S?r. 26 Erscheint täglich außer (Sonntage. tem Diebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hrsslscheo Landwirt die Lietzener Kamilita- blätter viermal in der Woche beifldcqt und zweimal wöchentlich das Ktc'.sblatt für den Kreis Lietzen. Fetufprcch An- fchluvi.d. Redaktion 119 KZerlag u. Expedition 61 Ldtesse lüt Tepeld)cn: Anzeiger Dietzen. Domterstag 31. Januar 1007 157. Jahrgang ErfteS Blatt GietzenerAnzeiger i General-Anzeiger für Oberhessen WZ notationsbrud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vrch- und Stelnöruderel H. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Zchuisttatze 7. BÄ gewerbliche An- bcoorstehen. £ 1 sich ernähren und wovon sie leben, von 1906 ergibt nun folgendes: Ter Kreis Diehen allein hatte 601 Sin Erfolg m Teutschoflafrika. Ter Gouverneur von Deukschostafrika meidet: S us uniiet Hegend her. 1 i da gibbi’s schnawwel, hoch unn hehr, Madercher umi peirnl — <>jou, roaim der erfcht au§ Frankiorc n>ar, Lias könnt da aus em wern! (AuS der .Jugend".) Lebensjahre stehende Bauerndillstet lebt in einem Törtchen im Gouvernement Moskau und liegt dort allen bäuerlichen Ar- beiten ob. Nebenher — in seinen Mußestunden — greift dieser litcrariid)e „Mushik" zur Feder, um das Innenleben und die Umwelt des russischen Lauern zu schildern. Ssemenow, der einer Bauernfamilie entstammt, ist aus ärmlichen Lerhälmisfen hervor- gegangen. Schon a!3 Zehnjähriger wurde der Knabe in die 23dl hinauSgeschirlt, um allein sich sein tägliches Brot zu verdienen. In Moskau und bann in einigen anderen Großstädten wie Kiew und Charkow gewann der zwar unwissende, aber intelligente Jüngling immer tieferen Einblick in das WeltgrttieLe und lernte die verschiedensten Berufe kennen, kehrte aber doch in jedem Sommer in sein HeimatSdorf zur Feldarbeit zurück. In seiner Stellung in einer Moskauer Farbenfabrik schrieb Ssemenow 18SJ ülä Achtzehnjähriger seine erste Erzählung und schickte sein Manu:r.u zur Begutachtung an Graf Leo Tolstoi, dessen Schrift „Wovon Die Menschen leben" einen tiefen Eindruck auf den jungen Mann gemacht hatte. Nach einer von To.stoi empfohlenen Umarbeitung seines Erstlingswerkes tat Ssemenow^den ersten Schritt in du Isterarische Oeifentlichkeit Rußlands. Sein starkes, nautrwüchsigeL Erzählertalent hat jiy bann unter Tolswis Fitticqen mehr und mehr Lahn gebrochen, ist aaer Dem Spezialgebiete ber Bauern- schüderung, auf dem Ssemenow allerdings ein Meister ist, stets treu geblieben. erläutern. Richtig ist, daß die Stadt Gießen allein etwa 2u Proz. der Bewohner und auch ebeusovlel Prozent bei Wähler aufroetft. Darauf kommt cS aber nicht allein an. Es darf nicht außer Acht gelosten werden, wo die Leute Die Statiftif Kcale Möglichkeiten. Gießen, 31. Januar. Ta8 Zentrum, da? man ostiziöserjelt« vor der Wahl als dem nationalen Gedanken feindlich taxiert hat jeyt ilt davon nicht mehr die Rede — Hot keine Einbuße erlitten, sondern kehrt mit der gleichen, wenn nicht mit einer vermehrten Anzahl von Riandaten in den Reichstag zurück. IClciiK» Feuilleton. — Man schreibt uns aus Frankfurt a M., 29. San.. Heute abenb sahen wir in Fräulein Die üble von München, eine Vertreterin der Luise Millerin, wie sie derAhankane des TichterS vorgeschwebt haben könnte. Eine wunderschöne Madchen- erscljeinung mit süßem, sympathischem Organ. f»nänn>schen Be- dinten, Hunderte von uiänulichen und weiblichen Dlenftboten. Hniidecle von staatlichen und städtischen Beamten. Hierdurch wird die Zahl der von Handel und Industrie sich Ernährenden um einige Lausende vermehrt. Dazu kommen etwa 1000 gewerbliche Arbeiter der zu unserem Wahlkreise gehörigen Cile in den Kreisen AlSfeld, Lüomgen und Schollen, ferner die dortigen Kaufleute, Jubu- jmeücn und Beamten. Tie Gesamtsumme läßt sich nicht so leicht feststellen. Sie betrügt gewiß abci kaum weniger als 20000. Alle diese Personen ernähren sich nicht durch die Landwirtschaft. Tie Industrie setzt ihre Waren saft sämtlich außerhalb de« Wahk- kreiie« ab, und dringt so ungeheure Summen in den Kreis hinein. Es ui selbstverständlich, daß ein Teil dieser Personen den Unterhalt and) durch Verkehr nut dem flachen Lande erwirbt, andererseits lonunt dazu, daß die Landbevölkerung durch Verkauf ihrer Bodrnirzeuguiffle an die obigen 20 000 Perjonen und beten Familienangehörige einen Teil ihres Er- weibcs gewinnt. Aue dem Gejagten geht hervor, daß Stadt und Land von und durch einander leben, daß aber ber Anteil der Stadt an dem Gef'amtcrwerb von gewisser Seite furchtbar unterschätzt wird. Bon den obigen 11 000 Arbeitern leben etwa 2000 in Gießen, alle anderen auf dem Lande. Die obigen Ausführungen sind nichts als eine Abwehr. Sie sollen den Landbewohnern die Aligcn öffnen, ihnen zeigen, daß es eine Versündigung an unserem Volks- Ium ist, wenn von gewisser Seite iinmer wieder der Versuch gemacht wird, da« Land gegen die Stadt oufzu- Hetzen, um für Wahlzwecke Vorteil barauö zu ziehen. Es gibt nur eine Wahrheit: Stadl unb Land unterstützen sich g egenseii ig. Jeder Stand arbeitet politijdK Lage-scha». Ein Erla^ bei Kaiser». Der .Rcichranz.' vergffenUicht nachstehenden Erlaß de« Kaisers: ,Ta« Lebensjahr, welche« ich an meinem biessäbrigen Geburtslage vollenden durste, braciste neben den tnifien Webenfiagcn bei vor hundert Jahren aut dein Baierlaude lastenden Unglndfl viele freubige und glückverheißende Ereigniste in meinem Familienkreise: da» Fest meinet