Dienstag 8. Dezember 1907 LS7. Jahrgang er. 284 Zweites Srlchewi tüglich mit Ausnahme deS Sonntags. Wetter Frankfurter £iör*e, 3. Dezember, 1.15 Uhr. 93.15! Elektnz. Lahmeyer . 3 M°/( 3X7 < III Portugiesen 84.00 195.00 150.50 Getreide am Roggen SAFETY FÜLLFEDER (+ (- 2) (- 1) (+ 2) (-27,) (- (— 137 166 185 170 165 175 170 180 2 2 (+ (- (- Bochum Guss . . Buderus E. W. . 28 00 143.90 (- (— (- 2) 5) 1) 2) 1) 2) 2) 1) 3) 3) 1) 1) 1) 3) 1) 3) 3) 4) ) 2) 3) 5) 4% 3% 3% Italien. Heute . . . Portugiesen Serie I . 3 rfl CO der vereinigten freisinnigen Parteien noch ein von der Regierung und den Konservativen vor- als das Blockprogramm des Reichskanzlers bisher darbietet. letzten Markttage: Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Rostock Hamburg Hannover Düsseldorf Köln Frankfurt a.M. Alaunhe im Straßburg Stuttgart 60.20 93 30 89.00 93.30 Elektnz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paket!. Harpener Bergwerk. . . Lanrahiitte...... Nordd. Lloyd . . . Ubeischles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. • . Darmstadter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien..... Baltimore- und Ohio- Eisentahn..... Gottuardbahn..... Lombard. Eisenbahn . . Uesterr. Staaisuunn . . . Pnnce-Henri-Eisen bah u . . 195.75 . 114.00 112 75 100.50 206.50 102.75 115.25 195.00 216.00 108.00 99.75 154.00 125.70 226.00 137.50 170.10 138 00 199.75 82.70 93.60 82.70 91 50 92.40 96 90 98.10 92 80 47.50 83 50 60.00 94.60 Wirkung weiteres Lmssetzt, praktisch Die Weizen 232 (— 231 (+ 221 (— 237 234 223 217 217 222 220 210 218 222 229 220 239 2377, Eeichsanleihe do. Konsols . < do. . , Hessen . . Oberhessen 187V, (-7,) 2077z (- ) 195 (- 27,) 197 (- ) 221.00 (— 5.25), Blatt Regen Bed. Himmel Regen Rotationsdruck und Aertag bei Brüht'ichen UnwersltätS • Buch- und ©tetnbrudeieL iR. Lange, Gietzen. . 28.20 . 105.70 . 142.70 200 197 201 202 209 209 207 210 213 203 196 208 208 208'/, 2077, 215 215 225 212 Der. 181.10 (— 4.60). Liverpool März 184,30 (— 1.00). Chicago Der' 148 80 (4- 7.90), Mai 160.00 (-s- 4.65). Roggen: Berlin Der 213 00 (+ 0.25), Mai 214.25 l— 1.50). Hafer: Berlin Dez. 170 00 (— 6.00), Mai 177.00 (- 3 50) Mk. (- 3; (- 2) (- I) (- 1) (- ö) (- 1) (- 3) Meteor oioqisme Beodttchnrugen der Stariou Gießer;. Redaktion. Expedition und Druckerei - Schul- stiatze 7. Exvedition und tBerlag . 5L Redaktion. 112. DeL-Adr» An»eigerGletzen. Die „Glctzener Zamittenblätter" werden dem »Anzeiger* otennal wöchentlich beige!egt, das „Kretsblati füt den Kreis Gietzen" zweimal wöcheiUlnch Der ..ksesslsche Landwirt*' erscheint monatlich einmal. Hafer 163 (- 3) 165 (— 2) 169 (— 3) 3>ä7< Getreide - WocherrberichL der Preisberichts ucke des Leut.u)eu Lanowirlschaftsrats vom 26. November bis 2. Dezember 1907. Mit dem langsam wiederkehrenden vertrauen zur Lage des 226 30 55.50 137.70 4}$ °/o ruso.Staatsanl. 190.) 4>6°/0 japan. Staatsanleihe 4% Conv. Türken von 19u3 Tilrkenluse...... 1% Griech. Monopol-Aul. . 4% äussere Argentinier . o°/0 Mexikaner . . . . 4>i7o Chinesen . . . . Aktien: Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz behauptet. einer Barriere versehen sei. Ta der steinerne Prellbock dem Schienengleise zu nahe stand, konnte eine Quetschung des nach der Seite gewandten Automobils Nicht vermieden werden. Nur dem Umstande, das; der Reisende rasch aus dem Auto sprang und sich auf den Boden fallen ließ, war es zuzuschreiben, das; er mit dem Leben davon kam. Kappe und Schutzbrille rollten unter die Lokomotive, her Chauffeur konnte int letzten Augenblick durch Abspringen sich retten. Beide Insassen erlitten nur leichtere Verletzungen, während das Auto vollständig in Trümmer ging. Das Gericht erkannte auf Freisprechung unter Belastung der Staatskasse mit den Kosten einschließlich der baren Auslagen jedoch ausschließlich den Kosten der Verteidigung. h München^ 2. Dez. Heute nachmittag sollte die feit drei Tagen geführte Verhandlung über die Beleidig ungS- klage dreier Mitglieder des Ehrengerichts des ärztlichen Bezirksvereins gegen den Landtagsabg. Dr. Q u i d d e fortgesetzt werden, welcher