Mittwoch 4. September 1^07 157. Jahrgang Zweites Blati 307 General-Anzeiger für Oberheffen U*3 Fall widersetzen werde. Ausland Landtags-Ersatzwahl im Wahlkreis Stade 6 wurden im ganzen 211 Stimmen abgegeben. Der Neichstagsabgeord- nete Held-Berlin (nall.) erhielt 132 Stinnnen, [cm Gegenkandidat, Kgl. Landrat Frhr. v. Hammer stein ttons.), 79 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. ISwolski geht nach Biarritz. — Wie die „Neue Polit. Korcesp/ meldet, hat auch der Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „tteßener Zamtlienblätter" werden dem Slnjetger* viermal wöchentlich beigelHt, das 'urcisblatt für den Kreis Giehcn" zweimal Wöchentlich. Der „hefflfche Landwirt" erscheint monatlich einmal. wärtigen, JSwolskl, ist au§ Petersbllrg hier eingetrofsen und hat nach kurzem Aufenthalt die Neise nach Karlsbad fortgesetzt. Von dort aus wird er sich nach Marienbad begeben, um mit König Eduard eine Unterredung zu haben. Sodann soll der Minister durch den österreichisch-ungarischen Minister des Auswärtigen, Freiherrn v. Aehrenthal, dem Kaiser Franz Joseph vorgestellt iverden. Die weitere Reise des Ministers -politijdtc Tagesschau. Geheimrat Wilting über Wahlrecht und Blockpolitik. In Geeste m ü n d e hat am Samstag der für die bevorstehende Landtagsersatzwahl als nationalliberaler Kandidat auf- gchelüe Direktor der Nationalbank, Geheimrat Xö i tt in g * Berlin sich seinen Wählern mit einer Rede vorgestellt, in der er unter anderem auch Wahlrechtsfrage und Blockpolitik streifte. Wir entnehmen der Rede die nachstehenden beachtenswerten Sätze: „Das Notwendigste ist die Reform an sich, eine Reform/ die den Klassenzensus beseitigt, die Allgemeinheit der direkten Wahlen verbürgt und damit die breite Masse ebenso wie Intelligenz und Besitz in ihrer staatsbürgerlichen Persönlichkeit schützt. Jede Berücksichtigung dieser Grundsätze ist ein außerordentlicher Fortschritt gegenüber den: jetzigen Zustand. Freikonservative, Freisinnige, ein großer Teil des Zentrums, und vor allem wir Nationallibcralen halten eine Reform für unabweisbar; ja, auch besonnene Konservative, die über den AugM- blick hinausdenken, werden sich freiwillig zu Konzessionen entschließen, solange cs eben noch Zeit ist. Tie schwerer: Gefahren eines rein plutokratischen Wahlrechts könnten ihnen sonst in der Zeit der Ringe, Trusts, Kartelle eines schönen Tages abschreckend zum Bewußtsein kommen. Deshalb wird und muß man die Reform von der Staatsregierung fordern; ohne Zaudern, sofort, mit dem Ernst, der Würde und den: unw:der- steht:cheu Viachtbewußtsein, das ein Parlament als gleichberechtigter Faktor der Gesetzgebung gegenüber der Staatsregierung Lu zeigen hat. Unsere Partei wenigstens, das kann ich nachdrücklich betonen, ist nicht geneigt, sich mit dilatorischen Worten abfinden zu lassen; wir sehen einstweilen nicht ein, welcher Grund vorliegt, nicht schon in dieser Session einen Gesetz- Entwurf für Reform des Wahlrechts vorzulegen. Man kommt sültf Tote, darunter einen Offizier. Paris, 3. Sept. Nach einer Meldung des „Temps" aus Tanger vom heutigen Tage sind zwei Abgesandte des Machsen bei El Torres angekommen, um ihm drei Briese zu überbringen, die auf schnellstem Wege an Muley Hafid, den Kaid Aissa Beu Omar und an den Kaid Ansluß gelangen sollen. — Die Blätter veröffentlichen den Text der Proklamation Muley Hafid's, die in den Moscheen in Mazagan verlesen wurde. Sie besagt, daß die Musel- | männer, welche die Besetzung Udschdas als einen Scherz , betrachten, der wert sei, verspottet zu werden, ihre Brüder, ohne Hilfe ließen. Demzufolge bemächtigten sich die Feinde, als sie die Schwäche und Ohnmacht des gegenwärtigen Sultans, der nur mit Vergnügungen beschäftigt war, Lennen lernten, des größten marokkanischen Hafens Casablanca, Vertrieben die Einwohner und sandten zahlreiche Schiffe aus, um gegen die übrigen Häsen vorzugehen. Der Feind ging mit der Absicht um, sich der Städte Fez und Marrakesch zu bemächtigen. Muley Hasid fügt hinzu, daß er dem einmütigen Wunsche der Muselmänner, ihn zum Sul- :an auszuruseu, damit er ihre Interessen verteidige und Den Feind nach dem Meere zurückwerfe, nachgegeben und die Wahl angenommen habe. Seine Fahne sei mit Jubel begrüßt und seine Thronbesteigung öffentlich verkündet worden. Er habe Gott gebeten, ihm bei der Ausführung des ihm auferlegten Werkes Hilfe zu leisten. keinesfalls bestätigen. Der „Gonicc Wielkopolski)" betonte gleichfalls, daß die Nachricht von dieser Kandidatur unmöglich richtig sein könne, da sich die Kurie auf jeden London, 3. Sept. Wie hier verlautet, wird der GroßsürstMichaelvon Rußland, der Bruder des Berlin, 3. Sept. Der russische Minister des AuS- kanern große Verluste bei, in deren Gefolge, wie unbestätigte aber glaubhafte Gerüchte besagen, die Mahalla von Taddert zerstreut worden ist. Die Franzosen hatten des Hasenbundes Sleinmann erhärte: „Wär iocr en bis zum Ende kämpfen, es handelt sich um das Wohl des Hafens." — Tie katholischen Arbeiter hatten eine Subskription eingeleitet, die von den Priestern unterstützt Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UniversitätS - Buch- und Steindcuckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: eo 51. Redaktion:^^112. Tel.