silbernen pochze», dieBermählung meines Lohnes, dcS Prinzen Eitel Friedrich, die Geburt meines elften Enkels, des Imistigen Thronerben, und die Verlobung des Prinzen Augiift Wil- hdm. — Welche Fülle göuhdicv Gnade, und wie viel Urmche zu demnivollcrn Tanke 'ür des Allmächiigcn Führung I Wie aber alle oiele westlichen Begebenhenen durch die ucnDige und herzliche Aiueil- nahiue des deunchen Volkes einen beionöcicit Glanz und eine be» joiiOcte Weihe erhallen Haven, Io ist auch die äeicr memefl Geburii- iageö verschönt und erhöht worden durch die zahlreicyen Gluck» und Legenvwiiusche, die mir aus neuen deutschen Herzen dargebracht worden sind. Aus der Wenge der Zuschristen und relegramme habe ich cd wiederum erfahren, day an diesem Tage überall tm Teuiiajen Reiche und auch im Auslände meiner in treuer Lieds mit) Anhänglichkeit gedacht worden ist. Tie mir zugegaiigeuen Kniidgebungen waren getragen von der bcgeiflevten Freude über die uanonale paliung der deutschen Wahlerieuatt, di« in Ihrer großen Atchrzahl soeben em gläuzeudei 3 ling hielt es dah.c um bieic Zett noch nicht für angängig, einen Bericht über bie beabsichtigten Verhandlungen mit den Gtofz. leuteii zu erstatten, wozu noch jede taiiächuche Grundlage gejehtt hätte. Am 2L Dezember crLänen jich Johannes Christian und die mittlerweile ciugctrontnen Großleute, nachdem brieflich auch ixe Zustimmung von Josef Christian angekommen war, bei den Verhandlung en in U£auu.d mit ber Haupt,orderung — Unter- wersung und Abgabe ailcr Waffen — eingeflanden, unter bei Bedingung, b-ij von ihrem Abtransport aus ihrem Stamme«- lanb abgesehen werde. Am 23. Dezemoer wurden bu Bedingungen von Oberst Deimling genehmigt, worau, sich die Lajienstreckung unmittelbar an schloß. 2dach der Angabe der BonoelfwartS stehen augenblicklich noch 100 b iS 150 Franzmann-Hottentotten unter Simon Copper im Felde, die seit einem Jahr in der schwer zugänglichen llalab..ri sich abwartend verhatten; auijtrßeiu xm üubtn nou) einzelkie kleine Banden, auf Vichiaub ausgehend und ohne Widerstands kraft. Im Norden beenden , ich die Feldherren ui uubctannter Zahl im Busch, die zu irei- willigcr Gestellung anscheinend nicht geneigt find, aber ferne Unternehmuiig^ttist und Wideiftaiidsirajt zeigen. KoalitiovSrechl unb ReichStagkwahl. In dem neuen Reiü>stag wird d.e o^age de« AvalitionS- rechiS roiüxtum eine große Liolle spielen, xct Gci.'bentwurf über die Rechtsfähig leit bei LcrujSvereine. der dem levteu Reichstag vorlag, war bekalUitlich von ber Mehrheit deS Reichstags ehr ungünstig aufgenommen worden, da er den berechtigten Forderungen der Aroerierschast nur sehr tocing entbrach und m mancher Beziehung jie gegen das icyt gettende Recht joaar fchttchtcr gestellt haben wurde. Der Kvmmijsion, die zur Borocratung des NegierungsentivursS gewählt worden war, gehötte auch uni er seitheriger Gießener Abgeordneter an bet tcab- >lästigt hatte, unter Berücksichtigung seiner tm praktuchen Ge- fchäiisleben gewonnenen Enabiungeii an der K$e r u lerung £>eä EnuourfS mitzuarbeiten. Die Auflösung deS Reick, gs machte auuj der Kvmmij,wn ein Ende und zwar noch ehe fit amineiu getreten war. Es ist aber bestimmt zu enuarten, baß der neue Reichstag sich abermaiS nut der Z-rage zu bejchaitigen Hoven wird, sei es jetzt m unveränderter und vcroeiscrter Form. Nachdem der Gießener liberale Wahlausruj sich in aller Form ius die Erhaltung und Erweiterung deS bestehenden KoalitivnSrechts ausgesprochen hat, liegt^ es un etgeniten Jnteteise unserer Arbeitet jchast, in der Stichwahl jür Hehligenstaedt einzutceten, bet noch dazu m Sahl reichen Währerversaninilungen feine B e r e i t ro i 11 i g f e i i, an Ixr Verbesserung des Elttwurfs nach dem ©ruid>ia& emer g mäßigen B e ha n b l u n g von Ar b e i t ge b e t n und At- beitntbmern oorgesprochen h-t. WaS in die।er Richtung von Löhler zu erwarten ist, weiß man Nicht, u-as Programm der Partei, bet er seit etwa einem ^ahu angehötl, enthalt zwar eine ganze Reihe s0c,ialpolitifch Habich kiingender Zvroe- cungen, wie sich aber Die im wesentlichen auf reaktionärer Grundlage und dem Bund der Landwirte mit Haut und Haaren verschriebene deutfchsoziale Pattei zu der Frage stellen wird, wenn sie aktuell tuiro, ist sehr ungewiß. Allerdings, wenn man Die Ha.tung dec Partei des Herrn ztoh.er im h e s f eschen Landtage i>i Betracht zi^h., weiß man genau, oaß die Arbeiterschaft nichts von Herrn stöhlet zu erwarten hat. Em agrarifch-antifemlliicher stanoioat war es, der dort vor der „zu weit getriebenen" Sozialpolitik warte. Wit sind überzeugt, daß Re Arbeiter uniereS Wahl- krcifes mit dem Stimmzettel in der Hand dafür sorgen werden, daß ihr Freund stoh.er nicht in Die Lage kommen tann, die r u ck ft ä n d i g c n A n f i ch t e n d e r h e s s i ickje n A n 111 e m 11 e n in sozialpollt-ichen Fragen im Reichstage ;u vertreten. Sie Ocufige flammet nmfaßt 10 Zeiten. ß.wcrbsreryaituifte im Z§a1)lkr.ife tzen. In dem Flugblatt Nr. 4 ber deutsch-sozialen Partei ist zu lesen: „IHit viel größerem Recht aber kann man tagen, daß daS Land den Abgeoidneien ftellcn soll, da 80 Proz. der Bevölkerung uusercs Wahlkreises ländlichen UiivrungS sind." Gejchickt autzgedrücktt da« niuß man sagen. In einer Wählervetjainullung hat sich ein für Herrn Köhler wirkender Herr etwas deullichcr auSgedrückl. Er rief deui Gießener Redner, der erklärt hatte, baß er feine Jugenb auf bem Lande verbracht habe, einigen Einblick in bie ländlichen Verhältnisse besitze und den berechtigten bäuerlichen Interessen in vollem Maße Rechnung getragen hatte, mit Tonnersinnine zu: wollen Sie Städter hier? Bleiben Sie weg vom Lande! Wit sind in einem ländlichen Wahlkreise, haben 80 Proz. bäuerliche Bevölkerung und branchen einen Bauern al« Abgeordneten!