Erstes Blatt 3 3 ) in X.57, Jahrgang sah, den Konzert im Saale des Kesellschastsvererns. Gießen, 25. Okt. Unsere Konzertsaison hat begonnen, und es war ein guter, vielversprechender Anfang. Das Publikum hatte sich recht zahlreich eingefunden. Tas Programm war nicht nur vielseitig M &ar auch fag durchweg mit feinem Kunst- So manche Nacht hab' ich durchwacht Der Wahrheit Zauber zu finden, Zu echter Schönheit leuchtenoer Pracht Die Blüten der Muse zu binden. Und über die Berge zog ich weit, Die Länder und Menschen zu schauen, Rein aus des Lebens Lust und Streit Den Tempel des Lebens zu bauen. Nr. 351 Erschein« täglich auvn Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dein hessischen Landwirt die Gießener §ami!iem gerichtliches Versah re n em- peleitet, mit der Begründung, daß diese Dichtung zur Verherrlichung des Sozialismus diene. Ausschließung Hervvs. Tie französischen Sozialisten lootlen jetzt, und das ist recyr bezeichnend, den radikale!! Eiferer gegen den Atili* tarrsmus Hervo ausschließeu. Ter Nationalrat^ der geeinigten S o z r a l i st e n p a r t e i hat vom Provinzialverband des Departements Puy be Dome den Antrag auf Ausschluß < os Antrmrl itaristen Herve aus der Partei erhalten. G erchzeK-ig hat der Verband des Departements Pas de Camis a igezeigt, daß er diesen Antrag unterstütze, wceser Vorschlag i)r die Antwort aus die Agitation der er- tremen Sozialisten für den Ausschluß der Deputierten Va- renne, Basly und Lamendin, weil diese in ihren Wahlkreisen am Enipfang Briands und anderer Minister teilgenommen haben. Varenne, Basly und Lamendin smd in den beiden Departements gewählt, deren Parteiverbände jetzt ihrer- serts den Ausschluß Hervss beantragen. Abg. Held. Me „9?atioitanib. Korresp." erhält vom 2Ibg. Held fol- gende Zuschrift: 1 „Auf den Ausgang, den mein Prozeß in eriier Instanz ae. rammen hat jege M) mich schon jetzt zu der ErWrun/vcranlatzt &?.\cc «°twrall.beral-n Reichstags frakti°n aut )Qe i b e u n b fc c r Landtags fraktion nicht bcitrete zzch werde auch unmittelbar nach der rechtslräftigen (Sntfchc^ bung. beide Mandate, )tlb)t im Falle meiner Rechtferllgimg auf faxe ich mit BKimmtheit rechne, meinen Wühlern zur Bersngung stellen." ’ ‘ Berlin, 23, Oktober 1907. gcS- Die direite Wahl in Lldeuburg. ,r. l d e n bürg, 24. Okt. Dem owcnburgifchen Landtao cht von der Regierung die Wahlrechtsvorlage ^gegangen danach Ivtrd Vas R e t ch s t a g s w a hl r e ch t auf den oldenburgtschen Landtag übertragen mit der Emschranlung, daß jeher Wähler drei Jahre im Grob- Herzogtum gewohnt haben mchß. Die indirekte LSahl ist alfo beferttgt. ^.ic Wahlkreise werden erheblich vermehrt. brämt, als die schlechteste Form der konstitutionelle Staat i und Parlamentarismus. W ischos und ^roffffor. Zu derselben Zeit, da man aus Italien die Errichtung der ersten, durch die Pascendi-Enzyklika vorgesehenen Ueberwachungsräte meldet, wird die öffentliche Meinung Deutschlands durch eine Schrist des ältesten aktiven Mitglieds der katholisch-theologischen Fakultät in Bonn, Pro Lchröers, darüber aufgeklärt, daß in der Erzdiözese Mn längst die Zustände bestehen, die des Papstes Streitschrift gegen den Modernismus überall, wo der Katholizismus Wissenschaftsbetrieb und -Wettbewerb unter- Wilheim Kolzamer. Ui'ber Wilhelm Holzamer, den so früh und so jäh durch em grausames Geschick von uns gerissenen hessischen Poeten, wrach am Donnerstag abend vor der Gießener Freidenke r v e r e tni g un g im unteren Saale des Cafe Ebel Herr Karl Neurath aus Mainz, der bekannte Herausgeber bes »Hessischen Musen-Almanach". Er gab ein im allgemeinen zutreffendes Lebens- und Charakterblld des Dichters, sowie eine liebevolle und eingehende Analyse seiner haupt- 'achlichstcn Prosawerke. Mit Recht bezeichnete er den „armen Lukas" als die reinste und feinste, die vollkommenste seiner Dichtungen. Den „Peter Stockler", den „Heiligen Sebastian", die „Inge", soivie die Skizzensammlung „Im Dorf und draußen", aus denen allen er mit erlesenem Geschmack ge- wählte längere Proben gab, würdigt er nach Gebühr. Durchaus zutreffend hat er die künitlcrische Disharmonie zwischen dem ersten schönen und dem ziveiten zerfahrenen Teile des Nomans „Inge" herausgefunden. Dem inneren, seelischen Zwiespalt des dahingegangenen Achters aber in seinem Vortrage nachzuspüren, unterließ Herr Acurath, vielleicht mit Absicht, da es ihm in erster Linie wohl darum zu tun war, der Hörer Interesse nicht sowohl für den Dichter, als vielmehr für seine Dichtungen zu erwecken und zu beleben. Der Mensch Holzamer aber erregt unser tiefstes Mitgefühl. War er doch ein zum Leiden Geborener. „Durstig, verlangend, unbefriedigt, rastlos", hat er sich selber genannt, ras Schönste, was er schuf, seine Lieder, die Herr Neurath nur kurz streifte, sind „ohne Trost", wehwund. „Alles zer» brachst du mir, leuchtender GenmS des Lebens", so klagt er. Und wie ec auf der Höhe seines Lebens steht, wie seine stolzen Lebensträume sich wunderbar zu erfüllen beginnen, da klagt kr: „Das Leben ist so brutal und roh und stört uns alle Stille." Er aber will „das Lied der Stille" dichten. „Denn 111 weiner Stille klingt mein Feinstes und Bestes". Zugleich nbcc will er auch „in die Ferne gehen, in die ferne Welt". Ten „Weg der Sehnsucht". Obwohl ihn, das simple Schul- meyterlein von Heppenheim an der Bergstraße, sein Landesherr soeben in die Residenz berufen hat, daß er die /spiele" leite bei der ersten Darlnstädter Ausstellung im Jahre 1900. Und er dichtet dafür eine Reihe seiner kleiner Impressionen von seltsam zartem Stiminungsreiz, im Geiste etwa Dtaeterlincks und Jacobsens, de§ Dänen. Ihr Grundakkord aber ist: „Unsre Tage sind wie Eis, fremd und feind ist unser Leben, unser Schassen, unser Streben treibt darin kein grünes Reis." Der künstlerisch so sLinfühlige Großherzog