Montag Januar 1007 Drittes Blatt Nr.2S 157. ^alirgang Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. n iderus. S I Uhr, statt- t>Ls bekanntlich im letzten Reichstage mit Ausmchme von 2 Aw , I Hangern der deutschen Reformparrei vollständig sozialdemokratisch - vertreten war, haben die Sozialisten mehrere Mandate verloren. ic 1,0’C. Niedrigste 26.-27. ihr rel)mt 'ür die tägliche ttorperpflege eurer Lieb» 4 ul ululivl imge nur öie von raujenden von Aerzren icit Jahren empfohlene Myrrholin-Seife. D»*!« den wie die 07 07 ibb neuer rf>£ ini Oukt\ 'bliebenen: b. Kurz. ißt schlug 1 Tat, mit jensreichei ihn ihren vom 2.—15. Jahr Tie „Gießener Zamilienblätter" werden dem bAnzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Krefsblfltl fBr den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Ter „hessische tonbwirf' erscheint monatlich einmal. Die römische „Tribuna" veröffentlicht einen Leitartikel über Ausfall der Wahlen, in dem es heißt: Schon jetzt erscheine, auch die Stichwahlen aussallen möchten, deutlich, daß durch Niederlage der Sozialdemolratie und des Welfentums die RotanonSdruck und Verlag der Brühl'schen IlniversuätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Reichsregierung über eine Majorität verfüge, welche lhr volle Bewegungsfreiheit in allen nationalen Fragen einraume. Tie Wahlergebnisse beweisen, daß das beutfuje Boll empfänglich ist für die Anregungen von einer Seite, die zu ihnr überzeugend im NoM«.n des Vaterlandes zu sprechen wisse. Tie auswärtigen Regierungen, die Gelegenheit halten, die hervorragenden Geistesgaben des Fürsten B ü l o w zu würdigen, konnten über das Wahlergebnis nur erfreut sein, besonders die Italiener, deren aufrichtiger und erprobter Freund Fürst Bülow sei. 9tebolnon, Expedition und Druckerei: Schul- slratze 7. Expedition und Verlag: Redakrion.^^112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. Höchste Temperatur am 26.-27. Januar Tas Ausland. Die sozialdemokratische Niederlage in Deutschland mackste in Wien einen starken Eindruck und man erhostt in bürgerlichen Kreisen Oesterreichs, die bisher dem allgemeinen Wahlrecht besorgt entgegensaban, eine günstige Rückwirkung. Im österr. Abgeordneten Hause gab Schönerer seiner Freude über den Verlauf der Wahlen Ausdruck, die bewiesen hätten, daß daS deutsche Volk sich national zu ermannen begonnen habe. Er rufe deshalb: Heil b c Et deutschen Kaiser! Hei! dem deutschen Reiche! (Heil-Ruse bei den Alldeutschen.'» In Frankreich hat der Steg der Liberalen Uebrrraschung hervorgerufen. Tie schwere Schlappe der Sozialdemokratie erklärt „Humanilö", das Blatt des Herrn Jaurös, damit, daß die Bürger in Massen dem Appell der Regierung und der liberalen Presse gefolgt sind. Namentlich die bisherigen Nichtwähler hätten sich für die Regierung erklärt. In Paris wird der Meinung Ausdruck gegeben, die Regierung könne nicht umhin, dem Aufleben des Liberalismus Rechnung zu tragen. Sie habe jetzt den Beweis, daß ein liberal cS Regime die beste Waffe wider den Sozialismus sei. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Kundgebung.u zu den Kahlen. Deutsche Pretzstimmeu. Die osfiztofe „Nordd. Allg. Ztg." schreibt u a.: DaS Volksgericht. Tie erste Enn'aeidung ist gefallen DaS VolkSgerichl, von dem der „Vorwärts" spricht, hat gegen die Sozialdemolratie enlschieden. T ie Deutschen heben bewiesen, daß sie sich ihre nationale Ehre, die Entwickelung ihrer nationalen Macht, die Zukunft des Reicktts, nicht verkümmern lassen Der Bann, als ob das Borwärtsschreiten der Sozialdemo» kratie unaufhaltsam sei, ist endlich gebrochen. 3nbuflric- zentren, die als sichere Sitze der Sozialdemokratie galten, sind im ersten Ansturm von den nationalen Parteien genommen. — Ter Erfolg der Hauptwahl ruft zur verdoppelten Arbeit bei den Stichwahlen. Es gilt nach innen und außen zu beweisen, das das deutsche Volk, wenn nationale Fragen aus dem Spiele stehen, alles niederreitet, was der Nation im Wege steht, daß es nicht die geringste Schwächung seiner nationalen straft duldet, auck wenn eS sich um eine afrikanische stolonie und ein paar Tausend '.Wann mehr oder weniger handelt. Die Stichwahlen müssen voll' enden, was die Hauptwahlen begonnen^haben . . Wenn der letzte nationaldenkende Mann in der Stichwahl an die Urne kommt, dann erst wird daS Ziel der Wahl erreicht, die Forderung oes Tages, von der Fürst Bülow sprach, erfüllt: em Reichstag, dessen Mehrheit in allen großen Fragen der Nation ihre Pflicht tut. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt ferner: In der verflossenen Nacht soll sich der bedauerliche Zwischen fall ereignet haben, daß eine große Anzahl von Wählern, die vor dem Palais des Kronprinzen ihrer patriotischen Freude über den Sieg deS nationalen Gedankens bei den Hauptwahlen Ausdruck geban wollten, von der Polizei angeblich mit blanker Waffe und unter Vornahme von V e r ha f t - ungen in dem Augenblicke auSeinandergetr leben wurden, als he ein Lied anünnmen wollten. Wie wir hören, ist der Reick)s- tanzler Fürst Bülow einig mit dem Minister des Innern m der Mißbilligung deS Verhaltens der Polizei, wenn die behauptete Tatsache sich bewahrheiten sollte. Hierüber bat der Minister des Innern eine eingehende Untersuchung eingeleitet. Der ,LZ o r w ä r ts" schreibt in einer Sonntags-Extraausgabe: Wir müßten lügen, wenn wir behaupten wolllen, daß wir von dem Ausfall dec Wahlen befriedigt wären; eS soll nich. geleugnet werden, daß wir mit einem erheblichen Stimmenzuwachs rechneten, als der uns zugesallene, trotzdem wir und nicht der geringsten Illusion darüber Hingaben, daß diesmal die enorm sprunghafte Zunahme des Jahre s 1903 nicht wieder erreicht werden könne. Die Wähler, die wir nicht für die sozialistische Idee gewonnen haben, denen nicht daS proletarische Bewußtsein in Fleisch und Blut übergegangen ist, werden auch bei den immer erbitterter werdenden Wahllampsen in Zukunft den bürgerlichen Wahlmännern ebenso zum Opfer fallen wie diesmal. Daß das nächste Mal die politische Konstellation vielleicht eine andere sein wird, kommt nicht in Betracht. Der Freisinn ist unrettbar politischer Selbstenrmannung uiib Ver- kommenheit verfallen und daS Zentrum versteht mit genau so > chmutzigen Waffen zu kämpfen, wie der Freisinn und der Reichs- - ügen-Verband. Sie sind alle einander würdig. Deshalb müssen wir jeder Eventualität gewachsen sein ! Tie „V o s s. Ztg." schreibt: Entspricht dir; Stichwahl dem wsten Wahlgange, so kann darauf gerechnet werden, daß die Sozialdemokratie im neuen Reichstage 60 oder noch weniger Mitglieder