Samstag, 23. November 1907 FNttsles Blatt 157. Jahrgang Nr. 270 Lrschttnl tüglich mti Ausnahme de- Sonntags. De ..Sietzener Samilienblätter“ werden dem Mlmetqer* otennal rpöcbenthrf) betgelegt, daS *Krcisblütt für den Kreis (Diesen“ zweunal wocheml;ch. Ter ..kjefstjche Landwirt" erjchemt monatlich ctnniaL Notati onSdrucL und Verlag der Br üblichen Unioerfuäta - Bach- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- stratze 7. Erpedition und Verlag . &L Redaktion:TeU-Adr^ AnzeigerGießen. m-rband der Photographen Deutschlands bittet um eine Abänderung des 8 100 g der Gewerbeordnung dahm, daß ble^>nnungcn berechnt sein sollen, für gleichbleibende Leistungen Mindestpreise fcst- zu setzen" Die festgesetzten Preise sollen der Zunimmung der Aufsichtsbehörde bedürfen, um einem Mißbrauch bet der Pre.s'est- setzuna vormbeugen. Dies beantragt die Kommusion. dem Reichs fn 1131er als Maierial 3» überweisen. Cnn tt’.e’Jcrer ®U? $ ™ Barbiere gebt dahin, die Aushebung der bhgien.schen Verordnu gen für das Barbier- und Friseurgewerbe bei den ort bebörden ah bewirken, oder die Kouzessiomeruiig des^GewerbeZ herbeizu'übren. Sie begründen daS damit, daß nur in verelnulten Fallen daS Vorkommen von Hautkrankheiten auf die Barbieie zur - geführt werden könne; auch die Polizei ickeu Erlasse seren schwer durchführbar und für die Gewerbegeuossen ^ankend Halte man aber daS Barbier- und Friseurgewerbe für so gefährlich, so rnuste dafür gesorgt werden, daß daS Gewerbe nur von regelrecht au», gebildeten Leuten auSgeübt werde. Neber dielen Teil der Petition beantragte die KoniUiission Uebergang zur Tagesorruung. Abg. Irl kZtr.) stellt für die Frage der Festsetzung von Mindestpreisen den weilergehenden Antrag auf Berücksichtigung. Abg. Lattmann (Wirtsch Vga.l unterstützt diesen Antrag. In der ganzen Handwerkerfrage könne man den Handwerkern mit Recht zum Vorivuri machen, daß sie nicht einig seien, aber m dieser Frage seien sie einig Man empfehle immer Selbsthilfe ab« da gl bedürfe es der Organisation und des Zwange» durch bic Organisation. Abg. M.ilkewitz (kons.) stimmt gleichfalls dem Anträge auf Be- rücksichiignng zu. Auch die Handwerkskammern stehen im all* gemeinen einstimmig auf diesem Standpunkt. Abg Brühne (Soz): Die Handwerker machen sich sa selbst die allergrößte Konkurrenz. Mit den Mindestpreisen wird ihnen nicht geholien werden. Abg Dr. Mnzdan (fr. Vp.): Einigkeit herrscht bei den P.nnfttem in dem Verlangen nach Mindestpreisen. Aber darüber, wie es gemacht lüirb, ist bei ihnen die allergrößte Uneinigkeit. Wer soll ta§ prüfen? Die Polizei? Die Handwerkskammer? Die Handel»- kammer? Solche Vorschläge sind gemacht. Wenn daS durchgeht, haben die Handwerker garnichts, daun ist das wieder em papnwuer Antrag, wie ihn die Herren vom Zentrum so haiifig stellen Durch solche'zwangsweise Festsetzung von M'ndestpreueu wird der^Einzelne geAwungen, Preise zu halten, auch wo sie sind Wir alle klagen über die unerhorie Hohe der Fwstchprene. (Widerspruch rechts.) Nun stellen Sie sich einmal vor, daN> dw Fleischer-Zwangsinnung in der Hand haben sollte, willkürlich Mindestpreise festzusetzen. Das hieße dann nichts anders als einer Organisation das Recht geben, die Bürger zu schröpfen. Rennen Sie das Mittelstaudspolitik? Sie geben einer Zwangsinnnng die Mindestpreise und schädigen dauiit alle anderen, die die Preße zahlen Worauf kommt das anders hinauf, als auf eine allgemeine Erhöhung der Preise! Sie verhindern dadurch lediglich, daß das Handwerk sich die technischen Vorteile so zunutze macht, w,e es mutz, wenn es den Wettkampf mit der Industrie fuhren will. Herr Latt- mann und Herr Malkcwitz mögen nur die Handwerkerblat er lesen. Sie werden einen großen Umschwung in den Handwerkerkreisen finden. Aba. Göring (Ztr.): Herr Mugdan will dem Handwerker da? Recht nicht geben, aber die Aerzte selbst sind gerade dabei, sich Mindesipreise zu sichern. (Heiterkeit) Abg. Naab (wirtsch. Vgn.): Ueberall ist das Bestreben sich für die Produkte feiner Arbeit Miudenpreise zu sichern Die Gelverbe- ordnung hat diese Tendenz bei den Arbeitern; und iehen Sie stcy nur das Verhalten auch in der Großindustrie bei Snbnntsionen an! Ich habe