Donnerstag 3* Oktober l$>07 157. Jahrgang kr. S32 Zweites Blatt Uetz«K Wetzee Sifcheint tLgNch mit Ausnahme deS Sonntags. General-Anzeiger für Gberheffen lilcincs Feuilleton ur haft. safenben.. Ä 'te n gerettet, aber Lehr- und Bekenntnisfreiheit wäre noch enger eingeschränkt als jetzt. Wenn eine andere Abänderung des (Gesetzes nicht gefunden hrirb, mässen wir den Mut haben, die Streichung des zweiten Tatbestandes zu fördern. Es würde darin keineswegs eine staatliche Entwertung der Religion liegen und es käme nur darauf an, die weiteren Kreise des Volkes durch Wort und Schrift darüber aufzuklären. Unserem evangelis.chen Bekenntnis jedenfalls würde die Streichung nichts vergeben, unsere protestantische Freiheit aber würde sie fordern. _ Ueber Wilhelm HolzamerS Todund literar. Nachlaß wird uns aus Berlin im Anschluß an die bereits von uns gebrachten Mitteilungen weiterhin noch berichtet: Holz- mner ist von einem seiner Kinder, das an Diphtheritis erkrankt war und das er aufs liebevollste pflegte, mfaiert worden. Sern Tod erfolgte nach einen operativen Ein griff, den der Arzt Die „Gießener Famllienblatter" werden dem »Anzeiger* vterrnal wöchentlich bei gelegt, das „Kretsblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich Der ..Hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. RotarionSdruek und Verlag der Brü hlfchen UnwersitätS - Buch- und Btttnb ruderet. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckereir Schul- stratze 7. Expedition und Verlag i efljJ 6L Redaktion: 112. Teü-Adr^ Anzeigers ießen. Als Korreferent sprach sich Professor THümmel-Jena für die Beseitigung des ganzen § 166 aus. U. a. führte er aus: Der Begriff Beschimpfung religiöser Gefühle ist ein verfa-wommener Auch Christus l-at oft die Waffe des heiligen Spottes angewenoeh toeim es ihm geboten erschien. Es ist nicht Sache des Maates, sondern des Kirchenregimcmts, Gotteslästerer zu beftrafe-a. -Lei Gemeindevorstxrud sollte Lästerer aus der christlichen Gememo« ausschließen! Das würde wirksamer sein als die staatliche Strafe. In der äußerst lebhaften Diskussion berichtete Pfarrer Schweitzer-Kirchberg' über die Stellungnahme des deutschen Pfarrer^ tages in Hannover zu 8 166. z r Oberlandesgerichtsrat Brandt-Kiel Vielt die tyrtrge noch nicht für spruchreif. Ernstlich aber warnte er vor einer Aufhebung des Gottesläs^rungsparagraphen. Tie große Masse des Volks, der einfache Mann auf dem Lande würde einen solchen Befchlust nicht verstehen. Dem schloß sich der folgende Redner, Prvfeffvr p4 Scholz-Berlin und Professor Bnrchard-Posen an. Ersterer schlug eine Resolution vor, durch die der Zentralvvrstand aufgefordert wird, zusammen mit dem Gesamtvorstand ein Votum des evan- gelischeu Bundes in dieser Frage vorzubereiten. Nach weiteren Ausführungen des Landtagsabgeordneten Wolf-Straßburg und des Landte gsabgeordneten v. Campe-Hildesheim formulierte letzterer die Resolution dahin: Die Mitgliederversammlung richtet an den Zentralvorstand btf Bitte, tunlichst bald eine Erklärung abzugeben,, durch die sie im Sinne der heutigen Ausführungen des Professors Lohlransch und der Aeußerungen der Mitgliederversammlung die Stellung des evangelischen Bundes zur Frage, wie weit der § 166 St. G. B. aufzuheben sei, kundgiot. , Nach einem Schlußwort von Prof. KoWmusch wurde die Resolution fast einstimmig angenommen. Um 8 Mr abends vereinigte man sich zu einer Do lksver- sammlung in der Dreifältigkeitskircl>e, die Oberrealschuldirektor Lahm-Worms leitete. Das Generalthema des Abends lautete: „Worms und Wartburg." Zum erstenmale auf einer evangelischen Bundes Hauptversammlung nahm eine Frau das Wort, um die Beziehungen zwischen den beiden altehrwürdigen Lutherstütten unter- Berüctsichtigung der modernsten Frage, der christlichen Frauew- frage, darzulegen. Ihr Thema war demgemäß: „Die heilige Elisabeth auf der Wartburg und in Hessen und das Ideal dev deutsch-evangelischen Frau." Nach einem Ueberblick über den Lebensgang der heiligen Elifa-- beth gab die Rednerin unter Anerkennung der vielen trefflichen ^uge ein Charakterbild dieser Frau der Kritik das Wort und stellte den Grundsatz auf: „Jesu Art allein, seine Glauben und seine Gesinnung, fern Leben und Wirken, wie uns alles aus dem Evangelium entgegen tritt, ist und bleibt für uns der Maßstab, mit dem wir auch ein Leven wie das der heiligen Elisabeth messen dürften.^ Legen wir diesen Maßstab an, so empfinden wir störend im Bilds der Elisabeth ihr Nachahmen zufälliger Geschehnisse und Aeußer- lichkecken • in Jesu Leben (Verachtung des irdischen Besitzes, lieber* schätzung der Ehelosigkeit, Krankenpflege unnatürlicher Art, Unterdrückung der Mutterliebe); denn hierbei vergaß sie Oie Wertung? der Gesinnung, aus der heraus Jesus lebte und wirkte. Ist dies Vergessen zu erklären aus dem Geiste ihrer Zeit, unter dessen: zwingendem Einfluß sie stand, so bleibt uns das Fremdartigste am Elisabeths Gestalt, ihr freiwilliges Abhängigkeitsverhältnis von famrab von Wdrrburg, dies vollständige Verzichtleisten auf eigenes Wollen: denn es widerstreitet allem, was die Reformation uns gebracht hat. Hier werden sich bei der Beurteilung der heiligen Elisabeth immer die Geister scheiden. Und wenn wir mit ihr und allen auf eigenes Suchen und eigene Verantwortlichkeit Verzichtenden nicht rechten, uns auch nicht besser dünken wollen als sie: wir wollen uns ein gutes evangelisches Ideal vor Augen, der Heimatkunde seitens aller der Bildung dienenden Einrichtungen nötig, und da die Schule nur die Anfänge bieten kann, die Fortbildungsschule heute fast ausschließlich dem Berufsleben dient, so müssen sich besonders die Volksbüchereien dadurch an dieser Arbeit beteiligen, daß sie bei