Dienstag 17. Dezember 1807 157. Jahrgang >Ir. 286 Viertes Blatt Gießener Anzeiger Erscheint tLgNch mtt Ausnahme deS SomMgS. General-Anzeiger für Gderheßen Die ^Gießener LamtUendlStter" werden dem ,fin8etfler* oicrmal wöchentlich beigelegt, daS „Krdsblatt fflt öcn Kreis Gletzen" zweimal wöchentlich. Der „hesfifche Landwirt" erscheint monatlich einmal. Redaktion. Expedition und Druckerei, Schul- stratze 7. Expedttron und Verlag' bl. Redaktion.112. Tell-Adr^AnzetgerGietzen. Rotationsdruck und Verlag her Drü hl^chen UnwersuätS - Buch- und ©tetnbrudeiel R. Lange, Lietzen. Amerika ihre WeiKenanstellungen verteuerten. Getreide nm letzten -Incfttage: ( (' b) 19273 (• Daris ^cä. joi.w vr u.ou). Chicago Dez 147.05 (4- 1.35), Berlin Tezbr. 208.50 (4- 0.75), Berlin Tez. 170.50 (— 1.00), 2J?ai 177.00 (+ 1.00) Bit. ES (- (— (— (— (— (- (~ (- 3) 1) 2) 1) 4) 3) 6) 1) 2) 6) ö) 6) 8) Hafer 158 (- 5) ( + (- (- 8%) (- 2'/,) 1) 3 4) 1) 1) 4) Seite irgendwie ausgenommen und dadurch in eine sonders malerische Form gebracht." der bo (- 2) (- ) (- ö) (- 4) fc. Frantiurt a. 'DL, 17. Tez. veil- und Strohmarkt. (Org.-Del d. Gieß. Anz.) Angeiahren waren 15 Wagen Heu, 3 Wagen eirol). Bezahlt wurde für Heu Mk. 3.20—3.50, für Stroh Att. 2.' 0-2.60. OJ/nfcbuifiömb Mtt 2,10—2.20. Getreide- Wochenbericht der Preisberichrsstelle des Tcutichen Landwirtfchaftsrats vom 10. bis 16. Dezember 1907. Hessische Landesausstellung Darmstadt 1908. Die Wartehalle zum BadehausL m BadNauheim. Dem „Keramischen Hof vorgelagert ist die für das Bade- Hous X (Süd) m Nauheim bestimmte Wartehalle. Sie wird in ihrer Innenausstattung, namentlich in der tektonischen Gestaltung eine vollkommene Neuheit bilden, und zum ersten Blate vor Augen iühren, welche künstlerisch hervorragende und harmonische Wirkung sich mit einem Material erzielen läßt, dah dem Baumaterial felb|i gleichkomml, gewissermaßen »u demselben gehört. Es handelt sich um die Verkleidung von Pfeilern und Wänden mit plastischen glasierten Stelnzeugstiesen. Und zivar sind Scharfseuer-Emaille- glasuren hier erstmalig m Anwendung gekommen. Die Längswände des etwa 70 Quadratmeter großen Raumes zeigen in ihrem unteren, nach Art gewohnter Verkleidung gehaltenen I Teile in bestimmten Abständen je sechs plastisch hervortreteilde Säulen, die die Wände umziehende Flächenornamente tragen, über Lenen dann eine Art Ballustrade angebracht ist, deren Stützen gleichsam die gewölbte Decke tragen. Diese Säulen nun, soweit sie crls tragende Flächen m Frage kommen, sind in Scharffeuer- siemzeug gedacht. Sie weisen in ihrem unteren Teil glatte taibig glasierte Flächen auf, während nach oben der plastisch« Schmuck zunnnmt, nm im Kapitäl seinen Höhepunkt zu erreichen durch em- gelasiene Alasken, die selbst einfarbig — mattes grangelb oder braun — von geflammten Glasuren in dunklerem Grundton umrahmt werden und in den zwölf Säulen verschieden sind. Tie -zivischen den Säulen liegenden glatten Flächen werden ebenso wie die darüber liegenden sluckierten Wandsläctzen nicht bemalt oder i vergoldet, wie allgemein üblich, sondern erhalten durch unregelmäßig, aber systematljch und tm ganzen zusammenhängend eingelassene kleine ovale oder eckige glatte Scharffeu-rsliesen gleichzeitig farbigen und plastischen Schmuck, der ungemein belebend und reiz- I voll wirkt. Einzelne Rijchen sind vollständig mtt Fliesen verschall, j andere ebenfalls nur mit in den Stuck emgeiügten Einzelstücken geschmückt. | Hierdurch soll den Architekten