Acr Kaiser in Kannover. Hannover, 27. August. Der Kaiser fuhr heute morgen nach 9 Uhr vom leineschloß im Automobil nach dem Paradeplatz 3 e m e r o d e, wo er zu Pferde stieg. Ter Monarch hatte )ie Uniform der Künigsulanen angelegt. In seiner unmittelbaren Begleitung befanden sich der Kronprinz und )ie beiden Prinzen Eitel Friedrich und OLkar, ferner Fürst Wert von Belgien und der Fürst von Fürstenberg. Zuerst xfolgte die Begrüßung der Kriegervereine, woran sich )ie Truppenbesichtigung anschloß. Um 10 Uhr begann die i g e n t t i ch e Parade. Ls sand ein einmaliger Vor- -eimarsch der Regimentskolonnen statt. Ter Regent von Braunschweig führte die 40. Jnfanteriebrugade. An Uese schloß sich die Vorführung des 17. Tragonerregiments >u.rch den Großherzog Friedrich Franz von Mecklenburg. Ler Kaiser setzte sich sodann an die Spitze des KönigS- llanenregiments, von langanhaltendem stürmischen Beifall «egrüßr. Hierauf folgte Prinz Albert von Belgien mit einem 16. Tragonerregiment, das ihm vom Kaiser Der* iehen worden ist. Ter Regent von Braunschweig führte >ann das Braunschweiger 1/. Husarenregiment vor. Der Lrain hatte heute zunr ersten Male eine eigene Musikapelle bei sich. Um 11 Uhr 25 Min. fand das militärische Schauspiel fein Ende und der Kaiser verließ sofort den ^aradeplatz, um nach der Stadt zurückzulehren. Das Zetter har sich gegen heute früh aufgeklärt. Ter Kaiser nahm nach der Parade die Meldung >es zum General der Artillerie beförderten Inspekteurs •er Feldarnllerre Schubert entgegen. Am Nachmittag chrte der Kaiser Vorträge des Et-ess des Zivilkabinetts ind des Vertreters des Auswärtigen Amts, Gesandten )-reiherrn v. Jenisch, und besuchte darauf die Gräfin italberfee. Ter Kaiser empfing um 6y2 Uhr diejenigen amerikanischen Segler, welche an der Wettfahrt der Sonderklasse eingenommen haben, nämlich die Herren Llarke, Hewurd, 5tanckpele, R. Beardman, H. Beardman, A. Bearoman, jiaceniOer, Lower, Beltes, Fester, Fester junior und Llaf- in, ferner den amerttänifchen Marineattache Howard, den sizeadmiral a. T. Baranoon vom Kaiserlichen Jachtklub ad die Herren R. E. Krogmann-Hamburg und O. Protzen- ochlachtensee und Alt-Berlin. Ter Kaiser verteilte eigen* 'ändig die Preise für die Wettfahrten. Die genannten ?erren waren zur Tafel geladen. Um 9y2 Uhr sand großer >apfenst reich der MuMvrps des 10. Armeekorps statt, welchem der Kaiser mit den Fürstlichkeiten vom sogen. Jntergarten des Schlosses aus beiwohnte. Die Musik tickte vom Waterlooplatz an. Tie Menge bereitete dem nufer vor, während und nach dem Zapfenstreich stür- rische Ovationen. Heute abend um 7 Uhr fand beim Kaiser im Residenz- hlop Paradetafel start. An der tzaupttafel saßen echts Dom Kaiser der Großherzog von Mecklenburg-Schwein, links der Kronprinz, dem Kaiser gegenüber der rom- uandierende General v. Stünzner. Bei der Par ad e- afel brachte der Kaiser einen Drinkspruch aus, er -olgenden Wortlaut hatte: „Eurer Exzellenz spreche ch von ganzem Herzen meinen Glückwunsch zu dem heuigen Tage aus. Tas 10. Armeekorps haben Sie mir in bezüglicher Verfassung auf dem Paradefeld gezeigt und us uen Gesichtern der Leute leuchtete die Freude an dem Sage und an dem militärischen Handwerk. Ich brauche nr hinzudeuten auf die Art und Weise, wie die Ko- onnen ihr ,,Guten Morgen" he raus stieß en. Darin, saß ein o energischer, forscher Zug, daß ich mich darüber gefreut abe. Zu gleicher Zeit möchte ich meinen Vettern von andern herzen danken, die heute ihre Kontingente bei der Zarade oorgeführt haben. Ich begrüße die schöne Haltung nd tadellose Ausrüstung der Truppen. Ich bitte Eure -xzellenz, diesen meinen Tank auszusprechen und zu reicher Zeit meiner felsenfesten Ueberzeugung Ausdruck zu eben, datz die guten Eigenschaften, die die Truppen auf dem ^aradeplatz gezeigt haben, auch von ihnen im Manöver und in Ernstfall gezeigt werden, wie ich es von ihnen erwarte, sann werden sie auch jederzeit meiner Zufriedenheit sicher nn können. Ich trinke auf das 10. Armeekorps. Hurra, urra, hurra!" Lei der heutigen Kaiserparade ereignete sich ein eich ter Unfall des Monarchen. Bei der Be- rügutig der Veteranen rutschte das Pferd des Kaisers us, wobei der Kaiser zu Falle kam, er erlitt dabei jedoch einen Schaden und vestieg alsbald ein anderes Pferd, -oraus er das Abreiten der Fronten fortsetzte. Uleines Feuilleton. — Lustschifsahrt. Am 27. d. Alts, fand in Berlin in gemeühamer Aufstieg des lenkbaren Militär-Lust- ch i s f e s und des lenkbaren M o t o r - L u f t s ch i f f e s des Itajors Parseval statt. Der Alilitäröallon nahm die Richang nach Spandau, wo er sich in einer Höhe von 500 Metern der der Stadt aufhielt. Dann trat er die Rückfahrt an. Der Ballon manöveriecte hierauf auf dem Uebungsplatz, landete ann, nahm den Inspekteur der Verkehrstruppen v. Werneburg uf und unternahm mit ihm eine Fahrt von 20 Minuten Dauer. Das Luftschiff Parsevals nahm die direkte Richtung auf Segel. In einer Höhe von 800 Metern war der Wind so ark, daß der Ballon mit Mühe vorwärts kam, und daß r in eine tiefere Luftschicht hinabging. Die Rückfahrt erfolgte iit guter Geschwindigkeit. Nach einstündiger Fahrt landete Der Zallon und gleichzeitig das noch zum drittenmal aufgestiegene üüitär-Luftschiff. Die Motore beider Luftschiffe arbeiteten sicher nd gehorchten dem Steuer sofort. Die Landung erfolgte glatt. Das Parsevalsche Luftschiff steht seiner Konstruktion nach im ollen Gegensatz zum Fahrzeug des Grafen Zeppelin. Während ieses gänzlich starr ist, hat sich Major v. Parseval die Aufgabe estellt, ein Motor-Luftschiff zu erbauen, das grundsätzlich mit lusnahme der Gondel und dem in ihr untergebrachten maschi- ellen Teile jedes starre Stück, jede Versteifung und Verstrebung urch Holz oder Metallteile vermeidet. Sein Luftschiff kann in ngefülltem Zustande zusammengerollt, samt seiner Gondel und Maschine in einem einzigen Eisenbahnwagen oder in zwei Land- rhrwerken fortgeschasft und an einer beliebigen Stelle ohne eionbere Montagearbeiten gefüllt und zum Aufstieg gebracht politische Sagetfcfyatu Nationalliberaler Parteitag. Vom 4. bis 7. Oktober wird die nationalliberale Partei ihren allgemeinen Bertretertag in Wiesbaden abhalten. Herr Neichstagsabg. Bassermann wird dort über „Des Reiches Politik" sprechen; Herr Dr. Stresemann, M. d. R., behandelt „Die Pensionsversicherungen der Privatbeamten"; Herr Dr. Osann, M. d. R., wird „Fragen der Reichspolitik" erörtern; Herr Dr. Friedberg, M. d. R., des prenß. Landtags, hak sich als Thema „Tätigkeit und Stellung der nationalliberalen Partei in Preußen" gewählt. Gegenstand einer Rede des Herrn Prof. Paasche, M. d. R., wird jein: „Rückblicke und Ausblicke auf die Reichspolitik" und Herr Abg. Dr. Schiffer wird über „Fragen der preußischen Landespolitik" referieren. * Zur staatlichen Pensionsversicherung der Privatangestellteu geht uns durch den Hauptausschuß folgende Mitteilung zu: Die Siebener-Kommission des Hauptaus- schusses hielt am 18. August in Koblenz ihre zweite Sitzung ab. Die Kommission tagte den ganzen Sonntag, ihre Beratungen verliefen im allgemeinen fördernd für die erstrebte Pensionsversicherung. Es wurden eine Reihe von Beschlüssen über den Inhalt des erstrebten Gesetzes gefaßt, wodurch ein erfreulicher Fortgang der Arbeiten der Kommission erzielt wurde. Die Beschlüsse und Beratungen betrafen den Umfang der Bersicherungspslicht, den Jnvaliditätsbegrisf, die Altersgrenze und die durch die Versicherung erstrebten Leistungen der Kasse. Im einzelnen einigte sich die Kommission teils einstimmig, teils gegen geringe Minderheit, die in ihrer Zusammensetzung schwankte, jedoch in keinem Falle mehr als zwei Stimmen betrug, auf folgende Beschlüsse: 1. Der Versicherungspflicht unterstehen alle Privatangestellten ohne Unterschied des Geschlechts und Gehalts. Die Bersicherungspslicht beginnt mit der Vollendung des 16. Lebensjahres. 2. Die freiwillige Weiterversicherung und Selbstversicherung in höheren Klassen soll gewährt werden. 3. Die Beiträge sollen je zur Hälfte von den Arbeitgebern und Angestellten getragen werden. 4. Bei der Gewährung des Reichs- zuschusses sind die Privatangestellten ebenso wie die übrigen Versicherten zu behandeln. 5. Als oberste Gehaltsklasse wird die Stufe „5000 Mark und darüber" festgesetzt. 