157* Airhrarwa Drittes BLatt lrr. 228 Gmeral-Mzerger für Obechesfen as Mit mit der Hrschetnl tSglich mit Aufnahme des Sonntags. D« .»Gtetzener ZamtNendlätter" werden dem Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das 'urelrvlatt für den Kreis Sietzen" zweimal ^Schentlich. Der „hesfische Landwirt" erscheint monatlich einmal. zu Worte kommt. r Shakespeare entlehnte den Stoff zu seinem „Wmtcr- märchen" einer Novelle von Robert Gr-eene, die gegen Ende des 16. Jahrhunderts in England sehr populär war und den Titel führte: „Panoosto der Triumph der Zeit; worin durch eine anmutige Geschichte dar getan wird, daß die Wahr-t heit wohl durch böses E-efchick verborgen sein kann, aber mit der Zeit doch, dem Geschick §um Trotz, ans Tageslicht fom« men muß." Die erste Ausführung soll nach dem Tage- Luche eines Dr. Simon Forman am 15. Mai 1611 int Globetheater in London stattgesunden haben. Nach allen Anzeichen entstand das Werk auch nickt viel früher. Wenn es also auch aus der letzten Periode des Dichters stammte so lassen doch so köstliche Gestalten wie z. B. Autolycus und die beiden Schäfer den Zweifel zu, daß man es hier wirklich mit einem Mterswerke zu tun hat. Hermann Ste ingö hier. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße ?. Expedition und Verlag? 6L Redaktion*. 112. Teü-ALru An^eigrrGießew Samstag 28. September 1907 Rotationsdruck und Verlag der BrühNchea Universttäts-Buch- und Sreindruckerei. R. Lange. Gießen. leiden. Die Ultramorlanen und Orthodoxen nagten an der freien Wissenschaft; deshalb mögen sich ihre Pläne zuweilen mit denen Althoffs gebellt haben; die Motive aber waren grundverschieden. Wir haben das „System Alt- Hoff" aus dem Rahmen des Lebensbildes dieses vielgeschäftigen und vielgewandten Mannes herausgegrissen, weil es gerade das Thema ist, das heute bei seinem Scheiden aus dem Amte von Mund zu Mund am meisten erörtert werden wird. Es ist verfrüht, schon jetzt ein abschließendes Gesamturteil über Friedrich Althofs zu fällen, denn vieles, wozu er den Keim gepflanzt, — wir erinnern nur an die so dringend nötige Reform der Mädchenschule — muß noch wachsen und reifen, ehe es an seinen Flüchten zu erkennen ist. Eines aber ist sicher: das preußische Unterrichtswesen verliert in Althoff einen Mann, der, großzügig und frei von bureaukratischem Vorurteil, seinen Platz auögefüllt hat wie selten einer. politische CagesschML. Das System Althoff- Herr Althoff, der Skeptiker und Alleinherrscher, behandelte, so schreibt die „Köln. Ztg." anläßlich des. Rücktritts des Ministerialdirektors Althoff, den einzelnen Hochschulprofessor als Zahl und leicht ersetzliche Größe. Er maß die Fakultäten nicht an dem Matze, das sie verständlicherweise selbst anlegen, und sein Ziel war, Talente, bedeutende Männer in die Fakultäten hineinzubringen. Das war sein „System", das ohne weiteres dem verständlich ist, der Althoffs Wesen und Charakter kennt. Vor einigen Wochen gab Werner Sombart, einer der es kennen muß, in der „Neuen Freien Presse" auf die Frage nach dem „System Althoff" folgende treffende Antwort: Ein großzügiger Realismus: die Kirnst, Dinge und 'Menschen zu sehen, wie sie sind und sie demgemäß zu behandeln. Darin liegt seine Größe wie die Größe aller Männer des praktischen Handelns. Es hieße die Wirkungskraft des einzelnen, und sei es der mächtigste, überschätzen, wollte man ihm zutrauen, eine eigenartige Entwicklung der Dinge selbst erzeugen zu können. Das „System Althoff" ist keine Ursache, sondern eine Wirkung. Und damit haben wir auch die Antwort auf die Frage gefunden: was denn nun kommen werde, wenn Althofs geht. Es gibt wirklich Leute, die glauben, die Professorenschast werde ich dann emporrichten zur Mannesgröße wie der Eichbaum, wenn der Sturm über ihn hintveggebraust ist; die glauben, die Universitäten werden von Sternen erster Größe bevölkert werden. Du meine Güte! Nichts wird sich ändern in dem „System". Im Gegenteil, nur schlechter kann es werden. Entweder es bleibt bei der Regierungsautolratie: daun wird der Nachfolger Althoffs immer ein Zwerg sein gegen einen Riesen. Oder die Fakultäten bekommen das Heft in die Hände. Wer aber meint, daß dann die goldenen Tage für die Universitäten anbrechen werden, der kennt unsere Professoren nur sehr oberflächlich. Das einzige, was sich ändern wird nach Althoffs Abschied, wird dieses sein, daß die paar hervorragenden Leute, die jetzt noch hie und da eine Professur bekamen, in Zukunft auch noch aus dem Bannkreise der akademischen Lehrer verschwinden werden, die dann ganz „unter sich" bleiben werden. Weil Althoff also die Organisation der Universitäten mit andern Augen ansah als die meisten Hochschullehrer, geriet er bei seinem Tun und Lassen in Widerspruch mit ihnen. Er hat die Universitäten nach den Grundsätzen der „Staatsraison" geführt und beherrscht; darunter muß natürlich die traditionelle Stellung der Hochschulprofessoren Angebot veranlaßt. Die Mühlen konnten ihren Bedarf nur decken, wenn sie die täglich steigenden Forderungen bewilligten. Was nun im besonderen Roggen anbetrisft, so ist in erster Linie