Mittwoch 18. Dezember 1907 157. Jahrgang Nr. 297 Erstes Blatt Si®tc6ctl^t ÄNMütkWÄ Mdsblatl füi den Krete M W W ES W V A || V W V auswärts 20 Mennig, Heften Yerniprech-An- ick M Berantwortllch «stuft l.d. Redaktion 118 WWF tüt den polittldxn teil: feg General-Anzeiger für Oberhefsen WZZ SÄTZ HofafiottsbrudenbVerlag dervrühl'schen Univ.-Vuch- und SteinbrndereL B. Lange. Bebaftion, Expedition und ©ruderet rchulftraz« 7 Sie Heuiige Kummer umfaßt 12 Seilen. ex bet Erwähnung der Flottenentsendung sagte, es müsse Sorge der Regierung sein, als guter Nachbar zu handeln und zugleich auch in freundlicher Weise klar zu machen, daß Amerika nicht mit sich spaßen lasse. Daraus geht zur Genüge hervor, daß man in Washington die Lage nicht ganz ohne Bedenken betrachtet und sich bewußt ist, daß doch eines Tages die Entscheidung über die Vorherrschaft im Stillen Ozean fallen muß. Sich für diese Eventualität vorzubereiten, das ist die eigentliche Aufgabe, die die Entsendung des großen Geschwaders bezweckt. Flach dem Stillen Hjean. Tas amerikanische Geschwader hat nunmehr He Ausreise nach dem Stillen Ozean angetreten. Lange genug hat man diese Fahrt hinausgeschoben, weil sie zur &eit der großen Erregung gelegentlich der amerikanisch- japanischen Differenzen leicht zu einem sorgenschweren Kori- füft hätte führen können, aber auch heute noch kann man 6ne Kreuzfahrt als eine Demonstration ansehen, indem sie einmal den Bundesstaaten an der westameritanischen Küste zeigt, daß die Unionsregierung in der Lage ist, ihnen maritimen Schuh zu gewähren, anderseits aber soll das Geschwader den Japanern zeigen, daß diese nicht.allein dien Stillen Ozean beherrschen, sondern daß auch noch andere boa sind, die ein Recht dazu haben. Zu dieser Fahrt hat man die besten und modernsten &dji|fe ausgewählt, die Flotte gliedert sich in zwei Geschwader zu je zwei Divisionen und jede Division um- soßt mit dem Flaggschiff des Kommandeurs vier große Lchlachtjchisfe des neuesten Modells. Mehrere Schiffe sind schon vocausgejahren, jo daß der Führer der Flotte, Admiral Evans, insgesamt über 19 Schlachtschiffe, 7 Panzerkreuzer, 9 Kreuzer unb 6 Torpedobootzerstörer verfügt. Bemerkenswert ist auch, daß die Flotte genau so ausgerüstet in, w ie zu Kriegszeiten, Munition und Proviant stad hieraus zugeschnitten, aber es handelt sich selbslver- sÄndlich nur um eine „friedliche Hebung" unter Zugrundelegung der MobilmachungSverhältnhfe. Die Munitionstammern sind gestopft voll, unterwegs sind verschiedene Kohlenstationen eingerichtet und für etwaige Repa- raturarbeiren ist das notwendige technische Werftpersonal bereits nach der Paeifiekuste abgegangen. Man sieht, es it für alle Falle gesorgt. Wie peinlich man £ei der Aussendung des Geschwaders verfährt, beweist auch der Umstand, daß s ä m t l i ch e j a p a- nische Bedienstete, die man mit.Vorliebe aus den schiffen seitens der Offiziere usw. verwendete, vorher entlassen worden sind, um ihnen keinen Einblick zu gewähren; itreifj man doch, daß selbst hohe japanische Osfiziere sich wr dem russischen Kriege nicht scheuten, als Spione ins Ausland zu gehen und dort unter Verkleidungen die niedrigsten Dienste zu verrichten, nur um etwas Brauchbares Ur ihr Land in Erfahrung zu bringen, unb es ist leicht möglich, daß sich unter den Offiziersdienew an Bord ter amerikanischen Schiffe japanische Marineoffiziere beenden haben. Gewiß haben sich in den letzten Monaten die Beziehungen zwischen Japan und Amerika gebessert, aber wer will sagen, daß die Stimmung von Lauer jein wird, unb ob nicht bei der ersten besten Gelegenheit wieder der Rassenhaß in Hellen Flammen auf- loverr; die Gegensätze zwischen beiden Ländern sind zu p:ope, als daß sie sich völlig beseitigen ließen. Die jüngsten Differenzen sind nur leicht üb er kleistert, aber die (Lpannung Lat noch keineswegs gänzlich aufgehört unb mißtrauisch beobachtet man in Japan die „Uebung" des amerikanischen Geschwaders, das die verschiedensten Häfen im stillen Ozean besuchen und sich schwerlich nur zum Vergnügen bor Mannschaften dort aufhalten wird, sondern zweifellos mn Kenntnisse zu sammeln. Sehr treffend hat Präsident Roosevelt die Mission des Geschwaders gekenn- zelchnet, indem er in seiner Botschaft an den Kongreß New York, 17. Dez. Osfiziere wie Mannschaften der gestern nach dem Stillen Ozean abgegangenen amerikani- schen Schlachtflotte sind begeistert von der Idee, einen kriegsmäßigen Kreuzzug zu unternehmen und geben offen ihrer Freude Ausdruck über die Möglichkeit eines Waffen ganges mit den Japanern. Lagesichtt». Tas neue Gesetz über den