Blatt LS7. Jahrgang Mittwoch 31» Juli 1907 ml AitAtt Ai1 II ti >At A Ai* EvZ BsxsV)l viiCIICi ZllHeiUCT^ 44|mv|»v*'—= S£ General-Anzeiger für Oberhessen WZZ ür die Tagesnnmkner i j V 1 ® ’ • u. Land" und „Gerichts- Ji= vormittags io Uhr. Rotansnroruck unb Verlag btr vrühl'schen Univ.-Buch- und Skinöruderd. 8. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuistrahe 7. Anjeigenie?l^'H^ Beit §ur dritten Säcularfeier der Ludoviciana. (Ein 3üngling griff ich einst zum wand'erstabe. Doll Kraft und Mut zog ich daher. l)och stand mein Sinn, ob schmal auch war die Ejabe. Blank war mein Schild und scharf mein Speer. ri.de, du Elternhaus! Der Freunde Kunde rim altersgrauen Tore meiner harrt. Seid mir gegrüßt und gebt mir gute Kunde, Welch Ziel ist würdig wohl der Fahrt? —. weit liegt das Vaterland. Hus allen Gauen Lockt es mit süßen Melobie'n. D^s Kleines Rebenufer möchf ich schauen, sum Main ins Land der Franken zieh'n. Ls ragt am Keckarstrande, hört' ich sagen, Lin Zauberschloß in grüner Wälder Kranz. — wohin, mein Herz, wird dich die Sehnsucht tragen r rill überall ist Licht und Glanz. Der eine sprach: „Zieh' mit, und lass' uns träumen Jni schatt'gen Schwarzwaldtannengrund." — „Sieh, wie der Ostsee blaue wogen schäumen. Lornm' mit an’s Meer", rief mancher Mund. — .nd jen»r lockt: „Schau, wie die Speere blinken, wie klingen sie am Saalestrand so hell. herab vom Fels bemooste Burgen winken. Dorthin sei du mein weggesell." Sangbar nach Ernst Moritz flmbt’s: „Sind wir vereint zur guten Stunde, Wir starker, deutscher Mannerchor." Doch er, der Freunde liebster, den vor allen Den andren dieses Herz gekürt, (Er sprach: „Kn meiner Seite sollst du wallen"- Und hat getreulich mich geführt. (Ein Maitag war's. Es duftete der Flieder. 3m Blütenschimmer prangten Berg und Tal. Da grüßten unsre frohen Burschenlieder, Mein Gießen, dich zum erst-enmal. wenn nun dein Karne tönt, zu neuem Leben Erweckt er, was vergessen ward. wach wird der Jugend Lust, der Jugend Streben, (Erinn'rung froher Burschenfahrt. Und Freunde nah'n, die einst beim Licht der Sterne Mit mir durchschwärmt die laue Sommernacht. Und Rügen leuchten her aus weiter Ferne, Die einst zum höchsten mich entfacht. Blick' ich gen Ost, weit kränzen dich die Forste, wie oft fyxt sie mein Lisd durchhallt! Blick' ich gen West, wie oft zum alten horste Des Saliers bin ich hingewallt! 3ch stieg empor den alten Turm, zu grüßen Die grünen höh'n, des Stromes Silberband, Dich, teuer wie die Heimat mir, mein Gießen, Und dich, du liebes Hessenland. — D großer Tag, da einst allhier erschlossen Ein güt’ger Fürst der Weisheit (Quell, wie perlt sein Kaß, sind auch dahingeflossen Drei Säkula, so klar und hell. was mutvoll ward in großer Zeit begonnen, Stand hielt's in Kot und Nacht und Kriegsgefahr. Und wie den Ahnen beut der edle Bronnen Den Enkeln gute Labe dar. Kun tönt hinaus ein Singen und Frohlocken 3n’s weite deutsche Vaterland. von allen Türmen klingen Helle Glocken. Tu' an, du Stadt, dein Festgewand. Die du geschirmt in dreimalhundert Jahren, Sie naht in stolzer Jugendherrlichkeit. Kun gib beim Klange jauchzender Fanfaren Dem hohen Gast das Festgeleit. Blüh', alma mater, du in ero'ger Schöne, Hn Rufyn und Ehren groß und reich. Es flicht dein Fürst, der erste deiner Söhne, Um deine Stirn den Lorbeerzweig. Mit dankerfüllten Herzen dich zu grüßen Sieh deine Meister, deine Jünger nah'n. Und brausend tönt das Jubellied dir, Gießen, Du Musenstadt am Strand der Lahn. Dannemann. D ,3 gro*' Fest, dessen Vorbereitung so unendlich viel \'eit verursacht hat, ist endlich herangerückt. Unsere erfebaft hat alles Erdenkliche getan, um Gießen zu einer n- ^en und frohen Feststadt zu machen, wer beobachtet t, wie zahllose fleißige Hände seit Monaten tätig waren, i den Straßenzügen ein schmuckes und freundliches Ge- rnd zu geben, wird die Aeußerung, die man in den letzten .gen öuers hören konnte, die dritte Zentennarfeier habe die ndt mit e -em. Schlage um ein ganzes Jahrzehnt vor- im gebracht, nicht übertrieben finden. (Es hatte etwas ihre. oes; zu beobachten, wie selbst der kleinste Mann n ei.faches heim herausgeputzt hat, als wollte er sagen: luch ich gehöre zur Universität und sie zu mir. Die Ludo- :ia>ia Joli merken, wie sehr sie uns allen an’s Herz ge= rchsen ijt!" Dieser Zug des gemütlichen und harmo- d;cn Zusammenlebens, der Lehrkörper, Studierende und gcdchost seit Jahrhunderten so innig verbindet, ist viel- v l C2S L m erkenswerteste und Schönste an dem ganzen t c ge-sest. was nutzen kostbare Veranstaltungen, wolle Feierlichkeiten und ein glänzender Festtrubel, nn nicht hinter ihnen die wirkliche Herzensfreude, die iniüäc anmutet, steht! Gegensätze von Bildung und Besitz vd man in diesen Tagen nirgends verspüren. Keberall jt man von den Gesichtern das Gefühl des Stolzes und l Bejrietigung ab, daß der Liebling des Landes, die ldoviciana, in so blühender Jugendfrische und so voll :-.cr und berechtigter Hoffnungen in das vierte Iahr- .ndert eintreten kann. historische Erinnerungsfeste, wie das bevorstehende, den willkommenen Anlaß zu ernsten Betrachtungen. Die utigen Universitäten stehen nicht mehr in der ersten Reihe , । nigen Faktoren, auf denen das politische Leben des lüschen Volkes beruht. Früher waren sie schützende Burgen zeitlicher Gesinnung gegenüber den dunklen Mächten der . ur-idien und politischen Reaktion. Sie trugen die 3deen n (Ei 111)0iv und Freiheit, von Reich und Erbkaisertum in le Kreise des Volkes, vaterländische Kundgebungen aus -em Schoße wurden in der dumpfen Stille der Zersplitte- i;g und Kleinstaaterei zu politischen Ereignissen ersten rngos. Fast alles, wofür die Universitäten auf diese weise mutig und erfolgreich gekämpft haben, ist jetzt erreicht. politischer Einfluß gehört nunmehr der Vergangenheit Das, was man Volkswillen oder öffentliche Kleinung nut, wird von den Parlamenten ober Selbstoerwaltungs- rperu, nicht