Sin GetreideschiedSgericht. Wie der „Köln, ^tg/ auS Tüsseldori gemeldet wird, hat dort nu! Anregung der Tüsseldorfer Handelskammer eine Verfammlung von Vcrlrelern der Getreidebörse, der Geireideoereine, sowie der am Gelreidetzandel tnleresjrerlen Handelskammern stallge'undcn, um über die Gründung eines rheinisch-westfälischen Geixeidefchieds- gertchls zu beraten, daS neben dem Rollerdainer Schiedsgericht zur Entscheidung vor» Streitigkeiten aus dem überseeischen Geireide- handel dienen soll. Es wurde beschlossen, ein solches Schiedsgericht mit dem Eitze in Suis bürg enizurichlcn. Tie Träger dieses Schiedsgerichts und beffen Wahtkörperschaften sollen folgende sein: Ter Verein rheiiliich-tvestiälrjcher Geireide- und Eis-Agenturen m Düsseldorf, der Verband deutscher Aiüller m Elberfeld, der Verein der kleinen und großen Händler und der Verein der deutschen HandeiSniüller und als sechste Gruppe die Getreidebörsen pon Duisburg, Essen, Torlniund, Köln, Kreicld und Neuß. Die fünf erstgenannten Vereine sollen vier Fünftel, die Vörsenvorstände der sechsten Gruppe das letze Fünftel der Gesamtzahl der Schiedsrichter wählen. Tie Zahl der Schiedsrichter soll nimdesiens 3U betrageZur Diirch'ithrung der Beschlüsse im einzelnen wurde als vorläusige Geschäftsstelle der Verein der Rhemifch-Weslfällschen Gelrelde- imporleure deau'lragt. politische Lagesschav. Ein agrarischer Sozialdemokrat. Der „Genosse" Richard Calw er nimmt bekanntlich in der Sozialdemokratie eine Sonderstellung ein. Er vertritt gewissermaßen „agrarische" Anschauungen und besitzt deshalb viele heftige Feinde in seiner Partei. In der von ihm herausgegebcnen „Wirtschaftlichen Wochenschau" widerlegt er, wie wir bereits gestern kurz mittelsten, die Versuche, schon jetzt aus der Bewegung der Getreidepreise am Weltmarkt und in Deutschland die Einwirkung der höheren Zölle auf die Getreidcpreise in Deutschland feststellen zu wollen. Er schreibt: Dian kann sehr häufig lesen, daß der englische Arbeiter billigeres Brot esse als der deutsche. Warum? Weil bei uns in Deutschland das Brot durch den Zoll verteuert werde, ivährend in England Getreide zollfrei sei. Diese Feststellung klingt sehr einleuchtend, sie gehl durch die Presse und wird allgemein geglaubt. Nur entspricht sie keineswegs den Taijachen, sondern in Wirklichkeit verhält eö sich euva umgekehrt: nicht der deutsche, sondern der englische Konsument hat einen höheren Brolpreis zu bezahlen. Tas klingt zunächst unglaublich, paßt auch ganz und gar nicht zu der üblichen Ausjasjung und wird daher gar nicht gern gehört. Tatsachen soll man aber lieber beizeiten anerkennen, da sie sich schließlich doch Anerkennung erzwingen. Nach deutschem Geld und Gewicht kostete em Kilogramm Brot, wenn wir das engl. Piund zu 453 Gramm und den englischen Penny zu 8 Ps. annehmen, am 1. Dezember in London etwas über 24 Pfennig. Für ganz Deutschland durfte sich der Durchschnlllsvreis auf etiva 22 Pf. pro Kilogramm belaufen. Dieser Unierschied zivlschen engl. unb deut- 'chem Brotpreis verblüfft zunächii, aber der Grund dieses Uiver- fchiedes ist sehr einleuchiend: der Engländer ißt ausschließlich Wetzenbrot, der Deutsche übenviegend Noggenbrot. Roggen steht aber an sich tiefer im Preise als Weizen. Alles in allem scheinen mir die Dinge so zu liegen, daß wir in Deutschland für die Brot- unb Mehleinheit im allgemeinen sicher nicht mehr, sondern eher etwas weniger bezahlen, als der Engländer. Wenn wir unseren deutschen Brotpreis mit einem ausländischen vergleichen wollen, dann müßte es der russische Preis fern. Lieser steht allerdings sehr weil unter dem Niveau des deutschen. Aber das ist erstens bei der Qualität des russischen Roggens, sodann bei semen Gestehungskosten nicht anders möglich. Der billige rusfische NoggenpreiS basiert auf dem Elend und dem Hnnger- Lasein des rusiifchen Bauern. Dabei ist der Exportpreis oft merklich niedriger, alS der im russischen Verkehr bezahlte Preis. Mi' dem niedrigen russischen Roggenpreis kaiiil Deutschland nicht tonfn-rieven, soll nicht das Lohnniveau in der deutschen Landwirl- zchast, namentlich in den östlichen Provinzen, noch tiefer sinken. Gerade nn Verkehr mit Rußland aber wirkt der Zoll keineswegs -immer jo einfach, daß der Zoll nur vom Inland getragen wurde. Wir hätten m Deutschland ohne Zölle zweifellos billigeres Brot, aber mir dürfen nicht übersehen, daß Deutschland mit Ausnahme von Rußland em hauptsächlich Roggen konsumierendes Land ist, und deswegen seine Mehl- und Broiprelse trotz hoher Zölle nicht oder doch nicht viel über die Niehl- und Brotpreise m den hauptsächlich Weizen konjunnerenden Ländern hlnausgehen. Ktjstsche Zweite Kammer. R.-B. Darmstadt, 21. März. Am Ministertische: Staatsnuiiister Ewald, Minister deS Innern Braun, Ministerialräte S ü f f e r t und ll \ i n g e r. Präsident Haas eröffnet die Sitzung um O1/, Uhr. DaS Hautz tritt zunächst in eine Besprechung der Anfrage der Abgeordneten Dr. Schmitt und Genossen betreffend Die BerkchrSverhältmste der Stadt Maiuz. Abg. Tr. Schmitt begründet die Anfrage in eingehender Weise und fragt, wie es zugehe, daß trotz der Zusage der preuß. Eisenbahnverwaltung bei Schaffung der preußisch-heisischen Eijen- bahngemeinschaft und der Erbauung der Kaijerbrücke, ine Verkehrs- oerhultnisje von Mainz nirgends zu verschlechtern, jetzt doch alle seither bestehenden direkten Zugverbmdungen zwischen Mainz und Kastel emerjeilS und dem Rhemgau andererseits beseitigt und alle Züge über Wiesbaden geleitet werden. Ferner, ob die Regierung diese drohende Unterbindung des Jahrhunderte alten lebhaften H a n d e l s v e r k e h r S zwischen Mainz und dem Rheingau zu Gtinsten Wiesbadens ruhig zugcben und nicht sosorl die erforderlichen Schritte tun wolle, um diese enorme Schädigung der Mainzer Verkehrst nteressen abzuwenden. Ter Interpellant bedauert, daß die Regierung in ihrer Antwort erklärt habe, sie könne kein Bedürsnis für einen direkten Verkehr