegtS. 9lr. 168, Hartung (Weglar) des Jnf.-Lelb-Regts. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117 ; zu Oberleutnants: Kade (Wiesbaden), Leutnant der Reserve des Leibgaide-Jnf.-Regts. (l. Großh. Hess.) sJtr. 115, Frech. Dael v. Köth-Wernscheid (Mainz), Leutnant der Landivehr-Jeldartillerie 2. Aufgebots. — Der Abschied bewilligt: Sch in oller, Leutnant der Reserve des Leib-Trag.- RegtS. (2. Großh. Hess.) 9tr. 24, Falken Hagen (1 Darm- iladt), Hauptmann der Landw.-Jnf. 1. Aufg., mit Erlaubnis zum Tragen feiner bisherigen Uniform, Platho ('Mainz), Oberleutnant der Landw.-Jnf. 1. 'Aufg., nut Erlaubnis zum Tragen der Landwehr-Armee-Uniform. "Das Realgymnasium und die Oberreal- schiile zu Gießen nebst Vorschule wurden 1906/07 von zusammen 980 Schülern besucht gegen 894 im Vorjahr. 35 Eintritten während des Schuljahrs standen 60 Austritte gegenüber, sodaß das Jahr mit 920 Schülern abschloß. Von der Gesamtzahl waren 636 Einheimische, 236 aus anderen hessischen Orten, 105 aus anderen deutschen Staaten und 3 aus dem Ausland; evangelisch waren 865, katholisch 53 und israelitisch 62. Tas Realgymnasium hatte 264 Schüler, dir Ob errealschuls 539 und die Vorschule 177. Tie Vorschüler waren bis auf 9 sämtlich aus Gießen. Tas Lehrerkolegmm, an dessen Spitze Geh. Schiilrat Direktor Dr. Rausch steht, bestand aus 41 Lehrkräften, darunter 3 außerord. (Religions.) Lehrer. Tie Anmeldungen für das Schiiljahrl908/09 iverden schon im Mai dieses Jahres entgegengenommen. Später erfolgende Anmeldungen lönnen nur insoweit be- rücksichtigt werden, als es Klaffenzahl und Raum gestalten. " DasBahnprojekt Grün berg-Lich. Die Arbeiten zur Erbauung der Bahn werden nach Aiissage der ein» geweihten Kreise voraussichtlich erst im Herbst in Angriff genomnlen werden, da die VermesiungSarbeiten, die Herstellung der Voranschläge und die letzten Verhandlungen nut den beteiligten Gemeinden, betreffs Anlage der Bahnhöfe etc. vor Herbst nicht zu Ende geführt fein werden. In der Bevölkerung der Laudorte wird die Verzögerung lebhaft bedauert. Die Strecke selbst bietet (eine nennenswerten Geländeschwierig, feiten, folgt sie doch von Lich nach einer Ueberbrückung über die Strecke Gießen-Gelnhausen dem Wettertal über Rieder, und Oberbessingen, um bei Münster in das Tal des Eschers- baches zu treten. Durch dieses führt sie über Ettingshausen, Queckborn und Reumühle, von hier aus ist zur Ueberiomdung des Queckborner Berges eine höhere Steigung erforderlich, etiva 1 km westlich des Bahnhofs Grunberg fährt sie in die Strecke Gießen - Fulda. Seit etiva drei Wochen befindet sich das Baubureau zur Erbauung der Bahn in Lich; verflossene Woche begannen die Vermessungsarbeiten der Strecke. •* Zu dem Automobilunfall an der Johanni §• bürg erfahren wir noch folgendes: Die Verbandstelle der freiwill. Sanitätskolonne, Neuenweg 30, wurde vorm. kurz vor 11 Uhr vom Großh. Polizeiamt §nr Hülfeleistung veranlaßt. In kurzer Zeit waren drei Kolonnenmitglieder mit der fahrbaren Trage an der Unfallstelle erschienen, wo Tr. Wöhrmann von Wieseck schon anwesend war. Es stellte sich heraus, daß der Verletzte einen Knöchelbruch am linken und einen Oberschenkelbruch am rechten Bein, sowie schwere Schnitt- ivunden und Verletzungen am Kopf erlitten hatte. Nach An- legen der Notverbände durch die Kolonnenmitglieder unter 'Aufsicht des Arztes konnte der Verunglückte nach der chirurg. Klinik überführt iverden, wo der Transport kurz nach 12 Uhr emtraf. Es ist daraus zu ersehen, daß die vorn Zweigverein vom Noten Kreuz geschaffene Einrichtung bei Sanitätskolonne, wenn rechtzeitig deren Hülfe durch die Polizei in Anspruch genommen wird, sehr segensreich ist. Es empfiehlt sich stets, von allen Unfällen sofort tue Polizei zu verständigen. •• Der flüchtige Verwa lter der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten, Dönges, der durchging, nachdeiu er 4000 Mk. amtliche Gelder unterschlagen hatte, ist in Zürich ergriffen worden und wird hierher ausgeliefert werden. Wie behauptet wird, soll Dönges auch den Leiter der Klinik um einen Betrag gebracht haben. "Diebstahl. In der verflossenen Nacht wurde in der Grün berg er st raße in einer Waschküche der Wasch» kessel aus der Mauerung heraiisgebrocheu und gestohlen. "Internationaler Kurs der gerichtlichen Psychologie und Psychiatrie. Wie uns mitgeteilt wird, weist die Tei In eh m er liste bereits