vor Augen geführt werden, welch wirkungsvolles Tekoranonsmaterial sie im Baumaterial selbst, als welches Scharffeuerglajnren doch annisehen sind, durch I mmge Verbindung mit demselben besitzen. Diese eingelassenen, in den Stuck eingedrückien Stücke treten so wenig aus dem ihnen gleichen Malerin! heraus, daß jedes Aufdringliche durchaus ver- , mieden wird und doch eine tekloni'ch und delorativ außerordem- llch reizvolle Wirkung erzielt wird. Kevamiiche Höfe, die man aus früheren Ausstellungen hier und da sich, litten darunter, daß dem glasierten Material kein vornehmer Lvka.ton gegeben war, darum konnte man ihm keinen Geschmack abgew innen Das ist hier anders. Prosefsar Scharvogel s hohe Mnflter schalt und sein vornehmer Geschmack Haven ein Steter tat geschaffen welches Aufsehen erregen wird bei den Architekten. Die Wirkung ist kräftig und tektonisch, wie sie durch Einlagen ans anderem M-akerial niemals erreicht werden kann, weil dieses gewisser- iwaßen aus dem Rahmen her aus füllt- Man findet derartigen keramischen Schmuck nur noch in alten persischen unb arabqcijen Moicheen und Grab harten. Spater, als d^e keramische Kunst niebcrging, half man dem Mangel an Material ab, indem man Lstbare Porzellantecker usw. in den Stuck eindrückte uAch der- ertige Grab hallen findet man noch. In neuerer Zeit ist aber triefe Kunst vollständig vcrwren gegangen. Hier ersteht jie au neuer Blüte in unierer Zeit angcpaßter Eigenart und liefert tüie Bereicherung unserer Innendekoration, die Kürflilern, Archi- Märkte. — Kartoffelmarkt-Bericht vom 16. Dezember 1907. Friedberg (Hessen): Rote Sorte Alk. 1.95-2.L>, Maguurn vonum 2.35—2.50, weiße runde 1.95—2.15, Gelbsteischige, weiße, 2.25 bi5 2.50. Marburg: rote Sorte Alk. 0.00, Magnum bonum Alk. 0.00, weiße runde Dlk. 0.00. Frankfurt a. Al.: Role Sorte Alk. 1.80—2.10, Alagnnm bonum 2.25 —2.50, weiße runde 1.60 bis 2.10, Gelbfleischige, rote, 2.25—2.50, weiße 3.25. Wiesbaden: 'Magnum bonum 2.75, weiße runde 2 65. Dl annheim : Atagnum bonum Alk. 2.70—2.80, Gelbflrischige, blaue 3.65—3.75, rote 3.65 bis 3.75. Hagen: Alagnum bonum 2.85—0.00. Köln: Role Tober Alk. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00, Magnum bonum für inländisches Roggen Preisen gering. Es fteilten sich die Preise An,«taten- vnü Aff^chu'steuer. Des Reiches Finanznöte lassen es begreiflich erscheinen, drß im Reichsschatzamte mit Hochdruck gearbeitet wird, um allerlei Steuerprojekte aufzustellen, mit deren Hilfe es möglich ist, das Loch im Reichssäckel endlich zu stopfen. §S liegt aus der Hand, daß hierbei auch manche Projekte ausgearbeitet werden, die wenig Aussicht auf ihre Annahme Lei der Volksvertretung haben, und die man nur aus- acbeitet, um im Notfall aus sie zurückzukommen. Ebenso Eunn man, wie immer bei gleichen Gelegenheiten, das Schauspiel erleben, daß zahlreiche Unberufene das Bedürfnis in sich fühlen, mit guten Ratschlägen der Reichsregierung unter die Arme zu greifen. Aus einem solchen findigen Kops scheint auch die Idee zu stammen, die jetzt aB angebliche Absicht der Regierung mitgeteilt wurde, mit der aber die Regierung wohl schwerlich hervorkommen wird, nämlich mit einer Inseraten- und Affichen- steuer. Ein derartiger Vorschlag ist bereits vor einer Reihe von Jahren gemacht, damals aber energisch abgelehnt worden, und ein gleiches Schicksal dürste ihm wohl auch diesmal beschieden sein. Wenn die Presse gegen eine joslche Besteuerung Front macht, so geschieht dies keineswegs