9?r. 4S' Zwcited Blatt L57.Nalrra,ana Dienstag 2(5. Februar 1907 scheint Hzkich mü NuSnahrns bd SomttogS. Tie „Glttzener Jamllltnbiatter** werden dein tVinjei^er* viermal wöchenilich bekriegt, da« „Hrelsblaft für 6ew Krell -ietzeo" zweimal wöchcullich. Ter „hesstschc Landwirt" erscheint Bumatlid) einmal. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejjcn Storartonibmcf und Verlag der Br üblichen Uniotrfuäii * Buch- und StembcudtieL Ä. Lange, Dieben. Redaktion, öirpebinon und Tnnferd: Schul- stratze 7. Ihprötnon und Verlag e»w 6L Reöaftton:e^ 112. Tei.-Abr-An^eigerGietzen. politijcbc Lagcrscha«. Die Stamtea. ES wird uns von einem Beamten geschrieben: Im Reichstag wie im Landtag ist eine Reche von An. trägen unb Petitionen eingelaufen, welche eine Erhöhung der Beaiutengchältcr, von Wohnung^geldzuschüsicn:c. als dringende Notwendigkeit fordern. Diese Anträge und Eingaben ent. springen un gröberen Teil einem wirklichen Bedürfnis. Die LebenSinittelpreise und auch die sonstigen wirtschaftlichen An. .forderungen sind ungemein gestiegen, sodaß eS heute vielen Beamten kaum möglich ist, den an ihn herantretenden Ansprüchen hinsichtlich der Lebensführung nachzukommen. Schon seit mehreren Jahren wurde daher im Reichstage wie im Landtage eine Erhöhung der Beamtengehätter gefordert, aber eS fielen von mancher Seile böse Worte von der Begehr, lichkeit der Beamten, welche eS gewagt hätten, in Petitionen ihre nützliche Lage darzulegen. In allen Beamtenkreiien erregte es ober den größten Unwillen, das;, während den schlecht gestellten Beamten eine Aufbesserung deS Gehaltes glatt ver. weigert wurde, die Gehälter der StaatSfekceläre in die Tausende gehende Erhöhungen erfuhren! Jedenfalls wird man setzt die Gehälter aller Kategorien erhöhen müssen. Die ReichSregicrung hat bereits dem Reichstage einen RachtragSetat zugchen lassen, dec für Gehaltsaufbesserungen 5’/i Millionen Vorsicht. Diese Vorlage war um so not- wendiger, als man gerade im Hinblick auf die Verteuerung der Lebenslage die Pensionen für Militär- und Zivildeamte erhöht hatte. Diese Zuwendungen an die Beamten sind jedenfalls geeignet, die Berusüfreudigkeit zu erhöhe»». Clu LevrnÄcht ZuterpeSalksrr. Tal Zentrum befuibd sich ofjenbue auf dem Kriegs- pfade ; iuu aufl dieser Kanipsstiinuiung hrcauS ist die Inter- pcUation zu erklären, welche eS bezüglich del französischen Kulturkampfes an die ReichSrcglerung zu richten gedenkt. Vorwand hierzu bietet die Tatsache, daß die Kirche in Havre, sowie öie Iojesökirche in ParrS, welche von der franzüsrichen Regierung beschlagnahmt wurden, auf deutschem und öfter» reichischem (Selbe erbaut sind. ES ist nicht angebracht, sich in die inneren Verhältnisse deS französischen Staates em- zumijchen und bamtt jenen Pariser Btätterstimmen recht zu geben, die behaupten, da« Zentrum werde jetzt, nachdem es aus den Wahlen ne»,gestärkt hervorgegangen ist, den Fürsten Büloio dahin zu bringen suchen, in Frankreich zu Gunsten dec katholischen Kirche zu intervenieren. Wir halten eS selbsloersländllch für ausgeschlossen, daß die ZentrumS-Jnter- pellalion auch nur die allergeringste Beeinflussung auf die streng neutrale Haltung unseres auswärtigen Amtes auSüben wird, aber sie dürfte jedenfalls dem unter allen Umständen deulichseinblichen Tell der Pariser Presse erwünschte Gelegenheit bieten, wieder einmal die Loyalität der auswärtigen Politik Deutschlands zu verdächtige»» nach dem betvährlen QJluuh bemper aliquid h&eretl Tie Bekämpfung der Polengesahr. Wiederholt wurde in veria-iedenen tiusmn ungen bei Presse als das leßte Mittel zur Bekämpfung bei polnischen Gefahr eine Art Enteignung des polnischen Grundbesitzes angekündigt. Man wollte wissen, daß die Regierung sich mit bei Absicht trage, die Machtvollkommenheit der Ansiedlung-- kommiision etwa in der Richtung zu ergänzen, daß man ihr das Verkaussrcclft aus alle in politischen Hatiden befindlichen Grundbesitze einräume und ihr zugleich für den Fall unverhältnismäßig hoher Preisfvrdcrung das Enteignuugscecht verleihen wollte. Wie das Bert. Tagebi. von angeblich gut unterrichteter Sette hört, steht diese gesetzgeberische tiltion jetzt unmittelbar bevor und zwar tatsächlich in der Gestalt einer Enteignungs-Vorlage. Tie koiljervatit'e Fraltion oes Abgeordnetenhauses loll bereits in der vorigen Woche Besprechungen abgehallen haben, um die Stünuuing ihrer Mitglieder zu sondieren. Laß der Freisinn ein solä-cS Ausnahinegcsetz mit aller Entschiedenheit bekämpfen wird, darf wohl fdxm letzt als feststehend angenommen werden. Tie Entlassung von Gymnanasten in Po>en, deren die Volksschule besuchenden Geschwister sich roeiaern, im Religions-Unter- riä>t