zu bemerken, daß die vorjährige russische Ernte eine Mißernte war, so daß ihr Ertrag nicht einmal äusreichte, um den Bedarf der Bevölkerung Rußlands selbst zu befriedigen und der vielleicht noch nie dagewesene Fall eintrat, daß ganz bedeutende Posten nord- deutscken Roggens nach Rußland ausgeführt wurde und Deutschland selbst dadurch beim Uebergang aus der alten in die neue Ernte so stark von Vorräten entblößt tour, wie feit Menschengedenken nicht. Außerdem ist die diesjährige russische Roggenernte, die selbst nach der offiziellen Schätzung kaum dem eigenen Bedarf Rußlands genügen dürfte, tatsächlich sicher nicht einmal so groß, als biet Schätzung annimmt, sonst hätten wir bei den außergewöhnlich hohen Preisen doch jetzt gleich nach der Ernte wie iw 'onstigen Jahren ein größeres Angebot, während im Gegenteil schon seit der Ernte so gut wie nichts von Rußland offeriert wird. Zieht man noch in Betracht, daß auch, Rumänien in diesem Jahre nahezu eine Mißernte hat, daß ferner außer dem Einfuhrbedarf Deutschlands auch noch derjenige Skandinaviens und Hollands durch Rußland unbefriedigt bleibt, so erscheint die durchlebte Preissteigerung war natürlich und berechtigt; es ist selbst mit der Möglichkeit einer weiteren Steigerung zu rechnen, toenw auch durch die inzwischen eingetretene bessere Witterung: die früher aus Norddeutschland laut gewordenen Befürchtungen für die Kartoffelernte sich nicht bewahrheiten. In Leipzig hat übrigens eine Versammlung der Bäckermeister beschlossen, um Aufhebung der Paragraphen 73 und 74 ter Reichsgewerbeordmung! zu petitionieren uub die Reichsregierung zu ersuchen, zeitweilig die hohen Getreidezolle aufzuheben oder zu ermäßigen, da eine weitere Steigerung der Brotpreise fonft\ unvermeidlich sei. Psychologie im Oerichlssattl. c>n München findet zurzeit ein Prozeß um den Mord im irkus statt. Die Vorgänge, um die es sich hierbei handelt, -innern .ebhaft an die Schilderungen gewisser Kolportage- nnane, bieten aber sonst nichts von Interesse. Wir haben diesem Grunde davon abgesehen, den Prozeßbericht zu -Öffentlichen. Im Verlaufe dieses Prozesses hat sich nun der doch ein Vorfall ereignet, der es verdient, näher beachtet zu werden. Es wurde nämlich eine Zeugin ver- ommen, die früher im Zirkus Bavaria in München, wo der i-tort vorgekommen ist, angestellt gewesen war. Wie üblich, -aate der Vorsitzende auch nach dem Vorleben der Zeuain: Bors.: Sind "Sie damals in nähere Beziehungen zu dem lngeklagten getreten? Die Zeugin schweigt. Der Vorsitzende wiederholt die Frage. Zeugin: Ich bin jetzt verheiratet und möchte nicht darauf Vors.: Wer damals waren Sie doch nicht verheiratet? , Bert.: Ich lege au fdie Frage kein Gewicht und bin bereit, arauf zu verzichten. Ich möchte nur bitten, festzusiellen, ob cäederhofer irgendwelche Aufwendungen für die Zeugin ge- Zeugin: Er machte niemals die geringsten Aufwen- ungcn für mich. Selbst als er mich im Juni 1904 in Ham- urg wieder aufsuchte, — es handelt sich hier um die Reise, ie der Angeklagte unmittelbar nach dem Verschwinden »endschels nach Berlin und Hamburg an getreten hat — selbst a sind wir höchstens einmal mit der Elektrischen nach dem Zark hinausgesahren. Mer sonst hat der Angeklagte nicht inen Pfennig für mich aus gegeben. Bert.: Wollen Sie uns Auskunft geben, ob Sie in München außer mit dem Angeklagten noch Beziehungen mit atberen Dtännern hatten? Zeugin: Ich verweigere darüber die Auskunft. Ich in verheiratet und werde keine Angaben machen. Bert.: Sie müssen aber hier aussagen, Sie sind dazu gesetzlich verpflichtet. Wenn Sie nicht aussagen, werde ich 'ozug nehmen aus Ihre Briefe, die bei den Akten sind. Bors.: Ich denke, wir können auch aus diese Frage ver- ichten, ich halte sie wirklich nicht für so wichtig. Man kann sich leicht crJmalen, welche furchtbare Seelen- ,ual die Zeugin bei diesem Ausfragen erlitten haben muß. ^ie ist jetzt, wie versichert wird, eine achtbare Frau und uit einem angesehenen Manne verheiratet. Warum nun Hefe» Aufwühleir alter, längst vergessener Geschichten, dieses chonungslose Aufreißen alter Wunden?. Im weiteren Ver- aufe der Verhandlungen ergab sich in dwsem Falle, daß die Aussagen und die Briefe der Zeugin für den Prozeß selbst richt von Belang gewesen sind. Wozu war es da mm .tätig, ans Licht der Oesfentlichkeit zu ziehen, was für bte Mssentlichkeit nicht von Interesse ist? Wenn es nun dem dichter aber doch unumgänglich notwendig erschien, das ^or- eben dieser Zeugin klarzustellen, warum geschah es nicht n schonender Weise wenigstens unter Ausschluß der Oesfent- ichkeit? Ist es nötig, aus solche Weise das Lebensglück und • ie Lebensexistenz eines Menschen aufs Spiel zu setzen, der ms, Unglück ^gehabt hat, mit einem Angeklagten irgend wann :immal ir: Berührung gekommen zu sein, aber mit dem zur Verhandlung stehenden Verbrechen selbst nicht das Mindeste •,u tun hat? Wie manche Verbrechen würden heute leichter and schneller aufgeklärt werden können, wenn die Behand- LuncpT der Zeugen, vor Gericht mit gebührender Schonung erfolgten. Die Scheu mancher Menschen, vor Gericht