Nr. 21)7 Zweites Blatt 157. Jahrgang Mittwoch 18. Dezember 1907 Ettchetw t«qNch *nü vuSnahm« de- Sonntag-, Dw E^etzener Kamtlrendlütter" werden dem ,tln»etqfx* otennal wöchentlich beigeltgt, daS „Mretsblati ffii den Krets Gießen" zweimal wöchenUrch Der ..helftjche Landwirt' erscheint •umatiid) einmal Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oderhchen tRotatwnftbrud and Berlag der BrÜhi'lchen UniDerfudtß - unt **teinorudecrt 91 ti a o g t. G'etzen. Redaktion, T^oedittor» and t)ruderet: fktml* stratze Trpedttton and Oetlag 6L 3*«öaftton: 113 IeL-UU>i. letzen. IJÄ3 Dcutjdtc» Neich. Breslau, 17. Dez. Das P o l e n b l a t t „Polak" Les Abgeordneten Korfanty spricht seine schärfste Mißdill i g u n g über die ohne Borlvijsen des polnischen Wcchl- romiteed mit Nervenüberreizung entschuldigte eigenmächtige Niederleg^ung des Reichstagsmandates durch den Pfarrer Skowronski aus. Niemand habe ihm verwehren tonnen, bei wichtigen Anlässen auf 24 Stunden be- Huss Stimmabgabe nach Berlin zu reisen. Das Blatt schlägt eine große Protest Versammlung gegen die anti- volnische Politik des Kardinals Kopp vor, die das polnische Volksgesühl für die katholische Kirche verderbe. München, 17. Dez. Ter Wirtschaftsausschuß' der bayerischen Abgeordnetenkammer beantragt, die Kammer solle beschließen, es sei die Künigl. Regierung zu ersuchen, sie möge 1. die bayerischen Staatsstraßen für R en nenmit Kraft wage »sperren, 2. dahin wirken, daß die Verordnung über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen schärjer gehandhabt, event. verschärft werde, daß ferner Die Haftpflicht der Besitzer von Kraftwagen durch Eerich- ltung einer Zwängsgenosjenschast für das ganze Reich geregelt werde, unter Außerbetrachtlajsung jener gewerblich n Fahrzeuge, die nach ihrer Konstruktion eine gewisse Höchstgeschwindigkeit nicht übersteigen können, 3. dahin wirken, Daß die Reichsstempelabgabe auf Kraftwagen dem Wort- Laut des Gesetzes entsprechend erhoben werde. Nürnberg, 18. Tez. Obschon die Staatsregierung Die Feuerbesta ttung in Bayern nicht gestattet, beschloß das hiesige Gemeinbekollegium dennoch die Errich- 3i n q eines Krematoriums. 21u>land« Rotterdam, 17. Tez. Die Zahl der Arbeits- Losen nimmt in bedenklichem Mage zu. 80 Prozent der Maurer sind zurzeit beschäsligungslos. Auch über 20 Proz. yer Anstreicher sind gezwungen, die Arbeit einzustellen. Man befürchtet ernste Unruhen für die nächsten Wochen. London, 17. Tez. Der englische Kriegsministcr Mr. tzaldane hielt gestern in einer öffentlichen Versammlung i.n Hanley, wo er Gast der dortigen Freiwilligen war, eine Rebe, in deren Verlaufe er ausjührte, es würde aus die DauerfürEnglandsehrschwersein,denZtvei- Mächte-Standard seiner Flotte aufrecht zu ''erhalten. In diesem Falle würde England gezwungen | sein, sich auf die Heimatsverteidigung zu stützen. Zn erster Linie würden dann die Freiwilligen in Betracht kommen, daher müßte man schon jetzt die Freiwilligen gut organisieren und sie kriegstüchtig machen. — Tie kanadische Regierung hat Maßnahmen getroffen, nun die Einfuhr deutscher Erzeugnisse über England unter dem Schutz der Vorzugszölle zu verhindern. Belgrad, 18. Dez. In der gestrigen Sitzung der Skupschtina brachte