157. Jahrgang (Erstes Blatt s Wir lassen eS mit Extrablatt leb- waS vor ihn Die Der Am Prüfung des Wahlresultats feine Verschiebung mehr bringt, das L00S zu entscheiden haben, wer aus 6 und wer auf 3 967 967 die Nach- Stimmen 1963 1700 1663 1500 1414 1384 1355 1353 1311 1307 1276 1055 kurzen Seil zu ziehen/ ES wurden gewählt: a) auf 9 Jahre: Aug. Gabriet, Stadtverordneter, . um die Sache drehen möchten. Das W a h l r e s u l t a t ist in vielen Beziehungen be- merkenswert. Vor allem bedeutet das Ergebnis ein Vertrauensvotum für die seitherige Tätigkeit der Stahtverord- netenverjammlung, nicht minder aber für den BiLrgeraus- 870 868 833 827 737 724 718 703 653 445 394 358 323 308 302 293 264 258 194 179 117 95 71 67 59 35 32 Freitag November 1907 * Ve-ag»pret»> W monatlich merlel- ▲ tährltch Mk. 2.20 durch M Abhole- u. ßroetfllteUcn »>-Ü 4$ * monatlich 65 IM., durch Jr* eM M M die Post Mk.S.— Mrriel- W fcfc. 'M |dt)rl auß|d)L BeNeUg, Sfrby ßeilenpcet«: lofal 15'UU xf auSioärtfl 20 Plenntq. Jfefcr Berantrvortlich fflt den pohnfeben teil; k /KraW A* L Andertoni I. Feuille- irllPII ton und .Bernchchtes' ' v J5 vBv V 'Itiiilfo; itit .Smdt > " v u. Land- und ,Gind, die in den letzten Jahren entstandenen Lücken aus- zusüllen. In Professor Dr. Diermer erhält die Versammlung namentlich in finanzieller und steuertechnischer Hinsicht eine wertvolle Kraft, in Kaufmann Habenicht, Oekonom Simon, Ziegeleibesitzer Troß und Gerbermeister Plank einige tatkräftige im praktischen Erwerbsleben stehende Männer und in Bauunternehmer Winn einen erfahrenen Baufachmann. In politischer Beziehung ändert die Neuwahl nichts. Nach wie vor werden Nationalliberale und Freisinnige ungefähr gleich stark sein, 2 Sozialdemokraten werden die Interessen dieses nicht unerheblichen Teils der Wählerschaft vertreten und einige auf keinen bestimmten Parteistandpunkt eingeschworene Mitglieder werden das Zünglein an der Wage bilden. Tie Wahlschlacht ist vorüber und an ihre Stelle tritt weder die unermüdliche, niemals stillstehende Arbeit der Erwählten der Bürgerschaft für die Entwicklung unseres lieben Gießen und das Wohl seiner Bewohner. Möge diese Arbeit auch fernerhin von demselben Geist treuer Pflichterfüllung getragen sein und auch den gleichen Erfolg zeitigen wie seither. Eine Zuschrift an uns besagt noch: Die gestrige Stadtverordnetenwahl endigte, wie bereits bekannt, mit dem Resultat, daß mit einer Ausnahme die Kandidaten des Bürgerschaftsausschuises die Mehrheit erhalten. Nur an Stelle des Herrn Max Friedberger wurde Herr Rechtsanwalt Grünewald gewählt. Die Nachricht von dem Wahlresultat kam in das Hotel zum Einhorn, wo sich der B ü r g e r s ch a s t s - ausschuß, sowie eine größere Anzahl Anhänger der von btefem ausgestellten Kandidaten versammelt hatten. Nachts zwischen 2 und 3 Uhr wurde das Resultat allseits mit Freuden begrüßt. Dec Vorsitzende des BürgerschaßsauSschußes, Iustizrat Metz, hielt nach Bekanntwerden des Resultats eine kurze Ansprache, in der er namens des in den lebten Tagen so vielfach geschmähten VürgerschaftsauSschusses mit Freuden konstatierte, daß die Arbeit bet' Wahlmacher und Drahtzieher, wie man die Mitglieder des Bürgerschaftsausschusses in so liebenswürdiger Weise bezeichnet habe, doch nicht ganz so ungeschickt und erfolglos geblieben sei, daß dem Ausschuß die Feile nicht fortgejchwommcn t stuften Bürgerpflicht doch nicht da sein. Die an sich schon sehr große Dtimmenzersplitterung wäre wohl noch größer gewesen, wenn nicht an den letzten Tagen vor der Wahl eine Anzahl der aufgestellten Kandidaten gebeten hätte, zur Vermeidung von Stimmenzersplitterungen von ihrer Wahl Abstand zu nehmen. Am Wahltag selbst ließ dann noch Fabrikant Klingspor der Bürgermeisterei Zettel mit der Bitte verteilen. )urch Extrablätter in dec Stadt bekannt gaben, nachstehend nochmals folgen. politiicbc Lagesscbatt. Die Tuma-Adreffe an den Zaren. Petersburg, 21. Vtov. Die von den Oktobristen an den Zaren beschlossene Adresse hat folgenden Mord' laut: Allergnädigster Herrscher! Eurer kaiserlichen Majestät war es genehm, uns, die Mitglieder der Duma zu begrüben und auf die uns bevorstehenden gesetzgeberischen Arbeiten den Segen des Allerhöchsten hecabzu- rufen. Wir wünschen persönlich, Eure kaiserliche Majestät das Gefühl der Ergebenheit für den obersten Führer der russischen Lande auszudrücken und die Dankbarkeit für das Rußland geschenkte Recht der Volksvertretung auSzufprechcn, welches durch Die Rcichsgrundgefctze befestigt werde. Glauben Sie uns, Herr- Angrissen keine Veranlassung gegeben habe, müßten notwendig dazu führen, das Gegenteil von dem zu erreick-en, was sie bezweckten. Es bedürfe wohl keiner Ausführung, daß sowohl Redner, wie der ganze B ür g er schafts aus schuß diesem Wahlmanö- ücr gänzlich fern ständen, und nur die Tatsache, daß eben dem Redmr in dem genannten Flugblatt die Schuld an bun Ättinöver ziemlich deutlich zugewiesen worden sei, nötige den Redner diesen Vorwurf und das ganze verwerfliche Wuhlmanöoer mit Entrüstung von sich und dem ganzen Bürgerschastsausschuß weit weg zu weisen. Redner erklärt zum Schluß daß er diesen Rückblick auf das Wal/lergebnis und die Agitation und die damit verbundene Warnung an die Wä«ler für unbedingt nötig erachte! habe, daß man sich oder ourch diese Betrachtungen die Freude an dem Sieg nicht veroerucn laisinr solle, wesl^alb er auffordere, auf die sämtlichen zu Stadtverordneten gewählten Kandidaten des Bürger,cbaslsansschusses, ebenso aber auch auf dessen leider nicht gewählten Kandidaten ein dreifaches Hoch auszubringcn. In die,cS Hoch stimmte die Versammlung mit lauten Beifall ein, worauf noch Herr Stadtverordneter L ö b c r kurz im Namen bei gewählten Kandidaten des Bürger, chaftsausschusses dankte. Wahl - „Poesie". Bei der Wahl wurden u. a. folgende „PoetHaien" Wahlzettel abgegeben, die