macht ihn, Millet nichts. Wissen S>, 'i I ob Eulenburg etwas mit es dem Reich zuträglich ist festgestellt, daß Fürst Bewußt unwahr ist die er den Sinn der Artikel den Grafe,' wurde, vor Hard 4 Sees* rin- Flotte. Berlin, 24. Okt. Die „Nat-Ztg." be montiert die Nachricht einer Korrespondenz, wonach der rommanbicrcnbe General des 7. "Armeekorps, Frhr. o. Vissing sein Ab- schiedsgesuch einzureichen beabsichtige. ncntcii des Berliner Polizeipräsidiums §n laden, die über die Neigungen des Fürsten Eulenburg, des Grafen Willi Hohenau unb Lecomtes Auskunft geben werden. — Warben: Der Chef des Militärkabinetts hat über den Privatklüger in Ausdrücken gesprochen, die ich nur unter Ausschluß der Ocffentlichkcit wiedergeben könnte. Wenn dieser Herr so von dem Grafen spricht, wie kann ec sich beleidigt fühlen, wenn ein Schriftsteller ihn als „Süßer" bezeichnet. — Bernstein: Wenn er sich schuldlos fühlt, warum hat er sich dann ans Vermittlungen mit Harden eingelassen? Warum hat er ihn nicht gleich gefordert? Fürst Eulenburg hat sich Herrn Harden gegenüber bereit erklärt, auf seine poetische Tätigkeit zu verzichten, wenn dieser schweigen würde. Las ist ein Beweis der Schuld. — Graf Moltke: Ich erkläre, daß ich die Spitzen in den Artikeln nicht als, Spitzen Erkannt habe, daß mir ihr beleidigender Inhalt erst später klar wurde. Ich habe Harden keine Sekundanten geschickt, weil man mir sagte, daß er für seine literarische Tätigkeit nicht mit der Waffe eintrete. Ich weise nochmals zurück, daß eine Gruppe in der allerhöchsten Umgebung bestanden hat, und daß eine solche Gruppe politisch zusammenwirkte und verderblich mar. Die anders lautende Behauptung ist eine Verdunkelung der wirklichen Tatsachen. Wenn inan glaubt, daß in der allerhöchsten Umgebung ein General ä la suite sein könnte, der der Zuträger für politische Nachrichten für Se. Majestät ist, so ist das eine empörende Unrichtigkeit. Bei uns ist jedes Ressort viel zu streng geschieden. Ich bin gestern den Behauptungen der Frau v. Elbe nicht energisch genug entgegen* getreten. ES wird mir keiner verdenken, daß es mir unendlich schwer war,, auf diese dunkelste Stunde meines Lebens zurückzugehen. Es ist außerordentlich peinlich für einen alten Soldaten der wohl vor der Front ein frisches Wort hatte, nach 42jähriger Dienstzeit sich nun vor der Oesfentlichkeit als Verdächtigter zu verteidigen. Alle die Anklagen, die von Frau v. Elbe gegen mich erhoben wurden, sind von acht Richtern geprüft worden und nicht der Schatten eines Verdachtes ist auf mir sitzen geblieben. Ich bitte, eventl. das Erkenntnis zum Ehescheidungsprozeß zu verlesen. — Harden: Warum ist denn Graf Moltke seiner Stelle verlustig gegangen? Warum ist er beim nicht mehr Stadtkommandant von Berlin? Er ist gezwungen worden zu klagen. Man hat ihm gesagt, er müsse klagen oder .den Rock ausziehen. Ich rufe dafür das Zeugnis des Reichskanzlers Fürst Bülow und des Grafen Hülsen-Häseler an.,— v. Gordon: Es ist behauptet worden, daß Graf Moltke versucht habe, den Kaiser zu beeinflussen. Ich rufe den Kaiser als Zeugen an, daß Graf Moltke nie versucht hat, mit Wünschen politischer Art an den Kaiser heranzutreten. — Das Gericht setzt die Entscheidung über die meisten Beweisanträge aus und beschließt zunächst, Beweis zu erheben, ob der Freundeskreis in der Nähe des Kaisers Päderastie getrieben habe, und ob das dem Grafen Moltke bekannt war. Darüber soll General v. Kessel vernommen werden. wir nicht. Wir wissen auch nicht, der Majestät besprochen hat, und ob war oder nicht. — Bernstein: Es Eulenburg sich politisch betätigt hat. Behauptung des Grafen Moltke, daß Das Gericht beschließt, bei dieser Beweiserhebung die Oef- fentl ich keil a u s z u s ch l i e ß e n. Die Presse und die anwesenden Juristen werden zugelassen. Zeuge Boll Hard, der 1690 beim Regiment Garde du Corps stand, bekundete, daß Graf Lynar in Potsdam sich homosexuell betätigte, unb daß ein Graf Hohenau dabei war und andere Herren, die der Zeuge nicht kannte. Es sei auch gemunkelt worden, daß Graf Moltke so etwas mache. Die Gardisten seien in Potsdam unb Berlin viel von Herren belästigt worden. — Wachtmeister Berendes bezeugt, daß der Bursche des Grafen Lynar abgelöst werden wollte, weil der Graf zu liebenswürdig sei. Darauf folgte das weitere. Vom Grafen Hohenau wurde dasselbe erzählt wie vom Grafen Lynar. — Der Zeuge Krause, der 1898 bis 1902 in Potsdam diente, hat ebenfalls gehört, daß Graf Lynar und Graf Hohenau Umgang mit Männern hatten., — Einige andere ehemalige Soldaten der Potsdamer Garnison haben wohl dunkle Gerüchte gehört, daß Offiziere mit den Soldaten geschlechtlich verkehrten, sie wissen aber Positives nicht zu bekunden. Unter allgemeiner Spannung wurde dann der Kommandeur des Garde du Corps, General v. Kessel, vernommen. Bors.: Haben Sie einmal mit dem Grafen Moltke darüber gesprochen, daß gegen den Fürsten Eulenburg ein Gerede wegen wider- uatürlickier Unzucht^ ging? — Zeuge: Nein, niemals. — Harden: )in Garde du Corps eine Aktion gegen ing und das Polizeipräsidium gebeten U zu berichten? — Zeuge: Nein, cht die Absicht, den Grafen Lynar zum Exchange Telegrain Company wirb aus Petersburg gemeldet, unter dem H aup tp o liz e i a m t e in Petersburg sei eine Mine entdeckt worden. Mehrere Verhaftungen seien vorgenommen worden. Warschau, 24. Ott. Die revolutionäre Sozialdemokratie hat ihre Tätigkeit wieder ausgenommen. Im Laufe der Nacht zum Mittwoch und in den gestrigen Morgenstunden wurden in Warschau und Umgebung nicht weniger als 6 Attentate auf Privatpersonen verübt, die als Vollstreckung revolutionärer Todesurteile anzusehen sind. 2 Personen wurden ermordet, 2 schwer verwundet. Die Attentäter sind entkommen. Nur in einem Fülle wurden drei Männer als verdächtig verhaftet. Bet einem Ueberfall entslvhen die Attentäter