Trunörag 2. März 11107 Zweites Blatt Nr. 62 Letzener Anzeiger General-Anzeiger für Oderhellen 157.7sol)rnnnrt RolattonSdruck unb Verlag brx Br üblichen UiiLverfnätS * Buch- und BtembrudeccL DL Hangt, Gießen. Redaktion. Expebitton unb Druckerei: Schul- ftitiBe 7. örpebuton unb Verlag: ess## 61. fRcbafttoiue^ 112. TeU-Abra An-etgerGreßcn. Erlcheinl IL-Nch mit Ausnahme de- Sonntag». Tie „Eichener ZamillenblStter" werden dem /jlnAHfltr* viermal wöchentlich beigelegt, da- 'llrdeblatl für den Kreis Sietzen" zweimal wüche.ailch. Der „hekfllche Landwirt" erscheint monatlich einmal. Jir 6tat im IMsrag. R. Berlin, 28. Jebr. V. Mit der Wahlagitation dcS Flottenvereins hat die Marineverwaltung nichts zu tun — das konstatierte heute der Kontreadmiral Capelle zur Beruhigung des Zentrums. Dann stellte sich einer der neuen Männer des Reichstages vor. Abg. Fürst Latzfeldt (Rp.). der frühere Oberprasrdent von Schlesien. Er sprach gewandt, ruhigen Tones und per- söhnlich in der Sache, so zwar, daß er sogar seinen Fraktton^- genossen Gamp berichtigte wegen dessen Angriffs auf die National l i b e r a l e n. Diese Partei sei unentbehrlich, um die eine Mehrheit festzuhalten, bio jetzt allein l» Betracht kommen könne für positive Arbeit, die konservatin--liberale Mehrheit. (Lebhafte Zustimmung.) Fürst Hatzfeldt widerlegte Gröber kurz und treffend bezüglich der Behauptung, der Qxeid^tag fei einer „Lappalie wegen aufgelöst worden. Eine Lappalie könne doch Nicht dem Zentrum Anlaß gewesen sein, seine Machtstellung preiszugeben. Die Aeußerung war beweiskräftig, und der zweite Redner der Nationallibei alen, Abg. Dr. Seniler vertiefte ihre Wirkung durch sclwrfe Darstellung des Sachverhalts, der zum Konflikt führte Aus Wem dröhnenden Protest Gröbers sei der elegische Unterton des gekränkten Machtgefühls vernehmlich gewesen. Zug um Zug vergalt Dr. Semler dem Zentrumsführcr die gegen die Liberalen gerichteten Angriffe. Er sprach von dummen Notizen, auf die Gröber seine subalterne Kampsmethode aufgebaut habe, vom blöden Schlagwort des Kulturkampfes usw. Die Zen- trumSmännerschäumtenvorEntrüstung, derRedner übertönte jedoch den Lärm mit dem Ruf: „Wie cd in den Wald hincinschallt, ballt's heraus!" Uebcr die Lebensfähigkeit der kon- servativ'liberalen Mehrheit äußerte sich Dr. Seniler hoffnungsvoll. Jedenfalls fei der gesunde Kern dieses KartellgedankenS nicht durch Witzeleien aus der Welt zu schassen. In den lebhaften Beifall, den der Redner erntete, klang daS Zischen des Zentrums und der Sozialdemokraten. Abg. Singer, der alsdann das Wort erhielt, eröffnete seinen auf einen schneidenden Ton gestimmten Vortrag mit der bissigen Bemerkung, Semler fdjeine seine Reise in die Tropen, nach Afrika, nicht gut bekommen zu sein. Darob geräusclwolle Heiterkeit und Genugtuung im Zentrum. In der Hauptsache be- schäsligte sich Singer mit der Rede deS Fürsten Bülow gegen Acbel. Er faßte dien „Sieger" im Wahlkampf selbstverständlich scharf an, und nicht nur ihn, sondern auch die „Rcgierungs- Schutztruppc", den Reichsvcrband gegen die Sozialdemokratie. Die Wahlniederlage scheint Singer doch nahe gegangen zu sein, wenn er auch erklärte, seine Partei fühle sich nichts weniger als „nicbcrgeritten". Er verbat sich „auf das allerentschiedenste' den Ton, den der Kanzler gegenüber der Sozialdemokratie angeschlagen habe. Fürst Bülow möge doch für den guten Ton das Beispiel geben! t Ucbrigens beginnen die Wahlrückblicke und unaufhörlichen Parteizänkereten allgemein zu langweilen. Die „Ordnungsparteien" legten ihre Gleichgültigkeit nur vorübergehend ab, als der Redner ihnen mit Stentorstimme zuricf, sie sollten sich ihres Verhaltens im Wahlkampf schämen! Laute Oho-Ruse. Das Zentrum allerdings bekundete für die Darlegung Singers von Anfang bis zum Ende gespanntes Interesse. Mit Bebel hält Singer als Redner keinen Vergleich aus: ihm fehlt das Temperament und die Ueberzeugungskraft Beb-ls. Auch das Pathos gelingt ihm nicht. „Eheleute sollen sich zwar so lange , wie möglich vertragen, aber bei dem im „Afrikaung aus Abgeordneten- keeiscn soll Ministerialdirektor Dr. Altbosf ellärt haben, daß von einem Rücktritt d'S Kul^nsministarS Dr. van Studt nickt die Rede sein könne, da daS Sta-tS7ninisteri''m die Abstimmung über den Entwurf zur Reform des Mödck"'nsch"lmcsk-nS zwar vertaat habe, ihn aber tutet mit sehr großer Mehrheit an- oebmen werde Kcssische Awcile Kammer. Darmstadt, 1. März. Am Regienmgstische: Staatsminister Ewald, Finani- Minister Gnantb, Munster deS Innern Braun, Geb. Staats- rnt R r it n von 91 i b b n , Geb. Rat Wilbrand , Ministerialräte Dr. Becker, Fih. van B i e g e I e d e n. Vizepräsibent Dr. S eh mitt eröffnet bte Sitzung. Da? Haus nimmt zunächst au8 dem Bericht des ersten 9ln4lchnsseS über die Regierungsvorlage, betr Nachträge zum Hnnptvoranfchlag der Staatseinnahmen unb 9lnsgaben für 1907 die allgemeine Einleitung der 91 bg. Reinhart im Anschluß an die Hauplemleilung jum Ctaalsvoranschlage an. Daun wird in der Etatsbcratuug bei Kap. 2, Domänen des Großherzlichen Hauses, Kameral unb Forslbomänen. fortnefohren. Die ®cinmtcinnnhme dieses Kapitels beträgt 6 771 667 Mark, bte Gesamtausgabe 4 930 692 Mark, sodaß ein llebeilchuß von 840 974 SDlarf verbleibt, 27 444 Mark mehr, als nn Vorjahr. Abg. Dr. Weber (wild) bespricht bei diesem Kapitel eine Eingabe der Gemeinde Betzenrod (ObeiHessen) in betreff des Eigentumsrechts an einem fiskalischen Grundstück unb erfmbt, ber Gemeinde nach Möglichkeit entgegenznkomme'i. ES handelt sich um ein Grundstück, bas angeblich der (Semembe gehört, bas aber seit über 100 Jahren als dem Fiskus gehörig aligesehen wird, trotzdem dieser sein Bcsitzreckst nicht nnchznweifen vermag unb die Geuieinde jeit vielen Jahrzehnten bte Grundsteuern bezahlt. Abg. Raab (soz.-dem.) führt Beschwerde über die in verschiedenen Gemeinden seines Wahlkreises erfolgte Vergebung von DomiutalHclätide aus freier Hand. Es sollten alle Verkäufe Öficnt- lief) ausgeschrieben werden. Abg. Reinhart führt aus, daß die in den Schälwaldungen gewonnene Lohrinde im Preise sehr geftiegen sei, weil die Sohl- ledet Industrie eme höhere Produktion au'iveise. Es empfehle sich daher, die Schältvaldiiugen nicht zu schnell in Hochwaldiiugeu um- zuwandeln, da sie in Zukunfl wohl noch bester rentieren würden. Abg. ©eelinger (not.