anläßlich des Selbstmordes des Spital- arztes Dr. Hutzler behauptet hatte, das Verfahren vor dem Ehrengericht gegen Hutzler sei ein Skandal, eine unberechtigte Vernichtung fremder Ehre und das Verhalten der Ehrengerichts-Mit- fet dazu angetan gewesen, Hutzler in den Tod zu treiben. Die Zeugenvernehmung war für die Klüger derart ungünstig, daß sie heute nachmittag freiwillig ihre Klage zurückge- z o g en haben. Was soll ich mir lang den Kopf zerbrechen, die Tante hat doch alle:, was ne braucht, und ieure Weihnachtsgeschenke kann ich nicht kaufen. Fa.w ächte Sodener Mineral-Pastillen aber werden tbr Freude machen — die hat sie gründlich ausvrobiert und für sie schwärmt sie geradezu. Mit einem halben Dutzend Schachteln kann ich mich einfchmeicheln und ich hab die Genugtuung, was Vernünftiges getauft zu haben. Fays ächte Sodener kaust man für 85 Pfennig die Schachtel in jeder Apotheke, Drogerie und Mineralwasserhandlung. . Harpener Bergwerk Lauralnitte . . :.umbarden E. B. .\ordd. Lloyd . . rurnenlüse . « . zweite Reihe der Etatredner begann, wie schon erwähnt, Herr David. Die Art, wie er das von Bebel Geldmarktes scheint man in den Vereinigten Staaten die statist. Verhältnisse umso schärfer ins Auge zu fassen, als die Beteiligung der übrigen Exportländer an den wöchentlichen Weizenverschissungen derart abgenommen hat, daß in der letzten Woche mehr als zwei Drittel der Gesamtleistung auf amerikanischen Weizen entfielen. In Europa war man unter Hinweis auf die argentinische Ernte, deren Schnitt in den nächsten Tagen beginnt, und die nach Ansicht der argentinischen Regierung einen Exportüberschuß von mehr als 4 Mill. Tonnen erwarten läßt, nicht geneigt, den festeren amerikanischen Berichten einen sonderlichen Einfluß einzuräumen. Bei uns war es außer der argentinischen Verkaufsbereitschaft, die allseits gemeldete Zunahme des inländischen Angebots, wodurch der amerikanischen Anregung eine Wirkung auf die Stimmung entzogen wurde. Außerdem war die wieder milder gewordene Mitteilung geeignet, die Befürchtungen in Bezug auf den Wassertransport zu zerstreuen. Die darin zuletzt eingetretene Aenderung vermochte dem Geschäft indes auch keine Anregung zu bieten. Vielmehr hat die Schwerfälligkeit des Absatzes, wobei allerdings der teuere Geldstand mit die Schuld trügt, eine Ermäßigung der Forderungen für sämtliche Getreidearteir unvermeidlich erscheinen lassen. Au dem Lieferungsmarkte gab das verstärkte Warenangebot Anlaß zu Begleichungen, die bei schwacher Kauflust zu einer Ermäßigung von 51/4 Mk. für Dezember und 3Vs Mk. für Mai führten. Roggenlieferungen lagen still, erwiesen sich aber widerstandsfähiger, da Mangel an zur Lieferung geeigneter Ware Ab geb er vorsichtig machte und Deckungssrage hervorrief. Während Mai I1/3 Ml. nachließ, hat Dezember seinen letztwöchigen Stand sogar um 1/4 Mk. überschreiten können. Das heutige Andienungs- material fand bei den Mühlen Aufnahme. Der Hafermarkt hat infolge stärkeren Angebots bei fehlender Kauflust ein noch unvorteilhafteres Aussehen angenommen. Der Bedarf stellt nur geringe Ansprüche und der Abzug nach draußen stockt, da man am Rhein infolge hoher Wasserfrachten sich aus der nächsten Umgebung zu versorgen sucht, während billigere La Plata- und Donau-Offerten das Geschäft mit dem Aus lande erschweren. . Lieferungen lagen daher matt, für Dezember 6 Mk., für Mai 37s Mark schwächer. Einschränkend wirken die billigen Haferpreise aus den Absatz von Mais, der namentlich von der Donau stärker angeboten wurde, dagegen zeigt sich für Futtergerste bei nach- lajsenden Preisen immer wieder Begehr. Es stellten sich die Prelse für inländisches 242'7 (-27,) 242 (- 2) 170 (— 2) 182 (- 3) 1877» (— 27,) 185 (— 1) — Fußball: Die zweite Mannschaft des Gießener Fuß b a l l kl tl bs von 1900 schelte vergangenen Sonntag gegen die erste Mannschast des Fußballklubs G e l n h a u s e n und errang einen Sieg von 6:2 Toren. Gießens Stürmer spielten unter ihrer' sonstigen Bonn, nur der rechte Außenstürmer mar gut. Gelnhausen zeigte em ruhiges, manchmal sehr seines Zusammen- tpiel. Die Mannschait