Donnerstag A. Mai 1907 157. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 102 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag«. Oberndorf, Elpenrod, Erbenhausen, Gleimenhain, Gontershausen, Die „Wietzener FamiliendlStter- werden dem ,Anz«ger^ viermal wöchentlich beigelegl, daS „lüetsblatt für den Kreis Sietzeu" zweimal wöchenUrch. Der „ksesfische Landwirt" erschemt monatlich einmal. RotattonSdruck und Verlag der Brüblichen UnwersuätS - Blich- und Srembruckerei. 8L Lange. Bietzen. Redaktion. TxvediNon und Druckerei: Schnl- stratze 7. Erpedition und Verlag i 6L Redaktion:113. Tek.-Adr^ AnHeigerLletzen» politische Lagesschatt. Tie Ausland Rere des deutschen Reichskanzlers ist in England im allgemeinen verhältnismäßig günstig auf genommen worden, obwohl weniger durch die lioerule mim» sterielle Presse, als durch die leitenden konservativen Blätter. Der „Standard" erklärt, die Rede sei vernünftig und ehrlich gewesen. Deutschlands Haltung gegenüber dem Ab- rüstungsrummel könne niemanden überraschen, der den Gang der internationalen Ereignisse beobachtet habe. Ter e n g l i s ch e Ministerpräsident sei sehr zu tadeln, weil er die Abrüstungsfrage zur öjfentlichen Diskussion brachte und dadurch eine Spannung zwischen England und Deutschland herbeiführte. Tie Pariser Blätter sprechen sich ziemlich zurückhaltend aus. Der „Temps" schreibt: Der Reichskanzler habe beruhigen wollen: man werde in einigen Tagen bester beur- teüen können, ob ihm dies gelungen sei. Wenn man den letzten Teil seiner Rede lese, könne man sich nicht be3 Eindruckes erwehren, daß seine Zuversicht nicht eigentlich diplomatischer Natur sei. Es handle sich um eine Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Ackendorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Heuchelheim, Klein-Linden. Lana-Göns. VI. Wahlkreis. 1. Amtsgerichtsbezir! Lich: Albacher Hof, Arnsburg, Bettenhausen, Birklar, Dors-Güll, Eberstadt, Grü- ningen, Hattenrod, Hof-Güll, Kolnhausen, Langsdorf, Lich, Meil- bach iWaldgemarkung), Mühlsachsen, Muschenheim, Nieder-Bessin- gen, Ober-Bessingen. 2. Aus dem Amtsgerichtsb^irk Gießen: Albach, Annerod, Burkhardsfelden, Garbenteick, Hausen, Lech- gestern, Oppenrod, Reiskirchen, Rödgen, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg. VIL Wahlkreis. L Aus dem Amtsgerichtsbezirk G r ü n - berg: Appenborn (Hof). Beltershain, Seilsbausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbacb, Lauter, Linoenstruth, Londorf, Odenhausen, p^ueckborn, Reinyardshain, Saasen mit Bollnbach, Deitsbcrg und Wirberg, Swckhausen, Weickartshain. 2. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Gießen: AUendorf a. d. Lumda, Allertshausen, Alten-Bufeck, Bersrod, Beuern, Climbach, Dcurbringen, Friedelhauscn, Großen-Luseck, Heibertshausen (Hof), Lollar, Mainzlar, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg, Treis an der Lumda, Trohe, Wieseck, Winnerod. VIII. Wahlkreis. 1. Amtsgerichtsbezirk Homberg: Appenrod, Bernsfeld, Bleidenrod, Büßfeld, Burg-Gemünden, Dannenrod mit Neu-Uttichstein, Deckenbach, Ehringshausen mit Die yijstsche Kerfaffungsresorm. (Fortsetzung.) Im nachstehenden geben wir aus dem Gesetzentwurf über die Wahlkreiseinteilung die vorgeschlagene Zusammensetzung der oberhessischen Wahlkreise wieder: L Wahlkreis. Amtsgerichtsbezirk Vilbel: Büdesheim, Dortelweil, Groß-Karben mit Klein-Karben, Harheim, Holzhausen, Kloppenheim, Massenheim, Rieder-Erlenbach, Nieder-Eschbach, Nieder-tAchbacher Hohemarkwald, Ober-Erlenbach, Ober-Erlenbacher Wald, Ober-Eschbach, Ober-Eschbacher Hardwald, Ober- Eschbacher Hohemarkwald, Okarben, Petterweil, Petterweiler Wald, Rendel, Rodheim vor der Höhe, Rodheimer Wald, Vilbel. II. Wahlkreis. 1. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Friedberg: Asjenheim, Bauernheim, Veinhards (Hos), Bruchenbrüaen, Burg-Gräienrode, Dorn-As, enheim, Heldenbergen, Ilbenstadt, Kaichen, Leidhecken, Nieder-Florstadtt Nieder-Wöllstadt, Ober-Flor- stadt, Ooer-Rosbach mit istieder-Rosbach, Ober-Wöllstadt, Ockstadt, Ossenheim, Reichelsheim in der Wetterau, Straßheim (Löwen- bos), Wicksladt. 2. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Altenstadt: Bönstadt, Engelthal (Hof), Erbslädter Domanialwald, Nieder- Mockstadt, Staden, Stammheim. III. Wahlkreis. 1. Amts gerichtsbezirk Bad-Nauheim: Bad-Nauheim, Dorheim, Hasselhecke (Hof), Nieder-Mörlen, Ober- Mörlen, Rödgen, Schwalheim, Steinfurth, Wisselsheim. 2. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Butzbach: Bodenrod, Fiskalische Wald- gemariung bei Bodenrod, Fauerbach v. d. Höhe, Hausen, Hoch- Weisel, Langenhain mit Ziegenberg, Maibach, Münster, Nieder- Weisel, Oes, Oppershofen, Ostheim, Ostheimer Wald, Rockenberg. IV. W a h l r r e i S. 1. Amtsgerichtsbezirk Hungen: Bellersheim, Berstadt, Feldheim (Feldgemarkung), Graß (Hof), Hungen, Inheiden, Langd, Nonnenroth, Obbornhofen, Rodheim an der Horloff, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Wohnbach. 2. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Friedberg: Beienheim, Melbach, Sodel, Weckesheim, Wölfersheim. — 3. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Nidda: Bad-Salzhausen, Ber- städter Marlwald, Bingenheim, Bißes, Blofeld, Borsoors, Echzell, Echzeller Markwald, Geitz-Nidda, Gettenau, Grum-Sa-walheim (Höfe), Harbwald mit Glaubzahl, Heuchelheim, Kohden, Ober- Wäddersheim, Rabertshausen 1, Rabertshausen II, Reichelsheimer Waldanteil an der Bingenheimer Mark, Ringelshausen (Hof), Unter-Widdersheim. V. Wahlkreis. L Aus dem Amtsgerichtsbezirk Butzbach: Bergheim (Feldgemarkung), Butzbach, Gambach, Griedel, Holzheim, Kirch-Gons, '.vLünzenberg, Ober-Hörgern, Pohl-Gons, TraiS-Münzenberg. 2. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Gießen: militärische Zuversicht. Der Reichskanzler habe Vertrauen ) u r Kraft Deutschlands, und dieses Vertrauen verleihe chm Ruhe. Was die Haager Konferenz anlange, so habe der Reichskanzler in sehr nachdrücklicher Weise den Standpunkt Deutschlands dargelegt. Er glaubt nicht, daß mmi auf der Konferenz zur Einschränkung der Rüstungen gelangen könne. Tas ist eine Empfindung, die wir durchaus teilen, liebet die französisch-deutschen Beziehungen sagt der Reichs- kanzler nur wenig. Er rechnet auf eine loyale Anwendung der Beschlüsse der Konferenz von Algeciras. Er glaubt, daß unter diesen Umständen allmählich das Mißtrauenzwischen Teutschlcknd und Frankreich schwinden werde. Für den Augenblick ist offenbar nichts Besseres zu wünschen. — In Pichms U-ngebung hält man die daS Haager Programm behandelnde Stelle der Rede für die selbstverständliche E-chluh- fvlgerung, welche Deutschland aus der von England ins Werk gesetzten Reorganisation seiner Wehrkraft ziehen mußte. WaS Bülow über Marokko und daS weichende Mißtrauen zwischen Deutschland und Frankreich geäußert hat, nimmt man mit Befriedigung zur Kenntnis. Die augenblickliche Getreidemarktlage 9le Heutige Dummer umfaßt 10 Seiten« Die sozialdemokratische Maifeier bat tn Berlin unter ziemlich starker Beteiligung ftattge- ftmdeu. Wenn auch in vielen Fabriken usw. gearbeitet wurde, weil sonst eine Aussperrung zu besorgen war, so wurde diese Minderbeteiligung wieder ausgeglichen durch die nahezu völlige Arbeitsruhe im Baugewerbe und in der Holzindustrie. Im einzelnen brachten die etwa 80 Versammlungen Berlins und der Vororte nichts besonders Bemerkenswertes. Wegen Ueberfullung gesperrt waren nur fünf Säle. In allen Versammlungen wurde eine gleichlautende Resolution angenommen, in der es unter anderem beißt: Die Versammelten fordern eine wirksame Arbeiterschutzgesetzgebung, in der mindestens bewilligt werden muß: ein höchstens acht Stunden dauernder Normal-Arbeitstag; eine mindestens 36 Stunden dauernde Ruhepause für jeden Arbeiter in jeber Woche; Verbot der Erwerbsarbeit für Kinder im Alter von unter 14 Jahren. Die Versammelten fordern die rechtliche Gleichstellung aller Arbeiter ohne Unterschied des Geschlechts und unbeschadet darum, ob sie in Industrie, Landwirtschaft, Handel und Verkehr oder Gesinüedienst ihre Arbeitskraft verkaufen. Die Versammelten fordern die Erweiterung der politischen und wirtschaftlichen Rechte für die Arbeiter. Infolge der Maifeier erfolgte in Berlin die Aussperrung der Arbeiter im Baugewerbe laut Beschluß der Unternehmer. Die Maifeiernden dürfen erst am Montag wieder eingestellt werden, wenn nicht inzwischen Ereignisse eintreten, die zu einer erweiterten Aussperrung führen könnten. Tas Berliner Brauergewerbe wird von einer Mai-Aussperrung verschont bleiben, da die Brauereiarbeiter diesmal überall arbeiteten. In der Metallindustrie werden als Folge der Maifeier kürzere Aussperrungen ein- treten. Es läßt sich schon letzt feststellen, daß die Arbeit nicht in so großem Um sänge wie im letzten Jahr zum L Mai eingestelü worden ist. dtach den aus dem Reiche vorliegenden Telegrammen ist es zu Ruhestörungen bei der Maifeier nirgends gekommen. In Lübeck feierten alle Metallarbeiter; sie werden dafür 14 Tage ausgesperrt. Anders ging es in Frankreich her. In der ArbeUsbörse zu Par is fand eine Versammlung statt, bei der der Vorsitzende, Janvion, ein entlassener Staatsbeamter, sämtliche Mitglieder des Kabinetts heftig angriff. Nach Schluß der Versammlung kam es auf der SLraße zu erregteren Auftritten. Police ipräsekt Seltne geriet ins Gedränge. Die Gardes Republicaines mußten gegen die Ansammlungen vorgehen. Bis 7 Uhr abends waren in Paris etwa 700 Verhaftungen vorgenommen worden. Am Quai de Jemappes wurde ein Schutzmann durch einen Revolverschuß leichtverwundet. Man nimmt an, daß ervoneinerFrauabgefeuert wurde. Cs gelang jedoch nicht, unter den zahlreichen Personen, die verhaftet wurden, die Schuldige festzustellen. In Paris schoß ein Mann vom Dache eines Hauses a u f d i e T r u p p e n aus der Place de la Republique. Einem Soldaten wurde die Kapuze durchschossen, einem Kürassier der Küraß verbeult. Der Täter wurde nebst einem Begleiter verhaftet. Die Polizei hatte Mühe, ityn der Menge, die ihn lynchen wollte, zu entreißen. Es ist der 22 jährige Schneider Jakob Law aus Rußland und angeblich ameri- kanischer Staatsbürger. Er und sein Genosse wurde von der Menge arg mißhandelt und befinden sich gegenwärtig im Spital des Untersuchungsgefängnisses. W In Brest fanden sieben Versammlungen statt, in denen der Aus stand proklamiert und die Familienväter ersucht wurden, ihre Kinder nicht in die Schulen zu schicken, damit auch die Lehrer sich an den Kundgebungen beteiligen könnten. Es wurde eine Protesttagesordnung gegen die Verhaftung der Mitglieder des Arbeiterverbandes angenommen. ' beurteilt die ,Landwirtscb. Marftttg." in folgender Weise: Haarhäusen, Hambach, Höingen, Homberg, Kirtorf, Lehrbach mu «Die vergangene Woche hat nicht nur auf unseren inländischm Schmcklhof, Maulbach, Nieder-Gemünden, Nieder-Oflewen, Ober- Märkten, iandern aus einer grotzm Zahl aiwlandiicher Plätze Gleen, Ober-Ofleiden, Otterbach, Rüddingsbausen, Rülfenrod, eine sehr feste Stimmung und»zum Sei Schadenbach, Wäldershausen (Hof), Wahlen. 2. Aus dem Amts- gebracht Die Ursachen sind mannigfaltig, und cs lohnt ich gerichtsbezirk Grünberg: Atzenhain, Flensungen mit Mücke, wohl, ihnen nachzugehen, da sie über manche, auf den ersten Flerisunger Hos, Groß-Eichen, Ilsdorf, Ilsdorf (Solms), Kirsch- Blick eigentümlich anmutende Erscheinung im Markte Ausklärung garten, Lchnheim, Lumda (Groß- unb Klein-Lumda), Merlau, öu schallen vermögen. Nieder-Ohmen mit Königsassen, Ober-Ohmen, Ruppertenrod, Stan- Schon bie vorige Saison hatte für die meisten Getreideart« WeiterSbain Wettiaaien. höhere Preise gebracht, als wir sie im Allgemeinen in den letzten IX WahNre'is^ 1. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Als- fahren hatten. Bei uns in Deutschland speziell glaubte man nun, feld: Altenburg, Angenrod, Arnsheim, Bernsburg, Sieben, weck die neue Ernte recht gute Resultate ver>prach, für das Bcklcrtsbausen mit Getbürms Brauerschwend, Eifa, Elbenrod, lausende Erntesahr an niedrigere Preise. Verstartt wurde diese Ennenr^, E^ors^mck Do^rod, Eulersdorf^Fischbach, GrLau, Ansicht noch dadurch, daß die Welternte vollWe»en ehr gtwß hnrü t* Breidenbach, Ober-Sorg, Ohmes, Rainrod, Reibertenrod, Reimen- mehr sind die Prei,e heute durchgängig hohu als zu Beginn dn rod, Renzendorf, Romrod, Ruhlkirchen, Schwabenrod, Schwarz, S«i°ri. Von vermnz^en und uur^ub^gehenden Ausnah^ Seibelsdorf Storndorf. Strebendors, Unter-Sorg, Vadenrod, abgesehen, ist eben tm lausenden Gnckesahre ein uev er stutz an 'gruHfr^hnrr1 Qpil 2 AuS dem Am^aericktsveckrk Ware nirgends zu verzeichnen geweien. Man konnte ehr vom LR «KL-SSLK SVK berg, Unter-Wegsurth; Willofs. Herbstein' schaftliche Entwickelung der letzten Jahre höhere Preise für land- mentotirL Saunrtö^ Miellk Nch-lhäin: SSÄfi« L AnS aS^rtae Eichenwd, ®nVltab, Flejchenbach. greiat^teinau Gr-b-nham. Ä» anabe für bie Gunzenau, Scistcrs. $ierb|tcin, Slörgenau, dolzmuhl, Siofimannä« Ä’M,*?, 0?0lJS' Ä J? ,^n unb lebte Obn- 2lb°Nen Nbesham-en (Salbs^rtung). Lan-en^am. nch-^bes Ae-erbaue^berlang^ ^über^^nan unb lebte^ wirkten auch die ständigen Klagen über den Mehlabsatz. Diese waren Ans 2 nur zu geeignet, in dem oberflächlichen Betrachter den Eindruck SF&särar' ss L eikm mä mäkrn ^nrfmnnn^in ^dtenhoin' Qetreibe ein äußerst starker wegen der nicht nur quantitativ, ‘’nÄSS NV'Lch^bL ™Ä' i-m daß Ä9bäbÄ8ÄÄiS5 9S feib ^«“058^ kbl'a^VV ÄMtÄ, sritt^Ä Amtsgmchtsdezrrl Nrbba. Erchrts. Lntejahres nähern, eine ganj außerorbentlich gesteigerte Em»ltnb- 6 XBL S a?H?e i S 1 AmtsaeriLtsbezrrk Orten berg- lichkeit unserer Märkte gegen jede Veränderung un Angebot ober ietb‘»? & SSfc »4 s » LLSMLSLO^ Swlberger Wald, Volkartsham, Wenings, Wernings (Hof), Wip» tin<; ö-ni ^k-j^qtaa penbach. 2. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Nidda: Dauern- KieltySlttg. heim, Dauernheim (Hof), Fauerbach bei Nidda, Glashütten mit R. Berlin, I. Mai. ^gelhaufen und Streithain, Michelnau, Nidda, Ober-Lais mit Ein ander Bild als gestern. Ein Mißtrauensvotum. Unter-Lais, Ober-Mockstadt, Schleifeld (Hof), Unter-Schmitten, Es war zwar nicht eben schwer zu ertragen für den Fürsten Bü- Wccklernhausen mit Hof Finkenloch. low, denn daß die Welfen unversöhnlichen Zorn im Busen XIV. Wahlkreis. 1. Amtsgerichtsbezirk Büdingen: tragen, weiß man nicht erst aus der.Wiederaufrollung der braun- Alt-Wiedermus, Aulen-Diebach, Betten (Waldgemarkung), Beunde- schweigischen Frage anläßlich des Regentschaftswechsels. Wenn Hof (Neuhof), Bindsachsen, Bös-Gesäß, Büches, Büdmgen mit die welfischen Wünsche noch aussichtsloser werden tonnten, dann Saline unb Großendors, Büdinger Markwald, Büdinger Wald hätte Abg. Götz v. Olenhusen heute durch seine scharfen mit Tiergarten, Burg-Bracht, Cardach, Diebach a. H., Dudenrod persönlichen Angriffe auf den Reichskanzler in diesem *5inne mit Christiiienhof, Düdelsyeim, Eckartshauseu, Eckartsi-äuser Ober- gewirkt. Wer den römischen Billenbesitz des Fürsten Bülow als wald, Eckartshäuser Unterwatd, Hain-Gründau, Harbeck (Wald- Argument zur Diskreditierung nationaler Gesinnung ins Feld gemarkung), Himbach, Hitzkirchen, Illnhausen, Kefenrod, Lorbach führt, der setzt sich altg. Gelächter aus,, und ein solcher Erfolg mit Herrnhaag, Marienborn (Weiler), Michelau, Mcktel-Gründau, war denn auch Herrn Götz v. Olenhusen, diesem letzten Ber- Mcktel-Gründauer Ortsbezirk, Orleshausen, Pserdsbach, Rinder- tretet des Welsenrums im Reichstag, beschieden. Sein Herzensbügen, Iiohrbach, Roi-rbach.r Walb, Ronneburger Hos, Ronneburger wünsch, den deutschen Bundesfürsten möge „Erleuchtung" kom- Wald, Bonhausen, Wolf. 2. Aus dem Amtsgerichb-öezirt Alten- men, barmt nicht das angestammte Herrscherhaus in Braunschweig stabt: Ältenstabt, Altenstädter Markwald, Glauberg, Hainchen, „entthront" luerbe, wird wohl für alle #cit unerfüllt bleiben. Heegheim, Höchst a. d. Nibder, Höchster Wald, Langen-Dergheim, Der Kanzler beschränkte sich aus sachliche unb energische Linbheim mit Enzheim, Oberau, Rodenbach, Rommelhausen. Zurückweisung ber wennchen Ansprüche. Gerade setzt, bei der ----- schwierigen internationalen Lage, müsse jebe Lockerung des inneren Zusammenhanges des Reiches verhütet werden. « Bemerkenswerter als diese Episode war die groß angelegte Rede, in der der Mainzer Abg. Dr. David die Negierungspolitik krttisch erörterte. Er nutzte die Gelegenheit, den leitenoen Staatsmann „vor der Klinge zu haben", weidlich ans. Beispielsweise oraa)te er die Frage der Emsührung von Sch ifsahrtsav- gaben zur Sprache; die betrefsende Interpellation harrt schon seit Wochen der Beantwortung. Er meinte, ber Kanzler sei vor dem Willen ber preußischen Junker zusammengellappt wie ein Taschenmesser und habe den Einzelsraaten je einen besonderen Speck oorgehalten, um sie für die Siffahrtssteuer zu gewinnen. Hofjent- lich werde in die,er c>rage das liveräi-iönseroative Bündnis „mit einem itiiall" auseinauoergehen, denn es handle sich um Wahrung einer liberalen Errungenschaft. Wenn man Dr. David hörte, dann gibt es feinen üoerzeugteren Berireter des Reichsgedanlens als bie Sozialdemokratie, und keinen radikaleren Träger des Partiturarisuius, b. h. des preußischen, als den Fürsten Bülow. Da sei Ehlodwig v. Hohenlohe, ber Memoirenfürst, ein anderer Reichskanzler gewesen. (Große y eiter feit rechts.) Fürst Bülow, bem Dr. David zum Schluß noch eine —. wenig ehrenvolle — Ergänzung der agrarischen Grabinschrift; Mpfcchl, faßte sich tn seiner Entgegnung sehr lurz. Tr ttronte pLmlich den Sozialdemokraten nicht den Gefallen