wir zur Erheiterung der Leser mitteilen: „Gelehrte Köche verderben den Brei. Äft auch noch Professor Biermer dabei. So wird unser Stadtsäckel bald verspüren Den Nutzen von dessen Staatshaushalts-Lehrem - Max Friedberger, der Kaufmann, bann sparen möchte, An ViermerS Voranschlägen zu streichen gedächte. Indessen der Winn als Bauinteressent Die Wertzuwachssteuer nicht anerkennt. Deshalb hab ich zum Frommen unseres Stadtparlament Diese 3 vom Stimmzettel ab getrennt" „Ach wie fällt daS Wählen schlver Grad in diesem Jahre, Tenn man hat ein ganzes Heer Nur „tüchtiger" Kandidaten. Ter eine prahlt mit frohem Mut Was er will alles leisten, Der andre schimpfet „wohlgemut" Wie darf man sich erdreisten Zu schnüffeln auf dem StadttatSamt, Das ist doch ganz unglaublich, Tenn was da „öffentlich" verbannt iii hoffen sei, es werde das jener Bürgerschast zu denken Redner fuhr dann fort, daß z Resultat auch im Uebrigcn der Gieß . . geben, und wohl für die Zukunst den Erfolg größerer Einigkeit oer Wähler erzielen, denn das Resultat der Wahl l-abe gezeigt, wie sehr begründet die in beiu letzten Tagen oft bespöttelte unb verlachte Warnung vor einer Slimmenzersplitterung gewesen sei. Mit nicht ganz 100 Stimmen marschierten hinter ben wirklich gewählten Stadtverordneten die Kandidaten der kleinen, aber ziclbcwußlen Partei, die man mit Recht in der Versammlung dcs vorh.rigen Aoends als den sich still freuenden Triltcn bezeichnet habe. Daran, daß nicht ein Mitglied dieser Pactej, sondern ein liberaler Mann gewählt worden fei, hätten die Herren der bürgeilichen Parteien, die die verschiedenen Vor- sahläge gemacht haben, wohl kaum ein Verdienst. Es fei vielmehr nach seiner, bc5 Redners, Ansicht, diese Wahl zum großen Teil zurückzusühren auf ein sehr ungeschicktes Wahlinanöver, welck-cs, wie cs scheine, ein allzu eifriger Anhänger der Kandidaturen Oes BüD^r^a.tsausschuists zur Vetämplung dieses einen Herrn in letzter Stunde Our genommen: habe. Es sei dieses Wahlmanöver, welches in einem Gegen>lugblatt zu seinem, des Redners, größtem- Erstaunen ziemlich deutlich ihm^ zugeschoben ibvrOen fei, im höchsten Grabe zu mißbilligen. Solche anonyme persönliche Angriffe, zumal wenn sie gegen jemand erfolgten, der, wie ancriännt werden müsse, in dem Wahlkampf zu derartigen feien, sondern, daß der Ausschuß bewiesen habe, daß er die richtigen Leute vorgeschlagen habe, und seine Vorschläge von der großen Mehrheit der Wähler gebilligt worden seien. Daß eine Ausnahme eingetreten sei, sei nicht zu verwundern, sondern von vonrherein zu erwarten gewesen. Es habe das lediglich seinen Grund darin gehabt, daß eine Persönlichkeit, die allgemein bekannt sei, trotz ihr von verschiedenen Seiten in wohlineinendster Weise auch m ihrem eigensten Interesse gemachter Vorstcllungen sich nicht habe entschließen können, von ihrer Kandidatur zurück- zutretcn, wndern rote vor drei Jahren für diese Kandidatur mit allen Mitteln gewirkt habe oder doch durch ihre Anhänger habe wirken lassen, so daß das vorauszusehende Resultat, daß beide hier in Frage stehenden Herren Nicht gewählt würden, unaus- vleidlich erschien. Das Auftreten dcS betreuenden Kandidaten sei in der letzien Bekanntmachung des Bürgerschaftsausschusses, für die er (Redner- Die volle Verantwortung übernehme, und die er unter Mitwirkung der übrigen Herren des Vorstandes des Bürgerschaftsansschuises verfaßt habe, genügend gekennzeichnet worden. Dr. K. Wiminenauer, Stadtverordneter, Dr. Wilhelm Schäfer, , Dc. Karl Ebel, Stadtocrordneter, . . . Heinrich Schassstaedt, Stadtverordneter, Friedrich Habenicht, Kaufmann, . . . Georg Simon, Oekonom, Heinrich Leib, Stadtverordneter, . . . Dr. MagmiS Bi er »ne r, Professor, . * . Loms Troß, Ziegeleibesitzer, Wilhelm Köber, Stadtverordneter, . * . Heinrich Winn, Bauiinternehmer, . ♦ . b) auf 6, bezw. 3 Jahre: Wilh. Grüneivalb, Rechtsanwalt, . . Wilhelm Plank, ©crbermvifter, . . . . Zivuchen biefcn beiden Herren wird, wenn Hie ijkuiige Nummer nmfaht 10 Seiten, Hie A eheuer S ad1ve>ordncte»wai)l. Der mit bis jetzt noch nicht bagewesener Heftigkeit ge- üdrte Wahlkamps ist vorüber unb heute nacht 2 Uhr stand )o§ Ergebnis fest, bas wir heute in früher Morgenstunde scher, tvir werden tille unsere Kräfte, all unser Wissen, all unsere Erfahrung daran setzen, um die neue Staatsherrschast zu festigen, welche das von Ihrem monarchistischen Willen erlassene Oktober- manifest ins Leben gerufen, um das Vaterland zu beruhigen, Und für immer die Gcsetzordnung zu festigen, die Volksaufklärung zu sichern, den allgemeinen Wohlstand zu heben, die Größe und Macht des unteilhaftcn Rußlands dauerhaft zu machen und da- )urch das Vertrauen zu rechtfertigen, das Eure kaiserliche Majestät in uns gesetzt haben. .Die Rechte ist. prinzipiell mit dieser Lldreßvorlage einverstanden und wird sich mit einigen redaktionellen Aende- rungen zufrieden geben. AusianK. London, 21. Rov. Kaiser Wilhelm lebt in Highclisfe ausschließlich seiner Gesundheit. Kein Besuch wird empfangen und keine Einladung, wie sie aus der Nachbarschaft erfolgt sind, angenommen. Der Kaiser arbeitet zwei Stunden vor dem Frühstück, darauf aber wird ebenso wie nach dem Luncheon mit dem Automobil ausgefahren. Für diese Ausfahrten hat der Kaiser 5 Daimler zur Verfügung. Von diesem Programm wurde gestern eine Ausnahme gemacht, da nachts ein Kurier mit Depeschen cingetros^en [Dar, deren Durchsicht den Kaiser vormittags in Anspruch nahm. — Lord Charles Beresford hielt gestern abend hier über die englische Marine eine Rede. Der Marine- minister legte einen großen Optimismus an den Tag und äußerte, es sei die Pflicht Englands, darauf zu achten, daß die englische Flotte eine so große Macht erlange, daß jeder Krieg mit England von vornherein unmöglich werde. Sollte irgend ein Land England heraus- tordern, so werde es angesichts der Stärke der