in ihrem eigenen Interesse, sondern weil durch eine solche, wie immer, das Publikum getroffen würde, da naturgemäß die Blätter die Steuer aus die Inserenten abwälzen müßten. Abgesehen davon w"rde eiine derartige Steuer auch einens e m m s ch u h sür die weitere Entwicklung der Presse bnden, da die Zahl dar Inserenten beträchtlich zurückgehen würde, aus die die Zeitungen nun einmal angewiesen sind, da das Abonnement allein niemals die Unkosten einer Zeitung decken kann und unter solchen Umständen auch das Abonnement beträchtlich erhöht werden müßte, was weitere Verluste zur Folge haben würde. Außerdem dürfte es sehr fraglich sein, ob der Reinertrag einer solchen Steuer für dcas Reich irgendwie nennenswert in Frage kommen könnte, dsmn sie würde einen ungeheuren Beamtenapparat zur Kontrolle erfordern, so daß die Verwaltungskosten sehr hoch sein und kein allzu hoher Ueberschuß bleiben würden 163 164 162 161 178 167 164 170 167 178 165 176 180 182V, 185 200 Weizrn Älteres oroglsü-e ^>eoOz«cyeuugen der Station Gießen. Aiai 210.50 (+ 0.75). Hafer besetzt und vorn trug der breite Rand ein Arrangement von weißen Straußenfedern. Die Hüte waren alle an - 2) 196 ) Berlin Tez. 217.00 nom * Wie der Kaiser für. die Kaiserin Hüte kauft, davon weiß ein englisches Blatt ganz genau zu berichten: „Bevor der deutiche Kaiser London verließ, wählte er noch eine Reihe von Hüten für die Kaiserrn aus. Nach einem Besuche in dem Modegeschäft von Paquin wurden eine Anzahl von Hutschachteln mit den neuesten Modellen nach der Deutschen Gesandischajt geschickt. Der Kaiser pruste selbst mit kritischer Miene die ausgestellten Hüte und sagte zu der reizenden Verkäuferin, die auf ihrem Kopfe die Schönheit der Hüte besonders anschaulich machte: „Sie haben wirklich sehr hübsche Hüte." Die Modelle, die er kauste, waren sämtlich von sehr großer Form. Ein Hut aus purpurner «Seide mit reichem Federschmuck schien^ besonders dazu auserlesen, dem scheuen silberweißen Haar der Kaiserin die rechte Folie zu geben. Dem Herrscher gefielen besonders die Hüte mit Straußenfedern, während er ein Modell mit einem schönen Fiscbreiher adle Hute. Sehr schön war ein Hut mit breitem Jiano mit einer wundervollen Aigrette und einer braunen und einer altblauen Straußen,eder. Ein anderer Hut von gigantischen Dimensionen trug nicht weniger als acht riesige Straußen- jedern und bot eine Harmonie von Schwarz und Gold. Em dritter Hut wieder war ganz weiß. Ein anderer weißer Seidenhut war rund um den sehr hohen Kopf mit Skunks (— 0.50), Mai 224.00 (— 0.75). Budapest April 223.90 (— 2,90). Paris Tcz. 181.50 (4- 0.80). Liverpool März 178,16 (— 1.50). Akai 153.90 (- 0.15). Roggen: angebotere Material nur entsprechende Qualitäten ausweist. So wurde heute an gebienter Roggen als unkvntraktlich befunden, und die damit zusammen- hängenden Deckungen ließen die Preise schließlich rhrcn letzt- wöchentlichen Stand um % Mk. Übcrcksteiten. Hafer lag sowohl im Waren- wie auch im Lieieruimsgeichüst Überwiegeiw ntati; bet Absatz ist anbauemo schleppend und besonders nicht ganz einwanos^reie Qualitäten sind selbst Bei merklichem Entgegenkommen mir schwer verkäuflich. Lieferungen waren heute im Anschluß an die bessere Stimmung für Brotgetreide leicht befestigst Im Btaugetireugei'chäst finden nur die schwach angeborenen feinen Qualitäten Beachtung, während für Mittelforten niedrigere Preise angenonvmen werben mußten. Auch Futtcr- gerfie wat zeitweise billiger käuflich Auf den