6. Die Invalidenrente soll nach 40 Beitragsjahren zwei Drittel des versicherten Einkommens betragen. Die Altersrente, die frühestens im 65. Lebensjahre ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit eintritt, soll gleich der Invalidenrente sein. Die Witwenrente beträgt 40 Proz. der Invalidenrente, die Waisenrente beträgt für einfache Waisen ein Fünftel und für Doppelwaisen ein Drittel der Witwenrente. Anspruch auf Waisenrente hat bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres jedes Kind eines verstorbenen Versicherten, jedoch dürfen die Witwen- und Waisenrenten zusammen die Invalidenrente nicht übersteigen. lieber den Jnvaliditätsbegrisf schwankten die Meinungen lange hin und her. Nach sehr umsangreichen Beratungen beschloß die Kvmmission folgende Fassung vorzuschlagen: 7. Als erwerbsunsähig (invalid) ist derjenige anzusehen, der infolge eines körperlichen oder geistigen Gebrechens nicht mehr imstande ist, in feinem bisherigen oder in einem verwandten Berufe eine Erwerbstätigkeit auszuüben, mit der er noch mindestens sein versichertes Durchschnitts^Arbeits-Einkommen verdient, und die ihm unter voller Berücksichtigung feiner in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Invalidität von ihm bekleideten sozialen und wirtschaftlichen Stellung zugemutet werden kann. Der Jnvalidenrenten-iEmpfänger muß sich, wenn er eine seinen Arbeitskräften und feiner Berufstätigkeit entsprechende Beschäftigung findet, den Betrag von (einem Verdienst auf die Rente anrechnen lassen, der zusammen mit der Rente sein versichertes Durchschnitts-Arbeits-Einkommen übersteigt. Zurückgestellt wurde die Beschlußfassung über die Einteilung der Versicherten, über die Wartezeit und über die Inanspruchnahme der für die Witwen- und Waisenversicherung bereitgestellten Reichsmittel. Die nächste Sitzung der Kommission finbet am 15. September in Kassel statt. Man hosft, bann mit ben Beratungen zu Enbe zu kommen. werben. Hiermit wächst der Wert eines solchen Luftschiffes für militärische Zwecke ganz ungemein einem anderen gegenüber, bas wie das Zeppelinsche überhaupt nicht ungefüllt transportiert werben kann, ober einem solchen, das zu seiner Montage be- souberer Werkstätten, einer besonderen Halle und mehrere Tage Zeit bedars. Die langgestreckte, zylindrische Hülle .des Parse- valfchen Lustschifses — sie geht vorn in eine Halbkugel, hinten in einen eiförmigen Körper über, bat eine Gesamtlänge von 48 Metern und einen Inhalt von 3000 Kubikmetern — wirb durch inneren Ueberdruck prall in der Form erhalten. Dieser Ueberdruck wird durch zwei Ballonets (Luftsäcke) erreicht, von dem das eine im Kopf, das andere im hinteren Teile der Hülle liegt. Beide Ballonets sind durch einen Schlauch miteinander verbunden, in dem vom Benttlator der Gondel her Luft eingepumpt werden kann. In diesem Schlauch ist ein Ventil eingebaut, das so von der Gondel aus umstellbar ist, da ßdie Luft entweder in das vordere oder in das hintere Ballonet geleitet werden kann. Infolge dieser Anordnung kann man die Hülle vorn oder hinten mehr oder weniger belasten, und somit das ganze Schiff schräg aufwärts horizontal oder schräg abwärts mit der Spitze einstellen. Somit kann also dieses Luftschiff ohne besondere bewegliche Vertikalsteuer seine Höhenlage während der Fahrt ändern. Die im wesentlichen aus Aluminium gefertigte Gondel - hängt mittels Rollen aus schräg nach der Hülle führenden Stahlseilen. Sie wiegt mit dem 90pferdigen Motor nur 1200 Kilogramm. Besondere Beachtung verdient die Schraube in diesem Schiff. Sie ift eine schlaffe, d. h. ihre vier Flügel bestehen aus Stofflüchen, die durch eingelegte Bleigewichte und Stahlseile sich erst bei der Bewegung in die Schraubenform durch die Zentrifugalkraft einstellen. Der Kaiser und die Presie. Heber eine ostentative Zurücksetzung der Presse beim Emp* fange des Königs von England in Kassel hatte eine Reihe von Zeitungen Klage geführt. Jetzt stellt sich nach dem „Leipz. Tagebl." heraus, daß nicht, wie man angenommen hatte, eine Ungeschicklichkeit des Oberhofmarschallamtes vorlag, sondern daß man sich tatsächlich auf eine direkte Anordnung des Kaisers berief, wonach alle Pressevertreter bis auf — vier englische Journalisten von den Begrüßungsfeierlichkeiten auf dem Bahnhofe auszuschließen seien. Ein Mitarbeiter der „Brauusch.v. Landesztg." schickte seinem Blatte die folgende Darstellung: Auch ich war beim Polizeipräsidenten Freiherrn v. Dalwigk in Kassel und erhielt auf meine Bitte um Erleichterungen für die Berichterstattung wörtlich ben Bescheib: „Seine Majestät ber Kaiser haben sich ausbrücklich mit Ausnahme von vier englischen Journalisten, die Anwesenheit und Nähe jeglicher Pressevertreter verbeten!!" Sollte hier nicht ein Mißverständnis des Polizeipräsidenten vorliegen, so würde es nur ein loyales Entgegenkommen gegen die Wünsche des Kaisers sein, wenn man künftig die Berichterstattung der deutschen Presse über ber* artige Monarchenzusammenkünfte auf bas äußerste einschränkt. DeuLfch-frauzosische Dötentc. Paris, 27. Ang. Die nationalistischen Blätter aus- gcnonunen, welche in gervohnter UebeHaune versichern, bas Wenige, was vorangegangene Abniachnngen vorn schönen Frankreich und seiner Eigen-Berechtignng noch übrig ließen, sei in Norderney verkauft und verraten worben, bespricht die Presse mit großer Befriedigung den Beginn regerer Annäherung der diplomatischen Beziehungen zivischen den Kabinetten von Berlin und Paris. Dieser Verkehr werde über die marokkanische Angelegenheit hinaus voraussichtlich manche nützliche Neuerung zeitigen. — Der ,Temps* weist in einer Besprechung de§ Besuches des Botschafters Cambon beim Fürsten von Bülow auf Norderney daraus hin, daß die liebenswürdige Ausnahme, die Cambon gefunden habe, zeige, daß von beiden Seiten gleichartige Bemühungen zur Besserung der Beziehungen zwischen beiden Ländern gemacht worden seien und daß eine fühlbare Tötente gleichzeitig bei den Staatsmännern und den Nationen eingetreten.sei. Vtach den kürzlichen Entrevuen gebe dies cm neues ern ft- Haftes Unterpfand für den Weltfrieden. Der »Temps^ fügt hinzu, daß, wenn auch auf beiden Seiten der Grenze unversöhnliche und achtungswerte Gefühle lebten, die sich nicht auslöschen lassen würden, dennoch Raum vorhanden sei zur Einigung über zahlreiche materielle Fragen. Die französische öffentliche Meinung werde sich freuen, wenn der gegenwärtigen Besserung andere folgen. Das ^Journal des Debats" sagt: Wir dürfen nicht systematisch skeptisch Meiben, wenn wir nicht für naiv gehalten werden ivollen, denn zwischen Deutschland und Frankreich ist jetzt eine europäische Dötente eingetreten. Die Entrevue in Norderney geht nach den anderen Entrevuen dahin, den moralisch notwendigen Rahmen bei dem Abschluß konkreter Einvernehmen zu geben, deren Nutzen sich zwischen Frankreich und Deutschland bemerkbar machen kann. -....... ■' Deutsche» Ueich. Berlin, 27. Aug. Die „Berl. Korresp.^ berichtet: Dem Bundesrat ging ein Gesetzentwurf zu, betr. Abänderung der Gewerbeordnung. Er enthält insbesondere Bestimmungen zur Ausführung der Berner Kon^ vention über die Nachtruhe der gewerblichen Arbeiterinnen und Vorschriften über Herabsetzung der elfstündigen Höchstarbeitszeit der Fabrikarbeiterinnen auf eine zehnstündige Dauer. Ferner werden Bestimmungen zur Regelung dec Hausarbeit getroffen. — Dem /Berl. Lokalanz." zufolge setzte der Staatssekretär des Neichskolonialamtes, Dernburg, am 25. August vom Karawanenlager Salawi aus seinen Marsch auf Tabora fort. Das Land ist infolge des großen Mangels an Regen vertrocknet. Wasser ist nur wenig und in schlechter Qualität vorhanden. Kaiserslautern, 27. Aug. Wie die „Pfälz. Pr/ mitteilt, sind die ausgedehnten Frei herrlich ©tum in» Halberg'schen Waldungen bei Landstuhl gegen einen Kaufpreis von 21/i Millionen Mark an den bayerischen Staat übergegangen, der das Forstpersonal mitüberniinnit. — Die „Pfälz. Pr." meldet: Ein vor einiger Zeit un;et dem Verdachte der Spionage verhafteter Kriegsschüler, der Gefechtsstellungen der Llrtillerie photographierte, wurde aus der Haft entlassen. Stuttgart, 27. Aug. Der ,Staatsanz." meldet: Der König verlieh dem kommandierenden General des 15. Armeekorps, Hentschel v. Gilgenheimb, das Großkreuz des Kronenordens. Lütetsburg, 27. Aug. lieber das Befinden des Herrenhauspräsidenten Fürsten zu Inn- und Knyp- hausen wird von zuständiger Seite folgendes mitgeteilt: Der Fürst fand in der ersten Zeit der Erkrankung infolge heftig auftretender, mit einem Blasenleiden verbundener Schmerzen fast gar keine Ruhe. Mit der erheblichen Abnahme der Schmerzen stellte sich der Schlaf wieder ein, infolgedessen ist auch das Allgemeinbesinden von Tag zu Tag besser geworden. Würzburg, 27. Aug. Der Katholikentag wählte für 1908 Düsseldorf und für 1909 Münster i. W. zum Ort seiner Tagung. - - .. ■ .........