Organisation Englands durch diese völlig zermalmt werden müssen. Birmingham, 21. Nov. Die Frauenrechtlerinnen wollten gestern abend im Rathause eine Versammlung abhalteu, wurden jedoch durch Kundgebungen der Studenten daran gehindert, die gleich bei Beginn der Versammlung intervenierten, Stinkbomben in den Saal warfen und jede Debatte verhinderten. Der Saal wurde geräumt. Madrid, 21. Nov. Der „Liberal" erhält aus Lissabon äußerst ernste Nachrichten. Die Zensur wird streng geübt. Inländer werden mit Deportation nach Afrika bedroht. Ein schwarzes Kabinett öffnet alte verdächtigen Briefe. In Oporto wurden 13 Zeitungen gerichtlich belangt. Bedeutende Politiker schlagen sich zu den Republikanern. Der Sturz der Monarchie wird als unvermeidlich angesehen. Am 17. ds. 3 Uhr nachmittags kam in der Straße Barrenho eine B o m b e n - Explosion vor, wobei zwei Mann getötet und ein dritter- schwer verwundet wurde. Die Verfertiger der Bombe waren ein Arzt, ein Elektriker und ein See-Offizier. Die Bombe war für das königliche Theater San Carlos bestimmt. Sofort erfolgten 38 Verhaftungen, später Hunderte. Zahlreiche Familien wandern nach Spallien und Frankreich aus. Calcutta, 21. Nov. Ter Aus st and der Eisenkahnangestellten wird immer bedrohlicher; es hat sich als notwendig herausgestellt, bewaffnete Polizisten nach Asansol zu entsenden, wo Plünderungen statrgejunden haben. Zweiter SozialLemokratischer Uarteitag für Kreutzen. (Unberechtigter Nachdruck verboten.) S. u. H. Berlin, 21. Nov. Im Gewerkfchaftshause am Engelufer trat heute der zweite Parteitag der preußische Sozialdemokratie, der sogenannte „Preußen tag" zusammen. Man sah seinen Verhandlungen mit einiger Spannung entgegen, da aus ihm zu den Landtags- Wahlen 1908 Stellung genommen werden und die Taktik bcr Sozialdemokratie zu diesen preußischen Wähler erörtert werden sollte. Singer begrüßte den Parteitag im Namen des deutschen Parteivorstandes und griff mit aller Scharfe das preußische Drei- klassenwahlrecht an. Aus einem Verfassnngsöruch sei es her- vorgegangen. Es trage das Kainszeichen an der Stirn. Heraus aus dieser Wahlunvechtsschmach. (Beifall.) Darauf nahm der frühere Reichstagsaügevrdnete Rechtsanwalt Dr. Haase-Königsberg das Wort zum ersten Punkte der Tagesordnung: Die Organisation in Preußen. Auf dem ersten „Preußentag" im Dezember 190-1 hatten du Genossen von Groß-Berlin den Auftrag erhalten, den Entwurf einer neuen Organisation auszuarbeiten, der nun vorliegt. Ter Ent- vurf schließt die Organisation zu einem Landesverband zu- ianuncn. In der Generaldiskussion erhielt als erster das Wort Arons- Berlin. Er wies daraus hin, daß ein selbständiger preu ßischer Landesvor stand nötig sei. — Dittmann- Franksurt a. M.: Es kann keine Rede davon sein, daß wir ttwa neben dem deutschen Parteipor.rand einen selbständigen preußischen Parteivorstand setzen. — Horn-Stettin verlangte eine weitgehende Vertretung der Frauen auf dem Parteitage — Dr. Manrenbrecher -Berlin: Wir brauchen eine Zentralstelle für preußische Politik. Wer kennt denn überhaupt Preußen' Wo wird denn in Deutschland die preußische Politik sortdauernd an den Pranger gestellt? Die Sozialdemokratie muß einmal -ergen, wie Preußen ist. Es muß vor aller Welt bwß gestellt verden. Das Königreich Preußen mit seinen Absonderlichkeiten muß der Welt gezecht werden. Dazu gehört em Memfwen- alter. Tas ist die Aufgabe der Arbeiterbewegung der nächsten Jahre, Preußen zu demokratisieren. (Beifall.) Tas ist die at- tuetle Ausgabe, die es vom demokratischen Standpunkte au5 gehen kann. Wir müssen zeigen, wie in Preußen regiert wird, wie fein Landtag ist. Wir müssen zeigen, wie die Kreisblattliteratur wirkt. Der deutsche Parteivorstand besteht aus Reichstagsmitgliedern. Ihn beschäftigen nur Fragen des Reiches Wir brauchen darum eine spezifisch preußische Spitze, die sich auch mit dem Landtag beschäftigt. In Preußen liegen akmelle Ausgaben vor, sie können nur von Preußen aus gelüst werden ^lrum verlangen wir Selbständigkeit für die preußische Partei. (Beisalß) — Reiä-stagsabgeordiiewr S i n g e r : Ter Gedanke einer preußischen Landesorgamsation ist entstanden, weil bisher eine UNK jur Preußen tatsächlich gefehlt hat. In Preußen ist für Parteiorganiiatwu bereits viel geschehen. Durch die Selbst- pMwrgmachung Preisens würde der Bestaild der b utscheu Partei gefährdet werden. Die Dcmotralisierulig Preußens ist Sache des Rußland. Petersburg, 21. 9tov. (Reichsdum a.) Die Sitzung wurde um 2 Uhr nachmittags eröffnet; die Duma schritt zu Wahlprüfungen und bestätigte alsdann über 300 Mandate. Das „Berk. Tgbl." meldet aus Petersburg: In der letzten Nacht wurden in verschiedenen Stadtteilen massen- hafte Haussuchungen und Verhaftungen vorgenommen, die der Polizei eine ganze, höchst gefährliche revolutionäre Organisation in die Hände gaben, die schon in der nächsten Zeit einen revolutionären Anschlag plante. Die Haussuchungen förderten eine Mertge Warfen, Sprengstoffe und Bombenmaterial zutage. Warschau, 21. Nov. Heule wurde in der Jasna- straße eine Bombe in ein Kleiderdepot geworfen. Ein Rann ist tot, drei sind schwer verletzt. : Reiches. Darum muß die ganze deutsche Partei gegen Preußen , kämpfen. Tie preußischen Genossen sind nur die Elite truppe. - Sie brauchen nicht allein zu marschieren. Tie Genossen ganz , Deutschlands gehen mit ihnen gemeinsam vor. Genosse Arons [ scheint sich bei seinem Plane gedacht zu haben: Tivide et im Peru! । (Oho-Rufe.) Eine selbständige preußische Organisation würde : bald vorherrschend sein. Sie würden den P a r te i vo rst a n d d e p v s s e d i e r e ii unb seinen Einfluß v er tu indem. (Rus: Aha!) Wo liegen denn die Ausgaben des deutschen Parteivorstandes? Zu 7/io in Preußen. (Sehr richtig!) Die preußische Landcsorganisation soll ein Hilfsorgan für den Parteivorstand sein. Es soll aber kein