als- Zeugen zu erscheinen, ist nur zu natürlich. Ndan will doch als Zeuge nicht wie ein Verbrecher behandelt werden. Psychologie im Gerichtssaale ist sicherlich eine gute Sache, und baß unsere deutschen Richter so gew.ssenhafc alle durch die Wissenschaft gegebenen Hilfsmittel anwenden, um ein Verbrechen aufzuüaren und alle dNotive des Verbrechens zu verstehen, das stellt sie allein schon turmhoch über jeden anderen Richterstand. Die Gewissenhaftigkeit, die Unbestech- 1 ick)leit, die Ehrlichkeit der Ueberzeugung der deutscyen Richter wird rein MEnsch-anztoeiseln dürfen, und auch die sozial- demokratische Presse, die mitunter von Klassenjustiz spricht, glaubt im Ernste wohl selbst nicht daran. Was unseren Richtern aber häufig fehlt und was wicht mit Unrecht be- tlagt wird, das ist ver Mangel an Verständnis für daS wirkliche Leben und die wirklichen Menschen; darum ist auch der deutsche Richter als Psychologe zu wenig Kenner der menschlichen Psyche. Mit dem starren Gesetzesparagraphen allein läßt die Welt sich nicht meistern. Engländer nur deshalb die deutsche Sprache Erlernen, um tiefer in das Verständnis ihres großen Dichters ein* Shakespeares Wintermätchen. Dem Verfasser dieser Zeilen liegt eine Statistik von Shakespeare-Aufführungen an Bühnen deutscher Zunge vor, die sich über einen Zeitraum von 17 Jahren erstreckt. Bei 32 Stücken ergibt sich die stattliche Anzahl von 12 918 Aufführungen. Diese Ziffer spricht für sich und sie bestätigt die ja längst bekannte Tatsache, daß der große Brite in Deutschland einen größeren Kreis von Verehrern besitzt als in seinem Baterlande. Daß das deutsche Publikum und die deutschen Bühnenleiter im allgemeinen auch mit mehr Verständnis und Pietät dem einzigen Dramatiker gegenüber stehen, als des Dichters Landsleute, kann man besonders nach Kenntnis des Beerbohln Tree-Gastspiels in Berlin wohl behaupten. Die größte Zahl von Aufführungen hat nach obiger Statistik „Othello" mit 1676 zu verzeichnen. An siebenter Stelle steht ein Werk des Dichteis, dem ebenfalls die Eifersucht als Motiv zu Grunde liegt, „Das Wintermärchen" mir der Zahl 857. Daß oas „Wintermärchen" so zahlreiche Aufiuhrungen erlebte, könnte eigentlich Wunder nehmen, denn die grauenhafte Folgerichtigkeit des Othello, die jedes Publikum erschüttern muß, fehlt ihm. Im „Wintermärchen" muß die Eifersucht des Leontes ohne Motivierung hingenommen werden und das Publikum wendet sofort seine Sympathie einzig Hermione zu. Aber das Wert ist gar nicht als Schauspiel gedacht und führt nicht ohne Grund feinen Titel. Im Märchen, das uns die Folgen grundloser Eifersucht und die phantasiereiche Lösung des Konfliktes vor- Die Ursachen snr die Steigernng der Cetreidepreise. Das Brot ist teurer geworden und es ist allgemein wohl auch bekannt, daß einer der Hauptgründe hierfür in der Steigerung der Getreidepreise zu suchen ist. Die starke Preissteigerung, die wir in den letzten zwei Monaten für alle Getreidearten erlebt haben, ist aber, wie der „N. Bad. L.-Ztg." von sachverständiger Seite geschrieben wird, einzig und allein durch das immer knapper werdende bringen zu können. — ' ‘ hlegel-Tieckschen Uebersetzung steht es wie chen Bibelübersetzung. Beide sind wohl in einzelnen Unrichtigkeiten durch neuere Übersetzungen verbessert, in ihrer kongenialen Art aber von feiner nächst gend en erreicht worden. „ Das verhindert natürlich nicht, wirkliche Verbesserungen anzuuehmen. Für die hiesige Aufführung sind diese nach der von H. Ulrici redigieren Ausgabe der deutschen Shakespeare-Gesellschaft vorgcnommen worden. Die übriaen Aenderringen und Strictze sind unwesentlicher Natui^ und "derart gehalten, daß der Dichter selbst in erster Linie führen will, treten die Personen in eine andere Beleuchtung und der britische Zauberer hat e5 leicht, uns in feinen Bau zu zwingen, sei's daß er tragische Akzente an- schlägt, sei's, daß er seiner Laune die Zügel schießen laßt. Dem Geist der Dichtung wurde daher Gewalt angetan, als Franz Dingelstedt, dessen Bearbeitung noch heute von den meisten Bühnen benutzt wird, das Wintermärchen in ein Schauspiel um arbeitete. Wenn auch die Dingelstebtsche Bearbeitung^.s Verdienst hat, das Werk auf der deutschen Bühne heimisch gemacht zu flauen, so fällt ihr doch manche Versündigung am Genie des großen Briten zur Last. So wurde z. B. das Shake- spearesche „Märckeiitand Böhmen" mit seiner (Seelüfte ans Pedanterie in em „Arkadien" umgewandelt; die Zeit als Chorus paßte nicht in das „Schauspiel" und mußte fallen usw. _ c , r, . Schon die Meininger hatten dem Stucke, das sie in glänzender Ausstattung auf ihren Gastspielreisen mit sich führten, den Märchencharakter zurückgegeben und neuerdings hat Direktor Reinhardt am Deutschen Theater in Benin sich bei seiner Inszenierung von demselben Grundsätze leiten lassen. Damit kommt auch die geniale ^a)legel-Tiealche Ueber- setzung wieder zu ihrem Recht. Wenn man die Dingel- städtische Bearbeitung oder andere Uebersetzungen nach der Schleoel-Tieckschen vornimmt, so hat man daö Gefühl, als ob man Selterswasser auf Champagner tränke. Nicht unverdient