der Auswahl und Zusammensetzung ihres Bücherschatzes die Heimatliteratur besonders berücksichtigen. , Ter Vortragende besprach dann, unter Anführung zahlreicher Beispiele, die verschiedenen Gattungen der Heimatliteratur: Die geographischen Darstellungen, insbesondere die landschaftlichen Schilderungen, die geschichtlichen Darstellungen, unter denen besonders den Sehender innerungen und den Biographien hervorragender Persönlichkecken Beachtung zu schenken ist, und endlich die Heimatdichtungen, bei denen die mundartlichen vor allem nicht vergessen werden dürfen. Soll die Kenntnis dieser Literatur, dem Volke vermittelt werden, so sind die Volksbcklio- theken „die Nächsten dazu", und sie sollen dabei nach der Parole verfahren: was sich auf die eigene Heimat bezieht, möglichst alles; aus der Heimatliteratur der übrigen deutschen Gaue die Hauptwerke. Tann werden die Glieder unseres Volkes in der Lage sein, sich die ursprüngliche Heimat im Herzen zu bewahren, ihren neuen Wohnplatz aber bald auch zur neuen Heimat zu machen. (Lebhafter Beifall.) Dr. V. Pohlmeper-Berlin fprach über H eimat g es chichte und Volksbildung. Er forderte eine stärkere Berücksichtigung der kultur- und heimatge,chichtlichen Stoffe. Die H e i m a t g es chich t e müsse mehr als bisher un Lehrplan der Schulen und in der Vortragstätigkeit der Bildungsvereine berücksichtigt werden. Nur durch liebevolles Eingehen auf heimatgeschichtliche Stoffe erwecke man das Jntereste an der Reichs- und Weltgeschichte, fördere dadurch die Heimat- und Vaterlandsliebe. In der richtigen Erweckung und Besestigung des Heimatsinnes zerstört man das Wesen des fratzenhaften Parti- kularismus, der ja nichts anderes wäre, als mißverstandene und verzerrte Heimatliebe, und diene dem ganzen Vaterlande. Besondere Pflicht der heimatgeschichtlichen Fonchungen sei es, ans die Erhaltung der deutschen Mundarten, der Volksfttten und Gebräuche, der Volksfeste und Trachten hinzuwirken; Aufgabe der Bildungsvereine dagegen wäre es, durch Veranstaltung von Vorträgen über Heimat geschichtliche Gegenstände ober an Volks- unterhaltungsabenden, die der Heimatpflege zu widmen, feien, den Heimatssinn zu vertiefen. Volksbildung und Heimatgei chichte gehörten zusammen, denn beide verbinde die Liebe zu Volk unb Vaterland, den Wurzeln unserer Kraft. Alles Edle und Große, das geschaffen werde, fuße nicht zuletzt im Boden der Hermatliebe. politische Tagesschau. Ein Versuch, den Reichskanzler zu kompromittieren. . Gegen den Schriftsteller Adolf Brand ist, : der „Köln. Ztg." aus Berlin gemeldet wird, wegen Be - idiguug des Reichskanzlers Fürsten Bülow die : r a f b e r s o lgung eingeleitet worden. Es handelt sich um e Flugschrift, die anscheinend die Interessen der Homosexu- ut verteidigen soll, und in der dem Reichskanzler vorgeworfen cb, da st er sich des Vergehens gegen § 175 schuldig gemacht >e. Man konnte zunächst darüber im Zweifel sein, ob dieses ugblütt nicht am besten durch das Schweigen der Verachtung traft werde. Der Reichskanzler ist allen Beleidigungsprozesseti geneigt, und wenn er in diesem Falle von einer Regel ab- iHuien ist, die er sich sonst zur Richtschnur gemacht hat, so ist emo iß und allein aus dem Grunde geschehen, weil et glaubte, ) Rücksichten der öffentlichen Reinlichkeit derartige Beschuldi- itgen gegen den höchsten Beamten des Reiches nicht hingehen fen zu Dürfen, am wenigsten in einer Zeit, wo Verdächtigungen ter Zugrundelegung des § 175 leider an der Tagesordnung d. Braiw, der früher einmal den Abg. Tr. Lieber vor dem ichstag überfallen hat, hat übrigens einen würdigen Kom- 3non in Person des bekannten „Reichsglöckirers" Joachim hlsen. Bei diesem wurde am Montag abend im Auftrage der aatsanwaltschaft eine Haussuchung zum Zwecke der Auffindung ja vorhandener Brandscher Manuskripte abgehalten. Solche erben nicht vorgesunden unb die Polizei begnügte sich mit der itnahme einiger belangloser Manuskripte, die weder mit Brand ch mit dem Fürsten v. Bülow etwas zu tun haben sollen, ate mit der Mitnahme einiger Brandschen Flugschriften. Kurze it vorher ist auch bei Brand in Wil Helmshagen (Mark) polizei- )t Haussuchung abgehalten worden, auch dort soll außer einer rzahl Flugblätter nichts gefunden worden sein. (In Kürschners leratur-Kalender finden wir einen Adolf Brand genannt als rausgeber der Zeitschrift „Der Eigene" und der Flugschrift )ie Gemeinschaft der Eigenen". Dieser scheint mit dem jetzt Langten identisch zu sein. D. Red.) In der Angelegenheit der Beleidigungsklage des Reichs- rzlers Fürsten Bülow gegen den Schriftsteller Adolf Brand 'ahrr du „Berliner Leitung" von unterrichteter Seite noch gendes: Die Behörden scheinen Grund zur Annahme zu haben, ß Brand das Werkzeug von Leuten ist, die den eichskanzler schwer zu kompromittieren und wo- Sglich zu stürzen beabsichtigen. Die Haussuchungen haben r allem den Zweck, sestzustellen, in welcher Weise bei dem »mplott zwischen Angriffen gegen den Geh. Regierungsrat Schaes- • und solchen gegen den Reichskanzler zu unterscheiden ist. >b. Regierungsrat Schaeffer, ständiger Hilfsarbeiter in der Reichs- nstei, der schon, als Bülow in Rom tätig war, dort als pebicrenöcr Sekretär fungierte, gilt als ein fleißiger, gemanotcr cd liebenswürdiger Beamter. Seine überraschend schnelleKar- re aus der subalternen Sphäre heraus läßt ihn ben Traht- chern in der vorliegenden heiklen Angelegenheit besondcrs zu ren Angriffen geeignet erscheinen. e Die westpreußischen Polen und ihr Bischof. S. u. H. Danzig, 1. Oktober. In der polnischen Bevötteruarg Westpreußens macht sich ne recht oppositionelle Bewegung gegen den apst und die Kurie bemerkbar, weil der Vatikan die irionalen Wünsche der Polen