-lib) beklagt die vielfachen Wasserschäden auf den Wiesen und regt an, daß der Fiskus eine Entschädigung dafür gewähren möge. Abg. Korell spuckst den Wuttsch aus, baß in Zukunft mehr Holz geiällt werden mochte. Namentlich sei die Nachfrage nach Brennholz sehr stark, dessen Preis and) vielfach künstlich m bte Hohe getrieben werde. Geh. Rat W i l b r a n d erwidert auf die vorgebrachten Wüitsche unb Beschwerden der Vorredner. Dem Abg. Raab be- merkt er, daß es bezägltd) der Vergebung der Pachinngen bei dem jetzigen Modus bleiben müsse. Es müsse and) Rücksicht auf die alten Pächter genommen und der Raubbau moglidjft verhindert werden, es gelangen übrigens nach den bestehenden 'Boijd)ritten ‘/b aller Pachtungen zur öffcntltd)en yiuSjctireibung. Bezüglid) der Gemeinde Betzenrod werde die Regierung nad) 9)1 ög- (ichfeit Entaeaenkommen bctvcifcn, jedenfalls dadurch, daß sie der Gemeinde eine Entschädigung bezahle unb ihr die Grundsteuer zu- rüdvcraüte. 9(bg. Brauer spricht den Wnntch ans. baß man sich ble guten und fidieren Holtabnalunen zu erhalten suchen tolle; man dürfe ben Käufern nicht dnrch verkehrte Blaßnalunen ben Bezug von Losholz verleiben. Das letztere wüste and) von bctjelbcn Qualität fein wie daS B- ennholz. Rach weiterer unweseiillidier Debatte wirb daS Kapitel angenommen. Zum Titel Zivilliste Sr. Kgl. Hoh. dcS Großherzogs führt Abg. Dr. Osann Bescknverbe über bie Verhältniste am T a r m ft ä b t e r öoftheater, wobei er betouberS auch die '.Angelegenheit der £)oiopendangerin Fran K a t ch o >v 4 k n erwähnte. Redner rügt vor allem die jetzt üblichen Bertiage mit ben Bnhnen- mitglicbeni, bie der Willkür der Direktionen Tür unb Tor östneten unb allen modernen fozfalen Aii'orderuuaen ividerlpräd)cn. Die öfientbdie Gerichtsverhandlung des Falles Kaschoivska habe ein beichämcubeS Bild über die Art der Behandlimg der Künstlerin gegeben, der man erst einen Urlaub zur Wiederherstellung ihrer Genmdbeit bewilligte unb sie bann nad) ihrer Rückkehr kurzweg als aus dem Hostbea'erverband entlasten ei klärte, weil angeblich die ber fiünftlerm laut -J3 er trag zustehenden 42 Tage Urlaub über- febrilten worden seien. Redner beklagt auch die schlechie Bezahlung der Hofmusiker unb der E boristeu unb verlangt zum Schluß, daß unsere Staatsinstitute und bie vom Staate abhängigen Anstalten and) in sozialer Hinsicht und Fürlorge als Plustermflstute geführt werben sollten. Abg. Rein bart (nl.) erklärt, man könne Dr. Osann nur dankbar fein dafür, daß er diese Angelegenheit hier zur Sprache gebracht habe. Auch er, Redner, fei tief empört gewesen über den „ftall Kaidwwska-, worüber ja in der Vrelie eingehend beneblet wurde. Es sei dringend notwendig, daß dre Verträge ber Bühnen- angehörigen mit ben Theaterlenungen einer gründlichen Revision nnlerzogeii werden unb and) die Großh. Regierung ihr Augenmerk darauf richte. Den Musikern und de>i Ehoristiimen würoen vielfach ioahre nunaerlÖ(me gezahlt. Staalsmnnster Ewald stellt ziinächst fest, baß die General- direknon nicht ber Staatsregfernng imieritelli fei. Privainn habe ihm der Generaldirekior mtigfleiU, daß er lern gelamie« 'Material dein Zentralauslchuß der beut|d)eu Bichnengenostenlchafl in Berlin unterbreitet Hobe unb daß von bieler sein Bei halten al« korrekt anerkannt worben sei. ES habe doch jedes Ting leine zwei Seiten unb es werde Ictnvec fein, hier ein abschließendes Urteil über die ganze Angelegenheit adziigeben. Abg Dr. Frenay spricht ebenfalls feine Genugtuung darüber auS, baß Dr. dann bie Sache hier zur Sprache gebracht habe. Er habe einen Einblick in einige solcher Bühnenoertrage genommen und lei geradezu erstaunt über die Horrende soziale Ruckstäiibigkeit, die in dielen Verträgen zu Tage tritt. Auch die Beloldung sei sehr ungünstig, namentlich müßten die Mitglieder der Hostnusik besser gestellt werben. Er wolle boch hier znm Wutbrud bringen, daß die Kammer ben Wunlch hegt, bie Großh. Regierung möge bieler ernsten Frage bezüglich ber VertragSverhälunste der Bühnenauge- hörigen baldigst näher treten. Aba. Adelung spricht feinen Abscheu gegen die jetzigen Verträge mit ben Bühnennntgliederii aus, bie damit vollständig in die Hände der Tneftoren ausgelie’ert wurden. Die Position : Z i v 111 i st e 1 265 000 Mk. wirb barauf mit allen gegen bie fünf Stimmen der Sozialdemokraten angenommen, ebenlo der Betrag von 5142 Mk. auß ber Sta stskasse an bie Großh. Kabiuetskaste zur Bestreitnug der Crbcnefoften. Das Haus genehmigt darauf ohne wertere Debatte die Titel H o f b a u w e > e u, für laufende Unterhaltung für 15 Gebäude und Hofreiten 52 250 Alk., ferner für Tomantalbau- ip e i e n lausende Unterhaltung 151 780 Mk, 91eubauien und größere Herstellungen 89 770 Alk., für Koste,\ der Erhebung, Bettretiuutg iiild Verrechnung der Domauialgefälle 81350 Alk., für Lokalver- wattiingskosten nn Allgemeinen 611109 Alk., für Kanieraldomänen unter Verwaltung der Cbeiförftereien 112 Oö'J Alk., für Kameral- bomänen unter Veripaltimg der Baubehörden 83 40^ Alk., für Forst- boniänen 1 936 517 'Dif., für Giiindlasten auf den Kameral- und Uorstdomäueu, auf den Kaiueraldomäneu 87 245 Alk., aut den Forst- öomdnen 1^2 800 Alk., als Beiträge zu den Kreis-, Gemeinde- und Gemarkungskosten 240 000 Alk., für Brattdversicherung 20 500 Alk. Benn Titel »Forstdomäneu^ erjucht Abg. Adeliiug, die Forstvehörden möd)ten bie Holzschläger nicht Io lange auf die Auszahlung ihres Lohlies warten lasten. Abg. Bähr führt Beichwerde darüber, daß, wie er erfahren, die Oberförster ei Siorndori verlegt werden Jolle. Er ersuche die Behörde, die Cbenörfierel an ihrem jetzigen One zu belasten. Wahrend der mut eingetretenen Fruhstückspauie ivaven Tisch und Sessel des Präsidenten mit Blumenstrauß und Girlanden ge- schmückt worden, um d e Fefer des zehnjährigen Prüfidentenjubilänms des Geh.-Rats HaaS fe|Uid) zti begehen. Als der erst vom Reidrstag aus Berlin zurück- Kcssische Landcs- Ausstellung für freie und an- gcwundte Kunst, Inimüudt 1908. Von ^icm Regierungsantritt Grobherzogs Ernst Ludwig datiert ein bedeutender Aufschwung von Kunst unb Kunstgewerbe im Grobherzogtum Hessen. Als dieser moderne, kunstsinnige Fürst im Jahre 1899 zur Hebung von Kunst und Kunstgewerbe die Tanustädter Künstler-Kolonie ins Leben rief, da fand er anfänglich int Lande nur geringes Verständnis für bie hochbedeut- famen Aufgaben, deren Lösung er von seiner neuen Gründung erhoffte. Aber schon bie im Jahre 1901 auf der Mathildenhöhe in Darmstadt veranstaltete Llusstellung bedeutete einen Erfolg. Sie hat überall im In- und Auslande Aussehen erregt unb zum erstenmal weitere Kreise auf bas im Grobherzogtum pulsierende künstlerische Leben aufmerksam gemacht. Seitdem hat bie Darmstädter Künstler-Kolonie einen ungemein befruchtenden Einfluß auf die hessische Kunst, namentlich in ihrer Anwendung auf bas Haus u nd feine Ausstattung im weitesten Sinne ausgeübt. Und wenn schon heute das Großherzogtum Hessen sich anschickt, auf einer das ganze Land umfassenden Ausstellung größeren Stiles von dem gegenwärtigen Stand seines künstlerischen Könnens öffentliches Zeugnis abzulegen, so darf