—■rs Ausland. Wien, 27. Aug. Das Amtsblatt veröffentlicht morgen die Ernennung des jetzigen Leiters der Stadthalterei, Baron v. Spiegelfeld, zum Stadthalter von Tirol. Rom, 27. Aug. Die gesamteitalienische Presse spricht sich in befriedigender Weise über das Ergebnis Nr. ÄO1 Zweites Blatt 157. S Erscheint tSgllch mit Ausnahme des Sonntags. Expedition und Druckerei: Schul- Redaktion, straße 7. Die „Siebener §amilicndiStter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Der „hessische £anbt»irt" erscheint monatlich einmal. Expedition und Verlag: d^gA bl. 9tebaftion:e^ii2. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Mittwoch 28. August 1VV7 A Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'schen UniversilätS - Buch- und SleindruckereÜ Bf H R. Lange, Gießen. und 263 westlich von Steinbach auf dem Gelände, wo bisher GerichtssaaL N. B. D a r m st a d t 27. Aug. Die Ferien-Strafkanm?l westafrikakämpser insbesondere auch bei den Mitgliedern der regierung die «durch Abg- Köhler-Langsdorf und Lehrer Leidich seit einer Reihe von Jahren zu land- „Englischen Hof", worauf der Großherzog int1 Automobil nack Wolfsgarten zurückfuhr. Die Prinzessin Heinrich verließ ^rQlt£ furt um 11 Uhu »uib fuhr nach St. Moritz in der Schweiz. h. Frankfurt a. M., 27. Aug. Tie gerichtliche Sektion des plötzlich verstorbenen Telephonarbeiters Karl Rützcl L ergeben, daß der Tod durch einen Schlag auf den Kok? erfolgt ist, wodurch Schädelbruch herbeigeführt wurde. Der Täter ist verhaftet. — Bei einer gestern morgen zwischen Birstein un\ Breitenbach abgchaltenen Hebung des Artillerie-Regiments Nr. 63 wurde das Pferd eines Geschützes scheu und ging durch. Dabei wurde ein Mann vom Protzkasten herab, geschleudert und geriet unter die Räder und wurde schwer oerlen! nach Birstein gebracht. Sein Zustand ist hoffnungslos. Veteranenkapelle zu Tage getreten. Als Tank für die gütige Mitwirkung überreichte er der Veteranenkapelle ein in wundervoller Ausführung gefertigtes Bild des Ka i s ers mit dem' Wunsch, daß es eine Zierde für ein später zu schaffendes Mieger- heim und eine Ermahnung für das feste Zusammenhalten der Kapelle sein solle, damit sie auch fernerhin jederzeit bereit sei, wenn eS gelte Not und Elend zu lindern, Wohltätigkeit und Nächstenliebe zu betätigen. Ter Leiter der Beteranen-Kapelle, sitzende der Militärvereine. Es galt, der Beteranenkapelle, die sich schon Mehrmals in den Ticnst der Wohltätigkeit gestellt hat, den gebührenden Dank abzustatteu- Oberst v. ,L i n d e n a u dankte zember v. Js. abends 7 Uhr auf, der Station Offenbach vor gefallenen Zusammenstoß eines Personenzuges mit einem Leerzug verschuldet haben sollten, frei, da die Beweisaufnahme ergab daß den beiden Beamten keine Schuld beizumessen sei. h. F r a n k f u r t a. M., 27. Aug. Bor der S t r a f k a m nn • hatte sich heute der Kaufmann Heinrich Hopf, stellvertretende - Vorstand für die Betriebskrankenkasse der Firma Holzmann u. Go. zu verantworten. Hopf, der zuletzt ein Gehalt von 4200 Mk. | bezog, hatte im Laufe der Jahre die Kasse um 7000 Mk. | geschädigt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Urkundenfälschung, Untreue, Betrug zu einem Jahr Gesang n i s. Tie Untersuchungshaft, die seit Mitte Mai dauert, wird au) die Strafe angerechnet. Der Gesamtbetrag der bei uns eingegangenen Spenden steigt hierdurch auf 3 69 2.15 Mark. Weitere Gaben nimmt unsere Geschäftsstelle gern/ entgegen. Bei der Sammel stelle des Hilfsausschusses für Herbstein gingen ein: Von der israelit. Religionsgemeinde durch Großh. Prov.-Rabbiner Dr. Sander 50.— Mark; Sammlung in der Gemeinde Reiskirchen durch Pfarrer Gombel 47.20 Mark; Sammlung in der Gemeinde Burkhardsfelden durch Pfarrer Gombel 49.10 Mark; von N. N. 50.— Mark. Von sonstigen Spenden für Herbstein seien noch erwähnt: Kreis Worms 500 Mk., Landesverband der Gemeinderechner 100 Mk. Der Gesamtbetrag der bei Kreisrat von Bechtold eingegangenen Unterstützungsgelder beträgt 13 000 Mk. Die Anregung, zu Gunsten der Herbsteiner Abgebrannten im Botanischen Garten ein Wohltätigkeitsfest in Form eines Promenadenkonzerts der Regimentsmusik und der Veteranenkapelle zu veranstalten, hat große Sympathie gefunden. Die Vorbereitungen sind im besten Gange und es kann jetzt schon gesagt werden, daß die Veranstaltung einen eigenartigen Reiz besitzen wird. Außer den musikalischen Darbietungen der beiden Kapellen! wird schon der Aufenthalt in dem Garten zur Erhöhung | wann, Darmstadt 3 Mk., Lehrer Keil, Klein-Linden 2.501 x Langsdorf, 28. Aug. Oberlehrer Wamprechtsamer Mark, Lehrer Gunderloch, Kirchgöns 2.50 Mk., L. R. 4 Mk., QU$ Gröbming in Steiermark weilt in diesen Tagen zwei Tage M. R. 1 Mk., C. P. 3 Mk., Dekan Strack, Leihgestern 5 Ä Iin S^borf, nm im Auftrag deröfterreichischen Staats- I des Vergnügens beitragen, zumal er gerade jetzt für alle Naturfreunde große Anziehungspunkte bietet. Einige Büfetts werden in dem Garten Aufstellung finden, in denen Damen der hiesigen Bürgerschaft Erfrischungen verkaufen werden. Da kein basarähnlicher Betrieb, sondern nur Restaurations-Möglichkeit beabsichtigt ist, werden die Preise sich sehr niedrig bemessen und die gewöhnlichen Restaurationspreise nicht übersteigen. Bei gutem Wetter wird es der Veranstaltung an zahlreichem Besuch nicht fehlen. Der Reinertrag der heutigen Vorstellung im Kolosseum ist ebenfalls für die Abgebrannten in Herbstein bestimmt, was hoffentlich recht viele veranlaßt, heute sich das recht sehenswerte Spezialitätenprogramm anzusehen. • ** Von unserem Kaiser Wilhelm-Regiment. Gestern fand die Besichtigung des Regiments im Beisein des Korpskommandeurs General der Infanterie Exzellenz von Eichhorn, des Divisionskommandeurs Generalleutnant von Strantz und des Brigadekommandeurs Generalmajors von Hartmann statt. Nachdem bereits am Montag eine Vorbesichtigung abgehalten worden war, rückte das Regiment gestern früh ßi/2 Uhr aus den Kasernen ab auf die Straße nach Steinbach. An dem Lumpenmannsbrunnen beim Forsthaus Hochwart nahm es Aufstellung in Gruppengliederung. Gegen 9 Uhr traf Exz. von Eichhorn von Frankfurt im Automobil ein und nach dem Abgehen der Front begann alsbald die Entwicklung zum Gefecht. Der Angriff galt den Anhöhen 266, 231 Bitlis an der Spitze verfügt. New York, 27. Aug. Es verlautet, Präsident Roosevelt habe bereits Anweisung gegeben, daß neue Anklagen gegen eine größere Anzahl von Trusts-Organisationen erhoben werden sollen, die bisher von den Behörden noch völlig unbehelligt gelassen waren. wirtschaftlichem Unterricht eingerichtete Fortbildungsschule seinem Studium zu unterziehen. Wamprechtsamer, ein sehr hervorragender österreichischer Schulmann, der über Sachsen, Schweden, Dänemark, Westfalen re-, allwo er feit 17. Juni in gleicher Richtung tätig, nach Langsdorf kam, erklärte, daß^ihm von allen Schulen und Lehrplänen im deutschen Reich, in Schweden und Dänemark, das Lehrsystem der Langs- dorfer Schule, das ein Produkt ist mehr als 20 jähriger Beratungen zwischen Köhler-Langsdorf und Lehrer Leidich, einzig vor allen anderen cingeleuchtet habe und daß er dementsprechend der österreichischen Staatsregierung Vorschlägen wolle, nach Langsdorfer Muster die Schulen auch in Oesterreich einzurichten. -j- Du ten ho fe n, 28. Aug. Das neulich iiber unsere Gegend niedergegangene Gewitter mit Hagelschlag hat in unserer Gemarkung großes Unheil angerichtet- Eine Abschätzungslommission hat sich jetzt von dem Schaden überzeugt- Auf Hafer werden 10 und 11 Prozent von der Versicherung gedeckt- — Wie sehr die Bodenpreise hier gestiegen sind, zeigt folgendes Beispiel: Bei den Erweiterungsanlagen des Bahnhofs vor 21/2 Jahren kaufte die Bahnverwaltung 47 Grundstücke, den Quadratmeter für 1-75 Mark durchschnittlich und später empfing die Gemeinde für eine 5,26 Ar große Parzelle 4050 Mk- Unser Hauptbaugelände liegt in der Nähe des