»ir. 173 Zweites Blatt 157. R Korporale aus ihrer Garnison in Zutphen. Die ungu. friedene Mannschaft begab sich getrennt nach einem veraü redeten Punkt außerhalb der Stadt und rückte dann vereint Freitag 2G. JE 1907 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion:e^ii2. Tel^Adr.:AnzeigerGießen. in dec Richtung nach Arnheim ab. Nachdem sie die Nacht durchnmrschiert waren, holte sie ein Leutnant mit einigen Militärradsahrem auf der Heide unweit Arnheim ein und befahl ihnen, sich unverzüglich in eine Arnheimer Kaserne zu begeben. Als sie sich weigerten, dem Befehl zu gehorchen, wurde Gendarmerie herbeitelephoniert, welche die Ausreißer nach einer Kaserne in Arnheim geleitete. Von dort wurden sie unter starker Bewachung von Artilleristen und Gendarmerie mit der Eisenbahn nach Zutphen zuruckgeschickt. Sie erklärten, daß es in ihrer Absicht gelegen hätte, nach Rörmond in Limburg zu marschieren, uni dort ihrem alten Schwadronschef über den neuen Rittmeister ihre Not zu klagen. werben vielfach angegriffen und ihre Käufer demoliert. — Ueber Tokio wirb laus Söul gemeldet, daß man eine er neute Truppenrevolte befürchte. Erscheint tSgNch mit Ausnahme des Sonntag«. Di- „«I-tz-nkk $amtlicnbläfttt- wcrb-n bent .Anz-iq-r> dermal wöchenllich beiaeleqt das fflt den K«i$ zweimal wöchentlich. Der ..höfisch« tetibroiri" erjdjcint monatlich einmal. Interessen der beiden Lander ijt übrigens nur im Munde der Deutschen so verbreitet. Der Franzose spricht es, wenn er es vielleicht auch zugibt, nicht aus. Das politische Mroment seines Daseins geht ihm, wenn auch unver- nünstigerweise, über alle wirtschaftlichen. So freundschaftlich auch die Beziehungen einzelner Personen und Familien der verschiedenen Bölter sich gestalten mögen, den Frankfurter Frieden vermag der Franzose nicht zu verschmerzen. Diese Empfindung ist noch so lebhaft, als ob' dieser Friede erst vor ein paar Jahren geschlossen worden wäre; selbst von den jungen Franzosen wird sie geteilt, als ob sie direkt an jenen Ereignissen teilgenommen hätten. Unter solchen Umständen eine entente cordiale oder auch nur auf wirtschaftlichem Gebiete besonders gute Beziehungen zu erstreben, ist unnütz. Wenn der Franzose auch nichts dagegen hat. daß der Deutsche nach Frankreich kommt, um sein Geld zu verzehren, so steht ihm in dieser .Hinsicht der Engländer und Amerikaner doch viel höher als der meistens arme oder doch sparsame Deutsche. Eine Rassenverwandtschast verspürt er weder mit dem einen noch, mit dem andern. Warum sollte er auch gerade für die Deutschen eine besondere Vorliebe haben? Das einzige, was fick) erstreben und erreichen läßt, ist für unsere Generation die Ausrecht- erhaltung korrekter Beziehungen. Korea. Tokio, 25. Juli. (Reuter.) Tie neue Konvention zwischen Jiapan und Korea ist in Soeul nach unerheblichem Widerstande unterzeichnet worden. Soviel bekannt, ist der Inhalt kurz folgender: Art. 1. Tie koreanische Verwaltung wird unter die sichere Leitung des japanischen Generalresidenten gejtellt. Art. 2. Ter Eilaß aller Gesetze und Verordnungen, sowie die Erledigung wichtiger Staatsangelegenheiten unterliegt der Zustimmung des Generalresidenten. Art. 3. Tie Ernennung aller hohen verantwortlichen Beamten unterliegt ebenfalls der Genehmigung des Generalresibenten. Art. 4. Für Aemter bei der koreanischen Regierung kommen nur solche Personen in Frage, die vom Generalresidenten empfohlen werden. Art. 5. Scharf zu scheiden find Verwaltungsangelegenheiten von solchen, die auf 'die Rechtsprechung Bezug haben. Art. 6. Die Dienste von Ausländern dürfen nur mit Zustimmung des Generalresidenten in Anspruch genommen werden. Art. 7. Artikel 1 der Konvention vom 21. April 1304 über die Anstellung eines Finanzbeirates wird aufgehoben. — Tie neue Konvention liegt augenblicklich dem Geheimrat vor und wird heute abend in Tokio veröffentlicht. ( — Ter Text der neuen Konvention ist nunmehr hier veröffentlicht worden. . _ — Durch die neue Konvention wird das System der j a p a - Nischen Beiräte der koranischen Regierung abgeschafft, insbesondere auch die Stelle des FinanzbeirateZ, die bisher Megata innehatte, der nunmehr wreanischer Beamter wird. Von dieser Abschaffung betroffen wird auch das Gerichtswesen, für das erst kürzlich Beirate für alle Provinzen aus Japan ein- getrvffen sind. Wie es heißt, geht der Plan der Japaner dahin, Korea nur ganz allmählich unter japanische Kontrolle zu bringen, da in Japan ein Mangel an verfügbarem geeignetem Beamten- material vorhanden ist. Dagegen sieht man sich über die dringende Notwendigkeit klar, die koreanische Armee unter japanische Gewalt zu bekommen. Man nimmt an, daß General Hasegawa zum Stabe der koreanischen Armee treten wird. London, 25. Juli. Ter Daily Telegraph meldet aus Tokio, daß die Verhaftungen in allen Teilen von Korea fort- dauerir. Die Gährung i n o u l vermehrt sich und dehnt sich über sämtliche Provinzen jaus. Tie Telegraphendrähte wurden ian vielen Stellen durchschnitten, um den Telegraphen- Verkehr mit Japan zu unterbrechen. Drei japanische Kriegsschiffe kamen in Tschemulpo an und japanische Truppen werden schleunigst zum Triansport nach Korea eingeschifft. Es scheint, daß die Korea ne r heftigeren Widerstand leisten, als man erwartet hatte. In den koreanischen Provinzen werden die japanischen Beamten bedroht und die japanischen Einwohner -z»►aasest mentart nicht auf der Bühne beschäftigt ist, steht nachdenklich neben der Szene, als überlegte er sich noch einmal, ob er wirklich seinen gaunerischen Vorgesetzten zu Fall bringen soll, indessen der mit lächerlicher Stuppsnase versehene Kapuzinerpater mißmutig dreinschaut, wie wenn die rohe Soldateska seiner derben Standpauke gar nicht wert sei. Und da sehe ich auch, friedlich auf einem Bierfasse sitzend, das fürs Wallensteiner Kriegslager nebst mehreren ferner rundlichen Genossen schon bereitsteht, mit einer Theaterdame plaudernd Herrn Jenny neben den schon aufgestellten Hinteren Kulissen des „Lagers". Auf daß nämlich möglichst rasch die Zwischenarte sich abjpielen, ward das nur einen geringen räumlichen Umfang einnehmende Faustvorspiel an den Anfang gestellt, damit hinter dessen geringem Kulissenapparat gleich der Hintergrund für den „Zerbrochenen Krug" und hinter diesem wieder das Rück- bild des „Lagers" von vornherein aufgestellt werden konnte. Und nun beginnt unter Herrn Jennys Führung die Wanderung durchs ganze Hinterhaus. Im Konversationszimmer lege ich ab. Es liegt links gleich hinter der Di- rektorloge. Auf dem bequemen Ledersofa im behaglichen Raume sitzt in gemächlicher Beschaulichkeit ein Wällen- steiner. Herr Jenny geleitet mich alsbald zu der auf der entgegengesetzten Seite liegenden Arbeitsgalerie. Donner, Sturm und Regen sind hier wie in Petri Wolkenreiche eng benachbart. Sturm wird erzeugt von einer großen Holztrommel, über die ein ena gespannter Seidenstoff langsam herumgezogen wird, und den Regen machen Erbsen, die in einer bauchigen Trommel auf Drahtgitter hin und her geschüttelt werden. Etwas verwickelter ist die Technik des Donners. Es gibt davon zwei Arten; der große Donner, der z. & in Björnsons „Ueber unsere Kraft" von einem gewaltigen Bergsturz begleitet tft, erfolgt durch einen sog. Einschlagkasten, der von der obersten Höhe des Hauses 24 Meter hinab vis zur sog. Unterbühne, dem Raume der Versenkungen, also durch 3 Stockwerke reichend, in seinem Innern schräg angebrachte Bretter in stattlicher Menge enthält, über die man eine Menge eiserner Kugeln hinunterkollern läßt. Gewöhnlicher Gewitterdonner wird von einer Riesentrommel erzeugt, mit einer Anzahl größerer und kleinerer umwickelter Holzkugeln. Doch treten wir die große Wanderung nach der Hohe des Schnürbodens an. Zwei Galerien sind zu ersteigen, während von unten der Zank zwischen Eve und Ruprecht herausschallt. Auf beiden Seiten der Bühne erheben sich diese Galerien. 