der Sozialist Laptschewitjch eine Interpellation darüber ein, daß der Kronprinz einige Arbeiter der K un st tischler eiWlajko- witsch, wo sich sein Motorboot zur Ausbesserung befand, roeschimpst und tätlich mißhandelt habe. Bei Lieser Gelegenheit erfuhr man auch, daß der Kronprinz kürzlich zwei seiner Lakaien mit einem Hammer i gearbeitet hatte. Lissabon, 17. Dez. Nachdem Franco ein Abkommen mit den Nationalisten getroffen hat, sieht man dem Ende des Versassungskonflikts ent- zegen. Tie offiziöse Presse freut.sich des Abkommens und stellt die Vornahme der Wahlen in Aussicht. Man erwartet schon für diese Woche ein Dekret, das den Senat reformiert, und noch vor Weihnachten ein Dekret, das die Wähler zu den Parlamentswahlen beruft. Zur Lage in Rußland. Petersburg, 17. Dez. Aus Zarskoje Selo verlautet, daß der Zu st and der Za rin gefreut besonders ungünstig war. — In der Reichsbank wurden bedeutende Unterschlagungen entdeckt, deren Höhe noch nicht genau j. Tes- hb. nachmittags 3 Uhr, sollen im fmdtlichen Psandlokale, SeUersiveg 11, dahier die meßen vuc£iL Genremdeneuer gepmudeten Gegenstände: Mooel aller Art, 1 .Mille , Zigarren, 1 Wagen uno l merntzlges Braet, ver- Itetgcrt werden. [7731 Gemmecker, Pfandmeifler. Puppenperücken fertigt in bestcr Ausführung billigst an M12 Kmil Hoch, O2 Bahnhofstraße 62 Genau auf Firma und Hausnummer achten. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme dei dem Hmscheiden unserer teueren Mutter Schwiegermutter, Großmutter und Schwägerin Fr« fcmfc Erb Wwe sagen herzlichen Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 17. Dez. Zurückgezogene Berufung. Der Taglöhner Gg. M. von Rendel hat ein Urteil des Schöffengerichts, nach dem er wegen Widerstandes und Sachbeschädigung zu fünf Wochen Gefängnis und wegen Ruhestörung zu sechs ^agen .Haft verurteilt worden ist, angefochten kl,t Vn arbeitsscheuer, dem Trunk ergebener Mensch, dessen Kinder die Gemeinde ur Pflege geben mußte. Als er eines Stben^ m betrunkenem Zustande zu seinen Kindern wollte und ihm dieses verwehrt wurde, schlug er die Ture des Zimmers, in dem sich die Kinder befanden, mit einer Axt ein, wobei er termaßeni randalierte, daß ein Menschenauflauf stattfand. Als ihn der Polizeidiener , tn das .Haftlokal berbringen wollte, wider- mite er sich und biß ihn. Nachdem ihm vor der Strafkammer flar gemacht worden war, daß sich die Staatsanwaltschaft seiner Berufung an geschlossen hat und anzunehmen ist, die Strafe werde erhöht statt ermäßigt, zog er es vor, feine Berufung zuruckzunehmen. Die Staatsanwaltschaft nahm hierauf ihre Berufung ebenfalls zurück. Aus dem Armenhaus. Die Strafkammer hatte sich wieder mit ihrem ständigen Kunden, ä?1 inJt mmenAa-^ au Grünberg untergebrachten Tag- R' 8U befanen. Er ist ein gewalttätiger, dem Trunk inti) JJütBiggang ergebener Mensch, der mit den übrigen Insassen des Armenhauses in steter Fehde liegt. Gegenwärtig sind sie ihn aut einige Zeit los, da er m der Zellenstrafanstalt Butzbach eme mehrmonatige Freiheitsstrafe verbüßt, von wo aus er zu Iran infolge feiner Berufung angesetzten Termin vorgeführt wurde Als er vor einiger Zeit nach Mitternacht in seiner Wohnung skandalierte, sah sich einer der Mitbewohner