unlauteren Wettbewerb. Im „Reichsanzeiger" wird der vorläufige Entwurf eines Gesetzes betreffend Abänderung des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs nebst Erläuterungen veröffentlicht Neu vorgeschlagen wird die Einführung einer Generalklausel, die es ermöglichen soll, manche jetzt nicht versolglmre Unlauterkeiten zu erfassen, die Verschärfung des Strafschutzes und der Haftung des G e s ch ä f t s h e r r u für die Handlungen seiner Angestellten, Maßregeln zur belferen Verhinderung der Ouantitäts- und Qualitätsverschleierung, gegen die mißbräuchliche Bezeichnung der Ware als Konkursware und besonders gegen die angeblichen Auswüchse im Aus- Verkaufswesen. Daneben haben die Vorschriften über die sog. Anschwärzungen und über die mißbräuchliche Benutzung fremder Geschäftsbezeichnungen eine Erweiterung erfahren. Weiterg eh ende Wünsche von Interessenten sind unberücksichtigt geblieben. So ist auch die Frage der Bestechung von Angestellten kaufmännischer und industrieller Betriebe als noch nicht reif ausgeschieden worden, ebenso die gesetzliche Reglementierung des Ausstellungs- wesens. Ferner hat man auf Maßnahmen verzichtet, um die Mißbräuche auf dem Gebiete des Zugabewesens und der Rabattgewährung zu bekämpfen. X Zur Krisis im Flotteuverem. Tas Präsidium oes D-uisu)«.n Fw^errvereins tritt am heutigen Mittwoch zu einer Sitzung zusammen. In der Geschäftsstelle ist, wie die „Deutsche Journalpost" erfährt, ein authentischer Bericht über den Ausbruch und Verlauf der, Krisis rnsammengestellt worden. Die Geschäftsstelle hat dem Präsidium den Vorschlag unterbreitet: Tie außerordentliche Hauptversammlung zur Entschvidung über den Streit am Sonntag, den 19. Januar in Kassel statt- finben zu lassen. Die Verhandlung findet in voller Oöffentlich teil ohne vorherige vertrauliche Besprechung statt. Das Präsidium wird auf der Hauptver|amm- lung die Vertrauensfrage stellen und zurücktreten, falls die Vertrauensfrage nicht die Dreiviertei-Mehrheit finden sollte. — Tie aus 'Hänchen verbreitete Nachricht: Fürst Salm zu Horstmar sei zu r ü ck g e t r e L e n, ist ebenso unbegründet wie die Nachricht von dem Rücktritt Keims. Ebenso besteht bei den maßgeoenden Instanzen die Auflassung, daß der ganze Strert eine interne Angelegenheit des Flotten-Vereins ist, die dieser aus dem berufenen Wege, der ^Hauptversammlung, zu schlichten hat; ein Eingriff Wom Acurjch^n Mliftum. Jil der Aula der Technischen Hochschule KU Charis tienburq sand am 17. d. M. in Anwesenheit des Kaisers eine Festsitzung des Ausschusses des Deutschen Museums in München statt. Der Lorjitzende Prinz Ludivia von Bayern begrüßte den Kaiser. Er sagte, rian sei stolz darauf, daß diese bedeutsame nationale Anstalt geraü in München ihren Sitz habe. Sodann berichteten der Vorsitzende des Borstandsrates Dr. ing. Lhrensberger, sowie" die Vorstandsmitglieder Baurat von Miller und Geh. Hofrat v. Dyck über die Fortschritte und die finanzielle Lage des Museums, v. Miller forderte die deutsche Industrie zu reger Beteiligung aus, was so- fertige Erklärungen namhafter Zuwendungen l>ervorrief. Die Sammlungen sind vorläufig in einem provisorischen Gebaute untergeb rocht. Doch jetzt wird es möglich sein, an die Errichtung eines großartigen Neubaues heranzu- gehen Die Stadt München hat das Bauterrain kostenlos zar Verfügung gestellt, vom Reich, Bayern und zahlreichen Stiftern sind bereits 6 800000 Mark ztlsammengebracht. 8s fehlen nur noch 400 000 Mark. Geh. Rat Dr. W. v. Dy ck sprach über die zu schassenden Denkmäler für den Ehrensaal des Museums. Die Buch- druckereibesitzer und Duchdruckergehilsen haben beschlossen, das Denkmal Gutenvergs aufzustellen und von feiten der Mufeumsverwaltung wird die Aufstellung der Düsten von Copernicus und Keppler vorgeschlagcn. Ter Bürgermeister von München v. Borfcht ,listete namens d-'r Stadt München ein Ehrendenkmal zum Andenken an die Grundsteinlegung durch den uaiser. Slhließltch ver- r-mdeten der S.aatsselreiär v. Bethmaun-tzollweg und der bayerische Minister des Innern von Brettreich Aus- zeichnunaen, welche der Avnser und der Prinzregeni aus Anlast des Festes verliehen haben. — Tas Deutsche Aiu- smm in München ist schon ijeuU in seinem provisorischen Zustand das g r ° ß t e t« ck n i s ch e M u s e u m d e r W e l t. Ls enthalt die erste Lokonwtive, die ersten Kruppschen Gußstaylplatten unb zahlreiche andere Ma,chmen, die für bie Geschichte der Technik äußerst wertvoll sind. Der Kaiser stiftete ein 7 Meter langes durchschnittenes Modell eines Linienschiffes. Ter ReiaManzler Fürst Bülow hatte