-AdruAnzeigerG:eßen. Stürmische Heiterkeit.) Fürchtet man etwa toeTe w äischeAerztefindinFezl dadurch^ G ° s ä h r dA na # be r^Blo ckp oHm, sso^st 'urückgeblieben, der Engländer Warden, der seine bcr Nation wegen da; er ist nicht Selbstzweck, nur «raris vertragsgemäß nur innerhalb des Sultanspalastes Mittel zum Zweck. Der Reichskanzler hat es zmterlassen oder nKübt und der deutsche Stadtarzt Dr. Cohen, verschmäht, eine unionistische Majorität zu bilden, d:e, w:e lobb 11 Uh in Larracke einaetroffen ist. Der Deutsche in England, unter innerer Anpassung bisher getrennter, stchnun- de en Familie in Tarracye e:ngetrosseu * r ' rdmehr oraanisck verbindender Parteien für die Durchful ermann Marx in Mogador organisierte einen v . ... m...:««Ai Tnnnor lind 111 rück DSSSSMS—»E—. aber in der Regierung' häufig vor lauter „Erwägungen/ nicht Ile cSafle IN Warou?0. Lu frischem Entschluß; wenn man sich :n Berlin über die ver- ~ = q Die sraNzösisckL Reaierunq will schiedeneu Pläne erkundigt, hört man immer nur von ,,-oor- Paris, 3. Sept, -Me f r a n § o ] 11 cy u jreyicluhb u ^beitcn„ a{(ed roic c5 heißt, noch m „embryonischem" ine Brigade Kolonialtruppen und ein aus Reservisten aber diese Embryos müssen doch nun endlich bildendes Regiment sudanesischer Schutzen ausgetragen sein; die gesetzliche Konzeptionszeit wenigstens ist Kr Marokko bereit halten. > längst, vorüber, 1 tun 4 » r n h wird. Brüssel, 3. Sept. In später Abendstunde begann seitens der Ausständigen ein abermaliges Revolver- und Steinwurf.gesecht gegen die Gelben. Eine Schisfersfrau wurde schwer verloundet. Aus einem Möbelwagen, der zum Transport der Engländer diente, wurden letztere verjagt und der Wagen, nachdem die Pferde ausgespannt waren, ins Wasser geworfen. Tausende warteten cö'el'-1 mehrorganisch verbindender Parteien für die Durchführung Bahnhof auf die An tun st von 250 Den tschen neun— j-u - r . ... , eines großen politischen Programms wirken konnte. Ein solches I nit bec Absicht, über sie herzufalleii. Tic ganze Polizei mäßigen Privatpostverkehr nach Tanger und zuruck. Rach Programm ist weder im Reich noch :n ^Preußen verkündet L ar bort auf den Beinen. (Sin Woikenbrucy verjagte die h*cn letzten Nachrichten habe Muley Hafid fast den ganzen worden. Vielmehr ift nun bxe 1 Tumultuanten, die auf den Kais aus die Deutschen warteten, -öden gewonnen. Ein Gerücht von der Ermordung für vorübergehende Zwecke des Letztere erklärten, man habe sie hmters Licht geführt, sie London. 3. Sept. Der britisch- Gesandte rn Tanger Kanzler im Reichztagc zunächst jede Belastungsprobe, ver-^ ihnen Ovationen brachten. “’S akter ^?undhcht° unbequem nnbrgeb7acht und! o^^äbref orni w'rd mriTpform p! et em en* I gut! Behandlung genieße. Mae Lean ist zwer Tage - Ach «»$«8= Kr"gck°Mchm W-!terentwicklung in. Reich - London 3 Sept. Der ParperKorrespondent des „Daily reifen von Tanger entfernt. Rayuli hat angeb- an^einrnb bis auf weiteres vertagt: (le wurde Expreß" ist ermächtigt, zu erklären, daß an den maßgebenden >,ch als Bedingung zu der Freilassung Mac Leans auf. Ici^t ein Stein des Anstoßes werden, wenn dre Partnen der Stellen die Begegnung ftntfet Wilhelms mit dem ..stellt, daß er, Raisuli, seiner persönlichen Freiheit der- jetzigen Mehrheit nicht 9enaiter yfa^)tEn tou°‘ncl3a™e;hiräiibeuteu Falliäres in Erwägung gezogen worden sichert und zum Pascha über die ihm folgenden Kabylen- ist^ eine^Mehrheit ^ain^Ä^ fattTlUlTer^^^ )ci. Die Nachricht, daß die «ntrevue in nächster Zeit statt- Üämme gesetzt werde. nuferen Traditionen' getreu, uns mit und ohne Block diesen.! finden werde, sei allerdings verfrüht, dem: bisher feien die — Ww berichtet wird, hat M ul e y H a fid 2000 Rei- Postulaten gegenüber nie versagen. Aber anderseits kann docy notwendigen Arrangements noch nicht getrosten. ter um sich versammelt und wartet weitere Der- die Blockpartei nicht so aufgefM werden daß nun tu Deutzen Rotenburg (Hannover), 3. Sept. Bei der heutigen daß er nicht gegen die Franzosen Uoigetien SatelUnb 6ij6et steht als die Partei, gilt es mutig und ohne werde sondern nur als Vermittler zwischen den Fran- Menschenfurcht die großen Lebensfragen der Natron an prcutz. -n unbi rn 3%sIofl£Mes“s ffleIb!t,a soll diel p^is ch^ R ebgi e'kun7entfprechm!d den Eichen Vorlagen^^E^b^.. ! mit Frankreich getroffenen Uebereinkommen den Entschluß Deutsche Flotteuparade. aefaßt haben, Tanger, Tetuan und Larrasch, so- Wilhelmshaven, 3.,Sept, xer Ka:fer^raf mittelst wie Ks ar el Kebir militärisch zu besetzen, um den S°nderzuges Europäern dort Schutz zu gewahren, brs die marot3 geftung§fommaiibaitt zur Meldung erschienen. Nach kurzer Be- wu-d- --M» °°» M»»-'»- L s» S“ nern ange griffen und trotz der Verstärkung, die sw unter dem Salm der Batterie Heppens. In der Parade erhielt, in die Flucht geschlagen. Seitens der Franzosen stehen 112 Schiffe mit 19 598 Mann Besatzung und 1824 Ge- .... „ . . .. , nelen vier Mann, darunter Hauptmann Massonet. schützen. Sämtliche Schffse hatten über dem Topp geflaggt. Ter 2. Vizepräsident b c S Reichstages, Stabtaltester Casablanca, ö. Sept. Eine Aufklärungs-Kaiser durchfuhr bl= ^1'T8Tel5™ ^lre fanben p f, zum Besuch beim Reichskanzler in Norderney Abteilung derließ das Lager vorgestern um 1 Uhr WA che Hebung en statt. Die See ist ziemlich unrulsisi, geweilt. Herr Kämpf traf am Montag mNorderney em und nachmittags und stieß gegen 3 Uhr auf den Feind. Nachdem daß ein Vergnügungsdampfer mit 500 Passagieren beweib L)atte mit dem Reichskanzler eine längere Besprechung. Spater sie Verstärkungen erhalten hatte, brachte sie den Marok- umkcyrcn mußte. — nnhm er am Diner beim Fürstenpaar teil. ' ~ Zarenreiche. — Die ,Wir-Partei", bie erst vor wenigen Tagen Petersburg, 4. Sept. Der Pogrom in Odessa in Metz neugegründet wurde, ist, wie man -Weserztg. dauert fort Leute von der Schwarzen Hundert stürmten d:e Straßburg i. E. schreibt, schon wieder von der Bildfläche Strabenbahnwagen und verprügelten die Insassen, Juden und I $ w u n b e n> Kandidat hat Erklärungen abgegeben, Studenten. Einige von diesen.wurden wonach er das Programm der Innungen annehme und sein herrscht angesichts dieser Zustande und der Untätigkeit der Be Sinne einer .deutsch-staatserhaltenden Partei' Horden E Pamr.