tun, „sich mit den bürgerlichen Parteien in die Haare zu geraten". Folglich King er an derFragederSchiffahrtsabgaben vorüber. Es bleibt bei der in der Wahl angewendeten Behandlungs- kneife der Sozialdemokratie. Die Wahl in Glauchau-Meerane '-nötigte aber den Kanzler zu der Mahnung an die bürgerlichen Parteien, nicht auf ihren Lorbeer» einzuschlafen. Es gab einigen Lärm auf der äußersten Linken, Doch dabei hätte es am Ende sein Bewenden gehabt, zumal der -bayrische Gesandte Graf Lerchenfeld mit seiner Bemerkung über die Schiffahrtsabgaben auch nicht zur Klärung der Situation weitrug. Doch der Freund des Kanzlers, der wcstpreußische Agrarier Abg. v. Oldenburg, hatte es anders beschlossen. Er hielt eine SHrrfmacherrede, mit der er seinen eigenen Rekord schlug. Sie begann schon verheißungsvoll mit einer Rüffelung des bayrischen Gesandten, wofür sich dieser alsbald in einer durch feine Ironie -wirksamen Antwort revanchierte. Die Art aber, wie Herr von Oldenburg im Tone des Fanatikers ben Fürsten Bülow aufforderte, den Wahlerfolg zu vertiefen durch „kräftiges N a ch - hauen" gegen bie Sozialdemokratie, wie er von „Zähneknirschen und Blut" sprach, wie er an der ernsten Frage der Volksernährung seinen Witz übte, wie er schließlich seinen Freundschaftsbund mit dem Kanzler pathetisch besiegelte, ihm neue Gesundheit, altes Glück mu) ein langes Amtsleben wünschend — das alles rief ungeheure Bewegung im Hause hervor. Tie Konservativen saßen mit gemischten Gefühlen da, das Unbehagen schien zu überwiegen. Fürst Bülow aber, der über^ den grünen Klee gelobte „E hrcn-Agrarie r", neigte das Haupt und machte itch in seinen Papieren zu schaffen. Er mochte stvohl denken: „Gott bewahre mich vor meinem Freunde Olden-- burg!" Dieser Repräsentant des Preußentums ist in der Tat denkbar ungeeignet, im Reichsinteresse moralische, Eroberungen !zu machen. Beinahe könnte man sagen, er stelle seinen Freund Bülow blos. Graf Lerchenfeld freilich war chevaleresk genug, späterhin, der Ostelbier ihn auf der Bundesratsestrade -aufsuchte, sich einer Rücksprache nicht zu entziehen. Von den reichsländischen Verfassungsschmerzen legte Abgeordneter Vonderscheer Zeugnis ab, sodaß Graf Posa- dowsky zu sanftem Zuspruch das Wort ergriff. In später Stunde Konnte sich dann das Haus erfrischen an einer Kapu- zinade des Abg. Kulerski (Pole), die binnen kurzem zwei Ordnungsrufe entfesselte. Die sarkastische Bemerkung des Vizepräsidenten Kämpf: „Der Redner hat das Recht, seine Rede zu beenden" fiel auf fruchtbaren Boden. Kulerski kam, völlig erschöpft und nur noch mit der Faust das Rednerpult bearbeitend, wirklich zu Ende. . _ Fürst Bülow hatte inzwischen den Saal verlassen, die Stunde der Begegnung mit dern österreichischen Mrnister v. Aehrenthal war gekommen. Der Kanzler hörte also nichts vom Unmut des freisinnigen Blockflügels — durch den Mund des Abg. Fischbeck (Frs. Vlksp.) — üoer die Scyiffahrtsabgaben- Pläne, über die Brandrede des' Abg. v. Oldenburg, und — was die Hauptsache ist — auch nichts von dem entschiedenen Verlangen nach Einlösung der dem Liberalismus gegebenen Versprechungen. Ter Etat des Reichskanzlers wurde mit Hilfe eines Schlußantrages verabschiedet und danach kam der Etat des Auswärtigen Amtes an die Reihe. preußisches Abgeordnetenhaus. Berlin, 1. Mai. Auf der Tagesordnung steht das Beamten-Pen- sionsgesetz. Die Kommission hat in dem ursprünglichen Gesetz die Aenderung vorgenommen, daß die Pensionen vierteljährlich ausgezahlt werden. Aba. Dr. Camp-e (nl.) begründet seinen Antrag, daß den Militär- und Zivilbeamten die Dienstzeit vom achtzehnten Lebensjahr an gleichmäßig angerechnet werde. Abg. Dr. Lotichius (nl.) begründet einen Antrag, 'wonach den in Ruhestand tretenden Schulaufsichtsbeamten tm Hauptamte nach Maßgabe dieses Gesetzes die gesamte Zeit als Dienstzeit anzurechneu ist, während welcher sie im öffentlichen Schuldienste oder im Dienste als Pfarrer einer evangelischen Landeskirche oder der katholischen Kirche gestanden haben. Die ersten Artikel, die die Pensionshöhe festfetzen, werden ahne Erörterung genehmigt. Beim Artikel 3, der bestimmt, daß die Zivildienstzeit, welche von dem Beginn des 21. Lebensjahres fällt, außer Berechnung bleibt, begründet Dr. König (Ztr.) den von chm und Dr. v. Eampe (nl.) gestellten Antrag. Ter Antrag Campe wird fast einstimmig angenommen, mit ihm Artikel 3. — Die Bestimmungen über Anrechnung der Dienstzeit im Falle eines Krieges werden ohne Erörterung genehmigt. — Zum Artikel 4, der die Anrechnung der nicht im Staatsdienste verbrachten Dienstzeit aus die Pension der königlichen Genehmigung ^unterstellt, und diese Anrechnung regelt, liegen verfchie- -dene Anträge vor. Die Tendenz der Anträge geht dahin, die in den Anfängen bezeichneten Beamten den Lehrern au den in den Pensionsgesetzcn bezeichneten Unterrichts- anstalten gleichzustellen. Abg. Frhr. v. Zedlitz (frk.) beantragt die Anrechnung der außerstaatlichen Tienstzeit für in den Ruhestand zu versetzenden Schulauffichtsbeantte. Abg. Eickhoff (frs. Bp.) beantragt die Ausdehnung der Bestimmungen auch auf gewerbliche Fachschulen. Rach längerer Debatte wird der Antrag v. Zedlitz angenommen, der Antrag Eickhoff abgelehnt, der Artikel bewilligt. — Die zu dem Pensionsgesetz daliegenden Petitionen werden als für erledigt erklärt, und der Gesetzentwurf im ganzen angenommen. Beim Kapitel Fürsorgegesetz beantragt die Bud- ^etkommission unveränderte Annahme. Das Gesetz wird lohne weitere Erörterung angenommen. — Es folgt die zweite Beratung des Entwurfs eines Richterbefoldungs- gesetz es. Justizminister Dr. Beseler erklärt, es handele sich nicht um Aufbesserung der richterlichen Gehälter, sondern um chre Gleichstellung mit den Verwaltungsbeamten. Die Kommission will drei Jahre zwischen dem Tage des Dienstalters als Assessor und der Anstellung