nicht berücksichtigt hatte. Tie »Inische Presse führt eine recht scharfe Tonart und stellt fest, i'j in dem polnischen Volke die Empörung wegen des Ver- ! tciiv des Vatikans beim Schulstreik immer mehr wächst, ie Berurieilung des Probstes Olszewska zn einer schweren 2süi?'nisstrafe hat mehrere westpreußische polnische Gerst- che veranlaßt, in dem Danziger Polenblatt gegen den tfcfyc। Dr. v'.vsentreter eine Mtlage zu richten, die mit den ,t-neu beginnt: „Wir Hagren an!" Und in der sich idi folgenoe charakteristische Säße finden: „Der Erzbischof r. v. Stablewski ist für den polnisch-katholischen Glauben m M.wu/rertod gestorben; die polnischen Kinder haben aus antbarkeit an seinem Sarge einen Dornenkranz niederge- qt Lo war es in der Provinz Posen. Wie war es aber in Zestpreußen? Auch hier war bei den polnischen Geistlichen Schicksalsschlägen getroffen werden? Seit d-ieser Zeit ist bereits ein halbes Jahr verflossen, aber unser Bischof schweigt. Bis der Himmel sprach und anläßlich der Antveseit- heit des Bischofs in Lemberg der Blitz in die Kirche einschlug. Zufälle gibt es nicht, alles was sich ereignet, ge- ,'cyieht mit dem Willen Gottes, so lehrt uns die heilige Schrift. Möge sich nur unser Bischof nicht der Hoffnung hingeben, daß mit dem Erlöschen des Schulstreiks auch unsere Klagen verstummen werden. Der Schulstreik und die Erinnerung an unsere gefangenen Geistlichen werden ewig im polnischen Volke nicht vergessen werden. Das Feuer der Liebe und der Anhänglichkeit für unseren Bischof wird verlöschen, nur die Afche w'ro bleiben. Unser Bischof verdrängt gewaltsam nicht nur die polnischen Schäflein, sondern auch die polnische Geistlichkeit aus feiner Nähe. Es werden schreckliche Zeiten kommen, aber trotzalledem wird die polnische Geistlichkeit Schulter an Schulter mit dem polnischen Volke kämpfen." — Diese scharfe Tonart dieser Publikation, deren Wortlaut dem Kardinal Merry del Val nach Nom übermittelt worden ist, erregt in polnischen Kreisen großes Aufsehen. Es ist ein in der katholischen Kirche äußerst seltener Fall, daß sich katholische Geistliche gegen ihren Bischof öffent- lich au flehneu. 20. Generalversammlung des Evangelischen Bundes. O. B. Worms, 30. Sept. Hieraus hielt der Professor des Strafrechts an der Uuiver- jität Königsberg Dr. Ko hl rauich einen Vortrag über den § 166 des Strafgesetzbuches. Er führte aus: Die Angriffe gegen § 166 des Strafgesetzbuchs sind schon alt. Sie haben im wesentlichen drei Ausgangspunkte: 1. Ter § 166, welcher die Beschimpfung von Religionsgesellschaften unter Strafe stellt, bezweckt, damit den religiösen und konfessionellen Frieden zu schützen. Dazu ist er aber nicht im Stande. Denn fast jeder Prozeß, der hier geführt wurde, hat eine Erregung zur Folge gehabt, die schädlick)er wirkte, wie die zu bestrafende Beschimpfung. 2. Ter Schutz des Gesetzes kommt überwiegend der katholischen Kirche zugute. Denn geschützt sind nur die Einrichtungen unb Gebräuche, d. h. die äußeren Kultussormen einer Religionsgesellschaft; an diesen aber ist die evangelische Kirche viel ärmer als die katholische. Was aber den Evangelischen das Höchste ist: ihre religiöse Ueberzeugung, ihre Glaubenssätze, die Personen und Gegenstände ihrer Viwehrung, diese sind schutzlos; sie sind ausdrücklich vom Gesetz der Beschimpfung freigegeben worden, damit nicht die wissenschaftliche Forschung unb die sachliche Kritik durch Strafe getroffen werbe. 3. Tie Freiheit der Forschung, der Lehre und des Bekenntnisses ist aber keineswegs garantiert, denn der schlimmste Fehler des § 166 besteht darin, baß er zwar das Beschimpfen als strafbare Handlung nennt, tatsächlich aber ganz andere Dinge trifft. Denn der Begriff des Schimpfens ist völlig vag und undefinierbar. Sieht man das Wesentliche in der Roheit der Form, so wird durch die Strafe in Wahrheit nur der „gute Ton" in der religiösen Debatte geschützt, nicht aber der religiöse Friede. Legt man den Nachdruck darauf, daß nicht Tatsachen behauptet werden dürfen, die an sich schimpflicher Art sind, so ist jede fachliche Kritik unterbunden. Sie ist bann besto strenger verboten, je notwendiger^ sie ist. Will man aber gar von einer Beschimpfung nur bann sprechen, wenn eine gewisse gemeine Gesinnung des Täters festgestellt i|t, so kommt man völlig auf Abwege. Die bisherigen Vorschläge, den zweiten Tatbestand des § 166 (Beschimpfung von Religionsgesellschaften, sowie ihre Einrichtungen unb Gebräuche) zu reformieren, wären zwar imstande, der Imparität abzuhelfen, aber nur dadurch, daß in letzter Stunde für nötig befunden hatte. — In seinem hinterlassenen Roman „Vor Jahr unb Tag", dessen Veröffentlichung bevorsteht, kehrt Holzamer wieder zur Heimatkunst zurück, der er feine größten und bleibendsten Erfolge verdank:. In seiner Mappe fand sich außer zahlreichen Gedichten ein z we iteri Roman vor, eine Bekenmnisschrift, an die er noch dis! letzte Hand zu legen hatte. Unter der Aegide von Eugen Dieberichs^ in Jena, dem bekannten Verleger, wird ein Gedächtnisbuch auf Holzamer vorbereitet, zu beffen Herausgabe sich einige feiner besten Freunde zusammengetan haben. Noch in den letzten Tsgeü vor feinem Hinscheiben war Holzamer von Zweifeln geguält^ daß er nicht die Anerkennung finde, die er erhoffte und deren der auffrrebenbe Künstler bedarf. In der Tat haben seine besten Bücher, der „Peter Nockler" und „Der arme Lukas", nicht einmal die zweite Auflage erlebt. Man denke an die Tendenz- und Schunds romane eines Stilgebauer und manch anderer Vielschreiber, dis in vielen Tausenden von Exemplaren verdrecket sind. An Hvlz-i amcrs ftisch aufgeworfenem Hügel aber soll man der Worte GoekheH gedenken ...... denn was dem Mann das Leben