Nr. 171 Zweites Blatt 157. Jahrgang Der Erste Vorsitzende des Nationalliberalen Vereins Vereins der nationalliber. Jugend, gez. Proi. F. Moldenhauer. gez. E. Barn" Ter Erste Vorsitzende des Redaktion, Expedition und Dnickerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. Meuterer hatten iclnerzeit niehrere Wt a | d) i n e n g c w e h re geraubt, von denen eins verschwunden blieb. Jetzt entlockten Geheimagenten unter der Maske von Revolutionären einigen beteiligten Soldaten das Geheimnis. Das Maschinengewehr wurde von den Agenten angeblich zu revolutionären Zwecken reklamiert, nach den Angaben der Soldaten vergraben gefunden und unbemerkt zum Generalgouverneur geschafft, der die nötigen Verhaftungen telegraphisch anordnete. Warschau, 23. Juli. Die polnischen Gutsbesitzer der Gouvernements Kiew und Podolien haben für die Duma wählen ein Uebereinkommen mit den russischen Gutsbesitzern abgeschlossen. In ftteiu wurde das städtische Wahlbureau plötzlich einer Revision unterzogen. Wie ver- laiitet, werden die Wahlstatistiker, deren Tätigkeit der Negierung mißfällt, entlassen werden. DerrtZches Reectz. Berlin, 23. Juli. Es gilt jetzt als feststehend, daß Kaiser Wilhelm und König Eduard in den Tagen vom 14. bis 16. August zusammentreffen werden. Vermutlich wird die Begegnung in Wilhelmshöhe staltsinden. Die Einladung König Eduards an Kaiser Wilhelm zum Besuch in England lautet nicht wie angegeben wurde, auf die zweite Hälfte des November, sondern auf die erste Hälfte dieses Monats. Der Besuch wird nunmehr voraussichtlich in dieser Zeck stattfinden. Wahrscheinlich wird die Kaiserin ihren Gemahl begleiten, doch steht dieses noch nicht fest. — Der Oberbürgermeister von Rixdorf, Hermann Boddin ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Rom, 23. Juli. Die Kurie ist überzeugt, daß die Stellung einiger deutscher theologischer Professoren infolge des neuen Syllabus unhaltbar sei. Die Kurie will zuerst versuchen, die theologischen Fakultäten besonders des Auslandes zur formellen Anerkennung de» Syllabus zu bewegen, dann aber zur Maßregelung einiger Professoren in Würzburg, Freiburg und der Schweiz schreiten, darunter gegen vier Unterzeichner des Index-Gesuches. Posen, 23. Juli. Gegen die wenigen polnischen Schulkinder, die sich gegenwärtig noch im Streik befinden, wendet die Behörde ein neues Strafmittel an, einige Schulen der Provinz nämlich, in denen die Kinder immer noch nicht zum Gehorsam zurückgekehrt sind, haben keine S o m m e r s e r i e n bekommen. Mittwoch 24. Juli 1907 ▲ ▲ Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Mp Universitäts - Buch- und Steindruckereü H R. Lange, Gießen. ArrsLand. Wien, 23. Juli. Das Abgeordnetenhaus nahm heute die definitive Präsidentenwahl vor, die vier Wochen nach den provisorischen Wahlen stattfinden muß. Von 315 abgegebenen Stimmen erhielt Weißkirchner 311. Präsident Weißkirchen dankte und bat alle Abgeordnete, ihn in seinem schweren Amte zu unterstützen. „Alle Abgeordnete haben ein Ziel vor Augen", sagte Weißkirchner, „dem Vaterlande und unserem Volke zu dienen." Rom, 23. Juli. Der Senat, der heute als Staatsgerichtshof zusammengetreten ist, hat den Antrag des Ex- ministers Nasi auf seine vorläufige Haftentlassung ab- gelehnt. London, 23. Juli. Der Petersburger Korrespondent des „Daily Telegraph" will erfahren haben, daß nunmehr alle Punkte des englisch-russischen Vertrages definitiv festgestellt seien. Konstantinopel, 23. Juli. Hier sind Depeschen eingetroffen, wonach der persische Großvesir, dessen Sohn und 14 seiner Anhänger ermordet worden seien. Die hiesige persische Gesandtschaft erklärt, keinerlei Bestätigung dieser Nachricht zu haben. Soeul, 23. Juli. (Reuter-Bureau.) Vicomte Hayasht erklärte im Verlaufe einer Unterredung, daß die Abdankung des Kaisers von Korea, die mit der Ankunft Hayashis in Soeul zusammentraf, völlig überraschend gekommen sei und im Gegensatz zu seinen eigenen Plänen stehe. Weder er selbst, noch die japanische Regierung hätten irgend einen Anteil an der Abdankung. Wenn er befragt worden wäre, hätte er sie nicht angeraten. Der koreanische Thron habe nichts von Japan zu befürchten, aber Japan müsse in der Lage sein, die Verwaltung von Korea zu organisieren. Cm deutsches lenkbares MUUärLufLschifs. Berlin, 23. Juli. Den Abendblättern zufolge unternahm das deutsche lenkbare M ilitärl u ft schiff heute mittag seine erfte Fretfahrt, die drei Stunden dauerte. Der Aiisstieg erfolgte von der Jungfernheide. Das Luftschiff fuhr gegen mäßigen Wind nach Spandau nnb machte dort eine Reihe interessanter Hebungen, Bogen und Schleifen; den Schliiß bildete eine vollständige Umkreisung der Nikolai- kirche. Zuweilen näherte sich der Ballon, in dessen Gondel sich zwei Personen besandeii, so tief der Erde, daß man das Geräusch der Schraubenflügel vernahm und flieg dann wieder in die Lüfte empor, sodaß es dein unbewaffneten Aiige nicht größer als eine Zigarre erschien. Dem Berl. „Lokalanz." zufolge unternahm der lenkbare deiitsche Mi lit ärb al l on am 23. Juli abends einen zweiten erfolgreichen