deutsch zu antworten, mehren sich In einigen Gymnasien wurde sämtlichen polnischen Schulern milgeteilt, daß sie bei bei geringsten Tätigkeit für die polnisct>e BeilegungJojort ihre Entlassung zu gewärtigen hatten. Don polnischer Seite werden im Abgeordlictenhause die Glstnnasiastcn-Enttast ungen demnächst zur Sprache gebracht werden. Don der Straskammer in Hohcusaiza wurden 9o Polen, deren Kinder sich am Schulstteik beteiligten, zu Geldstrafen verurteilt. kudwcst-Afrika deutsch oder britisch? Eine „Streitschrift" kam soeben unter diesem Titel von einem alten Afrikaner in der Dieterich'schen Verlagsbuchhandlung Leipzig heraus. Wie sehr England unb besonbers daS Kvpland feit Jahrzehnten schon nach dem Besitz Deiüsch-Südivest-Airikas gestrebt hat, wird in dem Buchelchen von einem alten As rikaner, aus Grund einer mehr als zehnjährigen Erfahrung in Deutsch-Sudwest- Afrika und Brüisch-Süd-A,rita, unb bie Verletzung der Neutralität und des mteriiütumalen Auslllndev durch engüsche Waffen- und Proviantliejerung und regierungsseitige Maynahmen durch eine Fülle von Tatsachen bewiesen. Die engt Umtriebe auf deutschem Boden und an der Grenze zeigen deutlich, rote sehr die lange Dauer des Feldzuges englischen Machenschaften au „oerdankeii" ist. Ge- rade diese Tatsachen, bie während des Feldzuges aus polit. Grun- ben vielfach ignoriert werden mußten, zeigen aufs deutlichste, in welchem Maße das Klipland gegen uns intrigiert hat. Ter Verfasser 6erfolgt in seiner Schrift nicht bie Absicht, uns mit England zu entzweien, fonbern hofft, daß bie englische Regierung in London enbliu) ihren Einfluß dahm in Kapstadt geltend machen wirb, daß dort eine Solidarität der Jnterei,en der weißen Bevölkerung auf beiden Seiten der Grenze gegenüber der schwarzen anerünint unb in bie Praxis uingesetzt weide. Außerdem weist der Der fass er an einer Fülle von Beispielen nach, wie -unberechtigt die Bezeichnung einer „Sandroäste" von Teutsch-Südivest-A>rita ist unb roieoiel hierdurch fleißige deutsche Arbeit geschaffen werden kann. Nicht bie so ojt als die einzigen Ztvwuis^tvren in Subwest-Afrika gepriesenen euren, sondern beutsä-e Aniied.er unb beutidre Licinfiecher Haven in Subwest-Afrika das Beste geleistet. Tie Schrift des (Uten Afrikaners dja ratter viert unsere Su Ionien als ein außerordenllich zukunftsreiches Land^ ICircbt? uiiO Schule. Worms, 23. Febc. Die Einführung deS Einzel- kelches beim Abendmahle scheint sich hier bald oer- wirklichen zu sollen. Ter evang. Gesamtkirchenoor'land ver- öffentlicht soeben folgende-: „Der Wunsch, den Emzclkelch un heil. Abendmahle für eine oder einige Feiern im Jahre cinzuführen, ist unS anS verschiedenen ftrcifen dec Beoölkcr»>ng kund geworden. Um aber den» Bedürfnisse entgegenkommen zu können, müssen »vir möglichst genau die Zahl derer feil» Hellen, welche die Einrichtungen wünschen. Wir bitten dohei die betreffenden evangelischen Männer unb Flauen, ihre Namen schriftlich an die Pfarrer ihrer Gemeinden iimcrhalb acht Tage gelangen zu lassen.* Au» Stadt und Land. Gießen, 26. Februar. - LandeSuniversitat. €e. Kgl. Hoh. der Grob- Herzog haben den auberordentl. Profesior an der Univkisiläl Berlin D. Iah. Fciedc. Hcrii». Gunkel zinn ordentlichen Profesior an der evang.-theologischen Fakultät mit Wirkung uom 16. Mürz 1907 ernannt. — An der Landesuniversität promovierten 1906 im ganzen 125 Stubieicnöe und zwai m der jurtflischen Fakultät 9, in dec medizinischen 82, zu Doktoren der Tierheilkunde würben 89 promoviert, zu Doktoren der Philosophie 45. Zum bOjähngen Toktoijubiläum wurde drei Herren daS Diplom erneuert. M 3" Audienz empta »»gen wurde von Sr. Kgl Hoh. dem Groß Herzog am Samstag u. a. llulturmipekioi Heyl von Friedberg. — Bu »ist verein. Die gegenwärtige Ausstellung ist noch an D »en-lag und Mittwoch geöffnet, am letzteren lag auch nachiNtttagS von 8 t-u 5 Uhc. Der für heute nngcfüiibigtc tcilwei|e Wechsel der Gemälde wird wegen verspäteten EintcesienS der Bilder erst am nächsten Donnerstag und Freitag vorgenommen. An diesen Tagen bleibt bie Aurstellung geschlossen. Für nächsten Sonntag gelangen y UoUeltwnen von EharleS Sto r» fall - Berlin und Gertrude U 11 mann-Greifswald neu zur AuSItellung. •* Die Bürgergesellschaft zu Gießen veranstaltete am SamStag im Saale deS Easü Leib eine karnevalistische Äbendunlerhaltung. Rian glaubte sich in eine richtige Hesse- lanber KirrncS versetzt, so natürlich klangen die Schnadahüpfel der Kirmeß-Burschen und dec Gesang der Mädchen. Ten Glanzpunkt aber bildete der gesangliche Teil, nut dem Heu Musiklehrer Gernhardt alle Ehre emlcgle, ebenso mit dem stimmungsvoll zu Gehör gebrachten Lied »Die Handwerksburschen". Große