Samstag 27. April 1907 157. Jahrgang Erstes Blatt Nr. 98 Aie herttige Kummer umfaßt 14 Setten e- Autrags empfehlen zu können. Abg. P a l l a s k e (lons.) erklärt, seine Fraktion könne nicht anerkennen, daß erhebliche Mängel in den Volksschulen vorhanden seien. Aber einer Prüfung, ob die Volksschule an Mängel leidet, wolle man sich nicht von vornherein entziehen. Redner br antragt Ueberweisung des Antrages an die Unterrichtskommission. Kultusminister Dr. v. S t n d t will auf den Antrag heute nicht näher eingehen, da derselbe ja das Haus noch weiter beschäftigen wird. Nachdem der Minister einige Angaben über die bisherigen Enqueten gemacht, erklärt er, er wolle die Legende zerstören, als ob er sich gegen die fachmännische Schulaufsichl überhaupt ausgesprochen habe, er habe nur erklärt, daß eine derartige Lrganrsalionsänderung erst naeq Turchsührung des Schulunterhaltungsgesetzes ins Auge gefaßt werden könne. Gegen eine Ueberweisung des Antrages an die Unterrichtskommission habe die Unterrichtsverwaltung Nichts einzuwenden. Das Haus beschtießt die Ueverweriung des Antrages an die UnterrichtSkommission. ordneten zugetragene Beschwerde |id) als gegen,ianoslos erweist, weil ein Landwehrmann dieses Namens überhaupt nicht in den Kontrollisten steht. Zur inleressjantesten Episode aber kam es bei der Beschlußfassung über eine nicht eocn ve.angreiche Position bett. Landverkaus an die Berliner Landwchrosliziere zur Er- bauung eines Kasinos. Vier fiel der neue Block, da die Lioeralen opponierten, sanft auseinander, und der alte B l o a, dem Abg. E r z b e r g e r mit der Zenirumskolonne frohgemut voranmarsch^erte, entschied zugunfien der hie» g ter ung. Es ist seit langem Nicht jo herzlich im Reichstag gelacht worden. parlamcntarijctyc*. — Dem Reichstage sind ferner folgende vier Gesetzentwürfe ziigegangcn: Entwurf über den Unterstützungswohnsitz, Novelle zur Geiverbeordnung (kleiner Befähigungsnachweis), Vogelschutzgesetz. In den nächsten Tagen werden dem Reichstag noch zugeben: Entwurf betreffend Sicherung der Bausdrücruugen, VersicherungsoerlragSenUvurs und der dritte ErgänzungSelat (Teuerungszulagen, Nord-Ostseekanal- Vorlage). Dem Reichstag liegen sodann neben dem Elat der Plaischbottich'ieuecnovelle, ersten, zweiten Ergänzungs- elatS, drei Beamtengcjctzen, des Entwurfs betreffend Herstellung von Zigarren m der Hausarbeit und der oben genannten Entwürfe im ganzen 15 Regierungsvorlagen vor. sd. Darmstadt, 26. April. Ter Gesetzgebungen AuSichuß dec 2. beff. Kammer hat m seiner FreilagS- Lltzung in Gememichaft mit den Regierungsvectrctcrn die Beratungen über das Jagdgesetz beendet. In allen Punkten ivurde eine Verständigung erzielt, insbes. über die in der Vormge elwas ,char,en Bestimmungen über daS Führen dec Hunde, das Auffinden von abgeworfenen Geiveihen, das Tragen dec Gewehre, über die GenoffenfchaftSbilüuug rc. Im ! allgemeinen ist die Vorlage sehr günstig für die Gemeinden, nachdem die jcharien Beunnmimgen ausgejchaltet sind. Der .'lusjchuß nahm gestern eme Besichtigung deS Zementwerkes m Budenheun bei Mainz vor, um die angeblich der Umgebung durch das Werk zugejügten Schäden und Nachteile zu prüfen. Ta inzwischen »n der Fabrik neue Anlagen ge- ichafsen wurden, die die Siaubenlwickelung verhindern sollen, traf der AriSschuß vorerit keine Entscheidung, da er abivarten ivill, ivie weil sich die neuen Anlagen bewähren. — Der dritte Ausjchuß behandelte die von dem Abg. Ioutz als Antrag eingereichte Beschwerde deS P. Winter in Hoch- wctsel belr. Feldbereinigung. Ta mdeffen eine von der Regierung elngesorderte ^LuGfiinft noch nicht eingegangen iuar, setzte der Ausichuß seine Entschließung anS. Er beab- nchtigt, durch eine Deputation eine OrtSbeslchtigung vor- nehmen zu laffen. — Dem Reichstage ging eine Resolution der Ra tionallibe raten zu, in den Provinzen Polen und Westpre ußen beschäftigten unteren und mittleren R e i ch S- beainten Gehaltszulagen entsprechend den Zu,oen- dungen an die preußischen Beamten dieser Prooiuzen zu geivähren. Ferner ging dem Reichstage zu eine Resolution öer Freisinnigen Vollspartci, daß der un Postbel rie bfl • öienlt nach 8 Uhr abends und an Sonn- und Feiertagen abzuleistende Dienst auf die Arbeitszeit der Post- und Telegraphenbeamten und -Unlerbeamlen IV,-fach m Anrechnung gebracht wird. Endlich ging dem Reichstage zu eine Resolution der Freisinnigen Volkspartei auf Aenderung bei Personalordnung für die mittlere Beamtenlaufbahn bei bei Post- unb Telegraphenoerwaltung bahin, baß bie Po>l- und Lelegraphenjekrelärdellen m Obersekretärstellen, die Ober» assisienten- und Postverwaltersteücn in Sekretärstellen um- gewandelt werden, unb baß durch Uebertragung mindei wichtiger Tienstgefchäfie der mittleren Beamten auf eine neu zu schaffende Untcrbeamtenklaffe eine Verminderung der initiieren Beamtenitellen und zugleich eine Verbesserung der Besörderungsaussichten der Unterbeamten eintritt. verrtsehes Reich. Berlin, 26. April. Im Befinden des Prinzen Eitel Friedrich hat die Besserung weitere Fortschritte gemacht. Es ist zu hoffen, daß der Prinz zu Anfang nächster Woche wieder Dienst tun und die Führung der Leib-Kom- panie wieder übernehmen kann. — Kolomaldirektor Dernburg hatte heute eine Kon. ferenz über die kaufmännische Vorbildung der Kolo« nial beamten mit dem Rektor der Handelshochschule zu Berlin, Profeffor Iaslrow. Dem Vernehmen nach handelt es sich darum, innerhalb der schon bestehenden AusbildungS- Furie auf die kaufmännische Seite besonderes Gewicht zu legen und hierfür das Vorhandensein der Handelshochschule Berlm mit ihren kaufmännischen Einrichtungen nutzbar zu machen. — Wie verlautet, wird Herr Jesko von Puttkamei in etwa sechs Wochen auf feinen Posten als Gouverneur nach Kamerun zurückkehren. Das gestrige Urteil hat bereits Rechtskraft erlangt. — Blättermeldungen zufolge soll der Aufenthalt Puttkaniers in Kamerun nur au f kurze Zeit bemessen sein. Die Maßnahme sei getroffen worden, um die Autorität der Regierung wieder herzustellen, soweit man von einer Schädigung derselben sprechen kann, und um den Gouverneur in vollem Maße zu rehabilitieren. Der Gouverneur wird nach ordnungsmäßiger Uebergabe der Ge- schäfte nach einigen Wochen aus Afrika zurückkehren. Diese Uebergabe erscheint notwendig, da der Gouverneur plötzlich nach Berlin abberufen wurde. Rian nimmt an, daß Herr von Puttkamer etwa im Juli seinen Abschied einreichen werde. (Und dafür die weite Reise? D. Red.). — Der M aiumzug der Sozialdemokraten wurde in Elberfeld, Barmen, Breslau und Fürth polizeilich verboten, — Zu dem Gerücht über eine Teilung des Kultusministeriums hört die ,Voss. Zig.*, daß allerdings Organisations-Veränderungen erwogen werden, die als Vorläufer einer späteren Teilung des Ministeriums anzusehen find. Es durfte em befände res Ressort für Kunst und Wissenschaft gebildet werden, dem die Universitäten, Bibliotheken und Atu je en unterstellt werden. Bei der Bedeutung dieser Abteilung dürfte sie einem Beamten im Range deS Unterstaaisjekrelärs unterstellt werden. Für den Fall einer späteren Bildung eines selbständigen UnterrichtsminliierlumS nimmt man an, daß diesem auch der Kultus zufallen wird. Knuß schiS Aßfi oionctenl)au5. Berlin, 26. April. Ter Berg.tat wird genehmigt. — Zum Etat der ^>andelSi- und Gen-eroevcnva.tung. Avg. Wolfs ^icucich, nl.) wünscht die Einsteilimg größerer Mittel für die H a u s h a l t u n g i | ü) u l e n für Frauen. — Der Hunde^ctat wird genehmigt. Es folgt oct Etat der Justizverwaltung Abg. Gta, Kunitz i&niu spricht über die Beschäftigung der Strafgeiungenen unb deren Verwendung in der LaiiDwiilichast. Bei der Leuteiwl sei die Beschäftigung mit lanbwiiisch-f'tttcheil Arbeiten von großer Wichtigkeit. Abg. Gottschalk inl.) beschioert sich, daß ArbeUer zu Schösten unb Geschworenen nicht iugeian'en würben. im’tijminifter Dr. Bese le r betont, er habe eine tu hin- gehende Verfügung nicht erlassen. 