Nur halb erteill, soll ganz die Nachwelt geben. — Da sletzteLied. In süddeutschen Blättern finden wir.' ein doch noch ungewöhnliches Inserat, dem jeder nicht alltäglich empfindende Mensch nicht nur künstlerischen Erfolg wünschen' wird. Die Annonce lautet: „Welche Dame protegiert Schriftsteller? Suchender ist Verfasser anerkannter schöngeistiger Werke, die wegen nicht all-' täglicher Richtung vorerst nur künstlerischen Erfolg brachten. Weitere Werke sind in Vorbereckung und erscheinen, )obalb bie- bisherigen größeren Absatz finden unb äußere Hemmungen Men. Bleckt der Ruf ungehört, so wird ein heißcmpfindenbes Künstler- l^erz zerstört. Und nun die bange Frage: welche Dame Hal im Herzen Verständnis für das edle Bewußtsein, ein Tolenr zu stützen, ein gefährdetes Lebenswerk jetzt zu fördern, ba der Kämpfende noch frischen Mut und Schaffensfreude hat? Einer materiell unabhängigen gemütvollen Dame (nicht unter 30 J.)^ die keine Turchschncktsehe, sondern wahre Freundschaft und inniges Sichverstehen erwartet, würde Suchender die Hand zur Ehe reichen. Brief unter „Tas letzte Lied 8664" an Hänfenstem u. Vogler A.-G. München zur Weiterbeförderung." — Aus der Tr. meb. Heinrich Goburek-Stiftuug (Tüftt) zur Gewährung zinsfreier Darlehen an Medizin studierende Frauen sollen für das kommende Wintersemester Darlehen noch vergeben werden. Bewerberinnen deutscher Staatsangehörigkeit, weiche an einer deutschen Universität vollberechtigt immatrikuliert sind und die ärztliche Vorprüfung beftanben haben, rverdcn ausgefordert, Bewerbungen an Frau Pros. Tr. Lydia Rabinowiffch-Kempuer^ Berlln W. 50, Augsbnrgerstraße 57/58 bis zum 25. Oktober eckt- ein heiliger Eifer für die Schulbewegung vorhanden, aber den Katholiken künftig in dem gleick)en Umfang der Lsuud ver- leider fehlte es uns an der Sympathie unseres Bischofs, boten würde, wie den P^testanten xte Larckat wäre d der vom Beginn des Schulstreiks an bis jetzt siir seine poini^ "»d Bekenntnis! scheu Schäflein eine besondere Gleichgültigkeit an den Tag legte. Unser Bischof antwortete mit feinem Worte auf die Bitten seiner hunderttausend polnischen Schäflein. An oem- selben Tage aber, als in Löbau der Prozeß gegen acht polnische Geistliche stattsand, dinierte unser Bischof bei dem Herrn Reg-ierungspräsidenten in Danzig. Handelt so die Mutter oder der Vater, wenn ihre Kinder von schweren Vorn Volksbildungstag in H a n n o v e r. Dre Haupt- erfammlung der Gesellschaft für Verbreitung der Volksbckbung ffchlon Die Begründung eines Märkffchen Wander t h e a t er s i Verbindung mit der Schiller-Theater-Gesellschaft in Berlin, ür die nach in (ihrige Hauptversammlung lagen Em- ibungcn aus Worms, Darmstadt und Halberstadt vor Die Wahl cl auf Darmstadt, besonders auch im Hinblick auf die ort iw findende große Ausstellung. Der Boriitzende erftatrete m Berickt über die Tätigkeit der Gesellschaft im Jahre 1906. er ,vci erteil der Tätigkeit war die Begründung von ; i b l i o t b c f e n. Seit 1896 hat die Geielffchaft 339o Bcklio- jeten mit 192 824 Bänden gegründet, im 3ahre^ 190o betrug ie Zahl der Neugründungen 421 Bibliotheken mit 2*2^4J5an^clL nterstutzt wurden 1903 6732 Bibliotheken mit 44 819 Banden. 5 muiDcii begründet 583 Wanderbibliotheken mit 26 166 Banden, us der R'.acr.stiftung 146 Bcklcktheken mit 4881 Santo, in iuinma also im Jahre 1906 4481 ^Bibliotheken mit 96 302 iäntvii Auch die Einrichtungen zur Forderung des uncntliajen ; Jcn5 und Der BolkSunterhaltungsaben de )uroen im Berichtsjahr stark in Anspruch genommen. £ie 5 sellschaft besitzt zur Ausführung von Lichtbildervortragen ellva 00 ' r ii L ackuder, welche an die Bildungsvereine verliehen Ferner wurde ein Verzeichnis von Theaterstücken, die stch r-H[.ruiig bei Volksunterhaltmigsabenden eignen, heraus- vier Wochen Untersuchungshaft verurteilt/ " 9 " t Die zärtlichen Verwandten. Tie Steinbrucharbeiter K. und P. K. von R a i n r o d b fonnteix infolge. Regenwetters nicht arbeiten weshalb sie sÄ m die am Steinbruch befindliche Schmiede begaben. Sie 2 k c? amei^ Wortwechsel, in dessen Verlauf P K seiwvi L?ewemer schweren Eisenstange auf den Kopf schlu« k CIne Verwundung davontrug Als er ibn nun- r noch packte und zu Boden warf, erfaßte K K. einen Kf arbt"?^?^ ,r.hn feinem Gegner auf die Stirn, so baß ei arbeitsunfähig wurde. Auf gegenseitigen Sh-nf™;™ mlObs Staatsanwoltschaft Anklage liegen KörNmleZ ’hnFn9?1'-^ t,Eru?eiIte icdl-n zu 20 Mtt Gcldsttck Ä. X. focht das Urteil an, indem er sich auf Notwehr hrrilt achabt^a?s°d'm^o9b" Augenblick nichts anderes zur Hari gehabt als dlm Hammer, um seinen Vetter von sich zu halten ^bdecholt angegriffen habe. Tie Staatsanwaltschai! hielt eine straflose Ueberschreitung der Notwehr fü*- vorliegend und < beantragte, der Berufung ftattSugeben. entsprochen und unter Aufhebung des Urteils der geklagte freigesprochen. " 9 üej Urteils i>ei vln« i bret lenken, das sich in nächster Nähe in unserer Nachbar- gmetnbe Mer au befindet. Do5 sprtteln auf de^ auf der früher das Merlauer Schloß, eine Wasserburg, gestanden, sehr zahlreiche und starke Quellen hervor. Sie harren noch ihrer Verwertung ? Schlitz 2. Oft. Anläßlich der 75jährigen Jubiläumsfeier der Leinenweberei Gg. Langbein- rrch wurde gestern durch Kreisrat ti. Bechtold im Namen Sr. K. H. des Großherzogs das allgemeine Ehrenzeichen I für treue Arbeit überreicht den Webern: Georg Guiß-s schlitz Adam Heres-Rimbach, V. Schäser-Schlitz und ^ohs. Eu r i. ch - Fraurombach. Werter wurden an 28 Arbeiter, die ununterbrochen 25 Jahre bis zu 40 Jahren im Dienst der Firma stehen, von der Zentralstelle für Gewerbe in Darmstadt Diplome verteilt. Dusek-Kolm berichtet hierauf über die Lage der