Dienstag 2V Januar 1V07 Erstes Blatt 157. Jahrgang General-Anzeiger für Oberheffen ^lchäste. $le Deullge Kummer umfaßt 10 Seiten. unstreifi9 Darum können irtr vcrrn Hobler nidjt wählen, sondern geben dem Mann unsere Stimmen, der in seinen Forderungen Matz zu halten weitz, die Jntcressen der verschiedenen S.'änbe ordern wird, indem er stets das Wohl der Gesamtheit im Äuge. baL Tas ist Herr Le yligcnstaedt. Nicht ln.eu für die Ktcßener Stlchwuyl. Man schreibt uns: Bei der am ö. Februar stallfindenden Stichwahl im Wahl- freife Gießen handelt es sich darum, ob der Kreis seinen bisherigen kemährte-i :23 er tretet Leyligeustaedt oder Herrn Köhler, der von 2893 bis 1903 uns im Reichstage vertrat, d. h. eigentlich nicht vertrat, in den neuen Reichstag sendet. Herr Hevligen- Psarrer Korell, der freisinnige Kandidat für Darmstadt-Grob-Gerau, erlaßt in den Darmstädter Zeitungen folgende Danksagung an seine Wähler: 1903 : 2000 Stimmen, 1906 : 6800, 1907 : 8500. Das ist der Ausstieg des Liberalismus im Wahlkreise Tarmstadt-Groß-Gerau. 3Lim gehört die Zukumt, notjöem ich auch dieses »JJlal nicht m die Stich,vcihl gekommen bm. Wir müssen arbeiten, arbeiten, daß nach dem Au'ilieg auch der Etiolg nicht fehlt. Boran in Treue und Arbeit! Ich danke allen meinen Wählern iüt ihr Vertrauen. Unvergeßlich ist mir die Liü'sbereitschait so vieler Frauen und Männer. Tre Cpierireiibigleit der alten und Jungen aller Beruje stand im Einklang nut unserem großen Ziele. jjieui Austiag für die Beichstagswahl 1907 ist erledigt. Ich lege ihn m die Hände des Wahlausschusses der Bereinigten liberalen zurück. Ter Sitzung des freisinnigen Wahlausschusses am Sonntag, in der, wie gestern tuitgeteilt wurde, der Beschluß auf Freigabe dec Abstimmung gefaßt wurde, wohnte Pfarrer Korell nicht bei. * rc. der *n bes Oheims. Bezug-vret-: monallich7öP'.,oierleke '.ährlich Alk. 2.20, durch Adhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.-, durch die Post Alk. 2.— oiertel* jährl. au-schl. Bestellg. Annahme von Anzeige» ’fir die Tagesmuiiiner bis voriniitag» 10 LUje. ZeUeiivrelS: lokal 151>fw auswärts 20 P'enmg. Berant wörtlich ’üi den volit. und allgem. Teil: P. Witt ko- für , Stabt und Xfantr und -Gerichtssaat'-. Ernst yeß. für den 91n« zeigenteil: Hans Beck jandwirte = ikmuiDs Fatterkali Harke A und B ;lnalfabrlkprelieD sowie erter Viehleberte beo ä 30 und 60 Pt; auch lose, die ania-Drogerie politische Lagesschatt. Ter ,^of-Zei.ullgsmaan". Berlin, 28. Januar. Unter den Repräsentanten der Presse steht Herr August Scherl, der bekannte Berliner Zeitungsocrleger, in dec Gunst deS Hofes obenan, wie feine Dekorierung mit einem Orden erkennen läßt, der sonst in der Regel an hochverdiente alte Geheimräte oder an kommandierende Generäle verliehen wird. (LS ist allerdings be- kannt, daß in preußischen Regierungskreisen keine geringe Meinung herricht von dem Einfluß der Scherl'schen Blätter auf die breiten Massen des Volkes. Ter verstorbene 2)hniflcc de§ Innern o. Hammerstein behauptete einmal, jeder einzelne öer vielen Tausende Abonnenten des .Lokalanz.' im Bezirke .Groß-Berlin* werde durch dieses Blatt davon zurückgehalten, zur roten Fahne abzuschwenken. Tein Anschein nach bekennen einflußreiche Streife der Regierung sich heule noch zu dieser Auffassung, die den tatsächlichen Verhältnissen keineswegs ent- ivrichl, wie jeder mit dem Berliner Volksleben Vertraute weiß« 'Am wenigsten jedenfalls haben die Scherl'schen Blätter mit ihrer lauen Haltung setzt in der Wahlzelt dec Sozialdemokrat« Anhänger zu entsühcen vermocht. Das Ergebnis der Wahlen in Berlin beweist das auf das Bündigste. (Ter Geldsack deS Herrn Scherl ist groß, und er periönlich mag für die Be^ tampsung der Berliner Sozialdemokratie mehrere blaue Sappen Ale Aortschung des Wahlkampfes. Für eine nicht absolut gegen die Sozialdemo fratie sich richtende Stichwahltaktik tritt das der Freis. Vereinigung nahestehende ,Berl. Tagebl.* ein. Tag Blatt meint, die liberalen Parteien hätten die Pflicht, bei den Stichivahlen nicht die Geschäfte der Reaktion zu besorgen. SJlan wird zugeben, daß diese Stellungnahme keineswegs ganz unberechugt ist und für eine ganze Reih» von Wahlkreisen auch der bürgerlichen Hinten zugute käme^ Voraussetzung allerdings wäre habet, daß die Sozialdemokratie sich verpflichtet, die bürgerliche Link» je glich er Schattierung überall d a zu unterstützen, ioo sie un Kampfe mit einem Anhänger der Rechten, de» Bunde» der Landwirte, des Antisemitismus oder dergleichen fleht. Jedenfalls ist unseres Erachtens bei Vorschlag deS /Bert. Tagebl.