LS7.H General-Anzeiger für Gberhesien Zweites Blatt trftMnt tagflf» mit Ausnahme des Sonntag,. Die »Wttttttt SmuMeubMer« werden dem ' Xm U*erm^1 ,Ojd’cntlicf> b-igel-gt, das •'K“kb'®“ >’r b*a «»iS Sietzen" zweimal wöchentlich. Der „he,st,che Landwirt" erscheint monatlich einmal. Montag 88. J«N 1907 Rotationsdruck und Verlag der Br Ührchen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion.112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. gx r. Kaiser in Bergen. nprset .'m?' 27C 3uIu ®in Telegramm aus Bergen nelbct. Wegen des trüben Wetters wurde der Beiuch von Sterol ausgegeben und es erfolgte bie Ankunft vor Bergen ?benbe,ln" 11 Uhr. Der Kaiser frühstückte heute 1 n9 6c’r,U fion^llt Mohr. Heute abend erfolgt bie Abreise lm Uhr nach Odbe. An Bord ist alles wohl. Bergen, 27. Juli. Der Kaiser machte heute ber cx.Kaiserin Eugenie von Frankreich einen mehrstündigen besuch auf ihrer Jacht „Thistle". — Das Wetter wird immer schlechter. Die Reise des eutschen Kaisers nach der Hardangerfjord ist aufgegeben >nd die Abreise von hier direkt nach Stagen aus heute abend 1 Uhr festgesetzt worden, von wo je nach den, Wetter die tuekceise direkt nach der Ostsee erfolgt. An Bord ist alles oohl. Die Begegnung des Kaisers mit dem Zaren. Berlin, 27. Juli. Von unterrichteter Seite geht dem 3- St.' folgende Meldung zu: Die Reise des Kaisers tlko la u S nach den deutschen Gewässern steht unmittelbar evor. Die Dacht, die ihn dorthin bringen soll, wird äugen« Üblich in allen Teilen einer genauen Durchsicht unterzogen. 2ie Offiziere haben Befehl erhalten, baS Schiff für die ÄuS- eise zu Anfang August n. St. bereit zu halten. Die Zu- rmmenkunft wird wahrscheinlich bereits am 4. August vor eh gehen. WaS den Ort der Begegnung betrifft, so sprechen Ue Anzeichen dafür, daß die beiden Kaiserschiffe wiederum uf dec Höhe von Hela zusammentreffen werden und war bald nach der Rückkehr Kaiser Wilhelms von der Nord, rndreis«. «■I JH .. ■! I-|| | . _________ _ ......... des Prinzen August Wilhelm in Bon«. Bjonn, 27. Juli. In dem festlich geschmückten SenatK- aale der Universität wurde heute mittag 1 Uhr die Exmatrikulation deH Prinzen August Wilh elm on Preußen vollzogen. Dem feierliche Akte wohnten ei der Kurator der Universität Geheimer Regierungsrat 'bbinghauS, der Rektor Magnificus Professor Dr. Grafe, er Senat, der Universitätsrichter Geh. Justizrat Riefen- Opl und eine größere Zahl Professoren der Universität. )rinz August Wilhelm, der die Uniform des ersten Garde- egiments zu Fuß trug, und in der Begleitung des Majors' Röder, des Leutnants v. Rackensen und seines wissen- haftlichen Beirates Grafen zu Dohna-Sch ko bitten, früher rofessor d^r Rechte in Königsberg i. Pr.", erschien, wurde m Portale von dem Kurator und dem Rektor empfangen nd in den Senatssaal geleitet. Hier richtete der Rektor ine Ansprache an den ^Zrinzen, in der er der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Studien an der rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität eine gute Grundlage geschaffen hätten, us der die Studien auf der reichs t and tsch en Universität ufgebaut werden könnten. Dann versicherte er den Prinzen er besten Wünsche für seine fernere Ausbildung und schloß tit dem Ausdruck der Zuversicht daß der Prinz, wie er iele rheinische Herzen sich erobert habe, auch die Herzen er zurückhaltenden Elsässer gewinnen werde. Der Rektor berreichte dann dem Prinzen die Exmatrikel mit dem .niversitätssiegel. Prinz August Wilhelm erwiderte die Ansprache des Rektors mit warmen Dankesworten und eichte zum Abschied allen Anwesenden die Hand. Um 1 Uhr L Min. reiste der Prinz nach Homburg, von wo er wieder ach Bonn zurückkehrt, um noch bis zum 2. August die 'ollegien zu besuchen.• Eine freisinnige Beilerdskundgebung zum Ableben Kardorffs. Berlin, 26. Juli. Anläßlich des Ablebens des Abgeordneten v. Kardorff hat die Fraktion der reisinnigen Volkspartei des preußischen Abgeord- etenhauses an die Jreikonservative Fraktion folgendes Schreiben erichtet: ,An dem schweren Verluste, den Ihre Fraktion urch den Tod des Herrn Abgeordneten v. Kardorff erlitten .it, nimmt die Fraktion der Freisinnigen Volkspartei lebhaften nteit. Wenn uns auch von dem Heimgegangenen auf dem -ebiete des öffentlichen Lebens oft Verschiedenheiten der Mischen Meinung trennten, so haben wir doch stets in ihm nen Mann geschätzt, der aus ehrlicher Ueberzeugung und ünstem Herzen dem Wohle der Allgemeinheit zu dienen beredt war. Dankbar erinnern wir uns, welche ritterliche -esinnung v. Kardorff vor Jahresfrist beim Tode eines seiner tzten Genossen aus großer parlamentarischer Zeit, unseres tvergeßlichen Eugen Richter, bekundete, wie wir auch dessen ^denken, daß der Verstorbene bis in die letzte Session hinein it seinen politischen Gegnern von gestern zusammenstand, enn es galt, Güter der Kultur zu fördern oder gegen An- iffe zu schützen. Nicht nur Ihre Partei, sondern das Vater- nd hat einen treuen Mann verloren, dessen Andenken auch nr in Ehren bewahren werden." Hedentistische Angriffe auf deutsche Touristen. Bozen, 28. Juli. 33 deutsche Touristen, unter nen fünf Damen und sechs Reichsdeutsche, welche einen ge- einsamen Ausflug in eine deutsche Sprachinsel in Zelschtyrol unternahmen, wurden von mehreren hundert credentisten angegriffen. 