ftchechifchen^Evangelifchen. An dritter Stelle berichtete Pfarrer H o^f f e t -Straßburg i. E. über den Stand des Protestantismus m v-rantreich hierauf sprach Pfarrer Fritze- Nordhausen über bie el-Leipzig, Hofprediger a. D., Rogge-Potsdam gab einen lnteresianten Ueberblick der Arbeit des Gustav Adolf-Vereins in ven in Bettacht kommenden Gebieten. Kttchenrat D. M e y e r -Zwickau, der Vorkämpfer der 9iom-Bewegung" in Oesterreich schilderte die vergebliche Arbeit der Gegner, die machtvolle Bewegung einzndam- Bedeutung der Sache erkenne man gerade aus diesen Abwehrbestrebungen. Alle nur denkbaren Maßregeln würden druoen angewendet man schrecke selbst vor Beschimpfungen und Verleumdungen nicht zurück. T'' ' ' * 12 ' - "Ge s inde s statt, während dar Dienstantritt erst am brit# Weihnachtsfeiertag sich vollzieht. Vor einem Mensches bekam em ordentlicher Knecht 30 Gulden, eine erste 12 Lulden Lohn, heute steht sich letztere auf 300 bis 35g ersterer auf 400 bis 450 und 500 Mk. Trotz dieser b < Lohne ist die Lust zum Dienen auf dem Lande geworden. Insonderheit ist der Zug nach den StS>^ 1 bet der weiblichen Jugend stark hervortretend. ()d.) Dar m st a d t, 1. Okt. Der ans der - Aosheim i. Stieb während eines Spazierganges im 1 brucrerwaid durchgegangene Geisteskranke ist b51C, tionsverwalter E. Lang aus Lengfeld, der seiner^? eigenes Kind mngebracht hat. — Der seit dem 1 0°, ver>chwundene Ghoinasiast 2l b r i e wurde nunmehr unrCC' I gen -Lagen in Bentheim entdeckt, wo er sich lL?' Herumtrieb. Er war mit dem G-lde bis nach gelang bort waren ihm aber seine übrige Barschast s?. «eine Effekten gestohlen worden. Er fand nun noch Olt &S£'“?t E" m,b beide beschlossen nach ein?m h iS 2 Wyu marschieren, da sie ohne jede Bafwf/ m Bremen nicht weiter kommen konnten. In wurden sie ausgegriffen und alsbald fc« gougns benachrichtigt, der ihn dann in Bonn in = Dutenhofen, Kr. Wetzlar, 2. Okt. Wie in - - allen größeren Orten in der Nähe der Städte itlä t)wc. bie aS ohnungsfrage in den letzten Jahren br-, K nenb geworden Die Nachfrage nach Wohnungen war - weise ,o groß, daß den Anforderungen mitunter nicht er F werden konnte. Erfreulicherweise hat man dst? Bedürfnis durch entsprechende Neubauten abzuhelsen * fud^t, aoer dennoch konnten nicht alle Wünsche berucklick 6 T Werben. Dio Eisenbahnbehörde hat zwar fähiS neue ®0Jnungen hergerichtet, aber für unsere Lehrer sib » v 1sn't an ^chon. Ganz besonders drängt attl R die Wohnungsnot dazu, daß der beschlossene Schuld S >?“ “m 10 eher zur Ausführung gebracht werden She P^dfrage soll in aller Kürze erledigt und der * im nächsten Jahre vollführt werden. & w. Wetzlar, 2. Okt. Um der Säuglinassterbli^k. aeftelü t,at bn ^"uenverein es sich zur Ausiab t sJrr>V r?en ®(lmcn umsonst, den Geringbegüterten im,,. Selbstkostenpreis und den Wohlhabenden gegen fü ^"lgelt Sauglingsmilch zu verabreichen. || eC^bet ^ch ani Kornmarkt und steht unt, 1 Aufsicht des Kreisarztes Braun, der wöchentlich einm, ' uneiitgeltlich eine Sprechstunde für minderbegüterte i» k deude und stilleiide Mütter abhält. 8 ii S. u. H. Magdeburg, 1. Oft. cttenU,T?f,„ia^ei§e--Beteiligung, von Sozialvolitikern ans eilen -tuen des oiew>es trat gestern der deutsche Ler-in für H11” bö -SEliu!ta. des Berliner Universitäts-Pw- *e,.Jry CijmolItr zu feiner diesjährigen Generalversammlung öuiammen. Staatliche und kommunale Behörden, sow?e v^ wandle Körperschaften waren zahlreich vertreten Jit erjtcr stelle Itand die berufsmäßige Ausoil- düng der volkswirtschaftlichen Beamten M M 5 =56” ^Ä«B„$Srä‘$l"5äS': IM s£^:£™£ -=¥?* ,**• ?««« nhm* e, ren d (Magdeburg). taut her Quellen zu Jnherden lehrt, siuv heute derartige . ^die Referate schloß sich eine ausgedehnte Diskussion an I v »qmf recht wertvoll. Wir möchten desluttb bie weltgehenditen Vorschläge gemacht wurden. Ein Bc- ^lllsnierriamteit auf ein sehr quellenreiches G der volkswirtschaftlichen- f<,f A «vchaiiolungstag kam das Thema: Vcr- P 9 5 - und Verwaltungsorganifation her e ö"! Behmdlung.^ Als erster behandelte das Mitglied des Pt.-mß. Herrenhan?cs Prof. Löning (Halle) diese wichtiac J-tteresse, der Sozialpolitik an städtischen Verwaltungs- und Versafmngssragen klariegte. Er wies aus iLTtA2lF(fa-Cüe Kerems hm, dafür zu sorgen, daß die großen Kvnmrunen in Deutschland, Oesterreich und der ^chw.i^ ]ia) mit Sozialpolrttr besassen. Diese Aufgabe, Sozial- t Cä i,t ^wl ^u erreichen, wenn Staat und Gemeinde sicki vereinen zur Erfüllung eines sozialen W'll-n^ (ÖL • J kann aber nur sozial miueii, wenn ft- P ^Cni€in^ t|L Im mchsten Jahre ist cs 100 Jahre "xr feit bar von titem den Preußischen Städten chr üniimun^s^ Geudarmen-Beseidigung. E w ^^gentlich einer Unterredung mit dem jetzigen Bürgermeiflei ß Bürgermeister £>■ K. van Calbach geäußert k bekommen' Sn 3 Tübingen habe in Mütel-Gründau Schlag! | °3'ltn™ eigenen Helm hat er kriegt." (St ' Lte Bemerkung, daß er es ihm gönne u. a. iu. >' Men ^nb athna 8 r*?11«6 °C°e.n Anklage wegen Beleidigmi- das Schvfscngericht verurteilte ihn zu 10 Mk. SÄ cr.^ob Berufung, indem er behauptete, der Bürger* I^rh Unwahrheit gesagt. Er suchte ihm Umval)rheiteü und Unregelmäßigketten ,ui seiner Amtsführung nachzutychen, im , -__—i, hinter Hb em.