Heiterkeit erregte nebst einigen gut vor- getragenen EoupletS bie Aufführung „Alte Liebe rostet nicht', in der Herr Stimmer die Hauptrolle übernommen hatte. An bie Abendunterhaltung schloß sich ein Ball an, der die Anwesenden biS zum frühen Niorgcn in fröhlicher Stimmung zu» lainmenhielt. Am Sonntag nachmittag fand ein Ausflug nach dem Windhof statt; dort vccitand eß dec Vorsitzende der Zylinder-Kompagnie durch geschickt arrangierte Tanzipiele die Fröhlichkeit fo zu steigern, baß bie Stunde bet Heimkehr zu ttüh schlug. Dec Verein kann auf eine in allen Tellen gut gelungene Veranstaltung ^uruefbilden. — Evang. Arbeiterverein, lieber »Pergamon einst unb jetzt' sprach im letzten Sonntags - Vortrag Dr. Hepding, ber als Hülfsarbeilcr des Berliner archäologischen Instituts längere Zeit m Kleinasien weilte, um bei den Ausgrabungen in Pergamon mitzuwirken. Der Vor- tragende gab zunächst einen Uebecblid übte bie geographische Lage, sowie über bie Geschichte ber berühmten allen Kulturstätte, sodann interessante Schilderungen der heutigen Stadt Pergamon mit ihren verschiedenen orientalischen Völkerschaften. Es folgte eine lange Reihe von Lichtbildern, die eß den Anwesenden ermöglichte, das Gehörte gleichsam mit eigenen Auge», zu sehen und es selbst nutjuerleben. Die Vorführung der Bilder durch daS Skioptikon hatte Prof. K o o b freundlichst übernommen. Beiden Herren dankten die Anwesenden durch reichen Beifall. Der Saal war von Besuchern überfüllt. "Kaiserpreise bei Gesa ngsroett st reiten. Tas Bestreben vieler Vereine, bei besonderen Gelegenheiten Kaiser- preisc verteilen zu können, hat dazu geführt, daß daS Zivilkabinett des Kaisers mit solchen Gesuchen überschwemmt wird. Der preußische Kultusminister gibt jetzt bekannt, daß vom Kaiser bei solchen Veranstaltungen nur dann Preise gestiftet werden, wenn es sich gleichzeitig um die Begehung eines 50» ober 100- lährigen Bereinsiiidllänms handelt. Jedes Gesuch, das nicht aus biqer Voraussetzung beruhe, müsse fortan grundsätzlich abgewiesen werden. •* Technische Hochschule zu Darmstadt. Tie Inhaber eines Tlplom-Prüfungszeugnisies der Hochschule sind durch Verordnung der öslerreichischen Regierung hinsichtlich deS Nachweises der Erlernung des BailmeistergewerbeS ben österreichischen Hochschulen gleichgestellt worben. ** Ferrosilicinm. Tas als Zuschlagsmasie beim $ er- hütungsprozeß des Eisens Verwendung sindende Ferro- sllicium enthält, sowohl wenn es auf elektrischem Wege dargestellt, als auch wenn es durch Schnielzen im Hochosen erzeugt ist, gewisse Mengen Phosphor uiü> erlangt badurch bie Eigenschaft, sobald es feucht zur Verladung kommt, besonders bei feuchter Witterung, Ph^Zphorwasferstojigas zu entroideln. Aus dem Lade- raum der das Material verfrachtetwen Schiffe kann das gebll- beie äußerst giftige Gas durch undichte Bretterfugen nach oben dringen und sich in den oberen Räumen in einer Weise an- reichern, baß die Lufr für bas Leben der sich hier auiyaltcn- ben Menschen schädlich^ ja tödlich wird. Tie Untersuchung der bcn 6a)i[|Siabuuycu ciuuommcncn groben hat ui oer Tat die Anwesenheit vvn Phosphor uachgewieien. Da die Beförberung großer Massen von Ferrosilicinm zu obigen Zwecken auch für dir Folge noch anzunehmen ist, fo erscheint nach ber Darmstädter Zcttung eine Warnung am Platze und zwar urnjornehr, als bas Ferrosilicinm, niaft ettva wie Sä^vescl- uno Saiz.äure mü unb y^ue .Arjrugehatt, als phosphorhattig tttid ptzosphorfrei u» Pen Handel kommt, joiibcia üicuneor in »euer ^)auy^.--^.uanittai Phosphor enthält. Tie Entwicklung des giftigen GafeS kommt nur beim Zusammentreffen mehrerer Umstände zustande — doch Feuchtwerden und Vorhandenseiii gröberer Mengen dcs Materials, fortdauernde- Lagern in einem geschlossenen Raume, in dem diese doch an sich geringen Mengen des giftigen Gases sich beständig entwickeln können — unb es dürfte beshalb bei einer etwaigen Beförderung deS Ferrostticiums durch die Eisenvahu oder auf dem Landwege mit der Gejahr einer Vergiftung nicht zu rechnen sein. Zumeil» wirb bie Beloroerung des Ferro,UiciumS zu Schiff nach den an den Wasicciaulcn gelegen.n Giicnbutien erfolgen. Außer ber Gefahr beüa Schiffstransport wirb eine Gejährbung hauptsächlich nur iwch in denienigen Betrieben inbeicacht kommen, wo es nach ber Erzeugung vor beni Weitertransport ober dem Verbrauche gelagert ober nach erfolgter Ablieferung für seins bestiniuiungSgcmäßc Verwendung in Vorrat gehalten wird. = Athletik. Ter 1. Giegenec Stemm- unb StrngHub (1893) beschloß in seiner am 22. b. Alts, obgchaltenei» Haupt- oeijammlimg, bas diesjährige Hessische Athlet en ver- banbSfest, auf dem bie Aleisterschaft von Hessen