Bahnkörpers- h. Frankfurt a. M., 27. Aug. P r i n ze s s i n H e i n r i ch von Preußen kam gestern abend 7.05 Uhr aus Wilhelms- höhe vom Besuche ihrer Schwägerin, der Prinzessin Friedrich Karl von Hissen hier an. Am Hanptbahnhof wurde sie von dem Großherzog von Hessen abgeholt. .Die.Herrschaften dinierten im der Unterredung zwischen Dittoni und Aehrenthal aus. Die Blätter erklären übereinstimmend, daß diese Unterredung, die Erinnerung an die Zwischenfälle, die zwischen beiden Ländern vorgekommen sind, vollständig verwischt habe. Bern, 27. Aug. Der Bundesrat wählte an Stelle des Ende Oktober zurücktrctenden Hermann Galle zum Wizedire ktor de s internationalen Bureaus des Weltpostvereins den Oberpostrat L i e b l i st in Köln. London, 27. Aug. Kaiser Wilhelm hat nach einer Mitteilung des Penrith Observer an den Earl of Lonsdale geschrieben, daß der dem Earl vom Kaiserpaar in Lowthercastle zugedachte Besuch leider auf ein! Jahr verschoben werden müsse. Einmal habe König Eduard I ihn, den Kaiser, gebeten, seinen Aufenthalt auf Schloß Windsor um mehrere Tage länger auszudehnen, als ursprünglich geplant war, außerdem sei es durch den der Kaiserin in Wilhelms höhe zugestoßenen Unfall zweifelhaft geworden, ob sie überhaupt werde mit nach England kommen können. Der „Berl. Lokalanz." meldet aus Paris: In hiesigen Finanzkreisen wird versichert, der russische Finanzminister Kokowzew habe auf seine Reise nach Paris verzichtet, weil die eingeholten Informationen durchweg der Ausnahme einer neuen russischen Anleiheoperation ungünstig seien. Madrid, 27. Aug. Die Haussuchungen bei den Republikanern in Lissabon, die wegen der kürzlich Reichsgerichtsbriefe. (Nachdruck verboten^ I. S. Leipzig, 22. Aug Erwächst für den Hauseigentümer bei Bei, mietungseinerNäumezuWirtschaftszweckenein^ erweiterte Pflicht zur Jnstandhaltung des Hausi eingangs? Zur Entscheidung dieser interessanten Frage kam es anläßlich des folgenden Rechtsstreits. Am 15. Januar 1905 abeno, gegen 10 Uhr kam der Lohnweber W. in Treuen beim Verlassen der in dem Erdgeschoß des bem Fleischermeister August S gehörigen Hauses gehörigen Schankwirtschaft infolge Glätte $u Fall, wobei er sich erheblich verletzte. Infolge dieser Verletzungen machte er Schadensersatzansprüche nicht bei dem Pachte der Schankwirtschaft, sondern bei dem Hausbesitzer, dem Fleischer- meister S. geltend, indem er ein Schmerzensgeld von 100 Mk eine wöchentliche Rente von 12 Mk. und ein Aufwartegeld von täglich 75 Pfennigen bis zur Wiederherstellung seiner Erwerbsfähigkeit forderte.. Das Landgericht Plauen, wie auch das Oberlandes- gericht Dresden wiesen den Kläger mit seinen Ansprüche ab. Auch die von ihm gegen das oberlandesgerichtliche Urten eingelegte Revision wurde vom 6. Zivilsenat des Reichsgericht z u r ü ct g e w i e s e n. Das Oberlandesgericht führte in seinen Entscheidungsgründen aus, daß der Beklagte zwischen 7 und 8 Uhr die betreffende Treppe noch bestreut habe, und daß er für die nochmals eingetretene Glätte nicht verantwortlich gemacht werden könne, bc in .einer kleinen Stadt wie Treuen mit ungefähr 7000 Einwohner'.! das Tagewerk eines Hausbesitzers abends um 7 oder 8 Uhr beendet sei. Das Reichsgericht legt in seinen Entscheidung^. gründen dazu dar, daß die Feststellung des Berufungsrichterä über das Tagewerk des Hausbesitzers seiner Nachprüfung cni zogen sei, weil dies in das Gebiet der tatsächlichen Beweis- Würdigung^ gehöre. Es komme für die Entscheidung daher lediglich darauf an, ob der Hauseigentümer, welcher Räume stinej Hauses zum Betriebe einer Wirtschaft vermietet, mit Rüch'ich auf den Verkehr der Wirtsgäste eine diesem Verhältnis ent- sprechende erweiterte Pklicht habe, die Zugänge des Hauses zu reinigen, zu bestreuen, zu beleuchten u. dgl. Dies sei jedoch zu verneinen. Die Verpflichtung des Hauseigentümers erstreb sich nur auf den allgemeinen Verkehr in seinem Hause, nichü iarber auf den darüber hinausgehenden Verkehr, der buiö die besonderen persönlichen, gesellschaftlichen oder gewerbliche Bedürfnisse und Geslogenheiten eines Mieters hervorgerufen werde. Wenn der Mieter einen solchen Verkehr eröffnet, sei es deshaH Sache des Mieters, den ausgedehnten Verkehr durch lieber nähme jener Obliegenheiten zu sichern. Dem Hausbesitzer würde sonst eine nicht lercht erträgliche Last aufgebürdet, die sich ui eine beträchtliche Erhöhung der Mietspreise umsetzen müßte. Dr zeitige, der infolge Versäumung von Vorkehrungen zu Schaden komme, die durch lden von einem 9Jiieter veranlaßten besonder:!-. Verkehr geboten seien, müsse sich deshalb an denMieter haltm Aus Stadt und Land. Gießen, 28. Aug. 1907. Wir laden zum Abonnement auf den Gießener Anzeiger für die letzten vier Monate dieses Jahres ein. Einer Dar- Ulirvcrsitäts-Nachrlchren. — Für die Nachfolge des Professors Dr. His, Direktors bc medizinischen Klinik in Göttingen (jetzt v. LeydenS Nachfolge j in Berlin), kommt vornehmlich der Direktor der medizmischen Poli - klinik an der Universität F r e i b u r g i. Br., ord. Professor DR, Karl Hirsch in Betracht. Hirsch ist 1870 zu Oppenheim n. iHl geboren und wirkte als Assistent am St. Rochushospital in Main, später bei Geheimrat Curschmann an der Leipziger medizinische * Klinik. — Von Leydens Nachfolger. Amtlich wird die Der fetznng des ord. Professors Dr. Wilhelm H i s i n G ö U 1 n g e 11 i gleicher Eigenschaft an die Berliner Universität als Nach folger von Leydens bestätigt. sä. Darmstadt, 27. Aug. Das Kolleggeld für a»s . l ä n d i s ch e S t ti d i e r e n d e und Hospitanten ist an der Tecl K. Nischen Hochschule nach einer Verfügung des Ministeriums bc 1 Innern wieder wesentlich erhöht luorbcn; so betragen d ß aufgedeckten Bomb en Verschwörung gegen den König 1 ' ~ - -- und den Premierminister verhaftet worden sind, haben das Regiment übte. Die Aufgabe war für das Regiment zu einer neuen wichtigen Entdeckung geführt. Die nicht leicht, denn die Entwicklung zum Gefecht mußte in Polizei stieß auf Schriftstücke, die ihr den Weg zu einer dem mit dichtem Unterholz bestandenen Wald geschehen, zweiten geheimen Bombenfabrik wiesen. Diese Dann begann das Heranschleichen und -Kriechen an den Feind ist im südlichen Teil der Stadt am Tajo gelegen, und es in so geschickter Weise, daß die zahlreichen Schluchten- wurde eine beträchtliche Menge von Sprengstoffen vor- bummler die Soldaten erst sahen, als sie zum letzten gefunden. Die Polizei glaubt, daß die Verhafteten mit Sturm auf die 5)öhen schritten. Die Hebung endete erst diesen Bomben ein Attentatgegenden Kronprin-uml Uhr und siel zur vollen Zufriedenheit der Generäle zen auszuführen planten. Dieser wird am 28. Septem- aus. Nach kurzer Kritik vor dem Dorfe Steinbach rückte ber von seiner Afrikafahrt hier wieder eintreffen, und das Regiment ab, die Kompagnien trafen gegen i/23 Uhr es ist ein festlicher Einzug mit einer großen Empfangs- in den Kasernen ein. Heute vormittag (Mittwoch) nach kundgebung unter freiem Himmel geplant; bei diesem An- 6 Uhr verließ das Regiment unsere Stadt, um ins Manöver lasse sollte, wie man nach verschiedenen Anzeichen annehmen zu marschieren. muß, der Schlag geführt werden. Erhöhung des Spar kassen-Zinsfuß es. Dem Konstantinopel, 27. Aug. Ein gestern erlassenes vernehmen nach hat der Vorstand der B e z ir ks s p a r k as s e Ursache Grenze 19086an \u S WXiÄ gegangenen türkis chen Soldaten zu ruckgezogen! tahen soll eine dem entsprechende Erhöhung des Zinsfußes einwerden. Zur Aufklärung des Sachverhaltes wird gleich- treten. zeitig die Bildung einer Kommission mit dem Walt von ^*Eine schöne Feier fand ant letzten Samstag im 1 unteren Saale des Cafs Ebel unter Vorsitz des Obersten von Lin- d^enau statt- Anwesend waren Provinzialdirektor Geheimerat Dr- Bveidert, eine Abordnung des Osfizier-Kvrps, mehrere Herren deö engeren Basav-Ausschusses, das Prüsidialmitglied der Hassia, Mayer, der Bezirksvorsitzende Fischbach, sowie sämtliche Bor- 2Cird?c und 5d?ule. — Zur Dreihnndertjahrfeier des Joachims- t h a l s ch e n G ymnasiums z u B e r (i n. Verschiedene höhen Lehranstalten Berlins können ihre Geschicl)le eine ganze Reihe vor Jahrhunderten znrückversolgen; so vor allem das Gymnasium zum Grauen Kloster, das schon 1574 entstand. Neben ihm ist wohl ba: Joachimsthalsche Gymnasium das älteste. Am 24. August 1607 wurde es durch den Kurfürsten Joachim Friedrich gegründet. Abu nicht Berlin war von Anfang an sein Sitz, sondern das kleine Städtchen Joachimsthal mußte ihm die erste Wohnstätte bieten. 