über 120 N a m en auf. Wenn wir vor kurzem die Mitteilung brachten, daß in 'Rücksicht auf die beschränkenden Naumoerhältmsse in der psychiatrischen Klinik beasichligt fei, keine Meldungen mehr anzimehmen, so ist dies nunmehr dahin richtig zu stellen, daß die Teilnehmerzahl unbegrenzt ist, nachdem beschlossen wurde, die Vorträge im Universitätsgebäude abzuhalten. "Die wiederholten Grubentata st ophen bei letzten Zeit haben auch den Bergleuten im Großherzogtum Hessen Veranlassung gegeben, den ausgesprochenen Gemein- inn zu betätigen, der den Arbeitskameraden dieses Berufes eigen ist. So ist vor einiger Zeit aus den Kreisen hessischer Bergarbeiter heraiis die Anregung zu einer Sammlung von Bergmannsspenden für die Hinterbliebenen der Opfer des Redener Unglücks gegeben worden. Als Ergebnis dieser Sammlung konnten in diesen Tagen 6 5 0 Mark durch Vermittelung der Bergbehörde nach Saarbrücken überwiesen werden. An dieser Summe sind beteiligt (worüber hiermit öffentlich quittiert wird): Grube Aussicht bei Waldmichelbach mit 126,65 Mark; Grube Georg bei Rohrbach mit 15 Mark; Obersteiger Balzer m Oberkainsbach nut 10 Mark; Grube und Brikettsabrik Friedrich bei Hungen mit 250 Mark; LudwigShoffnung bet Wolfersheim und Melbach mit 15,45 Mark; die Fürstlich Braunselsschen Gruben W ölfers- heim und Weck es heim mit 113,55 Mark; die Gruben Roßbach und Berg man ns grüß bei OberroSbach mit 75 Mark; Bureaiibeamte mit 44,35 Mark. " Der Verkehrsverein Gießen hielt am 25. März in den oberen Räumen des Restaurant Kaiserhos leine diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Herr W. Hornberger erstattete den Geschäftsbericht, aus dem hervorgeht, daß der Verein eine rege Vereinstätigkeit entfaltete, in dem er besonders unsere Stadt durch uinfangreiche Versendung seiner Reklameschriften nach außen hm empfahl und einen ansehnlichen Erfolg damit erzielte. Tie Auskünfte, die er auf Anfragen zu erteilen hatte, waren ganz ungewöhnlich zahlreich, feine Vermittlung in Auskünften betr. die Wohnungen zc. beweisen, daß ein Interesse an Gießen als Wohnplatz im Wachsen begriffen ist. Der mühsamen Arbeit dieser Vermittlungen unterzog sich der Schriftführer, Herr Fr. Helm. KemesivegS erfreulich >var für den Vorstand eilte gewisse Beschränkung, die ec sich auferlegen mußte, solange uniete Stadt noch das oft unschöne Gewand trägt, das rhr die Kanalisation auferlegt. Wird oaS m wenigen Jahren überwunden fein, werden dem Verkehrsverein große umfassende Aufgaben zusallen. Es ist vielfach nicht zu begreifen, daß das immer noch von einzelnen Geschäftsleuten verkannt wird, zu deren Gunsten der ist Ä$:,. ?«S $2’^ "li.g.T'9'*1 «s^ :Äi; 3» Jet 3eo5(tei, ! A°It d.d«^ te4u”« * J ,“ore ’JI11»«. Q§ de8 6j(bfr§l iur ^benvindmis JJ®j’.n9 erforderlich cunber9 fährt fie L- '«> Wochen befindet bcc ^ahn in Öicb; leitungsarbeiten bei °nderIohonniS. >e Verbandflelle bewürbe vorni. tun c Hülfeleifiung ver. lonnfnmilgheber mii erschienen, wo Ti war. Es stellte sch ruch am linken uni owie schwere Schnitt, len halte. Nach B nnenmitgliebec unln ekle nach der chirar: ransport kurz na: sehen, bas; die vo: ene Einrichtung bi n Hülfe durch b )t segensreich ist. 6 sofort die Polizei j. er Klinik für psyck durchging, nari. ageu halte, qi « auSgeliesect iwM en Leiter -er fllmil en Sladjt wurde r tyüfy der Wäf^ w und Qe\tot)k: r gerid)tli:i: ms mdQeteiÜKiY er 120 Na mir ig brachten, datz tu oerbättmsse in br e Dteldungen niet iichüg zu stellen, to m beschlossen zuhalten. nlatastophen m n im GroßherE -gesprochenen W' /raden dieses M den Kreisen heisW einer Sammlung °c rbliebencn der W. Als Ergebne ;oMark durchs fen überwiesen werd - iber hiermit offenlk- Waldm'chelbach bei ObettoSbach larkj "' daß s,rÄ unser' > « bä&* jein« fo|a M«,s rn'bewelie»' L tverdk" 6. .. fein' , (ir? ben ' ch vo" (<1 ‘iß 68 Mk. Schneidergewerbe wird n n v e r in e l d l i ch. In einer Ber- iammluiifl der aiisgesperrlen Berliner Schneidergebnlien am 25. d. Nits. iDiubc der EimgungSvorschlag des Haiiptvorstandes des tifl- gemeinen deutschen '.)Hbeugebeiüerbanbe4 für das Schneidergewerbe zur Besprechung gestellt. Rach einem Referat des zweiten Vorsitzenden ivlirde von der von nahezu ziveuausend Personen beslichten Beriainm- 4ung eine Resolution einstimmig augenonunen, ui der es hecht, daß die Tarnvorlage der Ärbeilgeber einer ganzen Umarbeitung bedarf, die nur in