hier eine Sammlung von SubnnnwuSblutem die das bestätigt. Wir wollen die ehrliche Arbeit nicht durch eine ^chleuder- und Schmutzkoukurrenz schädigen lassen. Diese Schmutzkonknrrcnz isl fein Wettbewerb mehr nach oben, sondern em Wettbewerb nach abwärts. Abg. Fuhrmann (nl.): Ich bitte, den Antrag anzunehmen ES sind eine ganAe Reihe von Kautelen gegeben, daß er fernen Zweck erfüllt. Die Regierung und die Handwerkskammern nmnen gefragt werden und auch die Handelskammern haben ein Gutachten zu erstatten. Es liegt also keine Gefahr für den Konmm vor ^>or Festsetzung der Mindestpreise wird immer eine emgehende Prüfung erfolgen. Wir müssen den Antrag aunebmen, um dem Handwerk einen Beweis unseres guten Willens, ihm zu helfen, zu geben. Abg. Gothciu (frs. Vgg): Ich bin der festen Ueberzeugung, daß Kartelle, von denen Herr Malkewitz zn Ipreckeu vergeßen hat, mehr schaden als nutzen. Aber eS finden sich xntn'f* Outsider, die schließlich so zahlreich werden, ratz cre Kartelle einmal gesprengt werden. Ber der ganzen tfrage oec Festsetzung von Mindestpreisen hat man ganz vergessen, datz der junge Anfänger dadurch schwer benachteiligt werden tuurie, denn er ist leicht geneigt, etwas billiger zu arbeiten, um sich Kundschaft zu erwerben. Die ganze Frage wbnn fie M nur auf die Barbiere bezieht, ziemlich harmlos. Die Barbiere wollen eben etwas mehr haben. Die Herren Kon,ervativen wollten uns aber bei der Sache über den Löffel barbieren. ^Heiterkeit.) eie fordern nämlich etwas, was bei den Barbieren vielleicht noch diskutabel ist, für daS ganze Handwerks Die Herren> von der Rechien sollten nicht immer davon sprechen, daß sie das Hand werk vertreten. Lesen Sie nur die Handwerkerzeitungen, dann werden Sie finden, daß daS Handwerk wieder freiheitlichen Ideen huldigt. Sie von der Rechten vertrelen nur den kleinen reaktiv- uäreu Teil des Handwerks. Man denkt sich die Sache mit der Einführung von Mindestpreisen sehr einfach. Wie wird das nun aber, wenn das Material und die Arbeitskräfte reurer werden? Woher kommt es denn, daß es dem Handwerk schlecht gebt? -schuld. daran sind nur die hohen Lebensmsitelpre.se. (Zurufe rechts.) Wenn -sie den Antrag anuehmen, so würden Sie nur ern Denuuz'at>ou4- und Spionogespsiem schaffen, denn es schadet wirklich nichts, wenn em Handwerker einmal ein minderwertiges Stuck billiger abgibt. (Beifall links; Unruhe rechts.) Abg Mnlkcwitz (kons.): Die Kartelle habe ich nicht vergesten. Aber dort handelt eS sich um freie Vereinbarungen, wahrend bei den Wünschen der Handwerker eS sich um eine staatliche Zwaugö- orgauisation handelt und die Kartellgefahr hier nicht vorhanden ist. weil die Kontrolle der Negierung da ist. Diese wird unverschauite Forderungen der Handwerker schon nicht zulaffen. UebrigenS wird hier ja nur eine Berechtigung, nicht eine Verpflichtung ausgesprochen. Wo hohe Fleisch- oder Brotpreise bestehen, werden ,ick wlche Zusatzbestimuiungen gewiß schwierig durchfuhren lassen, ^er zu den hohen Fleischpreisen beiaetragen hat, daS weitz ich nicht, liniere Bauern sind es zweifellos nicht gewesen. (Lebhaner Beifall rechts). Wir wollen die Landwirtschaft auch so stellen daß sie auch das Handwerk etwas verdienen laffen kann (Lebhafter Veimll rechts). Herr Dr. Mugdan — das hat mir weh getan (Heiterkeit) — hat von sogenannter Handwerler- Gietzeyer Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefien Nbg. Hoch (Soj.) erwiderte wie vorher Mollenbuhr. Abo Schack (wirisch. Vgg.) stellt nochmals fest, datz man auch in fozialdemokratifchen Kreisen allgemein der Ueberzeugnng lei bah bic Fraktion mit der Stellungnahme gegen dl- Kauf, ma'nnsgerichte eine der grötzten Dummheiten ihres Lebens gemacht Di- Aussprache schlietzt hiermit, das HauS tritt dem Kom- missionSantrag bei. Wistven. und Waisen- und Nrbeilslosen-Versicherung. Eine Eingabe des allgemeinen Handwerkervereins und InnunaSausschusseS in Dresden wendet sich gegen die geplante Schaffung einer Arbcsierwitwen- und -Waisen-Versicherung, sowie namentlich geaeu eine ArbcitSloienoeriicherung in Niickncht auf die außerordentlich starke Belastung.des elbstandigen- Handwerks durch die soziale Gesetzgebung. Die Arbeitgeber trugen