^ gemeldet: Tie Krankenhäuser auSüben werde. Infolgedessen sei der Kandidat der Innungen sind mit Verwundeten überfüllt. Die Börse,’ f^nne iHtücTgetretcn und auch das Zentrum dürste gleichfalls dem die Getreidebörse sind geschlossen. Eine Abordnung des Börsen- kiQnöjöaten her nun erledigten Ww-Partei seine Stimme komitees begab sich zum Generalgouveriieur, um über D:e Ausschreitungen der Schwarzen Bande Beschwerde zu erheben, geben. . Der Gener-Ügouverneur erklärte, bie Polizei sei machtlos. An Posen, 4. Lept. Der »Dzienmk PoznanLkl erhalt allen Ausschreitungen seien nur die Jude n Sch uld, | yOri Einern sonst meist gilt unterrichteten rönilschen Storre«* sie an allen revolutionären Orgaiüsaflonen teuwihmen.------Hpnnhpnfpn ein Telegramn:, daß im Vatikan bie Kan bi- Streikunruhen »Untwerpen. batuc be§ Militarpfarrers v. Prz-sinski aas Die Strerkbeweauna üu Antwerpener Hafen hat einen Magbeburg für ben erzbischöflichen Stal) 'n Posen mch hohen Grad der Erbitterung erreicht und es ist am Dienstag c r n st genommen werde. Sollte er wirklich der Kandida bereits zu großen Unruhen gekommen. Telegraphisch wird der preußischen Negierung fein, so wurde 'h» d" Papst !uns hierüber gemeldet: c m ... s Antwerpen, 3. Sept. Im Laufe des Vormtrtagv griffen die Ausstäudischeu eiuziüre Rollfuhrwerke an, schnitten die Stränge der Pferde durch und zerstreuten dte Waren auf die Straße. In einem anderen Falle steckten sie Wagen in Brand, worauf sich Güter für den Hasen befanden, andere Wagen wurden ins Wasser gestürzt. Ein Automobil, das sogenannte Gelbe zum Hafen bringen sollte, wurde angehalten, der Führer verjagt und das Älutomobrl M-----, ... zerschlagen. Die Polizei lnußte wiederholt gegen otc aaren «ch demnächst mit der Prinzessin Viktoria, der Ausständischen vorgehen und dwse schließlich rurt blanker I Achter des Königs von England, verloben. Der Großfürst Waffe zerstreuen. Mehrere Streikende wurden ^r-etzt, es $$ ^aßre alt, die Prinzessin ist zehn Jahre älter, gelang der Polizei redoch nicht, Verhaftung en . verlautet, steht der Besuch des Präsidenten vor^unest) menend eingetroffene 220 Deutsche der kleinen N e g e r r e p u b l i k von Liberia in Zuweigern sich, die Arbeit anfzunehmen. Dutzende derselben sammenhang mit dem Vorschläge des Präsidenten, wohnten einem Meeting der Streikenden bei, um Zand unter englisches Protektorat zu steueu. sie um Geldmittel für die Rückreise nach Der Präsident wird mit dem engl. Minister des Auswar- Teutschland zu ersuchen. Doch wurde dies ihnen ab ge- ^ir Edward Grey eine Unterredung über diesen Plan schlagen. In den Herbergen beim Hafen srüden bie laben Deutschen keine Unterkunft, da man Repressalien Madrid, 3 Sept. Blättermeldungen zufolge erhielt seitens der Streikenden besürchtet. Bet einem ^entat spanische Geschwader in Bilbao Befehl, sich b L°< iu °°»>°° ---»> -°«°° cmeii^MeUiwurf ivurhü ein' Schntzmemi tödlich am $Up{ 'Konstantinopel. 3. Sept. NntzlnndS nnd Oester- verletzt. Mehrere Ballen Baumlvolle wurden in Brand reichs hiesige Vertretungen ließen die Pforte wissen, daß aesteckt. Ansammluilgen voll Personen sind verboten. demnächst ein ferner Punkt aus dem Mürzsteger Prograinm, — Tie U n r u h e n hielten bis abends an. Fortlvahrend uub dlunr die Durchführung der I u st i z r e s o r m wurden Lastwagen durch Trupps von Ausständigen in ben ber Türkei offiziell von Rußland und Oester- Straßen angegriffen. Tie Polizei griff verschiedentlich ein,! g a rn gefordert werde. um die angesammelte Menge auseinander zu treiben; sie Tokio, 3. Sept. Die tonangebenden Zeitungen be- — Ter Dürgernieister unternahm heute eine Ruud- die Sicherheit der indischen Grenze dadurch gewährleistet fahrt durch den Hasen, um sich von der Lage persönlich und Japans Anteil au der Verantwortlichkeit unter der Wir- Rechenschast abzulegeii. Er weigerte sich trotz der heutigen des Bündnisses erheblich erleichtert werde. Vorkommnisse, die Bürgerwehr einyiberufen. Diese seine Angesichts der plötzlich zutage getretenen un- Haltung hat unter den Hasenbehörden großen SJWnlutfreun Ziehen Haltung Chinas gegen Japan hervorgerufen. Es heißt, daß gcgebenensatls bre auswar. ei)ügen Steijelt bie Notwendigkeit hervorgehoben, ! ihnen, -besseren Schutz angedeihen zu taffen. Der Führer «Stellungnahme einen Druck durch. Entsendung 2. (D i e Prämiier u n g dauert f o r t.) GÜ vermischte». Etra öffeni wähl Lord Zeit? tltlö l vi ! 