Erstes Matt 5‘te Heutige Wummer umfaßt IG Seiten 157. Jahrgang Eröffnung -es bayrischen Landtages. München, 27. Sept. Bei der heute in feierlicher Weise im 'Thronsaale der Residenz vorgenommenen Eröffnung der beiden Kammern des bayerischen Landtages kündigte die vom Ministerpräsidenten verlesene Thronreden, a. folgende Gesetzentwürfe an: Eine durchgreifende Aufbesserung der Gehälter der Beamten und Bediensteten, eine Reform der Steuer, eine Neuregelung des gemeindlichen Umlage-Rechtes, einen Gesetzentwurf über eine Diätenpauschale der Landtagsabgeordncten, einen Entwurf einer Kirchengerneurdeordnung und eines Kirchen- Ari-LanH. New York, 27. Sept. Die provisorische Regierung auf Kuba behauptet, das Revolutionskom- plott sei zur Beeinflussung der Börse in Havanna an- gezettelt worden. Die Agitatoren hätten einigen Anhang in Pinar del Rio, wo sie den Negern vorredeten, Japan helfe Kuba. Auf den kubanischen Hauptbahnen wird Streik und Verkehrseinstellung befürchtet. Shanghai, 27. Sept. (Reuter.) Aus Nankangsien im Süden der Provinz Kiangsi wird der Ausbruch eines Boxeraufstandes gemeldet. In dem Dorfe Jaweoli sind mehrere christliche Chinesen und ein italienischer Priester ermordet worden. Die Missionsstation der Lazaristen-Patres in Kanchufu wurde niedergebrannt. Die Missionare entflohen aber nach Kiansir und erbaten telegraphisch Hilfe. Der französifchc Konsul ist von dem Ausstand in Kenntnis gesetzt worden. steuergesetzes, ein Fischereigesetz, ein Zwangs-Enteignungs-- gesetz, ein Straßengesetz, die Errichtung einer Anstalt zur Obsorme für entlassene Strafgefangene, den Weiterausbau des Lokalbahnnetzes, die Regelung der Portosreiheit, die Schaffung eines Etats betreffend den Uebergang der psälz. Eisenbahnen auf den Staat und die Behandlung der wich-, Ligen Frage der Ausnützung der öffentlichen Wasserkräfte. traut. Zu einer in Kürze einzuberufenden beschließenden Ver- sammlung sollen sämtliche kleinen Gasmotoren-Fabrilanten cingclabcn werden._____ M. 228 Mkjchetnt oußCT Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger „.erben im Wechsel mt dem hessischen Landwirt die Gietzener blätter viermal m der Woche belgelegt und Zweimal wöchentlich das fotteblctt für den Kreis Hiehen. Henyprech-An- M)lubs.d.Redaktl0nII2 Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschcnr Anzeiger Gießen. Annahme t*n Anzeigen tüt d«e Tagesnummer btS vormittags 10 Uhr. Dsritsches Nesctz. Berlin, 27. Sept. Ter Kaiser wird aus seiner Reise nach England vom Fürsten Bülow begleitet werden. Für den dortigen Aufenthalt ist im Gegensatz zu anders lautenden Meldungen die Zeit vom 11. bis 18. November in Aussicht genommen. — Zu den organisatorischen Veränderungen im Kultusministerium wird weiter berichtet, daß außer dem ncuernannten Ministerialdirektor Dr. Naumann Geh. Oberregierungsrat Dr. Elster in der Universitäts-Abteilung tätig fein wird. Ihm falle als Personalienreferenten die wichtigste Ausgabe in dieser Abteilung zu. — Die Berliner Morgcnblätter melden aus Dresden: Der König von Spanien wird dem König von Sachsen Anfangs Oktober in Dresden einen Gegenbesuch machen. — Gegen den Beschluß des Bezirks-Ausschusses auf Freigabe des Hagener Krematoriums hat der Regierungspräsident Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht erhoben. Göttingen, 27. Sept. Bei der heutigen Landtags- Ersatzwahl für den Wahlkreis Hildesheim 6 wurde Administrator Heine (natt.) mit 2 10 Stimmen gewählt. Kaufmann Iserlohn (Wirtsch. Vereinigung) erhielt 74 Stimmen. Köln, 27. Sept. Gestern fand hier eine zahlreich besuchte Versammlung der bekanntesten Gasin ot o ren- jahrcn in. Mitleidenschaft gezogen worden warm, wieder her- fteiite und durch Beruf der Stände die Verfassung wieder in ihre volle Wirksamkeit treten ließ. Nicht mbrder bedeutsam war es, daß der Großherzog am 3. April 1860 die Konkordats- Minister entließ und aus der liberalen Opposition ein neues Ministerium berief. Der Ruf, eines Musterländchens ist Baden ja bis in die neueste Zeit geblieben. Gvoßherzog Friedrich betrieb auch vor allem die Aufnahme Vadens in den Norddeutschen Bund imb ernannte 1868 den preußischen General Beyer zum badischen Kciegsminister und Re- organisawr der badischen Truppen. Nach dem deutsch-französischen Kriege, an dem er, wie alle deutschen Fürsten tcilnahm, arbeitete er mit an dem Zu stände komrnen der deutschen Reichsverfassung und an der Wiederaufrichtung des deutschen Kaiserthrones. Dor nunmehrige Großherzog Fr ie d r ich II. wurde am 9. Juli 1857 geboren und steht somit im 51. Lebensjahre. Er studierte, ebenso wie sein Vater, in Heidelberg und Bonn und ist seit dem 20. September 1885 vermählt mit der Prinzessin Hilda, der Tochter des verstorbenen Großsterzogs Adolf von Luxemburg. Die Ehe ist kinderlos geblieben. Die einzige Schwester des Großyerzogö ist bekanntlich die Kronprinzessin von Schweden. Ueber die letzten Stunden des Großherzogs liegen uns von gestern und heute noch folgende Drahtmeldungen vor: Konstanz, 27. Sept. Die Fittiche des Todes rauschen über dem schönen Schloß auf der Mainau. Ter Umschwung im Befinden