ÄoÄ ’fÄ aSS* Tem^m^?nYi^5ntere^ bmzrlner Kreise in der Stadt ^5' Verständigung m-kt der ^ozurldemottatie in der ^nmrunalen sozialen ^ortschreitens ist> fast unmöglich ^ttmn, die ^vzialdemokraten in kommunale >'nit .fte praftische Arbeit leisten können Heinen stadttlchen Republiquen ist auch uu- nvoglich. Gemeindegeist und selbständiger Bürgersinn, die Gvund- städtischen Lebens können aber nur iu der Freiheit ^den. Der,Redner besprach dnnn :mch die Zulaßung d^r vrauen zu städtqchen Aemtern und empfahl, die Frau niwt nur. m der Armen- und Waisenpflege, sondern auch m andern iwzulassen. Die polittsche und wirt- W/astliche Gerechtigkeit erfordert einen erhöhten Wahleinsluü für I bie drittc stÄchlerklasse. Das polittsche gleiche Wahlrecht sollte I ^L±^lntIen tonten. Das0^,N^cht io Ittel Eiw.ohMrn der Städte zugebüligt werden, sofern sie eine Reibe I von Jahreir m der Kommune leben. Die echz^nen ?.pPcn 11 w9^ abgesrufte Rechte haben. Eine organische Ver- -tTt KMMune ist aber nicht zu empfehlen da sie die Beripe zuiammensühren würde, und diese zuerst ihre eigenen Unteren en vertreten wür-dm, vor denen der Allgeineinheit D^s jogenannte Hausbeiitzerprivileg, wonach die Hausbesitzer die Hälfte Sitze in der ^tadtverordneteiiverfammlung haben, sei ein WHes anKn/°^^° VmWnduiÄosigkeit, ein tertJ M Sch-iwc ÄbRmmung bei den Wahlen fei zu cm-fehlen •octreffä de-, Berhaltnisscs zmtzchcn Staat und Stadt führt der Staat der Stadt die Bewegungssieiheit laffAt muffe'. soweit das das Interesse des Staates zulasfe Es Berleuniduugen nicht zurück.' Tie HäuptiÜLÄ' leijü'd^'Bo»ö I SÄ' daß. gegenüber dem Aufsichtsrecht des Staates bei der °>K^i *fCrall' 5r dw Sewegung ein eigenes Bonifatiusblatt daz^Nerw^l^Ä^a" ■™e9IitTtiSbeamter als darüberstehende Instanz geichapen habe, ^.er sittlichen Kräftigung der Uebergctretcnen 1 Wngiere. Ter Staat habe noch genug mchsc die Hauptarbeit gewidmet werden. Die hinausgefandten Sttck miirStadtverordnctenvcrfammluüg ufm K kare seien außerordentlich fleißig. Ter Redner gab daun ein ^lll9 wurden diese Rechte nur m seltenen Fällen ausgeübt, Z°^dcr Arbeit des tzauptaus>chus,es, dessen größtes Bcrdieust st^. b^erli» ziemlich ftei schalten. Es sei , Bewegung zu einer religiösen Angelegenheit ( b ^r Verwaltung und der Bcauf-s gestalt ei habe Was die geforderte Unterstützung der Tschechen sti? Schulen lediglich dem Staat überlassen sei, bej 1 anlangc, io könne der evangelische Bund nicht direkt für faie HMfe Bureaukratie und der geistlichen Aufsicht über-s T>chcchen eintreteu, weil er ein Bund zur Wahrung der deutsch-h°!' ä-;rn. von Bam- Ä^l°^ Kommunalverwaltung so gestellt sei, haß er sich n»£rf5?3efito4/fcn 1 o I u i t o n zu, in welcher die Weitere O/«" 6ewc9en tonne. Unter allen Umständen Unterstützung aller Bestrebungen gewünscht wird, welche die Dia- ^eie autonome Selbstverwaltung für die Städte ge- verschiedenen Ländern im Auge haben. Damit ^uß die Vormittagsfttzung. P ., ^tadttat H-l e, ch (Frankftrtt a. M.) behandelte die Schwierig- • ft',(be“n die praktische soziale Arbeit in den städtischen mV"16 Obcrhe sseu nahmen an der Daguna teil: Pfarrer bcuttgen rechtlichen und Mirtschaftlichcn ^mger,.LillertD.msen b. Alsfeld! Pfarrer Die Becker, Mfeü»; «SsS, fn^f6% A U-nt^x dm .alten Formen sei keine Pfarrer Büchner, Zelters; Lehrer Debus, Eiirartshausen • Pfarrer \o%vnk Arbeit möglich. Tie Aenderung der Kom- Dieseiibach und Frau, Eudorf b. Alsfeld; Otto ^eri' Sb - ^age der Zett. Es Eß sich eine Pfarrer Fmitag, Holzheim b. Gießen; ^e«^^ Iaffcn' blc mehr den modernen sozialen Fritsch, Ruppertsburg; Gymnasiallehrer Gerhard, ____ __________________ M ,arrer Her,nann, Nidda; Neallehrer Hermann, Als-! Itttd Scdtlö* @?.L= le-r- ^-ttfel, Altenstadt: Lehrer Höchst, Lauterbachg Gieben ■< Oft iqn7 Sttueruommistar Korfmann, Nidda' Pfarfer ^rnnirr1 • I ** re • m ± oiegen, o. Uri. 1907. ®cÖ. Kirchenrat Pros. Dr. Krüger/Gießen; GymuasialoNlehrcr \<-rfcr 1 n?’ 3". bester geistiger und körper- Lamp-s,.Fr.eLb-rg: Pfarrer Nies, Ettingshausen: Pfarrer $cters om 6" 'O£to&lr der Ä-ndarmerie- TOh-:ngr‘IIIte/toa(,.ter Groß-Felda: Lehrer Römer, öattew e r in Darmstadt feinen 80. ®e= S’. mf/1 nt‘?~5icl ^"dda: Dekan Saucrwein, Als- trat 1848 seinerzeit in die 4. Schwadron des £rg- Direktor Prost Schäfer, Fried- ^°ulegers-Regts. in Butzbach, jetzt Garde-Drag.-Regts. tz-cutldge, Friebverg: LandgerlchtSrat Schmecken- 23, em und ging nach zehn Jahren rnr 6»andarmai-ie Ä' Ä; Hirzenhain: S. Schulz/tzeideU Wer; er war bann in Laubach; Dekan Wagn«' GE«^°G^^S^r"Wa^' erfaßte? stationiert bis zu feiner im Jahre 1891 fc ff MAÄ.t.'*. X Aus dem Ohmtal, 2. Okt. Die Teuerung, ^ore aufzer Brot und Fleisch viele andere zur Leibes Nab- ?Ub gehörende Dinge ergriffen hat, macht noch teuren Stillstand, sondern tritt immer wieder von neuem auf bet diesem oder jenem Produtt. So ist es dre Serfe, die doch gewiß ein viel gebrauchter Ge- Haushaltung ist; während man früher Pf6- kaufen konnte, kostet es jetzt 34 Pfg.; 0 -pfg- Aufschlag. Auch unsere Kleinen bekommen die Ehrung zu spuren. Mit gar verdutzten Gesichtern er- der Mama, der Kaufmann gäbe £e/fn 9tlxctü>€n Sa-okolade mehr für 5 Pfa., eS kostete 7 Ma • also beinahe 50 Prozent mehr. ' b Vater und Söhne. cAr rJp ^^^lL.kjner A. Pf. von Staden war mitgeleilt wordcn ^er Daglöhner W. P. mißbilligend über seine Söbnr, ! s11^ .yJHXJ1 Lwammen arbeitet, ausgesprochen hatte. Pf nelüt deshalb d-darüber zur Rede und es entspann sich ein Wortwecbsel. der Äoch^scbl^ai>^ einem Bastein nach seinem Gegner wm r l^ooaj fehl ging. Tie beiden packten sich nun und rnnnpn bietLbie Söhne des Pf., die Maurer August uni I L ^tc tIjrem Bnler zu Hilfe und mm I<^Iugen ^batcr und Sohne gemeinschaftlich auf P ein bis a öusammenbrach und zum Arzt gebracht werden mudte alle Anllage wegen Körperverletzung erbest und das Schöffengericht verurteilte den alten Pr. 3U rwei^Mo- *- 10 ‘ftm Sohn August kam mit 14 und Lg m 19 -^agcn Gefängnis durch, während P. von der Anklaae bei GcGstrafe^m^?