S7r. 49 »rf*tlut tS-ltch außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die -tehener Familien- blätter viermal In der Woche beigelegt und zweimal wöchentlich da? Urri,blatt für den Kreis Siehen. Yernfprech-An- schluß t. d. Redaktion 112 Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: «nzeiger Aietzc«. Erstes Blatt 157. Jahrgang Mittwoch 27. Februar 1907 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und steindrnckerel. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchnlftrahe 7. veza gsp retsi monatlich 76 m.,Dtfrtel» jährlich Mk. LL0. durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich Ko Pf.; durch die Post IW. 2.— viertel- jährt. audschl. Beüellg. Annahme von Anzeige» für die 'ZaflHnuminet bi- vormittags lu Uhr. Zeilenprei»: lokal lbstl^ auswärts 20 V'ennig. verantwortlich tur den poliL und allgem. Teil: ’lk Witiko tüt „Stadt und Üanb' und .Eenchtssual'. Ernst p e ß, sur den An- zeigenteU: £>anS Beck Aie heutige Yummer umfaßt 12 Seiten. Ate tztaldevatte im Reichstage. n. R. Berlin, 26. Febr. Tie heutige Sitzung wurde eingeleitet durch einen Heiter» keitSersolg deS Präsidenten Gras Stolberg, der in aller Harmlosigkeit eröffnete, von dem Händeklatschen gestern nichts gehört zu haben. Lian habe ihm davon erzählt und ec mache darauf aufnlerksam, daß solche Beifallskundgebungen im Reichstage unstatthaft seien. Die Ermahnung als solche war nid)t überflüssig, denn bereits wenige Minuten später befand sich das Haus in animiertesler Stimmung. Bebel sprach, und er sprach anfangs so temperamentvoll, so packend, wie nur je in den letzten Jahren. Die Wahlniederlage hat die Kampfeslust deS SozialislenführerZ nicht nn mindesten beeinträchtigt. Er setzte „auf einen Schelmen anderthalbe', indem er zum Behagen der Herren vom Zentrum darlegte, daß auch andere Parteien als das Zentrum sich um die Wahlhülfe der Sozialdemokratie bemüht haben, so die Äiationalliberalen in Baden, die konservativen Herren vom Flottenverein bei den ReichStagöstichwahlen. Die „moralische Entrüstung' über Wahlbündnisie mit der Sozialdemokratie sei also wenig gerechtfertigt. Tie „sogenannte Niederlage' seiner Partei nimmt Bebel nicht tragisch; eS werde bei der nächsten Wahl gelingen, die Abgesprengten wieder um das rote Banner zu sanimeln. Von RcchtS wegen müffe der größere Teil dieses Reichstages nach Hause geschickt werben, denn er sei gewählt auf Griind ungesetzlicher Beeinflussung der Wahl. (Große Heiterkeit.) Aeußersl scharf angegriffen wurde von Bebel die nationalliberale Partei, doch auch über die Regierung ergoß sich em gerüttelt Maß satirischer Kritik. Fürst Bülow sah sich dargeslellt als schwarzer Mann der Realtiou. Der Kanzler verzog bet diesen und ähnlichen unschmeichelhaften Bildern keine Miene. Er hörte aufmerksam zu, auch dann, als Bebel in seinen alten Fehler der Weitschweifigkeit verftel, die ihn sogar zur Erwähnung des „Hauptmanns von Köpenick' führte. Wiederholt zog Bebel den Fürsten Bismarck heran zum Zeugen dafür, daß Fürst Bülow dec Sozialdemokratie Unrecht tue, wenn er ihr gesetzgeberische Produktivität abspreche. Das Urteil in der Thronrede wäre nicht möglich, wenn Fürst Bülow von dec Sozialpolitik überhaupt etwas verstünde. Hier rief Vizepräsident Dr. Paasche den Redner zur Mäßigung. Doch Bebel hatte gesagt, was er in dieser Sache sagen wollte, und wandte sich, am Beginn der dritten Stunde seiner Rede, zu einer Besprechung dec auswärtigen Politik. Er sieht eine neue Flottenvorlage voraus und freut sich, daß im neuen Reichstag eine aus Zentrum und der gesamten Linken bestehende Mehrheit vorhanden sei für das System der direkten ReichSsleuern. Unter diesem Gesichtspunkt kann also auch die Sozialdemokratie mit dem neuen Reichstag zufrieden sein; es fehlt nur noch die Flottenvorlage. Mit Bezug auf den Einfluß des Flottenverems sieht Bebel doch wohl zu schwarz. Der Verein mag fordern, was er will, für uferlose Flottenpläne wird der bürgerliche Liberalismus nicht zu haben sein, und solche Belastungsprobe dem liberal-konservativen Zusammenhalt zuzutrauen, wird sich die Regierung vermutlich hüten. Bebel konnte es sich nicht versagen, die jählings envachte Kolonialbegeisterimg des Herrn Dernburg, von der beim Banküireklor Dernburg nichts zu spüren gewesen, zu verspotten. Em Gleiches widerfuhr den „Gedanken' des Kanzlers an politische Reformen. „Wir wollen Taten sehen! Wir verlangen gerechte Behandlung deS Arbeiters, gleiches Maß für alle Volksklaffen!* Erregte Rufe rechts: „Sie terrorisieren!', worauf Bebel feierlich beteuert, er mißbillige jede Verfolgung und Schädigung um der politischen Gesinnung willen. In einem Sturm des Beifalls und des Widerspruchs beendete Bebel mit dem Ausruf: „Unser die Welt — trotz alledem!' seine dreistündige Rede. Fürst Bülow zeigte durch seine unverzügliche Gegenrede, daß er Bebel und dessen Partei nach wie vor ernst nimmt. Gleichwohl handhabt der Kanzler zunächst die Waffe des WigcS. In dec satirischen Erörterung dec „wohl- öerbienten* Niederlage der Sozialdemokratie konnte er sich nicht genug tun. Ec zog die Parallele zwischen August Bebel unb Julius Caesar, während die Sozialdemokraten bei den Wahlen mit einem auf den Kriegspjad ziehenden Jndianer- starnm verglichen ivurden. Auch des „Sauheerbentones' wurde Erwähnung getan und dec Erwartung Ausdruck gegeben, daß die Behörden die persönl. Freiheit der Bürger mit Energie schützen werden gegen den „Despotismus der Sozialdemokratie'. Es war jedoch ein bemerklicher Unterschied zwischen der Abrechnung, die Fürst Bülow gestern mit dem Zentrum hielt, und der heute nut der Partei Bebel vorgenommenen. Die Sozialdemokratie, die revisionistische Richtung in ihr, gibt Fürst Bülow völlig verloren für ein praktisches