genießen Schlegel und Tieck als Uebersetzer so außergewöhnlichen Ruf. In kongenialer Weife sind sie der Sprache Shakespeares mit ihrem plastischen Formenreichtum gefolgt und'nicht umsonst erzählt mau, daß manche Lic Borbilduug der Lehrer. Aus unserem Leferkiris wird iur.3 geschrieben: Daß der Lehrersland einer der wichtigsten in dem Organis-- mus eines Volkes ist, dürfte über jeden Streit erhaben sein Ganz naturgemäß gilt es deshalb, den künftigen Erziehern unseres deutschen Volkes die Ausbildung angebeiben zu lassen, die sie amt besten zur Ausübung ihres Berufes befähigt. Zwei Gesichtspunkte müssen den Weg zum Ziel weifen: Die Lehrer sollen Bildnerj des Volkes im weitesten Sinn werden, und es müssen jederzeit ausreichend Kräfte zur Arbeit an der Jugend der breiten Masse? vorhanden sein. Man könnte geneigt sein zu der Annahme^ die höchste Bildung sei dann auch die beste. Das stimmt in der Theorie, aber nicht in der Praxis. , Unsere höheren Schulen sollen entweder für ein Studium vorbereiten ober Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, derew der kleine ober mittlere Beamte oder der große 5'taufmanch bedarf. Junge Leute, die es versucht haben, mit dem Abgangs-^ zeugnis einer solchen Anstalt in den Lehrerberuf einzutreten, haben es erfahren, wie viel ihnen zur Ausübung ihres Berufes fehlt, und wie sauer cs ihnen geworben ilt, die notwenoigen^ Kenntnisse für bie Staatsprüfung zusammen zu bringen, was ist ganz klar, ioeil biese Schulen leine Fachausbildung geben wollen und nicht können. Diese müßten demzufolge uet^ solchem Bildungsgang nachgeholt werden. , Die Unwerficht ianrt dazu nicht der Ort sein, sie dient lediglich der Wifiemchach um ihrer selbst willen, deren Nutzbarmachung für das Lebew erst in zweiter Linie kommi. Die Theologie z. B. will gar; keine Gcistlickfen erziehen. Doch da die Kirche ihre künftige^ Diener zu ihr schickt, damit sie die Wissenschaft kennen lernen,' leistet sie ihr willig diesen Dienst. Die Ausbilbnng der Geists lichen erfolgt auf dem Predigcrseminar. Eben,o steht cd mit den Juristen, die nach dem Studium des Rechts durch mechts- anwälle, Richter usw. in bereit Anwendung cingechhrt werden.' Auch bie Oberlehrer können sich auf der Uniberütat .nur dem Nachweis über den Besitz der erforderlichen Kenntnige holen; ihre Fachbildung erhalten sie in_ den Seminarten an höheren Schulen. In gleicher Weise müßten auch für bie ~cbrer des Volkes, wenn sie sich auf Realschulen die nötigen Stenntniiie erworben hätten, (Semir.allen bestehen, welche sie mit den Zähigkeit en ausrüsteten, bereu derjenige bedarf, der unterna-ten totlu Die Lehrerseminare müssen bestehen bleiben, nur,dürfte ihr ^ehr- plan eine Umgestaltung erfahren, mfefern er qu| bte Ausbildung des Lehrtalentcs gerichtet würde. Bet dieser Än-f ordnung könnten lebiglich die P r ä p a r a n d e n a n st a . t e n irp Wegfall kommen, durch Realschulen ersetzt werocrn , Ein Versuch, die Vorbildung der Lehrer in dieser Wem um» zugestalten, würde zeigen, daß der Plan verfehlt ist- Geborene. < 1 *-* 7 * * */ |’V | 41 * V v-C- "JU Uv V j iffAp A ^er Tätigkeit, und zwar mit Einschluß der Fahrt Dom nlf £ L>vbnorte Aum Gk'flclhtnri^nrfp mir h>'r .7. Koche mit „Knorr“, | Gcrichtssaal Tr y-jr-^^-djp: gar PrLparaudenschüler! Angenommen, sie Verständnis, haben sie dann neben den" An- Ganz unabhängig von dieser Betrachtung ist die Frage, ob nicht die Lehrpläne der Lehrerbildungsanstalten einer zweckmäßigeren Aus- und Umgestaltung bedürfen. Nach Urteilen von zuständiger Seite muß das ja wohl der Fall sein. Doch da ich nicht Fachmann bin, muß ich das Wort darüber Anderen überlassen. Wohnorte zum Gestellungsorte wie der Rückfahrt zum Wohnorte, in die Verfügungsgewalt der zuständigen Militärbehörde getreten waren. Sie Hütten sich allen Anordnungen seitens der Militärverwaltung unterwerfen müssen; sie hätten also in einem AbhängigreitsverhültniS zu dieser ae- jtanden. ö Israelitische üieligionsgcmeittde. Holtesdi««? in der Synngsge (Südaulage). -'c o u t a g den 30. September und D i e n s t a g den I. Oktober 19« L a u b h ü t t e n f c st - E n d e. 8. ^.ag: Vorabend 5.45 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Predigt. Nachmittags 4.00 Uhr. 9- Tag: Vorabend 6.45 Uhr. Iugcndgottesdieul Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. FcfteSauSgang 6.45 Uhr. Gestorbene. _ , September. 20. Ehristine Kramer, geb. Fritzaes, 65 Jahre a' Lten.slraßc 75. 21. Eugen Friedrich Ries, 2 Atonale alt, Ät weg 22. 22. Hans Rudolf Heinrich Rinn, 3 Wochen alt, Wallto- >kraße 35. 24. Anna Elisabcthe Schneider, geb. Weil, 75 ^Qh- . )ainmstraße 48. 25. 5(ron Stamm, Rentner, 68 Jahre o' Plockilraße 9. 