Nr. 147 Mitttvoch 36. Jmri 1907 Zweites Blatt Erscheint täglich mtt Ausnahme des Sonntag«. amist! pitzen e «! der der euen Baue rsweg 64. 157. Jahrgang Sptesto empfehlen * In grosser Auswahl iebr.lmheuser Darauf wurde die WeiterverHandlung auf morgen vertagt. o kühen Vorschlägen kommen können, daß den anderen Nächte das Odium der Ablehnung geblieben wäre. Statt dessen,og Deutschland den geraden Weg vor und bewies an de lyanb greifbarer Tatsachen, daß der englische An- trag hantastifch ist. Dafür gebühre Deutschland der llgemeine Dank. Die „etcfientr $amlltcnb!ätterM werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „KtcUblatt fit den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Der „hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Die Friedcuskoufercnz. Haag, 25. Juni. In dr heutigen Sitzung der zweiten Unterkommission ersten Stomnuflion kam man dahin überein, daß bezügl. Vorsyläge Deutschlands und Großbritanniens Frage- Redaktion. Expedition and Druckerei: Schul- stratze 7. Expedttton an» vertag i ee® 61. Redaktion: e-4S 112. Teü-Adr. A n^eigerDletzen- Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen Universität« - Buch- und Stttndruckerei. R. Laa-«, Dietzen. Ballen M1-05 per W. nqe Zonal ‘7 Jakob Maternus Slmb'nahe 22.____ schule, er ✓ ✓ Parat »&Week gSäser T Asbestes j“ Siebender eu Preises, ervenkrüge. tersweg 12 te-Magazis. $79 ’S KA-'»-L -.'S.'.'« KL--S '-iS He auf Vorrat Mst niemals in Leckt»' Ker’d nesest. verttsi. »MAS SÄ logen au gestellt werden. Die Abfassung deö Fragebogens ist einem Komitee, bestehend aus Kriege-Deutschland, Sir Edward sry-Großbritannien und Renault-Frankreich, übertragen waden. ES wurde beschlossen, daß es jedem frei» tehen soll auch andere Fragen vorzubringen. Die «rste Unterkommiiswn der ersten Kommission trat heute nahmittag unter dem Vorsitz Bourgeois zu einer Sitzung Zusammen. Namens der russischen Delegierten brachte »on Martens vier Vorschläge ein, namens der Deutscher Kriege einen Vorschlag, die sämtlich Verbesserungen res Vertrages betreffend die friedliche Regelung internatvnaler Konflikte enthalten. Ter ameriianische Vor- chlag berefsend die Dragodokrrin besagt: „Die Anwendung von Gefall kann für die Einziehung von Schulden, bie| aus Verrägen von Privatpersonen mit Staaten entstanden ind, nie genehmigt werden, wenn bereits ein Schieds- pruch «stände gekommen ist, der den Betrag, der in der Frist, de dem Schuldner zur Erfüllung seiner Bervflich» umgen -ewüligt wird, zu bezahlenden Schuld feststellt. Anrw Carnegie ist heute im Haag angekommen und vo dem holländischen Minister des Aeuhern emp- angen oorden, der ihm den Dank für seine hochherzige Spendezu dem Dau des Friedenspalastes aussprach. lut V’Sei" Deutsches Reich. B e r l i n, 25. Juni. Fürst Nikolaus und Fürstür Milena von Montenegro, die gegenwäriig im Vogesenbad Contrexevitte weilen, werden auf der Rückreise von dort einige Zell in Deutschland zubringen und bei dieser Gelegenheit Karlsruhe, Heidelberg und Darmstadt besuchen. In Heidelberg werden sie ihren Sohn, den Prrnzen Peter, begrüßen, der Schüler des Pädagogiums Neuenheim- Heidelberg ist. ~ „ — Ueber eine Reform des Lehrplanes der preußischen Volksschulen schweben zurzeit bei der Unterrichtsverwaltung Erwägungen und auch die Informationsreise des Berliner Provinzialschulrates Ullmann, der im ministeriellen Auftrage die größeren außerpreußischen Volksschulsysteme kürzlich einer eingehenden Prüfung unterzog, steht damit im Zusammenhang. — In einer Zuschrift aus Uetrcscn stellt der Kloster- propst, Oberstleutnant a. D. Otto Gras v. M o l t k e, Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, folgendes fest: 1 Es entspricht nicht den Tatsachen, daß ich in einem mit Herrn Harden am 11. Mai geführten Gespräch gemeinsam mit ihm „eine Verständigung versucht", oder gar chm „artig die Möglichkeit angeboten hätte", seine „Worte ins Harmlose umzudeuten". Nichts von beidem ist geschehen. 2 Es ist eine durchaus irrtümliche Auffassung, daß ich Harden im Laufe desselben Gespraä-s „gebeten" hätte, „das früher in der „Zukunft" behandelte Thema", also die Bezichtigung meines Vetters, wenns ihm möglich sei, nicht mehr zu berühren. Ebenso irrtümlich ist auch die Antwort Har- dens wiedergegeben, ganz besonders darin, daß „wir also übereinstimmten und weitere Konsequenzen wohl vermeiden könnten." 3. Ich habe, zunächst für meinen eigenen Gebrauch, noch an demselben Tag,dem ll.Mast die gesamte Verhandlung mit Harden vor Zeugen zkm Protokoll gebracht und werde hiervon vor Gericht nach Ilmpanoen denjenigen Georauch machen, welcher nur zur Erklärung obiger o-eststellmigen und zur Abwehr gegen irgendwelche einseitige Darstellung °ftiU? tlo.