nut der ae- 4. 1. 2. 3. hat hie (gießen, den 81. Mai. •• Personalnachrichten. S. K. H. der Grobherzog dem Geh. Kommerzienrat Dr. <51 re cf ec zu Stainz Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des »hm von sechs Mitgliedern zu besetzen. Uebec bie Wahlperiode heißt eS im Artikel 50 Bürgermeister und Beigeordnete; . Perjonen, die nut den Bürgermeister oder einen ber Beigeordneten in gerader Linie verivandt oder verschwägert ober un zweiten Grade der Seitentinle verwandt sind. III. Illioiveu im Dienst beftndtiche Staatsbeamte nach Ab- satz II Ziffer 3 nicht von der Wählbarkeit ausgejchlosjen sind, bebürien |ie zur Annahme einer aus sie gefallenen Wahl der Erlaubnis des vorgesetzten Ministeriums. Die Ausschutzreferenten erachten die Bestimmung, daß LI. Nicht wählbar sind: zum atliven Heere gehörige Militärpersonen; Geistliche und BoUsjchullehrer; Llacusvemule, die zu einer der Gemeindevertretung vorgesetzten BerwaUungSbehörde gehören; die Richter und Gerichtsschrelver deS zuständigen Amtsgerichts ; Bechnle der -LlaalsanwaUschait und Polizeideaime; erschienen in „Die Werk- LändniSvoll" einer Lehp- potitifdyc Tages-cha«. Ter Tod des Berliner Kammergerichtsprästbeuten v. Schmidt gibt zu einem in gewisser Hinsicht interessanten Rückblicke Veranlassung. Unter seinem Vräsidium ist an das Kammergericht 1, dem obersten preußischen Gerichtshof, ein nicht getaufter indisch. Landgerichtsrat berufen. Dies geschah allerdings, als Ju- stizminister Beselec die Leitung des Ministeriums übernommen und betreffs ber Anstellung und Beförderung jüdischer Bewerber mit der Praxis seines Amtsvorgängers grünolichsr aufgeräumt hatte. Weniger bekannt ist, schreibt die „Freis. Ztg.", daß Herr von Schmidt zu der Zett, als ec Präsident des Landgerichts in Halle a. d. SHale war, persönlich bemüht gewesen ist, einem dortigen — inzwischen ebenfalls verstorbenen — jüdischen Landgerichtsrate zur Beförderung zu verhelfen. Herr v. Schmidt hatte im Jahre 1896 bas Präsidium des Landgerichtes zu Halle a. d. Saale erhalten. Er batte dort für einen nicht im Befaße eines Taufscheines befindlichen jüdischen Landgerichtsrat ein ivlches Internste gewonnen, daß 'er diesen dem Jusrizininister Schönstedt persönlich zur Beförderung empfahl. Herr v. Schmidt hat aber mit seinem Borschristen des Artikels öl zu ersetzen. 2. Die Ausjcheidenden tonnen wiedorgewählt werden, sind jedoch zur Annahme einer Wiederwahl vor Ablauf von drei Jahren nicht verpflichtet. Die AuSschußreserenten haben an Stelle dieses Artikels folgende Fassung vorgeschlagen t .Die Gememberatsmitglleber werden für eine Amtsdauer von drei Jahren gewählt." Nach dem Vorgeschlagenen soll die Amtsdauer bc3 gesamten Gemeinderats nur einen Zeitraum von drei Jahren umfassen. DaS von Zeit zu Zeit seither gebräuchliche Ausscheiden eines Dritteils seiner Mitglieder entfiele hiermit. Tie Kürze der Amtsdauer des Gemeinderats wird damit begründet, daß die Referenten ber Ansicht sind, baß ber Bürgermeister (mit bebeutenb längerer Amtsbauer) berufen fein solle, Träger der Tradition im Amte zu sein, während die schneller wechselnden Gemeinderäte ein stets lebendiges Bild und Agens der jeweiligen Volfsstimmung darsteüen sollen. Einer Verknöcherung im Gemeinderat märe bannt ein starker Riegel vorgeschoben. Alan kann biejer Auffassung nur zustimmen. Ein definitiver Beschluß des Ausschusses hierzu liegt noch nicht vor. eine Karte, woraus ich um bestellbar zurück. Dies Studenten. L Klein-Linden, arbeitet Konrad Weigel <3uc Kejoim Dec 6-ff. Landgk^rindcordnung. IV. Der Ausschuß zur Beratung ber Gesetzentwürfe übet die Verwaltungsesorm hat zu dem Artikel der Landgemeinde- ordnung, ber von den Fällen spricht, in welchen das Wahlrecht ruht, noch nicht Stellung genommen. Die Regierungsvorlage bestimmt: die Wahlberechtigung ruht für solche 1) die unter Vormundschaft oder Pflegschaft stehen, 2) über deren Vermögen Konkurs verhängt ist, 3) die die bürget- lichen Ehrenrechte nicht besitzen, 4) die zurzeit ber Wahl ober in den voraufgegangenen zwölf Monaten Armenunter- stützung bezogen haben, 5) die mit Entrichtung ber Kommunalsteuer un Rückslanbe sind. Die beiden AuLschußreferenlen Köhler und liebel haben die Annahme dieses Artikels bis Ziffer 6 empfohlen. Sie erachten die Bestimmung unter 5 als so veraltet, daß sie nicht empfehlen können, diese weiter beizubehalten. Sie glauben, daß es nicht schicklich sei, eine Gemeindewahl als Mittel zur Steuereintreibung zu benutzen, ganz abgesehen davon, daß ber Zustellungstermin meist nicht unzweifelhaft festzu,.ellen ist. Tas ist durchaus richtig. 9)ian fönnte bann noch ben Hinweis zusügen, daß sehr häufig die Parteien die Steuerrücksiände für ihre wirklichen ober vermeintlichen Anhänger vvrlagSmeise begleichen. Die Unabhängigkeit ber Wähler wirb dadurch gewiß nicht gepflegt. Hinsichtlich ber Wählbarkeit sagt ber folgende Artikel der Regierungsvorlage (47): I. Wählbar ist jeder Wahlberechtigte, dessen Wahlberechtigung nicht ruht und der nicht infolge einer Berurteiluug unfähig zui Belleidung önemlicher Aemier ist. einen mehrtägigen Urlaub erhalten und zur Erholung eine Rheinreise unternommen. Als er gestern abend zurückkehrte, brach er mitten im Dorfe leblos zusammen. Der Arzt konstatierte, vaß ein Herzschlag seinem Leben ein Ziel gesetzt hatte. Der Verstorbene war 53 Jahre ialt u.w feit 2 < Jayrcn an der Buhn tauig. "i- Hochelheim, 30. Mai. Heute fand die Einweihung der wiederhergestellten uno vergrößerten Kirche statt. -t>. Lang-Göns, 30. Mai. Tie gestrige Notiz über die Versteigerung des Metteschen AnZesens ist dahin zu ergänzen, daß von dem Bieter noch Mk. 5000 nachgeboten worden sind. DaS Angebot wurde indessen nicht genehmigt. Lich, 31. Mai. Am 2. Juni begehen hier Martin Joh. Schmidt und seine Frau Anna Elisabeth, geborene Franz, die goldene Hochzeit. Der Jubilar, noch bis vor kurzem als Weißbinder tätig, ist im Jahre 1824 geboren, diente von 1845 bis 1851 im dritten hessischen Inf.-Regt, und hat den Feldzug 1848 bis 49 in Baden mitgemacht. Aus S.aSt unO Land. Abdruck unserer durch Äorresporrverrzzerchcu kenntlich gemachten vrgiualarttlct ist nur unter genauer Quellenangabe (Gieß. Anz.) gestattet. Abhübe bat; die Karte kam als un- zur Ehrenrettung unserer Gießener 30. Vcai. Der Eisenbahnwerkstättew- hatte von seiner vorgesetzten Behörde Regierungsvorlage: 1. Die GememderatSmitglieder werden auf neun Jahre wählt. In Fallen einer Aeuwabl des Gemeinderats (nach einer Auflösung) hat jedoch em Diilieil der Wahlen nur auf die Tauer von drei, em weiteres Tritteil berfelben nur auf die Tauer von jechs Jahren Gültigkeit. Die hiernach erstmalig nach drei und sechs Jabren Ausscheidenden werden durch das vom Bürgermeister in eurer der ersten Sitziuigen des Gemeinderats zu ziehende Los bestimmt. Sie sind durch Ergänzuugswahlen nach 'Maßgabe ber 5. 6. 