1 6 n 1 eines der ersten Staatsmänner als Vertreters Japans in China auszuüben. Es werden für einen solchen Posten Graf Okuma oder der Marquis Ito in Vorschlag gebracht, wenn dieser die Angelegenheiten Koreas geordnet hat. Newyork, 3. Sept. Heute hat der sensationelle Prozeß gegen die Standard Oil Company of New-^ersey, deren Auflösung die von der Negierung angestrengte Klage verlangt, seinen Anfang genommen. Man glaubt, daß der Prozeß einen ungeheuren Umfang gewinnen wird. Die Vertreter der Beklagten bemühen sich zunächst unter Berufung auf juristisch-formale Gründe eine Vertagung der Verhandlung und wenn möglich, Abweisung der Klage herbeizuführen. Die Regierung ist aber entschlossen, die Auflösung des Trusts noch vor dem Jahre 1908 durchzusetzen. San Francisco, 3. Sept. Ter Straßenumzug, der anläßlich des Arbeiterfestes gestern organisiert wurde, endigte mit mehreren Zwischenfällen. Die Arbeiter griffen alte Straßenbahnwagen an, die versuchten, ihren Umzug zu durchkreuzen. Die Straßenbahnkondukteure machten Gebrauch von ihren Revolvern und verletzten und töteten mehrere Kundgeber. Polizei und Feuerwehr mußten einfchreiten, um die Ordnung wieder herzustellen. * Zum Hau-Prozeß. Aus Karlsruhe liegt folgen des Telegramm vor: Eine Verfügung des Justiz m in: - st e r i u m s vom 31. August untersagt den am Proze Hail beteiligten, bezw. beteiligt gewesenen Beamten nn i Amtspersonen des badischen Justizdepartements jede fe r M uere öffentliche publizistische Stellung L " ahme zum Hau-Prozeß. — Der Minister des Innen hat die fernere .Vorführung der Hau-Affäre in kinemato graphischen Bildern bezw. Theaterstücken innerhalb be Großherzogtums verboten. — §ie Gießener Kanntgebnljrenordnulig. Von Rechtsanwalt Dr. Spohr. Der Verfasser dieser Zeilen hatte seinerzeit (Nr. 86 A. vom 13. April 1907) sich mit der Frage beschäftigt, warum es ungerechtfertigt fei, die Kanalgebühren von den Mietern zu erheben. Später wurde er vom Mieterverein damit beauftragt, sich gutachtlich zu der beschlossenen Ordnung zu äußern uiib bei den Verwaltungsbehörden den Antrag zu stellen, diese Gebührenordnung nicht zu genehmigen. In meiner Eingabe habe ich hierbei dann betont, daß es m. E. nach Lage der Hessischen Gesetzgebung allein zulässig sei, die Kosten der Kanalisation durch Ausschlag auf das gesamte Kommunalsteuerkapital auszubringen. Diesen prinzipiellen Standpunkt teilt, wie wrr nun erfahren haben, auch das Großh. Ministerium. Es erübrigen sich damit zunächst alle weiteren Erörte- r ba $ X A' Sept. In dem im naben Ebers- tvfitet® bein9Cnrn^Bri,“ntoefen der Diamantschleiferer aus Hanau S be h, dcm geräumigen Fabriken. ■ “X?1? Diamantschleifer-! Biych und Schwarz auS Hanau cm Fllmlgeschäft, der gröbere Teil des Gebäudes ist gerichtet bat bic,ciltc Solzschumderei ein- hrS ? ^vr Holzschnewerer kam das Feuer zum Aus- Maschinen biihnLCh^e Aie gesamte Holzschneiderei mit ^cwchmen usw. brannte nieder, ein angrenzendes Gebäude, in brn in 1 crÖJpfrCßrmr?LU 'C s ^rtiggeschnittener Faßdauben lagerten, die ^oder. Von dem Gebäudeteile, in dem sich ~ a «v f r 0 ß f n r 6 c 11 e r e ' f c « b a I) n u n g I ü d. Gießener Komitee zur Unterstützung der bei demEisenbahnunglück Grost-Karben beteiligten Beamten hat diesen folgende Geldbeträge zugehen lassen: Lokomotivführer Pop- ^ankfurt n. M, 450 Mk.; Heizer Gallino, Griesheim, 4o° Mk.; Lokomotivführer Gernand, Gießen, 225 Mk • Hua- uhrer Einhäuser, Gießen, 225 Mk.; der Mutter des getöteten Heizers Koch, die bei Kreiensen wohnt, 225 Mk. Von öffentlichen Quittungserteilung hat das Komitee mV Wunsch des größten Teiles der Spender Abstand genommen . △ Wies eck, 3. Sept. Der fünf Jahre alte Junge eines hiesigen Eisenbahnarbeiters haiitierte mit einem Messer und stieß sich damit in das eine Auge. Er wurde sofort nach Gießen in die Klinik gebracht, wo ihm das Auge entfernt werden mußte. △ Aus dem Ohmtal, 3. Sept. Die Leiche des seit Freitag verschwundenen geistesgestörten Butterhändlers av J5 CVl.c k1 "us Schweinsberg wurde bei dem Dorfe Nlederofleiden aus der Ohm geländet. — Gestern abeub stürzte der 3j Jahre alte Schuhmachermeister Philipp Ei- m io ttt aus A möneburg beim Fruchtaufladen im Felde vom Wagen auf einen Zaun und zog sich solche schwere innere Verlegungen zu, daß er bald darauf seinen Geist aufgab. ' Gießener .Herbst-Pferdemarkt. ^r,.. m . th. Gießen, 4. September. ^ochnuttag stand schon unter dem Zeichen den H^bst-Pferdeinartts. Aus der Süd-Anlage smvie in sl'n ’Ä unserer Stadt wurden Gespanne im Ge- eö' cbcncn nmu auf den ersten Blick nnsah daß heute aus dem Markt paradieren sollen. In den rabl- ^cheu Stellen, wo Pferde eingestellt warei^ di7 Lute £ ^brtaus tonimen, sand eine sogenannte Vormusteruna dor Tiere durch Kuufmstige statt, der der au.ch die sögeEn?- StaOt Nttd Cato^, Gießen, 4. Scpt. 1907. ? f11 v Herbstein. Bis heute vormittag gingen weiter bei unserer Geschäftsstelle ein: C. E.-Stamm- lOfflH1 10 ™ÜHct 1 TO- Gustav Hornberger ömtn ^ro,eff°r Dr. Hansen 10 Mk., Lehrer loo'm U hnr* *'wv tikI;iCin2rat P^fessor Dr. Pfanncusticl 60^5'83 o’w °T' c" syUxW)tun gesammelt f 0 Mk., Gemeinde Heuchelheim 50 Mk. Zu- s a ni m e n bis jetzt 451 1,3 8 M k. entgehn.“ nimmt weitere Zuwendungen gern Bei der S a m m e l st e l l e d e s H i l s s f ii, i a c- die Abgebrannten in Herbstein gingen ferner ein-^Ge- Leür?r Udenhausen durch Bürgermeister Lang 25 Mk Lehrer Schweitzer, Odenhausen, 5 Mk., Pächter Beuermani/ Odenhausen 5 Mk., Sammliing in der Gemeinde Weickart-' Hain durch Bürgermeister Knöß 45.70 Mk, Sammlung G bet Gemeinde Utphe durch Bürgermeister Schneider 22.35 Marl, Gemeindekasse Rüddiiigshausen 40 Mk. 100 Mk° Stabt i'?riebBerfl bewilligte für Herbstein rungen; man wird sich nun damit ab find en müssen, daß die Gemeindesteuern eine recht erhebliche Erhöhung erfahren werden. Die Stadt wird das gesamte Anlagekapital mit Verzinsung, Amortisation und nebst den Kanal- instandhaltungs- und Betriebskosten berechnen und den erforderlichen Verzinsungs-, Amortisations- und Betriebs- ckostenbetrag aus das gesamte Kommunalsteuerkapital ausschlagen müssen. Ob der außergewöhnliche Fall, daß für einzelne Einwohner oder Besitzer besondere Vorteile iin Betracht kommen, gegeben ist und inwieweit, das entzieht sich meiner Kenntnis. Nur das scheint mir sicher zu fein, daß es nun nicht angeht, die