2 er Justizctat wirb genehmigt. — Es folgt die Beratung des Kuitusctats. — Zunächst werden bie Anträge abgelehnt, die eine C-rvüijung der Lstmarlenzittage für Lehrer und Lehrerinnen fordern. , „ Abg. Dr. Friedberg (nl.) führt aus, ihm sei aus rwn. gelischcn Kreisen mckgeteilt worden, daß b.c Genehmigung der Niederlassung der Franziskaner in Obersch l c s i c n große Erregung hcrvvcgcrufen habe. Wie anders die Tätigkeit der Franziskaner aufgeiaßt wird, ergibt sich aus einem Artikel des grvßpvlnischcn Blattes „Pollak". Daraus gehe hervor, daß das Bratt von den Franziskanern Agitation im großpolnischen Sinne erwartet. Die Bedarfnissrage scheine auch nicht aufgeklärt. "Preußen habe t»ch mehr Interesse, daß deut ch, a.5 bau po.nisch geprägt werde. Ihm, Redner, scheine, als könne sich Ixr Ku.t-sminister von der Ansicht nicht trennen, man müsse mit dem Zentrum zusammenarbeiten. Kultusminister Dr. von Stubt tveift_ die Angriffe des Abgeordneten Friedberg auf das entschiedenste zurück. Solche Angriffe würden seit einem halben Jahr systematisch gegen ihn gerichtet. (Zustimmung im Zentrum.) Auf solche Provokationen antworte er nicht mehr. , Abg. Dr. Fr iedberg (nl.) erhärt, er müsse ge-chäfts- ordnungsmäßig konstatieren, daß es geradezu unerhört sei, nachdem er rein sachlich gesprochen habe, ihm solche, Borwürfi zu machen. Das sei eine illoyale Kumpsesweise. (Stürmischer Widerspruch im Zentrum und rechts.) Vizepräsident Dr. Krause rüst den Redner wegen des Vorwurfs der Illoyalität zur Ordnung. (Im Hause herrscht außcrordent.iche Unruhe und Dewegung.) Abg. Kopsch (frs. Vp.) bittet den Kultusminister, den „Bremserlaß", der außerordentlich verl)ängniZoolle Folgen gehabt habe, zurückzunehmen. Redner gebt sodann auf die Maßregelung von Lehrern ein, die im Wahlkampfe für die Freisinnigen eingetreten seien. Ministerialdirektor Dr. Schwartzkopff erklärt, daß et auf die e inzelnen Fälle nicht eingeben könne, da sie i hm nicht vorher mitgeteilt worden wären. Es würde sich aber empfehlen, daß die Lehrer, die sich ungerecht behandelt glauben, sich an die vorgesetzte Behörde wenden. Abg. Dr. Friedberg (nl.) bedauert, sich einen Otdnungsu ruf zugezogen zu haben, der erste in seinem Leben; er sei aber auch erregt geivesen über die Ausführungen des Kultusministers. Er lasse sich bei seinen Ausführungen niemals von persönlichen, sondern nur von sachlichen Motiven leiten, auch der Kultusminister solle die Dinge mehr sachlich nehmen, anstatt stets von Provokationen zu sprechen. Es folgt die Besprechung über den Antrag Hobrecht in eine allgemeine Prüfung der Frage einzutreten, inwieweit der V o l k ö- unterricht den Anforderungen des Lebens genügt und die Ergebnisse dieser Prüfung dem Abgeordnetenhause in einer Denkschrift mitzuteilen. Abg. Schifier (ni.) bemerkt, bie Aufgaben der Volsschulen müssen weiter gestellt werden als früher, denn der Einfluß des Hauses habe in den letzten Jahren beoeutend abgenommen. Tie Zustände in der Heranwachsenden Jugend nach dem Verlassen der Volksschulen seien leider nicht sehr gesunde. Wenn eine Schuld vorhanden sei, so könne sie allerdings keineswegs die bei der Schule beteiligten Personen, am wenigsten die Lehrer, treffen. Tie Ueberfüllung der Schulen weist darauf hin, daß man mit aller Energie das Lchrerperfonal vermehren müsse. Man müsse in das Innere der Schule eingehen, den Lehrplan und die Lehrmittel genau prüfen. Auch unsere Volksschüler müssen einer allgemeinen Bildung teilhaftig werden, das Ideale nicht entbehren, vor allem aber und zunächst, natürlich das ihnen fürs Leben Notwendige aneignen. Es ist nicht alles in der Volksschule wie man es wünsche, Redner glaubt deshalb die Annahme des Aus dem Reichstag. -tt- Berlin, 26. April. „Man soll nichts verschwören" — jo heißt es in einem franz. Lustspiel, und so kann mich Abg. Erzberger von sich sagen in Erinnerung an sein bei dem Konflikt mit dem Chef der Reichskanzlei vor der gesamten Volksvertretung feierlich abgelegtes Gelübde: er wolle in Zukunft mit den Herren von der Regierung nur in Gegenwart von Zeugen privatim verhandeln. Heute sah man nämlich den jungen ZentrumSmann auf der Bundesratsempore gar eifrig konferieren mit dem preußischen Kriegsministers v. Eine m und dessen Abteilungschefs, den Generalmajoren Wachs und v. Lochow. Erzberger präsentierte sich sozusagen in der 9iolle eines Stategen; er hielt in der Hand einen umfangreichen Situationsplan, auf dem er den Herren von der Militär-Verwaltung die „richtigen" Wege zu weisen schien. Er war aber auch für Belehrung offenbar nicht unzugänglich, denn Bemerkungen des Kriegsministers und der arideren Offiziere akzeptierte er wiederholt durch Kopfnicken. An der Hand der Tagesordnung: Einzelberatung der Positionen des Militär- Etats ließ sich der Gegenstand der Unterhaltung unschwer erraten; eö konnte sich wohl nur um den Neubau für das Reichsmilitärgericht handeln, der bereits im Projekt eine bewegte Vergangenheit yat und auch diesmal zunächst in der Budgetkommission umstritten, heute aber einfnnumg von ihr angenommen wurde. Tie heutige Konferenz am Negierungstisch schien beiderseits zur Zufriedenheit zu verlaufen; am Ende hat Erzberger wieder Vertrauen gefaßt zur Regierung. Man gewinnt ja überhaupt den Eindruck, dag das Zentrum nicht geneigt ist, unentwegt im Schmollwinkel zu stehen. Es entwickelt mindestens soviel an Berührungsfläche mit dem Block, als mit der Sozialdemokratie. Der zuverlässige Maßstab zur Beurteilung des Verhältnisses zwischen Zentrum und Regierung wird sich freilich erst erkennen lassen aus den Debatten zum Etat des Reichskanzlers, denen man in parlamentarischen Kreisen mit gespanntem Jntereffe entgegensicht. Entbehrte somit das äußere Bild der heutigen Neichstagssitzung nicht eines beachtenswerten Zuges, so bot auch die Diskussion selbst interessante Momente. Abg. Pauli (kons.) sprach über die Arbeitsverhältnisse in den Spandauer Miliiärwetkstätten,^wie alljährlich, und ihm folgte wiederum der Abg. Zu b eil (Soz.) mit einer Neuauflage seiner Schilderung der „wahren" Zustände in denselben Werkstätten, den Musterbetrieben. Durch schlagfertige und humorvolle Zurückweisung der Zubeil'schen Kritik sicherte sich vor einigen Jahren der damalige Generalmajor von Einem die Anwartschaft auf3 Avancement zum Minister. Zubeil macht allerdings die wirlsame Gegenrede nicht allzu schwer. Er ist in seinen Vergleichen nicht immer glücklich. Wenn er heute i. B. die Arbeiterverhältnisse im „Vorwärts" als leuchtendes Beispiel binstellte — wo bekanntlich die Redakteure gleich in Reihen „fliegen" umb bie Setzer gegen den Geschäftsführer, den Abg. Fischer-Berlin, sich aufzulehnen Anlaß finden —, dann geht ein Lächeln in der Runde, daß jedes Wart zur Berichtigung des Redners überflüssig macht. Der Vertreter der Milirarverwaltung, General v. Arnim, ging dann auch auf diefe Sache nicht ein, sondern sagte einfach Prüfung der vorgebrachten Beschwerden zu. Unter allgemeiner Heiterteil lieg sich Dann der sächs. Militär- bevolliiiächttgre von Salza über einen beim Dresdener Be- zirkslommanbo zuständigen, vom Dr. Müller-Meinmgen vorgebrachten Fall eines bestraften Landwehcmannes dahin vernehmen, daß auf Grund des amtlichen Malerials die dem Abae- Tagesschau. Der neue MajestiUsbtlcid.gungsparagraph. — Der soeben dem Reichstage ^gegangene Ge.etzentwurf be- ^reffend Die Bestrafung bet Majestätsbeleidigung hat soigenbcn Wortlaut: cur bie Verfolgung unb Bestrafung der in den Paragraphen 9ö, 97, 99, 101 bes Ltrafgeietzbuches bezeichneten Vergehen gcitcn nachstehcnbe Vorschrfiten: Die Beleidigung ifi nur bann auf Grunb ber Paragraphen 9o, J7, 99, 101 strafbar, rotnu sie böswillig unb mit Vo rbebachi begangen wirb. . , ., ... Tie Verivlgung tritt, sofern bie Velerbigung nicht ölientt lich begangen ist, nur mit Genehmigung ber Landesiusttzvei- wackung ein. Für den Bereich der Militärftrafgerichlsi>arie.i ist 'nur in Friedcnszeiten die Genehmigung ersorberiich miu deren Erteilung stehl der Miliiarfusttzverioaltung zu. Die Verfolgung verjährt in 6 Monaten. Ist Txe oiraiburleit nach Av,atz 2 ausgeschlofien so finden die Vorschiliten des 14. Abichnilles bees Ll.ra,gesetzbncyes An- toenbuiifl. In bet Degrünbung heißt es u. a.: . Tie Vor.chri,ten des Strasgesetzbuches über die Maiestats- beleidigungen suytten unter Umstunden zu Strafurteilen, b.c dem allgemeinen Nechtsempfinben nicht eni- s v r a ch e u. Jnbcm baS Gesetz a.s Masestt-tsbeleidigung jede Acußcrung, die eine L^.eidigung eutl>a.te.i Hal, unttrsch.eds- ivs uuki Slcafe lullte, nbugte es m kkrbu.oang mit beui, bas Str^fveriahren bischränlenDe Legaiisatwuspriuzip zur stra,- rechttichen Verfolgung auch in solchen Fällen, in welchen die Bestrafung weder durch das Staats in ter esse, noch auch durch die Rücksicht auf bie beleibigte fürstliche Person gefordert wurde. Um diese sich hieraus crgcbcuben Harten zu mildern, sind mehrfach besondere Anordnungen über die Handhabung des landesherrlichen Begnadigungsrechts ergangen, wodurch, wie allgemein anerkannt, eine Abschivüchung bei Hiirten erreicht worden ist. Es laßt sich jedoch nicht Der» Ecnncn, daß es richtiger fei, bie bauernbe 21 bhülfe gegen die vorl-andenen Mißstände burch eine Aeiiberung ber gesetzlichen Vorschristen herveizuführeli. Der Dvrliegenbc Ge- letKntivuTf sucht b.Jen Zweck zu erreichen, inbem er einerseits eine engere Begrenzung bes strasrechtrichen Tatbestanbes nach bet subjektiven Seite vorsieht, andererseits die Strasvcr- fclgung in gewissen BezielMigen einschränkt. Seine Vorschriften beziehem sich nicht nur auf Bcleid.gungen des Kaisers, sondern auch ber Bundcsfürsten. Ob diese Neuerungen von großem Einsiuß auf die Praxis bet Gerichte sein werden, steht dahin. Eine gewisse Böswilligkeit läßt sich, wenn man will, in jeder Beleidigung feststrllen, ebenso ein gewisses Maß von Vorbedacht, sobald man an bie Absicht des Beleidigenden glaubt, etwas Herabsetzendes zu sagen. Dabei kommt bann leicht die politische Gesinnung in Betracht. Es wirb hier vom Reichstag eine genauere Ausbtucks- weise votzuschlagen sein. Wertvoller erscheinen vorläufig bie Abkürzung ber Verjährung und die Genehmigung der Landes- justizverivaltung zur Verfolgung. 9 9 Gleßener Anmger Woche betgelegt un ■ n M 'v ßeilenprit» Ltal I6ihw zweimal wöchentlich da UM eusiuart« *0 Ü’enRi» ES General-Anzeiger für Oberhessen WM Verlag u ExoeviNon bl O ’ • * * _(Send)ie| Dtrlog öer 5rai)H(f)tn Unlv.-Viich- nnö Stetnörudercl. R. lange. Beöatttoe. «rvedMon unö Drnderet: $d)ulftre6e 1. ««zeiget Wtcßeu. ____ , ।------ - > ■ - -- — Ueber den Jnhall: teS neuen deutsch-anrerr- konischen Handelsvertrages berichtet die „Deutsche Tageszeitung": Deutschland gewährt ten Vereinigten Staaten Don Amerika nicht den ganzen Konventionaltarif, wohl aber einen -rotzen Teil der Zollermäßigungen. Selbstverständlich wird unter die Sätze des Konventionaltarifes nirgends heruntergegangen. Amerika gesteht als Gegenleistung die Herabsetzung tes Schanm- weinzolles und einige nicht besonders erhebliche Erleichterungen bei der Einfuhr zu. Ob diese Erleichterungen für un>ere Industrie von besonderem Werte sein werden, wird von ihrer Handhabung abhängen. Das Handelsabkommen wird auf ein Jahr abgeschlossen: nach dem Ablaufe des Jahres gilt es als stillschweigend verlängert, wenn es nicht 6 Monate vorher gekündigt wird. ~ _ — Der Termin für die allgemerne Berufs- und .Betriebszählung ist vom Bundesrat auf den 12. Juni festgesetzt. Tie Zählung findet im Sommer statt, um die deutiche Volkswirtschaft in möglichster Entfaltung aufzunehmen. Auch die früheren Erhebungen fielen in den Juni. Wegen ter großen Arbeiten und Kosten können die Berufs- und Betriebszählungen nur selten stattsinten. Bisher sind überhaupt nur zwei, tec erste 1882, die ziveite 1895, vvrgenommcn. Seit der letzten hat sich das Erwerbsleben besonders schnell entwickelt. Zweifel- los wird deshalb die Statistik große Veränderungen in der deutschen Volkswirtschaft aufweisen. Glauchau, 27. April. In der gestrigen Reichstags^ Ersatzwahl im Wahlkreise Glauchau-Meerane siegte »er sozialdemokratische Kandidat Molkenbuhr mu 1 < loo Stimmen über ten Nationalliberalen Dr. Claus, für den 12 boö Stimmen abgegeben wurden. (Am 25. Januar hatte ter verstorbene Auer 16 657, ter nationalliäcrale Kandidat 13 4^4 Stimmen erhalten. Demnach ist der so z i a l d e m o kr a t r I chc Stimmenzuwachs recht beträchtlich. D. Red.) Leipzig, 26. April. Eine von ter soziatdemokratrichen Parteileitung der Leipziger Neichstagswahlkreise und den Gewerkschaften einberusene Versammlung beschloß die Gründung eines Arbeiter-Bildunas-Jnstituts für Leipzig desien Zwea sein soll, tlie Arbeiterschaft aus politischem Gebiet im Geiste tes wirtschaftlichen Sozialismus auszuklären. Lies soll durch systematische Unterrichtskurse, durch Ausführung g^ eigneter Theater st ücke, Auslegung von I u g e n d s ch,r i s t e n und sonstiger Bestrebungen, die die Ausbildung der Arbeiterschaft zuni Ziele haben, erfolgen. Die Kosten sollen gemein.chastlich voll der Partei und den Gewerkschaften getragen werden. Die Verwaltung besteht aus einem 7 gliedrigen Komitee. (Frkf. Ztg.) Koburg, 26. April. Der koburgische Speziattanotag hat einstimmig das neue Domänengesetz genehmigt, nach welchem für alle Zeiten der Reinertrag de rDomänen dem Herzog- l i ch e u H a u s e und der S t a a t s k a s s e zu g l e i ch e n T e i l e n zufällt. — Ausland. Paris, 27. April. Ter TempS widmet den Debatten über den Heeres-Etat im deutschen Reichstage einen Leitartikel, in dem er sagt: Es ist gewiß, daß m Deutsch- land sich eine Erhebung des dtationalgefühles vollzieht und gewisse Zeitungsartikel enthüllen sogar kriegerische ©tinimung, die nrnn gewöhnlich zu verbargen sich bemüht. Wenn wir auch nicht glauben, daß die Maß- losigkeiten des Herrn Maximilian Harden den Seelen- zustand des deutschen Volkes richtig wicdergcben, so läßt eS sich doch erkennen, daß bei unseren Nachbarn das patriotische Gefühl seit 1871 niemals mehr so ebendig war als jetzt. Tas beweist genugsam die Unruhe, die durch die Ereignisse des intcrnntioimlcn Lebens bei ihnen heroorgernfen wird. In Deutschland gedeiht der A n t i p a t r i o t i s ni u s nicht. Mabrid, 26. April. Ter Kabinettsrat hat das Marinebudget bewilligt, welches sich auf 60 Millionen beläuft. Dies bedeutet eine Vermehrung des Budgets um 15 Millionen gegen das Vorjährige. Diese Mehr- jorbcrnng wird in den nächsten 8 Jahren weiter bestehen bleiben. Neapel, 26. April. Der König von Siam hat ‘infre Stadt besucht und ist heute nach Genua weitergefahren. Der Slönig reist in Begleitung von 12 Frauen und einem zahlreichen Gefolge. Aus StaOt und Land. Gießen, den 27. April. - Auszeichnung anläßlich des Kaiserbesuches. Se. Maj. der Kaiser überreichte bei der Regimentsbesichtigung dem Regimentsadjutanien, Oberleutnant Menges, der ihm als diensttuender Offizier zugeteilt war, den Kronen- orden 4. Klasse. *' Vom