mehr von den Hochschulen, vertreten, hinter lx neuen politischen Parteien muß die ehrwürdige HIma xter jUrücktreten. Sie hat an staatsbürgerlicher Macht Üblich eingebüßt. Um so großer ist aber ihr Einfluß im Kulturleben der Kation geworden. Sie erzieht und beherrscht mit ihren 3deen die akademische Welt und damit das Beamtentum aller Grade und Rrten, und da das Beamtentum das festeste Fundament jedes gesunden Staatsorganismus ist und bleiben wirb, so sind bie Universitäten immer noch ausschlaggevenbe Faktoren in unferm ganzen öffentlichen Leben. Rus bem Unmittelbaren, vielfach aber nur vorübergehenden Einfluß ist ein mittelbarer, aber andauernder geworden. Früher spielten die Persönlichkeiten die Hauptrolle, heute der Geist, der Lehrer und Schüler eint und von dort auf bie Massen heilsam überströmt. Wer da glaubt, es könnten reiche Stifter nach amerikanischem Muster und ehrgeizige Kommunen mit Gelb allein Universitäten aus einem Kichts, gleichsam wie gemeinnützige Rktiengesellschaften, hervorzaubern, ber kennt die Universitätsgeschichte, kennt die Kulturgeschichte, nicht. Eine echte Universität ist bas probukt eines komplizierten geschichtlichen Prozesses, ber tausendfältige Beziehungen mit bem ganzen Lanbe geknüpft hat. Mag man noch so viel reformieren unb reglementieren, man wird es nie verhindern können, daß auf Deutschlands hohen Schulen ein Geist in Forschung unb Lehre gepflegt wirb, von bem immer wieber eine Rrt von Blutauffrischung bes ganzen nationalen Lebens ausgeht. Die Luboviciana gehört zu den kleinen Hochschulen bes Reichs, aber sie steht selbst ben großen gegenüber ihren Mann. Das werben in biefen Festtagen bie Rektoren ber Schwesteranstalten unb bie Delegierten ber Rkabemien ber Wissenschaften, bie als illusterste Gäste bem Feste beiwohnen, feierlich bezeugen. Sie werben auch barauf Hinweisen können, baß man in Gießen wissenschastlickw Arbeit mit gemeinnützigem Sinn, gewissenhafte Forschung md Lehre mit treuer Betätigung von Bürgertugenben zu vervinben weife. Man nennt Gießen mit Vorliebe eine Rrbeits- universität im Gegensatz zu ben Dergnügungsunwerjitäten, die ihre Anziehungskraft zu einem guten Teile nur ber Mobe verbanken. wir Gießener biirfen uns biefe Bezeichnung wohl gefallen lassen, denn sie enthält ein hohes Lob. 3n Gießen wirb in ber Tat ernst und eifrig gearbeitet, und dazu sind schließlich die Hochschulen, wie alle anderen Schulen, da. Die akademische Freiheit kommt dabei nicht zu kurz. Die Professoren- und Studentenschaft würde nach ihrem alten Spruche: „litteris et armis ad utrumque parati“, Der seit drei Jahrhunderten das Universitäts- banner ziert, geschlossen auf dem Plan erscheinen, wenn man die akademische Freiheit, die Freiheit der Lehre, wie die Bewegungsfreiheit der Studierenden, bedrohen wollte. Unser heutiger Lehrbetrieb vollzieht sich nicht mehr in klösterlicher Enge unb in dogmatischer Verbohrtheit, wir wissen, was unfern beutschen Universitäten bas hohe Ansehen in ber ganzen IDelt verschafft hat. Es waren die Liebe zur wissenschaftlichen Wahrheit und der unabhängige, tapfere Sinn nach oben wie nach unten, die bie Hochschulen zur Blüte gebracht haben. Auch heute noch sind bie Universitäten akademische Republiken. Sie geben am treusten und tiefsten die Kulturerrungenschaften wieber, je mehr eine weife und fürsorgliche Regierung ihr Selbst- beftimmungsrecht achtet und schützt. Es dürfte wenige Universitäten im Reiche geben, deren Autonomie eine so verbriefte und weitherzig gehandhabte ist, wie die ber hessischen Lanbesuniversität. Diese rührige Selbstverwaltungstätigkeit hat erzieherisch auf alle Teile gewirkt unb es in erster Linie ermöglicht, bem gesteigerten Wettbewerb von außen her gewachsen zu sein. Große, ja erstaunliche finanzielle Opfer, namentlich in ben letzten Jahrzehnten, in ber Seit eines ungeahnten Aufschwungs, hat das kleine Hessenland, in dem Kulturabgaben nicht leiden, ohne Murren, ja freudig, seiner Landesuniversität gebracht. Dank dieser staatlichen Fürsorge zieht die Hochschule in all' ihren Teilen erneuert unb trefflich ausgestattet in bas neue Säkulum ein. Daß übrigens bie Arbeitsuniversität Gießen nicht aller Freuden bar ist, beweist das ftische ungezwungene, von Protzigkeit und Engherzigkeit ebenso wie von Streberei freie studentische Leben. Auch hier heißt es: „Saure Wochen, frohe Feste". Und wenn in diesen Tagen tausende ehemaliger Studierenden der lieben, gemütlichen Lahnstadt zu- eilen, so tun sie das um deswillen, weil sie hier die schönsten Lebenserinnerungen, die unvergeßlichen (Erinnerungen der Studienzeit, lebendig erhalten wollen. Die „Alten Herren werden sich nicht wenig wundern, wie sich ihr altes Gießen in den letzten Jahren herausgemacht hat. Eine fortschrittliche Kommunalpolitik und ein kaum zu übertreffender Gemeinsinn der ganzen Bevölkerung haben zusammengewirkt, um die Stadt zu verschönern und behaglich zu machen. Die Umgebung war von jeher zauberisch schon, überreich an malerischen Punkten; jetzt ist auch die Stadt schmuck und fein geworben, viele werben bas traute „Rest" kaum wieber erkennen. Allen Gästen von nah unb fern winken frohe Stunden. Möge bas benkwürbige Fest einen glücklichen verlaus nehmen unb bei allen Beteiligten schöne (Einbrüche hinterlassen. 3n biesem Sinne rufen wir allen unseren lieben Gästen ein herzliches Willkommen zu. Prof. Dr. M. B. von auer, dem tue ftfio ß- r r, I r , v .y. ------- vv“t vy*H|Hirviuu unu uvr dtacueilL oei* eilt« «Tpnfipr-1 mnfn m Brandplatze m seinem inneren und zückenden eilte ilumctifpeiibcnbe g-Ortunn borftcKcnbcn Snnb» C n7 h^-rich-et soweit t3 nicht das ftictcrei unb ber Umrahmung durch wohlige Ärchebüuke Oberheistsche Geschichtsmuseuin etnnuuniL Sowohl bte Pro- Ihr entspricht auf ber anderen rrimmerscite eine vlausckuae' mifprfpr (Änvvn» __r.Y. 1.