des Großherzogs trat am gestrigen späten Abend ein, nachdem der Tag hoffnungsftoh vergangen war. Tie Atem- beschwerden häuften fiel), die Herztätigkeit wurde schwächer. Um den Kranken zu beruhigen und iljm Schlaf zu geben, wurden hohe Morphiumeinspritzungen im Laufe der Nacht verabreicht. Ter Patient liegt int ruhigen Halbschlummer. Aus Anrufen antwortet er dura) Zeichen. Gesprochen hat er seit gestern abend nicht mehr. Karlsruhe, 27. Sept. Das heute nachmittag 5 Uhr über das Befinden des Großherzogs ausgegebene Bulletin lautet: Mit kurzen Unterbreämngen hat der Schlumnterzustand beim Großherzog den Tag über angehalten. — Ueber den großen Ernst der Lage wurde noch im ersten Teil der letzten Nacht nach auswärts offiziell berichtet worden. Der Kaiser wurde von dem preußischen Gesandten von Eisendecher sofort verständigt. Im Schloß auf der Mainau herrscht tiefste Bewegung. Fenster an Fenster war erleuchtet. Tie gesamte Dienerschaft befand sich auf ihren Posten. Erft lange nach Mitternacht wurde es ruhiger im Schloß. Ueber die plötzliche Verschlimmerung im Besinden des Großherzogs berichtet die Badische Presse: Ter hohe Patient hatte fast den ganzen Tag geschlummert und die Aerzte hatten wieder Hoffnung gegeben. Plötzlich gegen 9 Uhr trat bei dem Großherzog schwere Herzbeklemmung und Atembeschwerde ein, die das Schlimmste schon für die alleriüichsten Stundest befürchten ließ. Man glaubte sicher, der hohe Patient werde diese Nacht nicht mehr überstehen und die Familienangehörigen und Hofstaaten wurden eiligst herbeigerufen. Docl) wiederum gelang es der ärztlichen Kunst, fteilich diesmal nur unter Anwendung stärkster Gegenmittel, dem hohen Patienten über den gefährlichen Moment für den Augenblick hinwegzuhelsen. Umeine Erleichterung für die Atmung herbeizuführen, wurde der Großherzog in den Lehnstuhl gebettet. Erst gegen Morgen trat leichter Schlummer ein. _________ _ Zig." und die „Köln. Volksztg." schlossen, eine Vereinigung der Arau gojiCt. In Dresden w'urde am Freitag eine Sitzung sämtlicher Staatsminister und des Ministers deA königlichen Hauses unter Vorsitz des Königs abgehalten, an der auch der Kämmerer des Königs, v. Criegeru, teilnahm. Nachdem die deutsche Botschaft in London die standesamtliche Vermählung der Gräfin dem sächsischen! Hofe bestätigt hat, wurde ihre Angelegenheit behandelt. Der König betonte, daß er der Frau Toselti das bisher gezahlte Geld nicht entziehen wolle, obwohl er rechtlich nicht verpflichtet sei, die Apanage weiter zu zahlen. Bezüglich der Prinzessin Pia Monika wurde bestimmt, sie unverzüglich Herrn und Frau Toselli abzu-^ nehmen und nach Sachsen zu bringen. Die kleine Prinzessin soll aus naheliegenden Gründen nicht sofort in die Failie de smKönigs gebracht, sondern standesgemäß in einer Familie untergebracht werden, über die der Köniz noch bestimmen wird. Die Prinzessin soll, falls die Gräfin Montignoso sie nicht freiwillig herausgibt, mit Hilfe der italienischen Polizei erlangt werden. oVn Dresden aus wird niemand nach Florenz geschickt. AlleZ weitere soll vertagt werden, bis man ersehen kann, wus Herr und Frau Toselli unternehmen und namentlich, wie sich letzter everhält. Im allgemeinen besteht am Hofe die Meinung, Frau Toselti als Privatperson zu behandeln, für die sich zu interessieren man seitens des Hofes keine Veranlassung habe. Der König hält immer noch an deut Wunsche fest, seiner früheren Gemahlin trotz ihres un- qualifizierbaren Betragens schonend zu begegnen. Er war sehr erregt und erschüttert, man fühlte in der Umgebung, daß er leidet und über die Frau außer sich ist. Ein in London eingetroffener sächsischer Beamter suchte, den Schriftsteller Lequeux zu bestimmen, als einzigen Mitwisser das Geheimnis des Aufenthalts der kleinen Prinzessin zu enthüllen, aber Lequeux lehnte dieses Ansinnen ab, nahm jedoch die Erklärungen entgegen, die der sächsische Beamte namens des Königs abgab. Lequeux sandte diese Erklärungen mittels Chiffre-Telegramms der Frau Toselli nach Frankreich und erhielt darauf folgende Antwort: „Erklären Sie, daß mein Mann und ich fest entschlossen sind, unseren Liebling Monika nicht dem Könige auszuliejern, welche Pression er auch ausüben und, welche Verlockungen er auch anwenden mag.' Lustig zu lesen ist, was ein Berliner Blatt seinen Lesern von Ungeheuerlichkeiten mitzuteilen weiß. Es meldet, wörtlich: „Das Ehepaar Toselli fuhr vom Pariser Nordbahnhof, an dessen Bufett die Signora eine Tasse Schokolade und ihr Gemahl eilt substantielleres Frühstück einnahm, nach der Avenue Jena- wo es in einem bescheidenen Hotel bis zum Abendzuge nach Florenz verweilte. Nach anderer Meldung benutzte Toselli seinen Pariser Aufenthalt um wegen der Aufführung seines symphom LV erkes „Fuo co", dessen Text Annunzios Dichtung zu- Mi'.nde liegt, zu verhandeln. Das Ehepaar promenierte gegen mittag durch die Avenue der Champs Elysees Arm in Arm; Toselli trug einen eleganten Reiseanzug,, seine Gattin einen mit Rosen garnierten Strohhut, Helle Bluse und einen nelkenfarbigen Rock." „Daily Mail" berichtet aus Genf, daß Frau Toselli und ihr Gemahl