* ES wurde ihm erwidert: „Gehen Sie doch etninal gegen Abenb an den Gießener Bahnhof und an dir qu,5 Land führenden Straßen, ba rönnen Sie sehen, wie Dielt Leute do in Land ihr Brot in derSiadt verdienend Daraus wußte der Gegner nicht« zu erividcrn. Diesen allgemeinen Hinweis auf bie Beziehungen zwischen Stabt unb Land wollen wir an ber Hanb der Slattstik näher Abdalla Mpanda, bet bekannte Hauptfühter ber aufständisch gewesenen Wangindo, siel am 16. Januar in einem Gesellst gegen die 14. Kompagnie. Ter Rebellen» führet Nasoro Mpanda wurde gefangen genommen. Diesseits wurden der Sergeant Biallowons und zwei Askatis durch Streisfchüsse verwundet. Die dritte Aompagme in Stionga erhielt auf ihr Ersuchen 50 Mann Verstärkung, da Zusammenstöße zwischen portugiesifchen Truppen unb den Madichemba-Leuten "Eg ist töricht, das zu^ übersehen und verfrühte Siegeshymnen anzustimmen, die» und wohl für den Augenblick über die Situation hinwegtäuschcn, diese selbst aber nicht ändern kann. Das Zentrum brachte bei uns in Hessen ca. 3 000 Stimmen weniger aus dem Wahlkampf als 1903. Es kann diesmal nur 30160 Stimmen vormeisen gegen 33163 bet der vorigen Wahl. Es wäre aber auch verfehlt, wenn man daraus auf eine Abnahme des Zentrums-Einflusses in unserm Lande schließen wollte. Der Stimmen- rückgang rührt nur daher, daß das Zentrum diesmal in mehreren Hess. Wahlkreisen, im Gegensatz zu 1903, keine Kandidaten aufgestellt hatte. In allen Hess. Wahlkreisen, wo überhaupt ZentrumSNimmcn abgegeben wurden, ist die Stim- menzahl dieser Partei gestiegen. Wir Deutschen sind nur zu gern bereit. Feste 31t feiern. Das ist ein altes Erbübel, au dem schon unsere Altvordern nach dem Zeugnis der Geschichtsforscher gelitten Haden. Wer möchte die Toaste zählen, die in den letzten Tagen auf den nationalen Wahlsieg im Reiche ausgcbracht wurden'. Der Sieg ist darum freilich nicht größer geworden. So glänzend liegen die Dmge in Wirklichkeit nicht. Bei der Soz^iatdemo- kratie haben sich eiiiige alte Sünden gerächt, Sünden, die von der schärfercii Griippe innerhalb der Treunillionenpartei begangen wurden, aber die sozialdemokratischen Stimmen sind nicht soviel zurückgegangen, daß man der Partei schon das Grablied singen könnte. Genug, der Sozialismus liegt z. Z. am Boden. Bon» Ausfall einer einzigen Wahl wird aber, das muß vernünftigerweise jeder ehrliche Politiker zugeben, ferne große Partei ganz mürbe. Und die Möglichkeit besteht immerhin, das; die Sozialdemokraten nut einigen fünfzig Mandaten in den Reichstag zurückkehren. Tie Sozialdemokratie hat in ganz Hessen beinahe 7000 Stimmen mehr erhalten wie 1903, und giunr^ 7ö 772 gegen 68834. Die Natwnalliberalen haben 6000 Slimmen gewonnen. 1903 fielen ihnen 68860 Stimmen zu, jetzt 74 821. Gewiß haben die Liberalen Erfolg erzielt, aber er ist nicht so bedeutend, daß man darüber aus dem Häuschen zu geraten brauchte. Besonders stark ist bei uns zu Lande die Zunahme der freisinnigen und der Stimmen, die auf die verschiedenen antisemitischen Gruppen gefallen sind. Tie Freisinnigen haben nahezu 100 Prozent Stimmen gewonnen, oie Antisemiten sogar mehr als 100 Pro- zent. Die Zahl der freisinnigen Stimmen Hessens iit von 9 748 auf 19 350, die der antisemitischen von 13124 auf 29 876 gestiegen. Tiefe Zunahme, besonders die der 'jlntu semiten, erklärt sich zum Teil dadurch, daß sie in einer Anzahl von Hess. Wahlkreisen Kandidaten aufgeslellt hatten, wo sie 1903 keine halten, zum anderen Leit durch die Unler- stützung des Zentrums. In Darmsta dt-Großgerau haben-die Freisinnigen seit der Nachwahl im vorigen Jahre 2639 Stimmen gewonnen, während die Sozialdemokraten nur 1180 Stimmen mehr aufgebracht haben. Vergleicht man das jetzige Ergebnis mit dem des Jahres 1903, so findet man sogar eine Zunahme der freisinnigen Stimmen von 1997 aus 8447. Einen großen Teil ihres Erfolges dürften die Freisinnigen der Person ihres Kandidaten, Pfarrers Korell zu verdanken haben. Die reale Möglichkeit ist jedenfalls gegeben, daß der neue Reichstag nach den Slichivahlen durchaus nicht viel anders aussieht, als der alte. Tie bürgertichen Parteien haben ihre teilte für den ersten Ansturm aufgeboten fast bis zum letzten Manu. Ta ist nicht mehr viel aus der Wählerschaft herauszupumpen, und man muß schon mit der Möglichkeit rechnen, daß mir bei der Stichwahl keine neuen Lorbcern ernten. Wir glauben nicht, daß das Zentrum auch neuen Kolo- nialsorderungen gegenüber sich ablehnend verhalten wirb. Es bestehl ja auch kein Zweifel darüber, daß tue Nachtragsforderung in zweiter Lesung nur ans demonstrativen Gründen abgelehnl wurde und in dritter genehmigt worden wäre. Aber die Reichsregierung befindet sich der ungebrochenen Zentrumskraft gegenüber m einer prekären Situation. Mit kurzen Worten: die Situation ist nicht glänzend, und die reale Möglichkeit liegt vor, daß die Regierung zu Berlin sich durch die Reichstagsauflöjung erst recht in die Nesseln gesetzt hat. 2lu* S.aot uue tano. Sprechstunden der . c. .. : 1 . . ... uül ... >. —V28 Uhr abds Gießen, den 31. Januar 1907. Gedenket