zählen wird. Eine Menge „Mitläufer" ist des Treibens oer Partei gründlich überdrüssig, und das Bürgertum Hal eine größere Rührigkeit entfaltet, als bei früheren Wahlen. Wäre die Auflösung nicht so plötzlich erfolgt, daß die bürgerlichen Parteien von ihr unvorbereitet getroffen mürben, während die Sozialdemokratie eine immer kampfbereite Organisation hat, wären noch ein paar Wochen zur Agitation geblieben und zumal hätte die Regierung durch zweckmäßige polttische Maßregeln recht- - eilig die Stimmung des Bürgertums verbessert, so hätte man einen noch weit stärkeren Rückgang der bisherigen Mehrheit erwarten können, als ihn der 25. Januar anscheinend gebracht hat. Tie „TLgl. Rundschau" bemerkt: Nichts kann hindern, daß man auf den schönen Gewinn, den die vaterländische Wählerschaft aus ihr davontrug, mir Freude und Genugtuung hinweist bei der Gntbietung von Gruß und Wunsch, wie sie zu Kaisers Geburtstag eine gute Sitte ist. Viele Deutsche sind zu polit. Pflichtgefühl ausgewacht. ToS ist die schönste Freude des Tages, wertvoller noch a der zifsermäßig auszusprechende Gewinn. DaZ „Bert. Tagebl." meint, daß Fürst Bülow neben dem moralischen Erfolge, den er mit der Schwächung der I Sozialdemolratie zweifellos errungen, auch auf dem barL Felde höchst angenehme Aussichten gewonnen hat. Er wird jetzt vermutlich in der Lage sein, seinen Traum zu erfüllen, und mit zwei Majoritäten, je nach Wunsch und Bedürfnis, zu operieren. Aber man darf doch wohl hoffen, daß die gestärkten liberalen Parteien ihre Macht verspüren und dem gewandten Reichskanzler das Spiel nicht erleichtern werden. Auch Fürst Bülow hat erkennen töiuicn, wie sehr der liberale Gedanke im Lande lebendig ist. Vielleicht wird er, wenn die Siegesfreude ihn nicht blind macht, auS dieser Tatsache zu lernen wissen. Zm Königreich Sachsen Summe' 19 (11) lo (9) 2 2 (2) 2l nm.: Tie tu Klammern gesetzten Ziffern geben an, roic viel der Todesialle in der betreffenden Kranthett auf von auSwäns nach Ließen ke^'.oüie rtiaiif: fonu.idi. ihr Wahlversprechen ernstlich erfüllt. Ter König von Sachsen hat an den Staatsminister des Znnern folgende Te- i>esche gesandt: Staatsminister Grafen Hohemhal. „3dj kann nicht umhin. Ihnen gegenüber meine aufrichtige Freu de zum Ausdruck zu bringen über die hohe Genugtuung, Die ich über das Ergebnis des gestrigen Sieges enuninbe Es lebt doch noch die alte Sachsentreue ioofieiuiicy ist das eine gute Vorbedeutung für die Zukunft. Friedrich August." Rrei’C ihrer Kinder und Enkel baS Fest der goldenen Hochzeit. Frankfurt, 27. Jan. Ter diesige Landgerichtsdirektor Tr. Heinrich Colnot ist vom 1. Marz ob zum LandgerichtS- präfibcntcn hier ernannt worden. Eolnot ist 1853 zu Atz dach bei Wetzlar als Sohn DeS Bürgermeisters geboren. Er bestand 1882 daS Assessor-Gramen; wurde 'Amtsrichter in Nastätten und Biedenkopf, 1898 Landgerichtsrat in Kassel und 1900 Landgerichtsdirektor in Frankfurt, wo er der zweiten Zivilkammer vorsitzt. ........ ■■■ ■■ I. ■■ ■ ■ vermischte». * Vom jung ft en Hohenzotlernsvrossen. Der Kronprinz und die Kronprinzessin sind von Potsdam zur Teilnahme an den Winterfesten deS Hotts naci Ber"n über« leiiebeu iunb haben Wohnung va ihrem Palais genommen, daS letzt wieder „Kronprin : pala.s" heitzl. wie jrüd.r in i ■ langen Jahren, da es der 2hl i enthalt des späteren fibijec» Fr.edrich war, an dessen Witwe es bann überging. Dem kleinen Sol: i Kronprinzenpaares, dem jetzt sechs Wlonate alten Prinzen Wil- beim, ist die lieber,iedcluug vortrcfi.ich vekommen. i\i junge Prinz gedeiht -iuj das piiia.tigfte und ist ein sehr gesundes unb kräftiges Kind. Fast tägüa» wird der keine. 'Prinz Wilhelm inS Freie gebracht. Ter ^chloßpar? von Bellevue, wo scl)on die ttinbec des Kaisers ihre (Erholung sanden, bient auch dem Küon^ prmzensohne zu diesem iglia> zu erpressen. Ter Vater des PuirderS, der fliaijnu heißt, war juicbt planieret in Riga. Rayner selbst war völlig mittellos. Bei der Operation im Hospital wurde fein linkeS Aage mit .'tagenplittern entienu. — Aus Ncwyort wird gekaoelt, dag eine Grubenexplosion, in Vrimer 0 im Staate Colorado stattgefunden Hube, wobei 2 4 Ar beiter ums Leben kamen. Aus S.crdt und Land. Gießen, den 28. Januar 1907. Gedenket der hungernden Vögel! ** Ein neuer Salzfund in Lbcrhessen. Die Kalibohrung bei Pfordt an der Fulda östlich von Schlitz hat vor kurzem das Salz lag er erreicht. Tic amtliche Fundes- abnahme hat bereits stallgesunden. Tie Bohrung wird noch fortgesetzt. - Dernburg in seiner Vaterst^a dt. Kolonial, direklor Dernburg traf am Donnerstag abend 7 Uhr 55 Min., von Karlsruhe kommend, zu kurzem Besuche seiner Großmutter, Frau Pfarrer Stahl, in Darmstadt ein und fuhr mit dem 11 Uhr-Zug nach Berlin weiter. Ta die Reichs- tagswahl in Darmstadt mit einer Stichwahl geendet hat, kann übrigens damit gerechnet werden, daß Kolonialdireltor Dernburg demnächst dort sprechen wird, da er sich, wie erinnerlich, auf eine Anfrage der Darmstädter Handelskammer seine Ent- scheidilng hierüber bis nach der Hauptwahl vorbehalten hat. 1 Reiskirchen, 27. Ian. Hier sowie in der ganzen Umgegend herrscht die I n f l u e n z a. Im benachbarten Linden- struth liegen ganze Familien darnieder. X Werdorf a. d. Till, 25. Jan. Gestern abend wurde in einer hiesigen Wirtschaft Einbruch verübt. Die drei Diebe machten jedoch die Sache so auffällig, daß man sofort auf sie aufmerlsam wurde. Hiesige Leute ergriffen die Spitzbuben und sperrten sie in das Spritzenhaus. Dieses bot aber, wie sich gleich herauSstellte, nicht die nötige Sicherheit. Alsbald setzte man daher zwei Gendarmen telephonisch in Kenntnis, die die drei Diebe mit der Eisenbahn nach Ehringshausen brachten, wo sie im dortigen GenchtSgefangnis ihre demnächslige Bestrafung erwarten. Tie bett. Langfinger sollen auch in EhrmgShaujcn einen Embruchsdiebstahl versucht haben. Sie stammen auS der Nähe von Darmstadt 0 Landen Hausen, 25. Jan. Em recht bedauerlicher Unglücks fall trug sich im Walde unserer Gemarkung zu. Der in der Ricdcsel'schen Ziegelei bei Lauterbach bedienstete Fuhrmann Heinrich Eichenauer, der im Walde mit Abfuhren von Holz beschäftigt war, stolperte und fiel unter den schwer beladenen Wagen, der über ihn hinweg ging. E. wurde am Kopf verlegt und erlitt außerdem einen Beinbruch; er wurde inS Krankenhaus nach Lauterbach transportiert. t Kirchhain, 26. Jan. Vergangenen TienStag feierten die Eheleute Kalten vom benachbarten HalSdorf im i Ihre Stichwahlaussichten dort sind sehr ungünstig; sie bringen viel- I leicht keinen Kandidaten durch und würden etwa zweidrittel ihrer I sächsischen Mandate verlieren. Tas Resultat ist wesentlich auf die I Hoffnung auf das versprochene liberale Landtags Wahlrecht zurückzuführen: in dieser Hoffnung stimmten viele sozial- 1 demolratische Mitläufer diesmal für die Lrdnungskandidaten. Man erwartet ganz allgemein von der sächs. Regierung, baß sie Herr«*04,,; ltI* 1,0p. __’ tzs starben an: Zusammen: Erwachsene: im 1. LebenSiahr: Tubeckulose der -- . 