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Die „Siebener Zamiliendlvtter- werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, dar „Kreisbla« für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Der „hesstsche Eanbrolrt" erscheint monatlrch einmal. Gießener Anzeige General-Anzeiger für Gderhejjen Freitag 2V. April 1907 ytotattonibrucf und Verlag der Veühllch« Unwersität- - Buch- und ©tetnbruderrt, 8L Lange, Sretzen. Redaktion, ExvediNon und Drudevei: 6dml- stratze 7. Eroedilion und -vertag; e=aegfuhrt des Kaisers bestieg auch der Großherzog sein Automobil und fuhr nach dem Alien Schloß, um dort das für ihn eingerichtete Absteigequartier zu besichtigen. Später erschienen noch der Fürst zu Solms» Hohensolms-Lich, Hosmarjchall von Ungern-S.ernberg, Oberhofstallmeister Freil-err von Riedesel, Graf zu Schlitz und Kommerzienrat G.ückert- Darmstadt. Tie Führung hatten Geheimerat Dr. Vreidert und Oberbürgermeister Mecum. Es wurden sämtliche Räume des Absteigequartiers besichtigt, ebenso die Einrichtung des Schloßhofes und dir benachbarten Particcn des botanischen Gartens. Hier zog Se. Kgl. Hoheit Kommerzienrat Gail und Profes,or Tr. Hansen ins Gespräch. Der Großherzog sprach sich über Anlage und Einrichtung des Schlosses höchst befriedigt aus. Die Besichtigung dauerte etwa 20 Minuten, dann Der- ließ der Großherzog unter dem Jubel der draußen wartenden Volksmenge daö Schloß. Der Landessürst verabschiedete sich herzlich von feinem Schwager und suhr tm Auto nach Darmstadt zurück (nicht nach Lich, wie ursprünglich beabsichtigt war). Zur Universitätsjubelfeier im Juli versprach der Großherzog wieder nach Gießen zu kommen. Sem Aufenthalt hier wird dann drei Tage dauern. Am Vormitlag besichtigte Hosmarschall von Ungern- Stern berg das Schloß, und das ehemals Fc^del'sche Haus. Einen Teil der noch fehlenden Einrichtung (il a. die Zimmer für das Gefolge) gab er dabei bei der Firma Th. Brück in Auftrag. Sine schwere Trübung erfuhr die allgemein gehobene Stnniuung am Nachmittag durch die etwa um l/t2 Uhr auf unserer Redaktion telegraphisch eingetroffene Kunde von einem Unfälle, der dem zweiten Sohne beS Kaisers, bem Prinzen Eitel Friebnch, bereits am Mittwoch nachmittag zugestoßen war. DaS Herolb-Tele- gramm, bas wir alsbald durch Aushang bekannt gaben und das auch in einem Teile der Stadtauflage Aufnahme fand, lautete: (Hd.) Berlin, 25. April. Gebern nachmittag ist Prinz Eitel Friedrich, wie erst heute bekannt wurde, auf dem Truppenübungsplätze bei Töberitz sp unglücklich von seinem. Pferde g e u ü r z t, daß er eine Gehirnerschütterung erlitt. Außerdem hat der Prinz durch einen Hufschlag des Pferdes im Gesicht leichte Hautabschürfungen erhalten. Das Befinden des Prinzen gibt indes keinen Anlaß zu Besorgnissen. Der Unfall trug sich, nach heute vorliegenden Meldungen, am Mittwoch nachmittag 6 Uhr während des Exerzierens zu. Beim Vorbeimarsch der Leibiompagnie des ersten Garderegiments zu Fuß, deren Kommandeur Prinz Eitel Friedrich ist, scheute das Pferd des Prinzen und warf den Reiter ab. Prinz Eiiel Friedrich st ü r z t e s ch w e r zu Boden. Der Prinz ivurde im Barackenlager in Löberitz verbunden, wohin ersichzuFußbegab. Er sand Aufnahme in der Generalsbaracke. Eine Gehirnerschütterung hat der Prinz nicht erlitten. Am Abend besuchte chn der Leibarzt des Kaisers, Dr. von Leuthold. Taß das Befinden des Prinzen zu Besorgnissen keinen Anlaß gibt, geht auch daraus hervor, daß er bereits am Samstag Berlin besuchen wird. Dem Kaiser war dieser Unfall seines Sohnes zweifellos bereits am Mittwoch abend nutgeteilt worden unb sein Besuch unserer Stadt am gestrigen Tage spricht natürlich auch für bie Geringfügigkeit bes Unfalles, bet von dem Depeschenbureau Herold unnötigerweise erheblich aufgedauschl worben ist. Das offiziöse W. T.-B. meldet heute: Truppenübungsplatz Töberitz, 25. April. Als Prinz Eitel Friedrich von Preußen genern den Dienst bei feiner Kompagnie beginnen wollie, scheute sein Pferd vor einer roten Signal- iahne, die em Unieroisizler trug. Tas Tier schneUte mit bem Kopie in die Höhe und schlug den Prinzen jo heilig, daß der Prinz bewußtlos vom Pferde j a n k. Er klagte über heilige Kopi- jchmerzen, die aber beietts nachgelassen haben. Tas Befinden hal sich überhaupt erheblich g e b e j s e r l. Töberitz, 22. April. Es wird wiederholt versichert, daß es sich bei dem Prinzen Eitel Friedrich nach ärztlicher Feststellung nicht um eine Gehirnerschütterung, sondern nur um eine vorübergehende Betäubung handelte, verursacht durch euien Schlag des Kopses des Pferdes gegen die Schläie des Prinzen. Ter Prmz dürste in einigen Sagen seinen Dienst wieder über- n e h m e n. Man darf danach die Hoffnung hegen, daß der Unfall ohne alle ernsteren Folgen binnen kurzem vergessen sein wird. Die »Kreuzztg.' erfährt, Prmz Ettel Friedrich habe sich bei seinem belanglosen Unfälle eme geringe Zerrung der Rückenmusleln m der Beckengegend zugezogen. Der Menschenaudraug am gestrigen Tage war bedeutend stärker als beim Kaiserbesuch im vorigen Jahre. Die Bewohner der Nachbarorte ivaren zu Fuß, zu Wagen unb zu Rad herbeigeeilt und zu Tausenden brachten die Züge Besucher aus Marburg, Butzbach, Wetzlar, Friedberg, Dillenburg, Lich, Nidda, Scholten, Grünberg unb ben umliegenden Ortschaften. Auf bem Bahnhof herrschte tagsüber starker Zudrang, bie Züge waren überfüllt. Die Gießener Wirte und Geschäftsleute werden auf diesen Tag mit ireudigeni Gedenken zuruckblicken. Mit dem Abendzuge verließen die Menschenmengen wieder Gießen, alle mit dem freudigen Gefühl, Kaiser und Großherzog in seltener Frische und Gesundheit gesehen zu haben. DaS gute Aussehen der beiden Monarchen war allgemein bemerkt worden. Einzelne heitere Heine Idylle wurden uns von Freunden unseres Blattes erzählt. Bei der Ankunft des Kaisers hatten in dem Menjchengewoge in den Anlagen einige Landmaücyen m der nationale.i ürocks.iucht sich als eine bunte Kleidermauer trntzig und jchanlusiig postiert. Doch die andrängenden Menschenwogen ivaren stärker als sie, und mit elementarer Wucht stürzte plötzlich die ganze Mauer zusammen: bie Mädels lagen auf der Erde — bis auf eine, die den gefährlichen 'JJlomcnt noch rechtzeitig erfaßt und in die Höhe gehüpft war, um sich an einen Baumast zu hängen, von dem ans bie junge Torfjchöne strahlenden Auges bem Nauer entgegen lächelte, während ihr zu Füßen ihre Dorfgenossinnen um einander purzelten. Herzenswunsch eines Schulbuben. Nachdem bie jpalievbilöinben Schüler ihre Standplätze nach dem Borbeirltte des Kaisers verlaffen hatten, fragte em Knabe seinen Kameraden: „Kall, feiste froh, daß unS Kaiser hat iuar?