Hausknecht fein, der die Gänge besorgt, fonbern ein Mitarbeiter. Wir wollen nicht den Liebhabereien Einzelner folgen, sondern das Interesse des Ganzen im Auge behalten. (Beifall.) Inzwischen luar _ von Adler-Kiel und Arons-Berlin folgende Wahlrechts-Resolution eingegangen: „Ter Parteitag erklärt: Tie Gesamttätigkeit des preußischen Abgeordnetenhauses rst, ein Beweis für die Volksseiiiblichkeit des Treiklassemvahl- systems. Dieses elendeste aller Wah.systeme wirkt umso schändlicher, als nach der Reichsverfassung der preußische Landtag in der Lage ist, die araeitenbe Bevölkerung Preußens in jeder Weise zu benachteiligen und außeroem der Staat Preußen durch ihn darin unter,rübt wird, den Vorkanipf für die Reaktion im Teutschland zu führen. Eine den Bedürfnissen der arbeitenden Bevölkerung entsprechende Gesetzgebung in Preußen und die wiri- fame Bekämpfung der Reaktion im Reiche sind nur möglich, wenn in dem größten Bundesnaate ein Wahlrecht auf dem Boden ehrlicher Temolratie besteht. Der Parteitag stellt fest, daß die Eroberung her politischen Macht zum Zweck der Befreiung der Arbeiterktasse der: Sozialdemokraten Preußens die beivudere Aufgabe stellt, die Demokratisierung der Gesetzgebmtg unb Verwaltung dieses Staates zu erzwingen. Damit wird es zur Pfticht der preußischen Arbeiterschaft, diesen unwürbigcii Scheinparlamentaris- mus durch rücksichtsloses Vorgehen bis zur Beseitigung zu bc- lämpsen. Hieraus folgt für die Sozialdemokratie Preußens die Aufgabe, den geschilderten elenden Zustanden dadurch ein Ende ju machen, daß sie den Kamps zur Erringung des allgemeinen, gleichen direkten unb geheiu.m Wahlrechts für alle zwanzig- tahrigen Staatsangehörigen ohne Unterschied des Geschlechts mit der äußerten Arrspannung und den jeweils für zweckmäßig erachteten Mitteln so lange zu führen hat, bis das Ziel erreicht ist. — Auch zu dem kommenden R e i ch s v e r e i 'n s g e s e tz lag folgende Resylutioir vor: „Der Parteitag legt insbesondere Ver>mck-rung ein gegen alle Versuche, die Privatrechtliche und politische Gleichocr. chtigung der fremdsprachlichen Teile dcs preußischen Volsts auf dem Wege der Gesetzgebung oder Verwaltung noch lueitcr einzufchrünlen. Tie Aufhebung des bisher verfassungsmäßig gelvuhr^iirelen Vereins- und Versammlungs- rechts der fremdsprachlichen Staatsbürger durch ein gehässiges Ausnahmegesetz bedeutet nicht bloß für diese, sondern auch für die deutsche Arbeiterschaft einen Angriff auf das Koalitivus- recht, der das gesamte Proletariat zur enlschlofsenen Abwehr heraus sordert. Ein Antrag Mauerbrechers, jetzt sofort über den Hauptantrag Arons auj ^chafjuug eines prenßifcheu Parteivorstandes abzuinmmerr, wurde abgelehirt. Darauf iuuroe der E n t w n r f mit allen Anträgen, einer 16 gliedrigeir Kommission überwiesen, der u. a. Haase, PfannkAch, Arons angehören. Es kam dann der ziveite Punkt der Tagesordnung zur Verhandlung : T i e bisherige Tätigkeit des preußischen Landtages unb bic Wahlrechtsfrage in Preußen. Dazu sprach Abler-Kisl. Die preußische Reaktion sei der Stützpunkt der beutfchen Reaktion. Gegen sie müsse ein Wahlrechls- üunn' einsetzen. Den preußischen Landtag erkenne man an seinen Taten. Schon feine Zusammensetzung sage genug. Tie Rechte |ei 202 Mann stark, die Linke 111, das Zentrum 97. Außerdem seien noch 23 Versprengte. Das sei kein Parlament, das sei eine Farce. (Jnzwischeil hat fich auch, lebhaft begrüßt, August Bebel cingefunbenj. Ter Rebner kritisierte dann abfällig die Arbeit des preußischen Landtags unter Zitierung von Äußerungen verschiedener Abgeordneter. Das Abgeordnetenhaus ei ber Hort der Reaktion. Die sogenannte Opposition der Frei- sinnigen sei kemeil Piifserling wert. Das gelte besonders von dem Abgeordneten Fischbeck. Der Ton im Abgeordnetenhause sei geradezu unerhört und terroristisch. Es foininc fast keine Debatte vor, ohne baß nicht auf die abwesende Sozialdemokratie Losgeschlagen würde. Ost werde auch der rote Lappen der Regierung zum Angstlnachen vorgehalten. Ter Redner schildert bann das Schicksal der einzelnen Gesetzesvorlagen im Abgeord- netenhause, der Kanalvorlage, des Berggesetzes, des Ansiedelungs- gese^-s u sw. auch geißelte ihren Geist. Tieses Parlameitt müsse durch einen großen Wahlrechlskampf eine andere Zusammeii- icbung erhalten. Ein irauriges Bild bietet das Parlanleut von Anfang bis zu Enöe. Ferndschast gegen den wichtigsten Teil des Volkes. Liebesgaben und Cliquenwirtschaft. Fort mit den alten Ruinen. Ecrasez la eaniaille! (Beifall.) i)kach 6 Uhr nachmittags, würben die Verhandlungen auf tyreitag vertagt. Am Abend sand eine Theateraufsührung statt. Aus und Gießen, 22. Lioveinber 1907. ** Vom Gr o ßh. Hofe. Das Gro ß herzo g liche Paar wird am lommendcn Mittwoch, den 27. November, mit Gefolge der Stadt Offenbach einen Besuch abstatten. Das Fürstenpaar wird sich ltachmittags im Lluto- moöil nach Offenbach begeben, bei dem Kreisrat von Hom- bergh soupieren und dann einem Liederabend des Sünger- chors des Turnvereins in der Turnhalle beiwohnen. Die Rückfahrt erfolgt noch abends im Automobil. ** In Audienz empfangen wurde am Mittwoch von S. K. H, dem Groß Herzog u. a. Generalmajor v. Lindenau und Oberstleutnant z. D. von Knobelsdorfs, Kommandeur des Landwehrbezirks Gießen' — I- K. H. die Groß Herzogin empfing vormittag 12 Uhr im Neuen Palais: Generalmajor v. Lindenau und Gemahlin. ** Wahlrechts Vorlage. Ter Gesetzgebungsaus- schuß der II. Kummer ist von seinem Präsidenten, Abg v Bretano, für Dienstag, den 26. ds. Mts. zur Abhaltung einer weiteren Beratung über die Wahlrechts Vorlage em- berufen worden. ** Bon der Techn. Hochschule. S. K. H. der Gro ßherzo g haben den außerordentlichen Professor für höhere Mathematik Dr. Friedr. Gräfe in Darmstadt zum ordentl. Honorarprofessor und den Privatdozenten für organische Chemie Dr. phil. Karl Gust. Sch w a l b e in Durm- stadt zum außerordentlichen Professor ernannt. ** Der Hessische Richter-Verein hält Samstag, den 7. Dez., Dornt. 