Großh. Hofe. Das Großherzogspaar stattete am Freitag vormittag in Begleitung des Prinzen und der Prinzessin Heinrich dem neuen, großstädtisch eingerichteten Hotel-Restaurant Heß einen längeren Besuch ab. Die hohen Herrschaften besichtigten bie ausgedehnten Hotel- und Restailrationsräume, dann besonders das große Wandgemälde von Hoftheatermaler Kempin, den Bürgerkeller, die Weinstube, die Bildergallerie u. s. w. Nach der Besichtigung wurde im blauen Ecksaale eine Erfrischung eingenommen. * • Ernannt wurde Otto Neuer in Gießen zum Kanzleigehülfen bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberhessen. * • Anlagemusik findet Sonntag vormittag lV/2 Uhr in der Süd-Anlage mit folgendem Spielplan statt: 1. Oliver- fure zll »Die Heimkehr aus dec Fremde" von Alendelssohn; B. ,Mein Traum", Walzer von Waldteufel; 3. Zwei Motive aus ,Benvenuto" von Berlioz; 4. Armeemarsch Rr. 123. • • Brand. In einem Hause der Gartenüraße machten die Bcivohner gestern abend kurz nach 10 Uhr die Entdeckung, daß dem Fußboden in der Badeslube Rauch entstieg. Es zeigte sich, nachdem man die Polizei geholt hatte und der Fiitzboden aufgebrochen worden war, daß die Balken stark angekohlt waren und zwar war die Ursache ein defektes Blech unter dem Badeofen. Hier hatten sich die Dielen und dann die Balken durch herausgefallene glühende Asche ent- züiidet. • • Der Sängerkranz bereitet als erstes Fest in diesem Sommer für den 5. Mai einen Ausflug nach Marburg vor. Um unsere schöne und herrlich gelegene Nachbarstadl etwas näher kennen zu lernen, soll die Abfahrt schon mittags 12 Uhr 05 Mm. erfolgen. Nach der Ankunft werden die Hansenhäuser aufgesucht, wo sich Gelegenheit zum Kaffeetrinken und ein wunderschöner Blick auf die Stadt bietet. Hierauf werden die Ellsabethkirchc, das Schloß :c. besichtigt und ein Spaziergang nach dem Turnergarten gemacht. Hier ist die Zusammenkunft mit den um 3.13 nachkommenden Mitgliedern und ein geselliges Zusammensein bis zur Rückfahrt abends 8.56. Bei einigermaßen günstiger Witterung verspricht der Ausflug äußerst lohnend zu werden. ** Ein Siebzigjähriger. Wie wir gestern bereits ndttcilten, feiert he ite Prof. Dr. Gordan m Erlangen, em früherer Angehöriger unserer Lantesuniversität, seinen < 0. Geburtstag. Aus diesem Anlaß seien einige Mitteilungen aus tem Lebensgang des hochgeschätzten Gelehrten mitgeteut. Gordan, geb. am 27. April 1837 zu Breslau als Sohn emes Kaufmanns, sollte nach dem Wunsch des Vaters. ebenfalls Kaufmann werten. Mit 14 Jahren trat er deshalb in den Hantelsstand ein, blieb aber dabei nur 6i&' zu seinem 19. Lebensjahr, da er keinerlei Neigung dafür hatte. Er besaß nur den einen Wunsch, Mathematik zu studieren. Nachdem er das Maturitatsexamen nachgemacht, studierte er in Königsberg, Breslau und Berlin Mattenratik, machte in Berlin 1862 sein Dvkwrexamen und habillticrte sich 1863 als Privatdozent m Gießen, wo er zusammen mit Prof. Clebsch viele Arbeiten machte. 1865 wurde er außerordentl. Professor in Gießen, wo er sich mit der Tochter tes Professors der Rechte Dr. Daurer ver- l-eiratete. Seit 1874 ist er ortend. Professor in Erlangen. Im Laufe ter Jahre sind dem im Fachkreise hochgeschätzten Jubilar viele Auszeichnungen zuteil geworden, von denen wir folgende anführen: Geh. Hofrat Dr. G. ist Ehrendoktor ter Universität Dublin, Ehrenmitglied der Universität Dorpat, korrespondierendes Mitglied der Kgl. Akademie ter Wissenschaften in München, ter Kgl. preuß. Akademie der Wissenschaften in Berlin, ter_ Kgl. Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen, tes Reichsinstituts Lombarte dipcienze e lettere in Mailand, ter Gesellschaft ter Wissenschaften in Lüttich, tes Instituts _ de France (Acatemie des scienccs) in Paris, der Math. Gesellschaft in London, answ. Mitglied ter Math. Gesellschaft in Moskau, Mitglied des ccruto matein. in Palermo. Von auswärtigen Gelehrten sind zu der Feier erschienen Geh.-R. Professor Tr. Klein-Göttingen, G.-R. Prof. Dr. v. Brill-Tübingen, G.-R. Prof. Tr. v. Dyck und Prof Dr. Lindemann-München. Die Universität Erlangen ließ dein Jubilar eine kün|tlerisch ausgeführte Glückwunschadress überreichen, während die hessische L a n de s u n i v e r s i t ä t ihre Glückwünsche durch ein herzliches Telegramm übermittelte. ** Berbano Deutscher Handlungsgehilfen (Leipziger Verband). Der Rhein-Main-Gan im genannten Ver- baude, dem auch die Kreisvereine Gießen und Wetzlar angehören, veranstaltet am Sonntag, 5. Mai, zu D a r m st a d t eine Wander- versammlung. Allgemeines Interesse von den zur Verhandlung stehenden Punkten haben die Anträge, die Zuständigkeit der im Gaugebietc bestehenden Kaufmannsgerichte auf ihren Landkreis a u s z u d e h n e n und die völlige Sonntagsruhe nach dem Vorbilde der Stadt Frankfurt auch in den übrigen Städten im Gau einzuführeu. An den Verhandlungen der Wander- ocrsammlung kann jedes Mitglied des Leipziger Ve.bands teilnehmen. " Da 8 beginnend Frühjahr ruft die männliche und weibliche Jugend wieder zu froher turnerischer Arbeit. Auch der Gießener Turnverein von 1846 bat seine turnerische Tätigkeit wieder eifrig ausgenommen und in der Turnhalle und auf dem Turnplatz entfallet sich ein frisches turnerisches Leben, das an den Sonntagen Nachmittagen eine wertvolle Ergänzung durch die neu in den Turnplan aufgenommenen Turnjpiele auf dem Trieb findet. Morgen fallen sie allerdings aus, da an diesem Tage das Frühjahrsanturnen in der Turnhalle stattfindet. Es besteht aus Schauturnen der Turner und der Samen» Abteilung. Konzert und am Abend Tanz. — Wieseck, 26. April. Wie schon früher mitgeteilt ivurde, feiert der Gesangverein .Jugendgrund" am 8., 9. und 10. Juni fein 25jährigeS Jubiläum. Die Vorbereitungen sind in vollem Gang und nach dem Eifer, mit dem gearbeitet wird, ist em schöner Verlauf deS Festes zu erwarten. Bereits ist die Kapelle Hch. Becker von hier engagiert und auch der rühiltlichst bekannte Pislonoirtuose, Kammermusiker L. Kümmel, von der Großh. Hofmusik in Darmstadt hat seine Mitwirkung zugesagt. ^Butzbach, 27. April. Gestern abend fand im ,Löwen" eine weitere Versammlung der Spareinleger der Sparkasse G. in. b. H. statt. Ter Rechner Bikoni erstattete über den nunmehrigen Stand der Kasse ausführlich Bericht, dem man, rote bereits aus einer früheren Versamm- lang mitgeteilt wurde, entnehmen konnte, daß der Fehlbetrag bis auf kaum 10 000 Alk. bereits durch den Fortfall der Verzinsungen auf 1 Jahr gedeckt ist. Von etwa 40 Einlegern, die insgesamt etwa 80 000 Mk. dieser Tage gekündigt hatten, blieben nur vier auf Auszahlung ihrer Einlagen bestehen, die übrigen zogen die Kündigungen zurück. An der Diskussion beteiligten sich Oberamtsrichter Engel, der den heutigen Stand der Kasse als ein erfreuliches Bild ersprießlicher Tätigkeit des Vorstandes bezeichnete, ferner Kaufmann Friedr. Heyd, der die der Kasse zufließenden Einlagen vorerst nicht in Schuldscheinen und bergt., sondern als Bankguthaben fest- gelegt wünscht, damit man bequem einem etwaigen weiteren Ansturm auf Rückzahlungen begegnen kann, ohne vielleicht auch gute hypothekarische Beleihungen kündigen zu muffen. Mit sichtlicher Befriedigung über die dargelegten Verhältnisse konnte die Versammlung nach kaum einer Stunde geschloffen werden. a. Lauterbach, 26. April. Mit der steten Zunahme unserer hiesigen israelitischen Gemeinde machte sich auch das Bedürfnis nach einer neuen Synagoge geltend, nachdem das seitherige, von der Gemeinoe pachtweise benutzte Haus, schon lange nicht mehr den Verhältnissen entsprach. Schon im vergangenen Jahre wurde daher die Erbauung einer neuen Synagoge beschlossen. Die alte