2 Stock hoch, durch einige Vervmdungs- brücken miteinander verbunden. Die Galerien haben hölzerne Boden, die jum. Durchlässen von Seilen gMlitzt Politische Lagesßcharr. Die Leutenot. ES rst bezeichnend für den Notstand des Leutemangels i der Landwirtschaft, daß sogar die preußischen Eisenbahn- irektlonen angewiesen worden sind, die Eisenbahnarbeiter in ?n Provinzen nach Möglichkeit zu Erntearbeiten zu beurlauben, te Generalkommandos haben außerdem den Regiments- nnmandeuren die Erlaubnis erteilt, Soldaten in noch größerer stahl als sonst der Landwirtschaft zur Verfügung zu stellen, ston keiner Seite wird wohl Beschwerde darüber geführt ! erden, daß derart der freien Arbeiterschaft Konkurrenz erstachst, denn das wichtigste nationalwirtschaftliche Interesse eht auf dem Spiel, und die Ernteaussichten sind ohnehin -ifolge abnormer Witterung und elementarer Störungen im ! llgemeinen so wenig günstig, daß die Lebensmittelteiirung 11 einer Kalamität werden würde, wenn es nicht gelänge, die । -inte rechtzeitig hereinzuschaffen. Die ausländischen, notgerungen angenommenen Landarbeiter, Polen und Galizier, weisen sich je länger, je mehr, besonders in den preußischen 1 stprovinzen, als unzuverlässig und auffäfiig — der Reflex des i lssischen revolutionären Geistes. Ein Teil der Landarbeiterhast in Rußland glaubt zur Lösung der sozialen Frage da- urch beizutragen, daß er die Feldarbeit entweder überhaupt dlehnt oder doppelten Lohn fordert, und dies speziell in den hon im vorigen Jahr von Mißernte und infolgedessen von ulngerSnot betroffenen Gouvernements. Mr Deittschland nd zumal für Preußen ergibt sich aus der Perschärfung des andarbeilermangels, daß das Werk der inneren Kolonisation iit aller Energie gefördert werden inuß. Dem nationalen Interesse ist noch nicht viel gewonnen urch die vielen Millionen, dre erneut in die Ostmark gesteckt »erden sollen, wenn, nicht Lmit Beschleunigung darauf hin- earbeitet wird, daß die deutschen Besitzer dort ausreichende nd zwar deutsche Arbeitskräfte finden. Die preußische Regierung hat alle Veranlassung, mit derselben Entschlossen- cit, mit der fie agrarische Politik treibt, soziale Fürsorge für ie Landarbeiter zu betätigen, und die einflußreichen Kon- ivatwen deS preußischen Abgeordnetenhauses sollten erst :cht der Hebung des Landarbeiterstandes Wohlwollen itgegenbringen.______________ nsere handelspolitischen Beziehungen zu Frankreich. S. W. K- Unter obigem Titel schildert in Nr. 14 der Mitteilungen des Handelsvertragsveoeins ein Mitarbeiter as „gespannte Verhältnis" zwischen Frankreich und Deutsch- rnd, das sich leider auch auf dem Gebiete des Wirt- hastslebeus immer mehr bemerkbar mache. Die Franzosen eabsichtigeu für deutsche Einfuhrartikel neue ) l l e zu erheben be^w. die bestehenden zu erhöhen. Was ‘i natürlicher, als aus diese Weise auf den neuen deutschen olltarif vom 1. März 1906 zu antworten, denn wer habe ier wieder zuerst gestochen? „Es läßt sich gewiß nicht ugnen, daß ein Teil des französischen Exportes durch nseren neuen Tarif beeinträchtigt wird, z. B. für Wein rtb Most ün Fässern (17,8 Millionen Mark französische insiihr 1906), AÜtorpersonenwagen (9,7 Millionen Mk.), -serde (6.3), Schaumweine (5,6), Seidenzeug, Tücher, Schals -D), frische Weinbeeren (3,1) usw." schreibt der Verfasser. 7 Prozent der französischen Einfuhr wurde von den höheren »öllen getroffen. Nun sei es Revanche, heißt es weiter, aß Frankreich ebensalls zu einer Zollerhöhung schreite. D a s vi e le Gerede von gleichen wirtschaftlichen Russisches. Petersburg, 25. Juli. Tie „Nowoje Wremja^ führt in einem „Bundesgenossen Frankreichs" betitelten Leitartikel aus: „Jedesmal, wenn in einflußreichen franzöfischen Kreisen die (Stimmung sich zu Ungunsten des russischen Bündnisses ändert, erhielten die Franzosen eine eigenartige Warnung. So sei eS zur Zeit des marottanischen Zwischenfalles gewesen. Deutschland lasse keine Gelegenheit unbenutzt, um jeden Sprung im Bündnis zu vervollständigen und den Riß qM erweitern. Rußland sei aber migeachtet aller Schwankungen in der öffentlichen Meinung stets den Bündnisverpflichtungen gegen Frankreich treu und! gewissenhaft nachgerommen." — In der mittetrujfischen Gouvernementsl-^ Hauptstadt Pensa warfen Ä n a r ch r st e n während der Vorstellung im Theatergarten Bomben, die explodierten. Biele Personen wurden verwundet. Unter den Anwesenden entstand eine große Panik. sind. Ausschließlich sind Stahldrähte für das Aufhängen der Dekorationen verwandt. Unmöglich kann ich das ganze System der Eisenlagerungen, Kuppelungen und Drahtübertragungen hier genau? beschreiben. Jedenfalls hat man das Gefühl, in etwas märchenhaft Gigantischem umherzutaumeln. Die alle Leib- sche Bühne verhält sich zu diesem Aufbau, der weit mehr an einen Hamburger Handelsspeicher als an einen „Kunsttempel" erinnert, wie ein K'inderwagelchen zu einem Automobil. Trotzdem ist des Witzes Kern doch derselbe geblieben — Kulissenschieberei. ' Nach einer langen Wanderung auf eiserner Wendeltreppe treten wir plötzlich ms Freie; aufs Dach sind wir gestiegen und sehen zu unfern Füßen die Stadt im Abenddunkel liegen. Ein sicherer und bequemer Steg führt übers Dach zur Rettungsleiter, zur Erde. Jetzt sind wir endlich auf der Höhe des Schnürbodens, wo alle Drähte des ganzen „Spieles" straff gespannt zusammenlaufen. Wa§ geschieht denn da tief unten? Ist daZ nicht ein Puppenspielchen mit kleinen Figürchen und ausgeschnittenen Bilderbogen? So sicht sich ein Meisterwerk der Weltliteratur vom Schnürboden aus an! Wie wunderlich: DaZ Mittel zum Zweck scheint viel gewaltiger als der Zweck selber. Welchen technischen Riesenrahmen braucht doch zu seiner sichtbaren Wirkung ein dichterisches Werk! Jetzt aber treten wir den Abstieg an und kommen gerade zur rechten Zeit, um das volle Bühnentreiben deS Zwischenaktes mitzumachen. Ist doch inzwischen „ber zerbrochene Krug" zu Ende gegangen. KobersteinS alle Welt entzückernder Vorhang hat sich über den durch devote Bücklinge dankenden Minien gesenkt, und diese schreiten, vom Applaus beseligt, hocherhobenen Hauptes auf und davon, in ihre niedlichen und geräumigen, zumeist für drei Personen bestimmten Garderoben zur Ah- oder Umschminkung. Schnell ändert sich das Kulissenbild. Adams vier oder vielmehr oder weniger drei Wände heben sich flugS in die Höhe, mitsamt den Bildern an den Wänden. Fässer werden auf die Bühne gerollt, Kessel uni) Zelte, Bänke und Stühle herbeigeschleppt, Klapppodeste aufgestellt, die von 4—20 Meter sich auSdehnen lassen. Es erheben sich davor bald allerhand beschneite Sträilcher. Eine schneebeniatte Alalte ivirb vorn über die Bretter, die die Welt bebeulcii, gebreitet Emsig laufen namentlich die Herren Jenny uns Käsmann umher, unterstützt von mehreren Arbeiten, und ein halbwüchsiges Zum Fall Schell. München, 25. Juli. Das Amtsblatt der Erzdiözese München, das den Brief des Papstes über die Schellaffäre enthielt und bisherzurückbehaltcnwurde, ist nicht mehr zur Ausgabe gelangt, sondern durch eine neue Nummer ersetzt worden, die jene päpstliche Kundgebung nicht enthält. Osnabrück, 25. Juli. Der katholische Universitäts- Professor Leo von Savigny in Münster wendet sich mit einer scharfen Erklärung in der Osnabr. Ztg. gegen den U ltr am on ta n ismu s und gegen den Bischof von Münster wegen des Falles Renz. Wien, 25. Juli. Professor (Sommer erklärt in der „Zeit", seine Beziehimgen zu Schell seien eine Universitätsfreundschaft, sie hätten sich im Jahre 1873 als Hörer HettingernS in Würzburg kennen gelernt. 