^Jnni. Beim Cercle unterhielt sich der Kaiser besonder-, lange mit dem franzöjischen Abg. Comte de Kergeju, wie denn überhaupt die französischen Gaste während der Kieler Woche^ vielfach ausgezeichnet worden sind, ^eute begab sich oae, Kaiserpaar an Boro der „Hoycn- zollern" nach Mernjistde. Non, 25. Juni. Ein Leitartikel der „Tribuna" stellt est, dq Deutschland hinsichtlich der Haager Konferenz großiLoyalität bewiesen habe. Nichts wäre Deutschland lcchter gefallen, als Zustimmung zum englischen Ab- yn dann insgeheim Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Cberheffen Ausland. ondon, 25. Juni. Tie „Publishers Preß" erfährt, daß Kaer Wilhelm und die Kaiserin am 1. November in ortsmouth landen werden. Zunächst wird sich das Kaiwaar nach Windsor begeben, wo ein von üönig Eduarö ver- ansitetes Staatsbankett statlfinden wird. Man glaubt, daß der Kar eine Einladung des Lord-Mayor und dec Korporation deronüoner City zu einem Festessen in der Guildhall annehmen wir Darauf begibt sich der -baiser, noch immer von der V.ai- feri begleitet, nach dem Landsitz bcs Königs in Sandringham. De Aufenthalt des Kaiserpaares auf englischem Boden dürfte einWoche dauern. Luxemburg, 25. Juni. In der heutigen Karnmer- siing wurde über die Thronfolgefrage deballiett. Sttsminister Eyfchen polemisierte gegen die Behauptung Dr. Särsteins, Sacchvalters des Grafen Merenberg, worin das ncsauische Hausvermögen als preußisches Kapi - t obezeichnet und Stimmung für dessen Wegnahme durch Preußen gercht wird. Es folgte dann eine längere Erörterung über die Bch tig teit der Zufuhr neuen Blutes durch Ä a- st d e und morganatische Ehen, weil sonst alle Herrschersalien an Inzucht zugrunde gingen. Tie Fortsetzung der Tc- ba wurde wegen Erschöpfung des sozialdenrokrarischen Redners w mehreren Lärmszenen vertagt. Paris, 25. Juni. Der Senat verhandelte über die Entlang des Jahrganges 1903. General Langlois vergleicht die Eektiostärkeder deutschen milder französischen Zvallerie und sagt, bei der gleichen Zahl von Schwadronen st das Verhältnis der französischen Soldaten zu den deutschen d von 65 z u 10 0. Den Jahrgang 1903 wieder unter die stncn zu rufen, würde ein easus belli fein; Frankreich he übrigens gar nicht Zeit ba»u, wenn Deutschland plötzlick) rriffe. Zwar habe Deutschland Die zweijährige Dienstzeit, aber tpermanenten Effektivbestände seien dort stärker. Zu Frank- rchsnumerischerUnterlegenheit käme noch der Vorst u n g , den Deutschland im Beginn feiner M o - 5 m ach u u g habe. Langlois weist nachdrücklich auf die Nov- ridigkell hin, eine starke Armee und eine unverletzliche Grenze -haben. Tas Parlament dürfe sich nicht hinter der Veramworr- )teit der Regierung -zu verstecken suchen. — Deputierten kämme r. Bei der Beratung des Anges auf Vertagung der Beratung der Vorlage, betreffend Ab- affungder Kriegsgerichte führt Mini jterpräsib ent Elt - nceau aus: Es haben sich Vorkommnisse ereignet, Die uns üglich Der Disziplin des Heeres Besorgniffe em- tötzt haben. Tas ist, unumwunden gesagt, ein G<.gcnstanv d-r pflft jür alle fluten Franzoften: denn wenn die Lll- politifd>c Tagesschau. Zwischen den Schlachte». Aus Berlin wird uns geschrieben: Der Geist der Blockpolitik erstreckt sich nunmehr, wie die „Köln. Ztg.", wohl im Auftrag des Fürsten Bülow, erllärt, gleichmäßig auf Deutschland und Preußen. Mit anderen Watten: die Regierungen in Reich und Einzelstaat sind in ihrer nunmehrigen Zusammensetzung geeint durch die lieber- zeugung von der Zweckmäßigkeit und Durchführbarkeit der Blockpolitik. Es bleibt also nur noch übrig, daß die „Regierungsparteien" sich von dem gleichen Geist durchdringen lassen. Der Spätsommer und Herbsl, die Zeil der Partei- und delegierten- tage, wird erkennen lassen, ob und inwieweit der andere Faktor der Gesetzgebung den Glauben des Fürsten Bülow teilt. Den kritischen Punkt für den Block bildet im Reich bekanntlich die Steuerfrage, die nicht nur den Ausbau des indirekten Steuersystems umfassen, sondern auch die Erweiterung der Erbschaftssteuer in sich schließen dürfte. Für die Parteien in Preußen gilt das Blockprinzip einstweilen noch nicht, aber das Einheitsprogramm des Fürsten Bülow bringt es mit sich, daß durch die Entwicklung der Dinge in Preußen die Blockpolitik im Reich gefährdet werden kann. Den Stein des An- Itoßes in Preußen wird die Wahlrechtsreform bilden. Weil sie mit Sicherheit im nächsten Winter zu gewärtigen ist, darum unterblieb die Verhandlung über den freisinnigen Wahlrechtsantrag in der letzten Sesiion des preuß. Abgeordnetenhauses. Die Reform kann ja auch nicht länger hinausgeschoben werden, Denn schon im Herbst nächsten Jahres finben die Neuwahlen zum Landtag statt. Sie sollen dem Fürsten Bülow das Mittel sein, das Uebergewicht der konservativ-klerikalen Mehrheit des AbgeorvnetenhauseL zu beseitigen durch Stärkung des liberalen Elements. Demgemäß muß die Wahlrechtsreform gehalten fein auf Der Linie von Zugeständnissen an Die breiten Schichten der Bevölkerung, speziell an Den Mittel- unD Arbeiterstand, selbst auf die Gefahr hin, daß einige Sozialdemokraten in Den preußischen Landtag einzieyen. Die Reform kann aber andererseits nicht eine bloße Herübernahme des Reichswahlrechts sein, weil für einen derartigen Entwurf niemals eine Mehrheit im Landtag vorhanden fein würde. In dieser bedeutsamsten preußischen Frage die mittlere Linie zu finden, auf der Konservative unb Liberale sich vereinigen können, ist also ein Unternehmen von sehr erheblicher Schwiettg- leit. Zugleich aber auch damb. Nachr." begründet hatte, legte Gruber eingehend Die Sforfommniffc Dar, Die ihn bewogen hatten, von Grausamkeiten und Der Ungerechtigkeit des Klägers äu sprechen unD ihn als einen MörDer zu bezeichnen. Diese Vorkommnisse seien durch den Spruch des Disziplinargerichts festgestellt. Peters erwiderte, daß Gruber Die Verhältnisse vom Kilimandscharo im Jahre 1891/92 nicht kenne. Damals galt eS, die Autorität Deutschlands dort zur Anerkennung zu bringen. Die Eingeborenen widersetzten sich und Der* tüm melten deutsche Schutzbefohlene aufs grau- amjte. Den Weißen drohten die schwersten Gefahren. Auf riedliche Weife war nicht