27. Emina Röhmig, 24 Jahre alt, Rieqelpsad 32 Frankfurt a. M., 26. Sept. Vor der Strafkammer tantenheute die Handelsleute Benjamm Goldstein und dessen beide ^«dhne Mvrtp und Max Goldstein aus Warschau vegcn Diebstahls. Das Gericht verurteilte die beiden.Sühne ’K bandcnmamgen Diebstahls an troci verschiedenen Stellen (Mannheinrer Ausitellung, Grandbazar und Hauptbahnhof Franl- Uttiverjitäts-Nachrich-en. V.L. Darmstadt, 26. Sept. Prof. Heinrich Kayser aus Zurich, der ,teue Dozent und Nachfolger des Geh. Bcmrkils Professor ^andsbcrg, (vtattk und Brückenbau) ist der Sohn eines früheren -larmftabtcr Lehrers. Er ist 34 Jahre alt und wurde schon mit 27 Jahren als Sladlbaumelster in Posen, zwei Jahre spater als Ltadtbatlinspektor in Eharlottenburg bei Berlin angestcllt • im verstoßenen Frühjahr wurde er als Dozent an die Züricher Hochschule bertlsen. Nach Ablage der Reifeprüfung am Ludwig-Georgs- Gynmastiiin 1891 studierte er zuerst in Heidelberg Jura, wandte lich aber dann in Darmstadt und Eharlottenburg dem Sludilun berJngemcurwifscnschasten zu. Wahrciid seiner Asjistcnlanstelluiigen m ijiaiifmi't a. M., Dortmund und Wiesbaden erivarb er sich zwei L-taalspreise, sowie den Schinkelprelsdes Architekten- unb Jngenicur- vereiiis zu Berlin. Er unternahm u. a. auch vor 4 Jahren eine größere Studienreise nach Nordamerika. — Der 5iaiser von Oesterreich ernannte die Professoren Adolf Bayer München, Tr. Theodor N e d e ck e r Straßbiirg unb Tr Angllst Scsficn Leipzig zu Ehren-Mitgliedern der kaiscrl. öslerr. Akadcntie der Wissenschaften. Wenn nun auch beide Verletzten Landwirtschaft, die zum Teil stark verschuldet sei, bctrteben, so reiche doch nach dem Ergebnisse der angesiellteu Erhebungen der Reinerlös zur Bestreitung ihres und ihrer Familie Lebensunterhalt bet weitem nicht aus. Sie seien daher auf den Verdienst aus Lohnarbeit angewiesen und tatsächlich werde solche von thnen auch während eines großen Teils des Jahres verrichtet. Ste inüßten daher auch während der Dauer der fr. Beschäftigung als Arbeiter der Heeresverwaltung anae- fthen werden. d Die Militärintendantur verfolgte gegen diese Entscheidung beim Reichs-Versicherungsamt in Berlin Rektlrs. Diese Behörde wies den Rclurs mit folgender Begründung zurück: „Wie das Schiedsgericht zutreffend ausgeführt hat' hangt Dm Entscheidung davon ab, ob die beioen Kläger ihrer wirtschaftlichen und sozialen Stellung nach als Unternehmer oder als dem Arbciterstande angehorig anzu- fthen seien. In der Beurteilung dieser Frage hat das Reichs-Versicherungsamt sich dem Schiedsgerichte ange- schlosscn. Wie aus den von letzterern angcstellten Er- rnittelungen hervorgeht, ist der eine Kläger im Winter als Holzhauer gegen Lohn tätig und führt auch im übrigen fuhren gegen Lohn aus. Der andere K.äger übernimmt gleichfalls die Ausführung von Holz- und anderen Fuhren gegen Lohn. Bei beiden Klägern bildet der durch dte genannten Tätigkeiten verdiente Lohn einen nicht unerheblichen Teil ihres Einkommens, so daß sie ungeachtet deS Umstandes, daß sie auch einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb unterhalten, ihrer gef amten sozialen Stellung nach doch als dem Arbeiterstande, d. h. demjenigen Stande, der seinen Verdienst hauptsächlich durch Lohnarbeit erzielt, nahestehend anzuschen sind. Ist dtcs aber der Fall, so besteht kein Bedenken, die Kläger auch zurzeit des Unfalles als in dem Betriebe der Heeresverwaltung eingetretene Arbeiter anzusehen. Tie Beklagte ist deshalb verpflichtet, die Klager tür die Folgen des Unfalles zu entschädigen." Nicht zuletzt sind allerdings auch die Kosten der Ausbildung in Betracht zu ziehen, weil gar viele tüchtige Kräfte vom Lehretberuf ausgeschlossen würden, wenn diese Losten höher Heroen als bisher. Daß aber die größere Stadt nur eine teurere Ausbildung gewähren kann, liegt auf der Hand. Schon Wohnung und Kost stehen dort höher im Preis. — Mit der Ein- rasermerung der Seminaristen aufzuräumen, dürste aus päda- gogstchea Gründen angezeigt sein, weil die juitnen Leute nur unter anderen Menschen sich genügenb abschlcifen, nicht aber, ^nn ste immer nur mit Ihresgleichen zusammen sind. — Was rwch richtiger ist, die große Stadt bietet viel mehr Gelegenheit, ^'^.nuszugcbc.l, als die kleine. Die Eltern fragen nickst danach, was die Ausbildung zum Lehrer teuer macht, sondern nach dem Kostcn- dunkt überhaupt, und für viele dürste da die Hauptsache sein »et der Frage, ob der Sohn Lehrer wird oder nicht. - v ................. für das Volk auszubilden und den Söhnen des Volkes 19lacl)ivciie idyrtfllid) einzureichen sind, pen Eintritt in diesen Stand nicht zu verschließen, sondern eher' -------------—-■ Leichter zu machen. die Schule, der Unterricht an ihre Leistungs- Ze it für derartige Dinge? Ja, sind sie . . gute Bildung notwendig? (Ihre Mtzlichkeit wird niemand bestreiten!) Wie viel Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen gibt es in kleinen Landstädten! Deren Schüler können auch derartige Genüsse nicht haben. Diejenigen, ivelchc mit 18 bis 20 Jahren die Universität besuchen, lernen sie iwch zeitig genug kennen; und die werden vielfach die tüchtigsten Menschen, die in ihrer Jugend durch nichts von der anstrengenden Schularbeit abgelenkt wurden. Zu große Vielseitigkeit führt zur Flachheit; aber der Ruhm der Deutschen ist die Gründlichkeit, und sie soll es bleiben. Ist der Seminarist mit seiner Ausbildung fertig, hat er eine ausreichende Befähigung bewiesen, dann steht ihm der Weg zur Universität