11 Uhr, zu Frankfurt a. M. im Restaurant Wolf (Börsenplatz) eine außerord. Hauptversammlung ab. Aus der Tagesordnung stehen u. a.: Bericht des von der vorigen Hauptversammlung eingesetzten Sonderausschusses, sowie Beratung und Beschlußfassung über die von diesem ausgearbeiteten Vorschläge. Vortrag über den Gesetzentwurf, betr. Aenderung des Gerichtsverfassungsgesetzes, der Zivilprozeßordnung usw., mit nachfolgender Besprechung. Nach Erledigung der Tagesordnung findet ein gemeinsames Mittagsmahl statt. ** Ausschuß der Studentenschaft. In der ersten Sitzung des Gesamtausschusses der Gießener Studentenschaft sand die Wahl des Vorsitzenden und des engeren Ausschuß für das W. S. 07/08 statt. Das Ergebnis der Wahl war folgendes: Erster Vorsitzender: stud. phil. Bär (Phil.-Hist. Verein); stellvertretender Vorsitzen, der: stud. theol. Bürstlein (Burschenschaft Germania)' erster Schriftführer: stud. Backhaus (Verbindung Hasso,' Guestphalia); stellvertretender Schriftführer: sind, forest* Müller (Verbindung Wingolf); erster Kassenwart: stU(f Ohly (Landsmannschaft Rhenania); stellvertretender Kassentvart: stud. jur. Horch (Vertreter der juristischen Fakultät); Beisitzer: stud. Weisel (Verbindung Nor- mannia). ** Dekorierte Feuerwehrleute. S. K. H. bet Groß Herzog hat dem Führer bei d'er frei tu. Feuerwehr zu Butzbach Landwirt Christian Weickhardt das Allgemeii.^ Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" und bo-- Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren Auq K ö p p l e r und Gg. S p a r w a s f e r zu Butzbach verliehen ** Aus dem Bureau des S t a d 11 h e a t e r ö wird un geschrieben: Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß am Moi tag, den 25. Nov^mb-er, zu Groß Herzogs Geburtstag eine Au süyrung von „Wilhelm Teil" a.s Fe,wor,äeAung ftattfinbe Zn der von heute ab Billetts ausgegeben werden. EZ gette‘ bie gewöhnlichen PreFe. — Am 6. TezemRr linbet ein Gas. ! Piel der Schlieerseer mit Xaver Terofal statt,uw zwar gelangt das beste Stück der Gaste „Jägerblut" zur Au sührung. Billettbestettungen werden schon jetzt entgegen«/ noinmen. ** Geschäftsverkauf. Das Möbelfabriklager uni Ausstattungsgeschäft des Herrn Peter Kronenbera wurde heute mit Vern gesamten Lagerbcstand sowie Jnventq^' von Herrn Herrn. Dominikus, Kaufmann in Plauen i. Vgtld., für die Summe von 81000 Vtk. erworben. Tic Uebernahme erfolgt am 15. Febr. 1908. ch Lauterbach, 21. Nov. Wiederum ist ein stattliches Gebäude zur Zierde unseres Städtchens in dem Neubau d e r S Y n a g v g e entstanden. Sie wird voraus- ftchtlich im Mai k. I. ihrer Bestimmung übergeben werden Tie Kosten werden sich aus nahezu 60 000 Mk. belaufens die teils aus dem Erlös der alten Synagoge, teils durch Kapitalausnahme und sreiw. Gaben gedeckt werden. Zur Ver^ herrlichung der demuächstigen Einweihungsfeier hat sich ein aus zirka 30 Mitgliedern bestehender Synagogenchor gebildet. — Der hiesige Kriegerverein wird nächsten Montag die Feier des Geburtstages Sr. K. H. des Großherzogs durch eine Abendunterhaltung begehen. x Landenhausen, 21. Rcov. Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung vom 8. d. M. einstimmig mit dem Bau einer gemeinschaftlichen Wasserleitung mit Salzschlirf einverstanden erklärt. Zwecks näherer Beratung der Angelegenheit wird demnächst eine gemeinschastliche Sitzung der beiden Ge> meiiidevertretungen hier stattfinden. R. B., Darmstadt, 21. Nov. Das Wa hlerg ebnis für die vorgestrige S t a d t v e r o r d n e t e n w a h l hat durch die enst üch. heute mittag erfolgte amtliche Feststellung noch eine ktein-- Beiz chubung der Stimmenzahlen erfahren, die indessen an dem Gejamtergebnis nichts ändert. Durch Hinzurechnung der Stimmen dcS gestern noch rückständig gewesenen 15. Wahlbezirks steigt bic Stimmenzahl für Stephan auf 6075, für Dr. Merk auf 4935 und geht für die bürgerlichen Kandidaten bis auf 2977 herunter. Bo:i ben sozialdenwtratischen Kandidaten erhielt Landiagsabg Dr-^-ulda 2666, der frühere sozialdem. Reichstagsabg. Berthold ^.481 Stimmen, die übrigen sozialdemokratischen Stimmen schwan ken zwilchen 2449 bis 2300 Stimmen. Offenbach a. M., 21. Üäov. Die heutige Stadt- v er o r d n e t c n s i tz un g hatte Zuhörer in großer Zahl herbeigesührt, da die Beleihung flüssiger städtischer Gelder im Betrage von 500000 Mark gegen Kaiser- Hofaktien öffentlich erörtert werden sollte. Die vom Bürgermeister Dr. Dullo gegebenen Darlegungen über den Stand der Angelegenheit führten zu einer lebhaften Debatte. Stadtveroroneter Boehm kritisierte die Transaktion ebenso eingehend wie scharf. Der Kontrollausschuß, der sich mit allen Einzelheiten der Transaktion be,assen soll, wurde beauftragt, einer bald einzuberufew bau weiteren Stadtverordnetensetzung Bericht zu erstatten [] Marburg, 21. Nov. Der in diesen?Frülftayr hier ins Leben gerufene Spar -und Bauverein zählt jetzt schon 225 Mitglieder aus allen Gesellschaftskreisen. An Baugelände sind bereits im sog. „Asföller", in der Nähe des Hauptbahnhofs etloa 91 Ar erworben worden und dürste bie Bebauung desselben mit Kleinfamilienhäusern atsbalb in Angriff genommen werden. Neben dieser Baugenossew schast bestehl hier noch diejenige des evangelischen Arbelter- vereins, die ebenfalls schon eine Anzahl Häuser gebaut hat und noch bauen will.__________ Berlin, 22. Nov. Das gegen Dr. Friedeberg wegen Hochverrats cmgeleitetc Verfahren hat nach Schluß der Voruntersuchung damit geendet, dag das Reichsgericht die Erhc- Anklage ablehnt, das Verfthren eingeftelli, und die Kosten des Verfahrens der Staatskasse auferlegt hat Dr.