atiLukommen. Peters schilderte odann, wie im August 1891 Diebstähle und Einbrüche m Stationsgebäude vorkamen und wie Der schwarze Diener Madruck später überführt und verurteill wurde. Ebenso schilderte er die weiteren Vorkommnisse, auf denen alle Angriffe gegen ihn aufgebaut sind. Die ganze Version, die der Abg. Bebel im Reichstage vorgebracht habe und die in der sozialdemoiratischen Presse wiederholl wurde, bezeichnete Peters als eine frivole Legende. Die Hinrichtung des schwarzLN DienerS Mabruck und des Neger- mädchenS Jagodia ständen in gar keiner Beziehung zueinander. Alles, was über das persönliche Hineinspielen persönlicher Beweggründe behauptet werde, sei erlogen. Wolle man im Innern Afrikas eine Dienerin, die zu einem feindlichen Häuptling fliehe, unbestraft lassen, so würde man dem Prestige außerordentlich schaden. Rechtsanwalt Bernstein bedauerte, daß das Auswärtige Amt die Vorlegung deS gegen Peters ergangenen Dis- ziplinarurteilS beziehungsweise die Disziplinarakten versagt habe und äußerte den Wunsch, daß Peters seinerfells daS Urteil vorlegen möge. Rechtsanw. Rosenthal erwiderte, das Disziplinar- urteil sei auf falschen Feststellungen ausgebaut, wenn diese falschen Feststellunaen hier berichtigt und Die ganzen Disziplinarakten Dorgelegt würden, würde Peters dies sehr begrüßen. Aber das ungerechte Urteil allein vorzulegen, damit es nachher in der sozialdemokratischen Presse ausgebeutet werde. Damit könne er sich nicht einverstanden erklären. Als erster Zeuge wird Oberleutnant a. 2. Kunstmaler Frhr. D. Pechmann vernommen, der als Schutztruppeuoffizier nach Afrika gekommen und bann mit Peters am Kilimandscharo gewesen war; Zeuge schildert die dortigen Vor- rommntsse ebenso wie Dr. Peters. Mabruck fei nur wegen beS Einbruchs, Jagodia nur wegen wiederholler Flucht hingerichtet worden. Dr. Peters selbst sei gegen die Hinrichtung der letzteren gewesen, sei aber überstimmt worden. Von einer grausamen Behandlung der Negerinnen sei dem Zeugen nichts bekannt. In der dtachmittagsfitzung regte Der VorsitzenDe an, vb der Kläger nicht freiwillig Das LiSziplinarurteil vor- leqen wolle. Mehrere Zeugen stellen fest, bau mit bem Vortrag von Peters im Neuen Verein in Ätünchen fern politischer Zweck verfolgt würbe, ba bie Einlabung bazu lange vor der Reichslagscmflösung erging. Bankier von ber Heybt- Berlin erklärt, Peters Bebeutung als ^Ärlonisator Ostafriras sei gerichtsnotorisch, Peters habe bie oftafrikanische Gesellschaft geschaffen und Verträge geschlossen, worauf bw Kolonie beruhe. _ .... .... Der Pensionist Wiest, ber unter Peters Sanitätsoffizier ber Schutztruppe am Mimanbscharo war, sagt aus, er habe ben Auftrag erhalten, ben Neger Malbruck zu hangen, wobei nichts Ungesetzliches vorgefallen sei. Die Negerin Jagobia sei Kettengefangene gewesen und solchen sei verkündet worben, baß sie bei einem Fluchtversuch schwer bestraft ober hingerichtet wurden, ^agobia sei nach wiederholten Fluchtversuchen gehängt worben. Mit dem Aus peitschen fei sofort mnegehallen worben, wenn bie Letteffenben durch Hiebe verletzt worben feien. Gegen die Askaris sei Peters im Dienst streng, aber oe recht gewesen. _ v , Zeuge Reichstagsabg. v. Voll mar erllärt, er häbe 1895 als erster im Reichstage den Fall Peters zur Sprache gebracht, weil er ben Eindruck hatte, daß rnacytige Einflüsse sich regten, um Peters ein hohes Amt in ben Kolonien ;u verschaffen. Er habe bann eine große Geiahr fü? die Manien erblickt wegen der vieün ungünstigen Mitteilungen über Peters. Kvlonialbirektor Kayser habe chm (Herrn v. Bollmar) gesagt, nach Nennung neuer Zeugen würde bie Untersuchung erfolgen wobei auch Schwarze vernommen werden würden. Die Untersuchung habe anfangs für ^ters schlecht gestanden, spater hEn anbere Einflüsse bie Oberhanb gewonnen und Peters Ware sogar bie Lanoeshauptmannschaft am Tanganjika angeboten W^Peters stellte bemgegenüber fest, daß er selbst auf Gründ der Rede Vollmars die Untersuchung beantragte. Lantter von der Heydt erllart, ihm wäre damals mitgeteat worden, daß die Untersuchung nichts Belastendes ergeben habe. Justizrat Koffka-Berlin, Verteidiger Peters in dessen Disziplinarverfahren, teilt mit, daß ihm Wißmann bei der Besprechung des Falles Peters erklärte, er würde in emtym ayniiihLri Falle ebenso yandeln .wie Peters gegenüber Mai- ÜLUck und Jagodün Aolonialpost. 5eclin, 25. Ium. Dcr Ense Riai erfolgte Tod des Stadarztes Dc. Wienecke in Gobabis wird nach einer mtlichen Aieldung aus Windhuk auf Ermordung zurücieführt. sreueS aus Rußland. wischen Bauern des Gouvernements Woronesch kam es rvege eines Diebstahls zu blutigen Zusammenstößen. Es gab ote und Verwundete. Unter den Toten befindet sich auch in Waldbesitzer. )er wtaler Wyczalkowsky in Warschau hat sich auS em Fenster seiner in der vierten Etage belegenen Wohing gestürzt, als Gendarmen ihn verhaften wollten. Fern wurden dort der Professor des Veterinär-Instituts, Szeensnewitz, dessen Laborant Gladycz und mehrere Stuliten nach vorgenommener Haussuchung verhaftet. 