7. durchgesuhrt werden könne, schlugen die Referenten vor, in Gemeinden bis zu 1000 Seelen bic ©enicinberäte nur Volksschullehrer zum Amte eines Gemeinderats nicht wählbar sein sollen, als veraltet und unzweckmäßig. Den öfters m rückständigen Anschauungen befangenen Gemeindevertretungen und Verwaltungsorganen könnte es nur von Nutzen fein, wenn auch diese Elemente des Fortschritts und der allgemeinen Bildung ihnen emoerleibt würden. Obgleich die Volksschullehrer zu einem großen Teil ihre Gehalte aus der Gemeuidekasse erhalten, so kann doch nicht behauptet werden, daß sie als Beamte von ber Gemeinde abhängig feien. Wird auch zugegeben, daß sie in sachlichen Dingen (Ausgestaltung ihrer Wohnungen usw.) emigermaßen auf ben guten Willen der Gemeindeverwaltung angewiesen sein mögen, so kann dem wieder entgegengehalten werden, daß es nicht denkbar erscheint, daß die Regieriing auf tue Tauer ben Wunsch fast deS Gesamtlandtags auf volle Verstaatlichung ber Volksschule noch lange unerfüllt läßt. Nicht nur in Preußen, säubern auch im Königreich Sachsen fand schon sen 1870 auf Grunb bes VolksschillgefetzeS sämtliche Volksschullehrer zur Bekleidung ber Stellen als Gemeinderat, Belsitzenber, Stadtverordneter, Waisenrat, Slrmenrat und zu ähnlichen Slemiern zugelassen und bie Schulstatistiken jedes Jahres führen eine große Zahl von Lehrern an, bie nebenamtlich und unbeschadet ihres Schulamts solche Aemter nut Erfolg versehen. Auch in sämtlichen Lehrerseminaren Bayerns werben die künftigen Lehrer in Amts- und Stanbesamts- gcschäften, in Gemembeschreiberei und Landwirtschaft eigens zu dem Zwecke unterrichtet, später dem Ortsbürgermeister in Erledigung seiner Dienstgeschäfte tatkräftig zur Seite stehen zu können. Jeder Lehrer in ber Rheinpfalz ist sogar ver- pflichtet, bas Gemeindeschreiberamt zu übernehmen, außerdem ist er auch als Gemeinderat wählbar. Ter Ausschuß hat schließlich ben Artikel angenommen mit einer Abänderung unter Ziffer 7, statt „zweiten* zu setzen „vierten Grade ber Seitenlinie verwandt sind*. Ferner Absatz 3 in folgender Fassung: „Aktive Staatsbeamte bedürfen beiden Hauptbalken tragen Eisenzapfen, bie auf einer gemauerten: Unterlage ruhen. Das Ganze wird durch einen Elektromotor in Bewegung gesetzt, dessen Effett noch durch ein Uebersetzungsräder- werk ventärlt wird. Da die ganze Plattform um die Rotationsachse im Gleichgewicht liegt, ist nur die Reibung zu überwinden, wodurch die Stromstärke auf das äußerste herabgemindert wird. Der Fußboden wird in stabiler Lage durch Riegel gehalten, die an den vier Ecken des Saales durch eine Sicherung den Fußboden in unbeweglicher Lage halten. Während des Konzertes ist die Sesselseite des Fußbodens nach oben gekehrt; sie ist leicht geneigt und zwar so, daß der nach der Bühne liegende Tell in er Höhe ber Couloirs, der hintere mit einem Höhenunterschied von 2.40 Meter in der Höhe des ersten Ranges liegt. Während in der Pause nach dem Konzert sich das Publikum in den Foyers aufhält, werden die vier Riegel zurückgestoßen, die Rampe verschwinde!, der Boden dreht sich, bis er horizontal zur Bühn- üegt, die Riegel werden eingestoßen und der Ballsaal ist fertig, lieber den tiefliegenden Orchesterraum werden Falltüren geschoben, bewegliche Treppen, die vom Saal zum ersten Rang stihren, werden festgeschraubt und in spätestens 7 Minuten gibt der Dirigent der Kapelle, die mittlerroeile sich auf die Bühne begeben hat, das Zeichen zum ersten Walzer. Ter „Basculo" hat ben großen Vorzug der Raum- und Zettm'Vamis und soll sich wegen seiner einfachen Konstruktion bis jetzt gut bewährt haben. ____ gänzlich ungeeignete charallerisiert. Er weist unter ausführlicher Begründung darauf hin, daß den meisten Kunstgewerbc- und Hand- werkerschulen der Lehrer nottut, dem der Ehrgeiz fehlt, die Schüler zu Künstlern anstatt zu tüchtigen Kunstgewerblern heran- zubilden. — Von den anderen Beiträgen sei noch ein Aussatz des verstorbenen Julius Norden „Tas Frauenblldnis in der Graphik' erwähnt. Die Ausstattung des Heftes, das auch die Bedingungen zum 3. Preisausschreiben enthält, ist wie immer glänzend. — Das drehbare Parkett. Der französische Jn- genieur Edoux hat unter dem Namen „Basculo" eine Srfinbung veröffentlicht, die wie ihr Name „Basculo" vollkommen neu ist, und der Tecfatik des Konzerthallenbaues einen neuen Weg zeigt. Es handelt sich nämlich um die Verwandlung eines Konzert- faales in einen Ballsaal. Das Prinzi pder Erfindung, die aus Veranlassung der Theateruntemehmer Gravelotte und Amburtiv in die Praxis überführt wurde, besteht darin, das Parkett eines Konzertsaales, das 500 Sitze enthalt, drehbar zu machen. (Ein Gedanke übrigens, den auch der Gießener Professor Dr. Sommer hatte, der aber doch schon der enormen Kosten halber sich hier bei Errichtung unseres Theaters nicht leicht hätte in bie Tat umfaßen lassen. T. Red.) Zu diesem Zweck hat der Fußboden, der 16 Meter lang, 15 Meter breit und 1 Meter dick ist, eine doppelte Oberfläche: die eine trägt die anaeschraubten Sessel, die andere ist parkettiert, genau wie der Boden eines Ballsaales. Die festgefügte Plattform bestes aus zusammengesetzten, eng verklammeren unb jnehuxnbagarügtöi Balle». Die Kleines Feuilleton. — Man schreibt uns aus Frankfurt: Zum Schluß chrcs Gastspiels brachten bie Berliner ben „Gott der Rache" von Schalom Asch. Das Publikum, zum,weitaus größten -teile aus Leuten bestehend, denen das polnisch-jüdische Idiom Nicht iq ganz fremd war, nahm das Stück mit lebhaftem Interest e aus und erwärmte sich für die im Zusammenspiel wie in den Em- zclleismngen bewährte Kunst ber Darsteller. Beionbers jjej* vorragenbes bot Frau Hebwig Mangel. Auch Herr Schild- kraut in ber führenden Rolle bes Vaters Jarikel bewährtc- vollauf ben großen Ruf, ber ihm vorausging, könnten wir nun hoch auch Herrn Reinhardt einmal in feiner gefeierten In- szenicrungskunst z. B. im Sommernachtsträum kennen lernen. S. S. — Monatshefte für graphisches Kun st gewerbe. Herausgeber Kunstmaler Albert Knäb, Redakteur Carl Matthies, Berlin. Verlag von Earl Flemming A.-G., Berlin W. 33 unb Glogau. Heft 7, „April 1907, 5. Jahrgang. — 2er bekannte Kunilkritller .Hans Rosenhagen gibt in seinem Aussätze „Ter falsche Prophet" einen lehrreichen Beitrag zirm Kapitel „Falsche Lehr- methobcn in ben Kunstgewecke- unb Handwerkerschulen und leichtfertige Kritik". Ten Anlaß bot ein Arrikel von Ernst Schur über „Alfred Nüoyrbutter unb feine Schule" ,*Ji! ~ 510 fünft"), in dem „mehr schön als v —---- — .. Methode das Lob gefangen wird, bic Rosenhagen mit Recht als Berlin, 31. Mai. In ber heutigen Verhandlung deS Pöplau-Prozesses wurden mehrere Beamte des KolonialarnteS vernommen, die sämtlich bestritten, deni Angellagten birett ober inbireft arntticlies Maleri al übergeben zu haben. Der Gerichtshof beschloß, das AkrenauS- gabebud) des Oberkommandos der kaiferlichen Schutztruppe von 1900—1901 einzufordern. Da für heute nicht mehr Zeugen geladen sind, wird die Verhandlung auf morgen vertagt. Ter Verteidiger bemerkt, wenn bis morgen die Genehmigung zur Aussage für die von Pöplau geladenen Beamten nicht cingcgangen t ft, weide er Aus f c tzung d.r Bei Han ^.ung bean^agen. zur Annahme deS Amtes eines GcmeinderateS der Einwilligung ihrer vorgesetzten Behörde V Der Ausschuß hat also an der Nichtwählbarkeit der Volksschullehrer sestgehalten. Die Regierung ist mit dem Beschlüsse des Ausschusses nicht einverstanden. Aber nur in der Hauptsache wegen der Ausdehnung deS Verwandtschaftsgrades. Tas ist auch bei bem folgenden Artikel (48) der Fall, der bestimmt (nach der Regierungsvorlage): 1. Gemeluberalsmitglieber bürfen roeber in gerader Linie verwandt oder verschwägert. noch im zweiten Grad der Seitenlinie miteinander verwandt fein. 2. Sinb derart Verwandte zu Gemeinberatsmitaliedern gewählt, so schließt der früher Gewählte ben später Gewählten ans. Bei gleichzeitiger Wahl und gleicher Stiminenzahl gilt ber ältere, tm übrigen ber al5 gewählt, welcher bie meisten Stimmen erhalten hat. Der Ausschuß ist der von den Referenten Köhler und Uebel vertretenen Auffassung gefolgt unb hat beschlossen, statt | „zweiten* zu setzen „un vierten Grabe ber Seitenlinie ver- wanbt*. Die Referenten erklärten hierzu: Dem Umslanb, baß es seither gestattet war, bao Schwiegerväter und Schwiegersöhne, Gejchmislerkmder und Schwäger gleichzeitig dem Gemeinderat angehörcn dursten, sind die größten Uebel- stände entsprungen. Nur infolge dieses Umstandes gelang es numerisch starken Blulsvcrwandlschasten in kleineren oder mittleren Gemeinden, alle entgegenslehendcn Nicht-Verwandlen von der Teilnahme an ber öffentlichen Verwaltung aus-- zuschließcn, zu unterbrücken und zu tyrannisieren. Damit auch m kleinen Gemeinden diese weitgehende Ausschließung Vorschläge bei bem früheren preislichen ^uiasuuiuiier Giuck nicht gehabt. Ern gerichtliches Nachspiel zum Kolonial-Skandal. V. bem König von Preußen verliehenen Kronenorbcns 3. Klaffe erteilt. — Bestätigt wurde der auf die erste Lehrerslelle an der Gcmcindeichule zu Oder-Abtslcinach, un Kreise Heppenheim, präsentierte Lehrer Konstantin KrauZ zu Nieder- Wöllstadt, im Kreise Friedberg, für diese Stelle. • • Erledigte Schulstellen. Tie mu emem evangelischen Lehrer zu bejetzeude LehrersteUe an der Geniemdefchule zu Bal f- Hausen, llreis Bensheun. Eme nut einem eoangelischeii Lehrer zu besetzende LehrersteUe an der Gemeuidefchule zu Bischois- he tm, Kreis Groß-Gerau. Eine nut einem evangetifchen Lehrer zu bcietzende LehrersteUe an der Gemeindejchule zu Schotten. * * Das Großh. Regierungsblatt, BKlage Nr. 15, ausgegeben am 30. Mai 1907, hat folgenden Inhalt: 1. Bekanntmachung, Vorarbeiten für eine normalspurigc Nebenbahtt von Obcr-Rarnstadt nach Lindenfels betreffend. 