* sehr beachtenswert. Tie rund, Ablehnung jedes nationalliberalen Kandidaten z. B., auch uns dem Freisinn nahestehenden und von ihm nach Kräften unterliügten, eine® für ein demokratische» Wahlrecht und für volle Koalitionsfreiheit warm eintretenden Liberalen durch Die deutsche Ardeiterichast wäre ja barer Unsinn und ist auch kemeSivegS zu erwarten. Die sozialdemokr. Presse scheint sich von der Verstärkung deS ,ruppigen Tones" viel zu versprechen, den der glücklich iviedergeivühlte Genosse Stadthagen auf einem Parteitage als den richtigen pries. Wir vertrauen dem gesunden Sinne auch der .genüsslich* verbliebenen deutschen Arbeiterschaft, daß ihr diese Tonart zuwider ist, die mit die Abwendung großer Wählermassen von der Sozialdemokratie verschuldet hat. Das schmutzige persönliche Anbelfern einzelner Gegner mag man doch den Herren Hirsche l und Konsorten lasten, deren einzige geistige Stärke die tägliche Betätigung deS Lauherdcnlones und die Verkündung dreister Unwahrheiten über angebliche Beschimpfiingen von gegnerischer Seite ist, obwohl ihnen die Virtuosität aufdem Schmipflügenklarinett ihnen rückhaltlos und mit größter Bereitwilligkeit zuerkannt ivird. Das Zentrum will heute, Dienstag, über die Stellungnahme zu den Stichwahlen beraten. Die kathol. »Schief. Volksztg.* bezeichnet jede Unterstützung eines Sozialdemokraten als sittlich unerlaubt und politisch verwerflich. DaS wird sich die Sozialdemokratie merken, auch da, wo das Zentrum hinter den Louliffen eine treibend« Kraft ist. flacht, der von den vereinigten Liberalen au'gestellt Ist, gebärt der nationalliberalen Partei an, Herr Kohler iit jept deutschsozial und wird von dem Bund der Landwirte unterstützt. Er ist heute Bannerträger dieses 5öunbu>, nachdem er chn früher cus Bauernfänger und Bauernfeind hingestellt hat. Die Anhänger beider otoben »Parteien sind gewachsen. Der Liberalismus tim 2100 Stimmen und die deuischsoz. Partei um 3800. Dabei hat der Liberalismus schwer gelitten durch persönliche Kämpfe -wiscyen ein- einen Mannern und Herrn Köhler, ooioohl weder der liberale Kandidat noch die Partei alS solche im geringsten buran beuuigt waren. Haocn wir Liberale die deutschsvjiale Partei verantwortlich gemacht für de- leibigenbe Acutzerungen, die Herr Köhler gewissen politischen Gegnern an ben Kops geworfen hat? Neinl Uebcrnehmen die deutscl-soziale Partei und der Bund der Landwirte die Verantwortung für beleidigende Acußerungen einzelner Parteiangchörigen? Gewiß nicht. Also verschone man auch un- mit der Uebernahme der Verantwortung von Handlungen, die einzelne Personen im persönlichen Streue mit Herrn Köhler, der von der Parlament-- tribüne und in der Presse persönliche Angrisse gegen andere gc- schleudert har. Tiefe persönlichen Tinge dürfen den Parteien also keineswegs zur Last gelegt werden. Eine Sache, die trotz dicfcs widrigen persönlichen Streites 2100 neue Anhänger gefunden hat, mutz doch mehr gutes an sich haben als unsere Gegner zugestehen wollen. WaS wollen wir Anhänger der Kandidatur Hehligenstaedt? 1. Einen Mann in den Reichstag senden, der auch hinein geht und wirklich arbeitet, nicht nur durch Versprechen, sondern durch die Tat bewiesen hat, daß er versteht, was ein Amt verlangt, nämlich treue Erfüllung der übernommenen Pflichten, 2. einen Mann in den Reichstag schicken, der das Interesse der gesamten Bevölkerung seine- Wahlkreise- neben dem Interesse de- Reiche- be- achtet, der wie Herr Heyligenstae dt es getan hat, selbst dann sür eine der Mehr he it seiner Wähler nütz- licheGesetzeSvvrlagestimmt.wennerseineigenes Interesse dadurch schädigt. Tas hat Herr H. bei seiner Zustimmung zu dem russisa>cn Zolltarif getan. Dort hat Herr Heyligenstaedt für die Landwirte se ineS Wa hlkreises gearbeitet, wie er bei der Ablehnung der Tabaksteuer für da- Wohl der T a b a k i n d u st r i e, die T a u s e n d e in Stadt und Land ernährt, gearbeitet hat. Ties- zwei Beispiele beweisen, datz öerr vcyligenstaedt kein einseitiger Vertreter einer Klasse, eines Standes gewesen ist, sondern daß er bei seiner politischen Tätigkeit den Blick auf alle Klassen seines Kreises gcrid>iet hält, datz er arbeitet z u m Wohle der Landwirtschaft, wie der Industrie, -um Wohle des Bauern wie des In- dustriearbeiters und der Industrie. Er wird im neuen Reichstag auch kräftig mitarbciien an der Verbesserung der sozialen Gesetze zur Fürsorge für Arbeiter, Privatangestellte (Kaufleute ufro.). Was aber wollen wir nicht? 1. Wir wollen keinen Mann, der bisher zweimal seine Pflichten im Reichstage nicht erfüllt hat, bei nicht bloß nicht mitgearbeitet, sondern selbst bei wichtigen Abstimmungen wie 1. das Bürgerliche Gesetzbuch, 2. die Zucler- ftcuer, 3. die Gewerbenovelle, 4. das Handwerkerorganisationsgesetz, ö. die Branntweinsteuernovelle, gefehlt hat und der durch andere Remter auch jetzt wieder naturnotwendig verhindert sein würde, seine Pflichten im Reichstag z u erfüllen. 