Synagoge ging gestern durch Verkauf in den Besitz des Bäckermeisters Möller hier über. Der Kaufpreis betrug 18 000 Akk. — In Landenhausen erhängte sich der 61 Jahre alte Justus Eichener tn seiner Wohnung. . ttB Darmstadt, 26. April. In den Waldungen bei Griesheim wurde dieser Tage ein ventables Räuber- lag er entdeckt. Em Forstaufseher beobachtete eines Tages 3 Strolche, die sich etwa 30 'Dieter von den Schießständen entfernt in einem Fichtendickicht ein vollständiges Lager aus Fichtenreisig und Teppichen hergerichtet hatten. Tie Strolche entkamen leider, doch sand man ca. 20 Flaschen Wein, Gerätschaften, Decken :c. vor. Später gelang es auch dem Forstaufseher, einen der Insassen des Lagers zu verhaften, es ist der 20 Jahre alte ehemalige Zwangszögling Philipp Germ and aus Griesheim, der emgeitanb, baß ber Wein aus einem am 7. April begangenen Diebilahl herrührte. Die zwei anderen Personen konnten noch nicht festgenommen werben. Brandobern dorf, 26. April. Ein wertvoller Münzenfund ivurde gelegentlich einer Kanallegung an Dein hiesigen Gasthaus „Deutsches Haus" entdeckt. Tie Münzen wurden in geringer Tiefe unter Ziegeln aufgefunben; es sinb gut erhaltene Silbermünzen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. An ber Fundstelle staub bis vor 20 Jahren ein uraltes Gebäude, das in früherer Zelt als Gerichlskasse und Amtsgericht biente; burchziehende Franzosen unb Russen sollen wiederholt ihr Hauptquartier darin gehabt haben. — Dlarburg. 26. April. Beim hiesigen Landgericht wird vom 1. Mai ab eine durchgehende Arbeite, zeit emgefübrt. — Am Schloßberg rannte heute nachmittag die Deichsel eines schweren Lasuvagens mit aller Wucht durch eine Hauswand und fuhr mitten zwischen eine am Kasfeetiseh sitzende Familie. Verletzt wurde niemand, dagegen großer Schaden angerichtet. Frankfurt, 26. April. Im Zoologischen Garten sind wieder zahlreiche neue Tiere emgetrofien, >c' wurde bie Nagetiergalerie durch ein amerikanisches Baumstachesichwein oder Urson, die Wiederkäuersammlung durch ein innges Lama, die Schweinekollettion durch einen weiblichen Hirscheber und der Bestand des Reptilienhauses durch giftige Sandvipern des europäischen Mittelmeergebiets erweitert. Leicht übersehen wird der Kllpp- schlieser, em unscheinbares, nagerähnliches Tierchen, kaum von der Größe eines wilden Kaninchens, das dadurch ein beionderes Interesse beansprucht, daß es, so absurd dies auch klingen mag, verwai dtschasttiche Beziehungen zu den Nashörnern ausweist, so z B im Bau des Gebisses und des Fußskelettes. Die Hauptan- ziehungskrast für das Publikum ist zurzeit die im inneren Zentral käsig des Affenhauses vereinigte neu erworbene Herde der munteren, schönen Malbrouk-Meerkatzen. Frankfurt, 26. Älpnl. Dem Generalkonsul Maximilian v. Gold schund t- Rothschild in Frankfurt a. Al., dem Besitzer des Fideikommisses Wroniawy im Kreise Bomst, ist die freiherrliche Würde verliehen worden. Homburg v. d. H., 26. April. Heute nachmittag besichtigten die Dlajeftäten die neue evangelische Kirche und machten dann einen Spaziergang nach dem Golhischen Haus. Zur gestrigen Abendtafel war Geh. Negierungsrat Meißner geladen._______________ Gießener Strafkammer. ff Gießen, 26. April. Eine recht schwere Arbeit, deren Früchte sie sich aber nicht lange erfreuen sollten, verrichteten bie Brüder H. und G. Sch. von Assenheim mit ihrem Vetter F. Sch. Als im verflossenen Winter die Rent- kammergebäude des Grasen zu Solms-Rödelheim in Assenheim einem Umbau unterzogen werden sollten, wurden die Gräflichen Bureauräume in ein Privathaus am Ortsausgange verlegt, dessen oberster Stock von einem Buchhalter bewohnt war. In der Nacht zum 3. Februar d. I, nahm der Buchhalter an einer Kriegervereinsfeier mit seiner Familie teil, sodaß das Haus ohne Gefahr betreten werden konnte. Diesen Umstand machten sich die Obengenannten zunutze, intern sie den schon längere ZeU gesüßten Plan zur Ausführung brachten. F. und H. Sch. rissen einige an der Einfriedigung des Hauses befindliche Latten ab und gelangten so durch die »Lücke in den Hof. F. Sch. zerhackte mit seinem Dachdeckerhammer den Fensterladen des Raumes, worin sie den Kassaschrank vermuteten, und schlug die Fensterjcheibe ein. Beide stiegen hinein unb versuchten den Scyrant zu öffnen, nachdem sie ihn in die Nähe des Fensters gewälzt hatten. Im Mondschein schraubten sie die Platte am untern Tell des Schrankes ab, aber es fiel nur die zwischen den Eisenteilen befindliche Asche heraus. Da sie sahen, daß der Schrank an dieser Stelle nicht geöffnet werden konnte, holte H. Sch. seinen Bruder G. herbei und nun hoben sie den Schrank mit vereinten Kräften zum Fenster hinaus und ließen ihn in t?en Hof fallen, nachdem sie vorher eine Anzahl Saue hingeworfen hatten, um den Schall zu dämpfen. Sie luden den Schrank auf einen Schubkarren unb fuhren ihn ein Stück Weges fort ins Felb unb holten sich aus einem naheliegenden Steinbruch Hammer unb Brecheisen. Es gelang ihnen, ein Loch in ben Schrank zu stoßen, burch welches sie das Geld heraus- holten, daß sie sich teilten. Schon am Tage nächster Tat wurden zwei der Angeklagten unter dem Verdaa)t der Täterschaft in Haft genommen, welches Schicksal auch kurz darauf den teilten ereilte. Sie leugneten die Tat, his man dahinter kam, daß G. und H. Sch. im Schriftverkehr miteinander standen, den ein anderer Untersuchungsgefangener vermittelte. Als einige, bieier Kassiber beschlagnahmt Worten waren, bequemten sie sich einem Geständnis und gaben an, wo sie das Geld hinverMt hatten. Ein mit der Haussuchung betrauter Beamter fördere einen Betrag von 5400 Mark zutage, bei welcher Gelegenhcst. er auch drei Gewehre entdeckte, welche die Angeklagten bereits im Herbst einem gräflichen Beamten ebenfalls mittels Einbruchs gestohlen hatten. Bei ter Frau des Angeklagten F Sch wurden 79 Mk. und bei ihrer Mutter, der Kath. Kvaus, 4oO Mk. vor- gefunden, dessen Besitz sie vorher leugneten, weshalb sie wegen Hehlerei unter Anklage gestellt rourten. Der Jnh.tt des Ka|sa- sci)rants, der iaußer oen Wertpapieren, die unverüyrt geteilten sind, 6634 Mark betrug, ist dem Grafen durch die Versicherung ersetzt worden. Bei dem un Feld liegengebliebenen Schrank wurden noch etwa 180 Mark zerstreut vorgefunden, während noch etwa 1000 Atark fehlen, _üter deren Verbleib niemanb Auskunft gibt. Ter Anstifter, F. Sch., wurde wegen zwei in Gemeinschaft dc- gangener faroerer Diebstähle zu 2 Jahren und 5 Monaten Zuchthaus verurteilt. Die Brüder H. und G. Sch. erhielten ie 2 Jahre und 1 Monat Zuchthaus; jedem der Verurteilten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre abgesprochen. Die Frau des Angeklagten F. Sch. wurde wegen Hehlerei zu 3 Atonalen Gefängnis und ihre Atutter, Frau Kath. Kr., zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. Der 2(1(0: ol. Der Taglöhner B. von Ober-Breidenbach hatte aus seiner Heimat einen Transport Vieh nach Lauterbach verbracht. Auf tem Rückweg war er in mehreren Wirtschafien eingekehrt, insbesontere hat et in Wallenrod noch in später Nacht eine fidele Gesellschaft gefunden, wo er noch länger: Zeü zechte. Gegen Morgen sah er am Ortsausgange Licht in einem Haus; er klopfte und bal um Einlaß, da er ten Weg nach seinem Heimatsort nicht finden könne. Gleich nach seinem Eintritt stellte er denen im Haus befindlichen zwei Frauen unsittlich: Anträge, welche diese zurückiviefen. Während die Frauen seinem Wunsch, ihm eine Tasse Kaffee zu bereiten, eittsprachen, nahm er an einem im Nebenzimmer liegenden Kinde eine unsittliche Handlung vor, bei der er ertappt wurde. Auf die Frage was er da tue, wurde er recht ungemütlich