9 -Sfeg di«6”®, 1 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gtterheffen UuevöriiLüts-Aachrichten. 3c na, -u. ^a.:. dir . . . gen.-,/ Einführung des Wahlprorektvrat^ auch >.n der ic igen -.inwerfität wurde -um Pr^. .ri r d.r >Lrii. uialift Pw'. Ri^aro Löhnrng gcwatztt. Gericytssaal. Bromberg, 26. ^an. Tie 1/itnge Strafkammer verurteilte wegen Herausforderung zum Zweikampf und wegen Körperverletzung den Rechtsanwalt und Notar M 0 c z y n S k 1 zu drei Wochen Festungsl>u.'t und zwei Dkonatcn Gefängnis. M. hatte den Rentier v. Ianuszeivsti wegen einer beleibigenben Aeußerung gefordert und ihm, als er nicht reagierte, auf der Straße einen Hieb mit dem Stock über den Kopf versetzt. 2er ftartelltrager, Rechtsanwalt v. Jackowski aus Kulm, wurde mit drei Lagen Festungshaft bestraft. Arbeiterbewegung. Hanau, 25. Ian. Wegen aägco^icher . Maßregelung eines Vertrauensmannes legten laut „Htm. Ztg." alle Arbeiter her Maschincu abr_ Grvß-Nauheim, 300 an der Zahl, die Arbeit u i e b c r. L)anSet unO Verkehr, VelkswirLschast. Berlin, 26. Ian. Vorbehalistch bei Bestätigung durch! ben König ist in der heutigen Sitzung des VerwaituiigsratLsI der preußischen Zentral-Bodenkredit-Aktiengesell- s ch a f t für die Zeil vom 1. April b. I. ab der Gey. Neg^erungs- rat Hans v. Kliding, zurzeit Generaldirektor der ^npreuß. Feuer-Sozietät in Königsberg i. Pr. einstirnnrig zum $rä|i* benten der Gesellicheli gewäl,.i worden. iüä^rntliü,t ilrbrrti^t i>er LMsM in Ctr Lindi (öltiftn 2. Woche. Vom 6. bis 12. Januar 1907. Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 unkt. 1600 Mann Militär) Llerblichkeiisziffer: 83,49 %0, nach Abzug von 11 OrtSfremDen: 14,10 7a- Kinder TLolonialpoft. — Die Londoner ,Morning Posf will auS Berlin erfahren haben, daß die deutsche Regierung die Eccichtiing einer befestigten Kohlen st ation m Verbindung mit den in Aussicht genommenen großen Hafenanlagen in Swak op- munb beabsichtige. DieS würde den Wert der Walfischbucht für England erheblich vermindern, und eS verlaute gerüchtweise, daß die britische Negierung nicht abgeneigt fei, diese Enklave im deutschen Südwestafrika-Gebiete für eine angemessene Entschädigung auSzutauschen. L)eer und Flotte. Brüssel, 26. Jan. Die gemischte MilitLrkommission zur Prüfung der Frage, wie am besten eine zweite Verteidigungslinie für Antwerpen herzustellen sei, hat sich dahin ausgesprochen, daß diese Verteidigungslinie eine dauernde und zusammenhängende sein soll, gleichzeitig setzte die Kommission ein Gelände für diese Verteidigimgslinie fest. Tie Kommission erklärt ferner, daß eventuell das System von Courtmen mit Wasser gefüllte Grüben und ständigen, durch VerteidigungSgilter verbundenen Stützpunkten zuläjsig sein soll. Ebenso erklärte die Kommission eine Anlage für zuläjsig, für die der Kanal von Schym zu benutzen wäre. 670 678 Lungen KD KD — — Lungenentzündung 5 \3) 5(3) — Influenza ccblaqfluf? 