2. Wir wollen keinen Mann im Reichstag, der ein einseitiger Klassenvertreter ist. Tas wird Herr Köhler sein. Er soll ja a l s L a n d w i r t in den Reichstag gesandt werden. Seine Anhänger suchen von neuem einen Ritz z u schaffen zwischen Stadt und Land. Sie verkennen in ihrer Verblendung, wie sehr das Wohl von Stadt und Land mit einander verbunden sind, daß eine Notlage der Stadt dem Lande verhängnisvoll werden mutz, wie eine Nollage des Landes der Stadt von sä-werem Schaden fein würde. Ist es recht, Feindschaft statt Frieden zu säen? 3. Wenn wir uns freuen, daß dank der Gesetzgebung der letzten Jahre die Lage des Bauern günstiger geworden ist, so wollen wir doch nicht, daß durch Er» f üllung der überspanntenForderungendes Bundes Der Landwirte, dessen Werkzeug Herr Köhler heute ist, neue Preiserhöhungen der notwendigen Lebensmittel herbeige- sührt werden, da wir der lleberzeugung sind, daß hierdurch die zum Einkauf der Lebensmittel gezwungenen Personen: ein gcotzer Test der Heineren Bauern, die gesamte Arbeiterschaft, die Kaus- mannschaft, die Beamtenschaft, zunächst geschädigt würden. Um die Schädigung zu beseitigen, gäbe eS neue Lohnbewegungen in der Arbeiterschaft und im Kaufmannsstande, neue Gehaltsforderungen Der eben schon schwer leidenden Beamtenschaft — und als Folge Erhöhung der Stenern — neue Klagen in dem kleinen Bauernstände. S) sehr wir also dem Bauer die erhöhten Einnahmen der Jetztzeit gönnen, so sehr müssen wir cs zu verhüten ludjcn, daß auf einer Seite eine starke Preiserhöhung entsteht. Wir sind nicht Der zweisellos irrigen Meinung, datz billige Lebensmittel allein unter allen Umständen zu erstreben seien, wir sind vielmehr der lleberzeugung, datz die einzig richtige Forderung ist: ein richtige- Verhältnis zwischen Einkommen und den Preisen der Lebensmittel. Jede einseitige starke Acn- Derung bringt eine Störung der Gesamtheit, eine schwere -Schädigung der anderen Seite. • Darum lege sich der Wähler in Stadt und Land vor Aufstellung neuer bedeutsamer Forderungen die Frage vor: Ist deine Forderung Der Gesamtheit gegenüber gerecht? Gewisse Forderungen des Bundes der Landwirte, also auch des Herrn Kahler von 1907 — man will hohe G e t r e id e z ö lt e — würden aber unzweifelhaft zu einer bedeutenden Erhöhung der Preise luhren, aifc die Käufer fc^er schädigen buru) Entwertung des Geldes, Unfilüd schaffen und den sozialen Frieden stören. '«ne das Beste 8 pack ^«n-elg» ®u6«.n: Rotationsdruck und Verlag der vrühsfchen Unio.-Vuch. und Zteindruckerei. N. Lange. Redattion. Expedition und Druckerei: Schulftratze 7. «pit foziiUvimokiuMche Z>tichrval-tparole. Giehen, den 29. Januar 1907. Die sozialdemokratische Presse bringt einen bereits gestern von uns kurz erwähnten Aufruf an die »Genossen*, her sich nach einem kurzen Rückblick auf das Resultat her Hauptwahl mit der Stelluugnahme der Sozialdemokratie in den Stich, wählen beschäftigt. lieber die offenbare sozialdemokr. Niederlage werden nur wenige leere, ober auch schon em paar bombastisch großspurige Redensarten von lieblichen ZukunstSlräiimeii geu>acht. Du noch eben so kleinlaute Prooiuzvresse sand sogar ihren allen Don der dünkelhaft übermütigen Klugkoferei wieder und fchiebi ihre eigene, ihr so übel bekommene vorlaute Art höchst geistreich den Gegnern zu. Nun, mögen bie Leutchen ihr magerte Vergnügen haben all in ihrer fatjenjämmerlicfjen Muntertest. Zur Stichwahlfrage wird vom .Vorwärts* verkündet: .Alle Kräfte müssen aufgeboten werden, um in diesen Kreisen die eroberten Sitze im Reichstage zu vermehren.» Diese Mahnung muß auch weil m die liberalen Bürger- kreise wie m die Kreise her Arbeiterschaft, hie sich bas Joch be« Sozialismus abzufchulteln beginnt, hmeinklmgen. Wit sich die Deutfchfozialen bis auf ben letzten »Mann rüsten, so muß bie gesamte Linke überall, wo es sich in Heften um Stichwahlen gegen ha8 Agraritrlnm richtet, bis auf ben allerletzten Mann zum Kampfe gewappnet fern. Der sozialbemokratsiche Aufruf erklärt: Bei Slichwahlen -ivlichen gegnerischen Parteien empsehleu wir, »ach foigenhen Grundlagen zu vtr'ahren: Unter leinen Umständen dürfen Konservative, Reichspartei, Bund der Landivirte, Antisemiten und Rational Itbeiale eine sozialdemokratische Stimme bei ben Stichwahlen erhalten. Für bie anderen Parteien empfehlen wir folgende Stellung- nähme unseier Geiwsfen: Porausieyung tut Die Unterstützung einer dieser Parteien bei ben Stichwahlen muß bie Verpflichtung Dee Kandidaten sein, daß er 1. gegen jede Verschlechterung des allge m. gleichen geheimen und direkten Wahlrechte ftunmen wird; 2. vag er jeden Versuch, das Koalitionsrecht einzu- fchränken, unbedingt fluiüdiueijen wird; 3. daß er sich gegen jebee wie immer geartete Auenahmegeleg erklären wird. Nachdem diese (xvtläiungen abgegeben sind, empfehlen wir ben KreiswahlloniiieeS, bie Entscheibung, ob em solcher Gegner bei bei Stich>vai)l foziatdeniokrauiche Unierslützung fuiben soll, »unter bei Wuidigimg der Perfünlichleit des Gegnere zu nepen. Unter keinen Umständen aber Dati