offen, dann kann er sich nach Belieben, wenn es seine Verhältnisse erlauben, dort weiterbilden. Man darf aber nicht erwarten, daß alle zu höherem Flug reif werden, und die es geNwrden sind, dürften in der Regel für das ßgnb verloren sein, weil sie bort nicht mehr verstanden werden. Mein die große Mehrheit der Lehrer soll dem Volke dienen. Alte und neue Pädagogen verlegten die Schule auf das Land ober doch in kleinere Städte, einmal um die Ablenkungen pnb Gefahren der größeren Stadt fern zu halten, dann auch tun die Jugend in iteter Verbindung mit der Natur bleiben zu Janen. Tie Bedeutung dieser für junge Leute, die noch in der Entwicklung stehen, ist unbestritten. Und es ist nickst wahr, daß die Großstadt der Charakterbildung förderlich sei. Das Gegenteil ist wahr. Unfertige Menschen werden leicht Gefahren und Versuchungen erliegen. Diese bietet eine Stadt in umso höherem Grade, je größer sie ist, je schwerer die Ueberwachung fällt. Die kleine Stadt schützt vor ihnen, weil sie nicht so viel Gefahren birgt, weil in ihr Fehltritte nicht leicht verborgen bleiben können. Ein Charakter muß erst i m kleinen Kreis gebildet und gefestigt fein, ehe er in die Welt hinaustreten und sich bewähren kann. Aber Gelegenheit macht Diebe, die sonst gute Menschen hätten bleiben können. Man muß junge Leute nicht vorzeitig in Versuchung führen. Alles, was zur Ausbildung der Lehrer notwendig ist, bietet die kleine Stadt gerade so gut wie die große, und sie bietet darüber hinaus Vorteile gegenüber den Gefahren der Großstadt. Museen, Sammlungen, Konzerte, Theater usw. kann man, so weit das ersprießlich ist, auch von der kleinen Stadt aus besuchen, wenn man deren Lage danach wählt. Die nötige Bildung vermitteln tüchtige Lehrkräfte, geeignete Vorträge können nach Bedarf von Vertretern der Wissenschaft an der Anstalt gehalten toerben,, aber her Besuch ber Hochschule eignet sich nur für wenige Befähigtere, benen er bann freisteht, vor allem aber tzehört er nickst in den gewöhnlichen Bildungsgang hinein. Etwas ganz anderes ist es mit den Hochschulkursen, die für Lehrer veranstaltet werden, für Männer, deren Bildung so weit gefördert ist, daß sie für diese Vorträge ein Verständnis beiitzen, welches man bei unfertigen Jünglingen nicht erwarten darf. AÄe Hochschulkurfe können nicht freudig genug begrüßt unb nicht zu reichlich besucht werden. Uebrigens gibt es auch solche Kurie für Geistliche, welche nicht stehen bleiben, sondern sich auch im Amte weiterbilden wollen. (5'itte für Lan-bwirte wichtige Entscheidung des Schiedsgerichts für Arbeiter-Versichcrimg in der Provinz Dberchessen und des Neichs-VersicherungS-Ämts in Berlin. . Zwei Landwirte in F. waren von Großh. Bürgermeisterei daselbst auf Grund der von der Intendantur der 21. Division erfolgten Ermietung des erforderlichen Vorspanns beauftragt worden, für die Militärverwaltung Biwaksbedürfnisse aiizufahren. Sie begaben sich zu diesem Behufe mit ihren Wogen und Pferden nach L. und fuhren, nachdem sie daselbst Heu und Stroh geladen hatten, der erhaltenen Weisung entsprechend, nach R. und von da nach H. Auf der Straße zlrnschen diesen beiden Orten scheuten die Pferde. Von den beiden Landwirten kam einer beim Abspringen zu Fall und der andere wurde überfahren; beide zogen sich erhebliche Verletzungen zu. Der dieserhalb erbobene Entschädigungsanspruch wurde von der Intendantur Des 18. Armeekorps zu Franiftirt a. M. zurückgewiesen, weil nach dem Umfange des Besitzes die verhindert unb beseitigt nach J Wti dem Urteil von Haartrank« Obermeyer's Herba» Seife l “ hüte sich vor Nachahmungen! ----------- Lu haben in allenApoth.,Drog. ».Parfüm, p.St.60Pf.u. 1 Mk. furt a. M7) zu. GefanwMstrafcn unb zwar Moritz' GolÄK^ . drei und Max Gvldstettv zu 1 V2 Jahren. Goldstein fenior i diebeiden Sühne zu den Diebstählen veranlaßt l>aben ' (7 Wutbe wegen Verleitung zum Diebstahl und gewerbsmäßig^ Ä lerei zu 6 Jahren 3 dRvuctten Zuchthaus verurteilt. Proiejsor Shoneld von der HarvaidTlniversität hat zcir Abhaltung von Vorlejimgeii an der Berliner Universität von Neip. Vort aus bic Reise nach Deutschland angetrelcn. — AuS Jena wird uns gcschriebcii: Nach einem Ministerial- enaß ist die von dem Senat der hiesigen llmvctfuät beantragte Emiuhiung einer st a a t S iv i s s e n s ch a i t l i ch e n Diplom- pvitiuiig von den Regicrunaen der Erhatterstaateu mtnnicbr genehmigt worden. Tieje Piünmg fmbet vor einer bcjonöcrcn ^rufimgofommiffioii unter Vorsitz deS jedesmaligen DireltorS dc^ ^taaiswisieufchaillichen Seminars der lluiverfiiät (zurzeit Geh. • ■ - .— povat Proiestor ^.r. Pierstoifs) statt, bei dem auch die Äewerbunacii — nilt:Iinit Oie Zu n>u»iq zur Prujunq inner Bciiligung ber erjotbeilichcn Verletzten unb da sie ihren Lebensunterhalt im wesentlichen I Dr. phil. Otto Saame, Chemcker. aus eigener,Wirtschaft, nicht aber durch Lohnarbeit ver- Schellhaas, beide dahier. dienten, als sclbstänö'.ge Landwirte und daher nicht als dem 1 '*Pr Arbeiterstande angehörig zu betrachten seien. Auf die eingelegte Berufung hob das Schiedsgericht den angefochtenen Besck)ett) der Intendantur des 18. Armeekorps auf und verurteilte diese zur Zahlung einer dem Grade der Erwerbsunfähigkeit entsprechenden Rente. Für das Gericht bestand zunächst kein Zweifel darüber, daß ein Betriebsunfall im Sinne des § 1 Gewerbeunfall- vers.