auSgcsochlen wird, am 16. und 17. Juni in sämtlichen Räumen von TextacS Terrasse abzuhalten. Ta sich zuu» 'April-Delegierten- lag m Kassel der Alaiu - Taunuvgau zum Beitritt in den Hessischen Athlelenvcrbanb angemelbct hat und seine Ausnahme ziemlich sicher ist, glaubt man m beteiligten Kreisen mehr Konkurrenz m dec Athletik bei dem Feste sehen zu können, als es ja früher in Gießen der Fall war. * D ie Wasserleitung. Ein Leier der „F. Ztg." schreibt i Ich war gestern in Lberhej.en und dort erzählte mir ein bekannter biiiihbcr Loilbiagsalrgcorbi.eter folgeubcs Geschichichenr Ein Tors iu ber Nähe von Stockheim ist ü» seinem unteren Telle uctt Waucrlci»ttUg veijeßcn, wahrcill» bet uocie Tell, an einer Anhöhe geicgca, einer solchen nach eittbchren nuiß, da ber £xud bei oorhauoeuen Xleüung hieejür nicht ausicichi. ch» »uüx nun vorgejchtagen, bit llntuug durch bai gauz« Dors zu leger» unb mau hatte bald zwei Parteicu Uu Dorf, die „rtockenc" unb bie „tuiHc". Ein aller „Auszieher", bet bei seinem Sohne unb dessen brau wohnt und auch un Gemeinberat seit Jahren -nm Scocn bei Gemeinde wirkt, hatte sich mü seiner Schuueaectochier itderworsen, wtb diese verbot ihm do- Bureien der Küche, »vs der alte Bauet sonst (ein Esten zubereuen konnte. Es sand uu» bie Gemeiliderat-sltzuiig statt, bie über bie Fragen bet Wasserleitung entscheiden sollte, unb al- die Abstimmung erfolgte und unser Alter vom Bürgermeister uni seine Ansicht gejiagt wurde, sagte er: ,Lch sann gegen de Wasserlciting". „So'?" (tagte ber Bürgermeister, „warum denn'?" Ta erwiderte der Alte mü voller lleberzcugung: „M ine Schwiegertochter läßt mich doch nitt zappe." Mein Gewährsmann jagte, baß schalunocs GelmtAer minutenlang bcu „Sitzungssaal" a* süllte. = Wiesed, 25. Febr. Der Turnerbund Lahn- Dünsberg hielt am 24. Februar unter zahlreichen Besuch hier seinen BundeSturntag ab. Der Vorsitzende Daubert- Wiesed begrüßte die anwesenden Vertreter. Sodaim wurde Bericht über daS oerflosiene Jahr deS TuruerbundeS criiQtlet. Herr Daubert betonte besonders, daß der Bund über sehr gute Kräfte verfüge und bereits 7 Vereine zähle. Es wurde bann bie Rechnung abgehört und dem Rechner Steinrnüll er-Fellingshausen Enilaiiung erteilt Feiner wurde beschlossen, baß bet Bunb der Haftpflichtversicherung beitiüt — Tie diesjährige BunbeSturnsahrt erhielt ber Turnverein Wistmar. — Tas BunbeSturnfest für 1907, daS beim vorigen BuubeSturntag Wiesed zuerkannt würbe, wird der boriige Turnverein in größerem Matzstabe am 13., 14. und 15. Juli b. Js. abhallen. — Daß BunbeSturnfest für 1908 würbe bem Turnverein Rodheim a. d. B. zugefagt unb bcn BunbeSlurntag für dasselbe Jahr erhielt der Turnverein Bieber. — Die Mitglieder deß Bundesaußschusieß unb beß TucnauSschiisieß wurden sämtlich wiedergewählt. ES wurden dann noch verschiedene Anträge emgebracht, bie ohne Debatten ihre Erledigung fanden. Ter Vorl'itzende Daubert schloß sodann öen Turnlag nut einen» ,Gut Heil' auf daS fernere Blühen unb Gebeihen beS TurnerbunbeS Lahn-DünSberg. --- Klein-Linden, 24. Febr. Im hohen Alter von 86 Jahren ftarb eine der ältesten Einwohnerinnen unseres Lories, Frau Kirchendiener Weigel Witwe. --- Große n-Linden, 25. Febr. Gesan gvereln Germania hat beschlossen, am 2. Juni zum Gesangwettstreit nach Siegen zu gehen. X Nidda, 24. Febr. Am Freitag fand die Generalversammlung des hiesigen Vereins für Krankenpflege statt. Ter Vorsitzende Gerbermeister Stord begrüßte die Eischieuenen unb gab eine Uebersicht Über die Tätigkeit deS Vereins, rejp. der Schwester, die erfreulicher Act war. Der Rechner Hulmacher Ruppel legte Rechnung ab, die in Einnahme 1716,68 Mt. unb Ausgabe (einschließlich Kapitalanlage) 1695,51 Aik. ergab. Die Zahl ber Mitglleber betrug 829. Die Hailpttäligkelt ber Schweiler kam Armen und Unbemittelten zu Gute. Bei der Ergänzungswahl deS Vorstandes würben bie alten Mitglleber, Pfr. Werner, Bürgermeister Bod, Spar- kasienrechnec Rlngshaujen unb Hulmacher Ruppel wiebet- gewählt. Pfr. Werner, der 2. Vorsitzende, stattete allen Gönnern des Vereins bei» schulbigen Dank ab. Der Verein besteht jetzt 11 Jahre. =- Ortenberg, 25. Febr. Tie Stadt Lrtenberg Hal ein Kanalisationsprojekt ausarbeften lassen, das demnächst zur Ausführung kommen soll. Tie ui einer besonderen Kiär- bedcnanlage geklarten Abwässer sollen in die Nidder geleuet werden. \V D a d - N a uh e i m, 25. Febr. In der Masch i nen- Zentrale d es st a a 11 ichen Eie k triz itätS- und Fern- heiz-Werkes fand in den letzten Tagen unter Leitung deS Geheimrates Profesior Dr. Kittier auS Darmstadt die Ab- nahme-Prüfung statt. Die Aiaschmenanlage besteht auS 3 Dampirnaschlnen, die mit Tynamomaichinen direkt gekuppeit und. Zwei dleier Ntajchinen-Agregate leinen je 22u Kilowatt; das brüte Aggr.gat leiftet 8U Kilowatt. Die Betriebs- lyannung betragt 2 mal 220 Volt. Die Kesjelanlage Oesteht zurzeit auS 4 Cornwall-Kesseln mit je 120 Meter Heizfläche. Die Kessel arbeiten mit Ueberhihung (300° C.) und einer Dampfspannung von 10 Atmosphären. DaS KcsielhauS ist so groß dimensioniert, dass in demselben 8 Kessel gleicher Grübe Aufstellung finden können. Tic Maschinenzentrale hat folgende Aufgaben zu erfüllen:!, liefert sie elektrische Energie für die Beleuchtung des Kurhauses, deS Teich ha u ses, der Ba d ehä u ser, dec Verwa itungS- gebäude und des ParkeS. 