aus Anlaß der Versammlung zum Abend an ettva 430 Gäste Einladungen ergehen lassen. Die Gäste wurden von dem Fürsten Bülotv, der die Bonner .Husarenunisorm trug, sowie von der Fürstin willkommen geheißen. Außer den Ministern v. Brettreich und v. Bett)mann-5)ollweg und Prof. Koch, die am Mcktag zur kaiserlichen Ta,el gezogen waren, bemerkte inan u. a. die Minister unb Staatsfetre- täre v. Schön,, v. Lirpch, v. Moltle, Delbrück, Dr. Nieber- ding, v. Emem, Kränke, Frhr. v. Stengel, Frhr. v. Rheinbaben, Holle, Lreirenbach unb Dernourg, ferner Exzellenz v. Lucanus und zahlreiche Lerireter der Wissenschajt, der Kunst und der Hochfinanz. Um 81/3 Uhr erschienen der Kaiser, Prinz Ludwig von Bayern und der Kronprinz, worauf Professor Linde einen Vorrrag über Schätze der Atnrosphäre hielt. Der Kaiser unterhielt sich nach dem Vortrage kurz mit dem Admiral v. Tirpitz. Für die allerhöchjten Herrschaften er,olgte sodann ein Souper. Professor Linde erklärte in seinem Vorträge neuere, erfolgreiche Bemühungen, technisch die Bestandteüe der atmosphären Lusl zu Produkten von volkswirtschaftlicl)er Bedeutung zu verarbeiten und gab eine Darstellung der geschichtlichen Entmicklung der atmosplstirischen Forschung; er erwähnte u. a. die Verflüssigung der Gase, ferner die chemische Erschließung der Atmosphäre durch Lavoisier, die techmiche Anwendung des -flüssigen Sauerstoffs, von dem sich der Jahresbedarf für die Metallurgie innerhalb der letzten zehn Jahre verzehnfacht hat, sowie die Anwendung des Stickstoffs bei der Herstellung von elektrischen Metallfadenlanipen. Besoirders interessiert zurzeit die Herstellung von Stick st offverbindungen für die Zwecke der Landwirtschaft. Durch die in wenigen Jahrzehnten bevorstehende Erschöpfung der Salpeterlager werden die Landwirtschaft wie die Technik der Schieß- und Sprengstoffe und die chemische Industrie auf die Erzeugung von Salpeter angewiesen; es werd«! also ernste nationale Fragen von Behörden sei also ausgeschlossen. — Inzwischen hat >tr Vorstand des badischen Lan d es a us sch u s- es des Flottenvereins der „Süddeutschen Reichs- korrespondeuz" zufolge nachstehende Resolution be- chlossen: Der Gesam'tvorstand des badischen Lanoes-AuS- chusses bedauert die vom Präsidium des Hauptvereius vollzogene Wahl des Generalmajors Keim zum geschästs- führenden Vorsitzenden. Durch diese Wahl ist in die leitende Stelle des Vereins eine Persönlichkeit getreten, die als Träger der politischen Agitation im Verein zu betrachten ist. Der durch die Satzungen getvährleisteio unpolitische Charakter des Deutschen Flotten-Vereins ist dadurch in Frage gestellt und eine neue schwere Krisis über den Verein heran,beschworen worden. Der Ge- samlvorstand des badischen Flottenvereins hofft, daß das Präsidium mit Rücksicht aus die in weiten Kreisen des Vereins herrschende Stimmung Mittel jmden werde, um die sonst unausbleiblichen ernsten Folgen der Krisis abzuwenden. * Ter Prozeß gegen Stöffel unb der Antimilitarismus Tolstois. In ver ge^riguu Verharwtuug be» Prozesses gegen Stössel wegen der lieber gäbe von Port Arthur würbe die Verteidigung der Kintschaupositionen weiter erörtert. Bei der Vernehmung des Admirals Essen stellt die Verteidigung die Frage, warum die Flotte nicht zur Unterstützung ausgelaufen war, sie wird hierbei jedoch von dem Vorsitzenden mit der Bemerkung unterbrochen, daß dergleichen Fragen nicht vorgelegt werden dürsten, da das Gericht nicht zuständig sei, darüber zu urteilen. Durch weitere Zeuaeuoernehmungeu wird das Verhalten der Feld ar titler ie dargelegt. Unter anderem wirb ausgesagt, daß die russischen Feldgeschütze sich in gutem Stande besunden hätten, oaß jedoch die Fernwirkung nur fünf Wer st betragen hätte, während die feindlichen Positionen weiter entfernt gewesen wären. — Zum Prozeß des Verteidigers von Port Arthur, des Generals Stössel, schreibt die Post: ... „Was sich hier vor unseren Äugen abspielt, finb die Folgen der antimilitaristischen Agitation, deren eigentlicher 5)erd und Ausgangspunkt Rußland, und deren Prophet der" sogenannte „Wei.e" von Jassnaja Pol- jana ist. Der weiche, schwankende Charakter der Slawen ist der Wirkung der anarchistischen.Ideen deL Grasen Tolstoi mit ihrer anschaulichen Darstellung säst willenlos aus- geliefert. Die Propaganda Tolstois gegen den Krieg währt schon seit Jahren, und sie hat entse^liche Früchte getragen. Es ist unbegreiflich, wie in Ziußtarid, wo sonst so niet verboten wi.ro, die Verbreitung des Tolswischen „Merkblattes für Soldaten", welches Die Soldaten zum Ungehorsam und zux Revolte wirksamer aufsordert