^ . , ? - - - , 11 ich einen Wandschirm abgettilie Teeecke mit Ottoinan/ Luterter Damen und Herren aus verichiedenen oberhessischen Auch die Dibbel sind von besonderer Schönheit Sie sind VC Hü1 W Zur HtniversträLsfeier. Auszeichnungen. ..... v—----- — T.,.~ et jur. Dem ord. Professor in der evaug.-thc.^ *h16- h<,w rtvk in Und mir beobachten und bewundern die opferwillige und ersprießliche Tätigkeit der Groß Herzogin Eleonore im Dienste der Nächstenliebe. Das anschließende Wohnzimmer ist wohl bas schönste bes ganzen Schlosses. Wundervoll ist hier die Gleichheit voll Farben und Formen und apart zusammengefügten mannigfacheii Stoffen. Es hat seine stärksten Töne unten im schwellenden prachtvollen rostbraunen Teppich, lost sich bann in feines zartes Hellbraun auf, um schließlich ins blenbeitbe leicht gelb ornamentierte Weiß der von braunen rf p £cn BahnhvsSplatz umrhamen hochragende, durch Grv landen, oe.rbimbcne LMeMuaA^ ziM ÜkiM Auch die dibbel sind von besonderer Schönheit. Sie sind wahre Prunkstücke. Der Dvppelschreibtisch, der Konversations- tisch sowie der in seinem oberen Teile drehbare Bücherschrank sür den der Besitzer des Juselverlagcs, Heimel in Leipzig, seine besten Berlagswerke spendete, ec. sind sämtlich aus naturfarbenem Ahornholz und tragen leichten linearen Jutarsienschmuck, der der edlen schlichten Formen vornehme Wirkung wohltuend unterstützt. Die Schönheit der glatten glänzenden Flächen tritt imponierend in den Bordergrund. Man hat den Eindruck der Eleganz und Delikatesse des Empires, lieber das ganze Zimmer ist der eigentümliche Schmelz der hellbraunen Grundfarbe gebreitet. Drei geschickt im Raume verteilte weiße Wandkandelaber, die gleich Hellebardieren an zwei Türen Postiert sind, und eine originelle Deckenbeleuchtung, deren mattglasige Leuchtkugeln durch schifschensörmige Ausbuchtungen mit einander verbunden sind, spenden dem Saale das Licht. Sehr hübsch ist auch die diskrete, geradlinig lich schachtelnde Ornamentik der zum Schlafzimmer führenden Tür, reizend der Fenstererkdr mit seiner zierlichen Täfelung, dem Blattgrün des Fensterglases, dem duftigen Weiß der Gardine. — Stifter dieses Zimmers ist Kommerzienrat Heichelheim, Ausführer der* * Olbrich'schen Entwürfe die Darmstädter Hosmöbelfabrik Joseph Trier. Das Schlafzimmer endlich ist im wesentlichen in Grün und Weiß gehalten. Die Bettstatt nimmt eine große, durch einen Vorhang abteilbare Nische ein. Die kostbare grüne Bettdecke ist ein Geschenk der Damen Friedbergs. Ueber den Betten sieht man die gestickten Initialen der Namen des hohen Paares in einander verschlungen. Zn beiden Seiten der Betten sind in kleinen Wandvertiefungen reizende elektrische Lampen angebracht, unter denen sich niedliche praktische Klappbrettchen befinden. Sehr graziös sind die sonstigen cremesarbigen Möbel dieses intimen Gemaches, bie aus Ahornholz mit Emaillelack von der Friedberger ilsirma Bindewald ausgeführt sind. Sehr elegant ist der Toilettentisch mit dreiteiligem SpiegÄaufsatz, allerliebst das ovale Tischchen in der Fensternische. Mit den hell bläulich- grün gemusterten Stühlen und dem gleichfarbigen Divan bildeii die im Zimmer vielfach verteilten Kissen, sowie dem gleichfalls von Friedberger Damen gespendeten, mit reicher eilberftirfcrei versehenen Ofenschirm eine nüanzenreiche grüne Farbensymphonie. Eine Wand wird von einer Reihe weißer Wandschränke eingenommen. Die mittelste Schranktür aber öffnet sich nicht gleich den anderen zu eichenen Fächern, sondern — zum Badezimmer, an das sich ein schmuckes, kleines gan^ in Weiß gehaltenes Gemach für die Kammerfrau 39rcr König!. Hoheit der Großherzogin schließt. Auf der anderen Seite der Etage entspricht diesem Zimmer eine jelji* hübsch sich ausnehmende Kammerdienerstube, deren hclle, in Naturfarbe gehaltene Möbel aus amerikanischem Kiefernholz einen anheimelnden Eindruck machen. Herrlichsten Naturfchrnuck aber liefert zu dem Ganzen 1 das prächtige Sonimergrün des Botanischen Gartens, aus j dem einzelne Baumriesen freilich nur allzu neugierig bUtrf. die wenigen Fenster hineinlugen. Eine bequeme Verbindiw zwischen Schloß unb Garten ward auf die einfachste hergestellt durch Einbeziehung eines bisher von einem Iste silienschuppen bestandenen, ziemlich wüsten Stückchen Land s in die Parkpartien des Gartens. Rosen wurden da Q, Pflanzt, der nahe Graben entwäsiert und mit Farrenkräutern reich besetzt unb durch dieses mit so geringen Mitteln reuen! gestaltete Fleckchen Erde der Botanische Garten gewisse, maßen in einen großherzoglichen tzchloßpark verwandelt So dürfen wir denn hoffen, daß dem Großherzoalich-n Paare dieses ihm von Stadt und Provinz mit gleiche Gebefreudigkeit schmuck hergerichtete Gießener Heim gefallen wird. In dieser Hoffnung aber liege zugleich der freubin Wunsch, daß Gießens Willkommengruß öfter als bisher er klingen möge in den kommenden Zeiten. Denn es ist % uns ein Festtag, wenn wir dem geliebten Fürstenpaare'n. die Augen schauen dürfen, wie es für das hohe Paar ein Gefühl der Freude werden mag, wenn es in der Stäi^ der 300jährigen Hochburg hessischen Geistes weilt, p. \\ In der letzten Zeit l'iat unser liebes Gießen des öfteren Gelegenheit gehabt, sich in ein festliches Kiew zu Hullen, aber nod) nie ist die Schmückung der Skadt so allgemein, gi" ichnmavoll und reichlich gewesen, wie zum EhreUfcüe der Alin-* mater Lubovwnma, nicht bei dem Empfang des Reichsoberhauptes und nicht bei den. Festen der Sänger, Turner und Schüben ufro., Ole Eie gen in den letzten Jahren gefeiert hat. eries fprich- ant, für die Bedeutung, die die Bürg-erschaft Gießens du Universität und dem Univerfitätsfest entgegeribringt. Jhrei Universität und ihrem Feste, denn in den Tagen der Festvou bare nun gen hac es sich aufs neue so recht gezeigt, wie eng die Beziehungen zwischen _ Universität und Sltadt, Universitätsan- gehörigen und Bürgerschaft sind, und wie sich jeder Einmohim fozuiageii als ein Angehöriger der Universität fühlte und ihr Abst- Mitfeiern