1886 habe er Schell zur Mitarbeit an seinem Jahrbuch aufgeforbert, aber nur als Berater in apologetischen Fragen. Mailand, 25. Juli. Don Murri erklärt im „Eor- rtcre della Sera", der neue Syllabus richte sich weder gegen ihn, noch bereite er ernsten Forschungen neue Schwierigkeiten. Meuterei in einem holländischen Regiment. R o t t e r d a Ni, 25. Juli. AuS Unzufriedenheit mit angeblicher unnötiger Strenge und Härte ihres neuen Rittmeisters entfernten sich 51 Husaren und fünf Aie Einweihung des neuen Kießener Stadtthealers. IV. Gießen, 26. Juli. Nun gilt noch, von dem geheimnisvollen Kulisseneiche Einiges zu erzählen. Erst aus dem vollen Betriebe erwächst dem Beschauer er richtige Eindruck von dieser wundersamen Welt. Eine -orstellung nur gibt dem Ganzen die richtige Farbe, fügt er kalten Verständigkeit der Technik etwas von dem ur- lten, doch nie entflohenen Reiz des Komödiantentums bei, on dem die Zuschauer vor dem Vorhänge meist nur nklare und schiefe Begriffe haben. So ging ich denn zur Wiederholung der Eröffnungs-Vorstellung am Mittwoch urch die Hinterpforte ins Theater, um unter Führung des >errn Jenny, des sachkundigen Theatermeisters, die Reise -cs Land der Illusionen zu machen, eine Reise, die nicht anz ohne Strapazen war. „Der zerbrochene Krug" war mitten im Gange. Adam, er Spitzbube, machte eben seine ergebensten siratzsüße vor em Gerichtsrat. Hinter der Bühne war alles mäuschenstill. ;in paar Theaterangehörige und Statisten, einzelne von Yuen noch in Uniform, andere bereits in Wams und Koller, inn Lagern vor der tapferen Stadt Pilsen bereit, schauten, urch Prospekte verdeckt, schmunzelnd den Kapriolen des fiifigen Bauernrichters mit dem Pserdeftrß und der Teufels^ ;cie zu. Zwischen dem hintersten Kulisfenpaare aber ruhte, i tiefen, stärkenden Schlummer verfallen, fürs Publikum atürlich unsichtbar, ein Wallensteinscher Kriegsmann in oller Rüstung. Ein köstliches Kulissenidyll. An diesem hnunaslosen Schläfer dokumentiert sich in gar wuiider- chec Weise die Macht der Poesie aufs Statistengemut Nahebei, auf der sehr ausgedehnten Hinterbühne auf inem niederen Bänklein, sitzt der Inspizient, die Uhr m er Hand aufmerksam den Buhnenstichworten lauschend, m zur rechten Zeit für das pünktliche Auftreten der Mit- lieler zu sorgen. Stramm und stattlich spaziert da Frau Brigitte umher, mit Stock und Adams P^rrücke m oer uiid, um aufs gegebene Signal zur Bühne zu humpeln. E^ ehöct viel Selbstentäußerung für cm anmutiges weibliches Men dazu, sich so zu verunstalten. Die dick aufgetragene ichminke, die große graue Perrücke, wie fürchterlich m der ubc. Die Bemalung oes unteren Augenrandev, die^ ich «x einer der Soldatenoirnen sehe, erzeugt oen ^ojem liess ffcberischeu Glanzes der Pupille. Es ist doch etwas nderes als. Bgll.MLsie.rgde, Der Schrechsr Ä der. mo- groß Herzog wird, n. d. „Darmst. Ztg.", während dieser ** Das Großher^ogspaar,Prinzessin Dorothea zu Solms-Hohensolms-Lich und der Mahar ad ja von Bi ko mir und fein Gefolge kamen gestern abend, wie uns aus Darmstadt gemeldet wird, in drei Automobilen von Jagdschloß Wolssgarten hierher und besuchten die Vorstellung im Zirkus Corty-Althoff. Die Indier trugen englische Sportkostümc und Turbane. Sie brachten den Aufführungen der Zirkuskünstler lebhaftes Interesse entgegen. ** Ordensangelegenheit. Se. Königs. Hoh. der Groß Herzog haben beni Legationskanzlisten der Kaiser!, deutschen Gesandtschaft in Kopenhagen, Hofrat Ranft, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Kaiser verliehenen Roten Adler-Ordens 4. Klasse erteilt. ""Von der Technischen Hochschule. S. K. H. der Grobherzog haben den ordentl. Professor an der Technischen Hochschule H. Walbe für die Zeit vom 1. Sept. 1907 bis 31. August 1908 zum Rektor der Technischen Hochschule ernannt. — Dem Assistenten für Geodäsie, Herrn Dr. Max Gasser wurde bie venia legendi für Geodäsie an der Tcchm Hochschule erteilt. Deutsche» Reich. Berlin, 25. Juli. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, hat König Eduard für den 14. August seinen Besuch auf Schloß Wilhelmshöhe ungesagt. Die „Berl. Reuest. Rachr." fügen noch hinzu, der Begegnung werde auch die Kaiserin beiwohnen, die schon Anfang nächster Woche in Wilhelmshöhe eintreffe. Die Ankunft des Kaisers wird erst am 8. August erwartet. — Rach einem Petersburger Drahtbericht des Daily Telegraph soll die geplante Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit dem Zaren am 5. und 6. August in Danzig stattsinden. — Die Berlin er Fleischerinnung macht bekannt, daß eine Erhöhung der Schweinepreise auf den Stand vom Sommer 1906, also auf 72 Mk. pro 100 Pfund, bald bevorstehe. ArrsLand. Mplde, 25. Juli. Der Kaiser machte heute vormittag bei schönem Wetter einen Spaziergang an Land und besuchte dann den Prinzen Heinrich an Bord der „Deutschland" und lud ihn, sowie den Prinzen Adalbert, zum Frühstück ein. Nachmittags nahm der Kaiser den Tee aus der Höhe von Molde ein. Zur Abendtasel waren die Kommandanten der anwesenden Kriegsschiffe und Prinz Heinrich geladen. Morgen früh erfolgt die Abfahrt nach B.erg en mit einem iurzen Aufenthalt in Marok. Piaris, 25. Juli. Präsident Fallier es und der Präsident von Panama tauschten heute Besuche aus. — Auf dem zu Ehren von japanischen Offizieren gegebenen Frühstück brachte Präsident Fallieres eilten Toast aus, in dem er die Hoffnung ausdrückte, daß der japanische Besuch nur ein Vorspiel immer enge- T>er Beziehungen zwischen beiden Natio nen Aus Stadt und Land. Gießen, 26. Juli. ** Die Großherzoglichen Herrschaften werben, wie schon mehrfach mitgeterlt würbe, Mittwoch, 31. b. Mts., sich zu mehrtägigem Aufenthalt zur Feier bes 300jährigen Jubiläums ber Lanbes-Universität hierher begeben und im Alten Schloß Wohnung nehmen. S. Kgl. Hoh. ber Erb- sein möge. Der sapanocye Botschafter sprach voraus Den Dank für den den japanischen Offizieren bereiteten freundlichen Empfang aus. — General M etzi n ger erklärte, daß das Dekret betreffend seine Versetzung zur Disposition auf seinen Antrag am 13. d Mts. unterzeichnet worden ist. Er gibt als Grund für die Versetzung an, daß diese nicht geschehen sei, weil die Rekruten im Jahre 1903 entlassen worden sind, sondern weil die von ihm in Vorschlag gebrachten Beförderungen für Offiziere unbeachtet gelassen wurden. Das Bert. Tgbl. meldet aus Teheran: Der Jahrestag der persischen Verfassung ist ruhig verlaufen. Der Schah ist angeblich ernstlich erkrankt und blieb deshalb den Feierlichkeiten fern. Er entbot alle Prinzen, um vor den Gesandten unb Notabilitüten die Honneurs zu machen. Im Volke ist eine Gährung unverkennbar. Das Volk behauptet, der Schah sei durch Trunkenheit unzurechnungsfähig, und fordert seine Absetzung. London, 25. Juli. Rach den letzten Meldungen ! aus Tanger berichteten 7 Diener des Kaid 9)1 ac Lean, die von Raisuli freigelassen worden waren und inl Alcazar ankamen, daß Mac Lean in strenger Haft gehalten werde und daß er mit Niemandem sprechen dürfe. Es sei dringend notwendig, daß energische Schritte unternommen würden, da die anderen Stämme ebenfalls anfangen, unruhig zu werden. Diese glaubten, ebenso wie Raisuli handeln zu können, nachdem dieser unbehelligt den Oberbefehlshaber gefangen genommen hat. Die Gährung ist bereits in der Umgebung von Fez bemerkbar. Der Sultan fürchtet sich, die Hauptstadt zu verlasset!, da der Prätendent El Noghi die Gelegenheit benutzen könnte, um in Fez einzuziehen. Der Sultan und der Maghzen sind beide unentschlossen und ratlos, während sich die anarchistischen Zustände infolge des Mangels an Autorität immer mehr ausdehnen. flinkes Bürschchen kommt mit immer neuen Humpen herbei, nachdem e8 den großen grünen Kamin aus AdamS Bauernstube wie ein Spielzeug nach hinten getragen hat. Jetzt sehe ich mich unmittelbar vor dem Lauf einer mörderischen Donnerbüchse. Aber das Ding ist außerordentlich zahm. Es hat nur die gefährliche Form und ist nichts als ein mit schwarzem Papier beklebtes Holz- scheid. Die Vorsicht, mit der es eine Bühnendame um- wandelt, ist ein niedlicher Beitrag zur Theorie von der Illusion in der Kunst. In den beiden Nebengassen sammelt sich das Wallen- steiner Kriegsoolk, vornehmlich in der rechten, der Männerseite. Obwohl der Raum nicht sonderlich schmal und ziemlich lang fft, bildet sich doch eine stattliche Menschen- haufung, aus der der Beobachter charakteristische Bilder herausholen kann. Ernst den Augenblick der Leistung abwartende Künstlerschaft, fröhlich