17 erlitten Verletzungen, die amen wurden angespien. Ein alter Herr aus Berlin, c wegen Müdigkeit auf einem Maultier ritt, wurde von esem heruntergerissen und blutig geschlagen. Alle Fenster s Eisenbahnzuges, in den sich die Angegriffenen flüchteten, urden von den Irredentisten durch Steinwürfe und Revolver» züsse zertrümmert. __ .... (vorstehende Veränderungen in hohen Militärstellen. Berlin, 27. Juli. Wie die militärpolitische Correspon- nz erfährt, dürfte noch in diesem Jahre ein Wechsel im eheimen Militärkabinett des Kaisers erfolgen. Der General der Infanterie, Graf von Hülsen-Haeseler werde, seinem eigenen Wunsch entsprechend, demnächst da§ Kommando eines Armeekorps erhalten, und zwar nimmt man in gut unterrichteten Berliner militärischen Kreisen an, daß Graf von Hülsen-Haeseler zum Nachfolger des Chefs des 10. Armeekorps an Stelle des Generals von Stünzner ausersehen sei. Zum neuenChef des Militärkabinetts wird Generalleutnant Freiherr von und zu Egloffstein in Hannover genannt. Ferner könne als bestimmt die nach den Kaisermanövern zu erwartende Ernennung des Generalobersten von Lindequist zum Chef des Leitenden Feldjägerkorps bezeichnet werden, der wiederum als Generalinspekteur der 3. Armeeinspekton zu Hannover durch den bisherigen Kommandierenden des 14. Korps General der In- fanterie von Bock und Polach ersetzt werden soll. Nach Karlsruhe dürste der General der Infanterie von Benecken- dorff und Hindenburg, der jetzige kommandierende General des. 4. Armeekorps, in Magdeburg, kommen. Für das 15. Armeekorps in Straßburg schließlich wird Generalleutnant Freiherr von Hoiningen, gen. Huene, ein Bruder des früheren Reichstagsabgeordneten, in erster Linie genannt. Auch eine Anzahl von Divisionen, u. a. in Königsberg i. Pr. und Trier, soll in den nächsten Monaten frei werden, ebenso mehrere Gouvernements, wie Thorn und scheinlich Straßburg oder Mainz. Ein neuer Konflikt mit Venezuela. Wilemstadt, 27. Juli. Dem Reuterschen Bureau wird aus Caracas gemeldet, daß das auswärtige Amt von Venezuela dem Gesandten der Unionstaaten seine Antwort auf die zweite Note des Staatssekretärs Root betreffend die schiedsgerichtliche Entscheidung bei gewißen amerikanischen Forderungen übermittelte. Venezuela besteht auf seiner Zurückweisung der schiedsgerichtlichen Entscheidung. In Caracas ist man in einzelnen Kreisen der Meinung, daß diese Antwort zu einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen führen werde. Washington, 28. Juli. (Reuter.) Die amerikanffchen Forderungen Venezuela gegenüber, deren schiedsgerichtliche Entscheidung Venezuela zurückgewiesen hat, beruhen un wesentlichen auf den Asphaltkonzessionen. Die Angelegenheit ist bereits zu verschiedenen Malen in den letzten Jahren der Gegenstand von Verhandlungen gewesen. Die neuesten Vorgänge iu Frankreich. St. Dis, 28. Juli. In Raon l'Etape kam es zu einem heutigen Zusammenstoß zwischen ungefähr 1100 ausständigen Schuhmachern, die den Arbeitern der Papierfabrik von Etibal entgegengehen wollten, um mit ihnen eine gemeinsame Kundgebung zu veranstalten, und Poli^eibeamten. Ein Gendarmerierittmeister wurde ziemlich schloer verwundet. Mehrere berittene Beamte wurden von den Pferden gerissen. In Anbetracht der drohenden Haltung der Ausständigen, wurde Militär herbeigerustn, das einen Angriff auf die Ausständigen machte. Abends wurden von den Ausständigen auf dem Marktplatze Barrikaden errichtet. Militärische Verstärkungen sollen nach Raon llEtape entsandt werden. Rjaon l'Etape, 28. Juli. Bei den hier stattgehabten Ruhestörungen wurde ein Aus ständiger getötet und zwei Gendarmen verletzt, davon einer schwer. O u i m P e r, 28. Juli. In Plozevet" (Departement Fi- nistere) kam es zu schweren Ausschreitungen, bei denen der konservative Senator Chamaillard und seine Freunde, die ihn begleiteten, verletzt wurden. Der Wägen Cha- maillards wurde zertrümmert. In Plozevet ist vor der Mairie eine Barrikade errichtet worden. Lyon, 28. Juli. Hier sind 12 Antimilitaristen verhaftet worden, weil sie Hochrufe auf das 17. Regiment und Sch m ährufe auf d i e A r m e e ausgebracht hatten und ein Manifest unterzeichnet hatten, in welchem die Meuterei bei dem 17. Regimente verherrlicht wird. Paris, 28. Juli. Gegenüber Berichten einzelner Zeitungen über den Z wisch en fall beim 53. Regiment in Perpignan stellt die Agence Havas folgendes fest: Die Zurückhaltung der Garnison von Perpignan rief eine leichte Ulnzusriedenheit hervor, infolge deren ein Hornist die Soldaten zusammenblies. Fouriere einer Kompagnie gingen auf den Hof und versuchten, einzelne Kämeraden nach Tarbes, ihrer alten Garnison, zu locken. Der diensttuende Adjutant stellte aber sofort ohne ^Schwierigkeiten die Ordnung wieder her. — Es wird eine Untersuchung eingeleitet über die Ursache an den Zwischenfällen in Chalons, an denen sich Offiziere des 151. Regiments beteiligt haben sollen. Der Krregsminister glaubt nicht, daß es sich um eine gemeinsame politische Kundgebung handelt, doch soll ein Offizier des 151. Regiments eine unangemessene Haltung eingenommen haben. Wenn die angeftell- ten Ermittelungen dies bestätigen, so wird gegen den betr. Offizier disziplinarisch vorgegangen werden. — Das Weinbauschutzkomitee in Beziers veröffentlichte einen Aufruf, in dem die Wähler aufgefordert werden, sich, der Ausübung des Wahlrechtes zu enthalten. Denjenigen, die sich an der Wahl beteiligen, wird damit gedroht, daß sie kontrolliert werden würden. Tie Regierung wird die Justizbehörden auf diesen Einschüchterungsversuch ausmerh'am machen. — In den weinbautreibenden Departements des Sib- dens ist die Beteiligung an den heutigen Erneuerungswahlen zu den Generalräten wenig zahlreich. In mehreren Gemeinden in der Gegend von Beziers, Perpignan und Narbonne konnten Wahlbureaus nicht gebildet werden. In vielen anderen Gemeinden waren die Wahlbureaus zwar geöffnet, es erschien aber kein Wähler. De»»tsche» Reich. Berlin, 27. Juli. In gut unterrichteten Kreisen neigt mau zu der Ansicht, daß der Vortragende. Rat im Kultus^ Ministerium ^taumaun das Amt Althoils überneb-f men wird. . " Tr. Äpstav Schellenserg-Wiesbaden beröf' sentttcht ,m Berliner Tageblatt eine längere Er klär nn a, worin es u. a. heißt: Es ist absolut unwahr, daß meine Maßregelung durch agitatorisches Verhalten meinerseits veranlaßt worden ist. Diese war bereits erfolgt, als ich zuerst in geschlossenem Kreise und darauf 'm der Öffentlichkeit teils unwahre, teils perfide Behauptungen zurück- zuweisen genötigt war. — Der nächste Entwurf, der sich mit der sozial. Fürsorge für die H e i m a r b e i t e r befassen wird, wird