sich nach Amerika einschiffen werden. Der Erzherzog Leop. Wölfling soll einem Londoner Blatte zufolge, als er von der Heirat seiner Schwester erfuhr, ausgerufen haben, er sei stolz über den Mui seiner S ch w e st e r, welche alle Vorteile abgestreist habe und das Glück und die Liebe suche, welche königlichen Hoheiten nicht gestattet sei. Er sympathisiere vollständig mit seiner Schwester und hoffe, daß sie glücklich sei. In Florenz verlautet gerüchtweise, daß die Prinzessin Pia Monika auf der Reise nach Amerika befindet. Demgegenüber wird aus Wien gemeldet, daß Leopold Wölfling aus Zürich seinem Rechtsanwalt Frischäuer telegraphierte: „Ich habe leider zufällig in Nizza Toselli flüchtig kennen gelernt. Ich verbat mir aber gründlich monatlich 75 Pf., viertel* A jährlich Mk. 2.20; durch „ Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePoft Mk.2.—- viertel- sährl. ausschl. Bestellg. f ZeilenpreiS: lokal IbPft auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den v oliv scheu Teil: L. Anderson; f. Feuilleton und »Vermischtes* P. Wiltko; für „Stadt ».Land- und.Gerichts- ttotationrdruck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vuch- und Steindruckerel. B. Lange. NedakHon, Expeditton und Druckers! - Schnlstratzs T. Fabrikanten zu bilden. Mft arbeiten wurde ein Arbeitsausschuß von sieben Personen bc Kroßyerzog Kriedrich von Waden Mainau, 28. Sept. Der Grotzherzog von Baden ist heute früh kurz vor 9 Uhr sanft entschlafen. Die Meisten von denen, die uns das neue Deutsche Reich einigen halfen, sind schon längst ins Grab gesunken, nun ist .iuch Großherzog Friedrich von Baden als einer der letzten aus jener großen Zeit dahingegangen und mit seinem Eibischen Volke trauert ganz Deutschland an seiner - Bahre. Der l)ervorragende Anteil, den dieser edle Fürst an der Wederaufrichttmg des deutschen Kaisertums gehabt hat, iichwt ihm tu den Herzen aller Deutschen ein unvergcutgliches Andenken. Vor mehr als 50 Jahren war es, als Großherzig Friedrich den Thron seiner Väter bestieg, imb leicht war das ärbe nicht, das ihm zufiel. Denn im Sanbe herrschte Zwie- tradjt und Parteiung, um die Finanzen war es schlecht beteilt, und Baden war ein armes Land. Aber der jugendliche Mrst ließ sich dadurch nicht entmutigen, und, unterstützt )urch treue Ratgeber wie Matthey und vor allem Roggeu- rnch, gelang es seinem unermüdlichen Eifer, das Land vorwärts zu bringen und hoher Blüte entgegeuzuführen. In )ie[em Streben kam ihm sein offener uiw milder Eharakter vesentlich zu statten, und gleich leutselig verkehrte er mit )och und niedrig; auch seine' tolerante Gesin- tung trug viel dazu bei, Gegensätze auszugleichen zercde in einem Lande, wo beide Konfessionen in siemtich gleicher Stärke vertreten sind imb jede ihre Rechte gewahrt wissen will. Daß es hierbei nicht ohne innere dämpfe ab gehen konnte, daß der Parteizwist oft scharfe Formen annahm, war erklärlich, aber der Großherzog verland es stets, sich über den Parteien zu halten. Diesem ^tandpuntte entsprach auch feine streng konstitutionelle Ge- innung, und wenn man auch verschiedentlich über das „liberale Attrsterländle" spottete, so ist diese Bezeichnung doch im Grunde genommen ein wohlverdienter Ehrentitel gewesen. Was den Großherzog aber am mejjten zierte, war, wie bereits erwähnt, seine kerndeutsche Gesinnung. Großherzog Friedrich wünschte aber keinen lockeren Staatenbund unter Oesterreichs Whrung, sondern ein engeres Staatengebilde, mit dem Könige von Preußen an der Spitze. Umsomehr mußte im Jahre 1866 sein Herz bluten, als feine Truppen, Da sonst das Land völlig preisgegeben gewesen wäre, gegen oen jenes Preußen kämpfen mußten, aber als erster der süddeutschen Fürsten war er es, der seinen Frieden mit König Wilhelm machte und nicht bloß einen Bündnisvertrag ab- 'chloß, sondern auch bald darauf eine Milttärkonventiou, die das badische Kontingent auch in Friedenszeiten unter preußischem Oberbefehl stellte. .Mit Genugtuung mußten ihn daher >ie Ereignisse von 1870/71 erfüllen, wo feine Truppen mit- halfen, die Einigung Deutschlands mit ihrem Blute zu- sammenzuschweißen, und wo er selbst als Armee führe r hervorragenden Anteil am Gelingen der Operationen hatte. Wie freudig mag es ihn berührt haben, daß er am 18. Januar 1871 in der Spiegelgalerie des Versailler Schlosses das erste Hoch auf den ersten deutschen Kaiser ausbringen durste. Jahrzehntelanger Friede folgte jener kriegerischen Zeit, und unter den Segnungen dieses Friedens und unter dem Schutze des mächtigen deutschen Reiches entwickelte sich Baden unter der lveisen Regierung seines Fürsten zu einem der blühendste-n Länder. Einer nach dem andern aus dem Kreise derer, die die große Zeit miterlebt haben, ging dahin, und nur Großherzog Friedrich von Baden ragte wie ein Vermächtnis aus jener Periode noch empor, und je weißer das Haupt wurde, umsomehr fühlte er sich verpflichtet, nicht nur Herrscher seines Landes zu sein, sondern die Ausgaben eines Bundesfürsten hoch mmulaffen und erforderlichenfalls das Gegengewicht seiner Erfahrung in die Wagschale zu legen, wenn er glaubte, daß das