157. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 252 ß^schrwl tSgNch mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gtetzener FamtNenblStter" werden dem Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das 'iCrctsblett für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Der „yesfifche Landwirt" erscheint monatlich einmal. Redaktion, Expedition und Druckerei; Schul» straße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: ^-^112. Tel.-AdruAn-eigerGüßen. Samstag 26, Oktober 1907 .a Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen ly «y Universitäts - Buch- und Steindruckeret. B R. Lange, Gießen. j)sLstnche LergeLsch^n. Deutschland und Frankreich. Unsere westlichen Nachbarn gefallen sich znr Beruhigung ->cs eigenen Gemütes von Zeit zu Zeit darin, Vergleiche -wischen Deutschland und Frankreich anzustcllen, die dann Natürlich zugunsten Frankreichs ausfallen. Augenblicklich 1)Qt der Moltke-Hardcn-Prozeß die Franzosen verlockt, das tugendsame Frankreich dem verderbten Deutschland als Vor- !>ild hinzustellen. Tie Pariser Blätter bringen viele Spalten Berichterstattung über den Berliner Skandalpro- -eß. Während die Nationalisten und die Sozialisten über die „Verderbnis Deutschlands" frohlocken, schreibt jedoch „Echo de Paris": „Die tragischen, grotesken oder 'chlüpfrigen Einzelheiten des an unseren Blicken vorüber- stchenden seltsamen Schauspiels überraschen und betrüben u.us Ausländer, aber nachdem man so lange vom tugeud- hasten Deutschland gesprochen hat, hüte man sich, in den Aberglauben eines gänzlich verderbten Deutschlands zu verfallen. Hier, wie überall, bleibt die Hauptmasse des Volkes gesund." Die Mehrzahl der französischen Zeitungen stellt indessen mit Behagen die angeblich zunehmende Sittenverderbnis im heutigen Deutschen Reiche fest und zieht daraus dann natürlich den Schluß, daß auch die deutsche Wehrfähigkeit hinter der französische!! zurückstehl. General ^anglois vergleicht, an Charles Humberts Buch: „Sind wir verteidigt?" anknüpfend, Deutschlands und Frankreichs Wehrkraft und findet, daß Deutschland den Vorteil der größeren Zahl, der besseren Manneszucht, der vorzüglicheren Bewaffnung, der zahlreicheren Artillerie und Neiterei und besonders der rascheren Mobilmachung hat, weil diese vom Kaiser augenblicklich befohlen werden könne, während in der Republik erst eine Regierungsvorlage und ein Parlamentsbeschluß nötig sei. Dagegen behauptet er, daß Frankreich die Ueberlegenheit des einzelnen Soldaten für sich habe, der klüger, gewandter, anjchlägiger und selbständiger sei als der deutsche. Als Wichtigstes scheint ihm nicht die Ausbesserung der Sperrforts, sondern die Kräftigung der von den Politikern und Antimilitaristen erschütterten Manneszucht. Mit diesem Wunsche wird der französische General wohl Recht haben, denn mit der Manneszucht im französischen Heere sieht es, wie die vielen antimilitaristischen Exzesse der letzten Zeit beweisen, nicht gerade besonders er- sreulich auS. Auch die gestern gemeldete Spionage-Angelegenheit zeigt, daß Frankreich bei aller Vorzüglichkeit betrübende Schattenseiten hat. Soweit übrigens bis jetzt festgestellt werden konnte, betreffen die entwendeten Dokumente des verhafteten Schiffssähnrichs Oullmo die Kerteidigung des Hafens von Toulon. Die cingeleitete Untersuchung hat bisher nicht ergeben, ob Oullmo Mitschuldige hat. In Vendome sind inzwischen unter dem Verdachte eines Spionageversuches auch ein Reserveoffizier des Departements Loire-et-Lher und eine andere Person ve r h a s t e t worden, die der Mitschuld verdächtig erscheint. Die Angelegenheit soll aber für die nationale Verteidigung von nicht allzu großer Wichtigkeit sein. Nicht unerwähnt bleibe bei dieser Gelegenheit auch die Angelegenheit des Reserveleutnants B i v i l l e, der sich unlängst geweigert hatte, bei einer Truppenschau die Regimentssahne zu tragen. Er ist jetzt seines Offizier- ranges verlustig erklärt worden. Dagegen ist die Arreststrafe, die in dieser Angelegenheit über ihn verhängt worden war, aufgehoben worden. Das sind nur wenige ,Vorfälle aus den letzten Tagen und sie zeigen, daß auch in Frankreich nicht alles ist, wie es sein sollte. Aus diesen Grünben täten die Herren Franzosen gut daran, vor der eigenen Tür zu kehren, anstatt vereinzelte häßliche Vorfälle bei uns besonders ans Ächt zu ziehen und zu verallgemeinern. ♦ Eine bemerkenswerte Nobilitierng. Dem Hauptmann und Kompagnieführer von der Unteroffizierschule in Potsdam Gluszczewski ist unter der Namensschreibweise von Gluszewski der erbliche Adel vergehen worden. Diese Adelsverleihung hat dem „Pos. Tagebt." zufolge einen politischen Einschlag, und ihre Vorge- schichte reicht bis in das Jahr 1886 zurück. Damals wurde 'beim Jnf.