Mitarbeiten in der Politik. Tas Zentrum gibt dec Kanzler offenbar nicht ganz verloren. Im Ganzen war Fürst Bülow gestern als Redner glücklicher, er schien heute nicht so gut disponiert. Hoffentlich werde die „rote Gefahr' durch Arbeit und Wachsamkeit dec bürgerlichen Partei bei den nächsten Wahlen endgültig ariS dem Felde geschlagen, hoffentlich iverde eine Zeit kommen, in dec bas benlsche Volk auf bie sozialdemokratiiche Bewegung wie auf einen wüsten Traum zurückblicke. Etwas viel Optimismus angesichts deS Stnnmengewlnncs, den die sozialdemokratische Partei bei der Wahl tatsächlich erzielt hat. Auf diesen Gewinn paßt die Sentenz: „Hochmut kommt vor rein Fall' nicht ganz, die Fürst Bülow seiner Rede zu Grunde legte. Man hörte später in der Wandelhalle einen sozialistischen Führer sagen, der Kanzler möge des „Wer zuletzt lacht, lacht am besten' eingedenk sein. Dnrchiveg einverstanden mit dec zuversichtlichen Auffassung des leitenden Staatsmannes schien nur die Rechte, die dröhnenden Beifall spendete. Das Zentrum hüllte sich in kühles Schweigen. Nicht recht befriedigt waren die Fraktionen der bürgerlichen Linken: man findet hier, Fürst Bülow habe sich m Wiederholungen ergangen. Den Beschluß der Sitzung machte eine knappe Etatsrede des Abg. Frh. von Richt Hofen (fonf.). Am Zukunftsprogramm des Kanzlers gefällt ihm am besten die Verheißung einer mittelstandSfreundl. Politik, dagegen hätte er die Fortdauer der agrarischen Tendenz der Wirtschaftspolitik „unter- strichen' gewünscht. Morgen, Miltivoch, werden die Redner der Vereinigten Linken —- Abg. Naumann soll bei dieser Gelegenheit debütieren — Stellung nehmen. politiidx (Eagcsfcbatu Bulows neues Programm. Schon am ersten Arbeitstage der neugewählten DolkS- vertretiing hat Fürst Bulow Gelegenheit genommen, einerseits über den Wahlkampf große Abrechnung zu halten, bann über auch sein Programm angesichts ber veränberten Situation im Parlamente darzulegen. Aeußerlich stellte sich seine Rede als eine Antwort auf die Angriffe deS Zentrums- führers Spahn und die Ausführungen des nationalliberalen Abg. BaffermaNn bar, aber bie ganze groß angelegte Rede war zweifellos vorher auf das sorgfältigste durchgear- beitct und dazu bestimmt, aller Welt den Standpunkt deS Reichskanzlers barzulegen. Fürst Bülow ist ein vorzüglicher Sprecher und auch gleichzeitig Meister deö Ausdrucks, und während man oft bei den glänzendsten Rednern die Wahrnehmung machen kann, daß sie mit dec Zeit bedeutend nach- laffen und ermüden, muß man sagen, daß seine Reden an Diktion mehr und mehr gewinnen und daß er sich, wenn auch mit Benutzung einiger humoristischer Lichter, überwiegend an die Sache hält und diese für sich selbst wirken läßt. Bon größerer Bedeutung als der Rückblick auf bie Wahlkampagne unb die habet zu Tage getretenen Erscheinungen, sind bie Ankündigungen des Reichskanzlers über seine künftige Politik. Ganz speziell aufgefallen ist seine Bemerkung, daß in einem künftigen Wahlkampfe bie Regierung noch entschiedener eingreifen iverde, als das letzt« Mal, indem sie das gute Recht für sich in Anspruch nehmen dürfte, gegenüber den auf sie gerichteten Angriffen aufklärend zu wirken; nicht mit Unrecht wies der Kanzler dabei auf das Beispiel des Auslandes hin, wo die Minister im Wahl- kämpfe noch ganz anders auftreten als bie deutsche ReichS- regierung. Verschiedentlich will man in ber Bemerkung BülowS bie Ankündigung herauSlesen, daß vielleicht doch über kurz ober lang eine erneute ReichStagSauslösung kommen werde, in dec Absicht, nunmehr auch das Zentrum zu dezimieren. 9lm erfreulichsten wirkt au8 der Rebe BülowS, daß ec gesonnen ist, den konservativ-liberalen Block nicht bloß auf dem Papiere stehen zu haben, sondern seine Politik so einzurichten bestrebt sein will, um nach Möglichkeit den Anforderungen der beiben ©eiten gerecht zu werden. Von dieser Erivägung ausgehend, soll zwar an bet Schulpolitik festgehalten werden, aber auf der anderen Seite soll die Sozialpolitik eine kraftvolle Fortsetzung finden und ebenso will die Reichsregierung auch anderen von liberaler Seite geäußerten Wünschen entgegen- kommen. Hierzu gehört u. a. eine Reform der Börscngesetz- gebung, und hier zeigt es sich, daß Fürst Bülow sich auch nicht scheuen will, gelegentlich einmal eine Maßnahme zu treffen, die nicht nach den Wünschen der Rechten ist. Alles in allem eröffnet die Rede BülowS einen erfreulichen Ausblick auf bie künftige Gestaltung unserer inneren Politik. * Sehr beachtenswert sind folgende Ausführungen der' „Deutsch. TageSztg.": Tas, was ber Reichskanzler im zweiten Teile seiner Rede sagte, war eine Art von programmatischer Kundgebung. Wir können bamü im allgemeinen einverstanden sein, ins- sondere bamit, baß et die Fortführung der bisherigen Wirtschaftspolitik und „b e n Schutz, den vollen Schutz der Land- —■ r rm—Wn a r , i Hundert Jahre Frankfurter Theater-Penstonsanstalt. Aus Frankfurt a. M. schreibt uns einer unserer Korrespondenten: . Es können in unserer Zeit, wo die großen Bühnenleiter oft Minislergehälter zahlen, nicht alle Mimen Sterne am Theater- Himmel sein und sich solch« verdienen. Tas Gros der Sänger und Schauspieler ist immer auf eine Gage angewiesen, die sich in bescheidensten Grenzen beweg:. Daher ist auch der sorgenlose Lebensabend in Künstlers Erdenwallen gerade bei dieser Lpezres nicht allzu häufig. Eine Sicherung durch Pensionsanstalten i)t folglich eine Notwendigkeit. Auch Frankfurt hat ein derartiges Institut. Es darf fogar in diesem Fahre auf ein Zentenarium zurückblicken. Verhältnismäßig gering jedoch im Vergleich zu der stattlichen Zahl der Jahre ist das finanzielle Ergebnis. Ja bie Lage dec Peniions- anstalt ist heute sogar kritisch. Eine große