gegenwärtig bei der zuständigen Behörde ausgearbeitet und betrifft Abänderungen der Gewerbeordnung, bie im wesentlichen eine Ausdehnung der staatlichen Gewerbeaufsicht aus die Hausindustrie vorsehen. Der Gesetzentwurf wird dem Reichstage voraussichtlich noch vor Weihnachten zugehen. — Die „Soziale Praxis" weiß über den Stand des so zi a lp o li t i sch e n R e g i e r u n gsp r o g r a mm s für die nächste Reichstagssession zu berichten, daß das Hülfs- kassengesetz, die 9^ o d e l l e z u m U. n t e r st ü tz u n g s w o h n- sitz, das Apothekengesetz, der kleine Besähigungs- nachweis, die Regelung der Zigarrenhausarbeit fertig sind. Außer diesen Entwürfen wird das Haus mit Sicherheit die Vorlagen über das Reichs-Vereins- und Versa m m l u n g s r e ch t, den Zehnstundentag für Frauen und \ deren Nachtruhe und wahrscheinlich auch die Arbeits'kam- mern erhalten. , — Tas lenkbare Militärluftschiff hat heute einen neuen erfolgreichen Aufstieg gemacht. Es ist nachmittags von der Jungfernhaide nach Spandau und zurückgesegelt. Gegen 2y, Uhr war der Ballon unter Führung des Hauptmanns v. Sperling abgefahren und vor 3 Uhr bereits kehrte er zurück. — Sechs Abiturienten des Lehrerseminars zu Kempen hatten vor einiger Zeit die Order zur Besetzung von Lehrerstellen in der Ostmark erhalten. Diese Maßnahme ist jetzt zurückgenommen worden; sämtlichen Ostmarktehrer-Aspiranten wurden Stellen im rheinisch-westfälischen Bezirke übergeben. Kultusminister Tr. Holle soll sich dahin geäußert haben, daß es für die Lehrfreudigkeit kein Vorteil sei, ivenn die heimische Scholle ignoriert werde. Für die Besetzung derLehrer st ekle n im Osten seien genügend Kandidaten vorhanden. r—t Tie Generalversammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins zu Rixdvrf nahm den Aus- schlußpntrag gegen sechs Genossen an. Zwei vvn ihnen hatten Stveikbruch begangen, zwei hatten bei der StadtvM ordnetenwahl für den bürgerlichen Kandidaten gestimmt, einer hatte sich eines ehrlosen Vergehens schuldig gemacht und einer hatte Streikbrecher begünstigt. Berlin, 27. Juli. Wegen der Ermordung des deutschen Konsuls Stein in Haxaca war ein Mexikaner zu nur zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ta der Staatsanwalt die zuerst eingelegte Revision zurücknahm, erhob die deutsche Regierung Vorstellungen, die jetzt zur Entsetzung des Oberstaatsanwalts von seinem Amte ftlhrten. Die „Norddeutsche Allg. Ztg." nmchte hiervon heute Mitteilung und fügt hinzu: Die mexikanische Regierung hat, indem sie in solcher Weise den deutschen Vorstellungen Rechnung trug, bewiesen, daß sie den ernsten Willen hegt, den in Mexiko lebeichen Deutschen^ unparteiische Justiz zu sichern. Stuttgart, 27. Juli. .Tie Abgeordnetenkammer hat in der Schlußabstimmung den ganzen Etat einstimmig angenommen. Tamit hat die württembergische Sozialdemorratie zum ersten Male deni Gesamtetat zügestimmt. r— Auch die erste Kämmer nahm in der heutigen Sitzung den Etat einstimmig an. Posen, 28. Juli. Ter „Dziennik Poznanski" teilt unter Vorbehalt mit, daß die preußische Regierung in Rom angefragt habe, ob der .Vatikan als Kandidaten für den ErzLischofsstuyl in Posen den Franziskanermöuch Na- gurjusch ^mehmen würde. Nagurjusch soll der polnischen Sprache vollkommen mächtig sein. Ausland. London, 27. Juli. Tribuna meldet aus Tanger, daß die Truppen des Sultans bereits die Stadt Skruta erreicht haben, wo sie nunmehr ihr Lager aufgeschlagen haben. Man hatte erwartet, Raisuli würde disse Gelegenheit ergreifen, um den Truppen des Sultans eine Schlacht zu liefern. Anstatt dessen zog Raisuli sich mit 300 Kriegern zurück. Raisuli besindet sich jetzt in Hanta. Sämtliche Mitglieder des Gefolges Kaid Riac Leans wurden freigelaffen. Diac Lean allein bleibt im Gefängnis. Tanger, 28. Juli. (Agence Havas.) Nach einer bisher noch nicht bestätigten Nachricht von Eingeborenen ist die Mahalla unter dem Befehl Buchta's ben Bagdad! von Anhängern R a i s u l i 8 in der Nähe von Elkines angegriffen worden. Das Resultat des Kampfes ist noch nicht bekannt. Newyork, 27. Juli. Nach einem Telegramm aus Rio de Janeiro ist in einer der argentinischen Provinzen an der brasilianischen Grenze eine revolutionäre Bewegung ausgebrochen. Die brasilianische Negierung hat Truppen an die Grenze gesandt, um einen Bruch der Neutralität zu verhindern. Aus Stadt und Land. Gießen, 29. Juli. ** Vom alten Schloß. Am Dienstag beabsichtigt Professor Olbrich, der die Arbeiten für die von hiesigen Bürgern eingerichteten Räume im alten Schloß geleitet hat, diese an die Stifter zu übergeben. ** Warnung. Zum bevorstehenden Universitätsseste teht außer allem Zweifel, daß sich auch professionelle Taschendiebe und sonstige Gauner einfinden werden. Es ei zunächst vor Taschendieben gewarnt und bemerken wir )ierbei, daß diese gewöhnlich zu zweien und dreien zusammen arbeiten in der Weise, daß der eigentliche Dieb den gestohlenen Gegenstand sofort an einen Komplicen weitergibt, dann den ^Harmlosen" darstellt und sich untersuchen läßt. Während der Untersuchung verduftet ber Komplice mit dem Raub in Regatta des Süddeutschen Nliderverbandes in Ntainz im 14» deutscher Turn tag. Den Kgssenb«richt erstattete Kanzleirat AtzrottStea- n.t*r <111T Kpii ni’ir»Th' < V ... L ' r X. ° UN g Icöaft hinwies. Freilich werde nicht' etwa Geld '^gdammdT um sondern um es nutzbringend zu verrvenden.' Der Ge,chaftsfuhrer Wofeisor Dr. Rühl-Stettin berichtete amtmann Dr. Merck, als Vorsitzender des Ziegenzuchtvereins Gießen, und Landwirtschastslehrer Schwarz von Alsfeld Vorträge hielten über Ziegenzucht, Gründung eines Ziegenzuchtvereins und einer Ziegenversicherungskasse für Großen-Buseck und Umgegend. Obgleich die Versammlung nur ungenügend bekannt geworden Da am Nachmittage das Wetter noch recht günstig wurde, so gestaltete sich das Fest auch gleichzeitig zu einem echten Volksfest. Jung und Alt war auf den Beinen und die Freude sprach aus allen Gesichtern. Gegen 7 Uhr lichtete sich der Festplatz, indem manche Vereine schon an die Heimreise denken mußten. Am heutigen Tage findet das Fest im engeren Kreise seine Fortsetzung. Zur Freude der Schuljugend werden am Abend Bretzeln verteilt, wie auch auf Kosten des Vereins die Schärpen beschafft waren, in deren Schmuck die Mädels einherstolzierten. 