einem JianDioaicn eine lozialdeniokiatstche Summe zuialleu, Der die ausgestellten Bedingungen nicht akzepueli. Unsere gestrige telephonische, und aus Berlin zugekommeue Meldung von hiejer Pacole war leider unvollftätidig. Sie unterdrückte ben gerade für unser Gießen überaus wichtige Passus von der n ati ona II i berat en Partei. Diese Parole ist natürlich von großer allgemeiner parteipolitischer Tragweite. Sie bedeutet, daß eine Reihe von nationaÜibcralcn Kandidaturen, tue in der Stichwahl sichen, also auch die Gießener, nicht errungen werden könnte, -- wenn sie befolgt würde. DaS aber wäre eine schwere Schädigung der freiheitlichen Sache. Dag bie Sozialdemokratie auch bann, ivenn national- liberale Kanbibalen jene bm genannten Beblngungen zu erfüllen vecfprcchen — und jeher liberale Mann tut bie§ —, bieUnlcrflügung von Nationalllberalen zu vcrhinbecn sucht,zeigt, baß bie Sozia 1bemokcatie z.B. lieber eine antisemitische Reaktion stärkt, als baß sie einem liberalen »Manne znm Siege verhilft. Das kennze.chiiet ben zweifelhaften Werl Der sozialdemokratischen Parte» als einer angeb. lich f i e i h e 1111 ch gerichteten Partei. Sie ist und blcibl in vielen Füllen eine Helfershelferin der Reaktion. Heyligenstaedt ist nicht nur der Kandidat der 9lational» liberalen unseres Wahlkreises, bie sich übrigens von ben nominellen ,9lalionaUibcralen* Criolü unb Hcyl sehr scharf imlcrfcheiben, fonbern auch von ben Freisinnigen, unb unb bieje sollen ja nach her Wahlparole bet fozialbemokr. Zcntralleitung von ben Genossen unterstützt werben. Heyligen- ftaebt ist ferner, ivie wir gestern schon ausführten, em hucchaus auf dem Boben beS b e m ok ra t, s ch e n R e i ch s t a g S- u nb La n d- lagswahlrechtS stehender Mann. Er ist em entf chie- üener Verfechter dcS demokratischen KoalitionS- rechtes, also einer von jenen Liberalen, bie nach hem Willen der Berliner fozialistifchen Zenlralleilung bie Stimmen her sozialdemokr. 'Wählerjchast erhalten sollen. Jedenfalls würde 'Wahlenlhallung oder bie Wahl KöhlcrS mit bazu beitragen, zu verhüten, baß her stark nach links gciichtelc Zug, der bei hiejer Wahlbcwegttng in ganz Deittjchland sich kundgab, in feinem Erfolg vermmbert wird. Der freiheitliche Schaden aber, her mit her Unterstützung der vom ßentrum und den Junkern unterstützten Deutich- sozialen durch die Sozialdemokratie augenchtct würde, U) äre für die gesamte Arbeiter jchaft uneclueßlich. Nr. 24 y Grsch-tnl tflflU» außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessisch«« tanöwlrt die Ltrtzenet Kamlll««' blätter viermal in her Woche beigelegt unb zweimal wöchentlich da» Xtl begeistern. Unsere schwer errungenen überseeischen Besitzungen wollen wir unbedingt feslhatten zum Heile unserer Enkel und Urenkel, aber das Gewonnene nicht aufs Spiel setzen durch eine abenteuerlustige Weltpolitikt Aus Sra-t und Land. Gießen, den 29. Januar 1907. " Ueber den Aufenthalt des Großherzogspaares in Berlin entnehmen wir der Darmst. Zlg.: I. K. H. der Großherzog und die Großherzogin mit Gefolge trafen am 26. dS. Mts., 10 Uhr 46 Min. vormittags, nach guter Reise wohlbehalten in Berlin (Potsdamer Bahnhof) ein, wo sie voin Ehrendienst empfangen und in das König!. Schloß geleitet wurden. Abends fand Tafel bei den Majesläten und Macschalltafel statt. Die Herrschaften nahmen am 27. vormittags an den Festlichkeiten im Königl. Schloß und im Zeughaus teil. Abends fand Galatafcl und hieran aufchließrud Gala-Vorsiellung im Köiiigl. Opcrnhause statt. Nach Schluß der Vorstellung verabschiedete sich S. K. H. der G ro ß h e rz o g von den Ma,csiäten und reiste um 10.35 abends in Begleitung des Flügel-Adjutanten Rittmeister Freiherrn v. Masten- bach nach München ab, um sich dort von Professor Lioch malen zu lassen. I. K. H. die Großherzogin verbrachte die Nacht im Königlichen Schlosse und begab sich am 28. vormittags mit der Hofdame Freim v. iRolömann und dem diensttuenden Kammerherrn Frhrn. v. Leonhardl 311111 Besuch Ihrer Verwandten nach Potsdam. I. K. H. werden vorwird, beabsichtigt S. K. H. der Großherzog, sich m München malen zu lassen. • • Landesuniv ersität. Der außerord. Professor Dr. Strack hat den von Erlangen an ihn ergangenen Ruf abgelehnt. • • Ein Eisenbahn-Unglück auf Bahnhof Groß-Karben. Gestern abend stieß auf Bahnhof Groß- Karben der Berliner Schnellzug mit einer Rangier-Ab- teilung zusammen. Wir erhalten darüber folgendes bahn- amtliche Telegramm: Am 28. dS. M18., 9.13 Uhr nacht? wurde auf Bahnhof Großkarben zwischeu Franlfurt a. M. und Friedberg dem Berliner Schnellzuge 75 Erlaubnis zur Durchfahrt vem Fahrdienstleiter gegeben, trotzdem sich noch eine Aangirrabiellung auf dem Turchfahrtgters befand. Bei dem Zusammenstoß wurde ein Heizer getötet und zwei Lokomotivführer und ein Heizer wurden ver- letzt. Strecke aus etwa 12 Stunden gesperrt. Äuge (Süßen— Frankfurt a. 3)1. werden über Homburg e.ngeleiter. Einer unserer Söeruylerfiatter ia>uoert uns drahtlich den Vorgang wie folgt: Ter Frankfurt-Berliner Schnellzug, der in Frankfurt fahrplanmäßig um 8.45 Uhr abjäfjrf unu gestern etwa 5 Minuten Verspätung yatte, erhielt von der Station Groß-Karben das Signal, daß bte Durchfahrt für ihn frei sei, wahrend iwch Der Güterzug Nr. 7381 auf dem Gleis rangierte. Infolgedessen fuhr der Scyneitzug in der Nähe der poer die Bahngteise führen- Den Brücke zum Groß-Karbener Mineralbrunnen dem Güterzug in die Flanke. Die beiden Maschinen. des Sa-nci.zugs, der Achsen führte, entgleisten frNib die zweite liegt jetzt auf und in Der vorderen Maichme. vL<.c A.