in zwei Droschken und schossen auf die sie verfolgenden Polizisten. Dabei wurden zwei Privatpersonen verwundet. Alle • Attentate wurden nach derselben Methode ausgeführt. Die Vollstrecker der Todesurteile arbeiten fast immer in Gruppen von 5 Personen, von denen zwei den Mord ausführten und drei das Publikum mit vorgehaltenen Revolvern fern hielten. Die „Voss. Ztg." meldet aus Warschau: Das Kriegsgericht fällte am 24. Oktober fünf Todesurteile. Helsin gsors, 21. Okt. Der Landtags-Ausschuß hat beschlossen, für das Jahr 1908 die Bewilligung von zehn Millionen sinnischen Mark zum Bau neuer Bahnen zu beantragen. Rußinnd braucht Ruhe. Der russische Minister Iswolski hat einem Mitarbeiter des „Matin" erklärt, Rußlands auswärtige Politik bleibt auf der Allianz mit Frankreich basiert — in beiden Ländern muß alles getan werden, dies Band Von einem Teilnehmer an den Berhandi u n g e n wird uns außerdem geschrieben: Wenn es in dem letzten Bericht b Gießener Anzeigers große Zahl der Dist'nsswnsri . * einig in dem Rus dem Zarenreiche. Petersburg, 24. Ott. (Petersb. Telegr.-Ag.) Die im Auslande verbreiteten Gerüchte über ein b e v o r st e he n d e S Verbot der Ausfuhr von russischem Getreide sind gänzlich falsch. Der „Verl. Lokalanz." meldet aus Petersburg: Der immer fester zu machen. Auch die Verständigung mit „unseren englischen Freunden" ist zur Sicherung des Friedens erfolgt. Sie verletzt die Interessen keiner anderen Macht und ist überall gut aufgenommen lvorden. Von den Verhandlungen wurden unsere deutschen Nachbarn ebenso verständigt wie unsere französischen Verbündeten. Ebenso dienen unsere Abmachungen mit Japan, unsere gemeinsamen mit Oesterreich-Ungarn der Türkei gemachten Vorschläge für Reformen in Maeedonien der Sicherung des Friedens. Rußland braucht Ruhe und will keine Abenteuer. Wir verfolgen nach allen Seiten eine friedliche Politik und ich bin glücklich, nach meinen Unterhaltungen mit verschiedenen Staatshäuptern und Staatsmännern feststellen zu können, daß überall der gleiche Wunsch vorherrscht. Are Mottke-Kardenuffäre vor Gericht. (Fortsetzung.) ~ t .. S. u. H. B rlin, 23. Okt. Frau v. Elbe erwidert: Das hat er zu meinem Vater gesagt. Sie gibt bann -an, daß der Graf in Wien ständig in der Botschaft der Eulenburg weilte, unb daß er einmal sagte: „Wie es zu Hause ist, ist mir egal, wenn es nur bei meinen Freunden schön ist." Liumal jaub ich einen Brief an Eulenö'.irg, der überschrieben . war: „Meine geliebte Seele". Der Graf hat erzählt, er sei nur einmal m seinem Leben mit einem weiblichen Wesen n Hi dl ich gewesen. J ' m Kordon: Wollten Sie nicht Ihre Gesellschafterin Frl. Millet veranlaßen, un „Ganlois" einen Artikel zu verösfent^ lichen, der Ihren Gemahl „zerreißen" sollte, und der Bosheit gegen den Kaiser enihalten sollte? Zeugin: Davon weiß ich nichts, mar damals sehr krank. — Graf Moltke: ES ist sehr schwer, darüber zu sprechen, denn da kommt die Erinnerung an sehr trübe Jahre meines Lebens. Wenn ich nur annähernd ein solches schein al von Roheit und Brutalität war, warum ist bann meine Fran nicht schon am ersten Tag fortgelaufen? — Zengin: Der Graf war sehr musikalisch, und das hat mich immer wieder $u.-,l^n! hmgezogen. — Bernstein: Hat er Sie geschlagen und mißhandele? — Zengin: Ja, ich habe mich auch gewehrt. — Bernstein: Hat er nicht jeden Tag Berichte an Eulenburg geschrieben über das, was der deutsche Kaiser gesagt unb getan bat?— Zeugin: Ob alle Tage, weiß ich nicht, aber häufig. — Bernstein - Hat der Graf nicht gesagt: Wir haben einen Kreis um Se. Majestät geschlossen, da kommt niemand heran? — Zengin: Das hat er meiner Mutter gesagt. — Bernstein: Hat er nicht einmal ge- lagt, er hätte gehofft. Sie würden nur wie ein schönes Märchen neben ihm hervorgehen? Zeugin: Ja. Der nächste Zeuge ist der Sohn der Frau von Elbe ans der ersten Ehe, Leutnant von K r n s e. Er erinnert sich daran, daß der Graf das Taschentuch fand und küßte. Er hat bas Benehmen Mollkes zu Fürst Eulenburg immer mit anderen iiinbem — er war damals 10 Jahre alt — nachgemacht. Graf Jioltfe: Die ganze Sache war ein Scherz. ES war der letzte Versuch, mit meiner Frau wieder einen Verkehr anzubahnen. Voii Gordon: Kein Mensch konnte mit dieser Fran glücklich zusammen leb en. tme har dem Grafen und der Dienerschaft die nr '^ennU Obacht. Die Nächte waren angefüllt mit bas d,A6lnti^r 9trL Scugin Frau von Elbe: Wie kann wieder dit Ni?,. acht. Jahre glücklich verheiratet lind lebe mieöer fiu oiu Jahren ui glücklichster Ehe. Bernstein - Ich to'illÄ ar&cin.. Vid,t t4 ^cntlcma" hier au stehen und gedauert . Gras Moltke: Der eheliche Verkehr hat bis in de debruar 1898 gedauert vom Jahre 1896 an. Ich habe nur gesagt: „Euic nur gclchlcchtlrchc Ehe ohne ein geistiges Band erst später erkannt hat, besonders die Bezeichnung als „Süßer". Schon Bismarck hat den Fürsten Eulenburg in den krassesten Ausdrücken als homosexuell bezeichnet. Ich bitte die Dezer- ist eine Schweinerei". Bernstein: Hat sich Graf Moltke nicht angekleidet ins Ehebett gelegt mit einer Schüssel mit kalrem Wasser neben sich, um sich abzukühlen? Frau von Elbe (weinend): Jawohl, in Unterkleidern und Strümpfen. Graf Moltke: Davon weiß ich nichts. Darauf wurden um 6 Uhr abends die Verhandlungen auf Donnerstag 10 Uhr vormittags vertagt. (Zweiter Tag.) Pünktlich um 10 Uhr vormittags eröffnete Amtsrichter Kern die Sitzung. Frau v. Elbe und ihr Sohn, Leutnant v. Kruse, wohnen wieder den Verhandlungen bei. — Justizrat Tr. v. G o r-. b o n beantragt Beweis zu erheben, baß Graf M o l t k e den Verkehr mit edlen Frauen von jeher in besonderem Maße gesucht und gepflegt hat, und daß sein Verhalten gegenüber Frauen stets ritterlich war, und daß er von ihnen stets eine ethisch hohe Auffassung hatte, so daß es bei seiner vornehmen und idealen Gesinnung völlig