Wohltatigkeitsvor- stellung, die zugleich als Zentenarfeier gelten soll, ist daher für nächue Woche ui Aussicht genommen. Frankfurts L'perteu werden eS sich angelegen sein lassen, selbst auf der Bühne agieretü», eme Vorstellung zur Schau zu bringen, die in glänzendstem Rahmen auch ein glänzendes finanzielles Ergebnis für die frankfurter Peiisionsaiistalt verspricht. .. _ In einer Festschrift hat ber hiesige Schriftsteller Anton Bing nun alle bie Daten jufammengciragen, bie in ber langen Reihe ber Jahre ben Werbegang ber Anstalt beeinflußten. Wir entnehmen barau-3 folgendes: Ten regelmäßigen Beiträgen suchte man in den ersten Jahren durch Benefiz- unb Festvorfteliungen helfenb beizusteuern. Auch die alte Frau Rath auf dem chirschgraben interessierte sich lebhaft für bie neue Grunbung unb suchte auch bei anberen, z. B. bei ihrem großen Sohne, bafür Interesse zu erregen (vergl. Brief an Christiane Vulpius in Weimar vom 21. April 1806). Sie verlang: von dem „Herrn Geheimdten Rath von Goethe" bie lieber* Innung bes Manuskripts ber Bühnenbearbeitung bes „G ü B" für eine Festvorstellung. Sie erfolgte benii auch anno 1809, wo ber „Götz" zum Besten bes Pensionssonbs erstmalig am 5. Juni über bie Bretter ging. Im Jahre 1807 erfolgte bie Gründung ber Pensionskasse. Auf 9704 Gulben belief sich ber Fonbs, der bann nach unb nach burch bie Beiträge unb sonstige hochherzig.' Speichen (bes Fürsten Primas, des Großherzogs von Hessen und anderer) erhöht mürbe. 1852 aber war bereits das Gespenst bes Defizits da. 4000 Gulden musste ber Senat jährlich zur Testung hinter tegen, die schließlich bis 16 000 Gulden erhöht wurden. So ging es mit steter Unterbilanz bis zum Jahre 1871, tvo man sich wieder zur Von anderer Seite wirb uns aus Frankfurt untenn 25. ed.chtet von Dr. öerm. Irmen. Darin Laufs zur Einweihung bes neuen Kurhauses. 2. Abenb: „21 r - mibe", Oper von Eh. Gluck. 3. Abend: „Samson und D a l i l a", Oper von Saint-Saöns. 4. Abeich: „Herodes unb Mariamne" von Hebbel. 5. Abenb: „Obeco n", Oper von Earl Maria von Weber. — In München ist am 25. b. Mts. der Maler Wllhelm v. Diez gestorben. Tiez, geboren in Bayreuth, ist 68 Jache alt geworden. In früheren Jahren war er Mitarbeiter der „Fliegenden -Blauer", später ber „Jugend'. 1872 erhielt er eine Professur an der Münchener Akademie. In feinen kleinen Genrebildern behandelte er mit Vorliebe Motive auS dem Kriegsteben und aus ber deutschen Vergangenheit. — Sonderbare Dinge erfahren wir aus berneuesten Nummer ber „Neuen metaphysischen Runbschau" (Verlag von Paul Zillmann in Gr.-Lichterfelbe). Da hat z. B. ber frühere Benediklinerrnönch Dr. I. Lauz-Liebensels auf einigen Tafeln (2riLutIiften von bem sog. Obelisken, dessen Kenntnis wir ben Archäologen Loyarb Derbanfen, in Skulpturen eigenartige menschenähnliche Tiere gefunben, welch« sich bem Verfasser zufolge als Bastarbe zwischen Mensch unb Tier erwiesen haben sollen! Es würbe zu roeit führen, diesen Gebankengängen nachzugehen. Toch sei soviel hier erwähnt, baß Lanz-Liebeufels Lebewesen ausgesunden zu Haven behauptet, welche in der Bibel eine ganz bebcuicnbe ’Jlolle spielen unb mit einem großen Teil bes biblischen Gottesdienstes eng Zusammenhängen. Tie Lehre ber katholischen Kirche, daß ber Mensch nicht von Zieren jibitamme, sondern geistigen Ursprungs fei, sich aber durch den künden fall mit ben Tieren vermischte unb so in ben Besitz eines tierischen Körpers kam, erfahre dadurch, so behauptet Dr. L., ebenso eine stütze, wie bie altinbischen Trabitionen über basselbe Thema. Tas gleiche Hest der „Neuen metaphys. Runbschau" enthält noch eine interessante Arbeit von Dr. F. Hartmann über das eigenartige Phänomen ber fast augenblicklichen körperlichen Verletzung tebenber Personeti in eine entfernte Umgebung burch okkulte Kräfte. Dr. H. erzählt tatsächlich Don ber Versetzung eines lebenben Menschen in ganz kurzer Zeit von einem Crt an einen entfernten andern, ohne irgenb welche mechanische Hülse. Man verstehe. Zwei Knaben in Bart verschwanben, so behauptet Tr. v., plötz- lid; aus ihrem Wohnzimmer unb wurden wenige Minuten darauf auf offener See in einer Fischerbarke gesunden. Für een 'stua- weg von tu bis na st) Laus brauchten bie Kinder eine gute Stunbe. L.-’e „Entrückung' mutet uns natürlich wie uir. i'Jiar- chen aus Tausendunonnernach: an. Tr. meb. Hartmann fügt dazu auch einen Erklärungsversuch! — Tie deutsche Operngefellfchast, von der eine Anzahl Mitglieder einen io gräßlichen Lod beim Untergang des Kämpfers „Berti n' erlitten hat, war vom Mißgeschick auch schon in üonbon veriolgt worden. Tie Lirektion der (Äefellfcha'i u e r f r a cti t e in London und die Mitglieder erhielten nicht mehr ihre letzte W o ch e n g a g e infolge des Zusammenbruches öts Unternehmens. Tie letzten 29 von ihnen sind jeyt mit Unterstützung emec Londoner Zeitung in die Heimat abgerein. _ — Wiesbadener Mai-Festspiele. Die tast alljährlich und diesmal zusammentreffend mH der feierlichen Eröffnung des neuen Kurhauses (oorausiichtlich 12. Mai- finden auf Befehl des Kaisers im Königs. Thearer zu Wiesbaden bie „Wiesbadener Festspiele" statt. Tas Programm tit, wie man uns schreibt, folgendes: 1. Abend: „Festspiel von Josef Statutenänderung entschloß. 1878 brachte ber Direllionswechsel des Theaters eine ungewöhnliche Belastung des Fonbs durch die Pensionierung zahlreicher Mitglieder. Tie Steigerung des Budgets führte zu dem beängstigenden Resultat eines Defizits von 10000 Mk., das durch bie Vergrößerung des Personals infolge ber neuen Lper noch vermehrt wurde. 