-Gesetzes vorlag, da zu den Betrieben der Heeresverwaltung auch diejenigen Tütiaretten der einzelnen Militär- intendaitturen gehören, welche sich auf die Beschaffung der Bedürsnisse der auf Märschen, in Lagern oder in Kantonnie- rungen befindlichen Mannschaften an Nahrungsmitteln, Vorspann usw. beziehen. Sodann war Das Schiedsgericht der Ansicht, daß mit dem Momente, von dem ab die beiden Landwirte mit ihren Pferden und Wagen auf Verlangen der Militärverwaltung die Vorspannleistung übernommen hatten, sie für die Dauer auütühm &-n%on^r imfU.n Ministers der geistlichen Angelegenheiten, nm in GemeinschW mit Sr i I untersten Klasse an auf das Ziel hm, dem Konslitorlalvräsidenten von Altenbockum die Sachlage m A ir^cli^i, und haben m ihrer Anlage einen ge- lmtersuchcn. Bei diesen Verhandlungen, die im Nathaiise^statl- büän? nuf'1 bet b.er ^r^ Hauben, sind nun denjenigen Genieindeniitgliedcrn, die glaubten, m Ha ^nh n TltCy?ntErCLfc?. deI FttuB "'udeskirche austreten zu müssen, erhebliche Koiizesßone.I tonntP ^b?htfnh^nSi^fTCsCl?C7 Stand besonders dienen gemacht worden. Es wird eine einmalige Verhandlung ftattfinben, I r uotwendigeren Vesonder heilen mutzten auf dem nach-' von der man holst, daß sie die drohende Spaltung der K rchen- folgenden Semmar nachgeholt inerten, was nicht gerate der Ber- gemeinde ausgleicht. 9 P 9 9 kurzung unb plmimäßigen Anlage des Bildungsganges dienen! wurde. Weiter vergegenwärtige man sich, aus welchen Schichten uni eres Vol res sich die jungen Leute rekrutieren, welche Lehrer werten wollen. Es sind fast durchweg Sohne ans ter breiten Mage des Volkes, meist vom Dorf, einige aus kleinen Städtchen. Scl leigen Gang können sie bis zur Konfirmation daheim die Volksschule besuchen und brauchen dann erst das Elternhaus auf 5, demnächst wohl auf 6 Jahre zu verlassen. Welche der Eltern, die jetzt einen Sohn ober deren mehrere Lehrer inerten lassen, werden dazu imstande oder gewillt sein, wenn sie ihr '^kind schon mit dem 9. bis 10. Lebensjahr auf die Schuld in die ^stabt schicken sollen? Gerade diesen Punkt darf man nicht leicht nehmen. Woher sollen die Lehrer kommen, wenn nicht aus dem Volk? Ich denke, wir hätten genug am L"hrer- maiigcl gelitten unb Kräfte aus anderen Ländern nehmen müssen! Daß unter anderen Els den seitherigen Bedingungen mehr Sohne von Lehrern den Beruf des Vaters ergriffen, ist gar nicht zu erwarten. Es ist Tatsache, daß die meisten von ihnen studieren oder sonst einen höheren Beruf ergreifen als den tes Volksschullehrers. Eine Statistik kann nötigenfalls vorgelegt werden. Darf man durch einen anderen Bildungsgang die Söhne deS Volkes vom Lchrerberuf ausschließcn? Wir sollten Gott danken, daß es vielen möglich gemacht ist, aus der breiten Dtasse empor zu steigen zu einer Bildung höheren Grades, die sie dann wieder dem Land, dem sie entstammen, vermitteln können. Zum Lehrer auf dem Lande ist auch kein Mensch mehr geeignet als ber, der auf dem Land aufgewachsen unb mit seinem Denken unb Fühlen vertraut ist. Warum , bemüht sich denn heutiges Tages die Theologie um die Erforschung ter christlichen Volkskunde? Weil viele Geistliche die Landbevölkerung nicht kennen unb nicht verstehen! Will man diesen Zustand auch unter den Lehrern Hervorrufen? und dazu noch völlig unnötigenoeise? Eine zu hohe Bildung entfremdet tem Volk unb macht die Einwirkung auf es unmöglich. Treibt auf schmalem Grund einen Bau m die Luft, er wird Zusammenstürzen oder doch vom nächsten Sturm umgerissen werden. Je höher der Baum, desto mehr Wurzeln muß er im mütterlichen Boten haben. Laßt die Lehrersöhne höhere Beruft ergreifen, laßt die Söhne aus dem Volk nachwachsen: Das kann eine Hebung unseres gesamten Volkes werden, nichts anderes! rUrche und Schule. e r 5k u r h e s j i s ch e n S ch w Ü r in e r b e w 6 g u n g, über die wir berichteten, jcheutt mau endlich behördlich eiivns entschiedener «ntgeaeiitreten zu wollen. In Großalm eiode, dem Herd dieser religwftu L.rantheit. weilte dieser Tage ein Kommissar des prenß. Grünkem- Meh/. Hochfeiner, aromatischer Grünkern* geschmack, appetitanregende Wirk« ung und bequeme Zubereitungswerse sind die besonderen Vorzüge von Knorr’s Grünkemmehl. Wie über den Bildungsgang sind die Meinungen auch über den zweckmäßigüen Ort d e r L e h r e r b i l d u n g s st ä t t e n geteilt. Für eine große Stadt spricht mancherlei, nxit mehr aber dagegen. 9)tan hält Vorträge, Konzerte, Theater für notwendig für eine gute Ausbildung. Aber haben die jungen Leute, die sich zu Lehrern herauSbilten, auch das Verständnis für diese Dinge, ba£ ältere Lehrer, die ihren Kameraden vorancilen, bei ihnen voraussetzen? Man bedenke das unreife Alter ter Seminaristen ober besäßen das nötige forberungen, welche Fähigkeit stellt, die überhaupt für eine September. 