1636 wurde die Anstalt aber von kursächsischen Reitern völlig zerstört. Es vergingen mehrere Jahre, ehe für das Gymnasium ein neues Heim gefunden wurde. So wurde es zunächst mit bet kölnischen reformierten Schule in Berlin verbunden, bis es 1650 im kurfürstlichen Schlosse ein vorläufiges Unterkommen erhielt. Bald darauf wurde ihm dann vom großen Kurfürsten in der Nähe des Schlosses ein eigenes Heim geschenkt, und 1688 erhielt es dmm die große Häusergruppe in der Heiligegeist- und der Burgstruße, tuo es bis zum Jahre 1880, ihrer Ueberfiebelung nach Wilmersdorf verblieb. Seiner ursprünglichen Bestimmung entsprechenb soll es wieder zurückverlegt werden in eine kleinere märkische Stadt, um dort wie unmittelbar nach ihrer Gründung in stiller Abgeschiedenheit als Lehranstalt und Alumnat für die Pflege bei Wissenschaft zu sorgen. ,— D i e hessische M i s s i o n s k o n f e r e n z (für Heiden- Mission) wird ihre 12. Jahresversammlung am Donnerstag, 5. Sept., in Mainz abhalten. Es wurde dafür folgende Tagesordnung aufgestellt: 91/, bis 10 Uhr: Sitzung des Vorstandes imt der Tekanatshelfer im Pfarrhaus neben der Ehristuskirche. 10 bi« IV, Uhr: Jahresversammlung der Mitglieder im Gemeindesaa der Ehristuskirche. Referat über „Die ärztliche Mission": Cbcv lehrer Kämmerer, Stuttgart. Dlskussion. Referat über „Die Frauen frage in der Mission": Missionssekretär Würz, Basel. Diskussion ' 2 Uhr: Gemeinsames Mittagessen im „Bayrischen Hof". 8 Uh abends: Allg. Missionsversammlung im Gememdesaal der Lhrislnc' kirche, bei der Missionar Ruhland, Missionssekretär Würz und Oder - lehrer Kämmerer Ansprachen halten werden. legung seines Programms oder Anpreisung seines Inhaltes bedarf e§ nicht. Er ist anerkanntermaßen die größte, von keiner Partei abhängige, für die Versöhnung der Gegensätze zwischen Stadt und Land eintretende, die.^rr Meißinger, dankte für die ehrenvolle Auszeichnung berechtigten Interessen von Landwirtschaft und In- und gelobte, auch in Zukunft im Sinne der Wohltätigkeit zu dustrre nach Möglichkeit fördernde Provlnzzeitung. wirken. Ter Gießener Anzeiger ist ein reichhaltiges und doch ** Eine originelle Verhaftung. Die Dienstmagd billiges Blatt, das an Gediegenheit von keiner Zeituna Elisabethe Wenz aus Wornis, die sich seit einigen Tagen Hessens und der Nachbarlande übertroffen wird. ^r umherttieb, angeblich um Stellung zu suchen verübte i> r.. ’L . r. „ m . hierbei eine Anzahl Diebstahle und wurde von der Polizei ge- Uiffere sämtlichen Zeitungstrager, Zweigstellen, Vertreter sucht. Gestern abend iourde sie von einer der Bestohlenen in der und alle Postanstalten nehmen Bestellungen entgegen. Anlage betroffen, sie flüchtete aber durch den Schoorgraben in ------ den Botanischen Garten und verschwand daselbst. Heute nwrgen ** Hilfe für SS erb ft ein Riä hnrtM4^rtri erbteU die Polizei Kenntnis, daß sich die Wenz bei einer in ! u ^10 beute vormittag I kn Neuen Bauen wohnenden Vermietfrau aufhalte und als ein gutgen bei unserer Geschäftsstelle für die Abgebrannten Kriminalschntzmann erschien, fand es sich, daß sich die Gern Herbstem weiter ein: suchte vom Fenster aus in einen engen Winkel zwischen den K. I. 2 Mk., Waas 3 Mk., Ungenannt 1 Mk., Pfarrer Häusern begeben und hier an den Wänden hinauf bis an das t. P. Hofmann 3 Mk., Schönhals 1 m, C. Gans 1 W, ®ad’ S-kl°U-rt war Ls war nicht leicht die Person aus der E 91 Wnch 5 Rß sntn o 3 m engen und auch gefahrvollen Lage zu befreien, sie fiel wieder U. 4. o Mk., M. B^ oO Psg-, yS- Körender 3 Mk., Pro- herunter in den Winkel und die Polizei brachte sie in bessere fesjor wr. Vossrus 10 Mk., Ungenannt 1.50 Mk., Adam Uhl Obhut. Allerdings ging es bei der Kletterpartie nicht ohne Haut- 12 Mk., Fabrikant Herm. Eichenauer 5 Mk., Fabrikant Hch. abschürfungen an den Beinen, den Händen udnd im Gesicht ab. Eichenauer 5 Mk., von den Schülern der 1. Klasse in Fel- - ^.us.sdorf 28. Aug. (Tel.) Heute vormittag wurden linasbaufen burdi Mehrer M rrpfammpTf 4 ^mem Ichahrigen Mädchen von einer Dreschmaschine beide Beme tingsyaufen oura) ^etjrer W Feix gefammelt 4.50 Mk., abgeriffen. An dem Aufkommen der so schwer Verletzten wird Pfarrer Kalbhenn, Krrchgons 5 Mk., Frau Pfarrer Fried- gezweifelt. -den Anwefenden für ihr Erscheinen und betonte, daß er sich» w. ^uB. üthwzvuuimuiuuu über die große Opferfreudigkeit und Nächstenliebe freue, die I sprach in der heutigen Verhandlung gegen den Lokomotioflihit während des Basars zugunsten der Hinterbliebenen unserer Süd-1 Ehristian Marx von Bockenheim und den Zugführer Heiniit!^ Westafrikakämpfer insbesondere auch bei den Mitgliedern der Becker von Fulda, die nach der Anklage den am 19. I - für Deutsche Mk. re. (gegr. 1827) mit Mk. ( Summa 4 480 355 203 Mk. Auf diese sechs Anstalten Kanonen- mit, die 82.10 3% Portugiesen III 90.20 Bloderne Weriotste Möbel Elektriz. Schuckert . Eschweiler Bergwerk . 30.30 . 138.90 . 127.10 . 207.70 . 111.50 921 405 600 776 725 777 762 747 613 745 095 850 691 891 635 582 488 728 1861) 1854) 1830) 1857) 1864) Harpener Bergwerk Laurahütte Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . . 82.50 60.90 94.60 Berliner Handelsges. . Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . « Deutsch-Asiat. Bank . Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisentahn . . . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn 50 200 100 400 . 114.40 . 98.95 . 205.00 . 189.20 auf dieses für Aust.: 100 Mk. 4% Oesterr. Goldrente 4V6 % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3?6 Portugiesen Serie I . 3% 3^7. 3% 3^7° 3^7o . 150.80, . 125.00 . 222.20 . 139.00 . 167.40 . 136.60 . 198.80 Canada E. B. . . , Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: fest. bei englischen Finnen und die argentinische 2 boote. Dublin, 28. Aug. Das Amtsblatt teilt 4J^70 russ.StaatsanL 1905 4%7o japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 37o Mexikaner « . . 4>$ 7o Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss . . Buderus E. W. . Tendenz: fest. kaufen keine Einrichtung ohne vorher das grosse Mnster- ilauptaussteliujitgshaus der Darmstüdter Möbelfabrik, Heidelberger-Strasse, welches als Sehenswürdigkeit 1. Ranges und bedeutenstes Haus seiner Art bekannt ist, besichtigt zu haben. Man verlange Preisliste mit Abbildungen. (Perspektiv-Aufnahmen von kompl. Zimmern). 10jährige Garantie, freie Lieferung, Sonntags von 11—1 Uhr geöffnet. bl2/8 . 164.50 . 124.90 . 222.60 . 63.60 . 136.80 bei Wiederholung bis zu 3 Fällen Hauptprüsuug bei Wiederholung bis zu 3 Fällen Für die Dr. Iugenieurprüsungen 50 25 100 50 240 Victoria . . Stuttgart Alte Leipziger vermischte*. * Eine Bergbahn auf den Großglockner. Das Eisenbahnministerium hat der österr. Firma Brüder Redlich u. Berger in Wien die Bewilligung zur Vornahme technischer Vorarbeiten für eine mit einer Spurweite von einem Meter herzustellende und mit elektrischer Kraft zu betreibende Lokalbahn von Obervellach nach Heiligenblut sowie für eine im Anschlüsse hieran herzu-^ stellende Bergbahn nach einem geeigneten Punkte des Großglockner aus die Dauer eines Jahres erteilt. * Ein amerikanischer Richter beim Hau- Prozeß. Interessante Aeußerungen über das deutsche Strasprozeßverfahren hat ein amerikan. Jurist, der Richter Theodor Brentano vom obersten Gerichtshof von Eook County, der jetzt in Europa weilt, in einen: Interview gemacht. Er hat .Gelegenheit genommen^ einigen Sitz-i, 98.90 97.50 92 85 103.10 65.75 66 50 90.75 89.40 93.30 140.60 . 190.30 . 219.50 . 30.40 . 109.50 . 