* — »Ich wollt, he körn alle Dag no Grame 1* — ,E>, worüm beim?* fragt bet neugierige Kamerad. Daraus versetzte mit altklugem Gesicht der Karl: .Tommkopp, da harre mr jo aach ka Schoul.— ,Ui, jo!* jauchzte der K imerad. Wie sich die kleine Paula das Spalierstehen dachte. ^Papa, wenn der Kaiser kommt, haben mit keine -öujule,* so verkündet bie kleine U jährige Paula leuchtenden AngeS den Kalserbeiuch in Wietzen, setzt aber mit wichiiger Miene hinzu, ,lch mutz doch hm, denn ich bin Latte/ ,WaS,' meinte der Pava, ,Volle bist du, was ist denn das?" „Papa,' lautete die Antwort des Kmdes, „das weiht du nicht, die audeni Aiädchen machen auch Kauen zum Spalter, wenn der Kaiser kommt/ • Eine niebliche kleine Episode von bem oberhessilchen Besuch Wilhelms I. schildert uns ein freundlicher Leser unseres Blattes in folgendem: Es war im Jahre 1869, als der Großvater unseres jetzige» Kaisers, der buma.ige König W i l h e l in I. voit Preußen über bie hessischen Regimenter eine T ruppen schau abfotelt Auf bem Felde zwuchen Klein-Linden und Allen dar, waren die Truppen in Parade st eil-ng aufmarsch.ert Eine große Menicheumenge aus den umliegenden x-ttui war »u bieicni militari)d)en Schauspiel herbeigeeilt. Ich befand mich an der Steile des sogenannten „geunen Weges", wo das Reüpsccd des Wnigs in Bereitschaft stand. Im Augeiidlick, als der König den Wagen verließ und das Psevd besteigen wollte, drängte )ich em altes Grvßmütterchen aus Sü&eilinben durch den Volks- Haufen und stiirmte gerade au[ den König loS. Ihren beiden Enkelkindern, die sie an der yanb führte, rief sie zu: ,^Jbo S inn er, etz bie Aage off, doas is unser Atönig, den müßt ihr geieljn hun!" Der Zuruf bes Großmütterchens geschah so laut, daß es selbst der König vernahm, und freundlich lächelnd wandte er sich um, bem Mütterchen mit dec Hand zuwinkend. Aus dem Aelchstag. N. Berlin, 25. Aprck. Ter paÄamentarsiche Nachwuchs der Sozialdemokraten rückt an die Front. In die junge Garde der Militärkritiker ist al3 Flügelmann der Vertreter von Chemnitz, Abg. Noskc, eüif gereiht, der heute im Reichstag „im Feuer exerzierte". Er sprach andauernd mit überlauter, erregter Stimme, ein untrügliches Zeichen von Lainpensieber. Unb ein schier unerschöpfliches Füllhorn von scharfen Beschwerden über Mißstände und AuÄvüchse im Militärivesen schüttete er vor bem Halbleeren Hause aus. So radikal ist Noste allerdings nicht, daß er die Abrüstung fordern will. Auch seine Partei möchte nicht eines TageS das deutsche Volk an die Wand gedrückt sehen. Aber kategorisch verlangt er die Abrüstung der — Militärkapellen! Sie feien nichts weiter als dekorativer Kram und eine lästige Konkurrenz für die Zivilmusiker. Der Militärmarsch könne durch Hornmusik geblasen werden. Bei der Auseinandersetzung mit bem preußischen Kriegsminister verfuhr der Redner nicht ungeschickt insofern, als er die Vaterlandsliebe der Sozialdemokratie zum leitenden Gesichtspunkt machte. Werde Deutschland angegriffen, dann stehe auch das organii fierte Proletariat feinen Mann zur Verteidig gung des Vaterla ndes! Nur gegen Militarismus und Säbelgerassel wende es sich. Diese Feststellung griff General von Einem sofort auf und er knüpfte daran eine wirksame Kritik der sozialistischen Militärideale im allgemeinen. Es waren ernste, in ihrer Schlichtheit packende Worte, die wiederholt zum Beifall hinrissen. Auf ben Tribünen wollte ein Händeklatschen sich fortpflanzen, doch die Aufstchtsbeamten unterdrückten aufs eckigste diese Bewegung. Auch dem Humor gab der Minister sein Recht. Beispielsweise riet er den sozialdemokratischen Führern, die Redakteure, für deren Artikel sie nicht einstchen wollten, zum Fenster hinaus zu werfen. An Ersatz könne es ja nicht fehlen bei dem Uebermaß von Intelligenz, über das die Partei verfüge. Stürmische Heiterkeit, in die lebhaft Bebel einstimmt. Man muß sagen, daß General von Einem fich auf die Polemik mit der äußersten Linken versteht. Ein gewisser ichalkhaster Unterton nimmt hier und da der sachlichen Meinungsverschiedenheit die Schärfe und dafür haben auch die kampflustigen Genossen Verständnis. Ter polnische Edelmann, Abg. Graf Mielczynski, ehemals Seutnant bei den Garbekürassieren, jetzt mit Erfolg der Landwirtschaft und der Kunstmalerei beflissen, gedachte durch einen Appell an die. Ritt erlich keck des Kriegsministers dem Boykott polnischer Hotels. und Gastwirtschaften seitens des Mckckärs ein Ende zu machen. 'Der Minister drehte aber den Spieß um, indem er von der Ritterlichkeit des Petenten und der änderen Polen verlangte, daß sie dem Hineckitragen verhetzender Tendenzen in die Truppenteile entgegenwirken sollten. Der Boykott sei überdies unb bekanntermaßen eine nationale Waffe der Polen. Noch einmal sah sich bie Partei Bebel attackiert, und zwar durch den Abg. Hagemann (nl.), ein Vorstandsmitglied des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie. Dann wurde durch einen auch vom Zentrum unterstützten Schlußantrag ein Strich unter bie militärische Generaldebatte gezogen. Abg. Bebel wüiischt freilich noch einen Waffengang mit dem Kriegsminister; aus diesem 2range heraus stellte er für die Generaldebatte zur dritten Lesuiig des Etats „gründliche Abfuhr" in Aussicht. Aii der Tatsache kann auch die glänzendste Rede Bebels! nichts ändern, daß das Wort des Kriegsrninisters von der Kriegsbereitschaft des deutschen Heeres nachhaltig wirkt. Es war ein bemerkenswertes Schauspiel, wie heute auf der Journalistentribüne des Reichstags die Vertreter der Auslandspreise, besonders die Herren aus Frankreich und England, mit gespanntester Aufmerksamkeit ben Darlegungen des Ministers folgten, und wie der Bericht unverzüglich durch ben Traht über die Grenze und über den Kanal gesandt