gcnieinschaitlichen Unterhaiidlungen am Cri fiaiifutbcn kann. Tie Bersannnlnng kann deshalb threm Zentralvorsland die 'llnnnhme des durch die Presse veröffentlichten Uliimaiumd nicht empiehlen. Tie Generalaussperrung dürste bemgcmäfc am nächsten Samstag erfolgen.. Plätze unserer Stadt vorteilhaft zeigt uno nut Unterst, der Universität erstmalig schon für bte Drechunderlja Benvendung stnden soll. Für den demnächst hier | Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch» und Brotpreise am 26. März 1907._____________ 2. Qual. 65 bis 70 Mk., 3. Qual. 58 bis 63 Mk. Original-Drahtinelvunsen. E. B. D a v m (labt, 27. März. Die Erste Kammer trat heute den Leschlüssen der Ziveiten Kammer über das Urkunde n- |t e m p e t g e s e tz und den Ausglelchssonds bet. Bei dem letzt- erwähnten Gesetz er olgle die Zuiummung erst nach Abgabe einer die Rechte der Kanlmer roatjveuben Erklärung des Präsidenlen. Tie Kailuner vertagte sich sodamt auf unbesliminle Zell. Bevey, 22. 'Marz. Zioischen ausständigen Arbeitern der Chotoladeltiabrik und Gendarmerie kam es zu einem blutigen Zusammenstoß, bei dem mehrere Streikende verwundet wurden. Paris, 27. März. Ein Vertreter der .Agence Fourhier" hatte eine Unterredung mit einer Persönlichkeit aus der Umgebung Bülows in Rapallo. Ter Diplomat erklärte, bei der Begegnung zwischen Bülow und T i t t o n i würde auch die D r e i b u n d i r a g e zur Besprechung gelangen. 'Dian wolle sich bet dem gegenseitigen Gedankenaustausch über gewisse noch unerledigte fragen oeriländigen. Angesichts der Haltung Englands fei die Amrechterhallung des Dreibundes eine Slot» wendigkeit für Deutschland. Tie nt der Weltpoliiik aufgeiauchlen Lchioierigkeiten würden ^ebenfalls verschwinden, sobald den Machien erneut vor Augen ge'ührl wurde, daß der Treibuild fest zu- lammenhalle. Der Vorschlag Englands zu Gunsten einer allgemeinen Abrüstung könne nicht bte Zustimmung Deutschlands sinben unb auch Frankreich und Rußland nehmen den gleichen Standpukt ein. Tas Ziel Englands gehe augenscheinlich cahm, Teulschlaubs Rüstungen zur See hintan zu Hanen unb im Hinblick hieraus lvürde auch ber Slaalssekretär des Reichs-Marine amles v. Tirpitz der Besprechmig beuvohnen. haben dürfte. X. Ulfa, 25. März. Bei dem heute hier abgehaltenen Schweine markt überstieg die Nachfrage bedenteiid das Angebot, weshalb in kurzer Frist der Bestand vollsländig geräuml ivar. Trotz ber niedrigen Preise für feile Schweine, 40 P'eniiig Lebendgewicht, wurde das Paar 8-12 Wochen alte Ferkel mit 40-50 Mark bezahlt; Emlieger erzielten dem entsprechend höhere Preise. Alan hofft in Kreisen der Landwirte allgemem auf baldiges Steigen der Preise. tc. Frankfurt a. M., 27. März. lLrig.-Telegr. des „©tefc. Anz.") Biehmark t. Znm Verkäme standen 00 Kälber, 00 Schale u. Hämmel, 1 31 Schiveine, 0 Ziegen. Schweme: 1. Qual. 58—00 Pf., Lebendgewicht 45.50—00 Pf., 2. Qual. 57—bO Pf., Lebendgewicht 45.00-00 Pfg., ö. Qual. 50—52 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf., Lebendgelvicht 00—00 P g., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgeivichl 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00- 00 Pfg. Schafe 1. Qualität 00—00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Geschäft bei Schwemen: gut, Markt geräumt. lc. Frankfurt a. M., 26. März, beu- und Str ahnt a rt t. Alaii notierte: Heu Mk. 3.10 bis 3.40, Stroh Alk. 3.00 bis Akk. 3.20. Alles für 50 Kilo. Nachfrage in Heu schwach, weife gedrückt. Stroh begehrt. Tendenz in Heu flau, in Stroh fest.* jjanOcl. Der Markt der Kaliwcrte. Auf diesem Gebiete macht sich wieder eine erhebliche Besserung bemerfbar. Keinesfalls scheint büc Markt auf so außerordentlich schwachen Füßen zu stehen, ivie dies im Handelsteil einiger Blätter geschildert wurde. Jn- bezug auf den EueÜcnmarft ist ja die giciaje Praxis geübt worden, und man tat, ais wenn Deutschland von einer Industrie- uno Handelslruis ersten Ranges heimgesucht wäre. Für Kariwerle war am Arontag kräftiges TeauilgSbedürfnis vorhanden, auch waren umfangreiche Kau,e seitens des Prwatkapitals zu den gewichenen Kursen zu beobachten, sodaß diese recht wesentlich stiegen. Auch die Kaliaktien smb hei-te imeder etwas in die Höhe gegangen, so Kaistm-cke Ascyersleoen von 14o—145 iuuh Westeregeln von 197—198. Markte. )i i e i u e -tagcpuivaiiiu -ou 4>uiduuin iiutjan f i ch ein 67 jähriger Buchhändler unb