wollte. Leider ließen Raum-, Zeit- und andere -berf>altni|je eine uneingesch!ränkle allgemeine Beteiligung da >. GwHten Ernwohnerschaft an deni Feste nicht zu und um fr L großer diars deshalb jetzt die Genugtuung und Freude darüber I Jein, daß ganz Gießen an der Ausschmückung der Stadt zur E umt)er)itutSjeier teilgeuommen hat. Tenn wohl kein Haus i|> ! °W o*esteSschmuck geblieben und in vielen Geaenden der Stad! ' I einen sich der natürliche Schmuck der Anlagen, Alleen und härter I mit der künstlichen Feste saus schmückuug zu einem so Wirkung^ | üollen maleri)chen Gesamtbild, wie es schöner und farbenprächtiger 6 tuol;t kauin gedacht werden kann. Ta ist vor allem die pc.iHligc I Feststväße, die vonr Bahuhos Pis zürn alten Schloß hinzieht uni L dein erlauchten Rektor Magnifizentissimus und seiner Hohen || malstiii als Einzugsstuaße in die Räume dient, durch deren 2^ f ^flönahme sie gewrsieriilaßen zu Mitbürgern ihrer gmen Sli.iu | Gießen werden. Orten, vornehmlich natürlich aus Gießen selber, haben es üch angelegen sein lassen, das Schloß so behaglich, geschmackvoll und künstlerisch vornehm auszustatten, daß man sich ivohl der Hoffnung hingeben darf, es werde das Gießener Schloß selbst den Beifall unseres in künstlerischen und kunstgewerblichen Dingen ungemein subtilen Herrscherpaares finden. Gleich der ganz inittelalterlich uns onmutenbe Burghof Hat etwas außerordentlich Anmutendes. Trutzig reckt sich der* altersgraue massige Turm, dec sog. Heidenturm/ empor. Ihm zur Seite windet sich eine überdachte Treppe, wie sie manchen alten Schlössern eigen ist, in die Höhe. Em Ziehbrunnen aus Urväter Zeiten lagert sich nut spitzem Dache davor. Die an ben andern drei Seiten den Hof umzlckenden Schloßstugel sind von dem bekannten und verblenslvvllen Architekten Hofniann in Herborn geschickt renoviert unter pietätvoller Bewahriing der ursprünglichen Fornien. Die gesamte Jnnen-Ausstattung ist getragen von den bebend (amen Grundsätzen ber mobeiT.cn Kunst in Hinsicht auf dekorative Farbenwirkung. In allen Räumlichkeiten rebet zu uns dec Gedanke von dec hohen Bedeutung dec Hacnionie dec Formen und der biskceten Vecbinbilng einander ähnlicher in feinen Nuaiicen ecgänzenbec Töne zu einer befHmmten harmonischen Wirkung auf unsere Sehnerven unb bamit nur unfic ästhetisches Wohlbehagen. Von biesec dekorativen normen- und Farbenkunst hatte man bis vor wenigen Jahren in weiteren Kreisen noch kaum eine Ahnung. Erst die mit Recht iveltberühmt gemorbene, unter Ernst Lubwigs Ailspizieii empocgewachsene^Dnrinstäbtec Kirnst hat die allgemeine An- erkennuiig dec ö'vcnien- unb Farbenharmonie als obersten Grunbsatz in ber Innenausstattung zu Wege gebracht. So wäre denn das Gießener Schloß in seinem Inneren ein überaus nützliches Belehriingsmittel für bie Kultivierung des Formen- unb Farbengeschmackes bes Publikums, unb be- fonbers erfreulich wäre es, wenn es ihm zugänglich bliebe zu bestimmten Zetten unter sachkunbigec Führung .unb Beaufsichtigung. S. K. H. der Groß her zog haben aus Anlaß des 300 lüljngen Jubiläums der Großh Landcsuniversität verliehen- ’ Tie Golbene Verdienstmedaille für Wissen schäft und Kunst: dem Ministewialcat im Ministerium bf.- hetten^' 'tX‘ ^U0‘ bber, Referent für Universitätsangelegen- Tas Kommandeur kreuz II. Klasse desLudewi^- dem derzeitigen Neüorder Landesunivcrsität m ord. Proieüor tn der philos. Fakultät Geh. Hofrat Tr. Otto De Hag Hel. TjaS Ritterkreuz I. Klasse des Ludewigs-Or- h ens : Lent Tekan der ev.-theol. Fakultät und ord. Prosesso- m bte,er, Geh. 5iwchenrat D. theol. et. Phil. Gust. Krüger Das Ritterkreuz II. Klasse des Ludewigs-Or. ^ns: dem DeAn und ord. Professor der juristischen Fakuli-. ^r. Will), van E a l k e r, dem Dekan und ord. Professor b*r medizinischen Fakultät Tr. Otto Frank, dem Dekan und ou> Pro.eiior ber philosophischen Fakultät Tr. Walter König . Tias Komtur kreuz II. Klasse des B c rd i e n iloi. b e Hy -d h il i p p s des Großmütigen: dem Prorektor dkl Landesuniverjität und ord. Professor in der medizinischen kultat Geheimen Medizinalrat Tr. Eng. Boüroem, dem tretcr der Landesuniversität in der Ersten Kammer der Ständr ord. Profepor tu der juristischen Fakultät Geh. Justizrat Tr. Arth^ Benno e ch ni i d t Tlas Ehrenkreuz des Verdienstordens Phj- beS Großmütigen: dem orb. Professor in philolophischen Fakultät Geh. Hofcat Tr. Alex. Raumann ‘ Tre Krone zum Ritterkreuz I. Klasse bes Bei, dienstordens Philipps d e s G r o ß m ü t i g e n : demVor. tragenden Rat in der Abteilung für Baivvesen des Ministerium der Fi wanden. Geh. Oberbaurat Reinh. Kl i n g e l hö f fe r, tec^ m)cher Referent für dias Universitäts-Bauwesen int Ministerium des Innern, dem Tirektoc der Universttäts-Bibliothek Geh. Hm r!at Dc. Herrn. Haupt. So erfüllt es niis Gießener denn mit freudiger Genugtuung, in diesen Tagen das Großherzogspaac in unseren Manern sehen und ihm unsere EhrerbieUmg dardringen zu können. Wir sprechen aber — dessen sind wir gewiß — im 'm “a'r unserer Bevölkerung, wenn wir unserem ........... ytlu vtlluultmlcuc oßHerzog und seiner edlen Gemahlin heute ein besonders Naturpfeilern gestützten Decke überzugchen. Den schmucksten freudiges und herzliches Willkommen entgegen^und lebhaftesten Teil des Zimmers bildet die vornehmlich -basS ^ol)e öicSinaC doch nicht zu abendlicher Plauderei lockende anheimelnde Kaminecke ohne Gegengabe. Uin würdig es zu Herbergen, würbe das, mit dem Glqsur-Blau unb Grün der Ka^ln der ent- Ten Charakter als „Gr h e im e r a t" : dem ord. Professor in der phtto)ophischen Fakultät Geh. Hosrat Tr. Rich. Heß. . . Charakter als „Ge Heimer Hofrat": dem ord. Pro- leisor tu der philosophischen Faknltät Tr. Aböls Hansen. Ten Charakter als „G c he i m er K i r ch e n r a t": bemerk Prvfeffor tn ber evang.