unmöglich ist, daß er in Bezug aus Ehe und Familie in verächtlicher unb herabwürdigender, ia zynischer Weise gesprochen haben soll. Ferner soll bewiesen werden, daß der Spottname der, „Süße" für den Grafen weder in Freundes- noch Bekanntenkreisen bekannt ist. Als Zeugen benennt Bernstein u. a. Gros Otto Moltke, Major v. Rochow, Platzmajor v. Hülsen, Professor Schiemann. Ferner soll ein Brief der Frau von Elbe an der Grafen verlesen werden, in dem es heißt: „Ich empfinde tiefe Reue, Du bist gut und klug, ich bin unb bleibe treu für immer. Dein Findling." — Justizrat Bernstein: Ich will beweisen, daß Harden bei der Veröffentlichung der Artikel nur politische Gründe hatte, und baß er sich nur mit biesen Artikeln ein Verbienst um das deutsche Volk erworben hat. Der Beklagte hat Zustände bekämpft, die bekämpft werden müssen. Er hat Männer zu vernichten gesucht — unb es ist ihm gelungen — die der Vernichtung als Politiker wert waren. Sein Verdienst ist es, daß diese Manner keinen politischen Einfluß mehr haben, unb daß diese Zustände nicht mehr bestehen. Ein Merkmal dieser Zustande war es, daß die Herren, die die allerhöchste Person umgaben, Päderasten waren. Ich behaupte nicht, daß Graf Moltke sich aktiv an diesem Treiben beteiligt hat. Er ist aber, der Einzige aus dieser Gruppe, von dem ich das nicht behaupte. Ich behaupte aber von ihm, baß ihm die Qualität der Anderen kaum unbekannt sein kann, und daß seine Angabe, von diesen Dingen nichts gewußt zu haben, kaum glaubhaft ist. Graf Moltke hat von dem Treiben des Grasen Hohenan gewußt, das werden General von Kessel unb Platzmajor von Hüljen bezeugen. Ferner werden bic Sachverständigen bestätigen, daß Graf Moltke geschlechtlich anormal ist. Auch wird bewiesen werden, daß Fürst Eulenburg schon in Wien als homosexuell galt, unb daß Graf v. Moltle davon wußte. — v. Gordon: Homosexuell ist nicht püdera- stisch. Bezüglich der gestrigen Bekundungen der Frau v. Elbe stelle ich noch einmal fest, daß die Ehe ganz losgelöst, von von jeder idealen Gemeinschaft war, und daß daher bei der weiblichen Seite der Gedanke an Impotenz aufkommen konnte. UebrigenS steht Graf Moltke den politischen Dingen völlig fern. Die Anficht darüber, ob der Einfluß des Fürsten Eulenburg dem deutschen Reiche zuträglich war oder nicht, sind geteilt, ob Eulenburg sich in Politik eingemischt hat oder nicht, wissen Eine französische Spionageaffäre. In Toulon wurde gestern ein Schiffssähnrich namens Ulmo unter dem Verdachte der Spionage und des Betruges verhaftet. Unter anderem soll er ein Sianalbuch und einen Chiffreschlüssel entwendet haben. Ulmo soll bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt haben. Er selbst hatte, wie die Blätter melden, in einem anonymen Schreiben dem Marineminister für die Summe von 150 000 Frank verschiedene Dokumente angeboten und gleichzeitig für den Fall der Ablehnung gedroht, die Schriftstücke einer fremden Regierung zu verkaufen. Tas Ministerium ging scheinbar auf den .Handel ein und der Fähnrich bestimmte Ort und Stunde der Uebergabe der Dokumente. Ein Unteroffizier wurde damit betraut, die Schriftstücke zu übernehmen. Ulmo bedrohte den Unteroffizier zuerst mit dem 'Revolver, er wurde jedoch rasch entwaffnet und sestgenommen. Er erklärte, er habe Geld gebraucht, um die Wünsche seiner Geliebten zu befriedigen. : Flügeladjutanten zu machen? — Zeuge: Nein. Um 4 Uhr erschien wieder das Gericht. ?luch Frau v. Elbe : war wieder mit ihrem Sohn erschienen. Zunächst legte Harden einen Band des Gothaischeu Hofkalenders vor, in dem sich ba-i Bild des Fürsten Eulenburg befindet. Er hat das Bild seinerzeit dem Zeugen Volkhard gezeigt. Dieser hat in dem Bilde einen der Teilnehmer der Orgien in der Adlervilla des Grafen Lynar erkannt. Bollhard gab heut an, daß dieser Fürst Eulenburg, dessen Bild im Kalender sei, an den Orgien teilgenommen Hai' Das Gericht will den Zeugen Bollhard vereidigen. — v. Gordon - widerspreche der Vereidigung und bitte, sie anszusetzcn und vorher • den Fürsten Eulenburg selbst in seiner Wohnung zu vernehmen Der Fürst wird bcl'unben, daß er niemals in oen Kreisen des Grafen Lynar verkehrt hat, daß er diesen Vorgängen vollkommen fern steht. Ferner wird er bekunden, daß er nicht die Anregung gegeben hat, Lecomte in die kaiserliche Umgebung zu ziehen. C^ wird bekunden, daß er vollkommen intakt ist, und daß die Freund schäft zwischen ihm und dein Grafen Moltke keineswegs erotisch ist. Der Zeuge kann den Fürsten Nicht wiebererkennen. Ter Herr beim Grasen Lynar soll danMls 25 Jahre alt gewesen fein; Ser Fürst war aber damials fast 50 Jahre alt unb grauhaarig. ES ist absolut unwahr, daß er mit ben Vorgängen in Potsdam etwas zu tun hatte. — Bernstein : Ich werbe mich nichl damit begnügen, den Fürsten nach den Beziehuilgen zum Grafen Moltke zu fragen, ich löcrDe ihm. Fragen vorlegen, ob er überhaupt mit der Homosexualität etwas zu tun hat. — Vors. zum Zeugen: Erkennen Sie den Herrn genau wieder, oder wollen Sie ihn erst sehen? — Zeuge: Ich tnöchte ihn ent sel-en. — Vors.: Kan" Der Fürst nicht hergetragen werden? — Gordon: Es ist ui.