Ausstieg auf dem Gelände der Juugfernheide. Das Fahrzeug beschrieb Bogen und Schleifen, hielt mitten im Lause an und gehorchte während fünf Stunden bis zum letzten Augenblicke mit Steuer, Schraube und Motor jedem Komniando. Es wird gesagt, daß der deutsche Ballon bei seiner gestrigen ersten Auffahrt den von dem französischen Ballon „Patrie" aufgestellten Rekord in der Fahrtdaiier uni 15 Minuten geschlagen habe. Andere Erfolge bewahrt die Truppe als militärisches Geheimnis. Hufüiiimigfciten auf der Haager Konferenz. London, 23. Juli. Der Sonderberichterstatter des Daily Telegraph bet der Haager Konferenz meldet, daß die nnermartete Vertagung der morgigen Sitzung auf weitgehende Differenzen unter den Delegierten verschiedener Länder zurückzuführen sei. Der Erfolg der Konferenz sei überhaupt sehr in Frage gestellt. Die Konferenz soll am 20. Aiigust zu Ende kommen. In diesem Falle müßten fast alle Hauptfragen der Erörterung, darunter die Frage der Kriegskontrebande, die Frage der Blokade von Handelshäfen, die Behandlung^ des Privateigentums auf dem Meer, die Ausbildung des Schiedsgerichtssystem,s unerledigt bleiben und vermullich irgend einem künftigen Friedenskongresse überlassen werden. Haag, 24. Juli. In der gestrigen Sitzung der ersten Kommission gab Frhr. von Marschall die Erklärung ■ ab, daß Deutschland dem amerikanischen Vorschläge zustimme, wonach die Anwendung von Gewalt zur Erzwingung der Erfüllung kontraktlicher Verbindlichkeiten aiisgeschlossen sei, wenn der Schuldnerstaat bereit sei, sich dem Spruch eines Schiedsgerichts zu unterwerfen und dessen Entscheidung loyal erfülle. Marschall nahm alsdann Anlaß, gegenüber der Frage des obligatorischen Schiedsspruches den Standpunkt Deutschlands zu präzisieren. Dieser sei heute nicht mehr derselbe wie vor 8 Jahren. Deutschland sei für den Gedanken obligatorischer Schiedssprüche gewonnen worden. Die Rede des Freiherrn wurde mit Spannung angehört. Nach ihrer Beendigung erhob sich langer allgemeiner Beifall. Eine Reihe von Delegierten ging auf Marschall zu, um ihn zu beglückwünschen. — Die koreanische Deputation ist plötzlich vom Haag abgereist mit unbekanntem Reiseziel. Der Leichnam ihres verstorbenen Kameraden wird morgen über Rotterdam nach Korea transportiert. In mehreren Kreisen erfährt die koreanische Mission jetzt sehr eigentümliche Kommentare. Es wird ernstlich behauptet, daß ihre nach dem Haag erfolgte Entsendimg ein äußerst geschickt von japanischer Seite inszenierter Coup gewesen sei, zu welchem der koreanisehe Prinz sich bewußt oder unbeivußt hergab und welcher den Japanern den längst gesuchten Anlaß zur Beseitigung des unbequemen Kaisers bot. Minister Tr. Holle und Herr Nlthoff. Das „B. T." kündigt den Rücktritt des wohl einflußreichsten Ministerialdirektors in Preußen, des Geheimrats Althoff vom Kultusministerium, für den Herbst an, und es erblickt auch darin ein Anzeichen, daß unter dem neuen Minister Dr. Holle die alten Studtschen Gleise in der Unter» r.chtsverwaltung endgültig verlassen seien. Das Blatt frohlockt zu früh. Wenn Dr. Althoff, der übrigens nur für oas Universitäts- und höhere Schulwesen zuständig ist, nach 25 jähriger Tätigkeit aus dem Dienst scheidet, so tut er es lediglich, weil er seit Monaten kränkelt, und nicht, weil er dem Nachfolger Dr. v. Studts zu eigenwillig ist. Den neuen Geist im Unterrichtsministerium ersehnt die große Mehrheit des preußischen Volkes überdies in der Hauptsache für das Volksschulwesen, bei dem es an Anzeichen für einschneidende Veränderungen zurzeit noch fehlt. Verbefferungsvorschläge zum Eisenbahntarif. Der Nationalliberale Verein und der Verein der nationalliberalen Jugend in Köln hatten am 24. Juni in einer gemeinsamen Versammlung die Wir- kunaen der Eisenbahntarifreform besprochen und ihre Stellungnahme in einer Entschließung zum Ausdruck gebracht nut deren besonderer Ausarbeitung em Ausschuß beauftragt worden war. Nach mehrmaliger eingehender Beratung durch diesen Ausschuß ist jetzt der „Köln. Ztg." zufolge von den Vornünde.l der beiden Vereine folgende Entschließung an den töifenba l)nin inift er mit der Bitte um Kenntnisnahme und Prüfung der Verbesserungsvorschläge aesandt worden: Neues aus Rußland. Riga, 23. Juli. Auf Befehl des Generalgouverneurs Möller-Sakomelski sind neuerdings scharfe Repressalien gegen die Revolutionäre im Gange. Täglich werden Haussuchungen und zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Mehrere liberale Rigaische Blätter wurden sistiert. Das Kriegsgericht, das infolge de§ neuen Befehls eine ähnliche Wirksamkeit wie das Feldgericht ausübt, füllte mehrere Todesurteile. Unter den Verhafteten befinden sich viele Studenten, Arbeiter und Frauen. Auch ein sozialistisches Geheimkomitee wurde während der Sitzung aufgehoben. Der Bert. Lokalanz. meldet aus Riga: Die Libaner Ans SLnSt un- Lund. Schmückt Eure Fenster und Lalkone mit blühenden Blumen. Gießen, 24. Juli 1907. * * I. K. H. ter G r o ß h e r z o g u n d 0 i c G r o ß h e r z o- ain statteten am Dienstag der Lenbach-Ausstellung in der Gallerie