^ Friedeberg sollte sich durch Beiprecl)ung der in der Schweiz i ersapenenen Schrift Herves, „Tas Vaterland der Reichen" bei Vorbereitung des Hochverrats schuldig gemacht haben. Zugleid' mck der Einstellung des Verfahrens ijt ein gegen Dr. Friedeberc erlaßener Haftbefehl vom Reichsgericht aufgehoben worden. .. rPzrg, 21 Nov Tas Reichs g er icht verwar - ? Rev if ro n des Hos)chlachtermeisters Wilck und des Seifen * ^aerwald, von denen Wilck am 4. Juki 1907 toegei Bestechiing vom Landgericht Schwerin zu Gefängnis bezw. Geld k strafen verurteilt worden waren. Die Straftaten hatten fid öei den Lieferungen an die Jrr'enanstalt Sachsenberg er eignet. Xie übrigen Verurteilten hatten keine Revision eingelegt o i b r u ck en, 21. Nov. Heute ging nach dreitägige Verhandlung vor der hiesigen Strafkammer der Prozeß gegei, den früheren Sparkasfengehilfen Adolf Hildenbrand von Hom} öurg in der Pi atz zu Ende. Er war beschuldigt, in der Zei n?? ßUhHfp öweite Hälfte des Januars 1UO bCr- ^bäu-'ks-Spar- und Hilfstasse in Homburg fort gesetzt Gelder nn Betrage von ungefähr 260 000 Mk. unter i1 “5rV ?br Staatsanwalt beantragte drei Jahr) Gefängnis al zuglich zehn Monate Üntersuchiingshast. Das Urte Donmrvtag, 28. Nov., vormittags 8% Uhr, verkünde Jt o m, 21. Jtop. n ber heutigen Sitzung des Nasi führte sich Nasis Verteidiger Martini so respektlc, g^n^^O)?o^erend auf, daß nn Senat ungeheure Bewegung en1 Zergehenv ersuchte der neue Präsident des Staatsgerichtr Hofes Blas er na den Rechtsanwalt, sich zu mäßigen- er droh schließlich mit Wortentziehung. Martini fuhr mit größte schunpsm fort, bis unter einem toahren Wil monium, tote cs der Sennt niemals erlebt, der Präsident fr» »alb* ?(a^c.Qeluita des widerspcttsttgcn ÄI ° waltv aufmfste. Aus Solidarität mit Martini tierliehen hnrai * sämtliche Vertreter Nasis bie Aula und legten ds- Verteidimni» iiiidil. ^trOnnblunn tviiidc nu( den 3. Dezember vertag l .-.„Wiener Wetterdicust. ,3 t^ "°N'"a i-iv .veiiett an. Samstag bt Jloucml,£l1 hcttcr. Trocken. Frost. Oestttche winde. Vermischtem. * Des Kaisers Talisman. Folgende seltsame beschichte setzt ein englisches Blatt seinen Lesern vor: „Es iird interessieren, zu erfahren, daß der Kaiser den berühmten ülisman der Hohenzollern mit nach England gebracht hat, ,it dem Jahrhunderte lang der ©taube an die übernatürliche Itacht verbunden gewesen ist, die seinen Träger vor Not nd Gefahr jeder Art beschütze. Dieser kaiserliche Talisman, in massiver ^soldring mit einem viereckigen dunkelfarbigen Stein, den der Kaiser immer am Mittelfinger seiner linken )and tragen soll, hat eine hochromantifche Geschichte. Sein lcsprung wird bis in jene fernen Tage zurückgesührt, da die Ihnen des Herrschers, die Markgrafen von Nürnberg, zum lampf um das heilige Grab gegen die Ungläiibigen ans- ogen. Der Ning, dec in einem blutigen und harten Ringen intec deit Ntanern Jerusalems erbeutet wurde, (am in den gesitz des Markgrafen Friedrich, von dem er auf seine Nach- olgcr überging und von Geschlecht zu Geschlecht als kost- iares Erbe bis zilr Gegemvart von den Hohenzollern getragen vurde. Der Spruch aus dem Koran, der den Ring ernst chmückte, als er von Saladin rmd seinen Nachfolgern getragen varde, ist entfernt und an seiner Stelle ein Kreuz eingegraben oorden." * Zu der Beschwerde von Dr. Paul Lindau Iber die bei ihm stat'tgehabte Haussuchung geht dem „Lok.- Anz." von dem Rechtsbeipand des Fräul. OlAaMolitor, Rechtsanwalt Dr. v. Pannwitz in München, eine Erklärung ;u, in der der Ansicht Ausdruck gegeben wird, daß die Beschwerde von Lindau sachlich nicht begründet sei. Dr. v. Pannwitz habe bereits am 29.' September in Gegenwart des Generalmajors Sachs Paul Lindau ins Gesicht gesagt, daß sein Material aus Baden stamme und daß es Sache der Anwälte des Frl. Olga Molitor sein werde, auch die Hintermänner Paul Lindaus zur Rechenschaft zu ziehen. Ebenso war damals Lindau nicht darüber im Zweifel gelassen worden, daß, falls nicht sofort Abbitte oder Genugtuung mit der Waffe erfolgt, Strafantrag gesellt werden würde. Die Verbindung des Antrages aus Haussuchung mit dem Strafantrage war selbstverständlich, da andernfalls Anstifter und Mithelfer nicht überführt werden konnten. Paul Lindau wäre demnach seit länger als zwei Monaten über alle Eventualitäten orientiert gewesen. * Gr a f Pückler-Klein-Tschirne, der bekanntlich zuletzt im März d. I. zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden war, weil er die christliche Bevölkerung zu Gewalttätigkeiten gegen die jüdische aufgereizt hatte, wurde am Donnerstag in Berlin zwangsweise durch Beamte der politischen Polizei der Irre na n st alt Dalldorf zugesührt. Der Graf war im Juli d. I. nach ärztlicher Untersuchung als geisteskrank aus dem Gefängnis in Tegel entlassen worden. Die weitere Begutachtung durch die Aufsichtsbehörde und die hierdurch gefestigte Erkenntnis, daß man es mit einem gemeingefährlichen Geisteskranken zu tun habe, führte zu der jetzigen Internierung. *Das neueste Eisen bah n Unglück. Aus Dortmund wird vom 21. Nov. amtlich gemeldet: Heute moraen fuhr der Schnellzug von Eger über Soest-Dortmund-Süd nach Oberhausen-Langendreer-Süd auf eine das .Hauptgleis kreuzende Maschine mit Packwagen. Hierbei entgleiste eine Zugmaschine mit zwei Wagen. Verletzt sind: Therese Schwinger, Kaufmann Joseph Josephssohn aus Soest, Kaufmann Gottlieb Siebert aus Dortmund uno Techniker Hermann Sietentop aus Kassel; ferner Oberpoflschasjuer Karl Hohnstein, Oberpostassistent Scharck und Postassstftent Jacobi aus Kassel, sowie Lokomotivführer Unterberg uno Lokomotivheizer Bernhard Otto aus Oberhausen, außerdem Zugführer Müscher, Hilssjchafiner Kregscyejsry, Aushilfsheizer .Drücker, Schaffner Tziclack und Stork und Lokomotivführer Diestelkamp, sämtlich aus Wanne. Die Rcisenoen ji.no, nachdem sie die erste ärztliche Hilfe erhalten hatten, weiter- ;ereist, während die Beamten den: Kranreuhause in Witten iberwiesen worden sino. — Der Materialschaden ist ziem- ich