-Regt. 66 in Magdeburg der Selektaner des Kv- dettentorps zu Lichterfelde, Wilhelm von Gluszczewski als Sekondleutnant angestellt. Die Gluszczewskis sino eine alte Polnische Familie, die zu den Kwileckis gehören und das Recht aus den Grafentitel besitzen. Aus persönlichen und aus politischen Gründen stellten im Jahre 1887 die Kwileckis beim Heroldsamt den Antrag, die Berechtigung des jungen Offiziers zu prüfen, sich „Graf" zu nennen, und setzten es bei den strengen Bestimmungen über den Adelsnachweis in Preußen, auf Grund fehlender Papiere aus dem 18. Jahrhundert, durch, daß aus dem „Grafen" G. ein einfacher Leutnant G. wurde. Alle Anträge und versuchten Nachweise für das Recht auf den Grafentitel blieben darum ohne Erfolg, mcit die Kwileckische, der polnischen Bewegung mit Leib und Seele verschriebene Familie von ihrem gutdeutschen StammeSvetter Bedingungen ihrer Zustimmung der Titelanerkennung verlangte, in die Gluszczewski als preußischer Offizier nicht einwilligen wollte und konnte. Jetzt ist ohne die verjagte polnische Hilfe durch einen Akt der Krone dem Grafen von anno 86 der Adels- tilel wieder gewährt und zugleich dem polnischen Namen eine einfachere Schreibweise gegeben worden. Zur Frage des Branntweinmonopols. Die „Berliner Neuest. Nachr." bemerken gegenüber dem „Berliner Tagebl.", das die Hauptpunkte einer Brannt- weinmonopolvorlage veröffentlichte, in den Einzelheiten seiner Darstellung befänden sich erhebliche Irrtümer; namentlich in einem wesentlichen Punkte weiche sie von deni im Reichsschatzamt ausgearbeiteten Entwurf ab. Es sei nämlich von einem Aufkäufen der großen Brennereien und einem Älbfinden de rkleinereu gar keine Rede, denn es handle sich nicht um ein Betriebs-, sondern um ein Handelsmonopol, bei dem das Reich der alleinige Abnehmer der Brennereien werde. Nach der „Köln. Ztg." übernimmt das Reich den Ankauf des Brennerzeugnisses, daneben auch dessen Reinigung und den Wiederverkauf des Branntweins. Die bestehendem Brennereien erhalten Produktionskontingente im Umfang ihrer bisherigen Erzeugung. Wir haben also wohl mit einein Reichszwischenhandelsmonopol zu rechnen, das durch die Hinzunahme der Reinigung erweitert ist. * Die Unersättlichen. Selbst die Karl Zeißstistung in Jena ist gegen einen Ausstand nicht gesichert. Sie ist eine sog. konstitutionelle Fabrik, die weiter als jedes andere Werk den Arbeitern entgcgengekommen ist. Trotzdem haben die Arbeiter folgende Resolution einstimmig angenommen: „Die heutige Betriebsversammlung der Zeißwerke erkennt an, daß die Zeitlöhne des Arbeiterpersonals zu niedrig gehalten sind und eine günstige und geregelte Erhöhung erreicht werden muß. Aus dem Grunde beauftragt die Versammlung die Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiterverbandes, in geeigneter Vorarbeit Vorschläge zur Regelung dieser Frage zu schaffen, die dem Arbeiter- ausschuß als Unterlage für die zu dieser Frage notwendige Verhandlung mit der Geschäftsleitikng überwiesen werden sollen. Zur Fcnerüestattungöfrage. Die Urteilsbegründung des Arnsberger Bezirks-Ausschusses in der Feuerbestattungsfrage ist jetzt dem Hagener Verein, der bekanntlich gegen das polizeiliche Verbot im Wege der Klage mit Erfolg vorgegangen war, zugestellt worden. Darin heißt es nach einem Bericht der „Rheinisch- Westfälischen Zeitung": Es fehlt an jedem tatsächlichen Anhalt dafür, baß das religiöse Empfinden, daß die öffentliche Sicherheit gefährdet ist durch die Vornahme einer Feuerbestattung in dem abseits der großen Straße und fernab pom städtischen Getriebe gelegenen Krematorium. Es mag ganz dahingestellt bleiben, ob es richtig ist, daß die Militärverwaltungen mit den verschiedenen Feuerbestattungsvereinen Abkommen hinsichtlich der Hergabe ihrer Krematorien zur Leichenverbrennung für den Kriegsfall getroffen haben. Jedenfalls ist in Dem von Dem Kläger in Bezug genommenen Urteile des Reichsgerichts auf Grund umfangreicher Erhebungen bereits festgestellt, daß nach der allgemein herrschenden Bolkssitte die Friedhöfe als Auf- bewahruugsstätten von Aschenresten bienen. Daraus folgt aber zugleich, daß die Feuerbestattung selbst bereits im Volksbewußtsein Wurzel gefaßt, zur ^Bolkssitte geworden ist. Das beweist auch die Zunahme der jährlich vorge- nommenen Feuerbestattungen die z. B. von 692 im Jahre 1901 auf 1381 im Jahre 1904 gestiegen ist, sich also im Verlause von drei Jahren verdoppelt hat. Daß auch vom christlich-kirchlichen Standpunkt aus gegen die Feuerbestattung nichts einzuwenden ist, beweist zur Genüge, daß, wie dem Gerichtshöfe bekannt ist, bei der vor einigen Jahren geschehenen Feuerbestattung des Generals von Lylander die gesamte Hofgeistlichkeit Münchens sich beteiligte und seiner Leiche der Segen der Kirche erteilt wurde, sowie daß bei nicht weniger als 478 Feuerbestattungen, die im Jahre 1904 in Deutschland vorgenommen tvurden, eine kirchliche Feier unter Beteiligung eines Geistlichen statt- gefunden hat. Was aber unter der Mitwirkung Der berufenen Hüter des Christentums und der Sittlichkeit sich vollzogen hat, kann nicht unsittlich sein, kann nicht die vorherrschenden religiösen Anschauungen verletzen und damit die öffentliche Sicherheit gefährden. Mögen einzelne sich auch in ihrem Pietütsgesühl verletzt ober bedroht fühlen, auf die Allgemeinheit trifft das zweifellos nicht zu. ALLS Staöi itnö £an& Gießen, 26. Okt. 1907. ** Eilzüge Köln —Gießen. Die Eisenbahndirektion Frankfurt läßt zurzeit Erhebungen anstellen über die Zweckmäßigkeit von Eilzügen auf der Strecke Köln—Gießen. Die in Aussicht genommenen beiden neuen Züge sollen etwa mittags 2 Uhr Köln bezw. Gießen verlassen. Dem reisenden Publikum werden sie sehr willkommen sein, da der Eilzug ab Gießen in Köln die Anschlüsse an den Eilzug 5 Uhr 80 Min. und den Schnellzug 6 Uhr 1 Mm. nach Aachen und Belgien, an den Eilzug 5 Uhr 55 Min. nach Elberfeld-Barmen, an den Schnellzug 6 Uhr 10 Min. über Neutz-Krefeld-Cleve nach Holland und an den Schnellzug 5 Uhr 47 Mm. nach Düsseldorf-Duisburg erreicht. Der Gegenzug bekäme in Gießen Anschluß an den Schnellzug 5 Uhr 55 Min. nach Frankfurt und Süddeutschland an den Schnellzug 5 Uhr 48 Min. ttad) Kassel-Hannover, an den Schnellzug 5 Uhr 56 Mni nach Koblenz-Metz und an den Personenzug 5 Uhr 52 Min. nach Alsfeld-Hulda. Ein end- giltiger Beschluß über die beiden neuen Züge ist noch nicht gefaßt. •* Anlagemusik (DolkLkonzert) findet Sonntag 27. Ott. mittags 12 Uhr in der Süd-Anlage mit folgendem Programm statt: 1. Kriegsmarsch der Priester an§ Athalia von Mendelsohn. 