Hermes zu Frankfurt a. M. einen Besuch ab. • * Ordensangelegenheiten. S. K. H. derGro ß- h erzog haben dem Gräflich Gürtzischen Diener Will). Pfaff zu Schlitz die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm von' S. M. dem deutschen Kaiser verliehenen Medaille des Königlich Preußischen Kronen-Ordens erteilt. * ♦ Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer G. Geck zu Röthges die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Trohe, dem Lehrer Ludw. Petri zu Birklar die Lehrerstelle an der Genieindeschule zu Beltershain und dem Lehrer Hch. Gompf zu Bernsfeld die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Geilshausen. — Erledigt ist die mit einem eoang. Lehrer zu besetzende 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Homberg. Mit der Stelle ist die Hälfte des Organistendienstes verbunden. * * Erledigt ist die Stcuerkommissärstelle des Steuerkommissariats Darmstadt I mit Wirkung vom 15. Oktober 1907 an. "Gehaltszahlung anBeamte und Pensionäre. ^Wie wir vor etwa einundeinhalb Jahren mitteilten, waren die Hauptstaatskasse und diejenigen Bezirkskassen, die ein iPoLittjche ■ r•• Karlsruher Mordprozeß. .cach fünftägiger Verhandlung ist in der Nackt ium »aIt8ßallUßaumhr,feHfa/^rtSt,rOäel 0C9en ben Rechtsan- J 'S Urteil gesprochen worden, das man abend allgemein erwartet hatte. in<^lne? ourfte der, auf des vorsätzlichen und Än Mordes schuldig lautende Spruch der Geschwo- Befriedigung auf genommen werden, denn viel Aympathierl kann man der Gestalt, die in Karlsruhe aus >er Anklagebank saß, nicht entgegenbringen. Selten hat m Strafprozeß so sehr die Oeffentlichkeit beschäftigt, wie 'er soeben zu Ende gegangene, weil sich selten während ter Verhandlung so biet unerwartete Zwischenfälle ereignet )aben und weil ferner selten ein Angeklagter von so froher Intelligenz eines so schweren Verbrechens beschul- »igt worden ist. Der ehemalige deutsche Rechtslehrer stand n svicheni Maße über der Situation, daß Vorsitzender, uatyanipalt und Verteidiger dem geistig offenbar über* egenen Angeklagten gegenüber zeitweise den denkbar .ywersten eianb hatten. Daraus mag es auch zurückzu- uhren sein, daß es mitunter den Anschein hatte, als Vorsitzeirde den Geschworenen die Schuld Haus lUsoktroyieren wollte, und als ob auch der Staatsanwalt n mancher Hinsicht feine Amtsgewalt überschritten hätte. Naturgemäß mürbe dadurch der Verteidiger nervös und >ie üblichen Zusammenstöße zwischen ihm einerseits und >em Vorsitzenden sowie dem Staatsanwalt andererseits wirten so hestig, daß Dr. Dietz mehrfach mit der Nieteregung der Verteidigung drohte. Selbst gegenüber dem Angeklagten befand sich der Verteidiger in einer pre- uren Lage, weil Hau selbst fein Hehl daraus machte, daß er »on Anfang an sich mit feinem Anwalt über wichtige fünfte nicht einigen konnte. Der Karlsruher Prozeß hat wieder einmal den Beweis geliefert, daß unsere Strafprozeßgesetzgebung sehr reformbedürftig ist, und daß die Beibehaltung ter Geschworenen- lerichte eine dringende Notwendigkeit ist. Während der Verteidiger, wie er sagte, sich wiederholt vom Vorsitzenden lat abkanzeln lassen müssen, hat dieser auf der anderen i5eitc gegenüber dem Staatsanwalt gar keine Macht, denn ist ihm eben gleichgestellt. Der Vertreter der Anklage ttso kann schalten und walten wie er will, der Vertreter es Angeklagten dagegen darf nur reden, wenn es ihm ter ^rozeßieiter erlaubt. Das sind Lücken im Gesetz, deren lussüllung sich der Reichstag bei der Beratung der ge- )lauten Slrasprozeßreform sich sehr angelegen sein lassen eilte. Daß in dieser die Schwurgerichte beibehalten wer- •en, ist von [eiten der Regierung wiederyolt versichert Dorten, man braucht also in dieser Richtung nicht besorgt u feilt. Die auS ben verschiedenen Berufskreisen stammen- irt- erschemt monatlich einmal. I . „Der ytatioiiallibeiale Verein und der Verein der nanoiu-.l- liberalen Jugend sprechen sich nach eingehender Beratnng balüii auS, daß eine t e i l >v e i s e A e n d e r u n g des neuen Eisen- d a h n t a r t f § im Interesse unserer Verkehrs- und WirlschaÜL- Verhältnisse erforderlich ist. Sie sehen das Mittel dazu in: 1. der Beseitigung der F a h r k a r t e ii st e u e r, 2. der Beschränkung des S ch n e l l z u g s z u s ch l a g s auf die I) und L Züge (internationale und große Züge), wie seinerzeit in Aussicht gestellt, 3. der Aeiideriing des § 14 der E.-V.-O. dahingehend, daß beim Uebertritt in eine höhere Klasse nicht die Hälfte des Fahrpreises der hohern, sondern nur die Differenz zwischen der in Betracht kommenden niederii unb höhern Klaffe nachzuzahlen ist, 4. der Eriifüh r u n g von F a h r s ch e i ii e n von jeder Station nach jeder Station innerhalb des Deutschen Reichs, nnb zwar für Personen unb Gepäck, 5. der Einführung eines Z o ii e n- und G e iv i ch t starifs nach Dekaden am der Grundlage von zwei Pscnnig für je 10 km und 10 kg mit Abrundung nach oben; als Mindestsatz zur Beförderung ivird angenommen: 20 km und 20 kg. Für schwereres Gepäck, das auf eine Fahrkarte ausgegeben wird, kommen dieselben Sähe mit der Maßgabe zur Amvenomig, daß das 200 kg übersteigende Gewicht doppelt zil rechnen ist. Tie Wirkung des letzten Vorschlags gestatten ivir uns an folgendem Beispiel zu erläutern : Ein Reisender fährt nut 85 kg Reisegepäck von Köln nach Dortmund. Die Entferiiung beträgt über Duisburg-Oberhausen 119,2 km, es kommen also 90 kg und 120 km in Berechnung, für die der Reisende zii zahlen hätte: 9x12x2 = 2,16 2)1 f. — mit Abrundung 2,20 M. Mit der Bersicherutig vollkommenster Hochachtung ergebenst Märkte. do. 83.80 Elektriz. Schlickert Konsols Obeischles. Eisen-Industrie 102.1( Italien. Rente . Portugiesen Serie I . Prince-Henri-Eiseubahn . 