als die schlimm^ sten Branbreden Krapotkins, möglich gewesen ist. Die anti- militaristischen Schriften und Aujsatze Tolstois sind unter der gesamten amimilitaristischen Literatur als das weitaus Gefährlichste zu betrachten. Ihre Wirkung in Frankreich und Italien ist unverkennbar, unb in Deutschland haben gerade die Kreise, die grundsätzlich dem Militarismus feindlich gegenüberstehen, die größte Verehrung für Tolstoi an den Tag gelegt. Wohin dieser Kultus führt und führen muß, wenn oie Vorbedingungen so günstig sind wie in Rußland, haben die Tage von Kmtschau, von Port Arthur, von Liaujang und Mukden bewiesen. Man hat gesagt, die russische Verwaltung, nicht der russische Soldat sei in diesen Schlachten geschlagen worden. Es mag etwas Richtiges in dieser Bemerkung liegen. Llber die allezeit schlechte russische Verwaltung hat bie russische Armee nie am Siege verhindert, mochten die äußeren Verhältnisse auch noch so ungünstig sein. Noch bis in die neueste Zeit hinein galt das Wort: „Die russische Armee mag besiegbar sein, aber sie ist unüberwindlich." Wenn heute uü- mano mehr an die Berechtigung dieses Wortes glaubt, jo ist das den Wirkungen der Tolstoischen Agirarion zuberührt. Die erste industriell brauchbare Lösung des Problems haben die Norweger Birkeländ und Eyde gesunden. Neuerdings ist die Führung dieser wichttgen Aufgabe au die Badiscye Anilin- unb Sodasabrik dadurch übergegangen, daß sie mittels neuer einfacher Apparate höhere Ausbeuten erzielt. Nach dem Zusammenschluß der beiden Konzerne sind in Norwegen Wasser- kräfte mit nahezu 300 000 Pferdeträften erworben worden, welche mit einem Anfangskapital von. 40 Millionen Mark für die Erzeugung der Salpetersäure ausgebaut werden sollen. Auch in Südbayern plant die Badische Anilin- und Sodafabrik eine solche Anlage. Einen anderen Weg haben bie Berliner Chemiker Frank und Caro angegeben. In eisernen Retorten wird erhitztem Calciumearbid reiner Stickstoff zugejührt. unb begierig ausgenommen. Der so erzeugte Kalkstickstoff hat eine jahrelange agrckulturchemische Probe als w i r k s a m e s D ü n g e m i t t e l be- Itanben. Die Salpetersäure und der Kalkstickstoff )chemen bie Ausnützung der Wasserkräfte einer neuen Entwicklung zu^usührcu, da sie für zahlreiche, ja für die größten, von öen Industriezentren weit entfernten Wasserkräfte die bisher fehlende stetige Verwertbarkeit garantieren. Eine größere Anzahl von Fabriken für Kalkstickftofs ist eröffnet ober in der Errichtung begriffen: in den Apenninen und den savoyifchen und schweizerisehen Alpen, in Norwegen, Dalmatien und Sudbayeru. Es geht in Erfüllung, was aus dem Laboratorium des Naturforschers hervorgegangen, durch die technische Chemie und öie Jngeuieurkunst in verwertbare Gestalt gebracht ist und nunmehr aus den neuen Werkstätten des Gewerbefleißes erwartet werden darf. Sv stellen die neuen Schatze der Atmosphäre eine bedeutsame Mehrung der Güter dar, toelche unser naturwissenschaftlich- technisches Zeitalter hervorgebracht hat. Der Münchener Professor sprach schlicht, streng sachlich, ohne Pathos, aber mit großer Klarheit und sorgsam gerundeten Säßen. Die Amvesenden lauschten den ungemein intereisanten Darlegungen mit denkbar größter Aufmerksamkeit und als Professor von Linde geendet 'hotte, gab der Kaiser das Reimen ;mr Applaus. Der Kaiser machte den Eindruck eines gesunden, kräftigen Mannes, er ioar bei bester Laune und unterfnelt sich mit lauter Stimme. Besonders ausführlich sprach er mit dem (mxuier des künftigen Museums, Profeswr Gabriel v. Seidl. Er batte «u Ehren der Techniker Pionier-tlniform angelegt «Hessische Zweite Kammer. KB. D arm slad t, 17. Dezember. der 82.20 Elektnz. Schlickert 3 »\ordd. Lloyd . 3% Portugiesen III I 189 20 18 Dezember. Anfangskurse Tendenz behauptet. U4.K 192.X 213.Ki liarp^nei Berg wer« . -.auiauutle . . uuiuardeu E. B. \orud. Lioyd . i ui ^eniutie . . . . Uhr des be- Uanada E. B. . . I »armstadter Bank Deutsche BanK . DortiuuuGer-Union C. Dresdner Bank do. Konsols do. Hessen . . Überhessen lli-X . 98.51 . 201.51 . 111) . 213' . 2b 1U2J . 140.: 1 >o Uesterr. Goldrente. 4‘,'6-o Uesterr. Sdberrente 4>o Ungar Goldrente . . 4>o Italien. Kente . . , 3-v Portugiesen Serie I 3^e/( 3% 3Pa°/fl 3% 3^°/, lzi°/e russ.Staatsanl. 19U5 ■1/4 o japau. Staatsanleihe i^o Uouv. Türken von luud l'ürkeniose...... Gnech. Ülonopol-Aul. . 1% äussere Argentinier ilexiaaner , . . 4/*% uninesen . . Aktien: Bochum Guss .... Beniner dandelsges. Darmstädter Bank Buderus E. W. . 