Absatz von Mais scheinen die verhältnismäßig billigen Haferpreise nicht ohne Einfluß zu bleiben; Umsätze darin waren bei wenig veränderten! Auch in der abgelaufenen Berichtswoche waren die argen* ^tinischen Offerten von auslchlaggebender Bedeutung im inter- totionalen Weizenhandel. SowoH die fchwache Haltung während bet ersten Lage, sowie der zuletzt eingetretene Stirmnungswechscl Uxznb mit den argentinischen Preisfvrderungen tm Zusammenhang. Luf den deutschen Märkten zeigte sich die Nachfrage, die aller- tingS in hohem Maße durch die l^rrschendm Geldverhältnisse bestimmt initi), dem stärkeren Jstlcmdsangebot gegenüber auch kiestsmal keineswegs gewackstrn; bet Versuch, durch Preiszu- x-stäubrrisse eine Besserung des Absatzes >n erreichen, hatte feinen anderen Erfolg, als die Käufer in ihrer Zurückhaflung M beftärteiL Auch im Lieferungsgeichäft war weniger bei Bcr- bufSbrang als mangelnde Unternehmungslust die Ursache empfind-!2.70—2.90, weiße runde 0.00, Gelbfleischige, blaue Mk. 2.50—0.00, fecher Preisrückgänge, die aber nahezu vollständig wett gemacht! rote 0.00—0.00, weiße 3.0ü bis 3.10. Franke nthal: Role Burben, als Argentinien und in Uebereinstimmung damit auch | Sorten 2.00, Alagnurr-. bonum weiße runde 2.00, Gelbfleischige, von Prof. Dülfer errichteten schönen, architekionisch und technisch mustergültigen Stadttheaters, das ,st)er Kunstwart" neulich als den schönsten modernen deutschen Theaterbau bezeichnete unter Exemplifizierung durch eine Reihe von Abbildungen, wollte auf die Frage, ob er schon das Theater besucht habe, selbst der ärgste ^Banause mit Ja antworten. Jetzt dagegen ist natürlich das Theater nicht allabendlich ge füllst L>kommt das Theater nicht auf ferne Kosten, so wird die Stadt in den Beutel greifen müssen, um es in Spielplan und Leistungen auf einer würdigen Höhe zu halten. vei emraü^eu und Ordnung, die - - ; --- --------, — — Tag legt, allzu scharf abstäche; ähnliche ^ochlüise religiöjer Natur bejeltigtm in ihm die lieber^ zeugung, daß das gmrze Weltall sich nicht um die winzige Erde drehen könne. Gott in feiner Winspeit, meinte er, könne eine so verkehrte Einrichtung nicht getroffen hoben. Dieses Prinzip der Einfachheit und amxrc Prinzipien loaiich-metophysischer Natur brachten Kopernckus au, den Gedanken, die astronomischen Kennst- nisse seiner Zeck einer strengen Kontrolle zu unterwerfen. Aus dreier mit genialen Jniuiiion geübten Kontrolle entwickekk sich die ganze mobcnie Astronomie. — sei daran crutucri, daß man in diesem Jahre die vierte Säkular feier der Kvpernika Nischen Lehre vom heliozentrlsck^n Weltsystem hatte begehen können. Im Jahre 150/ teilte der Thorncr Kanonistis Nikolaus Eoppernicus seinen Freunden seine Losmischen Ideen mit; er entwickelte die Stellung der Erde im Weltsystem und bewies, daß die Sonne der MittelpuuLc sei, um den sich die Erde, gleich den übrigen Planeten orehL. Länger als dreißig Jahre Mieaert diese Ideen, die nicht nur eine vollständige Umwälzung der astrvnomiichen Wissenschaft, sondern auch eine Neugestaltung der Phill-sophie bedeuteten, das <&> heinnlls einer kleinen Schar überzeugter Anzinger des großen mittelalter.ick-en Gelehrten. Da ihm die mutmaßlichen Folgen der damals noch kirchlichen anstößigen Lehre her EroBewegung Ge- wiisenLoi.se bereiteten, konnte Kopernitus sich nicht entschließen, sein W^rr „Te revolutionchuS orbium caeleftium" zu veröffentlichen. Als er sich endlich, auf Zureden seiner Freunde dazu entschloß, konnte