2. liefert sie elektrische Energie an die Stadt. Diese hat auf eigene Kosten ein elektrisches Leitungsnetz im Stadtgebiet gelegt und der Zentrale ange- schlossen. Die Stadt bezieht den Strom von, Staat zu einem Einheitspreis von 26 Pfennig für die Kilowattstunde und gibt ihn zu einem Einheitspreise von 60 Pf. für Bettuch- tungszwccke und 80 Pf. für Krastzivecke an die Einwohner ab. Der erste Preis ermässigt sich im Winter auf 50 Pfg. 8. erhält das städtische Wasserwerk Energie sür eleltro- motorischen Antrieb der Pumpen. Für diese Zwecke liefert dec Staat den Strom zu einem Einheitspreise von 10 Pfg. pco Kilowattstunde. 4. erzeugt die Maschinenzentcale den Dampf für den Betrieb des Fernherz-WerkeS, an dae in einer Entfernung von ca. 400 Metern sämtliche Bade- anlagen angeschlosscn find. 5. liefert die Zentrale Tamp und elektrischen Strom für den Betrieb der Dampfwaschanstalt. Diese steht unmillelvac neben dec Zentrale und ist mit maschinellen Einrichtungen versehen, mit denen täglich 11 000 Kilo trockene Wäsche gewaschen werden können. Auch die Eisfabrik, deren Räume sich m der Maschinenzentrall befinden, wird durch elektrische Kraft getrieben. Schliesslich ist vorgesehen, dass die neue Salme den Abdampf bei Dampfmaschinen aufnimmt und zur Salzgewinnung verwendet. So erfüllt das neue großartige Werk die mannigfachsten Aufgaben. Es arbeitet wirtschaftlich und ist betriebssicher in allen Einrichtungen. Hierdurch ilt das Wellbad mit allen Richtungen der modernen Technik versehen und bietet Gewähr für eine weitere gesunde Entwicklung. Herborn, 24. Febr. Wie b. Rh. K. von zuverlässiger Seite hört, wird unser neues, schönes und grosses Bahnhofs- gebäude am 16. Mürz eingeweiht. Die Einrichtung eines grösseren Bahnhossgeöäudcs anstelle des alten, das noch aus der Zeit der Köln—Mindener Eisenbahn stammt, war aber auch eine dringende Notwendigkeit. Wer besonders Abends bei Abfertigung der sogenannten Arbeiterzüge, wo die Züge der Bahn Giessen—Köln, Herborn—Rennerod, Herborn—Niederwalgern- Marburg abgehen, auf unseren Bahnhof kommt, wird überrascht fein, wie der Verkehr sich hier in den letzten Iapcen eircnuckelt hat. RB Darmstadt, 24. Febr. Die Glocken der neu erbauten PauluSkirche wurden gestern durch eine schlichte Feier ein geweiht, bei der Pfarrer stuckert die Weiherede hielt. Die grösste Glocke hat den Atomen Paulus, die zweite Luther, die dritte Landgraf Philipp und die vierte ist die Gebetglocke. Paulus trägt die Inschrift »Ich schäme mich deS Evangeliums von Christo nicht", Luther .Ein feste Burg ist unser (flott', Landgraf Philipp „Herr hilf verbreiten mh dein Ehr, baS ist mein grösster Wunsch und Gehr', bie Gebetglocke »Dein Reich komme". Das Geläute das größte unserer Stabt ist auf bie Töne as des, es, i gestimmt, es stammt auS bet Giesserei von Ulrich-Schilling in Apolda und ist von dem Evangelischen Kirchbau-Frauen» oerein gestiftet. 1 Mainz, 28. Febr. Bei der heute an bet Oberrealschule unter Vorsitz bcS Geh. OberschulratS Nobnagel ftattgefunbenen Maturitätsprüfung bestanden sämtliche 16 Oberprimaner. Sechs waren von der mündliche» Prüfung befreit. Frankfurt a. M., 23. Febr. Der Frankfurter Magistrat hat bei den Stadtverordneten beantragt, den städtischen Zuschuss für die ,Aka be mie für Sozial- und Handels- Wissenschaften' in Frankfurt a. M., deren Umwandlung in eine Hochschule angestrebt wird, vom April 1907 ab auf 75000 Mk. gegen bisherige 80 000 Mk. pro Iaht zu erhöhen, nachdem sich eine zweite Stelle bereit erklärt hat, eine gleich grosse Zuwendung bereitzustellen. Zu dem Artikel „Oderhessische Bahuprojekte" in Nr. 46 unseres Blattes wird uns von interessierter Seite auS Ober Hessen folgendes geschrieben: Die in dem Schlusssatz zu dem Artikel „Oberhessische Bahn- E fette" von Ihnen vertretene emsicht, bass cs jetzt an der Zeit einen grosszügigen, alte Interessen gleichmässig berücksichtigenden ienbahn-Baupian auszusteilen, hat wohl bei allen beteiligten Gemeinden und Interessenten entschiedenen Beifall gefunden. Es