^ratc iUur »urchtbar und der Zusammenstoß Ware zu einer grauenvollen Katastrophe geworden, wenn nicht der Mafchinensuhrer der voroeren Su-lnetizugsmaschine Die Gefahr erkannt und sofort gebremst hatte. Leider war es zu jpät, um das Unglück ganz abwenden zu können. Getötet wurde der Heizer Koch aus Gießen. Schwerverletzt wurden: ^olomotivsührer P a p p e r t aus Frankfurt und Heizer G a l l i n 0 m Griesheim. Ferner ist verletzt der Führer des Güterzuges Georg Gernand aus Gießen. Die Verletzten wurden von einem Hilfszug nach Franlfurt gebracht. Der hinter den Maschinen folgende Postwagen führte etwa 10 Postbeamte mit sich, die fämlliuAi nverlctzt blieben. Auch die Paß agiere kamen mit dem Schrecten davon, sie mußten ihren Ausgang zumeist durch Die Wagensenster nehmen, da sich die Türen nicht, öifnen ließen. Der Materialschaden ist sehr erheblich, auch die Brücke zum Brunnen ist zerstört. ** Prozeß Grünewald-Metz. Die Strafkammer verhandelte gestern bis 9 Uhr abends über die Berufung, die von beiden Seiten in dem Beleidigungsprozeß des l)ieu>t3anroali» Grünewald-Gießen gegen den Recptsamvatt M e tz - sJiü)ba gegen Das ergangene Scl>öncngerichtsurteil verfolgt worben war. Die Berufung des Beklagten wurde verworfen, sodaß es bei 7U0 Mt. Geldstrafe bleibt. Der Berufung des Klagers wurde insofern Ilattgegeben, als der Urteilstenor sich auf anderen Paragraphen aufbaut, als der des Schöffengerichts. (Näherer Bericht folgt.) • • Eine Anfrage des Abg. Kühler betr. die Einkonnnensoerhältnisfe der im Gemeinfchaslsdienst ange- lielllen oberhesfijchen Eisenbahn-Fahrbeamten lautet: Welche Stellung nimmt Die Großh. Regierung gegenüber den Beschwerden der im Preußifch-Heglichen Genleulfchaüsdienst an« gepellten liüher oberhefsilchen tiiienouljn-öabrbeunuen em hinsichtlich -.eren Einlommen-, Steuer« rc. Beci-ältnipe nach den Beiinnmungen int Pieutzlich-pesiiichen Eifenbahnvenrage vom Jahre 189ö 'i Angefichls der im allgemeinen nicht gerade freundlichen Stellungnahme von der Partei des Abg. Köhler im hessischen Landtag zu den Wünschen der Beamten ist die 2 Tage vor der Reichstagswahl ergangene Anfrage wohl hauptsächlich aus iva hltakllschen Gründen zu erklären. Hoffentlich hält die beamtenfreundliche Haltung des IHbg. Köhler auch über die Relchslagswahl hinaus an. ** Lehrerpcrsonalien. Uebertragen wurde deni Schul- amtsaspiranten Karl Zoll aus Elpenrod eine Lehrerstelle an der Gemcindeichule zu Eifa. Erledigt sind die mit einem evang. Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bruchenbrücken und die mit einem evang. Lehrer zu besetzende 6. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schlitz. ** Flüchtig. Wegen Vernachlässigung im Dienst wurde am 1. L Ntts. dec Verwalter D- einer hiesigen Klinik entlassen. Die nach seiner Entlassung vom 3. bis 15. l. Nils, vorgenommene Bücherrevision ergab, daß D. eine Anzahl Posten an chn eingegangener Verpflegungsgelder nicht gebucht, sondern für sich verwendet hat. Die nach und nach unterschlagene Summe beläuft sich auf beinahe 4000 Mk. D. wurde bereits während der Bücherrevision flüchtig. Gr führte einen lockeren Lebenswandel und ging dadurch seinem Ruin entgegen, alle Ermahnungen seiner Vorgesetzten hatten nicht gefruchtet. Wegen Verbrechens im Amt ist gegen D. Untersuchung eingeleitet. ** Körperverletzung. Am verflossenen Sonntag abend war der Wirt T. von hier gezwungen, einen renitenten Gast, den Schlosser I., aus seinem Lokale zu befördern. Hierbei erhielt der Wirt nicht allein einen Stockhieb, sondern er erhielt auch einen zum Glück nicht lebensgefährlichen Messerstich in die Seite. Anzeige ist erstattet. 8 Reiskirchen, 28. Jan. Einen recht anregenden Nachmittag verlebten die Mitglieder des Flotten Vereins „Ortsgruppe Reiskirchen" bei der am 27. d. Alts, bei Gastwirt Gundrum abgehaltenen Generaloerfammlung. Leider mußte der geplante Vortrag von Dr. Gengnagel, Gr.