Grundstücksbefitzer als solche noch in besonderer Weise heranzuziehen; sie werden durch die besondere Regelung des Kommnnal- grundsteuerkapitals bereits reichlich herangezogen, ja man kann nicht wissen, ob nicht unsere Gießener Verhältnisse chen Anstoß zu einer anderweiten Regelung der Kommunal- steuern geben werden. Insoweit die Kanalisation demnächst als Faktor für die Wertsteigerung von Grund und Boden in Betracht kommt, wird die Umsatz- iinb die Wertzuwachs- fteuec ein gut Teil dessen wett machen, was wir jetzt zu beklagen haben. Greift man dann ohne Scheu kräftig in das Wespennest der indirekten Steuern auf alle uu- foliocn Vergnügungen und bie Heerschar der noch dazu ungesunden Genußmittel, so kann uns die Kanalisation .noch an einem Ende zum Heile geraten, an das zu Beginn wohl niemand gedacht hat. Es muß ja mit der Zeit die Einsicht darein zunehmen, daß nicht auf dem größtmöglichen Verbrauch und Umsatz, sondern auf der größten Gewinnung dauernder Werte und auf der Stärkung ,der Volksgesundheit der wirkliche Fortschritt beruht daß nur dieser letztere Weg zu wachsendem Wohlstand und erhöh er ethischer und künstlerischer Kultur, wie auch zur Kräftigung unseres ganzen Volkes, damit aber zur Sicherung des Weltfriedens führt. (Der Ausschlag der gesamten Kanallasten auf die direkten Kommunalsteuern würde diese auf einen Prozentsatz steigern, der Gießen in dieser Hinsicht an die Spitze aller hessischen Städte stellen und geradezu von dem Zuzug hierher abschrecken wurde. Deshalb müssen n. E. andere Wittel und Wege gesucht werden, die Kanallasten au zubringen. Der Schlußsatz der Begründung der Mi- nisterialentscheidung zeigt einen Weg, der unter Umständen beschritten werden könnte, sei es nun in Form einer ein- inahgen Mrgabe der Hausbesitzer oder einer dauernden von den Besitzern der angeschlossenen Grundstücke zu erhebenden Kanalgebühr. Die Erhebung einer solchen Ge- buhr ist möglich, denn auch in anderen hessischen Städten z. B. in Darmstadt, werden besondere Kanalgebühren erhoben. Red. d. G. A.) 1 ** Dienstjubiläum. Gasmeister Konrad Wagner vollendet heute sein 25. Dienstjahr im hiesigen städt. Gas- und Wasserwerk. Durch Fleiß und Gewissenhaftigkeit hat er einst als einfacher Maurer sich soweit ausgebildet, um zum Meister aufrücken zu können. Das dadurch in ihn geje^te Vertrauen hat er in vollem Maße gerechtfertigt, indem er sich die Anerkennung seiner Vorgesetzten und die .^erehrung seiner Untergebenen erworben hat. — Zum äußeren Zeichen dessen beglückwünschten uiid beschenkten ihn heute morgen auf seinem Bureau die Beamten und Arbeiter des Gaswerkes, sowie die Vorstände des Vereins der städt. Beamten hier. — Heute abend i/27 Uhr findt kei Wiegand, Neuenweg, eine allgemeine Feier statt. o r Bebauungsplan für das Gelände der ehe- m kSrJJ- Aktien-Brauerei und den daran anschließenden nordösttichcn Abhang des Seltersberges liegt zur Einsicht aus Dem Tie so anamt offen. Er umfaßt das noch i'.nbebaute Terrain zwischen der Ooerhessischcn Eisenbahn in der Fort- e^U ail der Liebig- und Withelmstraße über oen Leihgester- ner Weg hinweg den Abhang hin bis zur Höhe der ver- uiugerten K.inikstraße, die etlua die Begrenzung der in Aussicht genommenen Bebauung nach Süden hin bildet, wahrend Oer Aulweg die östliche Grenz-e des zur Bebau- ung in Auchicht genommenen cveländeS ist. Der Plan zeigt, daß die Straßensührung unterhalb des Brauereigrund- stil-.ks ansthließend an die auf das Gelüiide stoßenden schon vorhanoenen Straßen gerade gedacht sind, während vom Leihgesterner Weg, der in seiner jetzigen Führung — ^.rdings verbreitert — bestehen bleibt und Vorgärten erhalt, sich das geplante Straßennetz den Abhang hinauf serpen lnenartig zur Höhe hinauf zieht. Nach dem Bebauungsplan ist an dem nach dem Gleiberg zu gekehrten Ab- hang auf eine Bebauung durch Villen Rücksicht genommen, wofür hier der denkbar günstigste Platz ist. Wenn dieser Teil der Stadt m der geplanten Art und Weise bebaut wird, so würde er zweifellos ein Muster moderner Stadt- ostiwicklung bilden und eine Zierde unserer Stadt tverden. Es steht zu hoffen, daß der Bebauungsplan zur Turchfüh- rung kommt. Tie Stadt, die in dem zur Bebauung zu crsch leßenden Gelände selbst erheblich finanziell interefsiert ist, hat, ebenso Ivie der Staat, dessen Klinikstadt an den zu errichtenden Stadtteil unmittetbar anschließt, ein erhebliches Interesse an der weiteren Gestaltung und Eut- loicklung der Gegend, die in der Hauptsache zu einem vornehmen Villenviertel schon von der Natur bestimmt ist . ** ,®te Versteigcrung der Grasnutzung von Stadt Gießen hat in diesem Jahre ca. 3000 Mk. weniger ergeben, als int Vorjahre. Obgleich der Ertrag in Heu ganz ausgezeichnet war, ist doch der Erlös da,nr recht gering geivesen. Dagegen lvar die Grummet- schacht, es lvurden aber hohe Gebote abgegeben ~ie Einnahme betrug im Vorjahre ca. 24 000 Mk., während heuer nur ca. 21000 Mk. erlöst worden sind. ** Besitz wechsel. Witwe Montanus verkaufte ihr öt bclegenes Besitztum für den Preis von 62 000 Mk. an den Schuhmachermeister Wilhelm Benner hier. " Eine falsche Nachricht. Am 31. August fand wie wir bereits meldeten, in O b e r- M ö r l e n eine Schlä- gerer^zwischen Unteroffizieren und Zivilisten statt, bei der mn Gardist vom Regiment 115 sich beteiligte und durch Stiche so verletzt wurde, daß er in das Lazarett ausgenommen werden mußte. Das Befinden des Gardistetl ist günstig. Die 25. Division hat eine Untersuchung ein- geleitet und den Gardisten in Haft genommen — Ein Berichterstatter hatte uns wie anderen Blättern (z. B. der F-rks. Ztg.) die falsche Nachricht gesandt, daß der Gardist gestorben sei. Auf die von uns hierauf ein- gezogeneu Erkundigungen hin wurde diese Nachricht denieu- tiert und der Sachverhalt uns mitgeteilt, wie er vorstehend geschildert wurde. Es ist bedauerlich, daß es Be- richterstaiter gibt, die tu so leichtfertiger Weise Sensationsnachrichten in die Welt setzen und die Oeffentlichkeit damit beunruhigen. * Die neuesten Eisenbahnunfälle. Au : Berlin wird amtlich gemeldet: Der Schnellzug 6 ist au der Strecke N e h f e l d e n - S t r a u ß b e r g zwischen Kilo Meter 29,9 und 31,3 ganz entgleist und steht in Flam men. Beide Hauptglcise sind gesperrt. Ein Lokvmotio beamtet und adjt Reisende sind leicht verletzt. Die Ber letzten und die übrigen Reisenden sind mit einem Hilfszug nach Straußberg befördert worden. Die Weiterbeförderung erfolgt mit dem nach Berlin zurückkehrenden Schnellzug 13. Die Dauer der Störung wird voraussichtlich mehr ab 12 Stunden betragen. Hilfszüge und Aerzteioagen sind Boi Berlin Schlesischer Bahnhof und Lichtenberg angeforder und bereits an der Uufallstelle eingetroffen. Borortziig können bis Straußberg fahren. — Auf dem Bahnhof «*i Haren (Ostfriesland) glitt der Stationsvorstand aus uh Ach wurde überfahren. Er war sofort tot. — Bei Lyon erfolgt Ach, em Zusammenstoß zwischen einem Personen- und einen |N Güterzuge in der Nahe des Bahnhofes. Eine Person wurd getötet, acht verletzt. Ein Zug der Cunadian Paeisie Eiscnbahit entgleiste auf der Fahrt nach Torento. Fün Personen wurden getötet und mehrere verletzt. * Das Automobil. Die Rechtsanwälte Metz Reissers und Stümper aus Luxemburg erlitten be Bsandel einen Automobilunfall. Alle drei sind verletzt. - Ein Automobil überrannte bei Cappelbrouck (Frankreich einen 68jährigen Greis, der auf der Stelle getötet wurde Die Insassen des Automobils entfernten die Leiche die ir dem Mechanismus des Wagens eingeklemmt war, und flüch. teten. Sie sollen über die belgische Grenze entkommen sein doch ist es bereits gelungen, ihre Namen festzustellen. k \ V€'n< Safleädjronit In Berlin hat ein Stu- kckmt. '«ne Wirtin durch einen Revolver- mmß getötet und ihre Tochter verletzt. Er hatte hiiufia Tisse. ffinp zum 1- September umziehen s5smtr>Cn öaskte, wurde er von den Frauen überfallen. Wie m den Niorgeubluttern gemeldet wird, handelt es sich un ! ^?dtdenteii v. Behr aus Frankfurt a. M. -- In Lünen J wv'rsen Sense ermordet und in die Lippe ge : Gelsenkirchen wurde i>cr RtnidaiU bei m^fC61mnMtntafrrrfEinc8 2[,"ltc5 plötzlich entloben Wie Bei i .autet, vauoclt es sich um unlautere Kasfen-^Nauivulatiouen, bii = )€r Rendant rn st'mer früheren Wirkungsstätte vorgeiwunuen habe, Ln„^1V n.9 c Würzburg in den lebten Tagei nlrfu aufgefundene zwanzigjährige Winkler if e permutcte, das Opfer eines Lustmordes p?!1 vön eigenen Bruder auf einer I U!1 €ineni Hammer erschlagen und ins Gc, E nln^ii11,0rc^' - Motiv gab der verhaftete mit Er^das Erbe der Schwester an fiel CUlCC NÜt cillClll HllUs Ulld £1111'11 6 ÄS* war. Die Leiche der Vermißten wurdi 1 betHlätc!’ • ^trClfcn ocfllubcn' d-er Bruder sich an dei r ™ 4 n'c i de m ü h l e r m ordete der Sckwenscküeiser Seo g€r aild 9itlc(;c 0611 ViiihlenarbeKerSchippenstedt. Der Mörder wurdi 4) Schwere Arbeitsschläge (einzeln): Aua. Frensdors-Gwßen 1., Simon 5iansinann-Nleder.Wc>i( . und d. Preis, Aug. Frensdor'-Gießen zwei Anerkennungen. 5) Leichte A r b e i t s s ch l ä g e (einzeln) bei sehr starker iloukiirreiit: Simon Kausmami-tziieder-Weilcl 1., Hch. Strauß-Müiiienbera 2 Auw vreiisdori-Giesten 8., I. Kaufnuum' u. lto.-Fraiiksurt a. SD 4. spreiS; Ai. Buig-Llch und AI. FlörSheim-Alssetd le eine Ao ertemiung. ‘ L-chmuser nicht fehlten, ohne Vie nun oinmal ein Gaul ' ' ■ vicyt zu machen ist. Auf den Hosen unserer heim > t -tzserdehandler .lkichel und Frensdorf wurden prächtu^ d , vorgesührt, an denen die schärfste Krit ü , t c auszusetzen fand. Ueberall waren v >'■ ■ Reklektanten für P,erbe eifrig bestrebt, zu hören, meld (1 : Kreise jur das heute aus den Markt zu bringende ed • Material verlangt wcroeu, und mancher tmndel der e, ' heute auf dem Markt perfekt werden sott, wurde k gestern augebahitt. Am Abend sah man in den Wirt cha V ten die Marktbefucher, Verkäufer und Käufer, beicinank :1i,, htzcn und die Haudelssreuudsrhast gegenseitig beiieneli K dw . -hren Abschluß allerdings erst nach gemachtem Ichaft findet. Heute kommen in aller Frühe schon zu allen Torek« der Stadt Rcitersleute und Landwirte, die ihre Pferde ai W Zügel führten, in die Stadt. Es waren die Mitglied V°. des Laudes-Pferdezucht-Verciils und des Landwirtschaf lichen Provinzial-Vereins, die ihre Tiere weniger zum kauf, als lediglich zur Musterung und zur Prämiiernn unserrn Markt zusührlen. Aber auch an Handelsware fehl es. dem diesmaligen Markt nicht, wenn auch naturqeinä bei einem Herbstmarkt der Handel nie io gut fein kann Qi im Frühjahr, wo stets gro,;ercr Bedars an P,erden n? al W? LUM Winter. Es waren auf. dem Markt 'ca. 300 Pferl und 11 Fohlen, die gar bald nach Eröffnung am bei r' großen Vorführungs^iatz tüchtig tummelten. Ter Besu.^^ des Marktes ist in Anbetracht der Zeit befriedigend bot V laßt der Handel sehr viel zu wünschen übrig. Während die Feuerwebrkapeile fleißig ihre flotten Märsche cctöm W1 ia^t, ist die Prämiierungstommission fleißig an der Arbei PQ1 Ebenso die Lotterie-Aniaufs-Kommission. Tie von be Flrma Ang. Ki'blngcr zur Lotterie angekaufte Viktoriachai, $ mit Tienersitz ipto der Pritschwagen erregten die Aneik* kennnng der Fachleute und Laien. Auch die sonst von de R Firmen Aug. Kiibinger und Stephan in Großen-Buseck ai l^d Markt andgesteilten Wagen und Chaisen zeigen, das; t diesem Artllet in unserer Provinz Fachgemäßes und Tüa tiges geleistet loird. Die Prämiierung, die sich diesmal länger hinzog, als bei den früheren Märkten, hatte folgende W Resultat: ° jet 1) Wagenschläge (paarweise): krof Jseiiburgcr u. Co.