1 endenz: behauptet berliner 22ö 2u 52.UO 136.0u Deutsche Bank . . ' Dentscu-Asiat Bank' ' Diskunto-Komuianajt. . Dresdner Bank . Kreuitaktien . Baltimore- und Uhio- EisenLaun . . uottnardbahn . . Lomuarü. Eisenbahn uesterr. btaatsounn . 1 nuce-Henri-EisenbaUn Harpener Bergwerk. Laurahütte .... . . 147 60 • - 124.00 92.85 82.20 92 60 90.60 97.10 98.20 92 75 62*10 62.00 92.90 88.35 93.70 139.9o 48.20 83.70 61.5t 93.50 Am Ministertisch: Staatsminister Ewald, Minister Innern Braun und mehrere Mmisterialräte. Erster Beratungsgegenstand ist die Regierungsvorlage, treffend den Entwurf eines Jagdgesetzes. Die Beratung beginnt bei dem vielumstrittenen Art. 17 Vorlage, betr. das sichere man auch die Art. 19 uni) 27, die doch den Gemeinden entschiedene Vorteile brächten. "tbg. Tr. Fulda erklärt sich aus prinzipiellen Gründen gegen den Art. 17, weil er unter allen Umständen ein Privileg betaute, auch für die Anreciurrgen des Abg. Wolf tonne sich seine Lortei nicht erwärmen, da iie für die kleineren Bvdenbesitzer nachteilig werden könnten. §0 lf erläutert daraus noch einninl seinen Standpunkt. , Dbg. at. D ) ann loenhet sich gegen die Haltung der sozial- demotratischen Redner, bereit Standpunkt er nicht verstehe. Es handle sich ut dem Gesetz von 1848 weniger um Vorrecht der Grvllgrundtasttzer-, als von. Vorrechten der Gemeinden, wenn hier überhaupt von sog. Privilegien gesprochen werden könne. Man; öurie doch auch einmal festgelegte Rechte nicht ohne weiteres tan ereilenteu entziehen wollen. Mit einer einfachen radikalen Streichung des Art. 17 Lomnre man zu keinem Resultat. Eher lietze sich vielleicht eine Einigung auf dem Wege erzielen, datz man den Gemeinden das Recht auf Ablösung gibt, ihnen die-I leibe aber nicht zur Pflicht macht. Abg Bähr i|t darüber verwuntart, daß der Vorredner! bezweifelt, es beim Art. 17 tatsächlich mit Privilegien zu tun | zu haben. I Tie Sitzung wird vom Präsidenten Haas um 10 / eröffnet. buch und Kühler. Dagegen, stimmten: Tamm, Diehl, Finger, VUVUU/ ^|unn Lr. Reh, Reinhart, Schönberger, Lr. Weber, Stöpler u. Präs. Haas' Daraus wird die Sitzung uni 1 Uhr abgebrochen und auf morgen früh J Uhr vertagt. Es soll zunächst die beschlossene ä.ch 1 l c_ e | u n g bi e r J a gdvorlage erfolgen._____ Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . 1Ä Hamburg-Amenk. PaketL ..... . 153.0 . 124.0 . 22j.J . 1313 . 169.0 . 136.) . 197, . 81j . 183.' . 27 i . 1441 116.1 vermischte». * Großfeuer beim , v g. „Älumenschmidt" in C r f u r t Am 17. Dez. brach in den mächtigen Garten-, anlagen der Firma I. E. Schmidt eine Feuersbrunst aus. Ern Gärtner hatte aus Rache das große Samen-Magazin rn Brand gesteckt, das mit seinem tastbaren Inhalt uno den teuren Ma|chiuen völlig eingeäschert wurde. Die Glut war derartig start, daß die Feuerwehr Mühe hatte, die 75 Meter üon der Brandstelle entfernt stehenden Häuser vor der Vernichtung zu schützen. Ter Schaden wird auf eine ViertelmUlron Mark geschätzt. Während der Ablöschunas- arbeiten spielte sich eine Schreckensszene ab. Ein Gärtner erkannte den Brandstifter, einen Mann namens Werther । und verfolgte ihn. Als er ihm nahe war, gab der Ver^! brecher einen Revolver schuß auf den Gartner ab.! Werther entkam, ohne daß bisher eine Spur von ihm ae- funden wurde. z * Um eine falsche Banknote ermordet! In, ^llschretven. Die Offiziere, das gebildetere Element, sind den Lehren Tolsbors, deren Sinnlosigkeit sie nicht erfassen konnten, meist erlegen. Leider haben sich unter ihnen sogar welche gesunden, die den Gedanken des Tolstoischen Slntimrlitarismus auch unter ihren Untergebenen selbst weiterverbreitet haben. Die Hauptarbeit haben aber die zahlreichen sozialdemokratischen Agitatoren im Heere selbst vernichtet. So find es denn nicht so sehr die Japaner, nicht so sehr die Korruption in der russischen Verwaltung gewesen, die entscheidend für die Niederlagen Rußlands jm Ostasren gewesen sind, sondern in erster Linie der Antimilitarismus, der dem Lande seiner Geburt die allerschwersten Wunden geschlagen hat. Die unheimlichen Wirkungen der Tolstoischen Lehren treten, wie schon bemerkt, in Frankreich und in Italien, wo die literarischen Jünger Tolstois am stärksten vorgearbeitet haben, unverkennbar hervor. Man beachte, wie in Deutschland der Vorwärts für Tolstoi eintritt, wie er fast jede von dessen antimilitaristischen Schriften erwähnt. Die Lehren hieraus ergeben sich für Deutschland von selbst."' ®erid?tsfaoL R-’B- D a r m st a d t , 18. Dez. Les Verbrechens der vor- hAH» S . f an ö ft in ung unter eigenartigen Umständen batte sich der heule deshalb vor dem Schwurgericht stehende 41 Jahre alte Landwirt Ludwig