sorglose Jugend, die bei ihren belanglosen Aufgaben keine Gefahr läuft, still belcheidene Brotarbeit und keckes, wagemutiges Draufgängertum, überlegener, zum spöttischen Witze geneigter, kaltblütiger Gleichmut des im Kulissenfeuer gehärteten, hieb- und nagelfesten Bühnenroutiniers — das steht hier alles dicht bei einander. Man fühlt auch hier recht wohl soziale Unterschiede heraus. Die Träger der führenden Rollen und die Fünfwortemänner unterscheiden sich wie Geometer erster Klasse von denen zweiter Klasse. Auf engem Raume vereinigen sich hier zu dichtester Gemein- Ichast dre mannigfachen Strömungen künstlerischer und menschlicher Art, Verwandtes und Gegensätzliches Und mancher Mime sicht sich als Uebermensich unter Herden- men)chen. Jetzt tritt der Direktor, der noch wenige Minuten zuvor in Frack unb Lack unter den hastig Aufräumenden zu sehen war, unter die rauhe Soldateska als Wallen- jteiner gekleidet,jn leiser Anordnung, doch auch zu kurzer Unterhaltung. Der Inspizient aber fängt an, den Menschen- knäuel in Ordnung zu bringen. Sobald alles zum Anfänge bereit ist, wenden wir unsere Schritte nach den jetzt leer stehenden Garderoben der Statisten, in denen scheinbar ein wildes Durcheinander herrscht. Doch jeder Hundertsechszehner hat seine Mannschaftskleider an seinem Platz und obendrein seine verschließbare Schublade. Freundlich und sauber sieht es in den Garderobenzimmern der Solisten aus, in denen jeder seinen vielfächerigen Toilettentisch und seine eigene elektrische Flamme hat. Von der Herzensflamme ist dagegen jeder weit entfernt, durchs ganze Haus getrennt, ' denn auf entgegengesetzten Seiten befinden sich Damen- und Herrengarderobe. Die Damenzimmer haben lichte blumige Tapeten, die Herrenzimmer würdig schlichte von einheitlicher Farbe. Dazu stimmen hübsch die geschmackvollen Möbel. Ueberall hat man angenehme Farbenwirkung. Die Zimmer der Musiker sind einfach, aber auch ganz gemütlich und geräumig. Andere große Räume dienen als Kleiderkammern, wo es aus mächtigen Wandschränken nach Naphtalin duftet. Ein Kabelzug ist vorhanden zur Fortschaffung schwerer Lasten, wie der Malerarbeiten im riesigen Oberlichtsaale, oder der Möbel aus dem Souterrain nach der Hinterbühne. Im Malersaale sehen wir übrigens ein richtiges Kinderspielzeug stehen, ein Tbeaterchen aus bemaltem Papier ausgeschnitten und auf Pappendeckel geklebt. Das vom Miniaturplafond herabhängende Kronleuchterlein ist aus Streichhölzern gefertigt. "Es ist das von Herrn Schiv edler gefertigte Vorbild für die Salon-Dekoration in dem zum Universitätsfeste int Theater zur Aufführung kommendeit kleinen Studentenscherz. Nun stehen wir vor einer der bedeutendsten Neuerungen der Bühne, der Zentralisierung der wichtigsten Funktionen durch Elektromotore. Auf einer kleinen Loge links vom Zuschauerraum sind die Wände bedeckt von Schaltvorrichtungen. Wellen sehen wir dazwischen und ein Hebelwerk. Die Wellen als-Hauptleitungen und die zahlreichen Schaltvorrichtungen letten geräuschlos die gesamte Bühnen- ** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Vorsteher des „Ohlystifts" zu Grafenhausen, Lehrer Phil. Rack eine Lehrerstelle an dec Gemeindeschule zu Langen; dem Lehrer Hch. Walter zu Gammelsbach eine Lehrerstelle an der Gemeinoeschule zu Treis a. b. Lumda; bem Schul- amtZaspiranten Adam Körner aus König eine Lehrerstelle an ber Gemeindeschule zu Fränkisch-Crumbach. Erledigt find: Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu K i r ch - B e e r s u r t h. Denr Grafen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu. An ber ^R^Ltzbeschule zu Fir^hh.n cche mjt einem kath. Lehrerl Moskau, 25. Juli. Die Rev o l ut i o n ä ri n Frunkina, welche ein Attentat auf den Gefängnisdirektor Bragrczolv verübt hatte, wurde hingerichtet. — Auf "ber Station Rentovo an der Linie Moskau— N ischn i-Notogvro d sind 'heute zwei Beamten einer Fabrik in Nentovo, die 30000 Rubel bei sich führten, von einer zwölf Diann starken bewaffneten Bande angegriffen worden. Tie Räuber töteten einen Beamten und flohen mit dem Gelde in der Richtung auf 'Moskau. Im Verlauf der Verfolgung wurden 10 000 Rubel gefunden. Lugansk (Gouv. Jekaterinoslaw), 25. Juli. Bei der Station Al s chev s ka wurde der Verwalter der Kvhlenminen von Lashukhoff, Nichurin, ermordet. Baku, 25. Juli. Der Geschäftsführer der Nobeltverke, Paulsen, wurde durch Revolverschüsse g e tötet. — Heute mittag stieg über dem Gelände des Tegeler Schießplatzes das lenkbare Militärluftschiff zum dritten Male auf, um nach Erreichung einer Höhe von etwa 1200 Metern und nach mehreren erfolgreichen Einzel- manövern in etwa dreiviertel Stunden tvieder glücklich zu landen. Die Versuche werden täglich fortgesetzt weroen. — Der Gesetzentwurf über die Erhöhung der vreußischen Beamtengehälter wird mit dem Etat oem Landtage vorgelegt werden. Man nimmt an, daß die Einberufung des Preußischen Landtages wegen der Fülle der zu erledigenden Arbeiten bereits vor Weihnachten erfolgen wird. Der Etat wird, wie gewöhnlich, etwa Mtte Januar eingebracht werden. Breslau, 25. Juli. Die Beisetzung des Abgeordneten von Kardorff fand heute vormittag auf Bupy66ud »vu,v, Schloß Wabnitz statt. Der Sarg war im Schloßpart Zeit in Lieh wohnen, unter Kardorffs alten Lieblingsbäumen aufgebahrt, wo der Ortspastor Sattler die Trauerrede hielt.' Die Kapelle der Oelser Jäger eröffnete den Leichenzug, an dessen Spitze der Oberpräsident von Schlesien, verschiedene Abgeordnete und zahlreiche Offiziere schritten. Eine unabsehbare Menge von Kreisbewohnertt nahm an der Beisetzung teil. München, 25. Juli. Wie die „M. N. N." hören, hat Dr. Peters gegen das Nürnberger sozialdemokratische Parteiblatt, die „Fränkische Tagespost", die Beleidigungsklage angestrengt. Straßburg i. E., 25. Juli. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in den schweizerischen Grenzgebieten erloschen ift,. wurden nach langer Sperre die Grenzen für die Vieheinfuhr wieder geöffnet. Von den bedeutenden Viehtransporten, welche sofort in das Elsaß -gelangen werden, erhofft man ein Sinken der horrenden ^Fleischpreise.__ ui oesekende'.Lehrerstelle und eine mtt einer fath. vekr„. zu besetzende Lehrerinstelle. ** In der nichtöffentlichen Sitzung der Stad« verordncten-Versammlung, die gestern im Anschluß an öffentliche Sitzung stattfand, wurde die vom Beigeordnetem Curschmann erbetene Entlassung an5 dem städtischen Tieiü genehmigt. Die Stelle soll alsbald zur Bewerbung Gll§1 geschrieben werden, da Herr Curschmann voraussichtlich uc‘ am 1. Oktober seine neue Stelle als Beigeordneter Barmen antritt. — Ferner fand ein Urlaubsgesuch Stadtbaumeisters Braubach Genehmigung, das von Staats sekretär Dernburg eingereicht worden war. Herr Braubcict hat nämlich den ehrenvollen Ruf erhalten eine von be> deutschen Handelsgesellschaft mit Unterstützung des Reichs ausgerüstete wissenschaftliche Expedition nach Süd- westafrika als Ingenieur mitzumachen. Die Expeditio' wird sich während der Wintermonate mit Untersuchungen be Wasserverhältuisse im Süden der Kolonie, den sog. Ramalan:' beschäftigen. Insbesondere soll die Möglichkeit der Ansammlung | der vorhandenen Wassermengen durch Anlage von Talsperr^ zum Zwecke einer umfassenden regelmäßigen Bewässerung festgestellt werden. Herr Braubach wird die Ausreise nact Südwestafrilä am 1. Oktober ds. IS. antreten. — 12. August wird die letzte Sitzung ber Stabtverordneten, Versammlung vor ben Ferien ftattfinben. ** Theaterbesucher seien barauf aufmerksam gematy daß zur heutigen Vorstellung rechtzeitiges Erscheinen bringen; erforderlich ist, weil die Türen bei Beginn der Ouvertui" geschlossen werden. ** Begonnen wurde mit dem Bau des ober hessischen Hauses für die im nächsten Jahre Darmstadt stattfindende Hessische Landesausstellun für Kunst und Kunstgeiverbe. Das Haus wird auf be- Mathildenhöhe gegenüber dem Ernst Ludwig-Haus uii neben dem Haus Olbrich errichtet. _ ** Die Hessische Landeshypothekenbank zu Darmstcu'; versandte in den letzten Tagen ihren gedruckten Gesell^ schaftsvertrag, der unter Berücksichtigung der burc die Generalversammlungen vom 26. März 1904 unt 25. März 1907 beschlossenen Abänderungen hergestellt v Da dies Büchelchen allen Interessenten von großem Bor, teil ist, sei hiermit darauf aufmerksam gemacht. 