8. Aus dem Kreise Wetzlar, 26. Juli. Die Versorgung unserer Kreisdörfer mit gutem Quellwasser macht überall, selbst in den höher gelegenen Ortschaften, gute Fortschritte. Außer der Stadt Wetzlar, die Quell- und Grundwafferleitung teils mit natürlichem Gefälle, besitzt Braunfels eine Wasserleitung mit Wasserkraft und Motor- und Pumpenanlage; ferner haben Leun, Oberbiel, Klein-Altenstädten, Salzböden, Oberndorf, Steindorf, Tiefenbach, Altenkirchen und Greifenstein Wasserleitungen mit natürlichem Gefälle, Bissenberg hat eine hydraulische Widderanlage. hem Festtrubek. — Auch vor Einbrechern sei gewarnt. Man lasse ein Haus nicht unverschlossen oder unbewacht, schließe auch die Parterrefenster sorgfältig. — Weiter möchten wir zur Vorsicht mahnen bei der abendlichen Illumination. Insbesondere sollen Beleuchtungskörper nicht an offenen Fenstern in die Nähe der Vorhänge gelangen, da hierdurch leicht Brandschaden entstehen kann. ** Unserer Landes Universität widmet anläßlich ihrer dritten Jahrhundertfeier der Vorstand des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes einen Festgruß, in dem die Bedeutung der Ludoviciana als Hüterin und Förderin deutsch - protestantischer Interessen hervorgehoben wird. ** Wegen der Abgabe der Eintrittskarten zu den einzelnen Festakten der Universitätsjubelseier verweisen wir aus das Inserat in der heutigen Nummer. ** Museum. Während der Anwesenheit S. K. H. des Großherzogs bei Gelegenheit des Universitäts-Jubiläums bleibt das Museum geschlossen. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters Auf Wunsch zahlreicher Gießener, die die neue Operette „5) i c' Ebersgöns, Albshausen u. s. f. Nach Berechniing des Kreis- ballmeisters Panse kostet eine Wasserleitungsanlage für einen Ort von ca. 500 Einwohnern mit etiva 100 Häusern rund 25 000 Mack. Nimmt man dabei an, das Kapital soll mit 4 Proz. verzinst und mit 1 Proz. amortisiert werden, so sind jährlich 1250 Mark aufzubringen. Es entfällt also auf jedes Haus im Durchschnitt 1250: 100 — 12,50 Mark für das Jahr oder etwa 1 Mark im Monat. X. Weilburg, 26. Juli. Das Denkmalskouiitee für das im hiesigen Schloßgarten zu errichtende Herzog Adolf-Denkmal hat die Ailsschachtilngsarbeiten einstweilen eingestellt. Bei der Legung der Fundamente stieß man zunächst auf das Bassin eines Springbrunnens un > in einer Tiefe von 1,50 Meter auf eine Mauer, die mi aller Wahrscheinlichkeit als der Rest des Herrenhauses des Wirtsehaftshoses Honig Konrads gelten soll. Die Mauer zieht in der Richtung von Nordwesten nach Südosten etwa 1 Meter dick und außerordentlich fest, so daß sie der schon begonnenen Zerslöriing den stärksten Widerstand ent- geg-ensetzte. kann das Turnen schwach vertretener Kreise, sofern es DKn_ gegenfeitige Suirung und Beeinträchtigung des Eindrucks möa lich ist, zeitlich zusammengelegt werden. y’ Der 100 Meter-Wettlauf wird in die Wettordnung aufqe. nommen. Tie Frage der Abschaffung des Laufens über 200 Meter rief einen scharfen Meinungsstreit hervor. Siepelt-Hamburg beanttagte, diesen Lauf fallen zu lassen Denn fast alle Turner würden durch diesen Lauf aufs äußerste cn schöpft. Sie stürzten blaß und atemlos am Ziele zu Boden Man solle nicht in die Fehler der Sportvereine verfallen, bi= oft Leistungen verlangen, die gesundheitlich schädlich sind. Llm dem Turnlehrertage in Stettin wurde gesagt, man solle sich hüten, den Arzt auf dem Turnplätze die erste Geige spielen zu lassen. Tas gelte aber nur von den Aerzren, die nichts vom Turnen verstehen. Kleber-Rheinhessen erklärt es für eine Benachteiligung des ganzen Turnens, wenn der Lauf fallen würde Tr. Goetz: Als Arzt muß ich dem 200 Meterlauf widersprechen (Beifall.) Ter 20ü Meterlaus wurde darauf abgeschafft. Eine lange Aussprache rief ein Antrag hervor, in die Turnwettordnung auch eine Freiübung aufzunehmen Es müsse danach gestrebt werden, dem Turnen mehr einen volkstümlichen Ton zu geben. Durch Frei- und Stabübungen wur- den die Turnfeste erst für das Publikum interessant. Es wurde beschlossen, beim Wetturnen im Sechskampf 'an die Stelle einer Gerätübung eine Frei- oder Handgeräteübung zu setzen. E^n Anträg auf Ausübung des Diskuswerfens wurde abgelehnt. Das Tauerhangeln wurde abgefchafft. An die Stelle des Dreikampfes soll der Fünfkampf treten; d. h. es sollen also fünf volkstümliche Hebungen stattfinden. Für die Bewertung der einzelnen Wettübungen wurde ein einfacherer Modus geschaffen, da big jetzt die Preisrichter durch das Rechnen mit Brüchen usw. erschwerte Arbeit hatten. Saßen doch nach dem Hamburger Turnfest die Preisrichter drei volle Tage bei der Feststellung der Bewertungen» Bei der Wartung der Gerätübungen soll die musterhafte Durchführung, die gewandte und schöne Ausführung unb Haltung und, hinsichtlich der Kürübungen, außerdem die Schwierigkeit und Zusmnmenfetzung mit in Schätzung gezogen werden. Em Antrag, das Gewichtheben als Wettübung vollkommen abzu- schaffen, wurde abgelehnt. Es wurde aber beschlossen, das Ge. Wichtheben mit einer Hand als Wettübung fallen zu lassen. Rach Erledigung einiger weiterer turntechnischer Fraget wurde dann die Verhandlung vertagt. veranstalten. Aufführung und AuSstatttlng in Nauheim haben allgemeine Anerkennung gefunden, wie die stets ausverkauften Häuser beweisen. Da auch in Gießen große Stimmung für die „lustige Witwe" herrscht, so werden Reflektanten gut tun, sich zeitig Plätze zu sichern. Vormerkungen werden von heute ab in der Musikalienhandlung von Ernst Challier sen. entgegengenommen, wo sich auch der Vorverkauf befindet. ** Siegreiche Ruderer. Die Gießener Ruder- gesellschaft von 1877 gewann gestern bei der 1. Regatta