2. Hebet* liu;t über bie vorn Gtoßh. Ministerium bes Innern für bas Recpnungsjahr 1907 zur Bestrettung ber Kommunalbcbürfaisfe ui uen Lanbgemeinben bes Kreises Gießen genehmig ren Umlagen. 3. Hebersicht über bie mit Genehmigung Großh. Ministeriums bes Jiinern zur Bestreitting ber Kommunal- b^vursnisse in ben israelttischen 9t c 1 i g i o n ä g c m e i n b c n bes Kreises Gießen im Rechnungsjahr 1907 zur Erhebung kommen- Den Umlagen. i * * „D i e ® t e 6 e n c'r öffentliche £ e f e h a I le" behan-i beit ein Artikel ber heutigen „Gieß. Fam.-Bl.", auf ben alle FWittibe bis gemeümüeigen Instituts aufmerksam gemacht seien. — Besitz wechsel. Herr Heinrich Schön I. verlauste sein Haus mit Hintergebäude, Ebelstraße 9, für 40 000 Mk„ an Herrn Karl Woldt hier. * * Tie Kriegsmarine-Ausstellung wurde gestern von zahlreichen Schulen besucht, darunter von der Realschule und bem Realgymnasium, den Volksschulen aus Allendorf, Kinzen-, oaoj, Klein-Linden, Rödgen u. o. m. "Der falsche Wegweiser. Zu unserer teilung von „Dtanaburg* im Mittwoch, 29. er., Blatte wird uns geschrieben: Am Sonntag nach Himmelfahrt machte ich die Tour von, ©reifenftem nach Dianaburg; da ich den Weg kannte, achtete ich nicht auf Wegweiser; an bem bewußten jedoch wollte meine Muller, welche bie Tour mit mir ging, absolut den durch den ialsch gesetzten Wegweiser angegebenen Fußpfad einfchlagen. Einige Tage später fandte ich an den Westerwald-Klub in Wetzlar Nr. 125 Erstes Blatt 157. Jahrgang Freitap 31.9^011907 Erscheint tLgttch mnv A A ' u außer bonntagS. ▼ FW HS ▼ . jährlich TIL 2-20; durch /3T Ä äU AAA Ml A4 A Ai A AM sra werden tm Wechsel mU « I W diePost Mk.2.-vie«et- bem hesfischra Landwirt jß B M H äJr glA WJr B M W B §3 1 9 B M ’dhrL auSichl. Benellg. zweimal wöchentlich daS ÄW auSwättS 20 Pfennig. -M Skmrol-Anzcher für W-rhchm WW siorrf. tür D-P^ch«- Rotcflon$6ru(I nni) oeriag itt OrühCsche« llniv.-vuch- md Steinüroderet B. Langt. Beöattion, LxpedMan nnö Druckerei: Schulstrav- 7. 3% Unzeiger (stcijcw. ____________ , .iB Er sowohl als feilte 1834 geborene Gattin erfreuen sich Loch voller Geistesfrische. Dieser Ehe entsprossen vier Äinber und neun Enkel. cb. Saubach, 29. Mai. Gestern fand im Hotel „Solmser Hof" eine Versammlung- des hiesigen Zweigvereins des Vogelsberger Höhenklubs statt. Oberlehrer Weißbart als Vorsitzender erstattete Bericht über die Verein Stätigkeit int verflossenen Jahre, aus dem hervorzuheben ist, das; die Mitglied erzähl in letzter Zeit wieder einen Zuwachs von 11 Mitgliedern zu verzeichnen hat, sodaß er zurzeit 52 zählt. Man beschloß, das 25 jährige Bestehen des Vereins tnircb eine Feier zu begehen. Als -Delegierter zu der am 2. Juni in Gedern stattfindenden lGeneralversammlung des Gesamtverbandes wurde Gerichts- lassessor Bergheimer bestimmt. — Der zirka 700 Mitglieder zählende Eisenbahnerverein Friedberg wird in zwei Abteilungen, von seiner Musikkapelle begleitet, an jedem der beiden nächstfolgenden Sonntage einen Sommerausflug hierher unternehmen. Darmstadt, 30. Mai. S. K. £)j der Großherzog' empfing am 29. Mai den Oberst Riedel, Infanterie-Regiment Nr. 168, den Bataillonskommandeur Major T r i g l a s f unb den Leutnant Dihm von demselben Regiment, den Pfarrer Moser von Wohnbach, den Stadtrat Hanau von Franlfurt a. M., die Kaufleute K a h l e r t und Anspach vom Darmstädter Fechtklub, den Amtsrichter Schmidt: zum Vortrag den Staatsminister Ewald, den Oberkammerherrn R i e d e s e l Frhrn. zu EisenLIach, den Geh. Kabinettsrat N ö m h e l d: ferner in besonderer Audienz den Preußischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Frhrn. v. Jenisch. — I. K. H. die Großherzogin empfing gestern, den 29. Mai, in Audienz: Freifräulein S. v. d o l l e n i u s, Frau Oberhofprediger Ehrhardt und den Kreis- ichulinspektor Professor Lucius. — S. K. H. der Großherzog hat bestimmt, daß der Vorstand der Kabincttsbibliothek an Stelle des seitherigen Amtstitels „Kabinettsbibliothekar" den Titel „Direktor der Großh. K'abmettsbibliothek" führe. Darmstadt, 30. Mai. Dte von der „Franks. Ztg." zuerst gebrachte Meldung über eine Unterredung des Finanzministers Gnauth mit dem Groß Herzog im Balmhofsgebäude beruht auf einem Irrtum. Der Finanzminister ist, wie das „Darmst. Tagbl." bestätigt, allerdings am Dienstag vormittag hier gewesen und hatte im Bahnl>vfsgebäude eine Besprechung, an der außer dem Geh. Regierungsrat Weicker, dem Vertreter Hessens int Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Berlin, verschiedene Tirektionsmitglieder der Eisenbahndirektion Mainz teilnahmen. In der Audienz beim Großherzog wurde der Finanzminister nicht empfangen. sd. Darmstadt, 30. Mai. Eine interessante Entscheidung bezüglich derVerpachtungvonGemeinde- Jagden hat das Ministerium gefällt. Im vorigen Jahre hatte Prof. S. bei einer öffentlichen Versteigerung die zu 1400 Mk. taxierte Gememdefagd für 1630 Mk. als letzter Höchstbietender gesteigert unb den Zuschlag erhalten, wobei allerbings der übliche Vorbehalt des Gemeinderates ausbedungen war. Unmittelbar nach Schluß der Versteigerung erklärten nun der Bürgermeister unb ein Landwirt, welche ebenfalls der Versteigerung beigewohnt und mitgeboten hatten, daß sie bereit wären, 1800 Mk. zu geben, wenn eine nochmalige Versteigerung staltsinde. Ter Gemeinderat verweigerte den Zuschlag, da er seine Absicht nachweisen konnte, die Jagd eigentlich nicht unter 2000 Mk. abzugeben. Eine Beschwerde bet dem Kreisausschuß, die S. einreichte, wurde abgewieseit, da man dem Gemeinderat das Verweigerungsrecht nicht bestreiten könne, wenn er Gelegenheit habe, mehr zu lösen, wenn auch durch das erste Gebot die Taxation der Oberförsterei überschritten worden sei. Diese Entscheidung hob nun der Provinzialausschuß, der der Gemeinde das Recht der Verweigerung nicht bestreiten will, auf, da er mit Recht auf die Möglichkeit hinweist, daß die beiden Nachbieter schon während der Versteigerung, in der sie doch anwesend waren, ein höheres Gebot machten. Professor S. erhielt die Jagd und übte sie bis heute aus. Nun hat aber auf weiteren Rekurs das Ministerium des Innern als dritte und letzte Instanz auch diese Entscheidung wieder aufgehoben und das Recht der Gemeinde Lengfeld i. O. anerkannt, wenn möglich sich aus der Jagdverpachtung einen höheren Ertrag zu sichern, da dies im Interesse der Gemeindemitglieder liege. Nicht in Betracht komme hierbei, daß die Taxation der Oberförsterei bedeutend überschritten worden fei, sowie daß die beiden Nachbieter in der Versteigerung anwesend waren und sofort hätten höher bieten können, sodaß auch Prof. S. hätte nach- bieten können. Ebenso sei die Behauptung nicht von Belang, daß der Gemeinderat die Jagd nicht nur an Einheimische abgeben wolle. Es wird nun eine neue Versteigerung