bie Darmstädter Künstler- Kolonie einen großen TaÜ des Lerdicustes hieran für sich in Anspruch nehmen. __ . Die Ausstellung, die im Mai des nächsten Jahres wiederum auf ber Mathildenhöhe in Darmstadt eröffnet werden wird, soll ein vollständiges Bild d er hessischen Leistungen unserer Zeit auf beut Gebiete der freien und angewandten Kunst geben. Die bisher zahlreich eingelaufenen Anmeldungen lassen die Erwartung gerechtfertigt erscheinen, daß auf der Ausstellung etwas Gediegenes geboten werden wird. Auf dem Gebiete der angewandten Kunst ist am stärksten die hessische Möbelindustrie vertreten. Gerade für diel es Gebiet war es von besonderer Bedeutung, solche Arbeiten als Aus- .fteilungsobjekte zu erhalten, die einem bestimmten Auftrag ihre Entstehung verdanken unb für gegebene ganz bestimmte Verhältnisse geschaffen find. Mit lebhafter Freude ist es darum zu be- jrü&en, daß bie hessische ©taat^egieriuig beabsiMigt, eine große Anzahl von Jnnenräumen gegenwärtig in Arbeit befindlicher Staatsbauteu auf der Ausstellung vorzuführen. Im einzelnen seien hier genannt: das Zimmer des Präsidenten, der Schwurgerichtssaal und das Bibliolhekzimmer der Amtsrichter für bas Justizgebäube in Mainz, das Lehrerkonfereuzzimmer für das Gymnasium in Offenbach, das Sitzungszimmer für das SteuergebäudeinDarmstadt.das getäfelte Zimmer des Schlosses in Offenbach, das Direktorzimmer nebst Vorraum der Landesbaugewerkschule Darmstadt und zwei Fürstenzelleu sowie ein Vestibül nebst Schmuckhof für Bad- Nauheim und anderes. Der Auftrag zur Herstellung der an letzter Stelle genannten Anlagen ist der im vergangenen Jahre ins Leben gerufenen Großh. keramischen Manufattur in Darmstadt zuteil geworden, der auf diese Weise zum erstenmal Gelegetiheit geboten wird, sich an einer größeren Aufgabe zu erproben. Besonders rege ist die Beteiligung in der Gruppe Kunsttöpferei. Die vorliegenden Anmeldungen sichern das Zustandekommen einer Kollektivausstellung der besten Töpfereien des Odenwalds und Oberhesfens. Sehr gut vertreten ist cruch die Buchdruckerkunst, als deren Hauptsitze Darmstadt, Gießen, Offenbach imb Mainz in Betracht kommen. Das Jittereffe, das von den Piano forte - undMufik- i n st r u m e n t e n - F a b r i kan 1 e n für die Ausstellung bekundet wird, läßt aiuch auf diesem Gebiete gute Darbietungen erwarten. Tas gleiche gilt von ber im Grvßherzogtum weit verbreiteten Webeinduftrie und von den Gold - und, Silber schmieden. Bemerkt sei, daß auch bie staatlichen Fachschulen sich an der Ausstellung beteiligen werden. In Gießen hat sich ein Komitee gebildet, um in einem zzi errichtenden „Oberhessischeu Haus" Produkte des Gießener, evcnt. auch des gesamten oberhesfischen Kunstgewerbes twrzuführen. In diesem Hause sollen zugleich einige bedeutendere Zweige des Kunsthandwerkes im Betrieb gezeigt werden. Auch der Ernst-Ludwig-Berein (Hessischer Hentralverein für Errichtung billiger Wohnungen) beabsichtigt, sich int weitgehendem Maße eventuell auch durch Vorführung mustergülliger Häuser zu beteiligen. Ueberhaupt verspricht die Arckitekturausstellung überaus in- terejsant zu inerten. Die beiten Meiller ter Baukunst werden hier zu Worte kommen. Unter anderem fei nur daraus hin gewiesen, daß auch ter erst jüngst wieder durch seine Ernennung zum Baumeister bei ten Königl. Preußischen Museen in den Bvrter- grunb des Interesses gerückte Proiessor A, Messel in Berlin, ter geniale Erbauer des Warenhauses Wertheim in Berlin und des Gwgh. Larrdesmuseums in Darmstadt, feine neuesten Arbeiten ausstellen wirb. Aber auch die freie Kunst, also die Malerei und die Plastik, wird vortresslicl) auf ber Ausstellung vertreten fein. Von bedeutenden Malern, bie bis jetzt ihre Beteiligung zugesagt haben, seien genannt Pros ess dt Karl Sanier, Otto Ubbelohde, L. v. Hofmann, Stirn Kustner und Otto H. E n g e l. Aus dem Nachlaß deS Mainzers Harburger unb des Darmstädters Heinz Heim werten die besten Sachen zur Ausstellung gelangen. Nicht minder zahlreich find die Anmeldungen au, dem Gebiete der P l a st i k. So wird auch u. a. das frühere Mitglied der Darmstädter Künstler-Kolonie Pwscssor L. Habich, ter im vergangenen Jahr leider einem Rufe nach Stuttgart Folge geleistet hat, die Ausstellung beschicken. —. Suzanne DeSprLS, eine französische Bühnenkünstlerin, gastiert zurzeit im Berliner Königl. Sdiauspielhaule. Am 1. b. 9)1. empfing ber Kaiser sie in seiner Loge unb soll zu ihr gesagt haben : »Sie haben uns eine so menschliche, so lebenbe Phabra gezeigt, baß wir bavon tief ergriffen waren. Wie Ichon bas boch in ! Als ich ein junger Bursche war, habe ich die Verse der Phäbra auswenbig gelernt. Ich lasse mir sagen, baß in Frankreich bie Verehrung ber klassischen llebcrheiermtg schwächer wirb, und baß man SDloliere unb Racine weniger oft aufführt. Wie schabe! Unser Volk bleibt im Gegenteil leinen großen Dichtern treu unb finbet Frenbe an ihren Werken. Aufs Gymnaltnm folgt bie HochfchnIe, auf bte Hoch- schule bas Theater. Es soll bie Seelen erheben und erweitern. Das Volk braucht keine Darstellnng ber Wirklichkeit; bie kennt es, bie ist ihm vom Alltag ber geläufig. Man muß ihm Größeres und Edleres zeigen, etwas, was über der jftantelteuöame4' steht." verehrte Jubilar seinen Platz eingenommen, erhoben sich sämtliche flJhlfllieber des Hauses und die Negierungsvertreter. Tann hielt zuerst ' Abg. Neinhart eine kurze Einsprache, worin er des zehnjährigen Jubiläums des Geh.°RcttS Haas als Präsident der zweiten Kammer gedachte unb in herzlichen Worten dessen große Verdienste Um die Volksvertretung und das Land feierte. Tie Verhältnisse gestalteten nicht, das Jubiläum schon am 9. Januar zu feiern, au welchem Tage vor 10 Jahren der Jubilar das Kammerpräsidium übernahm, aber wir haben beute die Freude, das uachholen 511 können; so führte der Vorsitzende der Rattonallibercilen aus und brachte dann namens seiner politischen Freiinde die herzlichsten Glückwünsche dar. Redner benievfl, er wisse aus seiner mehr als Lb jährigen Siammermngfeit vielleicht am besten, welch große Ver- bienlie sich der Jubilar m der unisichtlgen und cncrgifchen Leitung der Kammergeschäile erivorben habe nnb welche Ulühewaltimgen nut diesem schwierigen Amt verbunden seien. Geh.-Rat Haas habe jederzeit unparteiisch und gerecht die Geschälte des Landtags geleitet. Er und seine Freunde hegten den innigen Wunsch, Goll möge bem Jubilar die Gesundheit und die Strait verleihen, daß er noch viele Jahre die Geschäfte deS Hauses weiter führen könne. Das walte Gott! (Bestall.) Abg. Bähr schließt sich dem Vorredner vollständig an. Wenn der Jubilar auch nicht der Partei des Redners angehöre so ertenne seine Partei doch die großen Verdienste deS Geh.