auf das Besoldungsdienstalter anrechnen. Das würde zu weit gehen. Abg. Dr. v. Campe (nl.) beantragt die Wiederherstellung der Regierungsvorlage mit Anrechnung von zwei (nicht drei Jahren, wie die Kommission beschlossen) auf das Besoldungsdi,enstalter der Richter. Rach längerer Fack)debatte wird der Antrag Campe angenommen. Der ganze Entwurf wird dann att<= geno m men. Deutsches Reich. Berlin, 1. Mai. Ter Marineetat wurde von der ,Budgetkommission des Reichstages mit unwesentlichen Abstrichen angenommen. — Die Wahlprüfungskommission des Reichstages erklärte die Wahlen der Abgg. Wiede berg (Ztr. 7. Arns- lberg) und R o e r e n (Ztr. 4. Trier) für gültig. Köln, 30. April. Oberbürgermeister Becker wird am 1. Oktober in den Ruhestand treten. Becker ist 1835 in Tangertnünde geboren. Bei Gelegenheit seines 70. Geburtstages wurde er zum Ehrenbürger von Köln ernannt und die Stadt ließ eure Beckerplatette schlagen. Vorgestern vollendete er das 50. Jahr seiner Beamtentätigkeit. Straßburg L C., 1. Mai. Als Antwort auf die Eingabe des protestantischen Konsistoriums veröffentlicht der Statthalter emc Erklärung, welche in energischer Fornr darauf hinweist, daß Curtius nur wegen der Herausgabe der Hohenlohe-Memoiren von der kai- erlichenTafelausge schloff en worden ist. Gleichzeitig gibt der Statthalter den Wunsch nach baldigem Rücktritt des Präsidenten Curtius zu erkennen. Stuttgart, 1. Mai. Das Gesamtkollegium der Zentralstelle für Gewerbe und Handel hat sich einstimmig für möglichste! Vereinheitlichung des deutschen Eisenbahnwesens, eventuell für den Anschluß Württembergs an die preußisch-hessische Eisenbahngemein- chaft erklärt. München, 1. Mai. Der Minister von Frauendorf erklärte in einem Interview, daß er an der bayerischen Briefmarke fest halte, da nur diese die wirkliche Einnahme aus dem Briefverkehr ergebe. Sie bedeute schließlich nicht die Selbständigkeit Bayerns, sondern als äußere Zeichnung solle man sie gelten lassen. Ausland. Stockholm, 1. Aiai. Der Wahlrechtsausschuß des Reichstages beschloß, beim Reichstage die Annahme des Regierungsentwurses betreffend das politische und kommunale Wahlrecht auf der Basis des Pro- portionalwahlsystems mit einigen Abänderungen zu beantragen. In dem avgeänderten Entwürfe wird unter anderem die Wählbarkeit für alle kommunalen Stellungen, aber nicht zu Provinzialräten alten kommunalstimmberech- ttgken Frauen zugestanden. Der Ausschuß nahm den Entwurf mit 14 gegen 9 Stimmen an. Die Minderheit sprach sich für das Majoritäiswahlsystem aus. Paris, 1. Mai. Zur Begrüßung des Königs Eduard von England, welcher um 4i/2 Uhr nachmittags inkognito eintraf, hatten sich der englische Botschafter und der Minister des Aeußern, Pichon, eingefunden. Der Sonderzug des Königs war nach dem Bahn- yof Bois de Bologny geleitet worden, da man vermeiden wollte, daß der König auf der Fahrt nach dem Hotel die in der Nähe der Arbeitsbörse gelegenen Viertel berühre. Rom, 1. Mai. Eine parlamentarische Kommission inspizierte die neuen Kruppschen Kanonen modelte, von denen oer Kriegsminister neue große Bestellungen machte. Die Presse äußert allgemeine Unzufriedenheit, daß Millionen außer Landes gehen und lüljrt die Bevorzugung Krupps auf die Intervention Kaiser Wilhelms zurück. Warschau, 1. Mai. Nachts überfielen zwischen Pa- bianice und Zdunskarola bewaffnete Räuber fünf Arbeiter, die auf einem Fuhrwerke Waren nach Pabianice brachten, erschossen alle fünf Arbeiter und versenkten Aus S.ast uno tano» Gießen, 2. Mai 1907. — Neue Professoren. S. K. H. der Großherzog haben den Charakter als Professor folgenden Oberlehrern verliehen: Ludwig Dietrich am Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen, Dr. Fritz Dietz an der Oberrealschule zu Darmstadt, Dr. Jak. Dingeldey am Realgymnasiium daselbst, Dr. Franz Faust am Herbst» gymnastum zu Mainz, Otto Gros an der Oberrealschule zu Offenbach, H. Hattemer am Gymnasium zu Worms, Dr. Fciedr. Henkel an derselben Anstalt, Rich. Hölscher am Reuen Gymnasium zu Darmstadt, Friedr. Kalbfleisch am Realgymnasium daselbst, Dr. Ernst Kornmesser an der Realschule zu Michelstadt, H. Lucius am Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen, Dr. Edm. Lücken an der Realschule zu Gernsheim, Dr. Konr. Neßling am Ludwig Georgs-Gymnasium zu Darmstadt, Herrn. Oß- wald am Gymnasium Fridericianum zu Laubach, Dr. Wilh. Reuß an der Realschule zu Wimpfen, Ernst Schierholz am Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen, Dr. Ant. Schlainp am Neuen Gymnasium zu Darmstadt, Dr. Friedr. Schmidt am Ludwig GeorgS-Gymnasium daselbst, Dr. Emil Schwarz am Ostergymnasium zu Mainz, Ernst Seeger an der höheren Bürgerschule zu Dieburg, Karl Stempel am Ostergymnasium zu Mainz, Dr. Rich. Trapp am Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gießen, Karl Vogt, am Realgymnasium zu Darmstadt, Berth. Weidig an der Realschule zu Alsfeld und Karl Wißner am Realgymnasium zu Darmstadt. *• Eine Sitzung des Provinzialausschusses findet am Mittwoch, 8. Mai d. Js., vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Philipp Römer zu Gießen um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft. 2. Kreisstraße Nidda —Dauern- heim; hier: Projektänderung. 