wurde. Ter in den nächsten Tagen z u e r w ar t e n de n Re oe des Reichskanzlers über die internationalen Bezie!,u..gen konnte nicht besser vorgearbeitet werden, als durch bieje Mckiuir- bebattc. Sie ist für die Erhaltung des Weltfriedens vielleicht wertvoller, als die Haager Konferenz, und ber Reichs- w handelte zweckmäßig, indem er die Emzelberotung dr§ Rüttärdaid so knapp nne möglich faßte. Im preußischen Abgcordnetenhause Legann am Donnerstag die dritte Lesung des Etats. Eine Reihe kleinerer Etats wurde debattclos erledigt. Ferner wurden erledigt die Etats der Domänen- und Forstverwaltung, der Ansiedelungs-Kommission, der Landwirtschasts- und Gestüts-Verwaltung. Beim Berg-Etat gab Hcrndelsrninister Delbrück einige Einzelheiten über die Untersuchung deS Unglücks aus der Grube Reden. Selbstverständlich wird, so führte der Minister aus, wenn ein Verstoß der betreffenden Beamten vorliegen sollte, strafrechtlich oder evtl, disziplinarisch vorgegangen werden. Hebet das Unglück auf dem Atathildenschacht sei die Untersuchung noch nicht abgeschlossen. Deshalb könne er auch ein endgültiges Urteil nicht abgeben. Rur so viel stehe fest, daß der Schacht nur selten zur Personenbeförderung benutzt worden ist und deshalb nur ein sogenanntes Flachseil vorhanden war. Die Belastungsproben seien immer vorgenommen worden. Auch die letzte Prüfung habe eine vollkommene Sicherheit ergeben. Richtiger sei nur, daß einzelne Drähte gerissen waren, ein Umstand, dec aber auf die Tragfähigkeit keinen Einfluß hat. Der Riß sei vielmehr an einer anderen Stelle entstanden, über dessen Ursache aber die verschiedensten Ansichten beständen. Ein TeU des Seiles sei bei der Material- Prüsungs-Kdmmission zur Prüfung. Von ihrem Gutachten werde das Urteil abhängen. Zu bedauern sei, daß der Steiger ine Revision nicht in der vorgeschriebenen Zeit wiederholt haoe. Es sei das eine sc^vere Verfehlung. Gegen den Steiger sei das Disziplinarverfahren eingeleitet. Auch von den vorgüsetzten Beamten sei die Kontrolle nicht gehörig durchgesührt worden. Derartige Unglücksfälle empfinde die Bergverwaltung als eine schwere Niederlage. Es werde alles geschehen, um hier Wandel zu schaffen. Er, der Minister, werde persönlich sich an den Verhandlungen der eingesetzten Kommission beteiligen und Alles tun, was in seinen Stiften stehe. Eine gesetzliche Einführung von Arbeiter-Kontrolleuren könne er jedoch nicht unterstützen. Die Gründe habe er bereite bei früheren Gelegenheiten angeführt. Von einer Be- Ichtinkung des Koalitionsrechtes könne keine Rede sein. Die Berg- verwaltung habe keinen Anlaß, die Beteiligung an Vereinen zu unterbinden, toenn ihre Bestrebungen nicht unvereinbar sind mit bot Grundlagen unserer Staats- und Gesellschaftsordnung. Dann vertagte das Laus die Weiterberatung. Beim Etat der landwirtschaftlichen Verwaltung erklärte Abg. ib. Biebersheim (kous.), seine Fraktion habe den Antrag eingebracht, die Regierung möge Mittel bereitstellen zur Entschädigung derjenigen Grundbesitzer in den Grenzkreisen, welche durch die Sperrmaßregeln geschädigt werden, die im Interesse der heimischen Viehzucht getroffen werden müssen. Abg. Fischbeck (frs. Vpt.) verlangt, daß das Seuchen- faesetz endlich gehandhabt werde, daß die Klagen über die ^Schädigungen durch dieses Gesetz aufhören. Abg. Graf Spee (Ztr.) tritt für den Antrag des Abg. von ,Biebersheim ein. Durch die Sperre wurden nur die kleineren Satte am meisten geschädigt. Abg. Herold (Ztr.) bringt dasSinkenderViehpreise zur Sprache. Die Produktion lohne schon jetzt nickt mehr, vielleicht werde es sich empfehlen, alljährlich eine Viehzählung vorzunehmen. Der Landwirtschafts Minister äußert, die Frage öfterer Viehzählung werde erwogen werden. Abg. Graf P r a s ch m a (Ztr.) klagt darüber, daß die Voraus- tetzung, durch den K a n a l d a u würden der Landwirtschaft Arbeiter entzogen werden, schon jetzt eingetroffen sei. Er hoffe, die Verwaltung werde Gegenmaßregeln treffen. Abg. Engelbrecht (ft) weist auf das künstliche Hochhalten der Ladenpreise für Fleisch hin, das auf die landwirtschaftliche Produktion ungünstig einwirke. parlameiitarifd?€$» Berlin, 25. April. Dem Reichstage ging ein Gesetz- Entwurf betreffend Aenderung des Reichsbeamtengesetzes und ein Entwurf eines B e a m te n h i n te r- bliebenengesetzeS zu. Nach der Begründung bezweckt der erste in der Hauptsache die Vorteile, welche das OfsizierS- penffonSgesetz von 1906 den Offizieren brachte, auch den Beamten zu gewähren und damit zugleich dem Wunsche des Reichstages zu entsprechen. Die zwecke Vorlage bezweckt eine einheitliche Neuregelung der Hlnterbliebenenversorgung. — Dem Reichstage ging ferner ein Bericht des stellv. Kolonial» direktors vom 13. April, betreffend das Ergebnis der Untersuchung in der Beschwerdesache der Akwa Häuptlinge in Kamerun zu. Koloniatbireftor Dernburg berichtet an den Reichskanzler: Nach dem Ergebnis der Untersuchung liegt fein Anlaß vor, gegen einen der beschuldigten Beamten strafrechtlich oder disziplinarisch vorzu- gehen, doch könne in verschiedenen Punkten die Handhabung der Verwaltung und die Eingeborenen» rechtSsprechung nicht gebilligt werden; auch entsprächen die gesetzlichen Vorschriften in verschiedenen Beziehungen nicht mehr den Verhältniffen. Er habe durch An» Ordnungen an das Gouvernement für eine strenge Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften Sorge getragen und die Vorarbeiten für Reformen auf dem Gebiete der Verwaltung und der Eingeborenenrechtssprechung emgeleitet politische Lagesschas-. Kriegsfertig sein. ES scheint, daß wieder einmal eine Periode der Er- Srterungen zwischen Frankreich unö Deutschland begonnen hat. Nach einem Pariser Telegramm des ,Bcrl. Tagebl.