anerkennen. Redner führt dann an der Hand der Fahrpläne dar, wie Wiesbaden ans Kosten der Stadt Mainz m jeder Hinsicht bevorzugt werde. Es wäre dringend wünschenswert, daß eine höhere Stelle sich der Sache annehme und der G r o ß h e r z o g direkt für die Wahrung der Interessen der Stadl 'Mainz e i n t r ä t e. Ministerialrat Süffe rt bedauert die sehr scharfen Angriffe deS Vorredners gegen die Elsenbahnbehörde und meint, daß die Beschuldigungen nicht berechtigt seien. Die Minister seien die ersten Diener der Krone, man solle sie auch mit der nötigen Ehrfu rcht behandeln. Tie Aufhebung der drei direkten Personenzüge nach dem Rheingau erfolgte, weil ine letzte Instanz für die erwrderliche Kreuzung mit den anderes Zügen nicht die Verantivortung für die Sicherheit üben-ebmen zu können erklärte. Die Tatsache einer gewißen Schädigung der Mainzer Verkehrsmteressen durch den Bahn- hofsbau Wiesbaden erkenne die Regierung an, aber sie glaube doch, daß der Verkehr von Mainz mit dem Rhcingau nach wie vor bestehen blerben werde; die alten Handelsbeziehungen könnten dadurch nicht gestört werden, daß mit der Bahn ein kleiner Umweg gemacht werden muß. Die Regierung hab sich bemüht, die Schädigung von Mainzer Interessen abziiweuden und sie beb eure, daß ihr dies nicht gelungen sei. Aber große Befürchtungen, wie der Vorredner, hege er nicht. Für berechtigte Wünsche werde die Regierung beim preiiß. Eisenbahnnlinisterlum auch Gehör finden. Abg. Adelung meint, man scheint im preußischen Eisen- bahnmin isterium zweierlei Begriffe von Moral zu haben. Ter Abg. Schmitt habe sich noch viel zu zart ausgedrückt, es seien in der Antwort des E i senb a h n m in ist e rtums direkte Unwahrheiten enthalten. Im übrigen könne er sich den Ausführungen dieses Redners vollständig anjchließen. Abg. Reinhart ist der 'JJlemung, daß, wenn wirklich die Mainzer Verkehrsintereffen zu Gunsten Wiesbadens verletzt wurden, unbedingt dagegen etwas getan werden müße. Auch er empfände die vom Abg. Dr. Schmitt gerügten schlechten Anschlüsse nach dem Rhemgau als eine Ungerechtigkeit. Ter Ausdruck „tunlichste Bebel unb die Bauern. Wir lesen in der „Ttjchn. Tageszig.": Der bekannte Ausspruch des Abg. to e o e 1 über die Bauern ist im Reichstage wieder zur Spache gekommen. Skt idbj. Dr. Wagner hat in dttnkenS.ocrte^ Weise auseinandergeieht, daß aus dem ganzen Zusammenhänge der Rede kxbcl» au, dem Münchener Parteitage her'vvrgehe, bu-j er nur die B a u e r n gemeint haben könne, als er sUgte, es gebe (eine egoiflu schere, rücksichtslosere, brutalere, aber auch Heine borniertere Klasse als »„unsere Agrarier". Wir möchten unsererseits einiges hinzusugcii. DamatS hatten die menven Blätter, die über den Parteitag berichteten, an Steile des Wortes „Agrarier" das Wort „Bauern" veiöijeiitlicht. Daraus ist zu schließen, daß die burgeruchrn Berichterstalter dieses Wort gehört hatten oder doch gehört zu haben glauulen. Im Vertäue des „Vorwärts" war dann Ian Stelle des Wortes „Bauern' die Be- zeiä/nung „Agrarier" gesetzt worden. Ob Bebel den Bericht korrigiert, oder die zahlreichen bürgerlichen Berichterstatter stc^ ven-ört haben, läßt sich jetzt nicht mehr seststellen. Es liegt aber aus der Hianb, daß Beael das Wort Agrarier vcrständiger- mcise gar niäst gebrauäst haben kann, denn er spricht davon, daß es keim brutalere und borniertere Klasse gäbe, ald die Agrarier. Die Agrarier sind nun bekanntlich keine Älaiie. Hätte er die Agrarier gemeint, so hätte er von einer Richtung oder einer Partei sprechen müssen. Da er aber von einer Klaise geiprochen hat, so tann er nur die Bauern gemeint haben; man mußte beim annchnnen, daß er über den Begrisi der Klasse gänzlich im Unklaren sei; unb diese Annahme wird er selbst nicht gelten lassen wollen. Beiuctsichlu.ung" heiße doch auch „moglichnes (emgcguuommeir und das scheine das preußische Eijcnbahlimimstermin iDtamj gegenüber nicht bewiesen zu haben. Abg. Tr. Schmitt bemerkt, man dürfe sich durch die „höhere Einsicht" der oberen Stellen nicht imponieren lassen. Tic Heimchen ’Ucvueter bei der Eisenbahuverivalumg häiten die Pflicht, die hessischen Interessen zu vertreten, dem großen Nachbarsiaate gegenüber. Abg. Senßselder spricht sich im Sinne dcS Vorredners aus. Minifterialrat S u f f e r l versichert, daß die hessische Regierung die Interessen des Landes stets nachdrücklich m Berlin uemeicn habe. Alan durie aber nicht vergesieii, daß em nut nut 2°/, au einem UmevueOmen betet.igter Gesellschafter nicht domi- niexen könne. Ter Redner beipvicijt dann uochnials öie jetzigen Fahiverbmdungcli, worauf nach kurzer weiterer Aussprache die bebaue geichiossen wird. Zur Beratung gelangt darauf der auS dem Hauptvoraufchlag Titel 9 des Kap. 12b zuructgestellte Titel: Neubau eine» ittli»t»geriiand schließt die Sitzung. Rachiie Sitzung: Freitag. __ _____ Die Ahjchanuug des Freigepäcks nach der neuen 'ianireprin nw^t nutnrliuji ine i^epackabsetti g ung ivcfeiulich sch.vi.i.,ällXtt^r als oisher. D-s fogenannte „anicritan. Achcrtigungsvcrwhrcii" Vvn Gepüclsiü.am iui Go^iäst bis zu 25 Kilogr. fällt fort. Damit leiwaj beu Rcisenbcn auch in Zutun st bie unneymlicijacitcii ber üe|a1i1Leunigtcn riU|Crtigung ovn Gepäck in ber Gewichtsl>ö.)c bis zu 25 Kilogr. gesichert wirb, sollen |ür ben Staatävayiivcrtehr üi be,onpers leuijaiten Berllhrs-Berbin- bangen, in benen bisi>er Abserligung nut vorgedrackten amerikan. ^epaulcheinen irattiinM, gelbiucrte Gcpaaschicine eingesührt lucitxm, b. h. Gepäcksä-cinc, benen die Bestimmungsstation, bie Wcgcvvr» ichriit unb ber ber Ent,ernung entspreä)ienoe Frachtbetrag (20 Psg^ 50 Psg. bezw. 1 Mk. für Entfernungen bis -u 50 beim. ÜOO vezw. mehr alS 300 Kilometer- amgeb-rudt sinb. Um auch nach anbereu preußischen Swiatsbaynstativnen, nach denen die geld- werten Eepäafcheine auigebrnut nid)jt vorratgi sind, eine bo schleunigte Abfertigung ausführen zu uhtnen, werben Blocks mit Blankosa/einen im Ükrte von ‘20 Pfg., 50 Pig. unb 1 