194.2C Tendenz: ungleichmässig. 62.00 96.20 92.95 83.00 91.70 Laurahütte . Nordd. Lloyd . 194.0t . 218.01 . 116.3t 28.9( 14L*0( unglückliche Verhältnis rückzuführen, der von Wendung im Haushalt gung, daß an dem gleiche Schuld tragen. 210.00 113.00 Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . 28.9( 139.4( 131.0t Börse, . 174.10 . 114.8( . 103.1 . 207.0t 4/i°/0 japan. .Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Anl. . 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . 4>$% Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss Buderus E. W . . . 24. Juli. Anfangskursa. Harpener Bergwerk. Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . lürkenluse . 97.20 97 50 92.70 103 20 66.45 67.50 91.40 90.00 94.20 141.00 49.00 . 151.1t 127.91 . 222.8t . 144.0( . 168.K . 137.0t . 202.6t . 96.1t . 223.00 . 68.60 136.80 Girokonto bei der Reichsbank unterhalten, versuchsweise ermächtigt worden, Beamten und Pensionären auf deren Antrag die monatlichen Gehaltsbezüge ganz oder teilweise durch Ueberweisung an die Antragsteller oder eine von ihm bezeichnete Bank zu vergüten. An dieser Einrichtung, deren Förderung volkswirtschaftlich zweifellos nur wünschenswert sein kann, wird n. d. „Darmst. Ztg." auch für die Zukunft festgehalten werden. ** Für die Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlung am Donnerstag, 25. Juli, nachmittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1. Mitteilungen. 2. Bau- gesuch des L. Reuß für den Seltersweg. 3. Desgleichen des H. Becker für die Walltorstraße. 4. Desgleichen der Frau M. Hof-Wenzel für die Bahnhofstraße. 5. Desgleichen des Prof. Dr. Kosel für die Ludwigstraße. 6. Desgleichen des Franz Klenker > für den Seltersweg. 7. Desgleichen des Paul Eim für die Friedrichstraße. 8. Desgleichen der Gebrüder Kahl für den Wetzlarer Weg. 9. Desgleichen der Firma Winn u. Co. für ein Backsteinmacherhäuschen im Neustädter Feld. 10. Einrichtung der früheren höheren Mädchenschule für Zwecke der Volksschule. 11. Erweiterung der Aborte daselbst. 12. Beschaffung von Einrichtungsgegenständen für die Bezirksschule in der West-Anlage. 13. Herstellung einer Stützmauer an der Nord-Anlage. 14. Erbauung eines städtischen Hospitals. 15. Straßenkostenbeiträg für den Großen Steinweg. 16. Eigentumsanspruch des Karl Hchmeier mt das Abortgebäude aus der Bach. 17. Pachtvertrag wegen Anlage einer Wasserleitung auf Domanialgelände. 18. Vorlage der Rechnung des Gas- und Wasserwerks und Elektrizitätswerks. 19. Beschwerde mehrerer Installateure gegen den Betriebsleiter Stolte. 20. Anstellung eines Bureau- gehülfen für das Elektrizitätswerk. 21. Ausführung der Gesindeordnung. 22. Eingaben des Bürgervereins. 23. Ferien der Stadt- verordneten-Versammlung. 24. Gesuch des August Rath um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Blockstraße 11. ** Diebstahl. In der Nacht auf Dienstag wurde aus einem Hausgarten in der Westanlage eine größere Partie zum Bleichen aufgelegte Kinderwäsche von unbekannten Tätern gestohlen. Die Stücke sind teilweise K. K. gezeichnet. " Viehseuchen. Die sehr gefürchtete Schweinepest in Oberhessen ist zurzeit erloschen. Dagegen ist der Schweinerotlaus im Ausbreiten begriffen; er herrscht gegenwärtig in Trais-Horloff, Bettenhausen, Arnshain, Bingenheim, Friedberg, Rimbach, Burkhards, Schlitz, Landen-1 hausen und Hartershausen. Rauschbrand wurde festgestellt in Klein-Linden, Eberstadt, Oppenrod, Hof-Güll, Heisters, Ober-Seibertenrod, Eichelsdorf und Burkhards. Der Mi lzbra nd tritt auf in Laubach, Glauberg und Dauern- heim. Die Schaf räude ist erloschen. L. Frankfurt a. M., 24. Juli. Die Stadt Tendenz: ungleichmässig. Berliner Berliner Handelsges Darmstädter Bank Deutsche Bank . . Deutsch-Asiat Bank • Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktieu . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . Gottnard bahn . . Lombard. Eisenbahn . Gesten. Staatsbahn . . sam, durch Oeffnen Der Schleusen das hinter dem Damm Uegende Land unter Wasser zu setzen und so einem Damm- vvuch vvrzubeugen, der noch größeren Schaden anaerichtet hatte. Ern Tert der Dominsel gleicht einem großen See aus dem die Häuser von Oberau herausragen Der auf den Feldern angerichtete Schaden ist sehr groß, und der Verkehr von Oberau kann nur in Kähnen ausrecht erhalten Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . 190.2c Hamburg-Amenk. Paketf. 