des Lahn-Ruderverbandes in Limburg den Iuniorvierer für Lahnvereine gegen Wetzlar und Limburg und den Lahn- chierer gegen Wetzlar. (Siehe unter Sport.) *’ Der Ruderklub „Hassia" wurde gestern bei der Es wurde bestimmt, daß'die Stiftung Unterstützungen nur an Rechtsfähigkeit erlangt haben. Jede Unterstützung gilt als unverzinsliches Darlehen, das beim Aus- Wtden des Vereins aus der deutschen Turnerschast sofort ohne Kündigung zuruckzuzahlen ist. Es hat jeder unterstützte Verein unter Verzicht auf das Recht der Verjährung schriftlich zu erklären, daß er . dre ihm gewährte Unterstützung ohne vorherige Künoigung bei )einem Austritt aus der deutschen Turnerschaft zu- rustzuzalsten hat. Ferner können zu verziuiende Darlehen gegen mundeliichere Hypotheken gegeben iuexben, die nach Ablaut von I V2 Prozent jährlich getilgt werden müssen und ?neF, AA^chen Vereins aus der deutschen Turnerschast chsort und ohne Kündigung zurückzuzahlen sind. Bestimmungen wurden getroffen, tveil es schon vorge- greine, die unterstützt worden waren, unmittt'l- Turnerschast austrateu und sich , ^tnttrhin berät man über die Turnfestordnmig. Tie einzelnen Krei>e sollen m der Regtt nacheinander turnen; indesseit Seniorvierer bei starker Konkurrenz erster Sieger. Die siegreichen Ruderer werden heute abend an der Bahn festlich empfangen werden. ** Der Großherzogliche Fuhrpark traf heute vormittag mittelst Sonderzuges, der 6 Wagen hatte, hier ein. Im ganzen wurden 7 Equipagen und 10 Pferde ausgeladen, außerdem das Geschirr für Tafel und Küche. Letzteres wurde von Spediteur Lyncker auf 4 Wagen zum allen Schloß ! gebracht. xGroßen-Buseck, 28. Juli. Unter Teilnahme! de§ Kreisamtmanns Dr. Merck, als Vertreter der Großherzgl. Regierung, fand heute auf Grund des Gesetzes vom 16. Mai 1906, die Landwirtschaftskammec betreffend, die Konstituierung des Bezirksausschusses II (Großen-Buseel) hier statt. Den Vorsitz führte dabei im Auftrag der Landwirtschaftslämmer deren Vorstandsmitglied Köhler-Langsdorf. Als Vorsitzender der Kammer wurde das Landwirtschaftskammermitglied Bürgermeister Benner von Treis a. d. Lumda, als deffen Stellvertreter Bürgermeister Hoffmann von Burk- chardsfelden gewählt. Nach der Sitzung arrangierte der Bezirksausschuß seine 1. öffentliche Versammlung, der wiederum Köhler-LangSdorf präsidierte und in der KreiL- Vermijchtes. * Berlin, 29. Juli. Der L u st m ö r d e r, der am Freitaa im Nordosten der Süadt drei Kindern den Leib auf. schlitzte, hat sich allem Anschein nach am folgenden Sams- tag ein neues Opfer ausersehen. Am Nachmittag dieses Tages wollte die 14jährige Tochter des Friseurs Richert ihre Großmutter 1 besuchen. Tla die alte Frau nicht zu Hause war, flieg das Mädchen wieder die Treppe hiMb. Zwischen der zweiten und der ersirn Etjage kam dem Mädchen ein Mann entgegen und ließ ihr in den, Augenblick, als sie vorübergehen wollte, einen Gegenstand aus den Fuß fallen, sodaß sie umsank. Zugleich zog er ein Messer oder ein etUet und brachte dem Mädchen zwei Wunderi am Arm bei. Ta das Mädchen mit einer Hundeleine nach dem Angreifer 1 schlug, drohte er sie zu töten, wenn sie nicht augenblicklich fnii i sn. In diesem Augenblick Lam bellend der Fox Terrier des , Mädchens und msan hörte auch sonst Stimmen. Ter Attentäter ließ : baranfüon feinem Opfer, das inzwischen ohnmächtig geworden I war. Tie Verletzungen haben sich nicht als gefährlich erwiesen. | Zs wnrden cja. 7 0 verdächtige Pepsonen verhaftet. 1 Äm den sistierten versuchte sich der Tischler Paul Jährling in der Haft zu erhängen. Er konnte noch rechtzeitig daran verhindert werden und wurde ins Krankenhaus gebracht. In 1 seinem Besitz fand man den Griff eines abgebrochenen Instrumentes i mit dem die Bluttaten wohl ausgeführt sein könnten. Die am wenigstens verletzte Hertja Sens hat sich jetzt so weit erholc, daß fie zusammenhängend vernommen werden konnte. Nach ifaei Schilderung wollte, sie in ein Haus hineingehen, als ein Mann Oe an sich lockte, am Arm nahm und langsam niederlegte. Tann habe er aus der Hofentasche ein langes Werkzeug herausgeholt 1 und sie zu Men versucht. Als sich dann em Herr näherte, [ei er davongelaufen. Tie fünfjährige Ella Knespl ist zwar noch | fchonungsbedürsttg, aber der Genesung entgegengehend. Verhaft wurde auch em Hilfsgerichtsvollzieher aus Rixdorf, der sich der ttnterfchlagung amtlicher Gelder schuldig gemacht hat und des , verdächtig ist, Dias Signalement des Mörders paßt auf ' den Verhafteten. Auf dem Polizeipräsioium fand eine Konferenz I von 2eO Kriminalbeamten statt, in der die einzelnen Ergebnisse zusammengetvagen wurden. Oberregierungsrat Hoppe inftiuicrte * bie Beamten dahin, die Mütter und Kinder auf den Spielplätzen 1 äu befragen, ob ein Mann in den letzten Tagen die Kinder durch - Anerbieten von Geld in die Hausflure zu locken versuchte. Außer- ' dem befahl der Polizeipräsident von Borries, daß sämtliche uni- 1 formierten Schutzleute und dienstlich abkömmliche Beamten sich bemühen sollen, von Müttern und Kindern die Beschreibung eines • Mannes zu bekommen, der vielleicht mit der Tat in Verbindung r zu bringen ist. " Opfer der Berge. Ter Tiroler Meisterschützc 1 Hemrtch Heirnbl aus Brixen ist von der Plosespttze abge- | stürzt und hat sich derartig schwere Verletzungen zugezogen, ‘ daß er die Sprache verloren hat. * Ein furchtbares Drama spielte sich in der Mhe der ungarischen Stadt Preß bürg ab. Der landwirtschaftliche Beamte Wolna schlich in der Nacht in das Schlaf zimmer der 13jährigen Katharina Berger, die er mit seinen t Liebesanträgen verfolgte. Da er aber nicht erhört wurde, j versetzte er dem Mädchen einige tödliche Stiche in den '< Leib. Auf das Geschrei des Mädchens eilte dessen Muttei g herbei, die sich in gesegneten Umständen befand. Der e Mörder stieß der Mutter das Messer in den Unterleib, ' worauf die Frau sofort niederkam. Darauf verübte der c Mörder Selbstnrord. Das Mädchen ist seinen Verletzungen J erlegen, die Mutter