Mk. aufgelegt umb in biese bei ber Abfertigung bie Bestimmungsstation, Wegevorfchrijt usw. eingetragen. .Die neuen Gepäckscheine be* stehen aus vier aneinanberhängenden, perforierten Teilen: Stamm (ber auf der Station zurückbleibt, auf welcher bas Gepäck auf-, gegeben wirb), PacaneisteriUttö, Gepäckschein (für den Reisenden) und Beklebezettel laus das Gepäckstück auszukleben). Die Auf- brud5roei[e gleicht Derjenigen ber bisherigen amerikanisä-en (sog. Runb-) Scheine. Für bie Falle, in benen Gepäckseilbungen bis zu 25 Kilogr. in mehreren Stücken ausgeliescrt werben, (ein itieflebxettel also nicht einer Zuschrift bes Potizeiamts ist bies richtig, boch ist bie Polizei stets eingeschritten, wo es in ihrer Möglichkeit lag unb bies wirb auch ferner geschehen. So weit an wirklichen Ausschreitungen Stubcnlen beteiligt waren, wirb bet Rektor vorn Oberbürgermeister benachrichtigt werden. Die Stadtvv. Kirch unb Krumm halten dafür, daß man die Angelegenheit bezüglich der Ausschreüungen am Seltersweg u. s. w. auf sich beruhen lasseii solle. Die öffentliche BesprechunA ber Angelegenheit werbe wohl bazu beitragen, daß in Zukunft derartige Ausschreitungen unterbleiben. Stabtv. Eichenauer bespricht bie Verkchrsberhältnisse in ber Bahnhofstraße. Es fei bei ber verhältnismäßigen Schmalheit ber Straße für eilige Passanten, bie noch einen Zug erreichen wollen, sehr mißlich, daß keine Bestimmung bestehe, bie bas Rechtsgehen vorschreibe. Er bitte bie Schutzleute entsprechend anzmveisen und vielleicht auch entsprechende Schilber am Bahn- Hos anzubringen. Der Vorsitzende sagt Schritte in dieser Richtung zu. Baugesuche. Ein Baugesuch des W. Gerhardt für den Schisfenberger Weg, bas bie Versammlung schon einmal beschäftigte, soll befürwortet werben. Es hanbclt sich um außerhalb bes Ortsbauplans liegenbe GewäclrsHauser. Karl Kaufmann will bei seinem Haus an ber Marburger Straße eine Verkaufsstelle errichten. Der erforderliche Dispens wird unter der Bebingung genehmigt, baß bas Häuschen um 8 Meter von bet Straße ab bleibt. Ein Baugesuch von A. H e I f e n b e i n für den Wicsccket Weg wird abgelebnt, da dort bie zukünftigen Bebauungsverhältnisse noch nicht feftgelegt sind. Ein Gesuch bes Louis Jochem für bie Rodheimer Straße (Pulvermühle) wirb befürwortet. Es hanbclt sich bähet urti einen Anbau an ein besteheubes Gebäude, das außerhalb bes Otts- bauplans liegt. Stabtv. Huhn bringt zur Sprache, daß Bäckermeister Hom bei dem Umbau seines Häuf es, der eine wesentliche Betbesserung Nr. 69 Erstes Blatt 1S7. Jahrgang Freitag 22. März 1907 arl4.t. Zmtzer wegen der Führung eines Klosettrohres sei seinerzeit entgegen der Ansicht der Bürgermeisterei von ter Versammlung befürwortet, vom Ministerium aber abschlägig b. slicten worden Er hätte gern einmal die Akten der Angelegenheit eingesehen, aber es jci ihm dies in einem früheren Fall schon als nicht angängig abgeschlagen worden, trotzdem die Stadtverordncten-Verfammlnng nach, der Städtevrdiiung die Pflickst habe, die Ausjichrung der von ihr gefaßten Beschlüsse zu überwachen. Er bitte deshalb um Auskunft, ob vielleicht die Bürgermeisterei dem Beschluß der Versammlung gegenüber dem Ministerium Bedenken beigefugt habe. Der Vorsitzende erwidert, er habe nichts dagegen ge,agt. Nach der Ansicht des Stadtv. Kirch genügt dies nicht, em von der Stadtvcrordncten-Versammlung be,chlossenes Dipcnsatwns- gesuch müsse bei der Weitergabe mit den Gründen der Befürwortung versehen werden. Der Vorsitzende und spater auch Beig. Cnrschmann betonen demgegenüber, daß die Bürgermeisterei in ihrer Eigenschaft als Baupolizei-Behörde das Recht und unter Umständen auch die Pflicht habe, ihre einem Gesuch entgegen- stehenden Bedenken zu äußern. w t r Es entspinnt sich hierüber eine längere Auseinandersetzung zwischen Stadtv. Kirch und dem Oberbürgermeister, die dadurch beendigt wird, daß entsprechend dem vom Stadtv. Kirch geäußerten Wunsch der Oberbürgermeister die Akten über das Dispensgesuch Zinßcr der Versammlung vorlegcn wird. Die auf der Tagesordnung stehende Frage der Verlegung der Oktroierhebestelle am Neuenweger Tor führt zu einer Debatte über die Torhäuscheu. Wie der Vorsitzende mitteilt, haben Finanz- und Baudepu- tation in ihrer gemeinsamen Sitzung mit 8 gegen 3 Stimmen beschlossen, da) Trä s n x i dem i d c Oltrcherhel e, elle befindet, vorläufig stehen zu lassen. Ein Teil der Mehrheit will. die Torhäuschen überhaupt erhalten wissen, ein anderer Teil ist überzeugt davon, daß die Entfernung bis zur Einweihung des Theaters nicht erfolgt sein kann und außerdem ist auch die Ansicht vertreten worden, daß man noch nicht wissen kann, wie das Ottroihäuschens nachFertigstellung des Theaters wirkt. Der Vorsitzende gibt ferner Kenntnis von einer Eingabe, die von etwa 30 Beamten und Bürgern unterzeichnet ist und in der um Erhaltung der Torhäuschen gebeten wird. In der sich anschließenden sehr ausgedehnten Debatte sprechen unter Ansühriing der sck-on in früheren Auseinandersetzungen für die verschiedenen Ansichten sprechenden Gründe für das Stehen- bleiben der Häuschen die Stadtvv. Dr. Haberkorn (der einen Antrag wegen Bewilligung von Mitteln für einen besseren Verputz und Ausbesserung des Daches ankündigtß P e t r i, Tr. Ebel (ter seine längere Ausführungen durch Mitteilung von Gutachten von Prof. Dr. Sauer, Privatdozent Dr. Rauch und Pros. Dr. Weber in Jena unterstützt, die lalle drei aus ästhetischen und historischen Gesichtspunkten heraus für die unbedingte Erhaltung sämtlicher Torhäuschen sind), Emmelius und Beig. Cnrschmann. Für unbedingte Entfernung des einen Häuschens sprechen die Stadtvv. Wallenfels, Krumm, Junghadt, Schaffstädt, Kirch und Leib, während Stadtv. Löb er u. Beig. Georgi sich für das vorläufige Stehenlassen aussprechen. Schließlich wird in der vom Stadtv. Kirch beantragten namentlichen Abstimmung mit 18 gegen 8 Stimmen der Antrag ter beiden Deputationen auf vorläufiges Stehenlassen des Häuschens angenommen. Für diesen Antrag stimmten Oberbürgermeister Mecum, die drei Beigeordneten, sowie die Stadtvv. Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Faber, Dr. Haberlorn, Haubach, Huhn, Jann, £56er, Orbig, Petri, Dr. Schäfer und Dr. Wimmenauer. Für das sofortige Entkernen der Torhäuschen stimmten die Stadtvv. Euler, Jughardt, Kirch, Krumm, Leib, Loos Schaffstädt und Walleniels. Ter Verlegung des W a s s e r h ä n s ch e n s am Neuen- weger Tor, die wegen des Stadtlhealerbaues erforderlich wurde, wurde zugeslunmt. Es soll aus der anderen Seite der 9leuen Baue, zwischen dem Eichamt und dem Petri'jchen Haus Aufstellung finben. Auf eine Anregung des Stadtv. Dr. Wimmenauer, auch das Bedürfnishällschen ju versetzen (an einen versteckteren Platz) meint der Vorsitzende, daß es gerade richtig stände. Theatcrfragcu. Der Vorsitzende teilt mit, daß zwischen dem Theater- bauverein und Direktor Steingoetter ein Vertrag wegen des neuen Theaters auf folgender Grundlage abgeschlossen werden soll: Der Theaterbauverein verpachtet das Stadttheater an Direktor Steingoetter für die drei nächsten Spielzeiten ohne den Neftaurationsbetrieb, der besonders verpachtet wird. Der Verein hat das Recht, das Theater auch während der Winterspielzeit anderweitig in Anspruch zu nehmen für Konzerte, Vorträge u,w., doch soll er hiervon den Direktor möglichst frühzeitig benachrichtigen. Im Sommer kann der herein das Theater nach Belieben verwenden, doch soll er vier Wochen nach Schluß der Spielzeit und sechs Wochen vor Beginn der neuen ^opielperiode Seinen gewerbsmäßigen Theaterunternehmern das Theater über- las,en; einzelne Vorstellungen sollen auch in dieser Zeit gestattet sein. An anderen Plätzen wie in Gießen, in Gießener Vereinen, in Marburg und Bad Nauheim darf Direktor Steingoetter nur mit. besonderer Genehmigung Vorstellungen veran- stalten, dagegen ist ihm gestattet, nach Schluß der Winterspielzeit eine Nachsaison, Opern, Operetten und dergl. enthaltend, zu veranstalten. Für die Ueberlassung des Theaters zahlt der Direk- tor 20 Prozent der Bruttoeinnahmen, außerdem 5 Prozent von den. Einnahmen der Nachsaison und von Vorstellungen außerhalb Gießens mit Ausnahme b-er Aufführungen in Marburg. Dre Eintrittspreise sind niedrig gehalten, ein besonderes Garderobegeld wird nicht erhoben, dagegen steht für jeden Platz auch em besondere^Kleiderhaken zur Verfügung, der dieselbe Nummer kagt. Al-, Spieltage sind Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag i Auslicht genommen. Es werden besondere Abonnements m gegeben, und zwar Abonnements für 21 Vorstellungen ?.nr cw'' > bestimmten Wochentag und Teilabonnements für je lieben Vorstellungen. Vormerkungen werden im Sommer an einem noch bei* mt zu gebenden Zeitpunkt entgegengenommen. Die Mitglieds des ^.heaterbauvereins und die Zeichner für den , aterbauverern genießen dabei einen Vorzug. A-e •/l-nA,ker ode erfolgt durch die Theaterkommission. Die Ge>ck'-.istvleitung des Theaters wird von dem Geschäftsführer des Theat?r bauvereins kontrolliert, die städtische Theaterkommission soll bestehen bleiben. Ber ausverkauftem Haus würden die Bruttoeinnahmen eines Abends betragen bei gewöhnlichen Preisen 1788 Mk., bei kleinen Preisen 1205 Mk. und bei Volksvorstellungen 600 Mk. Die Gesellschaft übernimmt die Reinigung und Unterhaltung des Theaters, wogegen der Direktor die Heizung und Beleuchtung zu tragen hat. 6 u Es wird beschlossen, dem Direktor Großabnehmerpreise einzuräi-men und zwar für Koks 1.60 Mk. für 100 Kilo' und für den elektrischen Stroin 30 Pfg. für die Kilowattstunde. Die im alten Theater vorhandenen Dekorationen sollen verkauft werden. Sie besitzen nach der Schätzung des ^Theater- vereinsvorstand.'s, so weit sie dem Verein gehören, o06 Mk. und, soweit sie der Stadt sind, 480 Mk. Wert. Tie Stadt Marburg ist bereit, die Dekorationen für 800 Mk. zu kaufen, so daß die Stadt 390 Mk. erhalten würde. Tie Stadtverordneten stimmen dem zu und auch die Bestimmung, day der Erlös für, die Bühneneinrichtung des Theaters Verwendung finden soll, findet Annahme. Verschiedenes. Photograph Borst will am Haus Bahnhofstr. 64 einen Schaukasten, der 15 Ztm. tief sein soll, anbringen, was mit Rücksicht auf den b-artigen Verkehr abaelehnt wird. Zudem besitzt Herr Borst dort schon einen Schaukasten. Auf dem Friedhof am Rodt berg sollen neue Ein- sassungsgräber vorgelegt werden. Der dabei für das Ziehen von Einzuasgräben erforderliche Kredit wird bewilligt. Ein Geländean stau sch zwischen der Stadt und Wilh. Christ. Löb er an dessen Neubau in der Walltorstraße findet Zustimmung. Es handelt sich nm 2Ao bezw. 3/io Quadratmeter, eine H-ra'.'s'ahlung findet nicht statt. Mi d r Firma Anlae-as E l r w rd n 1*94 bei der Erwerbung des Geländes für die Dammstr. bis zur Eisenbahn zwei Kau<- verträge abgeschlossen: bei der Anlage deS Grundbuches hat sich -edt herausgestellt, daß damals nur der eine Vertrag persekt wurde. Es wurde nunmehr ein neuer Kaufvertrag über das ganze Gelände abgeschlossen. Die Versammlung stimmt dem zu und auch die beantrente Ai's'ahlung des Euler noch zustehenden Betrages von 858 Mk. findet Genehmigung. Die vom Polizeiamt gewünschte Schreibhilfe für den Wobnungsiuspektor wird abgelehnt, zumal die Stadt in der Wohnungsinspektion jetzt schm über die ihr obliegenden Verpflichtungen hinausgeht und ter den Wohnungsinspektor unterstützende Schutzmann die Schreibarbeiten erledigen kann. Im Anschluß an die Feldbereinigung soll mit den Gemarkungen' Wieseck und Annerod eine Gelündeaustausch statt- sinden, wodurch die 6stnnarknngsgren'en verändert würden. Bei Wieseck handelt es sich um den Austausch gleich großer Stücke, was gutgeheißen wird. Annerod will zwar Gelände von Gießen annehmen, aber nichts von seiner Gemarkung abtreten, weshalb man von ter Sache absieht. Zu zwei Gesuchen »in Erlaubnis zuw S ch a n k w i r t s ch a s ts- bet r i e b in der S ch ü tz e n st raße (Karl Valentin st'ir das Hans Nr. 