feine Ehefrau in den Rhei n. Tas Ehepaar lebte m guten Verbältnificn. — Auf der Kleiiibahn K o b n r g -Rodach wurde cm Fuhrwerk überfahren. Ter Führer des Wagens, Frank, wurde getötet, eine andere Perfon fchwer verletzt. — Im Kirchspiele Poldersee (Westpr.j wurden die Ansiedler Horn unb Zielte, beide Familienväter, am dem Heimwege vom Gasthause burd) Mesferstiche unb Stockschlägc getötet unb bann ins Wasser geworfen. Ein ber Tat ver- dächiiger An'iedler wnrbe verhauet. — In Prag konfiszierte bei einem schwer betrunkenen Arbeiter bie Polizei kürzlich ein Los der sächsischen Siaatsiotieric. Wie sich jetzt hcrausstellt, wurde das Los nut 4 0 0 0 0 Mark gezogen Der Arbeiter erhält nichts und m u ß nodi Strafe zahlen. 78 Mk., ______- -- - Der Markt wurde fast ganz geräumt. Die Handelsleute aus den Kreisen Gießen unb Alsselb beklagten sehr bie verschärften Maßregeln, bie in biefen Bezirken angeblich gegen bie Einschleppung ber Seuchengefahr aus Sübdeutfchlanb unb bem Rhein angeordnet find, und bie nicht nur dem Biehhanbel, sondern, wie behauptet >vicb, auch den Landwirten Schaben bringen. Die Marktbesucher aus den angeblich verseuchten Gebieten erklärten, daß in ihrer Heimat die Seuche erllschen sei unb baß man in den venachburleii preußischen Kreisen Wetzlar, Marburg und Biedenkopf 'keine verschärften Sparverorduuugen erlassen hat. O Butz bad), 26. 'März. Ter heutige S ch w e i n ema rk t war nicht stark befahren. Ter Handel war ruhig. Dennod) hat es den Anfchein, als ob die Preise für Ferkel etwas ungezogen batten. Es wurden bezahlt für 5-8 Wochen alte Ferkel das Paar 28—35 Pik., gegen durchschnittlich 5 Alk. iveniger am 'Ulartt vor 14 Tagen. Rach Einlegern war gar keine Nad)frage, was seine Ur .id)e in bem niedern Stand der Preise für schlachtreife Schweme Verein doch arbeitet. Seme Mitgliederzahl hat etwa 23u erreicht; dem Rechenschaftsbericht des Rechners, Herrn C.N ö h r, war zu entnehmen, daß der Verein über einen Bcrmögens- beilanb von 3131 Mart verfügt. In der Hcmptoersamm- lung erfolgte die Wiederwahl des Vorstandes, der gegebenen Falles durch Zuwahl geeigneter Pkrsönlichkciten erweitert werden soll. Zur Belebung dec VeremStätigkeit ist die Bildung von Kommissionen oder Referenten vorgesehen, deren Ausgabe es sein wird, wichtige VeckehrSfragen auf Einzel- gebieten zu überwachen. So wird die Frage der vielfach projezierten Nebenbahnen, besonderer Züge an Theater- abenöen durch Molocwagenbetricb und derartiges dauernde Beachtung finden. Die Hauptversammlung beschloß auch die Schmückung der Balkons und Vorgärten unserer Stadl durch Ausschreiben einer Konkurrenz zu pflegen und bewilligte einen namhaften Betrag zu Prämien. Ferner soll rin Plakat hergestellt werden, das die bemerkenSrvei' en th. Gießen, 27. März, "zfer gestrige Rindviehmarkt hatte einen Aujttieb von oa. 1300 Sluck Großvieh uuD 2oO Jungvieh, 2 Kälbern. Infolge des cingetrctenen günstigen Wellers war ticr anbei in Milchvieh überaus lebhaft. Dazu kam noch, baß zahlreiche .Mufcr aus Thüringen, ber P,alz und Württemberg am P.lirtt m.ireit, die ieu(>ait in bas Geschäft cingrüieit unb besonders Zuchttiere für die Landwirtschaft kauften, welche Tiere ui o^c 6av**-ei^ aut Murtt öotyanoencii voerl-ei,i,cgen Land> rasse zu finden nvren. Bei bem starken Bedarf in Milchvieh für den RieperrHein zog der Preis für bie Tiere eine Kleinigkeit an Auch die Nachfrage nach Jungvieh zur Zucht würbe durch das Wetter günstig beeinflußt unb der kleine Vorrat an jungen Stieren und 'diinbem ging schnell zu angemessenen Preisen ab. Ter Handel in Fettoieh rair nicht sehr gut, aber doch etwas besser als bei den letzten Niärtten. Einige besonders schöne schlachtreife Rinder, bie cm Markt waren, wurden für Frankfurt angekauft und hoch bezahlt, während die Preise sonst seststanden. Das Geschäft in Kälbern, welche Ware in durchgängig schwerer Ware zu haben war, wurde durch das nahe Osterfest günstig beeinflußt. Aufkäufer für Wiesbaden und Frankfurt machten sich wieder Konkurrenz und trieben gegenseitig bie Preise in bie Hohe, sodaß die Käufer aus den kleinen Provinzstäbten, die am Markt waren, nicht ankommen konnten, da die Preise ihnen zu hoch waren. Der Handel in Fahrochsen, für welche Vichgattung ber Gießener Platz als Markt längst seine frühere Bebcutung Her loten hat, wat uiibedeutend. Das Geschäft um die wenigen Paare am Markt konnte