Reichsschiff Gefahr laufe, einen falschen Kurs zu steuern. Darnum schätzte auch Wilhelm II. seinen Rat sehr hoch, und es ist bekannt, daß der Einfluß De3 Großherzogs manches verhütet hat, was im Volke wenig angeüehm empfunden worden wäre; ebenso ist es auch kein Geheiümis, dasz infolge solcher Raterteilung das Verhältnis zwischen Berlin und Karlsruhe nicht immer das beste war, weil Reibungen bei dem impulsiven Charakter des Kaisers nicht ausbleiben konnten, aber immer war es Wilhelm II., Der seinem ehrwürdigen Oheim die Hand wieder reichte, und erst vor wenigen Monaten stattete er ihm einen Besuch ab, der das herzlichste Gepräge trug. Es war wohl das letzte Mal. Ten Keim zu feiner schweren Erkrankung hatte sich Der greife Fürst in Erfüllung seiner Regentenpflicht bei einer Kireheneinweihung geholt und alle noch durch fein liebenswürdiges Wesen entzückt. Treue Pflichterfüllung und schlichtes Wesen zeichneten stets Großherzog Friedrich auS, dessen Namen man allzeit unter den hervorragendsten Der deutschen Fürsten neunen wird. GroÜ^rzog Friedrich war am 9. September 1826 ju Karlsruhe als zweiter Sohn des Großherzogs Leopold und seiner Gemahlin, der Großherzogin Sophie, einer schwedischen Prinzessin, geboren. Im Jahre 1843 bezog er, nachdem er unter unmittelbarer Leitung seiner Eltern eine lehr sorgfältige Erziehung geuojfen hatte, zugleich mit seinem älteren Bruder, dem Erbgroßherzog Ludwig die Unioerfität Heidelberg, um hauptsächlich Geschichte und Staats Wissenschaften zu studieren. Später jhibicrte bet Prinz noch eine Z:ck lang in Bonn. Sein Bruder war in- zwi'chen von einer unheilbaren Geistesstörung ertrankt nub als nun Grv'cherzög Ludwig am 24. Aprck 1852 starb, übernahm Prinz Fr'reorich die Regentschaft. Am^ 5. September 1856 nahm er den Titel Gvoßherzog au. Am 20. September 1856 vermählte er sich mit der Prinzessin Luise von Preußen, der cm* zigen Tochter res alten Kaisers. Gwßh.rzog Friedrich erwarb sich bald große Beliebtheit in feinem Volke dadurch, daß er die volle bürgerliche Vertoalrung und Rechtspflege, die in den Revolulions-- fabrifanten zur Wahrung geschäftlicher Interessen der Kleingasnwtoren-Iichuftrie statt. Es nmvbc, wie die .Köln, melden, einstimmig bc» K l e in g asm o t oren - den erforderlichen Vor- Samstag 28. September 1^07 BezrrgSvretS: ge-nb fytz gestaltet sich in OK er Hessen das Verhältnis Die vermrsLtzr«. Ans Stads nnd LcrnS. Gieren, 28. Sept. 1907. MA Litz,«MW .- * Furchtbare Einzelheiten über d ie Heber, ch w emm ung in undbeiderspan. Stadt Malaao ^gl. unjece vorgejlr. Meldung) werden jetzt gemeldet Gan'^ k50^Ve?L7^^^^romes sind irJr 0 r ) onen sind ertrunken. **r?0§ ^erbrennen von Kartoffelkraut in der unmittelbaren Nahe bewohnter Gegenden ist für die An- Mok-strl? S9' S°. lm§ ein Einwohner der ttcolttestraße daß gegenwärtig trotz der herrlichen Herbstlust d-e ,o ertnichend aus dem W.esccktal ivehe, sämtliche Fenster dort geichloslen bleiben müßten, um den übelriechenden Qualm er auch das ganze schöne Panoraina verunstalte, nicht in die Wohnungen zu bekoinmen. Der Einsender fordert den Erlab cu,er Pol.zewerordnnng, ii.n diesem Uebelstande abzuhelsen^ r , ustlzpersonalien. S. K. H. der Großberroo haben den sianügerichtsrat bei dem Landgericht der Provin, ®5f,c,mcn Justizrat Dr. Albrecht Weiß auf ZSSWM WLS-x-2S«M *«■ Die Eröffnung der Gruppenwafserver- s o r g u n g von B a d . N a u h e t m und der angeschlossenen Gemeinden soll am 5. Oktober erfolgen 9 11 «g **«.*5 «"/ L t El?Q tf*r nn ft n 117°n w zr> .. vom alten Stadt- s i.n m h-*Or,aUSd=,Cn' ^°^fischte,ch, Licbigdenkmal vorbei nn Mondschein zum neuen Stadttheater begleitet Die Szene verwandelt sich alsdann. D.e Mlorgennebel ft-iqen und fallen und von der ausgehenden Sonne bestrahlt ze^iat sich das Panorama von Gießen mit Gleiberg, Vetzberg und Dunsbcrg un Hintergrund. Die Elfen zeigen sich als Blumen- UnÖ banfbM ^aufblühe^, Trotz beträchtlicher Ausgaben für verschiedene Bm. Telephonanschluß u. a. ist der ftnQr grelle O^tand der Muffe ein verhältnismäßig günstiger, f0 sn von der Generalversammlung über die Auslosung und Rii^ zahlung einer Anzahl von 50 Mk.-Aktien Beschluß w^ben soll. Ter Besuch des Heims war besondeZ^ Beginn der Saison beeinträchtigt durch den damals ^E^en herrschenden Typhus, sowie durch die nafifotf H^lentlich bringt das zurzeit bestehende h€n H^^l^tter^ dem ^.ehrerheim noch recht viele Eäs und der Hauptveriammlung eine große Zahl von Besuchs . B u dingen, 28. Sept. Zn Gemeinderats Mitgliedern wurden gewählt in Unter-S ch mitt? ^ohs. Konrad Rau. Otto Widdersheim, Christian Cckmi^ und Wilh. Beck. Calbach Hch. Roth, Wüh. Bähr, Z Gerhardt und Iohs. Dürr. Gelnhaar Joh. Konr. Krommll An^r. Kröll und Andr. Stahl. h . w 2 a r mstadt, 27. Sept. Heute nachmittag wurde eil Ö,1 ?J Jahre a.tes Kind, als es in Begleitung Cln gleichalterigen Spielkameraden den Qdenwaldbayndamm weit der Kranich,teinerstraße kurz vor dem von der Noi> hohe kommenden Zuge überschreiten wollte, von dem 8 Ja erjagt und derart verletzt, daß seine sofortige Aw r Städt. Krankenhaus erfolgen mußte. 