* ^urd von einigen französischen Zeitungen der Satz aus der Reichstagsrede des preußischen Kriegs- Ministers: .Wir müssen in jedem Augenblick kriegsfertig sein" alS Anzeichen kriegerischer Absichten betrachtet. Auch darüber sind jene Blätter beunruhigt, daß Herr van Einem an die überstürzten Grenzbefestigungen der Republik vor zwei Jahren, während der Marokko-Krisis, erinnerte. Höchst sonderbar, daß Franzosen, obwohl in Frankreich das zweite Wort die „Revanche* ist, und obwohl in säbelrasselnden Reden nicht nur Militärs, sondern auch Staatsmänner schwelgen — von den direkt gegen Deutschland zugespitzten regelmäßigen Beckrägen der „brance militaire“ ganz zu schweigen — so außerordentlich empfindlich sind gegen sachliche deutsche Erklärungen. „Bereit fein heißt alles*, läßt Shakespeare seinen Hamlet sagen. Auf die Kriegsbereitschaft, die den höchsten Anforderungen gerecht wird, arbeitet jede Großmacht hin; sie würde, wenn sie irgendwie lässig wäre, ihre Pflichten auf das unverantwortlichste versäumen. In Deutschland sind die Aeußerungen des KriegsmimsterS von Einem wohl nirgends als gegen das Ausland gerichtet auf- gefaßt worden. Die Worte haben die Ueberzeugung bestärkt, daß, wenn einmal die Waffenentscheidung unvermeidlich sein isollte, jeder Mann an den richtigen Platz gestellt sein wird. Es ist mit gutem Grunde anzunehmen, daß die deutschen Mobilmachungspläne und die sonstigen organisatorischen Vor- Lehrungen so vorzüglich und das Kleinste berücksichtigend sind, daß schon dadurch ein gewaltiger Vorsprung gewährleistet wird.___ Deutsches Reich. Berlin, 25. April. Unter dem Vorsitz deS Fürsten v. Hatzfeldt hat sich heute der Emp fa n gS-Au S sch uß für den Gegenbesuch der englischen Journalisten konstituiert. Die Erschienenen bestätigten das Präsidium, und zwar den Herzog von Trachenbcrg, als Schriftführer Chefredakteur Nebel von der „Nat.-Ztg.*, Dr. Grünewald von der „Voss. 3tg/ und Chefredakteur H. Nippler von der „Tägl. Rundschau*. — Zur Verfolgung deS Anwachsens der Beiträge für die landwirtschaftliche Unfallversicherung werden im Reichsoersicherungsamte alljährlich Uebersichten aufgestellt. Die letzte betrifft das Jahr 1905. Danach hat sich ergeben, daß bei den dem Reichsoersicherungsamte unterstellten landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften die Beiträge für 1905 je nach dem geltenden Beitragsmaßstabe sich auf 47,72 Proz. Der Grundsteuer und 1,62 Proz. der Lohnwerte im Durch, schnitt stellten. Im Jahre 1904 betrugen die in gleicher Weise ermittelten VerhältniSzahlen 45,58 Proz. der Grundsteuer und 1,51 Proz. der Lohnwerte. Diese Uebersichten können ja nur ein ungefähres Bild der Höhe und der »Steigerung der Beiträge ergeben, so Diel aber ist aus den Zahlen klar, daß das Anwachsen der Beckragslast von einem Jahr zum andern recht bedeutend ist. —. In der heutigen Sitzung des Bundesräte? wurde den Ausschußberichten über den Entwurf eines Gesetzes, betr. die Bestrafung wegen MajesläiSbeleidigung, sowie über die Ergänzung zum Reichshaushaltsetat auf das Rechnungsjahr 1907 (Erweiterung des Kaffer Wilhelm-Kanals) die Zustimmung erteilt. Köln, 25. April. In einem Berliner Telegramm der „Köln. Zig." heißt es bezüglich des Einverständnisses über die vorläufige Regelung der Handelsbeziehungen zivischen Deutschland und Nordamerika. In An» betracht dessen, was Amerika zurzeit anzubieten in der Lage ist, konnte die Wiedereinrichtung des vollen Konventionaltarifs überhaiipt nicht Gegenstand der Beratung sein. Dagegen ist bei der Einräumung von Teilen dieses Tarifs den amerikanischen Interessen und Wünschen in weitestem Maße Rechnung getragen worden. Dresden, 24. April. DaS Ministerium des Innern beabsichtigt, strebsamen Gärtnern fiskalisches Land zum Obst- und Gemüsebau pachtweise zu überlassen, um sie vor dem überhandnehmenden Sp ekul a nie ntum in der Nähe von Städten zu schützen. St. Johann, 25. April. Die St. Joh.-Saarbr. VolkS- zeitiing meldet: Eine große Bergarbeiter-Versammlung in Altenwald sandte an den Handels Minister folgendes Telegramm: „Ew. Exzellenz bitten tausend in Altenwald versammelte chrlstlich-nationate Bergarbeiter dringend, eine so- iortige gründliche Umersuchung der Verhältnisse auf Grube Altenwald einzuleiten, damit die großen Mißstände, insbesondere die schlechte Löhnung und die schlechte Besoldung der Belegschaft, sowie die hohen ©traten abgeschafit werden und sich die Erregung der Belegschaft wieder legi, das güte Verhältnis zwischen Arbeitern und Arbeitgebern wieder yergesteUt werde." Straßburg i. E., 25. April. Zwischen dem Landesausschuß von Elsaß-Lothringen und der Regierung ist ein Konflikt ausgebrochen. Staatssekretär von Köller machte in der gestrigen Sitzung des Landesausschusses davon Mitteilung, daß der Kaiser den Initiativantrag des Landes-Ausschusses, die Reichs-Eisenbahnen zur Gewerbe st euer heranzuziehen, abgelehnt habe. Darauf erfolgte eine sehr lebhafte Debatte. Die Abg. Blumenthal, Prciß und Weckerle bezweifelten das Vetorecht des Kaisers, durch das die gesetzgebende Stellung des Landesausschusses auf den Nullpunkt Herabfinte. Ein so gehandhabtes Verschsungsrecht sei ein Hohn und kompromittiere Volk und Parlament. Ein Antrag der Liberal-Demokraten, daß die Gesetzentwürfe des Landesausschusses dem Bundesrat vorgclegt werden müßten, ehe der Kaiser das Vetorecht ausüben könne, wurde einstimmig vom Hause ange- nommn. Unter erregten Ausführungen, gegen die Herr von Köller einen schweren Staiid hatte, erfolgte die Ankündigung, daß der Landcs-Äusschuß beim Reichstage den Schutz seiner Autorität suchen itnö die Verfassuugs-Acnderung beschleunigen müsse. Airctze imO Schule. — Neue Deutsche Schule. (Deutscher Kultur-Verlag, G. m. b1. H., Leipzig.) Das Aprilheft dieses pädagogischen Elternbmttes enthält das Protokoll der kürzlich in Berlin gehaltenen Vorträge über „Freie Schulgemeinden und ichre Stellung im großstädtischen Erziehungswesen". Ta die erste der Freien Schulgemeinden soeben in Buschgarten bei Fürstenwalde begründet worden ist, werden die Ausführungen der Vorträge und Diskussionen Interesse erwecken, zumal sie ein klares Bild von den Zielen und der Organi.ation der neuen Schule geben. Die Freien Schulgemeinden vertreten den Standpunkt der Notwendigkeit ländlicher Erziehung für die Jugend. Neues aus Rußland. Im Laufe der Debatte über die A g r a r f r a g e in der D u m a hielten am Donnerstag mehrere bäuerliche Abgeordnete heftige Reden, in denen sie die Grundeigentümer, die Regierung und selbst die konstitutionelle demokratische Partei angriffen, weich' letztere den Ankauf von Ländereien Vorschläge, die doch von den Bauern mit deren