und behauptete er sei Herr im Hause; er griff dabei nach einer dastehenden Weckeruhr und nahm sie mitt Von da begab er sich wieder in das Dorf und skandalierte und schrie man habe ihn geschlagen. Schließlich nahm ihn ein Bekannter mit nach Hause, bei dem er seinen Rausch ausschlief. Er wurde wegen Sittlichkeitsoerbrechrn gegen § 176 3 und wegen Diebstahls unter Anklage gestellt; er bestritt, von tem ganzen Vorfall auch nur das geringste zu wissen. Das eigeittümliche Benehmen tes Angeklagten gab der Untersuchungsbetzörbe Anlaß, ihn auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Die Verhandlung beziehungs-' weise Untersuchung ergab zwar, daß er im nüchternen Zustand seiner Sinne mächtig ist, doch ist schon beobachtet worden, daß er in trunkenem Zustande in epileptische Krämpfe verfällt. Er ist zwar kein Mensch, ter durch Trunksucht heruntergekommen ist, da er in der Regel nur dann trinkt, wenn er frei gehalten wird. Ter Sachverständige hielt ihn für einen fogenannten Alkoholepileptiker, ter in trunkenem Zustande recht gefährlich werden kann und ter für die in diesem Zu stand begangenen Handlungen nicht verantwortlich gemacht werten kann. Unter Anwendung teti § 51 Str.--G.--B. erfolgte seine Freisprechung unb Entlassung aus ter Untersuchungshaft, bei welcher Gelegenheit ter Vorsitzenoe nicht versäumte, ihn vor tem Alkohol, ter in d'esem Fall die schrecklichsten Folgen für seine Umgebung nach sich ziehen kann, zu warnen. Die Eisenbahn Sich—Grünberg. Man schrerbt uns: Die Fehler sind deßhalb da, daß sie gemacht werden und Fehler werden gemacht. Am meifien wohl beim Eisenbahnbau. Kaum tit eine Eisenbahn gebaut, so beginnen auch schon bie Adönberungen. Wir wollen nur an bie Stationen Mücke unb Langsdorf erinnern. Aianchinat ist lioch mit bedenkendem Geldopfer abznhelien. Anders gestatlet es sich, wenn bie Bahn in verfehlter Richtung so angelegt Arberterbewegttng. Univerjitatr-riachrichten. abgevwchen wuroen. uuerefiiereiu “Sw * Ws 9» ül ö» „ ÄlMllt«!- Schreinerardeuen Uäftti K. Schön, Bauinspekwr. gegeben werden, 268L2 1140,43 57,50 22,70 110,80 Nachstehende Arbeiten sollen zur Reparatur zu Arnsvurg auf dem Subunssionswege in ÄLLord Landsmann licibnij, Halle sich Ti)omasius die leipziger Perucleu durch feilte Angrisie auf töeleljuenljiimbug unb Rechisverdiehung zu binevboien oembeii gemachl. der sächsischen PieißesiaDt ivat leine» itileibens »licht länger und deshalb »vurde das Preußische Halle die otaue feines nicht hoch genug zu schätzenden Wirtens. Gleichzeiug mit ihn» lehrte und wirlte ui Halle der ebensalls viel verfolgt gewejene Stiller und Gründer der FrancLe'scheu Stillungen, die mit einer Arrnenschule begannen und sich zu einer Leinen Schnlsladt ausivuchscn. ^n Halle wirkte ferner der beruh in le Philosoph C. h r i fl i a n LZ o l \, den eines Tages der Vater Friedrichs des Großen anwies, bei Sirene des Stranges binnen 24 Llunden das HanD zu verlassen. Run, Friedrich der Große hat dies Unrecht an dein großen Toginanker wieder gut gemacht. Auch Wolf hat sich um die deutsche Sprache verdielil gemacht. (Legen Ende des 18. Jahrhunderts luub Halle dann durch Friedrich A u g u ft Walt, den berühmten Homerlriliker, beruhint. im 19. Fahrhunderl stellt es den vergleichenden Sprachforscher Pott, den Historiker der Philowphie Erdmann und manchen Änderen noch. Tie tleme Schritt Brodes wird zu der Zell unieier (tiießencr Universitätsfeier hefjifche Akademiter ledenfalls lebhaft Vcrstcigcruttg. g Freitag, den 10. Mai, nachmittags 3 Utir vernetgere ich «cltcrswcg 11 im nabt 'p>fano- total dahier gegen Barzahlung die weg. Rückständen an Gas u-Waffer, Holz, Gras, Lbft, Pacht, elektrisch. Strom, Berufsgenoiienichans- u. Siraßentouenberrrag. gepfändet. Gegeiist.: :< Pferde, Sophos, 1 Pari. Bohlen, Eichen- u. Fichten,lauune, 2 Klaviere, kommoden u. wrnuge Mobilien. Lover, Pfandmeiner. Gießener Xßctterbienft. Voraussichtliche Witterung für tzesieu am Sonntag den 28 April: xeilioeue Heuer. Geringe Niederschläge. Slellenwetse Stacht,roll, am Lage sehr tühll Atäßlge nördliche Winde. Kandel. — Die Emmission der Schatzanweisungen. Das Zeichnungsresultat Hal, wie der Telegraph gemeldet hat, auch die hochgespanntesten Erwartungen übertroffen. Ter aufgelegte Versteigerung. Atontag deu 29. dis. LsttS-, nachmittags »'/, Ubt, sollen oa- hier, WOlltorstr.6 (Darmst.Haus: 2 Fahrräder, ll lictrhrnaichuien, 1 Waichmangel, 2 Pserde-Ge- schirre, 1 Sora, eine Partie Ellenroaren, eure Part. Schuh' waren, Haus- und Äuchen- germe oll-urt u-o.A-zroangs- weiie gegen bar verueigert werden. 2994 Glegen, am 27. April 1907. Seipel, Gerichtsvollzieher. auf Lonvs Girrkcller. Es ladet ergebenst em Große Lluswahl <üd,ttflcr Knfjdodena» strich Berutteinlackfarbe, übet Pracht rroaen lose gewogen 90 P,g. per Psd. Celiarden, iiactc, Prnicl Zuffbodeuoi staust frei in Liter-Krügen ä. 1 All. lose bimger 12984 Gust Walter Mäusburg 13 Telephon 386 geeignet für Jauche- uitb Regen fass er. .. Geor. Ronfmamt, SeiTcmabru, Errdurger ^-Straße 44. (6010 Ter Vorstand. Vrigittal-DrahtinelSungen. RB Darmstadt, 27. April. Das Oder-Landes gericht verhandelte gestern nachmittag die Prioatklage deS Rechtsanwalts Grünewald-Gießen gegen den Ätotar Me tz in 9liööa, da letzterer bekanntlich gegen das Urteil deS Schöffengerichts, das von der Strafkammer bestätigt worden war, Revision eingelegt hatte. Das Urteil wird m 8 Tagen verkündigt werden. Paris, 27. "April. Der König von England trifft am 1. Mal in Paris ein und wird hier einen oder zwei Tage verbleiben. Der König wird in die englische Botschaft absteigen. . Tanger, 27. April. Der Sultan gab Befehl, den-, den Küstenhandel betreffenden Erlag der AlgeciraS- '2111 e nunmehr in Kraft treten zu lassen. er. ^6en-26. April. sollten, va, !, Weilheim r die Sau, e™ m UenbtL Eben die Gräflich. ?.^tsaiisgange da- Mller bewohnt tt?. e.e -ouchhaller an eine loöaß das paus or lianb machten sich t längere Zeit gefaßte V- M mien einige ?e vollen ab und j 5- Sch. zerhaille c. , de- Raumes, war.- -ug die Fensterfchich en LcqrMl zu öM 1 gewälzt hatten. •>: ein Teil des Schrank! teilen befindliche Ljä m dieser Stelle nuten Emder G. heü n teilen zum Fenia n, nachdem sie feien Schall zu bämr: :en uni fuhren ih' us einem naheliec . i lellmg ihnen, er.. sie das Geld fe. Tage nach fc i erbaajt der 2W,i • urz daraus du drM dahinter ton, bau i der fianbäi, te ei le. M einigt bw , lefuaiiüi sie \\<£v Geld tynticc er Becunter föx welcher Gelegt Ansellagten te lls mittet (suite taten F. sch routic ztraus, 450 M mp :n, weshalb fit iw der Sw-Ü des le unouichrt jäMuM durch die LrMnMS ebenen SchvwlMidll :n, während m t- liemani Austm ei in Gemeinschll >n und 5 Mouli» mb G. Sch-erhu^ , >er Sjernrteiltenr.-- idgesprochen. bleiet zuSDte Är., zn 1 MM Gießen emla|iei» tonnen. n . . . Uion die,er ouede sind mir noch Treihausen-Londorf und Grünbecg- -_euer’etö, höchstens 12 Kilometer, auszubauen, was nur eine Frage der Zeil ist. Hamburg, 26. April. In der Angelegenheit des ArbeitS- oerhällinsjes der roieberangefteüien Schauerleute machen fich neue Schwierigleiten gellend. Tr^tz der angenommenen Bedingungen werden die wahrend oes Streiks beschäftigten arbeitswilligen ^chauer- leme durch die wlederangestellten Schauerleule arg belästigt unb mit Siemen und anderen Gegenstandell miß handelt. Tie Reeder baten die Polizeibehörde um verjchärsten Schutz. Halle a. d. S., 26. April. Ter General streik brachte die hier ungewöhnlich rege Bautätigkeit zum Stillstand. 