2. Martin Walzer von Zeller. 3. Fantasie über KoschatS ,Verlassen bin i" von Reindel. 4. Der Rhein- strömerl Armeemarsch Nr. 12 a. ** Auf die praktischen Meiste rt'urse für Handwerksmeister, welche von der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt Neckarstcaße 3) bei ausreichender Beteiligung und rechtzeitiger Anmeldung im Lause dieses Winters veranstaltet werden, seien .Handwerksmeister und ältere Gesellen, die sich in einzelnen Zweigen ihrer praktischen Arbeitstätigkeit vervollkommnen wollen, aufmerksam gemacht. Die nachstehenden verzeichneten Kurse werden, sofern anderes nicht bemerkt ist, in der Regel in Darmstadt in den Monaten Januar und Februar abgehalten. Unter anderem wird gelehrt: in den Kursen für Schuhmacher das Schnittmusterzeichnen und das Herrichten von Leisten für abnormale Füge, in solchen für Schneider das Grundmodellz-cichnen und Zuschneiden, in demjenigen für Sattler in Groß-Felda oie Herstellung der verschiedenartigen Kummete, in den Kursen für Lackierer und Weißbinder, sowie für Schreiner und Glaser das Auffärben bezw. auch das Durchsärben von Fournieren, in anderen Kursen für Weißbinder und Lackierer wieder das Entwerfen von Firmenschildern oder das Holz- und Marmor- malen; den Buchbindern und Portefeuillers in Offenbach ist eine Möglichkeit zur Ausbildung im Hand- und Prcßvcrgoldcn in einem besonderen Unterricht im Anschluß an die Lehrwerksstätte für Portefeuillers in Offenbach geboten, während die dem Holzbearbeitungsgewerbe angebörenden Handwerksmeister sich in besonders eingerichteten Lehrkursen unter Leitung eines erfahrenen Fachmannes mit den im Betriebsraume der Hess. Handwerker-Zentralgenossenschaft aufgestellten Motoren und Werkzeugmaschinen vertraut machen können. Erstmals wird in Offenbach ein Kursus für Elektromonteure in der Jirftallation von Stark- und Schwachstrom-Anlagen statt- findcn. Ein Meisterkursus sür Wagner in Crainfeld lOberh.) ist, besonderen Wünschen entsprechend, ni der Zeit vom 25. November bis 14. Dezember l. I. in Aussicht genommen. Derartige praktischen Unterweisungen können auch aus andere Berufe ausgedehnt werden, sofern ein Bedürfnis hierfür besteht und bezügliche Wünsche frühzeitig der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe mitgeteilt worden. Kurse in gewerblicher Buchführung können sowohl in Darmstadt, als auch an anderen Orten bei entsprecherlder Beteiligung abgehalten werden. Unbemittelten hessischen Handwerkern kann zum Besuche der Kurse auf Nachsuchen eine Unterstühung gewährt werden. Von der eingangs genannten Behörde wegen Anmeldungen zu diesen Meisterkursen schon jetzt entgegengenommen, auch etwa gewünschte Auskunft schriftlich und mündlich bereitwilligst erteilt. ** Innere Mission. Das auf den 12. und 13. 9to- dernt)er vorgesehene Jahresfest des Oberhessischen Vereins für innere Mission mutzte auf den 26. unb 27. November verschoben Werbern Den Hauptvortrag bei der Jahresversatumlung am 27. November über „Innere Mission unb staatliche Wohlfahrtspf l ege" hat Pastor Re im pell aus Oldesloe übernommen. Für bte Abendversammlnng am 26., Die biesmal in Der Turnhalle gehalten werden wird, stehen interessante Vorträge über Die Heilige ElisabetlK bereit 700. Geburtstags am 28. Nov. in unseren Kirck-en gebucht wirb, von Pfarrer Bechtolsheim er aus Mainz unb über bic „Krankenpflege als ebler Frauenberuf" von Pfarrer Gast- p a r aus Unterriexingen, ber auch in der Nachmittagsversammlung über bte „Charlottenpflege" sprechen wirb, in Aussicht. Die Festprebigc wirb Pfarrer Hunzinger ans Schaafheim halten. ** Kunst ver ein. Die Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand wird von den nächsten Tugen ab wieder geöffnet sein. Von du ab findet ein regelmäßiger Wechsel der Gemälde alle vier Wochen statt. Gleichzeitig können wir unseren Kunstfreunden mitteilen, daß wieder mit namhaften Künstlern Verträge zur Beschickung ber Ausstellung abgeschlossen worden sind. ** Jllusions- und Zaubervorstellung. Wie bereits erwähnt, gastiert hier am Sonntag, 27., Montag, 28. und Dienstag, 29., in Steins Garten der Illusionist und Zauberkünstler M e r e l l i. Merelli, der von einer Tournee au5 Amerika und Indien zurückgekehrt ist, wird in seinen drei Vorstellungen Gelegenheit geben, Einsicht in die Geheimnisse der 4. Dimension zu nehmen, wie die Spiritisten ihre Geister zitieren, von denen sie in ihrer Theorie von dem Fortleben unserer Verstorbenen und ihres Verkehrs mit ihnen berichten. Ferner: „Czita" (Hhpnotic Disc) das schlafende Rätsel, das ein Hauptmeisterwerk indischer Zauberkunst ist. Es werden ztoei Bambusrohre in die Erde gesteckt und auf diesen ein Brett befestigt, auf welches sich der Fakir _ ausstreckt. , Dieser wird dann in einen magnetischen Schlaf versetzt, die beiden Bambusrohre werden fortgenommen und das Brett mit dem Fakir schwebt frei in die Luft. Ferner wird außer vielen anderen noch die neueste mysteriöse Illusion „Asra", das Verbrennen einer Dame und deren rätselhafte Wiederbelebung, vorgeführt. **Eine eigen artige Verwechslung. Aus Ma inz-Mornbach wird folgender Vorfall gemeldet: Eine eigenartige Verwechslung passierte einem hiesigen