Samstag 28. Inn Erstes Blatt 157. Jahrgang Ubrtfle für T-v-fch-n- gotatianrdruck und Verlag der vrilhrschen Univ.-Vnch- und SltinörndettL H. Lange. Reöattto«, «xpedMon und Druckerei: rchulftratze t «nzetger »icb»»« * • _________________________________________________________ ______________ Ire sieuLige Kummer umfaßt 14 Seite». des ge- bis- in licher GebvecheiA konkursverfahrerh folgender Fassung angenommen: Zur Pachtung einer Jagd dürfen nicht zugelassen toerben: 1. minderjährige Personen; 2. Personen, die wegen geistiger oder Nr. 150 Erscheint täglich außer Sonntage. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Samilien- blätter viermal In d Woche beigelegt um zweimal wöchentlich das Ureirbiatt für den Krtls Sieben. Fernsprech-An- schlußs.d. Redaktion 113 Berlag u. Expedition Kl Kom Kationatverein und der Einigung cL'.öeralismus. ES wird unS au- Gießener nat.-lib. Kreisen Hessische Zweite Hammer. B.-B. Darmstadt, 28. Juni. der Adga. Brauer, Erk und Gen., betr. die Muhlenumsatzjteuer, und der Antrag des Abg. Noack, betr. die Neuregelung der Witwen- und Waisenoersorgung der StaatSdiener, an den zuständigen Ausschuß verwiesen. Tann setzt dasHaus dieWeiterberatung des Jagdgesetz-Entwurf» bei Art. 4 fort. Zu diesem Artikel welcher bestimmt, daß der Wert einer Jagd vor jeder Verpachtung von der Obersörsteiet ab- zuschätzeii ist, stellen die Abgg. Leelinger und Wolf den Antrag, daß die Abschätzung deS JagdwerteS von dem OrtSoor- stand vorgenommen »verden soll. t , n, , . Abg. Molthan wendet sich gegen diesen Antrag und empfiehlt die Annalune des Ausschußantrags, welcher nur darin von der Regierungsvorlage abweicht, daß alistatt der Bekannt- inachung deS Tages der öffentlichen Verpachtung in der .Darmst. Zeitung" gesagt werdeii soll: ,in einer oder mehreren von der Gemeindevertretung zu beftimmenben Zeitungen". Abg. Reinhart stellt noch einen Zusatzantrag m dem bestimmt wird, daß die Obersörsterei indetreff der Jagdbewertung nach Anhörung der Bürgermeisterei entscheiden soll. Tie Versammlung nimmt schließlich den AuSschußantrag mit Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen cululLUt:L _______________efahr ist. Was in unserem öffentlichen Leben fehlt, das ist Vertrauen, Vertrauen bet verschiedenen Stände und blassen, Vertrauen dec politischen Parteien zueinander, Vertrauen auch zwischen Volksvertretung und Re- AuS Süddeutschland wird uns noch geschrieben: Tie Einigung des Liberalismus ist durch die Heidelberger! Tagung des neuen Nationalvereins um ein gut Teil vorwärts gebracht, zur gegenseitigen Verständigung mneryalbsemer Ru^ tungeit manches beigeträgen worden, und schließlich ist der Beiveis geliefert, daß für alle seine Richtungen eine gemeinsame Grundlage und gemeinsame Grenzen nach rechts und links vorhanden sind. Mit erheblichen Zweifeln war man bis kurz vor der Tagung dem Unternehmen, begegnet, das, wie vielfach fälschlich befürchtet wurde, unter Außerochtlasfung der Parteien einen einigen Lckeralisrnus exitxebte. Viele seiner Führer waren selbst feit Jahrzehnten angesehene und verdienstvolle Mitglieder der einzelnen Fraktionell, und lie hätten ihre Hand nie zu dem Werke des Nationalvereins geboten, wenn dieser sich gegen die Parteien gerichtet hätte. _ o. . Ter Erfolg der Heidelberger Tagung beruht in eciter Eime auf der Anteilnahme der Wählermassen. 2oOO Personen, für eine politische Versammlung im stillen Heidelberg e'"e außerordentliche Zahl: Tem Eindruck konnte sich niemand ?rlchließen, daß der Liberalismus tatsächlich eine große gemeinsame politische Weltanschauung ist, eine Weltanschauung der Freiheit und der Stärke. _ Es ist ein vielversprechendes Zeichen für den Natwnaloerein, daß sich alle Redner völlig a u f d e r Se i t e d e r a u f st e i g e n - den Volks massen fühlten und ihrer U^er-euMng dahin- gehend Ausdruck gaben, der Liberalismus! inu)|e die Arbeiter,chast gewinnen und mit ihr Hand ln Hand handelt es sich in erstcr Sinic um die qualifizierte lltbei^rschaft, di,e bereits so weit gereift ist, daß sie mit den utopiMichen Phrasen der Sozialdemokratie nichts mehr anzu,angen roetß. . . Ein Fortschritt ist es auch, daß der Nationaloerern fernem Namen den Zusatz „für das liberale Deutschland gab Miancherlei Mißverständnisse werden dadurch vermieden, die Grenze nach reck)ts wird schärfer drngelegt. ^n der « muß es sich nun zeigen, ob die großen ©Öffnungen, bie.AAAA berg erstanden sind, nun durch rastlos Arbeit verwirklicht werden ♦) Tas „neue Mittel" scheint uns eben die Angliederung an den neuen Verein zu fein, da ohne diesen V^emlgungs- versuche bisher vergeblicli gewesen find trotz aller schonen pro grammatischen Erklärungen. Mit einer AbweijungdesVerems^mmt mau iebenfalls dem Ziele der Einigung nicht naher. -t. Jteö. Mitteln beziehen: , 8 Personen, dic in den letzten- der Verpachtung vorherge^ gangeiten drei Jahren wegen Landstreicherei, Bettelns, rechtskräftig beslratt oder wegen Entwendung oder Diebstahls von Forst- und Felderzeugnissen rechtskräftig zu einer Frevi heitsstrafe verurteilt worden sind: 9. Personen, welche in den letzten dar Verpachtung vorherg^ gangenen drei Jahren wegen Jagd- oder Fischereivergehensf rechtskräftig zu einer Geldstrafe von mehr als 100 Mk. oder zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wo^en sind. Tie Verpachtung einer Jayddomane der in Nr. 1—96 bezeichneten Personen ist nichtig „r. Art 6 besagt, daß auch das Verfahren bei der öffentlichen Verpachtung die Vorschriften über die Verpachtung vom Gemeindevermögen entsprechend anzuwenden sind mit der Maßgabe, da8 über die Geiiehmigung des Pachwertrags die Gemeindevertretung zu beschließen hat. Tie Genehmigung darf nur bann benagt werdet, wenn gegen die Meistbietenden Tatsachen vorliegend welche die Annahme rechtfertigen, daß er keine hinreichendq Sicherheit für die Erfüllung der Vertragsbedingungen bietet, ober wenn baä eingelegte Meistgebot die Schätzung Nicht erreicht. Abg Stapler beantragt hier einzufügen, „ober wenn der Durchschnittserlös der beiden letzten Jagdperwden sticht erreicht witt>". L . Abg Wolf beantragt einen Zuiatz, daß ent Nachgebot tnnep- halb acht Tagen zulässig und eine Auswahl unter den drei Höchst bietenden gestattei sein soll. Ministerialrat Dr. U, tnget eriucht um Streichung die,es Zusatzantrags, den er für bedenklich hält. , Auch die Abgeordneten Stöpler und Reinhar t spreche gegen den Antrag Wolf, desgleichen