stattfinden, welche mit einem Angebot von 2005 Mk. beginnt, da sich die beiden Lengfelder Nachbieter bereit erklärt haben, mindestens dieseit Betrag für die Jagd zu geben. Offenbach, 30. Mai. Ter Anarchist Adam Sänger befindet sich noch int Gerichtsgefängnis. Wenn sich bewahrheitet, was ein hiesiges Blatt meldet, daß Sänger den Leuten Salzsäure ins Glas gegossen habe, so hätte man es eher mit einem Narren, als mit einem Verbrecher zu tun. Das „Offenb. Abendblatt" sagt, Sänger sei ein sog. „versoffenes Genie". Alles, was er verdiente, jagte er durch die Gurgel. Er gab sich wohl als Anarchist aus, und renommierte mit anarchistischen Redensarten, in Wirklichkeit ist er wegen Trunkenheit seit einiger Zeit mit keinem Amte betraut worden. Er war bis Ende Januar, % Jahr lang, in einem Geschäft im Großen Bierarund, sodann bei einem Meister in der Sprendlinger Landstraße in Arbeit. Alle, die ihn kennen, schildern ihn als einen durch den Trunk heruntergekommenen Menschen, der zu ernster Arbeit nicht mehr fähig war. Er steht im Alter von 28 Jahren, lieber die „Scheinb 0 mbe" wird dem sozial- deinokratischen Blatte berichtet, daß sie zu — Fastnacht von Zechkumpanen des Sänger in einer Wirtschaft angefertigt wurde. Die anderen machten sich über den „Angerauchten" lustig und forderten ihn auf, das „Bombenattentat" aus- rusühren. Sänger legte dann die „Bombe" auf das Gesims des Polizeireviers in der Ludwigstraße. Es handelte sich darnach gar nicht um eine Schein- ober Probebornbe, sondern um einen Fafrnachtsulk. Mainz, 30. Mai. Die Verhandlungen des Vcrbands- 1ages der Eis enw arcnhändler, verbunden mit einer rerch ^beschickten Ausstellung, haben heule begonnen. Frankfurt, 3u. Mar. ,'oemc murue in Rödelheim die 7 1 jähr. Witwe Thier. Nicke und ihre 38jähr. Tochter Elisabeth vergiftet aufgefnuden. Beide wurden nach dem El'.sabethenlranlenhaus geschafft, wo sie hoffnungslos darniederliegen, lieber das traurige Ereignis werden folgende Einzelheiten gemeldet: Als vor etwa 15 Jahren der Mann, ein Maufruann, starb, gingen die Verhältnisse der Familie zurück. So enrftanb der Plan, einem Leben voll Kummer und Entbehrungen zu entfliehen. Gestern abend oder nachts nahmen Mutter und Tochter Morphium und schliefen in ihren Betten ein, um nicht mehr zu erwachen. Aber die Nachbarn hatten Verdacht geschöpft, als sie die beiden Frauen heute morgen nicht faßen. Sie öffneten die Wohnung und fanben die leblosen Körper vor. Schnell wurde ein Arzt aus der Nachbarschaft, Dr. Wilhelm, geholt, der sofort die Art der Vergiftung erkannte, obwohl nichts mehr von dem Gift borgefunben wurde. Lange waren die Wiederbelebungsversuche vergebens. Endlich nach langem Mühen regten sich wieder leise Ätembewegungen und das Herz begann wieder zu schlagen. Die Kranken wurden hierauf in das Bockenheimer Elisabeth enkrankenhaus übergeführt. Das Befinden der Mutter hat sich etwas gebessert, sodaß nicht jede Hoffnung ausgeschlossen ist; für die Tochter ist kaum eine Rettung möglich. — Von den verschiedentlichen in letzter Zeit in unserem Zoolog. Garten neu eingetroffenen Tieren sind drei Pinselschwanzkänguruh, die in einem Gehege am Jnsekten- haus untergebracht sind, besonders hervorzuheben. Diese Bewohner der felsigen Berglande Australiens, die durch lebhafte, entsprechende Färbung auf fallen, können im Reiche der Känguruhs die bedeutendste Sprungfähigkeit aufweisen; 2—3 Meter hohe Wände ohne jeden Anlauf zu überspringen, ist ihnen ein Leichtes. Erfreulicherweise wurde der Tier- beständ auch durch Zuchtresultate ergänzt. Auf der Stelzvogelwiese, deren Bestand um weitere vier Jungfern- Kraniche vermehrt wurde, sind schwarze Schwäne, Fischreiher und Störche den Eiern entschlüpft und tummeln sich mit ihren Müttern munter umher. Ferner sind von verschiedenen Känguruharten, von den Zebus und oen Steinbock- Bastarden Nachzuchten zu verzeichnen. Ein besonderer Liebling des Publikums ist der kleine acht Wochen alte Silberlöwe, eine Waise, die von einer Hauskatze genährt wurde und nun mit einem ihrer Milchbrüder, einem reizenden etwa gleichalten Kätzchen, zusammen im Anbau des Raubtierhauses untergebracht ist. Im Reptilienhause langte eine größere Sendung der interessanten Chamäleonen an. 0 Krofdorf, 30. Mai. In einer hiesigen Schulklasse mußte bis auf weiteres der Unterricht ausgesetzt werden, da ein Kind des Lehrers an Dip htherie erkrankt ist. „a". Staiger, 30. Mai. Unser freundliches Dillstädtchen, vor allem das altehrwürdige, reich restaurierte Kirchlein, trugen su Ehren der am Dienstag hier tagenden Hauptversammlung her Gustav-Adolf-Stiftung reiches Festgewand. Im Hotel „Stiehl" trat man zusammen unter dem Vorsitz des General- suverintendenten D. Maurer aus Wiesbaden. An Unterstützungsgeldern standen dem Verein aus Haussammlungen 20 568.20 Mk. und an Kirchensammlungen 2633 Mk. zur Verfügung. Von dieser Summe erhält der Zentralvorstand laut Bestimmung Vs oder 8300 Mk. An die 22 Diasporagemeinden des Bezirks kommen zur Verteilung 12 000 Mk. An auswärtige Diasporagemeinden wurden 3350 Mk. und an Liebesgaben 550 Mk. bewilligt. Die nächste Bezirksversammlung wird 1908 in (taub, die Versammlung des Hauptvereins in Jena tagen. Um 6 Uhr riefen die Glocken zum Abendgottesdienst, welchen der Mannergesangverein Liedertafel" mit dem Choral „Die Himmel rühmen" einleitete. Paswr Viemöller aus Elberfeld war als Festprediger berufen, welcher das treffliche Psalmwort „Sie ist fest gegründet auf den heiligen Bergen; der Herr liebet die Tore Zions, über alle Wohnungen Jakobs; herrliche Dinge werden in dir gepredigt, du Stadt Gottes", Ps. 87, Vers 1—3, zu Grund elag. Mit dem Kinderchor „Großer Gott, wir loben dich" fand die Feier ihr Ende. Marburg, 30. Mai. Die Landwirte des Regierungsbezirks Kassel hielten heute im Fürstenhaus in Gegenwart des Oberpräsidenteu, des Regierungspräsidenten und des Landeshauptmanns ihre Jahresversammlung ab. Vorher fand eine Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt und nachmittags ein Ausflug unter teilweiser Benutzung der Kreisbahn nach der Ruine Frauenberg statt. Für morgen ist eine Automobilfahrt nach Braunfels unb Nauheim in Aussicht genommen. A Aus dem Burgwald, 30. Mai. Ein feit einigen Wochen vermißter geistesgestörter Schreinergeselle aus Oberholz- hausen wurde im Burgwald bei Roda erhängt aufgesunden. fc Cassel, 30. Mai. Hinter dem Justizpalast ander Fulda faßte gestern ein Schutzmann, der einen Polizeihund bei sich hatte, einen Mann beim unbefugten Fischen ab. Um sich der Verhaftung zu entziehen, sprang der Mann in die Fulda und schwamm auf das jenseitige Ufer los. Aber er hatte die Rechnung ohne den Polizeihund gemacht. Dieser sprang ihm nach, faßte ihn am Kragen und apportierte ihn zum großen Gaudium des Publikums seinem Herrn, dem Schutzmanne. Nolonialpoft. — „Unsere K 0 l 0 ni e n." „Welt und Haus" —ein Familienblatt, das sich seit Jahren durch bewußte Betonung des nationalen Gedankens vor andern auszeichnet — bringt jetzt an den Haupt- teil angegliedert eine monatlich erscheinende illustrierte Kolonialbeilage. Tie in Heft 35 erstmalig erscheinende Beilage bringt außer der Wiedergabe einer sehr anerkennenden Zuschrift des Staatssekretärs Demburg unter „Kolonialpost" die wichtigsten Tagesereignisse aus den Kolonien, einen leitenden Aufsatz über „Erziehung zur Kolonialpolitik" von Dr. Gras Pfeil, die Porträts: Ternburg und feine Begleiter auf der bevorstehenden Reise nach Afrika, eine karthographifche Tarstetlimg der Wirtschaftsmöglich- feiten in Südwestairika, eine fesselnd geschriebene humoristische Skizze ans dem australischen Goldgräberleben von St. von Kotze: „Tie wilde Katze", einen Artikel über „Baumwollkultur in den Kolonien" mit interessantem Bildermaterial und zum „Sammler aus den Kolonien" vereinigt; Szenen aus dem Leben der Kolonisten, Sitten und Gebräuche der Eingeborenen, Statistisches, Gefellschastsleben, Kolonialhumor, Briefkasten u. a. m.