Fuhr knecht. Er hatte am Abend dem Alkohol sehr eifrig zugesprochen und verspürte deshalb in ber Nacht, nachdem er sich mit seinem gehörigen „Affen" zu Bett begeben hatte, einen Heibenburst. Im Dusel tappte er sich im bunklen Zimmer herum unb leerte bas erste beste Glas, bas ihm in bie Hände geriet, mit einem Zuge. Obwohl sich ihm ein merkwürdiges Zappeln unb Prickeln in ber K>ehle bemerkbar machte, trank er boch bas Gefäß bis zur Neige leer. Am Morgen stellte es sich heraus, baß unser Bierfteunb das Fi sch glas mit den Goldfisch- lein leer getrunken hatte. "'Kindermund. Die Mutter erzählt den Kindern auf deren Bitten hin kurz den Inhalt der ^Nordische n Heerfahrt." »Zum Schlüsse erscheint dann, so erzähl sie, Ornulfs Pflegetochter in goldenem Panzer und Harnisch und stürzt sich in's Meer, nachdem . . / /Was, wirst die 5jährige Elsa ein, in ihrem schönen Kleide?" = Watzenborn, 26. Okt. Das Abturnen des Turnvereins finoet morgen in dem neuen Saal Des Gastwirts Jak. Gilbert „zur Ludwigshöhe" statt, ber Damit seiner Bestimmung übergeben wird. Der Gesangverein Harmonie unb eine Gießener Musikkapelle werden zur Verschönerung Des Festes beitragen. O Ortenberg, 24. Okt. Im hiesigen Sparkassen- gebaude tagte heute die Mitglied er-Versammlung der Bezirks-Sparkasse Ortenberg. Der Regiernngs- vertreter, Kreisrat Boe km a nn-Büdingen, wohnte der Versammlung an, in der durch den Präsidenten der Kasse, Forstmeister Dr. Weber-Konradsdorf, ein äußerst günstiges wie nahmen den Täter fest. Es scheint )td) um einen Buchbinder- Gerichtsscs^L 84.20 63.00 84.00 Prince-Henri-Eisenbahn . 124.00 204.00 202.50 140,7u 94.60 84.30 . 28.80 . 110.10 . 141.90 . 119.50 . 103.60 . 210.50 . 194.70 28 70 140.10 92.50 97 20 97.60 92 85 . 154.00 . 126.80 228.25 . 135.40 . 170.50 . 140.50 . 199.20 do. Konsols do. Bochum Guss . . . Buderus E. W. Tendenz: lest. Berliner Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: still. 4 XA °/a russ.StaatsanJ. 1905 4^°/0 japan.. Staatsanleihe 4 % Uonv. Türken von 1903 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Aul. . 4% äussere Argentinier . Asbury-Park (New-Jersey), 23. Okt. Der heute Vormittag hier gelandete deutsche Ballon „Pommern" (Führer Erbslöh) hat die etwa tausend englische teilen lange Fahrt üon St. Louis bis hierher in 39 St., 55 Min. zurückgelegt. In Salzburg kam zu einem Geistlichen ein Mann und Be-1 bat ihn, die Beichte abzunehmen. Als der Geistliche seiner Kleine Tageschronkk. Der in Mannheim zum,Tode verurteilte Familicnmördp lä) zung u. Beleuchtung, geheizte Liege- । halle und Corndore. Sorgsame -- ——- —. ■ j BehniuSlunx und Verpflegung. ■ (Opendance für Minderbemittelte.) Prospekte franko. Dr. M. Schnlze-KalileyMs, Nervenarzt. Sanatorium Hofheim im .Taunus. Börse, 26. . . 157.20 . . 126.80 Betracht kommen konnte, hielt ihn das Gericht sämtlicher Diebstähle für überführt. Unter Berücksichtigung seiner Vorstrafen — er ist bereits wegen Raubs und Diebstahls vorbestraft — wurde er zu 3 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt, nach deren Verbüßung er ivleder in Zwangserziehung kommt. Unter Kameraden aus Kroatien. Einige kroatische Arbeiter befanden sich nach einem Zahltage in einer Wirtschaft zu Lollar. Der Hüttenarbeiter Daniel Rumanovie von Smoyanerz zog einem Landsmann heimlich das 85 Mark enthaltende Portemonnaie aus der Hosentasche und entfernte sich. Als der Bestohlene den Diebstahl gewahrte, ging er dem Dieb nach und faßte diesen gerade beim Zählen des Geldes ab, wobei er jein Portemonnaie erkannte. Er verlangte die Rückgabe des Geldes; doch, statt dieser Aufforderung nachzukommen, rief der Dieb: „Bon mir abrücken, sonst triegst Da was!" und stach dem Bestohlenen gleichzeitig sein Tajchenmeßer in den Oberjchenkel und lief eiligit davon. Am folgenden Tage stellte ihn em anderer Landsmann zur Rede; auch diesem stach er sofort das Meyer in die Schläfe, daß er bewußtlos zusammensank. Kurz darauf verjuchten ihn einige andere wstzunehmen und ihn der Polizei vorzusüyren. Hier stach er ebenfalls um sich, wobei er einen seiner Landsleute das Ateyer in den Leib rannte. Schließlich wurde er überwältigi und zur Polizei gebracht, wobei der größte Teil des Geldes und auch das geitohlene Portemonnaie bei ihm gefunden wurde. Es erging gegen ihn Anklage wegen Diebstahls und Körperverletzung. Der Angeklagte leugnete Alles, trotzdem er in allen Fällen überführt war. Das Urteil lautete auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und Einziehung der bei Begehung der Körperverletzungen benutzten 2 Messer. Gotteslästerung. Gelegentlich einer Unterhaltung über die Religion ließ der Steindruüer PH. Sch. aus Harheim in einer Wirtschaft im angetrunkenen Zustande eme schimpfliche Aeußerung gegen Gott fallen, woran die übiigen Gäjte Ärgernis nahmen. Er wurde wegen Gottes- läjterung unter Anklage gestellt und zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Berliner Haudelsges. Darmstädter Bank . . Deutsche Bank Deutsch-Asiat. Bank* . Diskonto-KommandiL . Dresdner Bank Kreditaktien . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . Gotthard bahn . . , Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahu . . Oktober. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . Laurab litte . . . Lombarden E. B. . . Xordd. Lloyd .... lurkenlose . , . . 3°/0 Mexikaner . Harpener Bergwerk. . . 202.30 Laurab litte 225.00 X'ordd. Lloyd 110.30 Obeischles. Eisen-Industrie 100.50 vermischte». * Das Attentat des B ür g e r m e i st e'rs. Der Bürgermeister der Stadt Cochem an der Mosel, Frhr. Raitz Eschweiler Bergwerk . Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg-Amerik. Paket/,. 124.50 4y$°/o Chinesen . . Aktien DaS Viehfeuchengesetz. Tas Schöffengericht Schlitz hatte den Handelsmann R. G. aus Grebenau wegen Vergehens, gegen das Viehseuchengefetz zu 3 Tagen Gefängnis und wegen Übertretung einer Verordnung des Kreisamts Lauterbach, die Verhütung der Einführung und Verbreitung von Viehseuchen betreffend zu einer Geldstrafe von 20 'Mark verurteilt. Er halte mehrere Stück Rindvieh von außerhalb in das Großherzoglum eingeführt ohne die Tiere vom Kreisveterinürarzt auf ihre Seuchenfreiheit untersuchen zu lassen. In einem anderen r^alle Hal er 2 Biere in eine an der Grenze liegende Ortschaft ein= gestellt, um diese später wieder zurückziibrmgen, ohne daß er der Polizeiverwaltungsbehörde davon Anzeige gemacht hat. Er focht das Urteil an und behauptete von den m Hessen bestehenden Bestimmungen keine Kenntnis gehabt zu haben. Daß er nut dieser lächerlichen Ausrede nicht weit kam, sah er bald ein. Er zog während der Verhandlung, mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft die ebemalls Berujung erhoben hatte, das Rechlsmiltel zurück, worauf er durch Gerichtsbeschluß mit sämtlichen Kosten belastet wurde. Die Genehmigung von Neubauten. Der Ingenieur Rud. G. aus Leihgestern hat in Ge- memschaft mit dem Maurermeister Gg. F. die Errichtung eines Neubaues nut Feuerungsanlage begonnen, ehe die lreisamt'- liche Genehmigung erwirkt war. Es ging jedem wegen Ueber- trelung der Bauordnung ein Strafbefehl über 10 Mk. zu, gegen den G. Widerspruch erhob. Bezüglich des F. wurde der Strafbefehl rechtskräftig, da er irrtümlicher Weise annahm, der Widerspruch gegen den einen Strafbefehl habe auch die Ansechtimg des andern zur Folge. Das Schöffengericht kam aus folgender Erwägung zum Freispruch des G. Nach tz 367 Ziff. 15 des Strafgesetzbuches macht sich strafbar, wer einen Bau, zu dem polizeiliche Genehmigung erforderlich ist, ohne diese Genehmigiing aus- fuhrt oder ausfuhren läßt. Die Frage, ob im Emzelfalle polizeiliche Genehmigung erforderlich ist, beurteilt sich nach dem Landesrecht. Für Hessen bestimmt der Art. 132 des Polizeistrafgesetzbuchs: JScr ein Gebäude nut Feuerungsanlage aufsührrii will, ist veipflichtet, der Polizeiverwaltungsbehörde Anzeige zu machen und dar, nicht eher anfangen, als bis er die Genehmigung von der Behörde dazu erhalten hat. Der Angeklagte Hal allerdings zu bauen augefaiigen, doch waren bis zur erfolgten trelsanullchen Genehmigung nur die Fimdamentiertmgsardetten für die äußeren Umfasstingsmauern und eine etwa mannshohe Brandmauer auf- geführt; er Halle die Absicht, falls fein Gesuch zum Bau einer Waschküche nicht genehmigt würde, deii ganzen projektierlen Bau als otall aufzuführen, dessen Errichtung au der geplanten Stelle nicht konzessiouspstichtig war. Nach Ansicht des Schöffengerichts hat das Gesetz nur den Fall im Auge, daß mit einem Bau be- gonnen wird, der nach den landesgejetzlichen Bestimmungen fon- zejsionspstichtig ist. Wenn nun im vorliegenden Fall mit einem &mi begonnen worden wäre, der nur den Ziveck gehabt hätte, als Waschküche zu dienen, so wäre schon der Beginn der Fuudamen- tieriiiigsarbeiteii eine Uebertretung des Gesetzes. Der Auaellagte hatte jedoch zunächst die Absicht, einen Stall zu bauen, wozu er keiner Genehmigung bedur'te; erst m zweiter Linie wollte er einen TeU des Stalles zur Waschküche emrichten. Er begann mit den Grimdarbeileii für den Stall und juchte inzwischen um Genehmig, ung zum Bau der Waschküche nach. Da die Genehmiauna erteilt wurde, richtete er die eine Seite des Baues zur Waschküche em nicht erteilt worden, so hätte er den ganzen Bau als Stall aufgeiuhrt und niemand hätte ihn zur Rechenschaft ziehen Tonnen. Die Staatsanwaltschaft focht das Urteil an, aber die Strafkammer kam zur B e ft n 11 n u n n °lC Sport. r ^""^nuptgautagdesGaulXD R N or™ fand zu Frankfurt a. M der Sonntag üs Deutschen Radjahrcrbundes Dl? IX die Anwesenheit von 15 Gauvorstandsmitgtiedern nnv S8,ab Der 1. Vorsitzende Stufst °A°nksÜrt «st°ttet?L Willterkur für Kranke. Warme geschützte Lage am Südabhange des Taunus. Behaglich eingerichtete kleine Anstalt, Spezialheilanstalt. Central-Hei Die nach- A aMnfn sind Sonntag, den 27 Okt. von stehenden ßü! £1 l ü 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts nur für dringende Fälle sicher anzntrelfen. d26/jo Dr. Geyer, Seltersweg 64. — Dr. Klein, Ost-Anlage 37. — .Dr. Zinsser, Goethestrasse 10. Sonntag von 4—9 Uhr Nur Erogel-Apotheke offen, s R.-Ba Darmstadt, 24. Okt. Vor dem Kriegsgericht der 25. Division hatte sich heute der Gefreite der Landwehr Johann Kämpf aiis Hagpurg (Bayern) vom Laiidwehrbezirk Aiainz zu verantworten. Der Angeklagte war im Juni ds. Fs. zu emer Hebung auf dem Truppenübungsplatz bei Darmstadt einberufen worden. Für den Sonntag wurde er nach Schwabenheim beurlaubt, ivo er früher in Stellung war. Dort trank er sich einen ftarfen Rausch an. Auf der Rückfahrt flieg er dann nut seiner Fahrkarte 3. Klasse in ein Wagenabteil 2. Klasse ein, in dem sich auch ein Leutnant befand. Kämpf fing alsbald ungehörige Redcus- arlen an und beleidigte den Offizier. Tas Standgericht Mainz Halle den Gefreiten dafür zu 4 Wochen Mi11elarreft verurteilt. Tie von dem Verurteilten dagegeii eingelegte Berusimg wurde vom Kriegsgericht verworfen. — Der Musteiter Philipp Kellner