1888 ging es daher wieder nicht ohne Statutenänderung ab. Ter Älapitalbestand belief sich schließlich auf 452 000 Mk. im Jahre 1903. Größere Legate, bedeutende Benefizzufchüsse, z. B. d Andrades, Alvvrys, Mitterwurzers, Schweighofers, der Sembrich und Prevosti unb sonstige Zuwetidungen hatten bazu bas ihrige getan. Ader um allen Ansprüchen heute zu genüaen, benötigt die Anstalt nach genauer Schätzung ca. 1900000 Mk.. sodaß man mit einer technischen llnterbilanz von 1200 000 Mk. zu rechnen hat. Um diese einigermaßen zu decken, versucht man nun durch bie geplanten Festvorfteliungen finanzielle Hülssmittel zu schauen. Es wäre zu wünschen, daß bie Lundertiahr,eier so gut verläuft, baß der Kapital stock sich um etwa 150 000 Mark vermehrt. d. M. geschrieben: Tie 10U jährige Gedenkfeier ber Gründung der Theaterpenswns- anftalt hält seit Lochen bie hiesigen Gesellschaftskreise in Bewegung. Tie Vorstellung, oie Mittwoch im Cpernhaufe statt- jinbet, verspricht Außerordentliches. Eine Vorfeier fand heute im Schausvielhause statt mit einem Prolog, gedichtet • Lanau und gesprochen von Fräulein Garda I. dankt die Jugend den Gründern der Peniionsanstait dafür, datz sie für bie Künstler sorgen, und verspricht ber Stadt durch das Blühen und Gedeihen der Kunst ewige Jugend. Wirtschaft" in ben Vordergrund ftcrttc. Ruch das, was er Über die Notwendigkeit der Weiterführung der S o z i a l v o 1111 t und einer verständigen M i t t e l sta n d s v o l i t i k bar legte, war, 'wenn auch ganz allgemein gehalten, so doch m der Hauvtiache zutreffend und einwandsfrei. Tie Zugcstarchmsie an den Liberalismus, die er für diskutierbar und durchführbar geben bis auf eines zu grundsätzlichen und erheblichen, Bedenken wenig Anlast. Auch wir haben nichts gegen LPar, am keil im Heere, gegen eine zeitgemäße R e f o r m, d e s rechtes und der Straf Prozeßordnung uiro. em-uwenden. Es kommt bei allen diesen angekündigtcn und geplanten -'Aatz- nahmen allerdings darauf an, wie sie gestaltet werden dagegen, daß sie in Angriff genommen werden haben wir nichts emzu- wenden Wir warten ab, was dabei herauskommen wird. Was aber die Aeußerung des Kanzlers über die Bbr,e anlangi, 10 können wir ihm darin nicht folgen. Er scheint übergehen zu Laben, daß trotz der angeblichen Knebelung der Börse ,und trotz der sogenannten Erschwerung ihrer Tätigkeit die Borie in den lebten Jahren gerade glänzende Geichaste gemacht hat und datz unser Wirtschaftsleben unter dem jetzigen Börsengesetze Nicht gelitten, sondern sich überaus günstig entwickelt hat. . . . Es könnte leicht dadurch die Einigkeit der Mehrheit in bic «röche gehen . . . Am bedenklichsten aber wurde es sein, wenn durch die in Aussicht gestellte „Erleichterung" des Bör.entrci- bens die Stetigkeit in der Preisgestaltung der landwirnchastlw en Erzeugnisse wieder in Frage gestellt würde, — jene Ätengteu, deren die Landwirtschaft dringend bedarf und die durchaus notwendig ist, wenn die Wirkungen der sonstigen Wirtschaftspolitik nicht beeinträchtigt oder iiis Gegenteil verkehrt werden 'ollen. Ein „voller Schutz" der Landwirtschaft, wie ihn Fürst Bulow zugesichert hat, ist nur möglich, wenn sie auch gegen die Machenschaften der Börse, die ein sprunghaftes Auf- und Abgehen der Preise veranlassen können, ausreichend geschützt wird oder bleibt. Ein studentischer Hungerstreik. Vor einiger Zeit haben die rutheNischen Studenten der Universität Lemberg Ausschreitungen begangen, wobei innerhalb des UnioersitätSgebäudes allerhand kurz und klein geschlagen wurde. Ter Anlaß war, daß sie das Gelöbnis des Gehorsams gegen die akademischen Behörden nicht in polnischer, sondern in ruthenischer Sprache ablegen wollten, was ihnen aber nicht gestattet wurde. 79 Schuldige wurden daraufhin vor länger denn drei Wochen in Untersuchungshaft genommen und zwar zu elf und zwölf in finsteren, dumpfen Gefängniszellen untergebracht, die nur für fünf oder sechs Häftlinge bestimmt sein können und in denen gesundheitlich gefährliche Zustände herrschen. In mehreren Eingaben erbaten sie ihre Freilassung. Als alle Gesuche erfolglos blieben, griffen sie zu einem letzten Mittel: sie beschlossen, in den .Hung er streik einzutreten, und wiesen Tage lang jede Nahrung zurück. Die österreichische Presse beschäftigte sich daraufhin eingehend mit dem Fall, der den für die Österreich. Gerichtsbarkeit wenig schmeichelhaften Vergleich mit sibirischen Verhältnissen herausfordere. Sie fand, der Beschluß der athenischen Studenten sei wohl ein wenig überspannt, stellte aber doch Vergleiche an, wie verschieden die Behandlung der 'ruthenischen Studenten durch ihre polnischen Gewaltherren 'ist von derjenigen, die den jugendlichen Uebeltätern bei ähnlichen Anlässen in Innsbruck und Prag von den deutschsprachlichen Behörden zuteil wurde, und fragte, ob denn 'wirklich bei diesen Studenten die Bedingungen gegeben seien, unter denen die Strafprozeßordnung die Verhaftung der 2(ii- geschuldigten vorschreibe. Daraufhin hat man dann endlich mach 64 stündiger Dauer des Hungerstreiks die freiwilligen 'Hungerer aus ihrem Gefängnis hinausgeworfen. Die Behörde hatte, als die Studenten mit der Hungerkur Ernst machten und 'einige bereits entkräftet und ärztlicher Pflege bedürftig waren, «zunächst 16 Mann fceigebcn wollen; diese weigerten sich aber, das Lokal zu verlassen, indem sie ihre Gemeinsamkeit mit den Kameraden erklärten. Mehrere, die in einem abgelegenen 'Raum untergebracht waren, lockte der Gefängnisvorstand heraus, unter der Vorspiegelung, daß bereits alle anderen in Freiheit seien; als sie draußen die List durchschauten und zurück wollten, mar es zu spät, das Gefängnistor war ihnen verschlossen und sie mußten nach Hause wandern. Später 'wurden auch die übrigen — nur fünf Rädelsführer sollen in Haft behalten werden — auf freien Fuß gesetzt und zwar mit Gewalt, unter Beihülfe von Gendarmen und Gefängniswärtern. Draußen erwartete sie eine große Menge von