7 *1M ) °°°°-°«-° iu bl( ~--- .11, Mannheim, 2u. <$uhi. -tu uigt-u^i^.ub imunite gestern der vom Stabtrat beschlossenen Einführung ber achtstündigen Arbeitszeit ,ür bie Heizer sänll- icher stähkrscher Betriebe, Rechenarbeiter ber üuaranlagen, 1 iiszieher beim Sck)lacht- und Viehhof unb Maschinisten unb Kohlensaurer beim Elektrizitätswerk zu. Den Antrag, einen achtstündigen Arbeitstag für sämtliche stäbtischen Arbeiter einzufühvei, lehnte ber Stabtrat ab. rü|tundantrage zu heucheln unb il,.. ......... zu Fai zu bringen. In noch mehr, Teutschlanb hätte mit gewählt. arczynski minalanzeige gegen den früheren Minister P u. a. aus unserer Gegend Preise: 6. H. Walther-Herborn verbleiben sollen. beni Gericht zu stellen. Sonst liegen noch folgende Nachrichten vor: reis letzt. und schwebt in Lebensgefahr. Aus Stadt und Land. Gießen, Professor Umpfenbach-j-. Am Montag nc- Des Volkes Erbe", Das Kapital in seiner Kulturbedcutun ii und .Altersversorgung und Staatssozialismus". des ausgezeichneten Gelehrten wird in weiteren Kreisen le Kreisrat F e y-Friedberg. An dem imposanten Festzua durch haft beklagt werden. das schön geschmückte Dorf nahmen 26 Vereine teil. Der Die demnächfttge Gesamtproduktion r Ma;e- m Gefühle die Frage, Der Tscheche Dr. Zaczek wurde zum ersten, der Pole S, zum zweiten Vizepräsidenten gewählt. Diäten resbe- missariate von einem Bauer namens Laurent, der mit s er Frau erschienen war, durch 'einen Revolverschuß tödlich Dr» = Wetzlar, 25. Juni. Gegenwärtig zählt die Wanderbücherei für unseren Kreis zirka 9400 Bände. An 750 Bücher wurden allein im Vorjahr angeschafst. Der Staat gab im letzten Jahr 300 Mk., der Kreis Wetzlar 350 Mk. und die Gemeinden 655 Mk. Beihilfen. Die einzelnen Schriften werden mit großer Lesefreudigkeit hingenommen und zwar kostenlos. Nur für den Fall, daß ein Buch länger als vier Wochen im Hause behalten wird, soll ein Pfennig Gebühr erhoben werden. Zer Mtnzerkrieg in Irarrkreich. Wir erhielten heute folgende Drahtnachrichten: Paris, 26. Juni. Dem „Malin" zufolge herrscht i Beilers und Montpellier, wo die Angehörigen des J, Infanterie-Regiments zu Hause sind, große Aufregunc weil hungengegcndie Regierung enthält, por den DIsten Gerichtshof für Richter zu bringen. Montpellier, 25. Juni. Eine Anzahl Bürgerichter haben an den Präfekten ein Schreiben gerichtet, in rndjem sie als Antwort auf das Ultimatum des Ministerpräsidenterchle- menceau die sofortige Enthaftung der Verhaft len aus der Hast, die Zurückziehung der Truppen und die Revisiodes Gesetzes über die Weinfälschungen verlangen. „Rheingold", Darmstadt, und „Edelweiß", Urberack, wurde er mit der geringen Punktzahl 9 resp. 5 überholt. 'Es war das zweitemal, daß der Verein an einem Wettstreit sich beteiligte, und jedesmal hat er einen Preis errungen. Die passiven Mitglieder des Vereins ließen es sich denn auch nicht nehmen, die Sänger bei ihrer giückkehr am Bahnhofe zu empfangen und mittels Fackelzug ins Vereiuslokal i-jujwircn luwi, uulu) emcu jituuLucLiu/uij luunuj utr = rct c J~ °nrIl’x yhrem Dirigenten ob ihres Auch Frau Laurent wurde durch einen Schuß getrnn y^iolgev von Mrtgned Schock beglückwünscht und ihnen " ' ~ ' der Dank der Nichtsanger ausgesprochen wurde. Eine ge- - mütliche Nachfeier beschloß den für den Verein ereignis- vollen Tag. — Lauterbach, 25. Juni. Die Freiherren Riedesel zu Eisenbach werden in Kürze mit der Erweiterung ihrer Ziegelei beginnen. Das Projekt soll bereits fertig gestellt sein. Die Kosten der Neuanlage sollen sich aus über **Dte neuen Eilzüge Gießen-Frankfurt, die von uns gestern angekündigt wurden, werden vom 1. Juli ab bestimmt gefahren, wie uns von amtlicher Stelle mitgeteilt wird. Zwei Eilzüge in jeder Richtung sind bei dem Itarken Verkehr und den vielen Stationen zwischen Gießen und Frankfurt indes wahrlich äußerst wenig. Namentlich würde ein Eilzug in den ersten Nachmittagsstunden nach Frankfurt W angenehm sein, da ohnedies von 12 Uhr 5 Min. bis 5 Uhr 55. Min. kein Schnellzug geht und die 4 dazwischen liegenden Personenzüge fast stets außerordentlich stark besetzt sind. Auch der um 4.35 Uhr von Frankfurt abgehende Schnellzug sollte in einem Eilzug umgewandelt werden. Im übrigen verweisen wir auf den heutigen, bereits seit ewigen Tagen uns vorliegenden Artikel von Prof. Eduard Engel, in dem über die überhaupt zu geringe Zahl der zuschlagsfreien Schnellzüge begründete Klage geführt wird. Der Wohltätigkeitsverein Contentia unternahm am Sonntag unter reger Teilnahme seinen gewohnten Sommerausflug, für den diesmal Rodheim a. d. Bieber als Ziel bestimmt war. Etwa 200 Personen fanden sich zur festgesetzten Stunde, 3y2 Uhr nachmittags, auf dem Neu- städter Bahnhof ein, um die Reise in das schöne Biebertal mitzumachen. Das Wetter war für einen solchen Massenausflug wie geschaffen, vor allem nicht 311 heiß, auch wurde der^ Verein diesmal nicht, wie bei einem früheren Ausflug nach Nodheim, von einem Gewitterregen überrascht. Im Nu brachte das in seiner Leistungsfähigkeit oft unterschätzte „Bieberlieschen" die Ausflügler dem erwählten Ziele zu. Wer an der Natur keinen Gefallen fand, konnte sich schon während der Fahrt an den fröhlichen Weisen der gut geschulten Musikkapelle ergötzen. Der Einzug in Rodheim geschah unter den Klängen des „Contentiamarsches". Im Gartensaale des Gasthauses zur Krone kam der gemütliche Teil recht zur Geltung. Im Mittelpunkte des Programms stand das von zwei Damen wohl eingeübte Theaterstück: ,Der alte Geck", das große Heiterkeit erregte. Leider ging der Extrazug, der die Teilnehmer wieder der Heimat zuführen sollte, viel zu früh. ** Preis gekrönte Feldberg.Turner. Unserem gestrigen Bericht über das am letzten Sonntag abgehaltene Feldbergfest sei noch nachgetragen, daß von Gießen elf Turner am Wetturnen teilnahmen, von denen drei, Mitglieder des