aus Sprendlingen bei Alzey von der 9. Kompanie des Infanterieregiments Nr. 118, von Beruf Maler, Halle sich vor jemern Diensteintrill von einem Kollegen ein Werk geliehen „Dekorative Vorbilder", die der Sladlbibliolhek in Mainz entnommen waren. Der Angeklagte entfernte davon den Stempel der Stadt-! bibliothek und verkaufte bann das Werk. Er wurde wegen Vernichtung einer ihm nicht gehörigen Urkunde, verbunden mit Unterschlagung, zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. R. B. Darmstadt, 24. Okt. Vor der Strafkammer kam heute die Messerstecherei zur Verhandlung, die sich in der Nacht zum 26. August in Lampertheim abspielte. Bier Burschen aus Viernheim waren nach Lampertheim gekommen. Sie hatten sich in einer dortigen Wirtschaft stark betrunken und fingen dann auf der Straße mit dem Arbeiter Salomon Streit an, wobei der Haupträdelsführer Kilian diesem tiefe Stiche am Kopf, Schulter und Rucken beibrachte, während seine Komplizen mit Knüppeln aus den , Aermsten einschlugen. Wie blindlings Kilian mit dem SälfctMchliidlß Ä Entwicklung oder beim Lernen znrück- Messer umging, zeigt der Umstand, daß er auch seinem fühlende und nervöse überarbeiwte, !ci'ctjt°'erregbare^uiw frühzeitig Freund Herle einen gefährlichen Stich am Halse versetzte erschöpfte Erivachsene gebrauchen als Krüftigiingsniittel mit großem Zu 11/2 Jahren, den lbiahrtgen Josef Herle zu 6 Monaten, werden rantz gehoben, das (^esamt-Nerverwstem gestärkt, den 17jährigen Jos. Held zu 4 Monaten und den 17iähr » verlange jedoch ausdrücklich das echte Dr. Hommel's Heinrich H au s zu 2 Monaten GeMgn7s I und lal,e nch ferne üor melen Nachabmunaen auireden 92.45 88.20 92.30 141.80 47.90 84 20 62.90 94.80 und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse, 26. Oktober, 1.15 Uhr. Beichsauleihe . . 94.301 Elektriz. Lahmeyer . 21.2'J Elektriz. Schuckert . . ! Geschäftsbericht, d • in allen Teilen von regem sportlichen [ Leben im Gau Zeugnis gibt. Auch die Mitgliederzahl ist be-, — ... --------------(,«llllulnin0IDfr deutend gestiegen, und die finanziellen Verhältnisse des Gaues Ronellenfitsch wurde vom Großherzog Friedrich II. von sind günstig. Der Gau zählte Ende September 2193 Mitglieder, zu lebenslänglichem Zuchthause begnadigt. davon 1297 in 57 Vereinen und 713 Einzelfahrer. Der Bericht Die Münchener Kindesmörderin Ida Schnell ber der Gaufahrwarte bringt die Ergebnisse aller Konkurrenzen in sechs Verbrechen nachgewiesen worden sind, wird in die ftreU, und außerhalb des Gaues. Mit Erfolg gefahrene Preistouren! Irrenanstalt eingeliefert werden. sind 97 mit silberner und 3 mit goldener Medaille ausge- Die Leiche des seit Monaten vermißten Leutnants Stöckel zeichnet. Der Kassenbericht, erstattet vom Gauzahlmeister H. vom 1. Bayr. Fuß-Artillerie-Regiment wurde am Fuße des Ullrich-Darmstadt, liegt gleichfalls im Druck vor. An Ein- Königsstuhl aufgefunden. (Münch. AUg.-Zta) nahmen sind 14 723.66 Mk., an Ausgaben 14 060.87 Mk. und Tas Berk. Tagebl. meldet aus Halle a. S.: Bei der 11. Kom- an Barbestand 662.79 Mk. zu verzeichnen. Für Sport sind pagnie des 51. F u s e 1 i e r re g i m e n 13 sind drei Mann fläch- 2187.29 Mk. verausgabt worden. Der Karten- und Touren- tig, darunter ein Einjähriger mrd ein Einjähriggesreiter, welch' buchfonds ist auf 2579.29 Mk., der Reservefonds auf 1000 Mk. entkamen. Untersuchung ist eingeleitet. erhöht worden. Der Vertreter für Rechtschutz Dr. Haber ing- Bei Niederbreisig fuhren zwei Güterzüge zusammen, wo Mainz berichtete über 17 zum Teil sehr interessante Fälle, in bei ein Bremser getötet wurde. Zehn Wagen gingen Ut denen er in Anspruch genommen wurde. Nach Bericht der Trümmer. Sämtliche Hauptgleise lintsrheinisch sind gesperrt 5iassenrevisoren erfolgte die Entlastung des Vorstandes. Für wodurch Zugverspätungen eintraten. besondere sportliche Tätigkeit wurden vom Bundesvorstand dem , Die Bevölkerung von Douai (Frankreich) versuchte einen 1. Gauvorsitzenden Aug. Stifft und dem Ehrenmitglied A. Petit- jungen Mann zu lynchen wegen des Verdachts, an einem jean-Wiesbaden prachtvolle Plaketten überreicht. Dem früheren 12jährigen Mädchen einen Lustmord begangen zu haben. Tas Gauschriftsührer Peter Fischer-Höchst a. M. wurde ein Ehren- Kind war in eine Kinematographen-BorsteUung gelockt worden diplom überreicht, und der Ehrenvorsitzende des Frankfurter Mehrere Minuten später wurde das empörende Verbrechen Bicyele-Klubs Franz Jos. Schneider zum Ehrenmitglied des Gaues I entdeckt. ernannt. Die Neuwahl des Vorstandes ergibt die (Wahl) Wieder- Während einer Vorstellung in der großen Oper zu Lon. wähl zum 1. Gauvorsitzenden Aug. Stifst-Frankfurt, 2. Gauvors. d o n platzte eine Patrone. Unter den Zuschauern entstand H. Sames-Darmstadt, 1. Gauschriftführer H. Biersack-Frankfurt, eine Panik, wobei eine Person verletzt wurde. Die Polizei 2. Gauschriftführer Mantke-Frankfurt, 1. Gausahrwart Karl verhaftete 10 Verdächtige. Schmitt-Darmfradt, Tourenfahrwart Karl Tätzner-Ofsenbach, Kraft- Nach einer Meldung aus Graz kam es an der Universität fahrwart L. G. Bocher-Frank,urt, Gauzahlmeister H. Ullrich- zwischen deutsch-nationalen Studenten und der klerikalen Darmstadt, Vertreter für Nechtschutz Dr. Haberling-Mainz und Burschenschaft Carolina zu einem Z u s a m m e n st o ß , wobei drei Pressevertreter Jos. Jaeger-Eronberg. Zu Gaubeisitzern werden > Studenten ernstlich verletzt wurden. neugewählt Umpfenbaa), Erichsen, Furkel-Frankfurt, Bautze-Born- heim, Sattler-Schierstein