gilt dies insbesondere auch von den Interessenten der Bahnprojekt.' Mücke — Ulrich st ein — Rixfeld und Nieder-Gemün- den — Grohfelda — Ulrichstein — Rixfeld. Beide Prv- jekte erstreven eine Berbilidung des westlia-en und nordwestliche,i Vogelsberg mit der Prvbinziaihauptstadt Giessen, als gemein- famen Bcrleiirsmittelpuntt. Ta jedoch bisher zwei verschieden.' Stationen der Obcrhesfischen Bahn Rieder-Gemünden und Mücke zur Einmündung der Bahn vorgeschlagen uiid mit Zähigkeit fest- gehalten wurden, so tonnte es «ich Nicht fehlen, dass die Bahn- angelegenheu gehemmt, statt gefördert lviirde. Endlich scheint man nun den rechten Weg gesunden zu haben, die beiderseitigen In- terenciiflebiete buraj eine und dieselbe Bahn zufrieden zu stellen; es ge|d)iel)t dies durch das Projekt: M ück e — G ro ss - E i chc n — Ruppertenrod — Ober-Ohmen — Ermenrod — - 5 kbba 1 umAcr tenrod — Ulrichstein — Nix. Telb. Wohl bedeutet diese Lräee für Ulrichstein einen El einen Umweg, dec Ätzer nicht inS Gewicht fallt gegenüber der Tatsaä-e, datz üuru, d^ese Bahnführung alle „Euenbaynichmerzen" des nord- westlichen und lucUiiii'en Bogelstzcrgs mit einem Sästage gehoben werden. Auch dar, daran erinnert werden, dass bie hierbei mit- berührten Lite Grossfelda,' Ävsttich und Ermenrod sich bereits zur Uevernahme von 150 000 Lük. Obligationen verpflichtet haben. B^as bie schwieccgleiten bei Hebern1 inbung der Höhenzüge zwischen iLtzer-Lhmeii und Ermenrod betrat. so soll man dieselben nicht rwerichatzeii. Es bcsiuden sich gerade in bleien Höl/enzügen mehrere Einwittungen, deren zweckmäßige Ausnützung die Uebcneitung Win Ll)mtal_ ins Feldatal weientlich erleichtern wird. Nact^xm lich eine grosse Anzahl^oon Interessenten aus den Orten Gross- Eiawn, Ruppertenrod, Obc»Lhmen uno Grossfelda In einer kucz- Iid) abgehaltenen Bcriammltkng für b^s in hiebe stehende Projekt ausgesprochen hat, bi c,te nunmehr auch von den kominunalen und wirtschaftlichen Vertciungeu Giegens ein Eintreten jür das Projekt erwartet werden, Auniai, sich dasselbe einen engeren Auschlun des Bvgettbcrgs an oie ^tudt Giessen zum Fiel gesetzt Hal. lütuft uhö rviftenjchaft. Zn der Zeitschrift „D i c Schaubühne" iBerlag Oester- Held u. Eo„ Berum verönentiicht Herm Bahr mit Bezug aus he Premiere ocs ch a u p t m a n nsche n Liistspietes „2 ieIun g- fern von BischofStzerg" im Brahu.^,.n Lestingtheuter in Berlin icigenben Brte, an den Herausgeber dec ecwähnieu Zeitschrift: „Meinung gegen Meinung. Ich muss meine gegen Ihre stellen. Zch wäre feig, wenn ich Zhnen hier nicht roiöedtzrudjc. Ihnen hat HcmptmtanTiS neues Stück mißfallen. Ihren Kvllegen auch. Dem Pulikum auch. .Das ist Euer gutes Recht. Und Euer gutes Recht ist es, dies auszusprechen. Ernst oder höbnnch ober schadenfroh, mit Gründen ober Spässen, jeder nach seiner Natur. Aber nun wird auch noch Brahm geschmäht, weil er cs «ufgeführt hat. Ich meine, dass er eben dafür Dank verdient. Tenn es war tapfer, und er hatte recht. Wenn Hauptmann einem Direktor die Ehre erweist, ihm ein Stück zu geben, so hat dieser, wie das Stück auch immer sei, unb waS der Direktor auch darüber denken, und wlas er etwa auch dafür befürchten mag, einfach die Pflicht, es «aulzuführen. Das deutsche Volk kann verlangen, dass ihm ein Werk von Hauptmann,, wohlgeraten oder ungeraten, nicht vorenthaltcn wird. Ein so schöner Mensch, ein so wahrhafter Künstler soll uns ganz gehören, wie er nun einmal durch seine Natur ist, mit allem, was diese Natur ihm trägt, in seinem ganzen Wachsen und Werden, auch wenn wir einmal nicht gleich verstehen, was er will. Wir können es ja verurteilen, aber wir wollen selbst urteilen, wir selbst, aus eigenem, nicht nach der Ausehlt jede Spur. — Eine organisierte Räuberbande hat einen A nschlag auf einen Lastzug ber Vizinaltzahn Buda- p e st -Gran ganz in ber Nähe von Budapest verübt. Cie vernagelten auf ber Xionaubrüde einen Semaphor, sodass dieser nicht mehr richtig gestellt werben konnte. Sobann pol’ncrien sie sich am der Brücke, Dielten ben Zug an, plünberten ihn aus und verschwanden alsdann. Sechs iKäuber sind verhauet. — Ter Techniker Franz Fürst wurde bei einer Skitour über das Tdörl (Tirol) von einer Lawine v e r | d) ü 11 e t, aber von den Begleitern gerettet. Er ist schwer verwundet. — Beim Elektrizitätswerke in Oggersheim (Rheinld.) hatten sich 99 Zigeuner gelagert und wollten bie Holz- unb Kohlenvorräte Des Werkes plündern. Tie Polizei ivnröe mit einer Salve ans Revolvern empfangen. Erst nachdem zahlreiche Polizemrannjdiasten, denen Eiiiivohuer fid) anschlosjen, berbeigeuolt worden waren, gelang es nad) blutigem Kampfe, zehn Rädelsführer zu verljaueiu — In B o n ii wurden