3. Wasserversorgung Stilmpertenrod; hier: Beschwerde des Johs. Dörr u. Gen. wegen Heranziehung zu den Kosten der Haus» anschlüsse. •* Der Landesverband der Bürgermeister des Großherzogtums hält am 21. Mai seine Hauptversammlung in Mainz ab. Auf der Tagesordnung steht außer geschäftlichen Angelegenheiten ein Vortrag des Abgeordneten Dr. Osann über „das Erbrecht im Vergleich zu den früher bestandenen Landesrechten* und »die Landgemeindeordnung in ihrem neuen Entwurf und seitherigen Durchberatung*. O Wieseck, 1. Mai. Heute waren es 25 Jahre, daß Herr Heinrich Luh bei der Firma Bramm u. Har ries hier als Steindrucker tätig ist. Zur Feier dieses Ereig- nisieS wurden ihm von seinen Arbeitgebern, sowie von seinen Mitarbeitern ein prachtvolles Diplom, eine silberne Taschenuhr und verschiedene andere Geschenke überreicht. s> Grün berg, 1. Mai. In der heute abend abgehaltenen Gemeinderatssitzung wurde der Wirtschaftsplan über die Waldungen der Gemeinde Grünberg für das Wirtschaftsjahr 1908 genehmigt. Auf eine Eingabe des Schulvorstandes an den Gemeinderat um Gewährung von Wohnungsgeld an die Lehrer wird beschloßen, den Lehrern Roth und Wenzel vom 1. April 1908 anstatt freier Dienstwohnung eine entsprechende Wohnungsentschädigung zu gewähren, da deren Wohnungen nicht mehr den Anforderungen Der Neuzeit entsprechen. Da sich Lehrer Wenzel bereit erklärt hat, den Vorlesungen des Professors Dr. Gisevius an der Hochschule in Gießen über den Unterricht in den Fortbildungsschulen unter Berücksichtigung der Landwirtschaft m diesem Sommer beizuwohnen, bewilligt der Gememderat die Geldmittel in Höhe von 120 2)U. hierfür. Dem BogelSverger Geflügelzuchtoerein wird, wie in früheren Jahren für die vom 1.—3. Juni hier stattsindende Ausstellung ein Ehrenpreis beivilligt. Die Leich en- schau soll in Zukunft von den Aerzten ausgeübt werden und denselben eine Gebühr von 3 Mark für den einzelnen Fall bezahlt werden. — Heute vormittag verunglückte! der hiesige Spenglermeister Heinrich Kaiser, indem er bei Anbringung einer Kandel an seinem Hause in der Schloßgasse von der Leiter in einer Höhe von etiva 8 Meter rücklings herunterstürzte und außer anderen Verletzungen einen komplizierten Schädelbruch erlitt. Er starb nachmittags 2 Uhr, ohne das Beivußtscin wieder erlangt zu haben. Der im 53. Lebensjahre stehende rüstige Mann war schon seit Jahren Mitglied des Gemeinderats, im Vorstande des Gewerbe- vereins, des Turnvereins, des Verkehrsvercins, des Vorschuß- vereins und der Sonntagsschule (Kreisfortbildungsschule) und war allgemein geachtet und beliebt. A ii § dem Kreis Friedberg, 1. Mai. Gestern wurde zwischen Wölfersheim und Berstadt etwa 1, Klm. südlich von der »Hohen Straße* beim Aushebcn dep Gräben für die Wasserleitung ein äußerst interessanter archäologischer Fund gemacht. Es wurden ungefähr 10 Wohngruben au5 der Steinzeit aufgefunden; man fand in den Gruben neolitische Gefäßscherben, die Bandkeramik aufwiesen, ferner Ucberreste von Knochen, Kohlen untx Asche. Der ganze Fund weist auf die Zeit von 20001 Jahren vor der christlichen Zeitrechnung hm. — S. K. H., der Gr oßhe rzo g verlieh dem PH. Klöß'schen Ehepaar in Vilbel anläßlich dessen diamantener Hochzeit, sem Bildnis mit eigenhändiger Unterschrift. — In Rende k ist heute eine Postagentur errichtet worden, deren Verwaltung dem Landwirt W. Adam übertragen wurde. □ Ober-Bessingen, 1. Mai. An der Erbauung unserer Wasserleitung wird fleißig gearbeitet. Vorige Woche wurde mit der Erbauung des Hochbehälters, begonnen. Er kommt auf die Anhöhe südlich des Dorfes Unsere Wasserleitung soll bis zum Sommer vollendet fein- Auch in den Nachbarorten Nonnenrot, Munster, Villingen und Lauter wird an den Wasserleitungen gearbeitet. Sämtliche Orte werden an das staatliche Wasserwerk zu Lauter angeschlossen. Offenbach, 1. Mai. Unter dem Vorsitz des Kreisrats v. Hombergk fand heute eine Kreisausschußsitzung statt, in welcher die Beigeordnetenwahl in Bieber zur Verhandlung stand. Der Beigeordnete Hock erklärte, n. d. „Fkf. Gen.-Anz.*, auf Befragen, daß er Mitglied des sozialdemokratischen Vereins bis 1. April d. Js. gewesen sei, aber nicht aus Prinzip, sondern aus geschäftlichen Rücksichten, da er einen kleinen Zigarrenladen betreibe und auf die Kundschaft der Arbeiter angewiesen gewesen sei. Nach seiner Wahl hätte er seinen Austritt aus dem sozialdemokratischen Verein erklärt, weil er gewußt habe, daß in den Landgemeinden keine Sozialdemokraten als Beigeordnete bestätigt würden, dann aber auch, um seiner politischen Ueberzeugung Ausdruck zu geben, da er doch nie Sozialdemokrat gewesen sei. Daraufhin zog der Kreisrat feinen Einspruch gegen die Wahl beS £>oen KeDten-VvrHicheruutts-Anstalt m Berliu Öeüt'nlliehe Versiclierangsanslali. Einkorn menserhöhung, Alters versorg. Kapital Versteuerung f.Stuuium »Militärdienst, Aussteuer. — Aufnahme ohne ärztL Untersuchung. Portofreier Renteubeza^ ohne Lebens- Zeugnis umer den von d Direktion tu ertah- renaen Bedingungen — btrengste Vemcbwiegenb Bekanntmachung. yür die Höhere und Erweiterte Mädchenschule dahier wird zum alsbaldigen Dienstantritt eine Handarbettslehrcrrrr Zunächst für etwa 10 Stunden in der Woche gesucht. Die Annahme erfolgt vorerst nur für das laufende ^chichahr (bis Ostern 1908). An Vergütung werden ISO 9)lt für die Unter- ' Bewerbungen nebst Lebenslauf und Prüfungszeugnis find alsbald, spätestens bis 5. d. M. bei der unterzeichneten Behörde ciuLurelchen. . Gießen, den 1- Mat 1907. . . . ff......|!X. a^.’t.. poftpafef-Adresien mit Zirma udr. bmtast vrüvl'sche Universitäts-Druckerei, (gießen. fahren baldigst unterwirft und sich entweder von dem auf ihm ruhenden Verdacht der Unterschlagung reinigt oder durch eine etwaige Verurteilung gezwungen sein Mandat niederlegk. Em andere? kann nicht geben. Die Zurücknahme der Privatklage Htrschels gegen die Verfasse'.