veranlaßt, aus . Polizeiwache zu gehen. Als er merkte, daß ein Polizeidiener tn der Nähe war, schrie er inbezug aus diesen: „Wenn der etwas mch gewesen wäre, hätte er seine frühere Stelle an der Bahn behalten; njer diesen zum Stadtdiener gemacht hat, gehört an den Galgen.' Auch auf den Bürgermeister schimpfte er und bemerkte, er habe als Müller nichts getaugt, und setzt hat man rhn zum Bürgermeister gemacht. Das Schöffengericht verurteilte ihn unter Berücksichtigung seiner vielen Vorstrafen wegen Beeidigung zu drei Monaten Gefängnis und sprach den Beleidigten die Publikationsbefugnis zu. In der Be-rusungs- mstanz suchte der Angeklagte feinen Worten eine andere Deutung SU geben, so daß darin eine Beleidigung nicht zu erblicken ist. Er hatte aber damit wenig Glück, denn seine Berufung wurde zurückgennefen, jedoch mit der Maßgabe, daß die Publikations- besugnis in Wegfall zu kommen hat, da die in der Wohnung des Angeklagten gefallene Beleidigung nicht als eine öffentliche anzusehen ist, wenn sie auch auf der Straße vernommen wurde. Giegen, den 16. Dezember 1!X)7. 2cr Erstand d« Ktctuk»»dcr Bcwabrauttalt. Ltr. Naumann. 6m Hoffnungsvoller. x 3jährige I. L. von hier entlief seinen Eltern und trieb sich einige Tage außerhalb der Stadt herum. In der Frühe verschaffte er sich den Proviant für den ganzen Tag intern er bie Wecksäcke plünderte. In Gesellschaft von zwei noch nicht strafmündigen Jungen bestieg er mit einer Leiter ein im Umbau befindliches Arbeiterhäuschen an ter Margareteuhütte Sie rissen das Bretterdach ab, zogen die Leiter in die Höhe und stellten sie in das Häuschen hinein, um so an die unten stehende Safte zu gelangen. Nach feinen Angaben hatte er .Hunger und galt es ihm nur darum, Lebensmittel zu bekommen, die er in der Kiste vermutete. Da er aber solche nicht fand, nahm er eine Was,erwäge und ein Metermaß mit. Hierfür wurde er wegen schweren Diebstahls angeklagt und zu fünf Tagen Gefängnis verurteilt. Ein als Zeuge vernommener Polizeibeamter bekundete, über den Angeklagten viele Beschwerden einliefen Er mußte vielfach zwangsweise in die Schule verbracht werden den Konfirmandenunterricht hat er überhaupt nicht besucht und erst gestern mußte er von der Straße entfernt werten, da er Zigaretten rauchend die Trottoirs passierte und die Leute hinunter- stietz. Uebrigens hat, er sich schon früher Unredlichkeiten zu schulden kommen lassen, die jedoch ungeahndet blieben. Der versäumte Termin. Dem Schäfer A. H. von Remblinghausen ging ein Strafbefehl wegen Feldfrevels in Höhe von 135.50 Mk zu unter der Anschuldigung, daß er seine Herde in der Gemarkung Nieder-Eschbach an einer verbotenen Stelle weiden ließ Er erhob Widerspruch und behauptete, er sei am genannten Tage nicht in ter betreffenden Gemarkung gewesen, dagegen habe er ausgemacht, daß ein anderer Schäfer der Täter fei Um die Reise an das Feldgericht zu Vilbel zu sparen, bat er zwei ^age vor dem Termin schriftlich um Entbindung vom i Erscheinen bei der Verhandlung. Umständehalber erhielt er keinen i Bescheid auf fein Gesuch, mrd da er beim Termin nicht erschien > Kleinkinder- ^ewahranstali “IU "achsten Sonntag., den 22. Dezember 1907, abgehoben Danksagtang« Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, welche