die Abgg Finger und Braun, die noch beantragen, Weitergebote nach Erteilung des Zuschlages für unzulässig zu erklären. Abg Köhler will die an die Versagung emer Verpachtungsgenehmigung geknüpften Bedingungen gestrichen wnien. Es müsse den Gemeinden das Recht zuitehen, ,ich ihre Jagopachter selber auszuwählen. Die Antragsteller trieben eine Begünstigung bet Zaqdpuchter. (Ter Redner wird für diesen Ausdruck vom Präsident zur Ordnung gerufen, ebenso Abg. v. Brentano, der Köhler zuruft, er rede Unsinn.) , L _ . ' Mg. Köhler erhält daraus wieder das Wort, verzichtet; Nachdem Abg. Reh den Ausschußantrag zur Annahme empfohlen und um Ablehnung des Antrags Wols ersuchthltt, da dieser nur durch Einfluß der Gevatterschaft Tor und^i^on- n würde, wird der LLusfchußantrag mtt dem Zusatz. «Wer bei euer Verpachtung mubieten will, hat sich aus Verlangen bei dem Skua, Am Ministertisch: ©laatiminifter Ewald, Ministerialräte Dr. U j t n q e r und Lorbacher, Obersorstrat D rünemalb, (Leh. Oberfiiianzrat Fuchs und RegierimgSrat S p a in e r. Rach Eröffnung der Sitzung um R/, Uhr wird der Antrag der Abaa. Brauer, E r k und Gen., betr. die Muhlenurnsatzstener, schrieben: Dem Verfasser der verschiedenen Zuschriften über den herigen neuen „Nationalverein" werden Sie gewiß noch einmal das Wort ui Ihrer geschätzten Zeitung verstatten, damit er nach der Heidelberger Tagung seine Ansicht bartun kann. Einige Worte scheinen schon wegen des einen Satzes in Ihrem Artikel vom Mittwoch nötig, um das Aufkommen eines etwaigen Mißverstandnifscs zu verhindern. Es heißt da: „Die Führer des Gießener Freisinns z. B. sind, wie wir vernehmen, entschiedene Anhänger der Nationalvereinsidee, im Gegensatz leider zu unseren Nationalliberalen." Hält man daneben die von dem „Nationalverein" oder wie er sich jetzt nennt „Nationalverein für das liberale Deutschland" — nebenbei bemerkt ein wegen seiner Länge höchst unpraktischer Name*) — proklamierte Tendenz, den Liberalismus zu sammeln und zu einen, so könnte man auf den Gedanken kommen, die hiesigen Nationalliberalen wollten von einer solchen Einigung nichts wissen. Das wäre grundfalsch.**) So hat der Verfasser der erwähnten Artikel in Anwesenheit von Führern der hiesigen frei) innigen Partei seinem Wunsche, daß die Liberalen der verschiedenen Schattierungen zufammengehen niöchten, Ausdruck gegeben, sogar vorgeschlagen, es möchten zeitweilig, in jedem Quartal etwa einmal, gemeinschaftliche Sitzungen der beiden liberalen Vereine gehalten werden, damit man sich über die schwebenden Fragen aussprechen und mancherlei Mißverständnisse u. dgl. beseitigen könne. Er darf also für sich in Anspruch nehmen, ein Anhänger der liberalen Einigungsbestrebungen zu sein. . n m Warum da aber gegen den Nationalverein schreiben? Nun, daran waren einesteils mündliche und schriftliche Aeußerungen des Generalsekretärs Dr. Ohr und solche des Derrn Pfarrer Kvrell in Darmstadt, andernteils gewisse aus der Absicht, einen neuen liberalen Verein neben den bestehenden zu schaffen, hervorge- gangene Bedenken schuld. Daß die zuerft erwähnten Bedenken Nicht aus der Luft gegriffen waren, beweist sowohl ihr Austauchen in weiten Kreisen des Nationalliberalismus und der anderen liberalen Parteien und die Tatsache, daß die Mitgliederversanim- lung in Heidelbetg es für notwendig gehalten hat, die Sache in einer besonderen Sitzung zu behandeln und dann eine beschwichtigende Erklärung zu erlassen. Was auch da noch unangenehm berührt, ist die Erwähnung, daß die anftoßerregende Aeußerung des Derrn Dr. Ohr als „eine nicht für die Oefsentlich- leit bestimmte" bezeichnet worden ist. .. v Erfreulich ist nun die Unterlassung der Gründung lokaler Organisationen, sodaß — die Einzelarbeit den bisherigen liberalen Organisationen überlassen bleibt. Ist dies als dauernde Einrichtung gedacht oder ist die Schaffung einer Organisation nur aui- geschoben worden, weil man sich noch zu schwach fühlte und dem neugeborenen Kinde nicht gleich den Lebensfaden abschneiden wollte? Hoffentlich bleibt es, wie Sie ja auch zu wünschen scheinen, wenigstens auf absehbare Zeit so. Noch in anderer Beziehung scheint man sich in Heidelberg etwas anders eingerichtet zu haben, als es den Anschein hatte, — wohl infolge der bedenklichen Aeußerungen der Preste — nämlich in der Stellung zur Sozialdemokratie. Derr Fabrikant köpp- Pirmasens, dessen Rede „stürmischen langanhaltenden Beifall fand, pat verlangt, die Aizialdemokratie mtt allen snnften zu bekämpfen. Eine Stellungnahme wie die der Herren Storni und Dr. Ohr war ja auch vertreten, namentlich durch, die Derren Dr. Daas, Kuhlemann, Prof. Dr. Günther. Bei den betreffen» den Stellen bet Rede des Derrn Dr. Daas verzeichnen Sie zweimal „Beifall und heftiger Widerspruch". Welches ist nun die Stellung des Nationalvereins? In dem Wirken nach außen, in den Broschüren, Flügdlättern und bergt muß sie doch zum Ausdruck kommen. Oder fallen diese verschieden aus, je nach der Stellung des Verfassers? t n Wie soll es bei der Ausbildung der Redner gehalten werden? Lehrt man sie mit Derren Prof. Dr. Gothein, daß die Sozialdemokratie nur „spiele" mit revolutionären und antimonarchi- chen Phrasen — eine sonderbare Vorstellung! — oder zeigt man ihnen, daß die Sozialdemokratie diese ihre Lehren ernst nimmt? Wie kann man nationale Elemente, die nicht liberal sind, schärfer von sich abstoßen wollen als nicht nationale, revolutionäre, koinmu- nistische Elemente, gewisse liberale Forderungen — aber nur als Uebergangsforberungen — mit einem gemein haben? Was ist das Positive des neuen Vereins? Formell, die Absicht, den Liberalismus zusammenzufassen, inhaltlich die scharse Betonung der Mttwirkung an der Lösung der Arbetterftage. Erfreulich gewiß. Aber war namcntlid) in letzterer Dinsicht der neue Verein nötig? Man lese doch die Programme der liberalen Parteien vom Januar und Februar 1907; man lese die masten- haften Anträge unserer Reichstagsabgeordneteii und die Antwort wird sich von selbst einstellen, »at die Heidelberger Tagung neue Mittel zur Lösung gebracht? Nein.