____________ * Kleine Tageschronik. Um sich wegen einer Zurechtweisung zu rächen, versuchte die 15jährige Dienstmagd Ida Gresel in Langenhagen (Hannover) ihren Dienstherrn, den Landwirt Meinecken zu vergiften, indem fic Rattengift in die Linsensuppe schüttete, die sie ihm vorsetzte. Die Täterin, die geständig ist, wurde verhaftet. Universitäts-Nachrichten. — Ein „Kaiser Wilhelm-Professor". Nach dem Vorbild der Berliner Roosevelt-Professuren hat die Columbia-Universität m Newy 0 rf den Professor des bürgerlichen Rechts an der Breslauer Universität, den Geheimen Justizrat Dr. Rudolf Leonhard auf Vorschlag des preußischen Kultusministeriums für das Studienjahr 1907/08 als Dozenten an ihre rechts- und staats- wisfenschaftllehe Fakultät berufen. Geheimrat Leonhard wird den Titel „Kaiser WUHelm-Proiessor" führen. Er wird über die „sozialen Tendenzen der deutschen Gesetzgebung" lehren. Professor Leonhard zählt zu den hervorragendsten beutfchen Zioilrechtslehrern. — Wie wir hören, ist der ordentliche Professor der Geburtshilfe und Gynäkologie und Tireklor der Frauenklimf an der Universität Marburg, Geh. Med.-Rat Dr. Friedrich A h l s e l d auf | feinen Antrag zum Herbst d. I. von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Hiernach sind somit gleichzeitig fünf Lehrstühle für Frauenheilkunde an reichsdeutschen Universitäten freigeworden: in Greifswald infolge Rücktritts des Proi. Dr. Ä. Marlin, Kiel (nach Geh. Med.-Rat Proi. Dr. R. Werth), München (nach Geh. Rat Prof. Dr. von Winckel), Ai a r b u r g und Heidelberg (der Direktor der Heidelberger Frauenklinik Geh. Hofrat Prof. Dr. von Rosthorn ist zum Nachfolger Ehrobaks in Wien auserjehen). Geheimrat Ahlfeld war von 1881—1883 ordeutl. Professor in Gießen (Nachfolger Kehrers). Er publizierte u. a. „Berichte und Arbeiten aus den geburtshilflich-gynakologifchen Kliniken zu Gießen und Marburg" (1883—1887). -7 Vom 18. bis 24. Mai fand in Frankenhausen am Kyffhäuser der 24. Bundestag des A l l g c m c i n c n T e u t f ch e n Burschenbundes statt. Sämtliche Burschenschaften und Alt- herrcnverbäudc hatten Vertreter eutsaiidl, sodaß zur bet Tagung über 100 Teilnehmer aus Berlin, Cbarlottcnburg, Danzig, Darm- Iwpt, Dresden, Gießen, Greifswald, Halle, Jena, Kiel, Königsberg, Leipzig, Marburg, München unb Tübingen erschienen waren. Tie Verhandlungen, die vertrauter Natur waren, zeigten aufs neue ein festes Zusammen stehen aller Korporationen in den entscheidenden Fragen. Präsidierende Burschenschaft ist zurzeit „Neo- germania"-Berliu. Es wurden als „renommierende Burschenschaften im Allgemeinen Tentschen Burschenbunde" neu ausgenommen „Sarouia"-Breslau und „Gothia"-Tarmstadt, sodaß der Bund jetzt insgesamt 22 Burschenschaften zählt. Am 19. wurde ein allgemeiner Ausflug nach dem Kyffhäuser-Denkmal verau- staltet, an dessen Fuß ein Kranz niedergelegt wurde. Gericht-Hast. Marburg, 30. Mai. Der Gutsbesitzer I. Grebe aus Niederweimar, der sich während der R e i ch s t a g s w a h l z e i t an der Agitation für den deutsch-sozialen Böhme besonders beteiligt hat, hatte sich gestern vor dem hiesigen Schöffengericht wegen Beleidigung des lib. Kandidaten Herrn v. Gerlach zu verantworten. Eingestandenermaßen hat er vor der Stichwahl in einer hiesigen Wirtschaft die Worte „erbärmlicher und großer Lump" gegen den liberalen Kandidaten gebraucht. Er räumte auch ein, die Drohung ausgestoßen zu haben, „er schlüge ihn, daß ihm die rote Suppe heruuterliefe." Das Schöffengericht verurteilte Grebe, indem es ihm die Wahlhitze als strafmildernd anrechnete, zu einer Geldstrafe von 25 Mk., hilssweise 5 Tagen Gefängnis und erkannte auf Publikationsbesugnis. (H. L.) Leipzig, 30. Mai. Die Revision des Staatsanwalts und des Nebenklägers gegen ,t>ie Freisprechung des Frankfurter Redakteurs Ziel 0 wsky von der fozialdem. Frankfurter Volks- st i m m e wurde vorn Reichsgericht verworfen. M ü n ch en, 30. Mai. Im Prozesse aegen . die Wärterin BabetteSeiler, die sich wegen fahrlässiger Tötung und Verwahrlosung von Kindern im Perlacher Erholungsheim zu verantworten hatte, lautet das Urteil auf sechs Monate Gefängnis, vier Wochen Haft und 70 Mk. Geldstrafe. ArbesterbewegUNS. Gera, 30. Mai. Tie Aussperrung im Baugewerbe ist beendet. Die Arbeitgeber nahmen die höheren Lohnforderungen an. San Francisco, 30. Mai. Der Streik der Eisen - bahn ar beiter artet zu einem geiähr'ichen Bürgerkrieg aus. Tie Streikenden und die nicht organisierten Sh-beiter, die an die Stellen der Streikenden geruckt sind, bekriegen sich nut Feuerwaffen, so daß die öffentliche Sicherheit bedroht ist. Eine Art Schreckensherrschaft ist ausgebrochen. Tie unbeteiligte Bevölkerung ist schutzlos, denn die Polizei konzentriert ihre Arbeit darauf, Ordnung unter den feindlichen Arbeitern zu halten. Ter Gouverneur droht mit der Mobilisierung der Miliz. Alle Geschäfts- läden sind geschlossen. Ter Preis der Lebensmittel ist enorm gestiegen. Der Streik dehnt sich auf Brauereien, Wäschereien und Straßenbahnen aus. Die Angestellten der Straßenbahn erklären, sie wollen die Bevölkerung mit Gewalt davon abhalten, bie Tramwaywagen überhaupt zu besteigen._______________________ Landwirtschaft. — Entgegen irrtümlichen Auffassungen, die durch das letzthin erfolgte Steigen der Getreidepreise entstanden sind, bemerkt die Korrespondenz der Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Hessen, das; die hiesige Landwirtschaft aus dieser Preissteigerung keinen Nutzen ziehen kann, da die Getreidebestände aus der Ernte 1906 bereits vollständig verkauft sind. Tie Landwirte verkaiifen ihre Getreide meist schon im Herbst oder bis Weihnachten, sodaß sich nach Januar fast nie größere Bestände mehr vorfinden. Erfahruiigsgemäß sinken aber die Getreideprelse im Herbst und Winter, also gerade zu der Zeit, wo der Landwirt zum Verkauf gezwungen ist. Gsserrvahn-^strrng. — Das Rauchverbot für die Sveise wagen ivird nach einem Erlasse des Ministers Breitenbach am 1. Juli in Kraft treten. ______________________________ Müller'schc Badeanstalt. Wasferwärme am 31. Mai: 15 0 K. Mrehttche Nachrichten». Evangelische Gemeinde. Sonntag den 2. Juni, 1. Sonntag nach Trinitatis: KottesdlenO. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer v. S ch l 0 s s e r. Zugleich Christenlehre für ine Matthausgemeinbe. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinberkirche für bic Markusgemeinbe. Pfarrer S'ch wade. In der Johanneskirchc. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausselb. Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmierlen aus der I 0 h a n n e s g e m e i n d e. Vorniittags 91/, Uhr: Professor D. Drews. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Eule r. Teiefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitge und Indusli Frankfurter Büre 3>£e/o Reichsanleihe . 93.60 3% do. . . 83.60 315% Konsols .... 93.65 3% do.....83.60 3*^°/0 Hessen . . . —.— 3>$°/0 Oberhessen . . . 94.00 1 % Üesterr. Goldrente. . 99.10 4‘/5% Oesterr. Silberrente 99.25 4% Ungar. Goldrente . . 93.65 496 Italien. Rente . . . 103.25 396 Portugiesen Serie I . 67.70 3% Portugiesen „ III 68.50 russ.Staatsanl. 1905 90.75 4>4“o japau. Staatsanleihe 92.95 196 Conv. Türken von 1UU3 93.60 Türkenlose ... . . 140.80 196 Griech. ilouopol-Aul. 49.50 4 96 äussere Argentinier 84.50 d°/0 Mexikaner . . . 64 50 4>iu/0 Chinesen .... 96.70 A li 14* ui • Bochum Guss 225.3b Buderus E. W . . —.— Tendenz: behauptet. Berliner Börse, 3 Canada E. B......166.50 Darmstädter Bank . . . —.— Deutsche Bank .... 223.20 Dortmunder-Union C. . . 75.50 Dresdner Bank . . . 140,40 Tendenz: behauptet. teilt von der Bank für Handel ie, Giessen. e. 31. Mai. 