bei dem unerwartet raschen Hinscheiden meines teuren Sohnes und unseres lieben Bruders Adam Hrchner, Kellner uns entgegengebracht wurden, für die überaus zahlreichen Kranzspenden, für die Beteiligung am Leichenbegängnis speziell den Herren Vertretern des Wirtevereins, für die liebevolle Aufnahme, welche der Verstorbene bei der Familie Flamme gefunden hatte, sprechen wir hiermit allen unsern tiefgefühltesten Dank aus. 09527 Die tief trauernden Hinterbliebenen. Margarete Kirchner Wwe., nebst den Geschwistern des Verstorbenen. Giessen, Hammelburg, Hamburg, Frankfurt, Mannheim, den 18. Dezember 1907. Griginal-Drahtnieidungen. Pari18. Dez. „Echo de Paris" verös^entlichk eivv» ^?te(P0CfcaTte intellektuelle Welt ge teten Sri cf des bekannten polnischen Schriftstellv' Sienkew.ez über die Haltung der PreußiL RfS^rung gegenüber den Polen. Indiek .lufrus hergt e-: Das 20. Jahrhundert sieht eine Tat iö «VJT Beeidigung des Rechts und bet l£-Ii ^er intellektuellen Kultur jeder moderne, ’ ^ic Nachricht von der Vergewaltiguna dii von Preußen geplant wird, hat bereits die ganze Welt und das gerecht der ganzen Menschheit zur Ehre f 2 einem Sch rerder Entrüst u n g u n d d e s P r o t e ste- veranlaßt. Die gesamte europäische Presse aller Schattin fun£?n i.un& ll)r gesamte unabhängige Presse Deutick lands hat gegen diese Vergewaltigung bet Polen Einstig erhoben. Eine Aeußerung in diejer Frage ist keine fei mNchung in die Aiigelegenhcit eines fremuen Landes. Petersburg, 18. Dez. Ter politischen Polizei j» es gelungen, ein Vereinslo kal hervorragender Revolutionäre in Finnland in der Nähe von Ter. lokr auszuheben. Es wurden drei Männer und brei Stauet verhaftet, darunter der Haupturheber bei neue ft en politischen Morde der letzten steif. c- tennt sich Karl. Es wurden zahlreiche Dokumente q& unben und ent Photographie-Album mit Bildern von K, nossen, darunter von sieben berüchtigten Revolutionäre,- einer em Adreßbuch von Mitgliedern der revolutionäre., Parte:, lettyche Broschüren usw. sSSSäBäSsäs | '«was Die Handelskammer faßte ^'n 'ihrer zur gevlanten Baiwerolcstcuer für Siganat tinfitmmf”,3; -- m letzter Zeit wiederholt ^i°lg'Ä Nachrichten, wonach die Reichsregierung die ßinfirin l8rtaU18'T Tabaklteuervorlagc, inSbesoiidcre einer Barcheroleile^"?- surren, beabsichtigt, sind von amtlicher SeitebL^er für legt worden, ,m Gegenteil, es sind im Reichstage vh^ m?1 ttfüie aus Aeußeruiigcn gefallen, welche mit derartige Steuer erwarten lassen. Angesichts bkirr Kn G-lahr welche noch bür' Li den bereits cinfeBeS bet allgemeinen Erwerbstätigkeit verschärft wird beit™ alä berufene Vertreterin der in unserem HandeZ^^ =» vorherrchu:nden Zigarren- und Tabakindustrie für h~Se$i« Segen lebe wettere Besteuerung dez Tab-^ welcher Form cs auch sei, entschieden Ein, P "bebe n Die Zlgarrenindustrie unseres Bezirkes hauptsächlich billige und mittlere Zigarren. Eine sung durch Preiserhöhung wurde besonders den SS“®*® erstgenannten Art ihren jetzigen Charakter als 'oSS® * Stgarren der minderbemittelten Kreise, welche höhere anlegen können, nehmen und infolgedessen einen Konsmnr 5"'» sbllns9ens ,^'ne @»eu^abtoäIirn3 durch Qualitatsv^^,^ck b._ h. durch ausgedehnte