-Friedbcrg 1., S. Ackchel-Gießeu 3., Ed.Kiu leitei mami-Nledcr-Welsel 3., Aug. Frensdors-Gießen 4., I. Kaußnaiw Ms rZranksurt a. Al. 5. Preis. ’Il1 2) S ch w e r e A r b e i t s s ch l ä g e (p a a r w e i s e): 2lug. Frensdorf-Gieveli 1., S. Abchcl-Giehcu 2., Simon SW S* mann-Rieder.Weüel 3. Preis und Anerkennung. 3) L e i ch t c A r b e i t ö s ch l ä g e (p a a r w e i s e): f vreusdori-Giebeu 2., Jsenburger-Frouhauseu 3. Preis, Jsido * ^trausz-Ober-Alocksladt Anerkennung. lief) entgegenzutreten. Constantine (Algier), 4. Sept. Mehrere Erdstöße sind in verschiedenen Ortschaften verspürt worden. In Jla stürzten drei Wohnhäuser ein. Eine Moschee zeigt Risse. In Benibirmane sind ebenfalls mehrere Wohnhäuser eingestürzt. Ein junges Mädchen ist unter den Trümmern b e- graben. Tanger, 3. Sept. Ter hiesige Korrespondent der Köln. Ztg. meldet zur Lage im Süden Marokkos, daß ein Kriegszug nach Casablanca nicht beabsichtigt sei. Muley Hafid wird gegen Fez ziehen, wo er einflußreiche Anhänger besitzt. Im ganzen Süden mehrt sich die Zaht seiner Anhänger, in den letzten Tagen haben sich wieder mehrere Kaids ihm angeschlojsen. Tie Stadt Mo- gador will abwarten, was die übrigen Küstenstädte tun. Tie Zahl der Auswanderer aus Tanger nimmt zu. Fez, 3. Sept. Ter Sultan hielt eine Verjarnmlung der Alemas ab, in der Muley Hastd als Aufrührer erklärt wurde. Auf die Aufforderung, sich für Abdul Aziz oder Muley Haftb zu erklären, sprachen alle Alemas dem Sultan ihr Vertrauen aus. In der Versammlung wurde die Mög- lichkeir erörtert, bei Frankreich eine Anleihe auszunehmen. Original-DrKhrmeldungen. Dresden, 4. Sept. Die verw. Frau des Stadtrat Flath hat dem Bürgerhospital ihr gesamtes Vermögen in Hohe von löO 000 Mk. vermach t. Strausberg, 4. Sept. Tie Zahl der Verwundeten bei dem Eisenbahnunglück bei Rehfelde beläuft sich aus acht (der Lokomotivführer, 2 Postbeamte und füns Märkte. th- Gießen, 4. Sept. Ter gestrige Rindviehmarkt -eigte den größten Auftrieb, den unser Markt seit langem nicht zu nach 11 Uhr zu Endete. Frankfurt a. M., 4. Sept. (Orig.-Teleqr. des „Gieß. Anz.") V i e h m a r k t. Zum Verkawe standen 00 Kälber, 00 Schate u. Hammel, 1676 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual. 73—00 Pf., Lebendgewicht 57—00.00 Pf., 2. Qual. 71—72 Pt., Lebendgewicht 56.50—00 Pfg., 3. Qual. 62—64 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf. Lebendgewicht 00-00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Psg., Lebendgewicht 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Psg. Schafe 1. Qualität 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Pfg. — Markt gedruckt, Ueber- sland bedemail'. ____________ HtWet. - Im Gruv-mald Lei Berlin, in d-SI-erreichnm Fs waren v«en an G«h°ieh Stück Mlssees, tourbe die 20jährige Eddy von und zuMuhlen , ä,' in der Chnritö als Krankenpflegerin tätig war, bewußtlos Mlfarfundrn. Tie Lebensmüde, deren Vater em Rlttergutsbeliver in ber Provinz Posen ist, hatte Lysol getrunken und sich nukerdem zwei Schnittwunden an der linken Pulsader beige- Das Motiv der Tat soll Llebesgram Teilt. Der Zu- üand l>er jungen Dame ist ernst, doch dürfte sie mit dem Leben bavonkommen. — Eine Brandstifterbande seht die Umgebung von Aclft in Belgien in Schrecken- 35Hower und Rauernhöfe wurden in den letzten Wochen durch Brandstiftung vernichtet- In der letzten Macht allein fanden fünf große Brande statt Am 3. September wurden an der Mauer Plakate gesunden, in denen für diese Woche fünf neue Einüscherungen^an- aekündigt werden- Tie Gendarmerie fand bisher noch kerne ^pur Verbrecher.— Aus Simla wird gemeldet: Ein Grauen er- -veacnder Fall einer kannibalischen Mordtat hat. sich.m ^anthawaddy in Birnra zugetragcn- Zlvei Birmesen sind beschuldigt, daß sie einen Mann und e i n W e i b g e t o t e t, aerüstet ob' zum Teil verzehrt haben- Diese abscheuliche Tat ist auf einen seltsamen Aberglauben an wunderbare Wirkungen, die dem Genuß von Menschensleisch äugo schrieben werden, zurückzuführcn- rrunft und wisden-chaft. — Tie nicht nur in unserer engeren hessischen Heimat interessierende Nachricht von der Berufung des Professors Olbrrch als Nachfolger des nach Berlin berufenen Prof. Behrens, zum Tirettor der Kunstgewerbeschuie in Düsseldorf, bestätigt sich, wie uns heute aus Darmstadt geschrieben wird, erfreulicherweise noch nicht und Eingeweihte und mit den Verhältnissen mtim Vertraute glauben auch nicht, daß O. dieser Berufung, die voraussichtlich an il)u herantreten wird, Folge leistet, davon abgesehen, daß unser Groß Herzog in der Angelegenheit selbstverständlich auch noch ein Wörtchen reden wird. Und ob der Düsseldorfer Posten, besonders in Anbetracht der damit verbundenen Lehrtätigkeit, den Anlagen, Wünschen und Ideen Olbrichs entsprechen wird, scheint mehr wie zweifelhaft. Daß die Darmstädter Ausstellung 1908, sowie eine Reihe anderer bedeutender Projekte den hervorragenden Künstler sicher noch eine Zeitlang an die Darmstädter Scholle fesseln werden, steht außer aller Frage. — Ganz im Gegensatz dazu behauptet Der Darmstädter Korrespondent der „Franks. Ztg.", daß Prof. I. M. Olbrich dem an ihn bereits tatsächlich ergangenen Ruf als Direktor der Kunstgewerbeschule in Düssel- dorf annehmen werde, vorausgesetzt, daß der Großherzog ihn von den Verpflichtungen seiner Darmstädter Stellung entbin d e t.