//^""^^'^ '»egen Werfens zu 10 Mk urtfiltm 1 . •Xie toC9en Körperverletzung Bcr- ' urteilten fochten das Erkenntnis an und baten um Herabsetzung bnrf?16' ^lC blelt aber die Strafen nicht £ I£r schloß sich diesem Rechtsmittel an. ttnter ^n9UH? he* Vorstrafen des alten Pf. wurde die Strafe^ auj o Monate erhöht; im übrigen blieb es bei dem UrteiL Hascufutter. s _ ^..Schneider L. Pf. von Bad-Nauheim hat ein Urteil 5. nach dem er wegen Tiebstahls zu 4 Tagen M^9^ ? binzelnen Fullen ablehnend ausge- SV. ssÄtetoft ifet»ssÄ tt w rmglaubwürdig erscheinen zu lassen. Tatsache ist, daß j, bcibc feindlich gcgcnüberstehen und daß auch der Angeklagte | m Gendarmen nicht gewogen ist, da er ihn wegen Sittlich- | üsv erbrechens an gezeigt hatte. Weiter spielte die Partcilcidcu Hift in der Angelegenheit eine Rolle. Es lag kein Anlaß vor, n Aussagen des Bürgermeisters zu mißtrauen, weshalb das Ur- I • il bestätigt wurde. Der falsche Name. Ein Landwirt von Wenings hatte der Gemeinde .Hafer für I e Faselochsen geliefert, von dem es sich herausstellte, daß er it Sand vc-mischt war. Als dies die Ehefrau des Landwirts K. IL erfuhr, richtete sic an die Staatsanwaltschaft eine 1 iGfigc wegen Betrugs gegen den mit ihr verfeindeten Landwirt ib unterschieb sie mit einem falschen Namen. Sie wurde wegen rkundenfälschung angellagt und die Strafkammer verurteilte sic l einer Woche Gefängnis. vermachtes. * Die neuesten Eisenbahnunfälle. Auf. der trecke G r o ß ö r n e r L e i m Vach (Prev. Sachsen) stießen nei Züge der elektrischen Straßenbahn Hettstcdt- lelb'ra "zusammen. Beide Schaffner glaubten, eine IZeiche noch rechtzeitig erreichen zu können und fuhren tit den Wagen in voller Fahrt aufeinander. Drei Beamte urben schwer verletzt, einer derselben tödlich. Ein ; chasfner und eine große Anzahl Personen haben leichtere Verletzungen erlitten. Die Vorderteile der beiden 1 men wurden völlig zertrümmert.— Am 1. Okt. entgleisten J vet Wagen des D-Zuges Köln-Hamburg am Bahnübergänge am Schwarzenweg in Duisburg. Zwei Personen 1 illen getötet, mehrere schwer verletzt worden sein. Wie 1uf Anfrage an amtlicher Stelle mitgeteilt wird, sei nur ne Frau getötet, eine andere schwer verletzt worden. In i cm Zuge "befanden sich auch die Sch w ie-germ utte r l es Reichskanzlers, Donna Laura Mingetti, mid der Bruder des Kanzlers, Gesandter von Bülow. — , wn einem Güterzuge, der gestern früh 4 Uhr die starke . Neigung zwischen Brügge uttd Arl o n s (Belgien) hin- ilffuhr, löste sich durch den Brirch der Kuppelung zwischen : cm 7. un) dem 8. Wagen der folgende Teil des Zuges, der tit zunehmender Geschwindigkeit das Gleis zurückrollte nd mit ungeheurer Gewalt auf einen folgenden Güter- j[lg prallte. Dessen Lokomotive wurde in die .Höhe ge- ] hleudert, die Wagen wurden zertrümmert. Von dem Zug- - crsonal sind drei Mann tot, mehrere schwer verletzt. [?cr Materialschaden ist groß, die Strecke völlig gesperrt. - Ein Eisenbahnunglück, bei dem 60 Personen verhetzt wurden, ereignete sich bei der Station Eoat- r i d g e in Schottland. Eine Lokomotive fuhr allein, ohne ' rqenb welchen Anhang, in der Richtung auf Glasgow. Mötzlich kam auf demselben Gleise von rückwärts ein Extra- uq aus Edinburg heran gefahren, mit großer Geschwindig- s eit Der Zug fuhr in die Lokomotive hinein, und traf ie mit großer Wucht. Durch den Zusammenstoß entgleiste hud) der Extrazug. Die Lokomotive fiel auf eine daneben- icaende Straße nieder. Ein Sonderzug brachte dte Ver- i ctzten nach Glasgow. Von den Verletzen haben 28 sehr dimere Verwundungen erlitten. — Einem Telegramm aus " 3 i r m i n g h a m zufolge e n t g l e i st e ein Trambahnwagen '.uf abschüssiger Straße. Zwei Personen wurden getö t e t, ' nehrere verletzt. — Am 2. Okt. ereignete sich bet Ar- -,eyes auf der Linie Bordeaux-Paris ein Zusammenstoß Zwischen einem Eilzug, der von Paris kam, und einem . rudern Zug aus Bordeaux. Zwölf Reisende erhttett lcich- i tcre Quetschungen; drei Reisende wurden erheblicher ver- i etzt, einer derselben schwer. * Schiffsunfülle. Der große französische Dampfer „Leon XIII." strandete drei Seemeilen von Seaficld. Tie Mann- chaft klammerte sich an das Takelwerk. Tie Wellen schlugen über das Wrack, so daß cS in Stücke barst. Die Versuche eines Rettungsbootes, sich dem Schiffe zu nähern, waren bisher vergeblich. Die Lage der Schiffbrüchigen ist verzweifelt. — Die Schovnerbrigg „Clara" stieß bei dichtem Nebel in den Gewässern der Skagerak mit dem Dampfer „Ivar" zusammen. Der Dampfer wurde nach Friedrichshafen eingeschleppt. Die „Clara" gilt als verloren. * Zeppelin sLuftschiff. Mit der erfolgreichen 5. Fahrt des Zeppclinschcn Luftschiffes ist die erste Auffahrtsserie des Grafen beendet. Tic Erfahrungen werden sofort benutzt werden, um einige Verbesserungen an dem Steuermechanismus vorzunehmen. " Tic fünf Aufstiege haben besonders folgendes gelehrt: Durch die fast horizontalen Schwanzflossen ist die Stabilität des Luftschiffes ausgezeichnet. Die Seitensteuern waren genügend, um das Luftsckstfs in jeden Kurs zu zwingen: dieselben wurden mit gutem Erfolge auch in böigem Winde benutzt. Um sie schneller wirksam zu machen, wird es sich empfehlen, dieselben etwas zu vergrößern. Von ganz besonderem Werte waren die Höhcn- Steucrn: vermittelst dieser ist man imstande, ohne Gas auszugeben, das Luftschiff in jede gewollte Höhe zu bringen. So wurde beispielsweise beim fünften Aufstieg das Fahrzeug gezwungen, von 30 Meter über 300 Meter zu steigen und dann wieder auf 50 Meter heruntergebracht. Die ganze Manipulation war in 20 Minuten vollendet. Tie größte Fahrtdauer des Luftschiffes bei diesen letzten Aufstiegen betrug 8V2 Stunden, doch war nach dem Urteil aller Sachverständigen das Luftschiff nach dem vorhandenen Benzin- und Ballastvorrat durchaus imstande, noch die doppelte Zeit in der Luft zu bleiben. Das Auf- und Niedergehen des Luftschiffes