Verwendung inländischen wurde der Gietzener Zigarren - Industrie die mit den suddeutichen Fabriken, welche an M, burtflleichtere Auswahl a»i„ ’! ernten, billige Arbeitskräfte, einen großen ntiÄ'1 Sonbrung hmien noch mehr als bishrr ersa,weren, sa llnm-oglichkert machens zie schwerwiegeiidste und am tielü-n lchneidende Folge einer Banderolesteuer für Zigarren mi rK™ bie 5Ber|d)Ietf)terung der Arbeitsverhältnisse sün, de?m^' werte sich vorerst gar nicht absehcn läßt. - Zur KbCrun3äfrage der Privatangestellten wurde folgende sesE: Die Handelskammer hält unter Würdigung der nurtlchaftlichen unb. sozialen Verhältnisse den Wunsch angefkllten na ch! einer Invaliden-, Alters- und 6inteVtofc' »erficberung für berechtigt und spricht sich für b “en Durchführung m der sicheren Erwartung aus, b^ft ben Unternehmern und Angestellten zu leistenden Seiträae L 111 angemepenen Grenzen halten. — Tie Handelskammer svrack s? lernet für die Ausprägung von 25«$fennigftüden a»a ,3 l ®:^be^„bie M-d-temfiihrung Tod aüen Ratten bringt sicher Dellcia-Rattenkuchen. Baustier, unschädl. ß mal präm. n 100 Anerkemi. Dose 0,50 u. hX) M-L <1. Hirsch-Apotheke, Apotheke zum goldenen Engel u. b. Otto Schaaf. (4^ Vornayme von Kanalisationsarbeiten wird der Schysenverger Weg zwischen Licher- und Bergstraße vor verehr gespErr^' fÜT 5ui)r' unü R-dfahv , 11- Dezember 1907 angeordnete Sperre ber ^atharinengasse wird yiermit ausgehoben. Gießen> ben 14. Dezember 1907. Großherzogliches Polizeramt Gießen. Reinhart. Versteigerung. Samstag, den 21. Dezember 1907, M. der Pstcger OJafhoirMtar 1°^o9rf1 m Rodheim a. d B di- ^^^iastes des verstorbenen Georg Andreas'Duter b 2SettentV©otodÖ2U14iPnpb?riUOrSr SuRodpeim veiieheteaus . cyx ^osas, 2 Kleiderichranke, Tockw. (Stüfaip 1 ggnirfr. La/chenuhr"^KlelduRsut^' it0’f?tn' 1 BOiöene und '1 fitom , y,atocn Wein uni «eaen mei» bSe hm .‘‘‘Snltn r?““11?11411 gebenden Bedingung-- ben sejfietnern ä 6 "a tlenD1Iita onentli* an den Dieutoieten Rodpeim, den 17. ^ezeuiber 1907. 775 —---Schlierbach, Ortsgerichtsvorsteher. 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Die Beklagte hatte sich besonders darauf berufen dag zum mmde>leu eine gesetzliche Maßregel gegen offene Gemalt sucht Vorgelegen habe, iveil die betreffenden Hausbewohner ge° sluchtet seien, die Feftstelluiig des Bernfungsrichters, daß der Schutzmann durch einen andern gereizt und dann blindlings ziigehauen habe, aber unstreitig mit dem Sachverhalt in Widerspruch komme und deshalb rechlsirrtümlich sei. Der Vertreter des Klagers hatte lieh darauf berufen, daß das Tumultgesetz sinngemäß und praktisch angeivandt weiden mutzte, und daß in dem ganzen Vorgang offene e'.eivalt zum Au. druck gekommen sei. Ganz unmöglich sei es, bei feder Handlung eines^Schutzmannes die Grenzen des Gesetzmäßigen zu befilmmen. Der Schwerpunkt liege darin, daß die ergriffene Magregel gesetzmäßig war und der Beamte danach handeln ivollte. ~ev 1IL Zwilfenat des Reichsgerichts erkannte somit auch am Zuruckweifung der Revision und bestätigte das Urteil des Ober- laudesgericht Breslau. Märkte. Frankfurt a. M., 18 Dez. Schweinemarkt. (Crg.