Verwandten und Studenten, die sie sofort mit Speise und Trank labten und ihren nationalen Opfermut und Korpsgeist priesen. Die Landes-Nuiversträt im Bericht des Jiuanz- ausschufles der yeff. 2. Kammer. ' Berichterstatter Abg. Brauer. / ‘ Der Zuschußbedarf für die Landesuniversität Gießen ist um ö7 718 Mk. auf 937543 Mk. gestiegen 9Un 1. August 1907 sollen die neuervauten K'linilen für Chirurgie und Augen- hetUunde in Benutzung genommen werden. Ebenso gestatten die Erweiterungsbauten und Vervollständigungen in der medizinischen und Frauenklinik einer größeren Zahl von Kranken Aufnahme. Die Einnahmen aus den Pflegegeldern sind deshalb um 49 200 Mk. höher veranschlagt, die Einnahmen aus den ebenfalls in den letzten Jahren ncuerbauten Instituten der Veterinärhellkunde zeigen eine Erhöhung von 406-1 Mk. Unter Hinzurechnung von Prüfungsgebühren und verschiedenen kleineren Posten und Berücksichtigung einiger Ausfälle erhöht sich die Einnahme um 53 450 Mk. auf die Gesamtsumme von 434 600 Mk. Diesem Bettage steht eure 111 168 Mk. größere Ausgabe tuU zusammen 13/2143 Mk. gegenüber. Zur Deckung der persönlichen Lasten für Professoren, Lehrer, Beamte und Bedimftete kommen 470 137 Alk. in Ansatz. 13 642 Pik. mehr gegen 1906. Außer den durch die Besoldungsordnung bedingten Aenderungrn rn den Elehaltssätzen wird durch die Trennung der seither vereinigten chirurgischen uni> Augenklinik doppeltes Beamtenpersonal notwendig. Die steigende Freguenz der Studierenden erfordert weller infolge vermehrter Arbeit die Neuschaffung von Assislenten- stellen bei verschiedenen Instituten. Zur Gewinnung und Unterhaltung tüchtiger Lehrkräfte steht der Regierung ein Dispositionsfonds zur Verfügung. Von einem Mitglieds des Ausschusses wurde auf das Mißverhältnis zwischen definitiv und provisorisch angestellten Beamten bei der Universitätsbibliothek hingewiesen. Anerkannt tüchtige Kräfte, die bei Ergreifung des Lehrberufes schon Oberlehrerstellen mit höherem Gehalt einneljmen würden, sind gezwungen, zur Sicherung ihrer Existenz anderweitig Anilellung zu suchen und gehen zum Schaden der Anstalt möglicherweise weg. ES müsse ihre Arbeitsfreubigkeit beeinträchtigen, wenn sie über eine Gebühr lange provisorisch beschäftigt würden. Daher sei der Antrag der Universität auf Errichtung einer weiteren Bibliothekärstelle dringend zu berücksichtigen, zumal die Differenz zwischen dem Gehalt des derzeitigen provisorischen Stellen» Inhabers und dem Ansangsgehalte eines definitiven Beamten nur 200 Mk. betrage. Die Regierung erkannte die Berechtigung dieser Forderung wohl an, erklärte sich ober für dieses Jahr, mitzerstande, dem Verlangen nachzukommen. Unter Bezugnahme auf den voriührigen Ausschußbericht muß festgestellt werden, daß die Verhandlungen über die Beteiligung von Interessenten zur Errichtung einer Gehörklinik bisher erfolglos geblieben und. Tie ch e l zu die,em Kapitel einen Antrag gestellt. Tie Regierung antwortete hieraus: „Tie Anttüge ans Einstellung der Vergütung für einen zweiten Assistenten mit 1550 Mk. und einer solchen für einen Gärtner und Knlturausseher mit anfänglich 750 Mk. gehen über die Anträge des Vorstandes des landwirlsch. Instituts bei Aufstellung des Hanptvoranschlags hinaus. Ihre Berücksichtigung würde ein Abgehen von den Grundsätzen bedeuten, die nach der Meinung der Grvßh. Regierung — von dringenden Ausnahmefällen abgesehen — beobachtet werden müssen, wenn sich die Bearbeitung des Budget- entwur.s der Landesuniversität angesichts der dort naturgemäß allcrwärts austretenden Wünsche nach Zuweisung weiterer Staatsmittel in geordntten Bahnen vollziehen soll. Hiernach muß es aber jedem Dozenten überlassen bleiben, diejenigen Budget- anttäge, welche er nach yflichtmäßigem Ermessen zur Durchführung eines Lehranstrags für erforberlidi erachtet, innerhalb gegebener Frist ans dem regelmäßigen Instanzenweg zu unserer Kenntnis und Entscheidung zu bringen. Es muß daher dem Dozenten der Landwirtschaft überlassen bleiben, die Wünsche der Antragsteller nach Vermehrung d-es Pezsonalctats beim landwirtschaftlichen Institut, sofern er sich diele zu eigen machen will, bei der Ausstellung seines Etats für 1908 zur Geltung zu bringen. Weiter beantragen die beiden Abgeordneten unter Kapitel 36 Titel 2 Ziffer 40 Lit b statt der angeforderten 5000 Mk. den Betrag von 8000 Alk. einzustellen. Hierzu ist das Nachstehende zu bcmcrlen: Auch dieser Antrag geht über bic von bem Dozenten ber Landwirtschaft zu bem vorliegenden Bubget geltenb gemachten Wünsche hinaus. In dem Entwurf seines Instituts-Boranschlages war eine Anforderung von Staatsmitteln für Anbau- v ersuche nicht enthalten, in dem zugehörigen Begleitbericht aber bemerkt, „bezüglich des Versuchsfeldes behalte er sich einen späteren Bericht vor, bis Über die Ausgestaltung des hieraus bezüglichen Etats durch den Landtag für 1906 entschieden sein lulrb." Nachdem diese Entscheidung bekanntlich im März 1906 gefallen, der in Aussicht gestellte Bericht aber nicht eingegnngen war, wurde uuterm 25. August 1906 eine Aeußerung darüber ein- gefordert, ob aus die fernere Bewilligung budgetmäßiger Mittel lür den gedachten Zweck etwa verzichtet werden wolle. Hierauf bat der genannte Dozent um die nachträgliche Einstellung des Bettags von 5000 Mk. in das Budget und zugleich um die abermalige Bewilligung von weiteren 5000 Mk. aus dem Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke. Tic Großherzogliche Negieruwg h>at nun zwar dem ersten Teil dieses Antrages ent-, prod)en und von einer weiteren Verfolgung der in den früheren Verhandlungen wiederholt gestreiften Frage, ob dieser Skaats- beitrag mit Rücksicht auf das Interesse der praktischen Landwirt- schast an den in Rede stehenden Feldversuchen