d,e Lasten gern, hätten aber wenig Dank geerntet bei der Partei, tncld'e alk Lebenszweck die Arbeitermteressen zu vertreten ausgibt Beweis sei die wachsende Streitlust De Arbeitslo,en- Versicherung werde lediglich eine Präm e auf Faulheit werden. In der Verhandlung der Petitionskomwission wurde der aagreffive Ton der Begründung dieser Petitionen bemängel und Nisi Rücksicht auf die Erklärungen des Grafen Posadowsky zu den Beschlüssen deS Reichstags in der Frage der Witwen, und Waisenversickxrung Uebergang zur Tagesordnung empwhleu. ,edoch beschloffen, um alle Wünsche der Interessenten zur Kennln.s der Regierung zu bringen, die Petitionen dem Reichstag zur Kennt- nisnahme zu überweisen. Abg YfieSbertS (Zentr.) nimmt diese Eingabe zum Anlaß, auf die 'drohende Wirtschastskrisis aufmerksam zu machen und legt der Regierung ans Herz, rechtzeitig an Maßregeln gegen die Arbeitslosigkeit zu denken. Die Petit on wird nach dem Anbrag der Kommission erledigt. Die Invalidenrente der Bergleute. Die KnappschaftSältesten des Niederschlesifchen KnaPpfchaftS. Vereins ersuchen um eine Abänderung des ^'waliden-Versiche- rung^oesetzes dahin, daß die Mitglieder der Knappschait^.Pen. sionskaffe bereits dann als Knappschaftsrentner anerkannt werden sollen, wenn sie mehr als 50 Prozent ihrer Erwerbsfähigkeit ein- gebüßt haben. In der Petitionskomm ssion deS vorigen.Reichs- tagS, der eine gleiche Eingabe infolge der Auflösung nicht bat erledigen können, hatte die Regierung diese schwerwieaende Frage noch nicht für spruchreif erklärt. ES wurden aber Mißstande in den Bergrevieren und eine große Mißstimmung bei denBera- teilten anerkannt. Die Kommission beantragt letzt, die Eingabe als Material zu überweisen. Abg Sachse (Soz.'t beantragt in längeren Ausführungen Ueberweisung zur Berücksichtigung. Abg. BehrenS (Ebrisil.-Soz.) stimmt diesem Anträge zu. Es würden im Niederschlesifchen Revier vielfach Leute, die nur eine ganz kleine Landwirtschaft hätten, nicht als Rentner anerkannt. da sie angeblich noch so Vie! verdienen konnten, alö m diesem Bezirk der dritte Teil des ortsüblichen Tagelohns auS- machte. Damit können sie aber nicht auSkommen. Abg. Erzberger (Ztr.): Ich bedmire es, daß das preußische Abgeordnetenhaus die pensionierten Bergleute bezüglich des Wahlrechts so schlecht gestellt hat. ?lber wenn wir diese Petition hier zur Berücksichtigung überweisen, also den höchsten Grad des parlamentarischen Wohlwollens, dann werfen wir hie ganzen Grundlagen der Invaliditätsversicherung über den Haufen. (Zuruf von den Soz.i Das wollen wir gerade!) So, Sie wollen es: wir wollen sie ausbauen. Alle Berechnungen bei Schaffung und Reformierung der Invalidenversicherung hängen dann vollkommen in der Luit. Wie können Sie dem Reichstag Anmuten, ejnen solchen Beschluß zu fasten, denen Tragweite bezüglich der Kosten der Beitrage gar nicht zu übersehen ist! Abg. Molkenbuhr (Soz.) verteidigt den Antrag auf Berücksichtigung. Akm. Brejski (Pole): Die Kosten brauchen uns Nicht zu htm» mein Für andere Ausgaben wird ja Geld geschafft. Der Herr StacttSstfrctar wird eS auch in diesem Fall können. (Alls-tt.ge Heiterkeit.) __ Abg GiesScrtS (Ztr.): An unserer guten Absicht dürfen ^ie nicht zweifeln, aber auf Grund meiner Erfahrungen als P^sta"ds- mitglied der Landesversicherungsanstalt der Rheinvrovinz hale ich ein ^erhebliche? Bedenken liegen die Msstellnna der d0 Prozent. Viel notwendiger erscheint es mir. zunächst einmal dahin zu wirten, daß das Prinzip der Berufsinvalidität durckigefuhrt wird. Abg Sachse (Soz.): In der Agitation klingt eS ganz anders, aber hier, wo es gilt, Ernst zu machen, da und die H^ren Dringe- Berger. Das Wahlrecht den Leuten zu nehmen, daran haben Sie, das Zentriim. im Landtag tüchtig mitgeholfen. Für den Antrag auf Berücksichtigung 't'Mmen mit den Sozialdemokraten die Freisinniaen, die Polen und die Wirtschaftliche Der einigung Der Kommissionsantrag wird angenommen. Cbne Erörterung werden Eingaben betreffs ^IP^runflen der Rechtsarimaltsordnmig sowie Vereinfachung des Wechselprotestes als Material überwiesen. Die Yfestndeordnung und ba8 ländliche Koalitionsrecht Betrifft c:ne Eingabe eine? polnischen Agrarvereins. In