DeichmuUer von R a u n- h e i m schuldig gemacht. Anläßlich eines m seiner Familie nicht eltencn ehelichen Zwistes liefe er sich durch Zorn, zn dem sein sehr leicht erregbares Temperament neigt, hinreifeen, m das eigene Wohnhaus yeuer zu legen. Durch laschen Alarm und energisches Einschreiten der Emwohnerschast wurde der Brand, der bereits ^ugboden und Deckbalken ergriffen hatte, umerbrüeft, nachdem man das von Tetchmuller verschlossene Haus förmlich gestürmt hatte I s'aAcft^lCrbei llld)ln ü^ne eine kleine Lynchjustiz abging, war bei der Erbitterung m Raunheim iiber den tollen Streich nur allzu begreiflich. er bisher unbestraste und gut beleumundete Angeklaate usl,fum u'l'nundigen Kindern, lebte mit seiner Frau unglücklich und hatte deshalb die Schwiegermutter bestimmt, zu ihm zu ziehen. Auch dieses Astttel verhinderte Zerwürfnisse nicht, und so war es auch am 22. September zu einem Wonwechsel gekommen m dessen Verlaus beide Frauen von Scheidung sprachen und D ! in -wnt die brennende Lampe zii Boden schleuderte, ohne daß etwas hierdurch passierte, tfrau und Schwiegermutter flüchteten unter' Abg. Lr. hat) ib wendet sich gegen die Ausführungen Dr. Osanns und betont bann, "bic von der Regierung gegebenen sh? en Jeien viel zu allgemein, um ein klares Bild zu erhalten. JJcan tonne eigentlich nicht von allhergebrachten Rechten der ^tandesyerren sprechen, beim diese Rechte seien nur angemaßl, '^e4ST' in beiten die Ritter eben tan Bauern bas £anb ab nah men. Wenn man jetzt von einer Ablösung dieser Rechte spreche, so mußte sie um Den gleichen Preis erfolgen, wie damals, nämlich sür 'Richts. Tie fiskalischen Jagtan waren dabei natürlich auszuschalten, weil sie ja der Allgemeinheit bienten. । Jtod) werteren Ausführungen des Abgeordneten Tr. We- j ber trat der Aus.chußreserent Abgeordneter Tr Reh eindringlich für die Annahme des Artikels 17 und Ab- leljnung aller anderen Anträge ein Das Gesetz von 1848 gebe bem Grundbesitzer das Jagdrecht, aber die Ausübung werde der Gemeinde übertragen und somit für diese ein Privileg ge- Bei flachen von 30U Hektar sei lediglich der allgemeine Grundsatz taivehalten worden. Tie Erwerbung neuer Jagdrechte jn durch das neue Gesetz ausgeschlossen. Mit der Ablehnung -V lüyr^c Itur erreichen, daß der bisherige Zustand I uhne Einschränkung taitahalten würde. Es entspann sich dann eine längere Geschäftsordnungsdebatte, nach der beschlossen wurde, tan Antrag Wolf auf Streichung des Art. 17 m namentlicher AWimmung zuerst erlestigen. ^tc namentliche Abstim m ung ergibt 2o Stimmen für und 1 6 gegen den Antrag Wolf I ber somit angenommen ist. Für den Artikel stimmten die Angg. Adelung, Bahr, Braun, Breitanbach, Tr. David, Erck Dr Freu ah, Tr. Fulda, Hauck, Hirsche!, Horn, Joutz, Kvrell, Molthan' I । Mergelstetten (Schwaben) zeigte ein .Handwerksbursck, falsche Tausendmarknote in einem Gasthof vor H ! Leute hielten den schein für echt, verfolgten den » burschen und erschlugen ihm Sie wurden * Briefe an St. Nikolaus. Der ^cneralnnh ° X bet Vereinigten Staaten hat die Postämter angewiesen llche von Bindern an St. Nikolaus adressierten Briese'r^ tätigkeitsvereinen zuzusenden, die sich zur Erfülluna b öen Kindern ausgesprochenen Weihnachtswünsche ber^ klärt hatten. Es werden den Postanstalten der Union - 1 lich nahezu hunberttausend solcher Briefe zur Befü^^^ anvertraut, die nach bet bisherigen Praxis dem Bure si? unbestellbare Briefschaften überwiesen wurden. Qu D“ bC$tC Wcibnfl^«g?schenk für Damen und Herren. ÄWS SA5ErY Füllfeder Anfeuchtenbfeffcf v"h=ri<^ Schüttein oder Hrh zu alle? ?CkvSt. nicht - lci=ht und rein- --ch Papiergeschäfte.L,8t «•“-= __Schwan-Blelntilt-Fabrik, Nürnberg. Jagdrecht der Grundbesitzer, tat dem im Sommer ds. IS. die Debatte vertagt worden war. Abg. Wolf kommt auf seine trüberen Einwendungen gegen •bieten Artikel zurück und wendet sich auch gegen beu neu vorgelegten Ausschufebericht darüber, besonders den Absatz 2, nach dem es keinen Unterschied begründen soll, ob die zusaniinenhängende Flache m einer ober mehreren Gemarkungen liegt. Die Wünsche ber rheinhessischen Jägerkreise seien auch in der neuen Fassung nicht gebührend berücksichtigt worden. Nach Ansicht der Jäger enthalte das Gesetz keine Vorteile, sondern nur eine Verschlechterung bes jegigen Zustandes. Redner erklärt, daß feine Freunde nicht in der Lage seien, die Vorlage anzuiiehinen. In früheren Fällen sei es bet Beratung juristischer Fragen üblich gewesen, auch das Urteil ber juristisch gebildeten Kollegen zu hören. Da sollten die Herren doch letzt auch auf das Urteil der Landwirte