>r. W WKW Ärztlich tiedorlag8" Donnerstag 31. Januar 1907 Drittes Blatt L 5 7. Jahrgang Erlcheinl täglich mti Ausnahme deS Sonntags. un te'Äte 238 678 92,06 ZmportvonFuttcrmittelnund rechtzeitige £ e f f * rLng der Rerchsgr cnze für Schlach tvieheiufuhr faiit Ausnahme der für die angeschlagene Zuchirichtung erforderlichen Rassetierc) in Zukunft wirksamer zu begegnen. 5 426 851 5 66U 529 11 156 133 474 539 Um 1. Dezember 1906 Am 1. 1 ezemder 1904 1906 mehr .... 1906 weniger . . . 3n fcuuöcriieilen 1906 mehr..... $n -undertteileu 1906 weniger . . . 3 021 to7 2 964 40« 56 679 Tie „«ützener FamlUenblLÜer" werden bem ^Anzeiger' Dreimal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Ter „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Schweine 15 334 762 12 5 8 899 2 770 863 Warnnns. nmt hiermit Sohne Anion Lcnnv- ewin^n leiben oder c.7 inü zu verabreichen, SU. BtriM :rc? MtSbnrq 15.____ -9000 Mfe ifl&VMfbetfielui'X an b. Mcn. Mu. crtK 3 oiehbesitzende Haushaltungen , 8154121 „ . 1903 VU10 Hal auch hier Die Landwirtschaft erfreultchir- rocife eine aufwärtsschreitende Entwickelung naiuent- l ch bei den viehbesitzenden Haushaltungen zu verzeichnen; ob fit aber im richtigen Verhältnis zur Zunahme der Bevölkerung f.eht, läßt sich natürlich auö den Angaben nicht ersehen. Cbig. Zahlen lönnen unS nicht über die Tatsache hmwegtäuschen, daß trotz der Steigerung in der Viehprobuktlon im vorigen Jahre eine Fleischteuerung bestanden hat. Es t|t als eine sehr erfreuliche Wendung zu begrüßen, wenn die Land- wirtschaft sich nach und nach entschließt, ihr Hauptziel auf eine Steigerung der Tierproduktion ju legen, nachdem die konsumierenden Klassen, darunter nicht jum mindesten die schwer betroffene Arbeiterbevölkerung, die Cpfcr der schon mehrere Jahre hintereinander aufgetretenen Tiebstahl am Weihnachtsabend. Der Mepgergeselle L. B. von .Lruiz meb fick bettelnb Vogelsberg herum. Am Weihnachtsabend eriduen er auf dem Postamt in Gedern und erfumte einen schulten. Den Poslverwaller, mit dem er angeblich Den Feldzug 70/71 mitgemaeft Halen wollte, um em Limosen ju_ biucn. mbem er einen lüliü'cn 'tarnen angab. AlS sich der (SchälTt entiexnt haitr. nahm er em am ecf,alter liegendes Euimarkstück und verschwand damu. Trotzvem das Geldstück bei ihm gciunden worden ist. leugnete er Die Tat. Aui die Frage, wesyalb er das Almosen nicht abgewartet habe, gab er an, die Dcchnachlsglocken hatten ui d.m Plowent zu läuten begonnen, dies habe ihn so ergriffen, daß er zur Kirche eden mußte. Seine Ltraflifre weist Strafen aus fast allen Deutschen Staaten auf. Darunter längere Zucht > auSstrafen wegen Raubes. Degen des einfachen Diebstahls un Rückfall erhielt er neun Monate Gefängnis und wegen Bc.t ln5 sechs 'Wochen Last, worauf drei Äo^stii llluerfuchung-. hast ungerechnet weiden: weiter wurden ihm die bukgerlichen c.lrenre^ae auf fünf Jahre aOeriannt und cs erfolgte^ wieder- h.llr Zulaifigleit Der Polizeiaufsicht. Aach der Strasver dußung wird er der LandeSvolizeibehörde zwecks Internierung in ein" Arbeitshaus überwiesen. rektl-n öermifd^tes» ’ T ic Lronprinzessin ... -1.. e a lS«T aner in. Gine lange Reihe von Jahren hmDura, 'ehlle es dem Berliner ^oje, so ' chreibt man uns aus ter llieichsHauptstadt, an tanzenden, lungen Prinzessinnen. Tie Hofbälle ir j.cei' - h-r regelmäßig von einem Der Bortanzer mit einer bet .00iDamen der Aziqerin eröffnet. Jetzt ist D.e llronprtnzenu-. Cäcilie Die entc tanzende Tarne des Hofes. Tie .'arnveinzessm .st eine große Freunbm des Tanzes ura) zugletoi eine Sortrefflüi;: Töuzerm. Ta die Wllttcr'atfon fick, diesmal nur aur wen.ge Lochen zufamme«- drängt, ehc man einem zweiten freudigen Greignstie entgegen, feuer Begründung entbehren Auch L-l llronprinz und feine Br Der tanzen leidenschaiuicli gern und tanzen gut. So bieten bie Berliner 4)31 balle jest ein oelebute.