-, möglich für ihn, hier zu erscheinen. — Harden: Um Berli.i. zu erreichen, müßte er von Liebenberg nach der Bahn und von Der Bahn wieder nach seiner Wohiuing fahren. Kann er nicht mit Demselben Wagen auch hierher kommen? Ich sehe in der Weigerung nur den Versuch, die Verhaiidlungeii zur Vertagung zu bringen. Ich möchte doch bitten, dieses Spiel ein-zustellen Zwei Flügeladjutanten sollen nichts voneinander wissen, die ihren Dienst ancinaiibcr abgeben, die fortwährend zusammen zu tun haben, wo gibt es denn da sonst eine Gemeinschast? — Gordon - Zunächst stelle ich fest, daß sechs Flügeladjutanten im Dieust bei Sr. Majestät sind, die garnicht näher miteinander zu verkehren brauchen. — Harden: Der größte Teil der Offiziere bes brutschen,Heeres wußte, wie es mit Hohenau stand. Und nur der Graf Moltke, sein Verwandter, sein Duzfreund, will es nicht gewußt haben. — Bernstein: Der Herr Graf soll doch endlich sagen, warum er nicht mehr Stadtkommandant von Berlin ist. — v. Gordon : Das wirb er nicht sagen, denn diese Frage ist rein militärisch. — Harden : Dann werbe ich den KEronprinzeii und ben Erbprinzen von Mining en laden lassen. Damit sie darüber Auskunft geben. Das Gericht zog sich zur Be- ichlußfassung zurück und verkündete dann, daß der Fürst Eulenburg als Zeuge zum Freitag geladen werben solle. Das Gericht hält das von Dr. Gordon überreichte Krankheitsattest für den Fürsten nicht für ausreichend, da er ja natfy Berlin gekommen lei, könne sein körperlicher Zustand einer Vernehmung nicht im Wege stehen. Eine seelische Aufreguilg sei nicht zu befürchten, Da der Fürst sich ja für unschuldig hält. Die Verteidiger werden aufgcforDcrt, weitere Beweisanträge bis 'morgen zu formulieren. — Dr. v. Gordon: Ich bitte, gleich Beweis zu erheben, baß die Angabe der Frau von Elbe, der geschlechtliche Verkehr habe nur bis zwei Tage nach der Hochzeit gebauert, nicht richtig ist, er hat dreiviertel Jahre gedauert. Ich bitte, eventl. die Akten bes Ehescheibungspwzesscs einzufordern. Dann bitte ich, Frau von Marwitz-Berlin zu laden, die befanDen wird, daß Frau von Elbe mit ihrem ersten Manne unsagbar unglücklich gelebt hat — Bern st ein : Wann weiter der Versuch gemacht wirb, eine öTau als meineidig hinznstellen, die nur schweren Herzens sich entschlossen hat, I)ier auszusagen, so werbe ich das Krankheit^- attest des Grasen Moltke, bas bei Den Ehescheidungsakten liegt, verlesen lassen. Das würde vieles erklären. Ich kampse nicht gern mit wichen Waffen, nur wenn man mich zwingt. Wie steht es Dann mit der beantragten Vernehmung des Kaisers darüber, ob Graf Moltke versucht chat, auf ihn politisch einzuwirken? — Bernstein: Darüber können wir morgen sprechen. — Graf Moltke : Ich erkläre nochmals, es ist durchaus falsch, daß ich in irgend einem besonderen Verhältnis zwGraf Hohenau gestanden habe. Die Flugeladjutanetn sind Kameraden, sie tun ihre Pflicht und weiter gibt es zwischen ihnen nichts. Darauf wurde die Sitzung um 4 % Uhr nachmittags auf Freitag vormittag 10 Uhr vertagt. 2. Generalversammlung der „kirchlich-positiven Berciniguug für Hessen". = Gießen, 25. Okt. II. Man schreibt uns von beteiligter Seite: Am Morgen des 23. Oktober ward die Hauptversammlung der positiven Kir ch l i ch e n V e r e i n i g u n g fortgesetzt. Zuerst fand eine geschlossene Mitgliederver)amm- lung, in der die Arbeit und erfreuliche Weiterentwick-l lung des Vereins geschildert wurde, statt. Pfarrer Bern-, b e ck -iHutzdorf begann mit erbaulicher Ansprache über 1. Cor. 16,13. Sodann begrüßte der Vorsitzende die Haupt-i Versammlung, warf einen Rückblick auf Gründung und bisherige Arbeit der Vereinigung, indem er besonders die Notwendigkeit unserer bauenden und, wenn nötig defensiv kämpfenden Arbeit betonte. Sodann hielt Professor Stange- Greifswald einen Vortrag über das „Fr o m m i g ke i t s- ideal der modernen Theologie". Der Vortrag wird nächstens gedruckt erscheinen, so daß wir dessen enthoben sind, ihn auch nur zu skizzieren. Es schloß sich eine lebhafte Diskussion an, in der der gegnerische Standpunkt besonders von Professor Weinel-Jena vertreten wurde. Dessen Ausführungen ließen erkennen, daß trotz der unleugbar bestehenden wesentlichen Differenz beiderseits der gute Wille vorhanden war, auch dem Gegner Gerechtig-^ keit widerfahren zu lassen. Es ist dabei zu bemerken, daß die Zuhörerschaft zahlreich und sehr aufmerksam war. Die Präsenzliste wies 260 Anwesende auf. 'Nach dem Mittagessen, an dem auch die Fürstlich Solms- Lichjchen und Solms-Laubachschen Herrschaften teilnahmen, chloß sich die wieder gut besuchte Nachmittagsversammlung an. Direktor Lie. Dunkmann vom Predigerseminar zu Wittenberg referierte über das Thema „Bedeutet die pau- linische Predigt Dom Kreuz eine Veränderung des einfachen Evangeliums Jesu". Der Vortrag wurde von der gespannt lauschenden Zuhörerschaft aufmerksam und mit freudiger Begeisterung ausgenommen. Auch er wird im Druck erscheinen. Die Diskussion konnte diesem Vortrag gegenüber, dessen gewaltiger Gesamteindruck wirkte, kaum etwas Wesentliches ergänzend hinzuftigen. Der Vorsitzende B e r n b e ct-Okarben schloß die Ver- ammlung mit der Versicherung, daß nach dem Verlauf der Tagung die Möglichkeit, solche Versammlungen zu wiederholen, in sichere Aussicht gerückt sei. Die positive Vereinigung könne mit dankbarer Freude auf das Gesamtergebnis zurückblicken als aus einen wichtigen Marfftein in ihrer Entwicklung. zu Nutze. Llcrsnrtzchtev. Märkte. d li I. A.: (Sarno u. v27k> Pa. Nindswürstchen enipfiehlt 081443 Julius Rosenbaum. Teles. 310. — Kirchenplatz 4. merkten, daß sie es mit einer Irrsinnigen zu tun hatten und brachten sie nach der Wache. Auch dort be-, zeichnete sie alle Schutzleute als Räuber und Spione, die ihre Tochter entshrüen wollten. Sie bestand darauf, daß sie als Kronprinzessin tituliert werde und sagte, sie werde den Aufenthaltsort ihrer Tochter Pia Monica nie verraten. Schließlich wollte sie noch vor ihren Häschern durch das Fenster entsliehen. Die Rettungswache brachte die Unglückliche nach der Irrenanstalt, wo sie als das 23 Jahre alte Dienstmädchen Maria Titus erkannt wurde, die schon mehrfach in der Irrenanstalt untergebracht war. Bringe Samstag größeres Quantum schöner Wiutcrnvsc! sowie Nüsse in der Schulfirane zum Berkaus. 16726- Der rheinische Obstähndler Anton {Schneider« Kartoffeln für den Winterbedarf, prima Wetterauer Ware, empfiehlt bitt. 07990] K. Sier, Dammstr. 