2a ^tind i>t bereits kurz nach ferner Einlieferung seinen VeV letzungenerlegen. c‘ sd ©arm ft ab t, 27. Sept. Sonderbare Zustand chemen im Armenhaus zu Habitzheim i. Odenwald Aschen. Dort ist seit einiger Zeit der 24 Jahre alt Schweizer Joh. Rexroth aus Würzburg i. O., sowie d ca 35 Jahre alte Ehefrau Elisabeth D ö rr aus Hering in nut ihrem Manne und drei Kindern untergebracht. Sic fefiptm em sehr streitbares Weib zu sein. Wie 'schm, mehr geriet fi lefet ~agc mit bein dem Trünke ergebenen Rexroth in Streit man schnupfte sich gegenseitig und geriet sich schließlich aiJ m die paare.. Die Frau packte den R., der sie an den Haaren gezaust hatte und band ihm mit einem Strick dir '-oerne zusammen. Als ec sich aber wieder los machte, schlug Ne mit cmem Karst, (eine Hacke nut zwei Zinken) auf ibn iob und schlug ihm dabei das Bein entzwei, sodaß eine Amputation vorgenommen werden soll. Der schwer Ver letzte wurde nun m das Krankenhaus nach Darmstadt gebracht' eine Operation scheint aber nicht nötig. (W.) Hanau, 27. Sept. 300 Jahrfeier des frnf dem heute abend veranstaltete! bracy^e Oberpräsident v. Hengstenberg das tzoä Auch der Kultusminister und bei ;'-utrU,Ac:iaL?rl-rcJtoc im Kultusministerium Erzel- Ratten Glückwunschtelegramme übermittele — Heute abend fand ein Schülerfest statt. angerichtet; zahlreiche Ortschaften wurden mehrere Brücken und andere Baulich« n-hpn. ^er Eisenbahnverkehr ist an * r c 11) u n o e r i j a l) r f e i e r be£ Gy m - najtum». Infolge der glänzenden Jahrhundertfeier der Univeriitat ist die in dieser Zeit an Freunde und frühere Schuler in den Zeitungen ergangene Einladung zum 300- ^.^^ungsfeste des Gießener Gymnasiums wohl Nbcht hinreichend beachtet worden. Es wird darum nochmals darauf hingewiesen, daß die Feier auf Freitag 11 und Samstag, 12. Oktober festgesetzt ist. Llle Freunde und ehemalige Schüler des Gymnasiums stno dazu herzlichst eingeladen und willkommen geheißen. Tie ^mer selbst teilt sich in folgende Teile: Freitag nachmittag o Uhr in der neuen Aula der Universität musikalisch deklamatorische Aufführung von Sophokles Antigone- Samstag den 12. Oktober vormittags 10 Uhr Festakt, eben- faus in der neuen Aula; nachmittags 3 Uhr geselliges Zusammensein aller F-estteilnehmer auf der Liebigshöhe turnerischen und anderen Aufführungen. 2lnlvaltskanimer. Auf der dies- ahrigen Jahresversammlung der Anwaltskammer des Giwß- ff.Zogtums, die am 5. Oktober int Sitzungssaale der ersten ftQttfinb€t, kommen einige die fn^hnr11 Al?r^lt ^tereUierende Gegenstände zur Behandlung, so vor allem die gLplante Abänderung der Zivil- Pro ze ßo rdn u n g, des Gerichtsverfassungs- Wnmnrh richtskostengesetzes und 9bcr 6 e b uhrenordnung. Voraussichtlich wird ?nCsn?^nlDfden Beschlüssen der am 10.—12. Sept. 1? Mannheim abge.Mltenen Hauptversammlung des deutschen Anwaltsverems (AnwaUstag), die sich für die Notwendch! öleichzeitigen Reform der genannten Gesetze aus- nufrSipV* ^uzelnen seinerzeit berichtet), ^terejse sieht man auch dem Bericht der Kommijsion für die Gehilfen frage, die aur die Besferuna de- mirtlchaftttchen und soziale» Lage der G^lMen ab- zielende Vorschläge machen wird, entgegen. n der Einladung beigegebenen B e r i ch t d e s V o r - st an des ,uc das Geschäftsjahr 1906/07 entnehmen wir noch folgende Angaben. Tie Lhl der J de» Anwälte betrüge 205, gegen 196 un voty^rigm Belicht^ *a)r'/Qt,0IJ entfallen 80 auf die Provinz Starkenbu^a o3 auf Oberhesjen, 72 auf Rheinhessen. Der Vorstand besteyt aus den Herren ^zustizrat Dr. Gu t fle i f ch<3k-h dlianot-Darn:stadt, Justizrat Metz-Geßen Justi'- rat SKmeel ll-T°rm,tadt, Lusttzrat xS^ti^rat ock e l-Frteoberg, Jujt^rat Dr. Struvl'- §u,:ildrat ^ause-Mainz uno Justizrat Gallus-Darm- Infolge Zeltablaufes scheiden vier Äorstandsmit- l8äMidf‘ &^“ecl unb Dr. Brenner aus. An- latzlich der ZOOfayngen Juoelfeier der Landes- ^^rsitat hat die Kammer eine zweite Gabe von o00 Jtf. au» ihren Mitteln zu dem zu begründenden ^uoi- laumssondv bewilligt. In einer erheblichen Anzahl von an^fJUn^Csten-blC Mttglieder der Kammer als Armen- anwalte, als die )ie, wie vielfach nicht bekannt ist eine er- Mtung ausid er Staatskasse nicht beziehen - so wurden im e?0 Armenanwälte bepelln von dem Obe^ landesgencht Darmstadt in 87, vom ^aiib^r-VTif f (mit 0^611501^) in 286, vom Landgericht Gießen in 1>5 nom Landgericht Rcainz in 401 Fällen. Für Gießen bedeutet 8U” ‘ “»**"** »»«ÄS y, LE' L"d?"L'L L- 3f”»i.6US, LSSK (?««“«Ä* xrAiSSÄ- 500 bis 1000 Einwohnern, 124 988 in den l^^r>lnu Zahl der Bewohner der größere» c^meinden^ibttw^ fic^ aus mehrere Millionen Francs. Vie le'Ver s^n?n Es geschah dies um 1640 I taiWra Bom Mass«- über- Kt- Stadt Friedberg ^obntew "l740 wurden"d?MEr" Äli^eÄ'Sa“ ..............-Ä-LLviSSM MMtzMZM M-WUMW- r.4 «8L 6«. w» -ULLML SÄ”» -o— nmh »-H-M-?»- MMik» « LSMSZW ULMS-Z Z u 9 e P L h n o c r t. Das enaliickv» baßp-w KßKio <• 1 on >> n mtr lbUU 015 Einwohnern 12f Prte Mit 500 bis 1000 Einwohnern S?9/^ bis 230 Orte mit 100 bis 500 Einwohner 68375 und E * ,x^te mit weniger als 100 Einwohnern 1165 Bewohner. mParlamentarisches aus Hessen. Abg. Dr. ctn^ frage an die Großh. Regierung AO^chcht, aus welchen Gründen die Verwendung des im .