140.40 Berliner Börse, 28. Aug. Anfangskurse. Dem Verfasser des Eingesandts in Nr. 198 vorn 24. Aug. sprechen wir für sein Eintreten zugunsten des Achtuhr-Laden- schlusses unseren Dank aus. Bezüglich Verkürzung der Sonntagsarbeitszeit bemerken wir das folgende: Wir sind nicht der Ueberzeugung, daß durch den Einuhrschluß an Sonntagen auch nur die geringste Sch'id Grafschaften Clara, Galway, Kingstoung, Leiirim, Langford und Roscommon seien als im Aufruhr befindlich erklärt worden. Paris, 28. Aug. Im Bagno von Guyana sind dreißig bewaffnete Sträflinge ausgebrochen, nachdem sie den Polizeikommissar ermordet hatten. Paris, 28. Aug. Der Korrespondent der „Tribüne" meldet, in Tanger gehe das Gerücht, der Sultan Abdul Asis sei ermordet worden. Er gebe das Gerücht mit allem Vorbehalt wieder. Fez, 28. Aug. Der Sultan ist außer Stande, die beabsichtigte Reise nach Rabat anzutreten, da ihm die un- botinäßigen Stämme den Weg verlegt haben. Sidi bel Abes, 28. Aug. Unter mehreren Stämmen Nord-Marokkos, besonders in der Umgebung von Udschda machen sich Zeichen großer Erregtheit bemerkbar. Fanatiker durchziehen die Gegend, berichten die Ereignisse von Casablanca und predigen den heiligen Krieg. BuAmema und Roghi, welche mit Frankreich gute Beziehungen zu erhalten wünschen, haben erUärt, daß sie ihr möglichstes tun werden, um weitere Ausschreitungen gegen die Europäer zu verhindern.> - . „ _ . mg der Ladeninhaber eintreten dürfte, da die Landkundschafi, oer Herr Einsender behauptet, doch in der Stadt eine großAuswahl unter den Waren hat, diesen Vorzug ganz gewiß zu schätzen weife und deshalb nach wie vor nach Gießen kommen wird. Auf den Hinweis, daß gegenwärtig sieben Züge gegen 12 Uhr in Gießen eintreffen, ist zu erwidern, daß sich mit einem solchen Argument schließlich auch eine Verkaufszeit bis 6 oder 7 Uhr abends rechtfertigen ließe. Denn zwischen 3 und 4 Uhr treffen abermals eine ganze Anzahl von Zügen ein, die Landkmtdschas: bringen Teiefomscha Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Kandel. Marien b urge r Privatbank in Konkurs. Die nichtbevorrechtigten Forderungen betragen 9 903 357 Mk. Die Vermögenswerte 3150 757Mk. sodaß also ein Fehlbetrag von 6758572 Mk. besteht. Es wird mit ziemlicher Sicherheit auf eine Dividende von 2O7o gerechnet. Sparkassen-Rückgang. Von der Berliner Sparkasse wird gemeldet, daß im Etatsjahr 1906/07 rund 6 Mill. Mark mehr zurück- als eingezahlt worden sind. Ob dies nun aus das Zurückgehen der Sparkrast des Volkes zurückzuführen ist, oder ob dieses seine Ersparnisse anderen Anlagen zuwendet, wird nicht gesagt. Hingegen wird der anhaltend bedeutende Rückgang der Kurse der Wertpapiere als sehr ungünstig für die Berliner Sparkasse bezeichnet. Es ist dies um so bemerkenswerter, als diese nur pupillarisch sichere Wertpapiere besitzt. Sämtliche Papiere sind im Kurs unter den Ankaufswert zurück- gegaugen, so daß ein erheblicher Kursverlust entstanden ist, der sich buchmäßig auf 10Ui Mill. Mark beziffert, und den Reservefonds nach Abzug des Ueberschusses von 21-/o Mill. Mk. um 73/1 Mill. Mk. schmälert. Zur Kohlen aus fuhr. Es heißt, die preußische Regierung habe im Hinblick ans den wachsenden Kohlenmangel nnb die Steigerung der Kohlenpreise die vorübergehende oder dauernde Aufhebung der bestehenden Ausnahmetarife für Steinkohle und Koks nach den verschiedenen Auslandsgebieten ernstlich in Erwägung gezogen. Die Frage soll vor einem endgültigen Beschlüsse dem Landcseisenbahnrat zur Begutachtung vorgelegt werden. , . entfiel demnach die gute Hälfte (51,8 Proz.) des gesamten Lebensversicheruugsbestaudes der 43 Ge- sellschaileu. Von letzteren betreiben 28 — darunter besonders Victoria und Friedrich Wilhelm — außerdem die kleine (Volks- mrd Sterbekasse-) Versicherung mit geringen Summen, zumeist ohne ärztliche Untersuchung und mit wöchentlicher Prämienzahlung: hierin wurden 910 262 Versicherungen über 182 838 137 Mk. neu abgeschlossen, und am Schlüsse des Berichtsjahres bestandeii 5 800 227 Versicherungen über 1 043101 736 Mk. (durchschnittlich 180 Mk.). Von den 43 Gesellschaften betreiben sodann 40 auch die Versicherung nur aus den Lebenssall (Alters-, Aussteuer-, Militär- dienstversicheruug): hierin wurden 36 843 Versicherungen über 65 715 549 Mk. abgeschlossen, und Eiide 1906 bestanden 551 893 Versicherungen über 885 526 785 Mk. Ter Gesamtbestand an Kapital- versicherungen bezifferte sich somit bei den 43 deutschen Lebens- versicherimgcanstallen Ende 1906 aus 10 575 314 443 Mk. Summe. Eintrittsgelder für Reichsanaehörige 10 Mk., für Ausländer 30 Mk., die Einschreibegebühr: für Reichsang. 5 Mk., für Ausländer 15 Mk. pro Semester. Das halbjährige Studiengeld beträgt für Reichsangehörige im Winter mindestens 90 Mk., im Sommer mindestens 80 Mk., für Ausländer mindestens 140 Mk. Für Hörer mindestens 120 rgsp. 100 Mk., für Ausländer mindestens 200 Mk. Die von Privatdozenten ohne Lehrauftrag gegen Erhebuiig von Kollegien- geld abgehaltenen Vorträge imb Hebungen kommen Minimum nicht m Betracht. Auch die Prüfungsgebühren betragen: Vorprüfung — Die deutschen Lebensversicherungs-Gesellschaften im Jahre 1 906. Von 43 deutschen Gesellschaften wurden im Jahre 1906 insgesamt 167 686 eigentliche Lebensversicherungen über 858 898 593 Mk. neu abgeschlossen. In Abgang kauten dagegeii 78 662 Versicherungen über 360 782 678 Mk., darunter 24 537 über 105 659 497 Alk. durch den Tod und 8380 über 42 427 372 Mk. durch Zahlbanverd en bei Lebzeiten der Versicherten. Der Gesa m t b e ft a n b eigentlicher L e b c n s v e r s i ch e r- unfjen am Schlüße des letzteii Jahres erhöhte sich um 89 024 Polweit und 498115 915 Alk. Summe aus 1 868121 Versicherungen über^8 646 685 922 Alk. Hieran waren die bedeutendsten Anstalteii & 0 n k u rf e in Hesse n. lieber das Vermögen des 23 tiefer» meisters Friedrich O h l von B u tz b a ch, z. Zt. unbekannt wo? abwesend,, wurde am 16. August das Konkursverfahren eröffnet. Prozeßagent Will). Poppelsoorf in Butzbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Koukurssorderuugen sind bis zum 10 Sept, bei dem 'Amtsgericht Butzbach anzumelden. — lieber den Nachlaß des 6) e 0 r g F r i e b r i ch Riedel m Hartenrod wurde am 20. Aug. das Konkursverfahren eröffnet, da der Nachlaß überschuldet ist. Kaufmann Georg Helfrich in Wald-Michelbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforberungen sind bis zum 24. Sept, bei dem "Amtsgericht Wald-Michelbach anzumelden. — lieber das Vermögen der offenen Handelsgesellschaft K. Nover und Söhn e, Inhaber Kaspar Nover, Johann Georg Nover, gerufen Jean Nover, und Ernst Nover m Darmstadt ist am 24. Aug. bas Konkursverfahren eröffne worden, da RechtSanivalt Lindt als Vertreter der Gläubigerin, Firma I. Bruchfclb m Darmstadt, die Eröffnung des Verfahrens beantragt, die Forderung der gen. Gläubigerin und die Zahlungsunfähigkeit der Gemeinschuldner glaubhaft gemacht hat, auch die Gemeiuschulduer selbst ihre Zahltingseuistelluiig und Zahlungsunfähigkeit cingeräumt haben. Gefänguisverwalter i. P. Al u t h in Darmstadt ift zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- iorberungen sind bis zum 30. Sept, bei bem Amtsgericht Darmstadt I. auzumelben. Märkte. Gießen, 27. Aug. Vieh m a r kt. Bei dem am 20. und 21. Auguu abgehaltenen Markte ivareii ailfgetriebeti 1145 Stück Rindvieh, 472 Schweine. Der nächste Markt findet am 3. unb 4. September statt; an letztereiil Tage miet) Kramermarkt. : 11 K t r ch h a 1 n , 27. Aug. Auf bem heutigen Viehmarkt standen über 300 Kühe, Rinder und Kalber 511m Verkauf. Ter Handel ging bet hohen Preisen recht flott. — Atif dem S ch mein c- marft belief sich die Zufuhr atii 800—900 Stück. Für kleine Ferkel bezahlte man pro Paar 26-32 Alk. unb für Läufer 40 bis 60 Alk. ie nach Größe unb Qualität. Mastschweine zogen im Preis an. w. F rankfurt a. NI., 28. Atig. (Crig.-Selegr. des „Gieß. Nnz.") Vieh m a~r 11. Zum Verkäme stauben 00 Kalber, 00 Schafe u. Hammel, 1532 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual. 73—00 Pf. Lebendgewicht 57—00.00 Pf., 2. Qual. 71—72 Pf., Lebendgewicht 56.50—00 Pfg,, 3. Qual. 62—64 Pfg. Kalber 1. Qital. 00—00 Pf. Lebendgewicht 00-00 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg. Schafe 1. Qualität 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Pfg, Geschalt bei Schweinen: Markt gedrückt, Ueberftaiib bedeutend. Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg - Arnerik. PaketL 125.70 Harpener Bergwerk. . . 