-theol. Fakultät Tr. Will). Salben-- sper ger. . Kauz lei rat": dem Uniüerfr tats-^ekretar Kanzletrat Friedr. Schäffer. Gießen im Festkleid. Tas Ritterkreuz II. Klasse des Verdienstorden-' Philipps des Grvßniütigen: dem Mitglied ber Stall' Verordnetenversammlung der Stadt Gießen Kaufmann Frickr Helm, dem^Univerittätsgartner Garrenulspeitor Friedr. Reh« ^kretariats-Assistentcn bei dem Univcrsitäissekre- tanat Wtth. Er le. Bon den unteren Räumlichkeiten ist bereits im zweiten B-atte unserer Nummer vom 17. Mai bie Rede gewesen. Sie würben da von berufener Seite als „em Kleinod hejfi« Wen KunslgewerbeZ' bezeichnet. Zu den Fürstenziinmern ist neuerdings noch^ em Adjutantenzimmer getreten. Es lieot nach der Ltraßensront, zu erreiche» aber ist es von dem dein Hostore gegenüber liegenden Eingänge aus, der zu einem von bet Straße aus unzugänglichen Altane führt. Zn Rot und Braun gehalten bilden seinen Hauptschmuck zwei einander gegenüber gehende Aitrinen, von denen bte eine verziert ist mit bem schon geschnitzten hessischen Wappen, während die andere in ihrer vorderen Schmalseite einer Uhr al« (Lehüuse dient, etc, sowie das rote Lebergestühl nebst Arbeitstisch jind aus dunkel gebeiztem Eichenholz gefertigt. Der ans gitterartigen Metallzylmbein sich mastig zusammensetzenbe Lüfter tji ein tüchtiges Erzeugnis des Etegener Üuuftjchmiedes Das Silberme Kreuz des Verbieustorbens Philipps bti Großmütigen: dem Diener am anatomischen Institut H. B a l ser, bem Maschinenmeister bei der Verwaltung ber medizinischen uni' gynäkologischen Klinik Gg. A l b c e ch t. Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift. "Ont langjährige treue Tieniie" am Bande des Berdienstordent- Pyttipps des Großmütigen: dem 1. Tiener an der chirurgischen Untverrttüts-Vetertnär-Klinik Jak. S ch m i t t g a l l, dem Tientt ant pl)ystolog!)chen Jn)titut Joh. Möser, dem 'Diener an bei UnwerittalS-Z-rauenlliuik Gg. Mandler Aus demselben Anlaß haben S. K. H. der Großherzog ei- teilt: Ritterkreuz I. K lasse des Verdienstorden- PI) i ltp Ps des Großmütigen : dem ord. Professor in bei lurt,tischen Fakultät Tr. Joh. Bi ermann, dem ord. Pa- se,)oc tn der medizinischen Fakultät Dr. niet), et phil. Roben Sommer, dem ord. Professor in dec philosophischen FakuliL ~r. jlljrtjiüan B ar t ho lo nt a e, bem ord. Professor in bei pytto)ophi)chen Fakultät Tr. Karl Grvos, dein ord. Prosesm m ber philojophtschen F^kuckät Tr. Bruno Sa nur, Professor in der philofvphischen Fakultät Dr. phil. MiagnuS Biermer, uru. Prosessor in d Ö^ultat Tr. Paul Drew §, bem ord. Professor in ucr pmwio- Mschen Mkwltät Tr. Herrn. Oncken, dem Vorstand des Hoch- vauautts Gießen und der Baubehörde für bie Universitätsneubauten Vaurat Aug. Becker, dem außerocd. Professor bei bcc evapg.-tyeol. Fakultät Tr. Osk. Holtzmann, dem Oberbibllo- thekar an der Universitäts-Bibliothek Tr. Enril Heuser Tie Silberne Verdienst-Medaille für Wissen- 1 chaft und Kunst: dem Oberlehrer am Realgymnasium w . Darmstadt Dr. Wilh. Becker. 1 Die Tage, an denen wir feiernd einer großen Tat der! Franz Wieganbt, der auch sonst noch manches schöne Stuck Vergangenheit gedenken, sind Lichtblicke im Dunkel einer dem Schlosse lieferte. Auch in bet schweren dunkel gebeizten verworrenen Gegemvart. Ein solcher Sonnenblick im Eingangstür findet sich außen als Metalleinlage bas hessische dunkeln Ungeroilfen ber Gegenwart — ybie Gegenwart weiß Wappen, eine kostbare Originalarbeit von Prof. Olbrich, keiner recht zu leben", sagt Grillparzer — sind die bevor- von dessen genialer Künstlerhand übrigens die ganze Ein- siehenden Jubeltage der Lubovieiana. ! cichiung ber oberen Räumd bes Schlosses entworfen ist. Die Gießen, dec alte Sitz ber Landesunivecsttät, die Haupt- Ausführung dieses Zimmers geschah durch die Möbelsirma stadt ber räumlich größten Provinz des Großherzogtums, Binbewalb in Friedberg. Eine Spitzbogcnöffnung, bie einen lüirb bie seltenen Gebeuktage m gebührenber festlicher unb roten Vorhang, mit golbenen Kronen geschmückt, erhalten hat, feierlicher Art begehen. Es prangt in Festesglanz. „Unb I führt aus diefem Raum übet ben mit Fernsprecher versehenen Pforten bauen sich aus grünen Zweigen unb um bie Säule Treppenabsatz zu bem von Glückert in Darmstadt aus-! windet sich der Kranz." Die Sladt will sich der Ehre des geführten Audienzsaale, an den sich bet* imposante Speisesaal des Besitzes ber hessischen Alma mater roürbig erweisen, der Hebst bem reizenb intimen Rauchzimmerchen und dec in Ehre beö Besuches seiner zahlreichen gelehrten Gäste, insonder- üppiger Vornehmheit pcängenbe Salon schließen, beffen Heck der Ehre des Besuches seines erlauchten Fürstenpaares, prunkvollstes Stück ein von Gießener Damen gestifteter Golb- An derselben Stätte, wo er vor 17 Jahren als flotter dcokatvochang ist. Bursch hoffnungsfceudig und lernbegierig an bie Quellen bet* Im oberen Stockwerk befinden sich gleichfalls drei Wissenschaft trat, gedenkt Gcoßheczvg Ernst Ludwig Fürstenzirnrner. '.n Gesellschafts-ober Empfangs- auch in diesen Tagen 311 weilen, um Glückwünsche für bic raum, zeigt fofot ■ * das Ent'scheidenbe bei Olbrich der obec,te Pfiegeitätte bet* Kultur in feinem Laube baczubringeu! farbige Eindruck Dü Wände tragen eine leuchtende wie auch entgegenzunehmeu. Alte Erinnerungen au ent- orangefarbene L1 ' -sWU^-ung. Des Künstlers Phantasie schwundene Zeiten, in Vergessenheit versunkene Gedanken, aber zeigt sich an-. - -mbne. ,' wo er aus einer Notwendig- Einbrücke unb Empsinbuiigen an bie selige BucschenzcitIkeck eine Schönheit >. ui/ ’., jen läßt. Um die nur durch werben wohl in feinet* Seele wieder empoctauchen, unb nicht das auffallend grelle Gelb des massigen Ofens und den ohne ein leifes Gefühl dec Wehmut werben Bilder froher! einer Riefenblume ähnlichen Lüster unterbrochene Einförmig- Tage unb manche liebe Schatten auffteigen. feit des Zimmers zu beleben, krönte er die Balkontür mit See Strom dec ereignisreichen Zeit, dec seitdem vor-1 einer an exotische Ornamentik erinnernden Stickerei, einem ubeccauschte, hat