2(1) 1 1 (D 1 1 — Slrämpien 1 1 ** Ileus 1(D 1(1) — — pämophelie 1 1 — — Knochenmark- enizündung 1(1) — — 1 (11 Verunglückung 4 (4) 3(3) — 1 (1) Alterstchwäche 2 2 ** — Januar 1907 Barometer oui 0° reduziert k s Absolute Feuck'tigkeii Relative Feuei'tigkeit C-. *5 1 A fr* •-C Wetter 2“ 754,4 — 1,2 3,4 80 ,WNW 4 Sonnenichem 27. 9“ 753.5 -3.1 3,4 94 W 2 Bew. Himmel 28. 7» 746,8 — 1,6 3,9 96 SSW 2 Schneefall H B*/, Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zum, Neubau des Ltadttbeaters in Gienen sollen tm Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. ü 1. ca. 950 qm E'trichböden. für Linoleumunterlage 2. ca. 1600 qm Linoleum ernschlreffttch Aufkleben. Zeichnungen, Ärbeitsbeschreibunglm, VKngungen uni) An- geboisformularc liegen im Bureau des Archrtekteu H- Meyer, Wcftanlage 6 dahier zur Emirchtnahme open und rönnen daselbtt um Selvittostenpreise erhoben werden. . Die Angebote iinb bis zum Erömmngstermm, am Donnerstag den 31. Januar, vormittags 11 llhr, mit entsprechender Auftchrift versehen, portofrei an und einzureichen. Wießen, den 17. Januar 1907. . Grotzherzogluhe Burgermelsterer Gretzen. AL e cum. Arbeitsvergebung. Die Ausführung der elektr. Feuermeldc- und Klingelanlage ftn Neubau des Gieffcncr Stadttheaters soll im Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werben. Zeichnungen, Arbeilsbeschrerbungem,Bedingungen und Ange- botssormulare liegen im Bureau des Architekten H. Meyer, Wett- Anlage G, dahier zur Einnchtnahtne offen und können da,elbst zum Selbstkostenpreis erhoben werderr. Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Samstag, den 9. Februar, vormittags 11 Ubr mit envvrechender Aus,chrnt versehen, portofrei an uns einzureichen. Wiegen, den 26. Januar 190/. Wroffh. Burgermeisterer Gießen. 3)1 ecu m. Arbeitsvergebung. Die nachstehende Mohiliarlieserung für den Neubau der höheren Mädchenschule soll Montag, den 4. Februar d. I. vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Los 1. Lieferung von Tuchen, Schränkchen zc.; Los 2. Lieferung eines Proieknonsvorvanges. Zeichnungen, Arbeitsbeschrechung utib Bedingungen liegen bei ynS zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, iitib bis zum genannten Zeitpunkt an uns ernzureichen. Zu- fchlagsfrist drei Wochen. Wiegen, den 25. Januar 1907. B Städtisches Hochbauamt. __________________Werbet- Vergebung von Buuarbeiten. Unter Hinweis auf den Minislerialerlaß vom 16. Jun 1893 werden nachstehende bei Erbauung- eines Amts- gerichtsgebäudes in Laubach oorkommendc Bauarbeitcn zur öffentlichen Verdingung gestellt: Treppenlieferung Los I (3 Stück Stockwerkstreppeu au§ Holz); Treppenlieferung Los II (2 r , Tonplattenbelag (160 qm Plattenboden); Tercazzobäden (35 qm Terrazzoboden); Weißbinderarbeit Los I (841 qm äußerer Verputz, 400 qm Anstrich); Weißbinderarbeit Los II (1100 qm Anstrich); Schreinerarbeit Los I (594 qm rauhe Fußböden, 16 Türen); Schreinerarbeit Los II (5 Stück äußere Türen, 30 qm Glasabschlüsse); Schreinerarbeit Los III (230 qm deutsche Riemenfußböden); 460 qin Iileh-plne-Fußböden, 49 Türen, 800 m Fuffsockel); Cchlosserarbeit (Beschlag von 70 Türen); Rolladenlieferung (100 qm Holzrolladen); Tapezierarbeit (Aufziehen von 382 Rollen