-Buscck, verschoben werden, da der Redner durch berufliche Tätigkeit verhindert war. Nachdem einige geschäftliche Angelegenheiten erledigt waren, sprach Herr Kühn von Linden- iiruth in sehr verständlicher Welse über die Einrichtung unserer Kriegsschiffe, ihre Armierung rc. und erntete herzlichen Daul von allen Anwesenden. Der Vorsitzende brachte, daran anschließend, ein Hoch auf unsere dc»itsche Marine au5. Auch in das von Studiosus F. B ü r |i l e i n auf S. M. den Kaiser ausgebrachte Hoch stimmte die Versammlung begeistert em. Nicht unerwähnt möge bleiben, daß die von einigen anwesenden Herren ausgeführte 'Musik und vorgetragenen Lieder wesentlich zur Verschönerung des sJlad)mittag5 beigctragen haben. 23. Grünberg, 28. Jan. Am Montag ging unsere schöne Burg (ca die Mitte unserer Stabt) nur Wirl-chast uno Drall- ungut an Untern..^ner Hrmrich verhüt U. für den Kaufpreis von 18 vOO Mk. irver. Ter neue Besitzer beabsichtigt die Wirte schafr Weilerzuführen und alles neu einzurichten. sd. Dar in Habt/ 2i. Von einer Persönlichkeit, die mit Berliner Reglernngskreisen rege Fühlung hat, erfährt der Berliner Korrespondent der „Köln. VolkSztg.", es bestehe dec Plan, eine gefügige Regierungsmehrheit dadurch zu schaffen, daß man die wegen Zu na h m e der Bevölkerung eigentlich mehr zu wählenden Reichsta gs-Ad- geordneten durch die Eii,zellandtage wählen lasse. Nlan siiche nach Mitteln, mie dies ohne Aendcrung des bestehenden Reichstags-Wahlrechtes geschehen könne. Ter Korrespondent der „Köln. VolkSztg.^ egibt diese Mitteilung unter Vorbehalt wieder. (Wir auch! 'lind scheint die ganze Nleldiing ein übler, irrejührendcr Scherz des Zentrums zu fein. D. Red.) Essen a. d. R., 29. Januar. Gestern nachmittag sand hier eine Sitzung von Zentrumssuhrern jener Wahlkreise statt, ui denen das Zentrum bei der Stichwahl den Ausschlag geben wird. Es wurde beschlossen, kemcssalls für die Sozialdemokratie zu stimmen. Ess en, 29. Jan. Eine Konferenz von ZentrilinS- führer^bcschloß, den Wählern zu empfehlen, beider Stiche ivahl keineswegs für den Sozia ldeniotraten zu lummen) Die „Rhein. Wests. Z." cmpstehlt ein Stiche wähl -Ko mpronliß mit b c m Zentrum bahmgehend, baß Esten, Düsselbors, Köln, Hi l, Ntainz nut nauoncu- liberaler Hilfe dem Zentrum gewonnen und in Dius« Eansd.Köchen Spezial Ständige Musterküche Einneblungen Magazin Geräte erstklassiger Qualitäten in Emaille und inoxid. Geschirren f Wascbgarnituren, Toillette-Eimer Lackier- u. Holz waren, Komplette Küchen Ludwig Wl k Plockstrasse > F Reich sortiertes Lager nur Kuchen-, Pudding- und Konfekt-Eormen Nickel-Kochtöpfe, Nickel waren Gemüsetonnen mit Etagfcren A ‘t vorüberging, er Habe au- demselben unqtsähr zehn Offiziere flüchte n gesehen. ferner spricht man von emem Anschläge eine- mißhandelten Laleien. Petersburg, 28. Jam STJacb den bis fetzt vorliegenden Ergebnissen der VertrauenSmännerwahlen von Arbeitern und 5bleingrundbesik-^n sind 2927 B«rtrauei^nänncr gewählt, von denen 1167 der Rechten, 790 den Gewitztsten an gehören. Unter den übrigen L er trauen smöiincru befinden sich 48 Kadetten, und unter der Gesamtzahl der Erwählten 667 orthodoxe Priester. In der Provinz rDd wurden 394 DeriraucnSmänncr gewählt, darunter 10 Mitglieder der Rechten, 296 Gemäßigte. In der Provinz fiicro sind 520 Vertrauenmänner gervählt, darunter 298 Müglicder der Rechten und 222 Gcnräßigte. Odessa, 29. Ian. Ein Kapitän der Russischen SckiflabriS- aesellichait wurde von zwei streikenden Matrosen erschossen. Pon der Polizei vedolni, verletzte einer von den Matrosen einige Polizisten und wurde selbst verwundet seslgenounnen. Ter andere erschoß zwei Schutzleute und einen Gendarmen und dann sich selbst. Washington, 28. Ian. Ter Bericht der Kommission für den zwischenstaatlichen Handel über die Beziehungen dec Eisenbahngcsellschaflen zu den Oelproduzenten tadelt scharf daS Verfahren der Standard-Oil-Company, die Konkurrenten zu unterdrücken und erklärt, das ganze Eisenbahnsystem habe Vorzugstarife für die Standard-Oil- Company. Es könne daher für die Negierung die Notwendigkeit eintreten, Tarifbestimmungen feilzusetzen. Bekanntmachung. Auf Grund der Fernsprechgebühren - Ordnung vom 20. Dezember 1899 (Reichsgesetzblatt Nr. 51) wird folgendes bekannt gemacht: Für jeden Anschluß an daS Fernsprechnetz in Gießen, welcher nicht weiter als 6 km von der Vernuttelungsstelle entfernt ist, betragen vom 1. April 1907 ab A. die Pauschgebühr........150 Mk., B. wenn an deren Stelle die Grundgebühr und Gesprächsgebühren gezahlt werden, 1) die Grundgebühr.......60 Mk., 2) die Gesprächsgebühr 5Pfg., mindestens 20 , jährlich. Tie Teilnehmer, welche an Stelle der Pauschgebühr die Grundgebühr und Gesprächsgebühren zahlen wollen, müssen dies dem Kaiserlichen Postamt in Gießen bis Ende Februar 'christlich mitteilen. Sie erhalten dann zum 1. April andere Anschlußnummern. Teilnehmer, deren JahreSgcbühren zur Zeit niedriger sind alü die künftig geltende Pauschgebühr, können ihre An- Nach Influenza [b*/i WUD Doi [0580 Neue 707 herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Wilh. Demntb, Kanzleirat. Familie L0U1S Frech. 