hören, da sie doch selber nicht Fachleute sind. Dies sei aber nicht geschehen, man habe die Wünsche der Landwirte unberücksichtigt gelassen Deshalb mutzte bei der früheren Beratung zu dem üblen Mittel der Obstruktion gegriffen werden, nm die Entscheidung über das Gesetz zu vertagen. Leider bringe auch der neue Ausschufecmtrag keine bessere Berücksichtigung ihrer Wünsche, und deshalb werde er mit Jemen oyeuntan bas Gesetz bekämpfen. Die doppelten Rechte der Grundbesitzer mußten endlich beseitigt werben. Er wolle ihnen nicht das Jagdrecht überhaupt entziehen es müsse aber modeinisiert werden, man könne alt überkommene Vorrechte nicht mehr in der modernen Gesetzgebung beibebalten. Redner erklärt zum Schlufe, datz seine Partei nur bann an dem Jagdgesetz mitarbeiten werde wenn es von dem Prinzip ausgehe, dafe die Jagd dem Besitzer gehöre. J Abg U e b e I gibt auch für seine Partei die Erklärung ab, dafe |ie den Art. 1/ nicht annehmen könne, wenn die darin gewährten Vorrechte nicht beseitigt würden. Auch die vom Vorredner gewünschten Abanberuiigen könne er nicht befürworten ." W$e^t wendet sich gegen die Bezeichnung „zusammen- hangend die zu iinbestimmt sei. Er beantragt noch einen Zusatz gum Absatz 3 des Art. 17, dafe „als zusammenhängende Fläche" Grundstücke auzusehen sind, die derart zusammenliegen, dafe sie eine orbnungsgemafee Ausübung ber Jagd ermöglichen; sie muffen eure Mindestbreite von 500 Nietern haben. Schö n b e r g e r legt in längeren Ausführungen seine Slnsicht dar, dafe Jagdrecht und Grundbesitz zusammengehörig seien. x* c7 bestimme im Grunde genommen das JagdausübunqSrecht und daneben werde festgesetzt das Recht durch den Besitz von 75 ha Grundfläche. Das sei ohne Frage em Sonderrecht, em Privilegium, ™ ^ev Sesetzlich jestzulegcn sich niemand entschlietzen werde. Er habe die Regierung um Mitteilung darüber erpicht, wieviel Jagdgrunde bet tt» ha Fläche vorhanden seien, er habe aber keine Antwort erhalteii. Wenn die Grenze von 75 auf 150 ha erhöht würde fonnte er schon eine ganze^Reihe Bedeiiken lallen sassen, west als- dann der Eharakter des Sonderrechts wesentlich geändert würde. Oiedner betont schlietzlich, dafe man jetzt das Gesetz verabschieden und es nicht zu Falle kommen lassen dürfe. Brau n führt aus: Der t-rbg. Schönberger scheine ä »ää ter »äitW“ der Regierung seien scharf geblieben und er hoffe, hie •- • 9f *■ 8b x'aj chwurger Debatte wrrd sich nicht fo gestalten, dafe die Regierung auch gezwungen wird, mit tan scharfen Jahnen zu beigen. Die Re- 6^ruug ser vergegangen infolge eines Antrags (tas Abg. Osann Genossen vom Jahre 1891, worin die Revision des Jagta Erlangt und zahlreiche Wünsche ausgesprochen wurden, finh X1 bsm Vovliegenoen Entwurf tunlichst tarücksichligt toottan sind. Ter damalige Antrag, tar einstimmig angenommen J?ar namentlich von Landwirten unterzeichnet, darunter frhShJn?5 ^^heinhessen. Der Minister bespricht daun die ver- fthietanen Einwendungen ber, Vorredner und erklärt, daß Me F^erUsd Qr*L ^em' ?rt 17 '^schalten müsse. Abg. Wols hatte ftmher den Strich dieses ArttLsts beantragt, jetzt scheine ihm weniger daran, als an einer Abänderung des Artikels nach seinen BÄ -5ür ung-r-chtf-rsigt h-L er L L Abg. llebci, dafe die Regierung in tae,er Frage keine ^rlC^U9e habe. Wie tonne man denn erwarten, 9Wr^p91€rUn? Erschlage machen solle, auf rvelche Weise 9 besten zu ryalle gebracht werden kann. (Heiter- «ckch Er mnste konstatieren, dafe auch in feinem der vielen geeignete Gegenvorschläge enthalten seien. Tein Abg. mal,ie er ^9en, tafe er das ge^vünschte Material Nicht erhalten tonnte, weil die Regierung bisher noch Zits lZrgeuettt, bau rm ganzen 29 o0u Hektar mit ^utasherrtichen ^agdrechten in Betracht kommen Die Geiamrstoche verteilt sich aus 119 Gemarkungen mit 10 226 Hettar Iülirbe also 225 ttartar umfassen Der »17?? besitzt die grvtztcn Einzettomplexe; auf ihn entfallen Stantasheroen 27,6"/» und auf ke übrigen Ä’UJSW konmeii dieie Zahton für die weitere Beratung bespricht dann eingehend die Frage des Abtosungsr^chts, das für die Gemeinden nicht seht ^j^te^bert sein tonne. Mit tar Ablösung aticin werde sehr ^L7til man öen JagdvefiMrn chre Sonderrechte zu Gunsten der Gemeinden nehme, so roeroe man auch qeremter- 10^6 ben Sefifeern bie MögltchLü geben müssen, gefetztich von einer Beschränkung loszukonunen, die eng damit zusammenhangt nämlich von der ^olzoerechtigung der Gemeinen in den Wm- buitgen. Nur^ dadurch würden die geäußerten Wünsche auf Auk- . ru erreichen sein. Das tonnte aber geschehen, sondern nur in einem besonderen ^^.Eelcht im Änschiull an das Gesetz üb.r die Umwandlung und die Ablösung der Rcaliasten von 1899. 