________________ _ junge Stiere und Rinder zur Zucht etwa 200 Stück und Kalber, 250 Stück- Tie Kundschaft-zeigte wenig Kauflust, sie klagte über chlechten Handel int Lande, weit die Ernteverhältnisse nicht so ind wie sie sein sollen und besonders die Grummeternte sehr viel zu wünschen übrig läßt- Infolge der großen Flaue des Marktes wurden die Preise aller Viehgattungen erheblich geworfen- Gutes Vieh wurde zwar immer noch leidlich hoch bezahlt, aber beim Milchvieh konnten die Verkäufer in Mittel- Ware nur Geld verlieren, da der Preis um ca- 25—30 Mk. billiger war als bei den letzten Märkten- Dieselbe Tendenz war beim Handel mit jungem Zuchtvieh bemerkbar, das ebenfalls nur zu weichenden Preisen anzubringen war- Gangochsen waren nur wenige Paare am Markt und fanden, ohne daß sich ein sonderlicher Handel darin entwickelte, zu guten Preisen Abnehmer. Für Fettvieh war ein Preisrückgang von 2 Vs bis 3 Mk- für den Zentner bemerkbar, obschon es an Käufern aus den Städten der Provinz und von der Lahn nicht fehlte- Auch die Preise für Kälber mußten sich einen erheblichen Abschlag gegen die letzten Märkte gefallen lassen, obgleich Frankfurter und Wiesbadener 'Einkäufer in das Geschäft eingriffen- Ter Markt blieb in allen Viehgattungen trotz der billigeren Preise stark überständig. Verzichtete doch, ein großer Teil der Handelsleute zu den gebotenen Preisen auf das Geschäft und erklärte, zum Geldverlieren habe man immer noch Zeit- Gehandelt wurden das Stück Kühe frischmelkend und tragend 1- Qualität 450 bis 500 Mk- (einzelne schwere Tiere bis 530 Mk.), 2. Qualität 320—380 Mk-, 3. Qual. 260—300 Mk., junge Stiere und Rinder zur Zucht 130—140 Mk-, schwere und in Form bessere Tiere 150—180 Mk-, Gangschsen gingen das Paar je nach Güte ab zu 750—950 Mk- Die Preise für Fettvieh stellten sich pro Zentner Schlachtgewicht fette Rinder 1- Qual. 76—78 Mk., 2. Qualität 72—74 Mk-, fette Kühe 1. Qual. 65—67 Mk., 2. Qual. 62 bis 64 Mk- Kälber 1. Qual, (über 50 Psd. Schlachtgew. habend) 67—70 Mk-, 2. Qual, (zwischen 40—50 Psd. Schlachtgewicht schwere Tiere) 64—66 Mk-, 3. Qual, (leichtere Stücke) 54—58 Mk. Ter Milchviehmarkt ging schon gegen 10 Uhr, der übrige Handel Gießener Wetterdienst. BoranSsichtliche Witternug für Hesse» am Donnerstag den 5. September: Wechselnde Bewölkung. Keine erheblichen Rieder« schlüge. Kühl. Schwache nördliche Winde. IPassagiere); getötet ist niemand. Die Ursache des Unglücks r I ist darin zu suchen, daß der zweite Wagen in Brand geriet, " weshalb stark gebremst wuroe.-^.Hierbei'- entgleisten vier Wagen, die gleichfalls in Braud gerieten. Salzburg, 4. Sept. Ter Oberjäger des Erzherzogs Franz Ferdinand wurde im Walde von Wilderern erschossen. Ter Täter ist unbekannt. Klagenfurt, 4. Sept. Auf dem Manöverfelde verhaftete dre Gendarmerie einen italienischen Offizier unter dem Verdacht der Spionage. Budapest, 4. Sept. In dem Marktflecken Zeben wütete ein 18 stündiger Brand. 86 Wohnhäuser und zahlreiche Nebengebäude wurden eingeäschert. Ter Brand konnte erst mit Hilfe des Militärs gelöscht werden. Fiume, 4. Sept. Hier wurden meyrere Waggons für Tanger bestimmter Gewehre auf einen Dampfer verladen. Als die Polizei ankam, um dies zu verhindern, war der Dampfer bereits abgegangen. Odessa, 4. Sept. Der gestrige Tag ist ruhig verlaufen. Jedoch dürften bei der heute stattsindenden Prozession wieder Ausschreitungen zu erwarten sein. Tie Selbstschutz-Organisation ist in Aktion getreten, um dem Treiben des Verbandes der wahrhast russischen Leute ernst- WdtWer MM. Gartemtraße 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: „ , 3 Bauschtosser, 1 Bamchloßer (auswärts), 1 Feinmechaniker, 1 Schmied, 1 Schneider (ausw.), 3 Glaser, 1 Glaser (auswärts), 6 Schreiner, 3 Schreiner (ausw.), 1 Bäcker (auswärts), 1 land- rvirtschastl. Arbeiter (ausw.), LSchuhmacher, LÄmsaier, ILmuftau, 1 Launnädchen, 4 Dienstmädchen, 3 Hausburschen, 26 Arbeiter. Lebrlinge: 1 Mechaniker, 1 Glaser, 1 Schlosser (ausw.), 1 Installateur, 1 Schreiner, 1 Schreiber. (»a ittdien Arbeit: -d /o 1 Schmied, 3 Arbeiter, 1 Hausdiener, 1 Flickftau, 5 Lausfrauen, 2 Hausburschen. Lehrlinge: 1 Mechaniker.________________________________ Betm-nrmtiHung. Wir haben ein größeres Quantum altes Akkumulatorenblei, sowie einige Fässer gebrauchtes Oel ab^ugeben. . Das Oel eignet sich vorzüglich für Schimerzwecke und wird eventuell auch in kleineren Quantitäten abgegeben. Proben stehen zu Diensten. Gießen, den 3. September 1907. Städtisches Elektrizitätswerk Gießen. ________________ __. Stolle.___________________________ Mrheitsvergehmrg. Die Pflaster- und Asphaltarbeiten für die Sreubefestigung der Straße Himer dem Oktroierheber-Haus tun Selters-Tor wll Montag, den 9. September VS. Fs., vorm. 11 Mir öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Elustchr auf. Angebote auf Vordruck, der daselbsr erhältlich, find fpülestenS bis zum vorgeuaunten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsftist 3 Wochen. Gießen, den 2. September 1907. B8/9 Städtisches Tiesbauamt. Braubach. Grrrmmetgrasverstergerung. Freitag den 6. (September l. Js. vormittags 8 Uhr ansangeud soll das Gnnmiietgras von ben dem Marienstist Lich gehörigen ca. 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder- und Oberbessmgcn versteigert werden. Der Anfang ist an der Stockbrücke. Lich, den 30. August 1907. 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