und Zinn-Alsfeld. Tie von den L. , ___ _ oirfen gewühlten Bezirksfahrwarte Braun vom Nordoezirk und Bitte ^willfahrte, zog der Mann plötzlich ein Messer heraus Hahn vom Bezirk Siegen werden vom Gautag bestätigt. Die und stürzte sich auf den Priester. Der Seelsorger flüchtete Anträge^ betr. sportliche Veranstaltungen für 1908 werden der und auf feine Hilferufe eilten mehrere Soldaten herbei und Vereinsfahrwartesitzung überwiesen. Der Gaubeitrag bleibt wie nahmen den Täter fest. Es sich um einer. bisher, ebenso die Zuwendungen an die Bezirke. Bei dem gehilfeu Bayern zu handeln, der neun Jahre" in" einer gemeinschaftlichen Mittagessen sand die Verteilung der von Ver- Irrenanstalt interniert war. (B. T.) einen und Mitgliedern errungenen Preise, sowie der Ehren- Jit Wien kam es auf dem Opernring um Mitternacht zeichen von der Fernfahrt „Rund um Frankfurt" statt. Der zwischen dem Dragonerlieutnant Baron Spielmann und Sieger Hohe von der Fernfahrt Leipzig-Straßburg erhielt einen mehreren Studenten zu einem Auftritt. Ein Jurist, namens Lorbeerkranz mit Widmungsschleife in den Frankfurter Farben Paris, ließ einige Bemerkungen gegen den Lieutnant fallen überreicht. der den Gegner durch einen Säbelhieb über den Kopf schwer St. Louis, 24. Okt. In dem Gordon-Bennet-Iverwundete. Wettflug haben von den gelandeten Ballons die Deut----- ~ 1 »h scheu Erbslöh mit dem Ballon Pommern und Hauptmann von Albereron mit dem Ballon Düsseldorf die besten Res ul- Köln, 24. Okt. Wie der Korrespondenz der „Köln. Btq" täte, erstelt > aus Berlin erführt, beträgt der Abschluß der Eisenbahnverwaltung mit dem Kohlen syndikat rund 6 285 000 Tonnen. Die Preise stellen sich durchschnittlich um 0,25 Mark höher als nach dem diesjährigen Abschluß. Die Menge ber abgeschlossenen Kohlen ist ungefähr um 765 000 Tonnen größer als beim letzten Abschluß. Der diesmalige Abschluß lautet, aus Drei Jahre, während sich der frühere auf zwei Jahre erstreckte. Deutsche R e i ch s b a n k. Der in Sachen Diskontpolitik her Reichsbank gewöhnlich gut iinformierte „Lok.-Anz." teilt mit, daß bie_ Reichsbankleitung den Vorgängen in Amerika begreiflicherweise besonderes Interesse entgegenbringt, doch werde abzuwarten sein, ob und welche Rückwirkung die dortigen Vorkommnisse auf unser Geschüftsleben äußern. Ein Anlaß zu einer Diskonterhöhung liege zurzeit nicht vor, auch nicht in der Höhe der fremden Wechselkurse, da bisher ein Abfluß von Gold in das Ausland nicht erfolgt ist. Ueber kurz ober lang müsse allerdings eine Erhöhung des Diskonts und zwar voraussichtlich um 1 Prozent vorgenommen werden, aber vorläufig liege ein solcher Anlaß nicht vor. — Erwähnt sei, daß die Bank von England ihren Diskont unverändert ließ.' seine Gattin nieder. Zu dieser Tragödie werden noch - folgende Einzelheiten berichtet: Freiherr von Frentz war -----— m der letzten Zeit dem Alkohol ergeben. Seiner Frau war L r- “ eiewmsciie fiCursberiCute sowohl von ihren.Verwandten wie von denen des Mannes * ,e*' Weüt^on der Hank für Handel btc Scheidung nahegelegt worden. Am Samstag abend packte sie mit Hilfe ihres Mannes ihren Koffer, um sich am anderen Tage zu ihrer in Coblenz ansässigen Mutter 13 SU begeben. Plötzlich richtete der Gatte ein Gewehr auf 3% fie, um sie zu erschießen. Der Frau gelang es aber, noch Hessen rechtzeitig den Lauf zurückzuschlagen. Als sie sich bann 3^0/» Obethessen . . . umwandte stand Frentz wieder vor ihr, zielte nach i^em % ueTter^Sübenente Herzen und drückte ab. Der Schuß erreichte atiec ' fein i/.5 Ung^ "oldrente Ziel nicht, sondern drang der Frau in den A rm, der ihr Italien. Bente am anderen Tage amputiert werden mußte. Die An- 3 0 Portugiesen Serie I geschossene eilte die Treppe hinab zu dem Hausbesitzer, I . Portugiesen „ III der mit einem starken Strick die Adern abband, und so eine Verblutung verhinderte. Einige Stunden später begab sich auch der Gatte zu dem Hausbesitzer, um sich zu erkundigen, wie schwer die Verletzungen seiner Frau seien: „Das ist ja gar nichts," meinte er, „das ist ein Unglück, wie es jedem passieren kann." Inzwischen waren zwei Gendarmen eingetrofsen, die Fwentz in Untersuchungshaft abführten. Bei seiner Vernehmung verlangte er, auf Ehrenwort freigelassen zu werden; dieser Wunsch wurde jedoch abgelehnt. Die Mutte r der Baronin von Frentz erlitt bei der Nachricht von der Tat ihres Schwieger- ohnes einen Sch lag an fall; sie ift auf der linken Seite gelähmt, und hat die Sprache verloren, v. Frentz steht, im 40. Lebensjahre, ist Marineoffizier der Reserve und seit 1892 verheiratet. | JahreZergebnis verkündigt werden konnte. Der ausgegebene Rechenschaftsbericht wies einen 1906er Reingewinn von 12 217 Mk. 11 Pfg. nach. Dem Reservefonds wurden 10597 Mk. 11 Pfg. Angewiesen, so daß dieser jetzt 148 933 Mk. 37 Pfg. beträgt. Zlußerdem wurden namhafte Unterstützungen für Krankenpflege, Schulen, Landwirtschaft rc. ausgeworfen. Im Gasthaus ^zur Post" fand das Festessen statt. Kreisrat Boeckmann feierte in wohlgesetzter Rede Kaiser und Großherzog als Förderer des Fortschrittes. Im Jahre 1908 gedenkt die Bezirks-Sparkasse ihr 75jähriges Bestehen festlich zu begehen. L H a n a u, 24. Okt. Die Weiterführung der projektierten elektrischen Straßenbahn in Hanau nach den hessischen Nachbarorten Groß-Steinheim und Klein- Stein heim ist gesicherL Die erforderliche Kapitalbeteiligung beider Orte ift dahingehend geregelt worden, daß Groß-Steinheinr sich mit 53 OuO Mk., Kiein-Steinheim dagegen sich mit 45 