der hungernden Vögel! ** Ehrenvolle Berufung. Wir freuen uns, einen grßeon Erfolg eines jungen Gießener Künstlers berichten zu können. Richard Schmidt, langjähriger Schuler Prof. Olbrichs in Darmstadt, seither an der Kunftgewerbeschule in Mainz tätig, ist vom Hamburger Senat als Oberlehrer für A r ch i te k t u r an die staatliche Kunftgewerbeschule in Hamburg berufen worden. Da der Künstler erst 23 Jahre alt ist, so bedeutet diese Berufung eine Anerkennung ganz außergewöhnlicher tünstlerischer Begabung und Tätigkeit. ** Personalien. Ter Hochbauaufseher bei dem Hochbauamt Alsfeld Joh. Neumann rouroe als Hoclchauaufseher nach Dieburg versetzt und bis auf weiteres dem Hochbauamt Dieburg ungeteilt. ** Präsentationsrecht der Stadt Gießen. Durch Uebereintommen hat die Stadt Gießen auf das ihr von Alters her unbestritten zustehende Prasentationsrecht für die erste evang. Pfarrstelle zu Gießen, sowie auf ihre etwaigen, lirchlichersecks bestrittenen Ansprüche au das von ihr früher ausgeubte Präscn- tationsrecht für die zweite evang. Pfarrftelte zu Gießen verzichtet. " Psarrdienstnachrichten. Die Sdüußprüfung haben im Dezember 1906 bestanden: Karl Hoffmann zu Klein-Eichen, Herm. St' ahn von Holzhausen (Kreis Biedenkopf) zu Büdingen, Matth. Kraah zu Brüraa (Kreis Hadersleben), Gust. Lenz zu Ortenberg, Wilh. Wahl von Trais-Horloff zu Beienheim. Ernannt wurden: Pfarramtskandidat Wahl zu Beienheim zum Pfarrassislenlen in Lindenfels, Psarramtstandidat Kahn zu Büdingen zum Psarrverwalter in Undenheim, Pfarramlskandidat Lenz zu Ortenberg zum Pjarroerwauer in Nreüer-Modau. ** AuS dem M 1 n i U e r ui m des Innern. Wie der „Darmst. Zlg." mügeteilt wird, ist auf den 9. Februar l. I. eine Sitzung 'oer Ministenalableitung für Landwirtschaft, Handel und Ge werbe anberaumt worden, zu der die außerordentlichen Pitglieder tev yuMtg (bi Vorsitzenden des Hess. Handelstainmertags, der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe und der Handwertstamuier), ferner die zu Arbeitervertretern bei der genannten Abteilung bestellten 15 Arbeiter und außerdem noch die Gewerbeinspektoren Einladungen erhalten haben. In der Sitzung sollen unter anderen folgende Gegenstände zur Beratung gelangen: die handwerksmäßige Ausbildung von Lehrlingen in Fabriken: die Kinderschutzbestimmnngen der Gewerbeordnung: die nach § 134 b Ziffer 3 und 4 der Gewerbeordnung gebildeten ständigen Arbeiterausschüsse. ** Briefformat. Tie ordnungsmäßige Bearbeitung und pünktliche Besorgung der Briefe wird der Post durch die übergroße Verschiedenheit der Briefformate, durch die llng.eichmäßigkeit im Aufkleben der Freimarken und durch die oft geringe Uebersicht- ljchkcit der Aufschrift in lästiger Weise erschwert. Im eigenen Interesse benutze man daher nur rechteckige Briefumschläge mittlerer Größe — die geeignetste Form ist 15 Ztm. lang und 12 Ztm. breit — klebe die Marke in die rechte obere Ecke, schreibe unten recht deutlich den Bcstimmungsort nieder und unter- ftreidye ihn. Wer seine Briefumschläge mit einem Vordruck für die Adresse versehen läßt, der lasse auch gleich ein Feld für die Marke und einen starken Strich für die Angabe der Beslimmungspost- anstalt unten rechts mit Vordrucken. ** S ch w a r z e S e i d e. In einem nahegelegenen Orte schickt eine Lehrerssrau ein Kind zu der anderen und läßt fragen^ ob diese noch schwarze Seide hätte. Dem Kind scheint schwarze Seide ein böhmisches Dorf zu sein und es fragt deshalb: „Ob die Frau Lehrer noch eine schwache Seite hätte?" R. O d e u h a u s e n, 28. Jan. Am Samstag abenb, feierte der Eisenbahnverein Londorf in dem Saale des Gastwirts Böger daselbst den Geburtstag Sr. M. des Kaisers. Ter 2. Vorsitzende des Vereins, Bahnh.-Aufseher Weber, eröffnete die Festlichkeit mit einer Ansprache, die mit einem begeistert aufgenommenen Loch auf den Kaiser schloß, während die umkränzte Ltaiserbüste, uir. geben von Beamten (in lluifomi),bengalisch beleuchtet wurde. Die Ncckionalhhmiie wurde stehend gelungen. Sodann wurden drei lebende Bilder: Szenen aus dem Kriege 1870/71 bargestellt, die allgemein Beifall fanden. Jetzt lourocit eine komische 'tzantouiime: „Beim Friseur Schneidig", sowie einige gut gelungene Schattenbilder aujgefuhrt. Es wechselten noch Eouplets und sonstige komische Vorlräge. In den Zwischenpauien spielte eine Kapelle (Eisenbahner aus Gießen) recht flott und auch nachdem der ossizielle Leit der Feier erledigt mar, 5uni frohen Tanzen auf. Die Männer des Flügelrades mit ihren Familien, denen es so selten üergönnt ist, fröhlich beisammen zu sein, hielten fest aus bis zu vorgerückter Stunde. xh. Steinbach, 30. Jan. Bei der am Mittwoch hier vor- genommeiieit Beigeordnet em Wahl wurde das Gemeinde- ralsmitglied Landwirt Heinrich Haas Kill, mit 105 Stimmen gewählt. Ter Gegenkandidat, Wcitzbindermeister Heinr. H a asVU. erhielt 92 Stimmen. ch Hungen, 30. Jan. Die Pläne zmn Neubau eines gemeinsamen Bürger schul- und Volks sch ulgebäudes werden von Baurat Diehm aus Gießen enttoorfen. Das Gebäude soll 6—8 Lehrsäle enthalten und ca. 90 000 Mk. kosten. Im Frühjahr wird der Bau begonnen werden, doch herrscht zurzeit zwischen Sladtvorstand und Bürgerschaft wegen der Platzjrage heftige Meinungsverschiedenheit. — Einen achtwöchigen bau»« Haitun gs- und Kochtursus für Frauen und Mädchen will die Kreis-Haushaltungsschule im Februar hier abhalten. ch Rockenberg, 30. Jan. Der int verflossenen Sommer