zu einer regulären Preisbildung nicht führen. Gehandelt wurden: Kühe, frischmelkend und tragend, vro Stück: 1. Qual. 420 bis 480 Mk. (einzelne schwere Tiere bis 510 Mk?, 2. Qual. 350 bis 400 Mk., 3. Qual. 275 bis 325 Mk., Jungvieh, Rinder und Stiere zu Zuchtzwecken 200 bis 240 Mk. Verkauft wurde der Ztr. Schlachtgewicht: Fettvieh Rinder 1. Qual. 68 bis 70 Mk. (einzelne sehr gute Tiere bis 74 Mk.), 2. Qual. 65 bis 67 Mk., fette Kühe 1. Qnal. 65 bis — 2. Qual. 63 bis 65 Mk., Kälber 1. Qual. 72 bis Arbeiterbewegung. Hambürg, 26. März. Die ausgeipetrieii Schauerleute haben sich nachts wiederum s chw e 1 er A uS f ch r e i tung e n gegen Arbeitswillige schuldig gemacht. Etwa 30 Ausgesperrte überfielen in ber Rahe ber Haniabrücke vier Vizen bev Hamburg- Amerika-Lmie, bte bind) Steinwürfe, Fausiichläge, Knüppelhiebe schwer m l ß h a li d e 11 wurden. Tie Ueberfallenen iie>en durch Revolvers chreckschüsse Po izisten herbei, worauf d,e Angreifer die Flucht etgiifieii. In mehreren anderen Fällen wurden Arbeuswil- lige überfallen, verfolgt, mit Messer und Revolver bedroht. Aiehtere Ärha'iimgen mürben oorgenornmen Brotpreise in Gießen UbciBbtoi 2 Kg. 54 Pig. Schwarzbrot 2 Kg. 50 Psg. <ßcrid?t>|aal« sc. Kassel, 26. März. Eine Landwirtsfrau meldete einen Unfall bei der hessen-nassauischen Berufsgenossenschaft an unb bezog für die Folge eine Rente. Später stellte es sich heraus, daß bie Frau sich ben Unfall nicht tnv Landwirtschaft». betriebe zugezogen hatte. Tie Berujsgeiwfsenschast machte ikn> aus Anzeige unb die Frau wurde wegen Betrugs zu 1 Rivnat Gefängnis und zur Wiederhetauszahlung der Renten (nebst Zinsen' evrurteilt.______________________________________________________ Gießener Strafkammer. 0 Gießen, 26. Mär». Die fehlenden Akten. Im Verlaufe ber letzten Jahre würben bei dem Kreisamt Alsselb mehrfach Akten vermißt, insbcsonbere solche, dic bem Schreibgehülsen F. E. aus ©ttebeiiborf, der bei bieser Behörde in Diensten stanb, zur Bearbeitung zugcwiesen waren. Aus Grund des gegen ihn gehegten Verdachtes wurde er von seinen Vorgesetzten mehrsach zur Rede gestellt, doch er bestritt immer, solche beiseite geschafft zu haben. Durch einen Zufall fand einer feiner Vorgesetzten einige Aktenstücke an einer Stelle, wo sie nicht hingehörten. Bei wellerem Nachsuchen förderte man eine Reihe solcher ihm zur Aussertigung übergebener Aktenstücke in den verschiedensten Räumen des Kreisamts zu tage; beispielsweise in Schränken, wo historische Sachen aufbewahrt rourbui und wo man selten hinkam, auch im Keller und in seiner Wohnung fand man eine Reihe ber vermißten Sachen. Er gestanb nunmehr ein, baß er die Sachen, die durch ihn verzögert worden sind, beiseite geschasst hat, da er befürchtete, durch die verspätete Ablieferung sich Rügen -uzuziehen. In mehreren Fällen hat er die Daten der Verfügungen seiner Vorgesetzten auf eine spätere Zeit abgeäudert, um so den Anschein zu erwecken, als seien sie ihm später zugegangen. Weiter ist er geständig, eine von ihm nicht ordnungsmäßig geführte Tabelle durch Herausreißen von Blättern beschädigt zu haben. Einen ihm übergebenen Geldbetrag für Fabrradsteuer hat er so lange nicht abgeliefert, bis die Sache zur Beitreibung der Bezirkskasie überwiesen war. Im letzten Augenblick versuchte er bie Sache noch zu ordnen und er schickte der Bezirkskasse das Geld unter Benutzung des Namens seines Auftraggebers ein, weshalb er auch wegen Urkundenfälschung angeklagt wurde. Er war im wesentlichen geständig, nur will er so sehr mit Arbeit überlastet gewesen sein, daß er bie ihm zugeteilten Arbeiten nicht rechtzeitig habe erledigen können. Dieses wirb von je inen Vorgesetzten bestritten, sie sinb üielntd)T ber Meinung, ber Angeklagte habe sich zu viel im Wirtsl>ause unb in Vereinen Herumgetrieben unb babuich seine Dienstpflichten vernachlässigt. Er würbe wegen Amtsvergehens zu brei Monaten Gefängnis verurteilt, wobei feine Jugend irrnfmubernb in Rücksicht gezogen würbe. Bezüglich ber Anllage wegen Urkundenfälschung trug das Gericht Bedenken, Verurteilung eintreten zu lassen, da der Angellagte annehmnr, konnte, sein Aujttaggeber sei mit der Benutzung seines RamenS einverstaiiden, weshalb es iu dieser Hinsicht -um Freispruch gelangte. benötn Kongreß für gerichtliche Medizin soll ben Mitgliedern der Führer übergeben werden, der int Verlage von Emil Roth erscheint und sich als