der Petitionskommission gab der Negierungsvertreter b'e Erttarimg ab, daß es mit Rücksicht auf die in Aussicht stehende "'^sgesthliche Regelung des Vereins- und VersammlungSwesenS zweckmäßig sei, ehe man in eine materielle Erörterung der Frage eintrate den Entwurf abzuwarten. Die Petitwnskommnsion beantragt: die Ueberweisung der Petition zur Erwägung. Von der reckten Seite des Hauses liegt ein Antrag v 0 n D 11 d f en (fKpJ bor, im Sinne der Erklärung des Regierungsvertreters, den Gegen- stand von der heutigen Tagesordnung abzusetzen. Abg No^ke (Soz.): Das könnte dock nur Sinn haben, wenn man wüßte, daß das Veremsgesetz die Aufhebung der Gesinde- ordnung imb die Einführung des Koasitwnsrecktes für d Anblicken Arbeiter bringt. Vermutlich wird aber davon nicht die b s c h u n g von der Tagesordnung wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Freisinnigen beicklossen. Als Material an den Reichskanzler geht die Bittwlnift des Vereins der Destillateure für Dresden die sich gegen ben Wunsch der Apothekenbesitzer richtet, eine Veschrankung der im freien Verkehr befindlichen Artikel einzufuhren Der Verein befürchtet, daß im Verfolg dieser Bestrebungen auch die Krauteilikore, Magenbitter, Boonckamp, Kognak, Wertmuthwem usw. dem freien Verkehr entzogen würden. Mindestpreise im Handwerk. Der Bund deutscher Barbiere, Friseure und Perückenmacker- Jnnungcn, der Zentralverband deutscher Bäckerinnungen ui)b der Parlamentarische Verhandlungen. Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet. Deutscher Reichstag. 55. Sitzung. Freitag, 22. November. Am Tische des Vun'deSratS: Dr. v. B e t h m a n n - H 0 l l- weg, Frhr. 0. Stengel. Das Haus ist stark besetzt. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung ohne jede Förmlichkeit mit der Verlesung ber Eingänge und geschäftlichen Mitteilungen. Eingegangen sind außer dem Etat b.e Börsen- refüim, bas Vereinögeseh, Flottengesetz, Wechselprotest und andere. Tie Drucklegung wirb schleunigst erfolgen. ~ Der Präsident nimmt, während daS Haus sich erhebt, das Wort zu folgendem Nachruf für den verstorbenen Großherzog von Baben: Se. Kgl. Hoheit, der Großlxrzog von Baben, ist aus dieser Zeitlichkeit abberufen worben. Im Namen des Reichstags und jm Einverständnis mit ben Vizepräsidenten habe ich an der Bahre einen Kranz niedergelegt. Se. Kgl. Hoheit, der regierende Gro^- Herzog, hat mich beauftragt, dem Reichstage den herzlichsten Dank auszusprechen. — Weiter gedenkt der Präsident der seit der letzen Tagung verstorbenen Abgeordneten Nißler (kons.) und TaSbach (Zentr.). Darauf tritt daS HanS in die Tagesordnung ein. Zur Verhandlung stehen Berichte der Pet tionskommission. Soziale Reform im HandclSgcwerbe. Der erste Beratungsgegenstand ist eine Eingabe deS Deutsch- Nationalen HandlungSgehilsenverbandeS, die sich auf ben Ausbau ber sozialen Gesetzgebung bez eht. Unter ausdrücklicher An- erkcununa des sozialpolitisch bereits Erreichten verlangt sie eine SBeilerfülirung ber Versicherungs-Gesetzgebung und insbesondere de PensionS- und Hiuterbliebenenversorgung sowie die Ausbau- nng des Unfall, und Krankenversicherungsgesetzes, ferner die Schaffung einer besonderen StandeSvertretung durch besondere Abteilungen für Handlungsgehilfen in den Handelskammern, asio Cinrichtnng paritätischer Handelskammern. Die Petitionskom- Mission hat diese Wünsche der Handlungsgehilfen einmütig gebilligt und mit Rücksicht darauf, daß d ese Forderungen sckon wiederholt im Plenum und Kommission verbandelt und auf daS Wärmste befürwortet worden sind, die Ueberweisung zur Berück- fidjtigung beantragt. Molkenbuhr (Soz.) richtet bei der Befürwortung der Peti- tton leidenschaftliche Angriffe gegen den Zentralverband Deutscher Industrieller und gegen den Deutsch-Nationalen HaudlungS- gehilfenverband. D eser mache sieh jetzt die Bestrebungen der so- zialdemokratie zu eigen und gebe sic als die seinen aus. Sckack (wirtsch. Vgg.): Die Sozialdemokratie hat bisher nicht das Geringste für die Handlungsgehilfen und Privatbeamten ^^^Ihre Vorschläge aus früheren Jahren.sind einfach unbrauchbar gewesen, und was die Pensionsversickerung anlangt, so hat sie bnifln überhäuft nickt