8. Saasen, 25. Juli. Bei der heute dahier & gehaltenen Bürgermeister wähl machten von 114Wah berechtigten 95 von ihrem Wahlrechte Gebrauch. Laut wirt und Wirt Max Stark erhielt 54 und sein (Seger kandidat, Maurermeister und Gastwirt Wilhelm Schep 41 Stimmen. Stark ist somit gewählt. -t- Friedberg, 24. Juli. Im Steinbruch des meinde-Einnehmers Feuerbach zu Ockstadt (3/4 Stunt von der Bahnstation Friedberg entfernt), ist bet den Ar beiten in einer Tiefe von etwa sechs Metern ein größm Steinblock sichtbar geworden, der auf seiner seitlichen Fläcl in der Größe von etwa 3 Quadratmeter Längsrillen un: Schliff zeigt, sodaß die Annahme entstehen konnte, ma habe hier einen fog. Gletscherschliff vor sich. Bo anderer Seite wirb das angezweifelt und die erwähnte- Erscheinungen lediglich als Verwaschung, als durch länge, dauernde Einwirkung des Wassers entstanden erachü Der Stein ist photographiert worden und es dauert vielleicht noch zehn Tage, bis er als Bruchmaterial beseitic ivird. Jedenfalls ist er in der Lage, inmitten des Ur, gesteins, eine merkwürdige Erscheinung. A Breitfcheid, 25. Juli. In großer Aufregun; befindet man sich hier über den gestern vormittag auf einer hiesigen Hofe tot auf gefundenen italienischen Arbeiter, der nur eine leichte Verletzung am Kopfe trug, bi. odn einer am Abend vorher vorgejallenen Schlägerei zwisch; Italiener und hiesigen jungen Leuten herrühren könnte. Da' Gericht hat eine Besichtigung der Leiche vorgenommen. Ce Totschlag vorliegt ober ob der Mann eines natürliche Todes gestorben ist, wird wohl aufgeklärt werden. sd. Darm stabt, 25. Juli. Nach einer Bekanntgabe ba Metzgerinnung hier kostet von heute ab Schweinefleisch. Schmalz, Fleisch.- und Bratwurst das Pfund 80 Pfg., Kot" lettes und gesalzenes Fleisch 86, Dörrfleisch 90, Schinken m. Bein 110, Rollschinken 130, Leber- und Blutwurst 64 Pfg. Al', ein nicht unwesentlicher Au fs ch l ag. X Krofdorf, 25. Juli. Sellher lag der Turnunterrich beleuchtung mit den drei Farben rot, grün, weiß üb Grundtönen, die nach Belieben nuanciert werden. Wei auch die Signalanlage ist da, die das Zeichen dafür gick daß die auf der ersten Arbeitsgalerie befindlichen Unroettei Vorrichtungen in Tätigkeit treten, sowie im Falle em Gefahr für das sofortige Fallen des eisernen Vorhang- und das Funktionieren aller übrigen Vorrichtungen sorg: Wir begeben uns nun in die kleine, drei Mensche: höchstens Raum bietende Regieloge, die der Beleuchtungs und Betriebsloge entsprechend auf der anderen Seite lieg: Auch hier wird unsere Aufmerksamkeit auf mehrere klein Schaltvorrichtungen gelenkt. Indessen schauen wir bot ein Weilchen auf das Bühnenbild drunten, das f schließlich doch die Hauptsache ist von dem, was m Bühnenkunst nennt. Um die Hinterbühne zurück geht bann ber Weg em kleine Holztreppe hinab. Wir sinb auf ber Unterbühne. Eiseii< gerüst stützt hier ben Bühnenboben unb bie fahrbaren Schiene" in benen die Kulissen stehen. Eine'.Decke verhüllt einen einer Weichenwechsel ähnlichen Hebel. Eine Hanbbewegung barai unb die Gustel von Blasewitz mitsamt ihrem Peter von Jtzeho führe zu uns zwischen ben Eisengerüsten nieber. In einem ganz schmalen, aber riesig hohen Magazi: führt Herr Jenny mit staunenswerter Behenbheit bie Klettert auf ben zahlreichen übereinanber angebrachten Eisenfächel- bis zur obersten Etage ans. Vier Mann haben diese Kletten partien regelmäßig zu unternehmen, um auf ihren Schulten die genau registrierten Prospekte aus den Fächern herab zuholen. Jetzt ist auch „Wallensteins ßagec* dem Ende nah? I Die Trompeter blasen schon das Reiterlieb. Nun wir- bereits geklatscht. Da inbeß biese Art von „Theaterklatsch' allabendlich dieselbe ist, verlasse ich schleunigst die Stätte be; Illusion und Wirklichkeit, wo in gleicher Weise heimisch fW | Routine unb Genie, Elektromotor und Ruhmesträunili: Menschliches, oft AllzumenschlicheS wie daß Erhabenste, ivü! Mnffchengeist ersann. B. W, Todes-Anzeige Heute vormittag um neun Uhr verschied nach langem, schweren Leiden meine liebe Frau Jahren. im Alter von 68 den 25. Juli 1907. Giessen, Die M Im Namen der trauernden Hinterbliebenen* Geh. Hofrat Professor ür. Hess Märkte. Butzbach, 25. Juli. Der heutige Schweinemarkt war gerade nicht stark besucht, auch das Angebot in Ferkeln war nur mäßig. Die Preise sind wiederum etwas höher geworden. Man bezahlte sür Ferkel von 6—8 Wochen für das Paar 35 bis 42 Mk. Auch der Preis für schlachtreife Schweine ist in den letzten Wochen enorm gestiegen und das Angebot darin ist nicht bedeutend, tc. Franksurl a. d)L, 26. Juli. »Orig.-Telegr. des „Meß. Anz.") Vieh m a^r k t. Zuni Verkaufe standen 00 .halber, 00 Schafe u. Hammel, 860 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual. 70—71 Pf., Lebendgewicht 56—00.00 Pf., 2. Qual. 69—70 Pf., Lebendgewicht 55.00-00 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg. Kälber 1. Qual. 00-00 Pf. Lebendgewicht 00-00 Pfg. 2. Qual. 00-00 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg. Schafe 1. Qualität 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Pfg, Geschäft bei Schweinen: gedruckt, Ueberstand bedeutend. Predigt. (3. Jahrhundertfeier der Universität.) Nachmittags 4 Uhr. Sabbatausg ang 9.10 Uhr. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hefte» am Samstag den 27. Juli: Aufheiterung. Trocken. Warm. Leichte östliche Winde. Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Juli, vormittags 11 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. Beileidsbesuche werden als erfolgt angesehen. Vrigittal-Drahtmeldnnge«. Berlin, 26. Juli. Auf die Beschwerde des 93er- bandes der deutschen Juden über die Zurücksetzung der Iiiden bei der Auswahl von Schöffen und Geschworenen hat nun auch der preußische Justizminister, wie er dem Verbände mitgeteilt hat, angeordnet, daß der tatsächliche Inhalt der Beschwerde zur Kenntnis der Vorsitzenden der bei den in Betracht kommenden Amtsgerichten zu- sammentretendcn Ausschüssen gebracht wird. Berlin, 26. Juli. Wegen Unterschlagung wurde der Vertrauensmann des hiesigen Buchbinder-Verbandes, Topper, zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Breslau, 26. Juli. Artgesichts der weiter um sich greifenden polnisch en Grundstücks-Spekulationen hat der Landrat des Kreises Sprottau, von Klitzing, die Gemeinde-Vorstände seines Kreises ersucht, ihm so schnell wie möglich, wenn nötig telephonisch oder telegraphisch Kenntnis zu geben, sobald ihnen zu Gehör kommt, daß Polen in der Gemeinde sich bemühen, Grundbesitz zu erwerben. Mannheim, 26.Juli. JmAnarchisten-Prozeß bestritten die Angeklagten, eine Konferenz abgehalten zu haben und behaupteten, es sei lediglich eine Besprechung gewesen. Die Beweisaufnahme von 32 Zeugen wurde abends um 10 Uhr geschlossen. Heute beginnen die Plaidoyers. Wien, 26. Juli. Der Kaufmann Schmalbach aus Frankfurt a. M. hat sich in St. Pölten erschossen. Er hat in hochgradiger Nervosität den Selbstmord begangen. Rfy m, 26. Juli. Aus Sizilien laufen b eruhi- gende Nachrichten ein mit Ausnahme von Palermo, wo es gestern wieder zu tumultuösen Straßen- tundgebungen kam. Die Volksmenge veranstaltete eine Demonstration zu Gunsten des' Exministers Nasi gegen den Senat. Die Polizei schritt ein, was die Kundgebungen noch mehr erregte. Die herbeigeholten Truppen wurden von den Demonstranten mit einem Steinhagel empfangen. Ebenso wie die Truppen konnte auch die regulierte Feuerwehr gegen die Demonstranten anfänglich nichts ausrich- ten. Trotzdem gelang es, eine Anzahl Verhaftungen vor, zunehmen. London, 26. Juli. Bei Montgomery riß ein mil Pferden und Schafen besetzter Zug durch Zerreißen der Kuppelung in zwei Teile. Der Hintere Teil de8 Zuges rannte mit solcher Wucht aus die vordere Hälfte aus, daß zahlreich« Wagen zertrümmert wurden. Viele Pferde und Schafe wurden getötet oder stecken noch in den Trümmern. Vom Zugpersonal wurden drei Leute getötet und mehrere verwundet. Paris, 26. Juli. Das Ministe rium des Aeußern erhielt aus Fez die Nachricht, daß der Maghzen die für den Angriff auf den Franzosen Gironcourt geforderte Genugtuung gegeben habe. Zwei Hauptbeschuldigte wurden zu Gefängnishaft verurteilt. Perpignan, 26. Juli. Gestern kam eß zwischen Zivilisten und Soldaten zu einem neuen Zusammenstoß. In der Stadt herrscht große Aufregung und man befürchtet tumultuöse Austritte. Madrid, 26. Juli. Die Strafkolonie in Melilla wird demnächst aufgegeben werden. Der Alge- ciras-Akte zufolge werden die Strästinge in ein spanisches Gefängnis überfuhrt werden. Odessa, 26. Juli. Die hiesige Behörde wurde benachrichtigt, daß Vorbereitungen getroffen seien, im Gefängnis, in dem sich etwa 300 politische Verbrecher befinden, eine Explosion herbeizuführen. Bei der gestrigen Untersuchung wurden in den Zellen unter dem Fußboden viel Sprengstoff und Patronen gesunden. 