nicht etwa zu kürzen sein möchte, Abstand genommen, sie erachtet aber andererseits die vorgesehene Aufwendung von Staatsmitteln als dem In- terenc entsprechend, welches die Pjlege der Wissenschast und des akademischen Lehrbetriebes au die-en praktischen Anbanversuchen zu nehmen hat. Tem Tirektor des landwirtschaftlichen Instituts wurde beshalh unterm 19. Sept. 1906 eröffnet, daß die nachträgliche Wicdereinslellung des Bettages von 5000 Mk. unter der Voraussetzung erfolgt sei, die ^unbwirtfchustskammer werde die darüber hinaus etwa benötigten Mittel aus ihren Etat übernehmen; man empfehle ihm daher das hicrwegen Erforderliche an zuständiger Stelle zu veranlassen. Unsere Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe erhielt von dieser Sachlage mit dem Anfiigen Kenntnis, sie möge bas Gesagte bei den Bubgetver- Handlungen mit der Landwirrschastskammer berücksichtigen. Ter von dem hessischen Landwirtschastsrat herausgegebene 1. Jahresbericht über die von diesem und vom landwirtsch. Institut der Landesuniversität in den Jahren 1903/05 nach gemeinsamer Verabredung veranstalteten Anbanversnche verschiedener Sorten landwirtsch. Kulturpflanzen stellt das erhebliche Interesse, welches unsere praktische Landwirtschaft an bic]en Versuchen nimmt, außer Zweifel. Die Großherzogliche Regierung vermag deshalb der Meinung >cr Antragsteller, diese Verfuch-e und ihre Ergebnisse kämen erst in letzter Linie der praktischen Landwirtschaft zugute, nicht beizutreten. Eine Beteiligung der letzteren an der Aufbringung der erforderlichen Mittel erscheint aber umsv unbedenklicher, als es nicht einmal etwas ungewöhnliches ist, daß Kommunalverbände, Jnteressenverbände, ja >elbst Privatinteressenten bestimmte wissen- chaftliche Zwecke durch ihre materielle Beihülfe fördern, ohne daß sich hieraus lemals irgendwelche Bedenken gegen die Unabhängigkeit des jene Zwecke verfolgenden wissenscha,llichen Jnstllnts ergeben hatten, io empfängt beifpielsweiio die landwirtschaftliche Bettuchsstation zu Darmstadt ganz erhebliche Zuschüsse von dritter Seite für die Durchführung ihrer wissenschaftlichen Aufgaben. Tatsächlich hat j*a der Leiter des landwirtschaftlichen Instituts auch bereits ausweislich seines Jahresberichts für 1901/05 Jujdjühe von dritter Seite für die Durchführung dieser Feldversuche empfangen. Für das Fahr 1905 steuerten hierzu der landwirtsch^. Provinzialverein für die Provinz Oberhessen 400 9Jiart, die Land- wirtschallstammer Wiesbaden 300 Mart und die Deutsche Land- wirtj'chastsgesellschaft 250 M'orl bei. Nach dem (getagten sind wir der Meinung, daß der Antrag abzulehnen sein möchte." Auch bezüglich dieses Antrages teilt der Ausschuß grundsätzlich die formellen Bedenken der Regierung und bedauert, daß der Direktor des landw. Jnstllnts mdit rechtzeitig seine Forderungen der Siegierung zur Einstellung eingereicht bat, er wllk aber nicht, daß die Siache, die ganz im Sinne der Mntragfteller die größte Förderung und Unterstützung verdiene, unter diesen Erwägungen leidet. Nach längeren Verhandlungen erklärt sich die Regierung bereit, die Notwenoigkeit der Fordermig vorausgesetzt, für 1908 die beantragten Summen im Voranschläge einzustellen. Für das Jahr 1907 sollen die Mittel für einen weiteren Assistenten und Aufseher sowie die 3000 Mk. für Saatenanban-Versiiche aus dem Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke bestritten werden. Bei den sachlichen Ausgaben beansprucht der Betrieb der Kliniken freu größten Teil ber Mehrkosten, der burch bösere Löhne und VerpslegiingswUeu wieberum beeinflußt wirb. Tie Vervoll- Itänbignng ber .Einrichtungen der verschiedenen Institute trägt weiter zur Erhöhung dieser bei, bic Zentralwaschanstalt weist burd) bie GuiJüt)rung eines neuen Verfahrens eine Ersparnis von 1000 Mk. auf. Zum Schlüsse werben für bie Feier des 300jähr. Jubiläums 28000 Mk. einmalige und als letzte 8. Rate 3000 Mk eingestellt. Der ^usschu^ beantragt Bewilligung der Ein- n a HIN e mit 434 600 Mark, Der Ausgabe mit 1 372 143 Mk. ferner werden im Vermögens-Etat für Bauten usw. an der Landesunwcriltat gefordert und bewilligt: 1. Hauptgebäude (Aula Ä?ormm) innere Ausstattung und Zentralheizung .^380 Akk., 2. M^n;mische Klinik: Mobiliar-Ausstattung des mebllo-mcchanischen Jniutnts o800 M.; 3. Erweiterung der Fcauen- lluiil letzte Mate von । 1 dOO Mk.,; 4. Chirurgische und ophthal- mologuujc Klinik: le, Rate des Neubaues 40 800 Mk., innere L ia'rauä,tatlung ber chirurgischen Klinik 250 80J Mk. und ber ophthalmologpchen Klinik 149 000 Mk - Landw. Institut, innere.Einrichtung 5630 Mk.; 6. Universitätsbibliothek, Beitrag an bic ^dc Gießen für Herstellung ber Kepler- und Blsmarckftratze 9boO Mk. Aer rwattunflsberichi der Stadt Kietzen für das Rechnungsjahr 1905 liegt in einem stattlichen Quartband von 170 Druckseiten nunmehr vor. Er enthält einen ilmfasienden Rück- und Ueberblick über alle kommunalen Verhältnisse, von dem einiges allgemeiner interessierend: mitteilen. Nach den Personenstandsverieichni-en des Standesamts tour- den 1905 965 '1904: 1010- Kinder geboren und zwar 500 Knaben und 465 Mädchen. Ehelich geboren rourben 670 l6o3. und unehelich 295 (357' Von den znm größten Teil in der Frauenklinik geborenen unehelichen Kindern waren die Mütter von auswärts in 239 '2931 ’.i nb von Gießen in 56 (641 Fallen. Totgeboren wurden 33 (70.