18 und Karl Euler IV. für Nr. 15) wird beschlossen, daß das Bedürfnis für eine weitere Wirtschaft vorliegt und gegen feinen der beiden Bewerber ein Bedenken vorhanden ist. Ein Gestlch von Ehr. Noll HL um Erlaubnis zum Klein- verkaui von Branntwein für das Haus Großer Steinweg 14 wird abgelelmt. Auch bei dem Gesuch eines Italieners, der im Haus Asterweg 12 (hübet Urmersbach) eine für seine Landsleute bestimmte Wirtschaft betreiben will, beantragt die Kommission Wblefmung, da die Wirtschaft in der ganzen letzten Zeit ohne Erfolg betrieben worden sei, öfter den Besitzer gewechselt und zuletzt Animierkueipe gewesen fei. Stadtv. Krumm beantragt Befürwortung, da die außerordentliche Preissteigerung bei den verschiedenen Verkäufen allein die Ursache geivesen sei, daß sich kein Wirt habe halten können und das Bedenken bei dem jetzigen Be- Ntzer Jhring ausgeschlossen fei. Ter Antrag auf Befürwortung findet Annahme. Ta der Voranschlag nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte, weil das Staatsbudget nod) nicht erledigt ist, wird der Cberbürqermeiner zur Bestreitung der unbedingt notwendigen Ausgaben, Gehälter, Löhne ufw. ans der Sladtkasse ermächtigt. Aus Stadt und Sprechstunden ber Redaktion: Vb 12—1 Uhr vorm., V2 7—1/2 8 Uhr nachm., (mit Ausnahme von Samstag und Sonntag). Gießen, den 22. März 1907. ** E i n neuer Vornan beginnt heute in den „Gießener Familieublätlern" zu erscheinen. Es ist uns gelungen, mit dem Noman „Dem Irrlicht nach*, der ans der Feder unseres Mitarbeiters Alexander 9( ö m e r stammt, einen Roman zu erwerben, der allen 9(nforoerungen entspricht, die man an einen guten Familienroman stellt. Er behandelt eine interessante Kulturerscheinung unserer Tage: das Streben junger dilettantischer Talente, auf künstlerischem Gebiet das Höchste zu leisten, nicht, weil sie sich berufen fühlen, Führer und Bahnbrecher zu neuen künstlerischen Zielen zu sein, sondern um aus Eitelkeit und der Sucht nach äußeren Ehren. Der Held des Romans geht schließlich in feiner Jagd nach dem äußeren Nuhme und Glanze unter. Dieses interessante Thema behandelt der Noman in spannender und dabei sittlich emmandfreier Weise. Neu gutretenben Abonnenten wird der Anfang des Romans nachgeliefert. ** In Audienz empfangen wurde von S. K. H. dem Großherzog u. a. Pfarrer Schulte von Großen- Liuden, Vorsitzender der Vereinigung für hessische Volkskunde, sowie Mater Laßlo aus Wien. **DieneueTaunusbahnUsingen°Weilmünster wurde vor wenigen Wochen zu bauen begonnen. Da die neue Taunusbahn die Höhenzüge zwischen zwei Flußtäler, nämlich Weil und Unfa zu übersteigen hat, sind die zu überroinbenben Gelänbeschwierigleiten nicht unerheblich. Es sind tiefe Einschnitte, hohe Dämme und Brücken erforderlich, besonders zwischen Wilhelmsdorf, Mönstadt, Grävenwiesbach und Hirnd- stadt. Bet Mönstadt wird eine mächtige Brücke über das Wiesbachtal erbaut und zwischen Audenschmiede und Weilmünster muß em Tunnel gegraben werden, der den Höhen- jug zwischen Bleibe unb Weil durchbohrt. Die Bahn soll un Herbst 1908 eröffnet werden. Lo§ 4 und 5 von Weilmünster bis Audenschmiede am Wiesbach wird in aller Kürze in Angriff genommen, während Los 2 von Gräfen- wieSbach bis Wilhelmsdorf unb Los 3 von Audenschmiede bis Gräfenwiesbach erst im Sommer begonnen werben. — Die Bahn von Gräfeniviesbach über Branb- obernborf nach Wetzlar wirb jetzt abgesteckt. ** Wahres Gefchichtchen. Ein Kaufmannslehrling eines hiesigen Geschäfts überbrachte einem nnberen hiesigen Geschäftsmann einen Gclbbetrag von über 3000 M. Als er bie Summe hmgezählt unb ber Empfänger quittiert hatte, wollte sich letzterer erkenntlich zeigen unb schob beiu Lehrling zehn Pfennige von dem Gelbe mit bem Bemerken zurück: »Da, trinke ein Glas Bier bafür." Der Lehrling zog baraufhin sofort feine Gelbbörfe, ergriff zwei Pfennige unb legte sie mit ben Worten zu ben zehn Pfennigen: »Danke! Ich lege Ihnen noch 2 Pfg. bazu, da können Sie einen Schoppen dafür trinken." ** Gefaßt sind nun glücklich die Täter, die in der Nacht der Reichstags,vahl unb ebenso nach ber Stichwahl in ber oberen Frankfurter Straße ihren Mut an städtischen Laternen gekühlt 'mben. Dem der Staatsanwaltschaft unterstellten Kriminal -mmiffar 9)tüUer gelang es, die Täter, junge Burschen aus ulein-Linden und Allendorf a. d. Lahn, zu ermitteln und zur Anzeige zu bringen. *• Besitzwechsel. Der letzte noch unbebaute Platz in der Plockstraße neben bem Geschäftshaus von I. Bach ist von diesem an die Baufirma H. W. Rinn für 22 000 Mk. (75 Mk. für den Quadratmeter) verkauft worden. Der Erwerber beabsichtigt, auf dem gekauften Baublock, der bis an die Mai- gasse grenzt, einen großstädtischen, der Neuzeit entsprechenden Bierpalast zu errichten, dessen obere Etagen besonders für Versammlungen eingerichtet werden sollen. <] Leihgestern, 21. März. Unsere im Sommer v. I. von einem furchtbaren Geivittersturm zerstörte Kirche wirb jetzt wieber a u fg c b a u t, bie Arbeiten begannen vorige Woche. Ter Neubau ist von Architekt Hofmann-Herborn entworfen. Tie ?lrbeiten führt bie Firma Abermann & Kling in Gießen auS. Die Kirche soll bis Weihnachten im Rohbau fertig fein unb im Herbst 1908 einaeweiht werben. Der Gottesbienst wirb gegenwärtig in ber Schule abqehalten. Z- Lanbach, 21. März. Das biesjährige Qsterpro- granun bes Gymnasiums Fribericianum weist als Lehrerpersonal außer bem Direktor Dr. Baur 10 ordentliche Lehrer unb 2 Hülsslehrer auf. Besucht war eS von 95 Schülern, von benen 25 aus Laubach, 58 auS hnberrn hessischen Orten, 12 aus anberen Staaten waren. Von Großh. Ministerium würben zu ber 1902 gegrünbeten Schülerwerkslätte 200 Mk. gegeben. Den Hanbfertigkeitsunterricht leitete ber Gräfliche Kammerrat Brökeimann. Eine hiesige Stiftung bes Altbürger- meisters Ritter von 200 Mk. würbe zur Anschaffung naturwissenschaftlicher Lehrmittel verwanbt. Das Schuljahr beginnt Montag, 8. April. — Die erste Schnepfe in ben hiesigen Walbuuge'n erlegte bereits am 7. b. Alts, ber Gräfl. Jäger Krauß; ihm fiel baher bie bafür ausgesetzte Gelbprämie von 5 Aik. zu. [] Marburg, 21. März. Einer Frau aus Seibels- borf im Kreise Alsselb würbe gestern in einem Laben ihre gekaufte Ware im Wert von 70 Mark gestohlen. Die Polizei ermittelte bie Diebin in Gestalt einer wohlhabenben Bäuerin aus bem Ebsborfer Gnmbe. Arbeiterbewegung. Breslau, 21. März. Blättern zufolge wird von den soz.