- der sozialdemokratischen Flugblätter gelegentlich der letzten Reichstagswahl loergl. Mitteilung aus tftiebbcrg im 3. Blatt vom 27. April d. I.) läßt lief bilden._________ Mainzer Aktienbier 1/l Flasche 18 Pfgn 7, Flasche 10 Pfg. 1 ■ ■■ . . - empfiehlt ======= Gotthili Röhrle, Biergrosshandhmg, 2853 Telephon 344. Marburger Strasse 7. und Kapitalien Airche und Schule. — Lehrer als tzolzhacker. Nicht etwa zu ihrem Vergnügen oder, weil es ihrer Gesundheit dienlich ist, sondern auf re g i erun gsseitige Verfügung üben m Mecklenburg die Lehrer Die nützliche Tätigkeit de» volzhackem'. zic Grotzh. Aemter, so heißt es in einer Verordnung, baden Sorge äu tta^n, daß die Lehrer ihre Verpflichtung zur ZerklctnMmg des Dc- vutatholzes ordnungsmäßig erfüllen das hetfzr, datz das Solz spätestens bis zum 1. Juli leden Mrcd icrtleuiert wird, damit cs vollständig austrocknen kann. Tie Schulvorsteher haben von der L-twaigen Säumigkeit eines Lehrers dem Lttnte Anzeige zu erstatten Tie Lälste des »oljc» ist für das Schulzimmer bestimmt. Ties auferlegte Amt kommt dem Lehrer reichlich tofttpielrg zu stehen, wenn er nicht selbst zum Nutzen und Vorteil der ^chu^ gemeinde Axt und Säge handhaben will. Uebrigens hat der Lehrer auch die yeuung des Schulzimmers, die doch Gemcindesache wäre, zu besorgen, und auch hier steht den Schulvorstehern .Bauern und Büdnern) das Recht der Kontrolle zu. O welche Lust, in Mecklenburg Lehrer zu sein! . . ~ . — Gin deutsches Lehrerhcrm in Paris. In der „Berl. Akad. Wochenschrift" lesen wir: Ter Prafident der Association des Prosesseurs Libres de France hat fich cntioloiien, ein pädagogisches Institut ins Leben zu rufen, wo deutsche Lehrer und deutsche Schüler ein angenehmes yeim finden, in dem fie in kürzester Zeit ihre Sprach- und Landeslenntnisse erweitern tonnten. Ties Institut ist Mitte April, Rue Rouget de 1' Jsle 3 — Malakoff (pres Paris) — Seine — crönnet worden. Ten fremden Gäuen lolicn täglich gratis Vorlesungen über sranzchifchen ^prach- unieiricht ^Tittate, Textauslegungen, Lexiwlogie), Politik, Industrie, handel, Landwirtschaft unD Kunst gehalten werden. ~ie Tirektion stellt je fünf Pensionären einen Lehrer als Begleiter für gemeinsame Muieumsbesuche usw. zur Verfügung: für Theater usw. wurden ermäßigte Preise erlangt. Zweck des llniernchmens in, die zum Sprachiiudiuni nach Frankreich Kommenden vor Ausbeutung zu schützen. Tie Preise sind sehr mäßig gehalten, da es sich um kerne geschäftliche Spekulation, sondern um cm interna non ales gemeinnütziges Unternehmen handelt Prozetz gegen Rechtsanwalt Mainzer. ar Handlungen mit Ganß keinen Zweifel darüber gelaijen, datz Breidenbach an erster Stelle kommen sollte und er brachte einen Zeugen bei, der die Erklärung Dr. Mainzers gehört haben will, daß seine Firma zuerst kommen müsse. — Der als Zeuge vernommene Rechtsanwalt Bender sagt über einen r^all Schneider aus, in dem der Angeklagte für eine Nachlatzteilung eine Gebühr von 2500 Mk. berechnet habe, während wchstens 300—500 Mk. angemessen gewesen wären. Aus die Erklärung des Präsidenten, das sei ja ein Halder Nichtergehall, bemerkte der Angeklagte, er hc.be eben 2 Prozent der Nachlaßmai le berechnet, wie das üblich sei. Weiter hat der Angeklagte eine Reise nach Berlin doppelt berechnet, tro^bem er dem Klienten sagte, er habe ohnedies in Berlin zu tun. Für eme Im- mobilienveräußerung, die ihn sechs Wochen hindurch beichaftigte, berechnete er 2000 Mk., kürzte aber später die Forderung auf 1200 Mk. Ter Zeuge bekundet weiter, es sei in Anwaltstrrifen bekannt, daß Mainzer „gut zu rechnen verstehe", er habe besonders bei hohen Beträgen unheimlich schnell Klagen eingr- leüet. Ter Verteidiger, Justizrat Dallwachs, fallt dm Antrag, die Rechtsanwälte Langenbach und Osann I. zu vernehmen, um zu beweisen, daß die Ansicht deS Tr. Bender nicht von allen Anwälten geteilt werde. — In der Nachmittagssitzung bekundeten mehrere von der Verteidigung geladene Rechtsanwälte, daß ihnen von ähnlichen Tatsachen, wie |tc ±r. Bender vorgebracht habe, nichts bekannt sei. Weiter wurde noch ein „Fall Krause" näher zur Erörterung gebracht, in welchem der Angeklagte teils als Geldgeber (es handelte sich um 30 000 Mark, die er gemeinsam mit einer hiesigen Bankfirma vor streck^ und wofür der Darlehnsnehmer außer 300 Mk. Agentengeld noch 2400 Mk. Provision zahlen mußte) teils als Vertragsabschlietzer, bezw. Vertrauensmann beschäftigt war, ohne daß der Geldnehmer Don seiner persönlichen Beteiligung etwas wußte. Staatsanwalt Tr. Maurer sah sich nach den Ergebnissen der Beweisaufnahme veranlaßt, die meisten Punkte der Anklage fallen zu lassen. Er hielt nur zwei Punkte der Gebührenüberhebung aufrecht und zwar im Falle Dr. Rudershausen-Viem- heim und Telp-Gerlach und beantragte dafür eine angemessene Gefängnisstrafe, da hierfür eine Geldstrafe nicht als zweckmäßig erscheine. Der Gerichtshof erkannte nach längerer Beratung auf Freisprechung, weil sich fein hinreichender Beweis für die Schuld des Angeklagten ergeben habe und bei der Gebührenüberhebung keine Vorsätzlichkeit nachgewiesen sei. In der Begründung des Urteils sieht fich das Gericht veranlaßt, zu erklären, daß das Gesamtverhalten des Dr. Mainzer auf das Schärfste zu mißbilligen sei. Das Gericht müsse auch deshalb diese Mißbilligung ausdrücken, weil neben dem Gericht auch der Anwaltsstand zu gemeinsamer Betätigung der Rechtspflege berufen sei und ein allgemeines Interesse bestehe, den deutschen Anwaltsstand vollkommen intakt zu erhalten. Das Gericht spricht die Erwartung aus, daß dem letzt beendeten gerichtlichen Verfahren die Einleitung eines Disziplinarverfahrens folgen werde, in dem das Verhalten des Angeklagten eine scharfe Verurteilung finden werde. Nniverjitiits-NachrichLen. — Ter Geheimrat und Kronsyndikus Professor. Tr. Z o r n, der bekanntlich die deutsche Regierung auf der Haager Friedenskonferenz vertreten wird, gedenkt, seinen Lehrstuh 1 m Bonn zu verlassen, um sich ganz der diplomatischen Lau'bahn zu widmen. In diesem Sommersemester wird er Vorlesungen nicht mehr halte» und in seiner Lehrtätigkeit durch Prosepor xv. elier- Somlo vemeteu werden, dem Verlass er einer sehr hübschen, kleinen 111ioimotorische Schrill über theoretische „Politik." In üerPmatklsgesche des Johann Lüsters, Inhaber des Internationalen Jnkaffo-Instituts ,Justitia* in Gießen, Privatklüger, vertreten durch Rechtsanwalt Elsoffer in Gießen gegen den Wilhelm Zander, Redakteur der Volksstimme in Frankfurt a. M., Angeklagten, wegen Beleidigung hat das Großh. Schöffengericht in Gießen am 12. April 1907 für Recht erkannt: Der Angeklagte Redakteur JohannAugustWilhelmZander in Frankfurt a. M., geboren am 30. Oktober 1865 zu Herzberg, Kreis Osterode, eoang, verheiratet, vorbestraft, wird wegen Beleidigung im Sinne der §8 185,186, 200 St.