vieles geändert, bie Menschen unb bie Erzeugnis der Darmstädter Alieeschule. Sie nimmt den -tinge. Die Stadt Gießen hat ihr Weichbild ausgebehnt.! Blick des Eintretenden sofort gefangen, sie gibt dem Raume 5bre Bürgerschaft ist gewachsen an^ Zahl, Schaffenskraft unb feine geschmackvoll bizarre Schönheit. Ein reiches Blitten- Untecnehmungsgel)t. Reue Jnleceffeii finb erftnnben, neue gewinde, in dessen buntem Gewirr grüne Vögel sich schaukeln Ziele, mit regerem Bilbungstneb, mit reicherem Schönheits- umsängt es den Beschauer trotz seines Biedermeiermusters gesühl. Aber emes qt geblieben — die treue Anhänglichkeit doch gleich den Seltsamkeiten einer türkischen Mosckee. Die bes Gemeinwesens an den erlauchten Herrscher, bie Verehrung Wände werden im übrigen von mehreren für bie Uniformen unb Liebe unserer Bürgerschaft für Ernst Ludwig von Hessen Sr. Kgl. Hoheit bestimmten Wandschränken aus Kirschbaum- und sein hohes Haus „ holz eingenommen. Von einem zum gemächlichen Verweilen Jeboch aiich sie hat sich em wenig geändert. Sie hat lockenden breiten Ledersessel hat man eine entzückende Aus- Sabc ju gabt an ©tärfe unb Siefe sugenommen. Ist sicht auf ein intimes Gießenor Städtebild, die unqeinein e§ uns doch fett anbertbalb Jahrzehnten vergönnt des Groß- inalerisch sich ausnehmende Schloßgasse mit ihren schiefen Herzogs Wirken für des Volkes Glück unb Wohlfahrt zu alten Häusern unb dem sich darüber erhebenden alters- sehen. ^eitbem erleben wir es mit, wie er ohne Eugherzigkell, grauen Stadtkirchturme, sowie auf die säulenreichen Markt- ^^^enommenhett und Kurzsichtigkeit für seines Volkes lauben. Eine bequeme Lederottomane, ein paar Leder- und und wirtschaftliches E-nporbluhen, für bas Ec- Korbstlühle und Tische bilden den sonstigen Inhalt des -^U;FrfCa? m•,emem ßnribc. ^rgt, wie Künste Zimmers. Stifter dieses Raumes ist Kommerzienrat Gail, und Wlffenfchaft m ihm einen unermublichen Förbercc und Ausführer die Firma Biudewald in Friedberg. Ein kleines Oönnec besitzen, wie suc jedermann fein Herz sich öffnet. Nebengemach dient als Baderaum für Sr. Kgl. Hoheit den Unb wir benbomtert mth hpmntihorn Si» AnfafmiriiA» I (x)^oßher*og / wi dieser Gelegenheit ihre Pflicht als Bewohner der Hauptge- eme ung nehmen. lieber die Festkarteu, Verdienste um vergönnt war. Aufschrift: Die von auch und Die Schleifen sämtlicher Kränze tragen die dankbare Ludoviciana. die für besondere Gelegenheiten gewünscht und ausgeschrieben morden sind, wird in anderer Weise verfügt werden, wenn |ie bis Donnerstag mittag 1 Uhr nicht abgeholt sind. Festvorsteönngen. Der Verkauf der Karten für beide Wiederholungen Anläßlich des Jubltäums wurden die Denkmäler kiebig, Heyer und Riegel mit Kränzen geschmückt, ivurden an den Gräbern von Höhlbaum, Oncken, Stade Schöne. Nehmen wir zu diesen festlichen Ausschmückungen noch die gute Gangbarkeit der Hauptstraßen, die unserer Stadtverwaltung Lcoß aller Spöttereien und Prophezeiungen gelungen ist, dazu Die festlich gestimmten die Straßen durchflutenden Menschenmassen, ist eS sicher, ber Ehrenpforte vom Maler Hollmann angefertigt worden. Beson- f:'i )9re Veacytung verdienen die von ihm gemalten Fahnenwappcn. Auch )ie beiden Torhäuschen, über deren Daseinsberechtigung schon ' d viel gesprochen wurde, fügen sich mit ihrem neuen weißen Anstrich, dem Grün der Läden und Girlanden und dem bunten » Fahnenschmuck recht hübsch in die Feststraße ein. Geradezu reizend ft die Schmückung des Selterswegs ausgefallen. Girlanden sind «eltartig über die Straße gespannt und verleihen der ganzen | Ausschmückung der Straße einen einheitlichen Charakier, der durch chüftsstraße so außerordentlich ernst nahmen, denn sie vieren )adurch den Festgästen ein so hübsches Bild, wie es in gleicher Weise wohl sehr wenigen Städten möglich sein wird. Viele Heiterkeit erregt eine sinnige Verzierung an der Gii> Mündung der Goethestraße. Kanonenstiefel und lange Meise, >ie Wahrzeichen achter Burschenherrlichkeit, grüßen traulich von )ben herab. Ter Eingang „ins Lotze" zeigt folgende Inschrift: „Willkommen ihr Gelehrten, Die einstens hier verkehrten. Kommt her zur Lvtzenschenke. Ein jeder hier gedenke Ter froh verbrachten Jugendzeit, Ter alten Burschenherrlichkeit." Auch die Mäusburg, die Marktstraße, der Marktplatz usw. haben besonders reichen Schmuck angelegt. Aber auch die übrigen Straßen stehen nicht zurück, denn, wie gesagt, alle Straßen wetp- eiserten miteinander, für ihren Teil das Bejie bei der Schmückung zu leisten. Besondere Erwähnung verdient noch der Platz vor Der Aula und die einfach würoige Dekoration des Universitätsge- bäudes selbst. Daß auch Liebigs Laboratorium in diesen Festtagen sich in besonderem Schmuck zeigt, versteht sich bei der Bedeutung dieser jetzt verlassenen statte für unsere Landesuniversck- tüt und die Wissenschaft von selbst. Tas Haus, das der Universität in den ersten Jähren ihres Bestehens als Heim diente, unser .altes Rathaus, hat sich ebenfalls herausgcputzt wie eine junge |i )ic Masse der an den Häusern angebrachten Fahnen ein außer- I irdentlich heiteres festliches Gepräge erhält. Es muß den Be- I vohneru des Selterswegs hoch angerechnet werden, daß sie auch Bcka««tmach»n-i. Aus Anlaß der Festlichkeiten für das Universitäts-Jubiläum sind die städtischen Bureaus am Mittwoch von 4 Uhr nachmrt- ab und am Donnerstag nachmrttag geschloßen. Gießen, den Ä). Juli 1907. . . Groß herzogliche ^Nürgemneuterel Gießen. ß30^ B81/i Frankfurter Strasse 11 Telephon 365 von Sltivrfi^rorSeittv. Die Kleinvfl-iterarbciten für die Befcstiguna der Moltkestrabc ii w» i.ifcnHtd) glasen liegen während der Dicnstitnnden [-ei uilb zur Einsich! ofien. Sinnebote auf Vordruck, der dnielbs. ■mlM.nnb spätestens biS zum voriienannten Zertnunki verlchlosien ">i> mit entsprechender Auffchrtfi verfemen an uns emzure.chen. ZufchlagSfrift 3 Wo«sn. Gießen, den 31. Juli 1907. Städtnches Dechauamt Braubach. Zur