131.1t Harpener Bergwerk 9,'^Tageschronik. Die Voss. Ztg. meldet aus Subecf. Das Automobil des Landgrafen von Hessen DJ- dre Eisenbahnschranke, als ein Zug vorüb er fuhr Tie Lchmnke wurde stark verbogen. Der Landgraf blieb un^ rE.>7' (Posen) hatte ein Hntcmrdchen eine Ltwhhntte gebaut, um gegen die Unbill der Witterung geschützt luileln- ^a6i:ekni) fte m kr Sutic steckten Schulsungen die £>utte tit Brand. Das Mädchen starb an den erlittenen Ver- letzungen. In Wanne (Rbl.) erschoß der 19 jährige Berg- mann Kascerski nach kurzem Wortwechsel den 30 jährigen Berg- mainL Haumulskr. Er wurde verhaftet. — Ter Arbeiter Rösel " der vor ewiger Zeit bei einem Diebstahl über- ÜVLU1^ ^a'te4ücri)En sollte, dann aber in ähnlicher Weise toie der Raubmörder Hennig entkam und üder die facher entfloh fc. Frankfurt a. M., 24. Juli. iOriq.-Teleqr. des -lnz.") Viehm ar k t. Zum Verkaufe standen 00 .st alber, 00 ©cfin- it. Hammel, 1146 Schweine, 0 Ziegen. Schweine: 1. Qual 70—71 Lebendgewicht 56—00.00 Pf., 2. Qual. 69—70 Pf., Lebendaewick 00.00—00 Pfg., 3. Qiial. 00—00 Pfg. Kalber 1. Qual. 00—00 D Lebendgewicht 00-00 Pfg., 2. Qual. 00-00 Pfg., Lebendaewick 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00-00 Pfg. Schafe 1. QuMz 00-00 Pfg., 2. Qualität 00-00 Pfg, Geschäft bei Schweine, flut, Ueberstand unbedeutend. Während des Marktes lief noch Waggon mit Schweine ein. Verordnetenversammlung nahm gestern abend einen l wurde am 23. verhaftet. Als er sah, daß es kein Entrinn Antrag des Finanzausschusses für das 11. deutsche mehr gab, feuerte er mehrere Schüsse auf seine Braut, die 2g Turnfest, daS 1908 in Frankfurt abgehalten wird, ^mann, seine.Verfolger und dann auf sich 50 °.00 Mk- zu bewilligen mit großer Mehrheit an. Ferner Ms-l fW wurden die Anträge der Ausschüsse einstimmig angenommen, dann überwältigt. — Als Täter des gestern gemeldeten M ü? für den ersten Ausbau des Osthafens 11,958,000 Mk. euer Bankschwindels kommt der Bankier August Lei> zu bewilligen und davon 2 Millionen Mark als erste Rate ^us Schweinfurt in Betracht. Er hat noch weiteren Müv in b°n Etat -inznst-llen. - In einem Feldhäuschen am Bornheimer Friedhof wurde gestern der Lagerist Jakob Werl Werse int Ganzen um 100 000 Mk geschädigt haben. Sfon ta aus Köln-Deutz tot aufgesunden. Die Untersuchung hat er- fleschcidigten Banken sind bisher Belohnungen von 500 bezw 4q- fleben, daß Weil bereits vor einigen Tagen sich dort mit B/ihülfe verdächtig ist der Metz^ Lnsol vergiftet hat meister Arthur Brendel-^chwetnsurt. Nach einer werteren q rTet naL I düng ist Lemstaedt feit Sonntag mit sämtlichem Bargeld um den unterschlagenen 100 000 Mk. flüchtig. Das Amtsgeri^ Schweinfurt hat den Konkurs über Leinstaedt verhängt. 25. Desgleichen des PH. Hofmann für Wetzsteingasse 10. — Zur Frage der Lahnkanalisierung. Für einen Entwurf zu dem Unternehmen der Schiffbarmachung der Lahn sollen 45 000 Mark ausgeworfen worden sein. Die Kanalisierung würde 30 Mill. Mk. kosten. Es bleibt abzuwarten, ob das preußische Abgeordnetenhaus seine Zustimmung gibt. An einzelnen Stellen, wo die Lahn große Windungen durch Ebenen macht, wie z. B. durch den großen Wiesengrund westlich von Gießen, den mehrere Dörfer (Heuchelheim, Kinzenbach, Atzbach, Dorlar und Dutenhofen)! umsäumen, will man ihr ein neues Bett in grader Linie! geben. Die erst vor wenigen Jahren erbaute Brücke bei Dutenhofen müßte dann auch verlegt werden und Atzbach würde weiter von der Lahn abgerückt. Natürlich ist bis zur Durchführung des Projekts noch manche Schwierigkeit zu überwinden. Die Vorteile einer solchen geregelten Wasserstraße im Dienste des Verkehrs und Handels sind aber mal groß, um nicht von jedem eingesehen zu werden. ** Erlaubnis karten für Kraftwagen ausländ. Besitzer können innerhalb des Großherzogtums Hessen von den Hauptsteuerämtern Bingen, Gießen und Mainz ausgestellt werden. Auch haben diese drei Amtsstellen die Befugnis erhalten, die Gültigkeitsdauer einer nur auf fünf Tage gelösten Erlaubniskarte zu verlängern. Ferner sind sie ermächtigt worden, länglichrunde Kennzeichen an außerdeutsche Kraftfahrzeuge zu .erteilen. . i ad-Salzhausen, 24. Juli. Am Sonntag fand bas Stiftungsfest des Verkehrsvereins in wohl- gelungener A>eije auf Häusers Garten (Hotel Kronprinz) hier statt. Der 1. Präsident Klaus hielt eine Ansprache unb brachte ein Hoch aus, auf das gesamte Großh. Haus. .Ser Besuch war so zahlreich, daß der gebotene Platz bei wertem nicht ausreichte. Die Festrede hielt Herr Berns- hausen von Borsdorf. Diese und auch das Konzert fanden vollen o et fall. Das Fest hat bewiesen, daß die hwstge Gegeno für Fortschritt und Aufschwung reif ist uitb der verein sieht ohne Zweifel einer hoffnungsvollen Zukunst entgegen. Voraussichtlich werden auf Veranlassung des Vereins künftig auch an Wochentagen Konzerte veran-i stattet werden, um einem seither viel bemängelten Mißstand vbzuhelfen. Am 22. Juli wurde das diesjährige Kinder- st gefeiert. Die stattliche Kinderschar der anwesenden tegojte mit einer Musikkapelle an der Spitze durch ben Badeort. Dann fanden Kinderspiele und