440 »Zimmerer, 1200 Maurer, 500 BauhiUsarbener streiten; sie verlangen 60 P'g. Mmdestloim und neunstündige Arbeiiszett. E f s e n a. d. Ruhr, 26. April. ^Auf der ^jeche „Graf Bismarck" traten wegen Lohndifferenzen 140 Schlepper u» den Ausstand. Leipzig, 2V. April. Tie heute hier versammelt gewesenen Vertreter der B e r g w e r k e Hallescher, Zeitzer, Weißenfelser, Ateusei- witzer und Sächsischen Reviere beschlossen, die an sie herantretenden Forderungen um Freigabe des 1. 'Mai allgemein allzu l e h n e n und gegen die feiernden Ardener vorzugehem HMtlsiMUl-Maisl. Bei der letzten Ersatz-Wahl zur Handelskammer vereinigte Herr> Bergwerlsdirettor 'Munler-Giegen eine große Stimmenzahl auf sich, ein Beweis wie sehr man in vielen Kreisen unserer Industrie unb Handels nnertannte, daß der durch ihn vertretene oberhesfische Bergbau einer Vertretung in der Kammer bedürfe. Tie Bedeutung unserer oberhessijchen Bergbau-Industrie wachst von Fahr zu Fahr, und es ist mit em Hauptoerdienst des Herrn Tireltor 'Uiimtcr, daß dieselbe sich endlich wieder so außerordentlich gehoben hat. Es werden iortgeietzt neue Grubenfelder erschlossen, und wenn es gelingt dem Absatz dieser enorm gesteigerten Förderung günstigere Tarne, und durch die m Aussicht genommene Lahn- tanaliiation wettere.Absatzgebiete zu billigen Frachijätzen zu erschließen, dann wird eine dauernde Belebung dieses für unsere ge- lammte Volkswohllahrt so bedeutsamen Geschäftszweiges voraus- sichtlich emtreten. Ein Mann von der Sachkeimtms und der reichen Erfahrung des yerrn Tireltor 'JJiünfer wäre daher zur Vertretung dieser großen Interessen unseres heimischen Bergbaues ganz besonders berufen. Tie Kammer vermißt in ihrer Zusammensetzung feit dem^ Ausscheiden des Herrn Tireltor Steinecle-Dollar einen Vertreter der Moiitan-Zndustne, zumal sie gerade aus deren Gejchäftskreis fortwährend Berichte über notwendige Verbesserungen der Verkehrs- bezlehimgen und Ennaßigung der Frachttarife an die etaatsregie* rung zu erstatten hat. Herr Direktor TI unter Hal sich bereit erklärt, eine Wahl' anzunehineii, und ergeht darum an alle Wähler zur Handelskammer das dringende Ersuchen dlejesmal alle Londerwünsche znruclzustellen, und der auibluhenden Bergwerks-Industrie nut chren barm beschäf- ngten vielen Himderten von Beamten und Arbeitern eine Vertretung in unserer Kamm r zu schass em • Wien, 26. April. Ter bekannte Chirurg Professor Albert Moselig von Dloorhof wird seit gestern vermißt. Mosctig pflegte seinen Tlorgenspazicrgang längs der Donau zu machen. Hut und Stock »vnrden^ am_ Tonauufer aufgefundcn. 2lugenzeugen berichten, daß Proseffor Tiosetig sich am Donauufcr die Augen und den Kopf gewaschen habe und dabei vermutlich ins Wasser gestürzt ist. Er rief um Hülfe, doch halle ihn tue Strömung bereits erfaßt. Die Reltiingeverjnche eines Schiffers blieben ohne Erfolg; bisher wurde die Leiche nicht gefunden. Tlosetig, der in» 70. Lebensjahre stand, lut an Arterienverkalkung und war häusigen Schwindelanfällen unterworfen. • Hinausgegeben. ,.. . . TaS ganze Vermögen, überhaupt alles, was da ist, habe ich emgebracht — sag« einmal aufrichtig, was hast denn du, Hannes, gehabt, bevor du mich geheiratet hast?" — .Mei Ruh' hab' ich g'habt!^ 2 Sick. 00—00 Pfg., toaniceier 00—00 Psg., Enteneier 0 P'g-, Ka,e pv. Sick. 6—b P,., lläiemnue 2Stck. 5-6 Psg., Erllien p.P'd. lb-24P,g Luisen p. Psd.25-40Psg., Tauben pr.Pr.O.bO- 1,00'Mk., yiiijner pr.^t. 1 00—1 60 Tif., Hähne pr. Stück 0,b0—1,80 Ttf., Enten pr. Siücl UW—2,20 TiL, Gänse ur.P'd. 00—00 Pfg., Lchsensteijch pr. Pid. 82—88 P'g., Kuh- und ^lindfleijch pr. Pfund 80—82 Pig., ect)iueme- fletsch pr. Piund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pinnt 84 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 80—00 Pfg., Harnmelsicifch pr. Psund 6i—84 Uifa. Welsche per Pfund —.— Kariohein pr. 100 Kg. 7 n()_8,—TIL, Zwiebeln pr. Zir. 5,00-6,00 Tlt, Milch per Huer 2o 'Big.. Aepiel per Zeiimer 20 bis 25 'JJiU m Korben 00 P'd., 'Jlufie 100 Stuck 50—00 Pig., Birnen per P'd. 'Illi. Ü.2o—0.2o, । per Ztr. 9—15 Alk., Weißkraut per Stück 15-30 Psg., per Zentner Mk. 0.00—O.oo. — Aiarttzeit von 7—1 Uhr. Mtischcr Arbcitslliilhilitis ließen. (Sartcustraße 2, Zinuuer 2. ES könne« eingestellt werden: 1 lanöro. Arbeiter, Rohr-, Bau- und Maschmenscylosser, 20 -Spengler, 3 Schmiede, 2 Wagner, 1 Wagenlcutterer, 2 sattler oder Tapeziere, 1 Holzdreper, 5 Schreiner, 2 Putzfrauen, 5 Schneider, 5 Schuhmacher, 1 Friseur, 20 Installateure, 2 Kanalarbeiter, 1 Schriftsetzer, mehrere ingendliche Fabrikarbeiter, 5 jüngere Haus- und Fahrburichen, 3Hausfrauen, 2 Hausmädchen, 1 jüngerer unverheirateter Diener, 1 Kutscher (Tür Arzt), 3 Dienstmädchen. Levrlmge: 3 Schroffer, 1 Spengler, 1 Wagner, 1 Mechaniker, 1 Schreiner, 2 Bauer, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Friseur, 1 Glafer, 1 Installateur, 1 Schreiber. Es i'ucvcu ulrocu: _ t _ P /« 1 Buchbinder, 1 Näherin oder Flickerin, 1 Wasch- und Putzfrau, 1 Fageraroeuer oder Packer, 1 Dienstmädchen, 2 Arbeiter (leichtere Beschäftigung),2 Vaunrauen (nachutittags oder abends), 1 Bureau- gehuie. Pebrliuge: 1 Elektromonteur. ä*"»' Ztunft und wMenjchaft. — Man schreibt auS Raffel: In oetjdjtebenen Lokalartikeln verkündete das Kasseler soziaidem. ^Bolksblati-, daß im König- lichen vo,t Heater zu Kass el .auf Beraulassung des (joziald.) Gewerlscha11skartells am 21. Apr.l .Kabale unb Hiebe1' als Volksvorstellimg gegeben werde, da es dem Ge- iverkjcyaftskartell gelungen ist, die Zmendaiiiur des Königlichen Theaters hierzu zn bemegen." ,Tainr", schreibt das Biait u. a. weiter „sollten Tausende dem Kartell ihren Tank abstauen. Wir meinen, das wäre viel mehr der Kgl.Hoitheater miendanz zn danleis, bau sie unuoreingenommen genug war, dem soziald. Kartell seine Worte bereuiuiiugu zu ahnen. Töricht aber ist es von der .Korresp. d Retchsverb. gegen die sozialdemolraue , diese 'JJluteiiung mit der Lpitzmarke zu versehen: .Eine kgl. Theaterverwaltung, wie sie mail fern sollte." Es wäre u. E. vielmehr kluger und gerechter, wenn jeöe Verwaltung nach dem Beispiele der Kasseler Hostheater- mteiidanz handelte. Betrag von 300 Mill. Mk. ist runb 45 fach überzeichnet worden, es sind also 13\j Milliarden Mk. Zeichnungen cmgelaufen, von denen allein auf Sperrzeichnungen etwa 40 Proz, also rund 5400 Mill M. entfallen. Auch das Aus.and ist unter den Zeichnern vertreten. Franlreich. allerdings sehr wenig: die F. Z. meuu, daß die feit der Maroklo-Assatre herrschende politische Verstimmung anscheinend im hohen Grade zur F-ernhaltung der Kapitalisten von der Beteiligung an der Emmisston auSgenupt wurde. Dagegen sind englische Zeichnungen in beträchtlichem Umfang eingelauien. Ferner österreichische, belgische und schweizerische. !Es ift selbstverständlich, daß bei der Zuteilung eine starke Reduktion der Zeichnungen, auch derjenigen mit Sperrverpslichtungen vorgenommen werden muß. Das Acerkmal der Sperrzeichnungen genügt durchaus nicht allein, um die Ernsthaltigkeit der Zeichnungen zu erweisen. Auch unter den freien Zeichnern kann zweifellos eine große Reiye seriöser Kapitalsten sich befinden, Die die Schatzanweisungen zu fester Kapitalanlage zu erwerben wünschen und nut den unbequemen Einschränkungen der sperre fidj nicht unterziehen wollen oder tunnai, lomjtenö uinguieyrt sicherlich auch unter Den Sperrzeichnern gar manche zionzertzeichner lid) befinden, die auf die Etabnerung eines lajroungyanen L> and eis I in Sperrftüllen rechnen. Den Zeichnungssteliern harrt also, wie und fo steil gebaut wird, daß ein Güterverkehr so gut wie auS- gefchlosien und die Bahn nie eine Bedeutung und Rentabilität er- lauaeu kann. Au einer 9te.uab.htai haben namentlich die Ge- meinben an der Strecke tkich-Grimberg, wegen der ..bernommeueu Verpflichtungen haiiptfachlich zu deu en imd ^ ememdeoorftäude wurden sich eine große schuld auUaöen, wenn sich nicht um die Anlegung und Richtung der Bahn bekummeiien. Wie die Zeitungen berichten, soll mit der Vermessung und dein 'au der Balm nunmehr begonnen und die Richtung iestgestellt iverden Tie Bahn nördlich um 05 r u n b c r g u fuhren, wäre ein nie zu verbessernder Fehler. Eine der Schwierigkeiten ui idiou die, daß die Emfuhrimg in den Bahnhof Grunberg unmöglich Hl, und ein eigener Bah.mof erbaut werden mußte. Dann ist aum Die Strecke so stell, daß die Bahn^noch nicht einmal m bei 'iciauna 1 zu do erbaut werden kann, eie nu.die vielmehr südlich um ^Grimberg, unmeit Der Neumühle das 18öo unb 1896 uon | Der ibioßl). Regierung ausgtarbcitetc Pi^.ekt der «trecke Grün- dera—Wctter'eld von der 9lähe Lauter ab ausführen. Hier waren al e 'Bed.iigi.ngeli erfüllt, meil diese Strecke in der Steigung von i 8J auszuvauen ist und der Bau im Brunnenthal entlang nach Aussage bei Ingenieure, die z. Z. die Vermefsungeli vornahmen, eec SSÄÄK.» .»