erfolgte auf die einfachste Weise. Ohne jeden Ballastauswurf stieg es mit seinen Höhen-Steuern empor und fuhr auf dieselbe Weise nieder. Es unterliegt keinem Zweifel, daß, wenn die nötigen Anlagen auf dem festen Erdboden gemacht sind, das Luftschiff auch hier ohne Schwierigkeit zum Abstieg gebracht wird. Tie eigene Geschwindigkeit des Luftschiffes ist bei den verschiedenen Methoden ermittelt worden. Alle ergaben übereinstimmend das Resultat, daß das Fahrzeug mit den beiden Motoren 50 Kilometer und mit einem Motor 35 Kilometer pro Stunde zurücklegen kann. Tie Zeppelinschen Versuche haben mit Sicherheit erwiesen, daß jetzt ein wirkliches Luftschiff, welches die Atmosphäre beherrscht, vorhanden ist. . * Wer war Bismarck? Den „Hamburger Nachrtch- ten" teilt eine Leserin eine drollige Unterhaltung mit, die ihre Kinder, die sechsjährige Annemarie und die fast fünfjährige Barbara, zwei niedliche kleine Hamburgerinnen, führten, als sie mit ihren Eltern — der Vater ist ein angesehener Kaufmann — aus einem Spaziergange an Lederers Bismarck-Denkmal vorüberkamen. Sie staunen die steinerne Riesengestalt an und Barbara fragt: „Wer ist denn das da oben, Pappi?" Doch bevor „Pappi" seine Erläuterung geben kann, fällt ihm Annemarie mit der ganzen Ueberlegenheit der „Aelteren" ins Wort: „Ach Du, das ist doch B.smarck, der unserm alten Kaiser Wilhelm immer so'n duschen im Kontor geholfen hat!" Kleine Tageschronik. In Berlin hat fick) ein neuer Fall ereignet, bei dem noch nicht festgestellt werden kann, ob es sich um einen Mo r d oder Selbstmord handelt. Auf dem Polizeirevier in der Teltowerstraße erfä}ien der Barbier Baransky, und zeigte an, daß sich seine Frau das Leben genommen habe. Die Polizei ist der Ansicht, daß Baransky wahrscheinlich seine Frau getötet hat. Baransky ist wegen Delirium tremens in der Irrenanstalt Dalldorf gewesen. In Wattenscheid bei Essen erstach der, Bergmann Stracker auf offener Straße die Prostituierte Giese und beraubte sie. Aus Langendreer wird gemeldet: In der vergangenen Nacht kehrte die Frau des Bergmanns Matuschowsky von einem Besuche zurück und klopfte mehreremale an die Wohnungstür. Ms ilst Gc^te drimicu auf die mehrmalige Frage:^„Wer da feine Antwort erlpelt, scho ß er durch die Tür Später fand er beim Her aus treten im Flur so ine'F ran mit durchschossener Schlafe tot vor. Wie aus Hirschberg gemeldet wird, ist dort die zweimal zum Tode verurteilte Giftmörderin, die Chausseewärters- rau Feige aus Grunau, durch den Breslauer Scharfrichter hin gerichtet worden. Ein Siebmacher erschlug in Türkheim sein eigenes Kind. Er steckte das tote Kind in einen Sack und warf diesen in den Fluß. In , 5er Nähe spielende Kinder erzählten den Vorgang. Die Polizei stellte Nachforschungen an und sand die Leiche des Kindes. Ter unmenschliche Vater wurde verhaftet. In Dresden wies die Polizei drei Mormonen- Mifsionare aus, die an dortigen Einwohnern die Fluß- taufe vollzogen. — Ter Einbrecherkönig Franz Kirsch wurde nach Dresden überführt, da er als Haupt derjenigen Einbrccherbcmde in Frage kommt, welche in der Nacht zum 14. Llpril ds. Js. in dem Bureau der Sächsisch-Böhmischen Dampfschiffahrlsgesellschaft in Dresden einen Gcldschrankeinbruch verübte und dabei gegen 9000 Mk. in Geld- und Wertpapieren erbeutete. Drei seiner Komplizen sind bereits hinter Schloß und Riegel. In Paris erregt der Selbstmord des Senators Collet Auftehen. Seine Angehörigen behaupten, er habe die Tat in einem Anfall von Nervosität begangen. Andererseits wird behauptet, daß Vorgänge intimer Natur ihn zu diesem SelbstmoÄ) getrieben hätten. ■ ■ ■ । ■ " ■■ । 1 — _11 ‘--"-LJ— 11_________ 1 3 TeSefomsch® Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fiir Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter I-Sörse, 3. Oktober. 1.15 Uhr. 3%°/0 Eeichsanleihe . . 93.95 3% do. . . 84.75 3X°/0 Konsols .... 94 50 3% do. .... 84.75 3%°/o Hessen .... 92.80 3%°/0 Oberhessen . . . 92.00 4% Oesterr. Goldrente . 97.95 4^6 ”0 Oesterr. Silberrente 98 35 4% Ungar Goldrente . . 93 30 4% Italien. Rente . . . 101.00 3% Portugiesen Serie I 65.50 3% Portugiesen „ III 66 60 4 X°/o russ.Staatsanl. 1905 92 95 4%°/„ japan. Staatsanleihe 90.75 4% Conv.Türken von 1903 93.50 Türkenlose......145.00 4% Griech. Monopol-Anl. . 48.50 4% äussere Argentinier . 8510 3°/0 Mexikaner , < . 63.00 4X°/0 Chinesen .... 95.30 Aktien: Bochum Guss..... 205.00 Buderus EL W.....—.— Tendenz: schwach. Berliner Börse, 3. Canada E. B......162.75 Darmstädter Bank . . . 128.50 Deutsche Bank .... 230.25 Dortmunder-Union C. . . —.— Dresdner Bank ... 142.20 Tendenz: schwach. Elektriz. Lahmeyer . . . 121.40 Elektriz. Schuckert . . . 103.00 Esehweiler Bergwerk . . 213.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 197.60 Hamburg- Amerik- Paket!. 130.10 Tlarpener Bergwerk. . . 205.75 Laurah ütte...... 224.50 Nordd. Lloyd.....115.50 Oberschles. Eisen-Industrie 104.00 Berliner Handelsges. • 156.70 Darmstädter Bank . . . 128.60 Deutsche Bank .... 230.80 Deutsch-Asiat. Bank . , 140.00 Diskonto-Kommandit . . 172.90 Dresdner Bank . . . 142.40 Kreditaktien..... 202.20 Baltimore- und Ohio- Eisenbahn ..... 91.50 Gotthard bahn ..... —.— Lombard. Eisenbahn . . 30.70 Oesterr. Staatsbahn . . . 141.20 Prinee-Henri-Eisenbahn . 126.90 Oktober. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. « . 202.70 Laurahütte .... 225.00 Lombarden E. B. ... 30.60 Nordd. Lloyd.....115.60 Türkenlose ...... 144.10 Mancher Geschäfts-Inhaber mag, wenn er einen von einem Kollegen verteilten erfolgreichen Reklnnie-Geschenlt-Artikel sah, ebenfalls beschlossen haben, sich etwas derartiges auf Neujahr zuzulegen. 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