000 Mk. beteiligt. — Die Errichtung einer Markthalle in Hanau wurde von der Stadtverordneten- Versammlung ab gelehnt. Gießener Strafkammer. Jl Gießen den 25. Oktober. Ein Hoffnungsvoller. Im letzten Frühjahr kam Oer 16jährige L. K. von Griesheim b. Darmstadl zu einem Spenglermeister nach Alsfeld ui Zwangs- erziehung. Als er nach einiger Zeil von seinem Tlei|ier wegen einiger Unredlichkeiten zur Rede gepellt wurde, verschwand er noch am nämlichen Tage. Der Ge,elle, mit dem K. das Zimmer geteilt hatte, vermißte nach dieser Zeit seine Uhr mit Kette, wovon er dem Meister Mitteilung machte, der dann iveuer das Fehlen eines iverivollen Svazierstocks feststellte. Der Verdacht lenkte sich auf K. 9tach seiner Fepnahme gestatid er zu, seinem Mepter den etoct und dem Gesellen einen kleinen Geldbetrag entivendet zu haben; von der Uhr wollte er nichts wissen. Ta niemand anders in kommt 6737 1 -1 I .0 n l b ] if i ( i ) i l □ 3 h 5 e£ tf&unückeF Mk Damen-Schirme mit bunter Kante, hochelegante Muster, 8.75, 6.00, ‘Jllarfttstr. S Wir bitten um Besichtigung unseres Spezial-Schirmfensters Schulst!. 4 Herren M Knaben Antwerpen -LT' [5791 gefertigt in dem Grösste Anstalt, B599 Kchlenkasten [6652 empfiehlt Eb. Dort, Walltorstraße 45. Sonnenstr. 6. Telefon 235. 1. Damen- und Herren-Schirm, halbseid. Tafft, Matador Gestell, mit 1/2 seid. Futteral 2. Damen-u. Herren-Schirm, lahalbseid. Tafit, hochsolide Qualität, reinseid. Futteral 3. Damen-u. Herren-Schirm, la laSürah, Aristokrat Hohlgestell, unsere Spezialmarke 4. 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Oktober 1907, abends ö1/^ Uhr, in der Neuen Aula: ----- Erstes Konzert vi». Pnvut-TmlMrerncht erteilt zu jeder Tageszeit, auch icbcu Sonntag nachmittag. A-^ dttulke, Tanzlehrer, Oo/32_______Brandgasse 3. Sie nicht mehrbciAnwendung nieiner Sodener-, Emser ober Malz-Ertrakt-Bonboirs. 8er® ania-Drogerie CaH Seäbeä. § Telefon 593. Frarttsurterstr. 39. Männer-Turnderem. Sonntag, den 27. Oktober findet Turngaug über 5kle m-Linden, Hehler, Heuchelhelm nach der Hardt statt. Zusammenkunft ber Teilnehmer 9cachmtttags 2 Uhr an ber tetfolifdfcn Kirche. - Nach Ankunft auf der aiut Aanzkränzchen, wozu wir unsere verehrl. llirttglieder nebst Damen freundlichst etnladen und bitten um zahlreiche Beteiligung. - ____-________Der Borst and. Oeffentlicher Vortrag 8-rcitag, den 1. November, abends pünktlich 8% Uhr (Kasscnöffnung 8 Uhr) im großen Saale von Sterns Garten Professor Dr. L. Gurlitt aus Steglitz bei Berlin. 10 MAl ÄelöhllMg sichere ich demjenigen zu, der mir den WaschedLeb so namhaft macht, das; ich ihn gerichtlich belangen kann. 08197 __Lcnz, Lahnstr. 5. ^tjumpugncrflaschen kauit Louis Notbcnöerger, 61WJ.___________ Neuenweg 22. Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 um er Leitung des Grossh, Musikdirektors C» Krausse. Spielplau: 1. Mit Lanzen und mit Schwertern. Marsch, Schneider. 2. Ouvertüre Die weisse Dame, Boieldicu. 3. An der Weser! Lied, Prcssel, (Solo für Possaune). 4. Ein Abend in Toledo, Sclunelin^. 5. Ouvertüre Euryanthe, Weber. 6. Norwegische Rhapsodie! (Solo für Violine), Venzonie. 7. Espana, Walzer, Waldteufel. 8. Fantasie a. Carmen, Schreiner. 9. Hochzeitsmarsch a. d. Sommernachtstraum, Mendelssohn. 10. Klänge a. d. Odenwald, Fantasie im Ländlerstil, Krausse. 11. Dolchtaiiz und Schlangenbeschwörerin, Fz. v. Lion. 12. Im Zick-Zack, Potpourri, Schreiner. 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Oktober im neu erbauten Saale Grosses Konzert ausgeführt von der Turnverein Gießen (gegr. 1846) Einladung 3U der am Montag den 4. November d. I. in dem unteren Saale des Eafd Lbel ftattfinbenben General-BersamMlnng. Tages-Ordnung: ^kicht; Entlastung des Rechners für 1906. Rechnunas- । Ablage für 1907. Vorstandswahl. Auslosung von Anteilscheinen. Verschiedenes. v26/i° _____________Der Borstand. Sonntag, den 27. Oktober 1907: TailMsßk rnif 8er Gemam am Trieb Aettcrer Schüler Zur Beaufsichtigung ber Schub ausgaben eines Sextaners (Realgymnasium- gesucht. Offerten nut Ansprüchen unter 08201) a. d. Giestener Anzeiger. C008J Mädchen können bad Glanzt oügcln grünblich erlernen. __________________Steinstraste 49. Sonate (Didone abbandonata) Tartinl. Fnge (G-moll), Sarabande (H-moll), Praeladium (E-aur) ilacZi. (Violin-Solo-)I£onzert (A-dur; üozart. Sonate iFis-moll) Heger, Fantasie- stiiek, I)raesecke. Äocturne (H-dur) Chopin. Rhapsodie (G-moll) Brahms (Klavier- Solo. Romanze (E-moll) Sinding. 2 Walzer. Hegar (Violine und Klavier). Eintrittskarten I. Platz Mk. 5.—, II. Platz Mk. 4.—, III. Platz Mk. 3.—, IV. Platz Mk. 2.50, -------Stehplätze Mk. 2—, Studentenkarten Mk. 1.—, sind in der Musikalienhandlung Ernst Challier tliudolphs Nachf.), Telephon No. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Kitter und abends an der Kasse zu haben. — OcfThung des Saales 4V, Chr. Gültigkeit haben blaue, rote und rotweisse Karten, ungültig sind gelbe Karten LLZ-' Die Abonneinentskarten sind geil, bei Ernst Challier in Empfang zu nehmen. Eine Zusendung findet nicht statt. Paletots und Ulster Moderne Formen und neueste Stoffe. 1 neuer und 2 kaum gebrauchte X& Hamer brenn er preiswert zu verkaufen. 6752 ^ytoetibrogcrie W.JKiibinger, _______Seltersweg 79a.______ Ein schöner sprungiahiger jlayrklifrgrr Kgticir vom Herdbuchötier abstammend, ist zu verkaufen bei 08155 (Lar1Marz,BL.-Eichen b. Dtücke. Mehrere neue Gummi-Mäntel billig zu verkaufen. 08179 Job. 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