Männerturnvereins, Sieger wurden, nämlich den 18. Emil Bürck und Ernst Schmidt mit je 29% Punkten, den 22. Ludw. Kabey mit 27 Punkten. — Ferner erhielten Turnverein und Gesangverein trugen zum schönen Gelingen des Festes bei. Belgrad, 25. Juni. Kronprinz Georg sthr in einem Motorboot in der Save, um zu fischen. Als bas vot sich dem ungarischen Ufer näherte, wurden die Insassen In der Finanzwache angerusen, stehen zu bleiben. Ter Ktnprinz leistete dieser Aufforderung nicht Folge, worauf die Wachescho ß, vhne das Boot jedoch zu treffen. Dsas Motorboot cifnm. — Tie „Lo s von Rom "-Bewegung zieht hjr immer weitere Kreise. Gestern fand eine Versammlung statt, uf bereit Programm die „Reform der katholischen Ehi" stand, die die Auflösbarteit der katholischen 60jährigen Negierungsjubiläum Sein ftät wird von allen Völkern und Reichen mit inniger Freude und Tcmkbarkcit entgegengesehen uni Altersweg. 5 Desgleichen ^eS Ludwig Bernhardt-ft-r die wird sich auf 3—4 Millionen Stück Waren stellen. — Da, 6.. Desgleichen der Firma Bar und Wetterhahn für Tuberkulose Wand. die Bahnhofstraße. 7. Desgleichen des K. Fehn für die Bismarck- J - k J • straße. 8. Einfriedigung des veterinärmedizinischen Jnftittits. Alsfeld befindet, wird vom 13.— Pl). Goür betreffend Errichtung einer SchutzhÄtte Johannesberg hier Aufstellung fin Frankfurt a. M., 25. Juni. Heute nacht ist Dr. Fedor Mamroth nach langer Krankheit im Alter von 56 Jahren verschieden. Seit April 1889 hatte er die Leitung des Feuilletons der Frankfurter Zeitung, die unter dem Ausdruck des Bedauerns, daß sie die Verdienste und Lebensarbeit des Verstorbenen auf seinen eigenen Wunsch hm nicht eingehender würdigen darf, folgenden letzten Gruß des hervorragenden Tagesschriftstellers veröffentlicht: Frankmrt a. Ai., 27. März 1907. Liebe Herren Kollegen 1 Ich danke Ihnen für die Freundschaft, die Sie mir durch all die Jahre erwiesen haben, und bitte Sie inständigst, — der letzte Wunsch — meinen Tod nur in folgender Form anzeigen zu wollen: Heule ift der Feuilleton-Redatleur der „Frankfurter Zettung", Tr. F. Ai a in r o t h , 56 Jahre all, gestorben. Er gehörte der Zeitung seit 1. Aprrl 1889 -an. Auf seinen ausdrücklichen letzt- ivilligen Wunsch verzichten wir auf eine Würdigung seiner Tätigkeit un Dienste unseres Unternehmens. Die Einäscherung fütbet in der Stille statt. Keine Anzeigen, feine Blumen, keine Kondolenzbesuche. Ich grüße Sie Alle aufrichtig und herzlich Ihr F. Mamroth. h. Homburg v. d. H., 25. Juni. Im »Taunus- boten" veröffentlichen der Oberbürgermeister Maaß und die hiesige Medizinische Gesellschaft scharfe Erklärungen gegen die Wiederholung von Automobilrennen in Homburg v. d. H. Sie befürchten wegen des unerträglichen Geräusches, der Staubentwickelung und der Luftverderb- nis einen Rückgang des Kurortes. 2 i m b u r g, 25. Juni. Der im Herbst wegen 93er- brechens gegen die Sittlichkeit vom hiesigen Schwurgericht zu iy2 Jahren Gefängnis verurteilte Wagnermeister Schneider wurde, nachdem er bereits nahezu 8 Monate von der Strafe verbüßt hat, auf Beschluß der Strafkammer auf freien Fuß gesetzt. Das Schwurgericht wird sich erneut mit der Sache beschäftigen, da Schneider, wie es heißt, das Opfer eines Meineides geworden ist. (Fkf. Ztg.) _ . _ . w . , wie das Fahnen- " weihfest unseres Kriegervereins; waren doch aus den 26. Jun ^er gesamten Umgegend 35 Kriegerocreme zum Feste er- VL umpiuiuuuj T. Mom'ug ncl schiene^ besonders aus den Bezirken Gießen, Grünberg und mittag starb hier der König!, prcuß. Geh. RegierungN Festdamen in der schmucken neuen Buseckertaltracht Professor Dr. phil. et oec. Karl Umpfenbach, der t tni9en btc Fahne und überreichten sie. ~ " ' ' ' Queckb 0 rn, 25. Juni. Bei der hiesigen Bürger- wurde der seitherige Bürgermeister Gap (Dep. Hcmtes Alpes), 25. Juni. 600 M cutier des 17. Infanterieregiments sind nach Bille Franches abgegai *n, wo sie nach Afrika eingeschifft werden. In Montpellier wurde ein Polizeikommissar im .' n- »iplln im Heere nachläßt, dann iTt es um Frankreich geschehen. (Lebhafter Beifall links. Lärm auf der äußersten Linken.) Die Vorlage würde in keiner Weise die Disziplin mindern. Wir befinden uns aber nicht im Besitz der nötigen Unbefangenheit, um die Vorlage zu beraten. Wir hätten auch nicht Zeit genug, die Beratung vor den Ferien zu Ende zu führen. Diejenigen, die Feinde unnützer Kundgebungen sind, werden mit uns für die Vertagung der Beratung bis zum Wiederzusammentritt des Parlamentes sein. Die Vertagung wurde beschlossen. Paris, 25. Juni. Ein heute zur Verteilung gelangendes Gelbbuch betreffend das französisch-spanische Ueber- einkommen enthält ein von dem Minister des Auswärtigen, Pichon, an die Botschafter Frankreichs in Berlin, Petersburg, Rom, Wien, Washington und Tokio gesandtes Rundschreiben. Das Rundschreiben Pichons besagt im wesentlichen: Das Uebev- einkommen ziett nicht nur darauf ab, den status quo aufrecht- zuerhalten, üer wegen der Nähe der spanischen beziehungsweise, französischen Besitzungen keine Abänderung erfahren kann, ohne daß weseittliche Interessen der beiden Mächte verletzt werden, sondern -bezweckt vielmehr — was Frankreich besonders betrint — die Sicherheit unserer Verbindungen mit unseren Besitzungen in Afrika, am Mittelmeer Und am Atlantischen Lzcan zu ge- Bundestag deutscher Gastwirte. _ m sd. Frankfurt a. M., 25. Juni- Der Bund deutscher Gastwirte hielt heute im großen Saale des Zoologischen Gartens