^auptvoranfcylag für 1907 eingestellten Dispositions- bOn o0 000 Mark noch nicht erfolgt ist, der zur Aufbesferung der Bezüge von vor dem 1. April 1897 pen- ertenJBeamten, von widerruflich angestellten, vor Erlaß des Gefetzes vom 2. Aug. 1899 pmsionierten HmteEcbcnen solcher Beamten, sowie von Volksfchullehrern, die vor dem 1. April 1900 in den Ruhe- Lbtreten smd. — Eine Vorstellung des Vereins Großh. Klasse erstrebt die Gleichstellung mit bsn Hochbauaufsehern, Tammeistern fi'nV"hi^nb Titels „Vermessunasassistent" ju« die im Staatsdienst angestellten Geometer 2. Kl. — Die ft rnVn1)17711 unb Gefangen auf seh er der : ersuchen in einer Eingabe um Glcichstelluna ^^^buaufsehern der größeren Strafanstalten.— Der k a t h. H a u s g e i st l i ch e am Großh. Landesgefängnis zu Butzbacy wul .eine Gehaltsverhälwisse einer Äien Prüfung und Oiegulierung unterzogen haben. , 1 e fe Lk, 28. Sept. Gestern war ein hiesiger Ein- roobnec am Heegwald auf den Hasenäckecn mit Kartoffelaus- 1^(^en beschäftigt. Er hatte seine Kleider in der Otähe der ?,^arB,c ,nac^ Alten-Bufeck niedergelegt. Als er um 10 Uhr srllhstilcken wollte, bemerkte er, daß Weste und Uhr nebst I ein em Frühstück verschwunden waren. Wahrscheinlich hat cm Handwerksblirsche niltgehen heißen. < s^.0 Dollar, 28. Sept. Bei Zimmermeister B. Nuhn beschäftigte Arbeiter fanden heute morgen in der Nähe ■ oeg Zmimerplatzes einen Mann liegen, der in der Nackt beim Plündern des gestern versteigerten Gemeindcobstes I bom Baum gestürzt war. Er hat, wie festgestellt 1 murbe, das Rückgrat gebrochen. Der Verletzte ist • ein zurzeit auf der hiesigen Eisendahnstation beschäftigter I Monteur aus Westfalen und Vater von mehreren Kindern. Er wurde nach Gießen in die Klinik geschasst. 91/ mi ^“u6rin.9en, 28. Sept. Gestern nachmittag - Uhr steckten zwei kleme Kinder einen Strohhaufen bei Dreschmaschine lagerte, an der gerade gearbeitet wurde Das Feuer verbreitete sich rasch und ztvei Scheu_rn, sowie der Dreschwagen fielen ihm zum w-Vfi- ^nnte gerettet werden. Das Haus des Weißbindermeisters Hrch. Weimer II. geriet ebenfalls in Brand, doch konnte der Brand — insbesondere durch das Eingreifen der Feuerwehr von Mainzlar — rasch aelösckt ^scharbeiten machte sich ein Mangel von schlauchen empstndlich bemerkbar 9 LJÄH*" ** «MM S s« ä äs ss & SB 5t t ZV-' Co 9 Einwohner = Q8 5 Pro- meiner Schwester, ^ch 'ehe nichts Gutes aus diesem («« Starkenburg 63.8 und in Rheinhessen 67.4 Proz) ^Die voreiligen Verzwerttungsselwitt." . ^?brr^sli,chen Gemeinden mit 1000 bis 2000 Einwohnern Konsulat wird durch Mannschaften des Kanonenboots Robin" bewacht; die Ausländer befinden sich in Sicherheit. »DieneuestenEi-senbahnunsälle. In der Rahe von Alterkuelz (Hunsrück) stieß ein Personenzug einem Güterzug zusammen. 3 Wagen des Güterzuges wurden total zertrümmert, 2 Schaffner schwer verletzt. Das Unglück geschah während dichten Nebels, der die Signale nicht erkennen ließ. — Auf der Bahnstrecke Chorzow- KonigsHütte (Obcrschles.) wurde ein sieben Zentner schwerer Eisenblock auf die Schienen gelegt. Der Lokomotivführer bemerkte glücklicherweise das Hindernis und fuhr langsamer, so daß die Maschine den Eisenblock zur Seite schieben konnte. Die Maschine wurde beschädigt. — Ein eigenartiger Eiscn- bahnunsall hat sich bei dec Station Arnsdorf (Negierungsbez. Breslau) ereignet. Dort ging die Harmonika-Verbindung zweier Wagen des Schnellzuges Dresden-Breslau in F l ä m tn e n aus; sie war vermutlich durch Funken aus der Lokomotive in Brand gesetzt worden. Die Fahrgäste ergriff eine Panik; trotzdem hat sich kein Unglücksfall ereignet. Der Zug hatte aus freiem Felde, bis der Brand gelöscht war, zehn Minuten Aufenthalt. — Bei einem Eisenbahnunglück aus der Pennsylvaniabahn, das 16 km von Harrisburg (County Dauphin) stattfand, wurden 15 Personen getötet. Kleine T6°/0 rnss.Staatsanl. 1905 92.40 4>6°/0 j&pan. Staatsanleihe 90.65 4% Conv.Türken von 1903 93.40 Türkenlose ..... 145.40 4% Griech. Monopol-Anl. . 48.50 456 äussere Argentinier . 85 00 3°/0 Mexikaner . . . 62.90 4>$7o Chinesen .... 95.40 Aktien; Bochum Guss 213.60 Buderus E.W. ... 120.25 Tendenz: etwas schwächer. Eschweiler Bergwerk . . 218.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 208.20 Hamburg-Amerik. PaketL 129.60 Harpener Bergwerk. . , 208,20 Laurahütte ..... 229.00 Nordd. Lloyd 113.60 Obeiscliles. Eisen-Industrie 107.50 Berliner Handelsges. . . 157.20 Darmstädter Bank . . . 129.30 Deutsche Bank .... 231.70 Deutsch-Asiat Bank . , 140.00 Diskonto-Kommandit . . 174.40 Dresdner Bank . . . 143.60 Kreditaktien 203.30 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn 92.70 Gotthard bahn . . . « . —.— Lombard. Eisenbahn . . 30 60 Oesterr. Staatsbahn . . . 141.90 Pnnce-Henri-Eisenbahn . 131.00 !. Sept. Anlangskurse. Harpener Bergwerk. « 208.00 Laurahütte .... 228.30 Lombarden E. B. ... 30.50 Nordd. Lloyd 113.40 Türkenlose ..... 