- - ncrDcn, Da: ist alle Tvaollun, ueas mit einem Lalzer eröiinet, uno sie schließen mit einer Art von Polonaifc, wobei fim.^che Paare an Den fauerhepen Säten vorüberziehen und ihnen mit einer tiefen Ser: gung den xanT jux Die sZieuoen des Abends abstatten. - Lortanzer bei Ho. e. Ter dauer Hai, wie nun uns aus Berlin miueut. ,u Zortänzern tut d.c Dieejahngen Hofsesie die Toerleulliants Graf von Pt eil und Klein vH* guih vom Regiment Der Gardes du Gorps und Ära! Lend zu vsulcnburg vom 1. Cüarberegiment zu Fuß bestimmck Grat Psell ubte des Amt als Brrilltzer ichon tat nergangenrn Tontet. L>raf Culenfcurg tritt c 1 bic Srelle feines jleguncm?! ur. .^oen. dcs £oetuutnant3 ran £ i e 11 e und 53il 12 - .. v emr ,. ;g.:c Tohn des Lberh. mar -,0-is Gr. i Auguu *a kiuienuarg. SS*1»* Sa v Bos^ gtwer aimenD zu Äauie eüuraf, >coa6 Der Tiensthcrr Aergernis Daran nahm. 2er vom Bau r des Angellagten erfpbenc Einspruch wuroe vorn Schöitengerickit mll der Begründung verworfen, daß nach der Rechtsprechung ichon dann eine Tierquälerei Dorncgt, wenn Dem Tier em toroer* 1 ich es Mißbehagen bereitet wird, wenn der Wortlaut ix.-:- Gesetzes auch boshartes £,uälcn und Aerger.iis erregende Uti.^uDLunf 0erlangt. 2uC Strafe wurde so doch bemefici., well der Angeklagte als äußerst roher Aicensch bcLannt sei, dcl bereue wegen Tierquälerei bestraft ist. Tas von dem Angeklagten bezw. dessen Bater angefochtene Urteil wurde aufgehoben unb auf Fr«^ ■ predjung erkannt, da nad) den Aussagen der Zeugen^ in Der Berufungsinstanz, die im wesentlichen von Denjenigen d.o Schössen gcrichts abweichen, eine Tierauälerei nicht nach gewiesen ist. Tie Fahrt über fremde Wiefen. Dem Müller . von bn Sommers:: r h.c bei .y a r b a ai gurg ein Srrasbefehl über 1 Mk. zu, weil er nach Ansicht oe-o Fell'ckutzperfonals unbefugt über > remDe Wiesen g al>ren ist. er o,hob Wider.pruch und behauptete, da.' Riecht stehe ihm 5_l; cs sei ein altes Recht, das schon vier Generationen ausübieo. Tie angebotenen Be.. i>e reu .n am Schö'iengericht nicht aus, weshalb sein Einspruch zurückgewiesen wurde. Aus feine Be^ rafuug kam Die Straf lammet ,um F r c 1' p r a- , Da, bem "2üi- geüagten nicht nasizuweisen war, daß er im Bewußyein der Rechtswidrigkeit gehandelt hat. Tie Frage, ob ihm «n Liecht zusteht ifc:i mal, wurde niait beruhe. nie nimmt noch Sliinbcn ■■ K an. LI lnEchrnidt,Zieitnrotcb I fällst suckl flchmito:' “»»1II nerrT5inlnr, ; ’ffehenina m beir, iliaicrlitnebotrunttr(T ’s Icnencr Aweinet erbrir. stde einer Dame, bie fii . Venrerlunenermnen dz In «den bicfüeil ilüdit? id)t erteilen* Zchstst?!