-Rcu Haas beionders um die Landwirtjchait an. Auch er hofje, bau der verdienstvolle Präsident noch lange Jahre in dieser Eigeuschast Dem Hause erhalten bleiben möge. (Bravo l) Tie Abgg. Penuri ch (Ztr.), Orb (Soz.) und Tr. Gut- sletsch schließen sich namens ihrer Parlestrennde gleichfalls den herzlichen Gluckivünjchen und dem Tank für die nnparleufche Ge°- schausiührnng an den Jubilar an, desgleichen erklärt Staatsmuilsier Ewald nennens der Großh. Liaatsregierung aufrichtigen Heizens seine volle Zustimmung zu den Wünschen der Lorredner mit der Hoffnung, dag es demselben noch lange Jahre vergönnt jein möge, die Geschä'te des Hauses zu teilen. (Beifall.) ‘ Präsident Haas dantt mit herzlichen Worten iür die ihm loeben von allen Parteien des Hauses dargebrachten Glückivünjche, -er werde gern bereit sein, auch fernerhin seme schivachen parla- .meniarischen Sira'te dem Lande zur Verfügung zu stellen. Ter Präsident müsse über den Parteien stehen und seine Unparteilichen dadurch betätigen, daß er in erlier Linie den Abgeordneten als Menfchen sehe und dessen persönlichen Eigenschaiteu Rechnung trage. Ob er, Redner, seine Pflicht eruiUt unb ben an ihn gestellten Aiuorberungen genügt habe, unterliege der Beurteilung der Kammer. Er sei in seinen Handlungen stets von Liebe zum Vaierlaiid unb dem Snierene für die Rllgememheit eriüllt gewesen und spreche Allen un Hause sür die ihm bewieicne freundliche Gesinnung seinen wärmsten herzlichsten Tank aus. Präsident H a a S wollte nun in der Etatsberatung beim Kapitel Weinbaud0 m äiien fortsahren, auf Antrag der Abgg. B ähr, Tr. Schmitt u. a. bejchlop das Haus jedoch ein|thmuig, die Sitzung abzubrechen. Tte iiächste Sitzung wurde daraus aus Dienstag vormittag (»ertagL __________________________________________ Krerißischcs AvgeordneLenhuus. Berlin, 1. März. Die zweite Beratung des Etats sür Handel und Geiverbe wirb fortgesetzt. Zunächst wird der Antrag der Abgg. Gras von Sp e e (Ztr., und v 0 n P a p p e n h e i m (kons.) befprochen, wonach bei Prüfung der Vorlagen zu gewerblichen Anlagen lanb- wirtschastliche Sachverständ 1 ge hinzugezogen werben sollen, wenn durch die Genehmigung der Anlagen landwirtschaftliche Interessen m Betracht kommen. ; Abg. Gras Spee, begründet seinen Antrag indem er darauf hinweist, daß die bisherige Handhabung der Reichsgeiverbeordiiiing nicht genügend Rücksicht nut landivirtfchaitliche Interessen nähme, die bei der Anlage gewerblicher Uuterneljnuuigen in Frage kämen. Abg. Vorfter (ik) erklärt, daß seine Freunde dem Antrag »licht zustimmeil konnten, da er allerhand schwerwiegende Folgen Haben tönne. Abg. Tr. v. B ö tt i n g er (ul.) führt aus, daß auch seine /Freunde dem Anträge zustimmen würden, zum Teil, weil sie g.gen «die Form schwere Bedenken hatten. Handelsniintster Delbrück erklärt, die jetzt bestehenden Organe sind auf das peinlichste bestrebt, in jedem Falle zu ergründen, inwieweit Schädigungen für die Nachbarschaft euiireten. Bei Auflagen, die eventuell die Landwirtjchait schädigen tonnten, wirb da- kzu noch regelmäßig dem Landwirtschaslsmimsterium Kenntnis geigeben. Der Antrag in der vorliegenden Form fei für die Re» '«ierung unannehmbar. j Rach weiterer Debatte wird der Antrag durch Konservative und Zentrum a n g e n 0 in in e n. Hieraut wirb die Beratung des Etats selbst fortgejetzi beim Kapitel Handels- unb Geiverbeoer- waltung. Von einer Jicilje von Abgeordneten werden Wünsche auf ej j e r st e l l u u g verschiedener B e a m t e n k a t e g 0 r i e n vorgebracht. politische Lagerseharr. Bevorstehende Besuche deutscher und amerikanischer Staatsmänner. Graf Posadowski, der Staatssekretär des Innern, hatte bekanntlich kürzlich seine Absicht angekündigt, demnächst Len Vereinigten Staaten einen Besuch abzuslatlen sund der Kaiser hatte ihm nahegelegt, als Vertreter des Deutschen Reichs an den bevorstehenden Feierlichkeiten des Carnegie-Instituts zu Pittsburg teilzunehmcn. Wie nun zwar unser Berliner Korrespondent hört, hat sich Graf Posa- Lowski im Gegensatz zu Herrn v. Atoll er und den anderen kaiserlichen Delegierten, die die Reise auf Kosten des schottisch-amerika nischen M illionärsAndrewCar- jnegie machen (I), entschlossen, seinen Besuch bis zum Hoch- isommer zu verschieben und sämtliche Ausgaben aus eigener Tasche zu bestreiten, um in seiner Studienreise unabhängiger zu sein und ihren privaten Charakter mehr zu wahren. — Anfangs März trifft übrigens Colonel Henry iWatterson zu längerem Aufenthalte in der Reichshaupt- stadt ein. Der Oberst, em geschätzter parlamentarischer Redner der demokratischen Partei, dürfte bei den nächsten Wahlen als Präsidentschaftskandidat kandidieren und besitzt im /Süden der Vereinigten Staaten, namentlich in seiner engeren 'Heimat Kentucky, zahlreiche Anhänger. Als Redakteur und ehemaliger Ossizier im Heere der Konföderterten ist er Gegner Roosevelts, dem er namentlich die allzu große Eigenmächtig, keit, mit der sich der Präsident schon öfters über die Autorität ,des Bundesrats hinweggesctzt hat, zum Vorwurf macht. iWattersons Anssprnch, eS wäre noch altmodisch genug, um an die Verfassung der Vereinigten Staaten noch zu glauben, hat s. Zt. Aufsehen gemacht und ein Wahlkampf unter dieser iVarole könnte dazu führen, daß wieder einmal ein „südlicher Patriot" den Präsidentensessel im Weißen Hause entnimmt. Aus und Land. Sprechstunden der Redaitrnn 11— 1 Uhr vorm., \-7—i/28 Uhr abdS. Gießen, den 2. März 1907. - Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den fevang. Pfarrer Theodor Wa hl zu Langen auf jein Rachsuchen zwecks Uebernahme einer Pfartstelle zu Essen mit Wirkung vom 1. Mai 1907 aus dem Dienste der hessischen evangelischen Landeskirche entlassen. — Ernannt wurde der Genchls- asscssor Hch. Nicolai zu Mainz zum Regierungsassessor. • • Akademische Vorträge. Gestern abend sprach Profesior D. GcE vor einer sehr großen Zuhörerschaft über ,Goethe's Geheimnisse". Er führte zu Anfang seiner Ausführungen aus, daß das religiöse Epos .Geheimnisse", das Goethe 1784 und 1785 beschäftigt habe, wie so manches andere seiner religiösen Dichtungen unvollendet geblieben sei. Trotzdem sei es möglich, aus den vorhandenen Stanzen den von dem Dichter verfolgten Zweck zu erkennen. 