schwebt in Lebensgefahr. , " eber den Fvll Han kursieren jetzt in der Karls- \ ruher Presse die verschiedenen Gerüchte, die schwer zu konttollieren I Und. So Uxt der „Volksfreund" die Mitteilung erhalten, cs | babe sich em Zräulein Eisele gemeldet, das angibt, sich zu erinnern, ! daß es am Abend des Äiordtages einen bermiumnten Herrn I uf eine Droschke einsteigen jsah; gleich darnajch hörte es einen | eajng. Es soll fqtgestellt worden sein, paß vor der Ermordung 3 der Käau ÄMlitor ihr Hund vergiftet worden sei. Die Villa I der Familie Äcotttor steht zum Schutze vor dem Publikum in | polizeilicher Bewachung. . * Ein unglaublich böser Streich Aus Petersburg I ■ ™ wlgende sonderbare Zwischenfall 'gemeldet: Die Leiche i Mannes in dem Torfe Edikouli wurde den Sitten der 3 Grieanichorlhodoxen gemäß in einen offenen Sarg gelegt uni) l m die Kirche getragen, um dort bis zum Leicherrbegängnis zu liegen I Bevor diefes fisattfaud, kam ein Fremder, entfernte die Leiche * «aus dein Sarge und sperrte sie in einen Kasten ein, wo die kircl? I Gewänder Mfgehoben werden. Darauf legte er sich ß e l b ft rn den arg und wartete. Ter Dorfpriester kam, < bte Trauernden kamen, die übrigen Teilnehmer setzten sich in die X r-i^t ^st^dienst begjann. Plötzlich mitten darin erhob i id} der Wcjann im Sar gj. Der Priester war so erschrocken, 4 Utz ex einen Herzschlag bekam und verschied. Die Anwesenden X luchteten in wilder Panik. Der Mann aus dem Sarge stürzle t ujnen nach. Allmählich kamen die erschrockenen Torsbewo^ier * m Die Kirche zurück, und nun wollte man Gebete für den vei^ ™ wrbenen Priester veranstalten. Ter Dekan ivollte sich die Z" i neser Zeremonie nötigen Gewänder holen, sperrte den Kasten auf, < woraus die wirkliche Leiche, die der Fremde aus dem Sarg? mtsemt hatte, herausfiel. Mit einem herzzerreißenden Schrei i tnrgte Der Dellan aus der Kirche, und sämtliche Aäilveseiioeu < olgten ihm säst besinnungslos vor Angst. Die Dorfbewohner * |tnb nun überzeugt, paß Die Gegend von teuflischen Geifiern j bewohnt wird. * K l ei ne Tage sch r 0 nik. In Düsseldorf wurde bei 1 am evangel. Krankenhaus^ an gestellt^ Dr. .Emil Hoffutanü lveger S. u. H., Worms, 28. Juli. Im reichgeschmückten städtischen Spiel- und Festhause trat heute der 14. deutsche Tunttag zusammen. Mehr als 300 Ab- | geordnete aus allen Teilen des Reiches und aus deutschen Turnvereinen des Auslaudcs haben sich eingefunden. Der Vorsitzende Tr. Ferd Goetz eröffnete den Turntag, hieß die Erschienenen ' herzlich willkommen und mahnte zur Eiiiigkeit und Eintracht. , Während der Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten traf mit fiiürmifchem Jubel begrüßt ein Stafettenläufer ein, der einen E i ch e n z w e i g , der heute früh am N i e d e r w a l d d e n k m a l gebrochen wurde, mit einer Urkunde dem Turntag als WiMommen- gniß des Gfaues Rheinhessen überbrachte. Ter 80 Kilometer weite Weg vom Niederwalddenkmal nach Worms war von etwa 400 rheinhessischen Turnern in 3 1/4 Stunden zurückgelegt worden. . An den Kai f er wurde folgenber Huldigungsgruß gefandt: „Tie im Dienste des Vaterlandes und der Volkskraft zum deutschen Turntage in Worms versammelten deutschen Turner entbieten or. Majestät dem Kaiser treudeutschen Gruß." Ein gleiches Telegvanim wurde an den Großherzog von Hessen gesendet. Dann verlas Prosessor Dr. Rühl-Stettii^ den von ihm und ^r. Goetz veriMen Geschäftsbericht, in dem bewnt wird, daß Partergeift ‘un politischen und religiösen Sinne keinen Boden m der deutschen Turnerschaft gesunden habe. Tie Turnsache sei gedeihlich weiter gefördert worden, trotz aller Angriffe vonseiten der Neider und Feinde. Besonders taten sich die sogenannten „freien Turner", die zur Sozialdemokratie sich rechnen, war, so fanden sich doch" alsbald 20 Mitalieder" au einem Iunflätigen Beschuldigungen hervor. Sie warfen der deutschen ** 7* -°<- «-s.ch> M Kiner nächsten Versammlung, die schon am , Samstag statt- ,,Reichsverbande zur Bekämpfung der Sozialdemokratie" 80 000 finden soll, auf 100 Mitglieder anwwachsen dürfte. Als Vor- dur Verfügung gestellt. (Große Heiterkeit.) Solche an sitzender wurde gewählt Ferdinand GanS, als Stellvertreter feien ja für die Denkenden des Vorsitzenden Karl Nlcolay imb als Schriftführer und Icurndungen lMgein D6°efoiiberä$bie Rechner Philipp Pfeiffer XIII. Wir wünschen dem jungen Notwendigkeit, die Jugend zu gewinnen. Tüchtige Männer und Verein, der einen guten volkswirtschastlicheii Zweck erfüllen §M^mge müßten herangezogen werden, freilich sei es aber nicht soll, ein fröhliches Gedeihen, und erwarten daß in ihm wie Aufgabe der Turnerschaft, lauter Engel und klassische Ge- »»».,! wl,d,ch»>! »“Ä f qcs, ÄÄÄJ SftK einen Ziele sich vereinigen möchten, bas nur burch Einigkeit 0^0 Vereinen L0L Ü52 Turner unb in 992 Vereinen 39 7t>5 tur- unb unter Ausschlub jeglicher politischen Parteilichkeit erreicht ,,enb® grauen. _ werben könne. rK-c^l1 ■?, pr«chung würbe bebauert, baß in dem Ge- a Ruttershausen 29 Worte gegen den Arbeiterturnerbund ge- a. Murrersyau)en 29. Juli. Der Gesangverein braucht worden sind. Damit werde nur Oel ins Feuer gegossen ^Concordia beging gejtecn das Fest feiner Fahnenweihe Worte wie „Blödsinn" dürfe man gegen ihn nicht anwenden' unter sehr starker Beteiligung von nah und fern. Nicht uns gwb und frech behandelt, dem müssen wir weniger als 22 Gesangverein waren dem Rufe na^^ (SttaiitcSer Beifall.) Raufen gefolgt, um in Freundschaft den Ehrentag mitzufeiern. drungen worden ist^muß durchgesochten werden. ^Turch^Schwe? Unser Ort prangte im Ävnntagsftaat, jedes Haus hatte sich! 6,en laßt fich die Sozialdemokratie nicht besiegen. Im Kampfe geschmückt und Ehrenpforten riefen den Gästen herzlichen rben Mund nicht hatten. Wir müssen da Rede und Willkommengruß zu. Im stattlichen Festzua, worin auch die I -0.