- "•07 a. b. Clleh. riny e-: Offizier St ar 1 Schulz unter der Beschuldigung, in der Uniform eine- Stabsarztes eine große Anzahl Frauen und junger Mädchen körperlich unter- sucht und sich Damit ein öfsent.icheS Amt angemaßt unb eine 14m nicht -ust-ölende llniwrm triderrechllich getragen zu haben. Im Lugust d. I. mußten sich zahlreiche Militär-Pensionsilen, ne um eine Anstellung, bczw. um Erhöhung ihrer Pension eingetommen waren, auf bem hiesigen Bezirkstommando ern:r ärztlichen Unteifuchung unterziehen. Jedesmal nun, wenn einer biefer Leute das Ticnstgebäude verlassen wollte, trat Schul; an sie heran mit Der Frage, ob sie Frauen, Schwestern oder sonstige weibliche Astiverwanoten hätten. Ten Leuten, die diese Frage bc;aj! -n befahl er. ihre Angehörigen gleiir -.'tommando zu sipicken würdigerweiie folgten sämtliche b.efer Anordnung, und so erfüllen im Lause der nächsten Tage im Bc^rtLkomuiando eine 2lnzahl Frauen und MadcvLN, bie nach Schulz fragten unb von Den Lrdonuanzen ui das Zimmer deS Angeklagten geschiat wurden. Lier empfing (ic ber Angellagtc in der Uniform eines Stabsarztes, such-te fich bic häbichesten aus und ließ Diese sich ent- 1 f c 1 b c il Tie Fxai.cn und M.' -; tarnen di-ier Lus . rderung Li)iic jdKit Arg nach, da sie D;r Ueberzeugung waren, es mit einem Ltab-^axzt zu tun zu y wen. Auu, ars einige von ihnen feiten bCiüiiigt wurden, wagten sie leine ibibcrrcD., loe-. man ihnen ia zu Saufe elligeschärft Halle, daß von ihrer Unter cozw. eine Einstellung abhängig gemaa,i würde. AIS eine De; untersuchten Frauen Daheim Besa.^-erDe lührtc, beruhigten sie u',rc Ange^rigen sogar nut bem ^inimjc Daraut, Datz D.^mi not,, ein Geling.,l ü luchung eutfantr hallen, euemalls ohne eine Antwort aur ihre wünsche geblieben seien, meldete er Die Sache feiner vorgesetzten Behörde, und diese ermittelte bald in Der Person des Schutz Den falschen Stabsarzt. , . In der er|ten Belhandüuig gab bieier sich Den Amchein, als cö er Die Untersuchungen nur aus wisienscha.llichem Interesw vorge.iommcn hab', well er später zum Lazarelldieiist ücerrreten wollte. Ta auch Die geladenen Zeuginnen au§ begreiflicher Scheu mit ihren Angaben über das Vorgehen Des Angetlagten n.hr zurückhielten, so nahm das Kriegsgericht der 1. Division nur das unerlaubte Tragen einer Dem Angeklagten nicht zu- stehenden Unijovm, sowie Die mehrfache Anmaßung ein.-5 öffentlichen Avttes an und verurteilte ihn zu insgesamt acht Monaten Gefängnis und Degradation. Gegen dieses Urteil legte ledoch bei Angeklagte Revision uUi uub in ber gegenwärtigeii Verhandlung vor Dem £bei> briegsgericht wurden Die untersuchten Frauen so redselig, daß der Angeklagte schließlich erllltte, er habe Die ihm zur Last gelegten Taten ui Bewußtlosigkeit begangen. Soweit er sich aberyaupt auf bie Vorgänge erinnern könne, habe er damals lubigiid) fest stellen wollen, welche Veränderungen die inneren Organe drs JDeibliajen Äwrpers durch das ^orsettragen erhielten. Ter l)üi5ugc,.i । ßtiti ?.Q^n Noll 1 *>• < n a'b‘sii>i i,b< k ■tllQllj dir t>, ””l)t fit n. Ne üb, M’eniiet(n. , 3^ de ,s Alorb '-"S-nbib, *n di, S L".e b'n n„ ^.3,a|ion( M ”nil d Sal1'”. foi to|eN(|ti( Ile v®“8 b „b,.e ülltie Am 6. Februar 1907, vormittags 10 Uhr, soll bei der unterzeichneten Berwaltung die Lieferung von Fayence-, Glas- und Irdengeschirr, von etwa 100 ebrn Holz, l’iOOO kg Petroleum, 100 kg ba, 40 kg weißer Seite, ICO kg Schmierseife, 30 kg weißer ’.ucanbelfeifc und die Anfuhr von Stemkohlen für das Rechnungsjahr 1J07 vergeben werden. Die Berdingungsunterlagen können bei der unterzeichneten Stelle eingesehen oder »egen Zahlung der Selbstkosten von 40 Pfg. von da bezogen werden. D ■)_____________________Garnisou-Berwoltruig, Gicfreu. H» Se’terswsg 2 <) & eine äusserst günstige Gelegenheit zum billigen Einkauf von 4 V massiv.WerÄsschaitsporzelian,Bierg8äsern,Te6iern, <3 H Tassen etc., Schnapsgläsern u. Schoppen gläsern ♦ welche zu jedem annehmbaren Preise abgegeben werden. MA»