ein vollständiges Kultnr. bild unserer Stadt darbieten wird. Ter Führer soll auch sonst bei Anfragen von außerhalb in geeigneter Welse verwandt werden; für die Beschaffung einer Anzahl Exemplare wurden bie Mittel bewilligt. Zum Schlüsse kam noch eine Reihe weiiccer Ausgaben des Vereins zur Erörterung, benen man näher treten wird. Tie Bürgerschaft sollte gerade diesen Verein allgemein unterstützen; je größer das Interesse für ihn ist, desto wirksamer wird er seine Taligkeit entfallen. — Spanische S chatzschwindler richten, wie wir au« einem uns vorliegenden Bries ersehen, gegenwärtig ihre Aufmerksamkeit auf Gießen und Umgegend. Ta schon öfters Leute auf den plumpen Schwindel hcreingcfallcn sind, ist eine neuerliche Warnung vor allen derartigen Angeboten von Belohnungen für die Wiedererlangiing irgendwo verborgener Schätze nicht unangebracht. Es handelt sich bei allen derartigen Spekulationen auf bie Geldbeutel derer, die nach einem Sprichwort nicht alle werden. *• In Amerika verstorbene Hessen. Fraii Henriette Schnapp, geb. Kiefer, aus Goddelau, zu New- Port Llty. — Augiist Gunther ans Aiardurg, 41 Jahre alt, zu Woodside, L. I. — August Kolbe aus Nlarburg, 76 Jahre alt, zu Troy, N. Y. — Georg Mtttelsiadter anS Darmstadt, 73 Jahre alt, zu Alt. Washington, Pa. — Katharina Elter, ged. Neubauer, auS Albig, 74 Jahre alt, zu Erie, Pa. — Schwester Barbara Schlitt au8 Dehrn bei Limburg, 41 Jahre alt, zu Batlimore. — Frau Luise Feth, geb. Böget, 70 Jahre alt, zu Cincinnati. — Frau Magnus Hofmann aus SolmS, 80 Jahre alt, zu Waierloo, Ont. ‘ = Wieseck, 27. März. Die Guido Günthersche Zigarrenfabrik hier ging in ben Besitz der Firma Rinn & (M00S in Heuchelheim über. 0 Alsfeld, 26. März. Der städtische Voranschlag für 1907/08 zeigt für unsere Stadt ein Gesamtvermögen von runb 621600 Mk., eine Gesamtschuld von rund 555 890 Mk., also einen Berniögensüberschuß von 65 700 Mk. Die Hauptaus- aabcn bilden — wie in den meisten Städten — die Ausgaben für Schulen und Schulhausbauleii; dies Kapitel erfordert rund 168 000 Mk., davon 145 000 Mk. für Neubauten van Schulhäusern, in erster Linie eines Neubaues für die Ober-Neal- I(faule. Die Erweiterung des Elektrizitätswerks erfordert 115 400 Mk., der Wasserleitung 10 000 Mk., das Schlachthaus 15 000 Mk. Die städtischen Einnahmen betrugen 568 860 Mk., darunter Umlagen in Hohe von 118 500 Mk., die Waldungen bringen 11300 Mk., das Elektrizitätswerk 45 400 unb das Schlachthaus 15 000 Mk. ein. fc. Aus ber nördlichen Wcttcrau, 26. März. Tie Mte Witterung hat dem Weizen, auch dem englischen, keinen Scyaben zugeiügt. Nirgends ist ber Weizen ausgewiittert. Der Rioggen hingegen hat mcljr ober weniger gelitten. Bi^e mit Korn bestellte Sieder werben umgeadert werben müssen. fc Frankfurt a. M., 26. Marz. Tic hiesigen Schweine- metzger geben bekannt, daß sie in Anbetracht des weiteren Siuu:ns bcc Viehprcise die Preise für Fleisch und Wurst ab 1. April um 5—10 Pfg. das Pfutid herabsetzen. Bretzenheim, 26. März. Großes Aufsehen erregt W spurlose Verschwinden eines 9 jährigen hiesigen Volksschülers. Das Kind war morgens von der elterlichen Wohl- nung zur Schule gegangen unb tonnte trotz eifriger Nacchorschung bisher nicht ausgefunden werden. Man befürchtet, baß der Knabe b-is Opfer eines Verbre chens geworden i|t. (F. Z.) [j Marburg, 26. März. Gestern wurde mit dem Abbruch des nördlichen Flügels unseres Hauptbahn- Hoss begonnen. MMi glaubt, daß nach 2 Jahren das ganze Bahnhofsgebäude umgebaut ift — Die freie Vereinigung der Ortskrankeukas >en des Reg.»Bez. Wiesbaden hall am 7. April hier ihren Verbandstag ab. Es soll il a. über die Ausdehnung der Vereinigung über die ganze Provinz Hesien-Nassa-i Beschluß gefaßt werden. ** Kleine Mitteilungen e - s Hessen und den Nachbarstaaten. Ter Vorsteher des Postamts Büdingen, Postmeister Gresser, tritt am 1. April in den Ruhestand. Er erhieft bei dieser Gelegenheit den Titel Rechnungsrat. — In Bubenbeim acrieten in der Flaschenfabrik von Kripser- berg zwei Lehrlinge in Streit. Dabei zog einer seinen Revolver unb schoß auf seinen Gegner, der tot zusammen- slürzte. — T^c Stadcrat Karl Hi Id zu Nordhausen i|t als befoibctcr Beigeordneter der Stadt Hanau für zwölf Jahre bestätigt worben. Getreibepreife tu Mannheim Weizen luu Kg. lv.40-00.00 'Mk. Roggen 100 Mg. 17.70-00.00'1)11 Höchste Schlachtoiehpreife m F r a n k i u r t a. Ai. Flelschpreise in Dießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 82—81 Mk. ..Kg.Schlachlgew.100— 104PI. ■/ä , , 58-OQ , */t Kg. 82-88 Pfg. V, , 80—84 , „ 80 - 84 , A. Holterhoff Söhne Korsetten reich sortiertes Lager Kinder-Korsetts und Leibchen in allen Preislagen Korsetts für starke Damen von 31k. 4 — an Konfirmanden" Korsetts von Mk. 1— an Frack-Korsetts von Mk. 2 50 an Grosse Auswahl in Strumpfhalter von 50 Pfg. an Gürtel-Korsetts von Mk. 1.50 an Reform-Korsetts von Mk 3.