begonnene Schulhausneubau ist im Rohbau vollendet, und int Frühjahr wird der innere Ausbau begonnen; die Einweihung soll im Herbst erfolgen. Das Gebäude umfaßt vier Schutsäte und soll ca. 40 000 Mk. kosten. = Friedberg, 30. Jan. Die feierliche Entlassung der Scl)iilanrtskandidaten sand am Freilag am Lehrerseminar sialt. Bei dem sitzt herrschenden Lehrermangel meiden die jungen Lehrer alsbald un Schuldienst Verwendung finden. — Auf dem hiesigen Bahnhof wurde em Feru> p recha u tomai aufgeslellt. — Der Frü h j a h rS - P f e r d em arkt findet am 12. und 13. Februar mit Prämiierung und Verlosung slatl. s. Weickartshain, 3U. Jan. Der Kriegerverein hielt aut Sonntag seine Generalver sammlnng ab. Nach der üblichen Nechmingsablage, die befriedigenden Abschluß ergab, wurde der seitherige Vorstand wie schon seit Jahren auch diesmal durch Zuruf wiedergewählt. '.'tun folgte die K a i s e r s g e bu rts-> tag» feier. Präsident Schmidt hielt eine patriotische Ansprache und brachte ein Ho>1, auf den Kaiser aus. Weiter hielt der PräsideiU einen sehr iniereu'anten Vortrag über den Zusammenstoß des deutschen Kanoneuoootes Meteor mit dem französischen Kriegsschiff Buvet am 9. Nopember 1870 vor Havanna, sowie über die Bedeutung der deutschen Flotte. Reicher Beifall lohnte den Redner für feine vortrefflichen Ausführungen. In einer Ansprache des Ehrenpräsidenten unseres Kriegervereins wurde nod) der freudigen Tatsache gedacht, daß die letzten Reichstags- wahlen einen bedeutenden Rückgang der Sozialdemokratie gezeigt haben. Es sei anzunehmen, daß auch die deutschen Kriegervereine, deren patriotisches Wirten niajt hoch genug geschätzt werden könne, hierzu beigetragen hätten. Sein Hoch galt dem deutschen Vaterland. Ferner feierte der Vorsitzende nod) den Nestor unseres Vereins, den Kameraden Konrad M e 1 d) i o r , der heute in voller Rüstigkeit seinen 77. Geburtstag feiert. Die fröhlichen Klänge unserer Ktiegervereinskapelle trugen zur Hebung der Feier wesentlio, bei. Es wäre zu wünschen, daß derartige patriotisihe und lehrreiche Vorträge hierorts mehr der Oeffentiicykeit zugängtid) geniadst wurden. ? Franken doch, 29. Jan. lieber unfern schon seit Jahren geplanten S ch u lhau2 n eu bau ist endlich der Würfel gefallen. Der Gemciudcrat hat beschlossen, alle Arbeiten von den Wenigslnehmenden ausfuhrcn zu lassen, zumal die Ge. meinde auf fernen Staatszuschuß rechnen durfte. So ist es Denn gekommen, daß hiesige Handwerker mit ihren Offerten in feiner Weise berückfichligt wurden. Hoffentlich werden die Arbeiten sofort in Angriff genommen, beim unierc Schule bedarf in der Tat dringend der Eutlasliing. Schon über em Jahrzehnt werden 100 und mehr Schüler von einer Lehrkraft unterrichtet. vermischte-. * Die Tochter des Minr cfs. Der dänische Minister für Landwirts^a.t, Ole Hansen, hat eine Tochter, dre im letzten Sommer ein Atter erregt hatte, in dem es thr wuirfchenswert erschien, das elterliche Haus zu oerrassen. Nun meint man uieileiüjr, baß Exzeuenz ferne TochKr et.ua an der Kopenhagener UniueriLtät die bieajte oder in Paris ^andeiSwissemcyaflen ftu- bieren lieg'? Weck gefehlt. Die junge Dame |ou die Hauswirt- I d) a f1 von Grund aus leimen lernen, und sie dient gegenwärtig, wie „Aalborg «tiitötiOenöe" zu berichten weiß, als „Mädchen für alles" bei der Familie eines ^ubattern- beamten! n B erim für einen L 0 hnv 0 n 2 0 M t. monatlich, ohne daß die Dieiiiiherrscha,t auuj nur die leiseste 'ckhuung davon halte, oaz es Die zoa^er eines europäischen Munsters ist, die ihr tagtäglich das Esten berecket iuü> ihre ^ovse Uieuert * Eine irljetragübie, die auf den Unfug i-e-J Kartenlegens zurückzuführen ist, rief am Sonntag in Benin gro" • Aussehen hervor. Im Hause Bergstraße bS wohnte Der Kellner Reimer nut seiner 3b jährigen irycitau. Frau R., die an starker Nervosität litt, ließ fia) häufig von einer Wahrsagerin die Zu lunft beuten. Dies hatte den unheilvollsten Einfluß auf ihren Geisteszustand, der sich immer mehr verwirrte. So ließ sie z. B. Geldsummen, die ihr Mann mühevoll ver- biente, in den Feuerherd wandern, weil sie glaubte, daß das Geld „behext" sei. Nach den Angaben des R. hat die Frau auf einen Schlag 700 Mk. verbrannt. Am Sonntag vormittag verfiel Frau R. plötzlich in einen Zustand von Raserei und per- uchte, die Möbel zu zertrümmern. Als sie von ihrem Mann daran gehindert wurde, versuchte sie sich auf die Straße hinab zu stürzen. Am Fenster entspann sicp zwischen den Eheleuten ein verzweifelter Kampf, der unter den Anwohnern der Straße große Aufregung verursachte, weil man glaubte, daß es sich um einen Mordversuch des Mannes handle. Schließlich gelang es der Frau, id) frei zu machen. Sie stürzte fid> auf die Straße hinab, wo ie mit zerschmetterten Gliedern tot liegen blieb. * Kfeine T a g e s ch r 0 n i l. Ans der Flucht wurde von einem Gendarmen ein Kup'eidieb in Grünan erschossen, der 18 Kilogramm Leilungsdraht im Werte von 60 All. abge- idpiiuen baue; er wurde von einem Gendarmen erfaßt und ie|t- geiionuncn, ergriff aber auf dem Wc>. zum Aimsbureau Die Flucht Xcr Gendarm rief ihn mit der Tromrng, daß er ichießen werde, an. Der Tieb Hörle jedoch nicht darauf und erhielt einen Schuß durch Die Nieren und verichieD aut Der Stelle. Ter Erschossene ist 28 Jahre alt und stammt aus einem anderen Vorort Berlins. — In Lorie nt (Frantretch) fuhr em entgleister Wagen Der eleftr. Straßenbahn gegen einen