hartnäckiger Arbeit bereits mehrmals bezahlt worden seien. Ter Bauer Moroz aus Podolsk erklärte: „Wie stehen vor verschlossener -»bür; mir v erlangen Brot, um nicht vor Hunger zu ft erben. Wir klopfen leise an, aber man ist still. Wir klopfen stärker, aber man will uns nicht hören. Sollen wir hundert Millionen ausgehungerter Menschen denn die Türe mit Gewaltbrechen? Seid auf eurer Hut, meine Herren Grundbesitzer, noch ist es Zeit, aber bald wird es zu spat sein." — Der Tambower Bauerndeputierte Kiszelow meint, wenn die Regierung und die Rechte nicht durch die mit dem Feldgericht und den Strafexpeditionen erreichten Erfolge verblendet wären, würden sie die Stimme des Volkes hören, solange es noch nicht zu spät fei. „Wir sind nicht gekommen, um zu drohen, wir wollen vielmehr die Frage auf friedlichem Wege lösen, solange dies noch möglich i|t. Wir befürchten aber, daß selbst die Verspätung von wenigen Tagen und Stunden gefahrbringend werden kann." Der Bauer Kalukow aus Perm ertlärte: „Wenn die Regierung die Stimme des Volkes nicht hören wolle, so würden die Bauern einfach das ganze Land nehmen und auf teilen, ohne noch viel zu reden." Eine unerlaubte Versammlung, welche in einer Fabrik i*n Petersburg stattfand, deren Direktoren zum Teil Engländer sind, veranlaßte das Einschreiten von Ponzei und Truppen, die mit blanker Waffe gegen die Teilnehmer der Versammlung vorgiugen. Hierbei wurden 2 0 Per jo neu schwer verletzt. Infolge dieser Haltung der Behörden haben in mehreren Faarcken TeckausstäudL begonnen. Man zählt 10 0 00 Streikende. Die Bewegung ist immer noch im Wachsen be- 9U^3n Pahianice (Gouv. Petrikau) erschossen Terroristen zwei Polizisten. Die Behörden verurteilten die Stadt zu 10 000 Rubel Strafe. __________,_______________ Ausland. London, 25. April. Unterhaus. Im Laufe der Diskussion über das Marine-Budget erklärte der Zivillord der Admiralität, Lambert, daß auf britischem Gebiet 26 private und staatliche Docks vorhanden seien, die fähig seien, ein Schiss von deut Typ der Dreadnought aufzunehmen. Im weiteren Verlaufe führte Leeds aus, daß die Nord se e-Flotte zur Zeit keine leistungsfähige Basis habe und daß die Dev- zögemng in der Anlegung der Basis in Rosyth etwas Unglaubliches sei und große Gefahren enthalte. Im weiteren Verlause der Debatte betonte Balfour, die strategische Bedeutung der neuen Basis an der Ostküste. Der Parlamentssekretär der Admiralität, Robertson, führte aus, die Regierung sei überzeugt, daß eine Flottenstation an der Ostküste notwendig sei und wies auf Rosyth als den am besten gelegenen Ort hin. — Eine heute erlassene autoritative Erklärung besagt: Es besteht keinerlei Begründung für die Nachricht betreffend den Abschluß einer Marine-Allianz zwischen Gro ßbritanien und Spanien und die Bildung einer quadrupen Entente zwischen Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Paris, 25. April. Präsident Falliöres und Minister Pichon waren heute der Kaiserin-Mutter von Rußland nach Juvisy entgegengefahren, um sie anläßlich ihrer Rückkehr nach Rußland zu begrüßen. Falliöres bat die Kaiserin- Mutter, dem Zaren und der Zarin Grüße zu überbringen und! betonte die zwischen Frankreich und Rußland bestehenden freundlichen Beziehungen. Vor ber Trennung in Bourget machte die Kaiserin-Mutter eine photographische Aufnahme vom Präsidenten. Einige Blätter versichern, die Zarin-Mutter, die sich für die durch Vermittelung der Pariser Diplomatie geführten englischrussischen Unterhandlungen lebhaft interessiere, hätte diese Begegnung gewünscht. ' Ans Stadt iinO Land. Gießen, den 26. April. ** Steuer Personalien. S. K. H. der Großherzog haben die Steuerkommissariats-Assistenten, 9te- gierungs-Assessoren Herm. Schreiner zu Gießen, Adam Metz zu Bingen, Jean Nicolai zu Offenbach, Wilh. Krug zu Darmstadt und Herm. May zu Offenbach unter Vorbehalt demnächstiger UebertragunH eines noch zu bestimmenden Steuerkommissariats zu Steuerkommisfären, den Hauptsteueramtskontrolleur bei dem Hauptfteueramt Offenbach Ludw. Melchior zu Offenbach zum Hauptsteueramtsrendanten bei dem Hauptfteueramt Worms, den Steuereinnehmer des Steueramts Viernheim Beruh. Sch neid t zu Viernheim zum Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Mainz, den Hauptsteueramtsassistenten Heinrich Dippel zu Tarmstadt zum Steuereinnehmer des Sreueramts Viernheim, den Finanzaspiranteu Herm. Adolph aus Langd zum Hauptsteueramtsassistenten ber dem Hauptfteueramt Gießen und den Finanzaspiranten Gg. Stephan aus Willofs zum Hauptsteueramts- assrstenten bei dem Hauptfteueranrt Worms ernannt; sodann den Hauptsteueramrsassrstenten bei dem Hauptsteuer- amt Worms Friedr. Etz zu Worms in gleicher Diensteigen- schäft an das Hauptfteueramt Mainz versetzt. ** Ordensverleihung. S. K. H. der Großherzog haben dem Oberst v. Loeb en, Kommandeur des Infanterie-Regiments von Goeben (2. Rhein.) Nr. 28, seither im Jnfanterie-Leib-Regiment Großherzogin (3. GroßH. Hess.) Nr. 117, das Chrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Erledigte Lehrerstelben. Erledigt sind die mit einem evang. Lehrer zu besctzerrde Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Geilshausen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinbeschule zu Treis an der Lumda. Mit der Stelle ist Organisten-, Lektor- und Kantordienst verbunden. * » D i e 2. Ständekammer tritt am Dienstag, 30. April, vormittag 10 Uhr, zu einer kurzen Tagung zusammen. Die Tagesordnung ist wieder ziemlich umfangreich, doch dürften sich die Beratungen kaum über eine Woche hinausdehnen. Zur Beratung kommen u. a. in erster Linie die Gesetzentwürfe, betr. die Wertzuwachssteuer, die Nebenbahnvorlage und im Anschluß daran die ver- schledenen ande.en Anträge und Vorstellungen auf Errichtung weiterer Nebenbahnen, dann die Vorlage über die Beteiligung der Regierung durch Musterzimmereinrichtungen rc. an der Landesausstellung in Darmstadt 1908, die Vorlage betr. die Aktiengesellschaft „Mainkette*, die verschiedenen Anträge betr. die Aufhebung der Brückengelder, der Antrag Finger betr. die Jagdwaffenpäffe re. • * Auszeichnung. Dem Werkmeister Ludw. Pepplek zu Wieseck wurde auS Anlaß feiner mehr als 40jährigen ununterbrochenen