er die Ruhmesirüchte feiner schöpferischen Tat nicht mehr genießen: er wurde im Mai 1543 von einem Schlaganfall getroffen und erhielt das erste E^eurplar seines Werkes auf dem Sterbebett, als er bereits das Bewußtsein verloren hatte. Es tietbient bemerkt zu icerben, daß daS Kopernilanische System nicht das Produkt direkter Beobachtungen der Humnelserfchei- nungen, sonoern die Frucht dchmatorrfcher Kombinationen war. Als tief rcliguoier Mensch hatte Kopernckus den Eindruck, als ob das geozemr.fche Weflflistem des Ptolemaus mit seinen vielen Sphären und Epicykeln von der Einfachheit und Ordnun, die Ratur andersaw an den T — Kleine Chronik aus Kunst undWissenschäft. Dem „Berl. Tgbl." Aii’olge wurde durch imvorsichnges Hanueren mit einer Staffelei Dtenzels ,F l o t e n k o n z e r tt, ein wertvoller Besitz der Berliner Naiioiralgallerie, leicht b e f d) ä ö t g l — Zu Alttgliedern des bayr. Ma^imiliansordens für Wissenschaft und Siunft wurden ernannt: In der Abteilnng für Wisfenichafl Professor Hilbert an der Universität zu Gotungen, in der Abteilung für Kunst der Professor der Bildhauerkunst an der Kunstakademie zu Berlin, Lnaillon. — In Barmen hat der neue Euiakter» zyklus von Sudermann ,9t o f e n" fein bejonders freundlicher; Publikum gefunden; trotz sehr guter Darstellung vermochte nur „Die ferne Prutzessüi" mit ihrem ireundllchen Luslfplelcharatter zu erwärmen. teften uno Bauherren iiajer wrilüommcn ist, zumal es sich um ein Material handelt, das ber Seit und der Witterung trotzt. Die Tatsache, daß auf der Hessischen Landesausstellung 1908 die Emaillegiasuren in diessr Arbeit zum ersten Male in die Erscheinung treten, bürste daS Interes,e namentlich der Architekten bedeutend erhöhen. Nach einer Anregung des Leiters der Grvßh. Keramrichen Allinufaktur. Professor Scharvogel, hat Bau- infpellor 5 o st, der Erbauer her Nauheimer NeuanLagcn, den Entwurf für die Wartehalle gefertigt * — Christ klöppel. Man schreibt un3: In der Alsfelder Gegend hat sich für die Weihnachtszeit ein alter Brauch erhallen, der in feinem Ursprung wahrscheinlich in die älteste heidnische Zell zurückrelcht. Arn Tage vor dem Feste wird wähieiid des Eintäulens zum Feiertag ein dickes Stück Buchenholz, der sogenannte Chrislklöppel, ins Feuer geichoden und ringsum stark au- gebvanut. Er wird bann sicher au'bewahrt und bei schwerem Wetter tm Cien oder Herd angezündet, um, wie der Aberglaube behauptet, das Haus vvr Blitzschlag zu schützen. Juteressanl ist es, daß ähnliche Gebräuche auch in Bosnien und Bulgarien üblich sind, nur mit dem Unterschied, daß die eichenen und buchenen Weihnachtsklötze am Welhtrachtsherd unter gewissen Zeremonien üerbiaimt werden. Das Fullen der Säume, deren Stümpfe als Welhnachlsklöye Verwendung finben sollen, geschieht in der Woche vor Weihnachten. Wett nach altem Glauben der stavischen Völker namentlich ältere Baume „beicelt" sind, so werden zum Fällen immer jüngere Stämme bevorzugt. Ter erste Span, der beim Axthiebe abspruigt, gehört der Haus'rair, die ihn unter bte Raym- ld)üjfel legt, wodurch nach uraltem Aberglauben guter und fetter Rahm entliehen soll. — Von einem neuen Stadttheater. In Dortmund sind Mißhcliigkctten zwischen dem Stodttherner und dcr Presse entstanden. In der letzten Versammlung des „Theater- vererns", bet zum Zwecke der Unterstützung des Theaters ins Leben gerufen wurde, platzte die Bombe. Der Vorfitzende des Theatervereürs und Stadtrat Dr. Boldt, der sowohl im Vorstande des „TheatervereinS'll wie in der städrischLN Tl;ea ter-Deputation eine einflußreiche 9iolle spielt, klagten übet den schlechten Theaterbesuch, der voraussichtlich in die । er Spielzeit einen stadt. Zuschuß von etwa 7U0U0 Mark notwendig machen werde, und maßen die Schuld daran t>er Presse bei, die zu scharf und vielfach sogar ungerecht und gehässig kritisiere. Soweit die Dortmunder Presse auf diese Angriffe überhaupt reagiert, bestreitet sie nachdrücklich deren Berechtigung. Sie gesteht den Herren, die in der Versammlung des Theatervereins die Presse kritiflerten, kein kompetentes Urteil zu und erklärt, in der Beurteilung der Aufsührungen immer sachlich und maßvoll geblieben zu sein, sogar es eher an der nötigen Schärfe manchmal haben fehlen zu lassen. In der Tat kann man, so wird dem B. B. C. geschrieben, der Dortmunder Theaterkritik eine besondere — oder gar gehässige und ungerechte — Schärfe nicht vorwerfen. Oder kann die Presse dasur, wenn in einer Reihe von Schauspielen für die tragende Rolle die geeignete Darstellerin fehlte, trotz einem sehr starken Personal? Die Kritik könnte sich ihrerseits mit größerem Recht beklagen, daß ihre Ausstellungen zu wenig Beachtung finden. Und übrigens weckt und steigert eine Kritik, die sachlich und redlich ihres Amtes waltet, nach allen Ersahrunaen weit mehr das Interesse für das Theater, als eine Berichterstattung, die alle Leistungen unterschiedslos für gut erklärt. In den ersten Jahren nach Der Eröffnung des * Umschreibung. Studiosus A.: „Ja, was ist denn das eigentlich, — dein Ueberrock isv ja ganz oeschmutzll" — Stu- diosuS B.: „Ach, der ist mir gestern in die Gosse gefallen." — Studiosus A: „Warum hast du ihn denn nicht besser festgehalten." — Studiosus B.: „Ich ?-atte ihn ja an!" .....MM— II...................... ■■MgjHllOHIimil k , ---- l-1-L - ------- umetua u.te «u^ Vergleichsweise i blaue K.OO, role 2.7ch wnße 8.0lB D or 1 MU nd: Magnum bonum besser als bei Weizen vermochten die Preise für Roggen ihren Mk. SllO, ^Eleisch'ge, rote Mk. ^.80, weme 3.-0. Saarloins. Wertsta^d zu behaupten, wenngleich das Erscheinen billigerer I Role Sorten 2.40, Magnum bonum 0,00, weitze runde 2.40. (Alles russischer Anstellungen nicht ohne Einfluß blieb. Für die heute per 50 Rilogr.). zur Geltung gekommene Befestigung Boten die inzwischen alter- ko. Frankfurt a. M., 16. Tez. —er Weihuachttueiertage ^ings wieder erhöhten russischen Cfierten kein ernstes Hindernis, wegen wird der Hauptmarkt von ^.onnerstag, <46. Dezember, -umal das JuLLnd wieder vorsichtiger geworden ist und das auf Freitag, 27. Dez„ v e r l e g t Wegen des NeuiahisiesteS angebotene Ätaterwl nur wenig den kontraktlichen Ansorderungen wird der Schweinernarkl Donnerstag den 2. Samtar abgehalteit. Rönfge^etg 228 (— 3) 196 Danzig 230 (— ) 197 Sletim 213 (— 6) 195 Bre.t'-u 221 (- 3, 202 Posen 228 (- 4) 196 Berlin 215 (- 4) *203 Atagdeburg 207 (— 5) 198 Halle 207 (— 9) 205 Leipzig 211 (- 4) 208 RoNock 208 (— 2) 194 Hamburg 206 (— 5) 190 Hannover 2l5 (— 11) 200 Tnsfeldorf 208 (- 17) 200 Köln 307y. (-2ha) W4/, Frankfurt a. M. 2.6 (—1%) 205 Ataniiheim 235*/, (—21/,) 214 Straßburg 227'/, (- 5) 210 Stuttgart 210 (- ) 225 München 236 ( - 2) 210 2D c l t m a v f t p r ei f e: Weizen: Dezember Barometer auf 0° reduziert 1 Lemveralur der t'uft Absolute Feuchtigkeit Relative [ Feuchtigkeit es Lager in Beleuchtungskörpern für Gas- und elektr. Licht T , n Badeofen, Gasheizöfen, Gasherde ’ InetaUafo^-GescMIt für Gns., w^r- „„