*) Derr ^Nemann will selbständige Arbeiterorganisationen. Mit ihm juib gewiß bie Leitet bet Dirsch-Dunckerscheu Gewetkoereine einig, die sich jüngst geweigert haben, sich vor einen bestimmten politischen Karten spannen zu lassen. „ .. or . .t Andere — und wohl die Mehrheit — wollen die Arbeiter für die liberalen Vereine gewinnen. Sie haben u. E. teast Die Arbeiter find Bürger des Deutschen Reiches wie andere Leute auch. Die Tatsache, daß leider Millionen ihre Stimmzettel für Sozialdemokraten geben, weil sie von ihnen eine Besserung ihrer Lage versprochen bekommen und sich aus Klassenintereffe dorthin gezogen fühlen, den Bürgerlichen gegenüber aber mit jljran Vertrauen zurückhalten, darf uns nicht abschrecken. Viel Schuld hieran trägt einerfeits.die Dranchesterlehre, die solange den Liberalismus, namentlich den Linksliberalismus, gefangen hielt, und der Mange an Verkehr. Das Vertrauen in niedrigeren sozialen Schichten will gewonnen sein. Tas kann nur durch regen Verkelw geschehen. Freilich haben unsere sozialdcmokr. Blätter das Menschenmögliche getan, um hier Mißtrauen zu säen. Es wird viel Arbeit kosten, den Boden wieder zu gewinnen. Das dringende Verlangen, die Arbetterschaft wieder für uni er e Ideen zu gewinnen, Frieden und Eintracht zwischen den verschiedenen Standen in Stobt und Land iu schafic», dic Jntor-N-N -rusiugtouh-n und babai insbesondere die Schwächsten un Staate zu stutzen, dies alles haben gewiß viele Liberale^ unter ihnm auch SSerfaUer dieser Aeilen in Rede und Schrift ausgefprochen,, ut dem Bewußtsein, daß es. um mit Derrn Kopp aus Pirmasens -u redm, eine nationale Gefahr sei, wenn etn sehr großer -Leil der deutschen Arbeiter den bürgerlichen Parteien feindlich gegenuberstehe , ja mehr, daß die feindliche Stellung großer Volkskreise gegeneinander überhaupt eine nationale Gefahr ifi Nun, der neue Nationalverein will weitigstens einen Teil dieser Aufgabe übernehmen. Mit Mißtrauen ist er von wie len Seiten empfangen worden. Es ist ihm gelungen, manche Steife zu beruhigen. Möge er mit seinen Einigungsbestrebungen Er> folg haben, dann „wollen wir ihn gewiß an fein« ^Irbeit nicht hindern", sondern ihm b an war dafür lein. Veri^hlen wollen wir freilich nicht, daß wir das Vorhandenfein von „allerlei Klippen", wie Sie fchreiben, fehen und furchten, daß es schwer, sehr schwer seist wird, an ihnen glücklich^vorbeizuwmmen. Tenn geistreiche, schwungvolle Reden halten und Ideen praktische Gestaltung neben, find bekanntlich sehr verschiedene ^inge. Zu einer rückhaltlosen Hingabe an den neuen Verein können nur, wie bas wohl aus den vorstehenden Tlusführungen hervorgel)!, uns aus mancherlei Gründen noch nicht verstehen. Wir muffen abwarten, wie die Anschauungen der Vereinigung in manchen Punkten sich weiter entwickeln und wie die „Taten auSfeyen werden. Do f sen w ir das Be ste. dem Zilsatzantrag Reinhart an. Art. ö bestimmt die von der Pachtung einer Jagd ausgeschlossenen Personen. Darnach soll die Jagd nicht von Personen unter 18 Jahren und Personen, welche wegen geistiger oder körperlicher Gebrechen unter Vormundschaft ober Pflegschaft liehen, Personen, bet denen das Konkursverfahren eröffnet ist, die mit Zttcht- haus bestraft, denen die Ehrenrechte aberkannt find rc. gepachtet werden können. , ., _ , „ Ter Ausschuß geht jedoch weüer und will auch die Zulassung minderjähriger Pestonen über 18 Jahren nicht als Pächter einer Jagd geshrtten, weil er der Meinung ist, daß Leute von 18. btS, 21 Jahren ihre Zett nutzbringender crnwenden follen. Ein Antrag Finger wlllifcht noch die Dm-ufüyung solgenber Bestimmungen: „Gebote notorisch -ahlungsunfal-tger Personen ind zurückzuweiseii." „Personen, welche nicht Reichsangehorigo sind, kann der Zuschlag versagt werden." „Ern solchen Personen, erteilter Zuschlag ivirb erst nach Zustimmung der Aufsichtsbehörde. 1Ullt^ieier Antrag wurde jedoch 'abgelehnt und der AuSschußantrag» Mil dem 1. Juli beginnt ein neues Vierteljahr. Unsere Leser werden gebeten, im Interesse einer gesicherten und ordnungsmäßigen Zustellung bas Abonnement aus den Gießener Anzeiger umgehend zu erneuern. Der Gießener Anzeiger ist bekannllich in Oberhessen die einzige größere Provinzzeitung. In seiner polttischen Haltung selbständig und von keiner Partei abhängig, tritt er für die Zusammenschließuug aller liberalen (Elemente in Stadt und Land ein. Sorgfältig registriert und bearbeitet er alle bemerkenswerten Ereignisse nicht nur Gießens und Oberhessens, sondern des ganzen Großherzogtums. Das polittsche Leben Hessens, des Reiches, der Welt spiegelt sich in seinen Spalten. Richt Sensation, Popularitätshascherei und Schlagwortpolitik, sondern Objekttvität und Zuverlässigkeit im großen wie im kleinen bllden die Richtschnur, an der der Gießener Anzeiger seine Leser durch das Labyrinch des öffentlichen Lebens zu führen sich bestrebt. Die bevorstehende 300jährige Jubelfeier der kessischen Landesuniverfität wird unserem öffenllichen Leben in den nächsten Monaten ihren Stempel aufdrücken. Die Leser des Gießener Anzeigers nah und fern werden ein vollkommenes Bild von den mannigfachen Feierlichkeiten erhalten. Es ist eine umfassende Organisation geschaffen worden für eine vollkommen erschöpfende Berichterstattung über bas Fest, wie aller m mehr ober minber engerem Zusammenhang bamü stehenben Vorkommnisse, vornehmlich ber (Eröffnung bes neuen Gießener Stabttheaters. (Ein Abonnement auf ben Gießener Anzeiger für bie nächsten Monate empfiehlt sich also auch über unsere Heimatprovinz hinaus. monatltd)7u -*•*• jährlich M. MO; tat* Abhole- u. BnxiflfteQei monatlich 66 Pst; durch diePostAtt.L.— viert tt- jährst auSschst Bestell-. Nnnah»e ww Liztt-ttl für bie iagefinuxnnwr bis vorrnittaaS 10 Ute. Zeilenvrei«: lokallLP^ auSwättL SO Üftrorig. verantwortlich Mte den polit und aUgam. L-il: P. Wtttko: tflr rSlabt und Land^ mti> .GerichtSfaaf: Ernst Heß; für den Anzeigenteil: HanS ®<(f Z. Perfvneu, über beten Vermögen 4 Personen^ bie zu Zuchthausst-äasen verurteilt sind, Dort der Rechtskraft des Urteilsi au bis nun Ablauf von fünf Jahren nach bet Verbüßung, der Verjährung oder beut Ermß ber Strafe; ± 5 Perfonen, benen durch rechtskräftiges Urteil bie bürget^ lichen Ehrenrechte aberkannt worben sind, während, ber Tauer biefer Aberkennung; 6. unter Polizeiaufticht stehenbe Personen: 7 Personen, bie eine Armenunterstützung aus öffentlichem •) Die Namen .Reichsoetbanb zur Bekämpfung der Sozial- demokralie" ober .Deutscher Schulverein zur Erhaltung des Deutschtums im Auslands" sind nicht kürzer, und fuhren^ ohne weiteres zu bequemen Abkürzungen wie „Reichsoetbanb", .Schulverein" und „Nationalverein". D. Red. *•) Diese Betonung ist hoch ersreulich. Im übrigen haben rott in unserem Mittrooch-Artikel ausdrücklich erwähttt, baß ,in den Ländern südlich beS Main, roie ja etsreulicherroeise auch bei uns in Gießen, die Unterschiede der liberalen Gruppen nicht mehr so groß roie in Preußen" sind, und zu roiederhollen Dialen haben wir das offene Handinhandgehen ber Nationalliberalen Gießens nut den Gießener Freisinnigen als mustergültig für das ganze Reich hingsstellt. D. Red. • können, ob insbesondere die O p f e rw i l l i y ke 11 des cinzetneu dem Nationalverein gegenüber groß genug ist. Bei den Relms- tagswahlen von 1912, wenn man so lange aur die 'ceuwahleii warten muß, könme sich bann schon etwas von ber Wirkung de» Nationalvereins zeigen. Wenn bann der Liberalismus von vornherein in allen Surfen zusammengeht, wo sein Befitzitanb von rechts ober von link» angegriffen wird und wenn bie Z w is cy e u- zeit zur Aufklärungsarbeit im liberalen öinne benutzt wirb, dann fteht wohl ein »vetteret MachtzuitachS des Liberalismus in sicherer Aussicht. so Ge 1Ä n L Handel Z-o Portugiesen III 94.30 Pnnce-Hcuri-Eisen bah n . 139.75 224.50 Berliner Börse, 29. Juni. Anfangskurse. 203.50 116.50 3. Ueberall käuflich! Fabrik „Epirus" Dresden. i , s„r Hierin oos Wik Satiren attvewayrle yceitic’iojc e ShnbermeW, weil dasselbe nur mit Wasser zubcreüet werden braucht, öuoes „xii e (ö c • ’ ss 8A Elektriz. Lahmeyer . Elektriz. tiehuckert . Eschweiler Bergwerk 83.70 63.50 95.60 222.50 70.20 137.50 Oberschles. Eisen-Industrie 101.00 Berliner Handelsges . . 151.50 27.30 142.50 4. ö. Spezialberatung der Redestrom breit und Anschauungen waren alles andere als iv,o Japan. Staatsanleihe 4% Conv.Türken von 1UU3 Türkenlose...... 4% Gnech. Monopol-Aul. . 4% äussere Argentinier . 3U/O Mexikaner . . . 4>au/o Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W . . . Tendenz: schwächer. 129.10 . 222.50 . 141.00 . 169.20 . 137.90 . 202.95 Die Sommerhitze bringt groge (»quin: für alle mit Milch ernährten Säuglinge, und treten Darnttrnntheiten und Brechdurchfälle m erschreclender Weise auf. Wer leinen Liebling dieser großen Gefahr nicht auösepen will, beuge vor und verabsolge dem Kinde eine gleichbleibenüe, die Verdauung nicht störende i'cahrung. Die bene Gewahr bietet hierin daS feit fahren altbewährte Restle'sche Es wir! zebracht, dah' beiderLtadtk, bei der Stad Filiale Gietzer Pannover, 'JJIq zmfllng mit El Lon den schreibungeu f (2 * 21 (f ' M filbc der Seligen" auf einer Londoner Kunstausstellung bat mit Recht weil über die Kreise derKunstverständigen hinaus starkes Befremden erregt. Rian frogte sich, wie die Berliner Nationalgalerie, die Besitzerin des Bildes, derartige wertvolle Bilder überhaupt aus der Hand und noch dazu ins Ausland geben könne, zumal Kunstwerke durch Transport nie besser werden. Als Erklärung, wenn auch nicht als Entschuldigung mag die Antwort dienen, die em Beamter der Berliner Nationalgalerie bereit hatte, als er ein- mal von einem Kunstfreunde aus das Fehlen bekannter Bilder aus unseren fönigl. Museen gefragt wurde: „Ach, solche alte Tanten schicken wir eben öfter auf Reisen!" Unb so wurden Bocklms „Gefilde der Seligen" eben auch aus Reisen geschickt, um im vergangenen Frühjahre in einer deutschen Kunstausstellung in London ausgestellt zu werden. Tas Bild war für die Reise bet der englischen Versicherungsgesellschaft „Lovds" mit 300 000 iDlf. versichert worden. Von engl. Leite wird mm behauptet, daß der bedauerliche Unfall diesem Bilde auf dem Rücktransport und zwar aus der deutschen Bahn zugestoßen ist. Tas Bild hat die Zollrevision an der deutschen Grenze in bestem Zustande passiert. Später ist dann das Bild mit der schweren Verpackungskiste gefallen und dabet hat sich eine Latte der Verpackung losgelöst und die kostbare Leiue- wand zerrissen. Ter Riß ist ca. '/, Bieter lang. Ausgehend von der Tatsache, daß man heute die Kunst der Restauration derartig beschädigter Bilder sehr hoch gebracht und das; em einfacher Rtg nach der Wiederherstellung den künstlerischen Wert eines Bildes nicht beeinträchtigt, erbot sich die engt. Versicherungsgesellschaft zu einer Zahlung von 50 000 Mk. Tie Nationalgalerie war damit jedoch nicht einverstatiden und fordert 150 UüO Mk., eine Summe, deren Zahlung Lloyds verweigern. Aus diesem Punkte stehen, wie mir Mitteilen können, die Verhandlungen. Die ytationalgalerie hat, wenn wir recht unterrichtet sind, 40 O00 Mk. für das Bild gezahlt, die Restauration des Bildes dürste, so wird behauptet, 3000 Mk. erfordern. Jedenfalls sollte der Vorfall für die Verwaltung der Nationalgalerie eine Warnung fein, solche „alte Tanten" in Zukunft lieber nicht auf Reisen zu schicken. Gelsenkirchen Bergwerk . 191.80 Hamburg-Amerik. Paket!. 130.55 Auszug ßuö den siündrsMlsreMerrz der sied! Bietzen. Aufgebote. Juni. 24. Heinrich Frickart, Zahntechniker in Herborn, mit Marie Müller dahier. 24. August Volkmann, Musketier dahier, mit Katharine Bepler in Kinzenbach. 25. Karl Scheid, Schreiner, mit Elisabeths Wagner, beide dahier. 26. Peter Ortmüller, Hausierer, mit Katharine Göbel, geb. Pitz, beide dahier. 27. Friedrich Borgis, Zuschneider, mit Anna Holz, beide dahier. Eheschließungen. Juni. 22. Karl Wahl, Tienstniann, mit Henriette Dorothea Fenster, geb. Benner, beide dahier. 22. Georg Schwan, Bäcker m Darmstadt, nut Marie Otter dahier. 22. Wilhelm Post, Sergeant, mit Auguste Böcher, beide dahier. Geborene. Juni. 20. Dem Kutscher Friedrich Rück eine Tochter, Lina Sophie Marie. 21. Dem Lokomotivführer Adolf Stumpf em Sohn, Adoli Karl. 21. Dem Rohrleger Christian Weisbeck ein Sohn, Christian Johannes. 22. Dem Erdarbeiter Ludwig Schmidt XII. ein Sohn. 22. Dem Bäcker Theodor Gerbig eine Tochter, Johanna Elise UJiargarete. 22. Tem Assistenten Dr. Kurt Laubenheimer eine Tochter. 23. Dem Kaufmann Arthur Treyfuß em Sohn, Ludwig. 23. Tem Hülssbremser Christian Boppert ein Sohn, Hans Christian. 23. Dem Lazarett-Verwaltungs-Aspiranten Franz Brunke ein Sohu, Franz Eberhard. 23. Dem Schneider Heinrich Hahn ein Sohn. Gestorbene. Juni. 22. Ernst Ludwig Ranft, 1 Monat alt, Neustadt 17. 24. Dr. Karl Friedrich Umpsenbach, 75 Jahre alt, Geh. Regierungs- rat, Uiuversiiätsprofesjor, Frankfurter Straße 13. 26. Richard Scheibe, 8 Monate alt, Asterweg 46. 26. Johann Kaspar Spies, 74 Jahre alt, Privatier, Mittelweg 7. 26. Gustav Traum, 2 Monate alt, Asterweg 22. 27. Rudolf Steuer, 2 Jahre alt, Kreuzpl. 