Brnckenp'eiler. Sechs Passagiere int Innern Des Wagens wurden schwer verletzt; zwei am Der Plau- ivrni flehen De Personen wurden in Den Fluß geschleudert, konnten aber gereuet werden. — In Eolonrvo (Amercka) wurde em achlslöckiges Wohnhaus durch Feuer zerstört. Unter den Trümmern wurden eine Anzahl Feuerwehrleute begraben. Die aber teilweise wieder gereuet werden tonnien. — In Chicago e r y l 0 D 1 c r t e ui einem Scblcrcgihaufe em Petroleumbehäller, wodurch das Ge- uänbe zum Einsturz gebracht ivuröe. Hierbei wurden neun Arbeiter gelotet und viele verletzt. Universitäts-Nachrichten. — Tie medizinische Fakultät Der Universität Tübingen hat Den Siaarsrnmister Der Auswärtigen Angelegenheiten, Lr. jur. Karl von Werzsäcker zum Dr. houons causa ernannt, ebenio den Verlagsbuchiiandler Alfred Enke m Stuttgart. Tts vhitosophuche Fakultät hat Den Fabritbesitzer S r e g l r n ur Strcktgart znm Tr. hunuris cauoa proinovrert. Lingejandt. (Für Form und Inhalt a.rc. ......r er R.itbrrk stehenden Artikel üoernünmi dre Redarlcou Dein Puoutum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Auf das Eingesandt des Kritikus X int Gießener Anzeiger betrciieiib die Eisbahn, haben wir Folgendes zu erwidern: yucijtig i|t, büß am Sonntag von 12—1 uhr mittags nur ein Ansajnaiier auwefenb war und zwar aus juigeiiöen Gründen: 1. An fragt oonutag luar nm bieje ötanoe Karierporade und wir nahmen an, baß der Besuch der Eisbahn — wie drcs auuj tatiuuuiuj dec Furi war — cur germger sein luuroe. 2. Ist ber Anoraug an Sonntag uaüjnuttngeii criahrnngs- gemäß so start, daß um 1^3 Uhc das ganze ^‘-tiuiial dniriweriit fern muß und aus o.eseur Grunoe von 12—1 irhr Estenspanse hat. 3. Wiuß D.n ckrorckern, btc beit ganzen Tag von srüh bis in die Nacht hinein in ber Kürte stehen. Zuck gegeovn werden nicht nur 8um „Frühstücken", sonvern uuu) rhp benhetocircs LUiutugurut und zwar zu Hauje un M.rei|e ihrer pamckie im wurmen Rimmer und zur geivohuien Stande einzu. nehuicn. — Und null weiter Herr X! Wir glauben Sie zu kennen. Denn feit em Herr ;uu/t mehr unserem Vorstände angchoct, weiß beileibe nichts beiferes zu tun, ais an linieren Euckah- tungen, Oie uiibiriuuiU a.s mui.er^ackig u.id voroiwuih bezeii^iust um» aneriannt werden, zu nürgem. — lind warum bie Fruujt in i>ic Oefsentlichreit / Was Sie „berlangen" zu lönnen gmuben, hatten sie gegenüoec, eurer un Ehrenamt ausgeuoten uno viel ' den, indem wir Du jcgige die Aiöiltcircage verunzu.reirue Bude nmit mehr für zeitgemäß und den Beour,ni]ien eiU|preu)end halten! — Die für unsere Eisbahn wechselnde und ungünstige Witterung sowie ungeivohtiricne ^-cyteejaile m bieient Wrnter haben uiifere KasfL eiiujüp|t uiw i)t es cm Gluck, bag wir m guten Juhr« ooiiorguu) erneu ciierneii itahtiiüciiano angeiantbieit h^ocn. Wir haben, nebeuhei oemeiu, ul» hratc allem iur ^.uge-^r^cck-« löhne ca. Art lvdi.08 ausgegcben. Also eher o-ehtoctrage aver keine »tavitaaeanfammlungeii! Und nun zum Alumne Herr △ iwch einen guten Rat! Nenn« Sic und ol/ren w. 'Jumiien uub wir fiuo geru bereit, ^hne» das verrmUuuiLichc, fuj.uere und luibaiubure Amt ves iau.soini.ns« jooriuuii>i.s zu uoeiuifieit, vorausge.eßt, daß |ic uns bie tiiutuiaie unten, daß ber Eistau, ui Giege.i unter ihrer Führung das bleibt, was er bereits ist — eine Lust! Güßen, den 30. Januar 1907. Der Vorstand oes E-teßener Eisvereins E. B. Jean Kirch, z. Z. Vorsitzender. , Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeiger», mitgeteih von der Bank IQr Hande) und Industrie, Giessen. Frankfurter Börwo. 31. Januar. 1J5 T)hr. 3^e/0 Reicbsauleihe . 97.95 do. . . — ä>i0/6 Konsols .... 97.95 6% do. .... 87.19 Hessen . . 96 öu i-jV/o Oberuessen . . . 95.2U 4 o (.»esterr. Goldrente. . 99.90 4‘/5 "0 Uestcrr. öilberrente 1UU.1U 4 Ungar. Goldrente . . 96.Uö 4^ö Italien. Bente . . . — Portugiesen äene l . 69.40 Portugiesen n 111 7u.4U 4}a" 0 russ.Staatsaul. 19uu 91.7u ■U'/ 0 Japan. Staatsanleihe 94.70 lr0 Uvuv.Türkeu von luv3 96.— liirkeniuse......— 4-tz Gnecü. Monopol-Aul. 52.10 4Jö äussere Argentinier . 80.0 o",y Alexisauer . . 66.80 4/iu/0 uluneseu . . 97.80 Aktien: Bochum Guss..... 245.— Buuerus h. W .... 126.60 'L'eudeuz: fest berliner Börse, 31. Cauada E. B......182.50 Uurmstadter Bank . . . Ißy.öb Ueutscue Jdiuik .... 243 7t Uurimunuer-Linou C. . . b7.5o uresuuei LauK . . . 159.lv leudeut - fest. Elektnz. Lalnneyer . . 142.— Elektnz. tielmckert . . . 119.26 Eschweüer Bergwerk . . 249.10 Gelsenkircheu Bergwerk . 211.40 Hamburg - Ainerik. Pakett. 153.70 Uarpeuer Bergwerk. . . 218.— Luuraüdtte...... 243 00 .Xurdd. Llujd ..... 131.20 Ubeisehlcs. Eisen-Industrie 123.25 Berliner Hunuelsges . 174.70 Darmstädter Bann . . . 13'0.70 Deutsche Bank . . . 243.70 Deutsch-Asiat. Bank . . 174.00 Diskuntu-Kuminandit. . . 186.70 Dresdner Bank . . . loö.90 Ixieaitaktieu.....216.70 Baitimure- uud Ohio- hisenlahu . . . 116.10 GuiUiordbuhn.....—•— bumuiud. Liseubaun . . 52 7o Uesierr. älaaisuanu . . . 147.75 rnnee-lleun-Biseuuahn . 148.75 Januar. Anfangskurae. llarpenor Bergwerk. . . 218L0 ..auranutle .... 24J.-" um bar den E. B. ... 62.70 Aurdd. Lloyd ..... 