öniversitätsfeiar offeriere solange Vorrat vorhanden: 1904 er GrossherzogL Hess. Domanialweine « Badenheimer Ebersberg per Flasche ®/4 Liter Mk. 2.50 Dienheimer Guldenmorgen per Flasche 7* Liter Mk. 8.30 findet außer bei Herrn Ehallicr an der Tageskasse des Stadttheaters am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag, jeweilig von 10—1 und 3—5 Uhr statt. Auch die Vorstellung am Freitag ist nicht bloß für jetzige und frühere Studierende bestimmt; doch werden für diese Vorstellung an andere Personen Karten erst am Freitag an der Theaterkasse abgegeben. Philosophenwald-Fest. Die Anfahrt zum Philosophenwald am 1. August geschieht nicht, wie erst mitgeteilt, vom Trieb aus, sondern über den Eichweg. Al^Vertreter der auswärtigen Presse sind bisher 20 Herren zum Jubiläum erschienen. Das Staats- wissenschaftlich-Statiftische Seminar ist als Preßbureau eingerichtet worden. Der Vorsitzende des Preßausschusses Professor Dr. M. Biermex ist von der Universität zum Doyen der Herren Preßvertreter bestellt worden. „Wirtschaftliche" Angelegenheiten. Tie BahnhosSrestauratwn ist während der Festtage die ganze Nacht hindurch geöffnet. 9ln den Festtagen findet zur Zeit des Mittageffens, das dort täglich zu haben ist, in der Festhalle Freikonzertstatt.___________________________________________ Der Brand von Ncwyork. Es ist ein harter Schlag, der die vergnügungsfrohen New- Porker beirossen hat. Eonay Island, ihr großer Vergnügungspark, die gewaltige Sammelstälte aller Rutschbahnen, Karussels, Variölös uno Menagerien, ist wie aus 9tewyork gemeldet wird, durch ein Flammenmeer zum großen Teil verwüstet worden. Wo sonst Tausende in den Tanzhallen durcheinanderwirbellen, umflutet von den widerstreitenden Klängen zahlloser Musik- und Lärminstrumente, gähnt jetzt em öder Trümmer- und Aschenhaufen. Obdachlose Artisteil und Wahrsagerimten kampieren in notdürftig aufgerichteten ärmlichen Zelteir und der Lärm, der cinft den zweifelhaften Ruhm genoß, das Tosen der Ntagarafälle zu überbieten, ist einem be« ilommenen Schweigen gewichen. Ein Tritte! des riesigen Gebietes ist völlig zerstört. In einer Tanzhalle war das Feuer am Aiorgen gegen 4 Uhr ausgebrochen. Nur wenige Augenblicke bedurüe das entfesselte Ele»nent, um alle umhertiegenden Baracken und Zette 511 überwättigen. Nach fünf Almuten lohte der ganze Steeplechase Park, der eng bebaute Teil Eoney Islands, in einer einzigen riesigen Flamme gegen den Himmel. Aus den Hotels und Logrer- häusern stürzten halbbekleidete Alenschen, Frauen ergriffen ihre Binder, und bald wälzte sich eine gewaltige Menge laufend, schreiend, flüchtend nach Siortorls Point zu, nur das nackte Leben rettend. In zauberhafter Schnelle war alles nid den Beinen; nut den stüchttgen Bndenbesitzern mischten sieh die übernächttgen Gäste der Tanzlolale und an dieser jählings entsetzten Atasse scheiterten alle Bemühungen der wenigen Polizisten, Ordnung, Ruhe und Besonnenheit herzustellen. Wie trockener Zunder brachen die leichten Baulichkeiten in der wütenden Lohe zusammen. Die Riesenräder der Lidtschankeln wurden zu prachtvollen Flammenkränzen, die Wasserfälle zu tosenden Feuerkaskaden, die Klammern der Rutschbahnen losten fid)( und mit Donnörgeröse rollten die aufstammeliden Wagen in die Tiefe, gleich feuerspeienden Ungeheuern Glut und Verderben um sich verbreitend. Und in das donnernde Krachen einstürzender Balken, in das Knfftern der gierigen Flammen, in die Enlsetzenschreie der bestürzten Alönschen mischte sich uiiheunllch das Gebrüll der erregten Loiven und Tiger, die wütend in ihren Käfigen tobten, an den Eisenstangen zerrten und jeden Augenblick auszubrechen, drohten. Am Ätorgen strich, der Wind seeivärts. Vllt erneuter Wucht warf sich das Feuer seewärts, ergriff im Fluge die letzte Reihe von Baracken und Zelten am Strande und reckte daiin die gierigen Flammenarme weit hinaus über das 3)leer. Bis zum Strande hinunter lag alles in einem rötlich verglimmenden Trümmerhaufen, aus dem matt die letzten Flammen aidzucklen, bis auch diese erstarbeii. Die Feuerwehr hatte umsonst gekämpsck 27 Feuerivehrmänner kehrtcn als Verwundete aus dem Ringen mit dem Elemente heim. Zum Glück war es fast allen Bewohnern gelungen, noch im letzten Augenblick zu entkommen. Nur eine Frau und ein Kind wurden auf der Flucht noch von den eilenden Flammen eöfaßt; ste liegen hoffnungslos iin Krankenhause. . . Fünf Millioiien Dtark sind dem Brande zum Opfer gefallen. Durch Sprengung mit Dynamit ist es der Feuerwehr gelungen, den Lunapark zu retten. Und nun? Nur wenige Wochen, und auf dem Trümmerfeld wird getviß eine neue Ver- anügungsst-adt entstehen, daß „Dipping the Dip", die 200 Fuß hohe Rutschbahn, auf der der Wagen mit dem festgebundbnen Passagier fast senkrecht hinabsauste, uno das „Liebessaß", in dem man fesl-- gebunben in schneller Drehung befördert wurde, werden ihre Lluf- erstehung feiern und von neuem die Sensationslust der Newporker befriedigen. Ferner liegen uns folgende Meldungen aus Newyork vor: Die Polizei hat sestgestellt, daß der große Mietshausbrand, dem 40 Menschen zum Opfer fielen, auf Brandsti f t u n g seitens einer Erpresserbande zurückzuführen ist. Bei dem Brunde ereigneten sich, wie aus den Erzählungen Geretteter hervorgeht, die schrecklichsten Szenen. Die erschreckten Mieter kämpften in furchtbarer Erregung um Treppen und Ausgänge. Männer traten Frauen und Kinder nieder, und stießen sie, wo sie ihrer Rettung im Wege waren, von Fensterbrettern und Leitern herab. Unter den Toten und Verwundeten ist nicht ein männlicher Bewohner des Hauses. Es wird auch behauptet, daß der Brand durch eine Bombe verursacht worden sei. Der dritte Stock war mit Petroleum getränkt und brannte so heftig, daß den Bewohnern aller oberen Stockwerke der Ausweg abgeschnitten war. Das Feuer im Long Beach Hotel wurde dadurch verursacht, daß ein Kindermädchen, das im vierten Stock für ein krankes