Preisverteilungen statt. Auch dieses Fest nahm einen schönen Verlauf. ..Darmstadt, 23. Juli. Mit Rücksicht auf das dem- 1 0; ährige Jubiläum unserer städtischen! elektrischen Straßenbahn hat Beigeordneter Ekert, dem diese Einrichtung untersteht, eine Denkschrift versaßt. Hiernach beträgt die Länge sämtlicher Linien 15,6 Kilometer die Zahl der Wagen 40, die der Bediensteten 122. Das Anlagekapital stellt sich auf rund P/5 Millionen Mark. Bei einer Bevölkerung 000 Einwohnern werden täglich ca. 11000 Personen bewrdert. Von ganz besonderem Interesse sind die Darlegungen iiber das finanzielle Ergebnis. Hiernach liefert das Unternehmen ur-hl nur ein volles Erträgnis von 4% Proz. des Anlagekapitals, sondern noch darüber hinausgehende bedeutende Ersparnisse | ^weitere Linie von dem Ernft-Ludwigs-Platz nach dem Ostbahnhos ist geplant und eine Verlängerung verschiedener Sintert nach Fertigstellung des neuen Bahnhofs unausbleiblich. I 1tabt, 24. Juli. (Tel.) Um die Einrichtung des Rachttelephonoerkehrs zu erlangen, hatten seinerzeit ber Verkehrsverein und einige Interessenten eine bestimmte Mmdestemnahme garantiert. Wie nun die Oberpostdirektion dem Verkehrsoereln mitteilte, hat der Nachtverkehr sich im ersten Jahr des Bestehens so lebhaft gestaltet, daß die garantierte Mindesteinnahme beträchtlich überschritten wurde. 2)ie Garantieleistung ist deshalb fernerhin nicht mehr möglich = Dutenhofen 23. Juli. Unsere kürzlich an dieser Stelle ausgesprochene Annahme, daß der Eisenbahn-Fahrpreis von hier nach Wetzlar wieder auf den alten Sah 15 Pfg. statt 20 Pfg, erniedrigt würde,' hat sich jetzt erfüllt. — Für den hiesigen Bahnhof sind zwei Ueberholungs- gleue und eine Rampe vorgesehen, die wahrscheinlich nächste^ Jahr zur Ausführung kommen. ! Verleihanstalt A 6 Strupp Frankfurt a. M. hW. Q-nfn ^ro qur und Woche 10 Pfg. Telephon 4017. Telegramm-Adresse: Industriebedarf Gießener Strafkammer. )( Gießen, 23. Juli I -,——------ - - —* Vater und Sohu. Arverterbewegnrig. Das hiesige Schöffengericht hatte den BahnarbeiterG. P. Brüssel, 23. Juli. Der Streik im Hafen yo- von Alten-Buseck wegen Körperverletzung zu vier Antwerpen ist unter für die Arbeiter günstigen Bedingung I Wochen Gefan gnis verurteilt. Nach den Feststellungen beigelegt. des Schöffengerichts kam der Angeklagte im Monat April ds. Js. Newyork, 23. Juli. Auch dieBergleute des Stahl, nachts in angetrunkenem Zustand nach Hause und machte sich un- tru sts sind ausständig, mit den Erzverladern zusammen lOOtt liebsam bemerkbar. Wie schon öfter, kam es auch an diesem Arbeiter. Abend zwischen ihm und seinem 19jährigen Sohn zu einem------- -------- — ' I Wortwechsel, in dessen Verlauf er dem Sohn mehrere Stiche in Gießener Wetterdienst. einen in die Schulter versetzte, der die BoranSsichtltch- Witterung für Hcüeu am Tonnersta- Achselschlagader traf, was einen großen Blutverlust zur Folge 25, Juli: Weckleknde Bewölkung. Meist trocken. Am Taae etm Latte. Tre Herlung verlief günstig, doch mußte der Verletzte wärmer. Südliche Winde. 9 0 eine geraume Zeit das Bett hüten und war längere Zeit arbeitsunfähig. Der Angeklagte focht das Urteil an und behauptete von seinem Sohne zu der Tat gebracht worden zu sein; dieser habe ihn beschimpft und ihm, «als er sich zu Bett gelegt hatte, die Bettdecke weggenommen. Er versuchte durch Zeugen nachzuweisen, daß seine Frau an den Familienstreitigkeiten die größte Schuld^ träge. Seine Familienangehörigen dagegen suchten das auf die Trunksucht des Angeklagten zu- seinem Geld nicht das geringste zur Ver> abgebe. Das Gerichr kam zur Ueberzeu- unfriedlichen Verhälttris alle Teile die Von einer Milderung der Strafe konnte angesichts der brutalen Tat keine Rede sein, wenn sich das Ge-1---------------------- E auch der Bemerkung nicht entwehren konnte, daß der Ver- letzte sich feinem Vater gegenüber nicht benommen hat, wie es , n < o, r■ m -i sich einem Sohn geziemt und daß der Sohn durch sein Vei> wcarourg, 24. Juli. Gestern er schoß sich be halten das ganze Vorkommnis hervorgerufen hat. Dem Ange- Student Bork aus Limburg. Es ist das der dritte Selbii klagten wurden wie schon in der ersten Instanz, mit Rücksicht auf mord innerhalb der Studentenschaft in der letzten Wocke er in seiner Aufregung die Folgen seiner Tat LUeaenbain 94 ‘ nicht überblickt Hut, mildernde Umstände zugebilligt, was bie o ■ 1 < - V Bürgermeister 00t ^Bestätigung des Urteils zur Folge hatte. Leimsfeld macht bekannt, daß emSchwälmer Mädchen namen- DermiicbteV a■ifabetE’ verschwunden und wahrscheinlich v« Zigeunern geraubt ist. • In den Bergen verunglückt. Di- Leichs eines Chemnitz, 24. Juli. Die Arbeiter derLuxuskartonagi. deutschen Touristen, der am 22. d. M. beim Aufstieg nach fabriken in Annabcrg und Buchholz sind in eine Lohn, dem Mönchsjoch im Berner Oberland in eine Gletscher- bewegung eingetceten. Sie verlangen unterStreikandrohun spalte gefallen war, wurde von einer Nettungskolonne in. zum 1. August eine Lohnerhöhung. einer Tiefe von 40 Metern gefunden. Die Bergung war Wien, 24. Juli. Der hier weilende Vizepräsiden