696 - A. Schmidt, Tapezier, Neustadt 59. v Kür Wirte unö Vertreter! 0010 Wolkitraire ü. Kasseler Hafer-Kakao Mägen-«. varm-Leiüen Triumphklappsessel Plüsch- und Rohrsessel Scareibsessel Spiegel Kinderstühle Paneele, Etagöres Sofatische Ausziehtische Lackierte Tische Kindertische Blumentische Bauerntische als Kräftigungsmittel tausendfach ärztlich empfohlen. Nur echt in blauen Kartons ä 1 Mk., niemals lose. Audrik liefen M- um gegenüber W ♦ C. Roth n Nachf. 5 Walltorstr.5. — Televh.l>22 Diva» zu verk schlüsie zum 1. April kündigen. Die Kündigung ist bis Ende Februar schriftlich bei dem genannten Postamt onvibnnqen. Darm stadt, 24. Januar 1907. Kaiserliche Lber-Postdirektion. Kabelt. Stühle von geringster bis zu fein er Ausführung. Rohrstühle, */, Dutzend von 20 Mk. an. (Eigenes Fabrikat.) Bei Bedarf bitte mein reichhaltiges, aus nur erstllafftger Ware ItRtbciibK' Lager zu besichtigen und meine ganz außergewöhnlich billigen Preise zu beachten. Anerkannt öcste und billigste Bezugsquelle! 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Europa« Für die vielen Beweise von Teilnahme anlässlich des Ablebens und der Beerdigung unser es heben Herrn Philipp Schneider* Gastwirt sowie für die zahlreichen Blumenspenden auf diesem Wege unseren in bei der Rixdorfn ilschutzmannlM r nach pause jurüd- ißc sechs Strolch: en zuerst mit anzüg ihm schließlich btr. als Kriminaldeamti: h schließlich genölu: t Revolver den #k stcn ihn aber rotik iljn sodaß k- bet Waffe (Sebra >lt einen lebens t, und ein zweier ergüssen die übrig:' vurg, Bochum, Dortmund, Tieburg, Fran kfurt a. M. aber ba8 Ze ntrum dennationalenttandtdaten u n- terstützt. Leipzig, 29. Ian. Die theologische Fakultät der hiesigen Universität ernannte den DioisionSpfarrer Max Schmidt in Potsdam wegen seiner hervorragenden geistlichen Fürsorge im südwestafrikanischen Kriege zum Licentiat honoris causa. Paris, 23. Jen. Ter Präsident der Rerublik hnt an Kaiser Wilhelm folgendes Telegramm gerichtet: „An S. M. Wilhelm Deu ticken Kais r, König von Preußen — Berlin Mit tiefer Bewegung erfahre ich die i'urdjtbarc Ervlosion schlagender Wetter, rotld^e unter dcn Bergleuten bej Billstoctscb achtes der Grube R>chenf so viele Ovi'er gefordert hat. ES liegt mir cm tzerzen. Eurer Maicnüt mein anstichtiges 9/kitgcfüh'. auszusrrechen und Anteil tu ncy.ncn an der Trauer de- so grausam hcimgc juchten BctG-ücrivbcDöIL^ung. (gij.) Iarlrerc s." Paris, 28. Januar. Ter Minister des Auswärtigen beauftragte den französischen Botschafter in Berlin, Bihourd, dem Fürsten Bülorv das Beileid der französischen Regierung anläßlich der Katastrophe auf der Redengrube zum Ausdruck zu bringen. — Bei Beginn der Sitzung deS MunicipalrateS erklärte dessen Präsident: .Ich bin überzeugt, mich zum Dolmetsch Ihrer Gefühle zu wachen, wenn ich den Familien der Unglücklichen, die bei der Katastophe auf der Redengrube ihr Leben cingebüßt haben, unser herzlichste- Beile, d auSsprcche. Tie ganze Saargegend ist durch diese furchtbare Explosion aufs tiefste betrübt. Sie geht auch uns sehr nahe. Vergessen wir nickt die Sympathie, die uns selbst anläßlich deS Unglücks von EouinöieS zuteil wurde und schicken wir den Ucbcrlebenäcn der Katastrophe von Reden und den Hinterbliebenen der dabei Umgcfonunencn unseren brüderlichen Gruß.* Lievin, 28. Januar. Von den 812 Bergleuten, die heute in den Schacht hinabgesliegen sind, kommen immer mehr zu Tage; es fehlen jedoch mehr als fünfzig, die, wie es heißt, bei verschiedenen RettnngSarbeiten in der Tiefe beschäftigt waren. Zahlreiche Direktoren auS den in der Nähe befindlichen Gruben waren anwesend. Plan bemerkt auch eine Gruppe von Rettungsmannschaften aus Courriöres, die mit ihrer besonderen Ausrüstung angekommen sind. Belgrad, 29. Ian. Hebet die beim Kronprinzen stattgefundene Explosion gehen die verschiedensten Gerüchte um. U. a. heißt eß, der Kronprinz habe die Bomben fabriziert und sie seihst zur Explosion gebracht, um sich von ihrer Wirkung zu überzeugen. Nach anderen Mitteilungen sollen während emeS FestgelageS plötzlich Revolverschüsse gefallen sein. Tatsächlich erzählte em Reichsdeutscher, der im Augenblicke der Explosion am Palais Speisezwiehein Priara Ware per 50 Milo Mark 2.5 0 um. Rachn. versend, av Kricoverg A. isla hl V* w., änh. iOt. ^tabl Sriedverg weiien). lhira/| Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Aue- Stattung, stilrein und preiswert die BrühPsche Universitäts-Druckerei. Schuletr. 7 fein nur Donnerstag hier: \ Suche gctraacuc Mlcidungs- ftürfc, alte Gold- und Srlocr- rndjeu, 3abnßcbiffe und schul)- waren zu tauten. Schrift l.Angeb. unter 0622 an d. Gieg. Anz. erb. Freibank. Qchseuflcisch 60 Pfg.> Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Miueilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Grogvater, Schwiegervater, Sohn und Bruder Herr Heinrich Weidenhnns gesten abend 8 Uhr sanft emschlasen ist. Ihn stille Teilnahme bitten Tie trauernden Hinterbliebenen: Familie Wcidcuhaus. Familie Schön. Gießen iKatharinengasse 14), 29. Januar 1907. Die Beerdigung findet Donnerstag, 31. Januar, nachm. 2 Ubr Don der ztavelle des neuen Fnedhoss aus stau. 1/14 bei Keausncht. d. Schulausgaben. Schrtilliche Anfragen unter 0485 an d. Gießener Anzeiger erbeten. Am Samstag abend wurde im (Sai6 ifeib od. aus dem itiege von der Lst-Anlage noch dort ein Brillant Ddrrtna verloren. Ltiederbringcr erhalt gme 93c= lohnung. i.st'Anlage 15,11. lOmti Achtung'. Achtung! 3-riicufe nimmt noch Stunben in und au er dem Hause an. .0535 3rduk in omr.uot, Tieienweg 18. ♦ In guter Geschäftslage ist ein $ Laden mit LLohnung, Nun soll einer sagen, was ne Sache ist! ____, Gestern scheußlicher Zustand: Halvschnierzen, Heiserkeit - ITH total, sag ich ay — gekanit, nach Borschriu gebrauchi und L heme alles iori. Und der ganze Svaß toucie mn bü Um* ßür diesen Breis in icder Apotheke, Drogen- oder Mineral- tvasserhandlung zu haben. llvJI n Typhus u. fieberhaften 5krankheiten, Blutverlnfren, Bei 9unaenleiben ufw. ist stets die größte 2orgc 1 ; nal)tn .Nute* । bettiqct On5Tt( bcm »Sh e?rt N<0 einen ' konnte, fta k ;'tbra“« Jchiiz^ * ermotbet h«, ) famieb m bas len überführt. Auf! Ö ^taatsanroaltfdjah ausgejeiji : Kreppeimehl $ per Pfd. 16 Psg. ♦ Schmal ♦ ßarant. rein, p. Pfd. 60 Psg. • Backöl ♦ empfiehlt [716 | aJiraibückäinge 0618] und große «;rüne Heringe zum Braten, per Pfd. 25 Psg., euwnehlt A. Koch Xaehf., Schnlstraße. Danksagung. Für die uns in so reichem Masse erwiesene herzliche Anteilnahme anlässlich des Ablebens meiner lieben Gattin, unserer guten Mutter, Schwiegermutter und Gtossmuier Frau Katharine Demuth geb. Jacobi sagen innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: AlS besonders preiswert empfehlen wir jedem Tectrintcr unsere in Qualität hervorragende Kaiser-Mischung (Souchong mit Peccoblüten). ausgewogen per Pfd. Mk. 2.40, in Packeten ü. 30, 00, 00 und 120 Pfg. ferner empfehlen wir ff. LoUlhW per Pfd. Mk. 1*—, 1.75, 2.40 ^IlipCrilll (grüner Tee) per Pfd. Mk. 2.— Allerfeinste Pcccobliücii M. Teegebäck,jranzSsisch. u. deutsch. Fabrikat. Hochachtend »"s, Gebrüder Berdux. «°hl i-“81 rf aeiif“1* 5*'* aentru"' ,f Eine gutgehende ©aitwirifdiaft (mit tibi. Uiauutcit u- gr.^Cerono- mie-Geb.i in einem gr. Serie des Krcii'cS L-ehlar, an sehr vertehrc- retcher Ltrage belegen, unoeiahr 20 llrnn. von naajiter Badnaat. ^ahnbahn, enifernt, iit am uieb- rere .__ ÖtDci elcs. Tamcn-Maskcw konnme zu rechen »eivcht. 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Aufteagee an» „Parelfal“ 8. Sceneu aus „Tannhäuiier“: a) Gesang der Elisabeth: -Dich teure Halle grils’ Ich wdeder**. b) Einzug der Gäste auf du.r Wartbur«, für gern. Chor u Orchester. e) Gebet der Elisabeth: „Allmflcht’ge Jungfrau hör’ mein Flehen*. 8. Einleitung zum 111. Aufzug und Brautchor aus „JLohcngrln“, für gemischten Chor und Orchester. *. Siegfried-Idyll. B. Vorspiel und Isoldens Liebestod aus „Tristan und Isolde**, für tiupransolo und Orchester. Pinfrlftdnrfpn1 llk. d.—, EL Platz Lik. 4.—, in. Fiats Mk. 8.— annnmmeriert Mk. 2.&0. DllllllllüMUlClle Studenten karten Mk. 1.—. sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Chai lier (Budolpha Nacht), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Kitter und abends an der Kasse au haben. Oeffnung des Saales 41/, Uhr. v*/. Eine öffentliche Hauptprobe findet nicht statt Gültigkeit haben blaue Karlen, ungültig sind rote, rotweisse und gelbe Karten. Das achte Konzert (Zweiter Künsiler-Abend findet am 17. Februar statt Charlotte Huhn (Gesang), H. Zilcher (Klavier). Aufgepasst. &ufgepasst. Etwas Grossartiges Anfang 7 Uhr 61 Min. Anfang 7 Uhr 61 Min. 0612 AUum WcMUle Bii tTerinic WietgelUche neelßnet für Schreiner, Weih- oinber usw., sowie kleine Mansardenwohnung zum 1. Febr. 1U07 zu verm. Helfeubeiu, Schottstr. 19. Sonntag, den 8. Februar 1907 Im Giessener Festsaal Catö Leib grosser MaskenbaBI des Hübscher-Vereins G-iessen ^(ailungeH mit allem Zubehör zu vermieten. 88*7,1 Llssstnel, Uti^ftelyfah. Wohnung v. 2 Zimmern, Huche und Gartenanteil sofort zu verur Dtäl). Wiesecter Weg 13. tüädlj gebrannten Kaffee^ erfreuen sich nnmermehr allseitiger Anerkennung und Beliebthett. Dieselben zeichnen sich nicht nur .durch tjod)feine5 Aroma u. kräftig jreinen Geschmack, sondern ganz fpeziell auch durch billigen Preis aus. Durch meine 38jährige Täng- feit in der Branche bin ich in der Sage, jeder Geschmacksrichlung, selbst den oerwöhuleslen Ansprüchen, gerecht zu werden. 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Mts. findet hier die Beigeordneten-Wahl siatv da das Freibier fchon vollauf lauft, werden noch recht tüchtige Bier» trinkcr geiucht.