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . 122,70 Elektriz. Schlickert . . . 109 00 Eschweiler Bergwerk . . 222.60 Gelsenkirchen Bergwerk . 195.00 Hamburg-Amerik. Paket?. 130.40 Harpener Bergwerk. . . 207.00 Lanrahütte......—.— Nordd. Lloyd .... 118.40 Obeischles. Eisen-Iudustrie 108.50 Berliner Handelsges . . 150.75 Darmstädter Bank 130.10 Deutsche Bank . . . 223.10 Deutsch-Asiat Bank . . 154.85 Diskonto-Kommaudit. . . 169 30 Dresdner Bank . . . 140.30 Kreditaktien..... 206.80 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . 93.66 Gotthard bahn . . . __ Lomoaru. Eisenbahn . . 22.50 Uesterr. Staatsmann . . , 145,00 Vrince-Henn-Eisenbahn . 135.50 1. Mai. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . 206.70 Lanrahütte .... —.— i.ombarden E. B. ... 22.20 Nordd. Lloyd.....117.40 lurkenlose . ... —.— Ich möchte nicht im Schlarnffenlund sein, denn wie gut die Leute es dort haben — was sangen sie denn an, wenn sie erkältet sind? Fays ächte Sodener Rttneral'Pailillcn haben sie dort doch nicht und ich kann mir nicht denken, wie man Erkältungen der Luftwege, Affektlonen der Rachenschleimhäute, .Heiserkeit und Husien oeauem und schnell los werden will, wenn man ferne Fays achte Sodener bat. — Dieselben Losten nur 85 Pfg. pe Schachtel unb sind überall zu haben. [hv* Zetk.:- (1(1$ " tlN Ycülh WS tU E 5 Hol offene Segen gtlpl'ad. «fi» aul Segen thestrab. an bis ans Wegen straße an bis au Qjieß bi Nachd Metzgern auigehobe unteim 2. liefen «ffl alle wann und zu ve Hierni 0ieB- Tie! besesngung sollen Fre geben wer Tiemtsmnd benem J01 vorgenam fchriil veri 20. Zieh, Zie Nur die G (Oboe ( 30 4’8 685 6’1 836 73 831 toi < 31 SO (1000} 7OSO 103 40 9003 112 !i 10331 4( K2 1 2026 (i 16001 66 [5001 M 14031 u: 491 [so 1701» 01 [6 19006 11 2: 20161 64 68 [5001 373 82 516 1500] 718 1 26023 151 84 238 501 85 28 333 43 41 30221 . 81 903 62 31 221 656 722 < 614 673 362 38088 168 :: 13000] 480 54; 40189 2( W 903 54 56 43006 124 221 11 76 383 4 5 «19 689 733 ; 48019 [1000] 49369 93 565 50030 11 8'2 590 611 ; 691 825 944 5 16001 33 511 loooj 56’45 1 769 5821 ” 15 IlC-jO] 60013 4 LL,62413 66031 165 99 821 9i 6,6 [500] ... 70314 70 S*59o 6- 77n£>190 47 £?0S» 213 L 792£®82 l-00 80140 254 •ÄS," Sg»*- 672 OTl lfiV- W NI '*-i II7 " 39 LÄZ $18?« 339 9, 697 sog" 60? «7 6^ 0,062 2qi 133(2’ J '36 7, 5,73 4?g S'* »Äll000 2 °18 M 59 1 *18135 1 “00] 154.8» vituttg, ie Sneifemagen tvirb reitenbad) am 1. Juli in auM. Hai: 156 K 206.70 22^0 Mai Anl^61 31 Bergw^' ‘ aipener »“8 . . - aorah^& ß, . - „nibarä6“ J* , . ;nrkenl°se Kursberichte lt „ der ll=»t ® Giessen. Gemeinde. onntag nach Trinitatis: ifi. tkirche. chlosser. Zugleich Christen. ichwabe. )e iür die Markusgemeinde. Piarrer Schwabe. neskirche. u s s e l d. ZnM W» zn-Johannesgemeindr. n Drews. . ^6ies£Ä 'wCI HMD ‘ 149-5 . 135^ '31. Mai. Ma Übr. 122 ?ö lektriz. Lahmeyer ■ - • ])gfi0 lektriz. Schnckert^. - ?286ö schweiler BerJff^>rk, 195.00 elsenkircuen Bers ■ 13o.4O a0bnrg-Amer'Y,te. 207.00 arpener Bergwerk. aorahütte. - ' , . 118.40 Liner ' 130.10 . .*» Ieat£tiatßauk - SüS**: ,a®<> ’ . Ohi- dumure uu üseuiaha • 1UUrr S^UUUU '> ' iss> MD aL^955^ WZuss ?Ä*#ÄS 0"e*'Sn?Mn’”,'-«b 1^*Ü**K ^JclbiiXierf|g aionflle egung. ' 'M« :i,e'* bedroht in. ©“’g. Krochen. Tie unbekilS Srh??ienlrictt chre Ärbeu W batten. Ter der Miliz. Alle Gefchäjls. , Lebensmittel ist enorm ge- Brauereien, Wäschereien und > der Llrahenbahn erklären, malt davon abhalten, die hast. 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Tie Land, schon im Herbst oder bis r fast nie grotzere Seitab: len aber die Getreidchreijk im r Zeit, wo der Landwirt zu?.. 7M 815 33 76 622 83 717 29 41 51 810 179062 273 306 24 30 551 981 321 83 448 873 1 84121 65 426 632 951 18 5017 141 142 496 577 619 930 1 9 37*2 913 1 94 033 55 90 109 [500] 83 976 1 9 5 209 550 72 701 19 6021 [1000] 77 [500] 51 204221 329 34 52 [300] 53 80 433 832 971 769 58274 538 768 [1000] 861 64 [300] 910 62 59013 354 553 53 715 923 (500] 6 6 031 165 247 533 764 805 54 934 6 7067 144 270 079 2 1 4386 471 548 712 924 994 202 £02 422 89 663 780 895 946 [1000] 106263 371 72 73 55 601 47 107241 436 502 4 680 705 96 108259 488 er 90 623 25 752 927 65 75 2 66 191 '6.3 69 2650SS 2; 479 645 71 87 1.30001 722 27 274022 289 82 474 [MO] 456 390 463 706 916 89 [500] 134121 210 509 663 392 590 696 779 90 73348 516 [500 ] 46 627 7 4263 75190 470 85 94 532 633 89 7 0052 130 250 352 693 820 912 275190 flOOOl 200 80 551 607 [3 0 •] 943 97 2 7 6154 [500] 531 64 [500] 916 277^5 174 181004 [ 500] 137 202 308 22 503 610 79 820 48 182004 721 810 8 4 907 87 1 83168 253 825 97 473 302 289 326 704 799 489 805 573 953 220 821 71 06 926 143 756 812 425 110 512 431 714 358 [500] 50 61 187189 324 73 773 74 630 590 622 667 588 725 601 521 840 650 932 585 95 468 433 804 780 893 433 107 686 613 990 493 587 733 872 931 112243 113167 |5O9] 231 481 [1000] 896 [500] 114063 130 217 507 805 115003 180 334 735 530 191 59 860 540 796 607 61 933 1 28276 57 L1000J 82 89 425 527 72« 747 91 24 433 969 933 863 165 888 808 600 232 519 589 244 438 ne 99 621 904 68021 221 53 96 454 75 [1000] 592 [1000] 707 (500) 942 59 60 50 69125 501 18 (500] 764 909 35 70314 706 57 930 7 1044 82 251 311 768 854 906 72150 23 415 18 996 3M 258 504 4 OS 567 20-1 231 550 700 295 041 C25 651 455 758 297 5".2 f-37 109057 67 202 512 56 753 860 987 110187 204 31 330 !'l (5001 734 993 111015 RM 97» 796 932 426 583 45 784 444 801 306 451 693 829 [500] 16 44 917 211037 659 713 863 1500] 99 1 23002 [1009] 229 59 725 1 24035 387 1 25148 76 268 690 12 6391 449 556 66 745 974 1 27317 433 857 833 36 950 1 97071 150 [500] 56 232 405 11 585 5! 198013 28 114 36 550 618 743 927 1 99060 131 G39 93 731 47(500] 811 200175 [1000] 439 850 201102 60 250 885 442 202156 64 619 80 700 80 2 0 3019 73 305 428 940 [500] 76 418 59 64 [500] 593 605 681 182165 69 229 391 451 517 804 994 [3000] 18 4427 89 47 487 508 17 765 913 1 29292 488 [500] 923 130146 467 609 14 [8000] 944 131363 [500] 425 24 851 13 2028 449 519 650 94 97 858 947 133103 210196 201 404 726 811 560 742 971 2 1 2200 13 327 62 37 95 2 1 3281 304 851 78 952 610 [500] 860 [ 500] 72 931 [3000] 18 6 010 71 146 52 319 419 536 756 896 [1000] 187077 104 811 25 69 90 68 550 [500] 748 79 842 50 69 903 1 88063 130 283 538 870 1 89052 97 394 359 502 [500] 74 807 80 [ 500 ] 970 [500] 6 5043 266 [3000] 432 505 9 69 66031 90 231 [1000] 974 91 670-33 115 77 479 [500] 91 665 752 [500] 85 [10001 891 [500] 68001 334 480 724 99 66 68 69154 58 361 92 742 [1000] 60 817 901 30 84 70039 [500] 106 19 210 300 407 543 653 79 [3000] 35 [3000] 82 100 229 32 90 301 719 6S [500] 81 60 13 40 46 ISO 334 580 673 814 914 61115 286 81 62419 536 767 [1000] 63136 96 331 421 [500] 64293 433 886 6 5 029 164 71 241 94 575 93 659 875 339 402 32 607 59 738 813 937 1 2 9 022 192 316 23 697 909 758 676 585 787 [500] 180360 18 1 071 552 183010 387 123 703 546 924 [1000] 94 185322 58 533 98 814 932 186026 [500] 50 143 366 450 511 685 941 922 14 162215 214 410 541 80 850 [600] 163-118 72 602 982 1 64026 33 261 344 [8000] 49 696 [500] 610 165117 79 229 426 1 66186 400 529 662 736 1 67205 532 62 84 90 711 40 91 930 1 68054 69 [1000] 228 [1000] 825 483 750 78 834 39 996 1 6 9032 79 135 43 81 242 565 80 88 770 841 [500] 170053 769 79 171257 442 [1000] 91 533 [1000] 90 679 838 1 72 090 [500] 265 301 402 62 623 49 70 75 85 [1000] 135065 [ 500] 118 33 80 223 27 85 76 698 862 87 136074 [500] 175 M4 [500] 137105 321 540 68 691 774 97 940 13 8011 395 584 671 [500j 139071 347 87 41« 71 73 643 727 77 81 140131 225 29 43 805 [500] 405 46 [8000] 83 919 1 4 1 236 427 502 74 858 900 29 1 42107 79 289 656 to 790 [1000] 143385 515 602 [1000] 863 73 7 7036 113 357 432 55 527 609 71 736 7 8362 437 7 9 209 62 [500] 401 550 92 800 56 912 73 80140 2S4 318 521 65 o9 913 81012 55 155 81 87 92 3.60 401 63 534 2 5 8222 659 2 5 9 087 281 825 544 84 »39 82 2 6 0240 630 2 61140 47 69 307 427 78 785 41 [MOO] 917 63 2 6 2094 129 44 1 536 40 f65 808 263135 61 561 080 827 2641'9 870 518 [5001 6.M 265246 8’0 419 651 [500 ] 2 6 6078 612 792 [500] [1000] 289 [500] 603 83 92 784 1 4 6041 74 90 97 564 711 833 [500] 48 1 4 7065 [1006] 112 408 507 889 1 48166 503 04 [500] 714 149087 187 [3000] 370 [500] 445 84 684 724 150167 [500] 203 388 584 996 1 5 1 345 490 653 837 740 416 735 750 04 [2000] 806 55 2 2 9 093 135 237 384 673 7-0 23015? 