seinen 15. Bundestag ab, nachdem gestern Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, sowie ein offizieller Begrüßungsabend vorausgegangen waren. In der heutigen Verhandlung waren als Vertreter der Stadt Stadtrat Metzler, im Namen des Polizeipräsidenten Regierungsassessor Haarmann, für den Auffichtsrat des Zoologischen Gartens Direktor Göring anwesend. Der Bund umfaßt die Verbände Rhein-Main, Saar-Blies und Nahetal, Saar-Mosel, Sächsischer, Sachsen-Meininger, Württemberger, Badischer, Bayrischer, Mitteldeutscher, Bayerisch-Pfälzer, Elsaß-Lothringer, Nassau und am Rhein und Schlesischer, mit ca. 100 000 deutschen Gastwirten in Gemeinschaft mit dem Deutschen Gastwirteverband, die beide in dem Reichsverband geeinigt sind. Der Bundesvorsitzendc S t e y e r - Leipzig erstattete den Jahresbericht, worauf in der Debatte eine Reihe von Petitionen besprochen und beschlossen wurden. Henkel-Frankfurt referierte dann über den Antrag betr. die Schaffung eines einheitlichen Bierverkaufspreises. Es wurde nach lebhafter Debatte beschlossen, im ganzen deutschen Reiche, wo cs noch nicht beschlossen ist, energisch für eine Erhöhung der Bierverkaufspreise e in zu treten. Eine ganze Reihe von Anträgen wurden dem Reichsverband zur Erledigung überwiesen. — Gegen die Aufhebung des Kunben- fchutzcs seitens der Brauereien, der als große Härte zu betrachten sei, soll der Reichsverband ebenfalls eintreten, lieber die Vorschrift betr. die Anwesenheit von Personen unter 16 Jahren bei Tanzbelustigungen wurde eine Eingabe beschlossen. Eine Herausgabe des Bundeskalenders für 1908 wurde wegen zu geringer Beteiligung abgelehnt. Die Frage wegen der Errichtung von Fach- und Fortbildungsschulen für Koch- und Kellnerlehrlinge soll der Bundesvorstand entscheiden, lieber die Anhörung der Wirte vor Erteilung einer neuen Konzession soll, soweit dies jetzt nickt schon in einzelnen Fällen geschieht, entsprechend vorgegangen werden. Der Entwurf zu einem einheitlichen Bier- lieferungsvertrage wird an eine Kommission verwiesen. Aus die Eingabe der Zivilmusiker wegen Benachteiligung durch die Militärkapellen soll, eine Gegenpetition cingereicht werden. Ueber die Konzessionierung des Flaschenbierhandcls wird nach langer Debatte beschlossen, gleichfalls eine entsprechende Petition an beit Reichstag einzureichen. Ebenso soll an den Reichstag eine Petition abgehen, daß Mädchen unter 18 Jahren nicht in Fabriken und Warenhäuser beschäftigt werden dürfen. Die Ergänzung des Vorstandes wird diesem selbst überlassen. Die Schaffung einheitlicher Lehrverträge wird abgelehnt. Entsprechend der von dem Bundesvorstand beschlossenen Satzungsänderung, daß Verbände in einem bisherigen Verbandssitz nicht mehr gegründet werden dürfen, sollen die neugebildeten Verbände Main-Taunus und Rhein- Nahe-Verband nicht in den Bund ausgenommen werden. Damit werden die offiziellen Verhandlungen geschlossen. Morgen finden Vorstandssitzungen der Sterbekassen, der Hastpflichtkasse, sowie des Verbandsorganes der „Gastwirt" statt, woran sich Besichtigungen, Ausflüge nach Homburg rc. anschließen. Als Ort für die nächstjährige Tagung wurde Köln gewält. — Die Regierung beabsichtigt, einen Gesetzentw^f einzu-- bringen, der dahin geht, daß die bisherigen der Reichsrats Abgeordneten in feste Ja züge umgeivandett werden. " P f a r r p e r s 0 n a l i e n. S. K. H. der Großherz haben dem Pfarrer H. Becker zu Ober-Rosbach j 2. evang. Pfarrstelle zu Alzey übertragen. ** 'Eine Sitzung der Stndtverordnetenv e sammlung wird Donnerstag, 27. ds. Mt§., nachm. 4 U mit folgender Tagesordnung abgehalren: 1. Auslosung von Schu Verschreibungen. 2. Mitteilungen. 3. Baugesuch des Paul E M L. Zesslxichyr Leh.rM.ix Äuv«n i 200000 M. belaufen. Eil-> und Schnellzüge. Von Prvf. Dr. Eduard Engel. Nachdruck verboten. Daß es so nicht weiter gehen konnte, haben die EisenbaHnB Verwaltungen selbst eingesehen: eine halbamtliche Nachricht meldete, einige (!) Eiscnbahndirektionen haben die 'Absicht, vom Juli «ob die Zahl der nicht^zuschlagspflichtigen Schnellzüge zu vermehren, olso in ihren Fahrplänen mehr Eilzüge, weniger Schnellzüge führen. Dieses sehr löbliche Vorhaben verdient Billigung, über nach unseren Erfahrungen mit der Art, wie die Etsenbahnverwaltungen den gerechtesten Wünschen deZ Publikums nachzuLommen pflegen, bedarf auch das löblichste Vorhaben der Mitarbeit aus dem Kreise der Reisenden, und eine solche Mitarbeit, von der ich weiß, daß hinter ihr unzählige Gleichgesinnte stehen, möchte ich noch vor dem 1. Juli leisten. Ganz Allgemein muß ausgejprochen werden: die Art, wie die MieMMMrUgltupgM u.iib Lus.chlcrMMPge SMÄh Abdruck unserer durch Korrcspoudenzzeicheu kenntlich S Menschengedenken hat machten Orginalartikcl ist nur unter genauer Qucllcuaua e ^^r kein so großes tfeft stattgefunden, (Gieß. Auz.) gestattet. "......:- _ . . . . lenyi. Er soll in einem Prozeß gegen den Abg. Lengyel, detthn der Bestechlichkeit zieh, wodurch der Sturz des Minisrs her- beigeführt wurde, drei falsche Zeugen anzuwerrn ver- lirmt hrrbpir 600 Soldaten des Regiments von Toulon nach Sonse in Taesien 3Vv qi 19 qd n gebracht werden und längere Zeit in dieser gefürchteten ^nifon ™ f verbleiben sollen. Marburg 31 P., 16. B. Torth-Großen-Buseck und Rltzert- Argelliers, 26. Juni. Heute nacht sand eine Vefunm- Friedberg je 30x/2, 25. Herrn. Stulz-Wetzlar 25y2 und den lung von Delegierten des Winzerschutzkomitees statt, in d ein- 