hinterließ einen sehr guten Eindruck. SNmmungsllUd «us 6em Reichstage. Berlin, 2. Dezember. Der erste Teil der Gene r ald cb atte beim Etat si zu Ende. Mit Herrn Dr. David, dem Führer der Re- lissionisten in der Sozialdemokratie, begann die „zweite Garnitur" der Redner. Vorher aber hatte auch der heutige iiertc Tag der Etatsberatung seinen Höhepunkt und zwar nieder in einer M i n i st e r r e d e. Der neue Staatssekre- ct des Innern, Herr v. B e t h m a n n - H 0 l l w e g, führte ich mit seinem sozialpolitisch enProgramm beim hause ein. Der Reichskanzler hatte am Samstag mit einer handbewegung auf ihn gedeutet: „hier mein Nachbar jiirgt dafür, daß die Sozialpolitik in guten Händen ist"; .ini) was der Verwalter der Erbschaft des Grafen Posa- )2wsky dem Hanse vortrug und wofür er alles, was er an Arbeitskraft besitze, einzusetzen versprach, war eine wertvolle Ergänzung des Blockprogramms des Reichskanzlers. Es ist ein ästhetischer Genuß und eme erfreuliche Abwechselung in den von materiellen Interessen und Kämpfen verwüsteten Verhandlungen des putschen Reichstages, die Debatte wieder einmal auf eine hohe philosophische und kulturpolitische Warte gehoben zu echen. Was er den Sozialdemokraten zum Vorwurf machte, )d(; sie ihrer Gefolgschaft, den deutschen Arbeitern, die politischen Ideale und den menschlichen Lebensgehalt verkümmern, hätte aus anderem Munde lärmenden Widerspruch aus ihren Bänken geweckt und leidenschaftliche feuert hervorgerufen. Ihn hörten die Sozialdemokraten vühig und mit sichtlichem Interesse an. Zwei bedeutsame -Mitteilungen machte der Staatssekretär: Tie beim Abgang des Grasen Posadowsky in Aussicht gestellte Er- h.ebung der arbeits statt st ischen Abteilung zu einem selbständigen Reichsarbeitsamt wird einstweilen noch nicht erfolgen, da Herr v. Bethmann iv das ungeheure Gebiet seines Ressorts noch nicht genügend eingearbeitet zu sein glaubt. Und das andere ist die Aussicht für die Privatbeamten, ihre Pen- fionsversicherung aus einer finanziell erträglichen Gründlinge zu erhalten, mit Beiträgen, die für sie selbst nur 0 Prozent ihres Gehaltes ausmachen. Vor und nach dem Staatssekretär sprachen zwei V e r- kreter des linken Blockslügels. Für das eigentliche Blockzentrum der freisinnigen Gruppen hatte am Zamstag Dr. Wiemer unter starker Betonung der liberalen Forderungen die Bereitschaft zur Mitarbeit im Block ausgesprochen; daß die beiden kleineren freisinnigen Gruppen richt so freudig habet sind und ihre conditio fine qua non schärfer herausarbeiten würden, wußte man im voraus. Ms den Erklärungen des Herrn Schrader und des Herrn L Payer ersah man nun, daß von einem Verzicht der Kreisinnigen aus die Geltendmachung ihrer preußischen Wahlrechtsforderung nicht die Fede sein kann. Und das ceterum censeo: direkte Steuern betonten der greise Führer der freisinnigen Vereinigung und der volksparteiliche Präsident der WürttemLer- gchchen Kammer mit jeder nur wünschenswerten Deutlichkeit r.nd Bestimmtheit. Mit scharfem Sarkasmus kennzeichnete tzerr v. Payer das Handelsgeschäft, das der Reichskanzler fer rechten Seite des Blocks angeboten habe: Konzessionen L.uf Gebieten, wo die Opfer ohnedies unumgänglich sind, nnit oder ohne Block. So^el ist gewiß, daß die Mit- 4% Uesterr. Goldrente. 47v °o Uesterr. Siiberrente 4% Ungar. Goldrente . . Kandel. Bayrische Vodenkreditanftalt Würzburg. Der Verwaltungsrat dieser Gesellschaft hat infolge der Entscheidung des Oberlandcsgerichts Bamberg auf den 23. Dezember evnc außerordentliche Generalversammlung einberufen. Cs wird dreier vorgefchlagen, die sämtlichen Beschlüsse der ordentlichen Generalversammlung vom 20. Februar ds. Js. aufzuheben. Die Verwaltung begründet dies damit, daß sie es angesichts der von einem Gerichte vertretenen Auffassung über ihre Generalversammlung vom 20. Februar für ihre Pflicht erachtet, die von bem Oberlandesgericht gerügten Gesetzesverletzungen sofort zu beseitigen und nicht erst in einem langwierigen Prozesse gegen die Rechtsauffassung 212 in prima Qual. z. d. bill. 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