«mal projeltierte St«* I meint, eine schwere °°rnnrw°rtm.^°°ue Grünllerg-Wetteneld mit der Lich - Gr ü u b e r g e r Ausgabe. TOär(u. Bahn zu verbinden. Entweder fuhrt die etwa v Kiwiueier tol 27 Avril.Morltver. chll Auf heutigem Wochenmarkte Tie Bahn Wetter-eld-Grimberg wurde eine Lucke zwischen Londor', Grunbeig uub dem südwestlichen Teil von Sberhesieu ausuulciu Tie j\o,ien würden sich bedeutend verringern, nameni- liu) Gru »berg wurde nur Die einmaligen Kosten auijubringeu haben. Tie Strc-e Grunllerg-Lanier wurde durch Die Zusuhr beider Bahnen eine BeDeutung erlangen. Was Die Wichtigkeit Der Bahnstrecke Grimberg—Wellerseld an- i dangt, »st zu bemerken, Daß Dieses Die kürzeste otreefe zwischen Dem 'JlieDerrijem unD Bayern ist. Sie wurde über Westfalen, Kie. zthal, Eindtebriick, Laasphe, Maiburg, Treihausen, Londor', Grunllerg—Weuerteld - Hungen—Gelnhausen—Hanau nach Bayern und Suddeuischiand den Verkehr übernehmen und Die etation ^irgeouiig von 2öuuaiüciicii. - — • - - " des Wirtshauses SretbenBai i nach Lauteibaq * [entüb noch ui MM- « «S 5^1 die W r Börjeuwochettbertcht. Frankfurt a. M., 26. April. Alluwhlich fängt derinternatioualeGeldmarkt an, I sich erntas zu erpichtem. Infolgedessen tonnten Die Zentral nuciumnien auch die Tistontoschrauoe weiter lodern Tie Deutsche Dieichsl^nk ging auf 5 Vi Prozeitt zurück. Die Batik Don England auf 4 Proz. und Die NiederuutDtsche Bank auf 5 Proz. Emen Allstand von 1 Proz. jiviicgen Deuti'chland und England jutoen nur auch un Prwc.td^stontosatz, Der sich in London auf b t/8 Proz., hier und in Benin auf 4 Vs uJu)}. Itelit llituno- geJ> iDur an Den deutschen Börsen zu etwa 4 P^oz. erhältlich. ZN llkewhurk ist Tagesgell» nur 2 Proz. notiert, allem oieiaui ist teilt beionoexer Wart zu legen, Denn Dort kann Die «Situation sich schnlll and.rn und wo.llen D.e verschiedenen Ge.ellschasten zur Aussmsrung Der unter dem Druck D-r i^chteuerung zurna- gesfell^n Au-rr^siungs- und Erwellerungsplüne schreiten, so wurde loiort wieder eine prevolution auf Dem Gndmaru hervorgrruien. D<.sharll muß auch tveitergin Enthallsainteit beobachtet werden. Die 'Reichsoank geht in Der TistontoerMäßigung behutsam vor, 5ÄJ »»* SÄ ’S! IP-.,D ie S XX e ö - .ch--Un u>erfUä.»u neuen Schaöanweisungeii Des Reichs und Preußens, nrodurch dem Halse. Zwei Zahrhunderte Deutscher Geistesgeschichte. 'i tür4e idwoer Mittet enizogen werben, mit einer verab,etzung Halle. Kun Slietschmann, Plotzsche BuchDruckerei. l»07. uiii V' Proz und wird woyt erst im Mai weiter heraogehen, Es hat tue uns Gießener zurzeit einen besoiideieii Reiz, zu wenn bis Daß in leine neuen Storungen emtreteiu Tte Zeich- sehen, was eine andere Deuische Unwersitai im tauief ö’o^ei• n u n a aui Die vorerlvähnten Anleihen hatte glluizeiiden Erfolg, Hunderte für Die Emialtuiig Des vaterlauDischen Geistesiebnis bei- !er aufgelegte Betrag wurde 45 mal geze^net, auch oom geiragen hat. Umversiiaten sollen Brenupunkie geistigen Lebens Auslands namentlich von England, inSbesoiiDere hat sich aoer ,em, und das ist auch ganz gewiß richtig, aber es gibt danebe s ,0, beut'tfie Kavi^al stark beteiligt und Durch llebernahme einer I auch manche eiatien, Die Das IN nicht inuiDer hohem, IN bisweilen ^er^erpsiiclstung^den fertosen Eharatter der Anmeldungen -u m noch erheblich höherem Alaße sind oder wann-,^an denke nur crLfiincn acaeDeii ^,-aenDivelche Anregung hat die Vörie aus an Das klassische Weimar. — Tte Universität Palle rourDe vorn Dicien günstigen Fclltoren nicht geschöpst, sie bleibt schlaff und ersten preußischen König gegründet imd weist gleich un Begum un’ultig0, weti^ das Publikum keine llnternehmungslust zeigt. Auch zwei Slamen am, deren man^ mst grameri Die auiu'iiaen Meldungen auf wirtschaftlichem Gebiet, muß. xbomajius hat zue ist von Den deulschen Pro essoien wie die stürmische Nachfrage nach Kohlen, blieben eindrulls- leine Boilefungen in deutscher Sprache gehallen, er war also em los Das Schellern der Verhandlungen wegen Erneuerung des Neuerer, Defsen Tat man nur Dann voll würdigen wird, roenn '"ll er schlesischen Stahlwerksverbandcs war allerdings geeignet, man beöentt, wie große Bedeutung uw unser Geistesleben und dämpchno zu^wirton, aLr man glaubt nicht, das Der Deutsche im|erer Volksbildung der Gebrauch unserer so reichen, edlen Stahllverisverband dadurch gefährdet werden tomUe. Deutsche f Alilttersprache besitzt.^ Aeuil^ ato^ setm -ewziger Fonds, in weichen mehr,ach Dauschoperationen gegen Die vrer- prozeilligen Schatzanweisungen vorgenommen wurden, haben neuer- Dings Bruchteile verloren. Bon fremden Fonds waren AceLi- fantr infolge des Erdbebens matter.. Auf Dem Bahne n m a r 11 hallen St..atsllahnen auf Den günstigen Jahresabschluß 2^/2 Proz. gewonnen, Westsicilianer stiegen 3 Proz. auf das obliegende Urteil letzter Instanz in der Verstaatlichungsfrage. Aus dem A a n t e n m a r 11 wurden Die führenden Werte auf einen Artikel, der auf Die Gefahren Der Ausdehniingspolitik und Das An- fchivellen der Untosten hmweist, von Der Kontremine angegriffen intD 1—2 Pwz. jurücfgeDrängL Bayerische Bodenkredll erholten sich auf den günstigen vorläufigen Bericht Der Revisionskommission 5 Proz. Montanpapiere meist etwas besser, andere In- dustriepapiere kaum verändert, nur Kunstseide niedriger, well die Trustoerhandlungen wegen zu hoher Forderungen Der Turbizer Gesellschaft durch die hiesige Verein. Kunstseidefabrik A. G. ' »>>> A !7'ch.° .J* junges T111 ’’Ct"beÄBb«.b 4-ierefaen i. burcfHÄ i;. 5 auch elles. ii eit bie L ■ucta‘ * "Ati Ä'.S* :«**•*! Rnmgfcat als: Maurerarbeiten veranschlagt zu Mk. ^UlXlllCrQXDCtidl n < n Schiosferaroeuen , , , ^pengieraioeuen ■ , n Verein „Einigkeit“. Sonntag, deu 28. April 1907 Hanz-Anterhaltung M fei E „ft. Berjrclgcruilg. Montag, Den 29. dis. Mts, nachmittags 3 Ul»r, versteigere uy Dayier Walltorur. 6 (Darm^t.. Haus,, im Auftrage Des Kuniurs- uerwalterß Herrn Lollermann1 Die öur Vuhn ichen Kontursma>fe gepllrigen Gols- und -sllllcr- ,acoeu aller Wrt. Berstelgerung tinoei bcuuunu statt. 2003 Gießen, den 27. Ltvrik 190<. Seivel, Gerichtsoollzletzer. ;inhrp Deroagrt lieg uun- -'üi.tt niegr metter s Haarwasicr (toturegen) uaaitgeoEurt u.beg tachu ^j.g. um4O'P " mä)tt.l.l0Dei .5. tt.rUlli-, Lonne..,tr.2ö. ihv^ Prima icloüjctcltcrtcn A J Ap «eiwetn zu ’biuiüorolen geeignet, empfiehlt 'JJL Lchaicr, Griuwergeritrage o.1 in |iÄ»li|ü|c« sauflüiuic zwischen Rödgen und Gießen sind «om 1. Mat ab nur Montags, Mittwocos uuD ö-rcuoßv. 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