26. Glaser-Bad-^lauheim 25 Punkten. stimmig das von der Kammer genehmigte Gesetz gege die Klein-Linden 25 Knni q?nrfi tfrnphma Weinfälschungen für unannehmbar erklärt wurd Der L „J • Vorsitzende Albert wurde aufgefordert, sichchinnen 48 Süden 5 121 ^uni * " 1907 zahlt die hiesige Gemeinde 346 Haushaltungen Mit Sonst liegen noch folgende Nachrichten vor: 0-^0^ 0Personen, darunter 826 männliche und Paris, 25. Juni. Der Ministerrat beschloß, dem Anti, der 0 Land- und Forstwirtschaftstarten wurden fozialisttschen Deputierten auf vorläufige Freilassung l bei llusgefüllt 2^<, Gewerbeformulare <4 und Gewerbebogen 7. ben Kundgebungen im Süden verhafteten Bürger zu b ekäm en, z. G ar b e n t eich, 25. Juni. Am letzten Sonntag be- da der Antrag üntikonstttutionell sei. Der Minifterrat b hloß teiligte sich der Gesangverein „F r 0 h s i n n" hier an ferner, den Oberlandesgerichtsrat und Vorsitzenden der Arage- dem G e s a n g s w e t t st r e i t in Niederrodenbach bei kammer zu Montpellier, Rejouls, wegen eines Briefes, der 0 - Hanau. Es gelang ihm unter Leitung seines Dirigenten Sames aus Holzheim in scharfer Konkurrenz mit mehrfach preisgekrönten Vereinen in der 3. Klasse den 3. P zu erringen, bestehend aus einem getriebenen silbernen, ziervergoldeten Becher. Nur von den beiden Quartetten in welcher Art der Gedenktag am würdigsten begawen werden könnte, beschäftigt die weitesten Kreise. Wir sind zu deijMttteilung ermächtigt, daß S. M. es als das ernste Unterpfandtreuer Anwrrd ein von der äußersten Linken eingebrachter Wqnderungsan-- trog, den Betpag dieser Ausgaben von 60auf 2 0 Millionen herabzusetzen mit 209 gegen 31 Stimmen ab gren und wenn von größeren sesttichen Veranstaltungen Umganggenommen wird, damit die aus diesem Anlaß bewilligten Mitteljunverkürzt der Allgemeinheit zugute kommen und den Bedürftigen voll erhalten bleiben. Wien, 25. Juni. In der heutigen Sitzung dk Abgeordnetenhause s wurde der Antisemit Dr Weiß- kirchner fmit 352 gegen 105 Stimmen, welche auf dfi Sozialdemokraten Pernerstorsser fielen, zum P r ä s i d e n t e gewählt. seiner Pensionierung in seiner Vaterstadt Gießen lebte. U.wu i -Y . , , 75 Jahre alt, er studierte Nationalökonomie und war n p t “I ordentl^^fefi^^ tä kandidat Zimmermeister Müller erh?elt °70 Stimmen. ^Die btS er als ordentlicher Profeffor nach Königsberg beru unterlegene Partei hat die Wahl angefochten wurde. Er schrieb u. a.: »Ueber das Wesen des Gelde O Nieder-Weisel, 25. Juni. Der Hassia-Bezirk „Lehrbuch der ^inanzwisselischaft", »Volkswirtschaftslehr Butzbach-Bad-Nauheim feierte am Sonntag hier sein Bez irkS- cn-s — c ' Kriegerfest, verbunden mit der Ueberreichung der Kaiserschleife an den hiesigen Kriegerverein; dies geschah durch währleisten. Rom, 25. Juni. (Kammer.) Bei der Beratung her Vorlage betreffend die außerordentlichen Hceresiusgaben 3 I, U'ner Iön9ete ^Jute 'M dder b„ 1»"««t>‘. unb übetf %. 'Wogen b,‘ ki- O L KrZL V°^sr° T 11 1889 hatte ”" « 8.itun “ ie"u„ ie ie die 9i„rV ! ""ter WM veröffentlicht: B *DI,/ 271 Marz 1907, fe* *i4 '•CfaÄ‘ ?lb’9unfl seiner Tälig. ■öiumen, feine fanbo. herzlich Hx p, , F. Mamrolh. >iuni. Jin,$aunu§. * Maaß und die it icharse Erklärungen Automobilrennen m wegen des unerträg. rg und der Lustoerderd« m Herbst wegen Ber- ieslgen Schwurgericht jji Mrmeister Schnei^.' Akonate von der Stich ffkanimer auf freien vird sich erneut mit der eZ heißt, daS Opfer M Ztg.) aft&irte. rt o. R, 26. Juni, tute tm großen Saale rdeötag ab, mtzdm M, Mr rin vWäirr . In der hküiM Drr« bl Stabitai W«, m gsasichor haammn, für ens Tirellor Göring an- ein-Mam, Taar-Blieö und isen-Meininger, Mumm, ulscher, Bayerisch-Plchn, Lin und Schlesischer, M Mmschast mit dem w* >m Reichsvetband gcciniy er-Leipzig erstattete «n jattc eine Reihe von W Duröcn. Henkel-Fmkstll die SMung eines eines Es rourbc nach leb, -Men Reiche, wo eS nw Erhöhung der Bier- ie Aufhebung des Dam 9“6tSäXfc* eintreten, u^er oi ,&«»A.; jr Äoch^, uni; ‘ -isnKörung den. semcik M DuWu ich'ror* einem CIIl%/for die fliiiion verwM, MM- teiliMÄ lleber die cls l»i.rb Sm an. den S&S? »Ä-S !ss?-sg Ms" voran uw (JÜS«- ' ^oten- nfc *>Ä Ng6* 5 MM tfrfagg ÄS'" ■ft festes aüge verteilt hcLen, fmLert des Waffen Widerspruch heraus. M handelt sich Hier nicht um einseitig« Wünsche des reisenden Publikums, sondern um eine Abweichung der EisentuMver- toaltimgcn selbst von ihren eigenen öffentlich ausgespwchenen Grundsätzen! Am 1. Juli 1905 erklärte der verstorbene Eisew. bahmninifter hon Budde in der Antwort auf eine Snterpeflatwn im preußischen Abqeordnetenh^use: „Es ist nicht die Absicht der Verwaltung, sämtliche im Kursbuch fettgedruckten Züge mit Schnrllzugszuschläaen zu belegen. Wenn auf einer Strecke eine ganze Anzahl Schnellzuge läuft — will ich mal sagen 10 — dann wird man unter diesen einige heraussuchen, die große, durchgehende, namentlich internationale Verbindungen darstellen. Diese wird man mit Schnellzugszuscblägen belegen, während andere Schnellzüge frei gelassen werden." Diese Verheißung der Eisenbahnverwaltung ist unerfüllt geblieben. Sie hat cs gerade umgekehrt gemacht: anstatt nur .einige, die durchgehenden Schnellzüge zu verteuern, hat sie die allermeisten Schnellzuge mit Zuschlag belegt, und nur einige, sehr wenige, frei gelassen. Die Forderung des Publikum- geht in aller Bestimmtheit und Schärfe dahin: die Eisenbahnverwaltung möge ihr eigenes Versprechen halten und vom 1. Juli ab, also