— an Gutsitzende Stoff-Untertaillen Korsettschoner von 18 Pfg. an Spiralfeder" Korsetts von Mk 1.— an Gestrickte Damen-Korsetts von Mk. 1.30 an Korsett Imperial sensationelle Neuheit Das Korsett ist im Rücken geteilt, schnürt Leib und Hütten separat und gibt hochelegante Figur, zu Mk. ' 6-^5 a.V, Allein verkant für Giessen. harten) Am 2. und 3. Osterfeiertag Grosses E^oszart euigeftlhrt von der Xapslla das Grossh. Hess. Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter Leitung ihres Musikdirektors Herrn (J. Krausse 2175 Anfang an beiden Tagen 5 Uhr. Eintritt 2. Feiertag 50 Pfg., 3. Feierhg 40 Pfg ülänner-Turn verein. Am Karfreitag findet Familicnausflug über LUnzenbach—Morgenstern—Bieber nach Nodbeim statt. Abmarsch mitttags 1 Uhr von der Bahnbrücke. Nachzügler können den Zug 3ti Uhr benutzen. Zufauunentunst bei Wirt stremerä in Rodheim. [v27/9 Indem wir hierzu freundlichst einladen bittet uut zahlreiche Beteiligung Der Vorstand. Vermögerrs-Bilauz am 81. Dezember 1906. Aktiva Ml. Kassenbestand 6943.50 Guthaben in laufender Rechnung bet Genossen 52214.26 Darlehen auf Schuld- 1 scheme 4097.— Hypotheken 25730. Kaustchitlinge 6341.40 Rückständige Güterkaufund Pachtgelder 586.— Rückslündlge Zinsen 496.14 Rückstände aus vorher- gehenden Jahren 282.94 Sa.: 96691.24 Passiva Mk. Geschästsguthaden der Genossen 2994.— Anlehen einschließlich Spareinlagen 79439.04 Schuld in lausender Rechnung an Gerwssen 12777.03 Nachlässe sür noch nicht fällige Gülerkaus- und Pachtgelder 504.17 Reservewnds 313.— BetriebSrncklage 277.99 Reingewinn 386.01 Sa.: 96691.24 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1905 . . 67 Wahrend 1906 gingen zu.......ß Wahrend 1906 gingen ab ..... 1 Daher Stand der Mitglieder Ende 1906 ... 68 Erüntngen, den 26. März 1907. 2162 üä3 verftHernug-ftaud 48 Tausend Policen. m Allgemeine Renlen-Anstalt 6.6rt^.i iw«, zu Stuttgart Neorgavilier! 1855. <^tSrns- und Kentenv.lstchcrungsverei» ans Gegenseitigkeit. Moderne verflchernngsbediugungen für Lebensversicherungen, wie sür Reureuverficheruugcn. liberale Kjesttmmungeu in Kezug auf Zlmmfecht- -arLeU und KuversaMarlieit der Policen. E Aaerliannt Viüigg öerechaete yrämlte Sei frühem nm Atvidendenvezug. Hs Neuheit r Fallende Prämien für —abgekürzte Lebensversicherung. Neue, tür Männer u. Frauen gesonderte Hententarife. Auster den Prämienreserven noch bedeutende, besondere Sicherheitsfonds. [ss8/. Nähere Auskunft, Prospekte u. Antragsformulare kostenfrei bei der Generalvertretung für Hessen, Hessen-Nassan und die Pfalz in Darmstadt: Auguet, ISerbeuich. Zimmerstr. 3; in Gtesteu: Hauplagent Willi. I>iirbeck, Kfm., Neustadt; in Grotzeu-Buseck: Wilh. Kühl, Kfm.; in Gr.-Linden: IBelnr. Weis*, Bauunternehmer; in Laubach: Wilh, 1411pstein; in Wieseck: Ludwig Kirchner, Kaufm. Spar» «nd DarlehuSlasie, E. G. m. u. H. $162 Di a r st e l l e r. Bingel. Hamburger Fischhandlung Amwmmmw 10 Schul*träße 10 woaHuaB empstehlt sür die bevorstehenden Feiertage w. lebende Karpfen, Schleien, Hechte 'VW und sonst grötzte Auswahl in lebendfrischen Fluh- u. Seefischen. - - - Gewässerter Stockfisch ----- Alles zum andersten Tagespreis. [2180 Früher mutzte man die Vanille-Schoten auskochen, heute spart man Zeit und Geld und verwendet nur Dr. Oetker’8 Vanillin -Zucker. Leicht verdaulich und wohlschvieckend sind die Oetkerkuchen. ngVi TpkM'arzt für Aren-, Weil- und Hltiskralikheileil kann die gut eingerichtete Klinik eines vor 3 Wochen verstorbenen PrivatkUuiK Magdeburg, Jacobstr. 50, II. Frische Eier per Stück 6Vs Pfg. [2190 C. Koth LI. Äachf., Walllorslr. 