bedeutend. Zurzeit des Unfalles herrschte sehr starker Nebel. — Die Unter.uchungsverhandlungen betreffend die Schnldfrage sind emgeleitet. — Nach letzten Meldungen ist S verunglückte Zugführer Müscher seinen Verletzungen erlegen. Dw Ursache des Unglücks sott tn der Nichtbeachtung bestehender Vorschriften zu suchen fein. * Brände. In Elbing brannte ein Warenhaus vollständig nieder. Sämtliche Warenvorräte sind mit verbrannt. Bei den Löscharbeiten stürzte ein Feuerwehrmann ab und brach ein Bein. — In der Anilin- und Sodafabrik zu Ludwigshafen entzündeten sich Gase und es erfolgte eine starke E x P l o s i o n. Der Dachstuhl wurde enr- porgeschleudert und sämtliche Fenster samt der Rahmen hinausgeschleudert. Da die Katastrophe während der Mittagspause eintrat, wurden Menschen nicht verletzt. — In der Brüsseler Vorstadt Molenbcek ist eine große Feuersbrunst ausgebrochen. Ein ganzes Stadtviertel steht in Flammen. KleincTagcschrvnik. Im Mühlenteich von Lauth bei Königsberg in Preußen sind vier Kinder beim Spielen auf der dünnen Eisdecke eingeorochcn und ertrunken. In D ü s se l d o r f wurde die S e r p e n t i n t ä n z e r i n La Pa pi nta nach Absolvierung ihrer Nummer im Apollotheater vom Herzschläge getroffen und verschied, als sie eben ihre Garderobe betreten hatte. In der Nachmillagsziehung am 21. d. Mts. der 5. Klasse der Preußischen K l a s s e n l o t t e r i e fiel der Haupt-Gewinn mit 500000 Akark auf die Nummer 231 881. In Bromberg verübte der O b er stl eu t n a nt S ch nrid t vom Stabe des 14. Infanterie-Regiments Selb st mord durch Erschießen. — Auf gleiche Weise versuchte der frühere Guts- besctzer v. Pokrzywnicki in Schneidemühl, als er wegen Fälschung eines Wechsels über 6000 Mk. verhaftet werden sollte, seinem Leben ein Ende zu machen. In der Gegend von Reggro di Calabria wurden auch am 21. Nov. Erderschütterungen wahrgeiwmmcn. Es fallt dort starker Regen. In Barcelona verhinderten Studierende der Pharmacie andere Studenten die Vorlesungen zu besuchen. Die Universität und die Mittelschulen sind geschlossen. — Unter den Studenten der Universität zu M ad r i d besteht gleichfalls wegen Differenzen mit den Professoren eine lebhafte Bewegung. Der teilweise Streik droht allgemein zu werden. Einzelne Lehrkurse wurden vorläufig suspendiert. Einem Fräulein v. Arni m, die sich an Bord des Dampfers „Goeben" eingeschifft hatte in Antwerpen, wurde die Kabine erbrochen und alle Juwelen geraubt, darunter einige von bedeutendem Werte. In Brüssel wurde die letzte Nummer des „Sim- plizissimus wegen einer Karrikatur des Königs beschlagnahmt. Eine furchtbare Explosion ereignete sich beim Bau der pazifischen Eisenbahnlinie in der Nähe von Tryden (Ontario). Sieben Personen wurden getötet, vier verletzt. In Warschau schleuderte ein Unbekannter eine B o mb c gegen den Laden des Kleiderhäud^ers Wierzbicki. Tie Explosion richtete großen Schaden an. Ter vorübergehende Lehrer eines Taubstummeninstituls Kolossow wurde getötet. Es liegt ein Racheakt gegen den Ladenbesitzer vor. Beim New Yorker Landgericht hat ein gewisser Batonyi, der behauptet, ein ungarischer Graf zu fein; seinen Schwiegervater, den Multi-Millionär Frankwor auf Zahlung von anderthalb M i l l io n en D o l l a r Schadenersatz verklagt. Batonyi behauptet, Frankwor habe cs verstanden, ihm die Siebe seiner Gattin zu entfremden. Er habe die Gräfin unter der Androhung, daß er sie enterben werde, y.vc Ehescheidung bestimmt und dadurch dem Klager den größten Schaden zugefügt. Bei St. Cloud (Frrr.) hatten die Grafen Recopee und Gramedo ein Pistolen-Duell. Beide wurden an der Brust verwundet. _______ LcrnöwLrtjchaft. § Aus'demVogelsoerg, 2U. jlov. Die zwei Plagen, die unsere Landwirtschaft so empfindsam heimsuchteu uno der Wintersaat großen Schaden zusügten, die Schnecken und die Mäuse, beginnen zu verschwinden. Die Schnecken hat der Frost der vorigen Woche vernichtet, den Mäusen setzte das letzte Regenwetter zu. Zwar ist das Mäuseheer noch nickst ganz verschwunden, aber doch eciichtlich dezimiert worden. Im Kampfe gegen die Mäuseplage hat man von den Raben wieder eine bessere Meinung betont men, indem man ciusah, daß Krähen und Raven als Vernichter der Mäuse iticht ms Feiitde, sondern als Freunde der Landwirtschaft anzuseheu seien. In manchen Kreisen hat man deshalb die Vertilgungsprämie, die auf Raben und Krähen ausgesetzt war, aufgehoben, Rachdeur der Schnecken- und Mäusesraß auf gefrört bezw. nachgelassen, hat sich die Wintersaat vortreu sich entwickelt, so daß bie gruudbedingeuden Ursachen einer gedeihlichen Entwickelung vorhanden sind. Oer dcöaS'tioei. (Anonyme Einsendungen bleiben nubcrua^chtigt.) D). B. in Frankfurt. Verfölgen S:e Beschwerde ans Land' geriet)!, die Sie beim Amtsgericht emreichen, und bitten darin um Bestellung eines Pflegers ziir Wahrnitg Ihrer Liechte gegen den Vormund. Spu plan des W uen Oüßcner Stadklyeaters. Sonntag, 24. Nov., abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Nordische Heeriayrt." Ende gegen 10 Uhr. Montacp 2o. Nov., 8 Uhr: Festvorstellimg zur Feier des Gebitrtstages Sr. Komgl. Hol), des G r o ß h e rz o g s. Bei getvöhnlichen Preisen : „Wilhelm Teil." Ende gegen 11 Uhr. Dienstag, abends 8 Uhr: 6. Abonne- mcnts-Dorslelliing: „Ter Dieb." Ende gegen 11 Uhr. Mittwoch, abends 7 Uhr: 7. Mittwochs - Abonnements - Vorstellung : Rabensteinerin/ Ende gegen 10 Uhr. Freitag, abends 8 Uhri 8. Frettag-Abonnements-Borstetlimg: „Unsere Räte? Ende gegen IO«/. Uhr. Samstag, 30. Roo, nachmittags 31/, Uhr, bei Volks- uvenen: Kiiidervorilelluna „Sneewittchen." ""fitHgefanOt* (Für Form und Inhalt emt .uu l\ic. Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaition dem Publikum gegenüber (einerlei Verantivortung.) „Unsere Beamten n n b die Antisemiten/ Die Aellßcrmig: „-Aber sie werden's" i ft gefallen. Wer sie getan hak, kann Ihnen ivohl der Schriüleiter des antlsemttischetr Wochelibtattcheiis verraten. Uebrigens sollte mit der 9totiz keines. wegs gesagt werden, unsere Beamten feien Antisemiten. Sie tollte sie nur über die Gedanketl am der anderen Seite unter* ncniei i.___ R. B. Darmstadt, 22. Ter Kaufmann H. M a y er hatte xgegeu die Bank für Handel und Industrie Klage aus Rückzahlung von 350000 Mark eüv geleitet; er behauptet, daß die Bank seine Notlage ausgebeutet habe. Tie Kammer für Handelssachen am hiesigen Landgericht hat die Klage ab gewiesen. Berlin, 22. Nov. Zu der vor einigen Tagen gemeldeten Verhaftung eines russischen Terroristen in Berlin wird noch berichtet: Weder der verhaftete angebliche Mirski noch einer der Mitglieder der geheimen Russen-Versammlung, aus der die Adresse des Mirski gesunden lvurde, gehören zu den Anarchisten. Durch bie Versammlung wurde gerade sestgestellt, daß sich eine geheime russische Sozialistengruppe gebildet hatte. Infolgedessen sind jetzt bereits 29 Russen, meist Studenten, ausgewiesen worden, während sich der Führer der Gruppe namens Trossimow wegen Geheimbündelei und Vergehen gegen das Vereinsgefetz in Hast befindet. Müuster i. W., 22. Nov. Der kommandierende Ge n e r a 1 des 7. Armeekorps, General v. Büffing, wird jetzt trotz aller Dementi bald zurücktreten. Er richtete an die Truppenteile des Korps einen Befehl, daß er zum 1. April seinen Abschied eingereicht habe, nachdem der Kaiser sich entschlossen hätte, für den Kriegsfall die höheren Kommandos mit jüngeren Kräften zu besetzen. Zum Nachfolger ist der Kommandant der 11. Division in Breslau, Generalleutnant v. Goßler ernannt. Naab, 22. Nov. Der GrndarmeriewcrchtmeisterGönjo wurde, als er einen Landstreicher wegen EinbruchdiebstahlL verhaften wollte, von diesem durch einen Revolverschußfr tödlich verletzt, während es dem Gendarmeriewacht" meister gelang, seinen Angreifer durch Säbelhiebe zu töten. Lemberg, 22. Nov. Bei Bilaboznica geriet ein Bergabhang ins Rutschen und begrub eine Kolonne Arbeiter unter sich. 7 Arbeiter waren tot, 2 tödlich verletzt unter den Erdmassen hervorgezogen. Wladiwostok, 21. Nov. Eine Gruppe Männer und Frauen drang unter der Anführung eines als Offizier verkleioeten Individuums in das Schlachthaus ein und erklärte alle darin befindlichen Personen für Gefangene. Der angebliche Offizier befahl darauf, daß die Gefangenen aufgetnüpft würden. Nachdem alle Vorbereitungen zur Ausführung dieses Befehls getroffen waren, wurden die Gefangenen begnadigt. Sie mußten sich aber in einem Kreise auistellen und der Offizier sing nun an, unter Mit- luirfimg seiner Helfershelfer mit bcin Säbel auf die U.n- glücklicyen e i n z u schlage n. Die Hilferufe der Mißhan- oeltcn lenkten bie Aufmerksamkeit eines vorübergehenden wirklichen Offiziers auf diesen. Der echte Offizier verhaftete unter Mithilfe einiger Soldaten die Schuldigen. Indes waren bereits 9 Personen, darunter mehrere Frauen und Kinder, schwer verletzt.♦ Grosse internationale Rinikampl-Kankurrenz kommt. 7262 Bctanutm lchuttlp Tie unterm 16. November 1907 angeoebnete Sperre der Lahn st raße wird frmmit aufgehoben. Gießen, den 21. November 1907. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _________________Reinhart.__________________ Zum Stell vertret ec Des sür 4 Bvochcn beurlaubten Gr. Gerichtsvollziehers Geißler in Gießen ist Gerlchtsvollzteher- Asptrant Laubach in Darmstadt bestellt worden. Gießen, den 21. November 1907. Der Präsident Gr. Landgerichts: Kull mann. 7247 Zur Feier ves Geburtsragcs Sr. Zröniglichcn Hoheit des Großherzogs findet am Montag, dem 25. November 1907, abends 8 Uhr 'm hiesigen Sladttheatcr eine Festvorstellung Batt Es kommt zur Aufführung „Wilhelm Teil". Wir bitten unsere Mitbürger um recht zahlreichen Besuch der Vorstellung. Gießen, den 22. November 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei. Nie cum. B”/u Bekanntmachung. Zwecks Vornahme von Anschlußarreiten für die Erweiterung des Elektrizitätswerks ist am Sonntag den 24. d. Mts. die Stromlieserung für das gesamte Stadtnetz von vormittags 8Vs nachmittags 3 Ut-r unterbrochen, was wir hiermit den dtonfumenten zur Kenntnis bringen. Es ist darauf zu achten, daß die Jnstaltationen während dieser Zeit ausgeichaltct bleiben. Städt. Elektrizitätswerk Gießen. B«/ Stolle. Bekanntmachung. In das Handelsregtilec Abt. A. tun t ue eingetragen bezüglich der Firma Jakob Hengst in Gießen: Der Jakob Hengst Ehefrau 'Meta geb. Palm in Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 15. November 1907. Großh. Amtsgericht. B2,/n Bekanntmachung. Das 4. Ziel Gcmciudcstcucr ist innerhalb 8 Tagen bei Meidung des Beitreivungsver)cujrens zur hiesigen Stadttasse zu bezahlen. B22/» Gießen, den 22. November 1907. Stadttafse-Gießen. Doepfer. Bekanntmachung. Der Voranschlag dec Gemeinde Harbach liegt vom 26. d. Mts. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterci- burenu dahier zur Einsicht der Interessenten offen. Harbach, den 21. November 1907. Großh. Bürgetmett'terei Harbach. N! ü n ch. 7254 UltttMn-Zkrm tziißrn. GeburtSLagfeier Lr. Königl. Hoheit des Großherzogs Errrft Ludwig. Samstag, den 23. November, abends 9 Uhr bei Kamerad Bourgeois. v-2/u Der Vorstand. Kerbschnitt, Brandmalerei. Die noch vorhandenen Rest- beüande gebe zu ledern annehmbaren Preis ab. |7178 LLUb. Müller, Steinstr. 68. B l i t s der beste Herdputzschmirgel. Zu haben bet [6517 Ludwig Kröll, Haus- und KLichen-Geräte, Pioctstrasze 1U. Der diesjährige Stenographrekursus nach dem System Gabelsberger beginnt Montag, den 25. d. Mts., abends 9 Uhr im 51a jcrhof (1. Stock). Gest, weitere Anmeldungen werden daselbtt noch cntgegcngenommen. Dieser Unterricht findet für unsere Mitglieder, wie auch für sonstigeHandlungsgehtlfen und Lehrlinge ebenfalls uncntacltLich ftalt. 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