> Kinder. Tie Zahl der Sterbefälle emschl. Totgeborene betrug 637 (619', der Geburtenüberschuß betrug 264 (293, wenn man die auswärts .Wohnenden unberücksichtigt läßt. Ehen wurden 184 (189 > geschlossen. Die Stadtverordneten-Bdnammlung hat tm Berichtsjahr in 24 Sitzungen 846 G-eaenstände behandelt gegenüber 19 Sitzungen mit 701 Gegenständen. Tie Zahl der Einläufe auf der Bürgermeisterei belief sich auf 15 971 '15 247». Anträge ans Verleihung der hessischen Siaatsangekörigkeit wurden 6 (10) gestellt, Anträge wegen Heimat scheinen und Staatsangehörigkeitsanstoeisen 55 (33) entgegenge- nommen. Anträge aus Sühneversuchcn in Veleidigungssachen wui - den 175 (125 anfgenommen. In 33 (27 > Fällen gelang es, die Parteien zu einigen. Anträge auf Erteilung der Erlaubnis zum Wirtichastsbetrieb oder znm Aus.chawk und Kleinhandel mit Branntwein lagen 56 (54' vor, wovon sich 43 (37; aus den Uebergang bestehender Wirtschaften auf einen anderen Inhaber bezogen. Die Bediirfnis'ragc wurde in 45 (48) Fällen bejaht und in 11 (6 Fallen verneint. An- und Abmeldungen steuerpflichtiger Gewerbe sind 299 (252) erfolgt, Anträge auf Versicherung von Gebäi-den ober Veränbcrung bestehender Versicherungen wurden 187 (216) gestellt. Tas Stande samt hatte 33H >3253) Einlaufe zu verzeichnen. Es gelangten 436 (479) Ausgcbotc zum Aushang. Gebühren- bilid-tige Urkunden wurden 966 (899 ausgestellt, gebührenfreie zum amtlichen Gebrauch 216 und abgekürzte 458. Tie Militar- Itammrolle iimsaßt 400 (402) Militärpflichtige. Anttage auf Befreiung vom Militärdienst bezw. Zurückstellung wurden 17 (12) gestellt. Der Rechnungsabschluß der S t a d t k a i s e für 1905 stellt sich auf 1. Vetriebsrechnung 2 118 015,16 Mk. Einnahme und 1 897 116,09 Mk. Ausgabe, Rest 220 899,07 Mk. 2. Vermvgens- rechnung 2 737 907,43 Einnahme und 2 404 137,43 Mk. Ausgabe, Rest 333 770 Mk. Der V e r m ö g e n s st a n d der S t a dt G i eß e n ain Ende des Rechniingsjahres 1935 ist: 18443 234,15 Mk., Darunter 1. Stadt- lasse: 222 650 Mk. Aktivkapitalien, 2 292 703 Mk. Vorlagen für die Kanalisation, 502 562,46 Pik. Kassenvorrat, 305 000 Mk. Wert der Mobilien, 3 220 794 Mk. Gebäude, 1875 427,30 Mk. verpachtete Feldgüter, 1 028182 Mk. selbstbewirtschaftett Frld- gütcr, 3 120 000 Mk. Waldungen, 220 000 Mk. öffentliche Plätze, 20 600 Mk. Wert der nutzbaren Rechte; 2. Stadterweitcrungssonds 1 863 901,05 Akk. Grundstücke, 37 574,24 Mk. Kassenvorrat; 3. Armenkafse 254 699,84 Mk. Kapitalien, 229140 Mk. Grundbesitz: 4. Wert des Gaswerks 1450 000 Mk; 5. Wert des Wasserwerks 1 000 000 Mk , Elekttizitätstoerk 800 000 Mk. Tiefem Vermögen stehen 12 712 242,41 M. Schulden gegenüber unb zwar 8 173 761,30 Mk. ber Stabtkasie, 1595 771,43 Mk. Stabterweiterungssonbs, 45 651,98 Mi. Slistungskapitalien der Armenkasse, 576 638,88 Mk. Gaswerk, 1 446 845,89 Mk. Wasserwerk und 873 569/93 Mk. Elektrizitätswerk. Ter V e r mö g e n s ü b ersch uß beträgt 5 730 991,41 Mk., wozu noch 79 174,41 Mk. Stiftimgskapitalicn kommen. Zur Steuer wurden veranlagt 2937 Personen zur Grundsteuer, 1572 zur Gewerbesteuer, 1032 zur Kopitalrenttnsttuer und 7084 zur Einkommensteuer. Der Gesamtausschlag _an_ Gemeindesten crn bezifferte sich bei 120 o/o Ausschlag auf 895 553,04 Mk., durch! Zugänge neuer Steuerpflichtiger und nachträgliche Heranziehung ergab sich eine Nackitragserhebnng von 31235,41 9)if. Infolge von Einsprüchen gegen die Staatssteiicm mürben 32 415,62 Mk. Gcmeinbesteuern erlassen unb 9 012,97 Mk. wurden uneinbringlich. Mit den Gemeindesteuern würben 10o/o Kirchen steuer erhoben und zwar für bie evang. Kirche 54 502,06 Mk. und für die fath. 5 548,50 Mk. Von den anderen größeren hessischen Städten erhebt nur Ossenbach mehr Gemeindesteuern, nämlich 120,582"o, während Worms 95,3050/0. Mainz 91,8o/o unb Darmstadt nur 88,2o/o erhebt. An Oktroi wurden vereinnahmt: von Schlachtvieh 37 308,50 Mk. (— 801,01 ML. als 1904', von Fleisch, Fleisch- waren und Wildbret o 497,81 Mk. (— 1 506,29 Mk.), von Brennmaterialien 41 219,80 Mk. (4- 1262,46 Mk.) und Don Getränken 33 229,18 Mk. (-'- 191,21 Mk.,. Gegen den Voranschlag betrug die Mehrcinnahme 3 643,85 Mk. Nach Abzug von 110 468,23 Mk. Rückvergütungen nur 8 636,24 Mk. Erhebungskosten betrug die Rein-Einnahme 101831,99 Mk. Anzeigen toegen^ Uebertretung von Oktroi-Vorschristen wurden 55 (1904: 98 Stück) erhoben. Tie Einnahme aus der städtischen Hundesteuer (10 Mk. für den Hund) betrug 8 040 (7 740) Mk. Hiervon waren intein- bringlid) und wurden für Hebcgebühren verausgabt 867,33 Mk. (1904: 1041 Mk.) (Forsetzung folgt.) Märkte fc. Frankfurt a. Ni., 26. Febr. Heil- und Stroh- in a r kt. Dian notierte: Heu Mk. 3.10 bis 3.40, Stroh Mk. 3.— bis Aik. 3.20. Geschäft still. Es verblieb ein Uebersland. Fainilien-Nachrichten. G e st o r b e n : Herr Heinrich Josef Kobel ui Ober-Wollslabt. — Herr Heinrich Beck m Jilein-Rnrben. — Herr Konrad Becker in Schotlen. — Herr Georg Liibivig Biedenkapp in Tarmsladt. — Herr Heinrich Scherer m Lelbhecken. — Herr Christoph Schneider m Gr.-Alteiisladten. — Frau Anna Krafft, geb. Luy in Wetzlar — Frau Eltfabetha Tiel, geb. Bomiiiersheiin in Doru-Assenheim — Frau Karolme Krämer, geb. Rosenthal in Nieber-Weisel. — Frau Marie Katharine Remharbt, geb. Hohler in Relbertenrob. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Hank für Handel und Industrie. Giessen. Frankfurter Börne, 3%°/o Beichsanleihe . . 97.30 3% do. . . 85.70 tz^o/a Konsols .... 97.40 Ö% do. .... 85.85 Hessen .... 96.20 d>£°/0 Überliessen . . . 95L0 4:'o Uesterr. Goldrentti. . 99.75 4V6 ?6 Uesterr. Süberreute 100.00 4?o Uugar. Goldreute . . 95.45 4^6 Italien. Heute . . . 103.50 3>6 Portugiesen Serie I . 69.35 3% Portugiesen „ III 70.15 4>5O/O rass.Staatsanl. ItiUo 91.Ou 4>6U,O japau. Staatsanleihe 92.20 A*;a Conv. Türken von luuS 96.00 Tilrkeuluse ... . • 145.4. Uneeb. Monopol-Aul. bl.75 ■i% äussere Argentinier . 87.25 J°/o Mexiuauer . . . 66.su 4>»7o Uluueseu .... 97.7U Aktien: Bochum Guss 238.20 Buderus E. VV .... 122.80 Teudeuz: unentsclüeden. Iteriiner isurae, 27. Canada E. B 187.20 Darmstädter Bank . . . 137.30 Deutsche Bank .... 242.40 Durtmuudcr-L'nion C. . . 