zwei französische T e s e r t e u r e, die in zerlumpter Kleidung in den Häusern um Brot vorjprachen, verhaftet. — In Werb ad) bei Würzburg brach em Gross- feuer aus, das 16 Häuser emäscherte. — In K u n e iv a 1 b (Kgr. Sachsen) geriet das Patts eines Maurers tu Branb, als ferne Frau mit vier Kindern sich allein zu Hanse befand. Tie Frau ivari zwei ihrer Kinder aus dem Fenster hinaus, wobei diese idnverc Verletzungen bauontrugen. Als sie bie beiden anderen Kinder reiuu uwUte, stürzte das Dach zusammen unb begrub bie Frau unb die beiden Rtnber unter ben Trüm m e r n. Alle brei wurden getötet — In Kopenhagen entdeckte ber neue englische Vegationsrat Vaughan bei Ccffnung Sein s dieser Tage von Italien angekommenen Gepäcks, dass bas ga..ze Silberzeug von bebeutenbem Wert gestoh 1 en worben war. Ter Diebstahl ist oernnUltch entmeber in Italien ober währenb des Transportes auf dem Festlande begangen worben. Tie Untersuchungen werben eifrigst betrieben. — In Genua sind aus ber Gemäldegalerie ber Marchese Cattaneo bella Volta sieben berühmte Bilder van D y k S v e r s ch w u n d e i.. Tie Direktion des Berliner AkuseumS bot vor längerer Zeit zwei Millionen Lire, ivurbe aber von Pierpont Morgan geschlagen, ber tue Gemälde für 2 7, Millionen Lire erwarb und ohne die behördliche Ausfubrerlaubuis nach Amerika bringen liess. — In R o m ivurbe die Schauspielerin R o n c o n i, die mit ihrem Ver lobten und einigen Kollegen in einem Restaurant sass, von ihrem früheren Geliebten, dem Bariton Gaetani, burd) einen Reoolverschuss verwundet. Gaetani erschoss sich darauf selbst. "Eittgeiau-t. cFür Form und Inhalt uuti vil^c vcubrik stehenden Artiiel übernimmt bie Rebaltion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) ES bürfte sich empfehlen, bass von der Stadt einmal eine gründliche Revision ber neu angelegten Freileitung, für bie Zuleitung ber elektrischen Energie, nach dem P h i l o s o p b e n iv a 1 b vorgenommen würde, ehe noch ein llnglückssall eine solche erforderlich macht. Es ist kaum anzuzweifeln, bass diese Leitung ein Schinerzenskinb für die Stadtkasse werden will. Bei berjelben sind unverhältnismässig schwache Blasien, die nicht einmal imprägniert, höchsten» eine Lebensdauer von 4-5 Jahren haben, zur Veiivendung gelangt. Für bie Eck- unb Winkettüge scheuten besonders schwache Stangen auSgeivählt worden zu fein, bie sich dem Zuge ber Leitungen vorzüglich anpasfen. Sie nehmen fid) ivie Streichhölzer aus und sind nicht geeignet, den ihnen gestellten Anforderuiigeii lange zu genügen, sondern weiden sich so lange biegen, bis ein Hemer Sturm ihrem Dasein ein Ende bereite.-. Einige werden in kürzester Zeit ihr Bestreben, sich ber Erdoberfläche zu nähern, soweit vollcnbet haben, bass bie Besucher des Philosophenwalbes entiveber über bie Leitungen steigen müssen, ober ihnen ber Gedanke kommt, ber Besitzer ber Restauration beabsichtige sich einjufi lebigen. Einsender dieses kann nicht umhin, verehrl. Stadtväter baruni zu bitten, sich diese Musterleistung der Technik in Augenschein zu nehmen, damit sie sich selbst em Urteil über die Anlage bilden tonnen. Es existieren in Gießen vom Elektrizitätswerk herauSgegebene Bestrmmungeil über die Ausführung elektrischer Anlagen. Äbensc hat ber Berbanb beuischer Elektrotechniker Sicherheitsvorsd)ris'tei! für obigen Zweck erlasset». Die Austührung ber vorbenannter Veitung entspricht jedoch in matichen Punkten so wenig ben einer wie den anderen. Beim Anfang ber Leitung, wo bie Kabel mit ber Freileitung verbunden, sind bie Drähte emsach burd) enge Löcher in ber Holzverschalung geführt, was nad) Schabhaftwerben ber Isolation bei Leitungen unbcbmgt einen kleinen Brand zur Folge haben wird Hierburd) wirb ber Isolationswert ber Anlage bald derartig sein dass Encrgieverluste nnausbleibüd) sind. Der geendete Mittelleitei wirb stets über ben Aiissenlettern verlegt, schon um atmofphäiischc Entladungen bei Gewittern aufzunehmen. Bei dieser Anlage bc- l'inbet er sich jedoch unter ben blank verlegten Aussenleitern unb wird zu Kurzschlüssen unb Störungen recht bald Veranlassung geben. Eilte Freileitung muß nach den VerbandSvorjchristen mit Blitzschutzvorrichtung versehen sein, von der aber hier auch nichts zu bemerlen ist, es sei beim, bass bieje sich im Jmiem ber Bet- schaluug befindet, was aber insofern em Fehler, dass dann bie letztere eines TageS in Flammen aufgehcn könnte. Wenn bcir jetzigen Zustande der Anlage nicht bald abgeholfen wirb, dürste bie Zeit nicht mehr fern sein, wo man nach Belieben im Philosoph»^, ivalbe angenehme ober nicht angenehme 6tunbcn im Dunkeln ver- teben fann. y Fabrikant: BL BARKO WSKI, Berlin0. 