^ Tone müssen wir uns freilich vorsehen? Schuljugenb sowie ber Ortsvorstanb unb Kriegeroerein ein. gruppiert waren, begaben sich die Vereine nach einem Umzug W^^ sind das allerdings für „freie" Arbeiteriurner? durch das Dorf nach dem Festplatz. Festlich gekleidete junge Sozialdemokratie übt den größten Terorismus aus. Die Mädchen trugen in ihrer Mitte die verhüllte neue Fahne ^CTIer Daubringen unb Lollar waren je zwei Vereine erschienen' Den Glanzpunkt ber Leistung boten bie Gesangvereine „Germania" unb ,Liebertafel".Lollar, bie nach bem Gesangs- reizen gemeinsam unter Leitung bes Herrn Stennstiel-Gießcn die beiden Volkslieder: „Jetzt gang ich an's Brünnele" unb „Mädchen mit bem roten Münbchen" zum Vortrag brachten. . In ber Ausführung finb begriffen Wißmar, Oberquembach, lustige Witwe" am Kurthcater Bab-Nauheim gesehen Dillheim, Biirgsqlms, imb anbere Projekte liegen vor für haben, wirb Direktor Steingoettec am Dienstag, 6. Anglist, bie Gemeinben Krofborf, Obenhaiiseu, Erba, Rechtenbach, eine Aufführung bcS graziösen Werkes in unserem neuen Hause Z'WMZEW'L« Ite Witwe La^ Ersuchte gestern die 45 Jahre 111 .,,ii -ycutter von 6 Kmdern, deren ältester Sv km nord ro^filw^sEtib» ^^^'ckneken und verübte dann Selbst. I u treten — J,116 m l-00?6' m Beziehungen zu ihnr . ,u treten. ^ZN Ochod^a (Posen) wurde die Grundbesitzerin I durchschnittenem Halse tot aufgefunden. isoII dein Lter fehlt rede Spur.ä NP0Vt. egatta des Lahn-R u der--Verb crn des. Km gefhigen ecnntag fand in Simburg die 1. Negalta des neu- tcgrunbetcn Lahn-biegatta-Verbandes statt. Diese Regatta, die den / Schluß der groben internatirnalen ruderfportlichen Veranstaltungen : -nldete, versammelte nochmals die erstklassigsten süddeutschen Mann- - chasten am Start, und ließ bereits erkennen, daß der Kampf, der "? nn H- August in Frankfurt a. 9JL in den verschiedenen Boots- -> gattungen um die Meisterschaft von Deutschland ausgerudert wird, pannende Rennen zwischen den nord- und süddeutschen Vereinen f' verspricht. Auch der bereits im ErnL siegreichen Akademischen Vierer-Mannschaft der Gießener Rudergesellschast 1877 gelang es, ‘5 owohl in den beiden heiß umstrittenen Vorrennen des Vor- inttags, als auch in den am Nachmittag stattftndenden Hauptremien ni Juuwr-Vierer und Lahn-Vierer als erstes Boot die Ziellinie -iiu paffieren. Die Preise sind in der Möbelhandlung von Ang. ■ J Oßrnaim, Seltersweg ausgestellt. Die interessantesten Rennen des Lages hatten folgendes Resultat: I u n i o r - V i e r e r: 1. Giessener Ruder-Gesellschaft 187 7. 2. Wetzlarer Ruder- ^£Iub. 3. Limburger Ruder-Verein. Bei 1500 Meter kollidieren Metzlar-Limburg und ordnet der Schiedsrichter neuen fliegenden vtz iotarr an. Gießen gewinnt mit 2 Längen. Junior-Achter: & . Mainzer Ruder-Verein 6618/6. 2. Frankfurter Ruder-Gesellsch. Germania" 6 °7. Lahn-Vierer: 1. Gießener Rudex- »Gesellschaft 187 7 74T. 2. Wetzlarer Ruderelud 71T ’/6* L Weilburger Ruderverein aufgegeben. ßÄ Wetzlar führt das ganze Rennen mit einer Länge vor den mhig rudernden Gießenern, die 200 Meter vor dem Ziel mit -iuem prachtvollen Endspurt einfetzen und mit einer knappen rn alben Länge gewinnen. Großer Einer: 1. Frankfurts Ruder- pksellschast „G -rmania" (MMer) 8,29, 2. Ruderverein „Hellas" kch Offenbach (Vetter) 8.38, 3. Ruder-Verein Ems 8.39. Großer ?l ch t e p: 1. Actainzer Ruder-Verein 6.44, 2. Frankfurter Ruderet Gesellschaft „Germania" 6.48. a Märkte. Alsfeld, 29. Juli. (Tel.) Ter heutige Prämien- xv* narrt zeigt sehr starken Besuch und einen guten Verlauf. Es k varen abgetrieben über 220 Pferde, 117 Schweine, 166 Stück Rind- »)ieh und 40 Ziegen. Bezahlt wurden für Fohlen 200—300 Mk., ür Arbeitspferde 800—1200 Alk. und für Bullen 450—550 Mk. Es var durchweg sehr gutes Pferdematerial aufgetrieben, lieber die ^Prämiierung, die von Landstallmeister Frhr. v. Riedesel vor- »genommen wurde, werden wir morgen berichten. ic. Fraukfnrt a. M., 29. Juli. (Orig.-Telegr. des „Gießen, -sß Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. 2 k’et§en Mk. 00.00—00.00, Kurhessischer Mk. 00.00—00.00, La Plata g Vit. 22.00—22.75, Kansas Mk. 22.00-22.75, Roggen (hiesiger) Mt. 00.00—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.25—18.50, Farnen- *3 elder Dtk. 18.75—19.00, Hafer 19.75—20.50, Alais Mk. 15.25—00.00. Weizenmehl Alk. 29.50—30.00, 00—00, 2. Qualität Mk. 27.00 ! ns Mk. 28.00, 3. Qualität Mk. 25.50—26.00, Roggenmehl 00 Mk. 29.50—30.00,1. Qualität Mk. 28.50—29.50, Weizenkleie Mk. 11.00. bis Mk. 11.50, Roggenkleie Mk. 11.50—12.00, Maiskeime Mk. 11.25 bis Mk. 11.50, Franken, Pfälzer, Ried M. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. *o. Frankfurt a. M., 29.Juli. (Telegr. Qrig.-Bericht de? „Gieß. Anz. ). Amtl. Notierungen der heutigen Viehmarktpreis e. Zum Verkaufe ftanben: 468 Ochsen, 121 aus Oesterreich, 69 Süllen, 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 874 Kühe, Fersen, Stiere mid Rinder, 0 aus Däi^mark, 220 Kälber, 269 Schafe und Hümmel, 00 Schafe aus Oesterreich, 0 Ziegen, 1968 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 82—85 Mk., 2. Qual 75—78 Mk., 3. Qual. 68—72Alk.; Bullen I.Qual. 69 bis 71 Mk., 2. Qual. 66—68 Mk.; Kühe 1. Qual. 74—76 Alk., 2. Qual. 70—72 Mk., 8. Qual. 64-66 Mk, 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 00—00Mk. Kälber: 1. Qual.92-95 Pfg., Lebendgervichl55-57 Pf., 2. Qual. 82—88 Pfg., Lebendgewicht 49—53 Pfg., Schlachtgewicht 65-70 Pfg. Schafe: 1. Qual. 82—84, 2. Qual. 78—80 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 72—00 Pfg., Lebdgew. 56.50—00.00 Pfg„ 2. Qu. 71—00 Pfg., Lebendgew. 55.50—00 Pfg., 3. Qual. 60—63 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh gut, Ueberftanb unbedeutend; bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.