2. Bei der losung iDinoei der Stadt (Di Lit. A. 29, „ B. 47, „ 0.2, D. 20, v E. 70, §>pidplan des Großherzogl. Kurhaus-Theaters Bad-Nauheim. Direktion Hermann S t e i n g o e,t t e r. Dienstag den 2. Juli: „Der Raub der Sadinerinnen." Schwank in vier Auszügen von F. und P. v. Schönthan. Mittwoch den 3. Juli: „Jnfpektor Bräsig." Lebensbild in fünf Akten nach Fritz Reuters Roman. Freitag den 5. Juli: „Die lustige Witwe." Operette in drei Akten von Fr. Lehar. Samstag den 6. Juli: „Die Nachtkritik." Lustspiel in drei Akten von Rudolf Presber. 3K7o 3% 3^°/o 3% 3H°/o aber floß in der !>pend dahin. Tie t, und es herrschte noch ckvänberungs- anträge auf Abaiideruii'gsanträge nieberreonci.cn. xvenn Vizepräsident Köhler nicht präsidiert hätte uno mu seinem kaustischen Humor einige witzige Bemerkungen an „Entgleisungen" cin- 1 ' 4 S , ;8i»J Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: schwächer. if eit. Eine Kunft rrnd LVös-ettschaft. M ^d)vclbt uns aus Berlin: Die Beschädigung des berühmten BÜcklin'schen Bildes $ Zahl . Ehrend i Tie Nationalität des Gietzcuer Universitätslehrkörpers. Tie Universttatsstatistil beschäftigt sich mit Vorliebe mit der Herkunft der Studierenden, lieber die Herkunft der Dozenten findet man in den üblichen Ueberfichten regelmäßig nichts, und doch ist diese Statistik ebenfalls interessant, denn sie gibt gewisse Hinweise 'darüber, ob vielleicht parlitularistische Untersrrömungen und Vorurteile bei den vorschlagenden Fakultäten und noch vielmehr bei den berufenden Ministerien vorherrschen oder nicht. Es braucht wohl nicht hervorgehoben zu werden, daß der gesundeste Zustand jedenfalls der ist, daß nach der Landsmannschaft gar nicht gefragt wird, denn die wissenschaftliche Forschung und Lehre kennt nur kulturelle, keine engen Landes-Grenzen. Es ist nun lehrreich, den Lehrkörper der Großherzoglich Hessischen Landesuniversität nach diesen Gesichtspunkten hin zu prüfen. Er umfaßt 86 Dozenten. Darunter sind nur 13 Hessen-Darmstädter, dagegen 75 Nichthessen. Von den 75 Nichthessen kommt fast die Hälfte, nämlich 35, auf Preußen. Nach dem größten Bundesstaate kommen gleich die kleinsten, die Hansa-Städte mit 8 Dozenten. An dritter Stelle kommt Bayern mit 7, das Königreich Sachsen mit 6, das Großherzogtum Baden mit 5, Württemberg, Oldenburg und die Thüringischen Staaten mit je 2, Mecklenburg und Elsaß-Lothringen mit je einem Dozenten. Rechnet man das Großherzogtum Hessen und Hessen-Nassau zu Süddeutschland, so befinden sich unter den Gießener Professoren 30 Süddeutsche und 56 9Lord-, West- und Mitteldeutsche. Das Norddeutschtum präoaliert aber. Von den Preußen kommen 9 auf Berlin-Brandenburg, 7 auf die Provinz Sachsen; je 4 auf Schlesien, Hannover, die Rheinprovinz, 3 auf Ost- und Westpreußen, 2 auf Hessen-Nassau, und einer auf Pommern und Westfalen. Aus dem Auslande, im vorliegenden Falle ausschließlich Deutsch-Rußland, stammen 4 Dozenten. Gar keine Einheimischen weist die theologische Fakultät auf; unter den 8 Juristen ist ein Hesse; unter den 27 Medizinern sind 4 Hessen; unter den 43 Philosophen sind es 8. Im allgemeinen kann man sagen, daß dem engeren Landesverbände namentlich die Privatdozenten, die ja den Nachwuchs darstellen, angehören, was aber für Gießen gar nicht zutrifft. Von den 19 Gießener Privatdozenten stammen nur 2 aus dem Großherzogtum Hessen. Die Landesuniversttät gibt jedenfalls der Stadt Gießen auch in dieser Richtung hin em ganz eigenartiges Gepräge, denn sie hat in die Stadt nicht nur 434 nichthessische Studierende herangezogen, sondern auch 75 nichtyessftcye Professoren und Dozenten. Davon sind 69 verheiratet. Ein Einschlag von beinahe 70 nach Abstammung nicht dem Landesverbände angehörenden Beamtenfamilien, wobei die verheirateten Assistenten nicht mitgerechnet sind, muß dem gesellschaftlichen Leben einer Stadt von 30000 Einwohnern, in der sich außerdem noch ein Offizierkorps, das vorwiegend aus preußischen Offizieren besteht, befindet, einen besonderen Charakter verleihen. Keine andere hessische Stadt hat in ihrer Einwohnerschaft eine ähnliche Zusammensetzung. Ta Gießen auch der Sitz zahlreicher sonstiger Behörden ist, Justiz-, Verwaltungs-, Steuer-, kirchliche und Eisenbahnbehörden, ein Gymnasium, ein Realgymnasium, eine Oberrealschule und eine Höhere Töchterschule beherbergt, so ist der Prozentsatz akademisch gebildeter Einwohner ein ganz ungewöhnlich großer. In dieser Beziehung dürfte die Provinzial-und Universitätsstadt Gießen auch von anderen Universitätsstädten kaum übertroffen werden. Gießen hat gegenwärtig nach einer zuverlässigen Berechnung über 1600 Bewohner mit akademischer Bildung darunter 440 Nichtstudenten. I Daß man an dem Tage noch die Beratung des Jagd- gesetzentwurfs in Angriff nahm, statt sie bis jnni Herbst tu verschieben, muß sich erst noch als i notig Generaldebatte wurde nicht beliebt. Polologlow-Zigaretten Das Stück 3 bis 10 Pfennige. D12/, Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt vou der Bank für und Industrie, Giessen. Frankfurter iSörse 29. Juni. 1.15 Uhr. .wer seine Zahlungsfähigkeit anszuweisen; die uen ist zulässig", und dem Zusatzantrag Stöpler 4C Altträgc Köhler, Wolf unb Finger werden ab- 7, 8, 9 und 10, welche über die Zahl der Pächter, jtungen, Jagdteilhaber unb Gäste handeln, kommen nach vl- Regierungsvorlage zur Annahme. Art. 11 bestimmt im allgemeinen, baß der Pächter für jeden Schaden haftbar ist, der bei Ausübung der Jagd an einem Grundstück ober an den getrennten, aber noch nicht eingeenileteii Früchten seines solchen verursacht wird. Für den von einem Pächter verursachten Schaden hasten vorhandene Mitpächter als Gesamtschuldner. Der Geschädigte kann den Ersatz seines Schadens von der Gemeinde oder von dem Pachter fordern. Art. 12, der von dem Betreten unabgeernteter landwirtschaftlich benutzter Grundstücke während der allgemeinen Hegezeit handelt, wird abgelehnt und dafür ein Antrag Weber angenommen, wonach Treibjagden während der Hegezeit nicht ftattfmbcn dürfen. Art. 13 über die Bildung von Jagdgenosienschafteii wird nach kurzer Debatte angenommen. Abg. Finger halte die Streichung dieses Artikels beantragt und die Zulassung von Mitpächlern vorgeschlagen, wie sie in Loly» ।