190.75 Lanrahütte......219.50, Nordd. Lloyd.....109.80 Oberschles. Eisen-Industrie 99.00 mit folgenden Summen beteiligt: Gotba . GrigLiraL-DrahtineLdrittgen. Berlin, 28. Aug. Tie „Tisch. Tageszrg." schreibt: Es darf als sicher gelten, daß man sich neuerdings in maßgebenden Kreisen ernstlich mit der Frage beschäftigt, ob den bei der Hinfahrt gleichzeitig gelösten Karten für die Rückfahrt, die jetzt nur bekanntlich am nächsten Tage Gültigkeit haben, eine längere Gültigkeitsdauer zu gewähren sei. Wenn kürzlich gesagt wurde, daß man plane, diese Tauer auf drei bis fünf Tage zu erstrecken, so ist das nicht richtig. Man wird sich vielmehr wahrscheinlich entschließen, eine erheblich längere Gültigkeitsdauer zu gewähren. Berlin, 28. Aug. Graf Wolff-Metternich, der am Freitag mit dem Kaiser in Wilhclmshöhe eine sehr eingehende Unterredung hatte, wird, wie die Morgenpost erfährt, seinen Botschasterposten am englischen Hose binnen kurzer Zeit verlassen. Als fein Nachfolger ist der Delegierte auf dem Haager Kongreß, Frhr. Marschall von Bieberstein, der bisherige Botschafter bei der Pforte, ausersehen. Herr v. Kiderlen-Wächter, der bisherige Gesandte in Bukarest, soll Marschalls Nachfolger in Konstantinopel werden. K i e l, 28. Aug. In der Außenföhrde hatte am Donnerstag das soeben in Dienst gestellte Linienschiff Pommern Anschießen der Geschütze. Als das zweite Geschütz der 17 Ztm.-Kas ematten-Geschütze auf der Steuerbordseite abgefeuert wurde, riß die Granate vom benachbarten ersten Geschütz ein 38 Ztm. langes Stück vom Rohr glatt weg. London, 28. Aug. Die brasilianische Regierung bestellte 3 neue große Schlachtschiffe und 2 Kretizer Stettiner Germania ( Karlsruhe . . . ( Esttgesnndt. (Für Fornl und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion deut Publikum gegenüber keinerlei ; Verantwortung.) Einen eigenartigen, aber hoffentlich nur vereinzelt unzutreffenden Begriff von feinen Funktionen scheint ein Organ der hiesigen „Wach- und S ch l i e fe g e s e 11 s ch a f 1" zu haben. Samstag nacht zwischen 12 unb 1 Uhr befand sich dieser Sicherheitswächter anscheinetid auf einem Dienstgang in Begleitung eines doggen- artlgett Hundes zwischen Casö Hettler und der Bleichstraße, langsam an den Häusern hergeheub, während ich die Süd-Anlage (unter den Bäumen) hinunter gmg, begleitet von einem Herrn. Da beging mein frei lausender Jagdhund den allerdings schwer verzeihlichen Fehler, sich dem Hunde des bewaffneten Herrn bis aus ungefähr 2 bis 3 m zu nähern, ein Umstand, der die unenuartete Folge hatte, daß der Genannte sein Tier auf meinen Hund, der stch übrigens durchaus freundlich und schweifivedeln genähert hatte, hetzte unb ausrief: „Mach, daß du fort kommst, sonst hau' ich dich flammen" oder so ähnlich. Erstaunt wegen dieser Roheit erlaubte ich mir die vorwurfsvolle aber höfliche Frage, was denn eigentlich da drüben los sei, woraus mir der Sicherheitsbeamte laut und in einem ohne erkennbaren Grund erregten Ton entgegnete, wenn ich etwas von ihm wolle, solle ich nur zu ihm kommen, er würde schon mit nur fertig, eine Ansicht, der ich übrigens im Hinblick auf die Bewaffnung des Betreffenden beipflichte. Diese Eiiiladung, die, obgleich ich schweigend meinen Weg forlsetzte, wohl ein diitzendmal in Verbindung mit anderen ungehörigen unb beleidigenden Redensarten an mich erging, sogar als der Wächter längst in die Bleichstraße eingebogen unb 'ich schon über 100 m weiter gegangen war, somit für mich wenig Verlockendes hatte, ließ ich uatürlid) unbeachtet in der Erwägung, daß der offenbar Betrunkene mir gegenüber von seinen ihm zum Schutze des Publikums anoertrauten Waffen möglicherweise einen vorschriftswidrigen Gebrauch machen könnte. Ich fühle mich ueranlafet, dieses Erlebnis öffentlich bekannt 311 machen unb Protest zu erheben gegen ein solches Verhalten, das von feiten irgend eines beliebigen Menschen schon als sehr un- gehörig bezeichnet werden müßte, bei einem Sicherheitsbeamten jedoch, dem seitens des PilblikiMis ein weitgehendes Vertrauen entgegen gebracht wird, sich als eine bedenkliche Entgleisung barftellt. Hoffentlich haben diese Zeilen ben Erfolg, daß die Wach- unb Schließgesellschaft in Zukunft mit größerer Sorgfalt bei ber Auswahl ihrer Organe verfährt. ♦ Würben, wenn nicht schon die Laben geschlossen waren. Vfrtnbet ber Emuhrschluß statt, bann werden eben sehr viele Landleute schon mit den Zügen gegen 10 Uhr fortfahren. . Zur Kirche Kinnen sie beim Besuch der Stadt ja doch nur in den seltensten Fällen gehen, da der Gottesdienst durchschnittlich V? det, um diese Zeit aber auch schon die gegen 12 Uhr hier etntreffenben Züge ans der Nachbarschaft abfahren und die Kirche vom Bahnhof vielfach iueit entfernt liegt. , Und wenn wirklich ein geringer Rückgang der Einnahmen bei einzelnen Geschäftsleuten einträte, ist der ideelle Gewinn denn gar fern Opfer wert? Freut sich nicht der Geschäftsmann, der Angestellte, daß auch er sich mehr seiner Familie widmen kann? Aber es ist gar nicht anzunehmen, daß eine Verminderung der Einnahmen stattfindet. Frankfurt a. M. hat in seiner Umgebung auch eine sehr kaufkräftige Landbevölkerung, die früher an Sonntagen die Läden füllte. Jetzt nach Einführung der völligen Sonntagsruhe ist der Verkehr in den Ladengeschäften an den Wochentagen entsprechend stärker geworden. Warum sollte es in Gießen anders sein, zumal nach unseren Vorschlägen ja immer noch zwei Stunden Verkaufszeit an Sonntagen gestattet sein sollen. Das ist ganz sicher nicht anznnehmen. Wir hoffen deshalb, daß die Bürgerschaft, die Behörden und die Geschäftsleute unserem Wunsche das gebührende Verständnis entgegenbringen unb ihn baldigst erfüllen werden. Ortsgruppe Gießen im D. H. V. Gießener Wetterdienst. VoranSsichtliche Wiitcrnrrg für Hessen am Donnerstag ben 29. August: Tortdauer der gegemvärtiaen Witterung. ungen des Hauprozesses beizuwohnen. „Ich war überrascht, wie schnell die Jury gewählt war. Innerhalb von 30 Minuten war.sie eingeschworen. Ich denke, was die schnelle Formierung des Gerichtshofes betrifft, so können wir vieles lernen. Aber im Weiteren möchte ich die deutsche Methode nicht empfehlen. In Deutschland, und fast auf dem ganzen Kontinent, gilt der Angeklagte von vornherein als schuldig, bis er seine Unschuld bewiesen hat; ich halte dies Verfahren für unbillig. Die amerikanische Art der Verhandlung gibt dem Verteidiger bessere Chancen für ein angemessenes Verfahren und steht mehr im Einklang mit den Forderungen der Menschlichkeit. Ich kann nicht damit einverstanden sein, daß der Richter die Fragen stellt, denn ohne Zweifel wird dadurch die Jury gegen dieVerteidigungbe- einflußt. Und dann dürfen die Geschworenen nach Schluß der Sitzung ausetnandergehen und können mit Fremden Prozeß und Beweismaterial erörtern, lesen die Kommentare in den Blättern, die besonders im vorliegen- Fall äußerst parteiisch gehalten waren." Brentano ist der Ansicht, daß die Erfahrungen im Hau-Prozeß zu einer Revision des deutschen Strafprozeßverfahrens führen wird. „Die deutsche Presse scheint die Vorzüge des amerikanischen Verfahrens zu erkennen", meinte er, und er glaubt, daß man sich entschließen wird, sich an das amerikanische Vorbild näher anzulehnen. * Kleine Tageschronik. In Berlin sind durch Genuß von anscheinend verdorbener Spi ck g a n s plötzlich der Portier Marks, feine Frau und drei Töchter an V e r g i f t u n g s e r- scheinungen erkrankt- — In das Untersuchungsgefängnis wurde der frühere Notar und Rechtsanwalt U ck e r m a n n eingeliefert, ber nach Verübung einer Reihe von Tepotveruntreuungcn ins Ausland geflüchtet war und schließlich in London verhaftet wurde- — Ein blutiges Eifersuchtsdrama, dem zwei Menschenleben zum^ -Opfer fielen, hat sich im äußersten Norden von Berlin abgespielt- Tie F-rau Friederike Hoppe, Mutter von zwei Kindern im Alter von 18 und 14 Jahren, wurde von ihrem Schlafburschen, dem 39 Jahre alten Stallknecht Oskar Plön, mit dem sie ein Verhältnis unterhielt, erstochen- Plön hat sich, nachdem er den Mord verübt hatte, an einem Türpfosten erhängt- — In Kraiburg in Oberbayern 'sind zwei Bauern- Kinder nach dem Genüsse von Tollkirschen unter gräßlichen Schmerzen auf dem Felde gestorben. — Auf dem Nürnberger Volksfestplatze wurde der Monteur Koppel durch eine elektrische Leitung, (mit der et in Berührung kam, sofort getötet- — Ter Fleischer Schmor wurde in der Nacht in Swinemünde mit durchschnittener Kehle vor feiner Wohnung ausgefunden. Er schwamm in einer großen Blutlache. Ermittelungen ^ergaben, daß der Maurer Wolfs den Schmor niedergestochen hatte, mit dem er wegen einer Dirne in Streit geraten war- Der Schwerverletzte wurde in das Krankenhaus gebracht, wo er seiner Verletzung erlag- — In dem Gelsenkirchen benachbarten Midde- l i ch wurde die Frau des Bergmanns iGroth in einem Neubau erdrosselt aufgefunben. Sie war vergewaltigt worden. Vier junge Leute wurden wegen Mordverdachtes verhaftet- — Bei einer Schießübung int Stulwei ßenburger Komitate gab ein Soldat einen scharfen Schuß anf den wegen feiner Strenge sehr mißliebigen Regimentsobersten Neber ab. Der Schuß verfehlte fein Ziel- Eine Untersuchung wurde eingeleitet. Der Täter aber ist bisher nicht ermittelt worden- Sämtlichen Soldaten wurden die scharfen Patronen abgenommen. — Ter Sohu des französischen Gesandten in Luxemburg wurde in den Glacis von vier Wegelagerern überfallen- Er schlug sie mit Hilfe eines Freundes in die Flucht- Tie Vagabunden hatten wenige Minuten vorher einen Feldhüter überfallen und mißhandelt- — Der Unteroffizier Fasel wurde in Ro g asen (Posen) von einem angetrunkenen Soldaten, den er als Führer einer Wirtshaus-Patrouille von einem Tanzvergnügen verwies, mit dem Seitengewehr am Kvpse lebensgefährlich verletzt- Der Täter wurde verhaftet- — Der Unteroffizier Stelzner in Riesa (Sachsen) wurde vom Kriegsgericht wegen Soldatenmißhandlung zu 6 Wochen Mittelarrest verurteilt- Frankfurter Körse, 28. Aug., 1.15 Uhr. Reichsanleihe . . 