den allerger ngsten Anteil. Gerade sie ist 1 es, die jetzt nachhinkt. Herr Molkenbuhr sckeint sick zu bemühen, ben Wunsch seines Vorgesetzten Bebel vom Effener Parteitage zur krsüllung zu bringen."die 600 000 .HandlungSoehilsen der So- zialdemokratie zuzufübren. Er möge davon ablasien. Die Hand- lungSgehilken, die Privatbeamten wollen mit der Sozialdemokratie nichts zu tun haben. Abg. Molkenbuhr (Soz.): Der große Untcrfch'cb zwischen uns und Ihnen ist der: Sie wollen nur für die Handlungsgehilfen was haben und nichts für die Arbeiter. Wir wollen beide gleich behandeln. Eine weitere Aussprache schließt sich hieran nicht, die Petition wird zur Berücksichtigung überwiesen. Die Feuergefährlichkeit deS EelluloidS. Eine sckon mehrfach behandelte Frage betrifft die Gefährlichkeit des EelluloidS. Eine preußische Regierungskonferenz hat bereits im Jahre 1904 bei der Beratung von Maßnahmen zur Erhöhung der Feuerückerhe t der Gebäude mit feuergefährlichen gewerblichen Betriebsstätten auch die Frage des Feuerschutzes in ber ErlluloidwarenIndustrie besonders erörtert. Diese Beratungen sind aber, wie der Vetitionsberickt mitteilt, noch nickt ium Abschluß gelangt. Die Petition macht ben Vorschlag, be m verkauf von Celluloibwaren und besonders von Celluloibspicl- waren den Verkäufer zu verpflichten, den Käufer auf die außerordentliche Feuergefährlichkeit hinzuweisen. Die Eingabe wirb zur Erwägung überwiesen. Obligatorische ArbeiteranSschüsie einzuführen, fordert eine Petition des Verbanbes der katholischen Arbeitervereine der Diözese Münster. Diese. Eingabe wird dem RcichskanAler zur Erwägung überwiesen und die darin aufgestellten statutarischen Bestimmungen als Material. Die Einrichrung von Handelsinspektionen. Ter Verband Deutsch-Nationaler Handlungsgehilfen sowie ber Verband katholischer kaufmännischer Vereinigungen Deutsch- lands haben Eingaben an den Reichstag gerichtet, in denen sie um die baldige Schaffung eine? Gesetzes, betreffend Anstellung von Handelsinspektoren bitten, und zwar am besten unter Angliederung an die Organisation der Gewerbeaufsicht. Im einzelnen wünschen sie ferner Handlungsgehilfen als Assistenten der Handlungsinspektoren. Gegen diese Petition wenden fick eine große Reihe von Eingaben von Arbeitgeber- und kaufmannlscken vereinen, u. a. des Zentralverban'dS Deutscher Kaufleute und Gewerbetreibender und der Handelskammer Kiel. Sie fuhren msbesomere an, daß die Schaffung eines derartigen Komrollorgans da» Verhältnis zwisck>en Prinzipal und Gehilfen trüben muffe, und daß die bisher zum Schutze ber Gehilfen erlaßenen geglichen Vestnn- »Tnnen3u"b bmn San6t,abunfl burdj bic betreffenben Morbcn völlig auSrcidxnb feien. Tie 8ßetttion8!ommi|iwn h* ben ÜPünfcbcn ber HanblimgSgchilfen an unb beantragte Uebcr^ttnng ber Petition zur Berücksichtigung, dagegen Uebergang zur ^agcs ordnung über die entgegenstehenden Petitionen der Prinzipale. Abg. Hoch (Soz.) befürwortet die Petition der Dandlungr- gehilfen^ indem er in derselben Weise wie vorher Molkenbuhr die nickisozialde.nokratischen Vertretungen der Handlungsgehilfen 0tCif Hba Sckack (wirtsch Vgg.): Sie haben immer bloß Worte W%®^nnciniolM Sie dagegen gestimmt. Sie haben m so^r gegen die Kaufmann^ ialionSmakcial. auch nichts dagegen haben, wenn der Staat fiel Submissionen Mindestpreise festlcgt. Ader das geht nicht bei Zwangs- innungen. Wie soll es bei meinem Schreinergewerbe möglich sein Einheitspreise zu machen und wie sie den verschiedenen Pl eisen der Rohprodukte anzupassen? Ich würde die Durchführung des Antrages für ein Unglück halten. (Beifall links.) Die Aussprache schließt. Gegen Freisinn, die große Mehrheit der Nationalliberalen und die Sozialdemokraten wird .er Antraa Irl angenommen. (Hohngelächter im Zentrum.) Im Heutigen mub der Kommissionsantrag bestätigt. Das Haus vertagt siw. ‘ Der Präsident macht Mitteilung von folgender Interpellation des Grafen Kanitz: Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun um den Unzuträglichkeiten zu begegnen, welche sich an5 der jetzigen Höhe des Bankdiskonts ergeben? Die Interpellation wird aus die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen gesetzt werden. Morgen 