9)lan muß sich vergegenwärtigen, daß Goethe großes Interesse für die im 18. Jahrhundert entstandene Freimaurerbewegung hatte, jener Bewegung, die in ihren der Vergangenheit entnommenen Gebräilchen ein neues Menschheitsideal, die Humanität, erstrebte. Goethe bewegt sich dabei auf demselben Gebiete wie Lessing im /Jlatbaii* und Herder in seinen Ideen. Er hat später auf eine Anfrage eines Königsberger Sludentenverems mitgeteilt, er habe in jenem Gedicht die verschiedenen Religionen ui ihrer höchsten Vollendung und in ihrer Beziehung zur Hilmanltät daistellen wollen. Es ist in der Dichtung deutlich zu erkennen, daß Goethe das Christentum in den Mittelpunkt stellte und in ihm, in seiner Verbindung mit dem Humanilälsgedankcn, dies erstrebenswerte Ziel erblickt. Goethe kam zu diesen Anschauungen durch seine nalurtvissenschaftlichen Studien, die ihn in Stein und Tier usw. immer wieder zur Religion hinführten. Mit einem Ansblick auf die Bedeutung der Geschichte der Religion auf alle Gebiete des Wissens schloß der Vorlragende seine interessanten, mit lebhaftem Beifall auf- genommenen AuSführimgen.. * * Lehrerpersonalien. Offen: Tie mit einem evang. Lehrer zu besetzende 5. L e h r e r st e 11 e an der Gemeindeschiile zn Büdingen. Dem Fürsten zu Psenburg und Büdingen in Büdingen steht das Präsentalionsrecht zu. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzenden 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gl au berg. — Wieseck, 1. März. Eine brave Tat vollbrachte heute die Frau des Postverwalters Gut hier, indem sie ein Kind mit eigner Lebensgefahr vor dem Ueberfahren- werben rettete. Ein Fuhrwerk raste die Gießener Straße entlang, während das etwa ziveljähnge Kind des Musikers Mauk auf der Straße spielte. Kurz cntfchlossen sprang die mutige Frau im letzten Augenblick hinzu und riß das Kind vor dem Pferde weg. § Orten berg, 1. März. In nächster Zeit erhalten die Orte Bergheim, Usenborn, Gelnhaar und Blnd- sachsen von hier aus Telephonanschluß. * * Beltershain, 1. März. Der Landwirt Ludwig Loth wurde vom Großh. Amtsgericht Grünberg als OrtS- g erichtsvorsteher hier eidlich verpflichtet. Darmstadt, 1. März. I. K. H. der Groß Herzog und die Großherzogin besichtigten heute vormittag die Mercksche Fabrik an der Arheilger Chaussee. (Darmst.Ztg.) — Marburg, 1. März. Der Kreis Haus Halts e tat zeigt im Voranschlag eine Einnahme und Ausgabe von 434162 Mark an. Kirchhain, 27. Febr. Auf Einladung des „Gesang- Vereins Kirchhain" hatten sich im Hotel Mosebach die Vorstandsmitglieder der hiesigen Vereine eingefunden, um über eine geplante Vergrößerung der städtischen Fest- Halle zu beraten. Der Gesangverein Kirchhain hat für das Jahr 1908 das Lahntalsangerfest übernommen, und eL wird für die dabei zur Aufführung gelangenden Massenchöre eine große Bühne nötig sein. Es erscheint deshalb praktisch, wenn diese Bühne, die etwa 400—500 Sänger fassen soll, als ständige Einrichtung bestehen bleibt und so hergestellt wirb, baß sie auch als Turnhalle, Radfahrbahn und al§ Bühne zur Aufführung von Festspielen rc. Verwendung finden kann. Die Erbauung wird aber nur möglich fern, wenn die beteiligten Vereine entweder zu den Baukosten beisteuern oder der Stadt für angemessene Verzinsung des Baukapitals Garantie leisten. Zunächst soll n. d. Hess. Ldsztg. eine Zeichnung und ein Kostenanschlag ausgearbeitet werden und dann eine weitere Besprechung erfolgen. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 1. März. Diebstahl usw. Tie Fortsetzung ver Verhandlung gegen den Dienst- knecht K. B. von Auma und zwei Genossen, früher zur Ver- urteiluiig des B. in eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr und zwei Monaten wegen Dievjtahls.. Wegen faycijer Namensangabe bezw. Uebertrctung. erhielt er 14 Tage Hast. Der Wirt und Händler I. H. von Vilbel wurde wegen Beihilfe zum Diebstahl in einheitlichem Zusammentreffen nut Heisters zu 4 Wochen Gefängnis und wegen der Hehlerei bezüglich der Feldentwendung zu üU Mark Geldstrafe verurteilt; von der Anklage des mit dem Lagiöhncr F. A. verübten Diebstahls, wurde er, wie dieser auch, freigesprochen, bczw. wurde das Verfahren ivegen einge- trdencr Verjährung eingestellt. Hausfricbeusbruch. Tas hiesige Schöffengericht hatte den Tag löhn er F. F. von Großeu- Linden wegen Hausfriedensbruch zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. sJ£ad) dem Erkenntnis ist er in angetrunleiLcm Zustande in die Wohnung eines mit ihm verfeindeten Stuhlflechters eingeschliä-en uno hat sie erst schimpfend entfernt, als die Fran des Besitzers chm mit einer Mistgabel bewaffnet entgegenging. Trotzdem er behauptet, er habe eine im genannten Hause wohnende Frau besuchen wollen, Hilt bas Gericht in Anbetracht Der jahrelangen geriästsbekannten Feindseligkeiten, Dieses für eine leere Ausrede. Es zog die vielen Vorstrafen des Angellagtcn, die fast ausschließlich aus dem feindseligen Verhältnis entsprungen sind, straferhöhend in Betracht. Der Angeklagte erhob Berufung und beantragte seine Freisprechung, da er den Hausfrieden nicht habe stören wollen. Die Strafkammer bestätigte jedoch das in jeder Beziehung richtige Urteil und deutete dem Angeklagten an, daß er im Wiederholungsfälle eine weit höhere Strafe zu gewärtigen habe. Gemeinschaftlicher schwerer Diebstahl. Die in hiesiger ^taDt wohnhasten Taglöhner L. Sch. ans Frankenbach und H. ST. aus Bellersdorf haben aus zwei im Neustädter Feld befindlichen Baclsteuwrennerhauschen mittels Einsteigens bezw. Einbruchs eine Herdplatte im Werte von b Mk. und einen Ösen im Werte von 20 Mk. gestohlen. Sie zerschlug m die Sachen in Stücke und verkauften sie an einen Althänchcr für 80 Pfennige. Wegen schweren Diebstahls im Rückfälle an- geklagt, hielt Sch. eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und zwei Akonaten, K. kam mit Minimalflrafe von einem Jahr Gefängnis durch. Beiden wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf ö Jahre abgesprochcn. Wegen SittlichkeitSverbrechcuS, begangen an dem fun,jährigen Stinüe seines ^mftherrn zu Stamm- Heim, wurde der Knecyt A. Ak. aus Faltenijain zu z w e i I a h r e n Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Das Gericht hat ihm, gegen den Antrag der Staatsanwaltschaft mildernde Umstände versagt, weil er wegen ähnlicher Taten bereits vorbe- strajt ist, Beleidigung. Ein gewisser H. S. von Mücke hat gegen den Sattlermeister L. B. zu Grün berg wegen Beleidigung PribatUage erhoben, weil er im Bahnhofsgebäude zu Gränberg dem Wirt gegenüber geäußert hat, S. sei ihm noch Geld schuldig. Das Schöffengericht kam 5Km Freispruch, es war der Ansicht, es handle sich um eine vertrauliche Mitteilung, Da der Wartesaal leer war. Ein An- haltspuntt, daß der Angeklagte dem Kläger gegenüber seine Geringschätzung Hütte lünd tun wollen, liege nicht vor. Die Aeußerung sei auch war, t|n der Kläger dies selbst zugibt. Wenn auch feststeht, daß der Angelagte ebenfalls an anderen Orten von der Schuld erzählt hak, beweist dies noch nicht, daß er habe beleidigen wollen. Im Gegensatz hier zu war die Strafkaimner dec Meinung, daß der Angeklagte im Aergcr darüber, baß er sein Geld nid)t bekomme und der Kläger ben vornehmen Mann spiele, ihm seine Mißachtung habe erzeigen