noch vor dem Beginn der Hauptreisezeit, das Verhältnis, umzukehren, in jedem Fahrplan mit Schnellzügen den zuschlagspflichtigen Schnellzug zur Ausnahme, den Eilzug zur Regel zu machen. Das deutsche Reisepublikum hat seit mehr als einem Jahr fortgesetzt fast nur Verteuerungen er» lebt; es pit ein Wohl begründetes Recht daraus, zu verlangen, daß endlich auch auf die Bedürfnisse des Verkehrs, nicht bloß auf die des Fnnanzministers Rücksicht genommen werde. Wobei übrigens KU bemerken ist, daß noch niemals ein Finanzrniniswr sich auf die Länge über die Wirkungen von Verkehrserleichterungen zu beklagen gehabt bat. Die jetzige Verteilung der EilKge und Schnellzüge ist auch insofern verkchrsstörend, als naturgemäß der weitaus, größere Teil der Reifenden sich in die zuschlagfreien Eilzüge drängt, diese überfüllt, während die Schnellzüge mit Zuschlag nicht ausgenutzt roerben. Tas werde sich, wenn die bisherige ungerechte Verteilung fortbestände, im Hochsommer noch viel ärger erweisen und zu den schwersten Schaden des Verkehrs führen. । Sehen wir uns einmal einige Schnellzugslinien auf ihre Verteilung von Eilzügen und Schnellzügen an. Schlimm sieht es namentlich in Westdeutschland aus. Zwischen Frankfurt und Köln fahren auf der rechten Rheinseile sechs Schnellzüge, von denen nur ein einzige!r zuschlagsfrei ist! Den Preis der siäkalischen PluÄnacheiec verdienen aber einige Hauptreifestrecken in S ü d d e u t f ch l a n d. Zwischen Heidelberg Und Basel über Freiburg verkehren sechs Schnellzüge; davon ist ein einziger, natürlich der schlechteste, zuschlagsfrei. Mit der schönen Grundsatzlosigkeit, die sich bet derartigen Anordnungen der Eisenbahnverwaltung auch sonst findet, fahren zwischen Magdeburg und Berlin drei Eilzüge und fünf Schnellzüge, eines der günstigsten Verhältnisse im preußischen Eisenbahn- bezirk. Ich halte auch diese Verteilung von Eil- und Schnell- zügen immer noch für ungerecht, das Verhältnis müßte sein: Sechs Eilzüge Und zwei Schnellzüge; immerhin aber sieht man hier die Spur des guten Willens, den Reisenden eine größere Zahl nicht belasteter Schnellzüge freizustellen. Schlechter ist schon das Verhältnis auf der Strecke Hannover—Berlin: den zwei Eilzügen stehen fünf Schnellzüge, ohne den Zug über Magdeburg und ohne den Nordexpreßzug, gegenüber. Auf der Linie Berlin—Stettin—Danzig verkehren nur zwei durchgehende Schnellzüge; die Verteilung zwischen Eilzug und Schnellzug ist wie 1 :1. Zwischen Berlin und Ostpreußen ist jeder bequem gelegene und gute Schnellzug -uschlagspflichtig! Beide Vtorgenzüge von Berlin, beide Nachtzüge, und von den fünf schnellen Zügen überhaupt ist nur ein einziger, der in Königsberg nachts pm V21 Uhr ankommende -uschlagsfvei. Ist dies eine Erfüllung der Zusage des Eisenbahnministers Budde? Auf der Linie Berlin—Posen ist es ähnlich. Ebenso verkehrt in Oberschlesien, zwischen Breslau und Oderberg von den vier durchgehenden Schnellzügen nur ein einziger ohne Zuschlag. Sache des Publikums wird es sein, die Folgerung nach wesentlicher Vermehrung, mindestens nach einer Verdoppelung der zuschlagsfreien Eilzuge mit wachsendem Nachdruck zu erheben. Die Unzufriedenheit mit der jetzigen Verteilung von Eil- und Schnellzügen ist noch immer im Steigen, und die Staats- regierungen, wenn nicht die Eifenbahnverwaltungen, haben die .Pflicht, diese Unzufriedenheit nicht ins Ungemenene anwachsen, .zu lassen.- -1 ' Ein Schnellzug fuhr ui Der Nähe von Hartf 0 rt (nordamerik.) (Staat Eonnsotiout) in einen Arbeiterzug, besten Wagen fast vollständig zertrümmert wurden. Ein Teil der Trümmer begann zu brennen, noch ehe die unter den Trümmern liegenden Opfer der Katastrophe gerettet, werden konnten. Die Schmerzensschreie der unglücklichen Opfer, die vergebens der Befreiung harrten und die Flammen auf sich zukommen sahen, waren furchtbar. Die Passagiere deS Schnellzuges kamen ohne Schaden davon. Dagegen wurden von den ltalienischen Arbeitern, die den Arbeilszug füllten, elf getötet und 35 schwer verletzt. • Der Wettersturz in den Alpen hat imKaifergebirge den Tod eines T 0 u r i |t e n herbeigeführt. Vier Personen, die eine Tour auf das sehr schwer zu besteigende T0 te n k 1 rch l im Kaisergebirge unternahmen, komuen den Abstieg infolge massenhaften Neuschnees nicht fortsetzen, em Tourist starb an Er» schöpfung. Der erste Rettungsversuch zweier Führer mißlang, beim zweiten konnten die übrigen Teilnehmer gerettet werden. Der erfrorene Tonnst ist der Münchener Kaufmann Grohmann. * Ein erschütterndes Drama spielte sich im Spital für Lungenkranke zü Mannheim ab. Tort starb die 21 Jahre i alle Frau des Formers August Stolzenthaler, welche dort 103 Tage mag BH- zunkkgehltebeiie darmkranke Kinder. 04541] Licherstrahe 9 II. 3 Zimmer 4141] Jemand z. Brödcherrtrageu »es. Bäcker3)tüller, Seltersweg62. Gut erhalt. Sportwagen bill. abzugeb. Bahnhofstr. 34, II. [04S97 n Marktplatz 2 Marktplatz 2 Schub-Spezialgeschäft. en Gieh. unt. Vertreter X" 2 Zimmer Schöne 2-Zimmerwohn. z.verm. Löbers Hof 9. 04600 Gut erhalt. Kinderwagen zu verk. Teuselslustgärich. 20,U. erbeten. [S3y% r A. Salomon & Cie 040 g 16. 5 Zimmer B 4 Zimmer Klinikstr. 22 Telephon 337 Eine 4-Zimmer-Wohn. sofort zu oerui. Seliersweg 62. [4216 täglich frisch bei 13893 3ub. per 1. Juli zu Derrn. Näh. Stephanstr. 43, H. 3828] Itlii'hU'Tudjc (Offriic Stell ui 3n uennirtcii In verkaufen bill. zu Denn. 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