14. Dem Schlosser Karl Enler eine Tochter Arm 14. Tein Elseirdreher Joseph Skanbach Zwilliirge, Elisabeth ui* üma. 17. Dem Fabricarteiter Heinrich Heller cm Sohn, Km 17. -tem Hauimann Heinrich Böhringer ein Sohn, Hans peuinr 21. Dem Schuhmachermeislcr Ferdinand Eckert ein Sohn Joien- 24. Dem Wirt Edmund Wild em Sohn, Adolf. »ns drn stLnörssmtsrezifikr« fier ÄM AusKcbote. September. 23. Heinrich Venz, Formermeister in Fulda n- Aima Kreiling dabier. 23. Tr. August Keller, prakt. Ar!t Dortmund, mit Luise, gen. Hetty 9J?pliu§ dahier. 24. fjeinri' Düpier, Sergeant dahier, mit Katharine Erb m Rüdbiirashcm^ 24. Friedrich Nickel, Techniker, mit Johaniia Stuhl, beide bah' 25. Dr nhil. Hffn P.nrrmp mit Auguste Elisabeth, sie , ----- 25. Georg Konrad, Vizefeldw^ dahier mit Franziska Herrbach m Gemünden a. M. 25. oQ Noll, Maler, mit Katharina Richter, beide dahier. Ehcschlicßunqeu. September. 21. Karl Flett, 'Mechaniker, mit Berta Webk beide dahier. 21. Heinrich Ctanbach, Schlosser, mit Pauline Gciülk beide dahier. 21. Franz Jung, Fahrburschc, mit Sophie Roll- beide dahier. 21. Georg Göbel, Bahnwärter, mit Elise Schnü> beide dahier. 21. Adam Berg, Bureaudiälar in Essen, mit Quiii Mciike dahier. 11 Märkte. I ? Ul rief) ft ein, 27. Sept. Unser gestern hier abfiehnt.. ^Michelimarkt^, im Volksmimd .Alichelsmarkt" mJ'*" zeigte eine starke Auffahrt aus dem Rindoiehmarkt, waS als ? ! fällig bezeichnet werden muß, da diese Alarktgattnng in ber'3}? schwache Besetzung auszuweisen hat. Der Handel ging qut ? hohen Preisen. Frischmelkende Kühe kosteten 400—500' Mk ? ' jährige Rinder bis zu 200 Mk., Kal der 80—100 Mk. Auf' h? I Schweinemarkt war der Antrieb sehr stark, besonders in ($jnlei ' schwemen. Der Handel zeigte aber hier eine gedruckte Stimm,./ weil das Angebot stark vorherrschte. Die Uebersahruiig der 3^ mit Jnngschiveinen wird verursacht durch das Ueberrnaß in J Haltung von Multerschweinen. Von Einlegschweineu kostete Paar 80—100 Mk-, von Ferkeln erster Sorte 40—50 Alk J Zweiter Sorte 30-40 Alk., geringsten 35-40 Mk. Sdliväriltidlic i!! breT Eiitwicklung oder beim Lernen zurm ^lelbende Kinder, wwie blutarme, sich mal flihlende und ncrvuic überarbeitete, lcichi erregbare und nubzciu I enchopfte Erwacvicne gebrauchen als Kräftigungsmittel nut grotzer I Hommcl s »«-aematogen. nu; Der Avvctit erwacht, die ßeijtiacn und körperlichen Kratt werden toia) geboocn, dab Gei amt R crv c r itz ste m gestärkt Man verlange jedoch auobrücklich das echte Dr. Hommcl' Haematogcn und laß- stch keine der vielen Nachahmungen auireö/.i «EIN Apollinarts WEL T- TAFELGETRA'nk» Niederlage Lei: Jean Weisel, Sonnenstr. S. | Darmstädter B^öbeifabrik, Darmstadt I Heidelbergerstr. 129. ■ Fabrikationsbetrieb bedeutend erweitert. — Neueste Koktrocknungsanlagen mit bewegter Lultzirkulation. Grösste existierende übersichtlich arrangierte | Ansstellnng ca. 300 Zimmereinrichtungen, in allen Preislagen. @ Freilieferung - 10jährige Garantie - Sonntags geöff. von II -1 Uhr. 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Mts. findet das statt- Von morgens 8 Uhr ab Prerslnrnen, nachmittags 4 Uhr Konzert und Schauturnen, abends 8 Uhr Preis- verteilung. Turnerische -Lufführungen und Gesangs- Bortrugc des Saugcrchor des T.-B. Tanz. VIJ; Zu diesen Veranstaltungen laden wir unsere Mitglieder rreundlickst em. Anmerkung: Zur Vorbereitung für die Meisterprüfung fönnen Handwerker an einzelnen Fächern des Unterrichtes teilnehmen. aUcn Fritr", ausgeführt von der Kapelle be^ Jagerbat. in i’tarbmg. Es ladet ergebenjt ein 107207 i*itz SchöK. Knahen-Handardeit. 5'0^1 liutcrrlchtskune ftir erzieblichc Handarbeit mit je drei- Itundlger wöchentlicher Unterrichtszeit. In dem einen derselben mit Papparbeiten und tn dem andern mtt chultta^.beiten be i co a fugt. Zur Beteiligung an dem Unterricht tdmien altere Schuler der Bolksschule sowohl als auch Schüler der Jbdöeren ^ebMiiUaHen lletztere vorn elften Jahre ab) zugelaffen werden. rrnS , rtaCuge und Materialien, welche den Schulern wäh- gestellt werden, sind von jedem derselben 2 Mark zu entrichten; die Schuler der höheren Lehranstalten haben außerdem noch ein Schulgeld von 4 Mark zu bezahlen. o ., Mnmeldungcn ^zum Unterricht werden zur nnacacbenev <3eit tu genanntem Schuibausc cntgcgcnacnommcr:. Gieven, 20. September 1907. B25/ Der Schulvorstand. Meeum. I. Futterliefermng für die djirurividje Veterinärklihik in Gießen. Für die Zeit vom 1. November 1907 bis zum 31. Oktober 1908 soll die Lieferung von Heu, Stroh (Maschinen- und Handdrusch), Hafer, Weizenschaten, Futtermehl und Hundekuchen für die chirurgische Vetcrinürklmik vergeben werden. 2. Verkauf von Dünger. Der in der Zeit vom 1. November 1907 bis zmri 31. Oktober 1908 gewonnene Dünger soll nach dem Gewichte,* io wie er sich in der Grube findet, an den Meistbietenden verkauft werden. Reflektanten werden ersucht, ihre Angebote an bie Direktion bis zum 7. Oktober v. Js. emzureichen. Sie Bedingungen sind in der chirurgischen Veterinär, kwnk Frankfurter Straße 94 einzusehen. B=«/ Giessen, den 26. September 1907. ’ Die Tirektiou der chirurgischen Veteriniirklinik. Sonntag, den 29. September,