1 Uhr: Vertrag mit den Niederlanden und Majestäls- beleidigungen. Schluß nach 6 Uhr. EL GräBnebaum Bahnhofs ?r, 35 Bahnhofsfr SW* Freie Besichtigimg ohne jeden Kaufzwang* "dT Freie Besichtigung ohne jeden Kaufzwang kostenfrei und unverbindlich. SK3 D16/, 124 [1000] 402 55 [10000] 921 [500] 64 187116 [ 3000] 652 917 957 92 C05 554 ,931 794 283017 101 743 829 827 271 658 520 135 745 860 233 563 884 887 725 104 183 892 405 644 ”02 901 933 551 692 805 831 98 418 495 528 453 220 523 400 317 719 '73 979 177 613 836 610 SCO 415 877 255 394 659 2-18 339 914 218072 220106 50 2 21135 2 2 2086 175 946 223275 777 296 401 18 59 66 76 [1000] 92 991 190391 797 1 93109 Stück 4 Pfg. Jakob Blatt rnus. [7181] Kragen Serviteurs Manschetten Manschetten- Knöpfe [500] .8 82 338 11000 ] 87 615 55 [3000 ] 763 804 1 4 8 305 [1000] 571 73 86 609 851 98 903 96 [500] 149169 232 438 565 686 751 [1000] 896 932 81 150084 105 312 485 722 825 49 96 151398 491 511 32 97 740 864 78 88 152358 403 630 [3000] 8-15 950 153022 195 464 584 GSl 722 30 815 19 916 61 154249 58 415 655 801 17 87 915 93 155094 150 71 619 156049 [3000] 207 405 987 157066 774 902 20 71 83 158021 144 313 [3000] 18 501 703 11 939 159096 223 473 641 60 89 721 879 16 0018 767 842 1 61125 87 [500] 266 |1000] 90 353 609 Gl 704 [500] 162002 613 [1000] 855 923 163009 254 [3000] 94 473 585 57 608 779 887 164138 52 348 470 165060 [1000] 286 360 [ 500] 166,16 541 551 62 722 167064 214 307 513 695 781 870 933 SS 168000 215 36 [3000] 321 527 622 [500] 756 882 953 1 6 9 079 250 420 588 603 752 62 84 Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. ßlusikaiien-Handlung und -Leihanstalt _____Spezia’ität: OtilliRc Ausgaben. 712 [500] 55 [1000] 197178 719 1 9 8066 103 1000] 1 49 99 214 72 [1000] 367 629 744 91 199115 30 65 213 321 [1000] 24 [1000] 36 5 93 614 61 96 709 200157 (500] 220 65 [ 5001 399 418 589 789 2 01127 56 308 32 93 496 544 51 292161 326 86 537 93 719 71 256 534 678 730 85 188091 381 [500] 189062 519 806 983 [1000] 89 901 81 19 1 882 1 9 2020 202 561 [500] Augr.Wa agr Seltersweg 60. 15 25 586 679 844 212255 69 389 5-16 648 712 870 213467 80 597 604 828 [500] 2140-18 218 309 442 964 203141 216 [5001 454 576 92 627 773 840 52 84 95 204025 79 196 [500] 205 796 844 78 79 91 205036 [1000] 31 318 70 601 "10001 65 [1000] 884 206073 393 428 75 702 851 937 207008 114 299 529 683 99 62 73 208165 76 369 531 656 69 84 [1000] 700 71 28 2O9009 251 [5001 79 409 856 81 210005 37 325 400 51 754 78 910 38 71 211126 Selbstverständlich sind freie festzusetzen, und man wird 817 941 224 289 754 906 207 M Eini9° wenig gebrauchte neu hergerichtete Zeiss-Copier- ™ maschinen billig abzugeben. W s «V. IM Es»Bist EMseS» Telepli.tli D MWIWZWMMZMMMMMMMW Wieland (D. Vp.): Auch ich bin ein Handwerker und habe im Frühjahr verschiedene Punkte zur Besserung der Lage des Handwerks behandelt. Leider muß ich hier mich mit meinen Crwerbs- klenossen in Gegensatz setzen. ~ ‘ * " ' Innungen berechtigt, Preise Ernst Challier (Molphs Nacht.) Giessen. Spezial-Geschäft für Musikwaren aller Art. 400 209 feinste Ware, im Ausschnitt bei Georg Wallenfels, gegenüber der Engelapothekc. 461 80 739 827 977 84 224013 81 530 ,1 73 618 981 [5001 225055 r30001 59 80 ?19 011 87 93 "01 811 [5001 48 910 226214 497 DD4 11? fL»?5»«»845 941 f5,001 68 [MO] 227008 34 ^AA?901 2 2 8192 256 344 653 923 38 229087 162 M 500] 46 538 611 701 968 350 486 92 97 "50'1 620 21 756 62 91 913 [1000] 253 535 [ 10001 602 759 69 877 [3000] 312 457 65 HO^Ol 526 645 50 [3000] ------ 275 439 878 981 194013 276 428 681 [1000] 50 195128 [1000] 471 607 957 1 96’68 96 405 662 217236 [5001 452 544 [500] 818 124 429 2 1 9038 371 411 43 851 i 7 0063 102 [1000] 58 385 [1000] 463 822 64 936 171382 475 86 [1000] 504 649 745 93 846 974 [500] 17 2039 215 [1000] 702 895 173351 73 89 [500] 424 723 873 93 174333 449 521 638 895 995 175349 84 411 570 605 28 [500] 745 176013 199 [3000] 380 479 669 1500] 723 76 177083 93 [500] 454 [3000] 585 787 978 178’24 [500] 314 472 584 914 179019 79 230 77 [3000] 538 44 180183 288 479 530 65 705 12 181957 91 182018 366 469 98 593 832 82 183010 86 360 429 56 525 184133 -62 329 70 [500] 630 773 951 18 5 028 278 [1000] 433 78 186158 235 ------------ ’ --- COPMASCHINEN l eqis neueste Modelle, Vorführung § fei 556 63^4^7 [3000] 621 27 46 141332 ix -i34 48 78 808 13000] 906 43 142150 58 898 543 704 [143528 >5 797 LßOO] 1*4163 289 385 420 868 916 58 85 215116 205 351 608 45 785 216022 96 131 261 343 ... ' 2792^V3M81‘“^ --------- 28U® 239 559 sw ®9’S1. 