- bcm. Parteiburcaus Schlesiens eine M a s s e n a g i t a t i 0 n unter teil Landarbeitern für tes Frühjahr vorbereitet. Flugblätter in vcrfchicdenen Sprachen sollen sofort nach dem bevorstehenden Eintreffen der ausländischen Arbeitertransporte unter bie Lanbarbeitcr geworfen werten und in maßlos Verhetzenter Sprache zu einem Zusammenschluß ter Landarbeiter und zu einem allgemeinen Landarbeiter st reik für das Frühjahr auffortem. । Landwirtschaft. — Alle Ob st bäum- und Gartenbesitzer werden hierdurch aus den ameritanischen Stachclbecrmeltau und den Bak- terienbrnnb der Kirschbäumc ausmerksam gemacht. Der amerikanische Stachelbecrmeltau erzeugt auf den Fruchten und jungen Triebspitzcn der Stachelbeeren und gelegentlich au<) der Johannisbeeren anfangs mehlweiße, sehr bald aber kastanienbraun werdende, filzige Flecke, unter denen die Früchte nicht ausreifen, platzen und ungenießbar werden; die Tricbspitzen verkümmern. Er ist imstande, die ganze Bccrenernte zu vernichten und die Sträuchev selbst schwer zu schädigen. Der Bakterienbrand ter Kirschbäume gibt zum Absterben der Aeste der Kirsch- und wahrscheinlich auch minderer Steinobstbäume oder ganzer Stämme za jeder Jahreszeit Veranlassung. Er befällt namentlich die Bäumchen ter Baumschulen, richtet aber auch in den Obstpflanzungen großen Schaden an. Er ist durch Bakterien hervorgerufen, tee dort, wo sie Eingang finden, die Rinde und das jüngste Holz des Baumes abtöten. Geschieht das in größerem Umfange, fo welkt der über einer solchen Brandstelle stehende Baumteil ab. Aus der Umgebung ber Brandstellen brechen meistens große Gummi- masscn hervor (Gummi- oder sog. Harzfluß), bie aber auch bei anderen Erkrankungen Vorkommen. — Beite Krankheiten sind ausführlicher in den von ber Kais. Biologischen Anstalt in Tvhlem bei Steglitz herausgegebenen und von ihr kostenlos erhältlichen Flugblättern Nr. 35 und 39 beschrieben. Sie sind in Deutschland erst in der Ausbreitung begriffen und werten namentlich durch das Pflanzmaterial verschleppt. Daher wird allen Gartenbesitzern und Obstzüchtern bei dem Bezüge von Stachelbeer- unb Johannisbeerbüschen rund Steinobstbäumcn in ihrem eigenen unb im öffentlichen Interesse Vorsicht empfohlen. Niemand kaufe, ohne oiaß ihm vom Lieferanten Gewähr dafür geboten wird, daß seine Gärten bezw. Schulen frei von den in Rede stehenden Krankheiten sind. Tie Verkäufer aber werten hierdurch nachdrücklich auf das Unrecht hingcwiesen, das sie begehen und die Gefahr, die sie laufen, wenn sie ungeachtet der Gewährleistung kranke Bäume oder Sträucher verkaufen! Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Glessen. Frankfurter Börse, 22. März. 1.15 Uhr. 3^°/0 Reichsanleihe . . 96.15 3% do. . . 84.55 3>4°/o Konsols .... 96.25 3% do 84.55 3^°/0 Hessen . . . 94.30 5>$0/0 Oberhessen . . . 9400 4% Üesterr. Goldrente. . 98.50 4l/6 ?o Üesterr. Sil betreute 99.40 4^d Ungar. Goldrente . . 94.00 4% Italien. Rente . . . — 3?6 Portugiesen Serie I . 68.00 3% Portugiesen „ III 68 70 4>5°/o russ.Staatsanl. 1905 90.6ü 4 >20 o japan. Staatsanleihe 90.80 1% Conv.Türken von l'JUO 94.00 Türkenlose 142.20 l>d Grieeh. Monopol-Aul. 50.00 A% äussere Argentinier . 83.70 3u/0 Mexikaner . . . 65.50 4 >2% Chinesen .... 95.90 Aktien: Bochum Guss 218.50 Buderus E. W . ... 118.00 Tendenz: träge. Elektriz. Lahmeyer . . . 133.25 Elektriz. Schlickert . . . 110.30 Eschweiler Bergwerk . . 221.25 Gelsenkirchen Bergwerk . 195.30 Hamburg-Amerik. Paket?. 133.60 Harpener Bergwerk. . . 205.40 Lanrahütte 220.00 Nordd. Lloyd .... 123.00 Obeischles. Eisen-Industrie 108.20 Berliner Haudelsges . . 163.20 Darmstädter Bank . . . 133.40 Deutsche Bank . . . 236.10 Deutsch-Asiat. Bank . . 166.30 Diskontu-Komuiandit. . . 175.70 Dresdner Bank . . . 147.70 Kredituktien 211.80 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . 99.00 Gotthard bahn . . . . —.— Lomuard. Eisenbahn . . 26 60 üesterr. Staaisuuhu . . . 142.20 iTinee-Henn-Eisenuahn . — Berliner Börse, 22. März. Canada E. B 175.90 Darmstädter Bank . . . — Deutsche Bank .... 235.80 Dortmunder-Union C. . . 73.90 Dresdner Bank .... 148.10 Tendenz: träge. Anfangskurse. Happener Bergwerk. . . 205.50 uaurahütte .... 221.00 umbarden E. B. . . 26.70 Nordd. Lloyd 122.90 l ürkenlose . ... 141.70 Das ist doch aber wirklich unanqenehm Äcn schon, vier Tage erkältet und gerade jetz AEtietzung muner die Schule versäumen. Schlimm J’-.c,,a "'Ah faßt der Doktor, aber in die Schule kann er mmt. kaufen Sie ihm doch Fays ächte Sodener /k*x Sn-feu< <_.Geben Sie dreimal täglich sechs Stück <>ki„„bttzer Milch, die andern soll er lutschen und ich gebe ä,7^^-^^A^^ch.^^ung, daß er morgen wieder wohlauf lft. ▼▼ Die Schachtel tostet nur 8ö Psg. und ist überall erhältlich. erL10ri(”®* 9et : b'b«Ull ®,„, 'HÄ* 100 Ulf (7 ?? ?r (?nn y«DU bia^btt b," -LZ :t0roti»^ 4» " MfWn Otte"’ Hotte 200 W. „ b,r Sriflii, LbeS.SllMtg,k S*9 Mbit, beginnt ' ö'» biefiqen b'r M. Säger ' ®,lbptäinit tM u.ou§ Seibelz, «’nem Laden fa 9cHoh(en. Tir net wohlhabenden mb van den Station um '^bereitet güj. - nach.dem bevs> Öltransporte unto ^tzlos verhctzendn beiter und zu ein:m iur das Frühjch nbeiiher werden leltau und den Bad acht. Ter ameri« aus den Früchten gelegentlich auch bet aber kastanienbraun chte nicht ausreisen, spitzen verkümmern, vernichten und dir Bakterienbrand da r Kirsch- und lvch gartet Stämme s nentlid» bie Söd n Obstpslanzunskn irgerusen, bf'1.90 89.75 78.50 75.60 mit b. 1905 u. b. Bert, unitschb. unk. b. 1907 ....... Lstr. M. Lstr. M. 94.10 94.10 8(>.7u 94.25 94.10 83 40 76.