30 des Anschlages Be» schuldigte wurden in Ketten gelegt. Die geplante Explosion sollte die Flucht der politischen Verbrecher während der entstehenden Verwirrung erleichtern. Tung er, 26. Juli. Die en g lische Gesanbt- schäft hat einen Brief Mac Leans erhalten, der in arabischer Sprache geschrieben ist. Der Brief konnte bis jetzt noch nicht übersetzt werden. Mechttchs Naehrichtestz, Evangelische Gemeinde. Sonntag den 28. Juli, 9. Sonntag nach Trinitatis: Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich Christenlehre sür die Neukonfirmierten aus der Mat- thäusgemeinde. Vormittags 91/, Uhr: Repetent Waas. • In der JohanneSkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Zugleich Christenlehre für die Neukonsirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 972 Uhr: Pfarrer Kraus. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. Samstag den 27. Juli 1 907: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Leichte. Sonntag den 28. Juli, 10. Sonntag n a ch Pfingsten: Vormittags von 61/. Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. v um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. , um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. „ um 9V2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Israelitische Neligionsgemeinde. Holtesdtenst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 27. Juli 1907: Vorabend 7.45 Uhr. Diorgens 8.30 Uhr. Sport. Bastogne «Luxemburg), 25. Juli. Heute sand ein Auto« '"obUrenuen durch die Ardennen statt. Die Strecke dou 600 Kilometer mußten ohne Unterbrechung durchfahren werden. Sieger waren alle vier Minewawagen. Während des R°nn-»f ereigneten ich mehrere Unglüc«fälle. Bei bai) Neuve nberiuhr Haulvast zwei Frauen und verletzte sie schwer. Deplus und Jenatzy erlitten Unlälle und mußten das R-nnen aufgeben. Jenatzys Pipemagen stürzte um, wobei er Quetschungen am ganzen Körper erlitt. Außerdem trug er einen Schlusselbcmbruch und eine jchwere Verletzung am Scheitel davon 'd' ? "Stands 273 Personen durch Automobile getötet 2.82 ^Jfoiten jnt Jähre 1905. — Ein schrecklicher -n der Pulverfabrik zu Clermont Göetgten) zu. 3m Moment des Eintreffens der Arbeiter in der ör fand eine Erplvsion statt, durch welche getötet und einer tödlich verletzt wurden. Tie ^ÄL^^ten Mrden zerWrt. - In Dünkirchen kam , chen^emem französischen Offizier und einem dänischen Arzt abelduell, wobei der Offizier eine nicht unei> heonche Verletzung am rechten Arm erlitt. vermißch-eA. * ®in in Deutschlands Konzertsälen bekannter Künstler, der Musikdirektor Steindel, der mit seinen brei jugendlichen Söhnen das Steindel-Quartett bildete lvurde wegen haarsträubender Mißhandlungen der Suaden verhaftet. Der älteste der Knaben erstattete Anzeige ßegen den Vater, als er die Prügel- und Hungerstrafen nicht mehr ertragen konnte. * Immer neue Opfer fordern die Berge. Wie bie „N. Fr. Pr." aus Salzburg meldet, stürzten der Münchener Arzt Erhardt, sowie eine Nll'mchener Dame bei Berchtesgaden auf einer unternommenen Partie auf die Mauer scharte ab und blieben schwer verletzt liegen. Die Dame erlitt zahlreiche Kontusionen und brach dreimal den einen Arm, Erhardt erlitt drei Rippenbrüche und mehrere Rch* und Quetschwunden. Die Verletzten wurden nach Wersen gebracht. — Am Gautritsch bei Thun (Berner Oberland) ist em zwölfjähriger Knabe bei einem Ausflug über eine Felswand abgestürzt und tot geblieben. .' Die unsinnig hohen Fleischpreise haben in Philadelphia die Bevölkerung maßlos empört. Tausende jüdischer Frauen plünderten die jüdischen Fleischgeschäjte, begossen das Fleisch mit Petroleum und vernichteten die Kontobücher der Schlächter. Als die Polizei einschreiten wollte, wurde sie mit Steinen beworfen. Hundert Personen wurden verhaftet. Viele Frauen und Kinder wurden von den Polizisten verwundet. Wie eine australische Insel entsteht. Nach Meldungen von den Tongainseln sind seit 14 Tagen von Tongatabu, der größten Insel der Gruppe, sieben verschiedene Säulen von Feuer, Rauch, Dampf und schwarzem Bimsstein, sämtlich innerhalb eines Flächenraumes von zwei Seemeilen sichtbar. Die Höhe der Säulen, die aus Löchern im Meere hervorzukommen scheinen, wird auf 250 Fuß geschätzt. Ter Ozean ist an dieser Stelle sehr tief, man hört ein unaufhörliches Donnern, und es finden häufige Explosionen statt, wobei Bimsstein auf die Insel Niukalofa, die 30 Seemeilen entfernt ist, geschleudert wird. Das tonganische Regierungsblatt kündet an, daß sich um die Ausbruchsstätte Land bildet; man glaubt, daß eine neue Insel im Entstehen begriffen ist. * Kleine Tages chronik. Ter in Karlsruhe wol>- neude Vater des zum Tode verurteilten Rechtsanwalts Karl Hau ist vom schlag betroffen worden. Ter Zustand des /alten Mannes ist besorgniserregend. Tie Kosten des Mordpro- -esses werden nach Baoischen Zeitungen auf 45 000 Mk. berechnet. — In Gevelsberg erschoß im Beisein seines Sohnes der Kaufmann Middendorf feine Frau aus Verzweiflung über den Verlust seines Vermögens. Middendorf war seit einiger Zeit stellungslos. Er wurde verhaftet und nach Schwelm ins Amtsgefängnis gebracht. — In Heven (Ruhr) vergiftete eine Tame ihr Kind und nahm selbst Lysol. Sie liegt im Sterben, das Kind ist bereits gestorben. — In Heilbronn spielte sich ein schrecklicher Vorgang in der achten Klasse des Realgymnasiums ab. Als der 15 jährige Schüler Keppler von seinem Lehrer die Mitteilung erhielt, daß er das Examen nicht bestanden habe, zog er einen Revolver aus der Tasche und schostsich vor den Augen seiner Mitschüler eine Kugel in den Kopf. Er war sofort tot. — Vor einigen Tagen war in Mün che n der Papierhändler Lechermeyer von dem Zimmermann Reindl so schwer im Streite verletzt worden, daß er nun verstarb. Als der Bruder des Getöteten von der Tat erfuhr, lauerte er dem Täter auf und überfiel ihn mit gezückter Waffe. Reindl wurde im Gesicht und an der Brust verletzt. — Einer Statistik des englischen Ministeriums des Innern zufolge sind im vergangenen Jahre ... s X- B ad Orb, 24. Juli. Die hiesigen organisierten Arbeiter U"d 'Arbeiterinnen der Zigarren- u nd T a b a k s a b r i k e n baden an die Fabrikanten em Gesuch um N e u r e g ul i e run g de rLoh n v e r h al tu tsse ersucht, un Durchschnitt wird eine 20peo$eutige Lohnerhöhung gefordert. Tie Fabrikanten beschlossen, den Arbeiter und Arbeiterinnen mitzuteilen, daß dem Gesuche um Aenderung der letzt bestehenden Lohnsätze vorerst nicht slattgegeben werden könne, die Bestrebungen der Fabrikanten jedoch daraus genchlet bleiben wurden, die Lage der Arbeiter in nächster Zeit einer Best erring entgegenzuführen. Hamburg 25.Juli. Der Streik der Schmiede dehnt üch mich über Altona, Wandsbeck und Harburg aus. *)ie Jnnungsrneister verweigern Unterhandlungen mit den Vertretern des