sehr schwierig. Die Identität des Verunglückten konnte noch der Kadettenfraktion der letzten Duma, Winawer nicht festgestellt werden. Es soll ein Hamburger sein. Der gab seiner Meinung dahin Ausdruck, daß die am 17. Ne Verunglückte heißt Karl Otto Büchel und ist ein Schulamts- vember zusammentretende dritte Duma zweifellos eine reaktie kandidat aus Hamburg. Der Tod muß infolge mehrerer näre Majorität aufweisen werde, daß aber trotzdem bil Schädelbrüche sofort eingetreten sein. Der Führer Steuri war oppositionellen Parteien fortfahren würden, im Wege bej am Abend vorher 30 Meter tief hinabgestiegen, ohne die parlamentarischen Kampfes die Sympathien des russische- Leiche entdecken zu können. In Ermangelung längerer Seile Volkes zu erwerben und die Regierung zu weiteren Reform«^ | formte die Bergung erst am 23. erfolgen. Die Leiche wurde Z" zwingen. I durch die Jungfraubahn, welche durch einen Anschlag an ber Bern, 24. Juli. Ein allgemeiner Ausstand if. Station Eismeer ausdrücklich vor dem leichtfertigen Betreten >>" Kanton Luzern ausgebrochen. Es kam bereits zu emfter des Gletschers warnt, und welche zur Hülfeleistung alles tat, Unruhen. Infanterie und eine Schwadron Dragoner sind zu was möglich war, per Extrazug nach der Station Eiger- Aufrechterhaltung der Ruhe aufgeboten. gletscher hinabgeführt. — In St. Leonhardt in Passeier Barcelona, 24. Juli. Vier Anarchisten, die auj (Tirol) ist ein Bankier aus Frankfurt a. M. abgestürzt. Er Algier hier ankamen, wurden verhaftet. erlitt bedeutende Verletzungen. — Beim Blumenpflücken auf London, 24. Juli. Die beiden japanischer dem Bodcnberg (Oberbayern) ist ber Arbeiter Doringer Kreuzer, bie den Hafen von Devonport anliefen, sind 50 Meter tief abgestürzt unb würbe schwer verletzt. — Der gestern nach Brest abgegangen. Techniker Zugbaum aus Berlin und ein Dr. Christian aus London, 24. Juli. Ein amtliches Telegramm bet Prag sind vom Habicht (Böhmen) abgestürzt. englischen Generalkonsuls in Söul berichtet, daß sich bie i de'" SFste.rn gemeldeten SchiffsunglückLage dort seit gestern erheblich gebessert habe. Un ber Küste von Kalrfvrinen werden aus Portland (Oregon) London, 24. Juli. Der Dail» Ervrek hrinnt »in, beute nachstehende ergänzende Einzelheiten gemeldet: Tie „Co- nr'j. ~ 9 • L'?,5e° bungt eine lumbi,a" und der „San Pedro" stießen bei dichtem Nebel zu- Meldung, derzufolge angeblich em einflußreiche? lammen. Tie „Columbia" ging innerhalb 10 Minuten unter, deutsches Syndikat bemüht ist, die Kontrolle übei roar nicht einmal Zell, die Schiffsboote a ustzusetzen. Mele Mar conis drahtloses Telegraphie -Sn st em in KÄttSÄW'ÄtB w d-- d-,'b«ichl. ereigneten sich Szenen der tollsten Panik. Tie Matrosen, sowie ^gierung beim Berliner Kongreß über drahtlose Telegraph« die männlichen Passagiere kämpften wie wilde Tiere in dem Ver- unzufrieden sein und das deutsche Syndikat soll seine Ver- luch' Su dm Booten zu gelangen. Viele Männer zogen und stimmung zum Abschluß eines Vertrages mit ihm benutze benutzten die Messer m diesem entsetzlichen Lebenskampf. Be- wollen. u ) venu^ zerchnend und für die Männer an Bord tief beschämeno ist es m;,*^** •ityl r? r r- x daß keine einzige Frau gerettet wurde. Im Gegen- Jßtcforta (Brittsch-Columbien), 24. Juli. Eine ge- teil, die Frauen zeigten sich im Ganzen mutiger alsdiew"^^ Feuersbrunst wütet im nördlichen Teil bei M ä nner und einige lehnten es sogar ab, Rettungsgürtel an- Stadt, die dadurch um so bedrohlicher wirkt, als ein heftiaei r» «. wa Der Dampfer Roanoki ist ' in San Francisco mit e^r Anzahl Unb 160 §äufev nieift önnecec ~eute ^rstört. Geretteter vom Dampfer Columbia und zahlreichen Leichen einJ ~■ „ "" J getr-osien. W man jetzt erfährt, gelang es nur, ent einziges TelefÖBliSCh© Xursberichie Rettungsboote der Columbra zu Wasser zu bringen, des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fUr Hande) oevor oas ^chrss lank. | und Industrie, Giessen. Frankfurter Hörse, 24. Juli, 1.15 Uhr. v ' 92.701 Elektriz. Lahmeyer * Freuden des heurigen Sommers. Im süd- 1 l'chen Thüringerwald vernichteten Nachtfröste die ^<7° Reichsanleihe Gurken, und Kartoffelernte. Die Temperatur sank bis 2 G/ad unter Null - Heftige Stürme wüteten in allen do. von England. Große Ueberschwemmungen sind in 3^°/. Hessen : . Dielen Städten und ländlichen Gebieten eingetreten. Auch 3^°/., Oberhessen . . . in Nord-London stehen ganze Straßen unter Wasser. Auf Oesterr. Goldrente. . i)en Feldern wurde großer Schaden angerichtet. — Bei Oesterr. Silberrente dem dieOberauer Ländereien (Lausitz) schützenden Damm 4% Uugar Goldrenfce • • in Glogau sickerte, an einer Stelle Wasser hindurch. Da man annahm, daß der Damm dem kolossalen Druck des > -- Die -schleife kann vom 27. Juli d. Js. ;9 ttn B“/7 lichst ein. Der Vorstand. (dw/7) M| r« h rmi B2V7 Im Kartoffeln $1 Zentner 5 Mk. frei Haus per 3< empfieh [4758 It Jo Weisel Telefon 235 Sonnenstr. 6 I. V.: Heyer. B24/t (4865 Sa.SäEbea^kies et frische fische g' D2V, Dra Ki Pto^h B .h; bm/7 96. [49 empfiehlt J.HaPpel, Holzhandlung. (4883 er, WWWvt r ronen 1 39. 