92.20 Elektriz. Lahmerer . . do. . . 82.10 ~ ~ ' Konsols .... 92.65 do.....82.10 Hessen .... 91.55 Oberhessen . . . —.— Erstes Giessener Wohnungs-Entstaubungsmslitut ©issseira Boosstrasse 31 Der Vorstand. D2S/S Z F* K8ees aus Elberfeld. 5431 Elektromotoren Dynamos Techn. Bureau Frankfurt u. M., IBöchster^tras«e 45. hv®/9 Giessen im August 1907. 06001 § *)Obj Kalser-ütfo-Kaffee! e Billtgsie betrieöskratt der Gegenwart! [3903 anderen. Gas-' Bri [5109 empfiehlt S Fl. 70 t W I Neues Sauerkraut und neue Gurken S P Habe mich hier als Rechtsanwalt niedergelassen. Mein Bureau befindet sich Bahnhofstrasse 61. 1 Oppenheimer Rechtsanwalt. Koche auf Vorrat zur richtigen Zeit Kommst niemals in Verlegenheit. Kellers neuest. verbess. l I Bersteigerungsanzeige. Freitag, den 30. ds. 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Voranzeige, Hierdurch teile ich den geehrten Bewohnern von Gießen und Umgegend ganz ergedenst mit, daß ich infolge freundschaftlichen Ueberemkommens mit Herrn Jakob Noll das Etablissement WMof in den nächsten Tagen wieder für eigene Rechnung übernehmen werde. Indem ich bemerke, daß sämtliche Räumlichkeiten, sowie die Gartenanlagen rc. vollständig neu hergerichtet werden, empfehle ich^mich Hochachtungsvoll J " Gießen, 28. August 1907. (Dhr>. ByiBB. Versteigerung. Donnerstag, den 29. d. Mts., vormittags lOVa Uhr, versteigere ich im Auftrage des Herrn Prozetzbevollmächtigten Kaspar Klingethöfer dahier — in der Hofraite des Letzteren — „An den Bahnhöfen Nr. 30" — e.ne Kuh gegen Barzahlung. (Versteigerung bestimmt.) <5425 Gießest, den 27. August 1007. Seipel, Gerichtsvouziehex. zur Frischhaltung aller Nahrungsmittel unübertroffen. Gläser in sechs verschiedenen Höhen können gleichzeitig eingespannt werden. Besondere Vorzüge: Das (Lin- u. Auswechseln der Federn bezw. Gläser geschieht auf die denkbar einfachste Weise und jede Feder ist unabhängig von der Weintrauben zu verkaufen. Aufruf i. Die Endesunterzeichneten haben es sich zur Aufgabe gemacht, die in Herbstein durch das schwere Brandunglück heimgesuchten Familien in ihrer großen Not durch die Erträgnisse eines ©oppel&oaaEer'tes zu unterstützen. Dasselbe soll am 1. September von 11 Uhr bis l1/, Uhr im botanischen Garten zu Gießen stattfinden. Eintritt pro Person Mk. 1.—, wobei der Mildtätigkeit keine Grenzen gesetzt werden. Das Doppelkonzcrt wird von der gesamten Kapelle des Regiments Kaiser Wilhelm und der Beteraneu-Kapelle im Einzel- und Zusammenspiel ausgesührt werden. Die in ihrem großen Opfersinn bekannte Bevölkerung von Gießen und Umgegend, welche jederzeit eine außerordentlich offene Hand erwiesen hat, bitten ww, auch dieses Unternehmen in Anbetracht des großen Notstandes freundlichst unterstützen und ihm ihre Beihilfe nicht versagen zu wollen. Wir hoffen, den schwer heimgesuchten Landsleuten von Herbstein einen namhaften Betrag überweisen zu können und sprechen im voraus allen denjenigen, welche dieses Unternehmen gütigst unterstützen, tm Namen der Herbsteiner unsern tiefgefühlten herzlichsten Dank aus. Doppelt gibt, wer schnell gibt. Geheimerat Dr. Breidert, Provinzialdirektor. Bausch, Vorsitzender des Artillerievereins. Bruchhäuser, Vorsitzender der Kriegerkameradschaft. Lullmann, Vorsitzender des Pioniervereins. Lurschmann, Beigeordneter. Fischbach, Verbandsvorsitzcnder der Hassia. Gabriel, Vorsitzender des Krlegerverems. Dr. med. Glaeßgen. Grünig, Vorsitzender des Gardevereins. I. Grünewald, Bankier. Haberkorn, Medizinalrat u. Stadtverordneter. Hebstreit, Vorsitzender d.Atarineverein. W.Homberger, Kaufmann. A. Klingspor, Fabrikant, von Lindenau, Oberst und Negiiuents-Kommandeur. LooS, Bantdirektor und Stadtverordneter. C. Meyer, Postsekretär i. P. Eberhard Metzger, Kaufmann. I. Mei ginger, Dirigent der Veteranenkapelle. Petrn III, Vorsitzender des Veteranenvereins, Geheimrat Dr. Vossius, Direktor der Augenklinik. Weise, Vorsitzender des Kavallerievereins. \________________________ GeschäfflserweiterMngs-ÄHiizzeige. Einer hochgeehrten Bürgerschaft von Giessen und Umgegend die ergebene Nachricht, dass ich neben meinem Ersten Giessener Kanalreinigungsinstitut ein erweitertes Institut auf dem Gebiete der Wohnungshygiene, ein Erstes Giessener Wohniings-Entstaubungsinstitut errichtet habe. Ausgehend von der Erfahrung, dass die seit altersher übliche Reinigung der Möbel, Teppiche, Matratzen, Gardinen, Portieren, Betten, Fussböden, Wänden, Wandbekleidungen u. a. m. eine gründliche Entfernung des Staubes nie gänzlich erreichen liess, dagegen die zu reinigenden Gegenstände durch das Klopfen, Bürsten und dergl. sehr beschädigt werden, habe ich vorgenanntes Institut zur Reinigung von Wohnungen und der obenaufgeführten Gegenstände mittelst einer gesetzlich geschützten Saugluftmaschine bei absoluter Schonung der Gegenstände, errichtet, hierbei können alle Gegenstände an ihrem Platz verbleiben. Durch diese Staubsauge-Maschine werden die verborgensten »Staubteilchen aus den Geweben der Teppiche, Polstermöbel usw. und aus den Fugen der Fussböden herausgeholt, sodass es selbst für die Motten und deren Brut kein Entrinnen mehr gibt. Die so gereinigten Gegenstände erhalten ihre ursprüngliche Pracht und Farbe wieder, sodass Teppiche und Polstermöbel wie neu aussehen. AiSes Nähere durch dse Prospekte« Indem ich für dieses Institut ein gleich grosses Entgegenkommen, wie mir solches in so reichlichem Masse bei meinem Kanalreinigungsinstitut zu Teil wurde, bitte, zeichne ich mit vorzüglicher Hochachtung Heinrich Hess, technisches Bureau. Rkllk Fi'Wrtchk Gelbe Perle v. Erfurt 3.- Mk. Frübroseu 2.75 Mk. pro Ztr. inkl. Sack versendet unter Nachnahme ab Station Echzell [4607 Ludwig Erb, Echzell lWetterau), Lrartoffel-Versaudgejchäft. Früh-Kartoffeln Gelbe Perle und Frührosen ä Ztr. 3,- und 2,75 Mk., tnkl. Sack versendet unter Nachnahme [4594 Konrad Haub, Echzell lWetterau). Fluss- und Seefische J. Hankel Neuen Baue 7 Telephon 612 Prima gewaschene Nußkohlen „ w Anthrazitkohle« „ NutzkokS , Uniou-BritettS empfiehlt [49 I.Happel, Hol-Handlung. Hotel-Pensiofl Berggarten, “‘«JT Für September Zimmer zu mäßigen Preisen. 5298 Hochachtungsvoll Carl Kramer. !I.Stüru>cr,1-'S^o?Z !Fn Gießen: 9t. Bnchacker^ W BersicherungSstand 48 Tausend Policen. Allgemeine Kenten-Anflalt Gegründet 1833. za Stuttgart Zleorganistert 1855. gebens- und HtentenversicherungSVerein auf Gegenseitigkeit. Moderne Bersichernugöbedinguugen für Lebensversicherungen, wie für Reuteuversichernugeu. Aeußerst liberale Kestimmungen tu Zäezug auf Auanfecht- Oaillcit und ztuverfaübarüeU der Policen. H Anerkannt billigst berechnete Prämien bei frühem Fivtdeudenbezng. ■ Neukeit: SW“ Fallende Prämien für b*6™™sbsb abgekürzte Lebensversicherung. Neue, für Männer u. Frauen gesonderte Rententarife. Außer dell Prämienreserven noch bedeutende, besondere Sicherheitsfonds. [ss8/» Nähere Auskunft, Prospekte u. Antragsformulare kostenfrei bei der Generalvertretung für Hessen, Hessen-Nassau und die Pfalz in Darmstadt: August Berbenicli, Zunmerstr.3; in Gießen: Hauptagent Will». I>ürbeck, Kfm., Neustadt; m Grotzen-Buseck: Willi. Rühl, Kfm.; in Gr.-Liuden: iSeinr. Weis«, Bauunterrlehmer; in Laubach: Wilh. ILiipsteiu; m Wieseü: Ludwig Kirchner, Kaufm.