______________________________ Mrlgisral-DrahtmelHnngstt. Berlin, 29. Juli. Das Telegramm des Füsten Bülow an den Kardinal Kopp hat folgenden Wortlaut: Eurer Eminenz sende ich zum 7 0. Geburtstage meine herzlichsten Glückwünsche. Möchte Gott uns Ihre Kraft noch lange nngeschwächt erhalten und seinen Segen auch ferner auf der Arbeit ruhen lassen, die Eure Eminenz in unermüdlicher Pflichttreue seit so vielen Jahren Ihrer Kirche und dem Vaterlande gewidmet haben und der beide so viel verdanken. Bülow. Gelbesande, 29. Juli. Der Kronprinz und die Kron Prinzessin von Dänemark kamen gestern hier an. Ter Großherz-og von Mecklenburg-Schwerin brachte daA Kronprinzenpaar im Auto von Schwerin hierher. Paris, 29. Juli. Ter Maire von Narbonne, Ferro ul, der seine Entlassung genommen hat, wurde zum (Äeneralrat von Perpignan gewählt. Perpignan, 29. Juli. General Bailloud teilte in einem Telegramm dem Kriegsminister mit, daß alle Gerüchte von einer angeblichen Meuterei des 53. Infanterie-Regiments völlig grundlos seien. New-Port, 29. Juli. Eine Feuersbrunst zerstörte gestern einen Teil de§ bekannten New-Porter Ver- gnügungkorteS Coney-Island, des beliebten Ausflugsortes der New-Porter. Das Feuer brach gegen 4 Uhr morgens in einem Ballsaal ans, wo gerade getanzt wurde und griff mit solcher Schnelligkeit um sich, daß innerhalb kurzer Zeit 5 Hotels, 4 Badeanstalten, mehrere Ballsäle und ein großes Cafs zerstört wurden. Viele Leute mußten aus den Betten geholt werden. Zahlreiche Personen wurden verletzt, darunter 30 Feuerwehrleute. Das Verzeichnis der Teilnehmer am Univerfitäts- Iubilaum ist zum preis von 10 pfg. in der Geschaftt- stelle des Siebener Anzeigers zu haben. w r Dr. med. .St. schreibt: Bas ReMe'iche Kuwermetzl oe- .vyxc k aA^Wahrung het gesunden Brustkindern wegen Unsäblgkelt der Mutter zum Stillen. 2. Als ausschließliches Nähr, mittel bei Berdauungsstörungen durch artfremde Mitch, mögen dieselben bestehen m einfacher Dyspepsie bis äu den schwersten Sonnen der Kindercholera., 3. Als Ersatzmittel der Mlch überalL wo diese nicht vertragen wird. 4. Bei der Entwöhnung, namentlich im Sommer. Kopfschmerz o Schwindel o Unlust o Verdrossenheit o Nervosität o verschwanden, o voll! gez. ;er. A n (Sie, Apotheken, Drogerien usw. das Paket zu welches für ca. 14 Tage ausreicht. getan. Ich habe jetzt fast das 5. Paket geleert und werde weiter fortfahren, auch über meine vollständige Gesundung hinaus, Ihr Kratt- mittel als solches zu benützen. Morgens trinke ich zwei Tassen (1 voller Eßlöffel voll) nachmittags 1 Tasse (1 halber Eßlöffel voll) und abends wieder zwe iTassen. Kaffee und Tee habe ich vollständig gestrichen. Bei der Zubereitung benutze ich Mrlch oder etwas Sahne. Schon bereits nach 14 Tagen habe ich eine bedeutende Kraftzunahme und eine Appetitregung gespürt. Mein Aussehen wurde besser, die Spannkraft des Körpers und ganz besonders des Geistes trat wieder em. Kopfschmerz, Schwindel, Affekte, Unlust, Verdrossenheit, Nervosität schwanden. Bald konwe ich wieder meinen Dienst aufnehmen und verrichte jetzt, was ich besonders betone, einen sehr anstrengenden Dienst (6—8 stündiger Sortierdienst) ohne Unterbrechung. Trotz dieser körperlichen Anstrengung ijt mein Gewicht in 10 Wochen um 8 Pfund in die Höhe gegangen und hoffe bei Weitergebrauch meine frühere Straft und Körpergewicht wieder zu erlangen. — Ich esse jetzt die schwersten Speisen und entwickele Chemnitz, den 21. Februar 07. Seit einigen fahren hatte sich mein Wohlbefinden und mein sehr gesundes Aussehen ungemein verschlechtert. K?,.^^uachlassigter Aiagenkatarrh - hauptsächlich durch sitzende Lebensweise begünsttgt— hatte, stch schließlich zum chronischen Katarrh entwickelt. Atem Körpergewicht wnk allmählich bis, auf 130, Pfund herab (um 25 Psulid), bei meiner Gröge eme auffallende Magerkeit verursachend. Meme Gesichtsfarbe wurde fahl und ungesund,- meine Augen waren glanzlos, blau umrändert und lagen tief in den Höhlen. Meine Zunge war stets belegt, meine Lippen blutleer. — Ein fader, pappiger Geschmack machte sich nach jeder Mahlzeit, auch der leichtesten, bemerkbar. Die VerdauungStätig- keit wurde immer Wäger, sodaß schwerere Kost (Fletsch, Hülsensrüchte, gekochte Eier und später sogar Atilch und Mehlspeisen) nicht mehr verdaut wurde. Mein an eine sitzende Lebensweise ober auch an Bewegung im Zimmer gebundener Dienst bereitete mir wahre Höllenqualen, Kopfschmerz, Zittern, Schwindel, Unbehaglichkeit, 9ieruoiität, Ueberfüllung auch bei geringer Mahlzeit. — Ich versuchte eine Wurm- kur, — mein Zustand wurde noch schlechter. — Ich ging zum Arzt — Arzneien aller Art halfen mir für kurze Zeit. Der alte Zustand trat sofort wieder bei der gewöhnlichen Kost ein. Genaue Diät bei sehr leichter Kost befreite mich wohl vorübergehend von dem unheimlichen Druck, den ich im Magen spürte, aber die Konsistenz der Speisen tonnte mich nicht erhalten. — Meine Kräfte nahmen jetzt so überraschend abr daß ich Spaziergänge von IVs Stunde nur mit Anstrengung auszuftihren vermochte,- auch bei dieser letzten Kur büßte ich ca. 5 Pfund ein. Ich war dienstunfähig. Ihr ^Bioson" hat mir ausgezeichnete Dienste Von der dritten Jahrhundertfeier der Universität. '-1 Die Räume des Empfangs- und Wohnuugsausjchusses befinden sich am Montag, ^9. Juli und Dienstag, 30» Juli im Universitätsgebäude (Ludwigstraße 13), von 73 Mittwoch, 31» Juli an im Bahnhofgebäude (Nordostflügel). — Die in Gießen . rnsässigen, sowie die bis Dienstag nachmittag in Gießen eintreffenden Festteil- 4 lehmer (Ehrengäste sowohl als ehemalige Studierende oder Assistenten an der Gießener Aniversität) werden dringend gebeten, die Anmeldung ihrer Anwesenheit und die Ent- ui zegennahme des Festabzeichens u. f. w. bereits am Montag (29. Juli) und Dienstag j '30. Juli) im Universrtätsgebäude in der Zeit von 8—12% und von 3—7 Uhr be- wirken zu wollen. — Ebenda werden auch noch Wohnungen für die Festtage nach- gewiesen. cm/7 ' W Die für die einzelnen Festakte gewünschten Karten stnd Dienstag, den 30. Juli von 9 Uhr ab im Empfangsbureau im Kollegiengebäude (Nr. 13 rechts), am Mittwoch, den 31. Jnli im Empsangsbureau am Bahnhof abzuholem c*7, Sw iMmrdkÄ, Break ».IagdwageaMg?«: mafch. Fr. Schwan jr. Wetzlar. Fothr. und Kelg. 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