Zentralverbandes. Straßburg, 25. Juli. Wegen des Streiks sind auf den Ioth ringis ch en Gruben eine Anzahl christlicher organisierter Bergleute entlassen und durch Ausländer ersetzt worden. Um die peinliche Lage der Arbeitslosen zu verbessern, hat sich der Ge- christlicher Bergarbeiter m einem Telegramm an den Reichskanzler Fürst Bulow gewandt, der um Abhülse ersucht wird. At a i l a n d , 26. Juli. Der Agrar streik in Ferrara hat zur plötzlichen Einstelluna der E rn t e a r b e i t e r geführt. Belfast, 25. Juli. (Reuter.) Eine der großteir hiesiqeii Spinnereien und Webereien, die 4000 Arbeiter beschäftigt ist m- h u ast. b ei t e r a u s st a ii d es geschlossen worden. Die Volizer hielt eine Versammlung ab, in der sie eine Gehalis- auwcsterung verlangt im Hinblick auf die vermehrte Arbeitsleistung wahrend des Ausstandes. - Hier spielten sich un Zusammenhang mit dem Ausstande Szenen ab. In verschiedenen Teilen der Stadt wurden Lastsuhrleute angegriffen, ein Wagen wurde in den o > uß geworfen, von einem andern die Ladung in Brand gesteckt. — Bei den Streiklumulten ist noch ein zweiter Wagen in aen Fluß geworfen worden. Die Unruhen im Zentrum der Stadt dauerten den ganzen Nachmittag an. Die Fabrikbesitzer haben beschlossen, wenn der Kohlenarbeiterausstand nicht alsbald zu Ende tarne, alle Fabrike n nächstenSamstag zu schließen wodurch ^0 000 Mann beschäftigungslos würden. Ter Aus st and der Eisengießer ist durch Zugeständnis einer Lohnerhöhung beigelegt. bet Landschulen sehr im < die Behöroe den Jugendspielei^ mid ^^P^cht luenbet nunmehr Aufmerksamkeit zu. Seminarleln-ei-^ Schulturnen eine größere Ueberwachung dos Tnrnunteri ^c.rn aus Wetzlar ist die Altenkirchen übertragen wordeil ^n^ Kreisen Wetzlar und iauch hier das SchuUurnm u Trigen Montag eingehend besichtigt Hoffenin allen Klassen Augenmerk aus die Anlao? n-^tet Behörde iauch ihr schaffung zweckmäßiger Sviel^nn^?^ ^.Plelplätze und die Be- ed möglich, daß auch die der denn nur dann ist ©»««taOtaefimittagen baä Sblti »flegt 'iU9C kn der J'? h-rausstellt^flammt liebte, Das fpauemäbäten fein? erschoß nicht rrn vSn» -’^urie Becker aus Ellnyausen vorsätzlich fB) & wudern aus Wolfenbuttel (Braun- O tto bttr In Mr "er zwei Jahre zur Zufriedenhe t fernes es .«SSIW »eeTDiguna erwlgt lnorgen mittag in Ellnhausen. N«chbur jtaa t ctu ''Ätoetien -LjtzubLlL 77ÄOnbie%imu ftinunig lv"u5SrHÄ Sn,äUHl Zechner der Gemeinde und der evangelischen Kirche 5ti|ei6>r ernannt, als solcher verpflichtet und in den Dienst euu- flameien. - Magnus Korell von Bernsburg wurde aL Burger meuter für die Gemeinde Von Hausen bestätigt. $6" 05342 BckanntmachrmA 400 Apfelgelee Grössere Schilder sind vorrätig mit folgendem Eindruck: Nicht aufgeführte in dem B«/r b»/7 und ein Mißlingen ist ausgeschlossen. Abbruch 4908 BS26/, 9 KUMMM hervorragendstes und billigstes üedachuu^winaterial Grundbuchmäßiger Eigentümer Städtisches Hochbauamt. Gerbet. Für Ausbau werben beansprucht qm Flur V V VI VI Der Johannisbeergelee Johan.iisbaermarmelada Kirschen Kürbis Logansbeergelee Mirabellen Mixpickles Quitten Quittengelee H. Kühn Papierhandlung Karotten Kirschsaft Pfirsiche Rotkraut Stachelbeerwein Zwetsohenmus Aepfel Aprikosen Apfelsinen Bohnen Erbsen Heidelbeeren Apfelsinenmarmelade Birnen Birnhonig Brombeergelee Dreimus Erdbeeren Erdbeersaft Himbeermarmelade Vezeichnung des Grundstückes Fideicommiß des Gesamt-' Hauses Solms, insbesondere des Hauses Solms- Laubach Nr. 4 5 1 2 Gießen, den 24. Juli 1907. Großh. Hochbauamt. Becker. Flächengehalt der ganzen Parzelle qm 149 368 ( 163 002 ll 71619 ' 71 743 Grünberg am 24. Juli 1907. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. ßjötbe u. Stühle werden schnell u. billig geflochten. J.Glöckle, Settersw.81. osaw vorut.Parthier. Kleinere Schilder sind vorrrätig mit folgendem Eindruck: I. d. N.: Schmidt. ä Psd. 1.2U Mk. ist ganz vorzüglich Bei Rückgabe von 14095 8 Gursch. 1 *45io. Würfelzucker 20 Gutscheinen kh Pfund «anee gratiü. L. tSieisiSsäuser 27 Seltersweg 27 17 Neuen Bäue 17 Berdingrmg. Zum Neubau deo EurHfangö- glchäudesaufBadnbosMarvnrg an V. soll die Ausfübrung der massiven Lecken einschüeßt. Lieferung der zugehörigen Male- riatien m.Ausnayme des Zements in zwei Losen vergeben werden. Loö 1 ums. rd. 870,0 qm Stampf- bctongewölbe mit Eiseneintage, Los 2 umfaizt rd.367,0 qwRapitz- gewolbc. Verdingurrgsnnterlagcn könn. gegen post- und vestellgetdfreie Bareinsendung von 2,00 Mk. für beide Lose zusammen von hier bezogen werden. Die Angebote sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröstnungs- termin Montag, den 12. August 1907, vormittags 11 Uhr bei uns einzureichen. ihv23/, Marburg, den 22. Juli 1907. KömglicheOifenbahn-Betriebs- Ämvc Ltwn. Quittenmarmelade Reineclauden Stachelbeeren Tomaten Tomatenmus Wallnüsse Zuckergurken Zwetschen M. Fs*ces Hof- u. Univ.-Buchhandlung. Brühfsche Universitäts- Buch- und Steindruckerei Giessen, Schulstrasse 7. feuerbeständig — wetterfest — wasserdicht — rfolierend gegen Hitze, Sidite und Feuchtigkeit. Asbest- u. Gummiwerke Alfred Calmon Akt.-Ges. Hamburg, Bei Dachdeckern u. Baumaterialienhandtungen eingeführt. Ä8WWW Vertreter gesucht I Selmmttmachung. Betr.: Kreisabdeckerei Gießen. Die Lieferung von 3 Kadaverwagen für Großvieh und 1 Kadaverwagen für Kleinvieh für die Kreisabdeckerei Gießen zu Garbenteich wird hiermit ausgeschrieben. Die Lieferung hat bis zum 15. Oktober l. Js. zu erfolgen. Der Zuschlag bleibt dem Kreisausschuß bis zum 1. September d. Js. Vorbehalten. Pläne und nähere Beschreibungen sind bis zum 15. k. Mts. anher einzureichen. Da eoentl. der Betrieb mittels Motorwagen ins Auge gefaßt ist, sehen wir auch den Angeboten bezüglich 4 Motorwagen unter obigen Bedingungen entgegen. Für Motorwagen ist eine Geschwindigkeit von 15 km stündlich und em Steigungsvermögen von 15% in beladenem Zustand (auch bei Schnee oder aufgeweichten Straßen) zu garantieren. Gießen, den 25. Juli 1907. Großherzoguckxs Mrcismnt Gießen. I. V.: Welcker. Bergebrmg vou Schremerarbeit. Die Lieferung von Einrichtungsgegenständen für die Mädchenschule in der Schillerstraße soll ..Dienstag den 30. Juli d. I., vormitt. 11 Ubr, öffentlich vergeben werden. Die Berdingungsunterlagen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Bordruck, der daselbst erhältlich, sind dis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. - Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 25. Julr 1907. Danksagung. Für die wohltuenden Beweise aufrichtiger Teilnahme bei unferm schmerzten Verluste sagen wir hiermit Allen unfern herzlichsten Dank. Die trauernde« Hinterbliebenen. Plan, aus dem die Lage der zu enteignenden Grundstücksteile ersehen werden kann, sowie der Antrag und dre übrigen nach Art. 23 des Enteignungsgesetzes er- Arbeitsvergebung. Die Arbeiten und Lieferungen für die Entwässerungsanlage der nachstehend aufgeführten Gebäude werden hiermit auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 unter den hierzu berechtigten Unternehmern am Ort öffentlich ausgeschrieben: Zur Vergebung gelangen: Los I. Acußere Entwässerungsanlage des Gerichtsgebäudes und des Provinzialarresthauses darunter 550 cbm Erdaushub, 200 lfd. m Tonrohre, 40 lfd. m D. N. A. Rohre, 14 Regen- und Hofsinkkasten, 5 Revisionsschächte etc. Los 51. Innere Entwässerungsanlage der unter Los 1 genannten Gebäude darunter 100 cbm Erdaushub, 400 lfd. m D. N. A. Rohre verschiedener Dimensionen, 13 freistehende Fayenceklosetts etc. Los III. Aeutzere und innere Entwässerungsanlage des Gymnasiums mit Dienerwohnung und Abortgebäude darunter 200 cbm Erdaushub, 110 lfd. m Tonrohre, 175 lfd. m D. N. A. Rohre in verschiedenen Dimensionen, 2 Revisionsschächte etc. Los IV. Desgl. des Direktorwohngebäudes mit Turnhalle darunter 200 cbm Grundaushub, 110 lfd. m Tonrohre, 80 lfd. m D. N. A. Rohre, 2 Revisionsschächte etc. Heidelbeersaft Heldelbeerwein Himbeersaft Johannisbeeren Johannisbeersaft Johannisbeerwein Bezeichnungen werden Die Putzarbeiten im Neubau der Augentlinik sollen sofort vergeben werden. Meldungen Wilhelmstraße 21, part. Z-«/ Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten. * Samstag, den 3. August, vormittags 10 Uhr soll in dem hiesigen Rathause das der Stadt Grünberg gehörige zweistöckige Wohnhaus (Alsfelder Straße Nr. 28) unter den bei der Versteigerung bekannt gegebenen Bedingungen meistbietend auf den Abbruch versteigert werden. Jahrhundertfeier der Universität in 2 feinen Ausführungen sind U n soeben erschienen 6 Stk. 50Fig. Wicderverkäufer entsprechenden Rabatt. — Für die Tage des Festes werden tüchtige Kolporteure gesucht. 