145.90 Griginca-Vrahtnieidunger». Florenz, 26. Sept. Gestern trafen beim isteiigen deutschen Konsul zahlreiche Personen ein, bei denen die Gräfin behütende Schulden konttahierr hatte, u. A. eine Dame, die der Gräfin 10 000 Francs vorgestreckt hatte. Der Konsul wies darauf hin, daß die Gräfin durch üjre Vermählung aufgehört habe, deutsche Staatsangehörige zu sein. Mehrere sächsische Polizei- beamte sind in Florenz eingetroffen, um über das Leben der Gräfin und den Verbleib der Prinzessin Pia Monica Nachforschungen anzustellen. Wie verlautet, soll ein Ne w y v r k e r I m- presario der Frau Tofelli eine Million Francs angcboten haben für den Fall, daß sie sich entschließt, auf einer Jahres-Tournee in den Vereinigten Staaten in Singspielhallen aufzutreten. Berliner isorse, 2 Canada E. B 162.20 Darmstädter Bank . . . 128.80 Deutsche Bank .... 231.80 Dortmunder-Union C. . . 68.10 Dresdner Bank .... 143.00 Tendenz • träge. Die Ueberschwernmungen in Spanien und Südfrantreich. Madrid, 28. Sept. Die N'achrichten aus Malaga und Unrgegend lauten trostlos. Bisher sind 75 Leichen identifiziert worden, doch werden noch mehrere Personen vermißt. Unter den Lit. n w Lit. L. 402 übe' 6116 GciS, Gastwirt. [07255] wozu einladet . 2000 . 1000 n n 2000 1000 500 200 100 07217 Der Vorstand. 500 200 100 , Anfang 3 Uhr. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Gießen, den 27. September 1907. Der Großh. Kceisbauinspektor des Kreises Gießen. I. V.: Kalbfleisch. L. 91, 92, 98, 123, 216, 290 über M. 8, 21, 115, 134, 181, 203, 259, 373 über . 2000 Mk. . 1000 „ stellt worden. Gießen, den 27. September 1007. Der Präsident Gr. Landgerichts der Provinz Oberhesien. tf. V.: Bücking. Vergebung von Bauarvecken. Die für die Erbauung eines eisernen Fußgängersteges über die Lumda in Treis erforderlichen Arbeiten und Lieferungen im Voranschlagsbetrage von 2200 Mk., worunter die Lieferung von ca. 4400 kg Träger und 70 lfd. m Geländer sollen im Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 17, während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote, nut entsprechender Aufschrift versehen, sind verschlossen und portofrei bis spätestens Freitag, den 4. Oktober d. Js., vormittags 11 Uhr, auf Großh.-Bürgermcisterei Treis nochmals emzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Bcrgrmgnugs - Verein Viktoria. Sonntag, den 29. September 1907 V. ®liftungstesii. verbunden mit Konzert, Tanz, Volksbelustigung Abends JLampionpoloiiuise und Feuerwerk im Bernhardtshäuscr Hof, Klein-Linden "dT N. 33, 201, 218, 232, 368, 496, 524, 541, 543, 544, 548, 558, 647, 653, 731, 775 über . . . . 0. 25, 133, 204, 282, 285, 295 über 1*. 16, 27, 66, 67, 72, 88, 182, 346 über . Kvoßherzogliches Polizercunt Westes. M. 470, 491 über N. 813, 830, 899, 944, 1018, 1020 über . 0. 304, 407, 423 über . P. 468, 476, 535, 562 über c. vom 1895er Anlehen: Kekamttuuuymlg. Bell.: Rotlaufseuche. Unter dem Schweineb-estand des Restaurateurs Hermann Otto, Klinikshr. 21, dahier, ist die Rotlauffeuche ausgebrochcn. Gehöftsperre ist ■ angeordnet. G4 eßen, den 26. September 19O7e Bekanntmachung. Dem Großh. Gerichtsvollzieher Seipel in Gwt^n ist für die Dauer seines vierwöchigen Urlaubs vom 1. Oktober ds. Js. an der Gerichtsvollzieher-Aspirant Mori in Gießen als Vertreter be- Bekanntmachung. Bei der in der Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung vom 26. ds. Mts. vorgenommenen planmäßigen Verlosung der am 1. Januar 1908 zur Rückzahlung kommenden 3V2 "/oigcu Schuld vcrichreibungen der Anlcbcn der Stadt Gießen von den Jahren 1&93, 1894 und 1895 sind gezogen worden: a. vom 1893er Auleben: M. 534 über .... N. 1102, 1153 über . . . . Es wird dies mit dem Anfügen zur Kenntnis ... der vorbemertlen Schuldverschreibungen gebracht, daß die Ein- . 500 „ der Besitzer b. vom 1894er Auleben: Lit. L. 389, 395 über Sonntag, den 29. September 1907 Tttzmßk rnii der 8mmio oni Trieb lösung derselben bei der Stadtkasse Gießen, bei der Mitteldeutschen Kreditbank in Frankfurt a. M. und Giegen erfolgen kann, sowie daß die Verzinsung mit Eiide Dezember 1907 aufhort. Von den in vorhergehenden Jahren auLgeloilen Schuld- vcrfchrcibungcu find noch nicht zur Rückzahlung vorgclcgt worvcu: Xüt. P. *2A, 102 über 100 Alt. Gießen, den 27. September 1907. B^/o Grogherzogliche Bürgermeisterei Gießen. M c c u m. asi sich“ Eis Triumph der Wissenschaft! Unbedingt bestes und billigstes, auf wissenschaftlicher Grundlage beruhendes Waschmittel nach ganz neuer Methode. Ohne Mühe! Ohne Seife! Waschmaschine und Waschfrau entbehrlich! Ohne Gefabr für Wäsche und Person. Alan beachte genau die auf jeder Dose beftndliche Gebrauchsanweisung. Verkaufsstellen: Christ. Bieker, Emil Fischbach, Adolf Geisse, Emil Karn, Wilh. Kilbinger, Otto Schaas, Ioh. Seibel, Georg Wallenfels. Samstag, derr 5. Oktober, abends S1/2 Uhr in der Turnhalle des Turnvereins, Nordanlage Mein te Wjßr. WunMW verbunden mit Abeudnuterhaltnug und Ball Der Vorstand. Nur Mitglieder, sowie eingeladene Gäste haben gegen Vor^ zeigung der Karie Zutritt. — Wünsche wegen Einladungen wolle man alsbald bei unserem I. Hauptmann vorbringen. v^/g Dpfern der Ueberschwentmnng befinden sich keine Ausländer. Ter Geruch der verwesenden Tier-Kädav-er ist unerträglich und der Ausbruch einer Epidemie wird befürchtet. Im Hospital liegen zahlreiche Verwundete. Die Flut hat auch eine Anzahl für Melilla bestimmter Kanonen ins Meer gerissen. Die Ro- sinen-Ernte ist vielfach vernichtet. Der Gouverneur von Malaga drahtet, daß fieberhaft an der Räumung und Reinigung der Straßen gearbeitet wird. Im Stadtviertel Perchel und Trinidad dauern die Einstürze fort. Die Gendarmerie-Kaserne verlor sämtliche Möbel, die Tabukfabrik ist überschwemmt. 