— 100 6 94.70 95 6U Ungar. Kreditbank . . Unionbank (Wien) . . Wiener Bankverein. . Württbg. Bankanstalt . 37, 37, 4 4 4 4 4 37, 37, Schweiz. Central v. 1880 MoSkan-Kolan unk. 1915 Bank-Ale ti en. . . M. 1000/8000 cons. v. 1890 stenerfr. conv. imif. v. 1903 Bagdad-Babn ö.fl. M. 37, 37, 37, 87, 4 37, 37, 37, 37, 37, 37, 37, 37, mtrg ereilt von der Stockholm v. 1880 . . Wien Kommunal i. ffl. Franken-Allee, garant. v. Frankfurt Franks. Hof r. 105 Neue Boden t. 102 Pes. Lstr. M. omort. ab 1907 amort. ab 1910 . . M.1000 M. 300/1200 Sächsische Rente Württembg. v. 1875—80 abgest. . 94.50 95.80 do. do. Lissabon Moskau . . M.600 M. 600/1200 M. 600/1200 v. 1889 I. Ng. v. 1889 H. Rg ö. fl. 200 ö. fl. 200 ö. fl. 200 600/1200 , s. fl, 350 1005 6.15 87, 57, Rbl Lire M. V. 1884 v. 1888 v. 1895 V. 1898 do. dv. do, do. do. bn. Südd. 109.70 95 80 101.60 v. 1888 . . . v. 1895 .... v. 1898 unk. b. 1903 1905 ..... 500 500 5fX) 500 99.9' 86.60 Tlr. 100 Tlr. 100 5. fl. 100 Tlr. 100 Tlr. 100 Tlr. 50 h. ft. 100 Tlr. 100 Tlr. 50 Fr. 80 Fr. 100 Tlr. 100 ö. fl. 500 Tlr. 40 do ho. Hessische do. do. do. do. i. ro. v. 1903 i. ro. v. 1891 v. 1894 . v. 1898 . do. S. 28, 30, 32 do. S. 29 unk. b. do. S. 45 (tilgb.) 99 0,0 101.60 101.40 102.— äuß. E.-B i. G. v. 1890 . innere v. 1888 äußere Gold-Nnl. v. 1888 . 1913 . . u. 33 (tilgb 1906 . . 3% do. 37, dv. 37, do. 37, do. do. (Salzkgtb.) stf. i. ro . llngar.-roali,zische . stf. i. S mit b. 1905 . n. 1884 abgest. 37, do. 37, do. .37, do. 37, do. v. 1901 unk. b. abgest. . . . v. 1887 . . v. 1891 abgest. v. 1896 . . v. 1«9R . . v. 1902 Ser. II 68.10 68 90 12.80 91.- 100.10 do. do. 105.— 93.90 64.90 do. v. 190? unt b. 1910 do v. 1896 abgest. 1878 u. 83 . abgest. Lit. J v. 1884 v. 1886 it. 88 . . . v. 1894 v. 1905 unk. b. 1915 Kr. 1400 ö. fl. 200 ö. fl. 260 M. 1200 Tlr. 200 1'1 20 94.40 94.40 82.30 84.95 Vereinsbank . Diskouto-roesellschaft Dresdner Bank . . DreSdncr Bankverein 12, 13 . . . 15 unt b. 1906 19 .... 6 er. 6 Cer. 7 unt. b. 1906 . Cer. 8 unt b. 1911 . Scr. 9 abgest Fr. Fr- do. Aav'.er-Rente do. Gald-Rente do. einbeitl. Rente (conti.) . ° do. StaatS-Rente Oest. E.-B. Ct. Sch.-Verf^'. (conti Elifab. Ob!.) i. ro. stenerfr. . do. do. 98.90 94 — 37, 4 37, 4 4 4 4 4 3'/ 3'/. 37, 37, 37, 4 4 37, 37, 37, 4 4 4 4 4 3V, 37, 4 37, Ser. 69.82 unt b. 1904 . Kommunal...... Hyv. (Köln) S. 1 unk. b. 1904 bo. do. Et.-Rente 97.50 101.— 98.- 102.40 80.70 99.50 96.50 99.50 100.- 100.— conoert. v. 1897 v 190^ v. 1905 100.50 98.80 93 90 94.— Fr. M. rz- r'- 4 8*/, i. ro. i. ro. i. ro. t. ro. 1. S. omort. Rente bo. Rente do. do. amort. Rente omort. Rente Provinzial- und CommunaL Obligationen. a. M. Lil. N 11. Q abgest. „ R abgest. . . (Straüenbabn) ti. 1899 . ti. 1901 Abt. I. . . . v 1901 Abt. II. it. III. 71 70 101 40 100.80 101.30 69.60 112.- 27,. do. 27« do 95.50 99.30 . . 2000r unk. b. 1913 . . 1000r S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 do. S. 27,37, 39 u. 42 unk 1905 4 87, do. 37, do. 4 Pfälzische 101 - 94 — 83.50 84.- 77.50 10. .60 unk. b. 1908 . imt b. 1909 . Rmnän. do. do. do. do. 3 n 4 4 4 4 87,o 4 37, 3 37, ■37, 37, 37, Brünn.RS. 72 stf. i. Etaatsb. v. 83 „ i, I—VITT Em. „ 1. IX Em. „ i. ti. 1885 „ i. (Eroönzg«.-N.) „ 1. v. 1895 stf. i. G. 91 10 84.- 99L0 3 3 do. B Naab-Odenb. . StaatSanl. ti. 1905 Conlolid.-Anl. ti. 1880 . . „ roold-Anl. v. 1889 . . „ Conl. E. B Ser. I u. IT 89 „ roold-Anl. Em. IN v. 1890 . „ StaatS-Renle v. 1894 . alt.Kr.Rbl 236 30 10780 124.50 176.50 149.20 109 — 120.80 202 50 157.- 92 — 120.60 126.40 115.70 20'70 126.— Aktien ausländischer Transport- Anstalten. 110.- 118.— 133.60 a. Deutsche. Deutsche ReichS-Anleihe . i. B. ti. 1900 v. 1881 v. 1888 v. 1898 ti. 1903 do. I do. 1 Rudolf . do. 98 unt 1909 stlr. gar. do. 1901 uncti.b. 1915ftf.fl. 8?.- 100.70 97.— Pfandbriefe. , (vr. Pommr.) abgest. Inländische. Braunschweig. LandeS-E.-B. N E 80% do. do. do. do. do. do. do. do. do. 37, do. 37, do 4 Stuttgart v. 1895 unt b. 1905 . 37, do. v. 1904 untilgb. b. 1912 4 Trier ti. 1901 unk. b. 1906 37, do. v. 1899 i. P. i. ro. unk. b. 1908 . 92.75 unk. b. 1912 . | — 697,o 6 87. 47, 77, 5 7 9 87. 8 77, 7 7 100.— 154- 113.50 140.75 190.50 149.— 178.- do. Ser. 14 3 4 37, 8% 3 1905 1906 4 Vorarlberg . . . ft 7 - - - fl- 7 . . Tlr. 20 . . Tlr. 10 . . .Fr. 15 . . Lire 150 . . Lire 45 . . Lire 10 . . . s.fl.7 . . Fr. 10 . . ö.fl. 100 . . ö.fl. 100 . . . s.fl.7 . . ö.fl. 10 . . Fr. 400 . . Fr. 400 . . ö.fl. 100 . . Lire 30 1887 stf. gar. . . . . i. S. 200/1000 v. 1889 l. S. . . v. 1889 i. (55. . . v. 1891 i. ® 64.70 134.- 153.— 126.60 330 — 250.— 113.10 -7„ Ftal.stl.ciar. E.B.Ser A-E.i.ro. . 4 Ftal. Mittelmeer stenerfr. i. ®. . 74- 98.70 09.25 110.- v. 1901 v. 1894 v. 1905 v. 1902 itnf. b. 1907 v. 1903 unk. b. 1908 ti. 1897 3% Metz ti. 1903 unt b. 1912 . . . . 4 München r>. 1900/01 unk. b. 1910/11 37, do. ti. 1903 untilgb. b. 1908 . 93.50 94.50 100.- 100.50 100.10 1- 0.20 100 40 93.60 37, Hess. Provinz Dberheffen . . 3% do. do. Starkenburg . . do. v. 1897 153.40 199.30 135.50 . I 100.— . । 100.75 . I 93.50 37, do. do. r. 101 do. do. v. lR«7/89 ... v. 1896 unt b. 1901 . v. 1903 unt b. 1914 . 2%s^üdital. (Merid.) 6r.A-H. 4 ToSconiHie Central . . 6 Weststcilian v. 1879 . 37, roottborbbabn .... 37, Iura-Bern-Luzern gar. 37, Iura-Simvlon v. 1894 1891/92 (abgest . 1898 1902 uni b. 1908 1905 . . . . . 3% Naubeim v. 1902 unk. b. 1912 37, Neustadl a. d. H. v. 1889 . . ti. 1903 unt b. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. WormS 1909 1911 1913 1905 1907 Staats-Rente . . . do. v. 1897 stenerfr (Eifern Tbor) Goldstfr. 100.— 100 — 100.— 100.10 100.20 93 70 93.70 Rheinprovinz AuSg. 20 n. 21 unk. b. 1902 do. , 22 u. 23 ... do. „ 10, 12-16, 24-26,29 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. St.-Anl. ti. 1899 . Anl. abgest. . . . do...... do Argent. do. do. do. do. do. 96.20 84.60 96 20 84.60 101.- 95.— 95.- 3 3 87, 37, B1/, 8 101 50 103.