wollen, als er seiner ansichtig wurde. Tas vom Kläger angefochtene Urteil wurde aufgehoben und auf eine Geldstr a f e von 5 Mk. erkannt. Wenn auch zur Zeit, als die Aeuße- rung fiel, niemand im Gebäude anwesend war, so handle cs sich doch um einen Ort, der den Zutritt jedem gestattet, womit der Begriff der Oeffentlichkeit gegeben ist. Es wurde deshalb auch dein Kläger die Pilb.ikatioi's^esnaiiis zugesprochen. Gcrict-tssaai. Das Schöffengeriäjt zu Gießen verurteilte den 17 Jahre alten SciMicde.ehrling Georg ^h. ans Weickarts1)ain wegen Fahrraddieb st ahls zu sechs Wochen Gefängnis. Th., der die Absicht hatte, seinen Onkel in Paris zu besuchen, stahl, um rascifcr ans Ziel kommen zu tonnen, im Sommer v. Js. aus einem Hausilur hllr in der Bahnho,straße ein Fahrrad und fuhr hiermit bis Butzoacp. Dort wurde er von einem Gendarmen festgcnommen, well das Fahrrad keine Nummerplatte hatte. Dabei stellte es «ich heraus, bau eS gestohlen war. Der Gendarm transportierte .Th. mit samt dem Fuhrrade nach Gieren. Stach gerichtlicher Vernehmung wurde Th. auf freien Fuß belassen, welche Gelegenheit er benutzte, um seine geplante Reise zu Fuß anzutreten. Er gelangte auch glücklich in Paris an, konnte aber keine Aroeit finden und mußte wieder zurück nach Deuschland. In Trier wurde er verhaftet. Arvertcrbewegung. Berlin, 28. Febr. Dem Ben. ^goi. zufolge beschloß die Generalversammlung d.r Tapezierer -Fw^ngsinuung einstimmig: am 1. März sind in sämtlichen Betrieben des Tapezierer- beruses in Berlin und Vororten diejenigen Gehilfen auszusperren, die im Verbands- oder Fachverein organisiert find. Alle Gehilfen, die nicht die schriftliche Erklärung abgeben, weder Verbands- noch Faä-vereinsmitglieber zu sein oder an den Forderungen des Verbandes oder Fachvereins sich zu beteiligen, werden am 1. März entlassen. Hamburg, üti. Feor. In den Betrieben im hiesigen Hafen weigerten sich die Schauerlcute der Hamburg-Amerika-Liliie länger als bis 10 Uhr abeni>3 zu arbeiten. Da der Verein der diecDer den Beschluß der Naäjtaroeit aufreast erhält, wurden sämtliche S ch a u e r 1 e u t e entlassen, lieber weitere Weigerungen in dem übrigen Hafenbetriebe verlautet noch nichts. Vcrmii elftes. Budapest, 28. Febr. Zivljchen bem Vizepräsibenten be§ Abgeordnetenhauses Rakovjky und dem in der Panjchaueli-Affäre vielgenannten „Soziologen" Ateray-Horvath fand ein Säbelduelt statt, wobei der letztere mehrere 'Verletzungen erhielt. r^iartte. Gießen, 2. März. Marktbericht. Aus heutigem Wockenmarkte kosteten: Butter pr. Pfd. 0.95—1.00 'Ulf., Hühnereier 1 St. 8—9 Vfg., 2 Sick. 00—00 Pfg., Gänjeeier 00—00 Psg., Enteneier 0 Pfg., Käse pr. Slck. 6—8 Pf., Kasematte 2 Slck. 5-6 Pfg., Erbjen p.Pid. 18-21 Pfg., Linjenp. Pjd.25-40Pfg., Tauben pr.Pr.0,80—l,00Mk., Hühner pr.^t. 1,00—1,60 Ulf., Hahne pr. Stück 0,80—1,80 Ulf., Emen pr. Stück 1,80—2,20 Ulf., Ganje vr. Pfd. 70—80 Pfg., Lchjenfleljch pr. Pfd 82—88 Pfg., Knh- und Rindflelsch pr. Pfund 80—82 Pfg., Schweinefleisch pr. Psund 80—84 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 88 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 80—84 Pfg., pammelstetjch pr. Pilmb 61—84 Psg. Welsche per Psund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 7,00—0,00 Ult., Zwiebeln pr. Ztr. 5,00-6,00 Ulf., Milch per Liter 20 Pfg., Aepl'el per Zelitner 20 bis 26 Ulf., in Körben 00 Pfd., Nüsse 100 Stück 50-00 Pfg., Birneli per Pfd. Mt. 0.20—0.25, per Zlr. 9—15 Ulf., Weißkraut per Stück 15—80 Pfg., per Zentner Ulf. 0.00-0.00. — Ulactlzeil 8—2 Uhr. fc. Franksurt a. UL, 1. März. Heu- unb Stroh- m a r f t. Ulan notierte: Heu Ulf. 8.— bis 3.40, Stroh Ulf. 3.10 bis Ulf. 0.00. Es waren an gefahren 21 Wagen Hen, 1 Wagen trotz. Tie Nachfrage nach Heu war gering, bas Geschäft ging flau. Es blieb em bedeutender Uebecstcmb. Trotzdem war die Tendenz fest. tc. Frankfurt a. UL, 1. März. lOrig.-Telegr. beS „Gieß. Anz.") Vieh m a r f t. Zum Verkäme stauben 00 Kälber, 00 Schafe u. Hammel, 364 Schweine, 0 Ziegen. Schweme: 1. Qual. 60—61 Pf., Lebenbgewicht 48—00.00 Pf., 2. Qual. 58—59 PL, Lebeubgewicht 47.00-00 Pfg., 3. Qual. 52—54 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf., Lebendgewicht 00—00 Pig., 2. Qual. 00—00 Psg., Lebendgewicht 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00- 00 Pfg. Schafe 1. Uiialiiäi 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Pfg. Geschäft bei Schweinen: Gnt, lein Ueberstand. Teietonisciie Kursberichte des Giessener Anzeigers, initge und ludusii Frankfurter Hör« 3Ji°/o Reiehsanleihe . . 97.60 3% do. . . 66.05 3j/a°/0 Konsols .... 97.60 3% do. . < . . 66.15 3>j°/0 Hessen . . . . 96 30 u>s°/0 Oberhessen . . . 95.50 4y0 Uesterr. Guldrente. . 99.7u 4‘/6 u/o Uebterr. bilberrente 100.05 4>0 Ungar. Goldreute . . 95.50 4% Italien. Leute . . . — Ö96 Portugiesen Serie I . 69.00 3% Portugiesen „ III 70.30 4 >5 °/0 russ.Staatsanl. PJUa 91.45 4)4^0 japan. btaaUanleihe 92.90 4>0 Uonv. Türken von 1UU3 95.80 Türkeuloae 145.80 4% Grieeli. Monopol-Anl. 51.80 ■i % äussere Argentinier . 87.10 ö"/0 Äiexiaaner . . . 66.60 4>s7o Oluuesen .... 98.10 Aktien: Bochum Guss 237.75 Buderus E. W ... 122.90 Tendenz: ruhig. Berliner Börse, 2 . März. Anfangskurse. teilt von der Bank lllr Handel le, Giessen. v, 2. März, 1.15 Uhr. Elektnz. Lahmeyer . . . 138.20 Elektnz. tiehuckert . . . 113.50 Esch weilet Bergwerk . . 245.0<) Gelsenkirchen Bergwerk . 210.00 Hamburg-Amerik. Paketf. 151.10 Harpeuer Bergwerk. . . 220.40 Luurahütte 237.75 Aordd. Llojd .... 129.75 Ubeisehlts. Eisen-Industrie 116.50 Berliner Handelsges . . 170.60 Uaruistädter Bank . . . 186.40 Deutsche Bank . . . —.— Deutsch-Asiat. Bank . . 172.00 Diskoutu-Komiuaudit. . . 182.20 Dresdner Bank . . . 165.80 Eredituktieu 214.00 Baltimore- und Ohio- Eiseutahn . . . 113.30 Gotthard bahn . . . . —.— Lombard. Eisenbahn . . 80 70 üesterr. titaauwaun . . . 145.70 Pnuce-lieun-Eiseubahu . 148.00 Canada E. B 188.20 Darmstadter Bank . . . 13ü.7u Deutsche Bank .... 242.0b Durtmunder-Union C. . . 83.20 Dresdner Bank . . . 156.7u Tendenz: schwächer. Uarpener Bergwerk. . . 220.00 Laurahtitte .... 237.70 ..umburden E. B. ... 8o.v0 Aordd. Lloyd 129.70 1 ihkenlose . ... 146.00 „Henneberg-tieiäe“ v. Mk. 1.10 ab 1 — zollfrei! Muster au Jedermann! D9/io Nur direkt v. Seidenfabrkt Henneberg, Zürich, Die nach- A a r n i o siud Sonntag, den 3. toärz von stehenden uül ulv 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts sicher anzutreilen. ID“/» H. Arndt, Bahnhofstr. 39. — Dr. JKipper, Wilhehnste. 2. l>r. Jüeyerhofl, Aeueu Baus 27. B!/s B’/s ca. 220 Rm. » n iflung) Gemischte Reiser n Nadel-Reiser » 76 Fichtcn-Stangen, 4—11 cm Durchm. mit zus. 28 Fm. der BV, w w [1467 17b u w 1443 1433 BV. . 