83.00 Dresdner Bank . . . 156.0U Tendenz: ungleichmässig. 27. Februar, 1.15 ühr. Elektriz. Lahmeyer ,. . . 137.20 Elektnz. Schlickert. . . . 115.00 Eschweiler Bergwerk . . 244.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 210.20 Hamburg-Amerik. PaketL 149.30 Harpeuer Bergwerk. . . 218.50 Laurabtitte 243.00 isordd. Lloyd .... 129.00 Ubeischles. Eiseu-Iudustrie 116.00 Berliner Haudelsges . . 170.00 Darmstädter Bank . . . 136.80 Deutsche Bank . . . 242.60 Deutsch-Asiat Bank . . 171.80 Diskuutu-Kommaudit. . . 182.10 Dresdner Bank . . . 155.60 Kredituktieu 214.20 Baltimore- uud Ohio- Eisentahu . . . 113.66 tiotthardbahu .... —.— Lomuard. Eisenbahn . . 30 30 Uesterr. Staatsuuiin . . . 146.20 Priuce-Henri-Eisenbahii . 144.00 Februar. Aufangskurse. Harpeuer Bergwerk. . . 217.90 Laurahütte .... —.— «.umbarden E. B. ... W.öO Aordd. Lloyd 129.20 l'drkeiüose . ... 145.70 ’.AiFA I u- - S ■ - r- 4 I 5 ■ ■ 3 ] » 4 । i 120000 M. hv-’/j Fi ly War X , ÖGeid« Schoa am P^19 u20 tiri cDtcQhlC Ziehung der Geldlotterie. Geldgewinne Hk. 40000 „30000 „ 1OOOO 3169 Ueidfewinne Lose t 2 EL 11 Lose 20 Ü. Porto und Liste 30 Pfg. 5 Lese mit Porto und Liste 10 BL versendet Gen.-Debll Ferd,Sciilfer3^'X'^.. Lose auch zu haben bei den könUrl Lotterie-Einnehmern u. allen Lotterie- und CiKarren-GescbHften. Für nachstehende Speziai-Artike sind wir unbestritten die billigste Bezugsquelle. Für Scheines 2-utterknochcnnrebl od.Phosvhor- iaurer italf ver Pfund 20 P'g-. bei lOPjd. 18Vsg. - ?yrcf?uulvcr Packet 50 Pfg. - Leberlhran. Gust. Walter, Mätwburq. Besitzer einer Kuh! lieber 550000 Stück gelieferte Alsa-Laval-Sevara- loreu neben tnglidj den Äeweiü von dein enormen 2 ü Uzen, welcher in der Lliavendimg dieser herrlichen Lkaschinen in der Milchwirtschaft liegt Ler» langen Sie foiort Sve^ial- Drudiachen, in denen Sie alles finden. 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Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) Depositenkasse Giessen Giessen Telefon 120 —— Bankgebäude: Johannesstrasse 1. Aktienkapital und Reserven: l83’/2 Millionen Mark. Niederlassungen in: Darmstadt, Berlin, Cottbus, Forst, Frankfurt a. NL, Frankfurt a. O, Guben, Halle, Hannover, Lahr, Leipzig, Offenbach a. M, Stettin, Strassburg L E., Agenturen in Alsfeld und Herborn vermittelt alle in das Bankfach einschlagenden Geschäfte wie: An- und Verkauf von Wertpapieren, Geldsorten etc. Einlösung von Coupons --- Conto-Corrent-, Check- und Wechsel-Verkehr mit und ohne Kredit Gewährung von Darlehen gegen Hinterlegung von Wertpapieren etc. Uebemahme von Wertpapieren zur Verwahrung und Verwaltung in dem Bankgewölbe. Vermietbare Schrankfächer (safes) Besondere Abteilung für Spar-Einlagen dieselbe vergütet z. Zt folgende Zinsen: 4 % bei ganzjähriger Kündigungsfrist und zwar für Beträge von Mk. 1000.— aufwärts. 37i */i bei 7t jähriger Kündigungsfrist für alle Beträge. Die Verzinsung beginnt — wie seither schon üblich — mit dem Tage der Einzahlung. Die Bank für Handel und Industrie ist vom Grossh. Ministerium zur Anlage von Mündelgeldern geeignet erklärt worden. Die Bank für Handel und Industrie ist unter dem Namen «Darmstädter Bank" allgemein bekannt und auch die Aktien des Instituts werden an der Börse und in den Coursblättem mit BDarmstädter Bank* bezeichnet __ Die Bank beschäftigt mehr als 1200 Beamte. [&*•/, Kassestunden: Vormittags von 8 bis 12 Uhr, nachm. von 2 bis 57, Uhr, Samstags nur bis 4 Uhr. Feinsfres PFlanzenFeVF ZUM KOCHEN BRRTEM,BMKEN «v-1*** - * * • ^rrrtv< ■ '----> WJZLVJBU — Zwei Doppel Waggons-- Kinder- und Sportwagen eingetroffen. Um noch vor dem Umzug rasch damit zu räumen, verkaufe solche zu ganz b es (Luders billigen Preisen. (8651 A. Kilbinger, Seltersweg. Künstler-Konzert 1254 Herrn L 2. 6. 6. 7. 3 8. Ende gegen 8/410 Uhr. Anfang prttzis 8 Uhr. Marktplatz 2 Marktplatz 2 8chah-Spezialge*chätt. Statt Karten. Telephon 66 Bahnhofstrasse 59 AM Heinrich Weidenhaus Ww., ayt 31. Dezember 1906. Möb°ltr°nsp°tt. lUlb Verpackungs-Geschäft, - ' J ® «Imi Mk Katbariuenaa je 14. 01137 Attlva. Mk. Passiva. Mk. Kathariuengasjp 14. 01137 Per An u 6889.03 Dio. Debitoren. 221.65 a .5 - 1906 gingen zu . . 1906 gingen ab . Während M Beuern, den 26. Februar 1907. [1341 Landwirtschaft!. Konsumverein II Eingetr. Genossenschaft in. unbeschr. Haftpflicht. I. V.: Knieriem. D’7, Fluß- und Seefische Quakeroats ä Die Zahl Während 130.05 229.22 Herrn Herrn 3. 4. Anteil-Konto. . Reservefonds. . Betriebsrücklage Aufgen. Kapital Dio. Kreditoren Rest d. Reingew. . / // // // V 1 / Lanoenbrahm-Antiiracit g Nusskohlen, Koks Union-Briketts, Klötze Eierbriketts, Holz a. b. c$ - KL <0 M 7 114 6 Utensilien-Konto Kasten- , Waren-Konto u. Einkauf . . . . . c. Thom der Reimer Szene und Arie des Max aus der Oper „Freischütz“ . . . darunter in 1905 verstorben 4 Daher Stand der Mitglieder Ende 1906 . 108 a c s Sä 8 Emil Lotz 5s Kirchenplatz, Teleph, 314 <Ä Z g Norma1.fass im Chasalla-Stiefel. e £ - 4) ti - B E ^2’2 öS N t- x e s L 8 -i - 7469.95 der Mitglieder 550.— 2000.65 1511.05 700.— 1303.25 1405.— Quaker Oats ist eine Ideale Nahrung, leicht zuzubereiten and sollte in k-ein^ Haushalte fehlen. unter Mitwirkung des Julius Hahn, Pianist, Giessen. Intermezzo (Es-dur) . Scherzo (.E-molL........ Schöne Wiege meiner Leiden . . . Dein Angesicht........ Storchenbotschaft Siegmunds Liebeslied aus „Walküre“ Gralserzählung aus „Lohengrin“ . . Ziehung 28. März d. I. sind wegen ihrer günstigen Ge- Ph. Lindenstruth V. Lagerhalter. Hch. Phil. Spaar Direktor. Hedwig Rothschild Max JLewinthal Verlobte. 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Diese Schutzmarke befindet sich auf einem jeden Packet Quaker Oats wnd. bürgt für die Echtheit der Waare 9 S, - T. 5 Ä S