ringen üblich seien. Abg. Reh wandte sich dagegen. Abg. Wolf sprach für den s Antrag. Abg. Köhler erklärte sich ebenfalls gegen den Antrag Finger, der schließlich abgelehnt wirb. Art. 14 jetzt fest, daß für die Zahl der zur selbständigen Jagdausübung in dem ganzen Genossenichastsbetrieb zuzulasseuden Mitglieder der Flächengehalt dieses Gebietes bestimmend sein soll. Für ein Gebiet von 12u0 Hektar dürfen höchstens fünf Mitglieder, für wettere 300 Hektar höchstens ein weiteres Mitglied ausgenommen werden. Abg. Köhler betont, er würbe bie Streichung der Art. 14 bis 16, eittsprechenb einem Beschluß der Landwirlfchasts- Lammer, beantragen, müsse aber baoon absehen, ba ihn seine sozialpolitischen Freunde im Stich gelasien hätten. (.Große Heiter- kett.) Er müsse bedauern, daß biese nicht mehr den Wünschen der Landwirtschaft Rechnung trügen. (Unruhe.) Der Ausfchuß- antrag wird darauf angenommen, ebenso bie Art. 15 und 16. Einer ber wichtigsten Artikel des Gesetzes ist Art. 17, welchen der Ausschuß wie folgt zu fassen beantragt: „Besitzt ein Grundeigentümer zur Zeit des Inkrafttretens dieses Gesetzes eine zusammenhängende Grundstücksfläck>e von wenigstens 75 Hektar, so kann er unter Ausschluß der Gemeinde die Jagd auf dieser Fläche entweber selbst ausüben ober burch dritte zur Pachtung einer Jagb befähigte Personen (Art. 5) ausüben lassen. Es begründet keinen Unterschied, ob bie zu- sanimenhängenbe Fläche in einer oder mehreren Gemarkungen liegt. Als zusammenhängend sind Grundstücke anzusehen, roeldje derart miteinander in Verbindung stehen, daß eine ordnungsmäßige Ausübung der Jagd auf ihnen möglich ist. Bäche, Wege, Eisenbahnen unb Gräben finb als Unterbrechung bes Zusammenhangs nicht anzusehen. Die Vorschrift Abst 2 findet Anwendung." (Die vorstehenden beiden Sätze hat der Ausschuß der Regierungsvorlage angcfügt.) Abg. Wolf beantragt die Art. 17 bis 24 einsclstießlich zu streichen unb verlangt ev., daß an die Stelle des Wortes „zusammenhängende" bas Wort „abgeschlossene" gesetzt werbe. jDer Redner wendet sich mit Entschiedenheit gegen das Privilegium, das den großen Grundbesitzern durch Art. 17 gewährt werden solle. Er sei verwundert, daß auch die linke Seite des Hauses nicht dagegen aufttete. Die Abgg. Joutz und Molt Han unterstützen den Antrag .Wolf und stimmen den Ausführungen des Vorredners im allgemeinen bei. Staatsminister Ewald aber erklärt sich entschieden dagegen, da mit der Streichung ves Art. 17 bie ganze Vorlage gefährdet 'werden würde. sMain könne doch nicht annehmen, daß die Standesherren ein fad) ihren Grundbesitz aufgeben würden. Tie von einem der Vorredner als „reaktionär" bezeichnete Bestimmung des Artikels sei im Jahre 1848 geschaffen worden, unb der damaligen Volksvertretung werde man doch nicht den Vorwurf reaktionär machen wollen. Weiter ersucht der Staatsminister, die Bezeichnung „zusammenhängende" beizubehalten. Die Rechtsprechung sei bisher damit ausgekommen und der Begriff sei puristisch fixiert, während der Begriff „abgeschlossene" erst wieder gesetzlich näher bestimmt werden müßte. Durch Ablehnung des ^Ärt. 17 würden wohlerworbene Rechte alkeriert und, wie bemerkt, die ganze Vorlage in Frage gestellt werden. 1 Abg. Breidenbach ftellt den Antrag, die Größe der Jagdfläche anstatt 75 ha auf 150 ha festzusetzen. : Abg. Ulrich ist für Streichung ber Art 17—24 ev. für Erhöhung /der Jagdfläche auf 200 ha. Nach einigen weiteren Ausführungen des Geh. Obersinanzrat Juchs und des Berichterstatters Abg. Reh wirb bie Debatte il1/* Uhr abgebrochen. Nächste Sitzung morgen früh 9 Uhr. seiner Redner gebunden hätte, dann wäre die Sitzung gar reizlos zu Ende gegangen. Schallende Heiterkeit folgte der Belehrung des zweiten Präsidenten an den Abg. Finger: daß in Hessen alle Bürgermeister ttichtig seien. Finger ist Bürgermeister, Köhler war Bürgermeister. Auch heute war tbiie Debatte bald wieder in beim breiten Geleise des gestrigen Tages unb das Tohuwabohu ber Meinungen scheint dieser Beratung die Signatur geben zu wollen. Aber es fehlte nicht an ernsten unb heiteren Zwischenspielen. Abg. Köhler mußte sich vom Präsidenten die Zurechtweisung gefallen lassen, daß er nickst sprechen dürfe von Abgeordneten, bie nur bie Interessen der Gemeinden unb Bauern vertreten. Unb Abg. v. Brentano zog sich einen Orbnungsruf zu, als er sich auf einen Ausspruch des Abgeordneten Köhler hin zu der Antwort „Unsinn" hinreißen ließ. Bei einer späteren Gelegenheit machte Abg. Köhler seinem Unmut Luft, weil ihn seine Partei nicht unterstützt hatte; er sprach von „meinen wgenannten politischen Freunden, die nicht das tun, was bie Bauern wollen." Das löste natürlich stürmische Heiterkeit im Hause aus, gleichwie Idas folgende Köhlersche Schlußdiktum: „Jedenfalls lassen mich hier bie sogenannten Bauentver- ireter im Stich!" Sein politischer Freund Breidenbach revanchierte sich nachher, indem er ihn apostrophierte als „Herr Köhler, der sich leider hier als der einzige Retter der Landwirtschaft aufspielt." Wenn gesetzgeberische Arbeit geleistet würde durch das Eiw- bringen von Abänderungsanttägen, bann gebührte Abg. Finger der Lorbeer. Noch geltem nachmittag brachte er einen umfangreichen Wunschzettel zum Jagdgesetz. Dabei ist der Ausschußbericht se i t fa st d re i W o ch e n in den Händen der Herren Volksvertreter! Abg. Finger hakte überdies besonderes Pech Zwei jener Artikel waren erledigt, ohne daß er seine Wünsche hierzu vorgebracht hatte. Als er endlich die Bescherung sah, brach er in ein Lamento Ms. Er hatte natürlich den verdienten Spott davon, indem ihm bedeutet wurde, doch aufzupassen. Aber die Sache hat ihre ernste Seite. Man muß dem Abg. Molt hau durchaus beipflichten, wenn er diese verspätete Antragstellerev scharf rügte. Es hört eben jedes geregelte Funktionieren ber Gesetzgebungsmaschine auf, sofern der Volksvertreter nur „arbeitet", wenn er im Sitzungssaale sitzt. Abg. Bähr hat eine Lesun g in Vorschlag gebracht unb sie wirb wohl auch beschlossen werden. Allerdings kann das letztere erst am Ende der Beratung über das ganze Gesetz geschehen. Das würde bann immer eine Verschiebung zum Herbst ‘bebeuten. Einer ber wichtigsten Abschnitte bes Gesetzes ist der britte über bas Jag brecht desGrunbeigentümers. Hierum würbe heiß gestritten. Der Bauernbündler Wolf beantragte diese Artikel zu streichen; auch Abg. Molthan vvm Zenttum unb der Sozialdemokrat Ulrich gaben ihrer Geneigtheit hierzu Ausdruck. Staatsminister Ewald erklärte aber prompt, daß eine Aushebung dieser Artikel (17—19) das ganze Gesetz gefährden würde. Denn die erste Kammer (bie Stanbes- Herren) würben wohl nicht bafür zu haben fein. Dabei fanb der Geh. Oberfinanzrat Fuchs den Wunsch auf Strich durchaus