7,1. ” Moderne, hochelegante, neueste Lindener- und Manchester- EaSB SPGy* haltbare *1$^ Garantie- Kleider-Sammete schwarz u. farbig, glatte 2.75-5 M., gestreift und gerippte 2-3.50 M. o Unzerreissbare für Knaben, a Entzückende haltbare seidene Biussn-Sammete Meter 3“6 M. Seidene Jackett - Sammete und Plüsche, Meter 3.75 bis 24.00 M Muster auf 5 Tage zur Wahl. Sammethaus Louis Schmidt Hannover ly.Kais. Königl. Hoflicf 58« ß1«?^9^62! ni 15001 340 795 973 [500] 10 1 384 451 238, in^nL°?A15. 80 868 426 1500] 554 632 42 709 i/?,.G3„81 103030 1500] 118 86 89 444 705 879 943 [5001 }2J430 792 1 0 5045 | 3000] 138 48 204 305 89 874 iSni877 107314 63 426 lsoool 732 816 u2 }«?8i nn?° 49 85 294 ।10001 98 335 565 630 725 59 980 ,?9°21 5001 206 321 87 497 543 636 799 910 45 -7^« 7 152?L6iV? 751 94 130001 1110°2 77 343 763 98 112003 l50°i 124 289 663 113 002 472 511 114001 103 58 206 410 671 758 115206 430 [ 3000] 1 1 lyna4«6 130001 867 970 1 1 °0C4 263 364 660 809 J® oWK 527 637 15001 724 805 118130 421 52 897 56 97 119204 59 855 74 420 705 120099 174 201 34b 412 66 80 688 [500] 997 1 2 1 317 Kl 122085 [ 500] 155 270 72 1500] 422 598 [ 500] 767 892 910 [1000] 33 1 2 3 026 11000] 79 139 439 745 , 04 935 52 .5000] 124101 325 547 633 364 130001 q« 88 833 799 1 26119 31 34 63 243 310 770 °71 oÖ, 8.7 448 75 554 632 763 959 128010 854 cqq 476 129077 [500] 226 832 525 38 601 714 60 180873 [3°°0] 77 905 22 1 81168 334 55 95 588 688 9o8 1 8 2 067 327 784 959 1 8 3 069 [500] 480 [500] 572 1®415? 210 919 27_ 1500] 88 185050 175 99 373 36 519 912 73 186073 287 527 729 991 187023 99 124 545 61 709 [10000] 897 905 7 188132 264 399 445 765 935 [500] 189003 21 190 272 421 63 501 736 62 100029 209 376 [1°°°] 677 921 29 957 191044 60 [1000] 143 311 13 649 717 861 965 192132 79 96 [5001 J«6tn728 45, 193168 471 521 72 [1000] 629 194220 i4r^9 531 15001 93 608 840 195100 344 468 597 663 946 196005 38 241 81 454 [1000 ] 677 705 388 1 97135 315 546 [500] 624 738 81 920 198208 422 644 728 906 20 0007 175 243 443 523 [1000] 68 85 753 803 61 201362 572 96 631 786 834 2 0 2594 857 2 0 3 242 449 516 7o3 851 204023 249 76 310 SO [3000] 537 893 979 205’11 889 496 805 2 0 60-11 168 220 421 [1000] 74 98 504 79’ 940 2 O7012 [1000] 130 249 85 321 23 537 2 0 8019 142 863 ?<7 743 63 977 2 09123 [200] 33 519 50 [3000] 618 798 57069 236 33 318 452 - 210 7?7 633 773 86 lbOÄ 6 0 009 336 410 561 6 1 077 118 201 315 57 465 525 62;?? 16001 99 856 6 3125 202 89 552 “0 5» 64100 1 [500] 317 33 67 423 653 797 9a -« a- 744 84 6 6 42 7 3 1 530 [1000] 6 7004 23 6’9 ( 30001 99« 08419 110001 °1 [2000] 519 630 834 69107 44 5 ist ein Handwerkerfreund, Lonborn der, den die Handwerker dafür olle die Handwerkergesetze der lebten Lafore ae- . W-r hat sie verlangt? Dik rechte Seiie^md ^v°n der ßanbmerferfm nhm,r £ 28 ic sind nicht nur wa-nannt- Handwerkerfreunde, wir meinen es offen und ehrlich mit in^is§?e''p^^si^^ ?0TICn nbm bie Konkurrenz mit der Groß- cn' *2!r roo?" v-rnnnftig- Znsiände wieder im 2?c'"l baS Haus unserem Antrag zustimmt, dann tun wir etwas sur das Handwerk, für das es alle Ver- anlastuug hat, uns dankbar zu sein. (Lebhafter Beifall rechts.) . . ^g. Dr. Mugdan (fr. Vp): Ich unterstelle Ihnen nicht, daß Sie nicht handwerkerfreundlich sind, aber Ihre Parteigenossen om!-6C§ <"rtsUpkJ0T!; utl§ .aI§ Handwerkerfeinde hinzuftellen. ^^..