5. Telephon 322, Achtungl Grofie Sendung Blumenkohl ist euigetrosfeu, schöner fester Partscr Kopfsalat. Spinat und Feldsalat trifft teden Morgen frisch em bei [02018 J. Kllngelhöfer Wcttergasse 5 Wettcrgasse5 Wollhrringe g‘otttt Rollmops f>. St. 5 Pf hochfeines Sauerkraut per Psd 6 Pfg. empfiehlt [2192 ecker Weg 40. sucht [2118] Gust. Belitz. Hr^Svreirer für die chirurgische Bcteriuär- KliniL geiucht. Meldungen mit Lebenslaus und Zeugnmeu sind bis zum 15. April einzureichen. Er. Dtrcktion der chirurgitwen _________BetcrinariltNtk. [l>'-2/a Solider, verheirateter Arbeiter der mit einem Pferd umzugehen versteht, in oauerno. Stellung ges. 2113] Philipp Lotz, Lacksabrik. Einige jüngere Arbeiter finden bei leicht. Arbeit dauernde Beschäftig. [*UUJ Schillerstr. 18. Jung. Lansvuriche £t Carl Stückratb, Sellersiveg. Jünger. Hausbiirschche» fvf. ges. [21!t3] Weideugasse 1. Einige junge Luile nicht über 16 Jahre alt, finden bei leichter Arbeit dauernde Beschäftigung. [2183 A. Llrämcr, West-Anlage 28. Ein junges [1966 Harrsbütschchcn sucht Wilhelm Zimmer, Bäckermftr., Löwengafie 27. Juttg.snub.Hliusbutfchc sür Ostern gesucht. [2123 Gerniauia-Lrogerie Setvel, ______Frantsurter Stratze. Ei» jüngeres Bürschchen vom Lande gesucht, sowie ein jung. Mädchen. Lotz, vahn, Bäcker, Walltor,trage 31.[2144 jLehrmiK düng aus Ostern gesucht. Osserten schriftlich an 1338]__Job. Fischer. Braver Junge, erlernen will, gesucht. Wilhelm Schmitt, Glasermslr., _________Kanzleiberg 7. 1987 Lehrling, der nebenbei etwas in der Landwirtschaft beschäftigt wird, bei freier Station und Ber- gütung gesucht. 1975 Ferd. Römer, Metzgermstr., ___________Kroidorf._________ jLelinna^ für Kunst- und Handelsgärtnerei gesucht. 1997 Friedrich Georg, Seltersweg 41. gegen sofortige Vergütung gejucht. 1882] Frietir. Krogmunn. Kolonialwaren- u. Delikatessen- gefchaft in Giegen fucht Leiirliug zum Eintritt nach Ostern. Kost und Logis frei. Schristl. Ateldungen unter 1773 an d. Gietzener Anzeiger erbeten. Suche zu Ostern [1924 brav eit Junge» aus achtbarer Familie, der gewillt ist, die Brot- nub Fetubackerei gründlich zu erlernen. I. Appel, Krofdorf. Lehrling 2129 gegen sofortige Vergütung gesucht. D. Liiiker, Tapezier- u. Pvlster- geschasi, Bleichstrahe 15. Zu Ostern würde ein junger Diann mit guten SchulLenntnifjeu ato Lehrling aus das Kontor einer hiesigen Zigarrenfabr. ausgeiwmmeu werden köimen. Adreg'e zu schriftl. Ofiert. tn der Geschäftsstelle des Gietz. Anz. zu erfragen. [2154 SÄreiuerlcbrliug sucht [02026 Aug. Hobmauu, Wetzstemstr. 40. £ÄI Lehrling eintreten bei [2188 I. Fink, Lackierer-Zu. Weitzbinder- meister, Stephanstratze 43. Mctzitcricbrling gciucht Lehrzeit 2 Jahre. ,203g Fritz Euler, Hammstratze 15. Für das Kontor einer bicsigeu L'hrl.ng mit guter Schulbildung gesucht. Schriftl. Rleldungen unter 02018 an d. Gietzener Anzeiger erbeten. ein Madchcu für VJt JllUJl Hausarbeit zur Aus' bilse von jetzt bis L Juni. [2168 Frau Prof. Sievers, Garlenstr.30. Mr Hamourg mögl. VJVIUUJI bald eine Köchin, die etwas Hausarbeit mit über« nimmt Lohn 300—330 Mk. und Reisevergutung 3. SIL Zu erfrag. Gartensrr. 30 bei Pros. Sievers. ______________2170________ irrttt ociucht. [02007 Lans fr an Marktplatz 17,11. M-ih non könn. d. UPctfinäbe» «vtUUujtll ßtuuöL u. unengcUL erlernen. [02O15J ^tcinftr. 50,1. Timt. DicNstmäochkU gesucht. [02023 Frau Professor Erb, Lahnstr. 11. Eingang Hammstr. 12. mit guter Handschrift gegen sof. Vergütung ges. L. Roicubaum & Jakov, Neustadt 79. [02022 Jung. Lr»ka«fcrin und Lehrmädchen für sof. gesucht 02029] Rover! Haas Aachs., .Kurz-, Woll- u. 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JungerKausmann^K, Zig.-Branche gell, sucht, gestützt aus1 Ick-Zeugn., baldm. anderw. Engag. Schriftl. Angebote unter 02005 an denGietzener Anzeiger erbetew Jung. Kliusinunn delssch. absolv. hat, mit ls-Zeugn. sucht Stell. a.Volont o.Anf.-zdomm. tn ein. Bank- 0. grötz. Fabrikbur. Schriftll Angebote unter 02004 an d. Gietzener Anzeiger erbeten. 5um L April od. später für meinen Sohn mit Berechtigung zmn Eini.-Freiw.- Dienst eine kaufuiämiische [2112 LchistcUe in einem, hiesigen Fabrik- oder Eiigros-Gefchüft. Fritz Eglh. Ein Fräulein, 26 Jahre alt, such, SMU.,0 B„käuscrm. Dieselbe ist in der Buchsührnns u. Korrespondenz gut bewandert. Schristl. Angebote unter 2165 an den Gietzener Anzeiger erbet Verichiedcnes Handwagen zum Ausfahren von Milch kauft „Milchküche für Säuglinge". [2194 Pfarrer Schwabe, _________Kirchstrafie 5.__ Mark 9000.— aus erste Hypothek sofort od. später gesucht. Vermittler verbeten. Schriftl. Angeoote unter 02024 an d. Gietzener Anzeiger erbeten. 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