214.U0 B. Brennholz. V 2 38 700 22 49 221 151 27 94 68 2780 1800 75 208 LOO 5 71 136 85 44 2570 18 79 1 6 34 12 390 55 Elchen- fticfem- Fichten- 280 400 31 u ri Uhr ver- den 9. d. Mts., vormittags 10 Uhr versteigert aus den Distrilten Hcgwald, 2,46 2,20 0,68 1,12 7,34 Heide 401 rm h Stück Eichen-Wellen Stück Fichten. , Rm. Buchen-Stock. 6 88 2250 1510 400 1530 2 17 rm 2 144 6 91 70 41 174 260 60 Fm. m lang Fm. Zmf* iaCosifis'matimi Gebe von jetzt Lis Ostern auf sämtliche Wäsche, Eichen-Slämme „ .Spalierpfosten Kiefern-Stamm Flchten-Stämme Weißtannen-Stämme beginnend, werden und Badcnburger Wäldchen: Eichen-Stämme mit 107,50 fm, darunter befinden sich Schnittstämme bis 311 50 cm Durchmesser, 105 Eichcn- Gartenpsosten ä 2,20 m lang und 50 im Wagnecholz, . 113.80 ’ 80*70 ' 146.70 . 1*8.00 nach Lollar am Badcnburger Wäldchen. Wieseck, am 2. März 1907. Großherzogliche Bürgernleisterei Wieseck. I. B.: Schäfer, Beigeordneter. Vizepräsidenten de? Pauschaiien-Ässäre d ein Täbelduell i’hielL Allen-Buseck, den 1. März 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei. Körber. tigern Äockenmatkte tetcrlLl. 8-8 tilg., xueiev 0 'Uifl., Ü\t ien p.Pid. 18-24 M., Hühner pr.Lt. (iiueii pr. Llüci chsensleisch pr. M •82 tyg., etyvemc gtfaljtii, pr. Wunfc ntH'leifd) pr. 'Lüniö Mn vx. M ’Rg. I., Mfa per Vitet m Hörden W W, Psd. 'Dit.UjU-U.25, JO Psg., per Beniner tu* und ktroh- 40, Llroh M 3.10 igen Heu, 1 Legen b(l5 Wit glilg TroZdm ivar die ,W des M iWJiälbev.OOcdjaie j.Oual. 60-61'M, Pi ^edeildgeivicht Qual. 00-00 Pi, ßjn Lebendgewicht Qchaie 1. LiualHöZ ait bei Schlveuieiu steigert werden: 88 52,5 86 6 41,8 enchte . uauk llir Uandel Zllsannnenkunft BormrttagS 9 - Eichbusch. 14,8 4 2. Samstag Grossh,Heal-u,Landwirtschaftsschule Gr.-Umstadt. Landwirtschaftliche Abteilung: 8 Jahresklassen. Wissenschaftliche Fachbildung - eine Fremdsprache - Einjlihrlsen- Berechtigung. Beginn des Unterrichts: 8. April 1907. Auskunft erteilt [ssw/a]Die Direktion. Sonntag, den 3. März, abends 8 Uhr wird Herr Missionar Spaich einen Bortrag über AerztieGhe Mission ❖ im Saale der Johanneskirche halten, wozu herzlichst einladen Pfarrer D. Schlosser, Pfarrer Euler, Pfarrer Schwabe, Pfarrassistent Steiner. D’/, letzteres int Hegwald, ^irfchbaum-Stämme mit 0,30 fm, Kiefern-Stämme mit 23,25 fm, darunter sehr schönes Schnittholz, Fichten-Stämme mit 16,26 fm, i Fichten-Derbstangen mit 15,30 fm, 1 Fichten-Reisstangen mit 2,30 Im, । rm Elchcn-Schettholz, rm Eichen-llnüppelholz, darunter 13 rm Doppcllänge zu Gartenpfostcn brauchbar, 1 Wellen Eichen-Reisig, ! rm Eichcn-Stockholz. Die Zujammenlunft ift an beiden Tagen auf der Straße Die Gemeinde Münzenberg verkauft einen ca. 16 Zentner schweren fetten Fafelochfcn auf dem Submissionswege. Kaufliebhaber werden ersucht, ihre Angebote bis zum 8. März ds. Js. auf das Kilogramm Lebendgewicht bei der unter» zeichneten Bürgermeisterei einzurcichen. 1463 Münzenberg, den 2. März 1907. Großh. Bürgermeisterei. Niehler. _____________ Die Kaiser WtlhelmS-Lpeude, Allgemeine Deutsche Stiftung für Altcrö-, Renten- u. Kapital-Versicherung, verslcherl kosteusrei lebenslängliche Alters Renten oder das entsprechende Kapital gegen Einlagen von je 6 Mark. Auskunft erteilen und Drucksachen versenden, Herr Wilhelm Iullmauu, Assekurauz- Geschäst in Gieße«, Bahnho'slrake 59, und Tie Direktion tu Berlin SW. 68, Zimmerstrafze 19a. D’/, Prima gewaschene Nuglohlen ’ , Authrazittohle» , RuvkokS v , Nuiou-Brikett» empfiehlt [49 I. Happel, Holzhandlung. w Bietern* „ Wellen Buchen-Reisig, Vtrgedung vsv Wgsscricitiüigsllrdeitcii. Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung einer Wasserleitung für die Gemeinde Utphe und ^Tbic Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung eines 20 m hohen, gemauerten Wasserturms mit Ausnahme Holzver steigern«-; in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. 1. Freitag den 8. d. MtS., vormittags 10 beginnend, sollen im Distrikt Badcnburger Wäldchen en i-S1: Holzversteigernng. Mittwoch, de» 6. März 1907 soll im Alteu-Busecker Gemeiudcwald folgendes Holz in den Distrikten Eichbusch und Struth versteigert werden: A. Bau- und Nutzholz. Alt ALoubit 82a, S. W. 21. Dj\__ Künkmsausvcrkauf L. Senimrr im Laden, Walltorstraße 8 in Gießen. [jugskurse. iergwetk- J4 * ’ , des Wasserbehälters, 2 die Aibeiten zur Herstellung von 1000 m Gußrohr- leitungcn von 125, 100, 80 und 50 mm lichte Wette ' und die Lieferung der Armaturen hierzu und 3. die Herstellung von 500 m Anschlußleitungen einschließlich Lieferung aller Materialien sollen im Wcge schriftlichen Angebols vergeben werden. Angebote sind bis Dicuötag, den 19. März l. Js., nachmittags 3'/, Uhr, auf der Großh. Bürgermeisterei Utphe abzugeben, wo dann die Eröffnung derselben in Gegenwart der erschienenen Bieter statrfindct. Die Plane und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Angebolsformnlare können dort gegen Erstattung Herstellungskosten in Empfang genommen werden. Gießen, den 27. Februar 1907. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Dtehm. Uhr in dem Distrikt [1434 Ich betone ausdrücklich, dass sämtliche Gelegen- heitspusten von meiner bekannten vorzüglichen Qualität sind und leiste für jedes Paar volle Garantie. 220.00 ' 237.70 flu.öO ‘ 129.70 146.00 Ke beschloß w grmmig eüisllm. Tapezierer. -tiiütung ohgcbtn .ru lem ober an 5lld) rubMigen, im hiesigen Ufa länger reteln der Reeder Mn sämtliche ‘ Wgernngen in }tä. Hanne Henschel § | Ende gegen 10’/4 Uhr. Uei! zilrlob^ f de» ft vir ul« u lD? I . «lltf»* ‘ i»»onbS> ■uriut'» iQttet Jc Es sich >rde bS1 der i auch Nadel- h Buchcn-Pcügelholz Elchen- H Nadel- , Buchen-Stockholz Nadel- , Bnchen-Neiser Buchen-Re-.sec (Durchfo Ludwig Wacker, Schnhmachermeister Schlossgasse No. 6—8. Anfertigung nach Mass. 1440 Reparaturen prompt u. billig IB Else Lehmann als g Rudolf Rittner als Anfang 8 Uhr pünktlich. Llrbeittzvergehttng. Die zur Instandsetzung der Wohnungen in dem Hause Danun- kti-ahe *Jir. 26 criorbcrlidje 'lOcißbinbcrnructt soll ° Toüncrc-tag, den 7. März d. I. vormittags 11 Mr öRentUcOd?reYbunnb Bedingungen liegen zur Einsicht der k>merescmen bei unö onen. Angebote aus Vordruck, der daielbst nSiitiid), sind bio zum genannten Zeitpunkt an uns emzuretchen. — ttuschlaasfrisl 14 Tage. (yieucn, ben 1. März 1907. SläomcheS Hock;bauamt Gerbe l. ______ Versteigerung. Montag, den 4. März sollen dahier Walllorstr. 6 (Darmstadter Haus, 1 Weßuloior, 1 Wmchmaich., 1 Partie Sambwareii, Haus- und Küchengeräte aller Art u. v. A. zwangsiveise gegen bar versteigert werden. U457i G le gen, den 2. Marz 1907. ) Seipel, Gerichtsvollzieher. für reisende Hospiz Damen cvang. Schwesternhaus, tiieeeen, totianneetir. I. Rm. Buchen-Scheit , „ Knüppel , Eichen- Stück Blichen-Wellen Eintrittskarten zu Mk. 5.