131-^0 lurKeiduse . .... — 3 Gießen, 31. Januar 1907. fähigkcit der Brrufsvercine, wie er zurzeit vorliegt. Ebenso werde ich gegen jedes Ausnahmegesetz stimmen, das etwa ein gebracht werden sollte. Ich werde eintreten für den Ausbau unserer sozialen Gesetzgebung und insbesondere für die Gesetzesvorlagen bete. Arbeiter-, Witwcn- uud Waiseuversorgung und Privatbcamtrn-Bersicherung. Ich werde ferner chitrctcii für die Wahrung aller berechtigten Interessen der Landwirtschaft und des Arbütcrftandcs, sowie für alle Maßregeln zur Erhaltung und Hebung des Mittelstandes in Stadt und Land. Ich werde eine zielbewutzte und erfprieszliche Kolonialpolitik unterstützen und an der Hebung und Förderung von Handel und Industrie inittvirken. Uni alle von den Gegnern über meine Person und meine politische Tätigkeit im Wahlkreise verbreiteten Unwahrheiten und Verdächtigungen ein für alle Male zu widerlegen, erkläre ich Folgendes: 1. Ich stehe den persönlichen Angriffen des Herrn Prof. Dr. Bienncr und des Gieszener Anzeigers gegen Herrn Köhler völlig fern. Ich habe diese persönliche Kauipfcswcisc nicht gewollt und nicht gebilligt. 2. Es ist eine bewußte Unwahrheit und ein durchsichtiges Wahlmanöver, wenn von der gegnerischen Seite behauptet wird, ich würde den Forderungen der Post-, Telegraphen-, Bahn-Beamten und llnterbeamten glcichgiltig gegeuüberstehen. Das ist eine bewußte Wahlfälschung. Ich erkenne die verantwortungsvolle Tätigkeit dieser Beamte» durchaus an und werde stets für deren berechtigte Forderungen eintreten. Ebenso werde ich 3. gegen jede Einschränkung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts, 4. gegen jede Beeinträchtigung des Koalitionsrechtes eintreten und bin um deswillen auch gegen den Gesetzentwurf betr. die Rechts- »iubrif stehende» AM Qi gegenüber leinene : im Gießener Anzeigei iendes zu erwidern: -l uhr miuags nut e. is legenden Gründer it tttanoe ÄäherpaieL üet Gisoahn - wie bitt nn genüget jein ivim jü;nuUugeii eichhrmig- hc das ganze lpetm^ iGtmiüe Dun 12-1 u)i en Tag von jriih bis u en, yut gegeihtii luextu ; etn uuu) ihr Oeia)eu)i.-: uh lueqe ihrer uuuu niiohnien Stande landen Sie zu lenru :,n jyütiiuube angch.2 11 \ä an linieren Gua- nb i’dtJiuHiu) btitf , 'enti'iüji'eit'? c- « inen gute*1 Achten. lnweMiTübingtt ^»aelegenheilea houons c>ius» eniaiuii v 111 ^tuilgari. i;( ^teglinuicimigac immlungen" anbeluft i Alierüuigs Haven u. eoronele vutiMiige u*; g Dci den itayet-ü!U - cuuge Xüüitnö ta eui luuwigctev Aisranui giiuwieiun- dijC DttlUljl'-UUui eDuqiunen emipteuA ttb ungünstige Gitters ;ni belltet Ml UM ö mit ui > angeiamue-i ^l e allein iu£ Also eher zverems E. sseu. annar. U5 (hr' Jti j 1Z. Lahmey6 • j^l 1Z. 6cbncker • ■ ler Beiwerk- ■ <2,| Jütte- • • . .1^1 e, “«-del«“ ,|$lj ridier W6 ' ; ,H : l neIM . . I .Ai euiaün ' , . . • : I :rrühLn-Bwclluab11 ' le-Heun-^ ^'«ei 2^ I lle »on ;r. Unb; I -ul dii le« ben Kt ' I le von bO > eriaöi L61* jllni5bmenu hu daß er iS..b e M nd erhielt t?6"lu,lt le S!lLe "c» SüZ ien «oion1«,0?111*' > iwei am her Mi 1 luuro, n iw .^SoetPlobieri, l cr> H’obuid) da; ü lbei wurden neun Av .21^ ‘ar’ uet^‘ ' >•' •euer , 3Z •aiiiit10 F B- ' ' . r vift«'. !«. y"1* . • • Amtlicher Icit. G leßen, 80. Januar 1007. Vetr.: Reichstagswahlen 1907. Icr WaiilkoimiiiBr M trikn htssislhkii WlkttiseS an die Herren Wahlvorsteher des Wahlkreises. Hierdurch weise ich Sie nochmals darauf hin, daß a m Abend d e r W a h l s o f o r l n a ch F e st st e l l u n g d e s E r g e b n i s s e s dieses m i r telegraphisch oder telephonisch mitzuteilen ist. Etwaige Mitteilungen an hiesige Zeitungen genügen nid)t, daS Wahlergebnis ist in jedem Falle mit tunlichster Beschleunigung an mich direkt -u ü bcrmitteln. ___________Tr. Vreidert. ___________________ Bekanntmachung. Äetr.: Abhaltung landwirlsä-astlicher Vorträge. Herr Landwirlschaftslehrer Franz aus Lich wird in den nachstehend genannten Gemeinden Vorträge halten: 1. Wcitershain, Samstag, den 2. Februar d. I., abends 7 Uhr, bei Wirt Heinrich Theiß V. über Fruchtfolgen. 2. Rabertshausen, Samstag, den 9. Februar d. I., abends 7 Uhr, bei Wirt Karl Scherer über Viehzucht und Fütterung. Die Herren Bürgermeister der Vortrags- und der Nachbarorte werden ersucht, dies wiederholt ortsüblich bekannt mad>vn zu lassen, Gießen, den 29. Januar 1907. Der Vorstand des landw. Bezirks-Vereins Gießen. ________________________ Dr. Breidert.__________________________ Kclrannlmachuntz. Betr.: Nanschbrand bet einer Kuh des Pächters Kammer zu Bellersheim. Der in dem Gehöfte des Pächters K a m m e r in Bellersheim ausgebrochene Nauschbrand ist erloschen. Gießen, den 26. Januar 1907. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. Bekanntmachung, die NeichstaqSwahl betreffend. Bei der am 25. d. Mts. stattgefundenen Wahl in dem I. Wahlkreis des Großherzoglums Hessen haben von 22905 gültig abgegebenen Stimmen erhalten: 1. Landwirt Philipp Köhler VI in Langsdorf .... 9017 2. Kommerzienrat Louis Hcyligenstnedt in Gießen. . 7484 0. Stadtverordneter Eduard Kruinm in Gießen . . . 6396 4. Andere Personen.............. 8 Da hiernach eine absolute Stimmenmehrheit auf keinen der Kandidaten geiallen ist, ist die Vornahme einer eugcre» Wahl »wische» den Höchstbestimmten Landwirt Philip» Köhler VI ui Langsdorf uub Kommerzienrat Louis Hcvltgcustacdt in Gicsten auf Dienstag, 5. Februar 1907 festgesetzt worden. Alle auf andere Kandidaten fallenden Stimmen sind hierbei ungültig. Die Abuimmung beginnt um 10 Uhr vormittags und wird um 7 Uhr nachmittags geichlossen. Die Wahl lindet aus denselben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt, wie die eriie Wahl. Insbesondere bleiben die Wahlbezirke, Wahllokale und die Wahlvorsteher unverändert. Bei der engeren Wahl werden dieietben Wahlertiuen ange- wendel, wie bei der ersten Wahlhandlung. Eme wiederholte Auslegung und Berichtigung derselben findet nicht statt. Gießen, den BL Januar 1007. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. Di c c n in.B*1/} Holzverfteigerung. Montag, den 4. Februar, vormittags 10 Uhr anfangend, kommt im Mark- und Gemeindcwald zu Bellersheim, in den Distrikten Pfingsthain und Streubel folgendes Bau-, Nutz- und Brennholz zur Versteigerung: 942 Fichten-Derbstangen, 12 cm Dm., 13 m L. ----- 50,34 Fstm. 80 Eichen-Stämme von 32 , 256 Kiefern- „ , 23 , 61 Fichten- , , 32 w W W V 51 , 4 Hainbuchen-St. v 21 „ 37,5 Rm. Nutzknüppel von 3 m 23 „ Kiefern-Knüppel, 120 , , Reisig, 7 , „ Stöcke. r 12 , , 14 „ , 21 „ v 20 v - 6 „ Länge, , ---- 10,70 , =3 64,72 , =35,23 , = 8,00 „ — 0,81 Zusammenkunft der Steigerer an der Kreisstraße Belsersbcim-Tcaiß-Bkünzenberg am Eingang in den Wald. Bellersheim, den 29. Januar 1907. Der Markmeister. 73G] Bopp. Holzversteigermlg. Am 6. Februar 1907 soll in den Waldungen Holzheim nachstehendes Holz versteigert werden: 3 58 2 10 98 263 7 Stück e » \ n w M II Eichen-Stämme 4,71 Fstm., 51—63 cm stark, Schnittholz, Eichen-Stämme 11,16 „ Bau- und Wagnerholz, Buchen-Stämme 2,47 „ Schnittholz, Lärchen-Slämme 4,99 „ Bauholz, Fichkcn-Stämme 40,58 w bis 17 m laug, Bauholz. Fichteu-Derbstangen 19,43 Gcrüststangen. 14—28 , 39u.49 , 15—31 , 14-44 „ , Fstm., Sparren, Eicheu-Derbstangen 0,45 Fstm., Wagnerholz. Anfang vormittags um 11 Uhr an der Straße nach Lang-Göns, Unterwald Holzheim, den 29. Januar 1907. Großherzogl. Bürgermeisterei Holzheim. 755] Kloß. Tagd-Verpachtung. T,e der Gemeinde Nüddiugöhausen zusleheude Wald- und Feldjagd soll Donnerstag, den 7. Februar l. I., nachmittags 2 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei auf lueiicre 6 Jahre verpachtet werden. Rüddingshauseu, den 30. Januar 1907. Großherzogl. Bürgermeistern Rüddmgshausen. 763] Braun. We Nnhholz-Snbm'rssion Winnerod. Schnittbol-:__ Eichen: fiO btö 60 em Durchm.: 3 Stück — R 48 Fesbu. 80 - 39 , N ; 6 r B 3.75 , Buchen: 50 biß 60 cm Durchm.; 7 Stück - 7-35 Festm. 40 „ 49 „ , ; 7 „ - 6.01 „ 30 „ 39 „ „ ; 12 ,, - 8.83 P Lärchen: 40 biß 49 cm Durchnr.; 8 Stück - 21.64 Feiun. 30 , 39 „ , ; 37 ,, * 03.62 „ Weymouthskiefern: 40bis49em Durchm.,-2 Sluck — ».NO Festm. 30 „ 30 „ 6 ,, - 637 „ Bauholz rc.: Stämme von 26 bis 29 cm Durchm^: 19 Elchen - 7.58 ßeitm.; 1 Kirschbaum - 0^2 Fe,tm.; 3 Kiesern - 1.87 Festm.; 70 Lärchen - 5237 Festm.; 2 Weymouthsklesern — 1.65 Festm. Grubenholz rc.: 12 bis 19 cm Durchm.: 17 Eichen -= 3.63 ß-cftni.; 46 Lärchen - 11.24 Festm.; 1 Weymouthskiefer — 0.28 Tycitm.; 835 Fichten — 5o^8 Fe>im. Staugcn: 9 biS 11 cm Durchm.: 20 Lärchen =■ 1.54 Festm.; 655 Fichten = 52.34 ßcftm. Sämtliches Holz ist fertig nufnenrbeitct, mit der Rinde gemeßen. Tas Holz lagert an den Ebausfeen Winnerod—Nemhardsham und Winnerod—Saasen, ca. 3 km von Station ReiSkirchen. Die Gebote sind, nach Sortimenten und Holzarten getrennt, schriftlich und verschlossen, an Förster S a m e ö in Winnerod, Post Newürchen, Oberhessen, einzurelchen, welcher bereit ut oas ^)olz im Walde vorzuzetgen. Die Eröffnung der Gebote ertolnt tn Gegenwart der erschienenen Bieler zu Gießen am Donnerstag den 7. Februar, nachmittags 3 Uhr, im Felienkeller, in der Nabe des Aahnhoses. , , . B81A Die Berkauföbcdtngunaen sind dieselben wie in den vorher- gehenden Fahren ulld werden in dein Erössnunastermine verlewn. Hoizverfteigcrung. Mittwoch, deu 6. Februar d. I. werden aus den Distrikten Beltershainer Waid, Hain, Bvrninger Berg, Kaulhain, Sohlwald, Hohervd, Lange Bnchen, Aller Haag, Sleinweg, Wlrberger Waldlache Lanbachskovst Steinkante und Lchienslall der Fvrmvartei Neinhardshanl versteigert: , , Stamme: 2 Eichen 3.Kl. = 2.07 Fm., 9 Elchen 4.Kl — 4.03 Fm., 32 Gidjcn 5. Kl. - 12.23 Fin., 48 Elchen 6.Kl. - 13.52 Fm., 6 Buchen 3.Kl. » 4.52 Fm., 16 Buchen 4. Kl. - 0.43 Fm., 1 Buche 5.SIL - 0.36 Fm., 11 Kiefern 3.SIL - 11.12 Fm., 6!» Sticiein 4.SU. = 53.83 Fm., 9 SHejexn 5.Kl. - 3.81 Fnu, 1 Lärche 2.SU. - 3.U6 Fm., 1 Lärche 3.Kl. - 1.20 Für., 2 Lärchen 5. Kl. - LUI Fm., 3 Fichten 3.Kl. -= 251 Fm., 7 Fichten 4.KL - 5.33 Für, 490 Fichten 5.Kl. - 126.80 Fm.^ Derb- stangen: 566 Fichlen 1.SIL --- 45.3/ Fm., 484 Fichten 2.SU. --1/.84 l, den 80. Januar 1907. GrogherzogL Ortsgericht Gießen __________Gros.__________ AcnchLigung. Die für Dienstag, den 5.Febr. anßefeijte Holzverstcigerung findet bereits Montag, den 4. Febr. statt. B81/! Lanbach, den 30. Jan. 1907. Gräsl. Dbeiföriterct Laiibach. Slcue 623 Heller-Linsen per Pfund 24 Pfg. L. äieiiuiauser. Katalog gratis. ’*« g Hillmann,Holdenstedtb.Ueltcu. Karloffcln - per ZenMer Mk. 2,50 la. gesunde Ware, empfiehlt j. elsel, Sonnenslraße 6. l Kreppeimehl: X per Pfd. 16 Pfg. J | Schmaäs ♦ Z garant. rein, p. Pfd. 60 Pfg. ♦ $ iSactixoB | ♦ empfiehlt l716 ♦ 2 C. iCoth II Xaclif. t ä Walltoritr.5. — Leleph.322. 5 gi Frlschgcschosseiie schwere ktasen 8 M per Stück 3^X) M., sowie ‘. ich im Anschnitt u. saintL Mastgcsiügel uupiieüU Ä W. jvvvu.fluu, Atausb. 6. Vegeialine! (Kokoö-Butter) das Beste z»»m Backen iu Braten in Paketen a 1 Psl>nd u.J/, Pinnd lose ausgewogen Pfund 66 Pfg. 1 Psd.-Tose per Tose 66Pfg. Fcinstcr 1183 ÖZ-BiSe = ^S33120j lose ausgewogen Pjnnd 65 Pfg. Adöls Lciihiirii Nchf. Inh. Jalob 'JJinievnuS relepho» 337. Nuretht Mit ROTBAND