46. Gießener Wetterdienst. •yorauä;id;t(ul)C 2Sittcr-uig für Hesicu am eaniätag den 26 Oktober: NI eist heiler und trocken. Kuhl. Bcrandertlche Winde. ____ , ZLns Staöi umO Gießctt, 25. Okt. 1907. der beste Herdputzschmirgel. Zu haben bei [6ol7 Ludwig Kröll, Haus- und Kiichcll-Gerätc, Plorkstratze 10. Kandel. 0 lu 24 Okt. (Privattclcgramm.) Nach der „K. Volksz." ergaben bt'e heute in Düsseldorf begonnenen Verhandlungen der großen gemischten Werke und der Martinwerce wegen der Gründung: eines Staberscu verbau des die Geneigtheit der Beteiligten zn einer solchen Gründung. Greifbare Grgcbnisse sind aber noch nicht zu erwarten. x$n CJ?a 14 ^aaen foll eine neue Versammlung stattfinden. Die Gründung einer losen Preiskonvention ist nicht in Aussicht, genoinmeu. Auch wurde in der heutigen Sitzung eine Verständigung wegen der Stabeisenprcise nicht erzielt. BetamMnachLMg. Montag, den 28. Oktober 1907, nachm. L uör, findet an Ort und (Stelle die Verpachtung von . , 11 kleinen Grundstücken (Grabstucken) an der Klaranlagc hinter der Margaretenhüttc auf 1 Jahr statt. Zur Düngung derselben wirb Schlamm von der Klaranlage zur Versügung aestellt. Gießen, den 24. Oktober 190/. .. . Großherzogltche Bürgermeister ei Gießen. V »/10 M ecu m. A Ruppertenrod, 24. Okt. Auf unserem heutigen „Herbstmarkte" machte das schöne Herbstwetter eine Ausnahme mit Trübung und Nebel. Dessenungeachtet zeigte doch der Markt eine so große Ausdehnung, daß' die des „Frühjahrsmarktes" weit übertroffen ward. Der Viehmarkt war mit 'Jungschweinen recht stark befahren; ungefähr 800 Stück waren aufgetrieben. Ter Niedergang der Schweinevreise trat auch hier auffällig zutage. Gegen die früheren hohen Herbstpreise ist das Paar durchschnittlich- 15 bis 20 Mark billiger. Trotz dieses Preisabschlags toar| [ein Fluß im Handel, weil die Nachfrage durch das starke- Angebot mehr als gestillt wird. Wie auf dem Gullusmarkt in Grünberg blieben auch hier viele Stücke unverkauft. .Verkauft wurde das Paar Ferkel 1. Sorte für 22 44 47 Mark, 2. Sorte für 30—40 Mk., 3. Sorte für 28—35 Mk. Ginlegjchweine, die wenig angetrieben waren, kosteten das Paar 55—60—65 Mk. Ter Abschlag der fetten Schweine betrügt für das Pfund Lebendgewicht 3 Pfennig; sie kosten jetzt nur 43 Pfg. Der Niedergang der Viehpreije wird verursacht durch die enorme Steigerung der Fruchtpreise und Futterartikel. Daß unsere Landwirte viel mehr auf die Viehzucht als auf den Erlös aus Getreide angewiesen sind, erhellt daraus, daß es für die Landwirtschaft entschieden besser ist, wenn die Getreidepreise niedrig und die Vieh- preise hoch stehen. Und ein gleiches darf für den Konsu-i menten behauptet werden; denn hier steht der Satz von „billigem Brot" auch oben an. — Der Krämermarkt zeigte heute eine recht starke Besetzung von Verkaufsständen. Die meistenteils beendigte F-eldarbeit führte dem Markte ** Die erste Karnmcr der hessischen Stände wird am 31. Oktober zu einer Plenarsitzung zusammentreten. ** Der Lahnkanalverein hielt gestern abend in Limburg eine Versamm 1 un g ab, in der der Generalsekretär des Zentralvereius für Hebung der deutschen Fluß- und Kanalschiffahrt Ragoczy aus Berlin einen Vortrag über das Verhältnis der Fluß- zur Seeschiffahrt, insbes. mit Rücksicht auf die Lahnschiffahrt hielt. In der Versammlung machte Landtagsabg. Cahensly die Mitteilung, daß das von der Wasserbauiuspektion Diez ausgearbeitete Projekt f e r t i g ge st e l l t sei. Die vom Lahukanalverein ausgearbeitete Denkschrift über die wirtschaftliche Bedeutung und die Rentabilität der Lahnkanalisierung weist so günstige Birmingham. (Oklahmun, _ . Ou. eui unlrag auf Bankerotterklärung ist beim Bundesgericht gegen Ditoox* tige Steel Company eingeveicht worden, deren Kapital w Millionen beträgt. Newyork, 24. Okt. Tic T w e l ft h W a rd Ba n k stellte ihre Z a h lun g en ein. Tas Kapital der Bank beträgt 200 000 Dollars Depositen, die Schuld drei Millionen Dollars. — Ter Revisor meldete Ijeutc nachmittag, er habe das Soll und Haben der Hamilton Bcmik, der Twelsth Ward- Bank und der Empire City S a v i n g s Bant geprüft und dieselben zahlungsfähig befunden. Tie .Hamilton-Bank und die Twelsth Ward-Bant stellten aus Mangel an Bargeld ihre Zahlungen ein. Die Empire Eily Savings-Bank macht sich den Vorteil der 30 Tagc-Klauscl, die den Sparbanken zugebilligt ist, Bringe morgen aus OSwalds- garten eine große Menge hochfeiner Goldparmänen, Grasen iteincr/Anauas- u. Garmcnitta- reiueticn, JUrstenüpscl, Zrtro- neuäpiet und feinste Dicht dntterdirnen. Sämtliche Sorten find sorgfältig gepflückt und billiger als jede auswärtige Konkurr. Hochachtungsvoll Iran Hammel, 08136 Teleph. 034 Sonnenstr. 31 Jede Bestellung w. frei geliefert. OriginaL-Drahtmeldungen. Ludwigshafen, 25. Okt. Tie Weinlese in derj N o r d p f a l z ist beendigt. Der E r t r a g w' a r j e hr g e ring. Es ist dies der dritte Fehlherbst und die Keller der Winzer leeren sich bedenklich, so daß. ein Steigen der Preise zu erwarten ist. Dagegen i)t die Qualität des Weines besser, als man annahm. — Auch von der unteren Nahe lvird eine geringe Weinernte gemeldet. Wien, 25. Okt. Wie in parlamentarischen. Kreisen verlautet, wird die Demission der Minister Forscht u n d P a c a k, falls die hepte mittag stattfindendc Konferenz der jungtschechischen Partei mit dem Rücktritt einverstanden ist, sofort angenommen werden. Bis zur endgültigen Erledigung des Ausgleichs sollen jedoch die Portefeuilles unbesetzt bleiben. 