- ^el. des Gietz. Auz.) Zum Verkaufe standen 1329 Schweme. Bezahlt churdeu: für Schweme 1. Qual. 61-00 Pfg., Lebendgewicht 47 biö 48,0 Pfg. 2. Qualität 60-00 Pfg., Lebendgewicht 47,5 Pfg.- 3. UnaL 00—57 P'g. Markt gut. — Während des Älarktes liefen' noch drei Waggons Schiveme em. mürbe fern Einspruch ohne Demeisaufnahme verworfen. Er focht dieses Erkenntnis an, aber das Berufungsgericht mar nicht in ter Lage, in materieller Beziehung auf die Sache einzugehen. Entrneter ^mußte die Sache wieder in den vorigen Stand gesetzt werden, w daß das Feldgericht zu entscheiden gehabt hätte, oder bte Berufung mußte, da das Feldgericht nach der Straf- Prozeßordnung richtig verfahren war, verworfen werden. Die Strafkammer entschied für Zurückweisung der Berufung, indem sie aussührte, daß es Sache des Angeklagten gewesen märe, ter vom Termin Kenntnis hatte, sich zu verlässigen, ob er vom Erscheinen entbunden fei oder nicht. Da ihm eine Nachricht urcht zuging, hätte er erscheinen müssen. Die abgehauene Hand. . . Nachdruck verboten. (^.as Reichsgericht über die Ansprüche aus dem Tumultgesetz wegen der zu Breslau abgeschlagenen Hand des Arbeiters Biewald.) Vekauntlich war am 19. April 1906 beim Metallarbeiteraus- tante zu Breslau die Schutzmaimschast beauftragt worden, Zu- ammenrottungen und Alenschenansammlungen zu zersprengen. Als infolgedessen mehrere Schutzleute gegen 8 Uhr abends die Hilde- brandstraße in Breslau betraten und verschiedene Hausbewohner des Hauses No. 25 dieser Straße von der Straße m das Haus jagten, teangen sie ben Leuten nach und wurde dabei der Bier- Uiller Biewald m der Weise verletzt, daß er nach zwei Säbelhieben iiber Riickeu und Kops einen dritten erhielt, der ihm die linke Hand abtrennte. ■ Moderne, hochelegante, neueuU Lindener- and Manchester- W haltbare •wa Garantie- Kleider-Sammste schwarz tu farbig, glatte 2.75-5 M., gestreift und gerinpte 2-5.50 M. o Unzerreissbare für Knaben, d Entzückende haltbare seidene Blusen-Sammete Mete, 3-6 M. Seidene Jackett- Sammete nnd Plüsche, Meter 3.75 bis 24.00 M. Muster auf 5 Tage zur Wahl Sammet haus Louis Schmidt Hannover is.Kaia. KönigL Hoflief. Für den Weihnachtsbedarf a a1*/“ A. Holterhoff Söhne, Seltersweg Kindergärtnerin. 09513 A. 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Die Eisbahn wird geöffnet sein von früh 11 Uhr an. Nichtmitglieder zahlen ßiieiiih-^IrkiMtei-Semi. Unsere diesjährige Weihnachtsfeier findet Sonntag den 22. Dezember in der Turnhalle des Turn- Vereins, verbunden mit Konzert, Theater, Verlosung und Tanz statt. — Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Dlö/12 Anfang 7V, Uhr abends.Der Vorstand. «Shasstitia, Internat. Inkasso-Institut, Auskunftei Kaiser-Allee 24 Inh. L Küsters Kaiser-Allee 24 empfiehlt sich zur Beitreibung von Aussenständen (auch veralteter und agsgeklagter). Bedeutende Erfolge. ========= Viele Anerkennungsschreiben. ===== W" Man achte genau auf unsere Firma und verwechsle dieselbe nicht mit Instituten ähnlichen Namens. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, den 23. Dezember 1907, , . . vormittags v'/z Uhr ibegmnend, werden tn den Waldungen der Stadt Gietzen in den 'Dlfirtkten Hcgbolz und Landberg versteigert: o39 Fichtercherbstangen mit 5546 Festm. 13 Nmir. 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