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Ziehung 5. Kl. 216. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 30. Mal 1907, vormittags. Nur die Gewinne Uber 240 Mark rind den betreuenden Nummern In Klammem bclgefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 30 426 603 753 910 12 1 098 319 28 911 2055 197 290 586 621 836 90 900 70 3053 88 102 [500] 42 417 73 576 642 72 891 968 4119 25 [1000] 625 995 5 029 212 90 306 18 24 31 80 [1000] 461 89 776 919 35 6355 453 540 843 [500] 7086 103 40 [500] 302 507 41 784 637 8056 816 [1000] 990 9053 113 263 11000] 835 980 10391 490 589 831 96 919 11133 373 85 407 8 535 962 12026 [500] 182 325 440 511 83 615 735 1 3020 51 373 62 516 898 994 [3000] 24105 [SvOO] SOS 19 [1000] 35 [500] 718 43 [1000] 03 003 [1000] 41 49 250 38 1 36 210 2 6023 151 316 450 51 62 68 572 718 003 40 27010 [500] 94 238 501 859 014 2 8138 558 716 995 2 9 039 60 108 [10 000] 28 339 43 477 97 775 696 983 3 0221 67 460 804 15 973 3 1 057 117 429 563 86 827 61 903 62 32122 323 30 [1000] 442 80 637 944 [ 500 ] 33020 221 656 722 34066 72 604 [500] 715 833 41 35136 211 492 614 673 3 6204 305 39 [500] 442 46 593 37178 677 841 38088 168 225 86 389 609 41 808 39021 77 [500] 196 281 [3000] 480 548 [1000] 600 13 705 52 805 [500] 40189 205 12 310 71 [1000] 555 96 876 89 41301 33 749 903 54 5 6 4 2 036 163 245 361 77 430 85 527 916 [1000] 43006 124 221 58 325 27 427 86 571 945 59 44119 613 i500] 5t 76 983 4 5024 37 285 486 601 46072 [500] 354 440 55 519 689 733 35 66 [500] 47116 35 60 [ 500 ] 228 324 697 48019 [1000] 167 [500] 213 [1000] 486 515 52 925 44 55 49360 93 565 674 711 861 967 5O030 176 229 522 (3000) 86 628 99 745 959 51100 91 372 596 611 59 830 000 18 81 [1000] 5 2378 555 1500) 64 691 8’5 944 53080 217 45 323 30 48 416 615 836 943 54227 [1000] 33 511 750 91 940 5 5165 252 83 354 [500] 353 947 [500] 5 6245 469 89 635 83 710 928 5 7047 281 438 505 646 [3000] 414 523 49 7=0 2 78123 207 92 333 [500] 6!1 93 790 9=9 2 79197 203 [500] 51 66 319 475 662 715 25 949 1 44527 816 63 931 14 5207 50 74 586 748 823 48 146220 78 370 430 47 533 626 67 96 930 1 47009 137 673 903 57 [500] 65 1 4 8033 95 128 278 449 091 721 939 59 140098 310 43 94 409 [1000] 586 [3000] 828 32 14 1 082 [1000] 266 398 [1000] 466 607 [1000] 660 786 BGS 142009 [1000] 152 [3000] 294 523 729 921 143193 [500] 210 512 688 774 629 30 1 440-19 85 91 95 [1000] 103 339 44 [500] 55 443 [3000] 586 625 950 145621 65 340 512 617 18 [5001 90( 236’11 473 829 2373’1 «6 81 [10001 =00 86 943 238.-52 325 57 07 75.1 [1000] 811 9» 032 11000] 75 (5001 239034 119 863 678 888 240480 615 713 241085 121 44 252 [500] 892 72» 50 870 2 4 2023 76 120 419 87 517 66 716 841 24 3037 471 523 40 V. 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[500] 699 285'12 332 [501] 70 4’3 62 95! 2 86197 344 459 7 67 (10001 622 787 878 [30?0] 28 7004 127 346 528 82 776 96 981 [1000] Im Gewinnrade verblieben; 1 Prämie k 300 000, 1 Gewinn ä 500 000. 1 k 50 000, 1 k 40 000, 3 k 30 000, 9 k 15 000. 11 ä 10 000, 35 k 6000, 423 ä 3000, 660 k 1000, 1117 k 600. [500 ] 61 2 1 5122 63 466 501 778 841 2 1 6332 637 876 PO 931 2 1 7031 90 430 550 55 640 704 [1000] 42 849 2 1 8142 214 56 415 642 618 852 908 [3000] 82 219078 [1000] 4=2 801 51 220? 10 (-.001 95 609 8S2 919 221016 144 47 215 315 409 5'9 851 222150 74 203 419 502 85 9’ 9'4 [1000] [500] 77 87 767 173017 40 309 416 [500] 174006 [1000] 8 153 491 594 800 18 175197 314 69 453 [500] 63 [500] 717 804 1 76166 430 685 861 177192 [500] [500 ] 253 427 35 6 7 575 755 081 17 8068 233 343 869 455 529 46 840 958 82 8 2032 103 302 [500 ] 557 631 63 07 704 69 71 877 8 3 251 [500] 368 435 613 84006 96 1’9 329 [1000] 414 554 736 [500] 46 622 8 5012 53 5 3 810 951 86’58 93 411 [1000 ] 562 621 775 [500] 911 87078 260 840 [ 500] 88077 [3000] 197 213 321 413 [1000] 73 516 614 713 58 99 [3000) 831 82 931 89001 [500] 56 329 716 [1COO] 919 5! 70 9 0310 463 630 733 803 91091 126 [500] 73 511 92083 165 553 706 827 63 9 3 013 131 92 359 145 839 921 79 94 161 81 276 32 1 475 36 568 991 [500) 95l)ö4 261 67 470 656 78» 96017 29 71 418 515 93 624 91 967 9 4 039 170 393 517 658 7CO 98162 99 77» 839 99007 [500] 317 22 LlOuOj 524 54 636 763 803 96 1OOU99 213 456 537 659 [500] 78 [1000] 727 802 65 985 10 1 070 179 522 652 56 717 801 34 939 1 0 2 245 401 672 672 971 1O30S9 155 71 315 [1000] 503 [ 3000] 856 [500] 57 990 104034 [500] 71 90 256 401 81 716 23 86 93 904 [500] 11 10 5024 280 327 544 743 92 913 37 59 67 106017 507 601 107260 [ 3000] 478 576 96 697 851 915 1 08015 43 291 459 514 21 611 54 925 76 1 09 053 741 11O0S3 105 [500 ] 259 3.8 54 738 97 888 111107 62 402 72 763 [5l0] 112013 51 118 81 [lOOa] 341 424 42 531 73 888 971 113639 114 009 4 1 53 167 439 69 504 622 33 115027 235 39 333 428 878 116^55 33 356 422 850 (’COOJ 972 117232 85 493 614 Oil 118216 389 615 53 794 922 56 65 119137 77 219 609 363 9’3 12O02Ü [1000] 200 453 692 808 39 986 [500] 121030 [1000] 233 339 551 [500] 629 982 [5i0] 122067 780 831 79 [500] 93 912 71 123137 206 23 707 867 73 75 124250 590 SOS 855 125123 241 457 618 [500] 2S 704 912 1 26121 81 876 [1000] 956 63 127271 307 42 91 635 973 128195 20. Ziehung 5. Kl. 216. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 80. Mal 1907, nachmUlage. Nur die Gewinne über 240 Mark Bind den betreffenden Nummern In Klammem belgclügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) « 110 357 917 30 57 1214 358 515 612 2015 68 83 89 3337 [500] 415 [500] 592 860 08 [ 500] 945 69 73 4060 65 246 49 75 353 467 607 816 5338 SS 90 4.56 952 6 033 70 4’1 8’7 7005 22 169 815 61 465 631 791 629 8082 4’5 502 39 75 667 [500] 89 799 [500] 839 970 9071 118 95 258 [8000] 83 480 [500] 759 85 931 77 10108 80 283 500 8 [500] 65 696 807 29 93 11111 67 256 502 856 76 1 2183 2S3 401 581 696 [500] 772 [500] 910 130’9 233 61 81 539 92 96 614 773 1 4006 382 463 575 938 15175 279 (3000) 850 [3000] 91 599 918 90 1 6316 561 691 95 [1000] 17’17 447 18010 151 93 2’9 35 [500] 98 767 72 830 992 19005 19 224 444 551 713 50 [3000] 914 20645 58 93 [500] 935 51 [500] 76 21133 635 850 5! 2 2003 21 122 317 450 2307G 311 66 472 [500] 613 783 916 24005 28 276 378 407 78 551 99 951 67 2 5 009 236 80 301 597 149039 108 208 515 [500] 912 53 150202 10 418 [10001 617 718 [500] 41 801 151202 [500] 481 [500] 721 35 [3000] 890 152181 80 94 533 601 153000 166 658 065 1 54322 437 C31 706 853 155009 119 80 [500] 273 323 469 658 79 859 69 002 1 56118 94 216 483 588 602 [3000] 157017 223 343 510 736 1 58146 05 243 68 727 [500] 988 13006! !06 337 443 [1000] 514 131247 302 41 67 612 72 756 8’1 132150 379 01 548 620 60 709 133123 331 4’6 [SOOU] 75 533 618 46 [500] 762 [1000]__ 134 199 303 476 545 766 851 88 135034 140 72 203 9 91 613 74 838 [1000] 63 [500] 92 1 3 6 078 191 243 32 1 41 41 6S3 767 835 907 1 37003 [5C0] 209 53 334 [500] 455 557 759 919 1 38135 65 67 96 353 57 74 1 39 038 335 60 479 159077 858 577 778 __ , , 16O010 235 866 961 16 1 050 1 62148 [MO] 280 846 477 605 759 163143 282 409 617 50 84 [3000] 739 951 164315 551 [1000 ] 787 840 94 [ 500] 165 024 94 [1000] 120 73 77 223 [500] 363 486 [3000] 500 55 615 22 049 166125 361 [1000] 923 45 167218 23 523 91 681 025 40 92 168003 391 401 8 [3000] 41 628 83 753 851 169011 154 [3000] 56 288 470 170016 49 97 [1000] 167 20! 