Tapeten). Die Verdingungsunterlagen sind auf unserm Bureau während der Dienststunden einzusehen mit Ausnahme Montag, den 4. Februar, an welchem Tag sie von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 3 Uhr im Solmjer Hof zu Laubach offen liegen. Arbeitsbeschreibungen werden von und abgegeben. Termin zur Eröffnung der postfrei, verschlosien und Mit entsprechender Aufschrift einzureichenden Angebote ist auf Mittwoch, den 13. Februar d. I., vormittags 111, Uhr, festgesetzt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. D«/. Alsfeld, den 26. Januar 1907. Großherzogliches Hochbauamt. Berth. Holzverfteigerung. Donnerstag, den 7. Februar 1907 im Lichrn Stadtwald Distrikt Eisenkaute, Zkreppelwäldchen, Langebuchen und Dickestelle nach Zusamurentunft in der Eisenkaute am Burthardsfelder Weg vormmags 10 Uhr. Scheiter Rm.: Buche 229, Eiche 20, Kiefer 4, Birke 0,8. Knüppel Rm.: Buche 141, Eiche 37, Kiefer 3,2, Birke 1,4, Erle 4. Reisig-Wellen: Buche 3,630, Eiche 3,300, Kiefer 175, Aspe 50, Erle 250. Stöcke Rm.: Buche 98, Eiche 48, Kiefer 6, Fichte 10. Nuütnüppel Rm.: (2,50 m längs 3,8 Fill)tenderbstangen Stück 348 mit 27 Fstm., 1 Efchenstamm von 28 cm Durchmesser, IichtenreiSsrangen Stück 195 mit 3,18 Fstm. 2Z m lang, 0,14 m Durchmesser. Bemerkt wird, daß das Buchenswckholz in der Eisenkaute ca. 40 Rm. zerkleinert ist. Lich, den 26. Januar 1907. Großh. Bürgermeisterei Lich. Dörmer. B*/i Holzversteigerung. Donnerstag, den 31. Januar, von vormittags At/z Uhr an, sollen int Anneröder Gemeindewald in den Abteilungen 21 Strich und 25 Felsplatt versteigert werden: 13 Rm. Kiefern-Rundscheit, 74 Rm. Kiefern-Knüppel, 9 Rm. Fichten-Knüppel, dabei 4 Rm. 4 m lange, 890 Kicfern-Wcllen, 9310 Fichten-Durchforstungs- Wellen, dabei 2300 lange Wellen zu Spalier- und Bohnenstangen geeignet, 23,5 Rin. Kiefern-Stöcke. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Straße am Pfarrweg. Annerod, den 24. Januar 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. 632] Horn. wenig en BUrstenstrlchen gibt GeuWsWltiise mrorBnOosenjuihdem Kaminfeger prächtigen fflanz'.jn den meisten Geschäftenzu haben ilabfikanhCarlGeohner in Göppingen w. |^| Giäicksjahr 5^07. LM Eilt. H||^ Schon am Mittwoch, d. 30. u. Donnerstag, d. 31. Jananuar kommen 3169 Geldgewinne mit bar Mark 120.000 zur Verlosung Hauptgewinne bar Geld Mk. 20a000, BfSeOOO :c. bet Strassbu': g*ei* Geld - Lotterie Kriegerheims, per Los 2 Mark, 11 Lose 20 Mark, Porto mit) Liste 30 M. -mpfi-hu und versendet CellMl-Iebit Ferd. Schäfer, Bankgeschäft, Strassburg (Els.) sowie die königl. Preutz. Lotterie-Einnehmer nnd alle Lotterie- und Zigarrengeschäfte, hv”/! „ /rs. 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Kühnhold Mittwoch, den 30. Januar 1907, nach Zusanunenkunit 9V. Uhr vormittags am KreuzungSpiuttte der Krclsftraffe Arnö burg—Lich mit dem Jägerpfadc, melden vertteigert aus den Distrikten: Hem, Seewatü und Hard: Scheiter Rm.: Buche 204, Eiche 10 M la Landbrot durchgesäucrt, lange frischblewend, wohlschmeckend, aus bestem hessischen und waldecker Roggen, einpfiehlt Kinzenbacher Mühle bei Wen Lieferung direkt, sowie durch die Verkaufsstellen Jakob Maternus» Frankfurter Straffe Buchthal, Liudcuplay Wilhelm Mayer, Grüuoerger Straffe Viilheliu Ulrich, Schlongaffe.