14 Dörfer sind größtenteils zerstört, die Badc-Anstalt in Persiana ist eingestürzt und 1)£ ^gesamten Insassen sind umgekommen. Ein Güterzug wurde unter dem Schlamm vergraben. Paris, 23. Sept. Die Weinberge im Departement Hörault sind durch die Ueberschwemmnngskatastrophe auf mehrere Jahre vernichtet. Die Regierung beschloß, sogleich nach dem Zusammentritt des Parlaments größere K.rcdite zu verlangen. ^Den Bedürftigen ist sofort mit größeren Beträgen auszuhclfen. In Servian, wo mehrere Häuser neben einander einstürzten, sollen viele Personen unter den Trümmern liegen. Bei den Reltungsarbeiten hat ein Mann den Tod gesunden, viele andere Personen sind verletzt. Sechs Gemeinden stehen unter Wasser. Barcelona, 28. Sept. Ein Teil der Stadt steht noch u n t e r W a s s e r. Malaga, 28. Sept. Infolge der U e b e r s ch we m m u n g e n sind 2000 Erdgeschoß-Wohnungcn nicht bewohnbar, wodurch 12 000Leuteobdachlos )ind. Im -übrigen hat sich die Lage gebessert. Feu crv er sich erun a. Niemand bestreitet die unbedingte Not- wendigteit der Feuerveriicherung. Aber trotzdem gibt es nach immer wiedertehrenden Erfahrungen, so unglaublich es tlingt, eine große Menge von Haushalten, die nicht gegen die Feuersgefahr verlichert find. Nach der „Slatift. Korr." wurde in Preußen während des Jahres 1903 (für spätere Jahren sind die Zahlen noch nicht ver- östentlicht) durch Schadenbrände ein Verlust an Mobilien im Werte von 43,25 Atillionen Mart verursacht. Davon waren 3,72 Alillionen Atart oder 8,61°/0, also der zwölfte Teil unversichert! yiur ans unverzeihlicher Leichtfertigkeit und Lässigkeit läßt sich diese hohe Zahl erklären, da die Versicherungsprämie so gering ist, daß ue Jedermann leicht erschwingen kann. Bei der Victoria kann man die Prämie für Versicherungen von mindestens 5jähriger Dauer sogar in Wochen- Raten entrichten. Die Victoria bietet zudem für Mobiliarversicherungen bis zu Ätart 20000 oder, in Verbindung mit GeschäftSvorrälen, bis zu Mark 30 000 noch ganz besondere Vergünstigungen. Alle Gegenstände sind auch außerhalb der Wohnung innerhalb Europas ohne Extravrämie versia-ert,- der Fortbestand und der Preis der Versicherung ist von einem Wechsel der Wohnung und des Wohnortes innerhalb Deutschlands gänzlich unabhängig und der sonst übliche mit Umständeil uno Kosten verknüpfte Pollzen-i-kachtrag fällt fort; die Gesellschaft verpflichtet sich, mindestens alle zwei Jahre bei den Versicherten die ^Nachversicherung von vkeuanschanungen anzuregen und vergütet bei einem Schaden für Neuzugange eventuell bis zu 20% über die nach der letzten Erinnerung insgesamt versicherte Summe hinaus. Die Bedingungen der Viktoria komuien überhaupt den Bedürfnissen und Wünschen des Publikums in jeder nur irgendwie zulässigen Weise entgegen. Vertreter der Gesellschaft gibt es an jedem Platz.Q% Karl Ludwig Leib und Frau Meta, geb. Stein. r. Klein, Ost-Anlage 37. — l>r. Ploch, Asterweg 34. Ifrr. Zinsser, Goethestrasse 10. Sonntag, den 29. Sept, von 4—9 Uhr nachm. [6311 Nur Hirsoh-Agsotheke offen. Dienstag, 1. Okt. ds. Js., nachm. 1 Uhr werden auf dem Braunwarth schen Lagerplatz an der Bahn zu 2lllcndorf au der Lumda versteigert: 1 Partie Schlackensteine, Ziegel, Ccmcnt-Tröge und Durchlässe und viele andere Vauartikel. Anschließend im Braunwarlh scheu Geichästslotal: 1 Faß Speiseöl, 50 Sack Zement, Viehsalz, Zroblcn und sonstige Verhrauchdwaren. 07246 4 's Konkurs Verwaltung- Watttorstraße 36—38. (früher Cafe Leib) Telephon 644. Speziallläten-Thealer I. Ranges. Feinstes Fainilien-Prograinnr Nur noch 3 Tage die mit riesig. 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Zu dieser Benefiz-Vorstellung wird sich Herr Bargold ganz besonders auszeichnen und verschiedene neue machen zum Vorschein bringen. 0?230' Hlcnjfn Lsniüag: lliiroiiirrrnjli^ bciDf lehren jlorßellniigk« nachmittags 4 Uhr, Abscliieds-Vorstellung abends 8Vr Uhr. Xflfe- In jeder Vorstellung Austreten neu engagierter Akitglieder. urn^erein. Zu "nserer am Samstag, den 12. Oktober d. I., abends 9 Uhr, im Vereinslokal Darmstädter Haus statistndenden ordentlichen ßelbflMjttzükürrolljaüiMiugg laden wir hierdurch unsere Alitglieder ein und bitten um recht zahlreiches Erichemen. Tagcsorouuug: 1. Berichte. 11. Entlastung des Rechners für 1906/0'- HL Winter- sestlichkeiten. IV. Gründung eines Hausban- veremS. V. Anträge. VI. Verschiedenes. Wir machen unsere Mitglieder auf Satz 33 Absatz 3 unserer Satzungen aufmerksam. Iv28/^ Der Borstand. hochelegant und vornehm earbeitet, aus den wirklicher Ersatz für Mass. 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