Tätigkeit in der Zigarrenfabrik ber Firma I. B. Noll durch Se. Kgl. Hoh. den Großherzog das "Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift »Für treue Arbeit* vergehen. Dem Dekorierten wurde diese Auszeichnung durch RegierungSrat Weicker in Gegenwart des Inhabers ber Fabrik, Adolf Noll, überreicht, bei welcher Gelegenheit Herr 9loll dem Jubilar unter bester Beglückwünschung eine goldene Uhr aushändigte. • * Taschendieb st ah l. Einem Deponenten aus Oberheffen wurde gestern hier auf dem Brandplatze gelegentlich der Abfahrt des Kaisers im Gedränge eine goldene Uhr nebst goldener Kette im Werte von 180 Mk. gestohlen. Von weiteren Taschendiebstählen wurde bis jetzt aber nichts bekannt, ebenso sind Unfälle nicht zu verzeichnen gewesen. *♦ Besitzwechsel. Die Holzbearbeitungsfabrik E. & Müller erwarb zwecks Vergrößerung ihres Bettiebs die Fabrikanlage nebst Wohnhaus der Firma Emil Schön, Wu- helmsiraße. . •• Da§ alte Schoß in Gießen. Wie uns nutgeteut wird, bedürfen unsere gestrigen Angaben über die Herstellung Der Jnnenräume des alten Schlosses in einigen Punkten, insbesondere bezüglich des Entwurfs der Zeichnungen, des Kostenaufwands und der Beteiligung der Provinz an diesem, der Berichtigung. Da eine etwas eingehende Darstellung für die nächste Zeit in Aussicht sieht, behalten wir uns vor, in eine spätere Nr. hierauf zurückzukommen. sd. Darmstadt, 25. April. (Tel.) Die Negierung hat die Mitglieder der 2. K a m in er auf Dienstag den 30. April zur Besichtigung des L a n d e s m u s e u m s und der Staats* Minister Ewald zu einem parlamentarischen Abend am gleichen Tage in sein Nlmister-Hotel eingeladen. Homburg v. d. H., 25. April. Der Kaiser ist von Gießen heute nachmittag 5 Uhr wieder hier im königliche» Schloß eingetroffen. N. 1834 iO Mk. 9 bis jetzt ‘ H. der Grohn- , Kormmmder bei jein.) Nr. $ux (3. Hr/A Hest rrdens Mchps d i Sledißi finh ^LchrerMe luiic W der Stelle i. wem ewig. Leh« adejchule zur reis Digoniften*, Mr- uä,“ä«Ä ■«pet mächtig LÄ.0!» tritt m TimÄL^ tiet kurp W3 )er ziemlch umw ;aum übet emeN u. a. in erster • ' uwachssteuer,b chluß daran die t> Hungen auf 6# je über die Beleih ichtungen 2:. 8, die Vorlage ^; verschiedenen SW der Antrag ü»? '' den 26. April. £ H- der Grotz. ^Assistenten, Ae. zu.Gießen, Ada« 1 Lssenbach, Mh zu Offenbach unta eines noch zu be. Kommissären, der Wsteueramt Offen. ? Hauptsteueramt.-. >orms, den Steuer, Beruh. Schneid rsslstenten bei be steueramtsassistenle zum Steuertii en Finanzaspiranle .Ptsteueramtsassistc rnd den Finanzas.- int Hauptsteueravv boms ernannt; iei dem Hlmptste gleicher Dienstes, __ Der Privat!» zent an dar Karlsruher Technischen £»& schule, Professor Kriemlcr, ist zum Professor für technische Mechanik an der Stuttgarter Technischen Hochschule ernannt worden. . _ , W. Friedberg, 25. Avril- Der Vorstand des Verbände- der Württembergi'ch'n evangelischeu^Arbeirervereine, Prosesjor Dr. Schöll am Realgymnasium zu Stuttgart h-'.t einen Ruf al- Thwlogievrasessor an das hiesige Predigerseminar augrnomnreu. 1 OrigrnaL-Orahtineltöungen. Berlin, 26. April. Der Kaiser hat genehmigt, daß die Geschütze unö Fahrzeuge der Feldartillerie grau angestrichen werden. Die Aenderung des Anstriches hat gelegentlich der Erneuerung der Fahrzeuge und Geschütze zu erfolgen. Die Abschaffung des seitherigen blauen Anstriches ist auf die Erfahrungen des russisch-japanischen Krieges zurückzuführcn. London, 26. April. Der General-Postdirektor erklärte vor der Parlaments-Kommission für drahtlose Telegraphie, daß der Grund derBerlinerKonferenz fürdraht- loseTelegraphie in einem Zwischenfall zu suchen-, sei, der sich gelegentlich der Rehe des Prinzen Hern- rich nach Amerika abspielte. Der Prinz wollte während der Fahrt durch Vermittelung einer Marconi-Station ein Telegramm an den Kaiser senden, erhielt aber von der Station den Bescheid, daß nur Telegramme von Marconi- Apparaten übermittelt werden tonnten. Das habe dazu, angeregt, eine Verständigung in der Frage herbeizufüHren. Belgrad, 26. April. Eine bulgarische Bande überfiel ein griechisches Kloster im Dorfe Oliste im Koturer Bezirk und ermordete den Jguman und drei Mönche auf gräßliche Weise, weil die Aufständischen die Mönche beschuldigten, bei einem Kampf zwischen Bulgaren und Grie^ chen, der sich vor dem Dorfe abgespielt hatte, die Griechen^ unterstützt zu haben. Die Erbitterung unter den Grieche» wegen des Uebersalles ist sehr groß.____________________ 1 ’ft > d »ei W e^ -ich.- »i°!ch°ng 9“' Oetonom'1’‘ 7. Eingänge: .. m . , 1. Beim Reichspostamt tfl die Zulassung von Bnef- um sch lag en mit durchscheinender Adrene in Anregung gebracht ivvrden; die Haudeislamurer lann hierfür ein Bcdürinis nicht anerkennen. 2 il.jd) 8 91 des Handelsgesetzbuches lieht dem taufmannische'.i Agenten bei der Abrechnung mit seinem Geichäfisherrn lediglich das Recht zu, einen Buchauszug über ixe durch feuie Lotigkeit zustande gekommenen Geichafte zu fordern. Der Veround reisender Kaufleute Deutschlands har beim Reichstag eine Evoeiterung dieser Vorschrift dalstngchcnd beantragt, daß der Handlungsagent zur Prüfung des Buchauszuges die Vorlegung der Handelsbücher des G e s ch ä f ts h e r r n verlangen kann. Die Handelskammer lehnte eure Unterstützung dieses Antrages als zu weitgehend ab. 3 Im Jahre 1904 wurde do in Landtage eure Gesetzesvorlage ’ zur Abänderung des § 227 Abs. 1 des Polizeiirrasgesetz- buchs angenommen, wonach im Grvßherzogtum Leisen das Offenhalten de r S ch a u f e n st e r anSonn- und Festtagen mit Ausnahme der für den Hauptgottes- dienst bestimmten Zeit gestattet ist. Ein Antrag, die Handelskammer möge bei der Großh. Regierung eure Aeiiderung bezw Erweiterung dieser Vorschrift dahuigeheiid befürworten, daß das Offenhatten der Schaufenlter auch w a h r e n d d e r Zeit des Gottesdienstes gestattet werde, finbet einstimmige Annahme. 4. Von unterrichteter Sette liegen der Handelskammer noch Mttteilungen vor über , a) die deutsche Armee-, Marine- und Kolonialausstellung in Berlin-Schöneberg vom 15. Mai bis 15. Sept. 1907. b) Schutz des gewerblichen Eigentums in Spanien. 