1 Budapest, 25. Okt. Blättcrmcldungen zufolge ist dcr Gwärundbesitzer PaunovicS in Vukovar mit sechSM i llivnein Kronen in Zahlungs-Schwierigkeiten geratet iSJie das Blatt ptopszava meldet, hat in Küzskeme,. em Unter» offi5ter einen Rekruten, der sich beim Exerztnen ungeschickt benahm, mit einem Bajonnet schwer verletzt. Der Unter-. °^aTu, von der Akademie der Wissenschaften' cinarictte Kommission, die die vom jshemiker Eharette oor- Z bi"“ U nli«en Kristalle prüfen sollte, kam zm dem Ergebnis, test die ihr vorgetegten Kristalle m teiltet Weise die Eigenschaften von Diamanten besitzen. Sie schmolzen sckon bei 200 Grad Sitz- und sind organstche.Produkte, die Aehnlichkeit mit Naphtalin haben. ' Q neen ft o w n (Irland), 25. Okt. Die Lusit.ana kam gestern abend 91/- Uhr von Newyork hier an. Sie brauchte zu ihrer Relle 4 Tage, 22 Stunden, 53 Sekunden und legte m der Stunde 23,61 Snotcn zurück gegen 23,01 bei der ersten Reste. Tic größte Tagesleistung betrug 5,0 Knoten. ■ Arbettsvergebung. Die für die Erbauung der Gewerbeschule in Gießen nöligen Arbeiten und Lieferungen. a) 66 Stück Zeichentische, b) 112 Stück Schemel sollen getrennt auf dem Submissionswege vergeben werden Probetisch nebst Schemel können un Bauburcau alte Gewerbesehnle, Asieiweg 25 - besichtigt werden, woselbst auch nähere Auskunft erteilt wird. ) Die Angebote sind verschlossen mit entsprechender Auf- fchrist versehen, bis zum Eroffnungstermm Domterstag den 31. Oktober ds. Js., vorm. 11 Uhr im genannten «aubiireau emzureichen. (Sie [jcn, den 25. Oktober 1907. Für den Ortsgewerbeverein Gießen: Die Bauleitung guten Besuch zu. r , fl „ A B üdingen , 24. Okt. Ter Gallus Ni arkt war sehr stark mit hinnen Schweinen befahren. Wenig Käufer waren erschienen, daher billige Preise. Ein Paar 10 Wochen alte tferfel kosteten durchschnittlich 18 — 20 Mt. Für feite Schweine wurde 56 Pfg. Schlachtgewicht geboten. Märkte. fc. Frankfurt a. 9)L, 26. Okt. Schweinemarkt. (Ora.'Tel. des Gieß. Anz.) Zum Berkanfe standen 334 Schweine. Bezahlt wurden: für Schweine 1. Cnal. 64—00 Pig., Lebend- acwicht 50,0-00 Pfg.; 2. Qualität 63-00 Pig., Lebendgewicht. 49,5 P'g.; 3. Qual. 53-55 Pig. Geschäft gut, kein lleberftanb. / fc. Fr a n t in r t a. 9)1, 25. Oklbr. H e u- und Stroh-s markt. (Org.-Tel. d. Gieß. Anz.) Ange'ahreu waren 5 Wagen peu, 3 Wagen Stroh. Bezahlt wiirde fiir Heu Mk 3.20 bis Mk. 3.70. für Stroh Mä 2..70 di.' Ml. 2.60. Gejcha'l l!o!t. *ErdbebeniuSüditalieu. Wir meldeten bereits gestern kurz von Erdbeben aus Portugal und Si'iditalien. Heute liegen aus Kalabrien und Sizilien schreck- ' liehe Nachrichten vor. Der Ort Ferruzzano ist vollständig Zerstört. Unter den Trümmern liegen 2 00 Tote und zahl- - reiche Verletzte. Im Flecken Savardo beim Hasenort Bian- । eonovo wurocn ein Mann und ein Kind getötet und zwei Männer und ein Kind schwer verletzt. In der Gemeinde Sant' Ilario del Jonis, wo viele Häuser ciNgesturzt sind, wurden fünf Personen getötet und sechs verwundet. In Brancaleone stürzten viele Häuser cm, unter deren Trümmern eine Anzahl Personen begraben liegen. Ein Eara- biniere, der schwer verwundet aus den Trümmern hervor- gezogeii wurde, ist bald daraus gestorben. Nach Ferruzzan) ttno Truppen mtb Aerzte entsandt worden, die Oie krümmer wegräumen resp. sich der Verwundeten annehmen sollen. Tas Rote Kreuz schickt Verbandsmaterial dorthin. Nach den am meisten beschädigten Orten sind Mannschasten von Zivii- inaenieurkorps geschickt worden. In dem Torfe Zoopestra wurden zwei Personen getötet. Die Kathedrale von Gerace, ein altes Gebäude, in welchem sich Meisterwerke der Künste befanden, ist einaestürzt. Der Minister Lacava der sich in Monte-Leone befand, besuchte die vom Erdbeben heim- aesuchten Ortschaften, um Hilfe zu leisten. Der König von Italien enipfing den Ministerpräsidenten Grolitti, der ihm die letzten Nachrichten über das Erdbeben überbrachte. Der Ministerrat ermächtigte deii Schatzminister, den Opfern Unterstützungen zu jenoen und die dringendsten Hilfsarbeiten anzuorduen. In Messina bemächtigte sich der Einwoyner- scbaft eine Panik. In vielen Orten wagten Oie Leute nicht die Nacht in den Häusern zuzubringen. Die Straßen und Platze Ntessinas sind voll ängstlich erregter Menschen. Biele beginnen ihre Habseligkeiten in das Freie zu schaffen.- Das Unglück ist um so größer, als die Naa)wehen Ocy letzten Erdbebens noch nicht üoerwunden süid. Nachträglichen ^>n- sormatioiien zufolge liegen zahlreiche Personen unter den Trümmern der eingestürzten Häuser begraben. Nach dem Erdbeben gingen starke Regengüsse nieder, wodurch die Ausregung unter der Bevölkerung noch verschlimmert wurde — Das Dorf Zoparto und die Gemeinde Biancanuovo sind vollständig zerstört, viele Personen sind umgekommen. Die aenaue Iaht ist unbekannt. Die Bevölkerung lagert trotz "des Regens unter freiem Himmel und wird durch leichtere Stöße immer wieder in Schrecken und Ausregung versetzt. In Santilario stürzte das Rathaus ein. In Me- lito stürzten drei Häuser ein. Resultate auf, daß die Einbringung einer entsprechenden Vorlage im preußischen Landtag in Bälde zu erwarten sei. (Näherer Bericht folgt.) ** W e t t e r t a l b a h n. Am Dienstag sand eine V c - reisung der Wettertalbahnstrecke von Griedel bis Bad- Nauheim statt, an der sich beteiligten Ministerialrat Dr. Süssert, Geh. Obersinanzrat Dr. Rohde, Oberbaurat Kilian, Kreisrat Fey, Baurat Gvmbel und Regierungsbaumeister Schumann von der Firma Lenz u. Eo. in Berlin. Außer-- dem schlossen sich sür einzelne Teile der Strecke Feldberei- nigungskommissar Kreisamtmann SchnittSpahn, Feldbereinigungsgeometer Müller und Bürgermeister Dr. Kayser der Bereisung an. Die einzelnen Gemeinden brachten an Händen der Pläne ihre Wünsche wegen der Lage der Bahnstrecke vor. O s s e n b a ch, 24. Okt. Der Beschluß der Stadtverordnetenversammlung, daß das seither bei der Erwerbung des Ortsbürgerrechts zu zahlende E i n z u g s g e l d e s von 85 Mk. in Zukunft in Fortfall kommen soll, ist vom Ministerium bestätigt worden. — Die Stadtverord-i netenwahlen finden am 18. November statt. Frankfurt, 24. Okt. Gestern nachmittag machte sich vor der Hauptwache ein junges Mädchen dadurch auffällig, daß es verschiedene, ihm völlig fremde Herren als Räuber und Spitzbuben