^den für das Handwerk ein ebenso warmes Herz, wie Herr Malkewitz und leine Partei. Auch ich halte es für unbedingt nottvendlg, daß das Handwerk sich der Schleuderkonkurrenz erwehrt, sCl\-&ao^ bJe Unterbietung ein großes Unglück ist. Auch ich will, daß die Landwirtschaft floriert, auch zu>n Besten des Handwerks. Aber absolut falsch ist es, das auf dem Wege der ZwangS- maßregeln zu tun; und da ist es ein sehr großer Unterschied, ob einer Zwaugsiunung das Recht gegeben werden soll, oder einer privaicn Vereinigung. Aus den Aerztevereinen kann jeder aus- treten. Wie soll eine Schuhmacherinnuug Mindestpreise festsetzen, und wie wollen Sie den Käufer verhindern, dann ins Warenhaus zu gehen ? Außerordentlich wundere ich mich über die Rechte. Sie, die sonst gegen alles Sozialistische ist! Abg. Nieseberg (Wirtsch. Vgg.): Als sebständiger Handwerks- mel]ter glaube ich mehr Erfahrung zu haben als Herr Gothein und Herr Mugdan. Uns Handwerksmeistern hat der Paragraph 100a alle Die Jahre als eiserne Schleppkugel an den Füßen gehangen, und dagegen Stellung zu nehmen, das überlassen Sie uns, den Handwerkern selber, und nicht den Doktoren usw. (Beifall rechts und im Zentrum, Gelächter links.) Wir Handwerker verlangen ja nichts Wetter, als uns den heutigen Preisverhältnissen anpassen zu können. Wir müssen uns von den Syndikaten und von den Ar- beitern Preise diktieren zu lassen. Ich als Bäcker darf nicht einmal das Backgeld erhöhen, also wo es den eigenen Arbeitsverdienst betrifft. Sie sagen: Selbsthülfe, nun, das ist ja Selbsthülfe! (Gelachter links.) Aber ba werfen Sie uns Knüppel zwischen die Beine. Das ist man doch schon längst gewohnt. Bei den nächsten Wahlen werden auch die Handwerker im Wahlkreis von Herrn Gothein sagen: Hand wird nur von Hand gewaschen. Im Gewinnrade verblieben: 1 Prämie zu 300 000 M., ?aGa "o™ä 150 000’ 1 ä 100 °°°. 3 ä 50 000, 1 ä 40 000 10 ä 30 00°- 13 ä 15 000, 38 ü 10 000, 69 ä 6000 K 3000, 1504 b 1000. 2255 h 500. ’ 7 Complette Bürgerliche Wolmungs -Ausstattungen Grosse Auswahl, billige Preise bei guten Qualitäten. 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(Nachdruck verboten.) 86 326 30 481 628 734 1063 80 3-12 405 695 753 835 An-?:,1 2061 94 859 92 577 623 67 970 3489 596 963 [1000] 403"_233. 793 851 5160 63 73 [1000] 607 361 6199 316 i-3Jnl7 a7-r33. 64 ,444 520 913 83 8299 335 520 80 658 [oOO] 90d6 12a [500] 229 570 [500] ooa 11O°93 L259 130001 79 f*8 778 11066 34 [1000] 91 e“9,4.;0 93 019 700 19 [500] 67 814 56 99 12313 535 1°4r ?nn i110001 337.13000J 78 401 667 743 „„„ Af [1000] 545 91 [3000] 605 924 15073 481 □ 13 631 [1000] 802 16003 51 113 [ 500 ] 2a7 37* 805 >8 ?OOO]Qe37r 17129 014 747 73 926 18116 275 330 64 7^ [oOO] 8^6 950 77 19272 [500] 479 624 [500] 2034 4 514 93 600 707 21253 375 452 77*> 999 22’cn f-nnl^-n93^100?1 871_23315 526 784 399 957 2 4 067 *68 [oOO] loO 96 395 504 59 663 [1000] 2 5 039 170 [500] ■"'RS [500] 392 447 506 26-065 174 515 674 777 27088 90 «1 VÄislÄ ;,03 41 533 517 30 »•“ yj3 jz id 302 812 33 s?O°76 129 11000] 237 592 723 31090 [ 3000] 302 25 ’4 lo001 447 660 88 929 7 9 3 2 035 7 0 84 3 3 05 5 2 39 389 93 4a3 o4 77 95 791 852 83 905 34064 105 130001 ->«« 333 90 [500] 99 418 631 [1000] 35137 [ 3000] 533 640 38191 235 396 455 [500] 96 530 [10W] 752 [3000] M4 n ^>6 Op?. 127 311 73 437 1300°J 238 839 59 3 8133 685 7-8 ^4 936 3 9 061 309 516 671 [500] 814 54 137 310 69 484 98 SSO 614 748 960 41051 84 41 30001 r09 342 418 83 8,8 50 70 740 9’3 49 2fi5 110001 302 15001 427 18°°J 50 [1000] 553 [1000] 65 719^68 AAnnx i10001 91 97 99 323 519 792 [1000] 803 55 60 [1000] 44065 110 478 530 [10 000] 62 72 611 58 67 93 802 949 78 219 44 ” , 50726 [1000] 839 [1000] 76 914 03 76 91 51r>94 «,10 18 48 507 824 53 83 52134 206 73 367 759 322 53172 5I? 70 84 942 54035 355 513 676 36 706 [3000] 97 990 55289 460 707 [5000] 56555 7QR 99V 726 803 66 903 [3000] 582a7 4 59122 •" ' 145!51 294 389 780 [3000] 914 3.3 146103 373 409 10 14 / 034 139 13000 ] 416 [500] 76 645 I48"I1 93 [8000] 386 893 149057 [1000] 93 121 42 89 221 404 566 70 S71 15 0033 121 262 481 651 833 94 |5OO] 15 1 296 99 554 667 741 152007 .313 [ 500] 503 913 1 5 3012 89 101 63 70 434 535 41 635 789 154289 319 30 592 653 96 768 1000] 15 5 04 1 79 98 10 1 89 99 4 05 667 729 828 1 56 1 78 [500] 273 335 783 899 157025 301 [500] 2-1 75 527 L500] 625 966 158016 264 375 442 55 722 48 54 825 [1000] 62 91 970 159013 114 46 55 72 352 548 860 oa -ic?»0167 229 60 518 852 161426 822 40 [3000] 902 61 So 1o?x2507 ?08 33 91 18001 868 83 951 163118 338 47 903 1100?J 164297 517 8-l 701 68 [500 ] 886 954 en, ^oo. 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