828 31 401 635 723 881 040 1 7 1 037 68 525 58 788 85 847 82 1 72.02 9 275 404 29 33 548 6’6 758 971 96 173213 [8000 ] 497 6S4 174012 [3000] 313 91 596 853 75 [500] 901 49 175001 82 M 230 337 63 697 834 921 176173 230 469 518 72 716 1 77235 804 773 880 [1000] 948 178023 64 73 [1000] 95 1-15 68 438 527 98 634 767 849 982 15001 267172 200 (iyX)l 34 50 1500] 51 304 17 693 725 801 44 26 8449 517 63 601 776 2 6 9083 158 [MO] 97 227 74 459 707 «4 =26 40 978 270209 351 515 721 (500] 34 39 911 271119 233 -a/ellr 72 SM IPOGCI 272005 [500] 281 43 3s5 [50C8111016 ZU 811 42 91! 273053 220 330 445 579 81 82.0 habe et'ieil 247 415 45 605 [3000] 704 M [5M] 884 2' fiomm i fl 66 83 304 12 49 57 409 13 509 325 785 116,1 flVOmmia 276o=9 isooj io5 p 3to 401 69 573 Silenten Mili!]ler 14 797 880 980 2 7 8)57 467 560 727 wie Graf Wo'n-- 27 9043 58 101 09 500 718 42 - Mn ränhorhm. , 280027 231 54 482 512 76 82 -laaiSooeihauple. 131 00 295 87 6 806 966 28202= 151 müs]e eme 111161- 85 [ 5001 tos [500] 708 Mi 057 283 Lprengaaseu, die (520] 17 [506j 58 473 75 500 1 6" „‘‘v“' ' . [3000] c3 910 286ioo co ei 2ii werden. -Lie 672 £r21 40 2 8 7327 505 662 933 'IN noch größerer nschheü zustande Amtlicher Teil. Gießen, den 30. Mal 1907. Seit.: Tas Elektrizitätswerk Lißberg. Das ©roßhrnoglidje Kreismnt Giesien w an die stjroßh. Bürgermeistereien des Kreises. Nach dem Ergebnis der seitherigen Vorarbeiten ift die Errichtung einer elektrischen Zentrale bei Lißberg in sichere Aussicht zu nahmen Um einen Anhaltspunkt dafür zu gewinnen, in welchem Umfange auf den Anschluß der Gemeinden gerechnet werden kann, werden wir den Grvßh. Dürgermeiftcreien der in erster Linie für den Anschluß inbetracht lammenden Gemeinden in txn nächsten Tagen ein Verzeichnis zusenden, welches nach vorausgegangencr ortsüblicher Bekantmachung zur Einsicht und zum Unterzeichnen offen zu legen und uns deimiüchst zurückzugeben ist. Tr. Breidert. KeKaimtmachmtg. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeuen wird der Riegelpfad zwischen Ludwig- und Ebel''»raßc vom 30. Mai d. Zs. an bis auf Wctt^es für den Fuhrvrrieur gesperrt. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeilcn wird die Goethe st r a ß e zwischen Löber- und Luowigstraße vom 30. Mai d. Zs. an ins auf Weiteres für c>cn jZuhrverkehr geiperrt. Wegen $>untui)mc von Qanatii-.tionsarbeiten wird die Lobe r- straße zwischen Bismarck-- imu Bleichstrage vom 30. Mai d. Zs. an bis auf Weiteres für den ^uhrverici-r gesperrt. Gießen, den 29. Mai 1907. Großherzogucqes Bclizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung, daS Oktroi von Ochse» uud Stieren bemneub. Nachdem die zwischen der Stadt Gießen und den beteiligten Mevgern unterm 1. August 1394 getroffene (reiwtlltge Vereinbarung aufgehoben worden ist, hat die Stadtverordneten - Bersammiung unterm 2. d. Mts. beschlossen, daß künftig als Ochsen alle männlichen Schlachttiere von 4.H Ke Lebendgewicht und uiehr, als Stiere alle männlichen Schlachttiere unter 450 kg Lebendgewicht anznsehen und zu versteuern lind. Hiernach wird vom 1. Zuni 1907 ab verfahren. BM/5 Gießen, den 29. Mai 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Gurschmann. Verdingung. Die Maurer-, Pflaster- und Aöpbaltarbeitcn für die Neubefestigung der Bahnhofstraße zwischen Schanzen- und Alicestraße sollen Freitag den 7. Juni, vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Tic Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht auf. Angebote aus vorgeschriebenem Foruiular, das daselbst erhältlich, sind spätestens bis zuni vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. — Zuschlagssrtst 3 Wochen. Gießen, den 2K. Mai 1907. Städtisches Tiefbau amt. Braubach. B*V, Bekanntmachung. 25ctr.: Fcidbcrcinignng in der Gemarkung Muschcnbeim. Nachdem die Fädbereini<7ung in der Gemarkung Muschenheim endgültig beschlossen und der Beginn der Zeldbereinigungsarbertcn von Großh. Ministerium des Znnern, Äbteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe angeordnet worden ist, lade ich hiermit sämtliche beteiligten Grundeigentümer zu der in Gemäßheit des Art. IG des Feldbereinigungsgesetzes Montag, den 17. Juni 1907, vor mitt ag s 9 Uhr im Rathaus zu Muschenheirn ]vattsindenden Versammlung ein. Die Versammlung hat: 1. darüber zu beschließen, wie die FeldbereinigungSkosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächengehalt oder den Wfchätzungs.vcrt der Grundstücke oder abgesehen vmt dem in Art. 20 des FeldbereinigungsgesetzcS bezeichneten Fall, durch Bildung und Verkauf von Massc- grimdstückeu, sowie ferner, ob die Beitrage nach Bedürfnis erhoben, oder ob die Küsten durch Kapitalaufnahme aufgebracht werden follen; 2. die zur Dollzugslommission zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter (Art. 35 Ges.) zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Beteiligten vorgebracht und beraten werden Zn dieser Versammlung hat jeder anwesende beteiligte Grundeigentümer eine Stimme, auch wenn er mehrfach bevollmächtigt ist. Tie Beschlüsse erfordern zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von Zweidritteilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Beteiligten verbindlich. Beteiligter Grundeigentümer im Sinne des Feldbereinigungs- gesctzes ist, wer im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist. Ter Zichaber einer erblichen Leihe wird dem Eigentümer der Grundstücke gleichgestellt. Wenn ein hiernach beteiligter Grundeigentümer oder bekannte Er^en derselben nicht vorhanden sind, der Aufenthalt der Beteiligten unbekannt ist oder diese sich außerhalb des Teutschen Reichs aufhalten, so ist der Besitzer als Beteiligter zu erachten, insofern er sich durch eine entsprechende Bescheinigung des Ortsgcrichts als solcher ausweist. Ist unbekannt oder ungewiß, wer beteiligt ist, so findet die Vorschrift des § 1913 des Bürgerlichen Gesepouches entsprechende Anwendung. Gehört ein Grundstück zum Gesamtgut, so bedarf der Mann nicht der Zustimmung der Frau. Gehört ein Grundstück zum ein gebrachten Gute der Frau, so bedarf diese nia)t der Einwilligung des Mannes. Vertreter von beteiligten Grundeigentümern haben gehörige Vollmachten vorzulegeu. Kommen gültige Beschlüsse nicht zu stände, so hat: zu 1. Tie Vollzugs ko mmission die erforderlichen Beschlüsse zu fassen und zu 2. Tie Landeskommission die iLachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Zugleich fordere ich die außerhalb Muschenheirn wohnenden beteiligten Grundeigentümer (Ausmärker) aus, zur Wahrung ihrer Interessen einen in VLuschenheinr wohnenden Bevollmächtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe i>to' Feldbcrunigungsverfahrens an sie nicht mehr erfolgt. Friedberg, den 27. Mai 1907. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: Schnittspahn, Kreisamtmann. Dar auf den 11. sfuni angcfetzte Kram nnb Dicbmarkt hier» selbst wird vorbehaltlich der Zummmung deS ProvinzialrateS auf Dienstag den 4. Jnni verlegt. Hohensolms, den 29. Mai 1907. Der Bürgermeister. C*V» Huttel ?ic LiksilW ron tu. 1000 Sieter WleiMlMeii für die Ausschmückung der Straßen und städtischen Gebäude zu dem Ende Juli d. Js. stailnndeuden U n töcriiI ät r- i ubi l anm soll Montag, den 10. Juni d. Je«., BormiuagS 11 Uhr öffentlich vergeben werden. B”/i Die Lieferungsbedingungen können während der Dienstftuuden bei uns einflcfcbcn werden. Angebote auf Bordruck, das daselbst erhältlich, smd bis zmn genannten ZeüpunQ an uns einzureichen. Gießen, den 30. Mai 1907. Städtisches Hochbauaml. Gerbet. Empfehle mein Lager in Fahrrädern Marke Wartburg, sowie alle Zubehörteile zu den billigsten Preisen. 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