4784 Die Angebotsunterlagen können auf unserem Amt, Stephanstr. 18, eingesehen, Angebotsformulare dorther bezogen tverden. Die Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen bis Montag, den 5. August, nachmittags 5 Uhr, Eröffnungstermin bei uns einzureichen. . Zuschtagsfrist: 3 Wochen. ohne Preisaufschlag kürzester Frist eingedruckt. Weshalb wollen Sie sich der Gefahr aussetzen Ihren Kuchen mit billigem Backpulver zu verderben? Nehmen Sie nach wie vor [ng5/, df. Oetker’s Wichtig für jode Hausfrau M Obst einmacht! Die im letzten Sommer in den Handel gebrachten Schilder für eingemachte Früchte mit beliebigem Eindruck haben ausserordentlichen Anklang gefunden und sind deshalb wieder angefertigt worden. Die Schilder sind mit jeder gewünschten Aufschrift in beliebigen Mengen zu haben. BcrBuug M Maurer- uiih MteruMeu. Die für die Neubesesttgung deö Selterswegs zwischen Goethe- Itraffe und.Kreuzplatz erforderlichen Maurer- und MafleraKietten sollen Freitag den 2. August d. I., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden bet uns zur Einsicht aus. Angebote auf vorgeschriebenem Formular, das daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Beitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschtagsfrist 3 Wochen. ß26/, Gießen, den 25. Juli 1907. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Feine Lckrmreil Neiseariikel W- uni) Spöckrtikel PückieMemmi Wagen iiuii Geschirre Sättel, Reit- u. Fuhr- uteusilieu Anfertigung aller Artikel nach Angabe |459u in eigenen Werkstätten. Reparaturen sofort u. billigst. Ang. Kübmger Selteröweg 79, Neubau. Sprzialgefch. feiner Leder- Waren. Letilebuug von Müuree- miii Pslusteeurbeiteu. Die für die Neubefestigung der Walltorstraße zwischen Brand- gasse. und Marburger Strasze erforderlichen Maurer- und Pflaster- arbetten sollen Freitag den 2. August d. Js., vormittags W/t Uhr, ^entlich vergeben werden. Die Berdtngungsunterlagen liegen wäh- rend der Diemmunden bei uns zur Emjicht auf. Angebote auf Bordrua, der daselbu erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenann' ten Zettpunkt ver,chlos,en und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzuretchen. — Zuschlagöfrisr 3 Wochen. Gießen, den 25. Juli 1907. r36/, Städtisches Tiefbauamt. „Braubach. forderlicher! Nachweisungen liegen in der Zeit vom 2. bis einschließlich 15. August 1907 aus dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Utphe während der üblichen Ge- schäftsstunden zu jedermanns Einsicht offen. Zur Verhandlung über den Plan und die Entschädigung mich Tagfahrt vor der Lokalkommisston aus Freitag, den 16. August 19 0 7 vormittags 91/2 Ul)r in das Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Utphe anberaumt. Die Beteiligten, insbesondere die Eigentümer, Pächter, Mieter oder sonstigen an dem zu enteignenden Grundstücke Berechtigten werden hiermit aufgefordert: ) Anträge auf Aufrechterhaltung bestehender Lasten (Artikel 19 des Enteignungsgesetzes) bei Meldung des Ausschlusses mit solchen, le) Anträge auf Einrichtung oder Unterhaltung von Anlagen, die für die benachbarten Grundstücke zur Sicherung gegen Gefahren notwendig sind oder rwtwendig werden, bei Meldung des Ausschlusses mit solchen, f) etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an das zu enteignertde Grundstück bei'Meldung des .Aus- , . Musses mit solchen in baif genannten Termin vorzubringen. Zugleich werden die Eigentümer, dezw. deren Rechtsnachfolger oder gesetzliche Vertreter aufgesordert, dierNamen dritter Personen, welche als dinglich berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung beteiligt find, sofort nach Zustellung der Bekanntmachung dem Unterzeichneten mitzuteilen, widrigenfalls sie für deren Ansprüche gernäH Artikel 27 Abs. 2 des Enteignungsgesetzes verantwortlich werden. Die Unternehmerin wird zu dem Termin unter dem Rechtsnachteil vorgeladen, daß im Falle ihres Ausbleibens Verzichtleistung auf Fortsetzung des Enteignungsverfahrens unterstellt und sie mit den bis dahin entstandenen Kosten belastet wird. Die Eigentümer der abzutretenden Grundstücksteile ürüssen von der Zustellung dieser Bekanntmachung an zu neuen Anlagen oder zu einer von der bisherigen bezw. der gewöhnlichen abweichenden Art der Bewirtschaftung die Genehmrgung der Unternehmerin einholen, wiorigen- falls eine Genehmigung demnächst nur insoweit verlangt werden kann, als durch die Veränderung auch für den öffentlichen Zweck, für welchen diese Enteignung geschieht, der Wert des Geländes erhöht worden ist. Räumen die Eigentümer einem anderen von dem Zeitpunkt der Zustellung an ein dingliches Recht an dem zu enteignenden Grundstück.-older ein persönliches Recht auf - dessen Benutzung ohne Genehmigung der Unterrtehmerin ein, so steht jenem anderen eine besondere Entschädigung 1 nicht zu. - . Gi eßen, den 25. Juli 1907. 1 Großherzogliches Kreis amt Gießen. ,I. V.: Langermann. Betr.: Philosophenwaldfest am 1. August 1907, aus Anlaß deS Universitäts-Jubüaums. Am 1. August d. I. finbet im Philosophenwald eine ge- selllge Bereinigung sämtlicher Jesttetlnehmer mit ihren Damen (Miütärtsches Doppelkonzert und dergl.) statt. Das Feit beginnt um 4 Uhr und schließt um 11 Uhr. Freien Zutritt haben alle Personen, bte sich durch die offfzielle blau-weiße Jubiläums-Jest- schleife ausweifen können. Um aver auch der Bürgerschaft die Teilnahme an dieser festlichen Veranstaltung zu ernröglichen, hat der von der Universität bestellte Leiter und Ordner des Philosophen- waldfestes, Herr Professor Dr. Biermer, eine rot-weiße Speziai- feft?chleifc mit der '-ttuffchrift „PhrlosovvenwaLdfesL" in i5t)0 Exemplaren anrerttgeu lassen. Jrthaber dieser Schleife, die sichtbar zu tragen, ist, haben ebenfalls freien Zutritt zum Jestplatz und sind herzltch erngeladen. Die Schleife kann vom 27. Juli d. Js. an aebüvrenfrci auf der Großh. Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15, gegen Emzetchnung in eine Liste udgeholt werden. Das ^cusitprogranun ist auf dem Jestptab erhältlich. Ulnder unter VA Jahren haben zum Fettpiatz keinen Zu- trrtt, andere Mnder nur dann, wenn sie nr Begleitung Erwachsener erscheinen und unter deren Aussicht bleröen. Gießen, den 12. Juli 1907. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Meeu nr. Fatero «ß flaggen von baumwoHencm Fahnentuch sowie Blarine-SiciififiMfiagffentucli Dekoi’attdnsfätmclten bei «I. M« Fnuinr, Sonnenstr. 25. Daselbst auch Niederlage der Bonner Falmcnfabrik. Amlticher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Wasserverjorgimg Utphe; hier Enteignung von Gelände. Die Gemeinde Utphe hat gem. Art- 22 des Enteig- nungsgesetzes vom 26. Juli 1884 (in der durch Art. 279 des Ausführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch gegebenen Fassung) Antrag auf Enteignung der zur Errichtung sineS Hochbehälters für die Wasserleitung von Utphe benötigten Teile nachstehend bezeichneter Grundstücke der Gemarkung Utphe gestellt: AglichsrisHeEirr. Liiörshm-ii.Lauiibutter. Llhi.vslsast. AMkizerköse ä W. 1.20 M. Echter Miner a Pstz. 1-W. Achter alter ßouüu ä PsS. 1.10 W. Lrff CuUembert. Lhüriuger Ltaiigeiittise. thiiriiiger u. Bruuuichivmer Wurslumreu. Surunt reiner Lienechuig. Luxemburger H. B. Äiolterei Sonnenftraße 25__________3ö76__________Sonnenftraße 25 MM Vertreter gesucht I WMMM CaSäÄioiis Asbestscliiefer