3 S. x t x 0'*' 1 4 vlc II ul u öu 6ever» umbeiliveute, nut Petrol°mn begoß und anzündeü uni öaYyaus und >ich uevbrennen zu lassen. Er war nach seiner da- "“‘ff Ueslnahme mit von Linnen, Loch ist durch die Äeobachtnnq UU Pblltt^osbo^nilal IpiUP ^mv>rhn i m A hi ' 9 Aordd. Lloyd . ... 103.JJ Ubeischles. Eisen-Indnstrie 95.0 Abg. Bä h r stellt nunmehr tan Llntrag, eine zweite Lesung des Gesetzenttvurss avzuhaltcn und begründet diesen Antrag. ' . . ^llrg. Reinhardt hat Bedenken gegen diesen Antraa tae ^gg. Köhler und Ulrich crtarcit jid) eveiituell dafür" Aer Antrag wird dann cui|timmig angenomuien .Bet Fortsetzung tar Debatte besprich. Aog. Dr Weber die verschiedenen Einwendungen der ^rittaiir und empsiehlt dann ro !^eren ttusluhrungen bic Annahr.'.e oes Art. 1/ nach der Regierungsvorlage. Der, ArttLel beire„e cm orecht der I. kämme? ton dem ne niemals laßen werde. Mit tar Annahme tas Attck^ Teiefomsciie Kursberichte des Giessenei Anzeigers, nntgeteilt von der Bank ihr Handel und Industrie. Giessen. Frankfurter Hörne. 18. Dezember, 1.15 Uhr. Beichsanleihe . . 92;101 Elektnz. Lahmeyer . schastigle sich heute noch bis ui die spaten Abendstunden hinein um öem grollen Unlerfchlagungsprozefe gegen den früheren S t a d t - kammerer Al art in Braun aus Amöneburg. Der Biihorerraum zeigte wieder eine dichte Besetzung. Zunächst wurden sämtliche Wirte aus Amöneburg darüber vernommen, ob Braun über eine Verhältnisse gelebt habe. Gerade das Gegenteil wurde lestgestellt. Lehr belastend für den Angeklagten waren die Aussagen der jetzt noch tu Amöneburg wohnenden Gattin des früheren Bürgermeisters Weber. Ihr Acann habe sich oft über den St- Laninierer beklagt, west dieser selten im Bureau aber desto meta i mt Wiitshause gewesen sei. Es kamen dann noch einige feuern d?. Geschasismhrimg, sowie mehrere unreelle Handlungen tas tt uheren Bürge t Meisters zu Sprache brachten. Tie Verhaiid- ttmg endete heute Abend gegen 8 Uhr mit der vollständigen Frei- prechnna des angeklag.cn. In den 4 Tage dau°md-n Prozell sind etwa 110 Zeugen vernommen worden. I h. Frank,urt a. Ai., 17. Dezbr. Die hiesige Straf- k a m me r verurteilte den Kaufmann Albrecht Lu 1 r b ato e r a) V U Begnadigung in Berlin em Hotel übernehmen. 1 CLe j . .-7,Deutich-§ Lesebuch sür die höheren S» !.ncht zu groß ist und sie fast alle nur von bewahrten Mttfte? stammeir. So trifft man u. a. Ludwig Richter mit einigen feine ^-^hnnteil\UlW ^ö>rich Prellers Odyffeebsttar sind voi> zuglich wiedergegeben. Recht hübsch machen sich auch die Ritb ‘ Egorisctan Darstellungen und die Schluß bildchen, bie altertümliche Oerttichkeiten aus unserem ianta darstellew - Truck und Papier verdienen Lb. L Herausgebern kann man zu diesem ersten beLZLn?^ wünschen. Möchten die folgenden Bünta A J. 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Preis pro Laad kartoniert Mk. 2 53, ui Gauzlemwaud M 3.— Bon den zahlreichen günstigen Beurteilungen seien hier nur einige angeführt: al8/u Nvemtjche Blätter für Erziehung und Unterricht: . . . »Durch geschickte ^eranzleoung der emichmgigen Vueraiur führt uns der Bertaner Schritt tur Schritt mit wachsendem Interesse und ,esfelnd in das klare Berstandnts jener yerrltchen Sagen ein, viele Mätfel werden dabei glücklich gelöst. Ein deionderes Berdlenst des Verfassers liegt ferner daran, dast er in seinen ort tief philosophischen Darstellungen recht anschaulich überzeugend und populär vertahrt, so dag seine Schriften dem großen gevildeten Publikum vollkommen zugänglich sind." Qciterreichisches Litcraturblatt, redigiert von Dr. Franz Schnürer, Wien: . . . „Die vorliegeliden Essays geben in recht ansprechender Weise eine Darstellung der Entstehung und all- uiaylichen dichterischen Ausgestaltung deutscher Sagen. Die beiden Sucher bieten eine auf fleistiger Lektüre älterer uns neuerer C-netlen beruveuve Etnfuvruug in das dictcti der deutichcu Sagenwelt in einer Form nuo Austastung, die das Werk besonders als Geschenk an begabtere Schüler ge- eignet erscheinen lasten. Als Lektüre für die reifere Fugend dürften die beiden Bände ihrem Zwecke am besten Nachkommen". Meine diesjährige 7597 Johannes Köhler Schulstrasse 1 Galanterie- u. Luxuswaren Schulstrasse 1 Weihnachts - Ausstellung bietet wie bekannt, auch diesmal wieder die denkbar grösste Auswahl in praktischen und nützlichen Weihnachtsgeschenken Fertige Äettwä|che Ta chentüchcr Weistleineuc Taschentücher das halbe Dutzend Mk. 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