begreiflich!! Vielleicht wäre die Streichung dieser Artikel heute doch beschlossen worden, wenn der Präsident die Sitzung, ber üorgerücikn Stunbe wegen, nicht hätte schließen müssen. Virgen soll bie Rechte vollzählig zur Stelle semi mehrere Abgeordnete haben beshalb Depeschen erhalten. Ob inbessen bie Beratung des Gesetzes morgen zu Ende geführt werden kann, hängt durchaus von ber Itänbigen Beschlußfähigkeit des Hauses ab. Unb biese ist ja schon so oft im letzten Moment unb in ber Verärgerung angezweifelt worben, biese „Verärgerung" aber wacht! * s*ei W. &abc' 2; •5t bjeoi'9 2ew U-, ^uisLüßwulY/ L-.Mch W heüir. Ml Post, W,e|e Lwigsiemmu fcnji Christ, Wi W1 Gunst Appel, & Jakob Appel., K W!. Lein, Klein- Heim. Weber, H iNl Jakoby, i ß. West, iStüm 2ouis Listmull 3 M Jakoby, S Dieselben «Ließen, Wert ber « bilien Meiworrat Zur gestrigen Kammertagung wird uns aus Darmstadt geschrieben: Als am Donnerstag die Sitzung begann, schienen bie großen Lücken auf den Abgeordnetenbänken Denen Recht geben zu wollen, bie am vorhergehenden Tage nach Erlebigung ber Hauptfrage dieser kurzen Sommertagung (die geschäftliche Behandlung der Wahlrechtsvorlage) für den Schluß Stimmung zu machen suchten. Aber es fand sich Doch nach und nach ein beschlußfähiges Haus zusammen. Abermals sollte es in einer Sache entscheiden, die durch eine gegensätzliche Stellung der ersten Kammer nun gleichfalls in den Kreis der Dinge gerückt ist, bie „bas gespannte Verhältnis der beiden Kammern" ausmachen. Der Wormser Dom ist noch nicht völlig restauriert. Fmr den ungestörten Fottgang der Arbeiten müssen jetzt unbedingt Geldmittel aufgebracht werden. Unb die erste Kammer erklärte sich auf Antrag ihres Mitgliedes Frhr. v. Hehl auch willig bereit, einen Staats- zuschuß zu genehmigen, sowie bie Veranstaltung einer Lotterie zu empfehlen. Aber — und nun zeigte sich der Pferbefuß — biese warme Fürsorge sollte an eine Bedingung geknüpft werden, an bie Forderung feiner völligen Freilegung des Domes. Eine Bedingung, die unhistorisch unb bie nach ber Ansicht unb ben Erfahrungen unserer namhaftesten deutschen Städtebaukünstler um so unverständlicher ist. Die zweite Kammer hat es darum auch abgelehnt, sich dieser Bedingung anzuschließen. Das wäre auch ein netter Kunstsinn unb eine eigenartige Heimatliebe, die das Opferbringen von der Erfüllung gewisser Sonderwünsche abhängig machen! Die Regierung ließ durch Geheimerat v. Biegeleben erklären, daß sie ben Beschluß ber zweiten Kammer akzeptiert. Diesen Beschluß verttat der Vertreter von Worms, Herr Reinhart. Unb es war in her Tat achtungheischend, mit welchem pietätvollen Eifer der Redner für die Interessen des Wormser Domes stritt. Man merkte, hier kämpfte jemand für ein Gut, bas ihm schon seit ber Kindheit Tagen durch LiebcrHcferung von Ettern uno Großeltern lieb und teuer geworden ist. Herr Reinhart nannte den Wanten des Frhrn. v. Hehl nicht. Aber er wiederholte mit Nachdruck vor dem ganzen Lande, daß bis zum 25. März b. I. bie Wormser Stadtverorbnetenversammlung einen Beschluß zur Freilegung des Domes nicht gefaßt hat, was Herr v. Heyl in der ersten Kammer am genannten Tage behauptet hatte. Unb Der Abg. Dr. Schmitt- Mainz stellte einen weiteren Irrtum des Frhrn. v. Heyl in rechtlicher Hinsicht richtig. Als Herr Schmitt den Steuerungen des Herrn v. Heyl über das Fingersche Gutachten den wörtlick)eii Sinn dieses Gutachtens gegenüberstellte, zeigte sich eine starke Bewegung im Saale. Akt Ausgeliehen Kapitalien; geeicht. Dbli honen.. Uw gegen (Süter , kaufgeld, ) SfQ.SBeiipQ nach b. am3l.D 1906 . 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A. 29, 92, 130, 199 „ 11. 47, 52, 142, 193, 231, 235 G. 2, 59, 178, 185, 254, 326, 359, 429, 433 „ D. 20, 123, 131 w E. 70, 142, 149 Lieferung von Futzbodenöt. Die Lieferung von ca. 1870 kg Zutzbodenöl für die städttschen Gebaud^oll^g, bcn g. Juli d. I., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Bedingungen liegen während der Amtsstunden bet uns zur Einsicht offen. Angebote aut Bordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist Spar- und Vorschutzverein emgetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. 500 300 1000 500 300 200 Versteigerung. Montag, tuit 1. Juli, nachm. 2 Vs Uhr sollen dahier Walltorstr. 6 «Darrn^ städter Haus) 4 Jahrräder, 80 Jahrradglocken, 1 Waschmaschine, 1 Nähmaschine, 2 Ballen Mrüllbaarc, 4 Pierde decken, 7 Ballen Juteleme, 2 Ballen Gurt, 15 Pack Zwirn, 1 Ladentheke, 1 Warenregal, 3 Stämme Werkholz, I Vteisetoner, 1 Parne Ellenwaren, 1 größere Partie Schüttwaren, Haus- und Küchengeräte aller Art u. v. a. zwangsweise gegen bar oersieigert werden. 4282 Die Bersteigerung sindet uor> aussichtlich teilweise bestimmt statt. Gießen, den 20. Junt 1007. Seipel, Gerichtsvollzieher. Krolpreisi vom 30. Juni bis 14. Juli 1907. Ernst Christ, Wiefect . . 50 v( Georg Lern 1L, Gr.-Linden 52 „ Lauts Süßmuth, Steinberg 54 „ W. Weitzel, Lang-Göns . . 52 „ Heüir. Weber, Heuchelheim 54 , Huri Post, Wies eck . . . 50 , Ludwig Steinntüller, Lang- Versteigerung. Montag, den 1. Juli 1907 vormittags 8'/, Ubr Jornetzung der Warcii-Lerftclileriillg in der alten Post, Walllhorstr. 24. Slutter Eisenwaren, Sagesellen, Schlösser re. kommt eine groge Parthte wsr Porzcllam'achen und andere Haushalmngsgegen itanbe zum Ausgebot. 4280 Geißler, Gerichtsvollzieher. L. Steinmuller, Gr.-Lmden 50 Hari Spam er, Illetskirchen 52 iiarl Ztnßer, Allendorf/Lda. 50 Karl Sluntps, Garbenletch 50 Jakob Appel, Krofdorf . . 54 Ballh. Cpper Allendorf a. L. 54 W. Lem, Klein-Linden . . 54 Passiv-. | Bekanntmachung. 1. Aufgenommene JC Die durch den Tod des bisherigen Inhabers steigewordene Qanttalien 479753.27 Stelle eines Jcldichüüen ist alsbald anderweit zu besetzen. Mit ^apuuuvii ... bcr ^^lle ist ein Anfangsgehalt von lOou Diarl, neigend um iahr lich 25 '.Wart bis zum Höchstgehalt von 1400 Akark, verbunden. Die 7460.70 Annahme erfolgt nach Maßgabe eines mit dem Bewerber adzu- 91 <7 97 schitenenden Dienstvertrags gegen lederzeiuge dreiuwnatliche 51 un« f digung. Bewerber, luclbc mit den Besitzoerhältmsien in der ^cld 1594.23 gemarkung vertraut find, werden bevorzugt., Gesuche um Uebertragung der stelle und bis zum 10. Jult 1907 bet der unterzeichneten Behörde etnzuretchen und denselben Lebenslauf, Zeugnisse über bisherige Beschäftigung, Führung und Gesundheit sowie Angaben über die rZamtlteiwerhällnme betzumgen. Miltiäranwarter haben bet gleicher Befähigung den Borzug. Starl Post, Wieseck . . .29 Jakob ^Appel, Krofdorf . . 