0 Zweifelhafte Firmen in Griechenland und Rumänien. Näheres hierüber erfahren Interessenten auf dem Bureau der Handelskammer. c&llllöc.L Berlin, 25. April. Tie heule zur Zeichnung aufgelegten 300 Millionen M a r k vierprozeii tiger Schatzan- iv e i s u n g e n des Reiches und Preußens sind nach einer vorläufigen Feststellung rund 4 5 fach über zeichnet worben. Tie Blätter betonen übercin|limmenD, daß der Er'olg die höchslgespannlen Erwartungen übertroffen habe, und heben hervor, bay von den un ganzen 137, Milliarden Mark betragenden Zeichnungen etwa werden. f) Die König!. Eisenbahndircktion Frankfurt a. M. hat in dem Schalterraume der Güterabfertigung Gießen eine Fernsprech st elle einrichten lassen, wodurch den Interessenten Gelegenheit gegeben ist, vom Güterschuppen aus mit der Stadt in telephonische Verbindung zu treten. Die Einrichtung, deren Benutzung unentgeltlich ist, ist bereits im Anfang April in Betrieb genommen worden. Mit dieser Einrichtung hat die König! Eisenbahndirektion in dankenswerter Weise einem vielfach gehegten Wunsche entsprochen. _ , g) In gemeinsamer Beratung mtt den übrigen hessischen Handelskammern sind die Vorschläge und Anregungen für die Herausgabe einer zweiten Auflage des statistischen Handbuches für das Großherzogtum Hessen sestgestellt worden und von dem Vororte des Handelskammertages, der Handelskammer Mainz, dem Großh. Ministerium des Innern übermtttett worden. tz) Jnbezug auf die Tarifierung von Mehl und Kleie ist der Generaldirektion der _ badischen Staatseisenbahnen in Karlsruhe und der Eisenbahndirektion in Kattowitz ein ausführliches Gutachten abgegeben worden. t) Der Königll Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. ist ein Bericht über die Lage des Eisenerzbergbaues im Handelskammerbezirk in der Zett vom 1. Januar bis 3L März 1907 erstattet worden. T) In Ausführung des Reichsgesetzes über die Abänderung der Gewerbeordnung vom 30. Juni 1900 sind vom Großh. Polizeiamt Gießen die Ausnahmetage für 190 7 wie folgt festgesetzt worden: 3 Wochentage vor Ostern: 27., 28. und 30. März; 1 Wochentag vor Himmelfahrt: 8. Mai; 2 Wochentage vor Pfingsten: 17. und 18. Mai; 14 Wochentage vor Weihnachten: 9.—14., 16.—21., 23. und 24. Dez.; 1 Wochentag vor Neujahr: 31. Dezember. 2. Ergänzungswahl zur Handelskammer, Nach- dem das Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, gemäß Artikel 19 Abs. 5 des Handelskaminergesetzes die Vornahme einer Ergänzungswahl für das verstorbene Mitglied der Handelskammer Emil Schmal! angeordnet hat, wird Termin bestimmt auf Donnerstag, den 2. Mai d. I., nachmittags 3 bis 6 Uhr im Bureau der Handelskammer, Nordanlage 15. Als Wahlkommissar wird das Mttglied der Handelskammer, Herr Wilhelm Zurbuch, fungieren. 3. Ter Voranschlag für das Rechnungsjahr 1907 wird genehmigt. 4. Miß stände im K 0 n s umvereins w e s e n. Die Konsumvereine haben im Laufe der Jahre ihren ursprünglichen Charakter vielfach gänzlich verloren und sich zu wirklichen kaufmännischen Unternehmungen herausgebildet, welche nicht nur an Mitglieder, sondern auch an Tritte, sei es direkt, sei es durch Vermittelung der Mitglieder, verkaufen. Es erscheint deshalb nur als ein Gebot der Gerechtigkeit und Billigkett, wenn diese Vereine in privat- wie öffentlich rechtlicher Beziehung den anderen kaufmännischen Unternehmungen gleichgesteltt, insbesondere also zur Gewerbesteuer herangezogen werden. Die Eingabe einer großen Anzahl von Gewerbetreibenden auf dem Lande in der Umgebung Gießens gibt der Handelskammer Veranlassung, diese Forderung, wie schon seit Jahren, von neuem zu erheben, weil sie dann das einzige Mittel erblickt, diesen Auswüchsen in wirksamer Weise zu begegnen. . . 5. Festlegung des Osterfestes. Die ^Beweglichkeit des Osterfestes iimerhalb eines Zeitraumes von 35 Tagen hat im Laufe bet Jahre mancherlei Nachteile für Handel und Gewerbe gezeitigt. Es kst deshalb eine Festlegung bezw. Einschränkung des Osterfestes angeregt und als Termin der 2. Sonntag im April oder der Sonntag, welcher zwischen dem 4. und 14. April liegt, vorgeschlagen worden. Die Handelskammer spricht sich —- > — keine FussBeiden! ..... Vorrätig in Boxcalf u. Chevreaux für Damen, Herren, Mädchen und Kinder. Willi. Herbert Inh. Carl Herbert im Prinzip für die Festlegung bezw. Einschränkung des Oster-1 festes aus, ohne jedoch hinsichUich des Termins bestimmte Vor- 'chlägc zu machen. 6. Erweiterung der Zuständigkeit der Amtsgerichte in bürgerlichen Rechtsstreit ig ket ten Uber | oermögcnsrechtliche Ansprüche Bekanntlich betragt jetzt die Grenze der Zuständigkett der Amtsgerichte 300 Marr; mit Rücksicht darauf, daß diese Summe den heutigen Geldverhatt- niiien und dem ganzen Stande der Lebenshattung nicht mehr entspricht, erachtet die Handelskammer eine Erweiterung der Zuständigkeit für erforderlich, hält aber eine Erhöhung der Grenze von 300 auf 500 Mark für angemessen; einerweiteren Erhöhung auf 1000, ja 1200 Mark, wie sie von verschiedenen Seiten gefordert wird, kann die Handelskammer jedoch unter keinen Umstanden das Sk>rt r.den, weit dann einerietts das Tutigteitsgebiet der Kammern für Handelssachen, die sich nutzer- ordcuttich bewährt hätten, zu sehr eingeschränkt wurde und ander- seit- den Amtsgerichten eine Arbeitslast aufgeburdel wurde, die zu leisten sie gar nicht imstande wären. Eine solche Forderung stände auch in bireitcm Widerspruch zu dem ailieiugcn Verengen n-d) einer Beschleunigung des amtsgerichtlichen Veriahrens über dessen Langsamkeit seit Jahren lebhast geklagt wttd. S Sitzung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll.Auszug. Gießen, den 18. April 1907. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender. Friedberger, Gruncwach, Jhring, Kttng.por, JKoroad, Ramwea. Rinn, Uhr, Rühl, Kommerzienrat «chirmer, Stammler, Zurouch und der Syndikus Dr. Zeidler. „ 1 Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzutellen : o.'Die Handelskammer hatte die Einlegung eines neuen Schnellzugspaares auf der Strecke G letzen — Frankfurt in der Weste beantragt, datz die bcitevenben Personenzuge 796 (ab Gießen 3 15 nachm.) und 805 a (ab Frankfurt 6“ nachm.) in Schnetlzüge umgcwandett würden, während der Personenzug 805 iao Frankfurt 6 -/ nachm.