37. Verkauj durch die Apotheken in F/aschen und Dosen ä 2.50 M. perdynamin perdynamin-Kakao der besten von allen Aerzten glänzend empfohlenen Nähr- und Kräftigungsmittel für Blutarme, Bleichsüchtige, Kranke und Rekonvaleszenten sind üion wtiii roirflidj nidjt nirljr, was mu mchca foll! O Jetzt scheint bie Sonne, unb man schwitzt,- bann heult ber Wuib unb es schneit unb regnet - und man hat bie schönste terfaüung weg. Wie foH man sich da hütens - gan» ein- __ ^ch Berehrteiter: man steckt eine Schachtel Fays ächte lodener Aktneral-Pafiillen tu bie Tasche unb lutscht Pastillen. AM wenn man in solchem Wetter brau gen sein nutn. Zehn Nfiy siegen Ems: Sie erkalten sich nicht, wenn Sie nicht direkt O leicht,tintig sind. Mich sehen Sie nie anders, als frisch und gefnnd, denn ich gebrauche immer Fays achte Sodener- Sie tosten nur 85 P,g. die Schachtel unb man kamt sic überall haben. bv*la Zur Warnung! Warcuzeichcu-Urknude, Vorstehendes Warenzeichen ist auf Grund des Gesetzes zum Schutz der Warenbezeichiiuiigen vom 12 Mai 1894, gemäss ber Anmelbuilg vom I. Oktober 1894 für bte Fiima Apotheker Rich. Branbt'o Ra.i),. %x. Merck' liug, Tchasshauseu (Schweiz) am 10. Cttobci 1895 unter Nr. 10, 1U0, Klasse 2 iu die Zeicheurolle eingetragen. Ge- schästsbeinev, tu welchem das Zeichen verivendei werden soll: Herstellung und Vertrieb von Pillen. Wai-u, für welche das Zetcheil bestimmt ist: Pillen. Berlin, 10. Oktober 1895. Kaiserliches Patentamt: L.S. Ich sehe mich zu dieser Warnung vera>ilasst, iveil mein Warenzeichen vielfach verletzt worden ist; »ch »veibe unnad)-- fid)ilid) gegen Jeden, bet mein obiges Warenzeichen nadj= ül)mt, Vorgehen und bitte um Anzeige von Nachahmungen. Sd) af fhausen Apotheker Rich. Braudt'S Rachf. (Lchivetz- lb,6/I0] Apotheker Fr. Merckting. Bekanntmachung. Betreffend: Feldbereinignng in der Gemarkung Wichen links der Lahn, hier: die Arbeiten des 3. Abschnittes vom 1. Teil einschlietzlich der »um Berühren uincioncncn Teile auS den Gemarkungen LaunSbach, WiSmar und Wieseck. Tie nachstehende Uekanntmachung bringen mit biermrt jur öffenilichen Kenntnis. Grehen, den 25. Februar 1907. Grohherzogliche Bürgermeistete» Gictzen. Mecum. Bekanntmachung. Vetteffend: Die oben. In der Zeit vom 1. bis einschl. 5. Marz ds. Iv liegt aus der Grohherzoglimcn Pllrgermeisteret Wichen das Urteil des 2diiebß- gerichis über die Einwendungen geaen die Arbeiten de-8. Abschnitt- (Bildung der Ersahgrundituckc und Abschäbuny von Cbftbäumcn) obiger Feldberemigung zur Einsicht der Beteiligten offen. Diese Offenlegung erseht zugleich die Zustellung von Urteildabschristen an biejenlgen durch bie Entscheidungen betroffenen Beteiligten, welche gegen genannte Arbeiten nicht reklamiert batten. Wiegen, den 22. Februar 1907. Der Wrosjherzogliche FeldbereinigungSkommiffär. gez.: Schnittsvahn, Sreioaiutuiann.______BM/, Berqcbung Von Lieferungen. Die Lieferung von 250 Vettkolteru für den neuen Zellcnflügel bei dem LandeSzuchthauS Marienfchloß soll aus dem EubmissionSwege unter HtnweiS auf den Whnificdal» erlaß vom 16. Juni 1898 vergeben werden. Angebote nebst vorzulegender QiialitütSprobe sind bis Mittwoch, d. 6. März d. F-., vormittag- 11 Uhr verschlossen, poufici und nm entsprechender Aufichrift versehen bei uns einzureichen. Tie Lieferung hat frei LandeözuchthauS Marienjchloß bis zum 1. April l. I. zu erfolgen. Zuschlagsfrist: 8 Tage. Friedberg, den 25. Februar 1907. DM/, DroßherzoglicheS Hochbauamt. Haag. Aiianz am 31. Dezember 1906. Mk. betrug Ende 1905 Während 1906 gingen ab...... Daher Stand der Mitglieder Ende 1906 Lang-lLünS, den 25. Februar 1907. Passiva. EcschLftSftSanteile der llllitglieder . . Kapitaljchulden . . Warenfchuldcn . . Reservefonds . . . Reingewinn . . . 9383.16 Die Zahl der Mitglieder Während 1906 gingen zu 8ünto. AmsMtttill Laog-lSSoS f. ®. in. n. K. R. Brückel. Foh. Wagner VIII. Aktiva. Mk. Raffenbeftand. . . 909.11 Warenbestand . . 5153.90 vorh. Emballage . 140.85 Ausstände.... 8179.80 540.00 1800.00 3432.24 . 2930.66 , 680.26 9383.16 109 2 nF 3 108 [1326 GeimviMi« mei» »a» an» ................... Jie Giessener Xliai^ersduift beehrt sich hierdurch, ihre früheren Angehörigen, sowie die in Gießen und seiner Umgebung weilenden Herren Aerzte ju dem am Freitag, den 1. März, abends 81/, h. s. t im Neuen Saalbau (Steine Garten) stattsindenden Kommerse ergebens! etnzuladen. Die Giessener Klinikerschaft. I. A. der derzeitige Dekan D*/, Fr. Schmitz, cand. med. Hanso.Ifitben Spezial Geräte Magazin Ludwig Kröll k Blockstrasse a eretklasRlger Qualitäten in Emaille und inoxid. Geschirren Waschgarnituren, Toillette-Eimer 'Äj ▼ Lackier- n. 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