-G.-B in eine Geldstrafe von sechzig Mark, die im Falle der Uneinbringlichkeit mit zwölf Tagen Gefängnis zu verbüßen ist, und zu den Kosten des Verfahrens einschließlich der dem Privat-- kläger erwachsenen notwendigen Auslagen verurteilt. Zugleich wird dem Privatkläger die Befugnis zuerkannt, nach Rechtskraft dieses Urteils den ent» scheidendenTeil desselben innerhalb zwei Wochen von Erteilung eines UrteilSauszugs an gerechnet, in der Volksstimme in Frankfurt a. M. und in dem Gießener Anzeiger auf Kosten des Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils bescheinigt. Gießen, den 30. April 1907. (Soft, Großh. Aktuar L. 8. Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. 3076 F. d. A.: Elsoffer, Rechtsanwalt. Apfelsioess sind frisch eingetroffen, per Dtzd. 50 Pf., 65 Pfg., 80 Pfg., 100 Pfg. feinste Blutapfelsinen per Dutzend 120 Pfg. frische Messina Zitronen per Dutzend 50 und 60 Pfg. emptehleu u . H 4 entwickeltes rt r st* Ahö^eit! UCppiß glänzendes ist Reichtum! Zu erreichen durch Wcudclstciuer Häusner’s Brennessel - Spiritus D nur ädit mit „Wendelsteiner Kircher!" und „Brenncffel". 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Sasson folgendermaßen: Der kalte Wasserstrahl, welcher vom Reichs- tanzler den deutschen Chauvinisten verabfolgt worden ifc lann uns nur willkommen fein und die englisch-deutschen Beziehungen können dadurch nur gewinnen. Was die Stellungnahme Deutschlands auf der Haager Konferenz betrifft, so dürste Deutschland einen Irrtum gehen, wenn es sich abseits von der Konferenz halte, bei, welcher so große Interessen auf dem Spiele standen. Sir Cecile Rhodes erklärte, er habe niemals eine Einschränkung der Rüstungen für möglich gehalten. Es sei zu hoffen, daß durch die Vervielfältigung und Ausdehnung der Schiedsgerichte das gewünschte Ziel erreicht werde. Der Liberale 5) arwood erklärte, Deutschland gedenke nicht eher seine militärische Uebermacht aufzugeben, als England ferne llebermacht zur See. Trotzdem wünsche England den Frie* den. Tie liberalen Abgg. Brumm-er und Stowe sind, der Ansicht, Fürst Bülow werde im Haag vielleicht wentger unbeugsam sein, wenn die Abrüstung, in einem beschwich-, tigerenoen Geiste zur Verhandlung gelangen werde. Das Mitglied der Arbeiterpartei Sbackelton hofft, daß bei der Haager Konferenz Deutschland die FraM der Einschränkung der Rüstungen durch eine andere Brille prüfen werde. Tanz-Lehrinstitut von W. W188 (vormals Frdf. Roese) Der diesjährige Tanz- und Anstandsunterricht für die Eenen Studierenden beginnt am .Dienstag, dem 30.. Aprit, abends 8 Uhr. Gefl. Anmeldungen nehme ich in meiner \\ ohnong, eiden- gasse 7, entgegen. =PrivalimteiTicht zu jeder Tageszeit. = -866 Hochachtungsvoll W. Will, Tanz- und Anstandslehrcr, Ftdr. Koese Nachlolger. für die elektrische Straßenbahn vurch einen Dcamreu vieler Bahn. Der 17 jährige Schranknwärter der Spandauer Straßenbahn Bermomm wurde als Schuldiger an dem Unglück verhaftet. ___ Familie n-Nachriehten. Verlobte: Fräulein Elischen Lang mit Herrn Otto Dollrad beide in Kirchham. — Fräulein Mathilde Fischer in Burg-0)emuuden mit Herrn Heinrich Erb in Lehn heim. — Fräulein Johanna Löwen» bera ui Laubach nut Herrn Siegmund Seligmaim in Herborn. — graiilein Auguste Aluller in Kre'eld mit Herrn Alexander Bepler ui Aletzlar. Geboten: Eine Tochter dem Kreisbauinspektor Fischer in estorben: Herr Johannes Greif in Marburg. — Herr Ferdinand Geiß in Bndmgen. — Herr Adolf Secling m Darmstadt. — Frau Elise Tambmann, geb. Tambntamt in Altcheldach. — Herr Friedrich Katzwinkel in Elberfeld. Statt besonderer Anzeige ' irr Friedrich Seibel im 56. Lebensjahre. Giessen (Ludwigstrasse 31), den 2. Hai 1907. W Vk ’’’’’ TV ßeatemenb bi Kenntnis zu setzen. D1/, Griinberg, den 1. Mai 1907. Die Beerdigung findet Freitag, den 3. Mai 1907, nachmittags 3 Uhr statt. 3085 8084 Wirklich ausgezeichnet schmecken Wege innigsten Dank. 3093 in Giessen, den 2. 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Ä-.5 E’jE o C A P> o sc "o 0^*5 -'— gs = „5 ZHM "E-c ~ o * Gj c . «J •1 ■» J2g« e- - e 3 w -- 2; -4-> —i 6> 15® Ssi KZ 3- =jo"C ^oa S £ 2 .12'S sä-2^ -•- '-> cs J3- v:O E Äon , o % \o ,,-ä* Jo« v — ^^pJo <3 pS»S8 ■*»- O=~ Z-I^s sZ.äv m = Zj->Ä" 5? — = = C E ti E E ’2 an g £ 5 "e 0*5* sZH -E 2 >ö X *" oE.~ a *« 41 ,n -oQ2i —._ »• Ö O e Ca E - NÄ C* E .—' •*• — S-L -V » •s-|®«X' AZS-E- >2 E M E ,g e rj u E E , '-> JO 2- § _ _ a •— «O 2 e A^e - p v S'ej • «W "W.6P Jo j? F« TT €7) <-> CS . H ■** H »*_. - - >‘ _ Sä a E Er s 5 6 an .. -SN L '*a ZA ._, V ZT £ S O.L-S . v h$t >» >» S" Z- N. =*52Sä . = COÄä? '-» =*eTs -—, v '' o-< o®1^ £ 2 05> gl*» -Ä- E liG * AZDÄ I s 9 >e E v E «JL C5 a> E »* P -ZKZZH »J " o iP-*£o E E S ä 5 ' „c^S55 ä JB E*0^ Ä oSS.o -trS^E- o *» c ä -ZL -E nn (Oy 6' E E ‘Äjg E Su JO 2 Sö ÄS«® EfcÖ •=-= F ft>©^ Öo-g WÄJ» o ü ZLKLX ^5. p cj e E uec.'- fcO Cj c 2 E E on 9 K %59 iß-° LA iE. 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Solle als 300 Hektar c nehmigung des g Den in Äs.; vttketung und des voersörsterei voran lAnträge aus: . gelehnt gegen 1 j >atz 2 wurde abgeli .. Die Minderheit Me die Selbstve Zungen beseitig (. A Antrag, i] l. xaul mindesten- M. "sechs" zu t ^enBorsta! ®ie antragltene S ? ^teresse der Kt, dem Pachter Hz !'Ä"rch die Mögt Men zu lassen h te™M=« Ll^SMoi -v ln ^chge Tienstaalisbill ün Alflen bette,3 «ni> gab °ll bente>b "ne he^°»k-ii d-- $ol&ar«tt Kmble ^illvirkunn $Q1 flemathf 9 ber $c Stbocea b-k SÄ feiern » 9 ^Lheil ^nb] m unb