— 99.70 99.90 100.30 4 Heidelberg 97, do. 37, ho. 3% Karlsruhe do. Htip.-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbt M. 600/1000/1200 Rhein. Hvv.-Dank M. 600/1200 Schafshaus. Bankver. . M. 1000 Südd. Bodenkredit-Bank . M. 600 do. do. do. do. Fulda ü, Gießen do. do. do. do. do. 500 200 do. do. do. do. do. do. do. do. v. 1902 stenerfr Gold-Aul. v. 1894 stenerfr. do. v. 1896 steuersr. do. unk. b. 1907 v. v. v. ti. v. v. v. ö. fl. Kr. M. Fr. Pes. Lstr. ti. l«90 ti. 1893 v. 1896 V. 1897 ti. 1903 ti. 1905 b. 1901 . b. 1902 . b. 1908 . 37, Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 1 — 190 unt b. 1905 Ser.301-310 unk. b. 1908 HhV.V. 3f" 4% gar. v.d.G. b. 1904 47, Mccklb. Hyp. u. Wbk. Ser. I tiert ä. 125 v. v. do. Südwest sttr. gar. 408/2040 Rtiäsan-KoSlow stenerfr. gar . . do. UralSk stenerfr. gar. 404/2020 do. do. 97 stenerfr. gar. . Warf-^.-Wien. flfr. gar. 2020/4040 Wladlkawk. 95 flfr. gar. 408/2040 Anatolifche i. ffi 2040 r do. i. ®. (S. H Ergnz.) 2040 Portg. E. B. ti. 86 Boira Baixa 4 . 87, Schwedische v 1880 abgest. . . . 87, do. ti. 1890 ..... 3 do.......... 37, S^weiz. Eidg. (A.-ro.) unt b. 1911 4 Serb. amort. . 1895 (405) . . . 4 Svan. ansl. Rente ti. 1882 abgest. 5 5 4 3 3 3 3 3 3 3 3 R 4 4 5 do. do. do. do. do. do. do. v. 1886 . v. 1895 . v. 1886 . Ser. 30.33 12 5 6 9 87, 6 6% 87- 77, 47, 6£ K 51/ " -70 6 8'/. 47. 77, 5 7 9 87. 8 7. 7- 7 47, Eisenwerke Lollar r. 102 47, Elektr. Werk Homburg r. 103 D. Atlant Telegraf . . . AnSbach-Gunzenh. . AugSburger . . . Braunschweig . . Finnländische . . Freiburger . . . roenua..... Mailänder . . . Mailänder . . . Meininger . . . Nen/l'ateler . . . Ocstr. ti. 1864 . . Oestr. Kredit ti. 1858 Pavenb. Gräfl. . . Rudolfs-Stiftung . Türkische .... do. .... Ungar. Staats . . Benetianec . . . 1%, (Nriech. E.-B. ti. 1890 stenerfr. 1% do M«n«nol-Anl. ti. 1887 . 4 Italienische R-nte 2*/,0 do. ba i. G. . . . <7. Oest. Silber-stkente bo. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. Rbein. do. do. do. do. 4 Egyvtifche unifizierte. . 37, do. vnvil. . . . 8 do. garantierte 4% Javaner Ser. II v. 1905 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. Pfdbr. Bk. do. do. do. do. do. do. do. do. do. 3\ R 3 4 4 3 5 5 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 3 47, 4 5 5 4 4 do. v. 1886,97,190 do. 1. P. . . v. 1898 unk b. Jnvest-Anl. . , Salonigue-Constant. Jonction . . do. Monastir . . 2020/4040 do. do. do. do. do. do. do. 87, Türk.-Eatipt. Tribut . . . priti. v. 1890 stenerfr. 20/1 Om 4% Heff.LandeS-HyP.Bk.Ser.12—13unk. 1913 Hest.LandeS-Hiiv.Bk. Ser.I—V unk 1909 37, do. do. Kommunal Ser lu.II unk. 1909 37, Naffanifche LandeSb. Lit. F. G. H. K. u. L. 37, • ‘ Casseler LandeS-Creditanst. unt . . Diverse Obligationen BudcruS r. 103 Dtfch. Luxemb. r. 100 24/ln LivomeS. Lit. C. D. n. D/2 Sard. See. st fr. gar. I u. II Badische Anleihe v. 1901 unt 1909 do. von 1^92 it. 94 37, Limburg abgest 3% Ludwigshafen v. 1896 . . . .37, do. ti. 1903 unk. b. 19 4 Mainz v. 1900 unk. b. 1910 . 37, 37, 37, 37, 37, 4 Mannheim v. 1901 unk. b. 1906 37, ho . . 3 Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 60% 87, Südd. Eiseubahli-Ges. Darmstadt . . . 37, do. do. do. ti. 1904 Hamburger v. 1902 unk. b. 1912 Hamburger St.-Anl. amrt.1900 n. 190 do. v. 1887,91, 37, do. ti. 1898 37, Darmst. abg. v. 79 Lit. U ". 81 Lit. A n.V 0. 1888 u. 1894 . . . V-] Cbile Gold-Anl. ti. 1889 . . ß Chinesische StaatS-Anl. ti. 1895 5 do. do. 47, do. do. 4 Berl. Hyp.-Bk. 37, do. 4 Frk., Hyp.-Bk. do. do. Ser. 3 abgest do. do. Ser. 2 n 3 unk. b. 1905 Meininger Hvv.-Bk. Cer. 2 ... Frani-FoleO i. Silb. stenerfr. Oeflerr. Lokalb. ftierstaml.) . . 1 bo. E.-B. St. S-f'.-Verlch. (abges Elifab.-A.) i. stenertr. Pn. Portiig. nnistz. n. 1902 ^er. I . do. nnistz. v. 1902 Ser.HI . de. Svez 3. fl. 150 . - fl- do. do. do. dc. 37, do. 37, Offenburg v. 1898 unt b. 1904 Pforzheim v. 1899 unk. b. 1904 v. 1901 unt b. 1906 37, Zürich v. 1889 .... 6 Stadt BuenoS-AireS ti. 1892 4 7, do. do. ti. 1888 do. Hyp.-Kred.-B. M. 600/1200 Mitteld. Bdkr. (Greiz) An. B.Rk. 1000 Mitteldsche. Kreditb. . M. 300/1200 Ratlb. s. Dtschl. S. l-V M. 300/1200 1914. 100 — 1915 . ।ICO 50 Bau! für handel und Industrie Depositeniaffe Gießen. 4 Babenhausen (Hellen) 37, Baden-Baden ti. 1898 unk. b. 1903 . 37, Bamberg ti. 1888 37, Berlin v. 1886'92 4 Bingen v. 1901 unt b. 1906 . . . R do. ti. 1895 Ausländische. Elisabeth fleuetfr. i. ®. . . 2000 K. Fcrd. Nrdb. 1887 stf. i. S. . . (Bank f. Handel u Industrie) Bapr. Htiv.- it. Wechselst!, s. fl. 500 Berliner HandelSg. . M. 500/1000 do. Hyp.-Bk. Lit. A M. 1000 do. do. Lit. 8 M. 1000 BreSl. DiSkontostauk Mk. 600/1200 Commerz, u. DiSkonto-Bank . . Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bank f. Handel 11. Industrie) Deutsche Bk. ©.I-VII M. 600/1200 Effekt.- ii. Wechselst. Tlr. 100 3% 87, Alzeti ti. 1899 unk. st. 1912 . . . 37, Aschaffenburg ti. 1888 ..... 4 Augsburg v. 1901 unt b. 1908 . . Kursblatt des Siebener Anzeigers vom 21. März 1907. 9otthardbabn . . I ttal. Mittelmeer . I Anatol. Eisenb. . 37, Kallel abgest 37, Killlngen n. 1886, 1888 u. 1903 4 Köln v. 1900 3% Kreuznach v. 1888 u. 1898 . . 37, Lahr v. 1889 37, bo. v. 1902 37, do. 4 Würzburg ti. 1899 unk. st. 1910 37, Landw. Kreditbank Lit D-J do. Lit N-P .... 37, Bremer St.-Anl. v. 1««R, 92, 99 bo. bo ti. 18°6 unt 1912 Panr. E.-B.-Anl unk. b. 1906 bo. E^B. it. Alla. Aul. . . do. Lande«kultur-Rente . . do E -B -Anl 37, Ulm ti. 1905 4 Wiesbaden v. 1900 unk. b. 4 37, 37, 37, 37, 37, .37, 4 Hainstg.Hyp^Bk. S. 141 -340 unk. b. 1905 do. do. S. 341-400 unk. st.1910 do. do. S. 401-470 unk. b. 1913 37,®otbaer Präm. Pfaudbr. I . . 37, do. do. II 3 Hamburger v. 1866 .... 3 Holländische Komm. ti. 1871 . . 3%Köln-Mindener 37,Lübecker ti. 1863 2%Lütticher ti. 1853 do. do. Franz-Jose Kaschau-Odrb. do. do. do. do. Oesterr. v. 1860 Oldenburger. . Russische v. 1864 . . . alt. K. Rbl. 100 Russische v. 1866 . . . alt. K. Rbl 100 27,Stuhlweißeub.-Raast