31. 6ei 3uc es be- Firma d O 8^oÄe8S I9©7 bei wr N !ti Der Pflegling Gerson Hinterland aus Großen-Buseck (Jsraelite) ist vor einiger Zeit aus der Provinzial-Siechen- Königl. Prenss. Staats-Medaille und viele andere Auszeichnungen. Verdingung. Zum Neubau des Empsangs- st,z Lahntische in jeder Gröhe. Jeden Donnerstag frisch v. Jang tui 00 'Qlii rinzusenden. Alsfeld, den 20. Juli 1907. Landwirtschaftskammer-Ausschuß für Oberheffen: Korell, Vorsitzender. S. 51. Schulhof Telephon 119. Ltrgebug m Ltzieieritiekudkit. Die. zur Umdeckung eines Teils des Daches auf dem Gerichtsgebäude zu Gießen (ca. 850 qm) und dem Hastlolal zu Lich (ca. 190 qm) nötigen Schieser- deckerarbeiten nebst Materiallieferung werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. Die Angebotsunterlagen können in unserem Amtslokal eingesehen, Angcbotssormulare dorther bezogen werden. Die Angebots sind bis zum Eröffnungstermin Montag, den 5. August 1907, vormittags 11 tthr mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns obzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 23. Juli 1907. Großh. Hochbouamt Gießen. Einsicht offen gelegt. Veranschlagt ist: Nohrlieferung: Maurerarbeit: Geländer: Pruna gewaschene Nußkohlen „ Authrazitkohleu „ Nutzkoks „ Uniou-BrikettS eingetroffen. ,.05296 Grenencr Fnchbaus. öl. 27. t anstatt entwichen. Da sich derselbe vermutlich in der Um» 1 ® gegend bettelnd umhertreibt, so ersuchen wir die Polizeibehörden bei etwaigem Antreffen desselben, denselben fcstzunehinen und der Provinzial-Siechenanstalt zu überweisen oder die Großh. Gossenpflasterung: 320 , Watzenborn-Steinberg, om 23. Juli 1907. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg. Hirz. von der Boise zurück. 4855 Bürgermeisterei Großen-Buseck zu benachrichtigen. Großen-Buseck, den 23. Juli 1907. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. I. V. Größer, Beigeordneter. 94. 28 »UUU Itr. KpklMartoffelll Kaiserkrone Ztr. 2.25, Ovalblaue Ztr. 2.75 offeriert waggonweise Richard Kauffmann, Magdeburg 4868 Bekanntmachung. Betreffend: Förderung der Rindvieh- und Schweinezucht. Unter Bezugnahme auf die in Nr. 29 der.Hessischen landw. Zeitschrift bekanntgegebenen Bedingungen, mache ich die Genteindeverwaltungen darauf aufmerksam, daß seitens des unterzeichneten Landwirtschaftskammer-Ausschusses Zuschüsse zur Beschaffung guter Vogelsberger Bullen und Pork- shireebern verwilligt iverden können. Anträge sind unter Beilage des Abstaminungsnachweises der bctr. Tiere an mich Bekanntmachung. tiikubabit bis zum „Alten Steinbacheiwea" und Verband reisender Kaufleute Deutschlands Sektion Giessen. iii n -ich Ä IUJ werden. . n .. Angebote sind schriftlich bis zum genannten Zeitpunkt uns einzureichen. Voranschlag und Bedingungen silld 200 Mark 140 , 28,60 „ Versteigerung. Dienstag, den 30. d. Vcrs., nachmittags 2Uhr sollen imPfand- lokal Sclteroweg 11 versteigert werden: 1 Buffet, 1 silb. Tafelgeschirr, 1 Wagen, 1 Schreibtisch, 1 Uassenschrank, 1 Kleiderschrank und anderes mehr. [4858 Johann, Gr. Pfandmcister. Bekanntmachung. In unserer Bekannttnachung v. 16. l. Alls. inuß züglich der Firma L. Reitz, Gietzen heißen: Die wird mit dem Zusatz „Nachfolger" weitergeführt. Gießen, 22. Juli 1907. Gr. Amtsgericht. Von der dritten Jahrhundertfeier der Universität, Die Räume des Empfangs- und Wohnungsausschufses befinden sich am Montag, 29. Juli und Dienstag, 30. Fulr im Universrtätsgebnude (Ludwigstraße 13), von Mittwoch, 31. Juli an im Bahnhofgebäude (Nordofiflügel). — Die in Gietzcn ansäsfigen, sowie die bis Dienstag nachmittag in Gietzen eintreffenden Festteil- nehmer (Ehrengäste sowohl als ehemalige Studierende oder Assistenten an der Gießener Universität) werden dringend gebeten, die Anmeldung ihrer Anwesenheit und die Entgegennahme des Jestabzeichcns u. s. w. bereits am Montag (29. Juli) und Dienstag (30. Juli) im Universitätsgebände in dec Zeit von 8—12% und von 3—7 Uhr bewirken zu wollen. — Ebenda werden auch noch Wohnungen sür die Festtage nachgewiesen. QUI Erster Ziegenzucht-Verein Biessen. LämmcrweiLeplatz. Es wird hiermit zur gefl. Kenntnis gebracht, daß die Lämmerweide am 1. August bezogen wird. 4867 Mitglieder unseres Vereins, sowie die des Kreisziegen- zuchtvereuis, welche Lämmer zur Weide bringen wollen, werden gebeten, Anmeldungen bei unserem Diener Herrn A. Beinborn machen zu wollen. Weiter wird bekannt gegeben, daß am 1. August, vorm. 9 Uhr die Ankörung der Lämmer, am Weideplatz (Alter Anneröder Weg) durch die Körkommission vorgenommen wird. Der Vorstand. Arbeitsvergehrmg. Die Svcnglcrarbeit, sowie die Zimmer- und Schreinerarbeit [Dachschalungs für die Erweiterung des Elektrizitätswerks soll Montan, den 29. Juli d. Js., vorm. 10 Uhr öffentlich ver- fitc Gärten:c. empstehlt Firma Emil Horst, 4818] Riegelpsad. ScheUsnm, Eavlmu, Zander, Zungen, Schollen usw. zu den billigiren Preisen. 053031 Heute und morgen Ochsenfleifch 52 Psg. [B24/7 Die König!. Baugewerkschule zu e « « (Taunus) eröffnet das Winterhalbjahr am 16. Oktober. 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