- an Werl- wie an Sonn- und Feiertagen bis (meßen dura) geführt werden sollte. Die Königl. EifenbahnDircllion Frankfurt a. M. konnte jedoch die Einlegung dwwr >LU)uetl- zuge un So innrer lahrpwn für 1902 nicht berücksichtigen, nachdem sich bei näherer Prüfung herauSgestettt hat,, datz die bestehenden Perionenzuge 796 und 805 a als lolch: nicht entoehTtich sind. ~ . h) Ein Gesuch der Arbeiter des Lumdatales um Fahrplan- änberung des Pcnonenzuges 1033 und Euuegung eines Abendzuges auf der S t r c ck e Lo l l a r — L 0 n do r 1, ab Lollar etwa 6^° wird von der StomgL Eiienbahndiretttou Frankfutt a. M. für den nächsten Wuiterfahrplan ui Erwägung gezogen werden. _ . c) Im Sommerfahrplan 190/ werden die P e r 1 0 n e n- zug e 139 9 und 1404 zwischenGrebenhain — ErainseldundLauterbach-AltiM Monat August und September täglich, in den Monaten Juni uttd Juli nur an Sonn- und Feiertagen zur Beförderung kommen, xarubei hinausgehend hat die Haiideiskammer im Jnterejie des lebhaften Touristenverkehrs, der bereits Mitte Juni ein- setzt, befürwortet, daß Die Züge 1399 und 1404 bereits vom L Juli ab täglich verkehren. k , b) Dem Wunsche einer hiesigen Firma entsprechend hat, die Handelskammer die Aufnahme von Gietzen als Empfangsstation in den Ausnahmetarif 3e für Steinsalz beantragt. e) Der Vorsitzende der Handelskammer hat in 1 einer Eigenschaft alS Mttglied des Bezirls-Est'enbahnrais Frankfurt a. M. einen Antrag eingebracht, worin der Vezirks- Eifenbahnrat ersucht wird, bei der ständigen Tari,kom- misfion der deutschen Eisenbahnen zu befürworten, daß Stühle aus gebogenem Holz in den Spezial- tarif für bestimmte Stückgüter ausgenommen Uunft utiO WifKiifcbait« — Dem .Vorwärts^ zn'olge ist der Schriftsteller Robert Schmeichel im'-illter von dLJahren g e |t 0 r b e n. Sch ioeicheh geboren 12. Juli lb21 zu Königsberg in Pr., war in den 40r Jahren des vor. Jabrh. ÜJutarl’eucr linkslibeialer Blätter. Tte Reaktion in Preußen trieb ihn dann in Die Schweiz. 1861 kehrte er nach Berlin zurück und wuide iväter Redakteur der ,Stieb. Romanztg/, ani welchem Poften ihn 1883 Der unlängst verstorbene Otto v. lleixner ablöste. Seine Roniane, namentlich „Der BilDerfchnitzer von Achensee^, sowie auch feine 9ioueücn waren volkstümlich un besten Sinne des v.ortes. Was Schiveichel bejonders auszelchnete. Das ivar Die Tiefe feines Gemütes. Ter prachtvolle <^retfeutopl DeS alte» Schmeichel im Silberbane, der lenchtende lplanz seiner milde unö fing zugleich blickenDen Augen wird allen Denen, Die ihn je iahen, unvergeßlich bleiben, mie Die Treuherzigkeit uuD Biederkeit ieiner Deniokrätifchen Gesinnung unD Dieüauterleu feiner Dichterifche» vijcugiune. _______ Laatcustaud Dee Deutsche» Reichs Mitte April. ' —— Gießener Wetterdienst. VorauSfichtliche Witterung für Hessen am SamStag den 27. Aprtt: Meist trüb. Geringer Regen. Nacht Frost, am Tage, etwas wärmer. Nläßige westliche Winde. n n n Hl W» nit- y nl nl S1 VSa Hn n*;* Fire rare n” raES Wir haben im Verein mit anderen Banken 3% Millionen Mark 4°/0 Schuldverschreibungen der Stadt Heidelberg übernommen, die wir zum Course von ssv/» zum freihändigen Verkauf stellen. Die Anleihe ist eingeteilt in Stücke von Mk. 2000, Mk. 1000, Mk. 500 und Mk. 200, der Zinslauf beginnt am 1. Mai d. Js., die Tilgung geschieht im Wege der Verlosung zu pari vom Jahre 1913 ab. Solange unser Vorrat reicht, können wir gewünschte Beträge sofort fest zusagen. Bank für Handel und Industrie Depositenkass® Giessen. (Darmstädter Bank). L TT. tiefgefühltesten Dank 2952 Familie Sievers 2946 Kaufmanns und Hotelbesitzers [2947 MW Der Vorstand. V86/4 SS /< Fahnen hv18. Franz Reinecke, Hannover. a Viür MschlüWift Gießen. LöU; a. bttzein [ss22/* । An den DominNanern. | 11 645 002 Mark 2 197 201 „ 337 320 ,, Für die so wohltuenden Beweise der Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Verstorbenen sagt zu taufen, zu verkaufen, zu mieten, zu vermieten, wer Personal, Vertreter, Beteiligung, Stellung rc. ohne mit seinem Namen an die Cefrentlidjfeit treten zu wollen, irgend ^?2v>schbare Bodenwi« abends v Uhr in der Restauration Herbert (Kamerad Bourgeois). Tagesordnung: Bericht, Rechnungsvorlage, Vorstandswahl. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise der Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagt den herzlichsten Dank im Namen der trauernden Hinterbliebene«: 1 Margarethe Schultheiss Wwe. Gießen, den 25. April 1907. Hagel-Versicherung Die Union, Allgemeine Deutsche Hagel-Bersicherungs-Gesellschast zu Weimar .---------gegründet im Jahre 1853 --------- mit einem Gruudkapitalc von 9 Millionen Mark, wovon 5019 Aktien mit..... 7 528 500 Mark begeben sind. Reserve alt. 1900........ 4 110 502 „ Danksagung Für die liebevolle Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und unseres guten Vaters, des Wilhelm Schweiker, insbesondere auch für die trostreichen Worte am Grabe, sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. Homberg (Oberhessen), den 25. April 1507. Fran Wwe. Wilhelm Schweiker und Kinder. etwas Gesamtgarantie-Kapital. . Prämien-Einnahme in 1906 Linsen- „ » „ . m Kg. Achtungsvoll ______su BCiees aus Elberfeld M Veteranen-Derein M Samstag, den 27. April und sich zu diesem Zwecke der Annonce bedienen will, wendet sich mit AorteU an die RnnoncetbffpedHion hriihf^ünif.-Druekerei (Rudolf Moss©) — Schulftraße 7 — Diese nimmt die einlaufenben Offerten in Cmpsaug und stellt sie dem Inserenten uneröffnet und unter Wahrung strengster Diskretion zu. lieber aroerfmäfeige 'Abfassung und auffällige Ausstattung der Annonce, Wahl der geeignetsten Zeitungen wird kostenfrei Auskunft erteilt Ersparnis an Kosten, Zeit und Arbeit. om^A m wie neue Stahl- OUUVv jdjien., 130 mm hoch, 9 m lang, mit Vesestianuas- material, pass. Weich., Dreb- scheiben in Limburg u. Altenkirchen lag., s. preisw. abzug. Gesellschaft für Schmat- u. Anjchluuon.men m. b. H. Berlin W.3u, Wmlcrseldftr.33. Die Lieferung von 5500 cbm Bettungssteinschlag, sowie 300 cbm Strahensteinschlag soll vergeben werden. Bedingungen und Angebotsmuster liegen im Geschästsgebäude der unterzeichneten Betriebs- Jiispeklion zur Einsicht aus und können von derselben für 0,60 Mk. 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