—, 4 —, 8.—, 2.— bei Herrn C ballier am Neuenweg und an der Abendkasse. »'/, 8. Vorstellung: Freitag, den 22. März Festliche SclilussvorStellung im alten Th°ater. BckaiiiUmachnng. Mitalieder unseres Vereins werden darauf aufmerksam e dasi di^ SaatEitiittclungssielle des Hessischen Landwirt- S ^rnta niiA tu bieicm ^abre in der Lage ist, bestes Saatgut der enragsretchsteii Frübjahrsgctreidearten und Karloffcllorten zu liefern, ^^n M alicder unseres Vereins von dicsein Aiterbleten Gebrauch 2 fie erfudjt, sich d.r-k, an b-e genannte EkUe in roenöen. Saathlten werden mit -Bedangen von der eaaiueuniitelnngMtelle n, ®«rmftatt unentgelttrch mgefanbi. toteücn den 2. Ai ätz 1907. . . Ter Vorslaitd des laudw. Veurksverems Gtcnen. -e . 138.20 S' ■ . jrgWBtK. ■ 23775 "Sah1-8'““®« , ®ahei Itellu 5 ihr ■ i.^utiyen, irr finden ^ner tombt er Für Schweine ’ Futterknockcumebl od.Phospbor- inurer icQlt per Psund 20 P,g^ bei 10 Psd. 18 Psg. - Vrrtzpulver Packet 50 Psg. — Lcbertprau. Lust, kalter, Atäusliurg. Zar Konfirmation empfehle mein reichhaltiges Lager in allen Sorten Schuhwaren, Damen-, Herren- und Kinder-Arbeitsschuhen, sowie Mihtäratlefeln Extra billig einen Posten gUdchcn-Knopf- und KnabenachnllrstlefeL Koizversieigerung Winnerod. Freitag, den 8. März d. IS. sollen in den Distrilten C'tchkopf, Neuhof, Buchwald und Walpertsbcrg zu Winnerod versteigert werden: Buchcn-Scheitholz ca. 220 Rm. Holzversteigerrmg. ® c86bL= Suchsbau und Ta^nnacker lSran^euwalds der Forstwartei rohen'Linden; Stamme: 2 Eichen 3. StL, 9 Eiche n 4. ML, und 2 Eichen 5. Ai. von 27-46 cm ^iirdjni. unb a-9 Auiamnicn 8 tzsttn., 10 Kiefernvon 18-27 cm Durchm. und o—10 m "NNNC —2J8j Nitvkttüppcl: 63 91m. Ale fe r (3 m lang!: Scheiter' 8 Sim. uche, 13 Rur. Eiche und 176 3lnu St t c i,e r; Anüvvel' 9 Nur. Buche, 6 Nm. Eiche und 340 Siin. A i e i e r; Ncisia: 1'1,0HdL Welten B» ckc, 18X) St. Wellen Ei cd e, Sog Hdt. Wellen Slict'et und 6,!' Hdl- Wellen Weide; Stöcke: 20L Sim. '43 u di c, 35 9inu Eiche und 100 Rnu 5! lefer. Das -erstreut siycnde Holz wird nicht vorgezeigt und kommi am Lchlusic jeder Abteilung zum AusgeboL Begum der Berstcigenmg votm. luUbrnnTutr. Altgehegt A> an der Smidkautenschneite. Weitere Auükuntt durch den Grogb- «Zoritwart ^tenaeS zu Groven-Lurden. Giegen, 1.1) ^y^'jQtjcTförftcret Schiffenberg. T rautwein.___________ a. S. 2. Im Auftrag der KonkurSver- waltung des W. Schütz dahter: 1 Schütietapparat zur uliuieral' wassersabriiation. Tie Bcrstetgeruug findet bc- stiuimt statt. Born, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. DiittwoÄ den 13. März er., uachmlttags 2 Utzr, werden in dein L»lekerschen ^saale, Reustadt öö, freiwillig,versteigert: 3 Sofas, 4 vollst. Betten, 1 oierertiqer u. 2 runde Lliche z. Auftlavven, 1 groger runder Tisch, 2 viereckige Luche, vier Stleiderichräutc, ILVeinzcug' schrank,3Glasschrauke, einer mit Stonmioöe, 1 Sekretär, 8 istommodcn, 4 grobe und 4kleine Spiegel, 2Nacht°Liiche, 1 Regulator, 1 Waschtisch, eine Partie Stuble, 1 Nähtuch, 1 Hängelampe, 1 Lüstre, Steh- unc zrüchenlampen, Bilder, Porzcllau, 40Bande„Garlen- lixuue' u. a. m. Tie Versteigerung stndet bestimmt statt. [1427 | Geißler, Gerichtsvollzieher. wQtti 0!li> ii - pi. • jjeubabu • *uiu»ua ' Fichten- r h 50,98 , H Derbstangen v 13,26 M Rm. Ktefern-Rutzschcit « ff -Scheit « « Knüppel Klefern-Wellen Eichen- M Aspen- „ liefern- v Buchen-Slockholz, 51 „ -Stock. Zusammenkunft im Distrikt Schindanger. Leihgestern, den 1. März 1907. Großherzogliche Bürgermeisterei. Heb. . . ' - ' ' 1^3 jÜBeu-Iudustne JWjJ müelsges • r baut • lauk • 1 1 H2.00 tat. 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Je nach der \ er- sicherungsdauer 10" DividendenNteigerung-QSX bis auf ltK>u/0 der leriiuiie und mehr, Auskünfte erteilt: Fr. Carl llenzerling. [D1/, 2400 1300 ~ , -Bohnenstangen. Zusammenkunst: Vorm. 91/* Uhr am JgelSteich. Es wird mit dem Brennholz im Eickttapf begonnen. Zum Verkauf kommen eine grobe Anzahl Herren- und KnabenanzuLftoffe, Konfirmandcnanzugstoffe, Stoffe zu Frack- und Gehrockanzügen, ferttge^erren-und ünaben- anzüge, Lravatten, Kragen u. s. w. I ppo.enüber gegenüber (SitÜtucr $el[s6i6, MlitugtWft. G"sihaus zur Allen W, M Tie Altiouäre werden hiermit eingeladen zur Teilnahme an der e@ha,iiig’S-MaeaitDicr ordrntllchm Eciicral-Versaulmluiig — 4/10 gifCt io Pfg. ? —- Samstag den 23. März 1907, nachmittag» 5 Uhr $ Rosa Schneider Wwe. in dem Suzungüsaale Grohh. Bürgermeisterei Gietzen. 11133_______1112-----L----------------- Geschäftsbericht. Rechnuugsablage und Entlastung des Vorstandes. Z&Cl illtfl* Wahl vonAtilgliedern de»Vorstandes u.AuilichtLratcs. Verschiedenes. | Dieuötag, dcu 5. d. M. uacb- Bilam vro 31. Dezember 1906 und Geschäftsbericht liegen von I miltago ^..Uvr versteigere »ch Ticnstag den 5. März ab 14 Tage laug bei Grotzh. Bürgermeisterei, fieusta'ol 55 dabler gegen Bar- Zmimer 9lr. 15, dur Ei.isicht der Aktionäre osfem iWmatz der § 1234-1240 des Der Borstaud: Vst, Bürgerl. Gesetzbuchs: . Herrn. Eichenauer. Heinr. Schafsstaedt. 1 ’)^(^l)ntai^^üle, 1 Itorö mit : ----—— • ---- ~ mereieu, 1 Siorb mit Wasch' schwämme, 2 Firmenschilder u. E>ch-n.D--bstang,n , = 27,63 Fm. Weißtannen-Derbstangen / ff -Reisstangen 1,64 Fm. MteteaGta» MZSio’ n «T *1^' die HJbrlktnarke. Singer Co. Nähmaschinen Act Ges. I Lindenplatz 1 GieSSera Lindenplatz 1 7 Zimmer ^•'jiuinieiiuoynunß mit allemBu- • behür sofort ob. später zu ver- miciaie Cbe. Jndertbal 174 Plenen Bkue 27. V.'ortr-Aulage 7, sövictane mit 7 iJtmmer und öabetauuncr per Aprilzu vermieten. 2U0 Birkeuilocc L Schneider. 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Bewerberluneii wollen ihre Gesuche an die Dlrertion des Landeszuchlhauseo ridjien. Mlarienschioß, 28 Februar 1907. Gr. Direnwn des Landeszucht- __haujes._________LPjt Dlküsiiiillölheli “* gesucht__________Alte Klinik. Luuffrau Aeltere, gut empivblene Jäu dicke i en die die Küche ganz selbständig führen kann, zu baldigem Eiiitriu gejucht AnsaligSgehalt 30 Mark. Offerten mit Zeugnisabschrstten an Frau Landrat Sartorius 1386]_________Wetzlar._________ Ein ält.Mädch., welch. bürnerL kochen k. u. leichte Hausarb. übernimmt, find, gute St. bei zwei alt Leuten geg. gut.Lohn i.sos.vd.später D. Fr. Hllttenberger, Seltersw. 6/. ______________01274______________ Nach Mainz p. sosort ob. 1-Apr. eine Köchin, ÄS kann u. ein HauSmädchcn, weid), etwas zu nahen verlieht, gesucht Mlettenheimer, Mainz, Schul, tr. 19 1377 aÄ" junges Mädchen bei hvh. Lohn für leichte Hausarb. Freie Neste! Apotvckcr Lcnu, 13481 Apotheke in Heddernheim. UeWWDW Kaufmann, M°"uK turist, sucht gestützt aus pr. 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