29 W. Jabel, Wieseck 7". . 28 „ Karl Sntmpf, Garbenletch 27 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bet: , Georg Lern II., Gr.-Lmden 56 Louis Süßmuty, Steinberg 58 „ L. Steinmuller, Gr.-Lmden 56 „ Das in den Reindomanial und Milgebrauchswaldungen der Oberförsterei Treis noch lagernde Holz kann noch bis $utn20. dult lfdu. IS. ohne Strafe abgerahmt werden. Gegen die Säumigen wird alsdann forstgerichtliche Anzeige erhoben. Treis a. Lda., den 28. Huni 1907. Grobherzogliche Dberförsterei Treis a. Lda. tz. Weiß, Gruningen . . 50 Louis Süßmuth, Steinberg 50. 3 Kilogramm (6 Pfund) 5tornbrot bei: Gust. Jakoby, Alten-Bufeck 75 „ Louis Süßmuth, Steinberg 75 Der Brotvertäufer: Bekanntmachung. Bei der am 27. Juni 1907 vorgenominenen pllmutäsjigen Ver^ losung wuroen auf 1. Oktober 1907 wigende Schuldverschreibungen der Stadt Gießen zur Rückzahlung bestimmt: u) vom 1890 er Anlebeu ) Weigbrot 29 — - t 58 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot Georg Dem II., Gr.-Linden 28 L. Steinmüller, Gr.-Linden 28 a“'u— „ W. Lem, Klem-Linben . . 29 b) vom 1892er Auleben: zu 2000 Mk. „ 1000 „ Heinr. Weber, Heuchelheim 29 W. Weitzel, Lang-Göns . . 28 L. Stemmüller, Langgöns 27 28 3 , (6 Pfd.) 1 , (2 , ) 2 , (4 Pfd.) Mtischer Arbeitsllalhivtis Gieße«. Gartenstraße 2, Zimmer 2. Es können eingestellt werden: . . 6 Zicgelarbeiter «auswärts«, 2 lanüwirtschast. Arbeiter,^! Letter «auswärts-, 1 Schmied, 1 Schmied lauswärts«, 6 ^chloner, 2 Installateure, 1 Schlosser «auswärts), 2 Wagner i auswärts«, 2 Sattler «auswärts», 1 Glaser, 1 Glaser «auswärts-, 1 Tape äierer, 1 Buchbinder, 2 Schneider tauswartvi, 4 Schreiner «aus wärts», 3 Slicksrauen, I Butzsrau, 1 Schuhmacher, 1 Schuhmacher «auswärts», 1 Zriseur, 1 Wärterin, 1 Wärter, 2 ^ahrburschen, 1 HaushaUerin, 2 Hausburschen, 6Lauffrau en, IKutrcher, 10 Dienst madchen, 1 Zimmermädchen, 1 Zuhrtnecht, 3 KuhrMechte laus ^Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Glaser, 2 Mechaniker, 1 Schreiber, 1 Kaufmann oder Lehrmädchen. Es ^"^bu^Arb^ schreiner, 1 Schuhmacher, 1 Schlosser, 1 Packer oder Auslauter, 3 ümtauaieure, 1 Spengler u.id ^mtallateur, 1 Berkäuser, 2 Ausläufer, 1 Taglöhner, 8 Arbeiter, 1 vausdiener, 1 Tapezierer, 5 Lauttrauen, 3 Bureaugehttfen, 3 -vausbimchen, 1 Klickfrau, 1 Waschrrau, 1 «Zahrburfche, 2 «Zuhrknechte, 1 Wärter, 1 Anstreicher, 1 Kaufmann «leichte Beschämgung). Lebrlingc: 3 Mechaniker, 1 Schreiber. vostpaM-Mressen » Krma ltr, Et«!- Brühl’icbe Unwerftlätr-Druaerei. Sieben. Jakob Appel, Krofdorf . . 58 W. Lem, Klein-Linden . . ob Karl Post, Wiefeck ... 58 W. Jabel, Wiefect ... 56 W. Weitzel, Lang-Göns . . 56 1 Kilogramm (2 Pfund) Gem. Brot bet: Georg Dern II., Gr.-Linden 26 L. Steinmuller, Gr.-Linden 25 W. Weitzel, Lang-Göns. . 26 , Karl Zmßer, Allendorf/Lda. 25 Diefelben Preife wie bei den hiesigen Bäckern. Giefzen, den 29. Juni 1907. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Giehlannen groß von —-98 „ Rucksäcke. Spazierstöüe. Leilerwagen in großer Auswahl, Reisekorbe. wa,ch- und henlelkörbe in allen Größen enorm billig, Spiel-, Galanterie- und Luxuswaren, Lederwaren stets Neuheiten, Anfichtrfachen, HeschenkarMel aller Art. Allgemeiner Deutscher Versicherungs-Verein in Stuttgart ” , , ~ ---------— Gegründet 1875. ss17/« Unter Garantie der Stuttgart^ MiU "nd Rückveraicbernn^Aktien^^ellsebatt. 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Jabel, Wiefect . . . 75 „ Karl Trautmann, Wiefeck 75 1 Kilogramm (2 Pfund) Rontbrot bei: B, Weiß, Grünmgen . . 25 * Karl Zinßer, Allendorf/Lda. 24 akob Appel, Krofdorf . . 25 2 Kilogramm (4 Pfund) Kornbrot bei: Jakob Appel, Krofdorf. .50^ Karl ©panier, Aeiskirchen 48 W. Lein, Klein-Linden . . 50 , Balth. Cpper Allendorf a. L. 48 Karl Zinper, Allendorf/Lda. 48 Karl Stumps, Garbenletch 50 Kour.Henjel, Gr. Rechtenbach 52 W. Weitzel, Langgöns 50 .. H. „ 74 „ 500 „ Gießen, den, 28. Imii 1907. . Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 490955.47 . --------- ---------- _ Gerbel. B10/« 1905 200 -----------------;———--------- . 4 Kgl. Oberförster» Rohberg. —--- Jagdverpachtung. 1906 198 Dienstag, den 2. Juli, vormittags W/. Hbr wird m dem Lemmerschen Gasthaus zu Hachborn die Nvkaltsche Jagdnutzung, (4-71 । den Jorstorten Borlob, Ziuymark, Kuhtchwanz, bet Jttchhauien 1 Jelegai zä Hektar umfassend, 2) in den Forstorten Kellnholz und iftiCBcai, , v -lu .nrftnr iimfnilpnh. Oncntltfl ,, K. 41 ... w 200 m ES wird dies mit dem Bemerken zur önenttichen Kenntnis gebracht, daß die Eitttösung dieser Schuldverschreibungen und zwar vom 1890 er Auleben: bei der Stadtkassc Gießen und bei der Dresdener Bank-Jrankfurt a.M. vom 1892er Anleben: bei der Stadtkassc Gießen, bei der Mitteldeutschen Kreditbank, Filiale Gießen, und bei den Bankhäusern Ephraim 'Meyer & Sohn- Hannover, Mauer & Plaut-Kassel erjolgen kann und daß die Ber- zinsung mit Ende September l«07 aushört. „ Bon den in vorhergehenden Jahren ausgelosten «djnlDPcr: icbteibuiißcu sind noch nicht zur Nückzablung vorgelcgt wordeu ’ Lit. B. Ar. 21 über 1000 Mk. Der Direktor: Der Rechner: Der Kontrolleur: Wallenfels.__________Rein.__Wagner. Holzabfuhr. W. Weitzel, Lang-Göns. . 26 Ludwig Steinmuller, Lang- Göns 26 Hch. Weber, Heuchelheim 27 Karl Spanier, Reiskirchen 26 , 2 Kilogramm (4 Pfund) Gem. Brot bei: Karl Trammann, Wiefeck mit Henriette Dorothea veorg Schwan, Ääcter ui Üßilijelin Post, Sergeani, Rück eine Tochter, Lina Ädotf Eiumpj em Sohn, Ilion Weisbeü ein Sohn, ter Ludwig Schmidt XIL ng eine Tochter, Johanna Sun Laubenheimer eine :ei)iuB ein Sohn, Ludwig, ’üi Sohn, Hans Christian. Franz tirunfe ein Sohn, mich Hahn ein Sohn. .oxvol oll, 1\o\\\loi>l 11. ce alt, Ärh.iKrtzinaiitzs' nahe 13. 26. Richard , Hoham Kaspar Spin, «Lnstav Traum, 2 'l'ionaie >hre alt, Kreuzpi. 2. Mjtfen. * •Qhc D i>rr 5itiii hstste. ^nitet in Herborn, mit nann, 9)iu$tetiet dahier RqU Scheid, Schreiner' elu Ortmüller, Hausierer er. <$7. Friedrich öorgisj MK j-ÄSSS DrK: ,«»000 M bet enq. LrKs» KrSK ichen Äe!t e?QQ)et i'2 er|,^erungä5y^- O'ialaalerVl11^^ zu )UÜO ein Öe bQn*'t ^=9tauf,eim n 9 o e.t t e r. Miu. . Lt'bar 's beet oih vam6tQ9 den tet von Rudosf 222.50 141,00 169.20 137.90 . 203.95 . 9430 ' 27.30 ’ 142.50 ' 139.75 sberichte u der Bank (Ur Handel sseu, [uni, 1.15 Ubr. z. 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