hinstellte. Sie schrie derart, daß ein großer Menschenauflauf entstand, sodaß schließlich die Polizei einschreiten mußte. Als die Polizei nach Her- kunst und Namen gefragt wurde, erklärte es, es sei die Kronprinzessin von S a ch s en . Tie Schutzleute „tt lür die glaubenstärkendcu Ausführungen des Restomten", i lirr ivw Wahrheit zuliebe nicht unausgeiprochcn bleiben, daß ] Einigkeit durch W viele Aber aufgehoben wurde, die die : E Debatteredner cinzuwenden hatten, eie hatten voll- : Hiirn recht, wenn sie dem Zwiespalt, un d?n sie gebracht war- meren Ausdruck gaben; man sollte sich m Nicht darüber daß die Ausführungen des Herrn. Redners manchen in Versammlung zum Aergernis gereicht haben. Denn wa» Lic Jeremias als Remltate seiner Forschung vortn g, »d oftmals in so schrosstm Widerspruch zu der bisherigen An- ,nuna wie sie in den frommen Kreisen herricht und wie pe 11 jenem Abend wieder gaiiz offen bekundet wurde, daß der .?ner selbst mehrfach Veranlassung imhm, zu bitten man möge u nicht ängstigen. Man dürfe sich aber diesen Forschungen t verschließen, in benen jetzt sogar die Jenen e. weralcn Scfoqcn Baentsch und Stacrck mit ihm und Hugo Wucher itber- isttmmten, man würde sonst rückständig erscheinen. Viele wurden u elmehr sreudig dem Profe.sor eellm in Wien zugesttmmt ben der auf Grund seiner Ausgrabungen von dieseil neuen .swsäten nichts wissen wolle. . . war auf die öffentliche Einladung hm ui die ^>erüii Winckler und Jeremias angenommen hat, ihn als nnwicken- ckastlich brandmarken zu wollen, geht doa) nicht an. Qimi Schluß möchte ich noch darauf aufmerijam machen, ,aß nnr folgende Ausführungen des Herrn Reserenten allem -ubigen, logischen Denken zu wideriprechen scheinen und darum mbedingt hätten unterbleiben müssen, so dankoar ich es auch legrüßeii würde, wenn sich die Behauptungen als richtig er- neisen würden. Herr Sic. Jeremias sagte: 1. Die Auswanderung 'lbrahams nach Kanaan niuß der Hedschra Alohameos verglichen werden; es wird ihn wohl ein zur Einführung gelangender ftult, vielleicht der des Rtorduk, dazu ve.anltzt haben; 2 Wenn vir Israel religiös höher stellen als Babylon, so dürfen wir lickt vergessen, daß wir die cigentnd) religiöse Literatur Babylons fticht kennen. Aber selbst wenn wir jneie Literatur kannten, Mrden wir Israel doch hoher ftelleii müssen. Daffiplwasc^aiistalt Edelweiss Friedrich Wörner Tel. 487 Krofdorfer Strasse 12 Tel. 487 Hanshaltungs- und Aussteuer-Wasche Amerikan. l ein-Wäscherei und Neuplätterei für Oberhemden, Kragen, Manschetten und Vorhemden unter Garantie für absolute Schonung. Abholen u. Rückliefern durch eigne Wagen. Eilige Aufträge können in wenigen Stunden, spätestens 3 Tagen, geliefert werden. b2ba — Nach auswärts prompter Versand. — Nur waschen und trocknen 40% Preisermässigung. Zur Amerikauischcu Krrsrs. Am Dienstag hat die Lage gewissermaßen von Stunde zu Stunde eincii geMrlicheren Eharakter angenommeii. Am Mittwoch wilckdc danil bekannt, daß sich auch lnPcktsburg,emer vorwiegenden Jnduftriestadt, bet Jndustrlcgesellfchaften, i^öwll der Westtnghouse Electric and Manufacturing Eonipaiih, Zahlungo- stvckiingen bemerkbar machteii. Die nrueststen Meldungen bcfagen, daß einem weiteren Umsichgreifen der Krisis mit allen nm.^lnog- lichen Mitteln begegnet werden soll. Dte gestern bet Morgan abgehaltene Kvnscrenz beschloß die Gründung erncr Schutzorgau sation der Newhvrter Aruit-Gesellschaften analog dem' Cüarmg- House-Eoucktcc. Der Trust Co. of America soll volle Hilfe zuteck werden, da das Institut genügende^Sicherheit ^ufwns. Schag- sekrctär Cortelhou hat 25 Mill. Doll, versprochen, Rockefellcr erklärte, daß er volles Vertrauen in die Situatton habe; auch er versprach finanzielle Hilfe. Die Wiedereröffnung , der bocke r Trust Companl) wird erwartet. Der General anwalt Jack- son glaubt, daß die Ernennung eme* Masleverwalters, unnötig sei. Die Eveniiig Post in Newyork ist der Meinung, d-aß die Trust-Companyes ichon längst unter eine regelmäßige ckus- sicht hätten kommen müssen, zumal die niei)ten letzt ^clmaßig Bankgeschäfte machten. An dem deutschen Börsen haben bis jetzt auch die schlimmsten Nachrichten kemen beson^rs O^oßen Eindruck gemacht. Wohl sind namentlich am Mittwoch abend die Kurse dcr Banläktien um mehrere Prozent zuruckgegangen, am Donnerstag war jedoch sck)on wieder Besserung etugetreten, ^n der Hauptsache wird große Zurückhaltung aus allen Gebieten geuot UltC> P^etmd^n24. Okt. Heute nachmittag wurde von deii hiesigen Bewohnern ein Run aus die Union Trust! Eom- pany unternommen, chcren Prüsü^it mit der Trust! Company of America in Verbindung steht. Tw Beamletr der^Gesttlschast erklärten jede Besorgnis für unbegründet; alle Forderungen könnten ohne Schwierigkeit befriedigt werden. Billiges Angebot für Strumpfwaren Paar Alk. 2.10, 1.90, 1.60, 1.15, 0.85, 0.45 FRANKFURT*^. abends 9 Uhr bei Rabncseld, Schanzenstratze Ö 6724 Umgegenb. Giessen, Bahnhofstrasse 58 Mesen-Weltstadt-Proaramm. Tunlich grobe Vorstellung Hente oreitag **o.CEtou» OtoitcSBohltctialcitdhnv^nn....- Ä12-iy?f-ß- G. 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Lied, Pressei, (Solo für Possaune). 4. Eta Abend' Toledo Sclimehng. 5 Ouvertüre Euryanthe, Weber K v wegische Rhapsodie! (Solo für Violine), Venzonie 7 Walzer, Waldteufel. 8. Fantasie a. Garnen, ScKer 9 ft? zeitsmarsch a d Sommernachtstraum, Mendelssohn. 10 kpin 1 Odenwald Fantasie im Läudlerstil, Krausse. 11 DolHu und Schlangenbeschwörerin, Fz. v. Blon. 12. Im Zick-Zack P poum, Schreiner. ZJdVK’ i Anfang 7,5 Uhr. Eintritt 40 Pfg. NB. Im alten Saal Restanration wie immer."' Samstag den 26. Oktober Konzert, Theater und Ball im Kolosseum (früher Caffc Leib) güimnfl 8-/, Uhr.--------------[a25/^__Der Vorstan Lt?« > SniiMiMi WiUzq»! & ♦. :• M :>-.r E.. I •3 W ’v? E V>Ä M,' p 'I i f § M( M WM