Kind Milch kochte, die Spirituslampe umwarf. Das Feuer breitete sich mit unglaublicher Schnelligkeit aus. Mit großem Mute blieben die Fahrstuhlbeamten auf ihren Posten und brachten die 800 Gäste durch die qualmenden Fahrstuhlschächte bis zum letzten Mann in Sicherheit. Das -Telephon war vom Feuer zerstört worden, ehe man den Feuerwehren Nachricht geben konnte. Als sie eintrafen, war das Hotel fast schon niedergebrannt. Die 800 Gäste suchten in ihren Nachtgewändern in Badehütten am Strande Zuflucht und wurden morgens mit Extrazügen nach dtewyork gebracht. Ihr seltsamer Aufzug in Nachtgewändern und wollenen Decken erregte dort ungeheures Aufsehen. — Eine große Anzahl weiterer Feuersbrünste wurden noch gemeldet, u. a. brach eine solche int Governor-Hospital aus. Tas Gebäude konnte nur mit großer Mühe vor dem Einstürze bewahrt werden. Eine andere Feuersbrunst zerstörte in der 5. Avenue einen Wolkenkratzer. In Newyork ist Leych Martoogessian, das Haupt der armenischen Priesterschaftin Amerika, verhaftet worden. Er wird beschuldigt, an der Spitze der internationalen Mörder- und Erpressergesellschaft zu stehen, deren zahlreiche Schandtaten in jüngster Zeit Schrecken verbreiten. Tie Anklage gegen Martoogessian lautet auf Erpressung, es sind mit ihm aber noch sechs Helfershelfer verhaftet worden, gegen die demnächst wahrscheinlich die Anklage wegen Mordes erhoben wird. Endlich wird noch aus Newyork gemeldet: Innerhalb von zwölf Stunden wurden die Leichen von zwei Frauen mit Strangulationsmart'en am Halse aufgefunden. Die Polizei glaubt, daß diese Morde von demselben Manne verübt worden sind. Die Identität der Opfer konnte bisher nicht festgestellt werden. ^KleineTageschronik. Im Köpenicker Forst bei Berlin versuchte ein ettop 25jähriger Mann drei 10jährige Mädchen zu vergewaltigen. Ter Attentäter wurde ergriffen und, nachdem ein Lynchgericht an ihm vorgenommen, dem Amtsgericht zugeführt. Ob er mit dem Kindes-Mörder aus Nord- Berlin identisch ist, wird noch festgestellt werden müssen. Gestern wurde die ermordete vierjährige Näargarete Pravitz, das eine der drei Opfer des geisteskranken Mörders ihiter großer Teilnahme zu Grabe getragen. — Bei Savona ^Italien) wurden in dem von Mönchen geleiteten Erziehungs-Institut 6 Mönche wegen unzüchtiger Handlungen an Minderjährigen verhaftet. — Ein Personenzug mußte während eines bei fast nächtlicher Finsternis niedergehenden, von schrkem Sturm begleiteten Unwetters, die Fahrt hinter Niede. r-Todenleben (Prov. Sachsen) eine Stunde unterbrechen. Gießen, 31. Juli. Tps Kriegsgericht verhandelte gestern hier über die S 0 l d a t e n m i ß h a n d l u n g e n, deren sich Feldwebel Steinmetz und Sergeant O ch s e n h i r t von der 6. Kompagnie des Jnfanterie-Negiments 9ir. 116 schuldig gemacht haben sollen. Sie wurden beide fr e i g espro chen . Für einen 2 Jahre zurückliegenden Fall der Mißhandlung eines Untergebenen erhielt Feltwebel Steinmetz nne Woche Mittelarrest. (Näheres Verhandlungsbericht folgt). Das Prager Landesgericht wies die Klage des Landgrafen Alexander Friedrich Wilhelm von Hessen ab auf Feststellung der Erbfolgcrechte und Nachfolgeansprüche, die ihm, sowie seinen Rechtsnachfolgern an dem Besitze, des l u r h e s s i s ch en Fideikommisses und der Hanauischen Realfideikommisse Hoxvvitz und Ginetz zustehen. Arvestervewegrrng. X Hfanau, 30. Juli. In der Silberwarenfabriö von W e i n r a n k u. Schmidt kündigten sämtliche Arbeiter wegen angeblicher Maßregelung des Vertrauensmannes. — Tie Schr eilt e r g e s e llen ersuchen ihre Arbeitgeber um Neuregelung der Lohnverhältttgsse. GrigLnaUSrahtnreLdnngen. -sd. Darmstadt, 31. Juli. Heute früh 5 Uhr wurde im Bahnhof ein anscheinend den besseren Ständen angc- hörender junger Mann von dem Heidelberger Schnellzug ü b e r f a h r e n. Er starb zwei Stunden nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus. Raon, 31. Juli. Die Aus ständigen hielten gestern eine stark besuchte Versammlung ab. Es wurde darin mitgeteilt, daß es zwischen den Arbeitgebern und den Viitgliedern des Syndikats zu einer Verstänoigung gekommen sei. Die Versammlung nahm diese Niitteilung mit großem Beifall auf und beschloß, am Donnerstag die Arbeit wieder zu beginnen. Es ist infolge dessen sehr wahrscheinlich, daß die Beisetzung des bei den Streikunruhen getöteten Arbeiters ohne Zwischenfall verlaufen wird. London, 31. Juli. Der Panzer Dreadnought, begleitet von sämtlichen Schiffen der Himefleet, ist in Spithead eingetroffen. Der König wird eine Flottenschau über insgesamt 160 Schiffe vornehmen. Wichtig für jode Hausfrau M Obst einmacht! Die im letzten Sommer in den Handel gebrachten Schilder für eingemachte Früchte mit beliebigem Eindruck haben ausserordentlichen Anklang gefunden und sind deshalb wieder angefertigt worden. Die Schilder sind mit jeder gewünschten Aufschrift in beliebigen Mengen zu haben. Kleinere Schilder sind vorrrätig mit folgendem Eindruck: Apfelgelee Johannisbeergelee 1 Quittenmarmelade Apfelsinenmarmelade Johannisbeermarmelade Reineclauden Birnen Kirschen Stachelbeeren Birnhonig Kürbis Tomaten Brombcergelee Logansbeergelee Tomatemr.us Dreimus «ivniokiRR Wallnüsse Erdbeeren Mixpickles Zurkeraurken Erdbeersaft Quitten zwAtorhen Himbeermarmelade Quittengelee Zwetschen Grössere Schilder sind vorrätig mit folgendem Eindruck: fi8nf6| Heidelbeersaft Karotten AnHkosen Heidelbeerwein Kirschsaft Apfelsinen Himbeersaft Pfirsiche Rohnen Johannisbeeren Rotkraut Erb3en Johannisbeersaft Stachelbeerwein Heidelbeeren Johannisbeerwein Zwetschenmus Nicht aufgeführte Bezeichnungen werden ohne Preisaufschlag in kürzester Frist eingedruckt. Brühi’sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei Giessen, Schulstrasse 7. Der Vorzugspreis von awr“ UM. L— der aM/r Jllüstr. üegweiser* durch die Universitätsstadt Giessen eriischi am 4. August Vom 5. 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